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ludwig.nick37

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ein Körnchen

Kapitel 4

Wahrheit


72

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Die Sage

Sagen sind alte Volkserzählungen, die lange Zeit nur mündlich weitergegeben wurden. Seit Beginn

des 19. Jahrhunderts werden Sagen gesammelt und erforscht. Wenn jemand sagt: „Das ist ja sagenhaft!“,

dann meint er, dass ein Ereignis unglaublich, außergewöhnlich ist - und dass doch ein Kern

Wahrheit darin steckt. Wir kennen zwei Hauptarten: die Volkssage und die Heldensage.

Volkssage

Merkmale: • Die Sprache ist einfach und leicht verständlich.

• Der Ort und die Zeit des Geschehens sind bekannt.

• Eine Besonderheit wird erklärt (Bergform, See, Heilquelle …).

• Sonderbare Dinge und Wesen kommen vor (Zwerg, Drache, Hexe, Teufel, Nixe, …).

• Oft werden Bedingungen gestellt (nicht umdrehen, schweigen, nichts nehmen, …).

• Belohnung erfolgt meistens sofort (Geld, Brot, es beginnt zu regnen, …).

• Bei Nichterfüllung gibt es Strafe (Armut, Ernte wird vernichtet, Berg stürzt ein, ...).

• Manchmal können die Menschen daraus eine Lehre ziehen (nicht geizig sein, zufrieden

sein, hilfsbereit sein, mutig, gerecht zu den Mitmenschen, …).

1 Lies die Sage.

Der Ring an der Kirchtür von Andelsbuch (Vorarlberg)

Wenn Kriege die Länder verheeren, suchen die Bewohner ihre wertvolle Habe den spähenden

Blicken der Feinde zu entziehen. Sie verstecken und vergraben Schätze, um sie

nach Abzug der Fremden wieder ans Tageslicht zu bringen. Wenn aber ihre Besitzer

während der Kriegszeit den Tod finden, mag es oft vorkommen, dass das vergrabene

Gut in Vergessenheit gerät.

So soll ein Kessel voll Gold während eines Krieges auf der Höhe zwischen Bezau und

Andelsbuch vergraben worden sein. Die Eigentümer starben, bevor die Feinde abzogen;

nur ein alter Diener wusste um das Geheimnis des Schatzes, wollte aber aus Neid

keinem Menschen die richtige Stelle verraten. Er starb und nahm sein Wissen mit ins

Grab. Zur Strafe dafür muss er nach seinem Tod den Schatz hüten, bis es einem Glücklichen

gelingt ihn zu heben.

Oft sieht man um Mitternacht ein schwaches Flämmchen um die Höhe geistern und hört

in stürmischen Nächten manchmal ein ängstliches Stöhnen, das aus der Erde dringt. Es

ist die Seele des verwunschenen Schatzhüters, die keine Ruhe findet.

Einmal beschlossen zwei mutige Burschen aus Andelsbuch, den vergrabenen Schatz

an sich zu bringen. Mit Hauen versehen, machten sie sich in einer stockfinsteren

Nacht auf den Weg nach dem Platz, wo das Lichtlein aufflackerte. Um

Mitternacht zeigte sich wirklich ein kleines Flämmchen. Sogleich begannen

sie wortlos – denn nur unter dieser Bedingung durften sie auf Erfolg hoffen –

an der Stelle, wo das Licht erschienen war, nach dem Schatz zu graben. Es

dauerte nicht lange, so stießen sie auf etwas Hartes, und als sie die Erde

weggeräumt hatten, lag ein Kessel vor ihnen, der bis zum Rand mit Goldmünzen

gefüllt war. Schweigend griffen sie nach dem Kesselring und zogen den Behälter

aus der Grube. Nun war der Schatz in ihren Händen. Im Übermaß der Freude

entschlüpfte aber einem von ihnen der Ruf: „Bei Gott, jetzt haben wir ihn!“ und

verschwunden war der Kessel samt den Goldmünzen, nur der Ring blieb ihnen

in der Hand und soll noch heute an der Kirchentür zu Andelsbuch zu sehen sein.

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L

2 Finde die Sagenmerkmale und schreibe sie auf.

Wo ist der Ort des Geschehens?

Zu welcher Zeit hat sich die Begebenheit zugetragen?

Welche Bedingung wurde gestellt?

Was sollten sich die Menschen merken?

3 Lies die Sage und erzähle sie deiner Lernpartnerin oder deinem Lernpartner.

Der Schlossherr von Altenberg (Steiermark)

Auf dem Hügelzug westlich von Graz liegt auf freier Höhe das schöne Schloss Altenberg.

Vor mehr als 150 Jahren war ein gewisser Herr von Schellenbauer Besitzer des Schlosses

und als solcher auch Richter über seine Untertanen, die er sehr streng, ja geradezu

grausam behandelte. Tagelang schmachtete mancher Bauer wegen irgendeiner Kleinigkeit

bei Wasser und Brot im Kerker des Schlossturmes.

Als die Übergriffe Schellenbauers immer ärger wurden, beschlossen die Bauern, das

Schloss zu stürmen, den Gutsherrn zu fangen und mit dem Tode zu bestrafen. Dieser

erfuhr von dem Vorhaben, bekam Angst und ließ sich von seinem Diener im Schlossturm

einmauern. Lange lebte er so in der Verborgenheit, nur eine treue Magd versorgte

ihn durch eine kleine Maueröffnung reichlich mit Nahrung.

Schließlich entdeckten die erbitterten Bauern aber, wo sich ihr verhasster

Schlossherr versteckt hatte. Sie holten ihn heraus, führten ihn zur

alten Linde im Schlossgarten, hielten dort Gericht und fällten

das grausige Todesurteil: Zerreißen des Körpers durch vier

Ochsen. Seither soll es in stürmischen Nächten bei der alten

Schlosslinde nicht geheuer sein, denn der Geist Schellenbauers

kann keine Ruhe finden.

4 Versuche die Ausdrücke mit Hilfe des Textes zu erklären und schreibe in dein Heft.

• Herr von Schellenbauer: Besitzer des Schlosses, ...

seine Untertanen | schmachtete im Kerker | mit dem Tode bestrafen | in der Verborgenheit | eine treue

Magd | kleine Maueröffnung | mit Nahrung versorgen | die erbitterten Bauern | ihr verhasster Schlossherr

| hielten dort Gericht | Todesurteil | in stürmischen Nächten | der Geist Schellenbauers | Gutsherr

5 Setze die Sage von König Serles fort.

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Kapitel 4 Ein Körnchen Wahrheit

König Serles (Tirol)

Schon vom Inntal aus deutlich sichtbar, ragen aus weiter Steinwildnis mächtige Felszinnen,

als Hüter des Stubaitales, schroff und unnahbar zum Himmel empor. Es ist das

zerklüftete Felsengewirr eines gewaltigen Bergkolosses, welcher der Serles oder auch

die Waldrastspitze genannt wird. Hier herrschte einst ein stolzer, wilder Bergkönig,

Serles genannt, der vor den schändlichsten Untaten nicht zurückschreckte. Auch sein

Weib und seine Berater waren zu den anderen Menschen grausam. Eines Tages …

Lesen trainieren Sprache betrachten Schreiben üben 73


74

Sage

Lies eine Sage aus deiner näheren Umgebung.

Erzähle sie deinen Mitschülerinnen und deinen Mitschülern.

Besprich mit deiner Lehrerin oder deinem Lehrer die Wörter, die du nicht verstehst

und schreibe die Erklärung der Wörter in dein Heft.

Schreibe die Nacherzählung der Sage in dein Heft.

Schreibe eine Sage in dein Heft. Verwende die unten stehenden Hilfen.

Besonderheit: steile, zerklüftete Felswand

Ort: Reichraming (Oberösterreich), keine zeitlichen Angaben

Begegnungen mit sonderbaren Wesen: Bergmännchen

Bedingung: Nicht das letzte Stück des Brotlaibes essen

Schreibe zu diesem Bild eine Sage.

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Etwas tun: beim Brotbacken helfen

Belohnung: Laib Brot

Lehre: Das, was aufgetragen wird,

befolgen

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Sagen im Internet

Hyperlink

Ein Hyperlink (Link) ist ein Element zur Verknüpfung von Textdokumenten. Hyperlinks werden vorwiegend

zum Strukturieren von Informationen in größeren Zusammenhängen verwendet. Befindet man

sich auf einer Internetseite, so wird durch einen Maus-Klick auf einen Hyperlink eine weitere Internetseite

geladen, die weiterführende Informationen enthält. Einen Hyperlink erkennt man daran, das der

Cursor sein Erscheinungsbild von einem Pfeil in eine Hand ändert.

Im world wide web spielen Links eine große Rolle, weil sie das Surfen ermöglichen. Hyperlinks heben

sich gewöhnlich durch Farbe und Unterstrich vom allgemeinen Text ab. Auch Grafiken und Bilder

können Links darstellen.

Suche im Internet die Sage von der Entstehung der österreichischen Fahne.

Klicke auf der Sagen-Seite den Hyperlink „Sagen aus Österreich“ an. Wähle dein

Bundesland und lies Sagen aus deiner Region.

Suche eine Sage aus jedem Bundesland und schreibe je ein Titel auf.

Suche die Sage vom „Gläsernen Berg“, speichere sie in einer Word Datei und

schreibe dann eine Nacherzählung.

Suche im Internet die Geschichte von Rübezahl und beantworte die Fragen.

Wer ist Rübezahl und in welchem Gebirge wohnt er?

Verwende den Atlas und schreibe auf, wo du dieses Gebirge gefunden hast.

Was macht Rübezahl?

Kopiere ein Bild vom Berggeist Rübezahl, füge es in die Datei ein und speichere

es in deinem Ordner.

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Lesen trainieren Sprache betrachten Schreiben üben 75


Wortschatzseite

Verben

(Zeitwörter)

beruhigen, einbilden Nomen (Namenwörter)

Felszinne

Erfolg

Quelle

einschlafen, erinnern

spüren, dösen, hören, kauen

brennen, überlegen, fürchten

Gestalt Rechnung Nahrung Edelstein

Diamant Verwandte Ereignis Begebenheit

Bergkoloss

Haue NachtlagerSchlucht

Ernte Gegend

Flämmchen Geheimnis Jägertracht Felsengewirr

Umgebung Maueröffnung Grab Magd Sprachkurs

Verborgenheit

Spalt Rückweg

Höhe

Räuber Tarnkappe

Kampf Erschöpfung Getränk

Schatz

Gespräch

Mitternacht Schulbibliothek Schlossherrin

Kerker

Marmorblock Neid Pullover Verwandte

Untat Felswand

Tageslicht

Lichtlein

knarren, verstecken, versperren

züngeln, bummeln, untersuchen

durchwühlen, klopfen, gelingen

bewegen, atmen, löschen, tappen

streiten, spähen, schmachten

hinaufwälzen, entziehen, schöpfen

vernichten, schleudern, zwingen

fallen, entweichen, plagen

abschließen, entdecken, stürzen

nützen, kribbeln, schaffen, rennen

schimpfen, bewegen, schieben

entschließen, bestimmen

Aufgaben mit den Wörtern

schattig

Brotlaib

Adjektive (Eigenschaftswörter) hilfsbedürftig

lau unbekannt herrlich

unsichtbar

geheimnisvoll erzhaltig treu sumpfig zufrieden

glatt düster kurz

seltsam

überschwänglich

heilkräftig grausam mutig stockfinster

wunderbar tückisch zerklüftet

interessiert

Wortfeld – lachen

schmunzeln, scherzen, strahlen, totlachen, Tränen lachen, schieflachen, loslachen, lächeln, jauchzen

belächeln, jubeln, kaputtlachen, zerkugeln, einen Lachanfall bekommen, vor Lachen den Bauch halten

kichern, grinsen, auflachen

Wortfamilie – Mittel

Mittelpunkt, Mittelwort, Mittelwert, Mittelalter, Mittelstand

inmitten, Heilmittel, mittelmäßig, unmittelbar, Mittelgebirge

mittels, mittelalterlich, Mittelding, Mitteleuropa, Mittelfeld

Mittelfinger, mittelfristig, mittelgroß, Mittelklasse, Mittellinie

mittellos, Mittelmeer, Mittelschicht, Mittelstufe, Mittelweg

Suche Wörter aus, deren Bedeutung du nicht kennst und schaue im Wörterbuch nach.

Schreibe von diesen Wörtern die Bedeutungserklärung in dein Heft.

Verwende fünf Wörter in Sätzen, die aus mindestens acht Wörtern bestehen.

Schreibe möglichst viele Wörter zur Wortfamilie „Gebäude“ und zum Wortfeld „musizieren“ auf.

Vergleiche deine Wörter mit den Wörtern einer Mitschülerin oder eines Mitschülers und erweitere

so deinen Wortschatz.


Lesen trainieren

1 Trainiere deine Lesefertigkeit und lies die Sätze fließend.

Sie war nicht

Bergen

lebte hoch über

den

Frau Hitt die

Frau

Innsbruck in

reiche herrschsüchtige

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Kapitel 4 Ein Körnchen Wahrheit

nur herrschsüchtig sondern auch grausam zu ihren

Untertanen So hatten diese oft tagelang nichts zu essen Sie lebte aber mit ihren Kindern im

Überf uss Eines Tages wollte sie sich wieder in Milch baden Eine Magd musste ihr die Milch in die

Badewanne schütten Als sie hineinstieg gab es einen

Donner und sie erstarrte zu Stein Seither wird ein Berggipfel nahe Innsbruck Frau Hitt genannt

In Österreich gibt es viele Werke mit gesammelten Sagen: Sagen aus den Bundesländern, Donausagen,

Alpensagen, … Alle Sagen weisen ähnliche Merkmale auf.

2 Lies die Sage und unterstreiche die Wörter und Ausdrücke, die du nicht kennst.

Der Teufelsberg bei Seckau (Steiermark)

Es war an einem Johannistag, als die Tochter eines reichen Bauern aus der Umgebung

von Seckau am frühen Morgen das väterliche Haus verließ und sich auf den Weg machte,

um Verwandte zu besuchen. Sie wählte eine Abkürzung, die über den so genannten

Gamskogel führte. Als sie etwa die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatte, gesellte sich

ein altes Weiblein zu ihr.

Erst als es schon gegen Mittag ging, bemerkte sie, dass sie vom richtigen Weg abgekommen

war. In der Nähe einer schattigen Schlucht, beschlossen sie, ihr Mittagsmahl

zu verzehren. Das alte Weib klopfte an eine steilen Felswand. Da tat sich plötzlich

eine bisher unsichtbare Tür auf, durch die das Mädchen mit seiner Begleiterin in

eine weite Höhle trat, aus der ihm von allen Wänden Gold und Edelsteine entgegenblitzten.

Verwirrt über den Anblick, der sich da bot, wollte sich das Mädchen mit einer

Frage an die Frau wenden. Aber diese war verschwunden. Dafür stand am Eingang

der Höhle ein schmucker Bursche in Jägertracht, der das Mädchen aufforderte, sich

Taschen und Körbchen mit dem herumliegenden Gold und mit Edelsteinen zu füllen.

Das Mädchen stopfte die Taschen und das Körbchen, das es am Arm trug, mit dem

glänzenden Zeug an und trat dann wieder ins Freie hinaus. Als es sich umwandte,

waren der Jüngling und das Tor im Felsen nicht mehr zu sehen; eine glatte Wand

ragte hinter ihm auf. Mit Schrecken musste sie bald feststellen, dass sie sich in einer

gänzlich unbekannten Gegend befand. Spät in der Nacht langte sie wieder in ihrem

Vaterhaus ein. Man hatte sie für tot beweint, weil seit ihrem Aufbruch viele Monate

verstrichen waren.

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77


78

Die Kunde von diesem wunderbaren Ereignis verbreitete sich rasch und

lockte manchen Schatzsucher auf den Berg, ohne dass es aber einem von

ihnen gelungen wäre, das geheimnisvolle Felsentor zu finden. Einmal

aber kam ein Bursche in das Dorf, dem man ebenfalls die Geschichte

erzählte. Er ließ sich genau den Weg beschreiben, fand wirklich die

seltsame Schlucht und – o Wunder – sogar das offene Tor im Felsen.

Rasch füllte er in der Höhle seine Taschen mit Diamanten und Gold

an und wollte gerade den Rückweg antreten, als er tot zu Boden

stürzte. Als er nicht wieder im Dorf erschien, machten sich die

Leute auf die Suche und fanden ihn schließlich beim Ausgang der

Schlucht tot auf. Seit dieser Zeit nennen die Bewohner der Gegend

den Gamskogel den „Teufelsberg“; in der Johannisnacht aber

sollen an jener Stelle, wo einst der tote Busche

lag, blaue Flämmchen aus dem Boden züngeln.

Die besten Sagen aus Österreich, Sonderausgabe 1986

3 Besprecht in der Gruppe die unbekannten Ausdrücke und versucht sie aus dem

Textzusammenhang zu verstehen.

4 Lies mit einer Partnerin oder einem Partner die folgende Sage und zwar so, dass

immer abwechselnd jede oder jeder von euch einen Absatz vorliest. Wer zugehört hat

erzählt nach. Beim nächsten Absatz sollt ihr wechseln.

Die Entstehung von Bad Tatzmannsdorf (Burgenland)

Vor vielen Jahren lebte in Oberwart ein fremder Arzt, dessen Wunderkuren in der

ganzen Umgebung bekannt und berühmt waren. Niemand wusste um das Geheimnis

des Wundermittels, das er seinen Kranken eingab. Der Alte aber wanderte in finsteren

Nächten verstohlen zu einer Quelle, die im Sumpfgebiet von Jormannsorf aus dem

Boden sprudelte, füllte die mitgebrachten Gefäße mit dem heilkräftigen Wasser und

gab seinen Patienten davon zu trinken. Kein Mensch hatte ihn bisher bei seinem Tun

beobachtet. Wohl hatte man hie und da bei der Quelle zur Nachtzeit ein Licht flackern

sehen, aber die Gegend galt als verrufen, und die Leute meinten, nächtlicher Spuk

treibe dort sein Unwesen.

In der Nähe von Oberwart bestand damals ein Bergwerk. Da kam auch ein junger Bergmann

aus Deutschland hierher, der die Gegend abstreifte, um erzhaltiges Gestein zu

finden. Auf seinen Wanderungen verirrte er sich einmal und wurde im sumpfigen Tal

von Jormannsdorf von der Nacht überrascht. Während er sich anschickte, unter einem

Busch sein Nachtlager aufzuschlagen, sah er unweit der Stelle ein Licht leuchten. Neugierig

schlich er näher und bemerkte einen alten Mann, der aus einer Quelle Wasser

schöpfte. Als der Alte sich entfernt hatte, bedeckte der Bergmann die Quelle mit grünen

Zweigen und knickte einige Äste der umstehenden Bäume, um die Quelle am nächsten

Tag wieder zu finden.

Am anderen Morgen füllte er eine Flasche mit dem Quellwasser und gab einem erkrankten

Bergmann davon zu trinken. Der Mann wurde gesund und konnte seiner

Arbeit wieder nachgehen. Von diesem Tag an, kamen immer wieder Menschen zur

Quelle, um Wasser zu holen.

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Die besten Sagen aus Österreich, Sonderausgabe 1986

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L

5 Beantwortet nun die Fragen zur Sage.

1. Was wird mit dieser Sage erklärt?

a

b

c

Entstehung von Bad Tatzmannsdorf

Das Sumpfgebiet von Jormannsdorf

Warum dort Wasser fließt

2. In der Nacht …

a

b

c

trafen sich an der Quelle die Tiere

spukte es um Mitternacht

ging der Arzt zur Quelle

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4. Eines Tages verirrte sich …

eine alte Frau

ein Bergmann

ein Kind

5. Die Gegend war …

a

b

c

beliebtes Ausflugsziel

etwas verrufen

unwegsames Gelände

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Kapitel 4 Ein Körnchen Wahrheit

Göttersagen, Sagen aus der Antike

Die bedeutendsten sind die Sagen der Griechen und Römer. Sie handeln von römischen und

griechischen Göttern und von Helden und wurden von Dichtern verfasst. In der Antike gab es,

sowohl bei den Griechen, als auch bei den Römern, zahlreiche Götter, von denen jeder einen

Wirkungsbereich hatte.

Bekannte Götter der Griechen sind: Zeus, Poseidon, Hera, Apollon, Athene …

Oft beschriebene Helden sind Odysseus, Herakles, Prometheus, Kassandra …

Bekannte Götter der Römer sind: Jupiter, Neptun, Diana, Minerva, Mars …

Zeus

Römischer Name:

Jupiter

Göttervater, zuständig

für Blitz, Donner, Luft

Dargestellt mit:

Adler, Blitzbündel,

Zepter

Hera

Römischer Name: Juno

Göttin der Familie,

Geburt, Hochzeit,

Mutterschaft

Dargestellt mit:

Kuckuck, Pfau,

Kopfbinde, Getreide,

Granatapfel

a

b

c

Poseidon

Römischer Name:

Neptun

Gott des Meeres

Dargestellt mit:

Dreizack, Streitwagen,

Delfin

Athene

Römische Name:

Minerva

Göttin der Weisheit,

Ackerbau, Handwerk,

Wissenschaften

Dargestellt mit: Eule,

Ölbaum, Helm, Speer,

Schild, Schlange

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6 Lies diese Sage. Eine bekannte griechische Sage handelt von Sisyphos, der die Pläne der Götter

verraten hat, und daher in Ungnade gefallen ist.

80

Sisyphos (lateinisch Sisyphus)

Sisyphos war der Gründer und Erbauer von Korinth und herrschte als König in der

herrlichen Stadt. Er zog den Unwillen des Göttervaters Zeus auf sich, weil er ihn verriet,

als dieser Aigina, entführt hatte. Zeus beschloss, Sisyphos zu bestrafen und schickte

ihm Thanatos, den Tod. Aber der listige Sisyphos war stärker als der Tod und fesselte

diesen. Auf Erden entstand nun große Verwirrung, weil niemand mehr sterben konnte.

Ares, der Gott des Krieges befreite Tanathos und nahm Sisyphos gefangen. Doch ihm

gelang es, seine Freiheit wieder zu gewinnen und er feierte überschwänglich.

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Inmitten der Festesfreuden stand plötzlich wieder Thanatos der Tod vor ihm. „Diesmal

wirst du mich nicht überlisten“, sagte er grollend und zerrte den hilflosen Sisyphos, der

plötzlich ganz schwach und klein geworden war, erbarmungslos in die Unterwelt.

Schrecklich war die Strafe, die Zeus Sisyphos bestimmt hatte. Ihm wurde die Aufgabe

gestellt, einen mächtigen Marmorstein einen Hügel hinaufzuwälzen. Unter unsäglicher

Mühe ging er ans Werk, stemmte sich mit aller Kraft seiner Hände und Füße dagegen

und zwang den Stein auch wirklich bis zur Höhe. Schon glaubte er ihn auf den Gipfel

gewälzt zu haben, da – im allerletzten Augenblick entrollte der tückische Felsblock

seinen Händen und stürzte in die Tiefe.

Nochmals musste der Arme sich ans Werk machen. Wieder zwang

er den Stein bis zur Höhe und wieder entwich der Marmorblock

gerade in dem Augenblick, als der geplagte Sisyphos glaubte,

die Höhe erneut erreicht zu haben. Immer wieder, Jahrhundert

um Jahrhundert musste Sisyphos den Stein die

Anhöhe hinaufwälzen, doch niemals sollte es ihm gelingen,

seine Aufgabe zu erfüllen.

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Die Sagen der Griechen und Römer. Ennslin&Laiblin Verlag Reutlingen 1995

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L

Noch heute wird eine schwer erfüllbare Aufgabe als „Sisyphosarbeit“ bezeichnet.

7 Beantworte die Fragen zur Texterschließung.

Wie heißt der griechische Göttervater?

Welcher Gott wird im Text noch genannt?

Wie heißt der Held?

Welchen Ort gründete Sisyphos?

Warum ist Zeus auf ihn böse?

Was macht Sisyphos mit dem Tod?

Heldensagen

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Kapitel 4 Ein Körnchen Wahrheit

Sagen aus der Ritterzeit und germanische Götter- und Heldensagen wurden von Dichtern verfasst.

Die Abenteuer eines oder mehrerer Helden stehen im Vordergrund.

Die bekannteste Heldensage ist die Nibelungensage. Sie stammt von einem unbekannten Dichter.

Die Nibelungensage besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil geht es um Kriemhilds Ehe mit Siegfried und

Siegfrieds Tod. Im zweiten Teil wird beschrieben, wie Kriemhild Siegfrieds Tod rächt. Das räumliche Umfeld

ist das Burgundenreich am Rhein, sowie Südostdeutschland und das Donaugebiet in Österreich und

Ungarn.

9 Dieser Text soll dir einen Einblick in das Geschehen der Nibelungensage geben.

Am Königshof in Worms lebt Kriemhild zusammen mit ihren drei

Brüdern Gunther, Gernot und Giselher und ihrer Mutter Ute.

Vertraute der Könige sind Hagen von Tronje, Hagens Bruder Dankwart

und Ortwin von Metz.

Siegfried, der Sohn König Siegmunds und Königin Sieglindes

von Xanten am Niederrhein, kommt an den Hof und will Kriemhild -

notfalls mit Gewalt - für sich gewinnen. Siegfried hat den

sagenhaften Schatz des verstorbenen Königs Nibelung im

Kampf erworben.

Der Zwerg Alberich, bewachte den Schatz. Dieser

konnte sich durch eine Tarnkappe unsichtbar

machen. Siegfried gelang es, ihm diese Tarnkappe

wegzunehmen und konnte sich so auch unsichtbar

machen. Durch ein Bad im Drachenblut besaß

er eine unverletzliche Haut.

Aus: Auguste Lechner: Die Nibelungen, 17. Auflage, 2000

Schreiben üben

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82

Sagen

Suche Informationen über die Nibelungen und sprich mit Mitschülerinnen und

Mitschülern darüber.

Lies einen Abschnitt über Siegfried und Kriemhild.

Versuche den Auszug aus dem Originaltext zu lesen.

Das Original begann mit der Vorstellung Kriemhilds:

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Ez wuohs in Burgonden ein vil edel magedîn,

daz in allen landen niht schoeners möhte sîn,

Kriemhild geheizen. Si wart ein schoene wîp.

dar umbe muosen degene vil verliesen den lîp.

Übersetzung:

Es wuchs im Burgundenland eine Prinzessin (wörtlich: ein sehr adeliges Mädchen) auf, so schön, dass es auf der ganzen Welt

(wörtlich: in allen Landen) nichts Schöneres geben könnte, Kriemhild genannt. Sie wurde eine schöne Frau. Deswegen mussten

viele Helden das Leben verlieren.

Informiere dich über die wichtigsten griechischen und römischen Gottheiten.

Suche Göttersagen im Internet oder in der Bibliothek.

Verfasse eine Sage. Du bist ein stolzes Burgfräulein/ein junger tapferer Ritter und besitzt durch

einen besonderen Gürtel außerordentliche Fähigkeiten.

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Personalpronomen (persönliches Fürwort)

Personalpronomina (persönliche Fürwörter) – ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie – können Stellvertreter

des Nomens sein. • der Mann = er, die Frau = sie, das Kind = es

Du kannst sie in allen Personen und in allen Fällen verwenden.

Person

Pronomen (Fürwort)

Personalpronomen (persönliches Fürwort)

Demonstrativpronomen (hinweisendes Fürwort)

Possessivpronomen (besitzanzeigendes Fürwort)

Relativpronomen (bezügliches Fürwort)

Die Wortarten

Sprache betrachten

Präposition (Vorwort)

Adverb (Umstandswort)

Singular (Einzahl)

1. Person

2. Person

3. Person: maskulin

feminin

neutral

Plural (Mehrzahl)

1. Person

2. Person

3. Person: maskulin

feminin

neutral

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Nominativ (1. Fall) Genitiv (2. Fall) Dativ (3. Fall) Akkusativ (4. Fall)

ich

du

er

sie

es

wir

ihr

sie

sie

sie

Verb

(Zeitwort)

Adjektiv

(Eigenschaftswort)

meiner

deiner

seiner

ihrer

seiner

unser

euer

ihr

ihr

ihr

Nomen

(Namenwort)

Konjunktion

(Bindewort)

mir

dir

ihm

ihr

ihm

uns

euch

ihnen

ihnen

ihnen

Artikel

(Begleiter)

Kapitel 4 Ein Körnchen Wahrheit

Adverb

(Umstandswort)

Präposition

(Vorwort)

mich

dich

ihn

sie

es

uns

euch

sie

sie

sie

Pronomen

(Fürwort)

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L1 Unterstreiche alle Personalpronomina (persönlichen Fürwörter) im Text.

L

84

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Die Tante schenkte mir zum Geburtstag einen Gutschein. Sie sagte: „Ich wünsche dir

alles Gute zum Geburtstag. Kauf dir was Schönes zum Anziehen.“ Ich freute mich sehr

über ihr großzügiges Geschenk. Anita und ich fuhren gleich ins Einkaufszentrum.

Wir wollten keine Zeit verlieren und ich probierte die coolsten Sachen. Anita beriet

mich. Sie brachte mir immer wieder tolle Sachen zum Probieren. Schließlich fragte die

Verkäuferin: „Willst du eine besondere Farbe?“. Ich antwortete: „ Hätten Sie vielleicht

einen roten Pullover?“. Als wir nach Hause gingen, waren die Taschen voll gepackt.

Mutter staunte, als sie uns sah. Sie meinte: „Das war ein schöner Tag für euch.“ Das

war er auch wirklich.

2 Wie viele Pronomina hast du gefunden?

Possessivpronomen (besitzanzeigendes Fürwort)

Possessivpronomina (besitzanzeigende Fürwörter) zeigen an, wem etwas gehört.

Person

Singular (Einzahl)

Singular (Einzahl)

1. Person 2. Person 3. Person

mein

unser

Das ist mein Heft. Wir sind in unserer Klasse.

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dein

euer

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sein, ihr, sein

ihr

3 Schreibe zu jeder Person im Singular (Einzahl) und Plural (Mehrzahl) je einen Satz in

dein Heft. Unterstreiche das Possessivpronomen (besitzanzeigende Fürwort).

Ich habe meine Uhr heute vom Uhrmacher geholt. Du reitest mit deinem Pferd.

Demonstrativpronomen (hinweisendes Fürwort)

Demonstrativpronomina (hinweisende Fürwörter) weisen auf etwas hin. Sie können vor einem

Nomen oder statt eines Nomens stehen, (dieser/diese/dieses, der/die/das, jener/jene/jenes,

derjenige, dieselbe …).

4 Setze ein passendes Demonstrativpronomen (hinweisendes Fürwort) ein und schreibe

in dein Heft.

Das

Mädchen geht in dieselbe Klasse wie ich. In Pause dürfen wir nicht Ball spielen.

Lied ist der Modehit des Sommers. Nur darf mitspielen, der die Regeln einhält.

Ich verstehe nicht. Ich gehe in Klasse wie Markus.

Schreiben üben


L

L

L

5 Setze das fehlende Relativpronomen (bezügliches Fürwort) ein und zeichne einen Pfeil

zum Nomen, auf das es sich bezieht.

Wohin hast du die Taschentücher gegeben, die

ich gestern gekauft habe. Der Hund, mir

zugelaufen ist, trägt kein Halsband. Den Obstkuchen, ich mit Kirschen belegt habe, essen alle

gerne. Das ist der Bub, so gut singen kann. Das Buch, im Zimmer liegt, ist meines.

Adverb (Umstandswort)

Adverbiale Angaben (Umstandsangaben) beantworten die Fragen wo, wann, wie oder warum etwas

ist oder geschieht. Oft bestehen die Antworten aus mehreren Wörtern. Ist die Antwort nur ein einziges

Wort so ist dies ein Adverb (Umstandswort).

Lokaladverbien (Umstandswörter des Ortes): hier, dort, drüben, draußen, oben …

• Das Buch liegt dort. (Wo liegt das Buch?)

Temporaladverbien (Umstandswörter der Zeit): heute, morgen, demnächst, bald, unlängst, jetzt …

• Ich komme morgen. (Wann komme ich?)

Modaladverbien (Umstandswörter der Art und Weise): sehr, ziemlich, nicht …

• Lisa freut sich sehr. (Wie freut sich Lisa?)

Kausaladverbien (Umstandswörter des Begründung): darum, krankheitshalber, deshalb …

• Deshalb konnte ich nicht kommen. (Warum konnte ich nicht kommen?)

6 Unterstreiche die Adverbien (Umstandswörter) und schreibe das Fragewort dazu und

finde selbst Sätze mit Adverbien.

Paul spielt gerne Fußball mit seinen Freunden. Wie? Deine Schulsachen liegen drüben.

Deshalb gehe ich nach Hause. Ich laufe jetzt zum Bäcker.

Präpositionen (Vorwörter)

Präpositionen (Vorwörter) stehen vor Nomen oder ihren Stellvertretern: aus, bei, mit, von, auf, an, …

• Wir sprechen mit der Schülerin. Ich träume von einer großartigen Karriere.

7 Setze die passenden Präpositionen (Vorwörter) ein und schreibe in dein Heft.

Ich gehe dem Haus. Der Nachbar klopft mir an. Susi geht dem Hund spazieren.

Du bekommst Nico das Heft. Silvia geht dem Gehsteig. Sie denkt ihre Freundin.

8 Schreibe mit den Präpositionen (Vorwörtern) – aus, bei, mit, von, auf, an – je einen

Satz in dein Heft und unterstreiche die Präpositionen (Vorwörter).

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Kapitel 4 Ein Körnchen Wahrheit

Relativpronomen (bezügliches Fürwort)

Die Relativpronomina (bezüglichen Fürwörter) der, die, das, dem, den, beziehen sich auf ein

Nomen des vorangehenden Satzes und können durch welcher, welche, welches, welchem, welchen

ersetzt werden. • Der Bub, der (welcher) die Aufgaben vorbildlich macht, hat gute Noten.

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Lesen trainieren Schreiben üben 85


L

Die Satzglieder

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Subjekt (Satzgegenstand)

Prädikat (Satzaussage)

Objekte (Ergänzungen)

Adverbiale (Umstandsergänzung)

Satzglieder erfragen

Subjekt

wer oder was?

Nominativ 1. Fall

Prädikat

was wird ausgesagt?

Objekt (Ergänzung) nennt Lebewesen oder Dinge, die am Geschehen beteiligt sind.

wessen?

O2 = Objekt im 2. Fall, Genitiv

wem?

O3 = Objekt im 3. Fall, Dativ

wen oder was?

O4 = Objekt im 4. Fall, Akkusativ

Adverbiale (Umstandsergänzungen) geben Ort, Zeit, Art oder Grund eines Geschehens an.

Lokal (Ort)

Temporal (Zeit)

Modal (Art und Weise)

Kausal (Begründung)

Satzglieder

Texte verfassen

wo? woher? wohin?

wann? seit wann? bis wann? wie lange?

wie?

warum? weshalb?

Lesen trainieren

Subjekt

(Satzgegenstand)

Präpositionalobjekt

(Vorwortergänzung)

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Prädikat

(Satzaussage) Objekt

(Ergänzung)

OE = Ortsergänzung

ZE = Zeitergänzung

AE = Ergänzung der Art und Weise

BE = Begründungsergänzung

Frage nach dem Subjekt und unterstreiche es mit blauem Farbstift.

Schreiben üben

Adverbiale

(Umstandsergänzungen)

Valentin besucht seinen Freund. | Das Fahrrad gehört meiner Schwester. | An der Ecke wartet Lisa.

Nach dem Läuten dürfen die Schüler in die Klasse. | Meine Mutter erzählt mir diese Sage immer wieder.

Schnell finde ich dieses Buch in der Bibliothek. | Morgen machen wir einen Ausflug.


L

L

L

L

L

Unterstreiche das Prädikat mit rotem Farbstift. Beachte, dass ein Prädikat aus

zwei Teilen bestehen kann.

Unsere Klasse fährt nach Wien. | Mein Bruder wäscht das Auto. | Der neue See lockt viele Touristen an.

Die Semmeringbahn fährt den Berg hinauf. | Ich wasche mein Essgeschirr ab. | Er löscht das Licht aus.

Dativobjekt (Ergänzung im 3. Fall) oder dem Akkusativobjekt (Ergänzung im 4. Fall)? Frage

danach und unterstreiche mit grüner Farbe.

Ich gebe dir die Jause. | Verena begegnet dem neuen Nachbarn. | Das Kleid passt deiner Schwester gut.

Der Gärtner mäht den Rasen. | Ich bringe den Brief. | Die Lehrerin erklärt die Rechnung.

In dieser Übung kommen Objekte (Ergänzungen) im Dativ und Akkusativ (3. und 4. Fall)

vor. Unterstreiche sie grün und schreibe O3 oder O4 darunter.

Ich hole dir die Eintrittskarten. | Silke schreibt dem Onkel einen Brief. | Manuel gibt sein Getränk mir.

Unterstreiche die Adverbiale (Umstandsergänzungen) mit brauner Farbe.

Morgen wandern wir auf den Berg. Ich muss schnell laufen. Wir treffen uns nächste Woche im Schwimm-

bad. Heute habe ich wegen des Biologiereferates keine Zeit. Wegen des starken Regens muss ich heute

den Schirm nehmen. In der Schule haben wir ohne Pause an unserem Projekt gearbeitet. Zu Mittag bin

ich vor Erschöpfung ins Bett gefallen. Diese Rechnung können die Schüler problemlos lösen.

Benenne die unterstrichenen Satzglieder mit der Kurzbezeichnung.

Im steirischen Alpenlande wohnten einst, viele Riesen. Sie wurden übermütig. Sie lagerten im Tale

von Eisenerz und türmten hier mächtige Felsmauern auf. Aus diesem Grund findet man in der Gegend

Scherben von Gefäßen und Krügen, welche die Riesen in ihrem Lager benützt hatten.

Pronomen, Präpositionen

Setze die Possessivpronomina (besitzanzeigende Fürwörter) richtig ein.

Singular (Einzahl) Plural (Mehrzahl)

1. Person

2. Person

3. Person

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Das ist Kuchen.

Das ist Übung.

Das ist Kleid.

1. Person

2. Person

3. Person

Kapitel 4 Ein Körnchen Wahrheit

Das ist Haus.

Das ist Wunsch.

Das ist Urlaub.

Sprache betrachten

Lesen trainieren Schreiben üben 87


L Setze die passenden Possessivpronomina (besitzanzeigende Fürwörter) ein und schreibe

Person und Zahl dazu.

L Setze richtig ein.

meine, diesem, Ich, mich, ich, es, Es, mir, diese

L

L

88

Ich hole meine Sporttasche.

Ihr findet Geschenke sicher nicht.

Sie verleihen Fahrräder.

Tobias übt im Hof mit Skateboard.

Das Fahrrad gehört eigentlich , aber Schwester Corina fährt gerade mit

Fahrrad so gerne. ist rosarot. finde Farbe ist für schon etwas

kindisch, aber deswegen kann ja nicht gleich überpinseln.

Schreibe ein ähnliches Präpositionengedicht (Vorwortgedicht) in dein Heft.

Miteinander lachen,

aufeinander zugehen.

Wo?

Wie?

Warum?

Wer oder was?

Was wird ausgesagt?

Texte verfassen

Aneinander wachsen,

füreinander da sein.

Lesen trainieren

Sprache betrachten

Übereinander reden,

gegeneinander antreten.

dem Fußgänger,

am Nachmittag,

aus Freude, der Mann,

den Kasten, sehr schnell,

im Garten, gehen

Kreuze an, welche Objekte in den Sätzen enthalten sind und unterstreiche sie

im Satz mit der richtigen Farbe.

O3 O4 OE ZE AE BE

Auf unserer Wiese blühen seit dieser Woche die ersten Schneeglöckchen.

Meine Eltern kaufen mir am Montag ein Mountainbike.

Der Trainer ärgert sich maßlos.

1. Person, Singular

Schreibe zum Fragewort das passende Satzglied aus dem Wortkasten und

benenne es.

Wann?

Wen oder was?

Wem?

Aus diesem Grund trafen sich alle gestern in der Hausbesorgerwohnung.

Schreiben üben


Bildungsstandard

Aufgabenblatt 50 Die Klagenfurter Lindwurmsage

Texte verfassen

Kapitel 4 Ein Körnchen Wahrheit

http://www.ph-ooe.at/index.php?id=485

Lies den Sagentext und den Ausschnitt aus dem Internet-Stadtführer von

Klagenfurt genau durch und beantworte dann die folgenden Fragen:

Text 1: Die Lindwurmsage

Zur Zeit, als in Karnburg Herzog Karast regierte, wuchs dort, wo heute Klagenfurt liegt,

wildes Gesträuch im feuchten Moos. Nur auf den Bergen ringsherum wohnten Menschen.

Wehe aber, wenn sie selbst oder eines von ihren Tieren sich in den nebeligen

Sumpf verirrten - sie kamen nicht mehr zurück. Ein Ungeheuer lag dort im Dickicht

versteckt und verschlang alles Lebendige. Niemand wagte sich in seine Nähe, kein

Hirte getraute sich mehr, dort unten nach einem verloren gegangenen Stück Vieh zu

suchen, selbst die tapfersten Männer fürchteten sich vor dem dumpfen Heulen, das

manchmal aus dem Moore drang. Da ließ der Herzog am Rande des Sumpfes einen festen

Turm erbauen und von weit und breit die Knechte zusammenrufen. Vom sicheren

Turme aus sollten sie das Ungeheuer bekämpfen, mit List oder mit Gewalt. Dem Sieger

versprach er die Freiheit, Land und reichen Lohn.

Einige mutige Knechte machten sich nun ans Werk. Sie banden einen fetten Stier an

eine lange Kette, an der ein Widerhaken befestigt war, und versteckten sich im Turm,

von dessen kleinen Fenstern aus sie die Gegend überschauen konnten. Das Brüllen

des gefesselten Stieres hallte über den Sumpf und lockte das Ungetüm hervor. Schon

von weitem hörte man es kommen. Pfeilgeschwind schoss es daher, mit seinen Flügeln

peitschte es das Wasser, am Körper war es mit großen Schuppen bedeckt, im schnaubenden

Rachen drohten furchtbare Zähne. Mit seinen Krallen stürzte sich das Untier

auf den zitternden Stier und begann ihn zu verschlingen. Da aber blieb es am Widerhaken

hängen und wie ein Fisch an der Angel schlug es mit dem riesigen Schwanz um

sich. Es war aber umsonst; je heftiger der Lindwurm an der Kette zerrte, desto tiefer

grub sich das Eisen in den Rachen. Er kam nicht mehr los und die Knechte konnten ihn

mit ihren eisernen Keulen erschlagen.

Das ganze Land atmete auf, als es von seiner Plage befreit war, und die Leute siedelten

sich in der Niederung an, wo der Herzog an Stelle des Turmes ein Schloss erbaute. Das

Gestrüpp wurde ausgerottet, der Sumpf trockengelegt und der Boden bebaut. Das war

die älteste Ansiedlung im Klagenfurter Becken. Zum Andenken an diesen Kampf steht

ein riesiger steinerner Lindwurm auf dem Neuen Platz in Klagenfurt, und die Hauptstadt

Kärntens zeigt heute noch in ihrem Stadtwappen den Turm mit dem Sagentier.

Text 2: Aus dem Internet-Stadtführer von Klagenfurt:

Der Lindwurm ist das Wahrzeichen und Wappentier von Klagenfurt. Das älteste, noch

erhaltene Stadtsiegel aus dem Jahr 1287 zeigt schon den geflügelten Drachen. 1583 gaben

die Landstände den Befehl, dem Sagentier ein Denkmal zu errichten. Der Lindwurm

wurde aus einem einzigen Block Chlorit-Schiefer vom Kreuzbergl, dem Hausberg der

Klagenfurter, gehauen. Lange Jahre vermutete man den Bildhauer Ulrich Vogelsang als

Schöpfer, der Lindwurm dürfte aber von einem unbekannten Meister stammen. 1593 soll

das 124 Zentner schwere Standbild von 300 weiß gekleideten Jünglingen auf den Neuen

Platz gezogen worden sein. Der monumentale Lindwurm, im Stil des Manierismus geschaffen,

erhielt erst 1636 einen Brunnen, das kunsthistorisch besonders wertvolle Git-

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Lesen trainieren Schreiben üben 89


90

1. Zur Zeit des Herzogs Karast

wohnten keine Menschen im Tal

gab es dort, wo heute die Stadt Klagenfurt

liegt, nur Wildnis

hauste ein Ungeheuer in den Bergen

2. In der Moorwildnis

waren oft Hirten unterwegs, um ver-

schwundene Tiere zu suchen

verschwanden immer wieder Weidetiere und

Menschen

waren Furcht erregende Geräusche zu hören

3. Als der Herzog die Gegend von der Gefahr

befreien lassen wollte

ließ er viele Knechte zusammenrufen

ließ er einen Turm in der Mitte des Sumpfes

errichten

versprach er dem Sieger die Hand seiner

Tochter und sein Herzogtum

4. Das vom Gebrüll des verängstigten Stiers

angelockte Ungeheuer

hatte Flügel, furchtbare Zähne und Krallen

hatte einen Schlangenleib und konnte Feuer

speien

konnte Gift verspritzen

5. Die Knechte konnten den Lindwurm

mit einer Eisenspitze in den weichen Bauch

stechen

mit eisernen Keulen erschlagen

mit der Kette an eine Angel hängen

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Lesen trainieren

Sprache betrachten

Kapitel 4 Ein Körnchen Wahrheit

ter, und ein Denkmal seines sagenhaften Bezwingers, des Herkules. Der Lindwurmtöter

wurde von Michael Hönel, er hat auch den berühmten Gurker Altar geschaffen, gestaltet.

Das Gitter zeigt schmiedeeiserne Blumen, in die Wappen eingebunden sind. Der Brunnen

hatte im 17. Jahrhundert auch eine ganz praktische Bedeutung: er diente zur Trink-

und Löschwasserversorgung der Stadt. Heute sind Lindwurm und Herkules das begehrteste

Fotomotiv aller Klagenfurt-Besucher.

Kreuze die richtigen Lösungen an – es können auch zwei pro Satz sein.

Wenn du unsicher bist, lies noch einmal im Text nach. Als gelöst gilt jede Nummer nur dann, wenn alle

Richtigen angekreuzt sind:

6. Die Hauptaussage der Sage besteht darin,

dass sie die Lebensgeschichte des Herzogs

Karast erzählt

dass wir über Leben und Gefahren in ver-

gangenen Zeiten informiert werden

dass sie erzählt, warum die Stadt Klagenfurt

einen Lindwurm in ihrem Wappen hat

7. Im Jahr 1287

entstand ein Stadtsiegel, das einen ge-

flügelten Drachen zeigt

wurde das Lindwurm-Denkmal in Auftrag

gegeben

wurde das Denkmal auf den Neuen Platz

gezogen

8. Das Lindwurmdenkmal

wurde aus einem einzigen Felsblock gehauen

wurde wahrscheinlich von einem unbe-

kannten Meister geschaffen

zeigt auch drei der Knechte, die den

Lindwurm getötet haben

9. Sage und Stadtführer

nennen beide den Neuen Platz als Standort

für den Lindwurmbrunnen

bezeichnen beide Herkules als Drachentöter

stimmen darin überein, dass der Lindwurm

Flügel hat

Fasse die beiden Texte in 2-3 Sätzen auf die wesentliche Aussage zusammen.

Schreibe in dein Heft.

Erstelle für einen davon einen Stichwortzettel (höchstens 60 Wörter!) und halte

damit ein Kurzreferat

Schreiben üben


L

L

Schreiben üben

Wörter ordnen

1 Ordne diese Wörter nach dem Alphabet und schreibe sie mit der Seitenangabe

in die Tabelle.

Gang, beste, neu, Wälder, fürchterlich, Bewusstlosigkeit, Zeitschrift, necken, Plage, Räume

Wort Seite Wort Seite

Das wird mit einem s geschrieben, wenn es als Artikel verwendet wird. • das Glück, das Rad, ...

2 Schreibe die Wörter geordnet nach dem Alphabet mit dem Artikel in dein Heft.

Kraut, Fass, Kleid, Kostüm, Fahrzeug, Unglück, Tor, Gefäß, Chaos, Spiel

Das wird mit einem s geschrieben, wenn es als Relativpronomen (bezügliches Fürwort) verwendet wird.

Ich bekam ein Geschenk, das mir Freude bereitete. Man kann das Wort „welches“ dafür einsetzen. Ich

bekam ein Geschenk, welches mir Freude bereitete. Vor dem Relativpronomen (bezüglichen Fürwort) steht

ein Beistrich.

3 Kreise die Beistriche ein, ergänze mit „das“ und schreibe in dein Heft.

Wir sahen heute das Mädchen, das (welches) gestern so schwer gestürzt war.

Sie holt ihr Schreibzeug, ( ) sie gestern vergessen hat. Sie trägt ihr neues Kleid, ( ) sie von ihrem Vater

geschenkt bekommen hat. Das Spiel, ( ) sie mit ihrem Hund gespielt hat, ( ) ist lustig. Sie hat das nasse

Blatt übersehen, ( ) auf dem Weg lag. Wir holen das Auto ab, ( ) neu lackiert worden ist. In einem Haus, ( )

dem Müller gehörte, lebte einst ein armes Mädchen.

Das wird mit einem s geschrieben, wenn es als Demonstrativpronomen (besitzanzeigendes Fürwort)

verwendet wird. Das ist meine Tasche. Man kann dafür dies/dieses, jene/jenes einsetzen. Diese ist

meine Tasche.

4 Ergänze richtig und schreibe in dein Heft.

Das (dies) ist das neue Fahrrad meines Freundes.

( ) habe ich nicht gewusst. Wir werden ( ) rasch erledigen. ( ) ist eine erfreuliche Nachricht. Herr Mayer

hat ( ) nicht gesehen. ( ) ist doch sehr anstrengend. Ich glaube, ( ) wird ihm nicht gelingen.

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Schreiben üben

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91


L5 Ersetze „das“ mit dem richtigen Ersatzwort.

L

L

92

Kannst du mir das Heft bringen, ich gestern vergessen habe? lag auf dem Tisch.

Dass mit ss ist eine Konjunktion (Bindewort). Ich hoffe, dass du die Arbeit schaffst. Dass steht nach

einem Beistrich und leitet immer einen Gliedsatz ein. Man kann auch mit „was“ nachfragen.

• Ich hoffe dass du die Arbeit schaffst. (Was hoffe ich? Dass du die Arbeit schaffst.)

6 Kreise die Beistriche ein und schreibe die Sätze wie im Beispiel in dein Heft.

Monika behauptet, dass sie unschuldig ist. Was behauptet Monika? (Dass sie unschuldig ist).

Kurt hofft, dass sein Freund schon im Wald ist. Wir glauben nicht, dass das in Ordnung ist. Alle

vermuten, dass ich eine gute Schülerin bin. Er bestreitet, dass er Susi getroffen hat. Die Mutter erwartet,

dass du rechtzeitig nach Hause kommst. Dass wir die Aufgabe schreiben müssen, ist sicher.

Ein Beistrich steht bei gleichrangigen Aufzählungen. • Ich hole Wurst, Fleisch, Milch und Äpfel.

7 Setze die Beistriche mit Buntstift richtig.

Am Abend kamen der Holzfäller der Förster der Jäger und der Arzt auf den Bauernhof. Sie

tranken Bier Wein Wasser und Säfte. Auch aßen sie Wurst Brot Käse und Eier. Auch am

nächsten Tag waren alle noch im Haus und bekamen Frühstück Mittagessen und Abendessen.

Eine Wildkatze ein Hase ein Eichhörnchen ein Hund und Hühner waren auf dem Bauernhof. Julia

Daniela Victoria Romana Lea Felicitas und Benedicta waren auch hier. Lea weinte brüllte schrie

und tobte als sie mit ihrem Vater ihrer Mutter und der Großmutter den Hof verlassen musste.

Clemens Bernhard Martin und Alexander konnten bleiben und spielten Fußball Völkerball

Korbball und Volleyball.

Satzteile werden auch durch einen Beistrich getrennt, wenn sie durch die Konjunktionen (Bindewörter)

aber, sondern, jedoch verbunden sind. • Ich war gestern nicht zu Hause, sondern bei meiner Freundin.

8 Setze die Beistriche und unterstreiche die Konjunktionen (Bindewörter).

Die Einladungen zu diesem Vortrag wurden spät aber noch rechtzeitig verschickt. Der Vortrag

war interessant aber schwer verständlich. Der Vortragende sprach leise jedoch deutlich. Meine

Mutter ging mit aber ihr gefiel der Vortrag nicht. Im Anschluss daran ging ich nicht nach

Hause sondern ins Gasthaus. Dieser Vortrag war interessant aber schon der nächste kann

uninteressant sein. Sicher gehe ich wieder zu einem Vortrag jedoch muss ich auf die Zeit achten.

Texte verfassen

ist sicher. brauche ich heute in der Schule. ist wirklich wichtig.

Du findest das Heft nicht, ich brauche? kann ich nicht glauben. Gehe hin und

erledige für mich. ist für mich eine große Erleichterung.

Lesen trainieren

Sprache betrachten

Schreiben üben


L

L

L

L

Das, Beistrichsetzung

Übertrage die Wörter mit dem richtigen Artikel (Begleiter) in dein Heft.

• grau – das Graue

kostbar, verständigen, unüblich, neu, seidig, verdecken, überreden, vorziehen, lesbar, frisch, fröhlich,

gefunden, gesucht, gut

Verwende die Nomen in Sätzen.

Ergänze das richtige DAS, schreibe in dein Heft und setze die Beistriche.

Wir wissen dass das

neue Buch erst später geliefert wird. Kurt weiß daher er Buch

nicht daheim vergessen hat. Die Lehrerin erwartet trotzdem wir Beispiel lösen. Wir nehmen

an sie uns kopieren wird. Allerdings war sie sehr enttäuscht wir von dieser Idee

nicht begeistert waren und ihr auch mitteilten. Wir hoffen Buch bald geliefert wird.

Setze den Beistrich und ergänze.

Katharina erzählt ihrer Lehrerin sie schon vor 7 Uhr in der Schule ist. Sie weiß auch sie

daher früh aufstehen muss. Sie hofft sich der Fahrplan im nächsten Schuljahr ändert. Sie wartet

auf ihre Freundin diese mit ihr spielen kann. Wir hoffen sie ihre Aufgaben geschrieben hat.

Setze das oder dass ein.

Bilde Sätze mit den Konjunktionen (Bindewörter) aber, jedoch, trotzdem und sondern.

Schreibe sie in dein Heft. Diktiere sie deiner Lernpartnerin oder deinem Lernpartner.

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Kapitel 4 Ein Körnchen Wahrheit

Wetter ist heute sehr sonnig. wusste der Nachrichtensprecher gestern schon.

teilte er uns mit einem Lächeln mit. Wir nahmen an, seine Vorhersage

stimmen wird. tatsächlich eingetroffen ist, freut uns besonders.

ist nicht selbstverständlich. Wetter, hält sich nicht immer an

gesprochene Wort. wissen wir alle, denn haben wir schon

oft festgestellt. Wir wissen auch, der Regen für Wachsen der

Pflanzen wichtig ist. wir uns aber über einen Sonnentag mehr freuen,

ist bekannt, denn Liegen in der Sonne gefällt uns.

Schreiben üben

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93


94

Lösungen Kapitel 4

Texte verfassen

2 Andelsbuch – Vorarlberg, Kriegszeit, wortlos, sich an Bedingungen halten

4 Angestellte, die für ihn arbeiten mussten | war im Gefängnis | Besitzer des Schlosses | töten | versteckt | ihm helfende

Hausangestellte | Öffnung in der Mauer | Essen bringen | verärgert, verzweifelt | auf den sie böse sind, den sie

hassen | Gerichtsverhandlung | als Strafe gibt es den Tod | unangenehmes Wetter in der Nacht | ein Verstorbener, der

keine Ruhe finden kann

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5 a, c, b, b

7 Zeus, Thanatos, Sisyphos, Korinth, weil er ihn verraten hatte, er fesselte den Tod

Sprache betrachten

1 mir, Sie, Ich, dir, dir, Ich, mich ihr, ich, Wir, ich, mich, Sie, mir, du, Ich, Sie, wir sie uns, Sie, euch, er.

2 Wie viele Pronomen hast du gefunden? 23

5 die, der, den, der

6 drüben (wo), deshalb (warum), jetzt (wann)

7 aus, bei, mit, von, auf, an

1

2

5

7

8

Satzglieder

Wer oder was besucht seinen Freund? (Valentin) Wer oder was gehört meiner Schwester? (Das Fahrrad). Wer oder was

darf nach dem Läuten in die Klasse? (Die Schüler) Wer oder was wartet an der Ecke wartet? (Lisa)

fährt, wäscht, lockt an, fährt hinauf, wasche ab, lösche aus

Ich gebe dir die Jause. (O3, O4) Verena begegnet dem neuen Nachbarn. (O3) Das Kleid passt deiner Schwester gut. (O3)

Der Gärtner mäht den Rasen. (O4) Ich bringe den Brief (04). Die Lehrerin erklärt die Rechnung. (O4)

Ich hole dir die Eintrittskarten. (O3, O4) Silke schreibt dem Onkel einen Brief. (O3, O4) Manuel gibt sein Getränk

mir. (O4, O3)

Morgen wandern wir auf den Berg. Ich muss schnell laufen. Wir treffen uns nächste Woche im Schwimmbad. Heute

habe ich wegen des Biologiereferates keine Zeit. Wegen des starken Regens muss ich heute den Schirm nehmen. In der

Schule haben wir ohne Pause an unserem Projekt gearbeitet. Zu Mittag bin ich vor Erschöpfung ins Bett gefallen. Diese

Rechnung können die Schüler problemlos lösen.

OE, ZE, S, AE, OE, O4, BE, OE, S, OE

Pronomen, Präpositionen,

eure 2. Pers. PL | ihre 3. Pers. PL | seinem 3. Pers. SG

mir, meine, diesem, Es, Ich, diese, mich, ich, es

im Garten, am Nachmittag, sehr schnell, aus Freude, der Mann, gehen, dem Fußgänger, den Kasten, mit dem Fahrrad

O3 O4 OE ZE AE BE

X X

X X X

X

X X X

Auf unserer Wiese blühen seit dieser Woche die ersten Schneeglöckchen.

Meine Eltern kaufen mir am Montag ein Mountainbike.

Der Trainer ärgert sich maßlos.

Aus diesem Grund trafen sich die Hausbewohner gestern in der Hausbesorgerwohnung.

Schreiben üben

beste, Bewusstlosigkeit, fürchterlich, Gang, necken, neu, Plage, Räume, Wälder, Zeitschrift

das Chaos, das Fahrzeug, das Fass, das Gefäß, das Kleid, das Kostüm, das Kraut, das Spiel, das Tor, das Unglück

das (welches), Das (dieses) , Das (dies), Das (dieses), Das (dies), das (welches), Das (dies), das (dies), Das (dies)

Am Abend kamen der Holzfäller, der Förster, der Jäger und der Arzt auf den Bauernhof. Sie tranken Bier, Wein, Wasser

und Säfte. Auch aßen sie Wurst, Brot, Käse und Eier. Auch am nächsten Tag waren alle noch im Haus und bekamen Frühstück,

Mittagessen und Abendessen. Eine Wildkatze, ein Hase, ein Eichhörnchen, ein Hund und Hühner waren auf dem

Bauernhof. Julia, Daniela, Victoria, Romana, Lea, Felicitas und Benedicta waren auch hier. Lea weinte, brüllte, schrie und

tobte, als sie mit ihrem Vater, ihrer Mutter und der Großmutter den Hof verlassen musste. Clemens, Bernhard, Markus,

Martin und Alexander konnten bleiben und spielten Fußball, Völkerball, Korbball und Volleyball.

aber, aber, jedoch, aber, sondern, aber, jedoch

Beistrichsetzung

das Kostbare, das Verständigen, das Unübliche, das Gute, das Neue, das Seidige, das Verdecken, das Überreden, das

Vorziehen, das Vorziehen, das Lesbare, das Frische, das Fröhliche, das Gefundene, das Gesuchte, das Gute

wissen, dass das | daher, dass er das Buch | trotzdem, dass wir das Beispiel, an, dass sie uns das | enttäuscht, dass

das | hoffen, dass das

Lehrerin, dass | auch, dass sie | hofft, dass | Freundin, dass diese | hoffen, dass sie

Das, Das, Das, dass, Dass das, das, Das, Das, das, Das, das, dass, das, Dass, das, das

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