Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

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Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

Versetzungen nach vorne sowie nach hinten gegenüber der Regelschule) als

sinnvoll erwiesen. Vorbereitung auf das Abitur findet aber selbstverständlich

ab der 11. Jahrgangsstufe bereits statt, und nicht nur in der 13. Jahrgangstufe,

wie die Stellungnahme des MBJS es darstellt. Es reicht der gesunde

Menschenverstand um einzusehen, dass man Inhalte und Kompetenzerwerb

einer drei-jährigen Gymnasialen Oberstufe nicht in acht Monate Unterricht

einer 13. Jahrgangsstufe vor der Abiturprüfung hinein pressen kann.

2. Selbstverständlich ist die 13. Jahrgangsstufe an Waldorfschulen Teil einer

Ersatzschule. Der Versuch Baden-Württembergs, Waldorfschulen als

Ergänzungsschulen zu betrachten, scheiterte vor vielen Jahren beim

Bundesverfassungsgericht. Denn der Ersatzschulstatus, so das

Bundesverfassungsgericht, wird vom Bildungsziel der Schule (und nicht von

ihrer Struktur) abgeleitet.

3. Für die Waldorfschule in Kleinmachnow werden nur in den letzten beiden

Jahren Schüler der Jahrgangsstufe 13 ausgewiesen, weil sie zuvor ihre

Abiturienten in ähnlicher Zahl an die Rudolf Steiner Schule in Berlin für die 13.

Jahrgangsstufe abgab. Die Nullen in den Jahren zuvor können den falschen

Eindruck erwecken, dass diese Schule damals Schüler nicht auf das Abitur

vorbereitet hat.

Fazit: Das Brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetz fördert nicht Schulen,

Schüler: Wer an einer Waldorfschule die Fachoberschulreife

sondern bedürftige

erwirbt und nicht die Schule verlässt, bereitet sich auf das Abitur vor. Wenn man den

Geltungsbereich des Brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetzes um

bedürftige Schüler erweitert, die die Fachoberschulreife erworben haben und eine

Ersatzschule besuchen, deren Bildungsziel der Erwerb der Fachhochschulreife

und/oder die allgemeine Hochschulreife ist, würde das bedürftige Waldorfschüler

einbeschließen und den berechtigten Personenkreis klar umreißen.

Wir bitten Sie, dem Parlament zu empfehlen, das Brandenburgische

Ausbildungsförderungsgesetz entsprechend anzupassen.

Mit besten Grüßen,

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