Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

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Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg

Der Bildungspolitische Sprecher

16. November 2011

Dr. Detlef Hardorp

Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 46

D 14612 Falkensee

Tel.: 03322-24 26 24, Fax: 03322-24 27 24

Mobil: 0172 39 172 39

email: dhewaldortnet

An alle Bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktionen und deren Referenten

Betrifft: Stellungnahme des MBJS vom 14:11.11. zur Ausweitung des

Geltungsbereiches des Brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetzes

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Befremden haben wir die Stellungnahme des MBJS zur Kenntnis genommen.

Erstens ist sie teilweise sachlich falsch. Zweitens findet das Ministerium den Input

der Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen in dieser Sache nicht einmal für

erwähnenswert.

Es gibt nämlich noch einen Weg zwischen einer „Lex Waldorf" und der Aufnahme

aller Schüler, die eine reine Nicht-Schüler-Prüfung anstreben. Dieser wäre, alle

Schüler in den Kreis des Geltungsbereiches des Brandenburgischen

Ausbildungsförderungsgesetzes aufzunehmen, die nach erworbener

Fachoberschulreife an einer Ersatzschule die Fachhochschulreife oder das Abitur

anstreben.

Anlage f

Die Stellungnahme des MBJS verschweigt, dass Schüler an Waldorfschulen keine

reine Nicht-Schüler-Prüfung zum Erlangen des Abiturs ablegen. Sie legen eine

modifizierte Nicht-Schüler-Prüfung ab. Die in einer KMK Vereinbarung spezifizierten

Modifizierungen gründen alle auf der Tatsache, dass diese Schüler eben eine

Ersatzschule besuchen. So können Lehrer der Ersatzschule die Prüfungen mit

abnehmen, die Prüfungen können in den Räumen der Waldorfschule stattfinden und

— hier von größter Bedeutung — Leistungen aus der 13. Jahrgangsstufe können in

zwei Fächern komplett an die Stelle von zwei mündlichen Prüfungen treten. All das

geschieht auch beim der Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife oder

der allgemeinen Hochschulreife durch Waldorfschüler in Brandenburg.

Richtigstellungen und Ergänzungen zu Aussagen in der Stellungnahme des MBJS:

1. Die Waldorfschule ist organisatorisch nicht, wie sonstige Schulen, in Sek I und

Sek II aufgeteilt. Der FOR kann laut Rundschreiben des MBJS an

Waldorfschulen ab der 11. Jahrgangsstufe erworben werden. Das bedeutet

aber nicht, dass das Leistungsniveau es nicht zulassen würde, den FOR nach

der 10. Jahrgangsstufe zu erwerben. Die Regelung hat sich wegen dem etwas

anderen Aufbau des Kurrikulums an Waldorfschulen (mit zeitlichen

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