Jahresbericht 2012 - Pinocchio

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Jahresbericht 2012 - Pinocchio

Jahresbericht 2012

Stiftung LUNA | Lotteriefonds Kanton Zürich | Sozialdepartement Stadt Zürich


inhaltsverzeichnis

Bericht des Präsidenten 3

Projektbericht KidsCare 4

Fallbeispiele 8

Kommentar zur Rechnung 11

Bilanz 12

Betriebsrechnung 13

Impressum

Herausgeber: Verein Pinocchio

Grafische Gestaltung: Jae Erne

Lektorat: Jürg Fischer

Druck: druckereizimmermann GmbH

Der Druck wurde von der

Zürcher Kantonalbank unterstützt


ericht des Präsidenten

Foto: Piero Weber

3

Im ursprünglich auf drei Jahre angelegten Pilotprojekt «Kids-

Care» konnte 2012 wiederum ein ganzes Jahr intensiv für die

von häuslicher Gewalt mitbetroffenen Kindern in den ausgewählten

Regionen des Bezirks Horgen und der Stadt Zürich

Beratung angeboten werden. Wie im Bericht der Projektleiterin

ausgeführt wird, sind dabei wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen

gemacht worden, welche in der Weiterführung im Jahre

2013 berücksichtigt werden können.

Der Auftrag für eine wissenschaftliche Evaluation an

das Marie Meierhofer-Institut für das Kind hat sich als sehr

erhellend für die Fragen einer Weiterführung erwiesen. Im

Herbst 2012 lag der umfangreiche und sorgfältig aufgearbeitete

Evaluationsbericht über die beiden Projekte «KidsPunkt»

und «KidsCare» in schriftlicher Form vor. Mehr Informationen

zum Pilotprojekt finden sich auf der Webseite von Pinocchio

(http://www.pinocchio-zh.ch)

Inzwischen bilden die Resultate eine wichtige Grundlage

für die Diskussion und nächsten Entscheide über Fragen der

Angepasstheit der erfolgten Interventionsformen, der Wirkungen

des Gesprächsangebotes auf die betroffenen Kinder und

die Wünschbarkeit und Notwendigkeit eines flächendeckenden

Angebotes im Kanton Zürich. Dies ist erst Ende Jahr angelaufen

und setzt sich auch 2013 fort. Eine Anschlusslösung wird

aber erst ab 2014 realisierbar sein. Wir sind sehr froh, dass

beide Modelle auch 2013 noch weiter laufen können und

ausreichend Zeit da ist, um die erforderlichen Fachgespräche

zu führen.

Wiederum möchten wir uns für die ideelle und finanzielle

Unterstützung im vergangenen Geschäftsjahr herzlich bedanken

bei der Stiftung LUNA, dem Lotteriefonds des Kantons

Zürich und dem Sozialdepartement der Stadt Zürich. Ganz

besonderer Dank gebührt den kooperierenden Fachstellen und

den Mitgliedern der örtlichen Fachgruppen.

Heinrich Nufer

Präsident des Vereins Pinocchio


PrOJeKtbericht Kidscare

4

Das Projekt hat sich im vergangenen Jahr im Einzugsgebiet

der Stadt Zürich (Kreise 6, 11 und 12) sowie im Bezirk Horgen

weiter erfolgreich etablieren können. Die Zahl der erreichten

Kinder und Jugendlichen bewegte sich auch 2012 im gleichen

Umfang wie im Vorjahr. Der Vergleich mit den Fallzahlen der

Polizei der letzten drei Jahre zeigt auf, dass wir auf freiwilliger

Basis und unmittelbar auf einen Polizeieinsatz folgend etwas

mehr als die Hälfte der Familien erreicht haben, in denen

wegen häuslicher Gewalt eine polizeiliche Intervention erfolgte.

Die Zusammenarbeit mit Fachleuten von Schnittstellen

wie der Polizei, der Opferhilfeberatung für Frauen und dem

Mannebüro konnte weiter gefestigt werden. Die Evaluation der

Beratungsfälle ergab, dass 80 % der Zuweisungen über die

Polizei und die Opferhilfeberatung für Frauen (Bif) erfolgten.

Statistik 2012 Projekt KidsCare

Auch zu den Sozialen Diensten, die in der Stadt Zürich von der

Kinderschutzbehörde meistens mit einem Abklärungsauftrag

betraut werden, besteht weiterhin eine gute Zusammenarbeit.

Es sind neben den vielen betroffenen Kindern und Eltern auch

diese Fachleute, die eine Weiterführung des Projektes nach

2013 für dringend angezeigt halten.

Mit Spannung sahen wir dem wissenschaftlichen Evaluationsbericht

entgegen, der im Herbst 2012 eingesehen werden

konnte. Zwischen August 2010 und Juli 2012 dokumentierten

die Beraterinnen jede abgehaltene Sitzung nach den vorgegebenen

Kriterien der Verantwortlichen der Projektevaluation. Die

anonymisierten Dossiers schickten die Beraterinnen jeweils

nach Beendigung der Intervention an die Evaluationsstelle

(Marie Meierhofer Institut). Diese führte zahlreiche Interviews

Überweisende Stelle Stadt Zürich 6, 11 und 12 Bezirk Horgen Ausserhalb bez. Region

Polizei 27 Meldungen 12 Meldungen 1 Meldung

Bif 9 Meldungen 3 Meldungen 7 Meldungen

Frauenhaus 8 Meldungen - 1 Meldung

Selbstmelder 1 1 -

Andere 1 - -

Total der Meldungen 46 16 9

Total der Kinder 120 (nicht gesehen 50) 71 Familien mit 120 Kindern


Foto: Meinrad Schade

5

mit Behördenmitgliedern, zuweisenden Stellen, wie auch mit

den kleinen und grossen Kindern, welche das KidsCare-Angebot

in Anspruch genommen hatten.

Ein grosser Teil der erfassten Familien wies mehrfache

Belastungen wie Arbeitslosigkeit, psychische Erkrankung des

Vaters (teilweise auch der Mutter) und Alkohol- und Dogenprobleme

auf. Auch ein belastender oder unbewältigter Migrationshintergrund

scheint das Risiko, Opfer von häuslicher Gewalt

zu werden, zu erhöhen. Insbesondere ist es dann häufiger,

wenn die Belastungskomponente Migration mit anderen Faktoren

wie beispielsweise Arbeitslosigkeit oder psychische Erkrankung

zusammentreffen. Auffallend ist unter anderem auch,

dass die Hälfte der Familien bereits vor der Inanspruchnahme

von KidsCare mit Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe in

Kontakt waren. Häusliche Gewalt stellt in der Minderheit der

Fälle ein einmaliges Ereignis dar, weitaus häufiger tritt sie

chronifiziert auf. Das Erleben familiärer Gewaltdynamik gehört

in diesen Fällen leider zum Alltag der Kinder.

Über ein Drittel der Kinder sind nicht nur Zeugen der

Gewalt, sondern wurden selber direkt körperlich und psychisch

misshandelt. Der Grossteil der von uns erreichten Kinder war

zwischen 4 und 12 Jahre alt. Zwei Drittel zeigten zu Beginn der

Beratung deutliche Belastungssymptome wie beispielsweise

Konzentrationsschwierigkeiten, Alpträume, Schreckhaftigkeit,

Ängste. Diese Symptomatik ging im Verlauf der Beratung bei

den meisten Kindern deutlich zurück. Auch auf der Ebene der

Familie konnten gute Effekte nachgewiesen werden. Beispielsweise

konnten bei einer Reihe der Befragten eine Stärkung der

Elternfunktionen und positive Auswirkungen auf die Beziehungsgestaltung

zwischen den Kindern und der gewaltausübenden

Person nachgewiesen werden.

Die Evaluationsergebnisse attestieren dem Projekt, eine

hilfreiche Wirkung auf Kinder und ihre Familien zu haben.

«Aufgrund der Daten kann davon ausgegangen werden, dass

die proaktive, zeitnahe, flexible und bedarfsgerechte Beratung

die häufig mehrfachbelasteten Mütter/Familien und die mitbetroffenen

Kinder unterstützt und stärkt. Des Weitern zeigen

die Ergebnisse, dass eine professionelle, kindsorientierte

Beratung, die den Kindern neben Information und Aufklärung

Problemlösungsstrategien im Umgang mit belastenden Situationen

sowie erste Verarbeitungshilfen bietet, das Kernelement

der Intervention darstellt und von allen involvierten Personengruppen

(betroffene Kinder, Mütter, Väter, Zuweisende/

Kooperationspartner) als positiv beurteilt wird.» (Siehe dazu

www.pinocchio-zh.ch Kurzbericht Evaluation KidsCare und

KidsPunkt, S.8 )

Die Evaluation brachte einige konzeptionelle Unklarheiten

und Unschärfen zutage, die es bei einer Weiterführung des

Projektes zu beheben gilt. Die von uns erfassten Kinder und

Jugendlichen leben mehrheitlich in mehrfach belasteten Familiensystemen.

Häusliche Gewalt ist ein besonders gravierender

Belastungsfaktor, was den schädigenden Einfluss auf die

psychosoziale Entwicklung der Kinder anbelangt.

Eine Veranstaltung folgte im Rahmen der Interessengemeinschaft

«Soirée familiale». Pinocchio berichtete von den

Erfahrungen mit dem Projekt KidsCare, insbesondere über die


Foto: Piero Weber

7

Schwierigkeiten, welche sich für Kinder nach häuslicher

Gewalt bei der Kontaktgestaltung stellen. Was erleben diese

Kinder und welche Fragen sind dabei zu berücksichtigen?

Kinder zu beraten, heisst die Elternteile, also Opfer und

Täter irgendwie mit einzubeziehen. Gerade in der Arbeit mit

den Vätern als Täter sehen wir einen grossen Handlungsbedarf.

Die Kontaktgestaltung nach einer Trennung von einem gewalttätigen

Kindsvater stellt uns vor ganz besondere Herausforderungen.

Wie kann und soll dieser Kontakt nach einer längeren

Trennung wieder aufgebaut werden? Wie reagieren die Kinder

darauf, und wie sind sie in der Kontaktaufnahme zu begleiten?

Es muss auch die Überlegung erlaubt sein, in welchen Fällen

ein Kontakt zwischen Vater und Kind nicht zu vertreten ist. Wir

haben die Erfahrung gemacht, dass manche Väter vor und

während der Kontaktgestaltung der Unterstützung bedürfen.

Kinder, deren Beziehung zu den Täter-Vätern meistens in

hohem Ausmass ambivalent ist, brauchen Hilfe bei der Klärung

ihrer widersprüchlichen Gefühle. Wenn das familiäre Interaktionsmuster

von Gewalt bestimmt ist, braucht es seitens

der Gewaltausübenden viel Anstrengung einen gewaltfreien

Umgang zu lernen. Die mitbetroffenen Kinder sind die

Schwächsten, die für ihre Entwicklung ein besonderes Anrecht

auf ein Leben ohne Gewalt haben. (Siehe dazu den Artikel von

Norbert Wolf auf unserer Homepage www.pinocchio-zh.ch)

In Zukunft muss eine Interventionsform angedacht werden,

welche die unterschiedliche Situierung und Positionierung in

der Familie berücksichtigt. Dies erfordert eine kind-zentrierte

Beratung, die eng an das Helfersystem der Täter-Opferberatung

angebunden ist und das ganze Familiensystem im Blick

hat. Die Zusammenarbeit mit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde

und den Sozialen Diensten muss dafür sorgfältig

geklärt werden. Diese Arbeit nehmen wir gerne in Angriff.

Melitta Steiner, Projektleiterin


FallbeisPiele

carOlina

8

Die 12-jährige Carolina erlebte seit Jahren, wie der Vater die

Mutter und auch sie schlug. Sie baute sich eine schützende

Welt mittels Freundschaften, Naturkontakten, guten Schulnoten

und einem musischen Hobby auf. Erst nach vielen Jahren

entschied sich die Mutter, die Familienwohnung mit der Tochter

zu verlassen und sich von ihrem Mann zu trennen. Sie war

schon in früher Kindheit durch Krieg und häusliche Dynamiken

grosser Gewalt ausgesetzt gewesen. Der Mann reagierte auf die

Trennung in einer Form, dass Frau und Tochter in Lebensgefahr

gerieten. Mehrere Monate Untersuchungshaft waren die Folge.

Für Carolina entstanden grosse Herausforderungen. Die selbst

erschaffenen und bis anhin gewohnten Ressourcen mussten

an die neue Lebenssituation angepasst werden. Dabei entwickelte

sich die Schulsituation schnell zu einer unüberwindbaren

Hürde für ihre bis anhin realistischen und klaren Lebenspläne.

Auseinandersetzungen zwischen Mutter und Tochter

sowie starke Schlafstörungen, die wiederum die schulischen

Leistungen beeinträchtigten, waren die Folge. An entscheidender

Stelle sagte Carolina, dass sie jemanden zum Reden

brauche. Bei unserem ersten Termin berichtete sie von ihrer

Not mit den neuen Lehrern und ihrem bisherigen Lebensplan

eines Universitätsstudiums, so wie es auch ihr Onkel schaffte.

Ihre momentanen Empfindungen, nicht mehr weiterzuwissen

und den Schlaf nicht mehr zu finden, fanden ihren Raum. Auch

die auftretenden Auseinandersetzungen zwischen Mutter und

Tochter wurden beim Bringen und Abholen deutlich. In einem

Einzelgespräch konnte sich die Mutter nach einiger Zeit in die

Situation ihrer Tochter versetzen. Der so entscheidende Schritt

der Mutter barg für die Tochter unerwartete Schwierigkeiten.

Sie entschied, eine Begleitung für sich zu suchen. Während

eines Kritzelspiels mit Carolina entstanden verschiedene

Bilder: Eine junge Pflanze, die sich erfolgreich durch harten

Asphalt zu kämpfen versuchte, Kuscheltiere aus der Kindheit,

an die sie sich gut und liebevoll erinnerte, sowie ein stolzer

Schwan. Schnell fand sie neue Freundschaften und die Mutter

unterstützte sie, die alten Freundschaften zu pflegen. Für die

schulischen Hürden bat sie mich um Hilfe. Ich schlug eine

testpsychologische Abklärung vor, die eindeutig ergab, dass

Fähigkeiten und momentane Leistungen im Moment nicht

übereinstimmten. Dies wurde den zuständigen Lehrpersonen

gemeinsam mit Mutter und Tochter in einem Gespräch mitgeteilt

und um Unterstützung für Carolina gebeten. Die Zukunftspläne

von Carolina waren wieder greifbarer. Sie las wieder

gern, und die starken Auseinandersetzungen zwischen Mutter

und Tochter legten sich. Jedoch entstanden auch neue Hürden.

Der Vater wurde aus der U-Haft entlassen, und grosse Angst

ergriff Mutter und Tochter. Der Auszug aus der Familienwohnung

war ein entscheidender erster Schritt. Der Weg aus der

familiären Dynamik braucht meist noch viele weitere Schritte.

Eine Begleitung ist dabei streckenweise sehr unterstützend, um

Lebenswünsche nicht zu verlieren.

Antje Brüning


KasPar

Foto: Fabian Biasio

9

Die Polizei meldete den 10-jährigen Jungen auf Wunsch der

Mutter bei uns an. Sie lebte schon seit geraumer Zeit alleine

mit dem Jungen. Kaspar sah seinen Vater üblicherweise

14-täglich für ein Wochenende. Bei einer Übergabe kam es

zu einer verbalen Auseinandersetzung mit anschliessender

Tätlichkeit seitens des Vaters auf die Mutter. Kaspar verbrachte

anschliessend das Wochenende beim Vater und begann wieder

einzunässen, was die Mutter beunruhigte und den Jungen

beschämte. Es wurde bald klar, dass die Dynamik zwischen

den Eltern, obwohl schon seit Jahren getrennt, noch immer

sehr konflikthaft war, sodass sie kaum Verständnis füreinander

aufbrachten. Auch den Umgang und die Erziehung von

Kaspar stellten sie beim anderen in Frage. Da die Eltern nicht

miteinander sprechen konnten, lief vieles über den Jungen,

was ihn bedrückte und belastete. Er realisierte auch, dass

die Eltern ihn belogen, beispielsweise, dass sie sagten, sie

hätten nie angerufen. Kaspar erkannte aber auf dem Display

des Telefonapparates die Nummer. Das erschütterte ihn und

machte ihn traurig.

Bei unserer ersten Begegnung setzte er sich zielstrebig auf

einen Stuhl, ich stellte mich vor und erzählte ihm in groben

Zügen, was ich über das Vorgefallene wusste. Es schien, als

hätte Kaspar nur darauf gewartet, endlich jemandem von

seiner Not erzählen zu dürfen. Kaspar schilderte eindrücklich,

was ihn beschäftigte. Er könne weder mit dem Vater noch mit

der Mutter reden, weil er dann Partei für jemanden sei. Sie

würden das immer gegenseitig ausnützen, sodass er sich hüte,

noch irgendetwas zu erzählen. Es sei für ihn «voll okay», was

die Eltern an den Wochenenden mit ihm unternehmen würden,

nur die Eltern hätten ständig das Gefühl, der andere mache

das Falsche mit ihm. Er hätte einfach am liebsten Frieden!

Kaspar verschloss sich zusehends und geriet dadurch unter

einen starken seelischen Druck, der sich bei ihm über das Einnässen

einen starken Ausdruck verschaffte. Auch fühle er sich

schlecht, gehemmt und schuldig, wenn er den Eindruck habe,

er sage bei der Mutter etwas Negatives über den Vater oder

umgekehrt. Der Druck, dem der Junge zwischen den Eltern

ausgesetzt war, war enorm. Kaspar äusserte den Wunsch, noch

weiter kommen zu dürfen, solange bis «es besser geworden

wäre». Auf die Frage, wie er denn eine Veränderung bemerken

würde, gab er eine Reihe von Antworten, beispielsweise

die, dass die Eltern ihn nicht mehr belügen würden und ihn

nicht ständig über den anderen ausfragten. Das konnte ich

Kaspar freilich nicht versprechen. Er vermochte die Sitzungen

aber zusehends als Freiraum zu nutzen. Er erzählte, was ihn

bedrückte, war aber immer sehr darauf bedacht, dass ich

seinen Eltern nichts «Falsches» sagte, «dann käme er wieder

dran». Kaspar lernte den Raum, den er sonst nicht hatte,

allmählich vorsichtig zu nutzen – darin lag seine Entwicklungschance.

Melitta Steiner


KOmmentar zur Jahresrechnung vOn Kidscare

Foto: Ursula Markus

11

Auch aus finanzieller Sicht verlief das KidsCare-Projektjahr

2012 sehr erfreulich: Der Aufwand blieb unter dem Budget.

Sowohl im Personal- wie auch im Sachaufwand ergaben sich

Einsparungen, die dank sorgfältiger, differenzierter Kostenerfassung

dem Projekt zugutekamen. Dies, obwohl die Meldungen

aus der Stadt Zürich stark zugenommen hatten (s. Statistik).

In der Folge genügte es, vom Projektfonds CHF 90’000 für die

ausgeglichene Rechnung aufzulösen. So stehen im Jahr 2013

– dem letzten Projektjahr – noch CHF 74’000 für Löhne und

Sachaufwand zur Verfügung. Der Projektfonds wurde geäufnet

durch Rückstellungen aus einer im Jahr 2010 erfolgten Zahlung

des Lotteriefonds Kanton Zürich. Der damalige Betrag von

CHF 350’000 war für die gesamte Projektdauer bestimmt.

Namhafte jährliche Beiträge erhält das KidsCare-Projekt

von der LUNA-Stiftung, die sich 2012 mit dem zugesicherten

Betrag von CHF 84’000 beteiligte .

Projektleitung und Pinocchio-Vorstand danken allen Geldgebenden

– auch die Stadt Zürich gehörte mit einem einmaligen

Beitrag dazu – herzlich für diese tragende Unterstützung,

die so viele wichtige und wegweisende Entwicklungen auslösen

konnte!

Marianne Keller-Ehrenzeller, Quästorin


ilanz 2012

Per 31.12.2012

12

Aktiven 2011 2012

Flüssige Mittel 274’763 76’131

Debitoren 259 84’297

Durchlauf Pinocchio -57’581 -30’575

Total Aktiven 217’441 129’853

Passiven

Projektfonds 165’000 75’000

Transitorische Passiven 31 1’864

Eigenkapital 50’610 52’410

Total Passiven 215’641 129’275

Gewinn(+)/Verlust(-) +1’800 +578

Die Angaben sind in Schweizer Franken.


etriebsrechnung 2012

13

Aufwand 2011 2012

Evaluation 49’700 14’850

Personalaufwand 157’329 140’990

Einrichtungen/Unterhalt 7’991 6’600

Büroaufwand 9’300 9’142

Öffentlichkeitsarbeit 3’555 1’947

Fondseinlage 0 -

Total Aufwand 227’875 173’529

Ertrag

Projektbeiträge LUNA-Stiftung 84’000 84’000

Projektbeiträge Stadt Zürich - -

Projektbeiträge Lotteriefonds - -

Projektbeiträge Winterhilfe Kanton Zürich - -

Diverse Erträge 675 107

Fondsentnahme 145’000 90’000

Total Erträge 229’675 174’107

Gewinn(+)/Verlust(-) +1’800 +578

Die Angaben sind in Schweizer Franken.


Kidscare

c/o Beratungsstelle Pinocchio | Hallwylstrasse 29 | 8004 Zürich

Telefon 044 240 41 08 | Fax 044 242 75 35 | www.pinocchio-zh.ch | kidscare@pinocchio-zh.ch | ZKB 80-151-4

Stiftung LUNA | Lotteriefonds Kanton Zürich | Sozialdepartement Stadt Zürich

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