DAV Panorama 2013

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„Was soll das denn sein?“ werden Sie beim Anblick des aktuellen Panorama- Covers vielleicht fragen. Es ist eine im Bau befindliche Pistenraupen- Tankstelle in einem Skigebiet, mit großen Dieseltanks, die in der Erde verschwinden. Warum ein so „hässliches“ Motiv auf dem Titel? Weil es ein anschauliches Beispiel dafür ist, wie Bergwelt für sportlich-touristische Zwecke erschlossen wird. Und um den „Erschließungsfall Alpen“ in vielfacher Form geht es derzeit beim Themenschwerpunkt, den der DAVBundesverband aufgegriffen hat. Den Anfang macht das Panorama-Titelthema „Alpen unter Druck“ (ab S. 20), das Mitte Oktober erscheinende Jahrbuch BERG 2014 vertieft die Thematik; ab November beginnt im Alpinen Museum in München eine dazu passende Veranstaltungsreihe, und im März 2014 wird die dort gezeigte Ausstellung „Alpen unter Druck“ das Projekt auf den Punkt bringen (siehe auch S. 74/75).

Das Magazin des Deutschen Alpenvereins 65. Jahrgang 5/2013

Alpen unter Druck

Erschließung & Tourismus

Klassiker Klettern an Denkmälern Wandern

Hüttentrekking Adamello, Südnorwegen

Knoten punkt Das Bilderheft Nachhaltigkeit

Recycling bei Bekleidung Sicherheit Alterndes

Material Simone Moro Extrem vielseitig


Monte Cristallo, Dolomiten, Italien.

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Träume …

… leben.


Das trifft uns alle

„Was soll das denn sein?“ werden Sie beim Anblick des aktuellen Panorama-Covers

vielleicht fragen. Es ist eine im Bau befindliche Pistenraupen-

Tankstelle in einem Skigebiet, mit großen Dieseltanks, die in der Erde

verschwinden. Warum ein so „hässliches“ Motiv auf dem Titel? Weil es

ein anschauliches Beispiel dafür ist, wie Bergwelt für sportlich-touristische

Zwecke erschlossen wird. Und um den „Erschließungsfall Alpen“ in

vielfacher Form geht es derzeit beim Themenschwerpunkt, den der DAV-

Bundesverband aufgegriffen hat. Den Anfang macht das Panorama-Titelthema

„Alpen unter Druck“ (ab S. 20), das Mitte Oktober erscheinende

Jahrbuch BERG 2014 vertieft die Thematik; ab November beginnt im Alpinen

Museum in München eine dazu passende Veranstaltungsreihe,

und im März 2014 wird die dort gezeigte Ausstellung „Alpen unter Druck“

das Projekt auf den Punkt bringen (siehe auch S. 74/75).

Befasst man sich mit der Erschließungsspirale in den Alpen, wird einem

auch selbst der Spiegel vorgehalten, denn jeder von uns, der gerne in die

Berge fährt, nutzt Infrastruktur, verbraucht Ressourcen, nimmt sich die

Freiheit, seiner Leidenschaft ganz selbstverständlich nachzugehen. Auch

dieses Modell hinterfragt unser „Thema“, das einige lesenswerte Online-

Beiträge abrunden. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.

Die eigene Verantwortung ist auch gefragt beim Thema Recycling bei

Bekleidung in unserer Nachhaltigkeits-Reihe Tipps & Technik (ab S. 50):

Wie viele Outdoor-Shirts, -Hosen und -Jacken im Kleiderschrank hängen,

das hängt von unserem Verhalten als Verbraucher ab.

Trotz ernster Themen kommt auch die Freude am Bergsport nicht zu kurz:

Einige werden sich in alpinen „Denkmalrouten“ wohlfühlen (ab S. 40),

andere auf dem Adamello-Höhenweg (ab S. 86), wieder andere beim

Wandern in Südnorwegen (ab S. 90). Die pure Freude am Draußensein

zeigt der Knotenpunkt, mit einem bunten Bilderstrauß der JDAV (ab S. 65).

Die geplante Hüttentour Berchtesgadener Alpen mussten wir leider verschieben

– sie wird nachgeholt. Und auf dem nächsten Panorama-Cover

wird wieder ein „schönes“ Bild strahlen. Das verspricht Ihnen

Ihr

Georg Hohenester

Redaktion DAV Panorama

eDitoRiAl

Foto: Axel Klemmer

DAV 5/2013 3

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AlpinE klAssikEr

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alpines Klettern fordert

das Können und fördert

das ursprüngliche Erlebnis.

6 DAV 5/2013

50

88

Titelbild: Lois Hechenblaikner. Im nächsten Winter ist alles wieder weiß ...

Baustelle einer Pistenraupen-Tankstelle in den Tiroler Bergen.

40

20

THEMA: AlpEn unTEr druck

Erschließungsspirale ohne Ende?

Ständige Erweiterungen touristischer

Infrastruktur, ge plante

Projekte infolge der Energie-

wende und der ganz „normale“

Bergsport: Viele Wünsche setzen

die Alpen unter Druck.

61

80

84

rubrikEn

3 Editorial: Das trifft uns alle

69 Leserpost

92 Reisenews

95 Neue Produkte

98 Kleinanzeigen/outdoorworld

105 Händleradressen

106 Impressum und Vorschau


inHaLt

8 AlpEnvErEin AkTuEll

„Gratuliere!“ – 150 Jahre SAC [8] Das millionste DAV-

Mitglied [9] Camp 3 auf der Outdoor [9] Podium: Karl Lukan:

Klettern – ein Stück vom Himmel [10] Fels begreiflich:

Butterkeks oder Beton? [12] Über die Alpen – von wegen behindert

[14] Klettern mit Bluter-Patienten [14] Ehrenamtler

im Porträt: Doris Krah, 1. Vorsitzende Sektion Ettlingen [16]

Menschen [18] AV Karten: Bayerische Alpen abgedeckt [18]

DAV-Bergunfallstatistik 2012 [19]

20 THEMA: AlpEn unTEr druck

Erschließung & Tourismus

28 bErgsporT HEuTE

E-Bikes für die Berge – Solarsaft statt Wadenkraft [28]

Boulder-Weltcup: Finale in München [30] Jugendwelt meis-

terschaft Klettern – Zweimal Vize! [31] Worldgames in Kolumbien:

Fast wie Olympia [32] DAV-Kletterzentrum Frankfurt/Main

[33] Finale Deutscher Bouldercup [33] Expedkader

im Interview: Tobias Karpinski [34] DAV-Alpinismusförderung

[35] spitz & breit [36] DAV Summit Club News [38]

40 AlpinE klAssikEr

Viva la Retrolución!

50 Tipps & TEcHnik

Ausrüstung und Recycling: Phönix aus dem Abfall?

54 sicHErHEiTsforscHung

Bequem, aber gefährlich: Fixexen am Fels

58 fiTnEss & gEsundHEiT

Richtig trainieren: Weniger ist manchmal mehr

61 knoTEnpunkT: dAs bildErHEfT

Editorial; Impressum [62] Favoriten des Knotenpunkt-Redaktionsteams

[62] Gämschen Klein [67] Erbse; Vorschau [68]

70 nATur & MEnscH

Sanftes Tourismuskonzept Bergsteigerdörfer: Es geht auch

weniger [70] Hüttenwirt: Rastkogelhütte [72] Mit der Bahn

in die Berge: Kendlmühlfilz [72 ] Neue Heilbronner Hütte mit

neuer Fassade [73] Tag des Kletterns in Baden-Württemberg

[73] Überlebenskünstler: Alpenmurmeltier [73]

74 kulTur & MEdiEn

AV-Jahrbuch – Ausstellung-Veranstaltungsreihe: „Erschließungsfall

Alpen“ [74] AV-Jahrbuch und DAV-Kalender: ein

Jahr lang Berge [76] 11. Internationales Bergfilmfestival

Tegernsee [77] Veranstaltungen im Alpinen Museum [77]

European Outdoor Film Tour E.O.F.T. [78] Sportkletterführer,

Frauenbergsteigen, Monografie Oskar Schuster [79]

80 AdAMEllo-HöHEnwEg

Hüttentrekking im Reich von Steinbock und Adler

84 südnorwEgEn

Wandern durch Fjell & Fjord

88 porTräT: siMonE Moro

Schneeleopard im Steilgelände

DAV 5/2013 7

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150 Jahre SAC

»Gratuliere!«

Statt „Berg Heil!“ zu sagen, beglückwünschen

Schweizer Bergführer ihre Gäste auf dem Gipfel

mit „Gratuliere!“. In diesem Sinn grüßt auch

der DAV seinen Nachbarn, den Schweizer Alpen-Club

SAC, zum 150. Gründungsjubiläum.

Die Schweiz ist ein wenig aus der Gunst der

deutschen Bergfreunde gefallen; der harte Franken

schreckt viele ab. Aber die Berge des kleinen

Landes sind einfach großartig: einzigartige Viertausender-Dichte

im Wallis oder Berner Oberland,

Prachtberge wie Palü, Bietschhorn oder

Matterhorn, romantische Weidelandschaften,

überragt von steilen Kalkzähnen – und überall

gepflegte Wege und Hütten, ob in der Almkulturlandschaft

oder in rauer Wildnis.

Kein Wunder, dass hier viele prägende Taten des

Alpinismus ihre Arena hatten. Zwar waren es

meist Engländer, die sich in die Geschichtsbücher

eintrugen und 1857 den ersten Alpenverein

gründeten – aber es gab auch eine Reihe starker

Eidgenossen, die Gipfel erstbestiegen und 1863

nachzogen. 35 Herren aus Aarau, Basel, Bern,

Buochs, Glarus, Luzern, Olten, St. Gallen und Zürich

gründeten am 19. April 1863 im Bahnhofsgebäude

Olten den Schweizer Alpen-Club SAC.

Angestiftet hatte sie Theodor Simler, Dozent für

Chemie und Geologie an der Uni Bern, mit der

Die DAV-Sektion Tübingen plant derzeit eine

Sportanlage zum Bouldern, Klettern und für Prävention,

die im Herbst 2014 in Betrieb gehen soll,

und sucht zur laufenden Betriebsführung auf

der Basis des DAV-Vertragsmusters einen selbstständig

tätigen Vertragspartner für die

Betriebsführung der

Boulder- und Kletterhalle

Bewerbungen mit aussagekräftigen Informationen

über Qualifikation und Eignung bitte bis

15. Oktober an die Geschäftsstelle der Sektion,

Kornhausstr. 21, 72070 Tübingen.

Nähere Informationen unter

Tel.: 07071/234 51 oder

info@dav-tuebingen.de

Aussage, eine schweizerische Bergsteigervereinigung

könne „ohne Zweifel Besseres, für das

Vaterland unmittelbar Fruchtbareres leisten“.

Als Exkursionsgebiet wurden Tödi und Clariden

(Glarner Alpen) festgelegt.

Das Arbeitsgebiet hat sich seitdem auf die ganze

Schweiz erweitert, aus den 35 Gründungs-

Highlight zum Feiern: Bei der Aktion „SAC-Hütten im Alpenglühn“ wurde auch

die Monte-Rosa-Hütte mit Jubiläumsmotiven illuminiert.

mitgliedern wurden bis heute 140.000 in 111

Sektionen, und die Aufgaben waren und sind

vielfältig: Sie reichen von wissenschaftlichen

Themen wie Gletscherforschung oder der Mitarbeit

an der Schweizer Landeskarte bis zu

klassischen Alpenvereins-Obliegenheiten wie

Hütten- und Wegebau, Bergführer- und Rettungswesen

und Führerliteratur.

Der einst exklusive Männerbund hat sich

gründlich den Frauen geöffnet, die mittlerweile

34 Prozent der Mitglieder stellen: Im Jubiläumsjahr

wählte die Abgeordnetenversammlung

mit der Fribourgerin Françoise Jaquet erstmals

eine Frau zur Zentralpräsidentin. Der

Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer bezeichnete

den SAC als „Seelenspiegel, Geburts-

helfer und Friedensrichter“, der „ganz wesentlich

unsere Schweizer Identität mitgeprägt hat“.

Der SAC besitzt 152 Hütten, veranstaltet Kletter-

und Skitourenwettkämpfe und ist Stiftungsträger

des Alpinen Museums in Bern.

Zweimal erhielt er den Tourismuspreis Milestone,

einmal in der Kategorie Nachhaltigkeit.

Seine Doppelrolle als Schützer und Nutzer der

Natur prägt sein aktualisiertes Leitbild. Ein weiterer

wesentlicher Punkt darin ist die Ausbildung,

auch für Kinder und Jugendliche, mit den

Perspektiven Sicherheit, Gesundheit und Freude

an der Natur. Ein sehr lebendiger Verband also,

der sich da um eine der schönsten Berg regionen

der Alpen kümmert. Der DAV wünscht seinem

partnerschaftlich verbundenen Nachbarverband

alles Gute auf dem weiteren Weg! red

| Zum Mitfeiern organisieren die Sektionen 150

regionale Aktionen; besonders interessant:

„SAC-Hütten im Alpenglühn“ (Lichtkunst an

Hütten, bis 31.10.), die Gipfelkonferenz „Zukunft

des Alpinismus“ am 4.10. in Pontresina und die

Ausstellung „Helvetia Club“ im Alpinen Museum

Bern (noch bis 5.3.2014). sac-cas.ch/150jahre |

Foto: SAC


Das millionste DAV-Mitglied*

»Sport und Naturschutz«

Kirsten Philipp (32) von der Sektion Lörrach ist das millionste

Mitglied des Deutschen Alpenvereins. Die Diplom-Ingenieurin

für Umwelt- und Verfahrenstechnik wandert von Kindesbeinen

an und fährt schon lange Ski, seit einem Jahr auch Snowboard.

Warum sind Sie Mitglied im DAV geworden?

Ich wandere gerne in den Bergen und hoffe, über den DAV

coole Leute kennenzulernen, mit denen man schöne Touren

unternehmen kann.

Wofür steht für Sie der Alpenverein?

Für sportliche Ausflüge in die Alpen und für Naturschutz.

Was ist Ihr nächstes bergsportliches Ziel?

Ein Trekking zum Annapurna-Basislager in Nepal.

AlpeNVereIN Aktuell

* Da es keine zentrale Mitgliederzählung gibt, wurde das millionste DAV-Mitglied aus den Neueintritten

im Juni per Los ermittelt. Die anderen Preise des damit verbundenen Gewinnspiels wurden

direkt an die Gewinner versandt.

Schauplatz für Bergsport:

Nicht nur beim

Finale des Deutschen

Bouldercups war die

Alpenvereinsfläche

„Camp 3“ bestens

besucht.

Kirsten Philipp mit dem millionsten Mitgliedsausweis

(natürlich bekam sie auch einen im Kartenformat).

Camp 3 auf der Outdoor

Das volle Berg-Programm

Vom 11. bis 14. Juli begannen die Berge am Bodensee: Auf der zwanzigsten

Outdoor-Messe in Friedrichshafen waren die drei großen Vereine der

Alpen, DAV, OeAV und SAC, zum fünften Mal mit

ihrem „Camp 3“ präsent. Rund 21.500 Fachbesucher

konnten sich an den Ständen der Alpenvereine

über deren Projekte informieren, sich fachlich

austauschen oder eines der vielen Programm-

Highlights auf der großzügigen Fläche ansehen.

Am Freitagabend luden die drei Alpenvereine zum

traditionellen Get-together ein – gleich mit zwei

DAV-Expeditionskadern: Der erste reine Damen-

Kader wurde zur Abschlussexpedition nach Indien

verabschiedet, während die sechs Mitglieder des

neuen Herren-Kaders dem Fachpublikum vorgestellt

wurden. Besonders feierte der DAV sein millionstes Mitglied: Kirsten

Philipp bekam vom DAV-Vizepräsidenten Franz-Josef van de Loo ihren

DAV-Ausweis und eine prall gefüllte Expeditionskiste. Sportliches Highlight

war das Finale des Deutschen Bouldercup an der Boulderwand des Camp

3 am Samstagabend (s. S. 33) hs

DAV 5/2013 9

Fotos: DAV (2)

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Ich hatte Luis Trenkers Matterhornfilm gesehen.

Dreimal hintereinander hatte ich ihn mir angeschaut.

Dann wollte ich auch ein solcher Kletterer

werden, der wie ein wilder Teufel die Wände

anspringt. Aber wie wird man ein Kletterer?

„Klettern und jung sein: ein Stück vom

Himmel!“ Aber es kann auch mit 90

noch Spaß machen, findet Karl Lukan.

Am 14. April 1940 bin ich ein Kletterer gewor-

den. Doch das begann für mich mit einer großen

Enttäuschung: Der Leiter der „Bergsteigerschule

1940“ der Alpenvereinssektion Gebirgsverein

schaute ganz und gar nicht so aus wie der Luis

Trenker. „I bin der Hans Schwanda!“, sagte er.

Und er war ein zartes Männlein mit Brille, das

aussah wie ein Buchhalter, dessen höchste

Kraftleistung das Spitzen eines Bleistifts ist.

Freilich: Auch ich sah nicht wie ein zukünftiger

zünftiger Gipfelstürmer aus. Als Lehrling mit we-

10 DAV 5/2013

Karl Lukan

Klettern – ein Stück vom Himmel

Der große Wiener Alpinschriftsteller karl lukan wird in diesem Jahr 90 – und der tyrolia Verlag ehrt

ihn mit einem Auswahlband seiner Berg-Geschichten. Im Vorwort erzählt der „Charly“ von seiner

lebenslangen leidenschaft klettern.

Foto: Karl Lukan

nig Geld war ich in meinem Sonntagsgewand auf

die Hohe Wand gekommen: Sonntags-Knickerbockerhose,

Sakko, weißes Hemd mit Krawatte.

Und obwohl ich die Krempe meines Sonntagshutes

auf „verwegen“ zurechtgebogen hatte,

war er doch nicht zum echten Trenkerhut geworden.

Eine Ersteigung des Baumgartnerturmes

(Schwierigkeitsgrad II) war meine erste

Felskletterei. „Hat es dir nicht gefallen?“, fragte

mich Schwanda auf dem Gipfel. „Klass wars!“

„Warum hast du dann ein Gsicht gmacht, als

wennst am liebsten die Felsen zerbeißen willst?“

Ich hatte nur versucht, verwegen wie der Luis

Trenker dreinzuschauen.

In einem Steigbuch fand ich dieses Sprüchl:

„Jungsein ist schön. Klettern ist schön. Aber

Jungsein und Klettern – das ist ein Stück vom

Himmel!“ Das hab auch ich damals empfunden,

aber auch noch später, als ich immer älter und

älter geworden bin.

1952 ist mein erstes Buch „Kleiner Mensch auf

großen Bergen“ erschienen. Ich hab’s geschrieben,

weil ich allen Leuten erzählen wollte, wie

schön und abenteuerlich das Klettern ist. 1950

wollte ich im Urlaub etwas anderes machen als

nur klettern … einmal auch mein Hirn ein bisserl

spazieren führen. In Rom sind wir erstmals den

Etruskern begegnet. Sie haben meine Frau Fritzerl

und mich fasziniert – aus unseren Reisen

entstanden vier Bücher. Später begann ich in Österreich

alte Kultrelikte zu suchen. Bis heute sind

54 Bücher von mir erschienen, übers Klettern wie

über meine „kulturhistorischen Wanderungen“.

Ich habe ein Leben mit Büchern gelebt. Im Verlag

habe ich Bücher hergestellt, zu Hause habe ich

Bücher geschrieben. In Stress kam ich nie. Als

Sechzigjähriger ging ich in den Ruhestand. Das

feierten Fritzerl und ich mit einer Wanderung

von der Endstation der Wiener Straßenbahn in

Rodaun durch die Alpen bis ans Mittelmeer. Am

1. Mai 1984 gingen wir los, am 6. Oktober kamen

wir in Nizza an – und stellten fest: „Es ist

eigentlich erstaunlich, wohin man von Rodaun

aus zu Fuß überall hinkommt!“

„Ein Stück vom Himmel“ war Klettern für mich

von Jugend an. Ich fand so viele lockende Kletterziele

in den Alpen, dass mich die Weltberge

überhaupt nicht interessierten. Ein besonders

schweres Fünfmeterwandl an den kleinen Fel-

»Ich möcht noch

möglichst lang ein

solcher Narr sein.«

sen am Stadtrand von Wien freute uns ebenso

wie eine Fünfhundertmeterwand. Heute ist das

„Mäuerl“ für mich öfter Salz und Pfeffer bei meinen

Wienerwaldwanderungen, eine aus großen

Steinquadern errichtete Böschungsmauer, die

recht vergnügliches Quergangsklettern erlaubt.

Vor einiger Zeit kletterte ich wieder einmal das

Mäuerl entlang, als zwei Frauen mit ihren Hunderln

daherkamen. „Schau den alten Trottel an!

Da ist ein Gehsteig, da ist eine Straße – und der

kräult (klettert) an der Mauer dahin!“, sagte die

eine. „Geh, gehn wir lieber. Bei solchen Narren

weiß man nie, was ihnen noch einfällt!“, sagte die

andere.

Ich möcht noch möglichst lang ein solcher Narr

sein.

Die Bücher von karl lukan

(* 12.9.1923) begeistern durch

Wiener Schmäh mit Tiefgang.

Seine Klettergeschichten

unter dem Titel „Ein Stück

vom Himmel“ erschienen im

Juli im Tyrolia Verlag.


Quality since 1923 Quality since 1923


Pfalz, Elbsandstein, Teutoburger Wald – egal wo

man klettert, es ist überall dasselbe: Manche

Sandsteinpartien sind hart wie Beton, bei anderen

wundert man sich, dass sie sich nicht schon

beim nächsten Windstoß in eine Wanderdüne

verwandeln. Was macht Sandsteine so unterschiedlich

stabil?

Grundsätzlich besteht jeder Sandstein hauptsächlich

aus Quarzkörnern. Quarz (Siliziumdioxid,

SiO2) ist ein sehr hartes und beständiges

Mineral – und zwar immer, überall und egal in

welcher Form er uns begegnet. An ihm kann es

also nicht liegen. Die Festigkeit eines Sandsteins

steht und fällt mit dem, was ihn im Innersten zusammenhält

– seinem Bindemittel. Das ist der

Kitt, mit dem die einzelnen Sandkörner verklebt

sind. Mutter Natur bietet da eine ganze Palette

verschiedenster Materialien an – je nachdem,

welche Stoffe in dem Wasser gelöst sind, das

durch die Poren des noch unverfestigten Sandes

zirkuliert. Kombinationen zwischen den verschiedenen

Varianten sind ebenfalls möglich.

Die Luxusvariante ist das kieselige Bindemittel.

Das ist ebenfalls Quarz, sehr feinkörnig, der in

den Hohlräumen zwischen den Körnern gewachsen

ist. Ein so verfestigter Sandstein kann

extrem hart sein. Die Sandsteinboulder in Fontainebleau

verdanken ihre außergewöhnliche

Härte einem kieseligen Bindemittel. Im mittleren

Qualitätssegment liegt das karbonatische Bin-

12 DAV 5/2013

Serie Gesteine: Sandstein

Butterkeks oder Beton?

Wir haben es in der Hand: Fels ist die Grundlage für kletterfreude. In unserer neuen Serie erzählt der

Geologe Mark keiter, warum manche Felsen Bergsportlern mehr Spaß machen als andere. Zum

Auftakt erklärt er: Wieso sind Sandsteine unterschiedlich hart?

demittel. Hierbei handelt es sich um das Mineral

Kalzit (Kalziumkarbonat, CaCO3). Es bildet sich,

wenn kalkreiches Wasser durch die Hohlräume

zwischen den Quarzkörnern zirkuliert. Karbonatisch

gebundene Sandsteine halten prinzipiell

Jeroen de Winter genießt griffig erodierten

Sandstein in „Tanz im Wind“ (IX-) im pfälzischen

Sandstein. Im Dünnschliff zeigt der Fels seine

Struktur: Die Qualität des Bindemittels, das

die Quarzkörner zusammenhält, bestimmt die

Festigkeit des Gesteins.

gut, sind aber gegen Verwitterung sehr anfällig.

Denn Kalzit löst sich in Wasser – besonders,

wenn dieses etwas sauer ist.

Ganz besonders weich und anfällig sind Sandsteine

mit tonigem Bindemittel. Ton besteht aus

ex trem kleinen Körnchen, den Tonmineralen. Sie

sind so winzig, dass man schon ein Elektronenmikroskop

braucht, um sie vernünftig untersuchen

zu können. Die „Klebekraft“ von Ton ist –

verglichen mit anderen Bindemitteln – sehr gering,

was den Stein per se schon bröselig macht.

Dazu kommt eine weitere sehr unangenehme

Eigenschaft: Tonminerale quellen in Wasser stark

auf. Ein toniger Sandstein, der im trockenen Zustand

relativ fest ist, kann sich bei Nässe im Extremfall

in eine Art zähen Lehm verwandeln, der

weder Sicherungsmitteln noch Klettererpranken

etwas entgegenzusetzen hat. Die Bergsteiger-

freunde in Sachsen können ein Lied davon singen.

Natürlich ist nicht nur die Art des Bindemittels

entscheidend, sondern auch der Grad der Verkittung.

Je weniger Bindemittel vorhanden ist, desto

mehr Poren verbleiben im Gestein. Durch Poren

dringt Wasser in den Sandstein ein und kann

sein Zerstörungswerk verrichten, sei es durch

Auflösung des Bindemittels oder durch Frostsprengung

im Winter. Beides zermürbt irgendwann

jeden Sandstein.

Mark keiter kann als pro -

mo vierter Geologe seine

Leidenschaft fürs Klettern

auch mit dem Beruf verbinden.

Er arbeitet als Geologe

für das Naturkunde-Museum

Bielefeld.

Foto: Martin Fickweiler, Mark Keiter


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AlpeNVereIN Aktuell

Der kuH eNtroNNeN: Ums Haar von

einer abstürzenden Kuh erschlagen wurden

zwei Wanderinnen im Rotwandgebiet: Das

junge Tier stürzte über einen Felsabbruch

auf den Wanderweg – beim Ausweichen

stürzte eine der Frauen und brach sich

mehrere Rippen. Die Kuh entfernte sich laut

Polizei „humpelnd von der Unfallstelle“.

ANS eNDe Der Welt: Ganz unten am

Globus liegt der Südpol, kalt und einsam –

der Bergführer Christoph Höbenreich sucht

wieder Begleiter für seine „South Pole

Ski-Last-Degree Expedition“ vom

29.12.2014 bis 19.1.2015.

christoph.hoebenreich@aon.at

Zur urlAuBSFreuDe HelFeN: Behinderten

Menschen Urlaubsglück er -

möglichen – das ist die Aufgabe von

Behindertenreisen-Assistenten. Vom

4.-10. November gibt es einen Workshop.

bsk-reisen.org

GeFAHreNMuSter erkeNNeN: Unter

diesem Motto steht der Lawinenkunde-

Vortrag der Tiroler Warndienst-Mitarbeiter

Dr. Rudi Mair und Patrick Nairz am 19. No -

vember in Kaufering: Lechauhalle, 19 Uhr.

SIND SIe ...

> umgezogen?

> Mitglied einer anderen Sektion

geworden?

HABeN SIe ...

> Probleme bei der Zustellung von

DAV Panorama?

>eine neue Kontonummer?

Wenn ja, teilen Sie dies bitte umgehend

Ihrer Sektion (siehe Mitgliedsausweis) mit,

die sich um alles Weitere kümmert.

BeI ANruF HIlFe

Bei Bergnot erhalten DAV-Mitglieder Hilfe

durch die ASS-Notfallzentrale der Würzburger

Versicherung unter der Rufnummer

tel.: 0049/(0)89/30 65 70 91

Die Leistungen des Alpinen Sicherheits-

Service (ASS) finden Sie ausführlich unter

alpenverein.de/DAV-Services/

Versicherungen

14 DAV 5/2013

Über die Alpen

Klettern mit Bluter-Patienten

Vertikale Medizin

Von wegen behindert

Schäumend wälzt sich der junge Rhein durch die

Via-Mala-Schlucht, weit darüber zieht die „Punt da

Suransuns“ durch den Himmel, eine achtzig Meter

lange Hängebrücke. Keine alltägliche Aufgabe für

die Wandergruppe, die auch alles andere als alltäglich

ist. Sechs Männer und zwei Frauen zwischen

35 und 63 Jahren sind es; mit ihren leichten

bis mittleren geistigen Behinderungen leben sie in

Glaub an dich: Die schwankenden Hängebrücken integrativen Wohngemeinschaften der Liebenau

über der Via Mala wurden zur Bewährungsprobe.

Stiftung in Meckenbeuren, nahe dem Bodensee.

Von hier bis nach Italien zu wandern, das ist ihre Bewährungsprobe. Nun

bewältigt jeder seine Angst und geht über den schwankenden Steg. Zwei

Tage später steht die Schlussetappe an: Wind und Graupel erschweren die

1000 Höhenmeter zum Splügenpass. Doch begleitet von zwei Heilerziehungspflegern

und zwei ehrenamtlichen Helfern überwinden sie sich – und

stellen oben, in Italien, fest: „Wir haben Grenzen überschritten.“ red

| italienwanderung.de |

Bluter müssen aufpassen: Verletzungen hören nicht auf zu bluten. Noch

schlimmer aber ist es, wenn es aus Mikroverletzungen ins Gelenk blutet:

Wenige solcher Vorfälle können ein Gelenk irreversibel schädigen. Doch

dank Behandlung mit dem fehlenden „Gerinnungsfaktor“ können heute

auch schwer Hämophiliekranke ein fast normales Leben führen.

Sogar Klettern können sie; obwohl das bei vielen Laien als gefährlich gilt.

Die Ärztin Dr. Michaela Stemberger von der LMU München betreibt ein

Kletterprojekt mit jungen Erwachsenen, die von der Krankheit betroffen

sind. Einmal wöchentlich treffen sie sich in der Kletterhalle Thalkirchen, im

Juni fuhren sie ins Alpspitzgebiet, um Naturfels zu schnuppern.

Klettern hat die Projektleiterin gezielt ausgewählt, weil Muskelaufbau neben

der regelmäßigen Medikamenteneinnahme zur Therapie gehört. Oft

trifft die Krankheit die Sprunggelenke; das Stehen auf kleinen Tritten beim

Klettern stärkt die umgebende Muskulatur und schult obendrein die Balance,

so dass sich die Gefahr verringert, sich durch Stolpern im Alltag zu

verletzen. „Klettern ist kein Kontaktsport, also verletzungsarm“, sagt Dr.

Stemberger – und die konsequente medizinische Beobachtung in dem

Projekt motiviert die jungen Patienten, ihre Medikamente regelmäßig zu

nehmen. Vor allem aber festzustellen: „Mein Gleichgewicht ist besser, Klettern

macht mich fit und macht Spaß“, so ein Teilnehmer. Ein weiteres Beispiel

für die positive Wirkung des Vertikalsports. red

Pass auf dich auf:

Erfolgserlebnisse im

Steilgelände geben

Selbstvertrauen und

Körperbewusstsein.

Fotos: Michael Wagner, Helga-Raible-Stiftung, Christian Höbenreich


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als Nachsorge möchte Voltaren ® , der

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zu mehr Bewegung motivieren. Aus diesem

Grundsatz heraus ist die Idee zum neuen

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Möglichkeiten zum Wandern,

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in der Nähe auf Sie warten.

Wer könnte die Routen und Aktivitäten

für ein solches Buch besser

beschreiben, als jemand, der die

eigene Strecke vor der Haustüre wie

seine Westentasche kennt? Daher

hat Voltaren ® Sie, die Leser, nach Ihrer persönlichen

Lieblingsstrecke gefragt. Zahlreiche

Routen aus ganz Deutschland wurden

von Ihnen eingereicht. Wir freuen uns über

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Voltaren ® hatte die Qual der Wahl und sich

letztendlich für 18 Routen entschieden. Diese

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Strecken verschiedener Schwierigkeitsgrade,

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die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Rezeptfrei in Ihrer Apotheke. Referenz: VOL5-E04 Novartis Consumer Health GmbH, 81366 München


AlpeNVereIN Aktuell

Ehrenamt – ich bin dabei!

»Ich liebe die Berge!«

Stellvertretend für die 16.700 ehrenamtlichen,

die den Deutschen Alpenverein am laufen hal-

ten, stellen wir Ihnen in loser Folge engagierte

Menschen vor. Doris krah ist eine von derzeit

32 Frauen unter den 1. Vorsitzenden der 355

DAV-Sektionen; sie leitet die Sektion ettlingen.

„Der erste Satz im neuen Leitbild gilt auch für

mich: Ich liebe die Berge. Das motiviert mich bei

meiner Arbeit und hilft mir bei Entscheidungen“,

schwärmt Doris Krah (52) von ihrem Ehrenamt,

das sie nicht gerade zwangsläufig gefunden hat.

Zwar ist sie „reingeboren in den DAV“ und war

zuerst mit ihren Eltern, dann in der Familiengruppe

in den Bergen unterwegs. Später aber

ging sie mit Freunden, ohne Sektionsanbindung;

sie liebt lange Strecken, ob per Rad, auf Ski oder

zu Fuß, zum Beispiel in der „grausam schönen“

Natur Korsikas: „Jeden Tag woanders, immer ein

Stück weiter, etwas Neues erleben.“

Clever managen, themen gestalten

Erst 2006 fand sie wieder Anschluss an ihre Sektion,

in der „Sektionssport“-Gruppe. Als deren

Leiter aufhörte, übernahm sie die Aufgabe, ließ

sich dafür zum Übungsleiter Breitensport ausbil-

16 DAV 5/2013

den – und wurde so in der Sektion präsent. So,

dass sie der Vorsitzende irgendwann ansprach,

der einen Nachfolger suchte. Rolf Hamberger

bereitete seinen Ausstieg gut vor: Schon zwei

Jahre vor der Neuwahl führte er Doris Krah als

Mentor in alle Vorstandsaufgaben und Gremien

ein. „Ich bin ihm sehr dankbar: So konnte ich alles

lernen, noch ohne die volle Verantwortung“, sagt

sie zu dieser beispielgebenden Vorgehensweise.

Es traf sich gut, dass die gelernte Bankkauffrau

gerade aufgehört hatte zu arbeiten, weil ihre

Stelle keine interessante Perspektive mehr bot.

Die findet sie seither in der Vorstandsposition:

Die Verwaltungsaufgaben mag sie weniger,

auch wenn sie sie ganz clever managt, mit einem

wöchentlichen Treff und Austausch der drei

Vorsitzenden. Mehr Spaß macht ihr die Vertretung

der Sektion nach außen, weil sie dabei vielen

interessanten Menschen begegnet, und die

Information nach innen durch Website, monatliche

Info-Mail und Sektionsheft, für die sie die Inhalte

auftreibt. Und am besten gefällt ihr, wenn

sie Themen gestalten kann, die ihr wichtig sind.

Wie etwa für den „Tag des Kletterns“ in Baden-

Württemberg, der bei Politikern das Verständnis

Fotos: Doris Krah

für naturschonendes Klettern fördern sollte (s. S.

73): „Da konnte ich anschubsen, vorantreiben

und mitgestalten; nicht um vorne zu stehen,

sondern für die Sache.“

Dass nur neun Prozent der DAV-Sektionsvorsitzenden

Frauen sind, ist ihr egal: „Es ist nicht

wichtig, ob ein Mann oder eine Frau etwas

macht; wichtig ist, dass es gemacht wird.“ Deshalb

hält sie auch nichts von Quoten („das entwickelt

sich von selbst“) oder Frauen-Netzwerken

(„Vernetzung ist wichtig, aber mit Frauen

und mit Männern!“). Auch kümmert es sie wenig,

ob „Mann“ sie akzeptiert: „Wenn ich nach Anerkennung

schiele, kann ich nicht nach meiner

Überzeugung gehen. Ich will aber meine Meinung

nicht gewaltsam durchsetzen, sondern

versuche mit Argumenten zu überzeugen und

im Team eine Lösung zu finden.“

Besonders fasziniert Doris Krah, Teil einer Geschichte

zu sein: „Seit fast 150 Jahren haben sich

Berge sind das Warum und

Wohin für Doris Krah in ihrem

Ehrenamt.

immer Menschen gefunden, die sich unter

schwierigen Bedingungen ehrenamtlich für diesen

Verein eingesetzt und ihn auf ihre Weise geprägt

haben. Jetzt reihe ich mich mit meiner Art

hier ein, und nach mir wird jemand weitermachen.

Die Zeit ist im Fluss, aber die Seele des

Vereins lebt weiter, genährt von Leidenschaft

und Begeisterung – eben von der Liebe zu den

Bergen.“ red


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Menschen

Am 3. Juni konnte Hanns Schell seinen 75. Geburtstag

feiern. Der gebürtige Grazer ist eine

eher stille Größe im Expeditionsbergsteigen;

kaum jemand aber hat, so wie er, fünf Siebentausendererstbestiegen.

Er stand auf vier

Achttausendern, darunter

am Nanga Parbat

(8125 m) über eine neue

Route in der Rupalflanke.

Schell hat sechs

Kinder und 14 Enkel.

Franz-Josef van de loo fing 1977 zu klettern

an, leitete dann bald die Klettergruppe seiner

Heimatsektion Duisburg und wurde 2000 ihr

Erster Vorsitzender. Der Steuerberater vertrat

seit 2004 Nordrhein-Westfalen im Verbandsrat;

2009 wechselte er ins Präsidium, wo er

sich besonders um die Finanzen kümmert.

Seit seinem langsamen Rückzug aus der Berufs

tätigkeit wohnt

der zweifache Vater

und vierfache Opa mit

seiner Frau in Oberstdorf,

nahe den Bergen.

Wir gratulieren zum

65. Geburtstag am

3. Oktober.

Gesamte Bayerische Alpen abgedeckt

Beste Karten fürs große Spiel

„Wir stehen am Abschluss eines großen Kartenwerkes“, sagt

DAV-Vizepräsident Ludwig Wucherpfennig – nicht ohne Stolz.

Denn ab sofort sind alle 22 Blätter der Alpenvereinskarten BY

Bayerische Alpen erhältlich – vom Watzmann im Osten bis

zum Hohen Ifen im Westen. Besonderheit: Alle üblichen naturverträglichen

Skirouten, alle Schutz- und Schongebiete und

die mit Bahnbetreibern abgestimmten empfohlenen Aufstiegsrouten

in den Skigebieten sind eingetragen.

Ermöglicht hat das Kartenwerk im Maßstab 1:25.000 eine

Kooperation des DAV mit dem Bayerischen Landesamt für

Vermessung und Geoinformation (LVG). „Die Serie bereichert

die Landschaft der Freizeitkarten“, erklärt dessen Präsident Dr.

Klement Aringer. „Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit so

hervorragend funktioniert hat, auch mit unserem ideellen

18 DAV 5/2013

Für „bemerkenswerte

Verdienste um das

Jugend- und Familienbergwandern“

erhielt

klaus umbach den

Ernst-Enzensperger-

Preis des Deutschen

Jugendherbergswerks,

Landesverband Bayern. Umbach war von

1984 bis 1988 DAV-Bundesjugendleiter und

entwickelte die DAV-Familiengruppenleiter-

Ausbildung prägend mit.

„Er kann es nicht lassen,

seinen Senf über

das alpine Vereinsgeschehenniederzuschreiben,

mit unverhohlener

Sympathie.“

So charakterisierte

sich peter Grimm

(* 27.5.1929) selbst bei seiner Kandidatur als

DAV-Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Diese

Leidenschaft hatte ihn nach dem Krieg das AV-

Haus vom Schutt befreien und eine Bibliothek

aufbauen lassen, die heute Weltgeltung hat. Als

einer der Ersten durchleuchtete er die Geschichte

des DAV im Nationalsozialismus. Am 5. August

hat er seinen letzten Gang angetreten.

Partner, dem Bayerischen Landesamt

für Umwelt.“

Zwischen der Vertragsunterzeichnung

im September 2007 und der Präsentation

der beiden letzten Kartenblätter

BY 2 und BY 4 im August 2013 liegen

unzählige Telefonate, E-Mails, Gespräche

und Ortstermine, denn das

Wissen und die Belange von Alpenvereinssektionen, Behörden,

Verbänden, Grundeigentümern und Führerautoren wurden – und

werden auch künftig – bei Aktualisierungen berücksichtigt. rs

| Zu bekommen sind die BY-Karten (€ 9,80, für Mitglieder

€ 5,95, plus Versandkosten) im Buchhandel und beim DAV-

Shop: DAV, Postfach 500 220, 80972 München, Fax: 089/

14 00 39 11, dav-shop@alpenverein.de dav-shop.de |

Als „Outdoor Celebrity of the Year 2013“ wurde

Albrecht von Dewitz, Gründer von Vaude

und Geschäftsführer

von Edelrid, ausgezeichnet.

„Ein Urgestein

der Outdoor-Branche,

ein Unternehmer wie

aus dem Bilderbuch –

quirlig, innovativ, ewig

unruhig, fordernd – ein

echter Outdoor-Überzeugungstäter", so Bernd

Kullmann in seiner Laudatio.

Mit Helmut pfanzelt (*30.4.1929) starb am

23. Juli eine Alpenvereinslegende. Immer

wenn „der Helmut“ mit seinem legendären

Hut in der Hauptversammlung aufstand,

wurde es still im Saal; mit gesundem Menschenverstand

und Gemeinsinn konnte er

manche Diskussion zu guten Entscheidungen

lenken. Sein lebenslanges Engagement

für die Sektion Garmisch-Partenkichen

mündete in die Ernennung

zum Ehrenvorsitzenden

und in

die Ehrenmitgliedschaft

im deutschen

Bergführerverband.

Die Macher des

BY-Kartenwerks

präsentieren das

Sortiment; die ganzen

Bayerischen Alpen

sind abgedeckt,

naturverträgliche

Routen eingezeichnet.

Fotos: Christian Pfanzelt, DAV (2), Archiv Sektion Bayerland, OutDoor, Archiv Sektion Garmisch-Partenkirchen, Klaus Umbach


erdmannpeisker / Robert Bösch

DAV-Bergunfallstatistik 2012

Weniger Tote, mehr Rettungen

So wenige Bergtote wie 2012 gab es noch nie: 28 Todesfälle von DAV-Mit-

gliedern wurden in der DAV-Bergunfallstatistik erfasst, etwa ein Drittel

weniger als im Jahr zuvor. Das hängt sicher mit dem ungünstigen Wetter

zusammen. Doch auch die durchschnittlichen Todeszahlen der letzten

zehn Jahre liegen mit 43 nur auf gleicher Höhe wie zu Beginn der Statistik

1952 – während sich die Mitgliederzahl ungefähr verzehnfacht hat. Das

Risiko, am Berg zu sterben, ist seitdem also auf ein Zehntel gesunken.

Doch bedenklich stimmt eine neue Entwicklung: Der Anteil der „Blockierungen“

nimmt stetig zu – Situationen, in denen man nicht mehr vor noch zurück

kommt. „Einerseits ist jede Rettung unverletzter Sportler erfreulich“,

sagt Stefan Winter, Ressortleiter Breitenbergsport, „andererseits zeigt sich

daran auch die sinkende Schwelle, einen Notruf abzusetzen." Er appelliert an

die Bergsportler: Statt auf die Bergekostenversicherung des DAV zu setzen,

sollten sie sich selbst ehrlich einschätzen, Touren defensiv auswählen und

ordentlich planen. Besonders erschreckend ist die Zunahme der Blockierungen

beim Klettersteiggehen, wo immer schwerere Installationen viele überfordern:

Seit 2006 hat sich die Alarmierungsquote verdoppelt. red

Motion Control.

Wer auf anspruchsvollen, alpinen Wegen läuft, braucht Schritt für

Schritt maximale Kontrolle. Darum hat Mammut eine Trail Running

Kollektion massgeschneidert. Dynamisch, atmungsaktiv, leicht,

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2009 2010 2011 2012

AlpeNVereIN Aktuell

Der Anteil von „Blockierungen“ an den gemeldeten Bergunfällen steigt in

den letzten Jahren an – vernünftige Reißleine dank Handy-Alarmierung

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Zu Fuß durchs Ötztal

Die LanDschaft, Die

wir uns Leisten

20 DAV 5/2013

Der Wohlstand schafft sich seine Infrastrukturen: Straßen, Reihenhaussiedlungen, Gewerbe­

gebiete, Seilbahnen. Auf seiner Wanderung nach Sölden hat Axel Klemmer den Tunnelblick

des Freizeitbergsteigers abgelegt und gesehen, wie unsere Art zu leben die Alpen verändert.


Fotos: Axel Klemmer

Vor dem Acherkogel setzt die

„Area 47“ dem marktkonformen

Alpinismus ein spaßiges Denkmal

– das man auf den Wiesen

vor Umhausen (unten) vielleicht

schon wieder vergessen hat.

wer wissen will, wie ein

wohlhabendes Land aussieht,

geht einfach vor die

Haustür. Oder er geht vom

Bahnsteig hinaus auf die Straßen der Siedlung

Ötztal Bahnhof. Nirgends sonst in

der EU ist die Arbeitslosenquote so niedrig

wie in Tirol und im benachbarten Salzburg

– nur 2,5 Prozent. Wohlstand resultiert

in großen Häusern und großen Autos,

alle neu oder jedenfalls sehr gepflegt. Dazwischen

liegen saubere und geräumige

Verkehrsflächen, auf denen man die großen

Autos um die Kurve bringt, ohne mit

ihnen anzustoßen oder sie schmutzig zu

machen. Am eindrucksvollsten aber sind

die Häuser: in allen Farben, mit allen

Fenster-, Balkon-, Tür- und Zaundesigns,

mit Sattel-, Pult- und Flachdächern, mit

aufwändig gepflegten Gärten, in denen

man jeder Blume den Rat geben möchte,

sich bloß nicht hängen zu lassen.

Gleich dahinter beginnt ein modernes

Naturschutzgebiet. Von Föhren bewachsen

und von Stromleitungen überspannt,

eingefasst von Verkehrsinfrastrukturen,

Siedlungskonglomeraten, Industrie- und

Gewerbeflächen, schützt es das Leben

von Waldameisen und Sibirischen

Schwertlilien. Das 342,5 Hektar große

Naturschutzgebiet Tschirgant Bergsturz

entstand 2009, weil gleichzeitig inmitten

der Schutzgebietsgrenzen an der Mündung

der Ötztaler Ache in den Inn ein 6,5

Hektar großer und ziemlich teurer Spielplatz

errichtet werden musste; Waldameisen

und Sibirische Schwertlilien

hatten bei der Generierung von noch

mehr Wohlstand nicht kooperiert. Unter

dem riesigen Betonband der Schnellstraßenbrücke

hindurch und weiter durch

den Wald zur Eisenbahnbrücke – man

sieht den Spielplatz wirklich erst, wenn

man unmittelbar darüber steht.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

erklärte der englische Bergsteiger

Leslie Stephen die Alpen bekanntermaßen

zum „Playground of Europe“. Dass

dieser sich zum „Ultimate Outdoor Playground“,

der 2010 eröffneten „Area 47“,

weiterentwickelt hat, ist folgerichtig. Die

„Location am 47. Breitengrad“ bietet 30

Funsportarten, den 8000 Menschen fassenden

„Ötztal Dome“, eine „Waterworld“

mit Riesenrutschen, Kletter- und Boulderwände

und unter der hohen Brücke

der B 171 alle erforderlichen Installationen

zum Hochseilgärtnern und Megaswingen.

Im Gym stemmen tätowierte

Jungmänner Gewichte. Vor dem „Lakeside

Restaurant“ sitzen Gruppen von Jugendlichen

an den Tischen, jeder ins Display

seines Smartphones vertieft. Die

Guides haben die Sonnenbrillen hochgeschoben

und telefonieren. Begegne ich

Mitarbeitern, grüßen sie mich ausgesprochen

freundlich. Alles hier trägt ein

Alpen unter Druck thema

gut sichtbares Label. Auf der Kletterwand

und auf den Mitarbeitern steht

zum Beispiel Adidas. Das steht übrigens

auch auf den 180 Bergführern des DAV

Summit Club, die 2011 in der Area 47 mit

Adidas-Produkten eingekleidet wurden.

Warum auch nicht? Bergsport ist ein hart

umkämpfter Markt, und ohne Kooperationspartner

kommt kein Reiseveranstalter,

kein Profiathlet und keine Fachre-

Waldameisen und Sibirische

Schwertlilien hatten bei der

Generierung von noch mehr

Wohlstand nicht kooperiert.

daktion über die Runden. Ein anderer

Sponsor der Area 47 ist Red Bull, das Flügel

verleiht – nur nicht den leer getrunkenen

Dosen, die neben den Straßen auf

den Wiesen liegen. Red Bull ist auch ein

wichtiger Partner des Ötztaler Weltskiorts

Sölden. Da will ich morgen hin.

Sehr früh verlasse ich das Gelände,

gehe unter der hohen Brücke auf die weiten

Parkflächen hinaus und rechts auf einen

Feldweg. Und bin allein. Das Rauschen

kommt rechts von der Ötztaler

Ache und links von der B 186. Auf dem

Ötztal-Trail komme ich hinaus auf freie

Wiesen. Oben auf der Terrasse die ersten

Häuser von Sautens, unten, neben der

Ache, die dazugehörige Kläranlage und

der riesige Wertstoffhof. Wer wissen will,

DAV 5/2013 21


Was man im Ötztal

mit seinem Geld so

alles machen kann:

in der Area 47 auf

eine schwimmende

Gummiblase hopsen

(„Blobbing“), in Habichen

einen Altbau

bewohnen (oder

abreißen), im Söldner

Ortsteil Kaisers einen

Neubau hinstellen.

Oder man gönnt sich

in Oetz ein Schwein

mit unmarkierten

Ohren!

ob es den Menschen gut geht, muss sich

ihre Wertstoffhöfe anschauen.

Vor Oetz verläuft der Weg direkt neben

der Straße. Ich sehe große, schnelle Autos,

wilde Überholmanöver und ein Idyll: Im

spitzen Winkel zwischen der Straße und

dem hier abknickenden Wiesenweg steht

eine alte, kleine Kapelle. Kleine Bänke davor

– ich wüsste gerne, wer sich hier hinsetzt.

Später passiere ich noch eine Bank,

die langjährige Stammgäste gestiftet haben.

Die Bank steht unter einem großen

Strommast. An neuen Häusern vorbei gelange

ich nach Oetz, wo ich zusammen

mit automobilen Arbeitnehmern auf dem

Weg ins Büro bei MPreis einkehre.

Im Tiroler Planungsverband 13, Ötztal,

hat sich die Anzahl der Gebäude zwischen

1971 und 2012 mehr als verdop-

pelt: von 3021 auf 6753. Noch auffälliger

ist das Wachstum der architektonischen

Stilblüten. Spitze und stumpfe Winkel,

überall Schiefgestelltes, Asymmetrisches,

22 DAV 5/2013

Angestückeltes. Es erstaunt, welchen

Aufwand die Menschen treiben und wie

viel Geld sie investieren, um in solchen

Objekten zu leben. Dörfer, wie man sie

früher kannte, sind aus dem Tal ver-

Es regnet – beste Bedingungen

für einen Marsch durch das

»hässlichste Dorf Tirols«.

schwunden. An ihre Stelle sind wachsende

Agglomerationen von Ein- und Mehrfamilienhäusern

getreten. Die Stadel auf

den Wiesen sind groß und neu gedeckt.

Alles ist groß.

In Habichen stehen alte Höfe neben

bunten Neubauten. Ein schmaler Pfad

leitet unter Felsplatten zu einer Pferdekoppel

und schließlich zum Rand eines

dicht bewaldeten Bergsturzes, aus dem

sich ein rauschender Bach in den kleinen

Habicher See ergießt. Es ist eine arkadische

Szenerie, mit Wiesen und Felsblöcken,

mit Schafen und Ziegen. Ein wunderbarer

Weg beginnt, den Bergsturz

hinauf und oben neben einem hübschen

Kanal nach Tumpen, wo ich die Straße

überquere, um auf der anderen Talseite,

am Fuß der steilen, wilden Bergflanke,

zwei idyllische Sportstätten zu passieren:

zuerst den Spiel- und Trainingsplatz des

wenig bekannten 1. FC Tumpen, danach

den vergleichsweise berühmten Klettergarten

der eindrucksvollen, dunklen Engelswand.

Ein leichter Anstieg führt weiter

zur frei stehenden Kirche Maria

Schnee bei Lehn und über weite Wiesen

weiter Richtung Umhausen. Parallel

dazu, nur 200 Meter daneben, verläuft

das Zersiedlungsband entlang der Straße.

Wo der alpinistische Tunnelblick nur

unscharfe, wenig relevante Bewegtbilder

durch das Autofenster wahrnimmt, unterscheidet

der Fußgänger Wohn- und

Zweckbauten, Autohändler, Werkstätten

und andere Betriebsgebäude.

Umhausen ist groß, aufgeräumt und

sauber. Die Umgebung ist schön. Ich folge

der Radwegmarkierung hinab zur

Ache und gelange später durch ein Schotterwerk

zur Straße. Sie ist geschützt mit

großen Dämmen, Gittern und Befestigungen,

und wo sie schließlich auf den

weiten, offenen Talboden von Längenfeld

hinausführt, entstand das Gewerbegebiet

von Au. Bauelemente, Baustoffe,

Bauträger, Fassadenbau, Reparaturen.

Dahinter leitet der Weg rechts zur Ache

und taleinwärts in eine lichte Parklandschaft.

Unmengen von Maikäfern schwirren

in der Luft. Die Atmosphäre ist bezaubernd,

fast magisch. Aus dem Auwald

hinaus gelange ich schließlich auf eine

große Wiese. Vor mir neue Einfamilienhäuser,

Doppelhäuser und Reihenhäuser,


aufgereiht an Zufahrtsschleifen neben

der Bundesstraße. Auf einmal drückt der

Föhn über den Hauptkamm, einzelne

Tropfen peitschen durch die Luft.

Längenfeld sieht zunächst fast wie ein

Dorf aus, aber nach hinten raus folgen die

vertrauten Architekturen und Erschließungen,

MPreis und Spar. Riesengroß,

kantig und modern steht auf grüner Wiese

das Hotel der Therme Längenfeld. Der

„Aqua Dome“ ist sozusagen die stille Alternative

zur Area 47. Bis Huben geht es

flach dahin. Ungerührt, unberührt stehen

die Berge über dem Geschehen, gekleidet

Ötztal in Zahlen

Der Tiroler Planungsverband 13, Ötztal,

umfasst 911,48 Quadratkilometer. Davon

sind 4,7 % Dauersiedlungsraum (ganz Tirol

11,9 %), 0,4 % Naturschutzgebiete, 0,2 %

Landschaftsschutzgebiete und 55,4 %

Ruhegebiete. Sölden ist die flächengrößte

Gemeinde Österreichs (467 Quadratkilometer).

Die Wohnbevölkerung im Tal stieg von

11.752 anno 1961 auf 21.542 im Jahr

2011.

Im selben Zeitraum wuchs der Tourismus

im Winter von 324.000 auf gut 2,5

Millionen Nächtigungen, im Sommer

von 534.000 auf rund 1 Million Nächtigungen.

Die Region bietet 26.500 Gästebetten

(im Sommer gut 2000 Betten weniger).

Gab es 1977 noch 69 Lifte und Seilbahnen

im Ötztal, waren es 2010 schon 88;

die Transportkapazität nahm im selben

Zeitraum fast um das Viereinhalbfache zu.

in dichten Wald, geschützt von steilen

Felsen, ohne jedes Zeichen einer touristischen

Verwertung. Echt wahr: So sieht es

im Ötztal meistens aus.

Über freie Wiesen komme ich nach

Huben, das mit ausgebaggerten Baugruben

beginnt. An den Häusern, die genauso

aussehen wie alle großen Häuser im

Tal, sind Auerhähne aufgemalt, röhrende

Hirsche, bunte Blumen und spitze Berge.

Vor den Häusern stehen Mountain bikes,

Enduros und dicke Autos. Auf einem besonders

eindrucksvollen schwarzen Pickup

schwört eine weiße Frakturschrift

„Dem Land Tirol die Treue!“. Hinter dem

Ort führt der Ötztal Trail direkt neben

der Straße am großen Gelände eines Betonwerks

vorbei zu weiteren Häusern,

die ein hoher Lawinenwall schützt. Das

Tal ist eng, der Felsabbruch über der

Straße mit Stahlnetzen gesichert. Vor

mir Bruggen, eine Handvoll Häuser: neu,

kantig, kahl, sauber, abweisend.

Die Engstelle hinter Aschbach umgehe

ich auf dem Höhenweg gute 100 Meter

über der Straße, was mir am Ende einen

schönen Blick auf mein Ziel gewährt:

Sölden im Sonnenschein, umgeben von

grünen Wiesenhängen, überragt von verschneiten

Bergen. Eine Kirche und rundherum

viele Häuser, die noch weit genug

entfernt sind, um keine Abwehrreaktionen

hervorzurufen. Ein aussichtsreicher

Weg führt hinab ins Tal, das ich beim

Ortsteil Kaisers erreiche. In einer Früh-

Alpen unter Druck thema

Mehr dazu iM

ab Mitte Oktober

Alpenvereinsjahrbuch

stückspension gleich am Ortseingang

checke ich ein.

Am nächsten Morgen ist der Föhn endgültig

zusammengebrochen. Es regnet

waagrecht – beste Bedingungen für den

Spaziergang durch das „hässlichste Dorf

Tirols“, wie die „Frankfurter Allgemeine

Zeitung“ Sölden einmal nannte. Womit sie

übertrieb. Denn die zwei Kilometer von

Sölden sind kurios, sonderbar, bizarr, keine

Frage, aber die 40 Kilometer zwischen Ötztal

Bahnhof und Sölden sind es streckenweise

auch – ganz zu schweigen von den

250 Kilometern zwischen München, Innsbruck

und Sölden. Ötztal ist überall.

Letzteres bemerkte Axel Klemmer auch

im Interview mit Jakob Falkner, dem Chef

der Söldener Bergbahnen, das er im Anschluss

an seine Wanderung führte. Falkner

hat die Area 47 und die Therme in Längen-

feld (mit-)finanziert – und sich als interessanter

Gesprächspartner gezeigt. Nachzulesen

ist das aufschlussreiche Gespräch auf

alpenverein.de/panorama

axel Klemmer (50) ist

Geograf und arbeitet als

freiberuflicher Journalist mit

Schwerpunkt Alpinismus und

Tourismus. Die Wanderung

durchs Ötztal eröffnete auch

ihm neue Blicke.

DAV 5/2013 23

Fotos: Axel Klemmer


Der Raumbedarf der Erneuerbaren Energien

ein, zwei, Drei … –

wie vieLe Jochberge?

erneuerbare Energien versus Landschaftschutz

– bis vor wenigen

Jahren war eine solche Diskrepanz

noch undenkbar. Als etwa

im Jahr 2004 die TIWAG, die Tiroler Wasserkraft

AG, ihren Optionenbericht vorstellte

und Pumpspeicherwerke (PSW) integriert

in neue Wasserkraftwerke mit den

Erneuerbaren Energien (EE) begründete,

da bestand der Naturschutz noch darauf,

dies seien nur vorgeschobene Argumente.

24 DAV 5/2013

Auf den Jochberg in den Bayerischen Alpen soll ein Pumpspeicherwerk gebaut werden:

Die Energiewende verlange es, heißt es aus Politik und Wirtschaft. Der Natur­ und

Landschaftsschutz gerät dabei massiv unter Druck.

Dann aber ereignete sich im März 2011

der GAU von Fukushima. Kurz vorher

hatte die deutsche Bundesregierung den

Ausstiegsbeschluss der rot-grünen Vorvorgänger-Regierung

aus der Atomenergie

gekippt – eine Fehlentscheidung! Nun

war mit einem Schlag die Energiewende

akzeptiert – doch kannten auch alle die

Konsequenzen? Bundeskanzlerin Angela

Merkel jedenfalls hatte schon in der ersten

„Energiewende-Rede“ im Bundestag

Von Rudi Erlacher

den Naturschutz aufs Korn genommen:

„Neue Anlagen, seien es Windkraftwerke,

Pumpspeicherwerke – auch da bitte ich,

zu schauen, wer wo protestiert – … können

wir nur errichten, wenn alle hier in

diesem Hause dafür eintreten, dass sie

gebaut werden.“ Im Mai 2011 schrieb sie

den Naturschützern ins Stammbuch:

„Ausbüxen gibt’s nicht mehr!“

Die Energiewende war also da. Nur

durfte sie die Konkurrenzfähigkeit der


Fotos: Jörg Bodenbender, Georg Hohenester (2), Archiv Erlacher

deutschen Wirtschaft im globalen Konzert

nicht gefährden. Das ist das Junktim:

Neue Energien ja! Aber keine Experimente

in Richtung „sanfte Energien“, wie sie

der US-amerikanische Physiker Amory

Lovins 1978 entworfen und damit die grüne

Bewegung beflügelt hatte. Spätestens

ab Juni 2011 waren auch Bündnis 90/Die

Grünen auf Kurs: „Wir wollen durch neue

Kabel zu den Wasserspeichern Skan di -

naviens und in den Alpen kurzfristige

Speicherkapazitäten erschließen …“

Was sich hier abzeichnet, ist ein anderes

Verständnis der „grünen Energien“. Ralf

Fücks, Vorstand der grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung,

schreibt in einem Artikel

in der „Zeit“ vom April 2011: Der „grüne“

Fortschritt überschreitet mit den „Re -

new ables“ die „Grenzen des Wachstums“

hin zum „Wachstum der Grenzen“! Hermann

Scheer, bis zu seinem Tod im Jahr

2010 Papst der EE, hatte schon 1998 das

neue Paradigma definiert: „Die Möglichkeit

einer Energieversorgung mit Erneuerbaren

Energien widerlegt das verzichtsethi

sche Weltbild der Ökologiebewegung

der 1970er Jahre. Mit Erneuerbaren Energien

… können wir unsere Energiebedürfnisse

befriedigen, ohne die Umwelt zu

zerstören und ohne zu verzichten.“

Der Fluss der EE durch den Raum ist

allerdings dünn: Biomasse, Wasserkraft,

Wind, Fotovoltaik, alle benötigen Raum,

viel Raum, möglichst bisher unverfügten

Raum, um nicht mit bestehenden Nutzungen

zu konkurrieren. Das ist oft Raum mit

hoher Reliefenergie, also Hügel und Ber-

ge, wo gerade der Wind am besten bläst.

Erst kürzlich hat Jochen Flasbarth vom

Was sich hier abzeichnet,

ist ein anderes Verständnis

der »grünen Energien«.

Umweltbundesamt das Onshore-Potenzial

Deutschlands für die Windkraft kalkulieren

lassen: „Flächen noch und nöcher“

wurden identifiziert: 13,8 Prozent des Lan-

des bzw. 49.400 Quadratkilometer! Gerade

Naturparke und Landschaftsschutzgebiete

sind im Visier des „Green New Deal“.

„… ohne die Umwelt zu zerstören und

ohne zu verzichten“: Das bedeutet eine

Radikalisierung der Unterscheidung zwischen

Umwelt einerseits und Natur und

Landschaft andererseits: „Umwelt“ ist

das zum Überleben des Lebens Notwendige:

Klima, Biodiversität als Ökosystemdienstleistung.

„Natur und Landschaft“

Alpen unter Druck thema

Mehr dazu iM

ab Mitte Oktober

Alpenvereinsjahrbuch

werden darin eingeklammert als ästhetische

Präferenzen, die sich ändern können.

So sieht Hermann Scheer in seinem

Buch „Energieautonomie“ (2005) Windkraftanlagen

als selbstverständlichen Bestandteil

des künftigen Landschaftsbildes,

auch in Naturschutzgebieten, auch

„neue Pumpspeicherwerke in gebirgigen

Landschaften … Das heutige Energiesystem

prägt und zeichnet die Landschaft.

Erneuerbare Energien werden die Landschaft

auf ihre Art prägen. Mit der neuen

Prägung verschwindet die alte.“

Der Jochberg ist für diese Deutung der

EE das Menetekel. Es wird auf die Vernichtung

von Landschaft hinauslaufen.

Mit „sanften Energien“ hat das nichts zu

tun. Das gefährdet die Akzeptanz und da-

Der Jochberg zwischen

Kochel- und Walchensee

ist ein Paradebeispiel dafür,

wie Alpenlandschaft

im Zug der Energiewende

geopfert werden könnte.

In der südseitigen Gipfelmulde

liegt die Jocheralm.

Geplant ist dort ein

Speichersee, der über ein

Pump speicherkraftwerk

mit dem darunter

liegenden Walchensee

verbunden werden soll.

mit die Energiewende selber. Ein grundlegender

Konflikt zeigt sich am Horizont:

Erneuerbare Energie versus unverfügte

Räume.

rudi erlacher, Dipl.-Physiker

und Vorstand im Verein

zum Schutz der Bergwelt

( vzsb.de), nimmt an der

Podiumsdiskussion „Zwischen

Stausee und Windrad“

teil (13.11.2013, Alpines

Museum, 19.30 Uhr). Info und Anmeldung unter

alpenverein.de/Natur-Umwelt

DAV 5/2013 25


Interview: Was wir uns leisten

»sich seLbst eine grenze setzen«

Das „Grundsatzprogramm zum

Schutz und zur nachhaltigen

Entwicklung des Alpenraums

sowie zum umweltgerechten

Bergsport“ positioniert den DAV vor dem

Hintergrund des Klimawandels, benennt

neben klassischen Naturschutzthemen

Tourismus, Verkehr und Energiewirtschaft

als zentrale Punkte. Die Leitlinie begreift

„die nachhaltige Sicherung aller Lebensgrundlagen

als die zentrale Herausforderung

unserer Zeit“, möchte „ganzheitliches

Naturverständnis fördern ..." – und fordert

„die konsequente ökologische Ausrichtung

des Bergsports, Rücksichtnahme und

Achtsamkeit sowie die Bereitschaft zum

Verzicht in wohlbegründeten Fällen“. Was

könnte das für den Bergsport bedeuten?

Bedeutende Alpenregionen leben vom Skitourismus.

Wenn man mit denen über sanften Wintertourismus

sprechen will, ist guter Rat teuer.

Welche Möglichkeiten sehen Sie, Herr Siegrist?

26 DAV 5/2013

Erschließungspläne in den Alpen kritisieren und selber in die Berge fahren: Nils Beste und Georg

Hohenester vom Knotenpunkt/Panorama befragten die Professoren Dominik Siegrist und Niko

Paech zur Rolle und Verantwortung von Alpenverein und Bergsportlern.

Siegrist: Vor 150 Jahren hat in den Alpen auch

noch niemand gefragt, was Skifahren ist. Man

hat eigentlich auch nicht gewusst, was

Tourismus heißt. Nur eine Handvoll betuchte

Engländer haben hier Ferien gemacht. Wie

können wir wissen, was in 150 Jahren sein

wird? Man kann sich den Tourismus in den

Alpen heute nicht vorstellen ohne Skifahren.

Aber wäre nicht auch ein ganz anderer

Tourismus denkbar? Wir sollten auf verschiedenen

Ebenen argumentieren. Man kann

durchaus auch einmal pragmatisch sein, wenn

man sieht, dass bei einem Bauprojekt für

die Natur was rausschaut. Dann müssen aber

an anderer Stelle Lifte stillgelegt werden.

Darf man Ihrer Meinung nach so einen Kuhhandel

betreiben, Herr Paech? Den einen Lift gegen den

anderen eintauschen?

Paech: Ich glaube, man kann den Ausbau von

Infrastrukturanlagen nicht ökologisch

kompensieren, indem man anderswo etwas

zurückbaut. Das kostet ja auch Energie im

Sinne von Negativproduktion. Mir fehlt jedes

Ver ständnis dafür, wie man nach allem, was in

den Alpen bereits gebaut wurde, heute noch

weiter materiell expandieren will, statt zu

sagen: Wir haben schon alle ökologischen

Wachstumsgrenzen durchbrochen. Wir brau -

chen zwei Formen eines Wandels: Erstens

muss das Verständnis von Freizeitgestaltung in

Europa ein anderes werden. Mit welchem Recht

macht man als Norddeutscher einen Skiurlaub

pro Jahr? Wenn Mobilität teurer würde, wäre

auch die Freizeit- und Tourismusgestaltung

eine andere. Zweitens: Was kann man den

Menschen in den Alpen in Aussicht stellen,

wenn die Expansion nicht mehr stattfindet?

Postwachstumsökonomie heißt, dass der

Output-Rückgang – das wäre auch denkbar

für die Betreiber von Sport- oder Tourismusanlagen

– über Arbeitszeitreduktionsmodelle

aufgefangen werden muss und über den

Aufbau von anderen Formen der Versorgung.

Da bin ich bei der modernen Subsistenz. Das

heißt: ökologischer Landbau, Reparatur von

Gütern, Gemeinschaftsnutzung …


Fotos: Axel Klemmer, DAV/Hohenester (3)

Siegrist: Die Postwachstumsgesellschaft ist

ja auch eine Absage an unser globalisiertes

Wirtschaftsmodell, unter dem die Alpen im

Grunde genommen leiden. Natürlich gibt es

Orte wie das Zillertal und St. Moritz, die voll

angehängt sind an die Globalisierung. Aber die

meisten Räume in den Alpen funktionieren

nicht so. Zwei Drittel der Alpengemeinden

sind nicht wirklich vom Tourismus abhängig

und verfügen über regionalere Wirtschaftskreisläufe.

(…)

Was können die Alpenvereine zu einem sanfteren

Tourismus beitragen?

Siegrist: Die Alpenvereine müssen aus ihrer

enormen Mitgliederzahl eine Stärke machen.

Sie alle wachsen, der DAV hat inzwischen eine

Million Mitglieder. Man könnte die Größe

zunächst als ein Problem ansehen, denn es

sind dadurch auch mehr Menschen in den

Bergen unterwegs, nutzen die Wege und

Hütten, verbrauchen Ressourcen und

zertrampeln die Landschaft. Für mich ist das

aber eine Chance, denn man kann so auch

mehr Menschen erreichen und aufklären …

Paech: Der Alpenverein kann wichtige

Informationspolitik betreiben. Er könnte zum

Beispiel bilanzieren, was ein Skiurlaub

eigentlich insgesamt an CO₂ verursacht. Damit

man auch einmal erkennt, dass es entspannte

und wirklich schöne Formen der Freizeitgestaltung

gibt, die eben nicht so energieintensiv

sind. (…)

Eine persönliche Frage: Ich lebe in München und

fahre fast jedes Wochenende in die Berge. Darf

ich das?

Siegrist: Mit dem Zug?

Nein, mit dem Auto. Leider ist das öffentliche

Verkehrsnetz nicht überall so gut ausgebaut wie

in der Schweiz. Oft beginnen gute Touren einfach

abseits von Bus und Bahn.

Paech: Und was hält Sie davon ab, die Ausübung

Ihres Bergsports grundsätzlich an Öffis

zu koppeln? Entschuldigen Sie, dass ich eine

Gegenfrage stelle, aber …

Mit „Öffis“ kommt man selten zur passenden

Uhrzeit zu seiner Traumtour.

Siegrist: Ich finde, es wird einfach nicht alles

versucht, was möglich wäre. Man hat halt ein

Auto und fährt damit. In größeren Schweizer

Städten hat mittlerweile über die Hälfte der

Haushalte kein Auto. Tendenz steigend. Für

mich ist es doch eine echte Herausforderung,

die ganze Bergsaison mit sanfter Mobilität zu

bestreiten. Dies im Sinne eines konkreten

Beitrags zur notwendigen Postwachstumsgesellschaft.

Leidenschaftliche Bergsportler nehmen sich

einfach die Freiheit und sagen: An der Tour XY

Niko Paech (l.) und Dominik

Siegrist (r.) setzten im

Gespräch auf die Verantwortung

der Verbände

wie der einzelnen Bergsportler.

Die Langversion

des Interviews steht

unter alpenverein.de/

panorama

sind super Verhältnisse, ich fahre hin, gehe die

Tour und fahre danach wieder zurück ...

Paech: Das gilt natürlich für die ganze

Konsumgesellschaft. Ob jemand sein Leben

über den Verhältnissen damit begründet, dass

er Sport macht, oder ob er sagt, ich habe Bock

auf dies oder jenes, das ist für mich kein

Unterschied. Sie haben das schon richtig

formuliert, man nimmt sich die Freiheit. Aber

woher nimmt man sich die eigentlich? Es gibt

zwei Möglichkeiten: Klimaschutz ja oder nein.

Da muss man sich wirklich die Frage stellen:

Was kann ich mir noch nehmen und in welchen

Dosen? Und ich frage mich auch ernsthaft: Bin

ich wirklich glücklich, wenn ich eine Routine

einführe, mit der ich einen Genuss fast schon

Alpen unter Druck thema

Mehr dazu iM

ab Mitte Oktober

Alpenvereinsjahrbuch

automatisiere? Der Genuss bleibt doch erst

dann ein Genuss, wenn die Abstände zwischen

den genussvollen Ereignissen auch mal ein

bisschen größer werden dürfen. Vorfreude ist

doch auch etwas, was zum Genuss gehört.

Der Genuss ist schlicht geringer, wenn man nur

alle vier Wochen in die Berge geht, weil man dann

nicht so fit ist.

Paech: Na ja, man muss natürlich auch mit

Fitness umgehen wie mit einer Ressource,

indem man sagt: Ist Fitness ein Gebot? Mit

welcher Begründung verlangt man sich eine

bestimmte Fitness ab? Der Sport kommt ja so

wie eine Religion daher. Irgendwie geheiligt,

als etwas Besonderes. Sorry, aber das …

Man könnte es für sich rechtfertigen, dass man ja

keine Waren konsumiert, sondern ein Erlebnis.

Paech: Diese Unterscheidung zwischen

Produkten, Dienstleistungen und Erlebnissen

funktioniert nicht. Hinter den vermeintlich

dematerialisierten Erlebnissen und Dienstleistungen

finden ganze Symphonien der Ressourcenverwüstung

und Energieumwandlung statt.

Als aufgeklärter Mensch kann ich doch rechnen

oder mich über ökologische Konsequenzen

informieren. Aber es geht mir nicht darum,

Ihren Sport schlechtzumachen. Es geht um die

Dosis, und es geht darum, sich selbst schlicht

als aufgeklärt darzustellen und zu sagen: „Ich

kann mir selbst eine Grenze setzen.“

Prof. Dr. Dominik siegrist leitet das Institut

für Landschaft und Freiraum an der Hoch -

schule in Rapperswil; seit 2004 ist er

Präsident der Internationalen Alpenschutzkommission

CIPRA ( cipra.org).

Prof. Dr. niko Paech lehrt an der Universität

Oldenburg und entwickelte die Postwachstumsökonomie

( postwachstumsoekonomie.

de), er publizierte 2012 „Befreiung vom

Überfluss“ im Oekom Verlag, München.

DAV 5/2013 27


Szenen wie diese sind

längst keine Begegnungen

der dritten Art mehr. Immer

häufiger sind Radler mit

einem E-Bike unterwegs –

auch und gerade in den Bergen.

E-Bikes für die Berge

Solarsaft statt Wadenkraft?

„Karbon statt Kondition“ spotteten die Steinböcke im Werbespot über hochgerüstete Mountainbiker.

Heute nutzen manche Radler im Gebirge Stromunterstützung. Die technische Hilfe hat aber auch einen

sozialen Nutzen.

Sicher haben Sie es auch schon erlebt: Man

radelt in der Stadt oder auf der Forststraße

bergauf und plötzlich düst jemand deutlich

schneller vorbei – scheinbar mühelos, mit einem

Grinsen im Gesicht und ohne Schweißspuren

28 DAV 5/2013

am Hemd. Wie geht das denn? Wo früher der

neidische Blick auf gestählte Oberschenkel fiel,

findet sich die Antwort heute immer häufiger

im Akkupack am Rahmen. E-Bike heißt die Antwort.

Allein 2012 wurden in Deutschland rund

380.000 Stück verkauft, Tendenz steigend, die

meisten waren Pedelecs. Was ist das denn

schon wieder? Ganz einfach: Als „E-Bike“ bezeichnet

man gerne sämtliche Fahrräder, die

mit einem Elektromotor angetrieben werden.

Illustration: Georg Sojer


Allerdings muss man genau unterscheiden. Es

gibt die „echten“ E-Bikes mit unabhängigem

Elektroantrieb und meist Beschleunigung per

Handgriff, die bis zu 45 Stundenkilometer schnell

werden; sie gelten in Deutschland gesetzlich

als Kleinkrafträder, ähnlich wie Mofas. Ein Pedelec

dagegen ist ein E-Bike, dessen Elektroantrieb

nur beim Pedaltreten anspringt. Nach

der deutschen Straßenverkehrsordnung darf

die Motorkraftunterstützung nur bis maximal

25 Stundenkilometer wirken.

Wer hat was davon?

Dass man mit dem E-Bike nicht nur zum Einkaufen

oder zur Arbeit, sondern auch zum Vergnügen

und Sporteln fahren kann, hat sich unter

Tourismusmanagern schon lange herumgesprochen.

So gibt es etwa im Allgäu mittlerweile

ein gut verzweigtes Netz von Verleih- und Akkuladestationen,

das viele Radler intensiv nutzen.

Was reizt sie, Wadlkraft durch Strom zu ersetzen?

Studien belegen, dass eher inaktive Personen

den erleichterten Einstieg in körperliche Aktivität

schätzen. Weniger Trainierte können im

radelnden Freundeskreis endlich mithalten, weil

Leistungsunterschiede ausgeglichen werden.

Ältere können Radtouren absolvieren, die sie

wegen Kräftemangel nie mehr hätten machen

können. Dazu kommt ein gutes Umweltgewissen:

E-Bikes werden mit Emissionsfreiheit,

Nachhaltigkeit und Klimaschonung angepriesen.

Prädikate, die natürlich nur gelten, wenn der

Strom regenerativ, etwa solar, erzeugt wird. Als

Alternative zum Auto ist das E-Bike sicher deutlich

sparsamer, am klimaschonendsten ist aber

das klassische Radeln ohne Motor.

Und was hat das mit Bergsteigen zu tun? Anwendungsbereiche

gibt es einige. So sind manche

Berggipfel nur durch sehr lange, manchmal

auch langweilige Täler erreichbar; man denke

ans Karwendel oder Allgäu. Die Anfahrt mit einem

normalen Rad kostet dann schon Kraft, die

man oben noch braucht – vor allem, wenn man

dort nicht nur wandern, sondern zum Beispiel

klettern will. Dann gibt es Fahrwege, die vom

Untergrund her radelbar wären, die sich aber

wegen der Steilheit niemand antut. Interessant

ist auch die Option, nach einer Überschreitung

im Tal ein Pedelec zu leihen, fast mühelos zum

Startort zurückzufahren und dort das Fahrrad

abzugeben oder wieder zurückzubringen. Oder

nach der umweltfreundlichen Bahn-Anreise den

Ausgangspunkt der Wanderung kraftsparend zu

erreichen. Die Liste ließe sich fortsetzen.

Doch Vorsicht! Der Spaß hat ein Loch, wenn

fern der Zivilisation auf einmal der Akku leer ist.

Wenn ungeübte Gelegenheitsradler dem Rausch

der Geschwindigkeit erliegen und bei der steilen

Abfahrt aus der Kurve die Böschung hinabstürzen.

Wenn eine Schlaglochserie auf steiniger

Straße zum Rahmenbruch führt. Wenn nicht

bergerfahrene Besucher in Regionen vordringen,

die ihnen eigentlich fremd sind, so dass sie

alpine und subjektive Gefahren nicht kennen,

geschweige denn einschätzen können. Und

selbst verständlich gelten die grundlegenden

Re geln der Rücksicht auf Natur, Umwelt und

andere Erholungssuchende beim E-Bike genauso

wie beim rein muskelbetriebenen Fahrrad

oder Mountainbike.

Warum nicht ohne?

Überhaupt: Was hat ein Motor, auch wenn er

mit Solarstrom betrieben wird, beim Sport verloren?

Beruht das Bergsport-Spiel nicht darauf,

sich Schwierigkeiten aufzuhalsen? Und widerspricht

es nicht dem Gedanken, den Berg aus

eigener Kraft zu besteigen, wenn man sich dabei

elektrisch helfen lässt? Diese Frage wird jeder

anders beantworten. Etwa mit Verweis auf

Drahtseile oder das Toprope, die Felsen oder

Kletterrouten erleichtern. Oder mit dem Hinweis,

dass man das Pedelec nur als Zustieg

zum eigentlichen Ziel – Gipfelwanderung, Kletterroute

– verwende, um weniger müde den

hohen Startpunkt zu erreichen. Früher sei man

BeRGSpoRt Heute

schließlich den ganzen Weg bis ins Gebirge

geradelt, was man sich heute durch die Auto-

Anfahrt spare – jede Generation nutzt die technischen

Möglichkeiten ihrer Zeit, von der Logistik

bis zur Ausrüstung. Da wird das Stromradl

vergleichbar dem Hilfsmittel Flaschensauerstoff

für die Achttausenderbesteigung.

Wo also geht die Reise hin? Der Aufschwung,

die Beliebtheit und die Marktentwicklung sind

nicht aufzuhalten. Genauso wenig der Drang

der Radler ins Gebirge. Während das Mountainbiken

im Alpenverein schon längst seine Heimat

gefunden hat, ist das E-Biken noch in den

Startlöchern. Und bei jedem Start gibt es Chancen

und Gefahren. Die Radexperten im DAV

Haben Sie selbst schon erfahrungen

mit dem e-Bike gemacht?

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

breitenbergsport@alpenverein.de

sind gefragt, diese zu analysieren und wichtige

Erkenntnisse zu Technik, Sicherheit, Rechtsla -

ge und Naturschutz zu verbreiten. Grundsätzlich

steht der DAV natürlich für motorfreie

Fort bewegung im Gebirge und für Sport aus eigener

Kraft.

Andererseits passt es sehr wohl zum Bild des

Vereins, bestimmten Zielgruppen wie Senioren

oder genussorientierten Besuchern den Zugang

zur Bergwelt zu erleichtern. Das E-Bike scheint

irgendwo zwischen dem puristischen Anspruch

„by fair means“ und dem Gegenpol Motorrad zu

stehen. Die Mountainbike-Fachübungsleiter in

den Sektionen sind jedenfalls für das Thema

Fahren und Naturschützen bestens ausgebildet.

Ob der Trend zum E-Bike bei ihnen in den

Sektionen ankommt und sich zu einer Nische

entwickelt, wird sich zeigen. Kombiniert mit

Bahn-Anreise, sind solargeladene Pedelecs jedenfalls

ein Umwelt-Hit. Stefan Winter/red

| Weitere Informationen:

extraenergy.org, radrunde-allgaeu.de |

DAV 5/2013 29


Boulderweltcup München

Knappe Entscheidungen unter dem Zeltdach

Spannend wie selten zuvor ging es am 24. und 25. August aus deutscher Sicht beim Boulderweltcup 2013 in München zu.

Beinahe hätte es unter dem Dach des olympiastadions sogar zum Heimsieg für thomas tauporn gereicht.

Tausende Zuschauer erlebten schon in der Qualifikation

fast die Sensation: Weltcupdebütantin

Patricia Holzmann (Allgäu-Kempten) verpasste

erst am letzten Boulder das Halbfinale – und

hätte hier die Gesamtweltcupsiegerin Anna

Stöhr (AUT) beinahe aus dem Rennen geworfen.

Juliane Wurm (Wuppertal), Monika Retschy

(München-Oberland), Jan Hojer (Frankfurt/

Main), Jonas Baumann (Wuppertal), Thomas

Tauporn (Schwäbisch Gmünd) sowie Weltcupneuling

Philipp Ratajczak (Alpinclub Kassel)

schafften den Sprung in die nächste Runde, wo

es wieder am letzten Boulder um die Entscheidung

ging: Monika Retschy (11.) und Jan Hojer

(7.) fehlte das Quäntchen Glück, ebenso wie Jonas

Baumann (17.), Juliane Wurm (13.) und Philipp

Ratajczak (20.). Thomas Tauporn hingegen

zog souverän ins Finale ein und lag auf Siegkurs.

Erst beim letzten athletischen Dachboulder

musste er passen. Den Sieg sicherte sich so

der Japaner Rei Sugimoto vor Tauporn, der sein

bislang bestes Weltcup-Ergebnis erzielte. Platz

drei ging an Rustam Gelmanov (RUS). Bei den

Damen siegte einmal mehr Anna Stöhr vor Alex

Puccio (USA) und Shauna Coxsey (GBR). Anna

Das Olympiastadion ist die Paradelocation

für einen Weltcup: spektakulär, regensicher

und gefüllt mit 5000 euphorischen Zu-

schauern, die Thomas Tauporn (r.) beinahe

zu seinem ersten Weltcupsieg angefeuert

hätten. Und auch Anna Stöhr (o.) konnte sich

der Unterstützung der Münchner sicher sein.

30 DAV 5/2013

Stöhr mit sieben von acht möglichen Siegen

und Dmitrii Sharafutdinov (RUS) standen bereits

vor München als Gesamtweltcupsieger fest.

Nach vier Auflagen des Boulderweltcups im

Olympiastadion richtet der DAV im kommenden

Jahr an gleicher Stelle die Boulderweltmeisterschaft

aus, erstmals als Einzelevent. Die Münchner

Fans und die grandiose Location werden dafür

einen würdigen Rahmen bieten. mk

| Partner: Stadt München, Olympiapark München,

Globetrotter Ausrüstung, T-Wall, SintRoc, Bänfer,

Vaude. Komplette Ergebnisse/Weltcup-Gesamtwertung

unter ifsc-climbing.org |

Fotos: Marco Kost (2), Emilie Gerhardt, Nico Altmaier/Vertical Axis (2)


Jugendweltmeisterschaft Klettern

Zweimal Vize!

Mussten die deutschen Nachwuchskletterer bei

der EM Ende Juli in Imst (AUT) trotz einiger Finaleinzüge

noch ohne Medaillen nach Hause

fahren, lief es einen Monat später bei der Weltmeisterschaft

in Saanitch (CAN) schon wesentlich

besser. Zwar gab es keinen Weltmeistertitel

wie in den vergangenen Jahren, aber immerhin

zwei Silbermedaillen durch Sebastian Halenke

(Schwäbisch Gmünd) bei den Junioren und Emilie

Gerhardt (Karlsruhe) in der Jugend B. Während

Sebastian Halenke nach drei Jugendweltmeistertiteln

schon ein alter Hase auf den Podien ist,

schaffte es Emilie gleich bei ihren ersten Weltmeisterschaften

aufs Treppchen. Sie musste

sich im Finale nur der Japanerin Aika Tajima geschlagen

geben, Halenke fand seinen Meister im

Russen Dmitry Fakyrianov, der als Einziger die

Finalroute top klettern konnte. Und noch ein

DAV-Starter hatte bei

den Junioren den Einzug

ins Finale geschafft: Chris

Hanke (Ringsee) landete

am Ende auf Platz sieben.

Mit Hannah Baehr

(Schwä bisch Gmünd) und

Mona Kellner (Freising)

waren zwei weitere deutsche

Star ter in den Finals der Jugend A vertreten

– die beiden hatten allerdings den drei Damen

auf dem Podium wenig entgegenzusetzen. Jessica

Pilz (AUT), Anak Verhoeven (BEL) und Julia

Chanourdie (FRA) lieferten sich in dieser Reihenfolge

ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen, Hannah

Baehr landete als gute Vierte schon deutliche

neun Züge hinter Platz drei, Kellner wurde

Achte. Für den Rest des dreizehnköpfigen DAV-

BeRGSpoRt Heute

Alter Hase und

„Greenhorn“: Sebastian

Halenke (Junioren)

und Emilie Gerhardt

(Jugend B) holten Silber.

Teams lief es im fernen Kanada durchwachsen:

Zwar schafften fast alle den Einzug ins Halbfinale

der besten 26, für die meisten war hier jedoch

Endstation. Auffallend im Nachwuchszirkus: Immer

mehr vermeintliche „kleine“ Kletternationen

haben in den vergangenen Jahren ordentlich Gas

gegeben und schicken starken Nachwuchs zu

den Weltmeisterschaften. So kommen die Halbfinalisten

mittlerweile auch aus Ländern wie

Ecuador, Mexiko, Israel oder Kasachstan. mk

| Komplette Ergebnisse unter ifsc-climbing.org

Die Deutsche Nationalmannschaft Klettern wird

unterstützt von Vaude/Edelrid |

Andy Anderson

Associate Content Editor

Joe’s Valley, UT

Photographer: Andrew Burr


Wettkampfklettern in der Heimat von Zuckerrohr, Salsa und weißem Pulver

Fast wie Olympia

Die Worldgames sind die „olympischen Spiele der nichtolympischen Sportarten“: alle vier Jahre ein Höhepunkt

für Randsportler, wie etwa Kletterer. Der deutsche Jugendweltmeister Sebastian Halenke durfte im Juli nach

Cali in Kolumbien fahren; philipp Abels vom DAV-Spitzensport hat ihn begleitet.

Worldgames? Das „kleine Olympia“ ist für

manche Sportarten Präsentationsplattform, um

beim „großen Bruder“ aufgenommen zu werden,

für andere das Großereignis schlechthin.

Nach Marietta Uhden 2005 in Duisburg durfte

heuer Sebastian Halenke als amtierender Jugendweltmeister

2012 in der Hauptstadt des

Salsa antreten.

Unter die Vorfreude mischt sich Skepsis. Werden

in Kolumbien nicht immer wieder Touristen entführt?

Und ist Cali nicht die Hauptstadt des weltweiten

Kokain-Handels? Mit statistisch knapp

fünf Mordopfern pro Tag! Dem gegenüber stehen

Erzählungen über die unglaubliche Freundlichkeit

und Herzlichkeit der Kolumbianer.

Schon beim Umsteigen in Bogota wird klar, welche

Bedeutung die Worldgames in und für Kolumbien

haben. Überall riesige Plakate, eine fließend

Englisch sprechende Dame lotst uns durch

den Zollschalter für Botschafter, vorbei an ewigen

Schlangen „normaler“ Touristen. Einzige Unterbrechung

sind ständige Foto- und Autogrammwünsche

an Sebastian.

Das „Deutsche Haus“ des DOSB in Cali bietet allen

nur erdenklichen Komfort und Service. Eigens

eingeflogene Physiotherapeuten, perfekte Ver-

32 DAV 5/2013

pflegung, eine individuelle Stadtführung: Da

kommt schnell „Wohlfühlfeeling“ auf in der fremden

Welt. Nur das Taxifahren nervt irgendwann –

unsere Dolmetscherin Paula erklärt: „In Cali denkt

jeder Taxifahrer, er fährt Roller“, und entsprechend

bleibt nichts unversucht, um jede noch so kleine

Lücke im dichten Verkehr zu nutzen.

eine Route – eine Chance

Doch der eigentliche Grund für den Besuch sind

die Worldgames. Ein Wettbewerb, der nur alle

vier Jahre stattfindet, also von höchster Bedeu-

tung für die Athleten und Verbände. Zwei Tage

vor dem Wettkampf gibt es erste Infos zum

Wettkampfablauf. Wegen der hoch angelegten

Qualifizierungsnormen ist das Starterfeld klein,

und der Wettkampf beginnt unmittelbar mit dem

Halbfinale; jeder Athlet hat exakt eine Route, in

der er seine Leistung an die Wand bringen kann

und muss. Verpatzt er diese Chance, sind die

Worldgames für ihn nach zehn Metern beendet.

Um acht Uhr geht es los. Sebastian Halenke

scheint als zehnter Starter einen guten Lauf zu

erwischen: Fast mühelos meistert er die erste

Schlüsselstelle, die schon mehrere Favoriten

abgeschüttelt hat. Am folgenden Volumen ver-

sucht er eine Ruheposition zu finden, um vor

dem steilen Schlussteil der Wand noch einmal

zu regenerieren. Leider rutscht er dabei unglücklich

ab. Nun heißt es hoffen und zittern, ob

seine Performance vielleicht noch fürs Finale

reicht – nein: Ganz knapp reicht sie nicht. Mit

Rang 9 darf der Achtzehnjährige dennoch zufrieden

sein – wer weiß, vielleicht steht er bei

den nächsten Worldgames, in vier Jahren in Polen,

ganz oben. Das Finale in voller Mittagssonne

artet zu einer Hitzeschlacht aus, der Spanier

Julian Ramon Puigblanque hat die Nase vorne

„Kleine Spiele“ ganz groß: Das Publi-

kum in Kolumbien feierte begeistert

den Einzug der Athleten; Sebastian

Halenke kletterte auf Rang 9 – und

trainierte sogar beim Stadtbummel.

Fotos: Philipp Abels (2), DAV Frankfurt, Marco Kost

vor Jakob Schubert (AUT) und Magnus Midtboe

(SWE). Bei den Damen triumphiert Mina Markovic

(SLO) vor der Koreanerin Jain Kim und der

Russin Dina Fakhritdinova.

Vor dem langen und dank defekter Klimaanlage

eher beschwerlichen Heimflug wartet auf alle

Athleten, Trainer und Betreuer noch ein Highlight

der Spiele: die Abschlusszeremonie. Wie

beim großen Bruder Olympia ziehen alle Teilnehmer,

nach Nationen aufgereiht, in das völlig

ausverkaufte Stadion von Cali ein – ein unvergesslicher

Empfang: Knapp 40.000 Zuschauer

stehen auf ihren Plätzen und tanzen zu Livemusik

Salsa.


DAV-Kletterzentrum Frankfurt/Main

Bankenkrisensichere Investition

mit Felsgefühl

Klettermöglichkeiten gibt es mittlerweile auch im Raum Frankfurt einige. Doch was bisher fehlte,

gibt es seit ein paar Wochen im Frankfurter Osten. Mit dem DAV Kletterzentrum Frankfurt existiert

nun auch in dieser Region ein Leistungszentrum für ambitionierte Sportkletterer. Die Halle hat einige

regionale Alleinstellungsmerkmale: Neben der Wettkampfhöhe von 14 Metern, dem großen Vorstiegsbereich

und der Speedkletterwand ist es vor allem der große Außenbereich, der Besucher anlockt.

Ein Teil davon ist als Strukturwand angelegt – fast echtes Felsfeeling mitten in der Großstadt.

Die große Zahl an Kletterkursanfragen zeigt, dass die Sektion mit ihrer Entscheidung für den Bau

einer eigenen Halle goldrichtig lag. Das Trainerteam bietet ein reichhaltiges Kursprogramm an: Vom

Schnupperklettern über diverse Grundkurse wie Toprope und

Vorstieg, Fortgeschrittenenkurse bis hin zu Einzeltrainerstunden

kann sich jeder bestmöglich fördern und fordern lassen. Aber auch

Kindergeburtstage und umfangreiche Möglichkeiten für Kletterer

mit Einschränkungen in den Klettertherapie-Kursen wer den angeboten.

Und anschließend kann man im gemütlichen Bistrobereich

das eben Gelernte mit den Kollegen reflektieren, während man

genüsslich einen kleinen Snack zu sich nimmt und die Qual der

Wahl bei den Getränken hat. Dorothee Bauer

Kletterfläche: 1500 m² bis 14 m, 250 m² Bouldern

Routen: 170 von III bis X

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-23 Uhr, Sa, So, Feiertage 9-22 Uhr

Kontakt: DAV Kletterzentrum Frankfurt/Main,

Homburger Landstraße 283, 60433

Frankfurt am Main, Tel. 069/95 41 51 70,

kletterzentrum-frankfurtmain.de

In Bestform war

Ste fan Danker beim

Bouldercup in Fried-

richshafen aufgelaufen

und nicht zu toppen.

Deutscher Bouldercup

In „Mainhattan“ sind nicht nur die

Wolkenkratzer hoch, sondern auch

die Wände des Kletterzentrums.

Monika Retschy und Stefan Danker ziehen durch

Spannend war das Finale des Deutschen

Bouldercups Mitte Juli: Zur Wettkampf-

Premiere auf der Outdoor-Messe in Friedrichshafen

waren die Titel noch offen –

die Entscheidung fiel also im letzten von

drei Wettkämpfen. In Abwesenheit von

Juliane Wurm (Wuppertal) lief es bei den

Damen auf einen Zweikampf zwischen Monika Retschy

(München-Oberland) und Julia Winter (SBB) hinaus. Beide zogen

ins Finale ein – hier zeigte Winter aber Nerven und landete

nur auf Platz sechs. Retschy indes sicherte sich mit dem

Tagessieg auch ihren ersten Deutschen Bouldermeistertitel.

BeRGSpoRt Heute

WettKAMpf-eRGeBNiSSe

europameisterschaft Chamonix

DAMeN:

1. Dinara Fakhritdinova (RUS),

2. Mina Markovic (SLO), 3. Hélène Janicot

(FRA), 29. Hannah Baehr, 34. Ana Tiripa

HeRReN:

1. Romain Desgranges (FRA),

2. Ramón Julian Puigblanque (ESP), 3. Jorg

Verhoeven (NED), 19. Thomas Tauporn,

21. Sebastian Halenke, 23. Christoph

Hanke

Worldcup Briancon

DAMeN:

1. Jain Kim (KOR), 2. Mina Markovic (SLO),

3. Hélène Janicot (FRA),

27. Ana Tiripa, 39. Hannah Baehr

HeRReN:

1. Ramón Julian Puigblanque (ESP),

2. Sachi Amma (JPN), 3. Cédric Lachat (SUI),

8. Thomas Tauporn, 9. Sebastian Halenke,

39. Christoph Hanke, 49. Moritz Hans

Weltcup imst

DAMeN:

1. Mina Markovic (SLO), 2. Momoka Oda

(JPN), 3. Jain Kim (KOR),

23. Hannah Baehr, 27. Denise Plück,

29. Mona Kellner

HeRReN:

1. Sachi Amma (JPN), 2. Jakob Schubert,

3. Ramón Julian Puigblanque,

16. Christoph Hanke, 23. Thomas Tauporn,

25. Sebastian Halenke, 34. Ruben

Firnenburg, 39. David Firnenburg

Dritte auf dem DM-Podium hinter Winter wurde die junge Allgäuerin

Patricia Holzmann (Allgäu-Kempten). Auch bei den

Herren gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Favoriten Jan

Hojer (Frankfurt/Main) und Stefan Danker (Landshut). Danker

kletterte in Bestform auf, hatte den Lauf seines Lebens und

flashte als Einziger alle Finalboulder. Hojer landete mit einem

Kraftakt und zwei Flashs zwar noch auf Platz zwei, konnte

damit aber Danker den Meistertitel nicht streitig machen. David

Firnenburg (Alpinclub Hannover) komplettierte mit Platz

drei der Tageswertung auch das DM-Podium. red

| Partner des Bouldercups: Vaude/Edelrid, T-Wall, Sintroc, Bänfer

Komplette Ergebnisse: digitalrock.de |

DAV 5/2013 33


Expedkader im Interview: Tobias Karpinski

„Wenn man aufsteht, muss das Feeling passen.“

Abwechslung ist für tobias Karpinski das Beste

am Bergsport. Deshalb zieht es ihn nicht nur in

die Boulderhalle oder in den Klettergarten,

sondern auch in alpine „Abenteuerrouten“.

Was hast du denn in letzter Zeit so geklettert?

Hauptsächlich Sportklettern, im Frühsommer

war ja das Wetter nicht so gut. Aber neulich

konnte ich im Kaiser die „Mythomania“ klettern.

Eine legendäre Psychotour an der Fleischbank.

War das der Reiz für dich?

Natürlich macht ihr Ruf für relativ kühne

Absicherung einen Teil der Motivation aus.

Aber es ist auch super Kletterei. Die Schlüsselseillänge

bietet kompakte Wandkletterei,

die eben sehr schwer abzusichern ist, im Rest

hat man meistens gute Risse für Friends und

Keile. Ich mache so etwas gerne, aber nicht

immer; es muss stimmen vom Kopf her. Wenn

man aufsteht, muss das Feeling passen, sonst

würde ich nicht einsteigen.

Das Risiko ist nicht Selbstzweck?

Man nimmt es eben auf sich. Worum es mir

geht, ist meine Fähigkeiten und Grenzen

Tobias Karpinski

(*16.9.1987, Sektion

Peiting) ist gelernter

Zimmerer und besucht

derzeit die Meister-

schule in München.

HiGHliGHtS

› Eisklettern bis WI 6, Mixed bis M9,

Sportklettern bis X-, Bouldern bis 7B.

› „Alpenliebe“ (500 m, IX), Große Zinne

› „L’Echo des Alpages“ (400 m, VIII+),

Grand Capucin

› „Tsunami“ (300 m, IX-) Wendenstöcke

› „Madness très mince“ (500 m, M6, WI 5),

Pointe de Pré de Bar

› „Ginat“ (1000 m, ED2, WI 5), Droites-

Nordwand

Mehr Fragen und Antworten unter

alpenverein.de -> Bergsport ->

Expeditionen

34 DAV 5/2013

Fotos: Tobias Karpinski, DAV-Expedkader

auszutesten: physisch beim Sportklettern, und

in solchen Routen das Psychische. Voraussetzung

ist, dass das Sportkletterniveau passt,

ich möchte vom technischen Können her ein,

zwei Grade Reserve haben. Und die Route

muss verantwortbar sein, ich will nicht dabei

sterben. Aber auch beim Sportklettern kann

man nichts ausschließen.

Zum Klettern gekommen bist du durch deine

Freundin …

Wir wollten etwas gemeinsam machen, also

bin ich mitgegangen. Es hat mir vom ersten

Tag an Spaß gemacht, und irgendwie bin ich

dran hängengeblieben. Meine jetzige Freundin

klettert auch stark; ungefähr die halbe Zeit

sind wir miteinander unterwegs, die andere

Hälfte jeder mit seinen Freunden. Für mich

ist es wichtig, dass die Freundin das Hobby

teilt. Sonst würden wir uns vielleicht nicht viel

sehen.

Was bedeutet es dir, im Expedkader zu sein?

Das ist eine coole Sache vom Alpenverein, junge

Bergsteiger zu fördern. Man kann nur dazulernen.

Natürlich hat es mich gefreut, dass ich

ausgewählt wurde. Ich fühle mich deswegen

nicht gleich als Weltklasse-Athlet, aber es ist

eine Bestätigung fürs Können, dass man nicht

total umeinanderdümpelt. Auch vom Team her

fühlt es sich lässig an. Ich glaube, wir werden

drei gute Jahre haben.

Du nennst das Bergsteigen Hobby – aber steckst

viel Zeit hinein?

Na ja, der Beruf – oder jetzt die Ausbildung –

muss schon sein. Aber nebenher gibt’s nicht

viel anderes als Klettern und Bergsteigen;

zumindest nehme ich mir wenig Zeit für

andere Sachen. Ob zum Sportklettern, den

ganzen Tag mit den Freunden in der Sonne

liegen und zwischendurch mal ein bisschen

anreißen. Oder auch alpin, mit dem ganz anderen

Anspruch. Die Mischung macht’s. Jedes

Wochenende alpin klettern wäre mir fast zu

viel. Vor zwei Jahren war so ein super Sommer,

und wir waren jedes Wochenende in den Dolomiten,

da war im September die Luft raus.

Tobias am

Salbitschijen in

den Urner Alpen.

Das Schöne beim Bergsport ist ja, dass man

die Abwechslung hat; es wird nie langweilig.

Trainierst du auch gezielt?

In München wohne ich fast direkt neben der

Boulderwelt – deshalb gehe ich zwei- bis

dreimal in der Woche bouldern. Und jedes

Wochenende bin ich an beiden Tagen aktiv.

Ein gezieltes Trainingssystem habe ich nicht.

Höchstens hänge ich mich mal ans Campusboard,

weil man sich da so schön plattmachen

kann. Und nebenher laufen, um den Kopf freizukriegen,

geht eigentlich immer. red

| Der DAV-Expedkader wird unterstützt von:

Mountain Equipment, Edelrid, Katadyn, DAV

Summit Club |


DAV-Alpinismusförderung

BeRGSpoRt Heute

Kader und andere Leistungsträger

perlen für den Kader

Zu Redaktionsschluss dieses Heftes war der neue

Herren-Expedkader im Trainingslager in den Dolomiten.

Schon im Juni nutzte Xari Mayr das gute

Wetter und fuhr mit Andreas Reichert an die Drei

Zinnen. Der Neoklassiker „Perlen vor die Säue“

(300 m, IX-), erstbegangen von Stefan Glowacz

und Kurt Albert, gelang dem Team bis auf eine

Seillänge onsight. red

ersatzprogramm, aber oho!

Die zwei Sachsen Tobias Wolf und Stephan Isensee räumten im Klettermekka

Yosemite einige Klassiker und Neutouren im neunten bis zehnten

Grad ab: Am Leaning Tower „West Face“ (8 SL, IX+/X-), am Washington Column

„Quantum Mechanics light“ (14 SL, IX+/X-) und am Middle Cathedral

Rock die vierte Begehung von „Father Time“ (600 m, 20 SL, X-). Ohne

Ruhetag starteten sie danach trotz dünner Fingerhaut in „El Corazon“

(1000 m, 36 SL, X-, 6. Begehung) am El Capitan, und innerhalb von vier

Tagen konnte Tobias alle Seillängen rotpunkt durchsteigen. red

High up in Down under

„Viel Motivation, eine gute Psyche und eine Portion

Radness“ seien das Wichtigste, erfuhren Alexandra

Schweikart und Christopher Igel, als sie in Neuseeland

ankamen. Rad bedeutet krass, bombig, irre –

und so agierten sie bei ihrer Trad-Erstbegehung

„Weather Spell“ (270 m, X-) an der Sinbad Wall. Zusammen

mit zwei Freunden richteten sie in zwölf

Tagen die Linie durch die 40 Meter überhängende

Wand ein, von unten kletternd und nur wo nötig

bohrend. Nach einer Woche Regeneration kletterten

sie zunächst trotz Schneefall die Cruxlänge frei, dann durchstiegen sie

alle Längen noch einmal an einem Tag. red

| Die Aktionen wurden aus dem Programm „Expeditionsförderung“ des DAV

unterstützt. alpenverein.de -> Bergsport -> Expeditionen |

DAV 5/2013 35

Fotos: Xari Mayr, Christopher Igel, Stephan Isensee

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… in der Höhe – Als „höchste

Highline Europas“ bezeichnet Stephan

Siegrist (SUI) diese Tanzschnur

auf 4620 Metern an der

Dufourspitze. Nach morgendlichem

Aufstieg von der Monte-Rosa-

Hütte gelang ihm trotz gewisser

Müdigkeit abends um halb fünf die

Begehung.

Felsen klein und groß – Adam Ondra

(CZE) zieht nach: Mit „Cabane au Canada“ gelang

ihm endlich auch eine 9a (XI) onsight. Alex Me- *

gos zieht weiterhin gut durch: Nur zwei Versuche

brauchte er für den Australien-Klassiker

„Wheel of life“ (9a), der auch Daniel Woods (USA)

gelang. Mit „The Essentials“ im Frankenjura

*

kletterte Daniel Jung seine achte 9a. Sasha Di- *

giulian (20, USA) geht nun auch alpin: Mit Edu Marin

(ESP) gelang ihr die erste Frauenbegehung

von „Bellavista“ (X+) an der Nordwand der Westlichen

Zinne, mit Gipfelbiwak im Sauwetter. Die

Spanier Dani Moreno und Dani Fuentes werteten

die Route ab auf 8b+ (statt 8c). Später onsightete

Digiulian die „Camillotto/Pellesier (X-) und

wertete sie ab auf IX+ Den 8b+(X+)-Klassiker

*

36 DAV 5/2013

Gespannt und entspannt

„Silbergeier“ im Rätikon wiederholten Babsi Zangerl

(AUT) als zweite Frau und der Franzose Gerome

Pouvreau. Die benachbarte „New Age“ (X-)

gelang dem Berchtesgadener Hajo Friederich. *

Mit X-/X checkt die Neutour „Sodom und Gomorrah“

von Roland Hemetzberger und Fabian Hagenauer

an der Loferer Alm ein. Eine der härtes- *

ten Mehrseillängenrouten kreierte Caroline Ciavaldini

(FRA) mit starken Kollegen auf La Reunion;

Yuji Hirayama (JPN) konnte am letzten Tag die

schwerste Länge (XI-) von „Zembrocal“ klettern.

Berge hoch und wild – Ihre dritte große

Eiger-Freikletterei (nach Japaner- und Harlin-

Route) gelang Robert Jasper und Roger Schäli

(SUI) im August: 14 Stunden brauchten sie für die

… über der Tiefe – Ganz entspannt

liegt Bernhard Witz (SUI)

über dem Angel Fall in Venezuela,

dem „höchsten Wasserfall der

Welt“. Mit Fabian Rupprecht und

Helmar Fasold hatte er die Line namens

„Lost World“ 807 Meter über

dem Wandfuß aufgebaut und begangen

– dann durfte er ausruhen.

„Direttissima Ghilini-Piola“ (1400 m, IX). Der *

nächste Alpinstreich von David Lama (AUT): Solo

und ohne das Seil auszupacken beging er im Mai

den Mittelpfeiler (800 m, M5) an der Sagwand.

Sein Ex-Wettkampfkollege Jorg Verhoeven (NED)

zeigte derweil, dass auch er nicht nur für den

dritten EM-Platz (Lead) gut ist und kraxelte in

drei plus zwei Tagen über den Zillertaler Hauptkamm:

50 Kilometer und 20 Dreitausender. *

Sämtliche fünfzehn „14.000er“ (Berge über

14.000 Fuß = 4270 Meter) von Kalifornien bestiegen

die Amerikaner Alex Honnold und Cedar

Wright innerhalb von 21 Tagen; dazwischen radelten

und marschierten sie 1300 Kilometer. *

Zusammen mit Renan Ozturk und Freddie Wilkinson

hatte Honnold vorher drei größere Routen

Fotos: visualimpact.ch/Thomas Senf, Alex Wydler, Hansjörg Auer


in der Ruth Gorge (Alaska) geklettert: Cobra Pillar

(VII, A1, 19 Std.), Mt. Bradley „The Pearl“ (VIII, A3,

40 Std.), Mt. Dickey „Südostwand“ (VII+, A0, 25

Std.). Die Überschreitung des Mooses-Tooth-

Massivs, die Ozturk und Wilkinson 2012 erstmals

gelungen war, wiederholten die Österreicher

Gerry Fiegl und Alex Blümel. Die von Steve *

House vergeblich versuchte Erstbesteigung des

K6 West (7040 m) in Pakistan gelang den Kana-

Erfolgreich: Die Brüder Auer und Simon Anthamatten

am Kunyang Chhish Ost im Karakorum

Aufgeschnappt

Immer wieder überrascht mich unsere

menschliche Fähigkeit, durch Motivation

und Willen das Leiden durchzuhalten und

im Schmerz durchzubeißen. Sasha Digiulian

(USA) über ihre ersten Alpinkletter-Erfahrungen in

„Bellavista“ Ich wollte mal was anderes machen

als Lead-Weltcups klettern – danach

brauchte ich eine volle Woche Erholung. Jorg

Verhoeven (NED) über seine Zillertal-Überschreitung.

Das Bedeutendste: Zwei andere Kletterer,

die vorbeikamen, nahmen ihn zuerst als

Mensch und Kletterer wahr, nicht als Behinderten.

Dave N. Campbell (USA) über den Vorstieg

des Querschnittgelähmten Sean O’Neill

durch Marek Holocek und Zdenek Hruby (CZE).

Kyajo Ri (6186 m, Nepal) Ostwand „Stealing

Beauty“ (28 SL, VI, M6, 90°) durch Vladimir Belousov

und Marina Kopteva (RUS). Uli Biaho

(6109 m, Pakistan) Westwand (75°) durch Matteo

Della Bordella, Luca Schiera (ITA) und Silvan

Schüpbach (SUI). Puscanturpa Ost (5410 m,

Peru) Südostwand (ED3, VII, M5+, A1) durch

diern Rafael Slawinski und Ian Welstedt über die

Nordwestwand (60°, WI 4+). Ein anderes Steve-

Masaru Noda und Yashushi Yamanoi (JPN).

House-Projekt lösten die Brüder Hansjörg und Und sonst? – Flott war Kilian Jornet (ESP)

Matthias Auer (AUT) mit Simon Anthamatten unterwegs: von Chamonix zum Montblanc in

(SUI): die Erstbesteigung des Kunyang Chhish Ost dreieinhalb Stunden, runter 1:24; die Gesamtzeit

(7400 m) über die 2700 Meter hohe Südwest- von 4:57 Stunden ist 14 Minuten schneller als

wand. Mehr große Neutouren: Talung (7349 m,

*

Nepal) Nordwestwand (2400 m, WI 6, M6+)

der bisherige Rekord. „Ich hatte einen super

*

Tag“, sagt Ueli Steck (SUI): 16:09 Stunden für den

DAV Panorama 05-2013 210x95_Layout 1 14.08.13 10:43 Seite 1

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Aluminiumstöcke. Deshalb sind heute bereits mehr als die Hälfte unserer Stöcke

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BeRGSpoRt Heute

gesamten Peutereygrat von Courmayeur nach

Les Houches. Weil sie am Denali keine Fäkali-

*

entonne mittrugen, bekamen die Alpinlegenden

Conrad Anker und Jon Krakauer (USA) Probleme

mit den Nationalparkrangern. Nur eine Selbstanzeige

und ein Müllschlepp-Einsatz retteten

sie vor einer Geldbuße. Nach dem Krawall im

*

April am Everest will Nepals Regierung künftig

Aufpasser ins Basislager schicken. Auch die

Regularien sollen bergsteigerisch verschärft

werden. Wegen der Sprengung zweier Welt-

*

kriegsgranaten musste im Juli der Höllentalsteig

auf die Zugspitze für einen Tag gesperrt werden.

* Tod durch Bienenstiche: Tot im Seil hängend

fanden Kletterer in Arizona einen Amerikaner,

der abseilend eine Kletterroute einrichten wollte

und dabei offensichtlich einen aggressiven Bienenschwarm

gestört hatte. Sein Hund am Abseilstand

über der Wand wurde auch Opfer der

Bienen. Vorsteigen statt Rollstuhlfahren: Nach

*

mehreren Jümar-Nachstiegen am El Capitan hat

Sean O’Neill jetzt ein „climbing tentacle system“

entwickelt, mit dem der Querschnittgelähmte

eine Technoroute vorstieg.

Disclaimer: Die Rubrik ,,spitz & breit“ richtet einen offenen

Blick auf alle Zweige und Blüten, Spitzen und Auswüchse,

die der Baum des Bergsports weltweit hervorbringt. Sie will

dokumentieren, kommentieren und zum Nachdenken anregen

– nicht unbedingt zum Nachmachen. Sondern: Denken

Sie nach – klären Sie Ihre Risiken – entscheiden Sie selbst,

was Sie tun und lassen!


Frankenjura

fränkische Schweiz – land

der Genießer

Schäuferla, Bratwürste, süffiges Bier von

der Kleinbrauerei: Die Fränkische Schweiz,

eines der schönsten Wandergebiete Eu-

ropas, hat sich längst auch das Prädikat

„Genuss-Region“ verdient. Als Stationen

der einwöchigen Tour zwischen Bamberg

und Hersbruck hat der Journalist und

Urfranke Hans-Joachim Grillenberger für

den DAV Summit Club nur solche Gasthäuser

ausgesucht, die diese Tradition

der Fränkischen Küche hochhalten. Den

Appetit holt man sich in den schönsten

Ecken der reizvollen Landschaft. Stille

Täler und verschlafene Dörfer, romantische

Burgen, Höhlen und die Felstürme

des weltbekannten Kletterreviers.

teRMiN

6.-12. Oktober,

6 Nächte inkl. Frühstück,

täglicher Gepäcktransport

Preis ab € 635,-

Buchungscode: HWFRANK

38 DAV 5/2013

REISEtIppS

für panorama-leser

Engagiert reisen – Ferne, Nähe, Heimat

Was man unter „Engagiert reisen“ versteht?

Wahrscheinlich definiert es jeder

für sich. Der DAV Summit Club, die

Ski- und Bergsteigerschule des DAV,

versteht darunter das ganz Besondere.

Madeira

Ziele, bei denen die Bergführer und

Reiseleiter ins Schwärmen kommen.

Angebote, die mit deren persönlichem

Engagement und unter der Idee der

Nachhaltigkeit entstanden sind.

HeiMAt euRopA

eXpeDitioN

Die große inseldurchquerung

Eine anspruchsvolle Inselwanderung: von

Ost nach West quer durch Madeira, die

„Insel des ewigen Frühlings”, von Caniçal

bis Porto Moniz. An den Wegen wuchern

Hortensien, Ginster, Thymian und Wacholder.

Sie besteigen die höchsten Gipfel,

inklusive dem Pico Ruivo (1861 m) und

wandern hoch über dem Atlantik entlang

atemberaubender Steilküsten. Trekking

auf der Blumeninsel Madeira bedeutet: Sie

tragen nur Ihren Tagesrucksack, das große

Gepäck befördert der Bus, gute Unterkünfte

in Hotels und Residencials garantieren

beste Erholung. Der DAV Summit Club

übernimmt den atmosfair-Beitrag zur

CO₂-Kompensation.

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ab 10.10.-7.11.2013 und ab 3.4.2014,

je 8 Tage inkl. HP, Busfahrten und

Flughafentransfer auf Madeira

Preis ab € 775,-

Buchungscode: POTRE

aconcagua, 6962 M

Auf Südamerikas Spitze

Einfache oder schwere Expedition mit

einer Reisedauer von 23 Tagen. Zwei

Routenalternativen stehen zur Wahl: die

einfache Polen-Traverse oder der schwierigere

Polen-Gletscher. Ein hervorragendes

Führer-/Teilnehmer-Verhältnis bietet

beste Voraussetzungen, dreizehn Tage

sind für die Besteigung angesetzt, Expeditionsleiter

ist voraussichtlich Andreas

Sippel. Die Option Polen-Gletscher ist eine

echte Herausforderung für gute Alpinisten,

mit Schwierigkeiten im Eis bis zu

50-55° Steilheit an kurzen Aufschwüngen,

die dann mit Fixseilen versichert werden.

Der DAV Summit Club übernimmt den

atmosfair-Beitrag zur CO₂-Kompensation.

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14.12.2013 - 5.1.2014, vollständige

Expeditionsorganisation, komplette

Basis- und Hochlagerausstattung

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Buchungscode: EXPOL

DAV Summit Club – Am Perlacher Forst 186 – 81545 München

Tel.: 089/64 24 00 – dav-summit-club.de

Fotos: DAV Summit Club


Unter Bergsteigern …

expeditionen – eine Standortbestimmung

DAV Summit Club News BeRGSpoRt Heute

Expeditionen, das sind Entdeckungs- oder Forschungsreisen in entlegene oder uner-

schlossene Regionen, so liest sich die Definition zumindest bei Wikipedia. Da mag man

sich als kommerzieller Anbieter vielleicht schon schwertun, diesen hohen Anspruch auch

zu erfüllen, muss doch das Anforderungsprofil des Zieles bei einer kommerziellen Expedition

bekannt sein. Wie sonst könnte der DAV Summit Club, dem man gerade im Bereich

der Expeditionen als absolut seriösem Anbieter vertraut, seinem Anspruch von Professionalität

und adäquatem Risikomanagement gerecht werden?

Trotzdem, der alpinistische Anspruch einer Expedition bleibt. Doch andererseits

werden auch die Möglichkeiten der Vorbereitung und des

Trainings immer besser. Nicht umsonst schreibt Reinhold Messner in

einem Beitrag für das Buch über Christoph Hainz: „... ist heute wahrscheinlich

jeder der zahlreichen 8000er-Bergsteiger besser trainiert als

diejenigen, die damals aufbrachen, um erstmals in die unerschlossenen

Regionen vorzustoßen“. Das fängt beim üblichen Konditionstraining an,

geht aber über die entsprechende Ernährung hinaus und endet damit,

dass man heute bereits in der Heimat im Fitnessstudio oder zu Hause

im Sauerstoff-Zelt mit der Akklimatisation beginnen kann.

Christoph Schnurr leitet

den Expeditionsbereich

Auch der Summit Club berücksichtigt diese Trends in seinen Program-

beim DAV Summit Club.

men. So zeigt er etwa in seinem Curriculum von „0 auf 8000“ modellhaft

die Schritte auf, die es braucht, ein Expeditionsbergsteiger zu werden. Und im neuen

Katalog 2014 finden sich Veranstaltungen, um die eigene Leistungsfähigkeit und Höhenverträglichkeit

mitten in München zu testen, sich auf der Franz-Senn-Hütte für schwere

Trekkings und Expeditionen vorzubereiten oder eine „Alpen(Trainings-)expedition“ im

Ötztal durchzuführen. Somit sind Sie bestens vorbereitet, um an den Bergen der Welt unterwegs

zu sein.

Name: aus dem inntal,

Standort: über der isar

erkennen Sie dieses DAV-Haus und ge -

winnen Sie einen attraktiven preis vom

DAV Summit Club, dem weltweit größten

Anbieter von alpinen Reisen und Kursen.

Gewinnen können Sie diesmal einen

viertägigen Einsteigerkurs für Schneeschuhgeher

auf der Potsdamer Hütte im

Sellrain – schöne Übungsgipfel und Schlit -

tenfahrten inklusive. Wert € 420,-, inkl. HP

und kompletter Leihausrüstung (Schneeschuhe,

VS-Gerät); Buchungscode SAPOT.

Auflösung des Gewinnspiels aus Heft 4/13

Der Obere Seewisee liegt über der Memminger

Hütte, Etappenstützpunkt für den E5, der über

die Seescharte nach Zams führt.

Der Gewinn, ein Gletschertrekking im Ötztal,

ging an Wolfgang Joos aus Immenstadt.

Das Panorama-Gewinnspiel mit dem DAV Summit Club

KEnnEn SIE DIE?

Senden Sie Ihre Antwort an:

Deutscher Alpenverein

Redaktion Panorama

Postfach 500 280, 80972

München oder an

dav-panorama@alpenverein.de

Einsendeschluss ist der

18. Oktober 2013. Nicht

teilnahmeberechtigt sind

die Angestellten der DAV-

Bundesgeschäftsstelle.

Der Rechtsweg ist ausge-

schlossen.

Foto: Andi Dick

DAV 5/2013 39


40 DAV 5/2013

Alpine Klassiker

„Mit Seil und Haken …“:

So richtig großartig ist der

Haken nicht, den Patricia

Schanne im Achtmeterwandl

der Fiechtl/Herzog

fixiert. Also heißt es

klettern nach dem Motto:

„Natürliche Sicherheit

kommt von innen“.


Alpine Klassiker unterwegS

ViVa la

retro-

lución!

Das alpine Klettern ist in den letzten Jahrzehnten vielfältiger geworden. „Plaisirtouren“

ermöglichen gut gesicherten Felsgenuss. Aber viele Kletterer suchen tiefere Erlebnisse:

in traditionell gesicherten „Alpinen Klassikern“.

gfroren hammer, Angst hammer

ghabt, zsammgrissen hammer

uns, schee wars“, schwärmt Patricia

nach der „Fiechtl/Herzog“,

und Peter resümiert: „Die Tour hat alles

geboten, was ich von einem Klassiker erwarte.“

Wer einen „Alpinen Klassiker“ geht, erwartet

nicht vorrangig Plaisir im bombenfesten

Fels mit Bohrhaken alle zwei,

drei Meter. Klassik-Freunde suchen große

Linien, logische Routenführungen auf

dem natürlichen Weg des geringsten Widerstands,

vielleicht auch berühmte Namen

– und so etwas wie den Duft der großen

wilden Welt, einen Hauch alpines

Text: Andi Dick, Fotos: Christian Pfanzelt

Abenteuer. Nicht primär den leichten

Fluss des turnerischen Tanzes am Fels oder

die rein technische Schwierigkeit, eher

Selbsterfahrung mit erweiterter Kompetenz

nach dem Motto: „Natürliche Sicherheit

kommt von innen“, auch ein Stückchen

über dem Normalhaken, selbst gelegten

Klemmkeil oder Friend.

Und obwohl die Masse in Plaisirrouten

drängt – eine Entwicklung, die der Schweizer

Jürg von Känel um 1990 angestoßen

hat und die das alpine Klettern erst richtig

breitensporttauglich werden ließ – gibt es

heute auch eine wachsende Fraktion derer,

die das ursprüngliche Erlebnis suchen.

Auch wenn man sich dabei vielleicht

DAV 5/2013 41


schon zwei Grade unter der Sportkletter-

Leistungsgrenze ausgelastet fühlt. Dafür

hat das Hirn mehr zu leisten als nur Bewegungskoordination:

den logischen Weg

finden, brüchige Griffe und Tritte meiden,

die Sicherungssituation einschätzen und

optimieren, den Adrenalinausstoß begrenzen.

Und eine „Dülfer“, „Comici“ oder

„Cassin“ bleibt meist länger und tiefer

Die alten Meister waren Tiere,

die Besten ihrer Zeit – heute

würden die auch den zehnten,

elften Grad klettern.

(im Guten wie im Schlechten) im Gedächtnis

als die Route 17g aus dem neuesten

Plaisir-Katalog.

Zum Beispiel in der Fiechtl/Herzog an

der Schüsselkar-Südwand, Jahrgang 1913:

Es stecken zwar vier Haken im „Achtmeterwandl“,

aber die rostigen Normalgurken

wecken kein großes Vertrauen. Die

Griffe und Tritte sind klein, dafür splittrig,

ganz sanftes Maximalkraftreißen ist

angesagt. Der Stand danach wird erst

durch ein paar Keile und Friends halbwegs

zumutbar, dann geht es durch einen

dunklen Algen-Moos-Kamin hinauf

zu einem verrotteten Hakennest, von

dem nach 15 Meter Abseilen der Pendelquergang

ums Eck startet. Luftig, luftig!

Und der Otto „Rambo“ Herzog hat den

Quergang angeblich zuerst frei hin- und

hergeklettert, bevor er das Seil abzog! Die

alten Meister waren eben Tiere – mit der

Ausrüstung, Klettertechnik und Einstellung

von heute hätten die auch den zehnten,

elften Grad geklettert.

Es ist beeindruckend, sich in Touren anzustrengen,

die schon vor hundert Jahren

erstbegangen wurden. Und doch: Voll-

42 DAV 5/2013

ständig nachempfinden kann man die

Leistung des Erstbegehers heute nicht

mehr. Wir dürfen auf Seil und Klemmgeräte

vertrauen, wissen, was man frei klettern

kann – und immer wieder findet man in

der Fiechtl/Herzog nicht nur die alten

Normalhaken (die großenteils erst nach

der Erstbegehung dazukamen), sondern

auch Bohrhaken von neuen Sportklettereien

oder Klebebolts von sanierten Klassikern.

Das Abenteuer wird entschärft,

wenn es zwischendurch Sicherheitsinseln

und Rückzugsmöglichkeiten gibt. „Alpine

Raumordnung“ am Fels ist keine leichte

Aufgabe – solange man nicht zu Extremlösungen

greift und ganze Wände für das

„Abenteuerklettern“ von Sanierungen ausschließt

wie die Laliderer oder gar ganze

Regionen wie die Dolomiten.

Fünf Haken stecken am Stand der

„Comici“ in der Große-Zinne-Nordwand,

fünfzehn in der folgenden Siebenerlänge.

Aber wie viele davon halten? Reicht es

insgesamt? Und wenn ich den Sturz vermeide:

Fällt der Italiener aus der Seilschaft

vor mir? Obwohl (oder weil?) die

Dolomiten unsaniertes Wildland sind,

stehen sich die Aspiranten in den Klassikern

auf den Füßen. Vielleicht nicht in

der Civetta, aber an den Zinnen-Routen

sind schon morgens um sechs die Platzkarten

vergeben. Ein klarer Beleg, dass

Klassiker ihre „Kundschaft“ finden, auch

wenn sie nicht saniert sind. Siehe den Internet-Eintrag

über den Grubenkarpfeiler

im Karwendel: „Juhu … 800 Höhenmeter

feinster Karwendelschotter, wie heißt’s

so schön: Tolles Gesamterlebnis! Absolut

ursprüngliches urweltliches Gebirg … Keile

und Cams kamen so gut wie nie zum

Einsatz, dafür haben wir den ein oder anderen

Standhaken geschlagen.“

Wie kam es dazu, dass heutzutage nur

noch die wenigsten Kletterer Haken dabeihaben,

geschweige denn setzen können?

Zwar gehört es zum Wesen des Kletterns,

ja des Bergsports an sich, eine

schwierige Aufgabe zu suchen. Trotzdem

versucht man es so leicht und sicher wie

möglich zu gestalten. Wie viel technische

Hilfe dabei legitim ist, darüber wird schon

seit über hundert Jahren so erbittert wie

begeistert gestritten. Jedenfalls entwickelten

die Ausrüstungsingenieure Seile, die

einen Sturz halten, Sicherungsmethoden,

die den Namen verdienen, Haken, denen

man vertrauen kann. Pit Schubert popularisierte

mit seinen Aktionen im Wilden

Kaiser und Oberreintal in den 1970er Jahren

das systematische Sanieren von Alpinklettereien.

Um 1990 entbrannten im Kai-


„... den tod im nacken …“:

Frei baumelnd im Seilquergang

der Fiechtl/Herzog

denkt Peter Frei lieber nicht

mehr zu genau über die

Qua lität der Quergangshaken

nach – vor dem

Rein hängen hat er sie ja gecheckt.

„Rostgurken“ sind

das Salz in der Klassiker­

Suppe; ob für Patricia und

Peter in der Fiechtl/Herzog

oder für Tom Hesslinger in

der Hinterstoißer/Kurz (l.u.).

Alpine Klassiker unterwegS

DAV 5/2013 43


44 DAV 5/2013

„... mit sicherer Hand …“: Benedikt Hirschmann

verbessert seine Sicherheitslage in

der Hinterstoißer/Kurz am Untersberg mit

einer Zackenschlinge; hinten die Reiteralm.

Julia Pfanzelt und Andi Dick freuen sich in der

Wießner/Rossi an der Fleischbank­Südostwand

über stabilen Kalk zum Festhalten (r.).


ser und den Tannheimern wahre Hakenkriege:

Die einen bohrten solide Haken

ein, die anderen flexten sie ab. Inspiriert

von zwei Diskussionsveranstaltungen der

Sektion Bayerland, entwickelte eine Runde

von Kletterexperten für den DAV eine

Empfehlung zum Sanieren: Der Erstbegeher

sollte nach Möglichkeit gefragt werden,

der Charakter einer Route erhalten,

Haken nur an „neuralgischen Punkten“ ersetzt,

wo ein Sturz große Lebensgefahr bedeutet.

Die Empfehlungen wurden jüngst

vom DAV in einer „Charta“ noch einmal

überarbeitet und verbreitet. Die „Exekutive“

leisten regionale Arbeitskreise, in denen

die örtlichen Kletterer Sanierungen

diskutieren und beschließen.

Heute ist in den Nördlichen Kalkalpen

die Mehrzahl der Klassiker saniert; dazu

kommen viele neue Routen in mittleren

Graden, die großzügig mit Bohrhaken ge-

Der frühere alpine Lernweg ging

verloren: Wer kann heute

noch Schrofen sicher gehen?

sichert sind. Das Prinzip dahinter heißt:

Lerne zuerst, schwer zu klettern; dann

bewege dich aus der Halle über den Klettergarten

in die gut gesicherten Alpinrouten,

bevor du über sanierte Klassiker zu

selbst abzusichernden Routen fortschreitest.

Viele bleiben irgendwo auf dieser

Strecke stehen. Viele aber bekommen

auch beim Zu- oder Abstieg Probleme,

weil das einstige Annähern ans Alpinklettern

auf den Kopf gestellt wurde: Damals

lernte man zuerst das Gehen im weglosen

Gelände, in grasig-felsigen Schrofen, dann

in leichten Routen bis zum zweiten Grad,

bevor man sich in der UIAA-Skala nach

oben arbeitete bis VI+, zur „Grenze des

Menschenmöglichen“. Dabei lernte man

den Umgang mit alpinem Gelände und

seinen Gefahren. Heute lassen sich Kletterer

retten, wenn sie sich an einer schrofigen

Stelle nicht mehr weitertrauen; sie

stürzen im gestuften Gelände und verletzen

sich; und auch in den Sportkletterrouten

der Martinswand kann man vom

Steinschlag getroffen werden.

Allein der Zustieg zur „Hinterstoißer/

Kurz“ am Untersberg würde den normalen

Hallenkletterer schon abschrecken:

Ein Band aus feuchtem Gras und morschem

Fels führt durch die Steilflanke

Alpine Klassiker unterwegS

zum ersten Klebering, in den folgenden

Seillängen streichelt man nur ganz vorsichtig

die angelehnten Pfeiler. Nicht jeder

Klassiker ist Klasse. Trotzdem (oder deswegen)

entsteht Respekt für die Erstbegeher,

die kurz vor ihrem Tod am Eiger 1936

diese Route fanden: Die steile Plattenzone

in Wandmitte sieht von unten ungangbar

aus – und bietet knackige Kletterei. Trotz

Sanierung: Nicht jeder Haken wurde ersetzt,

manch schwerer Move findet über

Rostgurken statt. Ein paar Meter weiter

wurde die Sanierungsdiskussion in die Praxis

getragen. Die „Direkte Gelbe Mauer“

war durch ihre Kühnheit und Schwierigkeit

ein Denkmal-Aspirant; ein ein hei mischer

Kletterer sanierte sie durchgehend,

und sie wurde zur beliebten Sportkletterei

im achten Grad. Dann stellten Alex und

Tom Huber, unterstützt von vielen namhaften

Kletterern der „Alpinen Gruppe“,

den Originalzustand wieder her, und heute

ist sie erneut ein Testpiece.

Freilich kann man fragen: Was nützt ein

Denkmal mit „Nicht berühren“-Status,

weil sich keiner reintraut? Sollte man die

berühmten Routen nicht zugänglicher absichern,

damit sie begangen und gewürdigt

werden, statt wegen Risiko aus dem

Auswahlführer zu fallen und vergessen zu

werden? Mit Hanfseil und Manchonschuh

klettert sie eh niemand mehr, man kann

die Leistung der Erstbegeher also nur indirekt

bewundern. Andererseits: Es gibt

viele neue schöne Klettereien, die mit moderner

Absicherung erschlossen wurden.

Muss man dann auch noch die Klassiker

flächendeckend sanieren? Sollten nicht

einige wirklich gute Routen für die Leute

erhalten bleiben, die die komplexe Anforderung

des Gebirges suchen? Viel Auswahl

ist sowieso nicht mehr übrig.

Überhaupt: Was ist das eigentlich, ein

Klassiker? Versuchen wir es mit einer

Dreiteilung. Alle Alpinrouten, in denen

DAV 5/2013 45


keine Bohrhaken verwendet wurden, sind

„traditionell gesichert“. Unter diesen gibt

es einige, die wegen Felsqualität oder Linienführung

besonders häufig begangen

wurden – die „Klassiker“. Und aus diesen

heraus ragen die „Denkmäler“: Routen, die

durch den Stil oder die Geschichte ihrer

Erstbegehung alpinhistorische Bedeutung

tragen. Natürlich können auch Routen

mit Bohrhaken Denkmalbedeutung haben,

wie etwa „Locker vom Hocker“ am

Schüsselkar, einer der ersten alpinen Achter.

Auch hier passen zum nur mit Klemmkeilen

zu sichernden Einstiegsriss keine

Bohrhaken. Und nicht die Schwierigkeit

entscheidet: Am „Barthgrat“ im Karwendel

erblasst man vor dem alten Meister,

der 1870 den brüchigen Vierer solo mit

dem Alpenstock in der Hand erstbeging.

Die Wießner/Rossi in der Fleischbank-

Südostwand ist ein Beispiel für den Sanierungsmodus

im Wilden Kaiser: Nur die

Stände sind gebohrt und einige Zwischenhaken.

So ist ein wirklich böser Sturz

kaum zu erwarten, aber man muss auch

mal vom Normalhaken wegsteigen. Man

bewundert Fritz Wießner, der den abdrängenden

„Rossi-Überhang“ 1925 vorstieg

und vierzehn Jahre später fast den

Gipfel des K2 erreichte. Zwei junge Alpin-

Neulinge mühen sich fast den ganzen Tag

in der Tour, die eine erfahrene Seilschaft

in drei Stunden durchläuft. Mit großem

Vergnügen an teils hervorragendem Fels.

Direkt daneben zieht ein Schichtriss

durch gelbbrüchige Platten. Der Dülferriss

ist Hans Dülfers eindrucksvollstes

Werk, 1913 solo erstbegangen. Heute

46 DAV 5/2013

Weiterlesen und mitreden!

Unter alpenverein.de/Klassiker finden Sie

› die Sanierungs­Charta, › Links zu weiteren Beiträgen,

› einen Überblick über die › und eine Leserumfrage, in

Arbeitskreise,

der Sie Ihre Meinung

› Tipps zu Routen und

Führern,

beitragen können.

selbst mit großen Friends eine Mutprobe;

mancher kneift vor der letzten langen

Piaz schuppe in die gut genagelte Umgehungsvariante.

Die großen Risse sind die

Denkmäler im Wilden Kaiser: die atemberaubend

kühnen Rebitschrisse von 1946

und nebendran die Pumprisse von 1977,

mit denen Helmut Kiene den Siebten Grad

etablierte. Heute dank riesiger Klemmgeräte

einigermaßen absicherbar, trotzdem

Der Druck auf Klassiker steigt.

Die Alpenvereine sind gefragt,

die Interessen unter einen

pluralistischen Hut zu bringen.

furchtbar anstrengend, unangenehm

und kühn. Eine Route, die im Gedächtnis

bleibt. Hier stecken zwar keine Bohrhaken,

aber an fast jedem Stand und in einigen

Seillängen ein, zwei Normalhaken, die

den Stress reduzieren – trotz der Bitte

der Erstbegeher, „die Risse nicht mit Haken

zu verschandeln“.

Die Alpenvereine sind gefragt, die

Kom petenz der Kletterszene zu bündeln

und die Interessen unter einen Hut zu

bringen. In manchen Gebieten fangen

die Touristiker an, das Potenzial des

Alpin kletterns zu erkennen. Der Druck

steigt, Klassiker zu sanieren oder neue

Routen anzulegen, die bestehende Linien

überdecken oder kreuzen können, wodurch

sich deren Anspruch und Erlebnispotenzial

verändern. Das Rad der Zeit


„... in steiler wand“: Julia Pfanzelt

genießt den Traumfels im Seilquergang

der Wießner/Rossi.

Mit moderner Ausrüstung und

Reibungsschuhen ist der Stress

reduziert; Bewunderung für die

Altvorderen kommt trotzdem auf.

Alpine Klassiker unterwegS

wird man nicht zurückdrehen. Aber noch

gibt es in den meisten Gebieten eine

recht pluralistische Verteilung der Routen-Absicherung.

Diese zu erhalten, ohne

dass die ver bleibenden Klassiker gleichgebü

gelt oder überwuchert werden und

ohne dass es Streit gibt, ist eine wichtige

Aufgabe für die Alpenvereine und ihre

Sek tionen. Ein E(rnsthaftigkeits)-Grad par

a llel zur technischen Schwierigkeit trägt

heute schon in vielen Führern dazu bei,

dass man die Anforderungen einschätzen

kann – und würdigt.

Was dann noch fehlt: Ausbildungsangebote

zum „kompletten“ Alpinklettern,

mit Schrofenzustieg und Selbstabsichern.

Denn wer das gelernt hat und

kann, ist auch in Klassikern nicht riskanter

unterwegs als mancher Top-

Sportkletterer ohne alpine Erfahrung im

Plaisirgelände. Erleben kann man in

Klassikern jedenfalls mehr. Ganz besonders

das Gefühl, seines eigenen Glückes

Schmied zu sein, eigenverantwortlich

für sich und den Partner zu sorgen in der

Begegnung mit weitgehend archaischer

Natur. Ist das nicht einer der tiefsten

Gründe, aus denen man hinaufzieht?

andi Dick wunderte sich beim Klassiker­

Klettern, dass er sich darin vor 25 Jahren

so wohlgefühlt hatte. christian Pfanzelt

war froh, dass er beim Fotografieren doch

meistens an Sanierungs­Bohrhaken hing

– oder an Ständen, die der Bergführer Andi

ausgebaut hatte.

DAV 5/2013 47


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Nachhaltigkeit (4): Recycling

PhöNIx AUs DEm AbfAll?

Das Zauberwort Recycling fasziniert auch die Outdoor-Industrie: Wie beim ständigen

Kreislauf von Werden und Vergehen in der Natur soll es Ressourcen und Umwelt schonen.

Eine wunderbare Vision – aber wie sieht die Praxis aus?

Von Gaby Funk

Es wäre so einfach: Die Natur macht

es vor. Jedes Lebewesen, und alles,

was es von sich gibt, wird an seinem

Ende wieder den Stoff- und

Energiekreisläufen des Ökosystems eingegliedert.

Auch wir Menschen werden wieder

von „Staub zu Staub“. Nur unsere technischen

Produkte durchbrechen diesen

Zirkel. Die Müllberge wachsen immer hö-

50 DAV 5/2013

her, die Ressourcen werden knapper. Es gilt,

den Kreis zu schließen: Recycling ist angesagt.

Für Bergsportler spielt das Stichwort

an zwei Stellen eine Rolle: beim Ausrüstungskauf

– „besteht mein neues Teil aus

recycelten oder aus neuen Rohstoffen?“.

Und nach der Verwendung – „lassen sich

die Rohstoffe wieder recyceln?“. Wobei

gleich vorweggenommen sei: Im Wesentli-

chen geht es hier um Bekleidung und weitere

Produkte aus Kunstfasern.

Geboren aus Altmaterial

Viele Rohstoffe wie Schwermetalle oder

Erdöl sind „nicht nachwachsende“, endliche

Ressourcen, die teuer gefördert und aufbereitet

werden müssen. Doch auch sauberes

Wasser und fruchtbarer Boden werden

Fotos: Andi Dick, Lowa


durch die ständig wachsende Erdbevölkerung

zur kostbaren Mangelware. Ohne Rohstoffe,

Wasser und Energie gibt es aber keine

Produktion – so einfach ist das. Kunstfasern

wie Polyester, die bekanntlich aus dem

nicht nachwachsenden Rohstoff Erdöl hergestellt

werden und bei Produktion und Recycling

Schwermetalle benötigen, die auch

nicht erneuerbar sind, stehen deshalb schon

länger im Fokus der Industrie.

In den 1980er-Jahren brachte Patagonia

die ersten Synchilla-(Polyester-)Fleecepullis

aus recycelten PET-Flaschen von Malden

Mills (Polartec) auf den Markt. Inzwischen

haben die meisten Markenhersteller von

Outdoorbekleidung ähnliche Recyclingware

im Programm, zum Beispiel Fjällräven,

Patagonia, Vaude, Mammut und Tierra.

Fjällräven stellt seit einigen Jahren Jacken

aus einem recycelten Polyesterstoff namens

Eco-Shell her. Odlos Funktions-Unterwäsche

Greentec besteht auch aus Recycling-

Material. Vaudes „Green Shape“-Kollektion

aus recyceltem Polyester wird Jahr für Jahr

größer; sie umfasst Bekleidung für Berg,

Lifestyle und Bike, Taschen und Rucksäcke.

Haglöfs strebt bis 2015 einen Recycling-Anteil

bei Bekleidung, Schuhen und Rucksäcken

von 40 bis 50 Prozent an. Laut Herbert

Horelt, Geschäftsführer von Haglöfs Deutschland,

ist das Recycling-Material inzwischen

genauso funktionell wie Neupolyester – und

es spart bis zu 90 Prozent Wasser und Energie

und verringert den CO2-Ausstoß.

Nicht nur Gewebe entstehen aus recycelten

PET-Flaschen, auch der Dämmstoff

Primaloft Eco lässt sich daraus herstellen.

Viele Hersteller, darunter Salewa (Markenname

Ecoloft), verwenden das Kunstfaser-

Bauschmaterial als Füllung für Schlaf-

säcke, Outdoor-Westen und -Jacken – und

Ein Reparaturservice

des Herstellers schiebt

oft den Zeit punkt

hi naus, an dem die

Entscheidung über

Entsorgung/Recyceln

ansteht. Lowa besohlt

jährlich rund 15.000

Paar Schuhe neu.

sparen dadurch über 50 Tonnen neues Polyestergranulat

jährlich.

Der Input muss natürlich nicht aus Altkleidern

oder Flaschen bestehen; jeder sortenrein

gesammelte Kunststoff kann durch

Recycling wieder zum Rohstoff werden. So

wurde die schwedische Firma Klättermusen

international bekannt, weil sie recyceltes

Polypropylen aus Teppichresten verwendet

oder ein robustes Polyamid aus recycelten,

ausgedienten Fischernetzen für Ruck säcke.

Rund 150.000 Tonnen solcher Netze sollen

als tödliche Fallen für große Fische und

Meeressäugetiere in den Ozeanen treiben.

Die japanischen Fischer bekommen Geld,

wenn sie ihre alten Netze an den Recyclingbetrieb

weiterverkaufen; es lohnt sich sogar

für sie, im Ozean treibende alte Netze aus

dem Wasser zu ziehen. Auch Patagonia

nutzt inzwischen das aus alten Netzen oder

Spinnabfällen recycelte Polyamid.

Ein erfülltes leben

Zwischen Kauf und Entsorgung hat der

Kunde die ökologische Verantwortung für

seine Ausrüstung. Dazu gehören ein schonender

Umgang und richtige Pflege, aber

auch ein Blick auf den Hersteller. Dessen

Möglichkeiten macht Bernd Kullmann klar,

der Leiter der Schwan-Stabilo-Outdoor-

Gruppe mit den Firmen Deuter und Ortovox:

„Recycling ist derzeit nur realistisch bei einfachen,

weitgehend sortenreinen Produkten

wie T-Shirts, Hosen, Hemden, Seilen, aber

nicht bei so hochkomplexen Produkten wie

Nachhaltigkeit TIPPs & TEchNIK

Marken-Bergschuhen oder Rucksäcken für

schwere Lasten, die aus sehr vielen verschiedenen

Elementen und Materialien bestehen.

Bei solchen Produkten ist Langlebigkeit

weiterhin das wichtigste Nachhaltigkeits-

Kriterium, was bei Markenartikeln durch

die Qualität der Einzelbestandteile, saubere

Verarbeitung und den firmeneigenen Reparaturservice

gewährleistet wird.“ 2012 hat

Deuter bei einer Rücklaufquote von 0,4 Prozent

über 60 Prozent der eingeschickten

Rucksäcke repariert und an die Kunden zurückgeschickt,

praktisch zum Selbstkos-

tenpreis. Beim Outdoor-Schuhspezialisten

Lowa werden jährlich zwölf- bis fünfzehntausend

Paar Schuhe neu besohlt, die oft

aus älteren Jahrgängen stammen.

Entsorgt zu neuem Nutzen

Doch irgendwann wird das Ausrüstungsstück

nicht mehr reparabel sein, auch nicht

mehr zur Gartenarbeit taugen – was dann?

Die schlechteste Lösung ist sicher der Mülleimer.

Denn auch unsere Deponien stoßen

an ihre Grenzen. Immerhin kommt, was früher

nur „Abfall“ war und auf der „Müllkippe“

landete, heutzutage vorsortiert auf den

„Wertstoffhof“ und wird dort weitersortiert.

Nicht mehr Verwertbares wird zumindest

noch „thermisch genutzt“: in der Müllverbrennungsanlage.

Das ist übrigens ökologisch

weniger anrüchig, als es das Vor urteil

meint: Selbst in einem vergleichsweise

kleinen Müllheizkraftwerk wie in Kempten

werden nach Auskunft der Abfallberaterin

DAV 5/2013 51


Renate Jeni die bei der Textil-Verbrennung

entstehenden Giftstoffe (z.B. Dioxine aus

Gore-Tex, Blausäure aus Wolle) durch Hitze

oder chemisch zerstört oder umgewandelt.

Außerdem reduziert das Verbrennen immerhin

die Abfallberge und liefert Energie.

Dennoch ist es ökologisch zweite Wahl.

Wenn das gute Stück noch einigermaßen

tragbar ist, aber nicht mehr passt oder

taugt, wie etwa Hosen, die typischerweise

am Bund eingehen, findet sich vielleicht im

Bekanntenkreis oder per Internet noch ein

Interessent, dem man es für eine Handvoll

Euro oder umsonst überlassen kann. Wer

sich die Suche nicht antun will, kann halbwegs

intakte Kleidung in einer Kleiderkammer

abgeben; das Rote Kreuz oder ähnliche

Nachhaltig kaufen, nutzen und entsorgen

› Nur kaufen, was man wirklich braucht, und im Geschäft nachfragen,

ob das Produkt nachhaltig erzeugt ist.

› Markenartikel halten meist viel länger, wenn sie gut gepflegt

werden. Markenhersteller haben meist auch einen Reparaturservice.

Gefällt oder passt der Artikel nicht mehr, verschenken oder verkaufen

Sie ihn – am einfachsten im Internet.

› Geben Sie gebrauchte, noch nutzbare Bekleidung in der Kleiderkammer

ab, bei Fairwertung oder I:Co.

› Fairwertung: Den nächsten container in ihrer Umgebung finden Sie

unter fairwertung.de/standort

› Die I:Co-Rückgabe-Container stehen in den Läden der I:Co-

Mit glieder, beispielsweise Mammut oder C&A. ico-spirit.com

karitative Einrichtungen geben sie an Bedürftige

weiter.

Wirft man sie dagegen in einen Altkleidercontainer,

überlässt man sie einem ungewissen

Schicksal, abhängig vom Aufsteller

des Containers. Mehr als 750.000 Tonnen

gebrauchte Bekleidung geben die

Deutschen jährlich in die Sammelsysteme;

eine Lkw-Schlange von Kiel bis München.

Die Alttextilbranche setzt damit geschätzte

300 Millionen Euro um. Die nicht mehr

tragbaren Teile werden häufig an Organisationen

in Osteuropa oder nach Afrika verkauft,

wo clevere Einheimische oft aus einem

großen Hemd beispielsweise zwei Kinder-

52 DAV 5/2013

hemden schneidern und auf den Märkten

weiterkaufen. So wird immerhin der Lebenszyklus

des Produkts verlängert, Recycling-Chancen

gibt es in diesen Ländern

aber kaum. Wer für ausrangierte Kleidung

einen Spezialisten sucht, kann der Vaude-

Nachhaltigkeitsexpertin Hilke Patzwall

vertrauen: Sie empfiehlt die Firma „fairwertung“

(siehe Kasten), weil bei ihr der gesamte

Verkaufserlös ausschließlich karitativen

Projekten zugute komme.

Will man seiner Jacke oder Hose aber zu

einer Wiederauferstehung verhelfen und

dazu beitragen, dass die rund 36 Millionen

Tonnen Polyester, die jährlich gebraucht

werden, nicht aus wertvollem Öl erzeugt

werden müssen, muss man für sie einen Weg

ins Recycling finden. Das Zauberwort dazu

heißt: Sortenreinheit. Denn bestehen Gewebe,

Knöpfe und Reißverschlüsse aus unterschied

lichen Kunststoffen, ist oft nur

noch ein „Downcycling“ möglich: Dann

werden Dämmstoffe für die Bauindustrie

daraus, Polsterstoffe und Füllmaterial, Stofftiere,

Einlagen oder Taschen; aus Schuhen

kann man Bodenbeläge, Schlüsselanhänger,

Schutz verpackungen, Granulate oder Hartschalen

erzeugen. Wertvoller aber wäre das

„Upcycling“, ein Wiederverwertungsprozess,

der aus einem Produkt gleich- oder höherwertige

Ware hervorbringt. Also „cradle to

cradle“ (von der Wiege zur Wiege), wie in der

Natur. Dazu muss das Produkt von Anfang

an entsprechend konstruiert sein; es braucht

also die Initiative der Hersteller – und aktive

Nachfrage der Konsumenten. Das klappt in

der Realität aber noch nicht so richtig.

Kreislauf oder (müll-)sackgasse?

Schon in den 1990er-Jahren entwickelte

der Kunststoffingenieur Stefan Engers bei

Vaude ein Sammel- und Recycling-Netzwerk

namens Ecolog. Man produzierte Sympatex-

Jacken mit ebenfalls recycling fähigen Reißverschlüssen,

Kordeln oder Knöpfen aus Polyester;

mit einbezogen waren Produzenten

von Stoffen, Garnen und Accessoires. Doch

das clevere Projekt scheiterte letztendlich

am schlechten Rücklauf der gebrauchten

Teile, die die Kunden bei den Einzelhändlern

abgeben sollten. An feh lendem Rücklauf

durch die Kunden scheiterten zur gleichen

Zeit auch ein Kreislaufprojekt von

Patagonia und das Balance-Projekt von

Gore-Tex; die Firma hatte eine komplette

Anlage gebaut, um ausgediente Gore-Tex-

Jacken zu zerlegen, die Laminate aufzulösen,

die PTFE-Membran zu entfernen und

die diversen Materialien zur Weiter verwertung

zu sortieren. Immerhin schickten

Verbraucher seit 2005 rund 56 Tonnen an

ausgedienten Patagonia-Kleidungsstücken

zum Recycling zurück. Patagonia hat übrigens

zusammen mit E-Bay eine Internet-

Foto: Gaby Funk


Nachhaltigkeit im Produktkreislauf ist gemein-

same Verantwortung von Her stellern und

Verbrauchern. Jeder kann sich beim Kauf,

während der Produktlebenszeit und für

das Recycling Schlüsselfragen stellen

und sich bei den Entscheidungen

über Auswahl, Nutzung und Ent-

sorgung daran orientieren.

H E R S T E L L E R

ROHSTOFFE

Erschöpflich?

Nachwachsend?

Recycelt?

Plattform zum Privathandel gebrauchter

Patagonia-Artikel aufgebaut, um die Produkt-Lebenszeit

zu verlängern.

Zurück zum Recycling-Kreislauf „cradle

to cradle“. Der wäre das ideale Zukunftsmodell

auch für Aiko Bode, den Nachhaltigkeitsspezialisten

der skandinavischen Fenix-Gruppe,

zu der Marken gehören wie

Fjällräven, Primus, Garmin oder der deutsche

Schuhproduzent Hanwag mit der ersten

industriell kompostierbaren Bergschuh-

Sohle. Vorerst sei noch immer Langlebigkeit

das wichtigste Kriterium für den ökobewussten

Verbraucher. Doch Bodes Traum

heißt: „Entweder voll biologisch kompostierbar

oder zu 100 Prozent wiederverwendbar.“

Bis daraus Realität wird, empfiehlt er

– neben Fairwertung – die Firma I:co(llect),

für die sich auch Adrian Huber entschieden

hat, der Nachhaltigkeitsexperte von Mammut.

Der Schweizer Bergsportausrüster arbeitet

wie manche andere Firma (Adidas,

HERSTELLUNG/

VERARBEITUNG

Sortenreinheit

Prozesse, Materialien

Nachhaltigkeits-Gütesiegel für

Schadstoffe, Energie, Soziales

PRODUKTE

Bekleidung

Seile

Rucksäcke

NUTZUNG/

PFLEGE

Reparaturservice

Materialqualität, Verarbeitung

Schonender Umgang, Pflege

Lange Nutzung, Weitergabe

V ERB R A UCHER

RECYCLING

Welcher Container?

Sortenreinheit?

Auftrennbar?

DOWNCYCLING

Dämmmaterial

Granulate

...

UPCYCLING

PET-Flaschen

Fischernetze

...

HERSTELLER

Adler, C&A, Puma) mit diesem Unternehmen

zusammen, dessen Ziel es ist, bis 2020

sämtliche Kleidungsstücke zu recyceln, die

über Sammelboxen in den Stores seiner Kooperationspartner

abgegeben werden. Zurückgenommen

werden Damen-, Herren-

und Kinderkleidung, Lederbekleidung und

Pelze, Schuhe, Gürtel und Taschen, aber

auch Tisch-, Bett- und Haushaltswäsche

und Kissen. Um die Verbraucher zum Mitmachen

zu motivieren, bekommen sie einen

Gutschein nach Gewicht der abgegebenen

Waren, egal von welchem Hersteller sie sind.

Zurzeit liegt der Recycling-Anteil noch bei

30 Prozent, und meist entstehen nur geringerwertige

Produkte. Für ein hochwertiges

„Upcycling“ appelliert auch I:Co an die Konsumenten:

„Je stärker sie im Rohstoffkreislauf

produzierte Waren nachfragen, desto

schneller werden sich diese im Handel etablieren.“

Ein erstes Kreislaufprojekt existiert

mit Puma: Die Firma produziert sortenrei-

H E R S T E L L E R

ABFALL?

Kleiderkammer (Nutzung)

Verbrennung (Energie)

Deponie (Müll)

Nachhaltigkeit TIPPs & TEchNIK

ne Fußball-Trikots aus Recycling-Polyester

und will sie gemeinsam mit I:Co wieder vollwertig

recyceln.

Gefragt sind also Hersteller wie Kunden:

möglichst sortenreine und haltbare Produkte

herzustellen und nachzufragen – und

zur Entsorgung (nach einer möglichst langen

Nutzungsdauer) Recycling-Sammelstellen

einzurichten und zu nutzen. Vielleicht

setzt sich ja auch die Idee von Herbert Horelt

(Haglöfs) durch, auch Outdoor-Ausrüstung

europaweit einheitlich mit einem „Nachhaltigkeits-Ausweis“

auszuzeichnen, ähnlich wie

der Energieausweis von Kühlschränken. Das

würde die Wahl erleichtern. Dann muss

man es nur noch tun.

Die Alpinjournalistin Gaby

funk schreibt für DAV

Panorama immer wieder

zum Thema Nachhaltigkeit

in der Outdoor-Branche;

die Reihe wird fortgesetzt.

DAV 5/2013 53


Fixexen am Fels – bequem aber gefährlich!

Schnitt-

Stelle exe

54 DAV 5/2013

Foto: Heinz Zak

Heli Kotter am Schleierwasserfall.

Wegen der Steilheit sind in diesem

Klettergarten die meisten Exen

fix montiert. 2012 riss ihm eine

Schlinge bei einem normalen

Sportklettersturz – zum Glück

weit genug über Grund.

expressschlingen, kurz exen, sind ein teil der

Sicherungskette, über den man sich bisher

nicht allzu viel Gedanken machte. Unfälle mit

fix in Sportkletterrouten belassenen exen offenbaren

nun versteckte Gefahren dieser komfortablen

Gewohnheit.

Von Sophia Steinmüller,

Sebastian Koller und Florian Hellberg

F

ixierte oder belassene Expressschlingen,

sogenannte Fixexen, wie

man sie aus der Kletterhalle kennt,

sind mittlerweile auch am Fels verbreitet.

Dort werden sie vor allem in schweren

und überhängenden Routen angebracht,

um das Klettern und Abbauen zu

erleichtern. Bei einem Onsight-Versuch entfällt

das Einhängen der Exen in den Haken,

was schnelleres und kraftsparenderes Klippen

erlaubt. Außerdem ist bei stark überhängendem

Routenverlauf das Aushängen

der eigenen Exen beim Ablassen schwierig

und mit erheblicher Pendelgefahr verbunden.

Fixexen hingegen werden in der Route

bewusst zurückgelassen, wodurch das lästige

Aushängen entfällt. Wer ist noch nie in

eine eigentlich als „zu schwer“ erachtete

Route eingestiegen, nur weil die schwersten

Passagen mit Fixexen abgesichert waren

und somit ein Rückzug möglich war, ohne

eigenes Material zurücklassen zu müssen?

Doch genau hier liegt das Problem: Fixexen

am Fels werden nicht wie in der Klet-


terhalle regelmäßig vom Betreiber kontrolliert

und wenn nötig ausgetauscht. Die

Routen sind zwar nicht so stark frequentiert

wie in der Halle, aber Witterungseinflüsse

und vor allem UV-Strahlung führen

dazu, dass das Material mit der Zeit an Festigkeit

verliert. Wenn Fixexen mehrere Jahre

lang in einer Route hängen, können Abnutzung

und Verschleiß kritisch werden.

Im Frühjahr 2012 ereignete sich im Sportklettergebiet

Schleierwasserfall in Tirol ein

Unfall, bei dem eine Fixexe versagte. Schon

bei einem kleinen Sturz, der weich gesichert

wurde, riss die Schlinge. Da dies in der

Schlüsselstelle der Route in 35 Meter Höhe

passierte und die nächste Exe darunter

dem Sturz standhielt, kam dabei glücklicherweise

niemand zu Schaden.

Um die Alterung von Fixexen quantifizieren

zu können, hat die DAV-Sicherheitsforschung

zusammen mit dem österreichischen

Kuratorium für Alpine Sicherheit

Ende vergangenen Jahres 58 Fixexen aus

zwölf Routen am Schleierwasserfall ausgetauscht

und untersucht. 2003 waren bei

der Sanierungsaktion „Mehr Sicherheit am

Schleierwasserfall“ die Fixexen erneuert

worden, so dass die 2012 ausgetauschten

Exen maximal neun Jahre alt waren. Hätten

noch weitere dieser ausgetauschten

Fix exen bei einem Sturz reißen können?

Was halten sie noch?

Äußerlich zeigten viele der Expressschlingen

bereits starke Verschleißerscheinungen:

Die Schlingen waren stark ausgebleicht,

zum Teil aufgepelzt und hatten

Scheuerstellen, viele der Karabiner waren

fast bis zur Hälfte eingeschliffen.

Um die verbliebene Festigkeit zu ermitteln,

wurde jeweils die Expressschlinge mit

Karabinern in einen Zugprüfstand eingespannt

und die Prüfkraft bis zum Bruch er-

Tödlicher Montage-Fehler

Anfang Juli erregte ein Kletterunfall großes Aufsehen, bei dem der erst zwölfjährige Tito Traversa

tragisch verunglückte. Der junge Italiener galt als eines der größten Nachwuchstalente.

Schon mit zehn Jahren hatte er seine erste 8b+ (X+) geklettert, in den folgenden zwei Jahren

folgten noch drei weitere Routen in diesem Schwierigkeitsgrad. Beim Klettern mit einer Jugendgruppe

in Frankreich stürzte er aus 25 Metern auf den Boden und erlag drei Tage später

im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Grund für den Unfall waren falsch zusammengebaute Expressschlingensets, die er sich von

seiner Kletterpartnerin ausgeliehen hatte. Bei diesen war der seilseitige Karabiner nicht durch

die Schlinge, sondern nur durch die mitgelieferten Fixiergummis gefädelt worden. Diese Konstruktion

ist stabil genug, um das Seil im Vorstieg in die Exen einhängen zu können. Als der

junge Kletterer sich dann am Umlenker, in den er zwei dieser falsch zusammengebauten Exen

eingehängt hatte, zum Umbauen ins Seil setzte, versagten die Expressschlingen und es kam

zum tödlichen Bodensturz (Abb. 1).

Damit sich solch ein Unfall nicht wiederholt, gilt es, vorsichtig mit der Verwendung von Gummis

zur Fixierung von Klettermaterial zu sein. An Expressschlingen und Lastarmen von Klettersteigsets

sollte man prüfen, ob der Karabiner im tragenden Material eingehängt ist. An

Bandschlingen haben Fixiergummis generell nichts zu suchen. Hier gab es schon Unfälle mit

Selbstsicherungen oder verlängerbaren Alpinexen, die nach Einhängen mit gleichzeitigem

Verdrehen nur noch im Gummi fixiert waren (Abb. 2).

Abb. 1: Falsch montierte Express -

schlingen. Der seilseitige Karabiner

wurde nur durch die Gummifixierung

und nicht durch die Schlinge gefädelt.

Die Fixierung hielt dem Seileinhängen

und -durchlauf stand, aber nicht dem

Reinsetzen zum Ablassen. Auf diese Art

starb der zwölfjährige Tito Traversa.

Karabiner SicherheitSForSchUnG

Abb. 2: Praktisch, aber lebensgefährlich:

An langen Bandschlingen zur Selbstsiche-

rung haben Gummis nichts verloren.

Hängt man versehentlich den Karabiner

wie abgebildet ein, kommt die ganze

Last auf den Fixiergummi, der dann reißt.

Karabinerfixierung am besten mit Mast-

wurf oder Sackstich!

Illustration: Georg Sojer

DAV 5/2013 55


höht. Bei einer der Exen wäre die Schlinge

schon bei einem normalen Sportklettersturz

gerissen, wie auch schon bei dem oben

erwähnten Unfall. Eine weitere Schlinge

hätte einen harten Sturz (z. B. durch statische

Sicherung) nicht mehr ausgehalten

(s. Tabelle). Karabinerbrüche traten nur bei

vier der 58 Exen auf, wobei die Restbruchkraft

bei allen Karabinern noch über 15 kN

lag (es besteht also keine Bruchgefahr bei

Sportkletterstürzen). In allen anderen Fällen

versagten die Schlingen.

Im Neuzustand müssen vernähte Schlingen

einer Zugkraft von 22 kN (ca. 2200 kg)

standhalten (EN 566). Bei Karabinern sind

es 20 kN in Längsrichtung (EN 12275); in

Querrichtung und bei Schnapper-offen-Belastung

fordert die Norm eine Mindestfestigkeit

von 7 kN.

Von den untersuchten Fixexen fielen

Schlingen mit besonders niedriger Restfestigkeit

meist schon bei der Sichtprüfung

durch Scheuerstellen und ihre ausgebleichte

Farbe auf, die auf mechanische Beanspruchung

oder Witterungseinflüsse zurückzuführen

sind.

eingeschliffene Karabiner

Hingegen haben selbst Karabiner, die bis

zur Hälfte ihres Durchmessers eingeschliffen

sind, im geschlossenen Zustand immer

noch eine ausreichende Festigkeit. Schließt

der Karabiner allerdings nicht mehr vollständig

– eine gängige Alterungserscheinung

–, kann es beim Sturz leicht zu einer

Schnapper-offen-Belastung und so zum

Bruch des Karabiners kommen. Das Gleiche

gilt für Schraubglieder, die oft als hakenseitige

Befestigung von Fixexen verwendet

werden.

Viel bedenklicher sind jedoch die scharfen

Kanten an den eingeschliffenen Karabinern

der Fixexen: An diesen kann ein Seil

bei einem Sturz des Vorsteigers reißen. Dies

war nach bisherigem Kenntnisstand auch

56 DAV 5/2013

Bruchlast Anzahl

bis 6 kN 1

6 – 9 kN 1

9 – 12 kN 10

12 – 15 kN 9

> 15 kN 37

davon Karabinerbrüche 4

Testergebnisse der 58 untersuchten Fixexen

vom Schleierwasserfall: Eine Schlinge wäre

schon bei einem normalen Sportklettersturz

gerissen (Restfestigkeit unter 6 kN), eine

weitere bei einem hart gesicherten Sturz

(6 – 9 kN). Die vier gebrochenen Karabiner

hätten alle einen Sturz gehalten.

Abb. 3 (oben): Die Expressschlingen mit einer

bedenklichen Restfestigkeit waren stark

ausgeblichen und fielen durch Scheuerstellen

auf. Diese Schlinge riss bei 5,6 kN an der

Scheuerstelle.

Abb. 4 (unten): Eingeschliffene Karabiner haben

immer noch eine sehr hohe Restfestigkeit –

solange sie geschlossen bleiben. Dieser brach

bei 24,4 kN. Problematisch ist jedoch die scharfe

Kante (s. Pfeil).

die Ursache eines Seilrisses im September

2012 in Magletsch (Schweiz), bei dem ein

Bergführer und erfahrener Sportkletterer

ums Leben kam. Zwei weitere Fälle von

Seilrissen an scharfkantigen Karabinern

Fotos: DAV-Sicherheitsforschung

sind aus der Kletterhalle von Prag (Tschechien)

und der Red River Gorge (USA) bekannt.

Des Weiteren gibt es noch viele Berichte

von Mantel- oder Beinahe-Seilrissen,

die auf eingeschliffene, scharfkantige Karabiner

schließen lassen.

Das Einschleifen der Karabiner wird

durch ungünstigen Seilverlauf und hohe

Reibung zwischen Seil und Karabiner begünstigt.

Liegt beispielsweise ein Haken

außerhalb der geraden Linie, ändert sich

der Seilverlauf an der Exe, und das Seil

läuft beim Klettern und vor allem beim Ablassen

ständig mit Zug durch den Karabiner.

Das Gleiche gilt für den ersten Haken,

wenn der Sichernde weit von der Wand

weg steht, oder auch für Exen in überhängenden

Passagen.

Der zweite Faktor ist die Reibung zwischen

Seil und Karabiner. Schmutzpartikel,

die auf dem Seil haften, wirken wie Sandpapier

und schleifen bei Seildurchlauf am Karabiner.

In Granit- und Sandsteingebieten,

wo das Seil Sandkörner vom Wandfuß aufnehmen

kann, ist der Abrieb besonders

stark. Ein Seilsack zur Schonung von Seil

und Fixexen ist hier besonders wichtig.

Ob am eingeschliffenen Karabiner eine

scharfe oder stumpfe Kante entsteht, hängt

ab vom Umlenkwinkel des Seils in der Exe.

An Umlenkungen oder beim Ablassen an

einer Zwischensicherung wird das Seil vollständig

umgelenkt – es bildet einen spitzen

Winkel. Dadurch entstehen stumpfe Kanten,

die für Seile weniger gefährlich sind.

Wird dagegen der Seilverlauf durch die Exe

nur geringfügig geändert (das Seil bildet einen

stumpfen Winkel), so kann der Karabiner

scharfkantig eingeschliffen werden –

gefährlich! Bei den untersuchten Fixexen

vom Schleierwasserfall waren die meisten

Karabiner scharfkantig, also gefährlich,

eingeschliffen. Ein paar wenige wiesen

stumpfe (harmlose) Kanten auf, die wahrscheinlich

dadurch entstanden, dass an


Abb. 5: Bei ungünstigem Seilverlauf

werden die seilseitigen Karabiner der

Fixexen durch die Seilreibung scharf

eingeschliffen (rot). Dabei entstehen

scharfe Kanten, die das Seil stark

beschädigen können. Umlenkungen

hingegen, in denen das Seil einen sehr

großen Umlenkwinkel durchläuft,

werden rund eingeschliffen (grün),

was für das Seil weniger gefährlich

ist. In den Detailzeichnungen zeigen

die rot und grün eingefärbten Flächen

das verbleibende Material solcher

Karabiner im Querschnitt.

diesen Karabinern auch öfter abgelassen

oder gestürzt wurde – beispielweise an der

Schlüsselstelle (Abb. 5).

Was ist zu tun?

Wie soll man auf diese Gefahren reagieren?

Bei Fixexen am Fels bestehen generell

zwei Problematiken: Festigkeitsverlust und

Seilbeschädigung. Das Bandmaterial kann

durch Witterungseinflüsse und mechanischen

Verschleiß so sehr geschwächt sein,

dass es bei einem Sturz reißt. Bis zur Hälfte

ihres Durchmessers eingeschliffene Kara-

biner hingegen werden einem Sturz mit

großer Wahrscheinlichkeit standhalten.

Bei eingeschliffenen Karabinern gilt es zu

unterscheiden, ob sich scharfe oder stumpfe

Kanten gebildet haben. Eine scharfe Karabinerkante

wirkt bei einem Sturz wie ein

Messer und kann das Seil leicht durchtrennen.

Stumpfe Kanten hingegen sind in dieser

Hinsicht weniger bedenklich, allerdings

sollte ein Karabiner nicht über die Hälfte

seines Durchmessers eingeschliffen sein.

Bei Karabinern und Schraubgliedern ist zudem

darauf zu achten, dass sie noch voll-

Illustration: Georg Sojer

Karabiner SicherheitSForSchUnG

ständig schließen beziehungsweise komplett

zugeschraubt sind. Andernfalls besteht

hier die Gefahr einer Offenbelastung

mit deutlich niedrigerer Festigkeit.

Am Fels ist also Eigenverantwortung gefordert:

Bei Zweifeln zur Sicherheit einer

Fix exe benutzt man eine eigene Expresse

oder tauscht das abgenutzte Material

gleich gegen neues aus. Dennoch sollte die

Kletterergemeinschaft die Diskussion über

Sinn und Notwendigkeit fixer Expressschlingen

führen und selbstkritisch die

derzeitige Praxis hinterfragen. Vielleicht

kann man die Fixexen nach erfolgreichem

Durchstieg des Projektes ja auch wieder

entfernen …

Von Exen, die das Abbauen erleichtern,

profitieren in Modegebieten natürlich viele

Kletterer. Aber dann sollte sich die lokale

Kletterszene auch im eigenen Interesse für

deren Zustand verantwortlich fühlen. Dabei

gilt: Stahlkarabiner nutzen sich nicht so

schnell ab wie Aluminiumkarabiner und

sind daher als Fixexen vorteilhaft. Dies gilt

vor allem in Passagen, an denen die Exen

stark beansprucht werden: am ersten Haken,

an Schlüsselstellen und wenn der Haken

außerhalb des geraden Seilverlaufs

liegt – hier sollte außerdem die Länge der

Schlinge zum Routenverlauf passen. Zur Fixierung

der Schlinge im Haken sind CE-geprüfte

Schraubglieder aus Stahl zu empfehlen,

wobei auch darauf zu achten ist, dass

diese vollständig geschlossen sind.

Florian hellberg arbeitet als Dipl.-Ing. (FH),

staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und

Skilehrer in der DAV-Sicherheitsforschung.

Die Geophysikerin Sophia Stein müller ge-

hört seit Februar 2013 zum Team. Sebastian

Koller studiert Ingenieurswissenschaften

und hat bei der DAV-Sicherheitsforschung

seine Bachelor-Arbeit geschrieben.

DAV 5/2013 57


Richtig und gesund trainieren

Weniger ist

manchmal mehr

Krankheit oder Verletzung: Wer nach längerer sportlicher Pause wieder aktiv

werden will, sollte langsam und maßvoll einstiegen, um nicht gleich in die nächste

unfreiwillige trainingspause gehen zu müssen.

Von Ursula Hildebrandt

V

iele Sportler werden ungeduldig,

wenn der Arzt eine Trainingspause

verordnet. Ein wichtiger Wettkampf,

eine entscheidende Trainingsphase

oder ideales Bergwetter: Gründe

dagegen gibt es genug. Doch wer die Signale

des Körpers ignoriert und einfach weiter

trainiert, macht unterm Strich eine Milch-

58 DAV 5/2013

mädchenrechnung – zu Lasten der eigenen

Gesundheit.

Ein banaler Infekt ist beispielsweise in

den meisten Fällen in ein paar Tagen vom

Tisch – vorausgesetzt, man gönnt seinem

Körper die nötige Schonung ohne sportliche

Aktivität und versorgt ihn mit genügend

Vitaminen, Flüssigkeit und Schlaf. Beach-

tet man diese einfache Regel jedoch nicht,

kann es sein, dass man die Erkrankung verschleppt

und es dadurch viel länger dauert.

Wenn es ganz schlecht läuft, kann die Erkrankung

sogar auf das Herz schlagen

und man bekommt eine lebensgefährliche

Herzmuskelentzündung (Myokarditis). Dieser

ent zündliche Prozess kann die Muskel-

Fotos: Christian Pfanzelt, Ursula Hildebrandt


zellen, das Bindegewebe oder die Gefäße erfassen

und zu einer Schwächung des Herzmuskels

bis – im schlimmsten Fall – zum

kompletten Versagen des Herzens führen.

Aber auch eine nicht vollständig ausgeheilte

Myokarditis kann eine lebenslange Beeinträchtigung

durch eine verminderte Pumpleistung

des Herzens zur Folge haben. Daher

ist es wichtig, eine Herzmuskelentzündung

rechtzeitig zu erkennen und richtig zu

behandeln. Symptome können eine sich

langsam entwickelnde Herzschwäche mit

plötzlichem Leistungsknick, häufiger Luftnot

und manchmal Wassereinlagerungen in

den Beinen sein. Auch Herzrhythmusstö-

Gesunder (Wieder-)Einstieg

1. auf den Körper hören! Er sagt einem ganz

genau, was gerade gut für ihn ist (wenn man

es nur zulässt).

2. niemals bei Fieber, Einnahme von Antibio

tika, eitrigen Mandeln oder gelblichem

Auswurf trainieren.

3. Virale infekte können sehr subtil verlaufen.

Wer sich ungewöhnlich matt und abgeschlagen

fühlt, sollte lieber pausieren.

4. Regelmäßig den ruhepuls messen – gleich

nach dem Aufwachen, noch im Bett liegend.

Er ist ein großartiger Parameter, um frühzeitig

sich anbahnende Infekte zu erkennen. Auch

wenn die Erkrankung noch nicht ausgebrochen

rungen oder Schmerzen in der Brust wie bei

einem Herzinfarkt können auftreten. Ist die

Diagnose gestellt, heißt es dann bis zu einem

halben Jahr völlige Schonung. Was sind

dagegen schon ein paar Tage Trainingspause

während einer Erkältung? Ganz davon

abgesehen, dass man halb krank seine Leistung

ohnehin nicht bringen könnte.

Ähnlich verhält es sich auch bei Verletzungen.

Meistens ist ein zu früher Wiedereinstieg

kontraproduktiv – wobei in den

wenigsten Fällen hier eine komplette Ruhigstellung

nötig ist. Meistens kann man

schnell wieder mit einem moderaten Training

beginnen, Voraussetzung ist aber die

gute Betreuung durch einen kompetenten

Orthopäden und Physiotherapeuten. Denn

auch hier besteht die Gefahr, dass aus einer

ursprünglich banalen Verletzung durch zu

schnelle und falsche Belastung eine gravierende

Beeinträchtigung wird.

das rechte maß

Wenn Sie nach einer Krankheit dann das

Gefühl haben, es geht wieder, steigen Sie

langsam in das regelmäßige Training ein.

ist, ist der Puls schon erhöht. Wer sich jetzt ein

wenig mehr Ruhe gönnt, kann eine schlimmere

Erkrankung meistens vermeiden.

5. Beim Sport regelmäßig die herzfrequenz

messen. Steigt sie ungewöhnlich schnell oder

langsam an oder verringert sich nicht adäquat

nach der Belastung, sind auch das Zeichen für

eine mögliche Überforderung des Körpers.

6. nicht trainieren, wenn bei einem Arztbesuch

erhöhte Leukozyten-, CRP-, BSG- oder

Procalcitoninwerte festgestellt wurden.

7. Bei schmerzen das Training beenden.

8. Im Zweifelsfall Rat beim Sportmediziner

holen.

Auch wenn Sie vor der Erkrankung richtig

fit waren: Der Körper ist jetzt geschwächt

und muss sich erst wieder an die Belastung

gewöhnen. Ganz wichtig ist auch eine ausgewogene

Ernährung. Viele Erkrankungen

und auch Verletzungen kann man mit einer

gesunden Ernährung vermeiden oder zumindest

schneller kurieren. Achten Sie auf

ein ausreichendes Angebot an Nährstoffen,

damit es nicht zu typischen Mangelerscheinungen

kommt, die dann wiederum zu Er-

Aufbautraining Fitness & gesundheit

müdungsbrüchen, Krämpfen oder Infekten

führen können.

Eine weitere Gefahr ist das Übertraining.

Hier wollen Sportler meistens besonders

viel, erreichen aber genau das Gegenteil. Die

Folge: Der Körper ist erschöpft und schaltet

auf „Reserve“. Darunter leidet dann insbesondere

der Hormonhaushalt, was sich bei

Frauen mit Ausbleiben der Monatsblutung

bemerkbar macht und allgemein einen

deutlichen Leistungsknick mit sich bringt.

Im Blut finden sich häufig Anzeichen einer

Anämie („Blutarmut“). Um aus diesem Zustand

des Übertrainings wieder herauszukommen,

muss man den Trainingsumfang

Die Abwechslung macht’s: Wer beim Laufen

auch einmal eine Kraftübung einbaut, gibt

dem Körper neue Trainingsreize.

deutlich reduzieren, die Nahrungszufuhr

erhöhen und regelmäßige Verschnaufpausen

einplanen. Der Körper kommt so langsam

wieder zu Kräften und wird wieder

leistungsfähiger. Besonders Ehrgeizige, die

nur noch trainieren und ihr Sozialleben dabei

vernachlässigen, erleben manchmal

DAV 5/2013 59


Fitness & gesundheit Aufbautraining

Richtig trainieren heißt, auf den eigenen Körper hören und auch einmal abschalten – ein effektiver Schutz vor Überbelastung.

auch eine mentale Erschöpfung. Hier kann

es helfen, mal einige Tage gar keinen Sport

und dafür andere schöne Dinge zu tun, wie

Eis essen, ins Kino gehen oder ein gutes

Buch lesen.

Zu beachten ist auch der so genannte

„Open-Window-Effekt“: So gesund regelmä-

Beispiel für eine 30-minütige

Trainingseinheit:

› 5-10 Minuten lockeres Einlaufen.

› Über fünf Minuten lang im Wechsel 30

Sekunden mit ca. 80 Prozent der

maximalen Herzfrequenz (Pulsuhr), dann

wieder locker laufen. Nach dem Block

fünf Minuten ganz lockeres Laufen,

das Ganze dreimal.

› 5-10 Minuten lockeres Auslaufen.

60 DAV 5/2013

ßiger Sport auch ist, schwächt trotzdem jedes

Training den Körper erst einmal akut.

Direkt nach einer Trainingseinheit sinken

die Lymphozyten im Blut auf Werte von 30

bis 50 Prozent unterhalb des Ausgangswerts

vor dem Sport. Der Körper kann sich

also in der Phase nicht mehr so gut gegen

Eindringlinge wehren. Daher ist es gerade

in typischen Erkältungszeiten oder mit einem

geschwächten Immunsystem besonders

wichtig, sich direkt nach dem Sport

warm zu halten und zu erholen.

richtig trainieren

Mit einem Intervalltraining lässt sich in

kurzer Zeit wunderbar die Ausdauerleistungsfähigkeit

steigern. Wenn mehr Kapazität

da ist, können lange Einheiten eingebaut

werden, aber auch hier heißt es langsam die

Umfänge steigern, sonst drohen Überlastungsschäden.

Variieren Sie Ihr Training, sonst erhält

der Körper keine Trainingsreize mehr und

bleibt auf dem Stand stehen, auf dem er ist.

Lassen Sie auch einmal eine andere Sportart

einfließen, das lockert Körper und Geist

und macht auch den eigentlichen Sport

wieder attraktiver. Wenn Sie wandern, laufen

oder radfahren, sollten Sie immer an

einer der vier Schrauben drehen: Strecke,

Dauer, Untergrund, Trainingsart (Intervalltraining

oder Dauermethode). Wer Krafttraining

macht, sollte regelmäßig das Gewicht

ändern; beim Training ohne Ge wichte

sollte entsprechend die Anzahl der Wie -

derholungen oder die statische Haltedauer

(z. B. beim Unterarmstütz) erhöht werden.

Generell gilt: Scheuen Sie sich nicht vor

einem Kraft- oder Stabilisationstraining!

Egal ob Wanderer, Bergsteiger oder Kletterer

– jeder profitiert von einem ganzheitlichen

Kraftausdauertraining, sowohl im

Sport als auch im Alltag. Es hilft, Verletzungen

vorzubeugen und beweglicher

und stabiler alt zu werden. Zusätzlich erhöht

die vermehrte Muskelmasse den

Grund umsatz und hilft dabei, sein Gewicht

zu halten – ganz ohne Diät! Am Ende jedes

Trainings sollte eine Dehnungseinheit stehen,

damit die beanspruchten Muskeln

und Sehnen elastisch bleiben und sich nicht

verhärten.

Die Sportmedizinerin dr.

ursula hildebrandt arbeitet

an der Deutschen Sporthochschule

in Köln. Trainingstipps

und weitere Infos zu Gesund -

heit und Leis tungsfähigkeit

unter medhealthletics.de

Fotos: Christian Pfanzelt, Stefan Winter


Magazin der Jugend des Deutschen Alpenvereins. Ausgabe 05/2013

Mein Bild; Impressum S. 62 || Gämschen Klein S. 67 || Erbse; Vorschau S. 68 ||

Das Bilderheft


Mein Bild

„Schick uns ein Bild, das deine Beziehung zu

den Bergen, dem Leben, der JDAV und dem

ganzen Rest zum Ausdruck bringt.“ Das war

die Ausschreibung für unseren Fotowettbewerb

im Knotenpunkt 3/13 – und es kam

die ganze Vielfalt der JDAV. Die schönsten

Bilder haben wir für euch in diesem Heft zusammengestellt:

Die neun Motive, die dem

Redaktionsteam am allerbesten ge fallen

haben, kommen ganz groß raus – die

anderen dokumentieren als Titel-Collage

die Breite eurer Interessen und Empfindungen.

Hier könnt ihr nachlesen, was die

Fotografen dazu geschrieben haben; teil-

weise ein bisschen gekürzt. Viel Spaß dabei!

Das Knotenpunkt-Team bewundert

und bewertet die Einsendungen

iMpressUM Mitarbeiter: Nils Beste, Thomas

Ebert, Uli Maurus, Stefanus Stahl,

Johanna Stuke. Herausgeber: Jugend des Deutschen Alpenvereins.

Bundesjugendleiter: Michael Knoll. Redaktion:

Georg Hohen ester (verantwortl.), Andi Dick in Zusammen

arbeit mit dem KNOTENPUNKT­Redaktionsteam.

Beiträge in Wort und Bild an den DAV, Redaktion KNO­

TENPUNKT, Von­Kahr­Straße 2 ­ 4, 80997 München. Die

Beiträge geben immer die Meinung der Verfasser, nicht

die der Jugend des Deutschen Alpenvereins wieder. Diese

Publikation wird gefördert aus Mitteln des Kinder­ und

Jugendplans des Bundes. Nachdruck nur mit Genehmigung

der Redaktion. Gestaltung und Produktion: Sensit

Communication, sensit.de

DAviD KAMinsKi

28 JAhre, MittenwAlD

Das Bild ist bei einem gemeinsamen Ausflug der Jungmannschaft

ins Zillertal entstanden. Das Wetter war perfekt, die

Leute alle super gut gelaunt, und jeder denkt gerne an das Erlebte

zurück. Auf dem Bild hängt mein Boulderspezl, der

Schwaller Andi, grad an einem leichten Boulder im Zillertal und

ich bin der Spotter. Das Bild zeigt sehr schön, wie bei der Jungmannschaft

einer für den anderen da ist, auch bei leichteren

Boulderproblemen.

62

Mehr schöne

Bilder als

Galerie unter

jdav.de

Unsere Favoriten von der Titelseite – hier könnt ihr nachlesen, welche Gedanken die Fotografen damit verbinden.

MAthiAs Klingler

30 JAhre, wolfegg

Das Gipfelfoto mit meiner Mutter steht in Beziehung zum Leben,

denn sie hat letzten Sommer ein zweites Leben geschenkt

bekommen und ich zum zweiten Mal eine Mutter! Ein internationales

Ärzteteam hat sich an ihren inoperablen Lebertumor

herangewagt, die vorgesehene Transplantation hätte sie nicht

mehr erlebt. Keine fünf Wochen nach der schweren OP schlich

sie sich schon wieder mit meiner Begleitung in die Berge. Diese

Naturerlebnisse mit unendlich schöner Sicht, den Tieren und

Pflanzen gaben ihr enorme Kraft und trugen entscheidend zum

Heilungsprozess bei. Es ist kein spektakulär-aufregendes Foto,

strahlt aber so viel Zufriedenheit, Ruhe, Verbundenheit und

Bewegung aus – das absolute Glück. Das Bild entstand am 18.

Oktober 2012 auf dem Rindalphorn (Nagelfluhkette) und zeigt

meine Mutter mit ihren Freundinnen, den Bergdohlen.

ingMAr KeiM

25 JAhre, KeMpten

Dargestellt ist der stetige Neuanfang, dem wir alle unter liegen,

in seiner einfachsten Art und Weise. Ein Sonnenaufgang im November,

aufgenommen nach einem Biwak am Engeratsgundsee/Großer

Daumen, Blickrichtung nach Osten, wer hätt’s

gedacht ;-)


Knotenpunkt. 05/13

Kleines Gruppenbild der Jugendgruppe Remstal, Sektion Stuttgart, beim Aufstieg zur Hermann-von-Barth-Hütte.

leonie hochrein

19 JAhre, Künzell

Seit etwa einem Jahr gehe ich regelmäßig mit meinem Freund

und dessen Bruder klettern – meist in der Fränkischen Schweiz,

wie hier am Nürnberger Turm, aber auch überall sonst, zu jeder

Jahreszeit. Dieses Bild symbolisiert für mich das, was das Klettern

und die Bergwelt für mich bedeuten: Freiheit, ein bisschen

Abenteuer und Ruhe in der Natur.

Kevin pröpper

29 JAhre, giebolDehAUsen

Mein Chemie-Semester der Universität Göttingen und Mitglieder

der DAV-Gruppe Göttingen am Zugspitz-Gipfel. Zusammen

Naturwissenschaften studiert und zusammen Natur erlebt.

Ohne die DAV-Sektion Göttingen wäre diese Tour nicht möglich

gewesen, denn ein Teil der Ausrüstung (z.B. Steigeisen)

konnte dort ausgeliehen werden. Das Ergebnis war ein perfekter

Gipfeltag mit Freunden übers Höllental und den Höllental-Gletscher

zur Zugspitze.

1

1. Preis: robin Utz, 21 Jahre, Nürtingen

JUliAne soccoDAto

33 JAhre, lUDwigsbUrg

Dieses Bild bringt die Freude über die schöne Bergwelt super

zum Ausdruck. Ich bin zwar schon knapp über 30, aber mein

Mann Claudio sagt, ich seh noch aus wie 29. Er ist auf dem Foto

zu sehen, auf einem Klettersteig in den Dolomiten.

lUKAs rinner

20 JAhre, riezlern

Das Foto wurde aufgenommen auf der Kanzelwand im Kleinwalsertal

beim abendlichen Skitouren-Training. Die Natur hautnah

erleben ist das, was ich zum Leben brauche.

63


AlexAnDrA schwinges

17 JAhre, UnKel

Das Foto ist 2011 in Slowenien entstanden. Wir machten eine

Hüttentour im Triglav-Nationalpark, und an diesem Abend hatten

wir eine sehr anstrengende Strecke hinter uns, wurden jedoch

mit diesem Anblick vollends belohnt. Im Hintergrund ist

der Gebirgszug mit dem Triglav zu sehen. Ab diesem Moment

war ich angesteckt von den Bergen.

64

Hier ein Bild, das bei einer wunderschönen Tour auf dem GR20 auf Korsika entstand.

Dieser Baum wurde vom Wind des Meeres geformt. Für mich bedeuten die Berge Freiheit,

ein Ort, wo Mutter Natur noch voll und ganz den Ton angibt. Und das Schöne daran:

Man trifft auf wunderbare Menschen, die meist dieselbe Verbundenheit zur Natur

verspüren. Und wer gerne draußen ist, der macht auch vor allzu starkem Wind nicht halt.

sophiA schütz

Das Foto ist entstanden in Chile auf dem Tolhuaca. Der Tolhuaca

ist ein Vulkan und wahrscheinlich schon vor 2000 Jahren

durch eine Implosion (!) entstanden. Wirklich ein sehr beeindruckender

Ort. Kann man eigentlich nicht wirklich in Bildern

festhalten, wie es dort oben ist. Aber das ist wahrscheinlich

immer so.

MAtze DUtscheK

16 JAhre, MiesbAch

So macht Bergsteigen Spaß!

2. Preis: Carmen Habenicht, 26 Jahre, Freiburg

05/13 Knotenpunkt.

MArtin nitsche

24 JAhre, helsA

Das Bild ist 2009 im Allgäu auf einer Hüttenwanderung mit

Freunden entstanden. Ein einfach traumhafter Moment, in dem

man sich einfach nur mit seinen Gedanken im „Jetzt“ und halt

nirgends anders bewegte, deswegen gehe ich immer wieder mit

meinen Kumpels in die Berge.

loUisA witteKinD

16 JAhre, KelKheiM

Das Bild ist in der Nähe der Verdonschlucht frühmorgens beim

Öffnen des Zeltes entstanden. Dies war mein allererster Kletterurlaub

(2009), und ich weiß noch genau, wie vollkommen

sprachlos ich war, als ich spät abends das erste Mal am Zeltplatz

ankam und der Mond auf das Wasser schien – es war ein-


Knotenpunkt. 05/13

fach so ein unglaublich irrer Anblick. Es sollten noch viele weitere

Kletterurlaube bis heute folgen, auch mit Kursen der JDAV.

Dadurch habe ich viele unheimlich nette, aufgeschlossene,

verschiedenste Leute kennengelernt, mit denen ich mich bis

heute immer wieder treffe, um in die Berge zu gehen, an den

Fels oder in die Hallen in ganz Deutschland. So lernte ich auch

meine allerbeste Freundin beim Bergsteigen mit der JDAV vor

einigen Jahren kennen. Dieses Bild beschreibt einfach alles so

gut, was Klettern und die Freunde, die ich dadurch/durch die

JDAV kennenlernen durfte, für mich bedeuten: Sprachlosigkeit

vor Glück und Faszination, atemberaubende Natur und einmalige,

verrückte, absolut erinnerungswerte Erlebnisse. Deshalb

liebe ich diesen Sport: wegen der Natur, den Reisen und

den gleichgesinnten Leuten, mit denen man diese Eindrücke

teilen kann.

frAnzisKA elMer

20 JAhre, rieD

Hier hatte ich das Gefühl von Freiheit.

benJAMin brUcKbAUer

16 JAhre, rosenheiM

Man sieht mich hier in unserem letzten Urlaub auf Hvar, einer

Insel vor Kroatien.

siMon wieser

20 JAhre, MeMMelsDorf

Dieses Foto entstand auf einer Skitour dieses Jahr auf dem Piz

Buin. Das Bergsteigen und Klettern verbindet für mich alles,

was Spaß macht: Natur, nette Leute, sportliche Herausforderung

und Abenteuer.

Das Bild ist auf unserer Hüttentour im Hochstubai

auf dem Hausberg von der Hochstubaihütte

entstanden. Das Gipfelkreuz ist irgendwann mal

umgefallen, und dann haben wir beschlossen,

ein Neues zu bauen. Wir fanden, ein Steinhaufen

ist langweilig, das kann ja jeder, also haben wir

stattdessen das Herz, das neue Gipfelherz, aufgebaut.

Schließlich schlägt unser Herz ja für die Berge!

3. Preis: Klara schönenberger, 17 Jahre, radolfzell

AnnAbellA wolf

fürstenfelDbrUcK

Das Foto im Anhang zeigt meine Freundinnen, die ich auch

über den DAV kennenlernte. Wir (alle Mitte 20) unternehmen

sehr gerne zusammen Touren in den Bergen; ob in der Hütte,

im Biwak, zu Fuß oder mit dem Rad, ist dabei egal.

AnniKA lepper

6 JAhre, lUDwigshAfen

Hallo, liebe JDAV! Anbei ein Bild von mir für das „Bilderheft“. Auf

dem Foto bin ich 4 Jahre alt! Ich mache sehr gerne mit meinen Eltern

Wanderurlaub in den Bergen (Schweiz und Österreich). Aber

am besten gefällt mir dabei die Rast!!!! Denn ich weiß, dass Wandern

sehr hungrig macht! Deshalb habe ich auch immer meinen

eigenen Rucksack mit der nötigen Verpflegung dabei!

65


Für mich bedeutet die JDAV, die

Freude am Klettern/Bouldern mit

Gleichgesinnten zu teilen und

gemeinsam einfach eine tolle Zeit in

der Natur zu verbringen. Und wenn

dabei noch das ein oder andere tolle

Foto rumkommt, umso besser …

66

PHiloMeNa Maria staNggassiNger, 6 Jahre, Berchtesgaden.

Das Bild zeigt mich (links

im Bild) und meine Freun-

din Katharina auf einer

Alm in Berchtesgaden

unterhalb des Watzmanns!

Das Bild zeigt

unsere Freundschaft,

unseren Spaß am Berg

und unsere Flexibilität

in Sachen Wetter!

Felix Müller, 26 Jahre, Jena

saBriNa MaUl, 22 Jahre, Neukirchen

Am Hohenstaufen –

Ausblicke & Ein drücke

05/13 Knotenpunkt.


Knotenpunkt. 05/13

Valerie rUtz, 12 Jahre, Miesbach

Yeah! Auch Hatscher auf

Bergtouren machen Spaß,

wenn man (in diesem Fall

mein Bruder) auf Papas

Schultern sitzt!

Die Liebe zum

Leben, zum Naschen

und zu den Bergen.

HeleNe sCHleiNiNg, 21 Jahre, Bad aibling

[Sebastian Schrank]

67


KNOTENPUNKT.

JaNNiK JürgeNs, 21 Jahre, sankt augustin

05/13 Knotenpunkt.

Ein Bild von mir morgens

beim Aufstehen im Wallis

auf 3300 Metern. Dieser

Ausblick lässt die Anstrengungen

der letzten Tage und

die morgendliche Müdigkeit

schnell wieder verfliegen.

Diese fantastischen

Momente ziehen einen

immer wieder in die Berge.

Vorschau 06/2013

ein heft für gruppen || „Gemeinsam sind wir stark!“ In der Gruppe macht manches viel mehr Spaß. Und mit

Schwarm­Intelligenz erreicht man auch mehr, wenn man gut zusammenspielt. Andererseits läuft im Haufen auch

einiges chaotischer ab. Ein Heft über Vor­ und Nachteile von Gruppen – und was man mit ihnen erleben kann.


Sauerei

Vergangenes Jahr war ich mit meiner kleinen

Tochter auf dem Aggenstein. Während des Aufstiegs

packte sie einen Traubenzucker aus, wobei

ihr der Wind die Cellophanverpackung aus

der Hand wehte. Es war für uns selbstverständlich,

dass sie dem Papier hinterherstieg, um es

mitzunehmen. Am Gipfel rauchte ein Wanderer

genüsslich eine Zigarette und schnippte dann

die Kippe elegant gen Tal. Ein anderer schob seine

Kippe unter einen Stein. Bei genauerem Hinschauen

sahen wir, dass verstreut über dem

ganzen Gipfelplatz Kippen lagen. Ich konnte

meiner Tochter nur schwer erklären, warum ich

wegen einem kleinen Cellophanpapier so einen

Aufstand mache, wo doch offenbar Erwachsene

ihren Müll einfach in die Berglandschaft werfen.

Der Alpenverein hat es sich doch auch zur Aufgabe

gemacht, die einzigartige Natur der Alpen

zu schützen. Vielleicht sensibilisieren Sie Ihre

Leser mal für dieses Thema. S. Kauffer

Glückwunsch

Zum Beitrag „Angstlust auf dem Eiger-

Grat“, in DAV Panorama 4/2013, S. 8

Spontan beglückwünsche ich Sie zu dem Artikel

von Wolf Schneider im letzten Panorama! Erstens,

weil Beiträge dieser Art selten geworden

sind. Leider. Zweitens, weil dieser Altmeister

des deutschen Journalismus wie kaum ein anderer

ausdrückt, was wir Bergsteiger freiwillig

tun und empfinden! H. Ahlbrecht

Besondere Seilschaft

Ich bin am Donnerstag, 11. Juli, den Hias Klet-

tersteig am Dachstein/Silberkarklamm geklettert.

Dabei habe ich meine Sportuhr verloren.

Ich hatte dann eine Seilschaft gebeten, nach

der Uhr zu schauen und sie im Hotel in Ramsau

zu hinterlegen. Ich hätte den Klettersteig nicht

ein zweites Mal gehen können. Zu meiner Freude

konnte ich die Uhr am nächsten Tag wieder in

Händen halten. Leider haben die Kletterer keine

Adresse hinterlassen, so dass ich mich auf diesem

Weg recht herzlich für die tolle Bergkameradschaft

bedanken möchte. Dr. W. Treppschuh

Besondere Kameraden

Was sind das für Bergkameraden, die andere

Menschen beklauen? So geschehen am 14. Juli

um 8 Uhr auf der Terrasse des Kreuzeckhauses

(GaPa). Die Hüttenwirtin hat euch beim Diebstahl

meiner Sony DSC-HX20V beobachtet.

Gebt wenigstens die Speicherkarte ans Kreuzeckhaus

zurück (auch anonym)! J. Schaible

Daneben

Zum Leserbeitrag „Ein Witz“ in DAV

Panorama 4/2013, S. 71

Recht hat er, M. Ott, mit seiner Erwiderung.

Gerade Bergsportler sollten gelernt haben, mit

Respekt, Toleranz und Anstand miteinander

umzugehen, und es ist bedauerlich, dass der Panorama-Redaktion

mit „Was soll der Quatsch?“

in DAV Panorama 3/2013, S. 74 diesbezüglich

ein voller Ausrutscher passiert ist. Nur, lieber M.

Ott, auch Sie konnten sich's dann nicht verkneifen,

in den gleichen Ton zu verfallen und „die

DAVler“ genauso gnadenlos, unqualifiziert und

respektlos ins Visier zu nehmen. Der Schuss

ging auch daneben! R. Hamberger

leserpost

nernen Meer in den Berchtesgadener Alpen.

Der Start am Königssee begann dann auch

bei herrlichem Sonnenschein. An der ersten

Hütte erwarteten uns allerdings schon die ersten

Regentropfen. Am nächsten Morgen ging

es dann bei strömendem Regen weiter zur

nächsten Hütte, die wir bei Schneefall erreichten.

Von den dort gebuchten 100 Hüttenschlafplätzen

hatten wir die freie Auswahl,

denn außer uns waren keine Gäste erschienen.

Die meisten hatten noch nicht einmal abgesagt.

Am letzten Tag mussten wir von der

ebenfalls unterbelegten Hütte bei Regen den

geplanten Abstieg beginnen. Nach einer Stunde

waren dann wieder kurze Hosen angesagt

und wir erreichten den Königssee, wie wir ihn

beim Tourstart vorgefunden hatten. Bei herrlichem

Sonnenschein. Für alle Wanderer stand

fest: „Das war eine absolut tolle Tour“. Bei allem

Unverständnis danke ich trotzdem den zu

Hause Gebliebenen: Sie haben uns ein paar

wunderschöne Bergtage beschert – in absoluter

Einsamkeit. D. Berner

Refuge de l'Aigle geschlossen

Bei Sonne kann jeder

Zum Beitrag „Dauphiné-Hochtouren“ in

DAV Panorama 4/2013, S. 16ff.

Zum Beitrag „Hüttentouren und das

Es hat mich gefreut, diesen Artikel zu lesen, da

Wetter“ in DAV Panorama 4/2013, S. 72f. ich schon zahlreiche Bergtouren im Massif des

Mit zwei Freunden und meinem Sohn startete Écrins unternommen habe. Erlauben Sie mir

ich letzten Herbst bei eher mäßigen Wetter- aber einen wichtigen Hinweis: Das Refuge de

aussichten zu einer Mehrtagestour zum Stei- l'Aigle ist seit dem 23.10.2012 vom Bürgermeister

der Gemeinde La Grave

In Panorama 4/2013, S. 14, haben wir

per Verordnung geschlossen

über Lothar Ziegler berichtet, der für über

worden. Die Hütte ist weder

50 Jahre Ehrenamt mit dem Verdienstkreuz

bewirtschaftet noch als Notbi-

am Bande des Verdienstordens ausgezeichnet

wurde. Leider ist das Bild zum Text

falsch – es zeigt Herrn Regierungspräsidenten

Beinhofer aus Würzburg. Daher bilwak

geöffnet. Wenn man wie

die Bergsteiger aus Ihrem Artikel

erst gegen 18 Uhr die Überden

wir an dieser Stelle Lothar Ziegler noch

schreitung beendet hat, stehen

einmal ab und entschuldigen uns aus-

einem dann noch etwa drei

drücklich für diesen Fehler.

Stunden Abstieg bis ins Tal be-

In Panorama 4/2013 haben wir beim Hüttenwirtsporträt vor – bis zur Unterkunft in Villar

der Göppinger Hütte (S. 74) das Hohe Licht als Tourenziel

angegeben. Den zweithöchsten Berg der Allgäuer Alpen erreicht

man jedoch nicht über die Göppinger Hütte, ihr Hausberg

ist die Hochlichtspitze (2600 m).

d'Arène noch eine Stunde mehr.

Das sollte bei einer solchen

Tourenplanung nicht vergessen

werden. A. Schleith

DAV 5/2013 69


Sanftes Tourismuskonzept „Bergsteigerdörfer“

Es gEht Auch wEnigEr

Es gibt sie noch, wenn sie auch oft

nicht ganz leicht auszuma chen sind:

Gemeinden mit authentischem Orts-

bild, gepflegter Kulturlandschaft,

umgeben von einer wunderschönen Bergkulisse

und einem weit verzweigten Wegenetz

und Schutzhütten alpiner Vereine.

Gemeinden und Regionen, die sich – sei es

aufgrund schlechter Bedingungen für den

Skitourismus oder aber ganz bewusst –

nicht dem großen Erschließungsdrang hingegeben

haben. Hier gibt es keine talübergreifenden

Skigebiete, keinen großen

Eventtourismus, keine Hochleistungsverkehrswege

und keine Installationen, die

70 DAV 5/2013

Die initiative „Bergsteigerdörfer“ des Oesterreichischen Alpenvereins (OeAV) unterstützt gemeinden, in denen

Berge und Bergsteigen im kulturellen selbstverständnis einen hohen wert haben. sie entsprechen den Zielen

der Alpenkonvention, die eine nachhaltige Entwicklung im Alpenraum anstrebt.

Von Christina Schwann

Natur in Szene setzen sollen. Weniger, dafür

besser, lautet schlicht die Devise.

Aus eigener Kraft

Die Bergsteigerdörfer setzen dabei auf ihren

größten Wert: unverbrauchte Natur-

und Kulturlandschaft, die mittlerweile rar

geworden ist. Sie liefern sich nicht blind gewinnversprechenden

Konzepten aus, sondern

streben einen Sommer- wie Wintertourismus

an, mit dem sie die notwendige

dörfliche Infrastruktur erhalten und gleichzeitig

nachhaltig wirtschaften können.

Was sie bieten, ist eine breite Palette an

Freizeitmöglichkeiten, aus ihrer langen

Tra dition heraus gepaart mit großer Alpinkompetenz.

Wandern, Bergsteigen, Klettern,

Skitourengehen, Langlaufen oder Schneeschuhwandern:

Die Bewegung aus eigener

Kraft und der Respekt vor Natur und Mensch

stehen im Vordergrund. Dazu gibt es viel

Ruhe, regionale Köstlichkeiten und Entspannung

nach einem langen Wandertag

in ausgewählten Partnerbetrieben.

Gemeinsam mit den bestehenden Bergsteigerdörfern

hat der Oesterreichische Alpenverein

strenge Kriterien für die Teilnahme

aufgestellt. Nicht jede Gemeinde, die

der Meinung ist, die Plattform wäre eine

zusätzliche Werbemöglichkeit, kann sich

Fotos: Arthur Lanthaler (2), Roland Schwarz, Bruno Kohl, Innsbruck Tourismus


Die Geraer Hütte und eine Kapelle im Talschluss des hinteren Valsertals (o.);

die Talgemeinde St. Jodok ist eines von 20 Bergsteigerdörfern – wie die Region

Sellraintal mit der Pforzheimer Hütte (u.l.) und der Potsdamer Hütte (u.r.).

Von beiden Stützpunkten aus lässt sich das Sellrain bestens erkunden.

an dem Projekt beteiligen. Die Auswahl

wird sehr ernst genommen und erfolgt in

mehreren Schritten. Auch der Deutsche Alpenverein

ist bei der Wahl neuer Gemeinden

in Österreich nicht unbeteiligt, besitzt

er doch vor allem in Tirol zahlreiche Arbeitsgebiete

und Schutzhütten.

naturnaher tourismus

Erst kürzlich sind in Nordtirol zwei neue

Regionen in den Kreis der Bergsteigerdörfer

aufgenommen worden: St. Jodok mit dem

Schmirn- und Valsertal sowie die Region

Sellraintal mit den drei Gemeinden Gries,

Sellrain und St. Sigmund. Mehrere Hütten

des Alpenvereins dienen hier als wichtige

Stützpunkte für Mehrtagestouren wie die

Sellrainer Hüttenrunde oder die Besteigung

des 3476 Meter hohen Olperers im

Zillertal.

Dass die Tradition in diesen Gemeinden –

von der Musikkapelle über die Schützen bis

zur Bergrettung – höchste Bedeutung hat,

bewies die Beitrittsfeier der Region Sellraintal:

Die Bürgermeister der drei Gemeinden

ließen sämtliche Vereine in voller Montur

aufmarschieren. Es zeigt aber auch, wie

wichtig den Gemeinden das Projekt „Bergsteigerdörfer“

ist. Die Verantwortlichen in

den Gemeinden wissen, dass der Weg des

sanften Tourismus ein steiniger ist, aber

wohlüberlegt, denn er steht auf mehreren

Standbeinen und garantiert Autonomie.

Der Oesterreichische Alpenverein möchte

mit der Plattform „Bergsteigerdörfer“

eine echte Alternative zur weiteren Erschließung

der Alpen aufzeigen. Dabei

lehnt er sich stark an das eigene Grundsatzprogramm

der drei großen Vereine OeAV,

DAV und AVS (Alpenverein Südtirol) an,

dessen Neufassung noch mehr Wert auf die

Förderung kleiner und abgelegener Gemeinden

legt, als dies in der Vergangenheit

der Fall war. Außerdem leistet der Alpenverein

mit dem Projekt einen wichtigen Beitrag

zur Umsetzung der Alpenkonvention.

nAtur & mEnsch

Bund naturschutz wird 100

Mit einem großen Festakt hat der Bund

Naturschutz in Bayern (BN) sein 100-jähriges

Bestehen gefeiert. Beim Alpenschutz

arbeiten BN und DAV eng zusammen,

sei es bei der Ausgestaltung der Energiewende

oder dem Schutz bisher unverbauter

Berggipfel, wie beispielsweise des

Riedberger Horns im Allgäu.

Weitere Infos: bund-naturschutz.de

Pitztaler hüttentreffen

Bereits zum elften Mal trafen sich im Juni

Vertreter der hüttenbesitzenden Sektionen

im Pitztal. Zunächst stand die Mitgliederversammlung

der Wegegemeinschaft

Pitztal (WEPI) auf dem Programm. Am

Folgetag ging es um die Umsetzung der

neuen Hüttentarifordnung, Wegesanierungen

und Hütten flyer. Teilnehmende

Sektionen waren Braunschweig, Frankfurt,

Fulda, Ludwigsburg, Mainz, München,

Offenbach, Rüsselsheim und Selb.

hüttEnmElDungEn

Weidener Hütte (Tuxer Alpen). Die

Übernachtungsmöglichkeiten sind

vom 11. bis 13. Oktober eingeschränkt.

Tel. Hütte: 0043/(0)676/739 59 97

In deren Protokoll „Tourismus und Freizeit“

ist klar formuliert, dass die Vertragsparteien

sich verpflichten, „eine nachhaltige

Politik einzuleiten, welche die Wettbewerbsfähigkeit

des naturnahen Tourismus

im Alpenraum stärkt und damit einen

wichtigen Beitrag zur sozioökonomischen

Entwicklung des Alpenraumes leistet“.

Für die Gäste in den Bergsteigerdörfern

bedeutet das ganz konkret: Sie genießen

ihre Touren und den Aufenthalt in echter

Bergkultur und einer Natur, die sich selbst

am besten in Szene setzt. Und sie unterstützen

die Gemeinden auf ihrem Weg eines

nachhaltigen, selbstbestimmten Tourismus

und fördern damit selbst die Ziele

der Alpenkonvention.

christina schwann arbeitet in

der Fachabteilung Raumplanung-Naturschutz

des

Oesterreichischen Alpenvereins

und betreut dort das

Projekt „Bergsteigerdörfer“.

bergsteigerdoerfer.at

DAV 5/2013 71


HÜTTENWIRT

Rastkogelhütte (2124 m): Kein Standardprogramm

Kathleen und Steffen Dammann haben ihren

Hütteneinstand auf der Rastkogelhütte der

Sektion Oberkochen am zweiten Weihnachtsfeiertag

2012 gegeben – die Pacht

hatten sie Anfang November übernommen

und gleich über Weihnachten und Silvester

geöffnet. Nach etlichen Jahren auf der Insel

Sylt mit maximal 32 Metern überm Meeresspiegel

wollten die gelernte Hotelfachfrau

und der Automobilkaufmann, der leidenschaftlich

gern und gut kocht, dann doch etwas

höher hinaus. Angekommen sind die

beiden auf über zweitausend Meter Höhe,

inmitten der Tuxer Voralpen. „Jeder Tag hier

oben ist anders, man erreicht mit Wenigem

oft sehr viel und ist komplett weg vom Alltagstrott

im Tal“, so die Bilanz der beiden.

Auf die Hütte kommen Fernwanderer vom

Adlerweg oder der Via Alpina, aber auch Tagesgäste

und Mountainbiker; im Winter keh-

Mit der Bahn in die Berge

Kendlmühlfilz – dem Torf auf der Spur

Von Rottau im Chiemgau führt ein schöner

Moor- und Naturlehrpfad durch eines der

größten Hochmoore in Bayern. Besonders

reizvoll ist die Wanderung durch das Naturschutzgebiet

im Herbst, wenn sich das

leuchtend gelbe Birkenlaub und die violette

Erikaheide von den vielleicht schon weiß

überzuckerten Gipfeln der Chiemgauer Berge

abheben. Früher bauten hier Strafgefangene

Torf ab, heute dienen die alten Stahlstränge

streckenweise als Wege. Darüber hinaus

hat die Moorwanderung mit ihrer Nähe zu

Kampenwand, Hochplatte und Hochgern ihren

ganz besonderen Reiz. Das Bergpanorama

kann man vom Westerbuchberg aus ausgiebig

genießen.

72 DAV 5/2013

ren Skitourengeher und Schneeschuhwanderer

ein. Dass der Zustieg aus Hochfügen in

zweieinhalb Stunden oder von der Zillertaler

Höhenstraße in ein- bis eineinhalb Stunden

auch für Kinder machbar ist, kommt der familienfreundlichen

Rastkogelhütte sehr entgegen.

Die kleinen Gäste können sich an Os-

Vom hohen Norden in die hohen Berge: Kathleen

und Steffen Dammann haben sich gut eingelebt.

Von dort aus bietet es sich an, über das Torf -

museum zurück nach Rottau zu wandern. In

den Gebäuden des alten Torfbahnhofes gibt

es Sammlungen zur Moorkunde und zur Torfwirtschaft

mit vielen Exponaten. Highlight des

kleinen Museums ist die einzige vollständig

erhalten gebliebene Torfballenpresse. Eine

zusätzliche Attraktion ist die Fahrt mit einem

Feldbahnzug auf der vorhandenen Schmalspur.

Bis Anfang November gibt es samstags geführte

Besichtigungen um 14 und 16 Uhr,

inklusive Feldbahnfahrt.

Infos: torfbahnhof-rottau.de

Alternativ kann man aber auch nach Übersee

weiter wandern, von wo aus man mit dem Zug

direkt zurückfahren kann.

tern auf das Eiersuchen freuen, einiges los

ist aber das ganze Jahr über – vom „Roastkogel-Oktoberfest“

über die Adventszeit mit

Eierpunsch bis zum Schottenfest mit Livemusik,

Guinness und Lammspezialitäten.

Beim Speisen- und Getränkeangebot arbeiten

die beiden eng mit den lokalen Erzeugern

zusammen, und weil Steffen selbst Jäger ist,

kommt frisches Wild direkt vom Rastkogel

auf den Tisch. Dessen Gipfel lässt sich von

der Hütte aus über den Südostgrat in drei bis

vier Stunden besteigen, für den benachbarten

Rosskopf braucht es nur zwei Stunden.

Weniger anspruchsvoll und mit Kindern in

einer Stunde gut machbar ist das Kreuzjoch,

wer eine Stunde drauflegt, erreicht den Kraxentrager.

red

| Die Hütte ist bis Ende Oktober geöffnet.

Tel.: 0043/(0)680/22 57 124, rastkogelhuette@

t-online.de alpenverein-oberkochen.de |

Reine Gehzeit: 4 Std.

Schwierigkeit: Leicht

Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober

Ausgangspunkt: Bushaltestelle Rottau

Karte: UK L7 " Chiemsee und Umgebung"

1:50.000, Bayerisches

Landesvermessungsamt

Einkehr: Hotel-Restaurant Alpenhof am

Westerbuchberg, Gasthof

Messerschmied in Rottau.

Anreise: Von München Hbf. nach Prien

und von dort weiter mit RVO-Bus

9505 nach Rottau. (Kürzeste

Fahrzeit 1:18 Std.)

Rückreise: Zurück nach München wie auf

dem Hinweg bzw. ohne Umsteigen

vom Bahnhof Übersee (Variante)

Genauer Tourenverlauf zum Ausdrucken und

Mitnehmen unter alpenverein.de/panorama

Fotos: Michael Pröttel, DAV Heilbronn, Steffen Reich, Jörg Zeidelhack, DAV Oberkochen


Neue Heilbronner Hütte

alles Fassade

Das Gerüst ist abmontiert, österreichische Lär-

che strahlt im Sonnenschein: Zwei Fassadensei-

ten der Neuen Heilbronner Hütte im Montafon

sind fertig. Drei Wochen lang hatten an gehende

Zimmerleute und Schreiner der gewerblichen Jo -

hann-Jakob-Widmann-Schule in Heilbronn und

der Schulen in Tauberbischofsheim und Schwäbisch

Hall zugepackt. Unterstützung kam auch

von der Zimmer-Innung Heilbronn, der örtlichen

Volksbank und Firmen aus der Region.

Süd- und Westseite folgen 2014, dann ist die

Teamarbeit zwischen der Arbeitsmannschaft

Alles neu mach(t)en die Arbeitsgruppe der Sektion und

fleißige Handwerksschüler an der Hüttenfassade.

der Sektion und den Schülern vollendet. 475

Quadratmeter „Außenhaut“ der Hütte werden

dann erneuert sein. Am 21. September wollen

Handwerkskammer und DAV den „Tag des

Handwerks“ mit einer Halbzeit-„Bauabnahme“

auf 2320 Meter Höhe verbinden – auch Vertreter

des Heilbronner Gemeinde rates werden

dann auf der Hütte sein. schw

Fressen, bis der Schnee kommt: Bis zu

eineinhalb Kilo Kräuter und Gras

vertilgt ein Murmeltier täglich. Mit der

angefressenen Fettschicht kommt es

im Winterschlaf gut über den Winter.

Tag des Kletterns in Baden-Württemberg

dialog am Fels

nAtur & mEnsch

Es hat sich gelohnt – so das Resümee mehrerer Arbeitskreise

Klettern und Naturschutz (AKN) zum Tag des Kletterns

in Baden-Württemberg. Im Juli fanden zahlreiche Vertreter

aus Politik, Behörden, Naturschutz und Tourismus von der

Schwäbischen Alb bis zum Odenwald den Weg an die Felsen.

Dort zeigten die Mitglieder der Arbeitskreise, wie Klettern naturverträglich

möglich ist und welche Bedeutung es für die

Jugendarbeit, die Naturerfahrung und für die wohnortnahe

Klettern macht Spaß und ist natur-

Erholung hat. Auch der Extrembergsteiger Ralf Dujmovits

verträglich möglich. Wie und warum,

aus dem Schwarzwald schätzt die heimischen Klettergebie- zeigte der „Tag des Kletterns“.

te und unterstützte daher den Tag des Kletterns. Beeindruckt

waren viele Gäste von der guten Zusammenarbeit zwischen Kletterern und Naturschützern.

Und trotzdem: Mancherorts muss noch nachgebessert werden. Im Donautal beispielsweise wünschen

sich die Kletterer die Wiederfreigabe von wichtigen Kletterfelsen und sind bereit, an der Ausarbeitung

von Konzeptionen zum naturverträglichen Klettern mitzuwirken. sr

Überlebenskünstler: Alpenmurmeltier

nager mit energiesparmodus

Das gesellig lebende „Mankei“ ist das größte Nagetier der Alpen, sein Lebensraum sind offene, sonnige

Hochgebirgshänge (alpine Rasen, Almflächen) und Geröllfelder zwischen 1000 und 3000 Meter

Höhe. Bergsteiger kennen die schrillen Pfiffe, wenn sie in Murmeltier-Terrain unterwegs sind. Damit

warnt ein Tier die anderen. Je nachdem, ob Gefahr vom Boden (Fuchs) oder aus der Luft (Adler) droht,

werden unterschiedliche Signale verwendet. Die anderen Familienmitglieder können so in Ruhe pro

Tag bis zu eineinhalb Kilo Kräuter und Gräser fressen, jetzt im Herbst eine lebensnotwendige Voraussetzung,

um ihre Gewichtszunahme für den Winterschlaf sicherzustellen. Ein ausgeklügeltes System,

denn Murmeltiere sind zu klein, um die kalten Nächte des winterlichen Hochgebirges ungeschützt zu

überstehen. Anderseits sind sie mit einem Gewicht von drei bis fünf Kilo aber auch zu schwer, um unter

dem Schnee auf Nahrungssuche zu gehen. In ihren bis zu drei Meter tiefen, verzweigten Erdbauen

unter der schützenden Schneedecke, wo die Temperaturen den ganzen Winter stabil bei etwa null

Grad bleiben, reichen die Fettreserven für sechs bis sieben

Monate. Dabei werden die Körperfunktionen extrem heruntergefahren:

Die Körperkerntemperatur liegt dann bei zwei

bis zehn Grad, der Puls beträgt nur wenige Schläge pro Minute.

Die Jungtiere werden in der Schlafhöhle in die Mitte genommen

und von den Älteren gewärmt. Alle zwei bis vier

Wochen „erwachen“ die Tiere kurzzeitig und die Körpertemperatur

wird auf etwa 34 Grad hochgefahren, bevor sie wieder

in die Kältestarre fallen. Auch hier geben die Älteren den

Jüngeren den Takt vor. Durch diesen „Erholungsschlaf“ werden

vermutlich Schädigungen des Gehirns und der Nervenverbindungen

behoben oder vermieden. red

DAV 5/2013 73


AV-Jahrbuch – Ausstellung – Veranstaltungsreihe

»ERschliEssunGsFall alpEn«

W

er unaufgeregte Touren

in „herkömmlicher“ Kulturund

Naturlandschaft erleben

möchte, tut sich oft

schwer zwischen dem Skigebietsinventar,

auf Idealhangneigung hin nivellierten Landschaften

und den sogenannten Erlebnisinstallationen

mit eisernen Adlerhorsten, Cliff

Walks und Hängebrücken. Der Klimawandel

mit abnehmender Schneesicherheit, der

Konkurrenzdruck der Skigebiete untereinander

und die Angst der Gemeinden vor

sinkenden Einnahmen sorgen für eine touristische

Erschließungsspirale, die kein

Ende zu nehmen scheint. Als ob das noch

74 DAV 5/2013

„Funparks“, schneekanonen, stauseen … wie lange dreht sich das alpine Erschließungskarussell weiter, ohne

zum kollektiven schleudersitz für Mensch und natur zu werden? Das aV-Jahrbuch, Diskussionen, lesungen

und 2014 eine ausstellung im alpinen Museum regen zur auseinandersetzung an.

nicht genug ist, droht dem unerschlossenen

Alpenraum auch noch von anderer Seite

Gefahr. Die Suche nach Quellen für erneuerbare

Energien und nach Möglichkeiten,

Energie zu speichern, macht die Alpen auch

für Energieversorger extrem attrak tiv.

Alpenweit werden zahlreiche Pumpspeicherkraftwerke,

zusätzliche Stau seen, Wasserableitungen

und Windkraftwerke geplant.

Allein im deutschen Alpenraum sind

fünf Pumpspeicherkraftwerke projektiert,

unter anderem an so einmaligen landschaftlichen

Standorten wie dem Jochberg

oberhalb des Walchensees und am Grünten

im Allgäu.

Von Friederike Kaiser und Georg Hohenester

Mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen,

dem AV-Jahrbuch und einer Ausstellung

im Alpinen Museum möchte der

DAV in den kommenden Monaten auf den

Umfang und die Bedeutung der Problematik

aufmerksam machen, Zukunftsszenarien

entwickeln und mögliche Wege und Lösungen

anstoßen und diskutieren.

BergFokus in BERG 2014

Den Erschließungsdruck in den Alpen

thematisieren die Autoren des BergFokus

im neuen Jahrbuch BERG 2014 (s. S. 76). So

hinterfragt Rudi Erlacher die Wechselwirkung

von Klimawandel, Energiewende und

Fotos: Friederike Kaiser, Franz Speer


Mit der Gondel zurück

in die Urzeit: Triassic

Parc auf der Steinplatte

Waidring/Österreich (l.);

Schneekanonenfutter:

der neue Speichersee

am Brauneck/Bayerische

Voralpen.

»Alpen unter Druck«

Die Ausstellung „Alpen unter Druck“ ist ab 13. März 2014 bis 11. Februar 2015 zu sehen.

Bereits ab November 2013 läuft das begleitende Veranstaltungsprogramm an.

> podiumsdiskussion „Zwischen stausee und Windrad – Wie wird die

Energiewende die alpen verändern?“

Mittwoch, 13. November, 19.30 Uhr

Teilnehmer u.a.: Robert Götz, Leiter der Energieagentur des Bayerischen Wirtschaftsministeriums,

Erwin Rothgang, Präsident CIPRA Deutschland, Detlef Fischer, Geschäftsführer des

Verbandes der Bayerischen Energie­ und Wasserwirtschaft, DAV­Vizepräsident Ludwig

Wucherpfennig und Rudi Erlacher, Energieexperte vom Verein zum Schutz der Bergwelt.

> lesung: christoph Ransmayr – natur- und landschaftserfahrungen

eines großen Reisenden

Mittwoch, 27. November, 19.30 Uhr

Existenzielle Erfahrungen vor und in der Natur sind ein beständig wiederkehrendes Motiv in

den Werken des österreichischen Autors und Weltenwanderers – zuletzt in dem kürzlich

erschienenen Buch „Atlas eines ängstlichen Mannes". Seine Begegnungen mit Landschaft und

Menschen fasst er in eine formvollendete, präzise Sprache, die die sinnliche Wahrnehmung

mit utopisch­melancholischer Reflexion verknüpft.

Naturschutz auf den Alpenraum (siehe auch

„Thema“, S. 24f.). Georg Bayerle untersucht,

wie die Alpen in einem millionenschweren

Wettrüsten für die Spaßgesellschaft inszeniert

werden. „Blähungen treten vor dem

Platzen auf“, so lautet das Credo des Verkehrsexperten

Prof. Dr. Hermann Knoflacher

mit Blick auf zunehmende Autogrößen

vor allem im „SUV-Segment“. Axel Klemmer

stellt sich die Frage: Was passiert mit einem

Alpental, wenn die Menschen dort zu Geld

kommen und den gleichen Wohlstand pflegen

wie alle anderen (siehe auch „Thema“,

S. 21ff.)? Und zwei Kollegen aus Innsbruck

bringen die Sicht des Oesterreichischen

Alpenvereins ein: Der Referatsleiter Naturschutz

Peter Hasslacher erörtert die alpine

Raumordnung als Aufgabenstellung der Alpenvereine,

und der Generalsekretär Robert

Renzler berichtet von seinen Erfahrungen

des persönlichen Engagements am

Beispiel des Windkraftprojekts am Sattelberg

in den Brennerbergen. Ein weiteres Interview

rundet das FokusThema ab: Nils

Beste und Georg Hohen ester von Knotenpunkt/Panorama

sprachen mit den Professoren

Dominik Siegrist und Niko Paech über

die Zukunft der Alpen. Dabei geht es um die

Alpen als „grüner Akku“ der Energiewende,

die Erschließungsspirale im Skisegment,

KultuR & MEDiEn

aber auch um die Verantwortung von Al pin-

verbänden und Bergsportlern (siehe auch

„Thema“, S. 26f.).

ausstellung „alpen unter Druck“

Ab Mitte März nächsten Jahres widmet

sich auch eine Ausstellung im Alpinen Museum

München dem verstärkten Erschließungsdruck

im Alpenbogen. In den letzten

Monaten recherchierten die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in Zusammenarbeit

mit den anderen Alpenvereinen im Alpenraum,

dem Verein zum Schutz der Bergwelt

und mit Unterstützung unter anderem des

WWF, Mountain Wilderness und der CIPRA

fast zweihundert größere Erschließungsprojekte

im Alpenraum, die in den letzten

Jahren realisiert wurden oder momentan in

Planung sind. Sie werden mit Fotos, Dokumenten,

Karten, Hörfunk- und Videomitschnitten

vorgestellt.

Ein großes Anliegen ist es dem Alpinen

Museum zudem, auf die Bedeutung des

unerschlossenen Hochgebirges für die

Menschen hinzuweisen. Die historischen

Gemälde des Museums, Zitate aus dreihundert

Jahren Alpenbegeisterung, Ansichtskarten

und Interviews mit Einheimischen

zeigen einmal mehr, worauf die Menschen

verzichten, wenn sie die Alpen weiter in

dem Maße erschließen wie in den letzten

Jahrzehnten.

Friederike Kaiser, Geschäftsbereichsleiterin

Kultur im DAV, leitet das Projekt „Alpen

unter Druck“ und dokumentiert Erschließungen

auf ihren Bergtouren.

Georg hohenester, Ressortleiter Redaktion,

arbeitet für DAV Panorama und das AV­Jahr­

buch am Projekt „Alpen unter Druck" mit.

DAV 5/2013 75


MEDiEn aKtuEll

DiE alpEn – unsERE BERGE Von oBEn

Seit 12. September ist der Dokumentarfilm

in vielen deutschen Kinos zu sehen. Ein

spektakulärer Rundflug vom Montblanc

zum Großglockner, vom Matterhorn

zur Zugspitze, vom Eiger zu den Drei Zin­

nen – und eine Darstellung der großen

Themen in den Alpen: Es geht um ihre

Entstehungsgeschichte, ihre Besiedelung

und Erschließung, um Kultur, Tourismus,

aber auch Umweltprobleme. Bilder von

den Autokolonnen auf der Europabrücke,

dem Tagebau in der Steiermark oder

den Kunststoffplanen, die schützend über

den Stubaier Gletscher

ausgebreitet

werden, machen

deutlich: Der fragile

Naturraum Alpen

ist in Gefahr.

paMiR ElEKtRonisch

Nach drei Printveröffentlichungen hat

Dieter Porsche, Expeditionsbergsteiger

und DAV­Verbandsratsmitglied, sein ers­

tes E­Book veröffentlicht. Den packenden

Expeditionsbericht von der Besteigung des

Pik Lenin (7134 m) im nördlichen Pamir

2012 ergänzen 90 hochauflösende Bilder,

die einen sehr realistischen Eindruck der

Landschaft und der Gegebenheiten vor Ort

vermitteln. In extra Kapiteln bespricht der

Autor die erforderliche Expeditionsausrüstung

für den Pik Lenin, übertragbar auf

andere Siebentausender,

und die Taktik am Berg.

Die wichtigsten Regeln

zur Höhenanpassung

und die Anzeichen der

gefürchteten Höhenkrankheiten

kommen

ebenfalls nicht zu kurz.

Das E­Book ist über

Beam­eBooks.de, im Amazon Kindle Shop,

im iBookstore und bei Kobo erhältlich.

DaV-Bibliothek

Praterinsel 5, 80538 München

Telefon: 089/21 12 24­0 (Fax: ­40)

bibliothek@alpenverein.de

Öffnungszeiten: donnerstags von 12–19

Uhr. Buchrückgabe jederzeit über die

Bücherklappe

Büchersuche und -ausleihe: online unter

opac.alpenverein.de

Anmeldung unter bibliothek@alpenverein.

de mit Mitgliedsnummer, Anschrift und

Geburtsdatum

76 DAV 5/2013

Alpenvereinsjahrbuch und DAV-Kalender

Ein Jahr lang Berge

Sachverstand und der rechte Blick fürs Lesevergnügen

und den Augenschmaus: Das Alpenvereinsjahrbuch

und die beiden großformatigen Fotokalender

holen die Berge nach Hause.

Reportagen, Porträts und Interviews, dazu

großartige Bilder: Das neue Alpenvereinsjahrbuch

„Berg 2014“ überzeugt einmal mehr durch

inhaltliche Vielfalt und eine gelungene Aufmachung.

Mehr kann man zwar zum Thema Berge

und Alpinismus lesen, muss man aber nicht. Ins

Zentrum der BergWelten rücken dieses Mal Exkursionen

zum Hochschwab, den verkarsteten

Kalkstock am Ostrand der Alpen – die beiliegende

AV­Karte lädt zur ersten Tourenplanung ein.

Wer weiter in das Gemeinschaftswerk der drei

Alpenvereine DAV, OeAV und AVS einsteigt, den

schlauen die Rubriken BergSteigen und Berg­

Wissen unter anderem mit einer internationalen

Chronik, einer Bestandsaufnahme der Ethik im

Bergsport, dem neuesten Stand bei der Lawinenkunde

und Selbstversuchen bei der Anreise

mit Bus, Bahn und Pedelec in die Berge auf. Extremes

bis Philosophisches gibt es bei der Berg­

Kultur und den BergMenschen nachzulesen, wie

das Gipfeltreffen mit der japanischen Extrembergsteigerin

Kei Taniguchi oder den Zusammenhang

von Beschleunigung und Bergerlebnis.

Der BergFokus legt wiederum harte Fakten auf

den Tisch: Im Zuge von Energiewende und europäischer

Wirtschaftskrise wird die wirtschaftliche

Erschließung von Naturräumen mit neuen

Argumenten und wachsender Dynamik betrieben.

Welche Konsequenzen hat dies für die Alpen?

(Siehe dazu auch das „Thema“, S. 20ff. und

S. 74/75.) Ob richtig sportlich oder eher beschaulich

– die beiden Alpenvereinskalender

sind so oder so ein Hingucker: „Die Welt der Berge“

– zwölf faszinierende Landschaftsstimmungen,

begleitet von ebenfalls zwölf Texten begeisterter,

aber auch nachdenklicher Alpinisten

auf umklappbaren Transparentseiten. Dass die

Berge „High!“ machen, beweist der Bergportkalender

mit spannenden und rasanten Aufnahmen

bekannter Outdoor­Fotografen. red

Jahrbuch und Kalender sind im

DAV­Shop (dav­shop.de) erhältlich,

einen digitalen Vorgeschmack auf

„Die Welt der Berge“ gibt es unter

alpenverein.de/panorama

alpenvereinsjahrbuch »Berg 2014«,

256 S., 230 Abbildungen, € 17,80

(erscheint im Oktober 2013)

Bergsportkalender »high!«,

(39 x 59 cm), € 17,80, (Nichtmitglieder

€ 22,80)

Kalender »Die Welt der Berge«,

(57 x 45 cm), € 22,80 (Nichtmitglieder

€ 27,80)


11. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee vom 23. bis 27. Oktober

Volle Konzentration!

Der Fokus des Festivals 2013 ist auf die Bergfilme

gerichtet. Besonderen Raum nehmen dabei

Dokumentationen ein, die einen kritischen Blick

auf Entwicklungen in den Bergen und im Bergsport

werfen. Und jene, die auch die Opfer nicht

aus den Augen verlieren. Wilde Einsamkeit, viel

zum Staunen, aber auch einiges zum Nachdenken

gibt es zum Beispiel mit den Dokumentationen

über die Tafelberge Venezuelas. Sie waren

nicht nur das Ziel des deutschen Kletterstars

Stefan Glowacz („Jäger des Augenblicks“); gleich

zwei weitere Kletterteams haben sich auf den

mühsamen Weg durch den Dschungel und die

überhängenden Wände gemacht. Bergsteigen,

das hat auch seine Schattenseiten und fordert

Opfer. Auch mit diesem Thema beschäftigen

sich mehrere Filme: Tief berührend ist etwa die

großartige Dokumentation, die der Filmemacher

Tom Dauer am DAV­Abend zeigt: „Selig, wer in

sonDERausstEllunG

› Philipp Schönborn.Bergpredigt

Verlängert bis 16. Februar 2014

FühRunGEn

› Geschichte des Alpenvereins

Millionenverband mit wechselvoller

Geschichte von über 100 Jahren.

Mit Thomas Lindner, Historiker

Samstag, 28. September, 15 Uhr

› Führung durch die Dauerausstellung

Mit Thomas Lindner, Historiker

Samstag, 26. Oktober, 15 Uhr

Kosten: € 4,- zzgl. ermäßigter Museumseintritt.

Keine Anmeldung erforderlich.

VERanstaltunGEn

› Buchvorstellung: „Erste am Seil ­ Pionierinnen

in Fels und Eis“ von Caroline Fink und

Karin Steinbach (s. S. 79)

Von den ersten Bergpionierinnen im 19.

Jahrhundert bis zu den Spitzenkletterinnen

von heute: Im Gespräch mit der Sportkletterin

Träumen stirbt“, ein ungewöhnliches Drama, das

sich in der Grandes­Jorasses­Nordwand abspielte.

Doch Berge bedeuten auch atemberaubende

Schönheit: Wenn etwa der große deutsche

Bergfilmer Gerhard Baur die Steinböcke in

Alpines Museum des DAV

BERGFilM-FEstiVal FotoausstEllunG: JüRGEn WinKlER

Die Licht­ und Schattenseiten der Bergwelt sind es, die den

Fotografen Jürgen Winkler immer wieder aufs Neue faszinieren.

Kaum ein anderer versteht es, diese Kontraste so eindrucksvoll

mit der Kamera einzufangen: kraftvoll, einfach und klar. Eine

Auswahl seiner schönsten Bilder zeigt Jürgen Winkler in einer

Ausstellung während des Tegernseer Bergfilm­Festivals.

DaV-aBEnD aM 25. oKtoBER

Wie jedes Jahr findet am Freitagabend der vom Deutschen

Alpenverein initiierte, regelmäßig ausverkaufte und inzwischen

auf zwei Veranstaltungssäle ausgeweitete DAV­ Abend mit

interessanten Gästen und hervorragenden Filmen statt.

Kartenvorverkauf: muenchenticket.de oder tegernsee.de

Programm: bergfilm­festival­tegernsee.de

und Wissenschaftlerin Andrea Eisenhut und

der Berg­ und Skiführerin Lisi Steurer

beleuchten die Autorinnen verschiedene

Facetten des Frauenbergsteigens.

Donnerstag, 19. September, 19.30 Uhr

Kosten: € 5,-/€ 8,-. Platzreservierung wird empfohlen.

› Preview 11. Internationales Bergfilm­

Festival Tegernsee

Bergauf­Bergab­Moderator Michael Pause

(Bayerischer Rundfunk), der Künstlerische

Leiter des Tegernseer Bergfilm­Festivals,

ruft Highlights aus dem Programm der

vergangenen Jahre in Erinnerung und gibt

einen Ausblick auf das Programm 2013.

Donnerstag, 10. Oktober, 19 Uhr

Eintritt frei. Platzreservierung wird empfohlen.

› Lange Nacht der Münchner Museen

Künstlerführung in der Sonderausstellung

Mit Philipp Schönborn.

Führungen um 21, 22, 23 und 24 Uhr

Samstag, 19. Oktober, 19 - 2 Uhr

Kosten: € 15,-

KultuR & MEDiEn

den Allgäuer Alpen zu Hauptdarstellern macht.

Und sie bedeuten – oft auch unbekannte – „Originale“:

wie zum Beispiel Kurt, der umgeben von

modernsten „Skiresorts“ hartnäckig einen alten

Sessellift betreibt. ssch

› Buchvorstellung: David Lama: Free. Mein

Abenteuer am Cerro Torre

In David Lamas erstem Buch steht nicht nur

die freie Begehung der Kompressorroute,

sondern auch der Geist einer neuen, jungen

Kletterszene.

Donnerstag, 6. November, 19.30 Uhr

Kosten: € 5,-/€ 8,-. Platzreservierung wird empfohlen.

inFoRMation unD anMElDunG:

Alpines Museum des

Deutschen Alpenvereins

Praterinsel 5, 80538 München

Tel.: 089/21 12 24­0

alpines.museum@alpenverein.de

alpines­museum.de

ÖFFnunGsZEitEn:

Dienstag bis Freitag 13­18 Uhr

Samstag und Sonntag 11­18 Uhr

Gruppen können alle Führungen

zu gesonderten Terminen buchen.

DAV 5/2013 77

Foto: Robert Steiner


European Outdoor Film Tour 2013/14: Wahnsinnig genial

Zwei Briten, die den Amerikanern zeigen, wo beim Offwidth­Klettern –

dem Klettern weiter Risse – der Hammer hängt, ein Radler, der sich allein

durchs wilde Kirgisistan schlägt, und zwei Surfer, die in einer einsamen

Bucht im hohen Norden überwintern, um die perfekte Welle zu reiten.

„Wide Boyz“, „The Road from Karakol“ und „North of the Sun“ sind nur drei

Filme des rund zweistündigen Outdoor­ und Abenteuerfilmprogramms

E.O.F.T. 13/14, das ab 12. Oktober wieder in neun europäischen Ländern

unterwegs ist. Und dabei geht es um mehr als nur Klettern, Surfen oder

eine abenteuerliche Radreise. Es geht um den Grenzbereich von Durchhaltevermögen

und Besessenheit, den feinen Unterschied zwischen „wahnsinnig

verrückt“ und „verrückt genial“.

Neben den Kletterern Tom Randall und Pete Whittaker, dem Alpinisten und

Abenteurer Kyle Dempster und den beiden Surfern Inge Wegge und Jørn

Nyseth Ranum geben sich bei der Filmtour noch viele andere Athleten ein

Stelldichein, sowohl an exotischen als auch vertrauten Orten. Mit dem Kajaker

Tyler Bradt geht es zu den spektakulärsten Wasserfällen im mexikanischen

Dschungel („Cascada“), während es in „The Beginning“ die besten

Canyoning­Spots der Alpen zu sehen gibt.

Schnee­Fans nimmt der französische Steilwandskifahrer Sébastien de

Sainte Marie in „Sound of the Void“ mit zur nervenaufreibenden Erstbefahrung

der Gspaltenhorn­Nordwand in den Berner Alpen, und in „Supervention“

zeigen sich die wahrscheinlich coolsten Skifahrer und Snowboarder

beim Tricksen und Powdern. red

| Weitere Infos zum Filmprogramm, Tickets und Termine: eoft.eu. |

noch mehr Filme und Vorträge

REEl RocK 8

Bislang musste Europa immer

bis zum Frühjahr auf die neuen

Filme warten ­ am 27. September

startet die Tour erstmals fast

zeitgleich mit den USA und feiert

eine fulminante Premiere in

Stuttgart, bei der Simone Moro

dabei sein wird.

Auch dieses Jahr kommen wieder

die Stars der internationalen

Kletter­ und Boulderszene auf

die Leinwand. Topathleten wie

Yuji Hirayama, Daniel Woods,

Hazel Findlay oder Emily Harring

ton beweisen, dass es am

Fels um mehr geht als sportliche

Höchstleistungen. Es geht um

den Spaß, um das Naturerlebnis

und wie bei Ueli Steck und

Simone Moro auch ums Leben.

reel­rock.eu

78 DAV 5/2013

alpinE athlEtE FilM touR

2013

Fünf Menschen, fünf Schicksale,

eine Lawine und ein Weltrekord

im Himalaya, eine Himalaya­

Durchquerung mit dem Rad,

zu Fuß und auf Ski und Freiheit

und Glücksgefühl von Freeridern

beim ersten Schnee: bewegende

Geschichten von ehrgeizigen

Projekten und Athleten an den

Bergen dieser Welt, die ganz

unterschiedlich die Facetten und

die Faszination „Ski Mountaineering“

näher bringen. Tourstart

und Premiere ist am 4. Oktober

in München.

dynafit.com

Supervention: Freeriding auf dem nächsten Level mit den Stars der

internationalen Ski- und Snowboadszene – gedreht wurde in Norwegen,

Alaska und Neuseeland. Die E.O.F.T. zeigt eine exklusive Kurzfassung.

10. „BERGsichtEn –

BERG+outDooR FilMFEsti-

Val“ in DREsDEn

Den größten Programmteil für

Deutschlands beliebtes

Gipfeltreffen vom 15. bis 17.

November bildet das Filmprogramm:

In zwölf Themenblöcken

werden Filme zum Klettern,

alpinen Bergsteigen, Snowboarden,

Biken oder Gleitschirmfliegen

gezeigt. Zum Jubiläum

lockt außerdem ein großes Staraufgebot

an die Elbe: Mit dabei

sind Lynn Hill, Stefan Glowacz,

Alexander Huber, Heinz Zak,

Peter Brunnert und der Enkel von

Arnold Fanck, Matthias Fanck,

der mit „Der weiße Rausch“ von

1931 einen der wichtigsten Filme

des Bergfilmpioniers zeigt.

bergsichten.de

alpinVisionEn 2013.2014

Die Sektion Rheinland Köln

präsentiert ab 27. September

Vorträge der bekannten

Bergsteiger und Fotografen

Alexander Huber, Holger Heuber,

David Göttler, Heinz Zak, Robert

Bösch, Herbert Raffalt und Jörg

Bodenbender.

dav­koeln.de

12. BERGFilMtaGE GoinG

Vom 10. bis 12. Oktober finden

die Bergfilmtage in Going am

Wilden Kaiser statt. „Frauenpower“

gibt es mit Ines Papert, eben­

falls dabei ist der Tiroler Bergläufer

Markus Kröll. Film highlights:

„A Fine Line“ von Kilian Jornet und

„A New Perspective“ von Corey

Rich mit David Lama.

bergfilmtage.at

Foto: Aleksander Aurdal/Sogn Field Prductions


Kletterführer: Naturverträglich reloaded

neu aufgelegt, stark erweitert und überarbeitet

sind vier panico-Führer. Geblieben ist das

Gütesiegel „naturverträglich Klettern“ von DaV,

iG Klettern, den naturfreunden Deutschlands

und lokalen Kletterverbänden.

Die aktive Szene vor Ort sorgt für ständig neue

Klettermöglichkeiten, weshalb der ursprüngliche

Kletterführer „out of Rosenheim“ aus allen

Nähten geplatzt ist. Daher ist der Führer nun in

mehrere ‚Bände aufgeteilt, Band 2 behandelt alle

Gebiete unmittelbar rechts und links des Inns

zwischen Rosenheim und Kufstein. Dazu kommen

die lohnendsten Klettergärten und Sportklettergebiete

im Zahmen und Wilden Kaiser.

Frauenbergsteigen

Als Gerlinde Kaltenbrunner 2011 den Gipfel des

K2 erreichte und damit als erste Frau alle 14 Achttausender

ohne Zuhilfenahme von künstlichem

Sauerstoff bestiegen hatte, machte sie weit über

Österreich hinaus Schlagzeilen. Das war nicht immer

so: In den Anfangsjahren des Alpinismus war

es für Bergsteigerinnen schwierig, sich überhaupt

an das Seil eines Bergführers binden zu dürfen. In

den Bergen unterwegs waren sie jedoch schon

sehr früh, auch wenn ihre Namen oft unbekannt

und ihre Geschichten ungehört blieben. Von den

ersten Alpenpionierinnen im 19. Jahrhundert über

die Höhenbergsteigerinnen aus aller Welt bis zu

den Spitzenkletterinnen von heute dokumentieren

die Autorinnen in 26 sorgfältig recherchierten

Porträts von Frauen aus dem Alpenraum, Europa

und Übersee die Leistungen selbstbewusster Pionierinnen

in Fels und Eis. Und erzählen Geschichten

selbstbestimmten Lebens, voller Lebensfreude,

Leidenschaft und Inspiration. red

Caroline Fink, Karin

Steinbach Tarnutzer: Erste

am seil. pionierinnen in

Fels und Eis. Tyrolia Verlag

2013, 240 S., € 24,95. Auch

als E­Book erhältlich. Buchvorstellung

am 19. Sep ­

tem ber im Alpinen Museum

München (s. S. 77)

Wer in die pfalz fährt, findet für den Rest seiner

Sandsteinkarriere ausreichend Futter. Motivationssteigernd

wirkt der Pfalz­Führer mit fast

100 Türmen und Massiven, mehr als 100 Anstiegsskizzen,

weit über 200 Bildern – eine fette

Schwarte über 500 Seiten im Grenzbereich zwischen

Kletterführer und Gebietsmonografie.

Der schwarzwald gehört zu den größten deutschen

Mittelgebirgen – ihn für die Kletterer aufzuteilen,

liegt auf der Hand. Die zweite Auflage

Kletterführer

Kletterführer

Kletterführer

Band 2

Bayerische Alpen

Out of Rosenheim & Kufstein

panico Alpinverlag

Alpinverlag

panico

Out of Rosenheim & Kufstein

Alpen

Bayerische Alpen

Bayerische

2 Band

Markus Stadler

Pfalz

Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlands

Monografie Oscar Schuster

Kletterführer

Markus Stadler

Jens Richter • Sabine Tittel

panico Alpinverlag

Alpinverlag

panico

Jens Richter • Sabine Tittel

Spätestens mit der Erstbesteigung des Uschba­

Hauptgipfels (4698 m) im Kaukasus ist Oscar

Schuster in die alpine Geschichte eingegangen.

Und jeder, der den Falkenstein im Elbsandstein

über den „Schusterweg“ bestiegen hat, ist an

seiner Gedenkplakette vorbeigekommen. Was

der sächsische Arzt für dieses einzigartige Kletterrevier

geleistet hat, ist fast noch bemerkenswerter

als seine Erstbegehungen in den Alpen

und weltweit. Nun gibt der Sächsische Bergsteigerbund

zu seinem 140. Geburtstag eine Bio­

Monografie heraus, die Leben, Wirken und Denken

des alpinen Pioniers nachvollziehbar macht.

Aus rund 1000 mühsam gesammelten Manuskriptseiten

hat der Alpinhistoriker Joachim

Schindler die interessantesten und repräsentativsten

ausgewählt: Schusters früheste Texte

über die Erschließung des Elbsandstein, lebhafte

Schilderungen seiner Erlebnisse in den Alpen, in

Kletterführer

im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlands

Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlands

Klettern Pfalz

Kletterführer

Band Nord

Schwarzwald

Blautal

Battert · Bühlertal · Murgtal · Bad Herrenalb · Renchtal · Nagoldtal · Schramberg

Klettern im Ach- und Blautal – rund um Blaubeuren

Kletterführer

panico Alpinverlag

Alpinverlag

panico

Battert · Bühlertal · Murgtal · Bad Herrenalb · Renchtal · Nagoldtal · Schramberg

Schwarzwald

Band Nord

Band

Daniel Bodemer

Walter Klein

Matthias Köhler

KultuR & MEDiEn

zum nördlichen Schwarzwald hat 64 Seiten zugelegt,

beschrieben sind unter anderem Battert,

Bühler und Murgtal und neu Oberer Neckar und

Ortenau.

Nach einem Generationswechsel gibt es aus dem

Autorenkollektiv an aktuellen Erschließern, Arbeitskreisaktivisten

und langjährigen Gebietskennern

den Blautal-Führer wie gewohnt mit Touren

aus erster Hand – von der Rusenschloß­Grotte

bis zum Plaisir­Klassiker im Felsenlabyrinth. red

Kletterführer

panico Alpinverlag

Alpinverlag

panico

im Ach- und Blautal – rund um Blaubeuren

Klettern im Ach- und Blautal – rund um Blaubeuren

Klettern

Blautal

neu im panico Verlag:

M. Stadler: Bayerische

alpen. Band 2, 368 S.,

€ 29,80.

J. Richter, S. Tittel:

pfalz. 576 S., € 39,80.

A. Pasold, T. Reineke

u.a.: schwarzwald

nord. 192 S., € 19,80.

D. Bodemer, W. Klein,

M. Köhler: Blautal.

192 S., € 19,80.

Matthias Köhler

Walter Klein

Daniel Bodemer

Norwegen und im Kaukasus; Texte und Nachrufe

von Zeit­ und Weggenossen. Ein Lebensabriss

von Schindler und der sehr lesenswerte Beitrag

„Oscar Schuster und ich“ runden das Werk ab –

die Elbsandsteinlegende Bernd Arnold macht

darin deutlich, wie sehr er vom sportlich motivierten,

umfassend gebildeten Schuster inspiriert

wurde. Ein sehr lebendiger Ein­ und Rückblick

auf das Bergsteigen vor rund hundert

Jahren, unter dem Motto: „In der Liebe zu den

Bergen spiegelt sich der Mensch.“ ad

Joachim Schindler, Bernd

Arnold, Frank Richter:

oscar schuster. 240 S.

inklusive 62 Kurzbiografien

und 500 Chronikeinträgen,

erhältlich für

€ 16,50 plus Porto unter:

mail@bergsteigerbund.de

DAV 5/2013 79


Hüttentrekking auf dem Adamello-Höhenweg

Im REIch von AdlER

und StEInbock

80 DAV 5/2013

Gleißende Firnfelder, einsame Täler, verträumte Bergseen. Die Adamellogruppe am Südrand der Alpen bietet

Genusswanderern großartige Ziele. Und ist trotzdem verblüffend still geblieben. Auf dem Höhen weg Nr. 1, dem

Adamello-Höhenweg, kann man sie kennenlernen.

Ein alter Karrenweg führt durch

dunklen Wald: Steinplatten, Trockenmauern,

Reste alter Kulturlandschaft.

Auf einer Lichtung

stehen einige Häuser. Sie sind noch, wie

früher, mit Granitplatten gedeckt – Gelder

des Parco dell'Adamello haben die

aufwändige Restaurierung ermöglicht. An

der Malga Stain geben Cappuccino und

Kuchen Kraft für den einsamen Weiter­

Text und Fotos von Maria und Wolfgang Rosenwirth

weg. Über aufgelassene Almwiesen führt

der Pfad steil aufwärts, an kühnen Felstürmen

vorbei, ein Adler kreist. Schließlich

erreichen wir den Passo Gallinera;

die Blumenwelt ist bunt, aber ein fri­


scher Wind weht über den Pass. Wenige

Mi nuten südlich, an der gelb leuchtenden

Biwakschachtel, können wir im

Windschatten die Brotzeit genießen. Direkt

gegenüber stehen die eindrucksvollen

Nord wände von Roccia Baitone,

Cima dei Laghi Gelati und Corno Baitone,

dem nordwestlichen Eckpfeiler der

Adamellogruppe: Hängegletscher überziehen

die Wände. Nach dem langen

Aufstieg ist es angenehm, dass nur noch

ein kurzer Abstieg wartet: in Kehren bequem

abwärts und am fast natürlich wirkenden

Aviolo­Stausee vorbei zur gleichnamigen,

gut geführten Hütte. Wir sind

die einzigen fremden Gäste. Abends singen

die Belegschaft und CAI­Sektionsmitglieder,

die in der Umgebung Markierungen

erneuert haben. Schnell werden

wir an den großen Tisch gewunken, wir

singen gemeinsam.

Schon dieser erste Tag ist typisch für

den Adamello­Höhenweg: intensive Landschaftseindrücke,

reiche Pflanzen­ und

Tierwelt, seltene aber freundliche Begegnungen.

Es lohnt sich, diese Etappe

und die nächste über den Passo delle

Gole Larghe und die Stauseen Avio und

Benedetto zu gehen, statt die Wanderung

mit dem Direktanstieg zum Rifugio

Garibaldi zu beginnen. Diese Hütte ist

der meistfrequentierte Ausgangspunkt

für den Monte Adamello von der lombardischen

Seite. Der Gipfelanstieg zweigt

nach der Staumauer des Lago Veneròcolo

ab; wir gehen geradeaus weiter. Der

Gletscher Vedretta del Veneròcolo ist in

Steinreich: Der Blick vom Passo

di Premassone (li. Seite) zur

süd lichen Ortlergruppe ist einer

der Höhe punkte des Adamello-

Höhenwegs. Der Namensgeber

ist immer gut im Bild, etwa beim

Abstieg vom Passo delle Gole

Larghe (r.u.); und auch Steinböcken

und -geißen kann man

öfter begegnen.

den letzten zehn Jahren stark ab geschmolzen,

seine Zunge über dem weitläufigen

Sander schuttüberladen, nur die

stolz aufragende Nordwand des Monte

Adamello ist so grandios wie eh und je.

Eine versteckte, grasige Rinne und weite

Wiesenflächen führen zum Lago Pantano,

dem nächsten Stausee. Die ganze

lombardische Adamello gruppe wurde

schon in den 1930er Jahren zur Stromgewinnung

erschlossen, lange vor Gründung

des Naturparks Parco dell’Adamello

im Jahr 1983.

Jenseits des Sees geht es erst gemütlich,

dann anstrengend, zuletzt sogar an

neuen Stahlketten zum Passo di Premassone,

einem der Höhepunkte des Höhenwegs.

Ein wegloser Abstecher über einen

Blockgrat führt zum Ostgipfel der Corni

di Premassone (3076 m), der mit grandioser

Aussicht belohnt: direkt vor uns das

Adamello-Höhenweg REpoRtAgE

Felshorn der Cima Plem, überragt vom

Monte Adamello, unter uns glitzern Dutzende

Seen, und nach Süden reicht der

Blick bis in die Voralpen. Zurück im Pass,

sind wir auch bald am Rifugio Tonolini.

Der Gletscher ist stark abgeschmolzen,

die Adamello-Nordwand

so grandios wie eh und je.

Das umliegende Seenrund verzaubert

uns so, dass wir die Etappe hier beenden,

abends noch zu den nächstgelegenen

Seen streifen und uns von den Hüttenwirten

verwöhnen lassen.

Zur Gnuttihütte sind es am nächsten

Tag keine drei Stunden, wir haben also

Zeit, um vorher noch die beiden „Eis­

DAV 5/2013 81


seen“ zu besuchen: Östlicher und westlicher

Lago Gelato liegen in einer ausgesprochen

kargen Landschaft, von riesigen

Gletscherschliffen geprägt. Seltene Farbkleckse

und spärliche Pfadspuren führen

durch brüchiges, heikles Gelände zum

Gipfel des Corno delle Granate (3104 m).

Beim Abstieg steht plötzlich eine Steingeiß

mit Kitz vor uns, keine zwanzig Me­

Der Steig führt durch atemberaubend

steile Flanken, entlang

der einstigen Kriegsfront.

ter entfernt. Ohne Scheu ziehen sich die

Tiere langsam zurück, wir genießen den

Anblick und können in Ruhe fotografieren.

Zurück an der Hütte, geht es weiter

auf dem eigentlichen Höhenweg. Der

Steig ist bequem, führt aber durch teilweise

atemberaubend steile Flanken

beim Passo del Gatto. Dort wurde im

Ersten Weltkrieg der alte Steig in die Felsen

gesprengt; ab jetzt folgen wir der

einstigen Kriegsfront nach Osten, mehr

oder weniger entlang der Grenze des

ehemals österreichischen Trient und der

italienischen Lombardei.

82 DAV 5/2013

Nach einer weiteren von fünf Tagesetappen

mit strahlendem Wetter sind

wir unterwegs vom Rifugio Prudenzini

zum Rifugio Lissone. Der schon anfangs

milchig blaue Himmel hat sich rasch zugezogen,

am Passo di Poja wehen erste

Regenfahnen über uns hinweg, im trüben

Grau sind keine Konturen mehr erkennbar.

Beim Abstieg ins Val Adamè

bessert sich das Wetter noch mal. Wir

nutzen die Gelegenheit und schlendern

das gletschergeprägte U­Tal aufwärts,

vorbei an sehenswerten Kaskaden und

vom Wasser bizarr polierten Skulpturen.

Wunderschöne Wiesenböden würden zu

einer Rast einladen, doch alles ist tropfnass

und abweisend. Bis wir die Hütte erreichen,

hat sich gleichmäßiger Dauerregen

eingestellt, der Wetterbericht ist

schlecht. Finito für diesen Sommer.

Ein Jahr später sind wir zurück. Die

nächste Etappe zum renovierten Rifu ­

gio Maria e Franco Lomini ist eine der

schönsten der Durchquerung. Der Weg

ist neu hergerichtet, vereinzelte Sicherungsketten

und Eisenklammern helfen

beim Aufstieg zum Kamm des Monte

Ignaga. Auf diesem führen alte Kriegssteige

aussichtsreich nach Süden zum

Passo Ignaga mit seinen Ruinen. Die Berninagruppe

steht zum Greifen nah im

Norden, im Süden beherrscht der massige

Re di Castello den Blick. Der Gletscher

Vedretta di Saviore, in der Karte noch

eingezeichnet, ist spurlos abgetaut. Einige

Pässe und Seen später zeigt sich endlich,

erst ganz kurz vor dem Passo Dernal,

die Hütte. Nach dem fast schon obligatorischen

Cappuccino und Kuchen steigen

wir noch auf den Re di Castello (2889 m),

einen ausgezeichneten Aussichtsberg. Die

Markierungen verlieren sich bald in den


Blockfeldern des ehemaligen Gletschers,

nur vereinzelte Pfadspuren führen zum

Gipfel. Selbst hier, direkt unterhalb, sind

noch hölzerne Plattformen aus dem Ersten

Weltkrieg erhalten. Im Süden ragt

der markante Klotz des Cornone di Blumone

auf, der (fast) das Ende unserer

Tour markiert.

Vom Passo di Termine führt der Weg

an ausgedehnten Ruinen vorbei, einem

bedeutenden Lazarett der italienischen

Weltkriegsarmee. Nach dem letzten Etappenort

Gaver geht es „nur“ noch über

sanfte Grasberge nach Bagolino, unserem

Ziel. Der Gegensatz kann nicht größer

sein. Sind wir bisher durch karges

Hochgebirge gewandert, immer mit Blick

auf die hohen, alpinen Ziele der Adamellogruppe,

schlendern wir nun durch blumenreiche

Wiesen, die Berge haben Voralpencharakter.

Doch wir sind immer

noch in der Adamellogruppe – nur be­

Weitblick: Vom Passo Brescia öffnet

sich schon die Aussicht in die Vor alpen

und auf die letzten Ausläufer der

Adamellogruppe. Bald ist Bagolino erreicht,

das schmucke Dorf mit seiner

kunsthistorisch bedeutsamen Kirche

(u.). Das Rifugio Gnutti ist eine der

gemütlichen Hütten am Höhenweg.

der Adamello-höhenweg

stehen die Berge hier aus Sedimentgesteinen,

vor allem rundlich verwitterndem

Sandstein, statt aus dem harten,

granitartigen Tonalit der Kernzone. Fast

geradewegs nach Süden führen die

Kriegssteige und Pfade über den Kamm.

Beim Blick zurück beherrscht der Cornone

di Blumone als dunkler Felsklotz

den Horizont, während rechts die Brentagruppe

als helle Mauer herübergrüßt.

Und vor uns verlieren sich die Hügelketten

der Brescianer Voralpen im Dunst

der Po­Ebene. Von der schlichten Kapelle

Santella dell’Arciprete führt ein letzter,

sanfter Aufstieg zum 1955 Meter

hohen Monte Carena, dem südlichsten

Adamello-Höhenweg REpoRtAgE

Die zahlreichen Entdeckungsmöglichkeiten der Adamellogruppe sind bei uns kaum bekannt;

erst seit 2011 gibt es wieder einen deutschsprachigen Führer. Besonders die südlichen

Bereiche sind einsam, hier streifen sogar noch Bären durch die Wälder. In der Regel braucht

man sich keine Gedanken um volle Hütten zu machen, außer in der absoluten Hochsaison um

Ferragosto (15.8.). Italienische Wanderer begehen den Weg eher von Süd nach Nord, in

umgekehrter Richtung ist die An- und Abreise aus dem Norden leichter.

AnREISE: Nach Brescia von München per

EC, von Westen über Mailand. Von dort

Schmalspurbahn bis zum Ausgangsort

Edolo. Zurück von Bagolino nach Brescia

mit dem Bus. Autoanreise ist für die

Durchquerung ungünstig.

bEStE JAhRESzEIt: Die CAI-Hütten

haben grundsätzlich vom 20. Juni bis

20. September geöffnet. Vor Mitte Juli

kann bei hoch gelegenen Übergängen

noch Schnee liegen.

FühRER: Maria & Wolfgang Rosenwirth,

Adamello und Presanella, Die schönsten

Wanderungen, Athesia Verlag, Bozen, 2011

kARtEn: Die Kompass-Karten 94 „Edolo

– Aprica“, 71 „Adamello – Presanella“ und

103 „Tre Valli Bresciane“ decken die

Durchquerung vollständig ab, bessere

Karten sind nur für Teilbereiche und teilweise

nur vor Ort erhältlich (Tabacco 052

„Adamello Presanella“, Kompass 638

„Adamello – Val di Fumo“, „Bagolino“ von

Ingenia Editori).

tourismus-Info

bagolinoinfo.it

invallecamonica.it

EtAppEn

1) Edolo (699 m) – Rif. Aviolo (1930 m),

1650 Hm , 400 Hm , 8-9 Std.

2) Rif. Aviolo – Rif. Garibaldi (2550 m),

1500 Hm , 850 Hm , 6-7 Std.

3) Rif. Garibaldi – Rif. Tonolini (2437 m),

550 Hm , 650 Hm , 4-5 Std.

4) Rif. Tonolini – Laghi Gelati –

Rif. Gnutti (2183 m), 500 Hm ,

750 Hm , 4-5 Std.

5) Rif. Gnutti – Rif. Prudenzini (2235 m),

650 Hm , 600 Hm , 3 ½ - 4 ½ Std.

6) Rif. Prudenzini – Rif. Città di Lissone

(2005 m), 550 Hm , 800 Hm ,

4-5 Std.

7) Rif. Città di Lissone – Rif. Maria e Franco

Lomini (2574 m), 900 Hm ,

300 Hm , 5-6 Std.

8) Rif. Lomini – Gaver (1511 m),

350 Hm , 1300 Hm , 5 ½ - 6 ½ Std.

9) Gaver – Bagolino (720 m), 800 Hm ,

1600 Hm , 6 ½ - 7 ½ Std.

Ausführliche Etappenbeschreibung

und Hütten-Adressen:

alpenverein.de/panorama

Berg der Adamellogruppe. Eine wohlverdiente

Rast und 1200 Meter anstrengender

Abstieg trennen uns noch vom Bergdorf

Bagolino und seiner sehenswerten

Kirche San Giorgio mit ihrem verblüffenden

Tonnengewölbe. Fast noch mehr

aber freuen wir uns auf ein bequemes

Hotelzimmer, eine heiße Dusche und ein

Abendessen mit würzigem Bagoss­Käse,

der Spezialität des Tales.

maria Rosenwirth ist

Dipl.-Sozialpädagogin (FH),

ihr Mann Wolfgang Umwelt-

Ingenieur (FH), sie leben in

München und haben zehn

Jahre für ihre Wanderführer

recherchiert.

DAV 5/2013 83


Wandern in Südnorwegen

Nordhimmel

Svein Paalgard zückt sein Fernglas

und scannt den Horizont.

Nein, die Rentiere kommen um

diese Zeit nicht hierher. Sie sind

jetzt auf den Sommerweiden im Westen.

In seinem Tarnfarben-Look passt sich

der Ranger perfekt der Umgebung an. Er

klopft sich auf die Brust. Sveins Herz gehört

dieser Landschaft – dem größten

Hochplateau Europas, der Hardangervidda

in Norwegens Süden.

84 DAV 5/2013

Leuchtende Gletscher, rauschende Flüsse, endlose Weite: Norwegens Süden bietet ein vielfältiges

Angebot an Genuss-Touren, die sich bei fast jedem Wetter lohnen.

Der Himmel ist verhangen, und doch

scheint von der Erde ein Leuchten auszugehen.

Eine harmonische Komposition

von gedeckten Farben bettet sich über

die sanft wellige Szenerie, hier im Nordosten

des Plateaus – Heidekraut, Rentierflechten,

Torfmoose, Blaubeeren. Da und

dort finden sich Bergveilchen, Moltebeeren

und sogar fleischfressende Pflanzen

wie das „Tettegras“. Die Hardangervidda-

Führerin Turid Lindseth entdeckt in der

Text und Fotos von Jonas Kassner

überwältigenden Vielfalt immer wieder

kleine Überraschungen. Svein und Turid

sind von Kindesbeinen an in dieser Gegend.

Sie kennen alles und sind doch begeistert,

als stünden sie zum ersten Mal

hier oben. „Alle Sorgen werden klein. Ich

könnte brüllen vor Glück!“, ruft Turid.

Gemächlich windet sich der Weg über

die von Gletschern polierte Landschaft

ins scheinbar Unendliche. Im Nordosten

schiebt sich majestätisch das Hallings-


Auf dem Weg zur heimeligen

Tuva Turisthytte

nimmt die Weite der

Hardangervidda gefangen

(o.). Wie im Märchen:

der plätschernde Bach

Bondhuselva auf der

Halbinsel Folgefonn (u.).

karvet ins Bild. Der sumpfige, von Bächen

überkreuzte Weg mahnt allerdings

dazu, auf die Tritte achtzugeben. Am

Wegesrand lassen sich immer wieder

kleine Kunstwerke bestaunen: Leuchtende

Flechten verschlingen sich auf

dunklen Gesteinsbrocken ineinander. In

Moorseen recken Wollgräser ihre kessen

Frisuren in den Himmel. Kleine gelbe

Blüten tupfen dunkelgrüne Moosbeete.

Menschenleer ist es auch weiter im

Westen, auf der Halbinsel Folgefonn, unterwegs

zum See Bondhusvatnet. Allerdings

ist dies heute eher dem Wetter

geschuldet. Das Trommeln auf dem Regenschirm

liefert sich ein Duett mit dem

Rauschen des Baches, der den Weg vom

Ufer des Hardangerfjords an begleitet.

Gesäumt von einem dichten Bewuchs

aus Farnen und Gräsern lädt dieses

Kleinod immer wieder zum Verweilen

ein. Erstaunlich, wie viele Grüntöne sich

hier auf engstem Raum versammeln. Der

Fjell & Fjord reportage

Ursprung der Bondhuselva ist bald erreicht.

Wie verlassen liegt der See inmitten

bewaldeter Berghänge. Gespeist wird

er durch die herabstürzenden Bäche –

Der Weg windet sich über die

von Gletschern polierte Landschaft

ins scheinbar Unendliche.

und den Regen, der seine Oberfläche

sprenkelt. Wie auf ein Zeichen öffnet

sich plötzlich am Südufer der Vorhang

aus dunklen Wolken und gibt den Blick

frei auf die Gletscherzunge des Bondhusbreen.

Was für ein Bild! Dem Sirenenruf

folgend geht es weiter zum See-Ende, wo

sich der schmierige Steig durch Farne

und einen Birkenhain hinauf Richtung

Gletscher schlängelt. Zartgrün schimmert

das Eis hervor. Früher einmal reichte

er fast bis an den See, davon zeugt

noch die verwaiste Seitenmoräne.

Auch die Ostseite der Folgefonn-Halbinsel

erlaubt nahe der Stadt Odda einen

leichten Zugang zum Folgefonna-Gletscher.

Schon aus der Ferne zeigt der imposante

Gletscherfall Buerbreen seine

ganze Schönheit. Heute Nachmittag sorgen

die Sonnenstrahlen allerdings dafür,

dass viele das Vergnügen suchen. Lärmen

de Wandergrüppchen klettern an

den befestigten Nylonseilen über die kleinen

Felsstufen. Zum Glück gibt es einen

ange nehmen Wegbegleiter: Der tosende

Gletscher fluss Buerelvi vermag die Be sucher

scharen zu übertönen. Nach gut einer

DAV 5/2013 85


Landschaftliche Vielfalt: Der Buerbreen-Gletscherfall

begeistert schon aus der Ferne (l.).

Blick auf Mannsvatnet und Hardangerfjord

auf dem Weg zum Solfjell (M.). Das leuchtende

Eis des Hardangerjøkulen (r.).

Stunde Wanderung durch das Buer dalen

steht man direkt unterm landschaftlichen

Leckerbissen des Gletscherfalls.

Größer könnten die Gegensätze kaum

sein: An den sonnenexponierten Ufern

des Hardangerfjords wird Obst angebaut.

Mit Meeresluft in der Nase und Möwengeschrei

im Ohr geht es von Jondal über die

Gletscherstraße hinauf Richtung „Sommerskisenter“

mit seinem kleinen Schlepplift.

Gletscherführer Martin winkt zum

Aufbruch. Nach etwa einer Stunde stehen

wir auf dem blau schimmernden Eis

der Juklavass-Gletscherzunge. „Bei bedecktem

Himmel leuchtet es noch mehr“,

freut sich Martin. Durch den Nebel erkennt

man schwach den Gletschersee

Juklavatnet. Die Aussicht bei klarer Luft

muss einfach toll sein. „Dort sieht man

den Südteil des Folgefonna und die so genannten

Rosendal-Alps, im Westen den

Hardangerfjord und die Nordsee mit vorgelagerten

Inseln“, beteuert Martin. Diese

Traumaussicht war sicherlich der Anreiz,

als Mitte des 19. Jahrhunderts der

Tourismus auf dem heute als Nationalpark

ausgewiesenen Südteil des Folgefonna

florierte. Damals führte man die

Besucher auf dem Pferd bis zum Gletscher

und zog sie in einem Schlitten über

das Eis. „Die reichen Leute setzten keinen

Fuß auf den Boden“, kommentiert

Martin. Beim Schnupperkurs in Sachen

Eisklettern erleben wir zum Glück Farben

und Formen des Folgefonna in der

Nahaufnahme. Der Rückweg birgt noch

eine Klettereinlage über den kleinen

Felsgipfel P. 1443.

Nicht nur die ausgetretenen Pfade auf

der Folgefonn-Halbinsel haben ihren Reiz.

Der Ausgangspunkt für die abwechslungs-

86 DAV 5/2013

toureN: FolgeFoNN-halbiNSel

> Buer – Buerbreen – Buer (2 ½ Std.)

> Sunndal – Bondhusbreen – Sunndal (3 Std.)

> Uskedalen – Mannsvatnet – Solfjell –

Uskedalen (5 ½ Std.)

> Folgefonna, geführte Gletschertour (5 Std.):

Folgefonni Breførarlag AS, 5627 Jondal,

Norwegen, post@folgefonni-breforarlag.no

folgefonni-breforarlag.no

toureN: hardaNgervidda

> Lægreidvatnet – Tuva Turisthytte (4 Std.);

Tuva – Ustetind – Geilo (6 ½ Std.).

Geführte Tour: Hardangervidda Fjellguiding,

Elgtråget 12, 2743 Harestua, Tel.:

0047/97 54 18 60, turid@fjellguiding.no

fjellguiding.no

> Finse – Hardangerjøkulen (Blåisen) –

Finse (4 Std.). Geführte Tour inkl. Gletscherüberquerung

(5 Std.): Jøklagutane, 5719

Finse, Norwegen, Tel.: 0047/99 33 12 22,

post@joklagutane.no, joklagutane.no

tuva turiSthytte

Skurdalen, 3580 Geilo, Tel.: 0047/

48 21 94 14, tuva-tur@online.no

hardangerviddanett.no/tuva

reiche Tour über das Solfjell liegt in Uskedalen,

einem Städtchen an der Südwestküste.

Ein ansässiger Mitvierziger lässt es

sich nicht nehmen, für uns das Wetter zu

checken: „Vormittags bewölkt und etwas

Regen, nachmittags bewölkt und mehr

Regen, abends bewölkt – vielleicht ein

bisschen Regen. Also: nicht schlecht!“

Nach dem steilen Anstieg durch den

Wald öffnet sich eine kleine Hochebene.

Linkerhand ragt das Solfjell empor. Bald

erscheint die dunkle Wasserfläche des

Mannsvatnet. Eine Postkartenidylle: Pittoreske

Hütten stehen hier und da am

touriSmuS-iNFo

> Visit Norway, Caffamacherreihe 5,

20355 Hamburg, Tel.: 040/229 41 50,

germany@innovationnorway.no

visitnorway.com

> Fjellnorway, Fjell Norge prosjektet,

Postboks 988, 2626 Lillehammer,

Norwegen, info@fjellnorway.com

fjellnorway.com

literatur

> Bernhard Pollmann: Norwegen Süd,

Rother Wanderführer, Bergverlag Rother

> Tonia Körner: Norwegen: Hardangervidda,

Conrad Stein Verlag

KarteN

> Hardangervidda Øst, Turkart 2663,

1:100.000

> Finse, Turkart 2241, 1:50.000

> Folgefonna Nasjonalpark, Turkart 2556,

1:50.000

> ut.no (Tourendatenbank

mit interaktivem Kartenmaterial)

Mehr Infos:

alpenverein.de/panorama

Ufer des Sees, der kleine Wellen wirft. Das

Vorankommen gestaltet sich beschwerlich.

Bei jedem Schritt versinken die Wanderstiefel

tief in Moosbänke, als wären es

dicke Daunenkissen. Nach kurzem Aufstieg

am Südostufer des Sees ist eine Stufe

erreicht, auf der sich das Panorama genießen

lässt. Mannsvatnet und Hardangerfjord

liegen uns auf zwei Etagen zu Füßen.

Das Wasser schimmert in vereinzelten

Sonnenstrahlen. Der Weg über den moosigen

Rücken des Solfjells ist im aufkommenden

Nebel nicht immer leicht zu

finden. Zwei Steinhaufen markieren die


eiden Gipfel Barmasåta und Råkjo.

Westlich des kleinen Lukevatnet beginnt

der Abstieg, den warmen Strahlen der

Nachmittagssonne entgegen.

Im kalten Wind auf dem Bahnhof von

Finse herrscht hingegen emsiges Treiben.

Touristen hieven ihre Bikes aus dem

Zug und machen sich bereit für den populären

„Rallarvegen“. Die Bahnstation

liegt zwar „nur“ auf 1222 Metern, doch

hat man das Gefühl, mitten in der Arktis

zu stehen. Einst Trainingsgelände für die

Südpolwettläufer Scott und Amundsen,

wird das Gebiet nördlich der Hardangervidda

auch heute noch zur Vorbereitung

auf Expeditionen genutzt. Finse war bis

Ende der 1920er Jahre ein Wintersportort

der reichen Leute. Davon zeugt noch

das einst mondäne Hotel „Finse 1222“.

Am anderen Ufer des halb vereisten

Finsevatnet steht die Finsehytta, die im

Zweiten Weltkrieg von den Nazis erbaut

wurde. Heute ist sie die größte Hütte des

norwegischen Wandervereins DNT. In

der Ferne leuchtet der Hardangerjøkulen.

Über einige Brücken und etliche

Schneefelder führt der Weg bis an den

Rand des Eises. In dieser kargen Welt

kommt man sich vor wie auf einem anderen

Planeten. Neu ist der Gedanke nicht:

In der Star-Wars-Episode „Das Imperium

schlägt zurück“ wurde der Hardangerjøkulen

in den späten 1970er Jahren zum

Eisplaneten „Hoth“. „Alle Einwohner von

Finse spielten als Statisten mit“, weiß

Führerin Maria. Als wir den Gletscher

betreten, zeigen sich glücklicherweise

ein paar blaue Tupfer in der Wolkendecke.

„Über dem Hardangerjøkulen ist

meist ein Schönwetterloch, während es

in Finse regnet“, erzählt Maria.

Auch auf der Hardangervidda mischen

sich Blautöne ins Wolkendach. Von Weitem

ist die Tuva Turisthytte kaum aus-

In dieser kargen Welt

kommt man sich vor wie

auf einem anderen Planeten.

zumachen, so harmonisch fügt sie sich

mit ihrem Grasdach ins Landschaftsbild.

An den Fensterscheiben baumeln bunte

Waffeln aus Glas. Das essbare Pendant

ist ein Genuss. Als Aileen den Kaffee serviert,

kommt Peter aus dem Schuppen.

Der Generator hat mal wieder den Geist

aufgegeben. „Gestern wurde pünktlich

zum Abendessen alles dunkel“, erzählt

Aileen. Die herzliche Aura der beiden

nimmt gleich gefangen. Die Tuva Turisthytte

wurde von Aileens Großvater

1915 erbaut. Vor 37 Jahren ist Peter, ursprünglich

aus Kassel, seiner Frau auf

die Hochebene gefolgt. Im Sommer ist

die urige Hütte Quartier für Hardangervidda-Überquerer

und Tagesgäste. Die

Hauptsaison startet jedoch im Februar.

Fjell & Fjord reportage

„Dann kommen die Skiläufer. An Ostern

ist hier immer Highlife!“, lacht Peter. Im

Mai beginnt die Schneeschmelze. Bäche

werden zu Flüssen und das Grasdach der

Hütte zum begehrten Landeplatz für

Zugvögel. „Und der Herbst ist besonders

schön“, schwärmt Peter. „Moose und

Flechten werden ganz hell. Die Berge

leuchten violett, die Seen tiefblau. Und

der Blick reicht bis ans Ende der Welt!“

Als wir am nächsten Morgen in die Stube

treten, fallen uns fast die Augen aus

dem Kopf. Schafssalami, Kaviar, eingelegter

Fisch, Hafersuppe, karamellfarbener

Käse – ein Wunder, dass der Frühstückstisch

unter dieser Last nicht zusammenbricht.

„Was man im Bauch hat, muss

man nicht tragen“, ermuntert uns Aileen.

So gestärkt erreichen wir unser erstes

Etappenziel, den Ustetind, im Laufschritt.

Die kleine Erhebung kann mit ihren 1376

Metern schon als Gipfel gelten. Die Sicht

reicht bis zum Felskoloss Hårteigen. Die

Landschaft wird langsam hügeliger und

felsiger. Ein Moorschneehuhn im graubraunen

Sommerkleid kreuzt den Weg

und gurrt aufgeregt. Es ist windstill, und

Scharen von Mücken mahnen dazu, auf

Pausen zu verzichten. Nach dem Abstieg

durch knorrigen Birkenwald zum Westufer

des Ustedalsfjord schleppen wir uns

müde, aber voller Eindrücke am See entlang

bis ins Ziel: Geilo – ein Ortsname, der

die Emotionen nach solchen Tagen auf

den Punkt bringt.

Jonas Kassner, Online-Redakteur

beim DAV, wandert

fast immer auf der Sonnenseite

des Lebens – auch im

norwegischen Regen.

DAV 5/2013 87


Simone Moro

Schneeleopard im

Seine NO2-Expedition hatte Simone

Moro sich anders vorgestellt.

Gemeinsam mit Ueli Steck

(CH) und Jonathan Griffith (UK)

wollte der italienische Höhenbergsteiger

in diesem Frühjahr ohne Sauerstoff auf

den Everest (8848 Meter) und direkt im

Anschluss auf den Lhotse (8516 Meter).

Doch dann kam der 27. April 2013 und

aus einer bis ins Detail geplanten und

vorbereiteten Expedition wurde ein Alptraum,

als am Mount Everest Spannungen,

die es seit vielen Jahren zwischen

Sherpas und Bergsteigern gibt, ein ungeahntes

Ausmaß erreichten.

Der Streit eskalierte in der vierzig Grad

steilen Lhotse-Flanke. Die Sherpas fühlten

sich von den Bergsteigern beim Anbringen

der Fixseile gestört. „Der Sherpa

schrie mich seit fünf Minuten an. Als Si-

88 DAV 5/2013

Der italienische Extrembergsteiger ist für seine spektakulären 8000er-Winter-

erstbegehungen bekannt – Extremes am Berg musste er aber auch in ganz

anderer Hinsicht erfahren.

mone an den Ort des Geschehens kam,

hat der Sherpa als Erster mit seinem Eisgerät

gegen Simone aufgezogen. Da sagt

man nicht einfach ‚Danke‘“, beschreibt

Ueli Steck die Situation. Ein Wort gab das

andere. „Was willst du, Motherf …?“, platzte

es plötzlich aus Moro heraus. Wer Simone

Moro kennt, der weiß, dass ihn so

schnell nichts aus der Ruhe bringt. Alles,

was er macht, ist wohlüberlegt. Es muss

viel passieren, bis er die Fassung verliert.

Die Sherpas stoppten ihre Arbeit. Und

auch Moro, Steck und Griffith stiegen ab

ins Lager II. Doch dort, am Fuß der Lhotse-Flanke,

warteten rund hundert aufgebrachte

Sherpas auf sie. Moro, Steck und

Griffith dachten, es sei um ihr Leben geschehen.

Steck wurde von einem Stein

am Kopf getroffen und trug eine blutende

Wunde davon. Und Moro wurde mit

Von Stephanie Geiger

Füßen ins Gesicht getreten, auf Knien

musste er um Verzeihung flehen.

Simone Moro, 45 Jahre alt, fester Händedruck,

die Unterarme so muskulös, dass

die Adern hervortreten, durchtrainiert bis

in die Fingerspitzen, ist einer der erfolgreichsten

Höhenbergsteiger der Gegenwart.

Sein sportbegeisterter Vater nahm

ihn schon früh in die Berge mit, dort kam

er auch zum Klettern. 1985 stieg er ins

Wettkampfklettern ein, 1992 bis 1996 war

er Trainer der italienischen Sportkletter-

Nationalmannschaft. 1994 kletterte er

seine erste 8b (X) – und bestieg im gleichen

Jahr seinen ersten Achttausender!

Mit seinen spektakulären Wintererstbesteigungen

hat er schon heute einen festen

Platz in den Geschichtsbüchern des

Bergsteigens. Gemeinsam mit dem Polen

Piotr Morawski stand er am 14. Januar

Fotos: Archiv Simone Moro, Matteo Zanga


Steilgelände

2004 auf dem Gipfel der Shishapangma

(8027 Meter). Wintererstbesteigung! 2009

folgte mit Denis Urubko (KAZ) die Wintererstbesteigung

des 8463 Meter hohen

Makalu. Nur 19 Tage waren sie unterwegs.

Zwischen 1980 und 2007 hatten

sich 13 Expeditionen im Winter an diesem

Berg versucht – ohne Erfolg.

Und dann kam der Februar 2011. Der

Erfolg am Gasherbrum II adelte Moro.

Mit der ersten Winterbesteigung eines

Karakorum-Achttausenders hat Moro

zusammen mit Denis Urubko und Cory

Richards (CAN) Grenzen verschoben.

Drei Bergsteiger, drei Hochlager. Achteinhalb

Stunden zwischen dem letzten

Hochlager und dem Gipfel und vierein-

halb Stunden zurück zum Zelt. Drei Tage

Abstieg mit Schnee, der teilweise bis zur

Brust reichte – oftmals konnten sie nur

vier Meter weit schauen. Mehr als zehn

Spaltenstürze, eine Lawine. Fünf aufeinanderfolgende

Nächte in großer Höhe,

kein zusätzlicher Sauerstoff aus Flaschen,

keine Hochträger, ein Hubschrauber,

der eineinhalb Stunden flog. „Das ist

der neue Expeditionsstil“, sagt Moro. So

wie sich in der Mode der Stil ändere, so

unterliege eben auch das Bergsteigen einem

ständigen Wandel.

Moro spricht laut, als ob er gegen einen

Höhensturm anschreien müsse. Dabei ist

er aber immer konzentriert, hört genau

zu, lässt sich nicht ablenken. Auch bei seinen

Expeditionen überlässt er nichts dem

Zufall. Und er geht keine Kompromisse

ein. Dann zupacken, wenn der richtige

Augenblick gekommen ist, das ist seine

Strategie. „Wenn du im Winter auf einen

Achttausender rauf willst, dann darfst du

Simone Moro wurde am 27. Oktober 1967 in Berga -

mo/Italien geboren, hat ein Sportstudium absolviert

und ist staatlich geprüfter Bergführer. Der Extrembergsteiger

ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Simone Moro porträt

nicht wie ein Tiger sein, der ewig seiner

Beute hinterherjagt, du musst ein Schneeleopard

sein“, sagt Moro.

Die Gasherbrum-II-Expedition zeigt, wie

akribisch der Italiener seine Expeditionen

plant. Gerade im Winter legt er besonderen

Wert auf eine genaue Wetter-

Spaltenstürze, eine Lawine,

fünf Nächte in großer Höhe und

kein zusätzlicher Sauerstoff

prognose. Seinen „Guru“ nennt Simone

Moro den Meteorologen Karl Gabl (siehe

auch DAV Panorama 1/2012, S. 64ff.).

Moro vertraut Gabl blind, liefert sich dessen

Prognosen auf Gedeih und Verderb

aus. Und Gabl sagt über Moro: „Simone ist

einer der wenigen Bergsteiger, der die

Chancen der Wetterprognosen für sich

optimal nutzen kann.“ Während Moro,

Urubko und Richards sich in der Eiseskälte

des Karakorum akklimatisierten, beobachtete

der Meteorologe in seinem

warmen Büro in Innsbruck das Wetterge-

DAV 5/2013 89


schehen. Für den 2. Februar 2011 prognostizierte

Gabl in 8000 Metern nur noch

Temperaturen um minus 35 Grad und

Windgeschwindigkeiten von 65 Kilometern

pro Stunde. Gabls Ansage war eindeutig

und ließ keine Zweifel zu: Ein Schönwetterfenster

von 36 Stunden werde sich

auftun. Bis 2. Februar um 12 Uhr hatten sie

Zeit, den Gipfel zu erreichen. Egal wo sie

dann seien, sie müssten umkehren. Auch

ohne Gipfelerfolg. Dieses Versprechen hatte

Gabl ihnen abgenommen. Einen Hurrikan

hatte er angekündigt. „Wir wussten,

was wir zu tun hatten“, sagt Moro.

Es war ihre Chance. Und sie nutzten

sie. Am 2. Februar 2011 standen sie um

11.38 Uhr auf dem Gipfel des Gasher brum

II. Bis dahin war 23 Jahre niemand mehr

im Karakorum in die Todeszone über

8000 Metern vorgedrungen. Moro brach

die Dominanz der Polen beim Winterbergsteigen

und reihte sich in eine Liga

ein mit Krzysztof Wielicki und Jerzy Kukuczka.

Auch sie können drei Wintererst-

Höhentauglicher Bergkamerad:

bei einem Einsatz

am Mount Everest;

mit Ueli Steck bei der

Tourenplanung und

beim Fallschirmspringen.

90 DAV 5/2013

besteigungen von Achttausendern für

sich reklamieren.

Wieso tut er sich das freiwillig an? Was

treibt Moro dorthin? „Die Höhe ist mein

Ort. Dort oben schränkt dich niemand

ein. Dorthin kommst du nur aus eigener

Kraft. Und dort oben hilft dir auch keine

Technologie. Du bist auf dich allein gestellt.

Und im Winter erlebst du Berge,

wie sie vor tausend Jahren auch schon

dastanden“, erklärt er seine Faszination.

Mit seiner Begeisterung steckt er auch

seine Begleiter an: „Simone inspiriert jeden.

Mit ihm am Berg unterwegs zu sein,

ist für jeden eine große Freude“, sagt Denis

Urubko. Und Ueli Steck ergänzt: „Simone

ist ein sehr ehrlicher Mensch. Er

würde alles tun, um einem Freund zu helfen.

Er ist nicht jemand, der etwas verspricht

und es dann nicht umsetzt. Zumindest

probiert er es.“

Schranken lässt Moro sich dabei keine

setzen. „Nothing is impossible. The limits

are simply in our mind ...“, schreibt er als

Lebensphilosophie bei Skype. Die Grenzen

nur im Kopf ? Simone Moro weiß ganz

genau, wie weit er es verantworten kann,

zu gehen. Zu Hause in Bozen, wo Moro,

der aus Bergamo stammt, seit vielen Jahren

lebt, warten Frau und Kinder auf ihn.

„Ich habe Verantwortung. Bin Ehemann,

Vater und natürlich auch Sohn und Bruder“,

erzählte Moro im vergangenen November

in München, wo er unter den

Stuckdecken des Künstlerhauses am Lenbachplatz

über seine Abenteuer sprach.

Simone Moro könnte sich etwas einbilden

auf seine Erfolge. Zum Übermut wäre es

dann nicht mehr weit. Moro aber hat den

Mut, dann aufzuhören, wenn er Gefahr

und Chance nicht mehr in Einklang bringen

kann. Am 25. Dezember 1997 war er

mit Anatoli Bukrejew (RUS) und dem Kameramann

Dimitri Sobolev (KAZ) in der

Südwand der Annapurna unterwegs. Wegen

der Lawinengefahr dort wollten sie

eine neue Route zum Gipfel über die undurchstiegene

Ostwand finden. Weil aber


in der Südwand anderthalb Monate lang

keine Lawinen abgegangen waren, wurde

der ursprüngliche Plan wieder aufgenommen.

Doch da passierte es: Die erste und

einzige Lawine verschüttete Bukrejew und

Sobolev. Moro wurde 800 Meter mit hinuntergerissen.

Er überlebte. Als Einziger.

Aus Erlebnissen wie diesem hat Moro gelernt.

„Du musst erkennen, wann das Risiko

zu groß wird. Dann musst du umkehren.“

Moro sagt das nicht nur, er handelt

auch so. Im Februar 2012 entschied er sich

für den Rückzug. Mehrere Wochen lang

warteten er und Denis Urubko am Fuß

des Nanga Parbat auf ihre Chance – und

erklärten Mitte Februar die Expedition

schließlich für beendet. Und auch im

Frühjahr 2012 gab Moro sein Vorhaben

auf, Everest und Lhotse direkt nacheinander

zu besteigen. Der Film „Exposed to

Dreams“, der beim Filmfestival von Trient

mit dem Mario-Bello-Preis ausgezeichnet

wurde, erzählt über Moros Erlebnisse.

Noch heute kann er nicht glauben, was er

dort gesehen hat. Aufgereiht wie auf einer

Perlenschnur bildeten die Everest-Aspiranten

in der Lhotse-Flanke eine lange

Schlange. „Alle an einem Seil und an einem

einzigen Firnanker. Sie machten zwei

Schritte und blieben dann eine oder zwei

Sie ließen ihn nicht mehr ans

Fixseil. Von Kameradschaft

unter Bergsteigern keine Spur.

Minuten stehen.“ Moro wollte überholen,

trat aus der Reihe heraus. Doch dann ließen

sie ihn nicht mehr zurück an das Fixseil.

Von Kameradschaft unter Bergsteigern

keine Spur. „Unter solchen Bedingungen

wird der Hillary-Step zum Selbstmord.

Vor allem wenn man ohne Sauerstoff unterwegs

ist“, sagt er.

Dass das gerade ihm passierte, der

2001 seinen Versuch am Lhotse auf über

8000 Metern abgebrochen hatte, um einen

jungen britischen Bergsteiger zu retten,

ist bitter. Seine Solidarität hat ihm damals

zahlreiche Auszeichnungen eingebracht,

unter anderem den „Fair Play

Pierre de Coubertin“-Preis der UNESCO.

Moro stieg ab. Und ging stattdessen seiner

zweiten Leidenschaft nach: dem Hubschrauberfliegen.

Statt selbst auf den Everest

zu steigen, rettete er in Not geratene

Simone Moro porträt

Die Natur war stärker –

2012 brachen Simone

Moro und Denis Urubko

die Winterexpedition

am Nanga Parbat ab

(l.). Ein Jahr zuvor lief

es besser: Der Aufstieg

zum Gasher brum II (r.)

war erfolgreich. Fit hält

sich der Höhenbergsteiger

unter andere m

mit regelmäßigem

Lauftraining.

Bergsteiger oder flog deren sterbliche

Überreste ins Tal. Seit einigen Jahren hilft

er der nepalesischen Fishtail Air, eine Flugstaffel

aufzubauen. Zwölfmal landete er im

vergangenen Jahr im Camp II auf 6500 Meter

Höhe. Sogar den 8000 Meter hohen

South Col überflog er. Und dann holte er

auch noch den Leichnam eines ukrainischen

Bergsteigers vom Teng-Kangpoche.

Moro ließ sich an einem Tau baumelnd auf

6380 Metern in die Wand bringen. Das war

die höchste Taubergung aus einer senkrechten

Wand. „Ich habe das aber nicht gemacht,

um ein Held zu sein. Ich habe das

gemacht, weil erst so der Bergsteiger für

tot erklärt werden und seine Familie von

der Versicherung eine gewisse Summe

ausbezahlt bekommen konnte.“

Im Juni dann die Schreckensnachricht:

Bei einem Rettungseinsatz stürzte Moros

Hubschrauber ab, an Bord waren neben einem

italienischen Piloten weitere fünf Insassen

– einer davon starb auf dem Weg ins

Krankenhaus. Und trotzdem wird es vielleicht

das sein, was Simone Moro einmal

tun wird, wenn das Bergsteigen ihn nicht

mehr reizt, wie er sagt: „Als Hubschrauberpilot

Rettungseinsätze fliegen.“

Stephanie geiger (36) berichtet

regelmäßig über Simone Moro.

Begeistert von seinen Erzäh-

lungen, fuhr sie im vergangenen

Jahr selbst in den Himalaya

und stieg auf einen Sieben-

tausender.

DAV 5/2013 91

Fotos: Matteo Zanga (2), Archiv Simone Moro (3), Cory Richards


Reisenews

Abenteuer Bhutan

Trekking im Land des Donnerdrachens:

Das buddhistische Königreich Bhutan gehört

zu den unberührten Reisezielen dieser

Welt – wo es naturgemäß noch viel zu

entdecken gibt. Berghorizonte, spezialisiert

auf individuelle Himalaya-Reisen,

bietet eine Trekking-Tour zu den heiligen

Bergen des Landes an: Der Lingshi-Laya-

Trek ist landschaftlich besonders reizvoll

und führt vom Chomolhari-Basecamp

über Lingshi ins atemberaubende Hoch-

Radeln im Land des Lichts

Geheimtipp für den Herbst: Lykien in der

Südtürkei ist wie geschaffen für eine

Radreise im Oktober. Milde Temperaturen,

weiße Strände, grüne Wälder und jede

Menge Kultur erwarten Besucher des begünstigten

Fleckchen Erde. Der Spezialveranstalter

Natours Reisen bietet zweiwöchige

Fahrrad-Trips in die Region an. In

kleinen Gruppen geht es durch spektakuläre

Küsten- und Gebirgslandschaften –

immer mit dabei: ein Abstecher in die turbulente

Geschichte des Landes. An sieben

Tagen werden im Sattel jeweils 30 bis 60

Kilometer zurückgelegt, an drei Tagen stehen

Wanderstrecken bis zu drei Stunden

auf dem Programm, dazu kommen mehrere

Bootsausflüge. Übernachtet wird in landestypischen

Hotels und Pensionen. Ter-

92 DAV 5/2013

tal von Laya. Auf der Strecke liegen 5000

Meter hohe Pässe, gecampt wird am

Fuße beeindruckender Bergmassive.

Ziel der Reise ist die Begegnung mit

Land und Leuten, Natur und Kultur –

als Basis für bleibende Eindrücke. Kostenpunkt:

Die 20-tägige Bhutan-Reise

mit Linghi-Laya-Trek liegt mit deutschsprachiger

Reiseleitung, Trekkingmannschaft,

Vollverpflegung, Visa, Permits

in der Reisegruppe von maximal

acht Teilnehmern, ohne Flug bei 3890

Euro pro Person.

❱❱ Info: Tel. 0661/250 26 30,

www.berghorizonte.de

mine: 29.9.-13.10. und 13.10.-27.10.2013.

Preis: 14 Nächte im DZ mit HP, Rad- und

Wanderprogramm mit Busbegleitung,

Bootsausflügen, Gepäck- und Radtransfer,

deutschsprachiger Reiseleitung etc. kosten

1149 Euro. Die Tour startet und endet in

Antalya. Flugbuchung auf Wunsch.

❱❱ Info: Tel. 0541/34 75 18 94,

www.natours.de

Korsika

in der Gruppe erleben

Wander-Trips für Sektionsgruppen: Rhomberg-Reisen,

seit 50 Jahren auf „Reisen in

Naturparadiese“ spezialisiert, hat einen eigenen

Katalog für Gruppen aufgelegt. Ein

Highlight im aktuellen Programm: die

„Standortreise mit Aktivpaket: Korsika erkunden“.

Als Ausgangspunkt der auf Gruppen

zugeschnittenen Reise dient das traditionsreiche

Feriendorf „Zum Störrischen

Esel“ in der landschaftlich reizvollen Balagne.

Der 70.000 Quadratmeter große, schattige

Naturpark des Feriendorfes ist eine

echte Oase, nur ein paar Gehminuten vom

idyllischen Hafenstädtchen Calvi entfernt.

In unmittelbarer Nähe: ein einladender,

flach abfallender Badestrand. Die bergige

Insel bietet außerdem eine eindrucksvolle

Kulisse für Wanderungen entlang der Küste

und für ausgedehnte Bergtouren in das

hochalpine Landesinnere. Im Rahmen des

Aktivpakets stehen daher zahlreiche Ausflüge

und Touren auf dem Programm. Details

können im Gruppenfolder nachgelesen

werden (kostenlos beim Veranstalter

anzufordern oder online auf der Webseite).

Die Pauschale kostet mit Flug nach Calvi

und retour, sieben Nächten mit HP inkl.

Busausflügen und Wanderungen ab 788

Euro pro Person.

❱❱ Info: Tel. 0043/(0)5572/224 20,

www.rhomberg-reisen.com/gruppen


Entspannung auf

zwei Rädern

Romantische Flusslandschaften, Touren

für jeden Geschmack und Leistungsgrad,

gemütliche Einkehrmöglichkeiten: Im Ferienland

Cochem liegen Radwege für Entspannung

suchende Naturliebhaber. Von

der 16-Kilometer-Tour für Genießer über

die „Mosel-Königsetappe“ für Kilometersammler

(74 Kilometer) bis zur Kleinen

Hunsrück-Tour mit knackigen Steigungen

für Trainierte reicht die Bandbreite der

Zweirad-Strecken zwischen Eifel und

Hunsrück. Diese sind gut ausgeschildert,

professionelle Radwegkarten helfen bei der

Orientierung. Erstmals werden auch E-Bikes

in der Region angeboten: Zahlreiche

Verleih- und Aufladestationen ermöglichen

Gästen wie Einheimischen die entspannte

Fahrt auf dem Elektrorad. Auch wer eine

Panne hat, bekommt schnelle Hilfe: Allein

in Cochem finden sich drei gut ausgestattete

Fahrradwerkstätten.

❱❱ Info: Tel. 02671/60 04-0,

www.ferienland-cochem.de

Reise in die Stille

Geballte Kompetenz: Hans Obermaier, seit

35 Jahren als Bergführer, Reiseleiter, Mountainbike-Guide

und Tourscout für den

DAV Summit Club unterwegs, und Sohn

Andreas, Biologe, führen ins winterliche

Ladakh – und bereichern die Reise des DAV

Summit Club mit ihren Spezialkenntnissen.

„Ladakh im Winter – Klosterfeste

im Reich der Schneeleoparden“

(Buchungscode: INSO-

HO) heißt das Abenteuer, das vom

8. bis zum 27.3.2014 angeboten

wird, und das – neben Bewegung

und Kultur – vor allem Natur und

Stille im Fokus hat. Die Besichtigung

bedeutender Klöster wird

verbunden mit kleineren Wande-

Tour & Tiefenwärme

Wellness für Wanderer: Wer mit müden

Muskeln vom Berg kommt, kann sich im

Vier-Sterne-Hotel Sportalm im Pitztal über

eine besonderes Verwöhnprogramm freuen.

Als erste und einzige Herberge Tirols

hat das Haus verschiedene Zimmer und

Suiten mit eigener Infrarot-Kabine ausgestattet.

Die damit erzeugte Tiefenwärme

dient der Entspannung nach einem fordernden

Tag, regt den Blutkreislauf an und

fördert den Stoffwechsel. Außerdem hilft

sie bei Muskelverletzungen und Verspannungen,

Rücken- und Gelenkschmerzen.

Das integrierte LED-Farblichtsystem sorgt

für positive Stimmung und mit Hilfe eines

integrierten Körperschall-Lautsprechersystems

kann man sich auch noch zur Lieblingsmusik

erwärmen. Wer das neue Wellness-Angebot

ausprobieren will, kann sich

zum Beispiel einen Kurzurlaub in der

rungen – bei den Klosterfesten reihen sich

die Reiseteilnehmer in den Strom der Pilger

ein. Ein echtes Highlight ist auch das fünftägige

Wintertrekking in den Hemis-Nationalpark,

Lebensraum der scheuen und selten

gewordenen Schneeleoparden. Die Anforderungen

an Kondition und Technik

halten sich im Rahmen: Bei den leichten Tageswanderungen

sind Gehzeiten bis vier

Stunden in Höhen bis circa 4000 Meter einzuplanen.

❱❱ Info: www.dav-summit-club.de

Reisenews

Sportalm gönnen: Bis zum 26. Oktober gilt

die 4-tägige Pauschale „Wellness-Verwöhntage“

ab 277,50 Euro – mit Halbpension, geführten

Wanderungen und vielen Extras.

Später lockt der Pitztaler Winter, der mit

persönlicher Infrarot-Kabine doppelt erholsam

ausfallen dürfte.

❱❱ Info: Tel. 0043/(0)5413/862 03,

www.sportalm.net

EVENTS

+++ 21. bis 27.9. Europameisterschaft der Strandsegler

in St. Peter-Ording: internationale Rennen mit Piloten

aller Klassen. Besucher finden in den Sandbänken der

Naturarena optimale Plätze, um das spannende Spektakel

kostenfrei zu verfolgen. Ort: Regattastrecke der Strandsegler,

südlich der Arche Noah, Strandabschnitt Bad.

Info: Tel. 04863/99 90, www.st.peter-ording.de,

www.ycspo.de

+++ 4. bis 6.10. Salven Kristall: Erster Bergtriathlon in

Hopfgarten, Tirol. Berglauf, Mountainbike, Gras-Ski – vor

der Kulisse der Hohen Save und der Kitzbühler Alpen

kämpfen Athleten aus ganz Europa um den begehrten

Salven-Kristall. Rahmenprogramm mit vielen Vorführungen,

Infoständen etc.

Info: Tel. 0043/(0)650/981 95 08,

www.bergtriathlon.at

+++ bis 6.10. Fiera del Riso: Große Reismesse in Isola

della Scala am Gardasee. Vier Wochen dreht sich in dem

kleinen Städtchen südlich von Verona alles um den Reis.

Rund 200.000 Risotti, regional und international, werden

während dieser Zeit gekocht. Beim abwechslungsreichen

Rahmenprogramm gesellt sich zu den Kochwettbewerben

auch Kunst, Kultur, Sport und Folklore.

Info: www.fieradelriso.it

+++ 12. bis 13.10. 6. Bayerischer Zwiebelmarkt in Beilngries,

Franken: Alle zwei Jahre dreht sich in dem Städtchen

im Naturpark Altmühltal alles um die Zwiebel. Auf dem

zweitägigen Programm stehen die Krönung der Zwiebelkönigin,

kulinarische Spezialitäten mit Zwiebel-Schwerpunkt,

Kunsthandwerk und ein Drehorgelspielertreffen.

Info: Tel. 08461/84 35, www.beilngries.de

+++ 18. bis 20.10. Meraner Traubenfest: ältestes

Erntedankfest Südtirols, das seit 1886 in der Meraner

Innenstadt stattfindet. Zum farbenprächtigen Festumzug

wird ein abwechslungsreiches und stimmungsvolles

Rahmenprogramm geboten. Am Sonntag, 20.10., treten

zahlreiche Musikkappellen auf, der traditionelle Umzug

beginnt um 14.15 Uhr.

Info: Tel. 0039/0473/27 20 00,

www.meran.eu/traubenfest

DAV 5/5013 93


Credit: Turespaña

Reisenews

Wallgau in Oberbayern

feiert in

diesem Jahr seinen

1250. Geburtstag – zum runden Jubiläum

hat der Ort seiner berühmtesten Tochter

einen neu angelegten Themenweg gewidmet:

Der im Frühjahr eröffnete

„Magdalena Neuner Panoramaweg“ auf den

Sonnenhängen über dem Isartal ist der

jüngste seiner Art in der Alpenwelt Karwendel

und wohl auch der mit den spektakulärsten

Ausblicken. Tourenstart ist in

Wallgau (866 Meter) am Haus des Gastes –

Oberstdorfer Naturgenuss

Zum Herbst in der Oberstdorfer Bergwelt

veranstaltet die Region vom 28. September

bis zum 3. November spezielle, auf die Jahreszeit

zugeschnittene Aktionswochen.

Der „Oberstdorfer Naturgenuss – mit allen

Sinnen erleben“ bietet ein Wochenprogramm

mit vielfältigen Themen: Wissen

und Entdecken, Kulinarik

und Genuss, Bewegung

und Gesundheit

heißen die Bausteine,

aus denen sich

die Veranstaltungen

zusammensetzen. Auf

94 DAV 5/2013

Auf den Spuren von

Magdalena Neuner

für die Runde mit 320 Höhenmetern, auf

der man die ganze Vita des populären

Biathlon-Stars „erwandern“ kann, sollte

man etwa zwei Stunden einplanen. 28 Tafeln

mit vielen Fotos, Zitaten und Details

zu Neuners Karriere säumen den Weg.

Am Ende gibt es zwar keine Medaillen,

aber ein 360-Grad-Panorama vom tiefblauen

Walchensee über Isar- und Rißbachtal,

Soiernberge, Karwendel und

Wetterstein bis zum Estergebirge.

❱❱ Info: Tel. 01805/12 71 00,

www.alpenwelt-karwendel.de

geführten Wanderungen erfahren Gäste

Wissenswertes über die heimische Landschaft,

deren Flora und Fauna. Eine Käsereiführung

gehört ebenso zum Angebot

wie eine Stippvisite beim Holzschnitzer. Erklärter

Höhepunkt der Aktionswoche ist

die „Kulinarische Genussfahrt mit dem

Marktbähnle“. Dabei werden die Teilnehmer

von Restaurant zu

Res taurant gefahren, wo

jeweils einheimische Spezialitäten

serviert werden.

❱❱ Info: Tel. 08322/70 02 90,

www.oberstdorf-naturgenuss.de

„Grüne“ Ferien auf Formentera

Radurlaub in

„Cycle Kingdom“

Radeln in Taiwan? Was für uns exotisch

anmutet, gehört für die Einwohner der Insel

im Westpazifik zum Alltag. Biken ist

hier Nationalsport, entsprechend ausgebaut

ist die Infrastruktur: Ein 3600 Kilometer

langes Netz an gut beschilderten

Radwegen durchzieht die Provinz der

Volksrepublik China, Sportveranstaltungen

rund ums Zweirad füllen ganzjährig

den Kalender, und auch als weltweit anerkannter

Bike-Hersteller hat sich das

Land positioniert. Wer als Tourist nach

Taiwan reist, findet fernöstliches Flair,

herzliche Gastgeber – und eine aktuelle

Aktion der Fremdenverkehrsbehörde für

Radfans, die bis zum 31. März 2014 mit

Specials und Preisnachlässen rund ums

Rad lockt. Auf der Website „Cycling Tours

of Taiwan“ (www.bike2taiwan.net/en, in

englischer Sprache) finden sich in der Rubrik

„Special Offers“ (Sonderangebote) alle

Details zu den bis zum Frühjahr befristeten

Offerten. Beteiligt an der Aktion

sind übrigens auch die Fluggesellschaften

China Airlines und EVA Air, die im Land

gekaufte Fahrräder der taiwanesischen

Marke Giant kostenlos befördern.

❱❱ Info: Tel. 069/61 07 43,

www.taiwantourismus.de

Unberührte Natur, mildes Klima bis in den Spätherbst: Formentera gilt als das letzte Paradies im Mittelmeer

– und da ist etwas dran. Auf der Insel wird Umweltschutz gelebt ebenso wie sanfter Tourismus. Das Balearen-

Eiland ist nur per Schiff von Ibiza aus zu erreichen, was die Natur bewahrt hat und ruhige Ferien garantiert.

Erwandern oder per Rad erkunden lässt sich Formentera ideal über die so genannten Rutas Verdes, 19 „grüne

Routen“, die sich über die Insel ziehen und ihre schönsten Plätze erschließen. Die meisten sind gut beschildert

und verlaufen abseits der Straßen. Zu den spektakulärsten Wanderungen gehört der alte Römerweg entlang der

Küste, hinauf zum Leuchtturm, wo ein Denkmal an Jules Verne erinnert. Andere Routen führen durch Weinbaugebiete

oder unter Naturschutz stehende Dünen- und Pinienlandschaften. Nach der Wanderung belohnen

herrliche Buchten und Strände oder aber das kristallklare Wasser, gereinigt vom Neptungras, der natürlichen

Kläranlage Formenteras.

❱❱ Info: www.formentera.es, www.illesbalears.es


NIKWAX COTTON PROOF

– verbessert und dreifach konzentriert

Bei Regen nimmt Baumwolle relativ viel Wasser auf, wird

schwer und fühlt sich kalt und klamm an. Das neue

Nikwax Cotton Proof macht damit jetzt Schluss:

mit einer dreifach konzentrierten Version und einer

wesentlich stärkeren Imprägnierleistung. Eine

einzige Anwendung schafft die notwendige Imprägnierung

und reduziert die Wasseraufnahme

des Materials, beschleunigt die Trockenzeit und

sorgt für ein angenehmes Tragegefühl. Gleichzeitig

bleibt die Atmungsaktivität erhalten. Wie alle

Nikwax­Produkte ist auch das Cotton Proof PFC­frei.

Preisempfehlung: Euro 3,­ (50 ml),

Euro 14,­ (300 ml)

Infos: Erhalten Sie unter www.nikwaxwebshop.de

DEUTER PROVOKE 16

– klein aber fein

LOWA PAGANELLA GTX WS

– vielseitig und komfortabel

EUROSCHIRM

– Trekkingschirme werden bunter

Neue Produkte

Ein eleganter Winterstiefel mit modischem Nubuklederschaft und Besätzen aus robustem Textilgewebe. Der hoch

geschnürte Stiefel Paganella GTX Ws ist warm, komfortabel und sehr vielseitig einsetzbar: beim Winterspaziergang,

einer Rodelpartie oder einem winterlichen Einkaufsbummel. Der über einen speziellen Damenleisten gefertigte

Stiefel überzeugt durch seine hervorragende Passform. Das gut isolierende Gore­Tex­Partelana­Futter sorgt

für kuschelige Wärme, hält den Fuß garantiert trocken und schafft ein angenehmes Fußklima. Die innovative

Sohlenkonstruktion Monowrap verbindet Sohle und Schaft zu einer funktionellen Einheit, die griffige Laufsohle

bietet guten Halt auf Schnee und Eis.

Preisempfehlung:

Euro 179,95

Infos: Erhalten Sie unter

www.lowa.de

Ein abfahrtsorientierter, vielseitiger Rucksack, der dank auffälliger

Farbgebung für den Einsatz im Schnee geradezu prädestiniert ist. Bei

schnellen Touren bergauf ist der Provoke 16 sehr belastbar: Ski oder

Board lassen sich schnell und sicher fixieren, ebenso Helm, Pickel,

Schaufelstil und Sonde. Eine flexible Rückenplatte

hält den Rucksack auch bei

hohen Geschwindigkeiten fest und

sicher am Körper. Weitere praktische

Details: isolierter Tunnel am

Schulterträger für den Schlauch des

Trinksystems; aufrollbare, fixierbare

Kompressionsriemen und ein extra

gepolstertes Außenfach für die

Skibrille.

Preisempfehlung: Euro 79,95

Infos: Erhalten Sie unter

www.deuter.com

SALOMON WAYFARER TERRAIN PANTS

– leicht, bequem und funktionell

Egal wohin der Weg die Bergsportler auch

führt – über Felsen oder Geröll, in unwegsames

Gelände oder auf steile Pfade –

die Wayfarer Terrain Pants gehen ihn mit.

Denn die Hiking­Hose ist so konzipiert,

dass sie optimale Bewegungsfreiheit

bietet. Sie ist aus leichten, bequemen

Materialien gefertigt, wobei dehnbares

Ripstop­Gewebe mit Softshell kombiniert

ist. Das garantiert eine hohe Belastbarkeit

bei gleichzeitigem Komfort. Die

windabweisende und leichte Hose eignet

sich ideal für alle Bergtouren.

Preisempfehlung: Euro 119,95

Infos: Erhalten Sie unter

www.salomon.com

Ein neuer Trend wird gesetzt.

In dieser Saison werden die

Trekkingschirme aus dem

Hause Göbel vielfarbig; sieben

neue fröhliche Farbkombinationen,

bei denen jeweils vier

Farben miteinander kombiniert

werden. Folgende

Trekkingschirme sind mit den

neuen „Colourways“ ab sofort erhältlich und das ohne extra Aufpreis:

Birdiepal outdoor – laut Hersteller der stabilste Trekkingschirm

der Welt; Swing liteflex, der Leichteste; die beiden handfreien

TeleScope handsfree sowie Swing handsfree; Swing, der Klassiker

unter den Trekkingschirmen sowie die beiden kleinen Kompakten Light

trek und Light trek automatic. Nach wie vor gilt bei allen Trekkingschirmen

von EuroSchirm das Motto: „Leicht und zugleich extrem stabil“.

Preisempfehlung: ab Euro 36,90

Infos: Erhalten Sie unter www.euroschirm.com oder

telefonisch unter 0731/14013­0.

Bestellmöglichkeit auch per e­mail: info@euroschirm.com

DAV 5/2013 95


Neue Produkte

WOOLPOWER MERINO-TUBES

– wärmende Alleskönner aus Schweden

Die Merino­Tubes von Woolpower sind multifunktionale Wärmespeicher

für Kopf und Nacken: Der Tube Lite von Woolpower kann als

dünner Schal oder Kopfbedeckung genutzt werden. Er ist besonders

flach gestrickt und kratzfrei. Der 1x1 Rippenstrick sorgt für angenehmen

Tragekomfort. Der Tube Lite ist aus 80 Prozent Merinowolle

und 20 Prozent Polyamid. Für die kältere Jahreszeit gibt es den Tube

auch in dem dickeren 200 Gramm

Merino­Frottee, dass in den Frottteeschlingen

die Körperwärme speichert.

Der funktionelle Schlauch ist in

einer Größe in den Farben Schwarz/

Grün und Schwarz erhältlich.

BAFFIN POLAR PROVEN EXPO

– gibt Kälte keine Chance

BLACK DIAMOND CARBON COMPACTOR

– die ultimative Lösung ...

... für Skiwanderungen und Zustiege im Winter, Skitouren und Splitboarding.

Der Black Diamond Carbon Compactor ist robust, aber dennoch leicht und packbar,

und ist schnell im Rucksack verstaut. Dank innovativer Z­Pole­Technologie lässt sich

der 3­Segmente­Schaft aus Carbonfaser sekundenschnell zusammenfalten. Griff und

Handschlaufe der Touring Serie bieten komfortable Halteeigenschaften. Der Carbon

Compactor überzeugt durch seinen ausgeklügelten Faltmechanismus und seine

Ergonomie. Er ist in fünf Größen erhältlich.

Preisempfehlung: Euro 129,­

Infos: Erhalten Sie unter www.BlackDiamondEquipment.com

96 DAV 5/2013

Preisempfehlung: Euro 27,90

Infos: Erhalten Sie unter

www.woolpower.de

Ideal für winterliche Outdoor­Aktivitäten: der Expo der kanadischen

Qualitätsmarke Baffin hält die Füße bei bis zu minus 20 Grad warm

und trocken. Der Schuh bietet die optimale Kombination aus Wärme,

Komfort und hochwertiger Qualität. Durch die eingearbeitete B­Tek­

Hohlkammerfaser wird die Feuchtigkeit nach außen transportiert und

der Fuß gegen Kälte isoliert. Das Obermaterial

besteht aus geöltem Veloursleder mit einer

wasserdichten atmungsaktiven Membran.

Der Herren­Stiefel ist ab Größe 7 bis 14

in Braun/Schwarz erhältlich.

Preisempfehlung: Euro 179,­

Infos: Erhalten Sie unter

www.scandic.de

THE NORTH FACE SURGE II CHARGED

– mobiles Kraftwerk

Mit diesem einzigartigen Rucksack geht Ihnen niemals der Saft aus.

Über die eingebaute, leichtgewichtige Ladestation Joey können

elektrische Geräte einfach wieder aufgeladen werden.

Darüber hinaus bietet der 32­Liter­Rucksack Surge II Charged noch

weitere Besonderheiten: FlexVent­Schultergurte,

rückseitiger Air­Mesh­Einsatz und ACA­zertifizierte

BackSaver­Technologie, die für

perfekten Tragekomfort sorgen. Eine

gepolsterte 17­Zolll­Laptophülle

garantiert einen sicheren Transport.

Der Rucksack wurde mit dem ISPO

Award Gold Winner 2013 ausgezeichnet.

Preisempfehlung: Euro 180,­

Infos: Erhalten Sie unter

www.thenorthface.com

BERGHAUS ULVETANNA PRO JACKET

– inspiriert durch Ulvetanna Expedition

Eine robuste Bergsteigerjacke, die voller Innovationen steckt und

selbst den extremsten Wetterbedingen trotzt. Bei der Ulvetanna Pro

Jacke setzt Berghaus erstmals das neue 3L

Gore­Tex Pro Generation II ein, dass sich

durch eine verbesserte Strapazierfähigkeit

und Atmungsaktivität auszeichnet. Für

optimales Körperklima sorgen stromlinienförmige

3D­Belüftungen, die Luft

um den Rumpf zirkulieren lassen.

Kleine Öffnungen in Höhe der

Mundpartie lassen feuchte

Atemluft aus der geschlossenen

Kapuze entweichen. Eine

mehrfach verstellbare Kapuze

kann auch mit Handschuhen

problemlos bedient werden.

Preisempfehlung: Euro 599,95

Infos: Erhalten Sie unter

www.berghaus.com


KOMPERDELL NORDIC WALKING CARBON CLASSIC

– click und los geht’s

Mit den Carbon Classic

Stöcken von Komperdell macht

Nordic Walken richtig Spaß.

Durch das Click­in System lässt

sich die Schlaufe ganz einfach und

komfortabel mit nur einem Klick vom

Griff lösen. Die Nordic Walking Komfortschlaufe

ist durch das geschmeidige

Innenmaterial weich und sehr angenehm zu

tragen, sie ist antibakteriell und schweißabsorbierend.

Die neue Schlaufenführung ist

ergonomisch optimal angepasst und bietet beste

Kraftübertragung. Einfach die Stöcke greifen und

los geht’s mit dem effizienten Ganzkörpertraining.

Preisempfehlung: Euro 59,95

Infos: Erhalten Sie unter www.komperdell.com

VAUDE SOFTSHELL MEN’S VIRT PANTS

– für trailhungrige Mountainbiker

KEEN MARSHALL MID WP

– für mehr Tempo

Bei den neu entwickelten, technischen Softshell­Outfits von VAUDE

kommen Mountainbiker auch in der Wintersaison auf Touren. Das

umweltfreundlich hergestellte Hauptmaterial ist zu 100 Prozent

winddicht und schützt vor eisigem Fahrtwind, während innen die

weiche Waffelfleece­Struktur optimalen Wärmerückhalt und hohe

Atmungsaktivität bietet. Die untere

Beinpartie der Men’s Virt Pants ist

enganliegend, vorne winddicht und

hinten aus elastischem Lycra. Der

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Piz Morteratsch zur Tschierva-Hütte am

04.07.2013 gefunden. Bitte an den Bergführer

oder an das Hüttenpersonal (Tel. 0041

(0) 818426391) wenden.

Sonnenbrille der Marke „Suncloud“ am

07.07.13 auf dem Weg von der Dietersbachalpe

über Dietersbachweg und Rautweg nach

Christl verloren. Da es ein wertvolles Erinnerungsstück

ist, würde ich mich über die Rückgabe

freuen. Tel. 0172-2660484

Einen Klettergurt und Kinderkletterschuhe

am 15.06.2013 an der Labertalwand bei

Schönhofen gefunden. Bitte melden unter

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Mobiltelefon Samsung Galaxy verloren: am

06.07.2013 zwischen Friedrichshafener und

Darmstädter Hütte, Nähe Schönpleisjoch,

Tel. 069-700749

GPS-Gerät Garmin gefunden am Wolfskopf bei

Trauchgau. Laut Fundstelle wohl im Frühjahr

bei einer Skitour verloren. Tel. 08862-6141

Digitalkamera Traveler, silberfarbig, am

25.07.2013 beim Gimpelhaus, Tannheimer

Tal, Österreich, verloren. Tel. 09636/563

Tumpen/Ötztal: Am 26.07.2013 habe ich ein

Plastiksäckchen rot und blau gefüllt mit

Exen, Karabinern, Bändern u.a. Klettermaterial

liegen gelassen. Den ehrlichen Finder

bitte ich um Rückgabe, Finderlohn zugesichert.

Danke Tel. 0049-(0)7154-8379398

od. eigenewege@googlemail.com

Weste schwarz Montura am 10.07. am Frauenwasserl

vergessen. isahab@web.de

beiliegendem Verrechnungsscheck

Den Rechnungsbetrag bezahle ich per Bankeinzug

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Tel.: 089/55241-226; Fax 089/55241-271, E-Mail: tanja.karg@atlas-verlag.de, Internet: www.atlas-verlag.de/DAV-Anzeigencoupon

104 DAV 5/2013

BLZ:

Konto-Nummer:

Sony-HX20V am 14.07.13 zwischen 08.00 -

0:00 verloren. Eine Bitte an den ehrlichen

Finder, wenigstens den Chip ans Kreuzeckhaus

Ga-Pa zurück zu geben. Dankeschön!

Taschenmesser gefunden am 16.07. vor der

Lenggrieser Hütte. Tel. 0176-70350334.

Kamera gefunden am 05.08. am Höllentalsteig,

Zugspitze. Tel. 0911-4806555

Fotoapparat gefunden, am 04.08.2013 in

der Schweiz, Gebiet Alpstein, im Klettergarten

Stoss. hope1977@gmx.net

Kamera Lumix TZ6 schwarz am 6./7.8.13 am

Stripsenjochhaus verloren. Tel. 0173-

6985472 Finderlohn!

Habe am Brünnstein eine Kette gefunden.

Es ist keine Fahrradkette, sondern ein

Schmuckstück. Der Verlierer kann nach genauer

Beschreibung das Stück zurück haben.

Tel. 0172-6758621

Herrenarmbanduhr Marke Tissot auf dem

Weg von der Tilisuna Hütte zur Carchinahütte

(beides Rätikon) am 13.08.2013 gefunden.

klein_ha@hotmail.com

Rubrik A

(je Zeile 12,60)

DAV 06/13 erscheint

am 19.11.2013

Anzeigenschluss ist

am 11. 10.2013

Rubrik B

(je Zeile 26,30)

Rubrik C

(je Zeile 6,10)

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DAV 5/2013 105


Impressum | Vorschau

magazin des Deutschen alpenvereins

65. Jahrgang Nr. 5, oktober/November 2013,

IssN 1437-5923

Inhaber und Verleger

Deutscher Alpenverein e.V.

Von-Kahr-Str. 2-4

80997 München

Tel.: 089/140 03-0

Fax: 089/140 03-98

dav-panorama@alpenverein.de

alpenverein.de/panorama

redaktion

Georg Hohenester (verantwortlich, Adresse siehe oben) – gh

(Thema, Knotenpunkt,)

Andi Dick – ad (Alpenverein aktuell, Bergsport heute, Reportage,

Sicherheitsforschung, Tipps & Technik, Knotenpunkt)

Christine Frühholz – cf (Porträt, Natur & Mensch, Fitness &

Gesundheit, Kultur & Medien, Leserpost)

Jonas Kassner – jk (Reportage)

Die Redaktion des DAV redigiert und produziert DAV Panorama.

Inhalt, Layout und Themenauswahl von Knotenpunkt“

obliegen dem JDAV-Redaktionsteam in Zusammenarbeit


mit der Redaktion des DAV (s. Impressum Knotenpunkt.“).


Die Beiträge geben die Meinung der Verfasser, nicht des

Deutschen Alpenvereins wieder. Die Zeitschrift und alle in

ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind geschützt.

Verwertung ohne Einwilligung des Verlags ist strafbar. Die

106 DAV 2/2013 5/2013

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Buchten: Der Lykische Weg in der südlichen

Türkei gilt nicht umsonst als einer der

schönsten Weitwanderwege der Welt.

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ab 19. november:

Reportage: Inseltrekking auf Teneriffa

tipps & technik: Mit den Kindern zum Freeriden

Porträt: Josune Bereziartu, die erste Frau im elften Grad

Knotenpunkt: Ein Heft für Gruppen

Redaktion behält sich die Kürzung und Bearbeitung von

Beiträgen und Leserbriefen vor. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte, Fotos und Datenträger oder Unterlagen

jeglicher Art wird keine Haftung übernommen. Rücksendung

erfolgt nur gegen Beilage eines frankierten Rückkuverts.

Alle in DAV Panorama vorgestellten Touren sind nach bestem

Wissen recherchiert, es wird jedoch keinerlei Haftung für die

Richtigkeit der Angaben übernommen.

autoren dieser ausgabe

Philipp Abels, Dorothee Bauer, Rudi Erlacher, Gaby Funk,

Christoph Gabrysch (cg), Stephanie Geiger, Karl Lukan, Florian

Hellberg, Dr. Ursula Hildebrandt, Friederike Kaiser, Mark Keiter,

Matthias Keller (mk), Axel Klemmer, Sebastian Koller, Prof. Dr.

Niko Paech, Michael Pröttel (mpr), Steffen Reich, Maria und

Wolfgang Rosenwirth, Helene Satvary (hs), Ruth Schedlbauer

(rs), Silvia Schmid (ssch), Christina Schwann, Gerhard Schwinghammer

(sch), Prof. Dr. Dominik Siegrist, Sophia Steinmüller,

Stefan Winter

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Austritt möglichst umgehend Ihrer Sektion bekannt.

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sind eine Eigenentwicklung der JDAV; es wird getrennt von

DAV Panorama produziert (s. Impressum Knotenpunkt.”).


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Tel.: 089/552 41-245, Fax: 089/552 41-271

Geschäftsführer: Philip Artopé (-241)

Anzeigenleitung: Silvia Vieregg (verantwortlich, -252)

Projektleitung Sonderobjekte: Sandra Wilderer (-289)

Anzeigenverkaufsberatung: Nadine Stalla (-269)

Disposition: Ines Ladwig (-245), Service: Roswitha Reiser (-223)

Grafik: Zehentner & Partner GmbH, München, Claudia Seider

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der atlas Verlag GmbH, Silvia Vieregg (-252) und

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