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+ Saint-Germain-En-Laye

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74 ermain Saint- Germainen-Laye mehr als eine französische Kleinstadt-Perle as hat Aschaffenburg mit Paris gemeinsam? Ist es die kulturelle Vielfalt? Nein, Aschaffenburg hat zwar mehr zu bieten als so manche mittelgroße Ruhrpottstadt, kann aber nicht mit einer Hochburg der Kunst und Liebe mithalten. Ist es das Laissez-faire der Menschen? Nein, Aschaffenburg lebt zwar etwas entschleunigter als Berlin oder Frankfurt, aber die französische Gelassenheit ist bis dato unerreicht. Also, was ist es denn nun, das Paris mit dem bayerischen Nizza verbindet? Nun, es ist die innige Beziehung zu einer kleinen aber feinen Stadt, die als Tor zum französischen Aushängeschild gelten kann. Es handelt sich um die wunderschöne Partnerstadt von Aschaffenburg: Saint-Germain en-Laye. Pure Geschichte aus franKreich 1020 wurde Saint-Germain-en-Laye von König Robert II an der Stelle der heutigen Kirche von Saint-Germain gegründet. Die Stadt machte sich schnell einen Namen, und zwar als Residenz von Blaublütern. Etliche französische Monarchen wohnten bis zur Französischen Revolution 1789 in der Stadt, die heute etwa 40.000 Einwohner beheimatet. Außerdem wurde dort von 1364 bis 1367 ein wundervolles Schloss errichtet - eine Analogie zu unserer Heimatstadt, die ebenfalls über ein prunkvolles, überregional bekanntes Bauwerk verfügt. Entstanden ist das Schloss Saint-Germain-en-Laye aus den Überresten einer alten Burg aus der Zeit Ludwigs IX. Apropos Ludwig. Ludwig XIV, der auch als Sonnenkönig bekannt ist, machte Saint-Germain-en-Laye von 1661 bis 1682 zu seiner Hauptresidenz. So ist sogar sein Geburtsdatum, der 5. September 1638, im Stadtwappen der französischen Kleinstadt verewigt. Er war es schließlich auch, der das Schloss an König James II von England übergab, nachdem dieser ins Exil verbannt wurde. Selbiger lebte 13 Jahre lang in dem Schloss und auch seine Tochter kam 1692 dort zur Welt. Unter Napoleon wurde das Prachtgebäude, das Schauplatz für unzählige Friedensabkommen war, schließlich als Kavallerieschule genutzt, später als Kaserne und Militärgefängnis, bis Napoleon III ein ganz besonderes Museum in dessen Räumen einrichten lies. Eines, das seit 2005 als Top-Anlaufstelle für Archäologie bekannt ist und die Entwicklungen von der Altsteinzeit über das Galliertreiben bis hin zur Zeit der Merowinger beleuchtet. Gibt es einen schöneren Ort für ein Museum, als eine fünfeckige Schlossanlage 20 Kilometer westlich von Paris? Wohl kaum. Wenn Sie einen Blick in diese Stätte des Wissens wagen, werden Sie dort 30.000 historisch relevante Gegenstände sehen: eine der größten Sammlungen Europas. Ebenfalls sehenswert ist die an das Schloss angrenzende Kapelle „Chapelle Saint-Louis“. Sie ist ein Meisterwerk der gotischen Baukunst. Deren Bogenspitzen verlaufen zu kleinen Säulen, die zwischen den Fenstern bis zum Boden reichen. Es handelt sich dabei um eine Vorstufe der großen Kapelle „Sainte-Chapelle“, welche Louis später im „Palais de la Cité“ in Paris errichten ließ. sechs3 Frühjahr 2013 Frühjahr 2013 sechs3 75 Panoramique St Germain © Stadt Saint-Germain

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