3 - School-Scout

school.scout.de

3 - School-Scout

W-INDCS2AUS

Autor: Christoph Grüder

Konzeptionelle Bearbeitung: Charlotte von Braunschweig

1. Ausgabe vom 05. September 2006

Herausgeber: HERDT-Verlag für Bildungsmedien GmbH,

Bodenheim

Internet: www.herdt4you.de/ .at/ .ch

www.herdt4business.de/ .at/ .ch

www.herdt4vhs.de/ .at

Mit Genehmigung der Galileo Press GmbH, Bonn

© by Galileo Press GmbH, Bonn

Text, Abbildungen und Programme wurden mit großer

Sorgfalt erarbeitet. Verlag, Übersetzer und Autoren können

jedoch für eventuell verbliebene fehlerhafte Angaben

und deren Folgen weder eine juristische Verantwortung

noch irgendeine Haftung übernehmen. Die vorliegende

Publikation ist urheberrechtlich geschützt.

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Produktes darf

ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner

Form durch Kopieren, Microfilm oder andere Verfahren

reproduziert oder in eine für Maschinen, insbesondere

Datenverarbeitungsanlagen, verwendbare Sprache

übertragen werden. Auch die Rechte der Wiedergabe

durch Vortrag, Funk und Fernsehen sind vorbehalten. Die

in diesem Buch erwähnten Soft- und Hardwarebezeichnungen

sind in den meisten Fällen auch eingetragene

Marken und unterliegen als solche den gesetzlichen

Bestimmungen.

Adobe

InDesign CS2

Workshop: Dokumente ausgeben

W-INDSC2AUS


I NHALTSVERZEICHNIS InDesign CS2 -Workshop: Dokumente ausgeben

1 Grundwissen Ausgabe..................................4

1.1 Einführung....................................................... 4

1.2 Vorüberlegungen............................................. 4

1.3 Was bedeutet Überfüllen?................................ 6

1.4 Überfüllungen in InDesign................................ 7

1.5 Überdrucken.................................................... 9

1.6 Aussparen...................................................... 10

1.7 Nicht druckende Objekte................................ 11

2 Transparenzreduzierung und

-vorschau......................................................12

2.1 Einführung..................................................... 12

2.2 Das Problem .................................................. 12

2.3 Transparenzreduzierung................................ 14

2.4 Transparenzreduzierungsvorgaben ............... 14

2.5 Typische Transparenzfälle.............................17

2.6 Reduzierungsvorschau .................................. 19

3 Die Separationsvorschau............................24

3.1 Einführung..................................................... 24

3.2 Die Separationsvorschau aufrufen................. 24

3.3 Separationen anzeigen.................................. 25

3.4 Druckfarben-Manager:

Schmuckfarben-Fehler beseitigen.................. 28

3.5 Gesamtfarbauftrag......................................... 29

4 Preflight und Verpacken .............................34

4.1 Einführung..................................................... 34

4.2 Preflight-Check in InDesign............................ 34

4.3 Verpacken...................................................... 38

4.4 PDF-Preflight mit Acrobat 7 Professional....... 39

5 Ausschießen und Montieren ...................... 42

5.1 Einführung..................................................... 42

5.2 Was ist Ausschießen, was Mo ntieren? .......... 42

5.3 Ausschießen mit InBooklet SE....................... 43

5.4 Ausschießen mithilfe von Plu g-ins................. 47

6 Drucken ........................................................ 48

6.1 Einführung..................................................... 48

6.2 PostScript-Ausgabe ....................................... 48

6.3 Der Druckdialog............................................. 49

6.4 Nicht-PostScript-Ausgabe.............................. 60

6.5 Druckvorgabe erstellen.................................. 62

7 PDF-Export aus InDesign ........................... 66

7.1 Einführung..................................................... 66

7.2 Adobe PDF-Vorgaben ................................... 67

7.3 Direkter PDF-Export ...................................... 69

7.4 PDF/X............................................................ 77

7.5 PDF-Datei über den Acrobat Distiller

erstellen......................................................... 80

Stichwortverzeichnis........................................ 84


3 InDesign CS2 -Workshop: Dokumente ausgeben

24

3 Die Separationsvorschau

In diesem Kapitel erfahren Sie

拉 wie Sie die Separationsvorschau aufrufen

拉 wie Sie die Separationen anzeigen

拉 wie Sie mit Sonderfarben und Schmuckfarben umgehen

拉 wie Sie den Gesamtfarbauftrag einstellen

3.1 Einführung

Ausgabesimulation am Bildschirm: Wie die Farbseparationen oder der Farbauftrag nach der Belichtung auf

Film oder Druckplatte aussehen, zeigen Sie mit der Separationsvorschau an und korrigieren falsche oder doppelte

Schmuckfarben mit dem Druckfarben-Manager.

Bevor eine Layoutdatei geprooft oder ausbelichtet werden muss, können Sie mit der Separationsvorschau anzeigen

und ausmessen, wie die Farbauszüge mit den aktuellen Einstellungen belichtet werden. Dadurch erkennen

Sie potenzielle Fehler und vermeiden teure Nachkorrekturen. Besonders effektiv arbeiten Sie mit der

Separationsvorschau für Sonderfarben, die in Prozessfarben ausgegeben werden sollen. Zusätzlich lässt sich

auch die Überschreitung des Gesamtfarbauftrages anzeigen.

Mit der Separationsvorschau wird gleichzeitig auch die Überdruckenvorschau aktiviert, damit Sie über die Separationsvorschau

auch erkennen können, wie sich überdruckte oder ausgesparte Objekte separiert in der

Ausgabe darstellen.

Fehler, die in der Separationsvorschau sichtbar werden, können Sie mit dem Druckfarben-Manager beheben.

Beide Vorschauen für die Farbauszüge und den Farbauftrag arbeiten Hand in Hand mit dem Farbmanagement

von InDesign CS2 zusammen. Dabei beeinflussen alle Farbprofile und Umrechnungsrichtlinien das Ergebnis.

Innerhalb der Farbprofile werden Informationen zum Gesamtfarbauftrag, dem Schwarzaufbau oder dem Tonwertzuwachs

gespeichert.

Einige der in den folgenden Abschnitten abgebildeten Beispiele finden Sie in farbiger Form bei den kostenlosen

Übungsdateien, die Sie von der Website des HERDT-Verlages im Internet unter www.herdt.com herunterladen

können.

3.2 Die Separationsvorschau aufrufen

Über das Menü FENSTER -AUSGABE - SEPARATIONSVORSCHAU rufen Sie diese Funktion auf. Sie erhalten

eine neue Palette, die mit der Transparenzreduzierungsvorschau gekoppelt ist. Alternativ rufen Sie die Palette

mit dem Tastenbefehl 冷 F6 auf.


Die Separationsvorschau 3

Die Palette ist unterteilt in einen Kopfbereich, in dem Sie den Modus der Vorschau

wählen.

Die Option S EPARATIONEN zeigt Ihnen die einzelnen Druckplatten an.

Der Modus F ARBAUFTRAG hingegen markiert diejenigen Stellen, die oberhalb

des angegebenen maximalen Farbauftrages liegen.

Im Palettenmenü finden Sie den praktischen Eintrag D RUCKFARBEN -M ANAGER .

3.3 Separationen anzeigen

Beginnen wir mit den Separationen: Wenn Sie aus dem Drop-down-Menü der Palette die Separationen ausgewählt

haben, schaltet InDesign in den Vorschaumodus um. Dabei werden alle Farbauszüge errechnet, die

nach den aktuellen Angaben für die Ausgabe im Druckfarben-Manager entstehen. Gleichzeitig aktiviert In-

Design die Überdruckenvorschau. Neben Objekten, die überdruckt werden sollen, wird auch ausgegrauter

Text in der bestmöglichen Auflösung dargestellt. Dadurch kann sich der Bildaufbau geringfügig verzögern.

In der Separationsvorschau werden zunächst alle gewünschten Farbauszüge angezeigt. Fahren Sie mit der

Maus über einzelne Bildpartien im Layout, und Sie erhalten in der Auszugsliste die genauen Farbwerte zu dieser

Stelle.

Links wird ein Softproof dargestellt. Auf der rechten Seite werden dagegen nur

die Auszüge Cyan und Schwarz angezeigt.

Die Palette S EPARATIONS -

VORSCHAU mit Sonderfarben

Wählen Sie stattdessen nur einen einzelnen Auszug aus, indem Sie direkt in die Liste auf die Plattenbezeichnung

(z. B. Magenta) klicken, so wechselt die Separationsvorschau in den Graustufenmodus. Die Farbwerte

der anderen Auszüge lassen sich für einen gewünschten Punkt im Layout dennoch ablesen.

Zu diesem Auszug können Sie nun beliebig die anderen Auszüge über einen Klick auf das Auge in der Liste

sichtbar machen, vergleichbar mit der Ebenen-Palette oder den Kanälen in Photoshop, die Graustufen-

Darstellung der einzelnen Druckplatten wird durch die Farbmischung mehrerer Auszüge ersetzt.

25


3 InDesign CS2 -Workshop: Dokumente ausgeben

26

Korrekte Darstellung in Graustufen für den Auszug Yellow

Zusätzlich finden Sie im Palettenmenü die Option Einzelplatten in Schwarz anzeigen . Die Bezeichnung "Platte"

ist zwar sprachlich richtig, zum besseren Verständnis verwenden wir jedoch den Begriff "Auszug". Haben Sie

nur einen Auszug zur Ansicht ausgewählt, so wird diese in Graustufen abgebildet, um die Vorschau besser

beurteilen zu können. Diese Funktion sollte immer aktiviert sein. Die Vorschauergebnisse werden dadurch

nicht beeinflusst, die Separationswerte sind mit oder ohne diese Funktion identisch.

Die sinnlose Einfärbung der einzelnen Druckplatte sollten Sie vermeiden.

Objekte auf ausgeblendeten Ebenen werden nicht in die Separationsvorschau einbezogen. Daher machen Sie

zur Überprüfung der Farbauszüge alle Ebenen sichtbar, die für die Ausgabe wichtig sind.


Die Separationsvorschau 3

Mehrfachansicht der Farbauszüge. Obere Reihe: Soft-Proof und Schmuckfarben;

untere Reihe: Cyan und Magenta sowie Yellow und Black

Wie mit allen anderen Vorschaufunktionen können Sie auch gleichzeitig eine Mehrfachansicht wählen, indem

Sie unter dem Menü FENSTER - ANORDNEN - NEUES FENSTER mehrere Ansichten desselben Layoutdokumentes

öffnen und dort ebenfalls die Separationsvorschau aktivieren, wie Sie in der vorangehenden Abbildung

sehen können.

Farbmanagement in der Separationsvorschau

Auch das Farbmanagement kann gleichzeitig per Soft-Proof in die Separationsvorschau integriert werden, um

die Farbauszüge in Abhängigkeit zum Ausgabeverfahren zu zeigen, wie die folgende Abbildung verdeutlicht.

Links ISO Coated und rechts ISO Uncoated Yellowish, jeweils mit Simulation des Papierweiß

Die Farbwerte jedoch verändern sich nicht, da es sich nur um eine Simulation am Bildschirm handelt, nicht um

eine Farbkonvertierung. Ein Soft-Proof wird erst dann nötig, wenn der Ausgabefarbraum vom eingestellten

Ausgabeprofil abweicht.

27


3 InDesign CS2 -Workshop: Dokumente ausgeben

28

Palette Separationsvorschau

öffnen

Windows Mac

廊 F6 廊 F6

Überdruckenvorschau aktivieren STRG ALT 廊 Y 廊 Y

Alle Druckplatten anzeigen STRG ALT 廊 廊

Cyan-Platte anzeigen STRG ALT 廊 1 廊 1

Magenta-Platte anzeigen STRG ALT 廊 2 廊 2

Gelb-Platte anzeigen STRG ALT 廊 3 廊 3

Schwarz-Platte anzeigen STRG ALT 廊 4 廊 4

1. Volltonfarben-Platte anzeigen STRG ALT 廊 5 廊 5

2. Volltonfarben-Platte anzeigen STRG ALT 廊 6 廊 6

3. Volltonfarben-Platte anzeigen STRG ALT 廊 7 廊 7

4. Volltonfarben-Platte anzeigen STRG ALT 廊 8 廊 8

5. Volltonfarben-Platte anzeigen STRG ALT 廊 9 廊 9

Tastenkürzel für die Separationsvorschau-Palette

3.4 Druckfarben-Manager: Schmuckfarben-Fehler

beseitigen

Wenn Sie Sonderfarben wie HKS- oder Pantone-Töne verwenden, vergewissern Sie sich, ob im Druckfarben-

Manager alle Angaben korrekt getroffen sind. Den Druckfarben-Manager erreichen Sie über das Palettenmenü

der Separationsvorschau-Palette.

Sonderfarben umwandeln

Haben Sie Sonderfarben im Layout verwendet, wollen jedoch wie z. B. für den Digitaldruck nur in den Prozessfarben

ausgeben, so aktivieren Sie den unteren Button A LLE V OLLTONFARBEN IN P ROZESSFARBEN UMWANDELN.

Somit wird die Sonderfarbe für die Ausgabe und für die Vorschau in Prozessfarben umgerechnet. Wollen Sie

stattdessen die Sonderfarben als eigene Druckplatten ausgeben, dann lassen Sie diese Option deaktiviert.

Alternativ können Sie auch eine einzelne Schmuckfarbe mit einem Klick in die vordere Spalte des Druckfarben-Managers

in die entsprechende Prozessfarbe konvertieren. Beachten Sie bitte, dass die Schmuckfarben

im Layout erhalten bleiben. Erst wenn Sie eine PDF-Datei exportieren oder einen PostScript-Druck starten,

nutzt InDesign diese Vorgabe und konvertiert die Schmuckfarben.

Schmuckfarben austauschen

Falls zwei identische, aber unterschiedlich benannte Schmuckfarben verwendet werden, wie z. B. "HKS 40"

und "HKS 40 K", können Sie eine Schmuckfarbe im Druckfarben-Manager auch durch die andere austauschen,

so dass nur ein HKS-Farbton ausgegeben wird. Dadurch sparen Sie unnötige Farbauszüge ein.

Wählen Sie dazu die doppelte Farbe HKS 40 in der Liste der Farben aus, und klicken Sie auf das Drop-down-

Menü D RUCKFARBENALIAS . Nun wählen Sie die andere Schmuckfarbe HKS 40 K als Ausgabefarbe. Die überflüssige

Farbe erhält in der Liste der Druckfarben einen Verweis auf die richtige Ausgabefarbe.


Die Separationsvorschau 3

Der Druckfarben-Manager ist auch hier ein hilfreiches Werkzeug, um

doppelte oder falsche Schmuckfarben zu unterdrücken.

Natürlich können Sie somit auch eine Schmuckfarbe wie HKS 40 durch den einzelnen Prozessfarbton Cyan

oder durch eine alternative Pantone-Schmuckfarbe ersetzen. Dazu müssen Sie jedoch zuvor eine geeignete

Pantone-Farbe in den Farbfeldern anlegen.

Prozessfarben durch Schmuckfarben austauschen

Das in der Verpackungsindustrie häufige Ersetzen von den vier Prozessfarben durch hochpigmentierte

Schmuckfarben, die auf bestimmten Materialien wie Kunststoff oder Getränkekartons eine qualitativ bessere

Farbwiedergabe ermöglichen, ist mit dem Druckfarben-Manager und der Separationsvorschau leider nicht

möglich. Die Prozessfarben sind im Druckfarben-Manager vor einem Austausch geschützt. Das hat den Hintergrund,

dass InDesign CS2 Farben nur dann einwandfrei mit dem Farbmanagement darstellen und verarbeiten

kann, wenn alle Prozessfarben beibehalten werden. Ebenso verfährt Acrobat, wenn Sie eine PDF-Datei aus In-

Design exportieren.

Prozessfarben mit Schmuckfarben zu tauschen, ist sinnvoll in der Bildbearbeitung oder in der finalen Druckausgabe.

Für Photoshop gibt es daher von unterschiedlichen Anbietern wie z. B. Esko Graphics Plug-ins, die

dies ermöglichen und die so veränderten Bilder auch korrekt anzeigen. In Acrobat ist diese Arbeitsweise ebenso

nur mit zusätzlichen Werkzeugen möglich.

Je nach Einstellung des Farbmanagements werden die RGB- oder auch LAB-Farben für die Ansicht in der Separationsvorschau

in Prozessfarben umgerechnet. Dabei kommen den Arbeitsfarbräumen und der Umrechnungspriorität

eine entscheidende Rolle zu. Der RGB-Arbeitsfarbraum beschreibt die genaue Position der RGB-

Farbe innerhalb dieses beschriebenen Farbraums. Die Umrechnungsmethode - z. B. R ELATIV FARBMETRISCH -

konvertiert nun bei aktiver Separationsvorschau diesen RGB-Ton on eine Prozessfarbe in den Ausgabefarbraum.

3.5 Gesamtfarbauftrag

Der Gesamtfarbauftrag bezeichnet den maximalen Wert an prozentualer Deckkraft der Druckfarben C, M, Y,

und K sowie der Schmuckfarben. Der Gesamtfarbauftrag richtet sich nach der Druckart und der Papiersorte.

Er liegt mit Ausnahmen zwischen 240 % (Zeitungsrotation, Flexodruck etc.) und 350 % (Offsetdruck nach

ISO Coated). Wird also ein Schwarz mit allen Prozessfarben gedruckt, sollten die Druckplatten insgesamt

keinen Farbauftrag oberhalb dieses Wertes erzeugen, da sonst die Druckfarbe nicht schnell genug trocknen

kann.

29


3 InDesign CS2 -Workshop: Dokumente ausgeben

30

Farbauftrag: Rot dargestellte Bereiche haben einen zu hohen Farbauftrag zu verzeichnen.

Um diesen Gesamtfarbauftrag zu überprüfen, wählen Sie aus dem Drop-down-Menü der Palette S EPARATIONS -

VORSCHAU die Option F ARBAUFTRAG. Nun errechnet InDesign aus den Farbwerten und der vorgegebenen Grenze

diejenigen Bereiche, die oberhalb dieses Wertes liegen, und hebt sie rot markiert hervor. Auch nun können Sie

wieder mit der Maus über die roten Bereiche wandern und die Prozentwerte der Druckplatten in der Palette

ablesen.

Begrenzungswert eingeben

Der Wert für die Begrenzung ist frei konfigurierbar. Aus der Auswahlliste rechts neben dem Begrenzungswert

finden Sie vorgegebene Schritte von 280 bis 400 Prozent. Sie können jedoch auch einen eigenen Wert manuell

eingeben, indem Sie in das Feld mit dem Prozentwert klicken und den gewünschten Wert eingeben.

Bei 340 % werden die darüber liegenden Bereiche nur noch blassrot dargestellt.

Nur der Farbspot auf der rechten Seite verursacht eine Umfangswarnung.


Die Separationsvorschau 3

Bei einem sehr niedrigen Wert von 240 % Gesamtfarbauftrag werden alle darüber liegenden Bereiche in diesem

Beispiel hellrot bis dunkelrot eingefärbt, da die Bilder und Grafiken in diesem Beispiel für die Ausgabe ISO Coated

bearbeitet wurden.

Wie hoch der Farbauftrag jenseits des maximalen Wertes liegt, zeigt InDesign anhand der Färbung: Es färbt

die jeweiligen Objekte oder Bildpartien zuerst rosa und zuletzt deckend rot ein.

Korrektur der roten Bereiche

Bereiche, die oberhalb des maximalen Farbauftrages liegen, lassen sich nur insofern verringern, als Sie die

platzierten Originaldaten bearbeiten oder angemischte Farben in InDesign inden Farbwerten verringern: Bei aktiver

Vorschau öffnen Sie die Farbe aus den Farbfeldern und verändern die Prozentwerte der Kanäle mit aktivierter

Vorschau in den Farbfeldoptionen. Beträgt die Summe der Prozente weniger als der angegebene Farbauftrag, so

werden Objekte, die mit dieser Farbe angelegt sind, nicht mehr rot oder rosafarben, sondern grau dargestellt.

Die Vektorform mit weicher Kante wurde mit einer roten Farbe angemischt und überdeckt im Transfermodus

I NEINANDER KOPIEREN das Bild. Dadurch kommt der hohe Farbauftrag zustande.

31


3 InDesign CS2 -Workshop: Dokumente ausgeben

32

Ist es Ihnen nicht möglich, bei z. B. platzierten EPS-Daten die Farbwerte zu korrigieren, müssen Sie diese

falsch gewählten Werte vermerken. Da es kein Report-Werkzeug in InDesign gibt, machen Sie von den problematischen

Seiten einen Screenshot, und fügen Sie diese zu einer PDF-Datei mit Acrobat zusammen. Die platzierten

Bilder und Grafiken müssen erst in das korrekte Ausgabeprofil umgerechnet und die Verknüpfung in

InDesign aktualisiert werden.

Je nach Ausgabeverfahren und Software kann der maximale Farbauftrag auf den Druckplatten auch während

der Berechnung im RIP begrenzt werden.

Werden die Farben reduziert, verschwindet mit aktiver Vorschau in den Farbfeldoptionen die Farbumfangswarnung.

Jedes Farbprofil beansprucht einen anderen Gesamtfarbauftrag. Im direkten Vergleich zwischen ISO Coated

und ISO Uncoated Yellowish verträgt der Druck auf gestrichenem Papier einen höheren Gesamtfarbauftrag

(350 %), der Druck auf ungestrichenem gelblichen Papier hingegen kann nur mit maximal 320 % erfolgen.

Für die Anzeige der Farbauftragswarnung schalten Sie daher unbedingt die Soft-Proof-Anzeige an.


Die Separationsvorschau 3

Notizen

33

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine