Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

parldok.brandenburg.de

Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 S. 30

Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport 12.01.2012

26. Sitzung bo-kü

Zur Frage nach der regionalen Verteilung sei zunächst zu erwähnen, dass die Bewerber

aus allen Bundesländern kämen, weil sich die Qualität des Brandenburgischen

Vorbereitungsdienstes herumgesprochen habe. Man betreibe insgesamt drei

Studienseminarstandorte. Man ordne die Lehramtskandidaten bei ihrer Einstellung

nicht einem Schulamt oder einer Region zu, sondern dem Standort eines der Studienseminare

in Potsdam, Bernau oder Cottbus. Die Zuweisung erfolge namentlich

unter Berücksichtigung der Kapazitäten des Fachseminars sowie der sozialen Situation

des Lehramtskandidaten.

Abgeordnete Frau Blechinger (CDU) bittet um eine Ergänzung der Übersicht um

eine Aufteilung der eingestellten Lehramtskandidaten auf die einzelnen Schulämter

bzw. Studienseminare. Auch der gewünschte Ausblick bis in das Jahr 2014 fehle

noch.

Sie stellt klar, dass sie nicht gefordert habe, Bewerber in einen bestimmten Beruf zu

zwingen, sondern lediglich darauf hinweisen wolle, dass man für nicht benötigte

Fachbereiche erhebliche Kapazitäten zur Verfügung stelle. Zur Vermeidung dieses

Problems sollten entsprechende Zielvereinbarungen mit den Universitäten abgeschlossen

werden.

Der Vorsitzende bedankt sich für die Klarstellung und schließt den Tagesordnungspunkt.

Zu TOP 8: Verschiedenes

Er weist auf einen Schriftverkehr betreffend der Schulsituation am Standort Groß Köris

hin und bittet die Ministerin um eine kurze Stellungnahme hierzu.

Ministerin Frau Dr. Münch erläutert, es gehe im Wesentlichen darum, dass im Amt

Schenkenländchen derzeit noch drei Grundschulen bestünden; zwei davon in den

benachbarten Gemeinden Teupitz und Groß Köris. Aufgrund der Entwicklung der

Schülerzahlen könne mittelfristig nur eine dieser beiden Schulen fortgeführt werden.

Das aktuelle Problem bestehe in der ungeklärten Schulbezirkssituation für die Gemeinden

Groß Köris, Teupitz und Schwerin. Damit gebe es für die Schüler aus den

Gemeinden keine zuständige Grundschule, was zur Folge habe, dass es in jedem

Jahr ein Gerangel um jeden einzelnen Schüler gebe, um den eigenen Schulstandort

zu erhalten.

Erschwerend komme hinzu, dass die Beziehungen zwischen den Gemeinden nicht

als freundschaftlich bezeichnet werden könnten. Das Staatliche Schulamt Wünsdorf

solle nunmehr schlichten und habe wiederholt darauf gedrängt, dass die beteiligten

Gemeinden ihrer gesetzlichen Pflicht nachkämen, nach der jede Gemeinde verpflichtet

sei, ihr gesamtes Gebiet einem Schulbezirk zuzuordnen.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine