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Empfehlungen des Beteiligungsprozesses

Bildungscampus Freiham

Sitzungsvorlage Nr. 08-14 / V 11616

2 Anlage(n)

Bekanntgabe im Ausschuss für Bildung und Sport des Stadtrates vom 10.04.2013

öffentliche Sitzung

I. Vortrag des Referenten

1. Ablauf des Beteiligungsprozesses zum Bildungscampus Freiham

Seite Referat 1 von 9für

Bildung und Sport

Müchner Serviceagentur für

Ganztagsbildung

R-SAG-L

Die Münchner Serviceagentur für Ganztagsbildung im Referat für Bildung und Sport

organisierte einen Bürgerbeteiligungsprozess zur Gestaltung des Bildungscampus Freiham.

Das Projekt wurde mit Hilfe eines extern erstellten Projektdesigns, das als „Leitfaden“ diente,

durchgeführt. Zunächst wurde eine interne Projektgruppe (Steuerungsgruppe) gebildet, die

aus Fachleuten der verschiedenen beteiligten Abteilungen des Referats für Bildung und

Sport besteht.

Anschließend wurde eine externe Spurgruppe eingeladen, die den Prozess von der Planung

an über die Durchführung bis hin zur abschließenden Auswertung der Empfehlungen

begleitet. Eine Spurgruppe ist repräsentativ für die am Prozess Teilnehmenden und ist daher

ein wichtiges Element eines Beteiligungsprozesses, da durch sie im Vorfeld Bedürfnisse und

Stimmungen der späteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer sichtbar werden und auf diese

eingegangen werden können. Die Spurgruppe übernimmt zudem die Funktion der externen

Prozessbegleitung.

Gemeinsam wurde die Großgruppenmethode „Zukunftskonferenz“ für die Erwachsenen

vorbereitet. Die Zukunftskonferenz ist eine seit Jahren erprobte und anerkannte

Großgruppenmethode, die häufig im Zusammenhang von Stadtentwicklungs- und

Kommunalprozessen verwendet wird. Zukunftskonferenzen sind demokratisch und

partizipativ orientiert und geben Empfehlungen an Politik und Verwaltung für zukünftige

Vorhaben.

Sowohl die Steuerungsgruppe des Referats für Bildung und Sport als auch die Spurgruppe

stellten die Einladungsliste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zukunftskonferenz

zusammen. Eingeladen wurden rund 130 Personen, die stellvertretend für eine Gruppe mit

Bezug zum Bildungscampus Freiham stehen. Ziel war es dabei, aus dem Wissens- und


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Erfahrungsschatz, den Wünschen und Visionen dieser in sich vielfältigen Großgruppe,

innovative und zukunftsweisende Empfehlungen für die Gestaltung des Bildungscampus

Freiham zu erhalten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zukunftskonferenz kamen aus

folgenden Bereichen: Bevölkerung/Anwohnerinnen und Anwohner, Elternvertreterinnen und

-vertreter, Elternbeiräte der Nachbarschulen, Lehrkräfte, Sozialpädagoginnen und

-pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher, ressortübergreifende Beiräte, externe Fachleute,

Fachexpertinnen und -experten der Landeshauptstadt München, Fachexpertinnen und

-experten des Freistaats Bayern, Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Politik,

Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter, Sportvereine und -verbände, Vertreterinnen und

Vertreter bürgerschaftlichen Engagements, Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen

vor Ort, Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften.

Die Zukunftskonferenz wurde am 22. und 23. Februar 2013 in der Mittelschule an der

Wiesentfelser Straße durchgeführt.

In einem Wechsel von Infoblöcken, Kreativimpulsen und Arbeitsphasen wurden die im

Folgenden aufgeführten Empfehlungen formuliert.

Im Rahmen der Zukunftskonferenz der Erwachsenen wurden zudem auch die Ergebnisse

des Beteiligungsprozesses der Kinder und Jugendlichen vorgetragen und eingebracht.

Den Beteiligungsprozess für Kinder und Jugendliche führte Kultur & Spielraum e.V. durch. In

der Woche vom 19. bis 22. Februar 2013 war es den Kindern und Jugendlichen von der 3.

bis zur 10. Klasse möglich, die Beteiligungswerkstatt in der Pasinger Fabrik zu besuchen und

ihre Perspektiven, Forderungen und Ideen für die Gestaltung des Bildungscampus Freiham

einzubringen.

Rund 150 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Einrichtungen hatten an der

Beteiligungswerkstatt teilgenommen: der Ernst-Barlach-Realschule (Stiftung Pfennigparade),

der Grundschule und der Mittelschule an der Wiesentfelser Straße, des Städt. Elsa-

Brändström-Gymnasiums, der Städt. Anne-Frank-Realschule und der Städt. Wilhelm-

Röntgen-Realschule.

Nach einer Einführung in das geplante Bauvorhaben und der Präsentation attraktiver

Schulbeispiele und Lernsituationen konnten die Kinder und Jugendlichen inhaltliche und

gestalterische Ideen und Vorschläge zur Ausgestaltung des Bildungscampus Freiham und

dessen Vernetzung mit dem Stadtteil entwickeln. Ausgehend von ihren Bedürfnissen und

ihrer Expertise setzten sich sechs verschiedene Arbeitsgruppen – unterstützt von

Architektinnen, Fotografen, (Medien-)Pädagoginnen und Künstlern - mit unterschiedlichen

Themenaspekten rund um den Campus auseinander. Zudem standen ihnen dabei

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Referate, Stadträtinnen und -räte sowie

Vertreterinnen und Vertreter des örtlichen Bezirksausschusses als Ansprechpartner zur

Verfügung.

Die Plakate, Zeichnungen und Modelle sowie der engagierte Vortrag der Gruppe der Kinder

und Jugendlichen brachten weitere kreative Impulse in die Veranstaltung der Erwachsenen.

In der letzten, gemeinsamen Arbeitsphase der Zukunftskonferenz kam es zu einer

Verzahnung zwischen den bisherigen Ergebnissen der Erwachsenen mit den Empfehlungen

des Kinder- und Jugendbeteiligungsprozesses.

Der Beteiligungsprozess ist auch auf der Internetseite www.bildungscampus-freiham.de

dokumentiert.


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Die zusammenfassenden Ergebnisse und Empfehlungen der einzelnen Gruppen der

Zukunftskonferenz wurden im Plenum zum Abschluss vorgestellt; sie gliederten sich in drei

Aspekte, mit denen sich die Gruppen auseinandergesetzt hatten:

• Anforderungen an zukunftsfähige Schulen

• Vernetzung der Campusschulen untereinander

• Beziehungen zwischen Bildungscampus und Stadtteil

Im Rahmen dieser Untergliederung sind die Empfehlungen im Folgenden verschriftlicht.

Die Empfehlungen der Kinder und Jugendlichen werden separat aufgeführt. Zwar wurden die

Ergebnisse des Kinder- und Jugendbeteiligungsprozesses und diejenigen der Erwachsenen

im Rahmen der Zukunftskonferenz verzahnt, es soll aber durch die authentische und

gleichberechtigte Darstellung eine Verzerrung vermieden werden.

2. Empfehlungen aus der Zukunftskonferenz

2.1. Anforderung an zukunftsfähige Schulen

Als übergeordnete Ziele wurden formuliert, dass Inklusion ermöglicht und Schulen so

strukturiert werden, dass sie heutige Bedürfnisse und zukünftige Entwicklungen befriedigen

und ermöglichen können.

Raumprogramm

Die Ausstattung des Bildungscampus mit Räumen soll unbedingt großzügig sein. Empfohlen

wird, dass es genügend Räume für unterschiedliche Nutzungen gibt: z.B. Rückzugsräume für

Schülerinnen, Schüler und pädagogisches Personal, Räume für Beratung/Hilfen,

Jugendhilfeangebote, Büros für Personal. Hingewiesen wird vor allem darauf, dass Inklusion

und Ganztagsschule räumlich praktikabel aufgestellt werden müssen.

Als Anforderungen an die Räumlichkeiten werden Durchlässigkeit, Helligkeit und

Überschaubarkeit empfohlen. Aufsicht muss ermöglicht und Schutz gewährt sein. D.h. es soll

eine Balance zwischen einsehbaren, öffentlichen und „privaten“, nicht-öffentlichen,

geschützten Bereichen geschaffen werden.

Bei der Gestaltung und Ausstattung der Räumlichkeiten steht vor allem Flexibilität im

Vordergrund. Räume werden - im Gegensatz zum „klassischen“ Klassenzimmer – individuell

und flexibel (um-)gestaltbar sein. Hierzu gehören auch anpassungsfähige, wandelbare

Raumkonzepte.

Besonders wichtig ist dabei den beteiligten Schülerinnen und Schülern, dass ein

Schulgebäude nicht als statisches, unveränderbares Kunstwerk gesehen wird, sondern

lebendiger, wandelbarer Bestandteil des schulischen Lebens ist und den Bedürfnissen

angepasst werden kann.

Schule soll zudem positiver Lebensraum sein – dies soll sich in Farbigkeit ausdrücken (kein

Sichtbeton).

Neben unterschiedlichen Sitzplätzen (auch Fensterbänke der Klassenräume) und

Aufenthaltsmöglichkeiten in allen Bereichen des Campus lassen die Räumlichkeiten auch viel

Bewegung zu – ein besonders bei den Kindern und Jugendlichen häufig geäußertes

Anliegen.

„Freiluftklassenzimmer“ (auch überdacht) schließen sich an die Erdgeschosszimmer an und

ermöglichen einen Wechsel des Lernorts.


Personelle Anforderungen

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Es wurde nachdrücklich darauf hingewiesen, dass bei der Planung des Bildungscampus

Personalkonzepte berücksichtigt werden müssen – auch in Hinblick auf Partner wie z.B.

Jugendhilfe und Schulsozialarbeit.

Hohe Qualität in Bezug auf Inklusion und Ganztagsschule ist erreichbar, wenn die Einrichtungen

personell so aufgestellt werden, dass die Umsetzung guter Konzepte praktikabel ist.

Verpflegung

Es ist wichtig, unterschiedliche, bezahlbare und qualitativ hochwertige Essensangebote auf

dem Campus zu bieten. Daneben kann es die Möglichkeit geben, sich „extern“, z.B. in einer

Pizzeria in direkter Nähe zu verpflegen.

2.2 Vernetzung der Campusschulen untereinander

Lage und Anordnung auf dem Campus

Empfohlen wird im Allgemeinen, räumliche Nähe zwischen den Schulen herzustellen. Dies

kann durch (gläserne) Verbindungsgänge – evtl. auch im 1. Stock (Fläche darunter bleibt als

Durchgangsweg nutzbar) – realisiert werden.

Im Besonderen wird empfohlen, Nähe zwischen Grundschule und Sonderpädagogischem

Förderzentrum zu schaffen und – gerade für diese beiden Bereiche – die Sporthallen zu

dezentralisieren. Eine eigene Sporthalle auf dem Campusgelände für die Kinder der beiden

Schulen erscheint aufgrund der Wegstrecken sinnvoll.

Gymnasium und Realschule können dann näher am Sportpark angesiedelt werden.

Angeregt wird aber auch, die Trennung von Schul- und Sportbereich (lange Wege) zu

überdenken; die trennende Straße wird als Einschränkung wahrgenommen. Findet sich hier

keine Lösung, soll die Unterführung durch eine Überführung ersetzt werden.

Gemeinsam genutzte Bereiche

Ein wichtiges Thema ist hier die Verpflegung bzw. die Gestaltung der Mensa/Mensen: Zwar

wurde von einer Gruppe eine schulübergreifende, zentrale Mensa, in der nach

Jahrgangsstufen gegessen wird, empfohlen, die anderen Gruppen sprachen sich aber für

mehrere Mensen aus. Diese sollen nicht einer Schulart, sondern altersbezogen aufgeteilt

sein. Diese Empfehlung entspricht auch der der Kinder und Jugendlichen, die in

altersbezogenen Mensen eine Chance sehen, Kontakte zu Freundinnen und Freunden

aufrecht zu erhalten, auch wenn sich die Schullaufbahn unterscheidet.

Empfohlen wird zudem, Rückzugs- und Ruheräume in ausreichender Zahl sowohl innen als

auch außen zu schaffen, um Stress zu vermeiden.

Folgende Bereiche sind für eine gemeinsame Nutzung geeignet: grüne Lernbereiche

draußen, eine Campusbibliothek sowie eine Cafeteria auf dem Dach. Gerade die Nutzung

der Dächer ist ebenfalls ein dringender Wunsch der Schülerinnen und Schüler, die hier nicht

nur Aufenthalts- sondern auch Lernbereiche sehen.

Sportbereiche sollen in den Pausen für alle zugänglich und nutzbar sein.

Die Möglichkeit für gemeinsame Veranstaltungen schafft ein großer, zentraler

Versammlungsort.


Konzeptionelle Vernetzung der Schulen

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Um eine Vernetzung der vier Schulen nicht nur zu ermöglichen, sondern auch zu fördern,

wird angeregt, nicht von vier, sondern von einer Schule zu sprechen.

Ein hohes Maß an Vernetzung kann entstehen, wenn die Schularten nicht auf die Häuser

verteilt werden, sondern es altersdifferenzierte Schulhäuser gibt oder durch Cluster

„Dorfstrukturen“ hergestellt werden.

Wichtig erscheinen auch gemeinsame (pädagogische) Konzepte in Hinblick auf Inklusion,

Gesundheit (Bewegung, Ernährung, Entspannung) und Sicherheit sowie gemeinsame,

schulübergreifende Projekte und Veranstaltungen.

Personelle Ausstattung

Als wichtige Empfehlung wird das Einsetzen einer zentralen Schulleitung bzw. eines

Campus-Managements, das schulart- und stadtteilintegrierend wirkt, genannt.

Eindringlich wird auf die Notwendigkeit ausreichender personeller und finanzieller

Ressourcen hingewiesen, damit ein Campus dieser Größe „funktionieren“ kann.

2.3 Beziehungen zwischen Bildungscampus und Stadtteil

Rolle des Bildungscampus im Ortsteil Freiham

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zukunftskonferenz empfehlen, Anwohner und

Bevölkerung einzubinden. Der Bildungscampus ist für die Bevölkerung zu öffnen.

Der Campus wird Stadtteilzentrum mit Anbindung an die Stadtmitte. Bestehende

Einrichtungen und Angebote aus dem Stadtteil werden in den Campus integriert.

Ein Kulturhaus als - auch öffentlich zugängliches - Entree zum Campus an der Ostseite wird

zum Anziehungspunkt für das kulturelle und soziale Leben des Stadtteils. Hier besteht die

Chance, ein schulübergreifendes Medien- und Infozentrum, einer Bibliothek und

gemeinschaftlich nutzbare Räume (Theaterraum, Versammlungsraum, Aula) unterzubringen.

Lage des Campus im Ortsteil Freiham

Die direkte Lage an der Bodenseestraße wird kritisch gesehen: Immissionsschutz kann nicht

durch (ganztägig genutzte) Lern- und Aufenthaltsräume geschaffen werden.

Die nach Süden ausgerichteten Fassaden werden als problematisch angesehen

(Sonneneinstrahlung, Klima).

Rücken die Schulgebäude von der Straße ab, sollen Betonwände als Lärmschutz vermieden

werden, erstrebenswerter für die Gebäude erscheinen Glaslösungen.

Auch die verkehrstechnische Erschließung soll überdacht werden: Straßenführungen

zum/durch den Campus sollten vermieden werden; statt eines Tunnels für Schülerinnen und

Schüler sollte ein Tunnel für Autos geplant werden.

3. Empfehlungen aus den Beteiligungswerkstätten der Kinder und Jugendlichen

Der folgende Text basiert auf der Dokumentation von Kultur & Spielraum e.V. und war auch

Grundlage für die Präsentation der Kinder und Jugendlichen im Rahmen der

Zukunftskonferenz. Er wurde unverändert übernommen.


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Fragt uns doch mal!

Unsere Vorschläge, Forderungen und Wünsche für den Schulcampus Freiham

Wir treffen gerne Freunde

• Wir brauchen verschiedene Treffmöglichkeiten auf dem Schulgelände

• Wir wünschen uns Treffpunkte, die nicht an Schule erinnern, z.B. Cafés, Flure mit

Sitzgelegenheiten, ...

• Wir brauchen mehrere Mensen für verschiedene Altersstufen (schulübergreifend)

• Verschiedene Pausenhofinseln auf dem Schulgelände verteilt (schulübergreifend)

Lernen geht auch anders

• Wir brauchen unterschiedliche Lernorte, Lernsituationen und Lernatmosphären

(warm, hell, frische Luft, natur) für die verschiedenen Lerntypen

• Abwechslung zwischen Konzentrations-, Bewegungs- und Ruhephasen ist uns wichtig

• Lernbüros – eine Idee für die Zukunft?

Wir müssen uns auch ausruhen

• Wir brauchen dringend Ruhe und Entspannung vom Schulstress,

z.B. Bücherei, Chillräume, Ruheinseln, Teiche, Obstgarten, Brunnen, Dschungel

Wir wollen uns mehr bewegen

• Wir brauchen verschiedene Bewegungsmöglichkeiten: Nicht nur am Sportplatz!

• Sportplätze zugänglich machen, nicht nur im Sportunterricht, sondern auch in Pausen,

Freistunden,...

• Wir möchten beim Sport zusehen und gesehen werden. Wichtig:

Zuschauergelegenheiten rund um die Sportplätze

Wir möchten anders sitzen

• 8 Stunden nur auf harten Schulstühlen sitzen geht gar nicht!

• Unterschiedliche Sitzpositionen möglich machen (Sitzsack, Liege, Sessel, ...)

• Ausreichende Sitzmöglichkeiten in den Fluren, Pausenbereichen,

Gemeinschaftsräumen, Aula,...

Wir wollen kreativ sein

• Werkstätten zum Selbermachen

• AG's: Musik, Tanz, Hip-Hop, Theater, kochen, gärtnern

• Mitbestimmen bei den Angeboten

So soll der Schulcampus sein:

vielfältig

• Bewegungsangebote

• Rückzugsräume

• Freizeit- und Ag-Angebote

• Pauseninseln

• Lernsituationen


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lebensnah

• Wir wünschen uns auch Räume, die nicht an Schule erinnern (urbane Plätze)

• Wir möchten in den Pausen das Schulgelände verlassen und in das angrenzende

Stadtquartier gehen

• Wir möchten Kontakt zur näheren Umgebung haben

• Schule als 2. Zuhause

individuell

• Wir sind nicht alle gleich! Deshalb ist es wichtig, dass man den verschiedenen

Bedürfnissen gerecht wird (Jungen & Mädchen, Größere & Kleinere, Kinder mit

Behinderungen, religiöse Unterschiede, …), dafür braucht es auch manchmal

Spezialräume wie z.B. ein Café nur für Mädchen

sinnlich

• Wir brauchen zum Wohlfühlen nicht nur praktische und neutrale Räume, sondern

anregende Räume mit abwechslungsreichen Farben, unterschiedlichen Materialien,

verschiedenen Oberflächen

• Wir brauchen auch Räume mit einer guten Akustik, damit es z.B. in Räumen, in

denen viele Schülerinnen und Schüler zusammenkommen, nicht so laut ist

naturverbunden

• Wir haben Sehnsucht nach Luft, Licht, Sonne und Geräuschen aus der Natur

• Wir würden auch draußen gerne lernen

• Wir wünschen uns auch innen mehr Grün und mehr Natur (Pflanzen, grüne Wände,

vertikale Gärten,...) Obstgarten, Brunnen, Teich, Hügel, Garten

groß genug

• Wir brauchen genug Platz für alle

• Wir brauchen ausreichend große und genügend Pausenbereiche,

Gemeinschaftszonen und Sporträume

4. Empfehlungen für den weiteren Beteiligungsprozess

Neben der Bearbeitung der einzelnen Handlungsfelder wurden in den verschiedenen

Arbeitsphasen auch Empfehlungen für den weiteren Beteiligungsprozess gegeben, die an

dieser Stelle aufgeführt werden sollen:

Eingefordert wird ein Feedback zum Umgang mit den Ergebnissen aus der

Zukunftskonferenz: Wie werden die Ideen zur Realität?

Grundsätzlich soll der Beteiligungsprozess bei der konkreten Umsetzung und Planung

fortgesetzt werden. Zudem wird empfohlen, dass ab sofort eine Steuerungsgruppe

begleitend eingesetzt wird; möglichst früh mit den zukünftigen Schulleitungen.

Außerdem wird es als sinnvoll erachtet, alle Entscheidungsträgerinnen und -träger an einen

Tisch zu bekommen und Diskussionsrunden zwischen Amtsträgern aus der Politik zu

veranstalten.

Vorgeschlagen wird auch, dass die Jury vor dem Wettbewerb noch eine Veranstaltung mit

Bürgerinnen und Bürgern macht.

Zudem ist das Konzept der Zukunftskonferenz als begleitende Jahreskonferenz zum

Bildungscampus vorstellbar.


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Der Umgang mit dem Urheberrecht der Architekten soll vorab geklärt werden, da dies schon

für der Auslobung von entscheidender Bedeutung sein wird.

Unbedingt sollen weiterhin Kinder und Jugendliche wertschätzend mit einbezogen werden;

auch bei der Eckdatenplanung und beim Architektenwettbewerb; u.a. als Jurymitglieder. Hier

sollen alle Nutzergruppen des Bildungscampus beteiligt werden.

Der Korreferentin, Frau Stadträtin Volk, wurde ein Abdruck zugeleitet.

II. Bekannt gegeben

Der Stadtrat der Landeshauptstadt München

Die Vorsitzende Der Referent

Christine Strobl Rainer Schweppe

2. Bürgermeisterin Stadtschulrat

III. Abdruck von I. mit II.

über den Stenografischen Sitzungsdienst

an das Direktorium – Dokumentationsstelle (2x)

an die Stadtkämmerei

an das Revisionsamt

z. K.

IV. Wiedervorlage im Referat für Bildung und Sport - R – SAG, Zi.: 5.073

Am

Die Übereinstimmung vorstehenden Abdrucks mit der beglaubigten Zweitschrift wird

bestätigt.


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