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Technik › Wärmepumpen

Technik › Wärmepumpen Luft-/Luft-Wärmepumpen heizen Lungen-Sanatorium Wärme aus der Luft im ungarischen Mátra-Gebirge Jens Gartenbröcker, Projects & Spare-Parts-Manager bei Mitsubishi Electric Das 1926 erbaute Sanatorium gleicht in seinem Grundriss der Form eines überdimensionalen Flugzeuges. Im ungarischen Mátra-Gebirge zwischen altem Mischwaldbestand und Traminer- Wein-Rebstöcken, bei klarer Luft, trockenen Sommern und langen Wintern, erhebt sich ein Gebäude, dessen architektonischer Grundriss auf Wunsch des Erbauers einem überdimensionalen Flugzeug nachempfunden ist. Das Gebäude wurde Mitte der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts erbaut. Die exponierte Lage bot sich als Heilanstalt für Lungenerkrankungen aufgrund des subalpinen Klimas und der überdurchschnittlich vielen warmen Sonnentage in dieser Gegend an. „Bei der Errichtung des Gebäudes zu Beginn der zwanziger Jahre wurde auf eine weitestgehende autarke Versorgung geachtet. Da das Gelände noch unerschlossen war, wurde auf Versorgungsleitungen verzichtet. Es gab lediglich einen Elektrizitätsanschluss, der damals schon auf eine Kapazität von 10 kW 10 Internationale Kooperation ermöglicht beispielhafte Gebäudesanierung: In Ungarn ist jetzt ein Sanatorium von Grund auf renoviert und in diesem Zuge mit einer neuen energieeffizienten Heizungsanlage ausgestattet worden. 34 Luft-/Luft-Wärmepumpen und 568 Umluft-Innengeräte versorgen das 17 000 m² große Gebäude ganzjährig mit Wärme. Im Verbund mit weiteren Sanierungsmaßnahmen konnte der Energieverbrauch für Heizen und Warmwasserbereitung dabei deutlich gesenkt werden. ausgelegt war“, erklärt Ervin Homolka, Regionalleiter in Ungarn für Mitsubishi Electric (www.mitsubishi-les.de). Alle übrigen Güter des täglichen Bedarfs wurden größtenteils vor Ort produziert. Im Laufe der Jahre folgten weitere Gebäude als Lagerhäuser und Wohnungen für die Angestellten und das Personal auf dem weitläufigen Gelände. Vor der Sanierung waren Bauschäden deutlich zu erkennen und der Wärmeenergieverbrauch für heutige Verhältnisse unangemessen hoch. hoher energieverbrauch gehört der Vergangenheit an In den frühen 1960er Jahren fand eine erste große Renovierungsaktion statt, bei der die Wärmeversorgung von vormals Kohle auf Schweröl umgestellt wurde. Das Schweröl wurde in drei jeweils 1 Million Liter fassenden Erdtanks eingelagert. In einem Kesselhaus erzeugte der Brennstoff Heißdampf, der über Nahwärmeleitungen in das Wärmeverteilungssystem zu den Gebäudeteilen geführt wurde. Über eine Zentralheizung mit Radiatoren wurden die Räume beheizt. Um das Schweröl pumpfähig zu machen, musste es auf einer Lagertemperatur von etwa 40 °C gehalten werden. Hierzu war einer der vier Heizkessel ganzjährig in Betrieb. Die überschüssige Wärme wurde so auch in den Sommermonaten in die Wärmeverteilung abgegeben und das Gebäude ständig geheizt. „Das war eine große Energieverschwendung und ökologisch nicht zu verantworten. Zumal die Kühlung im Sommer über die Fenster erfolgte“, so Homolka. Im Jahre 2010 stand dann wieder eine Sanierung des Das Planungsteam: Die beiden Geschäftsführer der Budatech GmbH (li.) und Ervin Homolka, Sales Support Engineer Eastern Europe bei Mitsubishi Electric Kälte Klima Aktuell Großkälte 2012

Je zwei Luft-/Luft-Wärmepumpen der „City Multi“- Serie erzeugen die Wärme pro Etage und Ost- bzw. Westflügel aus der latenten Wärme der Außenluft. 17 000 m² Gebäudekomplexes an – unter streng energetischen Gesichtspunkten und der klaren Vorgabe den Energiebedarf zum Heizen und für die Brauchwasserbereitung effizient zu gestalten. Mit der finanziellen Unterstützung eines norwegischen Fonds sollte in einem ersten Schritt das Hauptgebäude renoviert werden. Vor dem Hintergrund dieser Ausgangssituation wurde auf einem Rundgang und der anschließenden Auswertung beschlossen, welche Maßnahmen hierfür sinnvoller Weise zu ergreifen waren. Zwei Kriterien waren bei der Ausschreibung dieses Projektes ausschlaggebend. Zum einen der Wunsch des Eigentümers den energetischen Standard des Gebäudes spürbar zu verbessern, ohne den Anblick des Gebäudes sowie den historischen Ursprung zu beeinträchtigen. Das hieß, unabhängig davon, welche Maßnahmen hier ergriffen werden sollten, durfte das Erscheinungsbild des Komplexes nicht verändert werden. Das zweite Kriterium war, dass alle Arbeiten im laufenden Betrieb störungsfrei durchgeführt werden mussten; was für alle Beteiligten eine große Herausforderung darstellte, da hier ca. 400 Patienten von ca. 300 Personen medizinischem und anderem Fachpersonal im Jahresdurchschnitt betreut werden. Aufgrund der Größe des Projektes wurden die unterschiedlichen Gewerke an Unternehmen aus der Region vergeben. Dämmung und Fenstertausch Die umfangreichen Modernisierungsarbeiten umfassten drei Maßnahmen: Zum Wärmepumpen ‹ Technik Die renovierten Türme eigneten sich hervorragend, um die Außengeräte zu positionieren und so die Optik des Gebäudes zu erhalten. einen wurden die 15 000 m² Außenfassade des Haupttraktes erneuert. Dabei wurde die Gebäudehülle mit einer 10 cm starken Dämmschicht versehen. Gleichzeitig wurden die Kellerdecke sowie die oberste Geschossdecke mit einer 20 cm dicken Dämmung verkleidet, um Wärmeverluste umfassend zu verringern. Ein weiterer Renovierungsschritt sah den Austausch der alten Fenster vor. Während die ursprünglichen Fenster noch Eisenkreuze hatten, in die die Glasscheiben mit Kitt eingefügt waren, sind die neuen Fenster mit doppeltverglasten und wärmedämmenden Scheiben ausgestattet. „Optisch unterscheiden sich die neuen Fenster nicht von den alten, nur in ihrer spezifischen Wärmedurchlässigkeit. Damit war eine Vorgabe der Ausschreibung erfüllt, dass der architektonische Stil des Gebäudes erhalten bleiben sollte“, so Homolka. Als dritter Teil der Renovierungsmaßnahmen wurde mit der kompletten Neuinstallation der Heizungsanlage begonnen. Statt mit der alten Zentralheizung auf Heißdampfbasis wird das Gebäude nun mit modernen „Zubadan“-Wärmepumpen von Mitsubishi Electric vom Typ „PUHY- HP VRF“ beheizt. Im Gebäudeinneren sorgen Umluftgeräte als Wand-, Decken- oder Kanaleinbaugeräte für eine angenehme Wärmeverteilung. Die Installation der Heiztechnik wurde dabei von dem kältetechnischen Fachbetrieb Budatech GmbH aus Budapest durchgeführt. Entsprechend ihrer Grundphilosophie übernahm das Unternehmen sowohl die Planung, d. h. www.kka-online.info 11

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