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Das Magazin für Abenteuer in Der Stadt und Wildnes

W herein enn mich das Schneeschippgeräusch meines Nachbarn am Morgen weckt, ist der Antrieb da! Schneller als sonst sitze ich beim Frühstück und zack – bin ich draußen. Flocken, die liegen bleiben! Nun ist man hier im hohen Norden der Republik nicht sonderlich oft von der weißen Pracht umgeben. Und überhaupt, Berge gibt’s hier doch sowieso keine, höre ich immer wieder. Tatsächlich aber sind es doch die kleinen Dinge, die ausreichen, um großes Vergnügen zu bereiten. Wie gerade am Bungsberg, 168 majestätische Meter über null, wo Deutschlands nördlichste „Skiliftanlage“ und die steilen Felder der Holsteinischen Schweiz viele raus aus ihren Häusern locken.

32 abenteuer

32 abenteuer momentauFnahme am strassenrand Kurzerhand entschließen wir uns, die Nacht zu nutzen, um in den Norden zu kommen, sonst würden wir den Swell verpassen. Sieben Stunden kurven wir über Bergpäs- se, vorbei an Schneefeldern und unzähligen Fjorden, ehe wir einen Fischerort unweit von Akureyri erreichen. Tod- müde fallen wir in unsere Betten. Als ich aufwache, weiß ich nicht, wo ich bin. Verschlafen blicke ich aus dem Fenster. Alles weiß. Aha, denke ich mir und falle zurück ins Bett, doch plötzlich fängt mein Hirn im Halbschlaf an zu arbeiten. Neuschnee? Was ist denn da los? Ich springe auf und öffne die Tür. Was ich sehe, kann ich selbst nicht glauben, es sind zwanzig Zentimeter Neu- schnee und immer noch fallen dicke Flocken vom Himmel. Schon nach wenigen Minuten im Freien sind wir so nass, dass Tom beschließt, im örtlichen Kaufhaus Winterstie- fel zu kaufen und seine durchnässten Sneakers zu den Flipflops zu legen. Nach der obligatorischen Schneeball- schlacht lässt es sich die verrückte Holländerin Amanda nicht nehmen, ein Eisbad im Meer zu nehmen, das sei raus-magazin 4 / 2012 sowieso Tradition, meint sie nur. Zum Glück schaffen wir es, den Jacuzzi unserer Holzhütte in Betrieb zu nehmen. Dicht gedrängt warten wir unter freiem Himmel in hei- ßem Wasser, dass sich der Nebel verzieht und wir die Welle suchen können. Als sich das Wetter bessert, ziehen wir unsere Neos schon im Haus an und machen uns auf den Weg. Kurz danach werden wir fündig, vor einer einzigartigen Kulisse voller verschneiter Berge bricht eine entspannte, lange Rechtswel- le. Während ich durch den Schnee zum Was- ser stapfe, frage ich mich mehrmals, ob ich eigentlich noch ganz dicht bin. Einmal im Wasser, fühlt sich zwar der erste Duck Dive an, als würde ich in ein Eis beißen, bleibt man allerdings aktiv, ist es mit der richtigen Ausrüs- tung nicht kalt. Wir halten es stundenlang im Wasser aus und surfen eine Welle nach der anderen. Zu uns gesellt sich Oliver, einer der besten Surfer der Insel. Der Grund- schullehrer surft – obwohl ihn das halbe Dorf für ei- nen Verrückten hält – diesen Spot das ganze Jahr allein. „Während ich durch den Schnee zum Wasser stapfe, frage ich mich mehrmals, ob ich eigentlich noch ganz dicht bin.“ manuel grafenauer foto Manuel grafenauer

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