Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

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Landtag Brandenburg P-ABJS 5/26 Protokoll - Land Brandenburg

Gemeinde/Einschulungsjahr 2014 2015 2016 2017

Groß Köris 21 15 14 13

Teupitz 10 7 8 9

Schwerin 4 3 4 6

Wie man an den neuesten Zahlen (Stand 01.10.2011) sehen kann, haben wir zukünftig genug

Erstklässler und für Teupitz reicht es zum Teil selbst mit den Schweriner Kindern nicht.

Aus demokratischer Sichtweise kann es doch nicht gewollt sein, dass in 2014 21 ABC-Schützen bis

nach Teupitz fahren sollen, obwohl dort nur 10 Erstklässler leben. Im Jahr 2015 wären 15 Kinder

unterwegs für gerade mal 7 Schüler und so geht es jedes Jahr weiter. Wo bleibt denn dann das Motto „

Kurze Wege für kleine Beine". Sollte nicht das Wohl der Kinder im Vordergrund stehen?!

Von verschiedenen „Teupitzern" haben wir gehört, dass unser Grundschulbereich geschlossen werden

soll, schließlich haben wir ja die Oberschule und Teupitz ist „Kreidefrei" und damit „besser"! Das sind

alle Argumente, die die Teupitzer Kommunalpolitiker aufzählen können. Wir aber vertreten die

Meinung, dass Qualität eine Rolle spielen muss sowie auch der Respekt zum Mitmenschen...jedem

Mitmenschen egal, wie begabt er ist, egal, ob er sich anders verhält, als man es gern hätte, egal, ob

Behinderungen existieren, egal ob Defizite im Verhalten vorliegen...jeder hat ein Recht auf Bildung!

Man darf keine Kinder abschieben, bloß weil sie in keine Schublade passen! Was ist besser

„Kreidefreies Lernen" oder „Wissensvermittlung & Vermittlung von Toleranz und sozialer

Kompetenz"?!

Auch vom wirtschaftlichen Aspekt ist es sinnvoll, unsere Schule zu erhalten. Die Fixkosten für den

Schulträger entstehen sowieso, da die Aufwendungen für die Oberschule und somit für Gebäude,

Grundstück, Hausmeister, Hallenwart etc. bleiben. Die finanzwirtschaftliche Sichtweise des Landes

Brandenburg zeigt auch, dass eine Grund-und Oberschule um Einiges kostengünstiger ist, als eine

reine Oberschule zuzüglich einer reinen räumlich getrennten Grundschule. Personaltechnisch gesehen,

ist eine Grund-und Oberschule ebenfalls von Vorteil und wesentlich wirtschaftlicher, da die

Lehrerverzahnung genutzt werden kann und es insgesamt nur eine Schulleitung gibt. Man denke nur

an den landesweiten Lehrermangel und Stundenausfall. Da wäre es von großem Nutzen diese

Kombination zu erhalten!

Die Schüler fühlen sich wohl und gehen gern in unsere Schule- egal ob ABC- Schützen, Teenies oder

16 Jahre junge „Erwachsene". Die Lehrer arbeiten wie eine große Familie. Die Eltern sind zufrieden.

Die Bürger von Groß Köris wollen ihre Schule erhalten (vgl. die symbolische

Unterschriftensammlung/ Anlage 1). Der Schulträger (die Gemeinde vertreten durch Bürgermeister

und Sozialausschussvorsitzenden) ist stolz auf seine Grund-und Oberschule, investiert gern in sie,

arbeitet im 6-Wochen-Rhythmus auf der Schulkonferenz konstruktiv mit und steht natürlich für den

Erhalt (Entscheidungsträger hinsichtlich eines Erhalts des Schulstandortes ist die Gemeinde aber

nicht)! Die Schulleitung steht für ein kompetentes Schulmanagement. Sie sammelte bereits seit fast 20

Jahren außergewöhnlich viele Erfahrungen hinsichtlich der heutigen Inklusion.

Im Schuljahr 2012/2013 wollen Eltern eines Sohnes mit Nachteilsausgleich (aufgrund

Beeinträchtigung des Gehörs) sowie Eltern einer Tochter mit Hemiparese links (halbseitige Lähmung)

aufgrund der mehrjährigen inklusions- Erfahrungen unbedingt an unserer Schule einschulen.

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