Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

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Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

Schulgesetzes eine maßgebliche Rolle. Bei der Gesetzeslücke hat die aufnehmende Stadt die

Möglichkeit zu sagen: „ja oder nein, wir nehmen die Kinder oder nicht". Die abgebende Gemeinde hat

wenig Einfluss- wird zwar angehört- dies spielte bisher aber in der Entscheidungsfindung keine Rolle.

Es sollte in Zukunft mehr darauf geachtet werden, dass es sich bei der Einschulung in der nicht

zuständigen Grundschule um eine Ermessensentscheidung handelt. Hierbei kann das Amt sein

pflichtgemäßes Ermessen ausüben. Es könnte auch mal ein „Für und Wider" abgewogen werden.

Wir verwehren uns dagegen, dass unsere Schule aus der „Steinzeit" ist bzw. sich im „Mittelalter"

befindet oder eine „Dummenschule" ist- nur weil auch Behinderte beschult werden (vgl. hierzu auch

Artikel eines Mitgliedes des Teupitzer Stadtrates / Anlage 6b). Die Nachbarschule stellt sich gern als

„Eliteschule" dar- schließlich ist sie kreidefrei (vgl. aber Anlage 5, Maz-Artikel), grenzt aber zum Teil

auffällige defizitäre Kinder aus, schickt diese weg an andere Schulen, fiihrt angeblich eine

ausschließliche Begabtenförderung durch und kann daher ja über 50 % der „6-Klassen-Abgänger" eine

gymnasiale Empfehlung geben (wie es dort mit den Kindern weitergeht und ob sie an den Gymnasien

klar kommen und bleiben können, spielt dabei keine Rolle).

Wir gehen davon aus, dass Sie sich im Ministerium der bundesweiten unterschiedlichen Studien und

deren Ergebnisse bewusst sind. Daher setzen wir auch voraus, dass Sie wissen, dass „Kreidefrei" nur

auf diesen Fakt reduziert, keinen Lernerfolg bringt- jedenfalls konnte bisher kein Lernerfolg

nachgewiesen werden (im Gegenteil). Unsere Schule aber arbeitet differenziert mit unterschiedlichen

Lehrmethoden. Nur so können alle Kinder flexibel und differenziert im Lernstoff mitgenommen und

dafür begeistert werden. Die Kinder unserer Schule haben im Gegensatz zu Anderen keine Problem

auf weiterführenden Schulen, weil sie bereits unterschiedliche Lehrmethoden gewohnt sind. Sie

können noch vernünftig ein Tafelbild abschreiben, was in den letzten Jahren an vielen Schulen nun

schon zum Problem geworden ist (aufgrund des ausschließlichen Einsatzes von Arbeitsblättern bzw.

der Smartboards). Unsere Schüler können aber auch mit moderner Technik umgehen, da zum Teil

Computer und Smartboards ebenfalls in den Unterricht integriert werden.

Unsere Schule ist vielfältig! Man darf nicht vergessen-auch die Schüler sind vielfältig in ihrer Art.

Die Kinderwelt ist bunt, daher muss man sich auch darauf einlassen und entsprechend differenziert

arbeiten.

Sowohl die Kommunalpolitiker (also der Bürgermeister und Sozialausschussvorsitzende) als auch

die Schulleitung von Groß Köris sind seit Jahren bemüht, sich mit den Teupitzer Stadtabgeordneten

und der örtlichen Schulleiterin zu verständigen, um beide Grundschulstandorte- Groß Köris und

Teupitz- zu erhalten. Auch die Schweriner Gemeindevertretung versucht einen Kompromiss zu

schließen. Leider sind die Teupitzer nicht wirklich kompromissbereit, wollen für sich alleine kämpfen

(vgl. die Zeitungsartikel Anlage 6 a und b). Wir hatten auch schon den neuen Amtsdirektor Herrn

Koriath gebeten, diesbezüglich schlichtend einzuwirken (Anlage 4). Dies stellt sich aber als sehr

schwierig dar. Auch wir Elternvertreter sind mit den Teupitzer Elternvertretern in Kontakt getreten, um

gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen. Es gestaltet sich aber alles sehr kompliziert, da den

Teupitzer EV aufgrund fehlender Transparenz schulinterne Kenntnisse fehlten und dort auch leider

bisher keine Gremienarbeit mit entsprechenden Mitwirkungsrechten vorlag- max. Elternkonferenzen,

in denen die Schulleiterin gefiltert informierte (Anlagen 2 u 7). Bei der Gegenüberstellung der Zahlen

sieht es zukünftig sehr schlecht für Teupitz aus, sodass diese versuchen, unsere Schule jetzt

ausbluten zu lassen.

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