Geschäftsbericht 2011 - Nexans

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Geschäftsbericht 2011 - Nexans

Geschäftsbericht 2011


Inhalt

Unternehmensinformation

Über Nexans 3

2011 – Gemeinsame Werte 4

Gremien

Geschäftsführung und Aufsichtsrat 6

Bericht des Aufsichtsrats 8

Konzernlagebericht

Konzernlagebericht 10 ­ 15

Konzernabschluss

Konzernbilanz 18

Konzern­Gewinn­ und Verlustrechnung 20

Konzern­Kapitalflussrechnung 21

Entwicklung des Anlagevermögens 22

Entwicklung des Konzerneigenkapitals 24

Konzernanhang für 2011 26 ­ 37

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 38

2 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

Nexans Deutschland GmbH

Postfach 260 | 30002 Hannover

Kabelkamp 20 | 30179 Hannover

Telefon 0511 676­0

Telefax 0511 676­2544


Über Nexans

Nexans Deutschland gehört zu den führenden Kabelherstellern

in Europa. Das Unternehmen bietet ein

umfassendes Programm an Hochleistungskabeln,

Systemen und Komponenten für die Telekommunikation

und den Energiesektor. Abgerundet wird das Programm

durch supraleitende Materialien und Komponenten,

Cryoflex Transfersysteme und Spezialmaschinen für

die Kabelindustrie. Gefertigt wird im In­ und Ausland.

Durch die enge Einbindung in den Nexans­Konzern

verfügt Nexans Deutschland über hervorragende

Möglichkeiten zur Synergienutzung in allen Konzernbereichen.

Das gilt für weltweite Projekte ebenso wie

für Forschung und Entwicklung sowie den Know­how­

Austausch. Weitere Informationen finden Sie unter

www.nexans.de

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 3


EINLEITUNG

2011 – Gemeinsame Werte

Kundenorientiertes

Denken

Wir stellen unsere Kunden in

den Mittelpunkt unserer Anstrengungen,

wir hören ihnen aufmerksam

zu, sind bestrebt, sie

voll und ganz zu verstehen, ihre

sich wandelnden Bedürfnisse zu

erkennen und eine absolut fehlerlose

Leistung zu erbringen,

um hervorragende Produkte und

Dienstleistungen abzuliefern und

Kundennutzen zu schaffen.

4 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

Wertschätzung

des Menschen

Wir erkennen unsere Mitarbeiter

als Grundlage unseres Erfolges

an. Wir sind zuverlässig, offen,

ehrlich, glaubhaft und respektvoll

gegenüber unseren Kolleginnen

und Kollegen und deren Vielfältigkeit

in unserem Konzern,

den sie ausmachen. Wir sind

den Werten von Nexans verpflichtet.

Wir erwarten fairen

Umgang miteinander und die

Nutzung von Förderungsangeboten

zur Weiterentwicklung

unserer Kompetenzen.

Streben nach

Excellence

Wir erzielen Excellence bei

unseren Produkten, Prozessen

und Dienstleistungen durch

Austausch von Know-how,

persönliche Förderung, kontinuierliche

Verbesserung, Sicherheitsbewusstsein

und erstklassige

Auftragsausführung.

Aktives

Handeln

Wir schaffen zusammen eine

dynamische Kultur, die proaktives

Handeln, Flexibilität und Innovation

bei der Erreichung unserer

strategischen Ziele fördert. Wir

erkennen Veränderungen und treiben

sie voran.


Verantwortungs-

bewusstes Handeln

Wir beweisen Integrität, indem

wir den in uns gesetzten Erwartungen

Rechnung tragen und

volle Verantwortung für unser

Handeln übernehmen. Wir

betreiben unsere geschäftlichen

Aktivitäten unter Einhaltung der

Sicherheitsstandards und auf

ethisch korrekte Weise; wir

respektieren die Umwelt und

unterstützen das Gemeinwesen,

in dem wir tätig sind.

Globale

Zusammenarbeit

Wir erkennen die Vorrangigkeit

der Konzernziele an. Wir

arbeiten intern und extern über

organisatorische Grenzen hinweg

zusammen. Wir treten ein

für Offenheit, Transparenz und

den Austausch von Informationen

und Kenntnissen.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 5


GESCHÄFTSFÜHRUNG UND AUFSICHTSRAT

Geschäftsführung

und Aufsichtsrat

AUFSICHTSRAT

Pascal Portevin

Senior Corporate Executive

Vice President

Nexans S.A., Paris

Vorsitzender des Aufsichtsrates

der Nexans Deutschland GmbH

(ab 20. Mai 2011)

Yvon Raak

Senior Corporate Executive

Vice President

Nexans S.A., Paris

Vorsitzender des Aufsichtsrates

der Nexans Deutschland GmbH

(bis 19. Mai 2011)

6 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

A B

Frank Mannheim

Gewerkschaftssekretär

der IG Metall, Hannover

Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates

der Nexans Deutschland GmbH

Norbert Bluthé

Executive Vice President Europe

Industry Market Line

Nexans S.A., Paris

Udo Heß

Vorsitzender des Ges.-Betriebsrates

und des Betriebsrates des Werkes

Mönchengladbach der

Nexans Deutschland GmbH,

Mönchengladbach

Joachim Klaß

Werkleiter des Werkes Hannover

der Nexans Deutschland GmbH,

Stadthagen

Jürgen Krüger

Vorsitzender des Betriebsrates

des Werkes Bramsche der

Nexans Deutschland GmbH,

Hannover

Herbert Möhrs

Ehem. Zentralbereichsleiter Einkauf

der Nexans Deutschland GmbH,

Hannover

(ab 10. November 2011)


Geschäftsführung

A_ Christof Barklage

Vorsitzender

Hannover

(Vorsitzender der Geschäfts-

führung ab 1. Juni 2011)

B_ Dr. Holger Fastabend

Tönisvorst

(ab 1. Juni 2011)

C_ Dr. Francis Krähenbühl

Vorsitzender

Paris

(bis 31. Mai 2011)

Dr. Wolfgang G. Plinke

Unternehmensberater,

Hannover

Dieter Rullmann

Ehem. Mitglied der Geschäftsführung

der Nexans Deutschland GmbH,

Langenhagen

(bis 9. November 2011)

Reimund Strauß

Bevollmächtigter der IG Metall,

Mönchengladbach

Yves Trézières

Secretary General HVUCBG

Nexans S.A., Paris

(bis 19. Mai 2011)

Jean-Michel Trouvé

Vice President Europe

Administration and Finance

Nexans S.A., Paris

(ab 20. Mai 2011)

Manfred Uhl

Vorsitzender des Betriebsrates

des Werkes Nürnberg der

Nexans Deutschland GmbH,

Nürnberg

Jacques Villemur

Senior Corporate Vice President

Human Resources

Nexans S.A., Paris

C

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 7


BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Bericht des Aufsichtsrats

NEXANS DEUTSCHLAND GMBH, HANNOVER

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr

die ihm nach Gesetz, Satzung und

Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben

wahrgenommen. Wir haben

die Geschäftsführung bei der Leitung

des Unternehmens regelmäßig beraten

und ihre Tätigkeit überwacht. In alle

Entscheidungen von grundsätzlicher

Bedeutung für das Unternehmen war

der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Die Geschäftsführung unterrichtete

uns regelmäßig sowohl schriftlich als

auch mündlich, zeitnah und umfassend

über die Unternehmensplanung, den

Gang der Geschäfte, die strategische

Weiter entwicklung sowie die aktuelle

Lage des Nexans Deutschland Konzerns.

Abweichungen des Geschäftsverlaufs

von den Plänen wurden uns im

Einzelnen erläutert. Die für das Unternehmen

bedeutenden Geschäftsvorgänge

haben wir auf Basis der Berichte

der Geschäfts führung ausführlich erörtert.

Den Beschlussvorschlägen hat der

Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung

und Beratung zugestimmt. Insgesamt

fanden zwei turnusgemäße Sitzungen

im Geschäftsjahr 2011 statt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand über

die Aufsichtratssitzungen hinaus mit

der Geschäftsführung in regelmäßigem

Kontakt. Er hat sich über die aktuelle

Entwicklung der Geschäftslage und die

wesentlichen Geschäftsvorfälle laufend

informiert. In gesonderten Strategiegesprächen

hat der Vorsitzende des

Aufsichtsrats mit der Geschäftsführung

die Perspektiven und künftige Ausrichtung

der einzelnen Geschäftsbereiche

erörtert.

8 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

Im Aufsichtsrat intensiv

beraten

Gegenstand regelmäßiger Beratungen

im Aufsichtsrat waren die Umsatz-,

Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung

im Nexans Deutschland Konzern,

seinen Bereichen sowie die Finanzlage.

Die Geschäftsführung unterrichtete den

Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend

über die Unternehmensplanung, die strategische

Weiterentwicklung, den Gang

der Geschäfte sowie die aktuelle Lage.

Prüfung und Billigung des

Jahresabschlusses

Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Hannover,

hat den handelsrechtlichen Jahresabschluss

und den Lagebericht der Nexans

Deutschland GmbH zum 31. Dezember

2011 sowie den handelsrechtlichen

Konzernabschluss und Konzernlagebericht

zum 31. Dezember 2011 geprüft

und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

versehen. Der Abschlussprüfer

hat die Prüfung nach § 317 HGB

unter Beachtung der vom Institut der

Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten

deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen.

Die genannten Unterlagen und der Vorschlag

der Geschäftsführung für die Verwendung

des Bilanzverlustes sind von

der Geschäftsführung rechtzeitig an uns

versandt worden. Der Aufsichtsrat hat sich

intensiv mit diesen Unterlagen beschäftigt,

wir haben sie auch selbst geprüft.

Die Prüfungsberichte der PricewaterhouseCoopers

AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Hannover, lagen

allen Mitgliedern des Aufsichtsrats

vor und wurden in der Bilanzsitzung

des Aufsichtsrats am 10. Mai 2012

in Gegenwart des Abschlussprüfers

umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer

berichtete über die wesentlichen

Ergebnisse seiner Prüfung sowie

darüber, dass keine Schwächen des

internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems

vorlägen. In dieser

Sitzung hat die Geschäftsführung die

Abschlüsse der Nexans Deutschland

GmbH und des Konzerns sowie das

Risikomanagementsystem erläutert.

Der Abschlussprüfer ging ferner auf

Umfang, Schwerpunkte sowie Kosten

der Abschlussprüfung ein.

Wir stimmen den Ergebnissen der

Abschlussprüfung zu. Nach dem

abschließenden Ergebnis unserer

Prüfung sind keine Einwendungen zu

erheben. Der Aufsichtsrat billigt die

von der Geschäftsführung aufgestellten

Jahresabschlüsse.

Dem Vorschlag der Geschäftsführung,

den Bilanzverlust von 2.816.862,44

Euro auf neue Rechnung vorzutragen,

stimmen wir zu.


Veränderungen in der

Geschäftsführung und im

Aufsichtsrat

In der Geschäftsführung gab

es folgende Änderungen:

Im Zusammenhang mit der Über nahme

einer neuen Funktion im Nexans

Konzern ist Dr. Francis Krähenbühl

mit Wirkung zum 31. Mai 2011 aus

der Geschäftsführung der Nexans

Deutschland GmbH ausgeschieden.

An seiner Stelle ist Herr Christof

Barklage mit Wirkung zum

1. Juni 2011 zum Vorsitzenden

der Geschäftsführung der Nexans

Deutschland GmbH bestellt worden.

Mit Wirkung vom 1. Juni 2011

bestellte der Aufsichtsrat

Herrn Dr. Holger Fastabend zum

Geschäftsführer der Nexans

Deutschland GmbH. Er ist – ebenfalls

wegen der Übernahme einer

neuen Funktion im Nexans Konzern

– mit Ablauf des 9. Mai 2012 aus

der Geschäftsführung der Nexans

Deutschland GmbH ausgeschieden.

An seiner Stelle hat der Aufsichtsrat mit

Wirkung vom 10. Mai 2012 Herrn

Dr. Christian Wittneven zum Geschäftsführer

der Nexans Deutschland GmbH

bestellt.

Im Aufsichtsrat gab es folgende

Veränderungen:

Mit Wirkung zum 19. Mai 2011

haben Herr Yvon Raak und Herr

Yves Trézières ihre Mandate als Mitglieder

des Aufsichtsrates niedergelegt.

An ihrer Stelle hat die Nexans

Participations S.A. mit Wirkung zum

20. Mai 2011 Herrn Pascal Portevin

und Herrn Jean-Michel Trouvé zu neuen

Aufsichtsratsmitgliedern bestellt. In der

Aufsichtsratssitzung am 20. Mai 2011

wurde Herr Pascal Portevin an Stelle

von Herrn Yvon Raak zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden

gewählt.

Mit Wirkung zum 9. November

2011 legte Herr Dieter Rullmann

sein Amt als Aufsichtsratsmitglied nieder.

An seiner Stelle hat die Nexans

Participations S.A. Herrn Herbert Möhrs

mit Wirkung vom 10. November 2011

zum neuen Aufsichtsratsmitglied bestellt.

Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen

Mitgliedern für die

vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ferner dankt der Aufsichtsrat den Mitgliedern

der Geschäftsführung, den

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie

den Arbeitnehmervertretungen der

Nexans Deutschland GmbH und aller

Konzerngesellschaften für ihre Arbeit.

Hannover, den 10. Mai 2012

Für den Aufsichtsrat

Pascal Portevin

(Aufsichtsratsvorsitzender)

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 9


KONZERNLAGEBERICHT

Konzernlagebericht

für 2011

NEXANS DEUTSCHLAND GMBH, HANNOVER

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Nexans Deutschland Gruppe deckt ein umfassendes Lieferungs- und

Leistungsprogramm für Energiekabel, Energieleiter, Drähte, Kabelzubehör und

Installationen für die Marktsegmente Infrastruktur, Industrietechnik, Gebäudetechnik

und Automotive ab. Hierzu zählen im Wesentlichen:

• Energiekabel, Systeme, Installationsarbeiten, Service und Zubehör

• Installationsleitungen und Spezialleitungen

• Telekomkabel und Systeme

• LANs mit Kabeln, Komponenten und Systemen in Kupfer- und LWL-Technik

• Elektrische Drähte

• Kabelsätze und Komponenten für die Automobilindustrie

• Superconductors, Cryo-Technik und Spezialmaschinen

• Verkabelungs- und Systemlösungen für die Bahnindustrie

Die deutsche Nexans Gruppe ist ein

Teilkonzern der französischen Nexans

S.A. Gruppe, deren Muttergesellschaft

an der französischen Wertpapierbörse

notiert ist. Der konsolidierte Abschluss

der deutschen Nexans Gruppe umfasst

neben der Nexans Deutschland GmbH

12 inländische und 11 ausländische

Gesellschaften. Die Gruppe verfügt

über 11 Fertigungsstätten im Inland. Der

Geschäftsführung der Nexans Deutschland

GmbH obliegt die Leitung des

deutschen Teilkonzerns. Den einzelnen

Gesellschaften stehen Geschäftsführer

vor, die für die operativen Tätigkeiten

verantwortlich sind.

Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern

erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr

von 7.255 Ende 2010 auf 8.566

Ende 2011. Während die Mitarbeiterzahl

in den inländischen Gesellschaften

nur moderat anstieg, verzeichnete

der Konzern insbesondere aufgrund

des Volumenanstieges im Automotivbereich

und dem damit verbundenen

Ausbau der Aktivitäten einen deutlichen

Anstieg in den ausländischen

10 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

Tochtergesellschaften. In den nichtkonsolidierten

Gesellschaften waren am

31. Dezember 2011 655 Mitarbeiter

beschäftigt (31. Dezember 2010:

1.021 Mitarbeiter). Die Reduzierung

begründet sich im Wesentlichen durch

die Erstkonsolidierung einer ausländischen

Tochtergesellschaft.

Im Berichtsjahr wurde innerhalb der

Nexans Gruppe die Zusammenarbeit

bei Forschung und Entwicklung weiter

intensiviert. Herauszuheben sind hier die

Aktivitäten des Forschungszentrums in

Nürnberg sowie Entwicklungsaktivitäten

im Zusammenhang mit supraleitenden

Kabeln. Darüber hinaus hat der deutsche

Teilkonzern weltweit Zugriff auf die

Entwicklungsergebnisse der Gruppe.

II. Ertrags-, Finanz- und

Vermögenslage

1. Ertragslage

Der Umsatz zu aktuellen Metallpreisen

belief sich im Jahr 2011 auf

940,4 MEUR. Dies bedeutet gegenüber

dem Vorjahr einen Umsatzanstieg

von +16,1 %, der im Wesentlichen

auf eine Belebung des Geschäfts und

einen Anstieg der Metallnotierungen

zurück zuführen ist. Der Anteil der Exportumsätze

blieb mit 61,9 % nahezu

konstant (Vorjahr: 62,0 %). Die DEL-

Notierung für Kupfer lag mit einem

Durchschnittswert von 642,01 € pro

100 kg um 11,6 % über dem Vorjahreswert

(575,04 € pro 100 kg). Der

Aluminiumpreis betrug durchschnittlich

219,09 € pro 100 kg und erhöhte

sich damit gegenüber dem letzten Jahr

um 11,0 % (Vorjahr: 197,32 € pro

100 kg).

Die Entwicklungen in den einzelnen

Bereichen und Segmenten während des

Berichtsjahres stellen sich wie folgt dar:

In der Marktlinie Utilities & Operators


Hanover lag der Umsatz sowohl

unter Vorjahr als auch unter Budget.

Gründe waren im Wesentlichen die

schwache Exportnachfrage nach

Mittelspannungs kabeln sowie die

unzureichende Inlandsnachfrage nach

Niede rspannungskabeln. Die Marktlinie

hat zwar das Vorjahresergebnis leicht

übertroffen, aber das Ergebnisziel nicht

erreicht.

Die Marktlinie Infrastructure & Industrial

Projects CNPL Moenchengladbach

konnte beim Umsatz weder das Vorjahr

noch das Budget erreichen. Maßgeblich

für diese Abweichung sind vor allem

die beiden Segmente Duotrack ® -Kabel

(fehlende Projekte) und Lichtwellenleiterkabel

(Preisverfall). Während zwar das

Vorjahres ergebnis nicht wieder erreicht

werden konnte, wurde das budgetierte

Ergebnisziel aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen

deutlich übertroffen.

In der Marktlinie Industry Moenchengladbach

lag der Umsatz sowohl unter

Vorjahr als auch unter Budget. Es wurden

zwar Umsatzsteigerungen insbe-

sondere in den Bereichen Regenerative

Energien, Öl & Gas sowie Pumpenleitungen

realisiert, diese Anstiege

wurden allerdings durch Umsatzrückgänge

bei Bergbau-, Bahn- und Steuerleitungen

sowie Kabel für den zivilen

und den militärischen Schiffsbau überkompensiert.

Auch die Erlösqualität hat

sich gegenüber Vorjahr und Budget

verschlechtert.

Die Marktlinie Industry Nuremberg

hat sowohl beim Umsatz als auch

beim operativen Ergebnis das Vorjahr

und die Planung übertroffen.

Fehlende Umsätze in den Bereichen

Sicherheitsleitungen und Photovoltaik

wurden durch höhere Umsätze

in der Automa tisierungstechnik, bei

Bahnleitungen und Fahrzeugleitungen

überkompensiert. Die unterhalb

des Jahres stark gestiegenen

Rohstoffpreise haben einen hohen

Druck auf die Deckungsbeiträge

ausgeübt. Eine besondere Herausforderung

lag in der Weitergabe

entsprechender Preissteigerungen an

die Kunden.

Der Umsatz der Marktlinie Industry

Metallurgy lag zwar unter Vorjahr,

aber über Plan. Gründe für die positive

Budgetabweichung waren eine höhere

Lieferquote in den Nexans-Konzern und

niedrigere Kupferbeistellungen durch

unsere Kunden. Das geplante Ergebnis

wurde erreicht.

In der Business Group Low HV & Submarine

MV lag der Umsatz sowohl

über Vorjahr als auch über Budget.

Gründe waren im Wesentlichen die

Abrechnung von Hochspannungs-

und Unterwasserkabelprojekten im

Ausland. Die Business Group hat

jedoch aufgrund eines ungünstigeren

Produktmixes, verschärften Preiswettbewerbs

im Markt und gestiegener

Rohmaterialkosten weder das

Vorjahres- noch das Plan ergebnis

erreicht.

Die Business Group Superconductivity

hat zwar beim Umsatz das Vorjahr

übertroffen, aber die Planung deutlich

verfehlt. Das Ergebnis blieb unter den

Erwartungen.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 11


KONZERNLAGEBERICHT

Infolge der allgemeinen Verbesserung

der gesamten Wirtschaftslage in der

Automobilindustrie und aufgrund des

Hochlaufens neuer Aufträge konnte

die Marktlinie Industry Autoelectric im

Berichtsjahr sowohl beim Umsatz als

auch beim Ergebnis die Ziele und die

Vorjahreswerte deutlich übertreffen.

Die Marktlinie Industry Confecta konnte

sich zwar beim Umsatz gegenüber Budget

steigern, aber das Vorjahr nicht wieder

erreichen. Beim Ergebnis wurden

sowohl Plan als auch Vorjahr verfehlt.

Sehr erfreulich verlief die Geschäftsentwicklung

der Marktlinie Utilities & Operators

NPAG. Diese hat beim Umsatz

und beim operativen Ergebnis sowohl

das Vorjahr als auch die Planung erheblich

übertroffen. Umsatztreiber waren

im Wesentlichen die osteuropäischen

Märkte.

Der Anteil des Materialaufwandes am

Umsatz verringerte sich gegenüber dem

Vorjahr leicht um 0,2 Prozentpunkte auf

71,5 %.

Der Personalaufwand ist gegenüber

dem Vorjahr um 13,3 MEUR gestiegen.

Neben der deutlich gestiegenen Mitarbeiterzahl

insbesondere im Bereich

Automotive aufgrund des Auf- und Ausbaus

der ausländischen Werke, wurde

der Personalaufwand durch tarifliche

Erhöhungen beeinflusst. Der durchschnittliche

Personalaufwand pro Mitarbeiter

ist gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Die Abschreibungen erhöhten sich nur

leicht von 16,0 MEUR in 2010 auf

16,1 MEUR in 2011.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen

Erträge um 24,7 MEUR ist im

Wesentlichen auf den Rückgang von

Erträgen aus Termingeschäften in Höhe

von (-15,8 MEUR) zurückzuführen.

Diese Geschäfte wurden zur Begren-

12 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

zung von Preisrisiken für die Produktionsmaterialien

Kupfer und Aluminium

abgeschlossen und dienen dem Ausgleich

von Kursschwankungen. Entsprechende

Gegenpositionen wurden

im Materialaufwand verbucht. Weiterhin

haben sich die periodenfremden

Erträge gegenüber dem Vorjahr deutlich

reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen

sind um 10,8 MEUR auf 166,3

MEUR angestiegen. Neben volumenbedingten

Erhöhungen der Aufwendungen

für Altmetall- und Transportkosten sowie

der Konzernumlage, wurden die sonstigen

betrieblichen Aufwendungen

durch Kursverluste aus Termingeschäften

(4,1 MEUR) mit der entsprechenden

Gegenposition im Materialaufwand

belastet.

Das Zinsergebnis im Berichtsjahr verbesserte

sich gegenüber dem Vorjahr leicht

auf -11,8 MEUR.

Das Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit belief sich in

2011 auf 13,7 MEUR und lag damit

22,7 MEUR unter dem Vorjahresergebnis

(36,4 MEUR). Der Rückgang resultierte

im Wesentlichen aus der Reduzierung

der sonstigen betrieblichen Erträge,

Sonderabschreibungen auf Finanzanlagen

(-2,1 MEUR) sowie aus Bewertungseffekten

im Bereich der NE-Metalle.

Insgesamt waren die Ergebnisbeiträge

der einzelnen Werke und Gesellschaften

in 2011 nicht zufriedenstellend.

Zur Verbesserung der Produktivität in

den einzelnen Bereichen wurden daher

Maßnahmen zur Umorganisation und

Restrukturierung verstärkt.

Im Geschäftsjahr 2011 belief sich das

außerordentliche Ergebnis auf -10,2

MEUR (Vorjahr: +0,4 MEUR) was im

Wesentlichen auf die Zuführung zu den

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen

zurückzuführen ist (-8,9 MEUR).

Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr

2011 betrug 1,8 MEUR (Vorjahr: 31,2

MEUR).

2. Finanzlage

Die liquiden Mittel beliefen sich zum

Bilanzstichtag auf 9,5 MEUR (Vorjahr:

5,7 MEUR).

Seit April 2010 nimmt Nexans

Deutschland GmbH an einem von

Nexans S.A. initiierten Forderungsverbriefungsprogramm

mit einer

französischen Investmentbank teil. Es

handelt sich hierbei um sogenanntes

‚echtes Factoring’, das sich durch den

Abgang der verkauften Forderungen

durch den Übergang sämtlicher

Risiken auf den Forderungskäufer

auszeichnet. Insofern kann kein Rückgriff

auf Nexans Deutschland GmbH

durch den Forderungskäufer erfolgen.

Nexans Deutschland GmbH übernimmt

den Forderungseinzug für den

Forderungskäufer und transferiert die

eingegangenen finanziellen Mittel

anschließend auch an diesen. Darüber

hinaus ist der Nexans Deutschland

Konzern in das „cash pooling-System“

der Nexans Gruppe eingebunden.

Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen

über Nexans Services S.A.,

Brüssel/Belgien. Der deutsche Konzern

verfügt damit über eine stabile

und solide Liquiditätsbasis.

3. Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr verringerte

sich die Bilanzsumme um 21,3 MEUR

auf 433,3 MEUR. Während sich

die Vorräte abzüglich der erhaltenen

Anzahlungen um 13,0 MEUR auf

140,5 MEUR erhöhten, verzeichnete

der Konzern bei den Forderungen und

sonstigen Vermögensgegenständen

eine Reduzierung von 35,3 MEUR auf

124,8 MEUR. Neben einem aktiven

Forderungsmanagement bei steigenden


Umsätzen reduzierten sich die Forderungen

aus dem Cashpooling aufgrund

einer Dividendenzahlung an den Gesellschafter

in Höhe von 20,0 MEUR.

Das Anlagevermögen reduzierte sich

um 2,9 MEUR auf 157,8 MEUR. Während

sich das Sachanlagevermögen

um 2,9 MEUR aufgrund von Erweiterungsinvestitionen

im Zuge des Ausbaus

der 1 kV-Aluminiumfertigung sowie des

Maschinenparks erhöhte, reduzierten

sich die Finanzanlagen um 4,8 MEUR.

Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen

aus einer Wertberichtigung auf

den Beteiligungswert einer afrikanischen

Tochtergesellschaft (-2,1 MEUR) sowie

aufgrund der Erstkonsolidierung einer

ausländischen Tochtergesellschaft, die in

2010 unter den Finanzanlagen ausgewiesen

wurde.

III. Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Vorgänge von besonderer

Bedeutung, die nach dem Schluss

des Geschäftsjahres eingetreten sind und

über die gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 1

HGB zu berichten wäre, liegen nicht vor.

IV. Risikobericht

Die Anforderungen des Gesetzes zur

Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich

sind im abgelaufenen

Geschäftsjahr durch regelmäßige

Informationen des Managements erfüllt

worden. Als Bestandteil des Monatsberichtes

wurden für sämtliche operativen

und zentralen Bereiche spezielle

Risikoberichte erstellt, die bei Strategie-,

Planungs- und Budgetierungsprozessen

Berücksichtigung finden.

Für die Geschäftsjahre 2012 und

2013 wurden die aus heutiger Kenntnis

abwägbaren Risiken und Chancen in

der jeweiligen Planung berücksichtigt.

Allerdings könnte die Entwicklung

und Unsicherheit an den Finanz- und

Realmärkten zu einer Erhöhung der

Risiken aufgrund der Verschlechterung

der konjunkturellen Entwicklung mit

entsprechenden Auswirkungen auf die

wirtschaftliche Situation unserer Kunden

führen. Hierzu zählt insbesondere

auch eine Verknappung der Rohstoffe

mit entsprechenden Auswirkungen auf

Lieferungen und Preise. Daraus resultierende

negative Auswirkungen auf das

Nachfrageverhalten und damit auch

auf Umsatz und Ergebnis können nicht

abschließend beurteilt werden.

Zu den Risiken im Vertriebsbereich

zählen die nicht auszuschließende Verschärfung

des Wettbewerbs auf den

deutschen und internationalen Märkten,

insbesondere bei Energiekabeln und

Standardleitungen. Hier ist zu erwähnen,

dass große Kunden im Bereich

Energietechnik von den Auswirkungen

der Energiewende (Ausstieg aus der

Kernenergie) betroffen sind. Dies zwingt

diesen Kundenkreis die Ausgaben zu

reduzieren und könnte mittelfristig auch

zu Rückgängen der Investitionen führen.

Weitere Risiken ergeben sich für die ND

aus der Abwicklung von Großprojekten.

Darüber hinaus könnten sich Risiken

durch die Investitionszurückhaltung bei

den Abnehmern sowie durch veränderte

Konzernstrategien mit negativen Rückwirkungen

auf unsere Kunden ergeben.

Grundsätzlich ergäben sich hieraus

auch Chancen bei einer positiven Entwicklung

des Gesamtmarktes.

Im Umweltbereich bestehen bekannte

Risiken auf den Grundstücken des ehemaligen

Werkes in Duisburg aufgrund von

Bodenbelastungen. Hierfür wurden Rückstellungen

bereits in Vorjahren gebildet.

Ein erhebliches, direkt kostenwirksames

Risiko stellen die Rohstoffverfügbarkeit

und -preise dar. Das Beschaffungsrisiko

betrifft insbesondere Isolier- und Mantelmaterialien

für die Kabelfertigung (wie

z. B. Polyethylene oder Fluorpolymere) mit

teilweiser Abhängigkeit vom Rohölpreis

und dessen Beeinflussung durch mögliche

weltpolitische Entwicklungen. Ein Preisrisiko

besteht zudem in vielen indirekten

Bereichen (wie z. B. bei Holz- und Stahlpreisen)

oder beim Diesel kraftstoff im

Hinblick auf Frachtkosten. Darüber hinaus

sind weitere Energie kostenerhöhungen im

Zuge der Umsetzung des Erneuerbare-

Energien-Gesetzes (EEG) wahrscheinlich.

Sollte es zu diesen Kostenerhöhungen

kommen, steht zu befürchten, dass

diese – wie in der Vergangenheit – nur

bedingt und nicht zeitnah an den Markt

weitergegeben werden können. Bei Rohstoffpreisminderungen

besteht umgekehrt

die Gefahr, dass diese vom Wettbewerb

als Rabatte genutzt werden mit entsprechenden

Auswirkungen auf das Geschäft.

Beide Fälle hätten eine Beeinträchtigung

der Ergebnisse zur Folge.

Die vorstehend genannten Risiken

basieren auf Annahmen und Schätzungen

heutigen Kenntnisstandes. Neue

Markterkenntnisse und daraus resultierende

Veränderungen fließen kontinuierlich

in die Bewertung ein.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 13


KONZERNLAGEBERICHT

14 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

Soweit wirtschaftlich sinnvoll erfolgt eine

Übertragung ausgewählter Risiken auf

Versicherungsunternehmen. Aufgrund

der Geschäftstätigkeit Kabelproduktion

und -vertrieb bestehen Währungsrisiken

und Preisrisiken hinsichtlich Terminierung

und Erwerb von Kupfer und Aluminium

als Produktionsmaterial sowie hinsichtlich

des anschließenden Verkaufs in

den Endprodukten. Da Preisrisiken nicht

vollständig in den Markt weitergegeben

werden können, verbleibt ein Restrisiko

im Unternehmen. Zu dessen Begrenzung

werden Termingeschäfte abgeschlossen.

Der Abschluss der Verträge

erfolgt ausschließlich auf der Basis

vorhandener Aufträge bzw. durch konkrete

Planungen unterlegter Geschäfte.

Zur Reduzierung von Währungsrisiken

aus Fremdwährungsforderungen und

-verbindlichkeiten werden Devisentermingeschäfte

abgeschlossen. Sämtliche

Geschäfte dieser Art sind in sich

geschlossen. Im Hinblick auf ein striktes

Risikomanagement werden Derivate

nur zur Reduzierung von Risiken in Verbindung

mit dem operativen Geschäft

abgeschlossen.


V. Prognosebericht

Die konjunkturelle Erholung nach der

zurückliegenden Wirtschafts- und

Finanzkrise hat sich im vierten Quartal

2011 wieder deutlich abgeschwächt.

Insbesondere die derzeitigen Diskussionen

an den europäischen Finanz- und

Kapitalmärkten führen zu großen Unsicherheiten

hinsichtlich der Währungs-

und Preisstabilität. Verlässliche Aussagen

über die weitere Entwicklung der Gesellschaft

sind daher nur eingeschränkt

möglich.

In den Folgejahren plant die Gesellschaft

einen weiteren Ausbau der

bereits in den Vorjahren ergriffenen

Maßnahmen zur Intensivierung des Projektgeschäfts

insbesondere im Bereich

Energietechnik. Im Bereich der Industrieanwendungen

werden die eingeleiteten

Maßnahmen zur Kostenreduzierung

und Produktivitätsoptimierung weiter

verfolgt. Besonderes Augenmerk wird

die Gesellschaft auch auf den Ausbau

der Aktivitäten mit supraleitenden

Kabeln legen.

Für das Geschäftsjahr 2012 rechnen

wir mit einer leichten Erhöhung

des Umsatzvolumens. Aufgrund von

Sondereffekten in 2011 und der volatilen

Materialpreise, insbesondere bei

Kupfer, erweist sich eine verlässliche

Schätzung der zukünftigen Ergebnisse

als schwierig. Bei unveränderten Rahmenbedingungen

gehen wir von einem

operativen Ergebnis auf dem Niveau

von 2011 aus.

Mittelfristig erwarten wir eine konjunkturelle

Belebung des Geschäftes mit

entsprechenden Auswirkungen auf

Umsatz und operatives Ergebnis. Positive

Auswirkungen auf die Produktivität

und damit auf die Wettbewerbssituation

werden durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen

zur Produktivitätserhöhung

erwartet. Aussagen über die

Auswirkung auf die zukünftige Kapazitätssituation

sind dabei aus heutiger

Sicht schwer abzuschätzen.

Insgesamt wird für den Teilkonzern von

einer leicht angespannten Situation ausgegangen.

Daher sind auch für die Fol-

gejahre weitere begleitende Maßnahmen

zur Kostenreduktion geplant.

Falls es aufgrund der konjunkturellen

Entwicklung zu einer deutlichen Verlangsamung

bzw. einer Verschärfung der

gesamtwirtschaftlichen Situation kommen

sollte, werden weitere Maßnahmen

zur Anpassung der Kapazität eingeleitet

werden müssen.

Die Geschäftsführung

31. Januar 2012

Christof Barklage

Dr. Holger Fastabend

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 15


IN ZAHLEN

16 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

Konzernabschluss


GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 17


IN ZAHLEN

Konzernbilanz

NEXANS DEUTSCHLAND GMBH, HANNOVER

Aktiva

zum 31. Dezember

A Anlagevermögen

18 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

2011 2010

Anhang TEUR TEUR TEUR

I Immaterielle Vermögensgegenstände (6) 3.884 4.878

II Sachanlagen (6) 143.404 140.456

III Finanzanlagen (7) 10.547 15.357

B Umlaufvermögen

157.835 160.691

I Vorräte (8) 164.676 146.133

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ­24.174 ­18.646

II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (9)

140.502 127.487

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 77.387 76.920

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39.451 75.507

3. Übrige Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

7.992 7.670

124.830 160.097

III Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.473 5.664

274.805 293.248

C Rechnungsabgrenzungsposten (10) 190 198

D Aktiver Unterschiedsbetrag aus der

Vermögensverrechnung

(11) 464 478

Summe Aktiva 433.294 454.615


Passiva

zum 31. Dezember

A Eigenkapital

2011 2010

Anhang TEUR TEUR TEUR

I Gezeichnetes Kapital (12) 114.000 114.000

II Kapitalrücklage (13) 5.392 5.392

III Bilanzgewinn 26.198 46.202

IV Geschäfts­ oder Firmenwert in Vorjahren

von der Kapitalrücklage abgesetzt

B Rückstellungen (14)

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche

Verpflichtungen

(13) ­6.497 ­6.497

139.093 159.097

180.206 183.279

2. Steuerrückstellungen 3.490 6.568

3. Sonstige Rückstellungen 61.328 56.619

C Verbindlichkeiten (15)

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen

2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen

245.024 246.466

36.604 36.822

4.192 2.403

3. Übrige Verbindlichkeiten 8.381 9.827

49.177 49.052

Summe Passiva 433.294 454.615

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 19


IN ZAHLEN

Konzern-Gewinn-

und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

NEXANS DEUTSCHLAND GMBH, HANNOVER

20 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

2011 2010

Anhang TEUR TEUR

1. Umsatzerlöse (20) 940.442 809.805

2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 17.163 26.947

3. Andere aktivierte Eigenleistungen 70 56

4. Sonstige betriebliche Erträge (21) 102.305 127.053

5. Materialaufwand (22)

a) Aufwendungen für Roh­, Hilfs­ und Betriebsstoffe und

für bezogene Waren

­642.338 ­550.224

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen ­30.196 ­30.222

6. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter ­147.888 ­137.769

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

und für Unterstützung

7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen

­31.738 ­28.584

­16.143 ­15.954

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (23) ­166.256 ­155.486

9. Beteiligungsergebnis (24) 2.204 2.810

10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (25) 36 97

11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (25) 240 327

12. Abschreibungen auf Finanzanlagen ­2.112 0

13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (25) ­12.044 ­12.475

14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 13.745 36.381

15. Außerordentliches Ergebnis (26) ­10.175 358

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (27) ­756 ­4.579

17. Sonstige Steuern (27) ­985 ­918

18. Jahresüberschuss 1.829 31.242

19. Ergebnisvortrag 46.202 14.504

20. Gewinnausschüttungen aus Vorjahren ­20.000 0

21. Veränderung des Ergebnisvortrags aus Währungsumrechnung ­1.270 1.450

22. Veränderung des Ergebnisvortrags aus Erstkonsolidierung ­563 ­994

23. Bilanzgewinn 26.198 46.202


Konzern-

Kapitalflussrechnung

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

2011 2010

Mio Euro Mio Euro

Periodenergebnis 1,8 31,3

Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (­) auf Gegenstände des Anlagevermögens 17,4 17,7

Zunahme (+)/Abnahme (­) der Rückstellungen ­1,4 ­16,1

Gewinn (­)/Verlust (+) aus Anlageabgängen 0,1 ­0,3

Zunahme (­)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva ­16,1 ­60,2

Zunahme (+)/Abnahme (­) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 0,1 ­2,4

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,9 -30,0

2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1,2 1,9

Auszahlungen (­) für Investitionen in das Sachanlagevermögen ­14,9 ­14,7

Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0,1 0,0

Auszahlungen (­) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen ­0,3 ­0,5

Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens ­0,1 0,2

Auszahlungen (­) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen ­1,1 ­2,2

Einzahlungen (+) aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0,5 1,0

Cashflow aus der Investitionstätigkeit -14,6 -14,3

3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Auszahlungen (­) an Unternehmenseigner ­20,0 0,0

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -20,0 0,0

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds ­32,7 ­44,3

Wechselkurs­, konsolidierungskreis­ und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds ­1,8 0,4

Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 59,4 103,3

Finanzmittelfonds am Ende der Periode 24,9 59,4

5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds

Guthaben auf dem Verrechnungskonto NEXANS Services, Central Treasury 15,4 53,8

Liquide Mittel 9,5 5,6

Finanzmittelfonds am Ende der Periode 24,9 59,4

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 21


IN ZAHLEN

Entwicklung des

Anlagevermögens

NEXANS DEUTSCHLAND GMBH, HANNOVER

Immaterielle

Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene

Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte

22 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

01.01.2011 Wechsel­

kursbedingte

Anpassung

Zugänge Anwachsung Abgänge Umbuchungen 31.12.2011

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

16.290 2 323 7 127 0 16.495

Geschäfts­ oder Firmenwert 8.809 0 0 0 0 0 8.809

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücks ­

gleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf

fremden Grundstücken

Technische Anlagen und

Maschinen

Andere Anlagen, Betriebs­

und Geschäftsausstattung

Geleistete Anzahlungen

und Anlagen im Bau

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen

Unternehmen

Ausleihungen an verbundene

Unternehmen

25.099 2 323 7 127 0 25.304

218.026 ­565 2.886 0 1.188 17 219.176

263.714 ­252 6.392 3.022 3.873 368 269.371

63.433 203 4.227 950 1.044 73 67.842

929 0 1.985 0 0 ­458 2.456

546.102 -614 15.490 3.972 6.105 0 558.845

11.961 0 1.003 ­501 0 0 12.463

3.464 0 22 ­3.464 0 0 22

Beteiligungen 5.561 0 128 0 0 0 5.689

Sonstige Ausleihungen 34 0 12 0 12 0 34

21.020 0 1.165 -3.965 12 0 18.208

Anlagevermögen 592.221 -612 16.978 14 6.244 0 602.357


Abschreibungen Restbuchwerte

01.01.2011 Zugänge Anwachsung Abgänge Zuschreibungen/

Wechselkurs-

31.12.2011 31.12.2011 31.12.2010

bedingte Anpassung

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

15.279 615 2 14 1 15.883 612 1.011

4.942 595 0 0 0 5.537 3.272 3.867

20.221 1.210 2 14 1 21.420 3.884 4.878

141.531 2.959 0 757 ­270 143.463 75.713 76.495

212.052 8.521 308 3.150 ­483 217.248 52.123 51.662

52.063 3.453 178 889 ­75 54.730 13.112 11.370

0 0 0 0 0 0 2.456 929

405.646 14.933 486 4.796 -828 415.441 143.404 140.456

5.650 2.113 0 115 0 7.648 4.815 6.311

0 0 0 0 0 0 22 3.464

13 0 0 0 0 13 5.676 5.548

0 0 0 0 0 0 34 34

5.663 2.113 0 115 0 7.661 10.547 15.357

431.530 18.256 488 4.925 -827 444.522 157.835 160.691

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 23


IN ZAHLEN

Entwicklung des

Konzerneigenkapitals

NEXANS DEUTSCHLAND GMBH, HANNOVER

24 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage

Geschäfts­ oder Firmenwert

in Vorjahren von der

Kapitalrücklage abgesetzt

TEUR TEUR TEUR

31.12.2009 114.000 5.392 -6.497

Konzern­Jahresüberschuss/­fehlbetrag

übriges Konzernergebnis

Konzerngesamtergebnis 0 0 0

31.12.2010 114.000 5.392 -6.497

Konzern­Jahresüberschuss/­fehlbetrag

Gezahlte Dividende

übriges Konzernergebnis

Konzerngesamtergebnis 0 0 0

31.12.2011 114.000 5.392 -6.497


Erwirtschaftetes

Konzern­Eigenkapital

kumuliertes übriges Konzernergebnis

Ausgleichsposten aus der

Fremdwährungsumrechnung

andere neutrale

Transaktionen Konzerneigenkapital

TEUR TEUR TEUR TEUR

10.609 122 3.773 127.399

31.242 31.242

1.450 ­994 456

31.242 1.450 -994 31.698

41.851 1.572 2.779 159.097

1.829 1.829

­20.000 ­20.000

­1.270 ­563 ­1.833

-18.171 -1.270 -563 -20.004

23.680 302 2.216 139.093

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 25


IN ZAHLEN

26 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

Konzernanhang


GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 27


KONZERNANHANG

Konzernanhang für 2011

NEXANS DEUTSCHLAND GMBH, HANNOVER

Die nachstehenden Erläuterungen

betreffen den Konzernabschluss der

Nexans Deutschland GmbH (ND).

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen

Gesellschaften wurden nach den

Vorschriften des Handelsgesetzbuches

(HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung

wurde das Gesamtkostenverfahren

gewählt. Um eine größere

Klarheit der Darstellung zu erreichen,

sind einige Posten der Bilanz und der

Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst

ausgewiesen worden. Die

Wertangaben erfolgen in Tausend

EURO.

(1) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben

der ND 12 inländische und 11

ausländische Gesellschaften einbezogen,

an denen die ND unmittelbar

oder mittelbar Mehrheitsbeteiligungen

hält. In 2011 wurde eine ausländische

Gesellschaft erstmalig in

den Konzernabschluss einbezogen.

Ferner wird ein assoziiertes Unternehmen

nach der Equity-Methode

gemäß § 312 HGB bewertet. Einige

Tochterunternehmen und assoziierte

Unternehmen von untergeordneter

Bedeutung wurden nicht konsolidiert.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen

Gesellschaften sind in einer

Aufstellung enthalten, die als Anlage

zum Anhang im elektronischen

Bundesanzeiger veröffentlicht ist. In

einigen Fällen wurde von der Schutzklausel

gemäß § 313 Abs. 3 HGB

Gebrauch gemacht.

(2) Konsolidierungsmethoden

Die Abschlüsse der einbezogenen

Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag

des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die in den Konzernabschluss

übernommenen Vermögensgegenstände

und Schulden der einbezoge-

28 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

nen Gesellschaften werden einheitlich

nach den unter (3) beschriebenen

Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Sofern die in den Jahresabschlüssen

angewandten Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden von diesen

Grundsätzen abweichen, werden

bei den wesentlichen Abweichungen

Anpassungen vorgenommen.

Die Kapitalkonsolidierung und die

Bewertung nach der Equity-Methode

werden in Form der Buchwertmethode

durchgeführt, sofern die Gesellschaften

bis 2009 in den Konsolidierungskreis

der ND aufgenommen worden

sind. Dieser Methode entsprechend

werden die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung

gültigen Buchwerte

der Beteiligungen gegen das anteilige

Eigenkapital saldiert. Ab 2010

erstmalig in den Konzernabschluss

einbezogene Gesellschaften werden

gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode

berücksichtigt.

Demnach wird zunächst das Eigenkapital

des erstmalig zu konsolidierenden

Tochterunternehmens zu Zeitwerten

neu bewertet und im Anschluss

anteilig mit dem Beteiligungsbuchwert

verrechnet.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge

sowie Ausleihungen, Forderungen,

Verbindlichkeiten und Rückstellungen

zwischen den einbezogenen Gesellschaften

werden eliminiert.

Es erfolgt keine Eliminierung von

Zwischenergebnissen, da sie für die

Vermittlung eines den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechenden Bildes

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

des Konzerns von untergeordneter

Bedeutung ist.

(3) Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Immaterielle Vermögensgegenstände

umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte

(Goodwill), Patente, Software,

Lizenzen und ähnliche Rechte. Die

immateriellen Vermögensgegenstände

mit begrenzter Nutzungsdauer werden

zu Anschaffungskosten bilanziert

und abhängig von ihrer geschätzten

Nutzungsdauer planmäßig linear

abgeschrieben.

Die aus vorjährigen Kapitalkonsolidierungen

resultierenden Geschäfts- oder

Firmenwerte wurden nach teilweiser

Verrechnung mit den Rücklagen im Jahr

1999 außerplanmäßig abgeschrieben.

Der sich aus der Erstkonsolidierung

der Nexans Power Accessories

Germany GmbH im Geschäftsjahr

2002 ergebende Geschäfts- oder

Firmenwert wird planmäßig über die

voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der im Geschäftsjahr 2006

erworbene Fremdanteil an GPH Tschechien

(10 %) wird auf die Restnutzungsdauer

von 10 Jahren verteilt planmäßig

abgeschrieben.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten

erhöhten sich im Geschäftsjahr 2011

um TEUR 2.331 auf TEUR 21.285.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten

werden gemäß § 248 Abs. 2 HGB

ergebniswirksam erfasst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs-

oder Herstellungskosten abzüglich

Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten

der selbsterstellten Anlagen

enthalten neben den direkt zurechenbaren

Kosten auch anteilige Gemeinkosten

sowie Abschreibungen; Zinsen

werden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen

wird grundsätzlich linear

abgeschrieben. Bei voraussichtlich


dauernder Wertminderung werden

außerplanmäßige Abschreibungen

vorgenommen. Die Abschreibungssätze

richten sich nach der betriebsgewöhnlichen

Nutzungsdauer der

jeweiligen Anlagengruppe.

Die im Rahmen der Erstkonsolidierung

offengelegten Reserven von Gebäuden

werden über 15 Jahre abgeschrieben;

die lineare Abschreibung

der technischen Anlagen und Maschinen

richtet sich nach der Restnutzungsdauer

der jeweiligen Anlagen.

Finanzanlagen

Assoziierte Unternehmen sind

Unternehmen, bei denen ND einen

maßgeblichen Einfluss auf deren

Geschäfts- und Finanzpolitik ausüben

kann (im Wesentlichen durch mittel-

oder unmittelbare Stimmrechtsanteile

von 20 % bis 50 %). Ein assoziiertes

Unternehmen wird in den Konzernabschluss

nach der Equity-Methode

einbezogen, vier weitere assoziierte

Unternehmen werden wegen Unwesentlichkeit

nicht einbezogen.

Der Buchwert der nach der Equity-

Methode bilanzierten Beteiligung

(Stimmanteil 36,63 %) wird um das

anteilige Ergebnis dieser Gesellschaft

fortgeschrieben. Finanzielle Verpflichtungen

gegenüber diesem Unternehmen

bestehen zum Bilanzstichtag

nicht. Die übrigen Beteiligungen werden

zu Anschaffungskosten bzw. bei

voraussichtlich dauernder Wertminderung

zu niedrigeren Werten bewertet.

Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten

angesetzt, erkennbaren

Risiken wird durch außerplanmäßige

Abschreibungen Rechnung getragen.

Vorräte

Bei der Ermittlung der Vorräte

wurden die Materialbereitstellungen

von Kunden als Fremdwaren vom

aufgenommenen Bestand abgesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen

werden, soweit zulässig, gemäß

§ 268 Absatz 5 HGB offen von

dem Posten „Vorräte“ gekürzt. Die

Bewertung der Vorräte erfolgt zu

Anschaffungs- oder Herstellungskosten

oder niedrigeren Börsen- oder

Marktpreisen bzw. beizulegenden

Werten nach § 253 Absatz 4

HGB. Die NE (Nicht-Eisen)-Metallbestände

an Kupfer, Blei und Aluminium

werden grundsätzlich gemäß

der gewichteten Durchschnittskursmethode

(WAC-Methode) sowie

unter Berücksichtigung eines niedrigeren

Marktpreises bewertet.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 29


KONZERNANHANG

In die Herstellungskosten werden

neben den direkt zurechenbaren

Fertigungskosten auch Fertigungs- und

Materialgemeinkosten des Produktionsbereiches

sowie anteilige Abschreibungen

auf das Anlagevermögen

einbezogen. Der Grundsatz der verlustfreien

Bewertung wurde beachtet.

Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände sowie

liquide Mittel

Die Bewertung der Forderungen, der

sonstigen Vermögensgegenstände

sowie der liquiden Mittel erfolgt zum

Nennwert. Forderungen mit erkennbaren

Einzelrisiken werden wertberichtigt.

Darüber hinaus werden für das

allgemeine Kreditrisiko, Skontoabzüge

und Nebenkosten Pauschalwertberichtigungen

berücksichtigt.

Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen werden

30 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

versicherungsmathematisch unter

Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten

(Heubeck 2005 G)

nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren

(Projected-Unit-Credit-Methode)

ermittelt. Bei der Berechnung werden

zukünftig erwartete Gehalts- und

Rentensteigerungen sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten

berücksichtigt.

Der zugrunde gelegte Rechnungszins

für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung

zum 31.12.2011

beträgt 5,13 %.

Rückdeckungsversicherungsansprüche

werden auf Basis der Mitteilung durch

den Versicherer mit dem jeweiligen

Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Verpflichtungen aus Pensionen

und ähnliche Verpflichtungen (Altersteilzeit)

werden mit den Vermögensgegenständen,

die ausschließlich der

Erfüllung der Altersversorgungs- und

ähnlichen Verpflichtungen dienen und

dem Zugriff fremder Dritter entzogen

sind (sog. Deckungsvermögen), ver-

rechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen,

verpfändeten und insolvenzgesicherten

Deckungsvermögens

erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Steuerrückstellungen und sonstige

Rückstellungen

Rückstellungen für Steuern, ungewisse

Verbindlichkeiten und drohende

Verluste aus schwebenden Geschäften

sowie Restrukturierungsaufwendungen

werden in Höhe der voraussichtlichen

Inanspruchnahme angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem

Erfüllungsbetrag angesetzt.

(4) Steuerliche

Bilanzierungseinflüsse

Im Konzernabschluss werden die

von inländischen Gesellschaften in

Anspruch genommenen steuerlich

zulässigen Abschreibungen eliminiert.

Die künftigen Steuerbelastungen

daraus verteilen sich über mehrere

Jahre und sind von untergeordneter

Bedeutung.

(5) Währungsumrechnung

Fremdwährungspositionen werden

am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs

bewertet. Einzelkurssicherungsmaßnahmen

werden im

Rahmen von Devisentermingeschäften

vorgenommen. Bei Devisentermingeschäften

handelt es sich grundsätzlich

um geschlossene Positionen. Bilanzpositionen

ausländischer Konzerngesellschaften

werden erfolgsneutral

zu Stichtagskursen, Aufwands- und

Ertragspositionen ergebniswirksam

zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Eigenkapital wird zum

historischen Kurs der erstmaligen Einbeziehung

in den Konzernabschluss

umgerechnet.


Erläuterungen zur Bilanz

(6) Sachanlagen

und immaterielle

Vermögensgegenstände

Die Entwicklungen der Bruttowerte

und Abschreibungen des Anlagevermögens

sind aus dem Anlagespiegel

ersichtlich.

(7) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen überwiegend

Anteile an nicht konsolidierten

verbundenen Unternehmen sowie eine

At-Equity bewertete Gesellschaft.

(8) Vorräte

31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR

Roh­, Hilfs­ und Betriebsstoffe 51.770 49.457

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 48.446 50.235

Fertige Erzeugnisse und Waren 64.460 45.508

Geleistete Anzahlungen 0 933

Die Auswirkung des niedrigeren WAC-Wertansatzes bei NE-Metallen auf das

Jahresergebnis gegenüber dem Tageskurs gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB

beträgt TEUR 232 (Vorjahr: TEUR 13.706).

(9) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen Unternehmen, mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

164.676 146.133

31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR

53 63

Sonstige Vermögensgegenstände 7.939 7.607

7.992 7.670

31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR

Sonstige Vermögensgegenstände 1.715 1.760

Übrige Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände setzen sich

zusammen aus:

Forderungen mit einer Restlaufzeit von

mehr als einem Jahr betragen:

Die Forderungen gegen verbundene

Unternehmen resultieren im

Wesentlichen aus Finanzgeschäften

mit Nexans Services S.A. / Belgien

sowie aus in- und ausländischen

Beteiligungsgesellschaften des

Nexans-Konzerns.

Unter dem Posten „Sonstige Vermögensgegenstände“

werden Forderungen

erfasst, die nicht im Zusammenhang

mit dem üblichen Lieferungs- und

Leistungsverkehr stehen. Sie enthalten

überwiegend Rückdeckungsansprüche

gegen Versicherungsunternehmen

und Steuerforderungen. Das Wertguthaben

aus Altersteilzeitverpflichtungen

(TEUR 2.619, Vorjahr: TEUR 2.719)

sowie die Forderung aus dem Rückdeckungsanspruch

bei der Allianz

(deferred compensation) in Höhe von

TEUR 3.599 (Vorjahr: TEUR 3.333)

wurden mit den dazugehörigen Rückstellungen

verrechnet.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 31


KONZERNANHANG

(10) Rechnungs -

abgrenzungsposten

Bei den Rechnungsabgrenzungsposten

handelt es sich im Wesentlichen

um bereits geleistete Zahlungen für

Wartungsverträge.

(11) Aktiver Unterschiedsbetrag

aus der

Vermögensverrechnung

Aufgrund der Vermögensverrechnung

von Altersteilzeitverpflichtungen mit

dem beizulegenden Zeitwert des

vorhandenen Deckungsvermögens bei

der Commerzbank ist im laufenden

Geschäftsjahr ein aktiver Unterschiedsbetrag

aus der Vermögensverrechnung

in Höhe von TEUR 464 (Vorjahr:

TEUR 478) entstanden.

(12) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der ND

blieb im Geschäftsjahr 2011

unverändert.

Alleinige Gesellschafterin ist

die Nexans Participations S.A.,

Frankreich.

(13) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält überwiegend

Aufgelder aus Sacheinlagen

in die ND im Zusammenhang mit

Kapitalerhöhungen nach teilweiser

Verrechnung mit dem Unterschiedsbetrag

aus der Erstkonsolidierung zum

1.1.1993. Der in Vorjahren von der

Kapitalrücklage abgesetzte Geschäftsoder

Firmenwert wird in Höhe von

TEUR -6.497 in einer gesonderten

Eigenkapitalposition (IV.) ausgewiesen.

32 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

(14) Rückstellungen

Der Verpflichtungszuwachs im

Geschäftsjahr 2011 wurde in voller

Höhe zugeführt. Der zurückgestellte

Betrag entspricht der Verpflichtung

gemäß versicherungsmathematischen

Gutachten.

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen

im Rahmen des BilMoG zum

01. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz)

ergab sich ein Zuführungsbetrag

im Vergleich zum alten Ansatz

zum 31. Dezember 2009 von TEUR

49.251. Die Gesellschaft macht von

dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1

Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt

den Aufwand aus der Umstellung linear

über einen Zeitraum von maximal 15

Jahren. Im Geschäftsjahr 2011 wurden

TEUR 3.285 als außerordent licher Aufwand

erfasst. Die Forderungen aus den

Rück deckungsansprüchen bei der Allianz

(deferred compensation) wurden

mit den dazugehörigen Rückstellungen

verrechnet.

31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR

Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen 222.585 228.896

BilMoG­Unterschiedsbetrag

(13/15, Vorjahr: 14/15)

Rückstellungen pensionsähnlicher Verpflichtungen

(deferred compensation)

Rückdeckungsanspruch Allianz (deferred

compensation)

Rückstellung pensionsähnlicher Verpflichtungen

(Sterbegelder)

(42.683) (45.968)

3.599 3.333

(3.599) (3.333)

304 351

180.206 183.279

Die sonstigen Rückstellungen enthalten

im Wesentlichen Rückstellungen

für Vorsorge im Zusammenhang mit

Restrukturierungsmaßnahmen im

Konzern, Drohverluste, ausstehende

Rechnungen, Aufwendungen für

Gewährleistungen sowie für Erlösschmälerungen

und Boni.

Das vorhandene Wertguthaben für

Altersteilzeitverpflichtungen bei der

Commerzbank in Höhe von TEUR

2.619 (Vorjahr: TEUR 2.719) wurde

mit den Altersteilzeitverpflichtungen

verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der

Altersteilzeitverpflichtungen beträgt

zum 31.12.2011 TEUR 4.539 (Vorjahr:

TEUR 4.903).


(15) Verbindlichkeiten

Übrige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Sonstige Verbindlichkeiten

­ davon aus Steuern

­ davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht

31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR

252 294

8.129

(2.378)

(2.205)

9.533

(1.934)

(2.427)

8.381 9.827

31.12.2011 31.12.2010

bis 1 Jahr 1 bis

5 Jahre

Über

5 Jahre

bis 1 Jahr 1 bis

5 Jahre

Über

5 Jahre

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

36.604 0 0 36.822 0 0

4.192 0 0 2.403 0 0

252 0 0 294 0 0

Sonstige Verbindlichkeiten 7.728 382 19 8.812 680 41

48.776 382 19 48.331 680 41

(16) Haftungsverhältnisse

Es bestanden zum Bilanzstichtag

keine Haftungsverhältnisse.

(17) Angaben zu außerbilanziellen

Verpflichtungen

Im ND-Konzern bestehen Operating-

Lease-Verträge im Wesentlichen über

die Anmietung und Nutzung von

Gabelstaplern, PKW und Werkzeugmaschinen.

Das rechtliche und

wirtschaftliche Eigentum wird hierbei

nicht dem ND-Konzern zugerechnet,

sondern liegt bei den jeweiligen

Vermietern, so dass im ND-Konzern

daraus weder eine Finanzmittelbindung

bei Zugang noch ein Vermarktungsrisiko

nach Rückgabe erwächst.

Mit ausgewählten Kunden werden

zum Zweck der Absatzförderung

Konsignationslager unterhalten, die

wirtschaftlich und rechtlich dem ND-

Konzern zugerechnet werden. Auf

dem Gebiet der Materialbeschaffung

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 33


KONZERNANHANG

unterhalten einige Lieferanten Rohstoffkonsignationslager,

die aufgrund

der permanenten Warenverfügbarkeit

sowie der Berechnung und Zahlung

nach Warenentnahme zur Bestands-

und Liquiditätsoptimierung genutzt

werden.

Zum Zweck der Liquiditätsoptimierung

besteht bei ND ein Vertrag über den

Verkauf und die Verbriefung von Kundenforderungen

aus Lieferungen und

Leistungen. Es handelt sich hierbei um

sogenanntes „echtes Factoring“, das

sich durch den Übergang sämtlicher

Risiken auf den Forderungskäufer auszeichnet.

Es erfolgt kein Rückgriff auf

die ND durch den Käufer. ND übernimmt

den Forderungseinzug sowie

anschließenden Transfer finanzieller

Mittel an den Käufer.

(18) Sonstige finanzielle

Verpflichtungen

34 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR

Bestellobligo aus Anlageninvestitionen 3.272 1.178

Verpflichtungen aus langfristigen Miet­ und

Leasingverträgen

(19) Derivative

Finanzinstrumente

Zur Absicherung der Risiken aus

Aluminium, Blei und Kupfer werden

entsprechende Sicherungsgeschäfte

durchgeführt.

Zum 31.12.2011 bestehen an der

London Metal Exchange offene Kontrakte

für Aluminium, Blei und Kupfer.

Die offenen Aluminiumkontrakte Kauf

für 950 Tonnen haben einen Nominalwert

von TEUR 1.442, die offenen

Bleikontrakte Kauf für 175 Tonnen

haben eine Nominalwert von TEUR

278 und die offenen Kupferkontrakte

Kauf für 6.050 Tonnen haben einen

Nominalwert von TEUR 34.583.

Offene Kontrakte für Verkäufe für

Aluminium, Blei oder Kupfer lagen

zum 31.12.2011 nicht vor. Der

5.019 5.833

8.291 7.011

Zeitwert der Sicherungsgeschäfte

beträgt TEUR 1.471 für Aluminium,

TEUR 273 für Blei und für Kupfer

TEUR 35.482. Bei diesen Geschäften

handelt es sich ausschließlich um

Sicherungsgeschäfte.

Bei den währungsbezogenen

Geschäften handelt es sich zum einen

um Verkaufs-Devisentermingeschäfte

in Höhe von TUSD 10.175, TPLN

3.200, TNGN 105.679 und TGBP

150. Diese Devisentermingeschäfte

beziehen sich auf Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen sowie ein

kurzfristiges Darlehen an ein verbundenes

Unternehmen und haben zum

31.12.2011 einen zum abgesicherten

Kurs umgerechneten Zeitwert in

Höhe von TEUR 9.241. Zum anderen

bestehen Kauf-Devisentermingeschäfte

in Höhe von TUSD 700 und TGBP

61. Diese Devisentermingeschäfte

beziehen sich auf Verbindlichkeiten

aus Lieferungen und Leistungen und

haben zum 31.12.2011 einen zum

abgesicherten Kurs umgerechneten

Zeitwert in Höhe von TEUR 615.

Es handelt sich bei den zugrunde

liegenden Geschäften um geschlossene

Positionen. Der Kontrahent im

Derivategeschäft per 31.12.2011 ist

ausschließlich Nexans Services S.A.,

Brüssel, Belgien.


Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und sonstige Angaben

(20) Umsatzerlöse

2011 2010

TEUR TEUR

Inland 358.387 307.661

Ausland 582.055 502.144

(21) Sonstige betriebliche

Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge

enthalten im Wesentlichen Erträge aus

Material- und Altmaterialverkäufen,

Erträge aus weiterberechneten Kosten

sowie Erträge aus der Auflösung

von Rückstellungen. Insgesamt sind

periodenfremde Erträge in Höhe von

TEUR 4.549 (Vorjahr: TEUR 10.642)

angefallen. Erträge aus der Währungsumrechnung

von Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen sowie

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen zum Bilanzstichtag betragen

TEUR 544.

(22) Materialaufwand

Innerhalb des Materialaufwands des

Vorjahres wurde eine Umgliederung

vorgenommen (Aufwendungen für

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für

bezogene Waren: TEUR +12.453;

Aufwendungen für bezogene Leistungen:

TEUR -12.453).

(23) Sonstige betriebliche

Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen

werden im Wesentlichen

Einstandskosten der Material- und

Schrottverkäufe, Aufwendungen aus

Transport, Instandhaltung, Umlagen

des Nexans-Konzerns, Miete, Pacht

und Leasing, Provisionen sowie

Gewährleistungen erfasst. Insgesamt

940.442 809.805

sind periodenfremde Aufwendungen

von TEUR 318 (Vorjahr: TEUR 358)

angefallen. Aufwendungen aus der

Währungsumrechnung von Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen

sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen zum Bilanzstichtag

betragen TEUR 139.

(24) Beteiligungsergebnis

Erträge aus Beteiligungen

­ davon aus verbundenen Unternehmen

Ergebnisse assoziierter Unternehmen

(Equity­Methode)

2011 2010

TEUR TEUR

869

(598)

302

(105)

1.335 2.508

2.204 2.810

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 35


KONZERNANHANG

(25) Zinsergebnis

Erträge aus anderen Wertpapieren und

Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

­ davon aus verbundenen Unternehmen

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

­ davon aus verbundenen Unternehmen

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

­ davon an verbundene Unternehmen

In den Zinsaufwendungen ist der

Zinsanteil aus der Aufzinsung der

Pensions-, Jubiläums-, Sterbegeldverpflichtungen

und Altersteilzeitaufwendungen

mit TEUR 11.454

(Vorjahr: TEUR 12.012) enthalten.

(26) Außerordentliches

Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis beträgt

im Geschäftsjahr TEUR -10.175.

Außerordentliche Erträge belaufen

sich auf TEUR 2.044. Die außerordentlichen

Erträge resultieren aus

der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen

für abgeschlossene

Restrukturierungsmaßnahmen.

Außerordentliche Aufwendungen

belaufen sich im Geschäftsjahr auf

TEUR 12.219. Darin enthalten sind

im Wesentlichen Aufwendungen

für die Anpassung gemäß BilMoG

(TEUR 3.285) und sonstige Restrukturierungsmaßnahmen

in Höhe von

TEUR 8.934.

36 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

2011 2010

TEUR TEUR

36

(36)

240

(216)

­12.044

(­560)

97

(97)

327

(275)

­12.475

(­321)

-11.768 -12.051

(27) Steuern vom Einkommen

und Ertrag /

sonstige Steuern /

latente Steuern

Die Steuern vom Einkommen und

Ertrag enthalten im Wesentlichen

die Bildung von Rückstellungen für

Körperschaft- und Gewerbesteuer des

laufenden Geschäftsjahres.

Die sonstigen Steuern in Höhe

von TEUR 985 beinhalten im

Wesentlichen die Grundsteuer des

Geschäftsjahres.

Passive latente Steuern aus der von

den handelsrechtlichen Vorschriften

abweichenden steuerlichen Bewertung

von Finanzanlagen wurden auf

Ebene der Einzelgesellschaften mit

aktiven latenten Steuern aus temporären

Differenzen, insbesondere aus

dem Bereich Rückstellungen, verrechnet.

Über den Saldierungsbereich

hinausgehende aktive Steuerlatenzen

– insbesondere auf steuerliche Verlust-

vorträge – werden in Ausübung des

Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2

HGB nicht aktiviert. Die Berechnung

der latenten Steuern erfolgt grundsätzlich

auf Basis eines gemischten

Steuersatzes in Höhe von 30,88 %

(Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer,

Solidaritätszuschlag).

Passive latente Steuern aus der

Anpassung an die konzerneinheitliche

Bewertung wurden in den Saldierungsbereich

einbezogen. Latente

Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen

i. S. d. § 306 HGB sind nicht

zu bilden. Aufgrund der Saldierung

mit aktiven latenten Steuern auf

steuerliche Verlustvorträge werden

latente Steuern aus der Anpassung an

die konzerneinheitliche Bewertung im

Konzern nicht angesetzt.

(28) Ausschüttungsgesperrte

Beträge

Zum Abschlussstichtag unterliegen

TEUR 32 einer Ausschüttungssperre

aus der Zeitwertbewertung des

Deckungsvermögens der ND für

Altersteilzeit bei der Commerzbank.


(29) Personal

Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in den konsolidierten Gesellschaften

2011 2010

Produktion 7.273 5.757

Verwaltung und sonstige Funktionen 883 1.248

8.156 7.005

(30) Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer

Die für die Jahresabschlussprüfung der Nexans Deutschland GmbH und die

Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfungen der Jahresabschlüsse der konsolidierten

Tochtergesellschaften auf das Geschäftsjahr 2011 jeweils entfallenden

Honorare gliedern sich wie folgt:

2011 2010

TEUR TEUR

Honorare für Abschlussprüfungen 525 477

Honarare für sonstige Bestätigungs­ oder

Beratungsleistungen

67 10

Honorare für Steuerberatungsleistungen 8 9

(31) Inanspruchnahme des

§ 264 Abs. 3 HGB

Die in den Konzernabschluss der

Nexans Deutschland GmbH einbezogenen

unmittelbaren Tochterunternehmen

Nexans autoelectric GmbH,

Floß, mobil electric GmbH, Floß,

Leitungstechnik Ostbayern GmbH,

Floß, Nexans Power Accessories

Germany GmbH, Hof, Elektrokontakt

GmbH, Floß, Elektrometall GmbH,

Bad Brückenau, und Confecta

GmbH, Henningsdorf, nehmen die

im Einzelnen in § 264 Abs. 3 HGB

eingeräumten Befreiungsmöglichkeiten

teilweise in Anspruch.

600 496

(32) Bezüge des Aufsichtsrats

und der Geschäftsführung

/ gewährte

Kredite

Die Vergütung für die Mitglieder

des Aufsichtsrates der ND betrug für

das Geschäftsjahr TEUR 8 (Vorjahr:

TEUR 67). Kredite an Aufsichtsratsmitglieder

wurden nicht gewährt. Auf die

Angabe der Bezüge der Geschäftsführung

gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6

HGB wird gemäß § 286 Abs. 4

HGB verzichtet.

(33) Konzernabschluss

Der Konzernabschluss für den größten

Kreis von Unternehmen, in den die

ND und ihre Tochterunternehmen

einbezogen sind, wird von Nexans

S.A., Paris, Frankreich, erstellt und

beim Tribunal de Commerce de

Paris, 1 Quai de la Corse, Paris 4,

hinterlegt.

Hannover, 31. Januar 2012

Nexans Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Christof Barklage

Dr. Holger Fastabend

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 37


KONZERNANHANG

Bestätigungsvermerk

des Abschlussprüfers 1)

Wir haben den von der Nexans Deutschland GmbH,

Hannover, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend

aus Bilanz, Gewinn­ und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung

und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis

31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss

und Konzernlagebericht nach den deutschen

handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung

der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es,

auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine

Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317

HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die

Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtig­

1) Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss

38 // GESCHÄFTSBERICHT 2011

der Geschäftsführer sowie die Würdigung der

Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und

des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung,

dass unsere Prüfung eine hinreichend

sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen

geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der

Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der

Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften

und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes Bild der

Vermögens­, Finanz­ und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernlagebericht steht in Einklang

mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt

keiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch

den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht

vermittelten Bildes der Vermögens­, Finanz­ und

Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit

erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen

werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit

und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns

sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit

des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems

sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss

und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von

Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung

der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen

Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,

der angewandten Bilanzierungs­ und Konsolidierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen

ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns

und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen

Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 29. Februar 2012

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Stieve ppa. Katharina Lange

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin


der Geschäftsführer sowie die Würdigung der

Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und

des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung,

dass unsere Prüfung eine hinreichend

sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen

geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der

Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der

Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften

und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes Bild der

Vermögens­, Finanz­ und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernlagebericht steht in Einklang

mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt

ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns

und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen

Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 29. Februar 2012

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Stieve ppa. Katharina Lange

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

GESCHÄFTSBERICHT 2011 // 39


Nexans Deutschland

Nexans Deutschland gehört zu den führenden Kabel herstellern

in Europa. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Programm

an Hochleistungs kabeln, Systemen und Komponenten für die

Telekommunikation und den Energiesektor. Abgerundet wird das

Programm durch supraleitende Materialien und Komponenten,

Cryoflex Transfersysteme und Spezialmaschinen für die Kabelindustrie.

Gefertigt wird im In­ und Ausland. Durch die enge

Einbindung in den Nexans­Konzern verfügt Nexans Deutschland

über hervorragende Möglichkeiten zur Synergienutzung in allen

Konzernbereichen. Das gilt für weltweite Projekte ebenso wie für

Forschung und Entwicklung, Know how­Austausch usw.

www.nexans.de

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