G Larynx

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G Larynx

5.12.1 Gutartige Tumoren und tumorähnliche Erkrankungen 545

Therapie. Kleine, funktionell nicht störende Laryngozelen müssen nicht therapiert

werden. Gegebenenfalls werden die Veränderungen, je nach Größe und

Lokalisation, über einen äußeren Zugang oder endolaryngeal abgetragen.

Prognose. Maligne Entartungen solcher Laryngozelen sind nicht beschrieben,

die Prognose ist gut.

Stimmlippenpolyp

Definition. Gutartige, fibröse Schleimhauthyperplasie der Stimmlippe.

Ätiologie und Pathogenese. Überwiegend sind Erwachsene betroffen.

Diese Polypen können auf entzündlicher Grundlage oder als echte Neubildungen

entstehen.

Klinik. Vorrangiges Symptom ist die Heiserkeit, die bei flottierenden, subglottisch

gestielten Polypen wechselnde Ausprägung haben kann.

Diagnostik. Bei der Laryngoskopie sieht man einen breit oder schmal gestielten,

rosafarbenen, grauroten oder etwas bläulichen, kugeligen Tumor mit glatter

Oberfläche (siehe Abbildung 17b).

Histologisch kann man ödematöse,

fibröse, vaskuläre oder hyaline Veränderungen

sehen, meist findet man

Mischformen, überzogen von geschichtetem

Plattenepithel.

Abb. 17b: Stimmlippenpolyp,

endoskopisch

Differentialdiagnose. Intubationsgranulome bieten ein ähnliches Erscheinungsbild,

haben aber eine entsprechende Anamnese (Zustand nach Intubationsnarkose)

und sitzen häufiger in der Nähe der Aryhöcker, während sich Polypen

mehr in den vorderen zwei Dritteln der Stimmlippen bilden.

Therapie. Polypen werden auch dann über eine Mikrolaryngoskopie (Stützautoskopie)

abgetragen, wenn sie makroskopisch benigne erscheinen, damit durch

histologische Untersuchung ein Malignom sicher ausgeschlossen werden kann.

Stimmlippenknötchen

Definition. Symmetrische, kleine knotige Verdichtungen der Stimmlippen.

Ätiologie und Pathogenese. Ursächlich liegt eine starke bzw. falsche Beanspruchung

der Stimme zugrunde. Dies kommt bei Kindern (»Schreiknötchen«),

viel seltener bei Sängern (»Sängerknötchen«) oder bei unphysiologischen

Stimmbelastungen in anderen Berufen besonders bei jüngeren Frauen vor. Am

Übergang vom mittleren zum vorderen Stimmlippendrittel bilden sich epitheliale

Verdickungen und Vermehrungen des Bindegewebes.

Therapie

Sofern sie funktionell stören, werden

Laryngozelen abgetragen.

Prognose

Die Prognose ist gut.

Stimmlippenpolyp

b Definition

Ätiologie und Pathogenese

Polypen entstehen nach Entzündungen

oder als echte Neubildung.

Klinik

Wichtigstes Symptom ist die Heiserkeit.

Diagnostik

Laryngoskopisch sieht man einen

rosafarbenen oder grauen, glatten

Tumor (s. Abb. 17 b).

Histologisch finden sich meist

gemischt ödematöse, fibröse, vaskuläre

oder hyaline Veränderungen mit

Epithelüberzug.

Differentialdiagnose

Intubationsgranulome haben eine

typische Anamnese und sitzen mehr

im Bereich der Aryhöcker.

Therapie

Polypen werden in jedem Fall abgetragen.

Stimmlippenknötchen

b Definition

Ätiologie und Pathogenese

Sogenannte »Schrei- oder Sängerknötchen«

entstehen durch starke

Stimmbelastung besonders bei

jüngeren Frauen.

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