In 10 Tagen mit dem Motorrad um die Ostsee - ferienhaus ...

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In 10 Tagen mit dem Motorrad um die Ostsee - ferienhaus ...

In 10

Tagen mit

dem

Motorrad

um die

Ostsee

Reisebericht

Von Andreas Freyer


Vorwort/ Vorbereitung ........................................................................................................................................ 2

In drei Tagen durch Schweden ............................................................................................................................. 3

1. Tag Fähre Rostock Trelleborg und dann 298 km Karlshamshaven .......................................................... 3

2. Tag kurz hinter Gavle Norrsund................................................................................................................ 5

3. Tag auf geht’s nach Sikea ......................................................................................................................... 7

4. Tag die schwedisch/ finnische Grenze ................................................................................................... 12

Zwei Tage Finnland sind zu kurz ......................................................................................................................... 17

5. Tag Polarkreis und es gibt ihn doch ........................................................................................................ 17

Rovaniemi oder es gibt ihn doch .................................................................................................................... 20

6. Tag auf geht’s nach Helsinki ................................................................................................................... 25

Helsinki ........................................................................................................................................................... 28

7. Tag oder Tallin zurück ins Mittelalter ............................................................................................................. 33

8. Tag Lettland oder und Riga und der Rinok ................................................................................................. 39

Litauen Klaipeda und Kaunu ............................................................................................................................... 45

Auch für Polen war nur noch ein Tag ................................................................................................................. 49

Die Masuren ................................................................................................................................................... 49

Ketrzyn an der Wolfsschanze ......................................................................................................................... 50

Die Ordensburg Marienburg .......................................................................................................................... 54

Noch ein Satz zum Schluss .................................................................................................................................. 59

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Vorwort/ Vorbereitung

Wer kennt sie nicht die Geschichte von Jule Verne „Reise um die Erde in 80 Tagen“. Bei uns waren es nur 10

Tage der Weg ging um die Ostsee, aber auch wir hatten das eine oder andere kleine Abenteuer zu bestehen

und ich am 12. Tag um 09:00 Uhr zur Dienstberatung zu erscheinen.

Oder, nach unserer letzten Motorradtour um Schottland herum mit seinen 50 % Regentagen und seinen

überaus schönen Highland‘ s, den Burgen und den vielen Erlebnissen in dem grünen Land, sollte es in diesem

Jahr eine Rundtour um die Ostsee werden.

Wer wollte nicht schon mal einfach um die Ostsee fahren, die märchenhaften Wälder und Scheren in

Schweden sehen, Finnland mit seinen Rentieren und Elchen besuchen und schließlich die Hansestädte in den

Baltic-Republiken und Polen besuchen?

In diesem Jahr sollte es soweit sein. Die Vorbereitung begann schon am Ende der Schottlandfahrt, die ersten

Vorstellungen der Ostseeumrundung waren geboren.

Das erste Ausgoogeln ergab ca. 5400 km und das ist doch eine Strecke die nicht ohne ist. Die ersten für und

wider entstanden.

Im Oktober erhielt ich vom ADAC die Reiseunterlagen. Leider bin ich bis heute nicht zum intensiven Studium

gekommen. Aus dem Überfliegen der Karten und der Hinweise konnte ich trotzdem den einen oder anderen

Hinweis entnehmen. Aus dem Motorradforum sind weitere Empfehlungen und worauf zu achten ist,

gekommen.

Einiges stand fest, Übernachtung und eine feste Route wird es nicht geben. Das Ziel war einfach einmal rum

und das Motorradfahren genießen. Aus den Erfahrungen des letzten Jahres, kamen dann noch einmal

Regensachen hinzu und aus dem Wetterbericht und Erfahrungen anderer warme Sachen. Schließlich könnten

wir im Norden auch um die 0°C erwischen.

Worüber man sich auf jeden Fall vorher im Klaren sein sollte, will man auch durch Russland oder nicht, das

bedeutet Visa und Reisepass. Auch nach Kaliningrad ist Visapflicht, auch wenn außerhalb vom großen Land,

gehört es doch zu Russland.

Wie schon geschrieben, lagen ca. 5400 km vor uns, daher wählten wir auch zwei Abkürzungen. Zum einen

fuhren wir von Rostock nach Trelleborg und von Helsinki nach Tallin mit der Fähre.

Wir waren uns schon vorher einig… nicht durch Russland zu fahren. Ein Fehler???

Zur Baumblüte in Werder (Havel) bei einem Glas Obstwein wurde wie schon im Vorjahr die Feinplanung

durchgeführt. Natürlich gab es auch hier Ratschläge aller Art, von ganz ernst gemeinten – fahrt nicht so

schnell bis, auf vielleicht nicht so ernst gemeinten – schnallt euch eins zwei Kissen auf den Sitz. Auf jeden Fall

wussten wir, unsere kleine Welt schaut auf uns.

Hier gleich ein Rat, wenn Ihr auch so eine Tour vor Euch habt, gönnt Eurer kleinen eine Durchsicht und

tauscht die Verschleißteile aus, wo man sagt na für ein Jahr geht es ja noch und bei Kette 2 mal Kettenspray

und Kettenspannwerkzeug nicht vergessen. Die letzten 14 Tage vor der Abfahrt waren als wollten sie gar

nicht vergehen. Am 20.05.2012 ging unsere Tour endlich los.

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In drei Tagen durch Schweden

1. Tag Fähre Rostock Trelleborg und dann 298 km Karlshamshaven

Das Wochenende vor unserer Fahrt verbrachten wir in Rostock. Meine Familie und ich wollten gemeinsam

mit der Fähre nach Trelleborg.

Dort wollten wir dann mit den Motorrädern starten und die Familie ihre Rückfahrt antreten. Die sechs

stündige Überfahrt nutzten wir noch einmal richtig als Ruhephase.

Die Fährfahrt nutzte ich noch für die letzten wichtigen Besorgungen. Eine Flasche Whisky, schließlich Zollfrei

und in den schwedischen Hoheitsgewässern auch nicht mehr zu bekommen.

In Trelleborg dann ging es zu den Motorrädern und nicht wie beim Start war jetzt der Frachtraum der Fähre

vollgestopft mit LKW’ s, welche auf ihre Abfahrt warteten. Am Motorrad angekommen, passierte mir auch

schon mein erstes Malör. Mein Navi viel herunter und das Gehäuse barste – na toll. Nach einem Versuch,

bemerkte ich, dass es aber noch funktionierte.

Gegen 15:00 verließen wir dann in Trelleborg die Fähre. Der erste Abschnitt mit ca. 200 – 250 km lag vor uns.

Auch in Schweden war das Wetter auf unserer Seite. Das sonnige Sonntagwetter lud anscheinend halb

Schweden zu Ausfahrten ein.

Wir kamen uns vor wie in einem Film von James Dean in den Fünfzigern, anscheinend sind in Schweden

Oldtimer aus dieser Zeit richtig in Mode. Straßenkreuzer wie frisch aus der Fabrik, sogar die Ford Pickups aus

unsere kleine Farm waren des Öfteren zu sehen. Man hätte denken können, das die Harley nicht aus den

USA, sondern aus Schweden stammte, soviel alte aber in einem Top Zustand Maschinen fuhren an diesem

Sonntag.

Schon auf den ersten 200 Kilometern erkannten wir, dass wir in der Zeit zurück gefahren sind.

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Die Apfelplantagen und auch der Forsizier standen in Blüte wie bei uns vier Wochen zuvor. Auch ansonsten

sah das Grün noch richtig frisch aus.

Gegen 19:00 Uhr begannen wir dann langsam eine Übernachtung zu suchen. Schnell erkannten wir, dass es

keine Schilder „Bad and Breakfest“ gab, die Campingplätze waren auch noch zum groß Teil geschlossen.

Vorbei ging es an dem größten Rockkonzert Campingplatz Schwedens, zu dieser Jahreszeit aber geschlossen.

Endlich nach weiteren 20 km in Sölversborg/ Karlshamshaven unsere Rettung.

Auf einem Grundstück mit Einfamilienhaus sahen wir mal etwas ganz Anderes wenn man in Deutschland

Gartenzwerge in seinen Garten stellt, kann man in Schweden schon mal eine Seemine und Anker antreffen.

Eine Raststätte mit Campingplatz und es waren sogar noch diese kleinen mit zwei Betten besetzten

Bungalows frei. Schnell kannten wir den Begriff der Stugar als Ferienhaus oder auch Gelegenheit zum

Übernachten. Jetzt noch schnell in den Imbiss zum Abendbrot und schon sind alle glücklich gesagt getan, es

ist 20:10 und der Imbiss war zu. Wir also auf die Motorräder, 15 km in die eine, 10 km in die andere Richtung

den und jenen gefragt, wo man evtl. noch ein Abendbrot bekäme und wir erkannten das das Leben in

Schweden erst im Juni los ging. Wir fuhren nochmals zu dem Konzertcampingplatz und fanden dort ein altes

Gefängnisgebäude, welches heute zu ähnlichem d.h. als Begegnungsstätte dient. Hier hätten auch wir

übernachten können. Zu spät, wir fuhren zu unserer Stuga, zum Glück hatten wir ja noch einige Snacks und

ein Gläschen Whisky und auf diese Art hatten wir auch unser Abendbrot…

Abends auf einer kleinen Insel, welche durch eine Brücke mit dem Campingplatz verbunden war genossen

wir den Blick zur Ostsee und dazu unsere Männertaggeschenke Harzer Krokant und natürlich

Zartbitterschokolade, zum Glück wurden diese uns noch ins Marschgepäck getan – es leben die Frauen. Den

Blick aufs Wasser aufs Wasser genossen wir, ja das ist Urlaub.

Zu dieser Zeit hätten die anderen auch in Rostock mit der Fähre wider ankommen müssen. Also kurz

geschrieben. Hier gilt wider man sollte keine Probleme hervorbeschwören. Auf jeden Fall erklärte meine

Tochter wohl gerade, das auf der Fährfahrt nichts los wäre, als schon der Motor aus viel und sie ca. zwei

Stunden vor der Hafeneinfahrt vor Warnemünde trieben… Ende vom Lied es mussten zwei Schlepper

kommen, welche sie in den Hafen brachten.

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2. Tag kurz hinter Gavle Norrsund

Oder durch Stockholm oder rings herum. Am zweiten Tag 06:30 aufstehen und es ging ohne Frühstück um

07:30 Uhr auf auf die Motorräder. Immer nach dem Prinzip die nächste Bäckerei kommt bestimmt. In

Schottland wäre die Frage Regensachen oder Motorradanzug? Hier Sonne angenehme Temperatur und

Jeans. Nach ca. anderthalb Stunden durch das blühende Schweden mit seinen bräunlich roten Stukas und

Holzhäusern waren wir uns dann mit dem Frühstück doch nicht mehr so sicher und wir fragten nach einem

Breakfast. Die Antwort wie nicht anders zu erwarten erst einige hundert Meter zurück und dann rechts. Nach

ein paar Kilometern befindet sich ein Ort mit einigen Geschäften und einer guten Konditorei. Ein Deutscher

kam hinzu, der die Konditorei nochmals sehr empfiehl. Also wir los und einige Minuten vor neun war dann

endlich die Konditorei in Sicht. Also kurz in die Kaufhalle, ein wenig Obst und einige Riegel geholt – schließlich

wer weiß, wie das Abendbrot aussieht…

Die Konditorei öffnete pünktlich und es gab ein reichhaltiges Angebot vielen bunten interessanten Kuchen

und Törtchen. Leider konnten wir nicht alles kosten, aber es gab ja noch einige Tage. Jedenfalls kam auch

unser neuer deutscher Bekannter und wir erfuhren, dass er aus Rostock stammte und vor einigen Jahren

ausgewandert ist. Er sann über das für und wider von Schweden nach und fasste zusammen:

In Schweden lebt es sich ruhiger, aber gearbeitet muss in Deutschland als auch hier werden. Diese

Zusammenfassung fand ich gut – Falls er diesen Bericht liest, schöne Grüße. Er fragte uns, wo wir hin wollten

und wir erklärten ihm an diesem Tag bis kurz vor oder hinter Stockholm. Er sah uns etwas zweifelnd an und

gab uns den Ratschlag das wir zeitweise parallel zur E22/ E4 fahren sollten dichter an der Ostsee entlang. Ist

schließlich abwechslungsreicher als Europastraße.

Gesättigt und frisch getankt ging es dann weiter. Eigentlich sollten es an diesem Tag nur 450 km werden.

Aber schnell waren die ersten zwei Tankfüllungen durch und wir hatten 370 km hinter uns und für uns stand

fest, heute geht’s an Stockholm vorbei und nach Gävle. Zur Mittagspause merkten wir auf einmal, das unsere

Einkäufe wahrscheinlich immer noch in der Konditorei liegen.

Übrigens von Stockholm aus hätten wir einfach ca. 2000 km und viele Eindrücke abkürzen können und mit

der Fähre nach Helsinki fahren können. Dieser Gedanken wurde nicht einmal angesprochen.

Die Nebenstraßen lohnten sich. Überall Wälder und Felsen und Steine. Ich denke, diese reichen noch für

einige Eiszeiten und Europa kann dann wieder sammeln. Die Nebenstraßen selbst hatten unterschiedliche

Qualitäten, meine VN wippte wie bei einer Berg und Talbahn. Mittag gab es auf einem Campingplatz mit Grill

imbis. Die Besitzer hatten ein Wildwest Hobby, was man an der Waffensammlung sehen konnte. Waren aber

gut befahrbar. Vorbei ging es auch an vielen Campingplätzen, welche aber unbewohnt waren. Über

Västervik fuhren wir über Västeras an Stockholm vorbei nach Gävle.

Ehrlich gesagt, wollten wir in Gävle übernachten, aber einige Kilometer nördlich wäre auch nicht schlecht.

So fuhren wir dann an Gävle vorbei und runter von der E4 in Richtung Ostsee schließlich wollten wir ja in

einem Fischerdorf mit Hafen und Räucherlachs übernachten. Kurz vor unserem Ziel trafen wir unseren ersten

Troll.

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Auf der Uhr war es 19:45 als wir in Norrsundet ankamen. Ein Zeitungskiosk mit Hotdogs sollte nachdem wir

wieder 20 Minuten ohne Erfolg eine Unterkunft suchten, unsere Rettung sein. In einem europäischen

Rundgespräch, in dem die englische Sprache gewann, bekamen wir dann eine Telefonnummer von einem

Stugavermieter und die zugehörige Adresse.

Nach einigen Kommunikationsschwierigkeiten fand das Navi die Adresse. Als wir ankamen und unser

Quartier sahen waren wir echt froh. Einen schönen großen Bungalow mit Schlafzimmer, Wohnzimmer und

Dusche. Zusätzlich elektrisch beheizt, das tat echt gut. Was aber viel wichtiger war, es gab richtig türkischen

Kaffee zum selbst kochen. Im Garten waren ein Pool und eine beheizbare schwedische Badewanne. Erst jetzt

nach Tachokontrolle und Auswertung erkannten wir, dass es an diesem Tag 758 km waren. Kein Wunder, das

auf den letzten 200 km die Pausenabstände immer kürzer wurden.

Mit dem Vermieter sprachen wir noch eine längere Zeit über unseren Weg, dem wohin und auch er fand

unser Vorhaben toll. Er erzählte uns über die Umgebung wo es in den Wäldern Bären gäbe, die auch schon

mal einen Hund holten. Für unseren nächsten Abschnitt empfahl er uns verschiedene Strecken und

Sehenswürdigkeiten. Im Atlas wurde uns wiedermal bewusst wie groß und lang Schweden war. Ehrlich gesagt

in google und ca. kam alles kleiner vor. Die Gespräche und das was uns am nächsten Tag erwarten würde und

dazu eine warme Dusche päppelten uns richtig auf. Ich glaube, dass ich gar nicht mehr gemerkt habe, wie ich

im Bett einschlief. Andere durften es angeblich dafür hören. Schließlich wollten wir ja mal einen ruhigen Tag

mit nur 400 km fahren.

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3. Tag auf geht’s nach Sikea

Oder auf der Karte ist Schweden aber viel kleiner… An diesem Tag sollten es wirklich nur 400 km werden.

Wie auch schon am Vortag fuhren wir gegen 07:30 nach einem herzlichen Abschied von unserer

Gastgeberfamilie los. Erstes Ziel Tankstelle. Schließlich sollen die Abstände in Richtung Norden weiter

werden und die VN hat nur 15 Liter.

Unser Frühstück an diesem Tag war in einer schönen Hafenstadt in Hundiksvall. Im Hafen welcher seine

besten Tage wohl vor einigen Jahrzehnten gesehen hat waren ca. 100 Heringsangler, welche schon morgens

einen guten Fang hatten. Leider wurde der Markt erst um 11:00 Uhr geöffnet. Unsere heutige Konditorei

konnte auf eine lange Tradition schauen und die Angebote waren echt verlockend. Die Einkaufsstraße

erinnerte typische amerikanische Städte aus den Fünfzigern.

Kurze Zeit später fanden wir eine Insel, welche vielleicht einen Durchmesser von einigen hundert Metern

hatte, wo aber auf engstem Raum ein ganzes Dorf wie im Mittelalter oder aus dem Märchen stand.

Unschwer ist auch hier erkennbar, dass es einen Wandel von (wahrscheinlich früher Wikinger – nicht mehr so

erkennbar) vom Fischfang und Holzverarbeitung/ Handel hin zu Tourismus gab. Die Insel ist auf jeden Fall

sehenswert und man kann in einer halben Stunde alles gesehen haben.

Weiter ging es auf der E4 immer Richtung Norden, durch Sundsvill an verschiedenen größeren Scheren

vorbei. Auf der Autobahn fühlten wir uns viele Kilometer wie eingezäunt wenn wir durch die Wälder fuhren.

Natürlich wollten wir auch unseren ersten Elch, Rentier, Wolf und Bären sehen. Elche sahen wir alle paar

Kilometer. Sie traten in der Regel als Einzeltiere auf. Waren schwarz ca. 40 cm hoch und lang und befanden

sich in 1 Meter 50 höhe auf weißem Untergrund mit einem roten Dreieck umrandet.

In Natura ließen sie auf sich warten. Wir schauten so intensiv in jede Waldlücke, aber nix und dann endlich

wenn man es gar nicht erwartet die ersten Rentiere und wir sind im Norden in Skandinavien angekommen.

Endlich war es soweit am Horizont über den Wäldern konnten wir unser nächstes Ziel war nehmen. Als wir es

dann vor uns sahen hieß es anhalten, Fotoapparate scharf machen und auf geht es auf Fotosafari auf unseren

Motorrädern.

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Wir standen vor der Högakustenbrücke. Sie zählt zu einer der größten Brücken Schwedens. Sie überspannt

1867 Meter, in 40 Metern Höhe fuhren wir über die 14 Meter breite Fahrbahn. Hinter der Brücke sind wir auf

einen Berg mit Restaurant zu fahren und hatten eine echt tolle Aussicht auf die Scheren und die Brücke.

Einen zweiten Rat unseres Gastgebers, hinter der Brücke einen Abstecher an der Ostsee lang zu fahren,

folgten wir ebenfalls. Diese kleine Runde sollte aber dann doch einige Zeit in Anspruch nehmen. Aber das

was wir erlebt und gesehen hatten entlohnte für die teilweise etwas defekten Straßen. Kurven mit Bergen

und Natur wechselte sich mit Natur ab. Ehrlich gesagt, wussten wir teilweise nicht mehr ob wir noch in die

richtige Richtung fuhren. Für uns stand es an diesem Tag fest, es muss geräucherten Lachs geben…

An dem Storsjön See fanden wir ein Grundstück in einem echt amerikanischen Stil. Nach dem Prinzip wenn

Tor offen tritt ein. Bald kam auch der Eigentümer, mit dem wir in ein längeres Gespräch kamen.

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Er erklärte uns auch, dass es in der „Nähe“ ca. 17 km ein gutes Fischrestaurant gäbe. Diese Nähe kam mir wie

in Russland mal 3,2 vor. Nach 45 Minuten Fahrt fanden wir endlich unser Ziel. Eine Lachsfarm und am Ende

der Bucht war dann auch schon unser Ort zu sehen. Ein idyllischer Ort so richtig in die Bucht hineingebaut

und dann endlich unser Fischrestaurant…. Eine Speisekarte mit bestimmt 30 Fischgerichten vom Feinsten.

Natürlich war das Restaurant geschlossen…. Wie immer hatten wir aber auch hier wieder Glück und man ließ

uns ein und es war noch genau ein etwa 50 cm großer geräucherter Lachs in der Vitrine. Ich glaube unser

Blick konnte den Lachs mit Haut und Gräten verschlingen. Bevor das aber passierte bot der Koch an, uns den

Lachs zu filetieren. Das nahmen wir danken an. Wir setzten uns auf die Brücke vor dem Restaurant.

Dann kam ein riesen Teller mit Lachs uuuuuuuuund das Genießen begann. Der Heißhunger + der

phantastische Geschmack des Fisches, ich glaube wir hätten in diesem Moment Bud Spencer und Terence Hill

Konkurrenz machen können. Den ganzen Nachmittag und Abend hätten wir weiter essen können. Übrigens

auch zu Lachs braucht man kein Brot. Außerdem ist das ganze ohne Brot viel gesünder.

Ich glaube an diesem Abend haben wir nicht einmal ein Abendbrot vermisst.

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Ehrlich gesagt war der nächste Abschnitt eine reine Quälerei. Nicht umsonst trifft es auch hier zu mit vollem

Magen fährt man nicht. Zum Glück nur noch 200 km.

Auf unserer Fahrt kamen wir dann durch in einer Stadt an wo Obelix gesagt hätte:

„Die Schweden sind doch…, die bauen Sprungschanzen auf ihre Tankstellen.“

Örnsköldsvik soll wohl eines der größten Wintersportgebiete sein. Aber das die Skier beim Schanzenspringen

betankt werden war auch mir neu – man lernt halt nie aus.

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Ich weiß gar nicht mehr wie wir an diesem Abend unsere Unterkunft gefunden haben, ich glaube wir hatten

irgendwo gefragt und man beschrieb uns einen naja schon fast nicht glaubhaften Weg, wo am Ende ein

Zeltplatz sein sollte… Ach ja es war an einer Kreuzung auf einer unserer Nebenstraßen. Das Beste war immer

die Antwort ob dieser denn offen sei???? Das wisse man nicht so genau. Los ging es und nach einigen

Kilometern waren wir an dem Zeltplatz. Wunderbar an der Ostsee gelegen. Mit dem Platzwart hatten wir

dann eine Unterhaltung, ein älterer Herr, der uns erklärte, das zu dieser Zeit normalerweise noch kaum

Zeltplätze offen hätten und auch er erst vor 5 Tagen öffnete.

Wir hatten das große Glück die Stuga mit der Nummer 1 zu erhalten mit etwas Mathematikverständnis kann

man relativ einfach ausrechnen, das nur wenige Leute auf dem Campingplatz waren. Das war auch gut, denn

wir brauchten unsere Ruhe. Aus unseren 400 km sind wiedermal 651 km geworden…

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Wie üblich führten wir noch eine Runde über den Campingplatz durch. Was der rote Bus die Lady in RED dort

suchte? Keine Ahnung. Auf jeden Fall war dieser auch von innen sehr schön eingerichtet – durch die Scheibe

geschaut.

So ein Fußmarsch und wir vergaßen die vielen Kilometer. Am Ufer standen Tische mit Bänken. Hier führten

wir Picknick am Wasser durch. Zu uns gesellte sich eine Dänin, welche mit Ihrem Vater zum Nordkap

unterwegs war und dann „oben“ lang zurück wollte.

Einige Meter am Ufer entlang fand ich zwei technische Raritäten, einen Kutter, welcher auf Grund seiner

Form äußerst interessant war und ein durch eine Schlosserei zusammengeschweißtes U-Boot, welches so am

Ufer stand. Natürlich bekam ich echt Lust eine kleine Ausfahrt mit zu unternehmen… Na es geht halt nicht

alles.

4. Tag die schwedisch/ finnische Grenze

Oder werden die zweie faul? Am 4. Tag ging es dann an die schwedisch/ finnische Grenze unser letzter Tag in

Schweden. Auch an diesem Tag hatten wir mehrere Höhepunkte.

Wie üblich ging unsere Fahrt morgens einem Frühstück entgegen, da wir am Abend nicht mehr zum Tanken

kamen, war für mich das erste zu einer 15 km entfernten Tankstelle. Dann in einer Kantine wuirde uns erst

einmal ein kleines Frühstück serviert.

Danach auf das Motorrad und Tank leer fahren. Dies sollte dann in der Stadt Pitea sein, was für uns auch

Kaffeezeit, wie konnte es auch anders sein in einer Konditorei hieß. Die Stadt hat einen sehr schönen alten

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Stadtkern. Dieser lud uns dann wieder ein und wir fanden schnell was wir suchten. Wie gewohnt hätten wir

am liebsten alles probiert, das Auge ist eben mit. Hinter dem Tresen stand eine mittelgroße Frau mit typisch

bräunlich braunen Haaren. Erst als sie uns unsere Bestellung brachte zog sie unsere Blicke auf sich.

Geflochtene Zöpfe bis weit unter die Knie. Sicherlich hatten wir den Blick wie ein Auto, solche langen Haare

hatte ich noch nie gesehen – aber gut wir waren schließlich soweit im Norden, das die ersten Elfen sichtbar

wurden. Unseren Blicken begegnete sie nur mit einem Zwinkern. Normalerweise hätte man ein Foto machen

müssen… Aber fahrt selbst vorbei in die Kykbrokatan/ Sandsgatan. Zum Appetit holen hier ein paar Bilder aus

der Auslage. Übrigens die Telefonzelle ist ein Nottelefon aus vergangener Zeit.

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Gegen 13:00 Uhr ging es dann weiter. Zum Glück nur noch 200 Kilometer in Richtung Haparanda. Die Fahrt

ging durch Wälder vorbei und über die Scheren und wir sahen mehrere Ortschaften. Hier und dort konnten

wir noch Schneereste des letzten Winters sehen. Auch so erinnerte mich einiges an den Ural und die Permer

Gegend. Unserem Ziel auf ca. 40 Kilometer herangekommen mussten wir doch noch einmal halten. Am

Straßenrand flogen auf einem Male Flugzeuge aus dem zweiten Weltkrieg und ein Tank aus dem ersten

Weltkrieg. Ein Museum? Auf den zweiten Blick erkannte ich, dass es sich um einfach tolle Holznachbildungen

handelte, welche einfach anzogen.

Also wir hin und siehe da die Modelle standen dort um Leute zu einem Militärladen zu locken. In dem Laden

gab es eigentlich das Selbe ausgemusterte Zeug wie hier. Nur etwas Kältebeständiger. Neugierig blieben wir

doch eine halbe Stunde und verglichen die alt Bekannten Gegenstände, welche teilweise etwas andere

Formen aufwiesen. In dem Laden war auch ein Pärchen, was aus dem Nahen Russland kam.

Vor dem Laden kamen wir dann ins Gespräch. Die gegenseitige Neugier wich schon nach wenigen Sätzen.

Natürlich interessierte es sie, was wir hier so hoch im Norden wollten und was unser Ziel wäre. Sie waren

überrascht, über die Weite unserer Strecke. Die beiden kamen aus Wladiwostock, wo der Mann Offizier bei

der Kriminalpolizei war. Sie waren das erste Mal in Schweden. Als ich erzählte, wo wir her kamen und das ich

eine Zeitlang in Russland und Kasachstan gearbeitet habe, war es als kannten wir uns schon lange und haben

uns nur in der Fremde getroffen. Zum Abschied wurden dann noch einige Fotos geknipst und wir fuhren

weiter. Sogar der Jeep ein Nachbau eines M151 war aus Holz, die Motorräder nicht…

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Draußen stand noch eine Holzspalter, welcher bis zu vier Meter lange Stämme aufnehmen konnte, auf länge

schnitt und gleich auf Kamingerechte Holzscheide spaltete. Zum Glück konnte er nicht noch stapeln, sonst

hätte Erik wahrscheinlich seine BMW eingetauscht und wir hätten das Ding als Anhänger mitgenommen. Die

Sägekette hätte es ja auch schon getan.

Weiter ging es in unsere Zielstadt Haparanda, wo wir dann für den Tag auch bleiben wollten. Mein Motorrad

zeigte die ersten Schwächeerscheinungen, die Kette trocknete und begann zu klappern. Dort angekommen

fanden wir auch gleich an dem Grenzfluss Karunginjärvi zwischen Svenge/ Suomi (Finnland in der

Heimatsprache). Der Fluss hatte gerade Hochwasser und das Hostel war gerade mal 30-50 Meter vom Ufer

entfernt. Auf der anderen Seite befand sich Tornio also Finnland.

An diesem Tag haben wir den nördlichsten Punkt der Ostsee erreicht. Vom Wetter her schien die Sonne, wir

konnten in kurzen Sachen laufen und nicht wie erwartet bei Minusgraden Schnee oder Regen frieren. An

diesem Tag haben wir es wirklich mit 350 km geschafft. Insgesamt hatten wir 2307 km hinter uns – Fähre

nicht mit gerechnet. Mit Fähre und den Weg von zu Hause nach Rostock wäre hier Halbzeit gewesen. Offiziell

sollte am nächsten Tag Halbzeit sein.

Die Stadt machte auf uns den Eindruck, als wäre sie zwar auf Tourismus ausgelegt, erwacht aber nur zum

Sommer und Winter. Im Mai schlosssen die Geschäfte noch zwischen 16:00 und17:oo Uhr. Trotzdem

machten wir noch einen größeren Spaziergang mit Ausflug nach Finnland – Grenzeinkauf…

An diesem Tag stand für mich noch Motoradwartung. Die Kette musste gespannt werden und ein Fett tat ihr

auch gut. Sie dankte in dem die VN die klappernden Nebengeräusche.

Im Gespräch mit dem Hostelvater entstand dann der Plan für den nächsten Tag. Zwei Dinge standen an, zum

Polarkreis schließlich waren wir ja nur noch ein Stück entfernt und wer schon am Polarkreis ist, muss die

Frage beantworten; gibt es den guten Alten der jedes Jahr am 24.12. kommt oder nicht?

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Wie so oft in der Geschichte müssen erst tausende von Menschen sterben, ehe man sich die Hände reicht, so

ist auch an dieser Stelle 1809 nach mehr als 3000 toten Soldaten die Sinnlosigkeit des Krieges erkannt

worden und Frieden geschlossen worden.

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Zwei Tage Finnland sind zu kurz

5. Tag Polarkreis und es gibt ihn doch

Laut Herbergsvater hätten wir auf der schwedischen Seite 120 km in Richtung Norden fahren sollen und dann

mit der Autofähre übersetzen und dann weiter auf der finnischen Seite. Bloß gut das wir aus unseren

Erfahrungen mit der Jahreszeit gelernt hatten, denn es war Hochwasser und welche Fähre fährt in Schweden

im hohen Norden schon im Mai über den Fluss? Also sind wir über die Grenze und auf der finnischen Seite

die 120 Kilometer zum Polarkreis.

Übrigens habe ich in dem Hostel zum ersten Mal den Polartag kennen gelernt. Es war die ganze „Nacht“ hell,

so dass ich kaum zum Schlafen kam. Sicherlich hat sich das am nächsten Tag etwas auf meine Laune gelegt…

Die Fahrt an dem Fluss entlang hatte was. Stugas welche im Wasser standen. Inseln, welche im Sommer

keine Inseln sind, Straßen die Anfang oder Ende im Fluss hatten. Manchmal links und rechts von der Straße

Wasser fehlte bloß noch, das die Straße so sehr unter Wasser steht, das wir umdrehen müssen. Mit dem

Wald, Felsen und Stromschnellen fühlte man sich wie in Kanada. Fehlten nur noch die Bären, welche Lachse

angelten. Immer wieder konnten wir auch Schneereste sehen und an den Laubbäumen war auch das letzte

Grün verschwunden. Am Polarkreis war es dann endlich soweit, das wir doch noch auf unsere Bären stießen.

An diesem Tag hatten wir manchmal 20 bis 40 Kilometer das Gefühl, es gibt hier nur uns und die Natur.

Auch Tankstellen sahen wir an diesem Tag weit weniger als Rentiere, was mich mit meinen 15 l doch hier und

da nervös werden ließ. Dann war es soweit der Polarkreis:

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Dann war es wieder soweit, der Tank und der Frühstückappetit meldete sich und in Pello endlich eine

Tankstelle, also Tank voll übrigens das Tanken war sowohl in Schweden als auch in Finnland ist immer ein

Experiment, zum Groß Teil mit Karte ohne lesbare Erklärung und zum Teil musste man vorher wissen, wie viel

in den Tank hineinpasst… Hier kam dann die Frage, Frühstück oder noch ein Stück fahren, na ein Stückchen

kann man noch – an dieser Stelle ein Tipp – Frühstückt dort wo es was gibt oder die nächste

Frühstücksgelegenheit kommt bestimmt.

Also auf ging es und … die nächste Frühstücksgelegenheit und Tankstelle waren dann auch 120 km weiter.

120 km voller Erlebnisse. Endlich waren sie dort. Rentiere standen direkt am Straßenrand und gratsne die

ersten grünen Grasbüschel des Jahres. Weder LkW’ s, Auto‘ s noch wieder Motoradfahrer konnten sie aus

der Ruhe bringen – falsch Rentier von weitem erkannt und das schottische Spiel – fotographieren während

der Fahrt begann. Anhalten Fotoapparat fertig machen und langsam auf die Rentiere zu fahren und im

Vorbeifahren einig Foto‘ s schießen. Sollte man aber vorher übern und nur dort machen wo keine weiteren

Fahrzeuge sind! Oder besser gar nicht.Die Tiere bewegten sich erst als ich mich nochmals umdrehte und ein

zweites Mal ansetzte.

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Rovaniemi oder es gibt ihn doch

Endlich nach 120 km oder 25 km vor unserem nächsten Ziel fanden wir nun endlich eine Tankstelle mit

Frühstücksbuffet oder Mittag? Ach nein Mittag war ja in einem berühmten Fischrestaurant in Rovaniemi

geplant also doch Lunch.

Danach ging es dann weiter erst einmal in ein Forstmuseum in Poyköla. Natürlich hatte auch dieses noch bis

Juni geschlossen. Das Tor war auch hier offen und nach einer Frage waren wir drin und konnten uns die

finnische Geschichte der Waldarbeiter und ihr doch schweres Leben nachvollziehen.

Mit Originalhütten bis Häuser, in welchen verschiedenste Themen, wie Kettensägen, Flößen der Stämme,

Tierhaltung aber auch das Leben, dargestellt. Auch an Technik bis hin zu einer Dampflokomotive (oder

Vorgänger des Traktors), welche für die Waldarbeit ohne Schienen ausgelegt war. Natürlich am

interessantesten für Erik war ein riesiger Holzspalter, welcher über Transmission und Dampfmaschine

angetrieben wurde. Des Weiteren war auch die Herangehensweise beim Holzhausbau dargestellt. Aus der

geplanten Stunde wurden ganz schnell zwei. Die Boote welche in Finnland verwendet wurden erinnerten von

der Form her und auch vom Aussehen her an Wikingerboote. Irgendwo in Rovaniemi sah ich nachher noch

eine Bootswerft, wo GFK Formen dieser Boote in verschiedenen Größen standen. Am Ende eine tolle Form,

welche sowohl zum Rudern als auch für Segel geeignet sind.

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Wiedermal haben wir den Faktor Zeit etwas unterschätzt, so das eine Entscheidung fällig war,

Fischrestaurant oder den Beweis liefern, das es den Weihnachtsmann doch gibt. Wir entschieden uns für das

Zweite. Nach 20 Minuten suchen und auch 10 Kilometer durch das Navi irritieren lassen haben wir uns durch

die Logik – Richtung Norden zum Polarkreis und Fahren nach Schildern leiten lassen. Und es klappte.

Die Stadt des Weihnachtsmannes und der Polarkreis waren gefunden. Auch hier verbrachten wir zwei

Stunden und haben vielleicht nur 20 % gesehen. Es war kurz zusammengefasst wie im Film.

Ein Stadtteil aus Holzhäusern, welche die Form von großen Zwergen hatten. In den Häusern gab es wie im

Museum vieles Bunte, was es eben nur beim Weihnachtmann gibt. Überall „Geschenke“, welche durch Elfen

verteilt wurden. Doch es gab einen Unterschied, auch der Weihnachtsmann möchte für seine Gaben

Gegenwerte – in der Regel Euro. Im Außenbereich waren mehrere Zelte aus Rentierfellen und Gatter, wo

sonst Rentiere waren. In der Nähe war noch ein Tierpark, wo auch die Rentiere standen. Ein großer Berg von

Schnee zeigte, dass wir richtig waren, auch eine Mineralienausstellung durfte nicht fehlen.

Den letzten Beweis für die Existenz des Weihnachtsmannes fanden wir dann in dem Wohnhaus des Santa’ s

und er war sogar dort. Der Weg zu ihm führte durch einen Tunnel, welcher mit Geräuschen des Erdinnern

voll war. Kristalle und der Gang zur Erdachse mit Beschreibung wie und warum sich die Erde dreht waren

ebenfalls sehr gute dargestellt. Eigentlich habe ich mir schon immer gedacht, dass es nur mit einer Art

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Uhrgetriebe nur größer funktioniert. Eine Treppe führte dann zu ihm, wo wir schon von einem kleinen lustig

aussehenden Elf empfangen wurden. Er führte uns zu ihm und wir hatten die Chance eine Runde mit ihm zu

plaudern. Natürlich sprachbegabt wie er ist in Deutsch. Übrigens ist auch er ein Biker. Zum Abschied erklärte

er, dass er am 24.12. nach Werder auf ein Gläschen vorbei kommt und sein Daumen und Zeigefinger

vollführten das Zeichen für ein volles Glas… Noch schnell einige Postkarten geholt und schon ging es weiter.

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Die Zeit war ran, zurück Richtung Ostsee. An diesem Tag wollten wir dann bis Ulu und uns dort eine

Unterkunft suchen. Fast ohne weitere Pausen wurde die Hälfte durchgefahren. Wie gehabt je später der Tag

desto kürzer die Pausenabstände. An der Ostsee angekommen war erst einmal Kaffeepause. Die Sonne stand

so schön über der Ostsee, dass wir uns zwingen mussten weiter zu fahren. Wie wir auf der Terrasse des

Restaurant’ s saßen, das war richtig der Zustand bloß nie wieder aufstehen und genießen.

Als wir gegen 19:30 in Ulu ankamen sah es mit einer Unterkunft nicht allzu rosig aus. Ulu selber schien eine

schöne Hafenstadt zu sein, wo ein längerer Besuch lohnenswert wäre. Jedoch nicht wenn man 480 km auf

dem Motorrad hinter sich hat und um 19:30 noch keine Unterkunft in Sicht ist.

In einem MC Donald (schließlich bei Kaffee kann auch MC Donald nix falsch machen …) versuchten wir unsere

elektronischen Hilfsmittel zu überreden, das sie uns ein Motel/ Hostel/… in unserer Nähe zeigten.

So steuerten wir in Richtung unseres nächsten Zieles - Helsinki und in Kempele endlich fanden wir doch ganz

schön fertig unsere Unterkunft. Zwei ältere Schwedinnen führten hier das „Nördliche Gasthaus“, welches

schon etwas in die Jahre gekommen war, aber für uns doch *** verdiente.

Wenn man hört, dass die Schweizer Ihre Gewehre von der Armee mit nach Hause nehmen, ist das schon

etwas komisch, wenn man dann in ein Hotel kommt wo man wie folgt begrüßt wird:

dann hat man doch Fragen.

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Am Abend schaffte ich es endlich meine Ansichtskarten zu schreiben und abzuschicken. Die Nacht war

wieder Taghell. Trotzdem gewann ich wiedermal unser Spiel, wer zuerst schläft braucht das Schnarchen des

anderen nicht hören. 510 Kilometer mit drei Sehenswürdigkeiten haben es halt in sich. Vor dem nächsten Tag

graulte es mich schon etwas, es ist schließlich etwas anderes, wenn 400 km geplant sind und es werden 730

km als wenn man von vornherein weiß, es werden 618 Kilometer, auf der anderen Seite verschafften wir uns

so einige Stunden mehr in Helsinki, was wir nicht bereuten.

6. Tag auf geht’s nach Helsinki

Vaskikello – eine Glockensammlung

An diesem Tag fuhren wir eine Abkürzung und nahmen den direkten Weg längs durch Finnland immer die

E75 entlang. Lange Weile hatten wir auf dieser Strecke ebenfalls nicht. Zum einen fuhren wir an einem Tag

618 Km südwärts, was seitens der Vegetation bedeutete, das wir ca. 4 Wochen überbrückten und es wurde

immer grüner und Blütenreicher. Die Wälder, Seen, Flüsse, Berge usw. sorgten für genug Abwechslung.

Die Fahrt nach Helsinki versuchten wir in dem Takt 120 km Pause 240 km tanken + Pause. Natürlich ist es wie

im Leben nur Theorie. Schon um 09:20 also nicht wurden wir ausgebremst.

Wir fuhren durch die Wälder Finnlands immer wieder unterbrachen Seen und Flüsse unseren Weg. Plötzlich

sah ich die goldene Glocke und auf Türmen waren verschiedenste Kirchenglocken hängen. Eine Sammlung

von ca. 8.000 Glocken aus allen Ländern, in allen Größen und Farben. Hier findet man alles was Glocke oder

Klangkörper heißen könnte. Auch wenn an einige Schilder dastehen, dass die Glocken nicht genutzt werden

sollen, ist immer wieder der Klang unterschiedlichster Glocken zu hören. Am Ende liegt es glaube ich auch in

der Natur des Menschen, alles auszuprobieren. Schließlich waren auch wir so neugierig, das wir hier oder

dort gegenschlagen mussten. Jede viertel Stunde spielte ein Meißner Glockenspiel verschiedene Melodien.

Wir nutzten die Zeit auch für einen Kaffee. Ein Teil der Sammlung kam auch aus Deutschland. So manche Kuh

in den Alpen muss jetzt ohne klar kommen. In dem Restaurant fanden wir dann weitere Porzellan-, Holz-,

Messing-, Bronze-, Plast – Glocken. Von Kirchen- (bis 8 Tonnen), Tisch-, Kuh-, Uhr-, Bediensteten-, Kuh- aber

auch Buddhistische Glocken alles war vorhanden.

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Danach wurde der Tank die nächsten 200 km leer gefahren. Dann hieß es tanken, Kaffee und weiter.

Nach ca. 200 km oder 85 km vor Helsinki, Reserve. Warnblinker an und Lichtsignal - die Fahrt geht weiter und

weiter. Dann 20 km keine Tankstelle in Sicht. Ehrlich gesagt wartete ich zu dieser Zeit doch schon ein wenig,

dass es einen Schluck Benzin in den Tank gibt.

Aus irgendeinem Grund der mir bis heute nicht bekannt ist, setzt die VN in der Reserve manchmal aus, das

Gefühl, als wenn - das war es zu lange gewartet. Wenn das Benzin dann nachgeflossen ist startet sie wieder

durch. Nach 235 km dann das erlösende Schild Tankstelle, ich fuhr ab auch wenn mein Co weiter fuhr. Von

oben auf der Brücke sah ich dann ein weiteres Schild auch 2 km weiter gab es direkt auf der E 75 eine

Tankstelle. Also ich umgedreht und wieder rauf, um zu der anderen zu fahren. Dort auch angekommen

tankte ich 14,35 Liter… Erleichtert wollte ich dann das Motorrad an der Raststätte abstellen, jedoch vergaß

ich den Ständer runter zu lassen. Zum Glück kam ein anderer Biker zur Hilfe bevor die VN gänzlich auf der

Straße lag. Mittlerweile kam auch Erik und wir sagten ins erst einmal Essen gehen.

Übrigens in den Raststätten gibt es in Schweden als auch in Finnland oft ein Buffet, ein Gericht mit mehreren

Salaten Kompott und Getränken. Egal ob Goulasch, Elchknödel (kleine Gehackte Bällchen mit Sauce und

Quetschkartoffeln) oder wie an dem Tag Lachsforelle, man konnte sich immer noch Nachschlag hohlen und

es hat richtig gut geschmeckt. Auch hier gab es eine große Brücke, über die wir fuhren. Eine Stunde weiter

kamen wir dann genau um 16:30 Uhr in Helsinki an. Eine Zeit wo man auch nicht in Helsinki ankommen

sollte.

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Helsinki

Helsinki ist um 16:30 eine Großstadt wie jede andere, voller mit Staus und mit Menschen die nach Hause

wollen. So fuhren wir stur nach unserem Navigationssystem ohne groß einen Blick für die Stadt zu haben.

Nach ca. 45 Minuten fanden wir unser Ziel, ein Studentenhostel. Was wir zu dieser Zeit nicht wussten, dass

das Hostel nur in den Semesterferien als Hostel dient. Pech und doch Glück gehabt. Uns wurde der Weg zu

einem Hostel nur 7 Minuten Fußweg vom Hafen und vom Zentrum. Auf dem Weg zu dem Hostel sahen wir

schon einen tollen Markt, den Präsidentenpalast und viele andere Sehenswürdigkeiten. An diesem Tag schien

für viele Jugendliche der letzte Schultag oder Abi zu sein denn es waren Volksfeste und viele Jugendliche

liefen mit Blumen durch die Straßen und stellten sich zu Konzerten an. Nach unserem zweiten Anlauf fanden

wir unsere Unterkunft. Glück gehabt. Ein tolles Zimmer. Schnell frisch gemacht und schnell noch am ….

Service nach dem Weg zu den Fähren nach Tallin gefragt. Eine Fähre fuhr ca. 400 Meter entfernt die zweite

Estländische - ca. 2,5 finnische Kilometer entfernt ab. Also noch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erfragt

und los ging es.

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Mit den Vorstellungen am nächsten Tag gegen 10:00 Uhr die Fähre zu besteigen gingen wir zur finnischen

Fähre. Dort sah man uns an als kämmen wir aus einer anderen Welt, wie könnten wir denken zu Pfingsten

die Fähre zu bekommen, welche wir uns wünsche? Und denn noch mit Motorraddie nächste freie 21:30.

Aber zum Glück gab es ja noch die estländische Fähre wo unter Garantie frei Plätze waren, also die noch 2 km

sind ja bald geschafft. 1 ½ Stunden oder gefühlte 15 km und viele Eindrücke später kamen wir dann endlich

an der Estländischen Fähre an. Dort bekamen wir dann Fahrkarten für den nächsten Tag 13:00 Uhr. Den

Rückweg traten wir dann aber mit dem Bus an, fuhren vorbei am Parlamentsgebäude und stiegen am

Bahnhof eines der größten Kopfbahnhöfe Europas aus, um noch einige Eindrücke von Helsinki mitzunehmen.

Trotz des doch langen Weges sind wir erst wieder im Hostel zu einem unserer Ziele einer Pizza gekommen.

Übrigens das erste Bild zeigt die Mutter des Jahres ????. Schon an diesem Abend stellten wir fest, das

Helsinki eine multikulturelle und sehr aufgeschlossene Stadt mit vielen Parks und viel Liebe zum Wasser ist.

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Am nächsten Vormittag bis zu unserer Fährfahrt verbrachten wir die Zeit mit der Besichtigung eines Marktes

mit dem Ziel dort zu frühstücken, er hatte etwas vom Gewürzmarkt in Wien.

Hier fanden wir alles für das etwas besondere Frühstück. Ansonsten gilt auch in Helsinki – gehe nicht zu

hungrig in einen nationalen Markt mit vielen traditionellen Gerichten.

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Ein Spaziergang durch den Hafen mit Markt und dann war die Zeit ran um zur Fähre und nach Estland nach

Tallin zu fahren. Über die Ostsee ging es dann 85 km, eine zweistündige Überfahrt nicht zu lange, Stadt raus

etwas blaues Meer und schon war Tallin in Sicht.

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7. Tag oder Tallin zurück ins Mittelalter

Richtig passend zu Tallin und nur ein paar Meter zum Hafen oder ins Stadtzentrum liegt das Hostel „Old

House“. Der Frühstücksraum und das „Wohnzimmer“, sind richtig gemütlich und old eingerichtet. Schnell

frisch gemacht, sommerlich angezogen und ab in die Altstadt. Schnell merkten wir, dass viele Esten nicht

mehr russisch sprachen oder sprechen wollten.

Straße für Straße gingen wir zurück in der Zeit. Wir gingen entlang der Stadtmauer, wo einige russische

Frauen Marktstände hatten, ich hatte das Gefühl, das die Frauen froh waren, dass jemand mit ihnen russisch

sprach. Einige Meter weiter gab es einen Blumenmarkt, am Stadttor bereitete sich eine Gruppe in

verkleideten Frauenkleidern auf ihren Straßenauftritt vor. Sie spielten einen echt guten Jazz.

Eine Bildergalerie erinnerte an das achtzehnte Jahrhundert. Bald standen wir auf einem Marktplatz. Hier gab

lief uns gleich jemand mit Schwert und Ledersachen über den Weg. Es gab eine mittelalterliche Schänke den

Pfeffersack. Marktfrauen boten gebrannte Mandel feil und in der Hanseschänke waren sogar die

bediensteten mittelalterlich angezogen… Dazu aber später.

In allen Straßen war Musik und viele Menschen gingen spazieren. In Tallin fanden gerade Festspiele statt.

Einige Straßen weiter fanden wir ein Kaffee, hier setzten wir uns. Auf einer Bühne spielte eine estländische

Folkgruppe. Die Musik hatte etwas zwischen Wacholder und der Kelly Familie. Auf jeden Fall befiehl sie uns

so gut, dass wir uns das gesamte Konzert anhörten. Danach gingen wir in eine mittelalterliche Küche, in der

es u. a. Elchtiersuppe gab. Zum Abend waren wir dann mit der Hanseschänke oder der „Old Hanse“

verabredet. Hier hat jeder die Möglichkeit wie im Mittelalter zu speisen. Begrüßt wurden wir wie es sich

gehört durch die Dame des Hauses. Sie führte uns an einen Tisch und wies uns eine Tischdame zu, welche

uns den Abend bediente mit entsprechendem Speiß und Trank. Nur mit Gläser, Knochen und so nach hinten

schmeißen und zwischendurch Gänsekiel, das viel aus. Natürlich hätte man sich hier auch entsprechende

Haushaltsartikel als Andenken kaufen können. Bloß gut, das unsere Vorfahren mitgedacht haben und

Schuhe, Keramik und co. bis für die jetzige Zeit hergestellt haben. Auf jeden Fall diese Schänke mit seinem

Ambiente ist mehr als eine Empfehlung. Zusammengefasst auch Tallin ist eine Reise wert und es muss nicht

organisiert sein. Denn einfach drauf zu kommen und man fühlt sich wohl.

Ach ja noch ein Tipp hängt niemals Euer frisch gewaschenes T-Shirt nicht von Eurem Kumpel zum Trocknen

auf hängen Dein Handy könnte drunter liegen.

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Am nächsten Tag gegen 07:30 ging es dann Richtung Riga, eine Tankfüllung entfernt. An der Tankstelle

winkte uns verabschiedend eine Biker gruppe zu. Normalerweise hätten wir uns eine Stunde nehmen sollen.

Aber der Weg war das Ziel. An dieser Stelle gleich ein Hinweis zur Thematik Fahrzeug klau in den Baltic-

Republiken unsere Fahrzeuge standen in allen Ländern auf Parkplätzen und i öffentlichen Raum mit Sachen/

ohne -, Mit Navi-/ ohne -, mit Schlüssel (nicht zu empfehlen)/ ohne- und wir sind komplett in der Heimat

angekommen. Ich denke, dass man den Ländern mit dieser Nachrede mit der Zeit unrecht tut. Anderthalb

Stunden später verließen wir Estland.

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8. Tag Lettland oder und Riga und der Rinok

Unser Ziel war es an diesem Tag bis kurz hinter Riga zu kommen. So fuhren wir dann los, um nach ca. 100 km

also in Pärnu zu frühstücken. Was wir nicht bedachten, es war Sonntag, noch dazu Pfingsten und Pärnu ist

eine Kleinstadt. Na auf jeden Fall nach einigem hin und her in der Stadt fanden wir dann ein Kaffee was so

dass wir entsprechend frühstücken konnten. Das schöne hier gab es richtig typische russische Gerichte. So

aßen wir Bilischi in verschiedensten Ausprägungen (Fleisch/Ei/Kohl). Sie schmeckten sehr gut. Pärnu selber

ist eine kleine ruhige Hafenstadt, welche sich auch dem Tourismus zugewandt hat. Dann ging es aber auch

schon weiter….

Es ging immer parallel zur Ostsee und hier und dort konnte man Abraumflächen von Bernstein sehen.

Natürlich entsteht ein wenig die Neugierde, aber wir haben ja ein Ziel… Nach einer Stunde erreichten wir bei

Ikla die Grenze.

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Man sah, dass nachdem die Grenzübergangsstelle aufgebaut war, war sie eigentlich auch schon wieder

überflüssig geworden. Auf beiden Seiten standen zwei Polizeiwagen mit jeweils drei Beamten die den

Eindruck machten - bitte nicht stören. Das ist ja schließlich auch ihre Aufgabe. Die Estländische Polizistin

winkte noch.

Lettland die Straßen hier waren nicht mehr so gut wie gewohnt. Wir brauchten etwas länger, sind aber

trotzdem vorwärts gekommen. In Salagriva war dann Kaffeepause und Tanken. Kurz noch in den Ort wo sich

ein Holzverlade- und Fischerhafen befand und was ich noch nie sah eine ältere Frau einen Storch mit der

Hand fütterte. Weiter ging es Richtung Riga. Hier und dort konnte man noch die russischen Einflüsse

erkennen und ich hatte von dem was man so vom Motorrad sah und mitbekam das Gefühl, das Lettland zu

Sowjetzeiten, zumindest besser da stand. Im Gegensatz zur DDR sind dort die Firmen untergegangen und es

kamen keine neuen. Auch die Touristen wie in Finnland fehlen wohl östlich von Riga.

Aber die Kilometer zogen so an uns vorbei.

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Dann ging es weiter die 206 km nach Riga. In Riga waren wir dann zu einer Zeit, wo Entscheidungen fällig

waren. Normaler Weise war es zu früh an diesem Tag schon Feierabend zu machen. Wenn wir weiterfahren

bedeutet aber max. 1 – ½ Stunden für Riga – schafft man doch mit links- die zusätzliche Frage fahren wir

rechts über Ventspils/ nächsten Tag Klaipeda oder kürzen wir einfach ab und fahren direkt nach Kaunas? Und

sicherheitshalber etwas zum Abendbrot besorgen…

Ergebnis eine Sehenswürdigkeit in Riga, wir fahren an diesem Tag nach Ventspils, also nach rechts an der

Ostsee entlang. Reine Zufällig hielten wir in Riga in der Nähe von vier Hallen, wo in vielen Orten Russlands

der Markt (Rinok) untergebracht war. Die Hallen so wurde mir mal Berichtet wurden wohl vor oder nach dem

ersten Weltkrieg errichtet und sollten als Hallen für Zeppeline dienen. Die Technik der Zeppeline war

schneller zu Ende als das Bauprogramm. Aber bis heute kann man sich an den Hallen orientieren und hier

sind in fast allen größeren russischen Städten (die ich kenne) Rinok’ s. zu finden. Der in Riga von denen die

bisher sah der größte. 1 ½ Stunden streiften wir durch die Hallen. Die erste war mit Fleisch-/ Wurstprodukten

gefüllt, die zweite mit Milchprodukten und Fleisch-/Wurst, die dritte mit Obst und Gemüse und die vierte mit

Fisch und allem was man aus Fisch herstellen kann. Die Vielfalt in den Hallen und auch die Farbenpracht

überwältigten einen. Im Außenbereich fand man dann noch das übliche an von Angelkram bis Kosmetik.

In der Halle vier fanden wir alles, was ein ordentliches Abendbrot ausmachen wird.

Unser Heißhunger und die Vielfalt der Auslagen, die Farben erzeugten einen kleinen Kaufrausch oder wo

essen 2 Personen mal so schnell 3,5 kg Fisch auf? Aber seht selbst auf den Fotos wogegen wir kämpften:

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Nach dem wir „alles“ auf dem Rinok gesehen und gekauft hatten, war das nächste Ziel kurz die Rigaer Bucht

in Richtung Norden an die Ostsee zu fahren.

Hinter Riga fuhr es sich erst einmal recht gut, bis auf die Baustellen und das hatte folgen. Mir kam es so vor,

als wenn die Ortschaften recht weit auseinander lagen. Wälder und Felder wechselten und hier und da einige

Häuser. So verging dann fast eine Stunde und dann in einem Waldstück das schon lange ersehnte Schild

russischer Schaschlik. Wer schon einmal auf russischen Straßen unterwegs war kennt den Schaschlik mit

Sicherheit. Der Geschmack leicht nach Essig, Knoblauch und Dill und vielen anderen Gewürzen, wodurch das

Fleisch dann auch richtig zart wird – eben ein Genuss. Keine Frage wir hielten und auf dem Grill lagen frische

Fleischspieße, welche auf uns warteten. So oft schienen hier auch keine deutschen mit Motorrad vorbei zu

kommen. Schüchtern fragte eine Kellnerin, ob sie ein Foto mit den Motorrädern machen dürfe.

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Bis hier hin war alles an diesem Tag sehr gut gelaufen. Langsam aber sicher war dann aber doch die Kette zu

hören. Sie wollte gespannt werden und etwas Fett war auch fällig. Die Baustellen und die dadurch

aufgerissenen Straßen taten der Kette gar nicht gut. Gestärkt starteten wir den letzten Abschnitt des Tages.

Die nächste Tankstelle noch, da ich auf Reserve bin und bald haben wir unser Ziel für diesen Tag erreicht. So

verging 10 km für 10 km, langsam wurde ich wiedermal unruhig, dann eine Tankstelle geschlossen,

wahrscheinlich zu wenig Kundschaft. Wieder zehn Kilometer und die ersten Aussetzer. Ich wusste jetzt noch

ca. 20 km und laufen… Navi befragt, wo ist die nächste Tankstelle zurück und dann links 7 km also ein

Versuch war es wehrt. Auch diese Tankstelle geschlossen, aber ein Fuhrunternehmen und hier erfuhren wir,

das in der nächsten Ortschaft eine Tankstelle wäre, welche sogar offen hat. Wir also weiter und als ich die

Tankstelle sah, ich glaube wir waren so froh, auch der Tank verriet, dass bald Schluss wäre.

Auch auf den letzten ca. 90 km verfolgte uns das Pech, 45 km Baustelle. Das hieß noch zwei Stunden Fahrt

und dann Unterkunft suchen. In Ventspils kamen wir echt geschafft und auch meine VN hörte sich an als

wenn sie auseinander fällt. Am Straßenrand begann ich meine Kette zu spannen. Das war gar nicht so ganz

leicht und ich sollte an diesem Abend noch eine Erfahrung machen – das sich Ketten unterschiedlich

ausdehnen können. Nach meinem Spannen kam Erik, er hatte ein Hotel gefunden, welches klein, fein und

äußerst gemütlich sein sollte. Beim losfahren spürte ich Kette gut, gut, Kette straff, Kette gut, gut, Kette

straff, Kette gut, gut, Kette straff Kette gut, gut, Kette straff usw. da ich dieses Gefühl noch nicht kannte hatte

ich schon Angst, dass ich zu straff gezogen hatte und es der Welle eins verpasst hatte. Einige hundert Meter

weiter dann das Hotel und Erik hatte nicht zu wenig versprochen. Wir waren echt froh als aus unseren

Klamotten kamen. Den Abend hieß es dann Kette nochmals nacharbeiten und dann …. Cowietskie

Schampanskoie mit Kaviar und geräucherten Fisch satt und das in einem schönen grünen Garten. Dann das

obligatorische Telefonat nach Hause und ich merkte, dass unser Weg Tag für Tag mit dem Atlas auf dem

Wohnzimmertisch verfolgt wurde. Nur die Mücken jagten uns Abend‘ s ins Bett. Nach den 620 km hatte

keiner Probleme mit dem Schlaf. Auch für den nächsten Tag brauchten wir keine Angst haben.

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Litauen Klaipeda und Kaunu

Am nächsten Tag nach einem mit Liebe angerichtetem Frühstück, was keine Wünsche offen ließ schwingten

wir uns wieder auf die Sättel unserer Maschinen und fuhren Richtung Klaipeda. Der Weg nach Klaipeda war

die reinste Baustelle. Die Straße so staubig, als ein LkW von vorn kam stand ich auf einem Mal im Nebel.

Irgendwann kam dann die Grenze nach Litauen. Auch hier keine Kontrolle nur wieder auf jeder Seite eine

Streife.

Gegen Mittag waren wir dann in Klaipeda. Welcher Trassi kennt Klaipeda nicht? Schließlich wurden hier fast

alle Container der DDR – Bauorganisation angeliefert. Dann waren wir an der Autofähre, welche nach

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Kaleningrad rüber fährt. Da kam uns die Idee eventuell über eine Fähre und Kaliningrad einige Kilometer

abzukürzen. Wie schon gesagt, ohne Visa… Wir also zur russischen Botschaft. Dort nahm man uns jegliche

Hoffnung. Also sind wir zum Kaffee in die Stadt gefahren. Hier gab es einen Platz mit Bernsteinhändlern.

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Von Klaipeda war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht, im Prinzip eine Stadt führ deutsche Kaffeebusse.

Also nix für uns dann ging es auf die Motorräder und in Richtung Kaunu.

Die Stracke war zum groß Teil Autobahn, war zwar nicht so interessant, aber wir sind relativ schnell viele

Kilometer vorwärts gekommen. Normalerweise wollten wir kurz hinter Kaunu übernachten. Durch einen Stau

sind wir dann abgebogen und sind in die Stadt gefahren eine sehr schöne alte Stadt an einem Fluss. Alles

Einbahnstraßen, wir hatten gar keine Chancen auch hier oder dort einige Meter die Motorräder zu schieben.

Kaunu hatte bestimmt schon immer eine größere Bedeutung im OST -/ Westhandel. Bald fanden wir ein

schönes Hotel, hatten wir uns auch verdient, wieder 692 km. Im Anschluss kam unser Abendspaziergang. Aus

einer kleinen Runde wurde die Stadt immer schöner. Hier standen einige Bauruinen, sie machten den

Eindruck, als ob die Stadt das zwei Mal zum Aufschwung ansetzte. Am interessantesten war die Altstadt eine

große Allee mit in der Mitte zwei Baumreihen. Links und rechts viele Kaffee‘ s, Restaurants und Geschäfte.

Die Leute schien eine junge Studentenstadt zu sein. Es machte Spaß hier entlang zu gehen. Am Ende der

Allee eine große weiße Kirche mit dem Aussehen einer Moschee.

Auf dem Rückweg kamen wir dann noch in einer Akademie vorbei, wo die Schwerter der Bruderschaften

hingen. Nach einem kurzen Einkauf gab es noch mal Fisch aller Art.

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Am nächsten Morgen nach einem wirklich gutem Frühstücksbuffet ging‘ s wieder auf die Maschinen und auf

Richtung Westen. 4434 km lagen hinter uns und ehrlich gesagt war ich schon etwas fahrmüde. Zum Glück

hatten wir mit dem Wetter mehr als Glück, ich glaube diese Tour mit dem schottischen Wetter wäre eine

Quälerei geworden.

Nach einer kurzen Wegbeschreibung, der Stauwarnung, welche um die Zeit wäre und der Verabschiedung im

Hotel ging es dann los. Nochmals durch Altstadt vorbei an einer Zahnradbahn und einigen großen Villen,

nochmals über die Brücke mit einer Ansicht der Stadt ähnlich wie Dresden. Ohne Stau waren wir dann recht

schnell an der polnischen Grenze.

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Auch für Polen war nur noch ein Tag

Oder eigentlich hätten wir noch drei Tage Zeit gehabt.

Das letzte Mal bin ich vom Osten aus durch Polen vor ca. 21 bis 22 Jahren gefahren. Es ist nichts mehr

vergleichbar. Die Straßen sind einfach gut zu fahren und keine Schlaglöcher, die Häuser neu oder renoviert

und die Menschen nett. So fuhren wir die ersten 100 km durch Polen und hielten in einer kleinen Stadt, wo

man denkt wenn die Schrift nicht polnisch wäre, müssten wir in Mecklenburg sein? Ja da war doch mal was

und ich dachte an einen Fernsehbericht, den ich vor kurzen aus den Masuren sah. Wir erlebten auch die

erste Regenhusche, die Wolken sollten sich aber noch für eine Zeit dann wieder zurückziehen.

Die Masuren

In einem Park stand eine haben einige Designer verschiedenste Sportgeräte aufgebaut. Egal ob 8 oder 80

jeder der vorbei kam ist erst einmal eine Runde umher gehopst.

Ziel war es an diesem Tag Marburg (Marienburg) zu erreichen. Wenn wir schon von dieser Seite aus

ranfahren, sollte ein wenig Geschichte – also die Wolfschanze auch angeschaut werden.

So fuhren wir durch weite hüglige Buchenwälder und Felder. Auf einmal ein bunkerähnlicher Betonklotz, also

zurück vielleicht hatten wir ja unser erstes Ziel erreicht. Beim näheren hin schauen erkannten wir das

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treppenähnliche Schleusensystem, was quer durch die Masuren gebaut wurde um mittels Boote waren

schneller zu transportieren. Wie so oft über holte aber die Technik Auto/ Bahn und LKW den Transportweg

auf dem Wasser.

Ketrzyn an der Wolfsschanze

Der Weg nahm kein Ende. Bis wir endlich in der Stadt (Ketrzyn) waren, wo in der Nähe die Wolfsschanze sein

sollte. Unser Navi zeigte die Wolfsschanze nicht an und wir dachten schon, dass sie als ein militärisches

Lagezentrum und als Führerhauptquartier nicht zum Gedenken genutzt werden. Auf einem Parkplatz trafen

wir dann zwei polnische Biker. Schnell kamen wir ins Gespräch und die Frage stand für sie gar nicht, kommt

uns hinterher wir zeigen Euch wo Ihr die Wolfsschanze findet. Nach 5 Kilometern dann war es so weit, 4

Reisebusse, viele Autos und viel Beton, zeigte dass wir das Ziel erreicht hatten. Zum Abschied von unseren

polnischen Freunden wurden noch schnell einige Fotos geschossen, ein Danke und sie fuhren weiter. An

dieser Stelle musste ich kurz darüber nachdenken, wie viele Leute uns auf der Fahrt halfen und es wäre

interessant näheres über sie zu erfahren.

Danach ging es dann in die Geschichte. Eine große Tafel zeigte wo wer seinen Bunker hatte. Begrüßt wurden

wir durch einen Schützenpanzerwagen. Von dem Bahnhof wo Hitler den Dutschke traf war nur noch eine

Grasfläche zu sehen. Danach ging es vorbei an viele gesprengte Bunker. Dann der Bunker wo von

Stauffenberg versucht hatte den zweiten Weltkrieg früher zu beenden, wenn das gelungen wäre hätten viele

Menschen aus vielen Nationen ihr Leben behalten können. Wer weiß wie unser Leben dann verlaufen wäre.

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Hier kommt einem so manch ein Film über das Attentat und den Berichten über die Wolfsschanze in den

Sinn. Aber auch über den Irrsinn dieser Zeit. Was dort sinnlos an Beton und Stahl verbaut war, teilweise drei

vier Meter Stahlbeton. Nach dem Krieg hatte die rote Armee versucht die Bunker zu zerstören, was aber nur

bedingt gelang. Wir sahen aber auch einige polnische Schulklassen welchen das Mahnmal und die

Hintergründe des Krieges erläutert wurden.

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Von der Wolfschanze aus sollte erst einmal in Ketrzyn getankt werden. Mein Motorrad unterstützte diese

Meinung mit Reserve. Durch den Wald sahen wir einen Wildhund, ein Dingo oder war es doch ein Wolf? Erik

war jedenfalls so gut in Fahrt, dass er an jeder Tankstelle meine Warnblinkleuchte und Lichthupe übersah. Na

egal also mit voller Reserve Richtung Marburg, in ein paar Kilometern wird schon die nächste Tankstelle sein.

Zu allem Überfluss kam noch ein Regen hinzu, der sich (uns) gewaschen hat. Es regnete so stark, dass es an

der nächsten Raststätte rechts rausging und ich mich erst einmal trocken legte. Hier sollten wir auch noch

erfahren. Das wir in der falschen Richtung unterwegs sind. Also abgewartet bis der Regen aufhörte und

zurück die 15 km und jetzt aber Richtung Marburg. Noch 130 oder 150 Kilometer, die es in sich hatten.

Irgendwann gab‘ s auch fürs Motorrad Sprit. Waren wir an diesem Abend froh, als wir kurz vor Danzig das

Schild sahen noch 30 Kilometer bis Marburg. Die letzten Kilometer ging es dann mit links und klappernder

Kette.

Gegen 19:30 trafen wir in Marburg ein. Die Kreuzritterburg ist von allen Seiten aus zu sehen. Und alles was

ich bisher gehört hatte wurde von Größe übertroffen. Vor den Toren der Burg fanden wir dann auch noch ein

Hotel. Hier stimmte einfach alles und wir fühlten uns wie ein paar hundert Jahre in die Vergangenheit

versetzt. Die 512 Kilometer des Tages waren vergessen und den Abend schlossen wir mit Kette spannen und

einem Tollen Abendbrot in der Burgschänke. Nach langem hin und her stand es fest, „wegen Regenwetter“

was der Wetterbericht anzeigte werden wir am nächsten Tag nach der Burgbesichtigung in die Heimat

aufbrechen – oder war hier doch schon ein wenig Sehnsucht nach Familie und Heimat?

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Die Ordensburg Marienburg

Am nächsten Morgen war das zweite (erste war Frühstück) eine Burgbesichtigung. Wie schon gesagt ist die

Marienburg ein imposanter Bau. Nicht umsonst ist er der größte Backsteinbau Europas. Der rote Backstein

hat schon was. Über die Geschichte der Marienburg möchte ich hier nicht viel schreiben, nur so viel, das es

ein Sitz der Ordensritter war und der erste Teil wurde ca. 1288 fertiggestellt.

Wir hatten uns bis 11:30 für die Burg Zeit genommen. Ich glaube wenn man alles einiger maßen sehen

möchte sollte man sich schon eine Woche Zeit nehmen. Schon alleine die Gebäude stellen mehrere

Burgetappen und auch mehrere Etappen des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg dar. In der Burg

hat man mehrere Museen von Gemälde bis hin eines der größten Bernsteinmuseen.

Toll war auch die Darstellung des Lebens sei es die Küche, das Wohnen in verschiedenen Epochen und auch

die Heizung oder auch das Archiv der Burg. Mittel ein akustischer Führer wird ein so manche tolle Geschichte

erzählt. Wie zum Beispiel das unter der Schatzkammer die Bäckerei war. Die Bäcker hatten nichts Besseres zu

tun als durch ein Loch Silberlinge zu angeln. Wie der Zufall so will wurden sie erwischt und hingerichtet.

Auch immer wieder gut dargestellt war der doch sehr soziale Zusammenhalt des Ordens auf der einen, aber

dann auch die Brutalität gegen die Feinde auf der anderen Seite.

Das Bernsteinmuseum besuchten wir zum Schluss nach ca. 20 Minuten bimmelte der Wecker und wir musste

uns zusammenreißen um kehrt Marsch zu machen und uns umzuziehen. Nur so viel das Bernsteinmuseum

war das bisher Beste, welches ich bisher sah. Sei es Schmuck, Schmuckkästen, ein Stuhl oder die Darstellung

der Entstehung von Bernsteinen oder Kopfgroßen Bernsteinen. Es lohnt sich. Den Rest solltet Ihr schon selbst

erkunden. Jetzt aber zum Schwersten welche Bilder zeigen??????????????????

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Ich hoffe, dass ich mit meinen Bildern einige kleine Eindrücke von der Marienburg vermitteln konnte.

Nachdem wir nun zurück im Hotelzimmer waren, ein wenig Muskelkater hatten, es ist schließlich etwas

anderes 650 Kilometer auf dem Motorrad oder drei Stunden zu Fuß und denn noch Trepp hoch, Trepp ab.

Also da Regen angesagt Motorradklamotten voll an und los. Das heißt an der ersten Tankstelle ist dann noch

das folgende Bild entstanden. Das Foto ist natürlich nur gegen mein Widerstand entstanden, aber mit ein

wenig Abstand geht das schon…

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Nach dem lösen der Kette ging es dann auf den letzten Abschnitt unserer Reise.

Ziel war es nur noch kurz tanken, Kaffee und Imbiss, ansonsten ging es Kilometer für Kilometer in Richtung

Heimat. Jetzt begannen auch die Stunden, wo jeder ein wenig in der Vergangenheit sinnt und die Erlebnisse

der letzten Tage Revue passieren.

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Auf der polnischen Seite kurz hinter Szeczin wurde nochmals getankt und dann fuhren wir die 216 km ohne

Pause bis zur Tankstelle Wolfslake. Dreißig Kilometer vorher hätte ich am liebsten noch Pause gemacht.

Eines musste ich auf der Fahrt durch Deutschland feststellen, so wenig Tankstellen und Raststätten wie hier

gab es rings um die Ostsee nicht.

Nach 5562 Kilometer und ca. 320 Kilometer sind wir glücklich mit einem riesen Rucksack mit Eindrücken

wieder in der Heimat angekommen.

Noch ein Satz zum Schluss

Oder Antworten zu Fragen die offen bleiben

Wo ist es schöner in Schottland oder um die Ostsee? Diese Frage stelle ich mir selber noch heute

Welches war das schönste Land? Jedes Land hat seine Reize

Welche Stadt war am schönsten? siehe oben

Hast Du noch einen Tipp für andere? Nein, lese den Text und sammele Deine

Erfahrungen selbst.

Würdest Du die Tour noch einmal fahren? Ja, am Liebsten morgen schon.

An dieser Stelle möchte ich nochmals allen Danken, welche in der Vorbereitung und Durchführung der Reise

geholfen haben, insbesondere der Familie, dem VN 800 Motorradforum und dem Finnen und natürlich Erik,

der hier und dort gezogen hat. Also bis zum nächsten Mal in ???!!!

Dieses Foto wurde in Deutschland durch einen Biker aus Estland geschossen!

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