Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

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Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 S. 27

Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport 12.01.2012

26. Sitzung bo-kü

Der Vorsitzende bedankt sich für die ausführliche Darstellung, stellt fest, dass keine

weiteren Wortmeldungen vorlägen und leitet über zum Tagesordnungspunkt 7.

Zu TOP 7: Schriftlicher Bericht des Ministeriums für Bildung, Jugend und

Sport zu den Einstellungen der Referendare für die Schuljahre

2009/10, 2010/11 und 2011/12 - Anzahl der Einstellungen aufgeschlüsselt

nach Schulformen (insbesondere Grund- und Oberschulen)

und Schulämtern, künftig geplante Einstellungen bis

2014/15 nach Schulformen und Schulämtern, Erläuterung der Kriterien

und des Verfahrens für die Einstellung der Bewerber

Ministerin Frau Dr. Münch nimmt Bezug auf den übermittelten schriftlichen Bericht,

der sowohl eine Beschreibung des Einstellungsverfahrens als auch konkrete Zahlen

zu den einzelnen Jahrgängen enthalte.

Die Einstellungen in den Vorbereitungsdienst erfolgten auf der Basis der im Haushaltsgesetz

festgelegten Ausbildungskapazitäten am Landesinstitut für Lehrerbildung.

Zum Einstellungstermin 1. Februar 2012 könne der beschlossene Aufwuchs

auf insgesamt 900 Ausbildungsplätze realisiert werden, was einer Verdoppelung der

Ausbildungskapazität entspreche. Sie gehe davon aus, dass man dadurch für künftige

Bedarfe an Lehrkräften gut gewappnet sei.

Einstellungen fänden zurzeit zum 1. Februar sowie zum 1. Juli des Kalenderjahres

statt; Bewerbungsschluss hierfür seien jeweils der 5. Oktober bzw. der 2. März. Das

Einstellungsverfahren werde in § 8 des Brandenburgischen Lehrerbildungsgesetzes

sowie in den §§ 4 bis 8 UVP geregelt. Die Auswahlkriterien nach Leistung sowie Wartezeit

und Härtefälle seien in den §§ 6 bis 8 UVP näher ausgestaltet. Man bekomme

häufig Anfragen von Hochschulabsolventen, die aus den verschiedensten Gründen

warten müssten oder einen bestimmten Ausbildungsplatz haben möchten. Man sei

jedoch hinsichtlich der Gestaltung der Warteliste durch die Rechtsprechung und entsprechende

Vorgaben stark gebunden.

Ein Auswahlverfahren müsse durchgeführt werden, wenn die Bewerberzahlen die zur

Verfügung stehenden Ausbildungsplätze überstiegen. Hiervon sei seit Jahren hauptsächlich

das Zulassungsverfahren für das Lehramt an Gymnasien betroffen. Dort bestehe

ein Verhältnis von Ausbildungsplätzen zu Bewerbern von 1 : 7. In den Bereichen

der Primarstufe sowie SEK I könne man den Bedarf gerade abdecken. Die vorhandenen

Kapazitäten würden restlos ausgeschöpft.

Perspektivisch schätze sie ein, dass die vollständige Auslastung der Ausbildungskapazitäten

für das Lehramt in der SEK I sowie der Primarstufe schwieriger werde und

rechne damit, dass es bei der Situation für das Lehramt an Gymnasien eine Entschärfung

geben werde.

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