Kompetenzprofil Sucht - Expertengruppe Weiterbildung Sucht

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Kompetenzprofil Sucht - Expertengruppe Weiterbildung Sucht

EWS

EXPERTiNNENKOMMISSION DES BAG WEITERBILDUNG IM SUCHTBEREICH

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OMPETENZPROFIL KOMPETENZPROFIL KOMPETENZPROFIL KOMPE

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INHALTSVERZEICHNIS

VORWORT 02

EINLEITUNG 03

1.0 STRATEGISCHES MANAGEMENT

1.1 Leitbild-, Strategie- und Konzeptentwicklung 04

1.2 Führung und Organisation 04

1.3 Finanzierung 05

1.4 Kommunikation und Partnerstrategien 05

1.5 Personalpolitik 05

1.6 Wahl, Erwerb und Unterhalt von Infrastruktur und Drittleistungen 06

1.7 Jahresplanung 06

1.8 Projektentwicklung 07

2.0 OPERATIONELLES MANAGEMENT

2.1 Personalbetreuung 08

2.2 Qualitätsmanagement 08

2.3 Controlling und Evaluation 09

2.4 Risikomanagement 09

2.5 Administration 10

2.6 Hygiene, Sauberkeit, Entsorgung und Sicherheit 10

3.0 AUFNAHME

3.1 Kontaktaufnahme | telefonischer Kontakt | Erstberatung 11

3.2 Abklärung und Aufnahme 11

4.0 INTERVENTION

4.1 Ambulante und stationäre Therapie 12

4.2 Psychotherapie mit Abhängigen 13

4.3 Ambulante und stationäre Beratung und Begleitung 13

4.4 Stationäre Rehabilitation 14

4.5 Beratung und Begleitung bei der beruflichen Wiedereingliederung 14

4.6 Beratung und Begleitung von Kindern süchtiger Eltern 15

4.7 Animation von Gesprächsgruppen 15

4.8 Medizinische Therapie und Substitutionstherapie 16

4.9 Medikamentenabgabe 16

4.10 Sachhilfe 17

4.11 Frühintervention 17

4.12 Notfall und Krisenintervention 18

4.13 Fallbezogene Vernetzungen 18

4.14 Nachsorge 19

5.0 NIEDERSCHWELLIGE INTERVENTIONEN

5.1 Beratung und Begleitung (im Bereich Schadensminderung) 20

5.2 Pflege (delegierte pflegerische Versorgung) 20

5.3 Aufsuchende Sozialarbeit 21

5.4 Führung von Notschlafstellen und Kontakt- und Anlaufstellen 21

5.5 Beschäftigung und Begleitung in niederschwelligen 22

Arbeitsangeboten (Taglohnprogramme)

5.6 Interessenvertretung und Mediation 23

6.0 KOMMUNIKATION

6.1 Dokumentation 24

6.2 Sensibilisierung und Schulung 24


VORWORT

Die ExpertInnenkommission des BAG Weiterbildung im Suchtbereich fördert Massnahmen und Projekte sowie

Weiterbildungsangebote für Suchtfachleute mit dem Ziel, die Professionalisierung und Qualität im Suchtbereich zu

stützen und weiterzuentwickeln. Um die Weiterbildungen für Fachleute in der Suchtarbeit systematisch an die Erfordernisse

der Praxis anpassen zu können, hat die Kommission die Erarbeitung des vorliegenden Kompetenzprofils für

Suchtfachleute veranlasst. Dieses Referenzdokument soll der Kommission in Zukunft für die Beurteilung ihrer Fördermassnahmen

als Orientierungshilfe sowie als Steuerinstrument dienen.

Die unterschiedlichen Anforderungen innerhalb des komplexen und umfassenden Feldes der Suchtarbeit wurden von

14 Fachpersonen, welche die verschiedenen Berufe und Arbeitsgebiete der Suchtarbeit widerspiegeln, unter Anleitung

einer Bildungsexpertin und eines Bildungsexperten akribisch erfasst. Beschrieben werden die erforderlichen Kompetenzen

in einer für das Arbeitsumfeld typischen Handlungssituation, in welcher die notwendigen Bewältigungsschritte

geschildert werden. Daraus resultiert ein umfassender Anforderungskatalog, den die Suchtfachleute aus den

verschiedenen Tätigkeitsbereichen zu erfüllen haben und der die Herausforderungen an eine interprofessionelle und

interdisziplinäre Zusammenarbeit beinhaltet.

Das Dokument orientiert sich an den europäischen Anpassungsprozessen im Bereich der Hochschulbildung und

soll der Kommission als Grundlage für die Erarbeitung und Weiterentwicklung von Weiterbildungsmassnahmen dienen.

Obwohl oder gerade weil die Weiterbildungsanbieter autonom über ihr Angebot entscheiden, kann das Kompetenzprofil

für die Weiterentwicklung und Harmonisierung bestehender Lehrgänge in der Romandie und Deutschschweiz beigezogen

werden. Es kann aber auch zur Beurteilung der Inhalte und Qualität von Einzelmodulen dienen. Es schafft eine

grössere Vergleichbarkeit und bietet besseren Überblick über das Weiterbildungsangebot in der Schweiz respektive

über allfällige Lücken.

Das Kompetenzprofil kann aber auch von den Behörden, Fachverbänden, Institutionen des Suchtbereichs und von

Fachleuten verwendet werden. Beispielsweise können die definierten Kompetenzen zur Beurteilung von Stärken und

Schwächen der Teamzusammensetzung beigezogen werden, sei dies bei der Personalrekrutierung oder – entwicklung.

Oder dem Individuum kann es beim Vergleich von bereits erworbenen und den für ein bestimmtes Tätigkeitsfeld erforderlichen

Kompetenzen als Beurteilungsgrundlage dienen.

Das vorliegende Ergebnis ist das Spiegelbild dessen, was die beteiligten Fachleute als Standard 2008 betrachtet haben.

Der Inhalt und die Anforderungen werden sich den Entwicklungen der betroffenen Tätigkeiten entsprechend anpassen

und mit diesen Entwicklungen mitgehen müssen. Wir erhoffen dass, und freuen uns wenn, dieses Grundlagendokument

eine vielfältige Verwendung finden wird.

Jakob Huber Iwan Reinhard

Präsident EWS Geschäftsführender Sekretär EWS

2 Kompetenzprofil Sucht


EINLEITUNG

Bei der Erarbeitung des Kompetenzprofils diente das QuaTheDA-Referenzsystem (http://www.quatheda.ch) als Ausgangslage,

welches für die Qualifizierung und Zertifizierung im Suchtbereich breite Anwendung gefunden hat. Um die in

der Suchtarbeit erforderlichen Kompetenzen zu strukturieren, haben die Fachleute diese in folgende sechs Kapitel

gegliedert: Strategisches und operationelles Management, Aufnahme, Intervention und niederschwellige Interventionen

sowie Kommunikation. Management- und Kommunikationskompetenzen finden auch in der Suchtarbeit ihre Bedeutung,

für die Förderaktivitäten der Kommission sind sie jedoch nicht prioritär, da diese Kompetenzen nicht in erster Linie

suchtspezifischer Natur sind und ausserdem ein ausreichendes Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten zu diesen

Themen zur Verfügung steht. Für die Fördermassnahmen der Kommission sind deshalb die Kompetenzen in den

Arbeitsfeldern «Aufnahme» und «Intervention» (inklusive «niederschwellig», Kapitel 3, 4 und 5) zentral.

Die einzelnen Kompetenzen gliedern sich nach der sogenannten IPRE-Struktur (Informieren, Planen/Entscheiden,

Realisieren, Evaluieren). Jede Kompetenz wird zusammenfassend mit Fokus auf das zu erreichende Ziel beschrieben

(linke Spalte). In der rechten Spalte sind die vier Phasen der genannten Struktur beschrieben. Auf diese Weise wird

jeweils ein abgeschlossener Handlungszyklus abgebildet. Eine Kompetenz ist vorhanden und in diesem Sinne nachgewiesen.

I wenn eine Person fähig ist, die relevanten Informationen zu sammeln und zu bearbeiten, diese

P in eine Planung und in den Entscheidungsprozess überführen kann,

R sie die Realisierung der beschlossenen Massnahmen umzusetzen weiss und

E eine Evaluation des ganzen Prozesses inklusive Einführung von Anpassungen durchführen kann.

Die definierten Kompetenzen können auf unterschiedliche Art und Weise erworben werden. Es ist den Anbietern von

Weiterbildungen oder den einzelnen Suchtfachleuten überlassen, in welcher Form sie diese lehren oder erlernen wollen.

Den Weiterbildungsanbietern wird auf diese Weise die Möglichkeit gelassen, sich auf (strategische) Schwerpunkte

festzulegen und sich damit in der Weiterbildungslandschaft zu positionieren und zu profilieren.

Begrifflichkeiten

Die interdisziplinäre sowie interprofessionelle Vielfalt in der Suchtarbeit verlangt eine präzise Verwendung der

Fachtermini. Einzelne Begriffe wurden verschiedentlich diskutiert und genauer erörtert. Bei der Verfassung dieses

Kompetenzprofils wurde versucht, diesen Anregungen soweit möglich Rechnung zu tragen. Bei der Beschreibung

der einzelnen Kompetenzen wurden nach Möglichkeit diejenigen Begriffe verwendet, welche der im jeweiligen

Kontext hauptsächlich tätigen Profession zuzuordnen waren. Nach Möglichkeit wurde die weibliche wie auch

männliche Form verwendet oder in Kombination mit mehreren disziplinären Termini alternierend eingesetzt.

Die suchtspezifischen Begriffe werden, sofern nicht anders vermerkt, gemäss der offiziellen Terminologie der

Schweizerischen Drogenpolitik verwendet (abrufbar unter: http://www.bag.admin.ch/themen/drogen/00042/

00624/index.html?lang=de).

Kompetenzprofil Sucht

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1.0 STRATEGISCHES MANAGEMENT

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

1.1 Leitbild-, Strategie- und Konzeptentwicklung

Durch die Erarbeitung von Leitlinien,

Strategien und entsprechenden

Konzepten werden der Auftrag

der Institution, mittel- und

langfristige strategische Ziele

und Aktivitäten beschrieben,

um nach innen und aussen klare

Richtlinien zu kommunizieren.

1.2 Führung und Organisation

Durch die Definition – und bei

Bedarf die Anpassung – von klaren

Strukturen und Organisations-

und Entwicklungsprozessen werden

eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit

ermöglicht sowie

effiziente institutionelle Abläufe

und qualitativ hochstehende

Leistungen garantiert.

4 Kompetenzprofil Sucht

> Zusammentragen der gesetzlichen Vorschriften, verbindlichen Vorgaben

und Vereinbarungen, die die Aktivitäten der Institution bestimmen.

Verschaffen eines Überblicks über die geschichtliche und aktuelle

Entwicklung der Institution, deren Positionierung und Interventionsfelder

in der regionalen Planung. Lokale, nationale und internationale Umfeldanalyse.

Analyse des Istzustandes der KlientInnen. Beschaffung von

Informationen über neuste bereichspezifische wissenschaftliche

Entwicklungen. Finanzielle und personelle Ressourcenanalyse. Bestimmung

der zu informierenden administrativen und politischen Behörden,

Vereinigungen, Partnerinstitutionen, Schlüsselpersonen und Teams.

> Bestimmung der für die Institution relevanten Informationen und Daten,

der im Prozess gemäss den jeweiligen Kompetenzen (Aufgaben, Verantwortlichkeiten)

beteiligten Personen, der notwendigen Ressourcen und der

je nach Aufgabe anzuwendenden Methoden. Überprüfungsperioden

bestimmen.

> Erarbeitung von Leitlinien, einer Strategie oder Konzepten im Rahmen

eines partizipativen Prozesses (Workshops, Seminare, usw.). Aufgaben

innerhalb des Projekts definieren, übernehmen oder delegieren. Steuerung

der Projektentwicklung hinsichtlich Qualität, Zeitplan und Ressourcen.

Redaktion der Schlussdokumente und laufende Dokumentation (inkl.

Archivierung).

> Auswertung der Unterlagen und des Entwicklungsprozesses. Feedbacks

von innen und aussen einholen.

> Zusammentragen von bereits vorhandenen Referenzdokumenten über

die Funktionen, Verantwortlichkeiten, Rollen der MitarbeiterInnen,

Schnittstellen, Kommunikationsstrukturen und Unternehmenskultur

(inkl. Gender- und Migrationsfragen) usw., um einen aktuellen Überblick

über die Organisation zu gewährleisten.

> Bestimmung des Ist- und des Sollzustandes sowie Planung der notwendigen

und der Unternehmenskultur angepassten Realisierungsetappen.

> Klärung der Strukturen und Prozesse sowie Erarbeitung der entsprechen

den Unterlagen. Mobilisierung der gesamten Ressourcen der Institution

im Hinblick auf den Auftrag. Gewährleistung einer klaren Ablauf- und Kommunikationsstruktur.

Delegation von Aufgaben mit klaren Anweisungen.

Sicherstellung und Kontrolle der Erarbeitung und der Umsetzung.

> Überprüfen, ob die Prozesse und Strukturen der guten interdisziplinären

Zusammenarbeit innerhalb der Institution entsprechen und ob sie effiziente

und wirksame Leistungen gewährleisten. Sicherstellen, dass der

Führungsstil den Erwartungen der MitarbeiterInnen entspricht bzw. von

ihnen verstanden wird.


Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

1.3 Finanzierung

Sicherstellen der Finanzierung

der Institution und Überwachung

eines effizienten Ressourcenmanagements,

um ein langfristiges

Fortbestehen der Institution zu

garantieren.

1.4 Kommunikation und Partnerstrategien

Gewährleistung einer guten Kommunikation

über die Aktivitäten der

Institution gegenüber den Partner-

Innen des Netzwerks,

den zuständigen Behörden, der

Nachbarschaft und der Öffentlichkeit,

zur Förderung der Aktivitäten

der Institution, der Akzeptanz

der Institution und des

Verständnisses gegenüber deren

KlientInnen sowie zur Festlegung der

Rahmenbedingungen für eine gute

interinstitutionelle Zusammenarbeit,

auch mit den zuständigen Behörden.

1.5 Personalpolitik

Zusammenstellen eines Mitarbeiter-

Innenteams und Festlegung der

Rahmenbedingungen für die

Personalverwaltung zur Umsetzung

der Aufgaben und Ziele der Institution.

> Finanzierungsquellen identifizieren. Anforderungen der Kontrollbehörden

in Bezug auf Budgeterstellung und Buchführung kennen.

> Aufwand und Ertrag planen. Buchhalterische Aufgaben und Verantwortlichkeiten

organisieren.

> Aufbau einer finanziellen Strategie und langfristigen Budgetplanung.

Finanzierungsquellen erschliessen. Verhandlungen mit den Geldgebern.

Budget und Buchhaltung gegenüber der Trägerschaft und der Kontrollbehörden

rechtfertigen. Prüfen der Buchhaltung.

> Auswertung der Finanzierungsquellen und des Verwaltungssystems.

> Beobachtung des sozialen, politischen, administrativen und beruflichen

Umfeldes der Institution. Gewährleistung eines Überblicks über alle

Zielgruppen, PartnerInnen. Lokalisierung der Imageprobleme der Institution

sowie der Schwierigkeiten und Verbesserungsmöglichkeiten bei der

Zusammenarbeit.

> Bestimmung von Gremien, Schlüsselpersonen und Zielgruppen.

Planung der Kommunikationsaktivitäten. Ermittlung der Institutionen und

Gremien, mit denen Probleme geklärt werden müssen, und Planung

der Aktivitäten.

> Erarbeitung eines interinstitutionellen Kommunikations- und Kooperationskonzepts,

Umsetzung der geplanten Massnahmen gemäss der Entwicklung

des institutionellen Umfeldes. Verhandlung und Erarbeitung

von Zusammenarbeitsvereinbarungen.

> Regelmässige Evaluation der durchgeführten Aktivitäten im Bereich

Kommunikation sowie im Rahmen der interinstitutionellen Zusammenarbeit.

> Kenntnis der in der Institution vorhandenen Berufsfelder und vertretenen

Berufsethik. Kenntnis der Geschichte, des Auftrags und der Organisation

der Institution. Kenntnis der gesetzlichen Grundlagen der Personalverwaltung

sowie des Personalbedarfs. Kenntnis der verfügbaren Kompetenzen

und ihren möglichen Verbindungen untereinander. Kenntnis der Resultate

der MitarbeiterInnenbefragungen.

> Planung des Personalbedarfs der Institution unter Berücksichtigung der

strategischen Anpassungen, den laufenden Abgängen und der zu belegen

den Stellen. Planung der Retraiten und der Weiterbildung. Festlegung von

«Burn-Out-Anzeichen» für das Personal.

Kompetenzprofil Sucht

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1.0 STRATEGISCHES MANAGEMENT

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

1.5 Personalpolitik

1.6 Wahl, Erwerb und Unterhalt von Infrastruktur und Drittleistungen

Erwerb, Verwaltung, Entwicklung

und Unterhalt von Infrastruktur und

Drittleistungen mit dem Ziel, auf die

Bedürfnisse der KlientInnen angepasste

Leistungen möglichst

effizient und wirtschaftlich anzubieten.

1.7 Jahresplanung

Erarbeiten einer dem Leitbild, der

Strategie und den Konzepten entsprechenden

umfassenden Jahresplanung

unter Berücksichtigung

von Veränderungen in der Institution

und in deren Umfeld, für eine

effiziente und wirksame Führung

der Institution.

6 Kompetenzprofil Sucht

> Erarbeitung einer Personalentwicklungspolitik (Weiterbildung, Supervision,

usw.). Beschreibung der Funktionen und Kompetenzprofile. Erarbeitung der

Anstellungs-, Begleit- und Kündigungsabläufe. Einstellung und Entlassung

von Personal gemäss den Bedürfnissen der Institution. Erstellen von

Leitlinien zur Handhabung von institutionellen Krisen. Mitteilung wichtiger

Ereignisse an das Personal und die Trägerschaft.

> Erarbeitung eines Konzepts für die MitarbeiterInnenbefragung.

Regelmässige Evaluation der Teamkompetenzen, Ausrichtung auf die

Bedürfnisse der Institution.

> Entwicklungen der Infrastruktur und der Drittleistungen anhand des

Pflichtenhefts und der vorgesehenen strategischen Entwicklungen.

Auflistung der externen Dienstleister für die verschiedenen Bereiche

(bewegliche und unbewegliche Güter, TherapeutInnen, ÄrztInnen usw.).

> Planung und Budgeterstellung für Unterhalt und Investitionen bezüglich

Infrastruktur und Drittleistungen.

> Zuteilung der Verantwortlichkeiten und Aufgaben sowie Sicherstellung der

Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten. Wahl der externen Dienstleister,

der Lieferanten, des Materials und der neuen beweglichen und unbeweglichen

Güter. Verträge aushandeln, erarbeiten und kündigen. Unterhalt der

Infrastruktur und Inventur der Güter. Erarbeiten von Projekten zur

Entwicklung neuer Infrastrukturen.

> Evaluieren der externen Dienstleister und Lieferanten. Regelmässige

Evaluierung des Infrastrukturzustandes.

> Zusammentragen und Analyse der für die Jahresplanung relevanten

Unterlagen (Strategie, Vorgaben der AuftraggeberInnen, Daten über das

institutionelle Umfeld, personelle und finanzielle Ressourcen, geplante

Projekte, Qualitätsplan sowie die Auswertung des Vorjahres).

> Bestimmung der Aktivitätsbereiche, die einem Planungsprozess unterliegen,

sowie Bestimmung der Beteiligten, der Methoden und des

Informationsflusses.

> Setzen der Prioritäten und Ziele sowie Erstellung einer entsprechenden

Planung (Ziele, Massnahmen, qualitative und quantitative Resultate,

benötigte Ressourcen, interne und externe Zusammenarbeit,

Terminierungen, Prioritäten).

> Durchführbarkeitsprüfung der erstellten Planung mit den Beteiligten.


Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

1.8 Projektentwicklung

Erarbeitung und Steuerung von

Entwicklungsprojekten mit dem Ziel,

institutionelle Probleme und Probleme

im Zusammenhang mit der

guten Funktionsweise des Gesundheitsnetzwerks

zu lösen und sich

den laufenden Entwicklungen und

Veränderungen des sozialen,

gesundheitlichen, rechtlichen,

administrativen und wirtschaftlichen

Umfeldes der Institution anzupassen.

> Ermittlung der laufenden Veränderungen bei den KlientInnen / PatientInnen,

deren Bedürfnisse und der Bedürfnisse der NetzwerkpartnerInnen sowie

Ermittlung der administrativen und rechtlichen Veränderungen.

Identifizierung des Problems (Störungen auf institutioneller oder

Netzwerkebene, Veränderung der Konsumgewohnheiten oder der

Bedarfslage, neue administrative und rechtliche Vorschriften, neue

Therapieansätze usw.). Bestimmung der zu involvierenden PartnerInnen.

> Planung der verschiedenen Projektetappen sowie des internen und externen

Vernehmlassungsverfahrens, um Zustimmung und Anerkennung des

Projekts sicherzustellen und allfällige Doppelspurigkeiten zu vermeiden.

Schriftliches Festhalten der Projektziele mit klarer Definition der Ziele,

Schritte, Mittel zur praktischen Umsetzung und des geplanten Budgets.

Überprüfung, ob das beschriebene Projekt mit dem Auftrag eines

potentiellen Auftraggebers übereinstimmt.

> Umsetzung des Projekts unter Anwendung des Projektmanagements.

Austausch mit internen und externen Beteiligten. Überprüfung, ob das

Projekt zur Problemlösung beiträgt bzw. den Erwartungen des

Auftraggebers entspricht. Bei Bedarf sind Anpassungen vorzunehmen.

Weitergeben der Resultate an die beteiligten Akteure und Abschliessen des

Projekts.

> Auswertung der Resultate und des Projektablaufs, indem Feedbacks von

innen und aussen eingeholt werden.

Kompetenzprofil Sucht

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2.0 OPERATIONELLES MANAGEMENT

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

2.1 Personalbetreuung

Durch die Personalbetreuung und

tägliche Unterstützung des

Personals werden qualitativ hochstehende

Leistungen für die

KlientInnen sowie deren Angehörige,

die Partnerinstitutionen und die

zuständigen Behörden gewährleistet.

2.2 Qualitätsmanagement

Durch die Führung eines Qualitätsmanagementsystems

und die

Gewährleistung, dass dieses integrierter

Bestandteil der Managementfunktionen

und durch die

MitarbeiterInnen tagtäglich gelebt

wird, werden die Leistungen und

Ergebnisse der Institution

kontinuierlich verbessert.

8 Kompetenzprofil Sucht

> Zusammentragen gezielter Informationen über den Institutionsalltag und

über die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen. Regelmässige

Standortbestimmungen über die Entwicklung der Kompetenzen und

Bedürfnisse der MitarbeiterInnen.

> Planung der MitarbeiterInnenaktivitäten, Ferien, Kommunikationsstrukturen

(Teamsitzungen, Workshops, Stiftungsratsitzungen usw.), Retraiten und

internen und externen Weiterbildungen.

> Information an die neuen MitarbeiterInnen (Organisation der Institution,

Abläufe, ethische Regeln, Qualitätsmanagement usw.). Teamarbeit begleiten

und koordinieren. Informationsfluss zwischen den MitarbeiterInnen gewährleisten.

Vorsitzen der Team- und Leitungssitzungen. Vorbeugen und Steuern

von Konflikten. Anbieten einer Mediation bei Konflikten zwischen KlientInnen

und dem Personal. Regelmässige Durchführung von MitarbeiterInnen- und

Qualifikationsgesprächen. Gewährleistung reibungsloser Abgänge.

Organisation interner Weiterbildungen und Sicherstellung des

Wissenstransfers bei externen Weiterbildungen.

> Durchführung von Befragungen zur MitarbeiterInnenzufriedenheit, auch hin

sichtlich Führungsstil und Betreuung.

> Kenntnis des Qualitätsmanagementsystems der Institution. Kenntnis der im

jährlichen Qualitätsplan festgehaltenen Qualitätsziele und der diesbezüglich

relevanten Daten. Identifizierung von Abweichungen zwischen externen

Vorschriften und intern erfassten Daten. Wahrnehmung der Motivation und

Widerstände der Beteiligten.

> Planung, unter Einbezug der Beteiligten, der notwendigen Interventionen

und Massnahmen zum Erreichen der festgelegten Optimierungsziele sowie

Erarbeitung der notwendigen Entscheidungsgrundlagen.

> Systematische und nachhaltige Umsetzung von Interventionen und

Massnahmen (bei Bedarf Änderung der Abläufe, Erarbeitung neuer

Unterlagen oder Anpassung der bestehenden, Erfassung und Analyse der

relevanten Daten, Zusammentragen von Abweichungen, Beschwerden,

Vorschlägen usw.). Organisation der Management-Reviews, Unterbreiten

und Ausarbeiten eines Qualitätsplans.

> Evaluierung der Gültigkeit des Qualitätsmanagements und dessen Integration

im Institutionsalltag. Überprüfen der getroffenen Massnahmen und

gegebenenfalls Anpassung des Qualitätsplans.


Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

2.3 Controlling und Evaluation

Bewertung, Analyse und Auswertung

der festgelegten Aktivitäten,

definierten Ziele und erreichten

Resultate zur Gewährleistung von

Effizienz, Wirksamkeit und

Leistungsoptimierung der

Institution sowie der Arbeit ihrer

MitarbeiterInnen.

2.4 Risikomanagement

Durch Risikoabschätzung und

-management wird die Sicherheit

des Personals, der KlientInnen

sowie des Materials gewährleistet.

> Kenntnis der zu erreichenden Ziele in den verschiedenen Aktivitätsbereichen

und ihrer Steuerungspunkte. Bestimmung der zu erhebenden Daten,

Auflistung der Bewertungsinstrumente, bei Bedarf Weiterentwicklung oder

Einführung neuer Instrumente.

> Planung, unter Anwendung geeigneter Instrumente, der spezifischen

Massnahmen, Kontrollen und Evaluationen gemäss der festgelegten Ziele

und Prioritäten. Festlegung der Umsetzungsmodalitäten und der

Terminplanung.

> Information und/oder Schulung der Beteiligten. Umsetzung der Kontroll-

und Evaluationsmassnahmen. Erfassung und Analyse der Daten. Ziehen

von Schlussfolgerungen aus den erkannten Abweichungen. Vorschlagen

von Korrekturmassnahmen im Rahmen des Qualitätsplans. Information

der beteiligten Personen und Akteure.

> Auswertung der Zielerreichung, der Einhaltung des Zeitrahmens, der

Gültigkeit des Systems, und der Instrumente sowie der eingesetzten

Ressourcen.

> Identifikation der mit dem Auftrag der Institution verbundenen Risiken.

Kenntnis der betreffenden Versicherungsvorschriften. Erfassung der internen

und externen PartnerInnen, die in Risikosituationen involviert sind.

> Planung der notwendigen Massnahmen, um Risikosituationen zu bewältigen

und Personen- und Sachschaden zu reduzieren oder zu verhindern.

Freistellung der notwendigen Ressourcen zur Erstellung eines

Risikomanagementkonzepts. Bestimmung der internen und externen

PartnerInnen für die Zusammenarbeit.

> Erarbeitung eines Risikomanagementkonzepts unter Einbezug der internen

und externen PartnerInnen. Information und Schulung der Beteiligten.

Bewältigung und Dokumentation der Krisen und Vorfälle. Durchführung von

Sicherheitsübungen in Bezug auf die Hauptrisiken. Gegebenenfalls

Simulation von Vorfällen, um die Abläufe und das Verhalten des Personals

zu überprüfen. Analyse und Auswertung von Fehlern. Ergreifen erforderlicher

Korrekturmassnahmen (Abläufe anpassen, Personal schulen,

Versicherungsschutz ergänzen oder anpassen usw.). Zusammenarbeit mit

den beteiligten (internen und externen) PartnerInnen festlegen.

> Evaluation der Gültigkeit des Konzepts. Kontrolle, ob die

Korrekturmassnahmen umgesetzt wurden. Statistische Erfassung der

Vorfälle und Schäden.

Kompetenzprofil Sucht

9


2.0 OPERATIONELLES MANAGEMENT

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

2.5 Administration

Durch klare, effiziente und wirksame

administrative Abläufe werden das

reibungslose Funktionieren der

Institution sowie einfache und

rasche Abläufe der Leistungserbringung

gegenüber KlientInnen,

Partnerinstitutionen und zuständigen

Behörden gewährleistet.

2.6 Hygiene, Sauberkeit, Entsorgung und Sicherheit

Durch das Ergreifen der notwendigen

Massnahmen in den Bereichen

Hygiene, Sauberkeit, Entsorgung

und Sicherheit wird gewährleistet,

dass die Leistungen der Institution in

einer sauberen, funktionstüchtigen

und sicheren Infrastruktur erbracht

werden.

10 Kompetenzprofil Sucht

> Kenntnis der administrativen Abläufe, des Dokumentenverwaltungssystems

sowie der Verantwortlichkeiten und der Schnittstellen. Kenntnis der gesetzlichen

Grundlagen der Archivierung. Kenntnis des notwendigen

Reglementierungsgrads der Prozessabläufe und von deren

Optimierungsbedarf.

> Erarbeitung und Optimierung der Abläufe und administrativen Unterlagen

planen. Bestimmung der Beteiligten.

> Schaffung eines zweckmässigen und effizienten Datenverwaltungs- und

Archivierungssystems, welches das Auffinden, die Zugänglichkeit und

Lesbarkeit der Unterlagen garantiert. Gewährleistung der Erstellung,

Verwendung und Optimierung von zweckmässigen und effizienten administrativen

Abläufen. Regelung der Zugangsberechtigungen zu den

Unterlagen. Klärung und Gewährleistung des Informationsflusses.

Umsetzung coachen und kontrollieren. Sicherstellung des Datenschutzes,

der Archivierung und der Vernichtung der Unterlagen gemäss den gesetzlichen

Vorschriften.

> Überprüfung der Effizienz der festgelegten Abläufe, des

Dokumentenverwaltungssystems sowie der Zufriedenheit der Beteiligten.

> Kenntnis der für die Institution geltenden gesetzlichen Vorschriften in den

Bereichen Hygiene, Sauberkeit, Entsorgung und Sicherheit. Kenntnis der

Verantwortlichkeiten, vorhandenen Ressourcen sowie geplanten Abläufe.

> Planung der Massnahmen in den Bereichen Hygiene, Sauberkeit, Sicherheit

und Entsorgung.

> Erstellung der internen Hygiene-, Sauberkeits-, Sicherheits- und

Entsorgungsvorgaben gemäss den gesetzlichen Vorschriften. Regeln und

Organisieren der Delegation von Kompetenzen und Aufgaben. Erledigung

der Aufgaben überprüfen. Information und Schulung der Beteiligten.

> Periodische Überprüfung der Gültigkeit der Konzepte, der Vorgaben sowie

des Wissensstandes der Beteiligten.


3.0 AUFNAHME

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

3.1 Kontaktaufnahme / telefonischer Kontakt / Erstberatung

Durch eine persönliche Kontaktaufnahme

und eine individuelle

Beratung, die auf die unmittelbaren

Bedürfnisse der PatientInnen /

KlientInnen abgestimmt ist sowie die

Information über das Angebot der

Institution werden die KlientInnen /

PatientInnen richtig orientiert.

3.2 Abklärung und Aufnahme

Nach dem Zusammentragen aller

notwendigen Informationen wird eine

erste psychosoziale / medizinische

Diagnose gestellt, mit dem Ziel, die

ersten Schritte einer Intervention /

Behandlung einzuleiten und die

Grundlagen für eine tragfähige

Beziehung zu etablieren oder

gegebenenfalls die KlientInnen /

PatientInnen weiterzuleiten.

> Kenntnis der Informationen, die gemäss dem Angebot der Institution zu

sammeln sind. Kenntnis des Angebots der Institution sowie der wichtigsten

Institutionen in der Region.

> Mögliche Lösungen gemäss den gesammelten Informationen skizzieren.

> Zusammentragen der relevanten Informationen über die KlientInnen /

PatientInnen unter Berücksichtigung von Gender und

Migrationshintergrund. Klärung der Anfrage. Unterstützung der

PatientInnen / KlientInnen beim Verbalisieren der bestimmenden Faktoren

der aktuellen Krise. Die Einstellung der KlientInnen / PatientInnen gegenüber

Hilfsinstitutionen eruieren. Vermittlung der notwendigen Informationen über

das Angebot der eigenen und anderer Institutionen. Erklärung der

Datenschutzbestimmungen. Besprechung der möglichen Lösungen mit den

PatientInnen / KlientInnen. Festlegen eines Termins mit Mitarbeitenden und

Weiterleitung der notwendigen Daten über die KlientInnen / PatientInnen an

diese Mitarbeitenden. Gegebenenfalls die Person weitervermitteln.

Unterstützung für die nächsten Schritte organisieren.

> Überprüfung, ob alle nötigen Informationen vorhanden sind und diese verstanden

wurden. Mit den KlientInnen / PatientInnen die Zufriedenheit

gegenüber der organisierten Lösung klären.

> Kenntnis der im Rahmen der Institutionstätigkeiten notwendigen Instrumente

zur Erstellung einer psychosozialen / medizinischen Diagnose. Die

administrativen, juristischen und strafrechtlichen Verfahren kennen, in die

die abhängigen Personen verwickelt werden können. Kenntnis der zu

erfassenden Daten.

> Wahl der zur Diagnosestellung geeigneten Instrumente. Planung der

notwendigen Schritte und der Dauer der Abklärungs- und Aufnahmephase.

> Erstellung einer weitestmöglichen Beschreibung des psychosozialen und

gesundheitlichen Zustandes und Aufbau einer professionellen Beziehung

mit den KlientInnen / PatientInnen im Verlauf der Beratungsgespräche.

Klärung der Anfrage und Abklären der kognitiven, emotionalen und sozialen

Ressourcen der PatientInnen / KlientInnen. Erfassung und Ermittlung der

Bedürfnisse und des Istzustandes. Überprüfung der Übereinstimmung

zwischen dem Angebot der Institution und den Bedürfnissen der

KlientInnen / PatientInnen. Besprechung der Situation, Vorschlagen interner

oder externer Interventions- oder Therapiemöglichkeiten. Prioritäten und

erste Ziele festlegen. Behandlungsplan aufstellen. Weiterleitung der

Informationen an die beteiligten Personen und Institutionen. Gegebenenfalls

die PatientInnen / KlientInnen mit der geeigneten Institution in Verbindung

setzen.

Kompetenzprofil Sucht

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4.0 INTERVENTION

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

3.2 Abklärung und Aufnahme

4.1 Ambulante und stationäre Therapie

Durch Stärkung der kognitiven, emotionalen

und sozialen Ressourcen

der PatientInnen / KlientInnen werden

ein Veränderungsprozess und eine

Verbesserung ihrer Lebensqualität

gefördert, indem die KlientInnen /

PatientInnen auf ihrem Weg zur

Erreichung der gesetzten Ziele

unterstützt werden und ihre

Eigenverantwortung gefördert.

12 Kompetenzprofil Sucht

> Überprüfung, ob auf die Bedürfnisse eingegangen wurde und die

Beziehung hergestellt werden konnte. Abklären des Einverständnisses der

PatientInnen / KlientInnen mit den festgelegten Zielen und Erstellen von

Erfolgsindikatoren. Bewusstsein und Reflexion über das eigene

„Koordinatensystem“ und den eigenen Umgang mit Einschätzungen

verschiedener Situationen.

> Studium des Dossiers und bei Bedarf direkte Befragung der

Schlüsselpersonen, sofern eine Entbindung von der Schweigepflicht durch

die PatientInnen / KlientInnen stattgefunden hat. Abklärung der (materiellen,

sozialen, kognitiven, physischen, psychischen und motivationalen)

Ressourcen der KlientInnen / PatientInnen sowie der Defizite, Bedürfnisse

und Herausforderungen.

> Wahl der Interventions- oder Behandlungsmethoden und Planung der

nächsten Schritte in Übereinstimmung mit den Ressourcen und der

Motivation der KlientInnen / PatientInnen.

> Sich Einblick verschaffen in die jüngsten Ereignisse im Leben der

KlientInnen / PatientInnen und Berücksichtigung der Widerstände während

der Abklärungsphase. Gemeinsame Festlegung der Therapieziele und der

zu besprechenden Themen mit dem Ziel der Autonomieförderung.

Festlegung des passenden Settings (u. a. Einbezug der Angehörigen).

Zusammenführen der in den verschiedenen Bereichen festgelegten (medizinischen,

psychosozialen) Ziele. Schriftliches Festhalten der mit den

PatientInnen / KlientInnen getroffenen Abmachungen in einer Vereinbarung.

Durchführung der geplanten Schritte und Arbeit an den festgelegten

Themen (Suchtdynamik, Problemlösungsstrategien, Motivationsaufbau,

Rückfallprophylaxe, nötige Umgestaltungen im Alltagsleben, Strategie zur

Schadensminderung, Umgang mit kritischen Situationen, medizinische

Behandlung, Nachsorge usw.). Gewährleistung der Kohärenz der Therapie

mit den verschiedenen Beteiligten. Information über die Suchtabläufe.

Austrittsvorbereitung, Vernetzung und Nachsorgeplanung.

> Regelmässige Auswertung des therapeutischen Prozesses und der

Zielerreichung anhand von Standortgesprächen mit den PatientInnen /

KlientInnen sowie im Rahmen von Sitzungen (Intervision, Supervision, interdisziplinäre

Fallbesprechungen, interinstitutionelle Sitzungen, Case

Management usw.). Evaluation des Ansprechens auf die Therapie und der

Zufriedenheit der KlientInnen / PatientInnen und ihren Angehörigen.


Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

4.2 Psychotherapie mit Abhängigen

Durch die Behandlung der psychischen

Beschwerden von KlientInnen

in stabilisierter Situation sowie durch

eine therapeutische Beziehung,

welche auf wissenschaftlichen

Kenntnissen bezüglich Mechanismen

der Psyche und Abhängigkeit basiert,

werden der Zugang der KlientInnen

zu den eigenen Ressourcen gefördert,

die Verhaltensänderung gegenüber

der Sucht aufrechterhalten und das

psychische Leiden gemildert.

4.3 Ambulante und stationäre Beratung und Begleitung

Durch eine konkrete und kontinuierliche

Begleitung, die auf den Alltag

von KlientInnen und PatientInnen mit

wenig kognitiven, emotionalen oder

sozialen Ressourcen und wenig Motivation

zur Veränderung ausgerichtet

ist, wird deren Lebensqualität

stabilisiert und verbessert sowie ein

Vertrauensverhältnis aufgebaut und

gepflegt.

> Einschätzen der Anfrage der KlientInnen mittels drei bis vier

Abklärungsgesprächen. Sich über involvierte oder allfällig zu involvierende

Dienste des Pflegenetzwerks erkundigen.

> Über die anzuwendende Psychotherapie entscheiden, gegebenenfalls das

Pflegenetz orientieren.

> Den Rahmen der Intervention festlegen (Art der Psychotherapie, bspw.

Einzel-, Gruppen-, Paar- oder Familientherapie; Dauer; Setting).

Gemeinsames Festsetzen der Ziele mit den KlientInnen. Durchführen des

therapeutischen Prozesses gemäss spezifischem Ansatz und

Bildungshintergrund des/der TherapeutIn.

> Auswerten des therapeutischen Prozesses, der Zielerreichung sowie der

KlientInnenzufriedenheit.

> Studium des Dossiers und bei Bedarf direkte Befragung der

Schlüsselpersonen, sofern eine Entbindung von der Schweigepflicht durch

die PatientInnen / KlientInnen stattgefunden hat. Abklärung der (materiellen,

sozialen, kognitiven, physischen, psychischen und motivationalen)

Ressourcen der KlientInnen / PatientInnen sowie der Defizite, Bedürfnisse

und Herausforderungen.

> Wahl der Interventionsmethoden und Planung der nächsten Schritte in

Übereinstimmung mit den Ressourcen und der Motivation der

PatientInnen / KlientInnen.

> Erfassung der Bedürfnisse der KlientInnen / PatientInnen und des

Istzustandes (medizinisch, sozial, materiell, hygienisch, Alltagsstrukturen

usw.). Gemeinsame Festlegung der Ziele und Planung der verschiedenen

Schritte. Durchführung von institutionsspezifischen Aktivitäten (Beratung,

Mediation, Hausbesuche, Begleitung in andere Institutionen,

Beschäftigungs- oder Freizeitprogramm organisieren, Kleiderabgabe usw.).

Vermittlung wichtiger Informationen über die Sucht, Erstellen von Strategien

zur Schadensminderung und zur besseren Alltagsgestaltung. Sicherstellung

der Kohärenz der Begleitung durch Teilnahme an Koordinationssitzungen

des Hilfenetzes.

> Regelmässige Auswertung des Begleitprozesses und der Zielerreichung

anhand von Bilanzgesprächen mit den PatientInnen / KlientInnen sowie im

Rahmen von Sitzungen (Intervision, Supervision, interdisziplinäre

Fallbesprechungen, interinstitutionelle Sitzungen, Case Management usw.).

Evaluation des Ansprechens und der Zufriedenheit der KlientInnen /

PatientInnen und ihrer Angehörigen.

Kompetenzprofil Sucht

13


4.0 INTERVENTION

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

4.4 Stationäre Rehabilitation

Durch die Stärkung der sozialen

Kompetenzen sowie der Lern-,

Arbeits- und Freizeitgestaltungsfähigkeiten

der KlientInnen /

PatientInnen wird ein Veränderungsprozess

eingeleitet, der deren

Lebensqualität verbessert und

deren soziale und berufliche

Wiedereingliederung fördert.

4.5 Beratung und Begleitung bei der beruflichen Wiedereingliederung

Durch Beratung und Begleitung

der KlientInnen in einem beruflichen

Wiedereingliederungsprogramm das

deren Bedürfnissen angepasst ist,

wird ihre soziale Wiedereingliederung

erleichtert.

14 Kompetenzprofil Sucht

> Studium des Dossiers und bei Bedarf direkte Befragung der

Schlüsselpersonen, sofern eine Entbindung von der Schweigepflicht durch

die PatientInnen / KlientInnen stattgefunden hat. Abklärung der (materiellen,

sozialen, kognitiven, physischen, psychischen und motivationalen)

Ressourcen der KlientInnen / PatientInnen sowie der Defizite, Bedürfnisse

und Herausforderungen.

> Wahl der Interventions- oder Behandlungsmethoden. Erstellung eines

Entwicklungsplans und Definition der Rollen der Beteiligten aus den verschiedenen

Fachrichtungen. Planung der Aktivitäten und der

Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten.

> Hilfestellung bei der Teilnahme am Gemeinschaftsleben und bei dessen

Organisation. Betreuung der KlientInnen / PatientInnen bei intern organisierten

Aktivitäten. Unterstützung der PatientInnen / KlientInnen bei der

Teilnahme an externen Bildungs-, Freizeit- und Sportaktivitäten.

Gewährleistung einer regelmässigen Therapiekoordination unter

Berücksichtigung der psychosozialen, kognitiven, gesundheitlichen und

materiellen Aspekte. Steuerung der Gruppendynamik. Ergreifung von

Massnahmen zur Rückfallprophylaxe. Austrittsvorbereitung und

Nachbetreuung.

> Regelmässige Auswertung der Therapie und der Zielerreichung anhand von

Standortgesprächen mit den PatientInnen / KlientInnen und im Rahmen

von Sitzungen (Intervision, Supervision, interdisziplinäre Fallbesprechungen,

interinstitutionelle Sitzungen, Case Management usw.). Evaluation der

Zufriedenheit der KlientInnen / PatientInnen und ihrer Angehörigen.

> Kenntnis der Funktionsweise des erweiterten und im Bereich

Wiedereingliederung spezialisierten Netzwerks. Kenntnis der für süchtige

Menschen spezifischen Delegations- und Orientierungsprozesse im

Rahmen der Wiedereingliederung. Kenntnis der Ressourcen der

KlientInnen.

> Wahl der für die KlientInnen bzw. deren berufliche Ziele geeigneten

Methoden und Instrumente zur Ressourcen- und Kompetenzermittlung

oder Wahl der Institution für die Erstellung der Bilanz. Planung der

Massnahmen.

> Integration der KlientInnen in interne oder externe spezialisierte Programme

zur Evaluation der beruflichen und der Querschnittkompetenzen unter

Einbezug der medizinischen, sozialen, konjunkturellen, kulturellen und persönlichen

Parameter. Abschätzung, zusammen mit den KlientInnen und

deren Umfeld, ob eine Beschäftigung im primären Arbeitsmarkt oder in

geschütztem Rahmen möglich ist. Erstellung oder Mitarbeit an der

Ausarbeitung eines beruflichen Projekts, das den Ressourcen und

Kompetenzen der KlientInnen entspricht.


Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

4.5 Beratung und Begleitung bei der beruflichen Wiedereingliederung

4.6 Beratung und Begleitung von Kindern süchtiger Eltern

Kinder von in Behandlung stehenden

Eltern werden durch psychosoziale

und therapeutische Beratung und

bedürfnisorientierte Beratung, vor

den negativen Folgen, die aus der

Situation der Eltern resultieren,

geschützt und es wird zukünftigen

psychosozialen Problemen

vorgebeugt.

4.7 Animation von Gesprächsgruppen

Durch Gruppengespräche

(KlientInnen, Angehörige usw.) mit

spezifischen Themen wird das

soziale Lernen der TeilnehmerInnen

gefördert.

Begleitung durch das berufliche Wiedereingliederungsprojekt und

Koordination zwischen den verschiedenen Therapie- und

Wiedereingliederungsmassnahmen. Regelmässige Bilanzierung oder

Teilnahme an Bilanzen.

> Auswertung der Resultate und der Qualität der Zusammenarbeit zwischen

den verschiedenen Mitgliedern des Netzwerks. Evaluation der Zufriedenheit

der KlientInnen und ihrer Angehörigen.

> Zusammentragen aller Grundinformationen über die Kinder (Alter,

Geschlecht, Anzahl, Wohnort, Besonderheiten), über unterstützende

Personen in der Familie und im psychosozialen Umfeld (Vormund, Beistand,

psychosoziale Dienste, Schule, Lehrmeister usw.) sowie über frühere

Betreuungen und Behandlungen. Kenntnis der gesetzlichen Grundlagen.

> Entscheiden, ob die Kinder in die Behandlung der Eltern oder des

Elternteils integriert werden oder ob eine spezifische Behandlung der Kinder

notwendig ist. Wahl der Behandlungsmethoden. Planung der

Kontaktaufnahme mit den Kindern und Vernetzung der vorhandenen

Möglichkeiten.

> Kontaktaufnahme mit den Kindern, allenfalls über eine Drittperson. Die Kinder

über gewählte Massnahmen informieren. Gespräche mit den Kindern

und / oder der Familie führen. Falls notwendig, Organisation der

Weitervermittlung an eine kompetente Institution.

> Beurteilung des gesundheitlichen Zustandes und des Wohlbefindens der

Kinder. Evaluation der Zufriedenheit der Kinder und ihrer Angehörigen.

> Aktenstudium bzw. Zusammentragen der benötigten zusätzlichen

Informationen.

> Festlegung der Themen, des Settings und der Interventionsmethoden sowie

Planung der Aktivitäten.

> Festlegung des Interventionsrahmens (Zeit, Dauer, Struktur und Spielregeln).

Leitung der Diskussionen mit den ausgewählten Themen

(Selbstabgrenzung, Klärung der Verantwortlichkeiten, Suchtdynamik,

Rückfallprophylaxe, Rollenbilder usw.). Festlegung der individuellen und

gruppenspezifischen Ziele. Steuerung des Gruppenprozesses. Erhaltung

eines Gleichgewichts zwischen Einzel- und Gruppenbedürfnissen, Setzen

von Grenzen usw. Teilnahme an Koordinationsaktivitäten der Institution.

Kompetenzprofil Sucht

15


4.0 INTERVENTION

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

4.7 Animation von Gesprächsgruppen

4.8 Medizinische Therapie und Substitutionstherapie

Durch den Beginn, die Fortführung

und die Beendigung einer medizinischen

Therapie werden die Gesundheit

und die Lebensqualität der

PatientInnen verbessert.

4.9 Medikamentenabgabe

Abgabe der verordneten Medikation

unter Beachtung einer optimalen

therapeutischen Komplianz sowie

maximaler Sicherheit der

PatientInnen und der Angehörigen.

16 Kompetenzprofil Sucht

> Auswertung des Gruppenprozesses und der Resultate mit den

TeilnehmerInnen. Teilnahme an reflektierenden Aktivitäten. Evaluation.

> Zusammentragen aller medizinischen Informationen sowie der für eine

medizinische oder Substitutionstherapie erforderlichen Informationen.

Kennen der in dieser Bevölkerungsgruppe regelmässig auftretenden

Krankheiten sowie der Risiken im Zusammenhang mit den medizinischen

Verordnungen.

> Wahl und Planung oder Anpassung der Therapie. Gegebenenfalls Planung

zusätzlicher Untersuchungen.

> Neuformulierung der spezifischen Ziele. Gewährleistung der Kohärenz der

Therapie mit den verschiedenen Beteiligten. Anpassung des

Behandlungsplans inkl. Neuorientierung der Behandlung. Durchführung

medizinischer, somatischer und psychiatrischer Interventionen. Organisation

der Medikamentenabgabe.

> Auswertung der Zielerreichung, der Gesundheit der PatientInnen, deren

Zufriedenheit und diejenige ihrer Angehörigen.

> Überprüfung der Richtigkeit der Verordnung und der Übereinstimmung

zwischen Verordnung und vorbereiteter Medikation. Beurteilung des

Allgemeinzustandes und Wahrnehmung allfälliger Vergiftungsanzeichen der

PatientInnen vor der Medikamentenabgabe.

> Planung einer klaren Vorgehensweise, falls die PatientInnen

Kontraindikationen zeigen oder bei aussergewöhnlichen Situationen (Ferien,

Spitalaufenthalt, Gefängnis).

> Medikamentenabgabe, ständige Überprüfung des Verständnisses der

PatientInnen, der Abgabebestimmungen und der Verordnungsvorschriften.

> Buchführung über die verabreichten Medikamente und über die Fehler bei

der Abgabe (ggf. der Komplikationen). Evaluation der Kohärenz zwischen

der Medikamentenabgabe und dem klinischen Verlauf der PatientInnen.

Mitteilung allfälliger Anpassungen an alle Beteiligten.


Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

4.10 Sachhilfe

Durch Sachhilfe (finanzielle,

rechtliche, administrative, berufliche

usw.) werden die soziale Situation der

KlientInnen verbessert und die

berufliche und soziale Integration

erleichtert.

4.11 Frühintervention

Durch rasche Intervention bei Auffälligkeiten

beim Einnehmen von

Substanzen oder bei Verhaltensstörungen

bei Individuen oder

Gruppen wird eine angepasste Beratung

zur Problemlösung, zur Einleitung

der notwendigen Schritte bei

spezialisierten Diensten, zur Vorbeugung

einer Verschlechterung der

Situation und zur Schadensminderung

angeboten.

> Kenntnis der sozialen Aspekte materieller und/oder immaterieller

Unterstützung. Kenntnis der gesetzlichen Grundlagen der Sozialhilfe sowie

der Sozialversicherungen. Aktenstudium. Zusammentragen der benötigten

zusätzlichen Informationen.

> Entscheidung, welche Unterstützung durch die Institution gewährleistet

werden kann und welche über andere Dienste laufen muss. Planung der

Hilfeschritte aufgrund einer Prioritätenliste.

> Gewährleistung von Unterstützungsmassnahmen (Verteilung von

Lebensmittelgutscheinen, Wohnungssuche, Entschuldungsplan,

Beschäftigungs- oder Arbeitssuche, Knüpfung sozialer Kontakte usw.) oder

Weiterleitung an andere Dienste (IV, RAV, Sozialdienste usw.). Koordination

der Sozialhilfe mit den anderen Behandlungsformen. Weiterleitung der relevanten

Informationen.

> Evaluation der Interventionen mit den KlientInnen sowie allen Beteiligten.

> Sich informieren bezüglich des Risikoverhaltens, der Einnahme von

Substanzen, des Ausmasses des Problems, des bisherigen Verhaltens, des

sozialen Umfeldes und des institutionellen Kontexts (Schule, Lehrstelle

usw.). Kennen des sozialen und psycho-pädagogischen Netzwerks

(Schulen, Lehrstellen, Jugend- und Freizeiteinrichtungen, Justiz- und

Administrativbehörden usw.).

> Einschätzung der Lage aufgrund der erhaltenen Informationen. Erarbeitung

einer Zielvereinbarung und eines Interventionsplans zusammen mit den

betroffenen Personen. Erkennen des eigenen Kompetenzfeldes und nötigenfalls

Weitervermittlung.

> Fachliche und zielgruppenspezifische Umsetzung der vorgesehenen

Massnahmen: Sensibilisierung, Abgabe spezifischen Informationsmaterials,

Erarbeitung von Kompetenzen zur Risikobewältigung inkl. der

Möglichkeiten der Krisenintervention, Organisation von Auszeiten,

Behandlungsalternativen, Stärkung der Ressourcen, motivationale

Gesprächsführung unter Einbezug des sozialen Systems/Kontextes und

Aktivierung des betreffenden Netzwerks. Dokumentation und

Berichterstattung.

> Wirkung der Intervention mit Hilfe eines Standortgesprächs überprüfen.

Kompetenzprofil Sucht

17


4.0 INTERVENTION

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

4.12 Notfall- und Krisenintervention

Durch Voraussicht und klare

Einschätzung der Krisen, Notfälle

und potenziellen Risiken sowie

durch das Ergreifen notwendiger

Massnahmen beim Auftreten einer

Krise werden diese entschärft,

die negativen Auswirkungen

gedämpft und die Sicherheit der

Mitarbeitenden und KlientInnen /

PatientInnen gewährleistet.

4.13 Fallbezogene Vernetzung

Durch die Organisation von oder

die Teilnahme an interinstitutioneller

und berufsübergreifender

Zusammenarbeit bei der Begleitung

eines spezifischen Falls durch

mehrere Institutionen werden die

adäquate und wirksame Hilfeleistung

gewährleistet und Doppelspurigkeiten

oder das Weiterreichen

von einem Dienst zum nächsten

vermieden.

18 Kompetenzprofil Sucht

> Kennen der im Suchtbereich sowohl bei KlientInnen / PatientInnen wie auch

beim Personal vorkommenden medizinisch-psychosozialen Notfälle und

Krisen. Kenntnis der Weisungen und erarbeiteten Abläufe zum

Krisenmanagement. Erkennen der Risikosituationen und Krisenanzeichen

bei den PatientInnen / KlientInnen sowie beim Personal, wie auch der

potentiellen Folgeschäden. Kenntnis der Dienste, die allenfalls beigezogen

werden müssen.

> Unmittelbare Beurteilung der Krise. Behandlungsalternativen vorsehen und

rasche Entscheidung bezüglich der Intervention (Zeitpunkt, Umfang,

Massnahmen) und der zu involvierenden Personen oder Institutionen treffen.

> Vorübergehende Übernahme der Entscheidungskompetenz für die

KlientInnen / PatientInnen. Schnell eine adäquate Intervention einleiten und

mit Erste-Hilfe-Massnahmen beginnen. Partnerinstitutionen und

Beziehungsnetz der KlientInnen / PatientInnen einbeziehen. Weiterleitung

an den betreffenden Dienst.

> Evaluation des Krisenmanagements, Dokumentieren der Krise und Planung

von Verbesserungsmassnahmen. Evaluation der Verantwortungsrückgabe

an die KlientInnen / PatientInnen. Vorsehen von Debriefings für das

Personal.

> Informationsbeschaffung über die beteiligten oder zu beteiligenden Dienste

des Netzwerks sowie über die Schnittstellen und die eventuell vorhandenen

Doppelspurigkeiten. Kenntnis der vorhandenen interinstitutionellen

Zusammenarbeitsvereinbarungen.

> Wahl der für den jeweiligen Fall zu involvierenden Institutionen und Dienste.

Planung der Netzwerkaktivitäten.

> Einverständnis der KlientInnen / PatientInnen suchen. Evaluation potenzieller

aus der Zusammenarbeit resultierender Schwierigkeiten und Chancen aus

der Perspektive der KlientInnen / PatientInnen und der Institutionen.

Festlegung der Aufgabenteilung bezüglich Rollen, Verantwortlichkeiten und

Schnittstellen zwischen den Beteiligten. Organisation von oder Teilnahme an

Netzwerktreffen. Umsetzung der geplanten Massnahmen. Information der

PatientInnen / KlientInnen und/oder der involvierten Dienste.

> Evaluation des Netzwerks hinsichtlich des Wohlbefindens der KlientInnen /

PatientInnen sowie deren Angehörigen.


Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

4.14 Nachsorge

Durch die Vorbereitung der

Behandlungs- oder Therapiebeendigung

und die Organisation

der Nachbetreuung wird das

Gelernte verstärkt, Rückfällen

vorgebeugt, die soziale Wiedereingliederung

(Familie und Arbeit)

erleichtert und die Kontinuität

gefördert.

> Kenntnis der Austrittspläne oder des vorgesehenen Behandlungs- oder

Interventionsendes (aufgrund einer gemeinsamen Entscheidung oder auf

Initiative der Betreuungsperson oder der KlientInnen / PatientInnen).

Vergleich mit den ursprünglich durch den Behandlungs- oder Therapieplan

vorgesehenen Austrittsbedingungen.

> Planung der Nachbetreuung und Entscheid über die Bedingungen für einen

allfälligen Wiedereintritt sowie die Involvierung von anderen sozialen oder

gesundheitlichen Einrichtungen.

> Bilanz der erworbenen und aktuellen Ressourcen und Kompetenzen der

PatientInnen / KlientInnen. Antizipation - gemeinsam mit den KlientInnen /

PatientInnen - der möglichen Risiken einer Abstinenzsituation zu Hause und

bei der Arbeit oder beim Wechsel zu einem anderen Dienst (emotionale

Aspekte, Toleranzminderung, Rückfallrisiken usw.). Organisation und

Durchführung des Austrittsgesprächs mit der Familie und/oder dem neuen

Dienst. Gegebenenfalls Weiterleitung der Unterlagen.

> Auswertung der Behandlung oder Therapie (Zielerreichung, Zufriedenheit

der KlientInnen / PatientInnen) beim Austritt und einige Monate danach.

Feedback der KlientInnen / PatientInnen, der Betreuungsperson und der

Angehörigen einholen. Fragebogen über die Zufriedenheit ausfüllen lassen.

Kompetenzprofil Sucht

19


5.0 NIEDERSCHWELLIGE INTERVENTIONEN

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

5.1 Beratung und Begleitung (im Bereich Schadensminderung)

Aufbau eines Vertrauensverhältnisses

mit den KlientInnen durch die

Beratung bei alltäglichen Problemstellungen

mit dem Ziel, die

Ressourcen und Selbstverantwortung

zu stärken

und die Bereitschaft zur

Annahme weiterer Hilfsangebote

zu erhöhen, damit die KlientInnen

besser zur Alltags- und Lebensbewältigung

befähigt und ihre

Lebensqualität verbessert werden

können.

5.2 Pflege (delegierte pflegerische Versorgung)

Durch eine pflegerische und

medizinische Grundversorgung in

niederschwelligen Institutionen,

welche nur über eine elementare

medizinische Infrastruktur verfügen,

wird der Gesundheitszustand der

PatientInnen verbessert und einer

Verschlechterung vorgebeugt.

20 Kompetenzprofil Sucht

> Durch Gespräche, Beobachtung von Verhaltensweisen, gezieltes

Nachfragen usw. die vorhandenen (materiellen, sozialen, kognitiven,

physischen, psychischen und motivationalen) Ressourcen abklären sowie

Defizite und Bedürfnisse einschätzen. Überprüfung bereits beanspruchter

Unterstützung durch das Hilfenetz. Bereitschaft zu Hilfestellung

signalisieren.

> Gemeinsame Ziele und angemessene Interventionen vereinbaren.

Zuständigkeiten und Grenzen der Unterstützungsmassnahmen klar regeln

und kommunizieren. Falls notwendig, Entscheid für eine Krisenintervention.

> Zielorientierte Umsetzung der beschlossenen Interventionen (Beratung,

Hausbesuche, Begleitung in andere Institutionen, Beschäftigungs- oder

Freizeitprogramme, Kleiderabgabe usw.). Leisten von Motivationsarbeit.

Gezielte Vernetzung mit anderen Angeboten und bei Bedarf Begleitung der

KlientInnen. Vermittlung allgemeiner Informationen zu den Themen Sucht,

Gesundheit, Hygiene, Ernährung, Alltagsgestaltung usw. Falls notwendig,

Umsetzung der beschlossenen Krisenintervention.

> Regelmässige Standortbestimmungen, allenfalls unter Einbezug des persönlichen

und institutionellen Umfelds der KlientInnen. Überprüfung der

Zielerreichung.

> Informationsbeschaffung über den somatischen und psychischen

Gesundheitszustand der PatientInnen und über die aktuelle Verordnung

(feste Medikation plus Reserve).

> Planung einer pflegerischen Intervention gemäss den Möglichkeiten der

Institution. Entscheid über die eventuelle Überweisung an eine spezialisierte

Institution.

> Durchführung der pflegerischen Behandlung (Wundversorgung,

Medikamentenabgabe usw.). Information über Präventionsmassnahmen

und Abgabe von Präventionsmaterial. Gegebenenfalls für eine spezielle

Behandlung motivieren und Überweisung organisieren. Falldokumentation.

Beratung in Hygiene und Ernährung. Notfallintervention einleiten.

> Überprüfung der Wirkung der pflegerischen Behandlung.


Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

5.3 Aufsuchende Sozialarbeit

Aktive Beobachtung der Szene

(illegale Drogen und Alkohol) und

Kontaktaufnahme mit Personen,

die nicht in einem Hilfenetz

integriert sind, mit dem Ziel,

Früherkennung und Frühintervention

zu verwirklichen, Beratung und

Grundversorgung anzubieten,

Risiken und Schäden zu minimieren

und negative Gruppendynamiken

zu entschärfen.

5.4 Führung von Notschlafstellen und Kontakt- und Anlaufstellen

Durch die Bereitstellung von

Infrastruktur und Gütern des

Grundbedarfs sowie der

diesbezüglichen Information und

Beratung werden die Grundbedürfnisse

gedeckt, die Lebensqualität

verbessert sowie soziale

und gesundheitliche Folgeschäden

der Not minimiert oder verhindert.

> Beobachtung der Szene, der sich darin befindlichen Personen und der

Szenengesetze. Beobachtung der individuellen und gruppenspezifischen

Situationen, insbesondere bezüglich der konsumierten Drogen, der

Konsumart und des Risikoverhaltens. Kenntnis des lokalen sozio-politischen

Umfelds (kommunale Drogenpolitik, Organisation und Haltung der Polizei,

Bürgerbewegungen usw.).

> Bestimmung der zu behandelnden Problematik. Wahl der zu involvierenden

Partner. Gemeinsame Definition der Interventionsziele und -mittel.

> Information und Sensibilisierung. Klärung des jetzigen und künftigen

Hilfebedarfs der Individuen oder Gruppen. Stärkung des

Verantwortungsbewusstseins der Individuen oder Gruppen sowie

Förderung der eigenen Ressourcen. Steuerung der Gruppendynamik und

Entschärfung von Konflikten. Menschen in Unsicherheit aufsuchen.

Motivierung für notwendige soziale und gesundheitliche Schritte.

Informationen geben und konkrete, dem Umstand angepasste Beratungen

durchführen. Abgabe von Dokumentationen und Präventionsmaterial.

Gegebenenfalls Behörden und Medien informieren.

> Interventionen auf ihre Wirkung bei den Individuen und Gruppen überprüfen.

Gemeinsam mit PartnerInnen Zielerreichung evaluieren.

> Kenntnis der Bedürfnisse von Personen in unsicheren Lebenssituationen,

unter anderem bezüglich Informationen und Präventionsmaterial. Kenntnis

der zur Verfügung stehenden Infrastruktur, des Materials und der Güter.

> Planung der Zurverfügungstellung von Infrastruktur, Material und Gütern

des Grundbedarfs (was, wie, wo, wann).

> Funktionstüchtigkeit der Infrastruktur gewährleisten und zur Verfügung stellen.

Erarbeitung, Information und Umsetzung der Regeln zur Infrastruktur-

und Materialbenützung unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation

(Notunterkünfte, niederschwellige Treffpunkte, Injektions- und

Inhalationsräume, Spritzenautomat, Bus, Gassenküche usw.) Organisation

der Infrastrukturnutzung. Organisation und Betreuung von

Beschäftigungsprogrammen und Verpflegungsangebot. Steuerung der

Gruppendynamik. Abgabe von Präventionsmaterial mit für die Zielgruppe

(z.B. MigrantInnen, DrogenkonsumentInnen, Frauen-Männer usw.) spezifischen

und verständlichen Informationen zum Gebrauch. Materialbestellung,

Vorratsverwaltung und Kontrolle der Ablaufdaten. Einhaltung der nötigen

Diskretion.

> Feedbacks der KlientInnen einholen hinsichtlich ihrer Zufriedenheit sowie

zum Gebrauch der Infrastruktur und des Materials, zum Verständnis der

Informationen. Rücklauf der Spritzen und Nadeln kontrollieren.

Kompetenzprofil Sucht

21


5.0 NIEDERSCHWELLIGE INTERVENTIONEN

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

5.5 Beschäftigung und Begleitung in niederschwelligen Arbeitsangeboten

(Taglohnprogramme)

Durch die Beschäftigung von

süchtigen Personen in einem

niederschwelligen Arbeitsprogramm

kommen diese wieder in Kontakt

mit der Arbeitswelt, kann durch

positive Arbeitserfahrung ihr

Selbstvertrauen gestärkt werden,

und sie haben die Gelegenheit, in

einem geschützten Umfeld

Verhaltensweisen wie Pünktlichkeit,

Sauberkeit, Einhalten von Regeln

und Durchhaltevermögen zu

erproben. Gleichzeitig wird die

soziale Wiedereingliederung

gefördert.

22 Kompetenzprofil Sucht

> Kenntnis der für süchtige Menschen relevanten Netzwerke und Angebote

im Zusammenhang mit Arbeit und Beschäftigung. Kenntnisse der arbeitsbezogenen

Bestimmungen (SKOS, kantonale Richtlinien, OR, AHV,

Versicherungen etc.). Kenntnisse des geschützten regionalen Arbeits- und

Nischenmarktes in den Bereichen Produkte und Dienstleistungen. Erkennen

der vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen der KlientInnen.

> Einholen von externen Arbeitsaufträgen und Bereitstellen von

Arbeitsplätzen, die gleichermassen für Frauen und Männer geeignet sind

und unter Drogeneinfluss stehenden Menschen eine sinnvolle, entwicklungsfördernde

Beschäftigung ermöglichen. Absprachen, vertragliche

Regelungen mit den relevanten NetzwerkpartnerInnen bezüglich

Zuweisungspraxis, Zusammenarbeitsmodalitäten usw. erarbeiten.

> Strukturieren und Durchführen von Aufnahmeformalitäten, Einführung der

KlientInnen in Funktionsweise, Anforderungen, Arbeitsabläufe und interne

Regelungen; gemeinsame Zielformulierung mit KlientInnen, Informationen

abgeben zu externer Vernetzung, Schweigepflichtentbindung etc. Zuteilung

der Arbeit, Anleitung und Kontrolle der KlientInnen; Führen von arbeitsbezogenen

KlientInnendossiers, Akquisition von externen Arbeitsaufträgen,

erstellen von Rechnungen, Präsenzlisten, Lohnausweisen etc.

> Durchführung von Standortgesprächen und Einleiten von angepassten

Veränderungsmassnahmen, Überprüfen der KlientInnen- und

KundInnenzufriedenheit. Auswertung von Art und Anzahl der Arbeitsplätze.

Zusammenarbeit mit NetzwerkpartnerInnen regelmässig auswerten und

anpassen. Auswerten der Wirtschaftlichkeit der Programme.


Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

5.6 Interessenvertretung und Mediation

Durch die Vertretung der Interessen

von abhängigen Personen

gegenüber den Quartiervereinen,

den lokalen Behörden und der

Öffentlichkeit sowie durch Mediation

innerhalb der Szene und zwischen

dieser und der Öffentlichkeit werden

akzeptable Lebensbedingungen für

marginalisierte Gruppen und die

Gesellschaft geschaffen, Toleranz

und gegenseitiger Respekt

verbessert und Desintegration

verhindert.

> Informationsbeschaffung über die Reaktionen und Vorstellungen der Öffentlichkeit

und der lokalen Bevölkerung gegenüber den marginalisierten

abhängigen Personen. Kenntnis der administrativen, politischen, kommunalen

und kantonalen Instanzen. Schlüsselpersonen, die bei Konflikten beigezogen

werden können, kennen. Die Konsumgewohnheiten der hauptsächlich

betroffenen Gruppen kennen.

> Situationsabhängige Wahl der Ansprechpersonen. Planung der Aktivitäten

im Rahmen der Interessenvertretung und der Mediation.

> Mit den betroffenen Personen und Gruppen Kontakte aufbauen und pflegen.

Einleitung der Verhandlungs- und Mediationsprozesse sowie

Erarbeitung entsprechender Vereinbarungen. Information der betroffenen

Zielgruppen über die durch die Prekarisierung bedingten

Lebensbedingungen und die Probleme der marginalisierten

Bevölkerungsgruppen. Orte der Begegnung ermöglichen. Die beobachteten

Veränderungen in der Szene an Dienststellen und Behörden weitervermitteln.

Öffentliche Veranstaltungen organisieren und leiten.

> Umfrage über die Zufriedenheit in der Nachbarschaft und der KlientInnen

sowie Auswertung der Effizienz der durchgeführten Aktivitäten.

Kompetenzprofil Sucht

23


6.0 KOMMUNIKATION

Titel der Kompetenz Definition der Handlungseinheit

6.1 Dokumentation

Durch das Sicherstellen einer

transparenten, strukturierten,

vollständigen und verständlichen

Dokumentation, Berücksichtigung

der aktuellen Standards

und der externen und internen

Anforderungen, werden die internen

und externen Informationsflüsse und

die zur reibungslosen Funktionsweise

der Institution notwendige

Datensammlung gewährleistet.

Je nach Situation erstellung von

persönlichen Akten, Berichten oder

Journalen (oder vergleichbaren

Dokumenten).

6.2 Sensibilisierung und Schulung

Durch die Sensibilisierung von

Fachpersonen, MultiplikatorInnen

oder Schlüsselpersonen im Umfeld

der KlientInnen / PatientInnen

können spezifische Suchtproblematiken

im Rahmen ihrer

Arbeit besser erkannt werden und es

kann adäquat darauf eingegangen

werden.

24 Kompetenzprofil Sucht

> Identifizierung der notwendigen Daten zur Aktenerstellung über

KlientInnen / PatientInnen sowie zur Berichterstattung an die Behörden, die

den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen und die zum Funktionieren

der Institution notwendig sind (Statistiken, Qualitätssicherung,

Beobachtungen der Szene und der Zielgruppen usw.). Kenntnis der

Datenschutzbestimmungen.

> Definition der Inhalte und des notwendigen Ausmasses aufgrund dieser

Elemente sowie Planung des Zeitaufwandes für die Dokumentation.

> Vorbereitung einer administrativen Akte zur Vereinfachung des

Zusammentragens der notwendigen Daten sowie zur

Informationsvermittlung an andere Fachpersonen, unter Berücksichtigung

des Datenschutzes. Zusammentragen aller notwendigen und relevanten

Daten. Schriftliches, zusammenfassendes und verständliches Festhalten

der gesammelten Informationen unter Berücksichtigung der internen und

externen Standards und Anforderungen (Akte, Bericht, Journal usw.).

Unterscheidung zwischen Tatsachen und Interpretationen. Weiterleitung an

die berechtigten Personen innerhalb der vorgeschriebenen Fristen.

Gegebenenfalls Einsicht gewähren.

> Überprüfung der Vollständigkeit der Dokumentation. Kontrolle der regelmässigen

und vollständigen Aktualisierung der Akten. Feedbacks von den

EmpfängerInnen einholen.

> Die potenziellen EmpfängerInnen von Sensibilisierungsmassnahmen und

Schulungen kennen. Informationsbeschaffung über die Bedürfnisse der

AnsprechpartnerInnen im Zusammenhang mit ihrer Funktion, ihrer

Beziehung zu süchtigen Menschen und ihrem Wissensstand über Sucht.

> Wahl der Mittel, der Form, der Sprache, des Ortes usw., unter

Berücksichtigung von Gender und Migrationshintergrund. Planung der

Interventionen.

> Organisation und Durchführung der Sensibilisierung oder der Schulung

gemäss den Kriterien der Erwachsenenbildung. Verteilung von

Informationsmaterial und Adressen von Behandlungsangeboten.

> Regelmässige Auswertung der Sensibilisierungsaktionen und der

Schulungen.


EXPERTiNNENKOMMISSION

DES BAG WEITERBILDUNG IM

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Geschäftsleitung

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3000 Bern 23

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Copyright © 2008 EWS-CFD

Grafikkonzept: jaDESIGN, Bern

Julie Ting + Andreas Rufer

DANK

An dieser Stelle möchten wir unseren

Dank aussprechen:

Den engagierten Berufsleuten aus den verschiedenen Teilgebieten

der Suchtarbeit, welche an der Erfassung und präzisen Formulierung

der im Suchtbereich zu bewältigenden Herausforderungen gearbeitet

haben. Namentlich sind dies Bertoli Luigi (Réseau Contact, Biel-

Bienne), Bösiger Philip (Contact Netz, Bern), Boudier Bruno (Fondation

Bartimée, Grandson), Broers Barbara (HUG, Genève), Fehlmann

Claudius (Klinik Südhang, Kirchlindach), Girod Isabelle (Fordd,

Yverdon), Meier Christine (Réseau Contact, Biel-Bienne), Mezzera

Tanya (Suchthilfe avs, Aarau), Riester Susan (Städtische Gesundheitsdienste,

Zürich), Schläppi-Burkhalter Esther (Blaues Kreuz, Bern),

Simon Olivier (CHUV, Lausanne), Stämpfli Adi (Sozialdienst Stadt

Bern), Tönnissen Gregor (Frankental, Zürich) und

Zürcher Helmut (KODA-1, Bern).

Besonderen Dank gilt den für die Umsetzung des Projekts verantwortlichen

René Stamm des Bundesamtes für Gesundheit und den

BildungsexpertInnen Marie-Louise Carrera, Claudia Schweizer und

Jean-Marie Fragnière (cbva, Neuchâtel) sowie Walter Götze (Büro für

Bildungsfragen, Thalwil). Ihre langjährigen Erfahrungen und die

kompetente Beratung haben es möglich gemacht, das umfassende

Spektrum der Suchtarbeit in einem überschaubaren Dokument

überblickbar zu machen.

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