Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

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Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

So werden z.B. im Kompetenzprofil „Grundschulbildung" u.a. folgende Kompetenzen aufgeführt:

Studienabsolventinnen und —absolventen

können kind- und sachgerechte Entscheidungen für die Auswahl und Gestaltung von

Lernangeboten treffen, kennen grundlegende Methoden und können unter Berücksichtigung

fachlicher und pädagogischer Überlegungen Unterricht ziel-, inhalts- und

methodenadäquat reflektieren,

sind in der Lage, Möglichkeiten für einen förderlichen Umgang mit Heterogenität in

der Grundschule bei der Gestaltung integrativer Erziehungs- und Unterrichtsarbeit zu

begründen,

haben einen differenzierten Einblick in die Entwicklung und Förderung kognitiver, sozialer

und emotionaler Fähigkeiten sowie der Sprachkompetenz und der Kommunikationsfähigkeit

von Kindern,

können Leistungen von Grundschülerinnen und -schülern angemessen beurteilen und

bewerten und Ihr Urteil im Hinblick auf eine kindgerechte Rückmeldung, Beratung und

Förderung nutzen.

Die Umsetzung der KMK-Standards im Lehramtsstudium an der Universität Potsdam erfolgt

gemäß den Studienordnungen für die Erziehungswissenschaften und die primarstufenspezifische

Ausbildung wie folgt:

a) Primarstufenspezifische Ausbildung

Planung, Strukturierung und Individualisierung von Unterricht,

Erwerb sozialer und personaler Handlungskompetenzen vor dem Hintergrund soziokultureller,

kognitiver, emotionaler und körperlicher Voraussetzungen von Grundschulkindern,

professioneller Umgang mit Heterogenität (Schüler mit unterschiedlichen Lernausgangslagen,

mit Lernschwierigkeiten, wie Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche,

u. a. und/oder Verhaltensauffälligkeiten, Kinder in medialer Wohlstandsverwahrlosung

oder in neuer Armut, Kinder in psychosozialen Notlagen, als Opfer von

Gewalt und sexuellem Missbrauch, Kinder mit chronischen Krankheiten, Kinder mit

Migrationshintergrund, Kinder mit Hochbegabung etc.),

grundschulspezifische Formen der Leistungsrückmeldung und Entwicklungsförderung

für alle Kinder, die Erstellung von Förderplänen für leistungsschwache Kinder und die

Planung von erweiterten Lernangeboten für besonders befähigte Schülerinnen und

Schüler.

b) Erziehungswissenschaftliche Ausbildung für alle Lehrämter

Individuelle Unterschiede bei Schülern und Lehrern (z.B. Hochbegabung, fachspezifische

Lernschwächen, Angst, Stress und Bewältigungsstile).

Konkret werden in den Studienordnungen zu den Lehramtsstudiengängen an der Universität

Potsdam Module angeboten, die die Studierenden mit diagnostischen Fragestellungen konfrontieren

und sie angemessene Lösungsmöglichkeiten suchen und diskutieren lassen.

Im Wahl-Pflicht-Modul 3a „Pädagogisch-psychologische Diagnostik, Beratung und Intervention"

werden z.B. folgende Studienziele angestrebt:

Die Studentin bzw. der Student setzt sich anwendungsorientiert mit Fragestellungen der Diagnostik

von fachspezifischen Lernleistungen (z. B. mit Rechenschwäche u. a.) und Verhaltensweisen

im Unterricht auseinander. Diese Kenntnisse werden in einem schulischen Praktikum

erprobt. Zudem verfügen die Studierenden über grundlegende und für den Lehrer an-

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