Bulletin Nr. 103 Dezember 2011

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Bulletin Nr. 103 Dezember 2011

Bulletin Nr. 103

Dezember 2011

COMSTOCK

IPSC-Weltmeisterschaft 2011

Wettkampfberichte und besondere Anlässe

Wettkampfausschreibungen 2012


Impressum

Herausgeber / Editeur Schweizer Verband für Dynamisches Schiessen

Fédération Suisse de Tir Dynamique

Federazione Svizzera di Tiro Dinamico

www.ipsc.ch

Verantwortlicher Redaktor Buntschu Robert, Lyss-Strasse 54, CH-2560 Nidau

Rédacteur responsable Tel.: 079 251 00 80, E-Mail: comstock@ipsc.ch

Druck / Impression Witschi & Co., 2560 Nidau

Auflage / Edition 1300 Exemplare

Ausgabe / Numéro d’édition Nr. 103 - Dezember 2011 / No 103 - decembre 2011

Erscheinungsweise / Paution viermal Jährlich / quatre fois par année

Redaktionsschluss Nr. 104 31. Januar 2012

Clôture de rédaction No 104 31 janvier 2012

Copyright Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. Bitte senden

Sie ein Belegexemplar an die Redaktion.

Reproduction autorisée avec indication de la source.

Prière d’envoyer un exemplaire à la rédaction en guise

de justificatif.

Titelbild Allrounder Beat Eichelberger gewinnt den 2-Gun Steel

Challenge 2011 in Lenzburg.

(Foto: James Kramer)

Illustration de la jaquette « Allrounder » Beat Eichelberger gagne le 2-Gun Steel

Challenge 2011 à Lenzburg.

(Photo: James Kramer)

Abonnemente (CHF 40.– für ein Jahr / vier Ausgaben) können bestellt werden bei:

Les commandes d’abonnements (40.– CHF par an / 4 éditions) doivent être adressées à :

Redaktion Comstock, Buntschu Robert, Lyss-Strasse 54, 2560 Nidau, comstock@ipsc.ch

2 / Comstock 103 / Dezember 2011


Inhaltsverzeichnis – Table des matières

Impressum ...................................................................................................................................... 2

Editorial ............................................................................................................................................ 4

Die Seiten des Verbandes / Les pages de la Fédération

Verbandsfunktionäre / Responsables de la Fédération ........................................................ 6

Voranzeige Delegiertenversammlung 2012 / Préavis Assemblée des délégués 2012 . 7

Die Seite des Präsidenten ........................................................................................................... 8

Terminkalender / Calendrier des manifestations ................................................................... 10

IPSC – News .................................................................................................................................. 12

Kleider und Accessoires / Vêtements et accessoires ............................................................ 13

NROI – News ................................................................................................................................ 14

NROI: Cours Romand de Security Officer 2011 ................................................................... 15

Courrier des lecteurs: Switzerland Is Back ! ............................................................................ 16

Berichte / Reportages

Sickinger Cup 2011 ...................................................................................................................... 18

9. Gallinago Trophy 2011 ........................................................................................................... 22

13. Historisches Überfallschiessen 2011 ................................................................................. 24

Rangliste 2. MOS Level III 2011 ................................................................................................ 26

9. Kristall-Cup 2011 ...................................................................................................................... 28

IPSC-Weltmeisterschaft 2011 ..................................................................................................... 34

2-Gun Steel Challenge in Lenzburg 2011 ................................................................................ 42

Final Schweizerisches Polizeifernschiessen 2011 .................................................................. 46

149. Rütlischiessen 2011 ............................................................................................................. 50

Zwischenrangliste Top Wheelgunner Trophy 2011/2012 ................................................... 54

Ankündigungen von Anlässen und Wettkämpfen /

Annonces de manifestations et de concours

5. Revolver-Cup 2012 .................................................................................................................. 56

25. Barbara-Cup 2012 .................................................................................................................. 58

Erlinsbacher Spring Break 2012 ................................................................................................. 59

10. Brünig Indoor Cup 2012 ...................................................................................................... 60

7. SCS Solothurnmatch 2012 ..................................................................................................... 61

Kolumne / Chronique .................................................................................................................. 62

Private Kleininserate / Petites annonces privées ..................................................................... 63

Verzeichnis der Inserenten / Liste des annonceurs ............................................................... 63

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Editorial

Einige Tage nach den Schweizer Parlamentswahlen war im Bieler Tagblatt unter dem Titel

«Aus Recht mach Pflicht » ein interessanter Artikel zu lesen. Die Autorin, eine Islamwissenschaftlerin

und Publizistin aus Grenchen gab darin ihrem Erstaunen Ausdruck, dass

wiederum so viele Schweizer den Urnen ferngeblieben sind.

Ernüchtert stellte sie fest, dass am 23. Oktober nicht einmal die Hälfte der Stimmberechtigten

von jenem Recht Gebrauch machten, wofür in anderen Ländern täglich Menschen

ihr Leben riskieren. In Tunesien, wo am gleichen Wochenende zum ersten Mal freie

Wahlen stattfanden, gingen überwältigende 90 Prozent der Stimmberechtigten wählen!

Mit diesem «Augenöffner» untermauerte die Autorin ihre Forderung, unser Privileg – das

Stimm- und Wahlrecht – als noble Pflicht anzusehen. Es dürfe doch nicht sein, dass wichtige

Errungenschaften wie Meinungsäusserungsfreiheit, politische Meinungsbildung und

Gestaltungskraft in der Gesellschaft unserer Dekadenz, Faulheit und Selbstgenügsamkeit

zum Opfer falle.

Harte Worte wohl – aber leider zutreffend. Und gleich taucht dabei die Frage auf: Hätte

wohl bei uns eine 90 Prozent Wahlbeteiligung am 23. Oktober das Kräfteverhältnis in unserer

Politlandschaft wesentlich verändert? Und falls ja, in welche Richtung und wäre das

für uns Schützen bzw. Waffenbesitzer besser oder schlechter?

Ich weiss es nicht, aber so oder so wäre die Klarheit vielleicht gar einfacher zu ertragen,

als die stets sehr unsichere Hoffnung, dass die «schweigende Mehrheit» wohl schon hinter

uns stünde. Das Abstimmungsresultat zur Waffeninitiative wirkt in dieser Hinsicht zwar

etwas beruhigend, aber vergessen wir nicht, dass auch im Frühling nur knapp 49 Prozent

der Stimmberechtigten ihrer Meinung an der Urne Ausdruck gegeben haben. Was hätten

wohl die absenten 51 Prozent gestimmt???

Wir Schützen gefallen uns ja gerne darin, korrekt, staatstragend und tugendhaft zu sein.

Wohl mehrheitlich zu Recht, aber haben am 23. Oktober zum Beispiel auch wirklich alle

der über 1200 SVDS-Mitglieder ihren (richtigen) Wahlzettel in die Urne gelegt?

Hoffen wir’s, denn gewisse Zweifel könnten da schon aufkommen, angesichts der traurigen

Tatsache, dass bereits zum zweiten Mal in Folge die SVDS-Präsidentenkonferenz

mangels Anmeldungen abgesagt werden musste. Besonders störend wirkt dabei, dass

ganze 19 Vereine sich nicht einmal die Mühe genommen haben, der Verbandsführung

eine ordentliche Abmeldung zukommen zu lassen. Die 13 angemeldeten Vereine stellen

demgegenüber also knapp 23 % interessierte Vereine dar!

Die Parallelen zum eingangs erwähnten Artikel sind beängstigend. Sowohl auf politischer,

gesellschaftlicher wie auch verbandsinterner Ebene bedarf es in unserem Land einer

dringenden Korrektur des Verhaltens. Denn sonst wird zumindest für uns Schützen die

Schlussfolgerung aus der Kolumne von Bo Rudolf am Ende dieses Heftes schneller wahr,

als uns lieb sein darf.

Robert Buntschu

4 / Comstock 103 / Dezember 2011


Editorial

Quelques jours après les élections fédérales, le « Bieler Tagblatt » publiait un article intéressant

sous le titre « Aus Recht mach Pflicht » (« le droit oblige »). L’auteur, une spécialiste

de l’islam et publiciste de Granges, se disait étonnée qu’autant de Suisses boudent les

urnes.

Même pas la moitié des ayants droit se sont rendus aux urnes le 23 octobre, alors que

dans d’autres pays des gens risquent leur vie tous les jours pour exercer ce droit ! En

Tunisie, à la même date et pour la première fois, il y a eu des élections libres : plus de 90

pour cent des électeurs et électrices y ont participé ! Avec cet exemple frappant, l’auteur

soulignait que le privilège de pouvoir voter et élire était une obligation sacrée. Que des

conquêtes importantes, telles que la liberté d’expression, la formation d’une opinion politique

et participer à la destinée de la société soient les victimes de notre décadence, de

notre paresse et de notre contentement, est aberrant.

Des mots très durs, mais pertinents ! Et on peut se poser cette question : si la participation

avait été de 90%, les forces en présence auraient-elles été différentes le 23 octobre

? Si oui, dans quel sens ? Le résultat pour nous tireurs et détenteurs d’armes aurait-il été

meilleur ou plus mauvais ?

Je ne le sais pas. Mais de toute manière le verdict aurait été plus facile à supporter que

l’espoir nébuleux d’une majorité silencieuse peut-être à nos côtés. Le résultat de la votation

sur l’initiative des armes de ce printemps, avec 49% de participation, est un peu plus

rassurant. Mais comment auraient voté les 51% d’abstinents ???

Nous les tireurs, nous aimons être considérés comme corrects, piliers de l’état et vertueux.

Ce qui est certainement juste. Mais, le 23 octobre par exemple, tous les membres de la

FSTD ont-ils déposé leur (juste) bulletin dans l’urne ?

Espérons-le ! Des doutes subsistent toutefois, puisque la conférence des Présidents a dû

être renvoyée une 2è fois, faute de participants ! Plus grave encore : 19 sociétés n’ont

même pas pris la peine de s’excuser… ! Les 13 sociétés annoncées représentaient le

23%... !

Les parallèles avec l’article ci-dessus sont inquiétants ! Il est urgent de corriger le tir dans

notre pays, tant en ce qui concerne l’attitude envers la politique, la société et notre Fédération.

Sinon, du moins pour nous les tireurs, les conclusions de l’article de Bo Rudolf à la

fin de ce bulletin deviendront réalité plus vite que nous le pensons.

Robert Buntschu

Traduction : E. Schweizer

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Verbandsfunktionäre – Responsables de la Fédération

Zentral-Vorstand / Comité central de la Fédération

Zentralpräsident Peter A. Wiederkehr, Hofmattstrasse 7, 4912 Aarwangen

Président central Tel. P: 062/ 923 23 55, Mobil: 079/ 236 38 00, E-Mail: president@ipsc.ch

Vizepräsident Schneider Patrik, Bombachhalde 27, 8049 Zürich

Vice-président Tel. P: 044/ 341 68 94, Tel. G: 044/ 871 16 63, E-Mail: vicepresident@ipsc.ch

IPSC Regional Direktor Steiger Thomas, Ehrenhaustrasse 3, 8105 Watt

Directeur régional IPSC Tel. Mobil: 079/ 670 53 20, Skype: tomcat2071, E-Mail: rd@ipsc.ch

Finanzen Güller Robert, Bündtenstrasse 6, 4415 Lausen

Finances Tel. P: 061/ 921 40 25, Mobil: 076/ 575 40 25, E-Mail: treasurer@ipsc.ch

Ausbildung (NROI) ad interim: Riedi Serenella, Mellingerstr. 22a, 5608 Stetten AG

Formation (NROI) Tel. P.: 056/ 631 19 45, Mobil: 079/ 362 63 36, E-Mail: nroi@ipsc.ch

Sekretariat / Protokoll Epple Peter, Reherstrasse 20a, 9016 St. Gallen

Secrétariat / Procès verbal Tel. P: 071/ 288 33 74, Mobil: 079/ 600 64 26; E-Mail: secretary@ipsc.ch

Kommunikation Rudolf Boris, Honerethof 4, 8962 Bergdietikon

Communication Tel. P: 044/ 735 11 11, Mobil: 079/ 324 40 23, E-Mail: press@ipsc.ch

Leistungssport (Technik) Hans-Peter Brosch, Sonnenbergstrasse 14, 8102 Oberengstringen

Sport d’Elite (Technique) Mobil: 079/ 421 35 00, E-Mail: tech@ipsc.ch

Ressortchefs und Dienststellen / Chefs de ressort et services

Accessoiresverkauf Jörg Borer, Auweg 6, 4613 Rickenbach

Vente accessoires Tel. P: 062/ 216 47 33, Fax P: 062/ 216 49 85, E-Mail: joerg.borer@bluewin.ch

Adressverwaltung Robert Buntschu, Lyss-Strasse 54, 2560 Nidau

Gestion des adresses Tel. P: 079/ 251 00 80, E-Mail: address@ipsc.ch

Ausweise Robert Buntschu, Lyss-Strasse 54, 2560 Nidau

Cartes de membres Tel. P: 079/ 251 00 80, E-Mail: badge@ipsc.ch

Feldstiche Peter Epple, Reherstrasse 20a, 9016 St. Gallen

Distinctions Tel. P: 071/ 288 33 74, E-Mail: remote@ipsc.ch

Flinte / Gewehr Oliver Josi, Weidmoos, 3283 Kallnach

SGN / Carabine Tel. P: 079/ 656 63 06, E-Mail: rifle@ipsc.ch

Internet Rudolf Boris, Honerethof 4, 8962 Bergdietikon

Internet E-Mail: webmaster@ipsc.ch

Nachwuchs Vakant

Relève Vacant

Nationalkader Vakant

Equipe nationale Vacant

RO / SO Kurse ad interim: Riedi Serenella, Mellingerstr. 22a, 5608 Stetten AG

Cours RO / SO Tel. P.: 056/ 631 19 45, Mobil: 079/ 362 63 36, E-Mail: nroi@ipsc.ch

Sicherheit / Schiessplätze Robert M. Stöckli, Wolfsackerstrasse 46 / Postfach, 5600 Lenzburg 1

Sécurité / Places de tir Tel. P: 079/ 480 80 80, Tel., E-Mail: range@ipsc.ch

Verbandsorgan Robert Buntschu, Lyss-Strasse 54, 2560 Nidau

Organe de la Fédération Tel. P: 079/ 251 00 80, E-Mail: comstock@ipsc.ch

Schlichtungsstelle Hans Wüst, Seefeldstrasse 62, 8008 Zürich

Organe de conciliation Tel. P: 079/ 358 06 74, Tel. G: 043/ 336 80 00, E-Mail: wuest@mwplaw.ch

6 / Comstock 103 / Dezember 2011


Verbandsmitteilungen – Communications de la Fédération

VORANZEIGE / PREAVIS An alle Präsidenten

der Dynamic Shooting-Vereine

A tous les Présidents des Sociétés

membres de Dynamic Shooting

9016 St. Gallen, Oktober 2011

Delegiertenversammlung 2012/ Assemblée des délégués 2012

Samstag, den 25. Februar 2012, 9:00 Uhr / Samedi 25 février 2012, 09h 00

Talgutzentrum 27, 3063 Ittigen (BE)

Bemerkung

Ich bitte Dich, mir Anträge Deines Vereins (keiner Einzelpersonen) bis spätestens am

16. Januar 2012, bei mir eintreffend einzureichen.

Remarque

Je te prie de me faire parvenir personnellement les propositions ou motions de ta Société,

(Pas de propositions ou motions d’ordre individuel!), jusqu’au 16 janvier 2012,

dernier délai.

Mit freundlichen Grüssen

Avec mes salutations amicales

Zentralsekretariat SVDS

Peter Epple

Reherstrasse 20a

9016 St. Gallen

E-mail: secretary@ipsc.ch

Comstock 103 / Dezember 2011 / 7


Die Seite des Präsidenten – Le billet du Président

Jahresbericht 2011 des Präsidenten

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich blicke zurück auf das Verbandsjahr 2011. An der

DV2011 durfte ich erneut das Amt des Zentralpräsidenten übernehmen und im Begrüssungswort

wünschte ich allen eine erfolgreiche Schiesssaison 2011. Die Erwartungen an

diese Saison wurden bei weitem übertroffen. Doch der Reihe nach:

Schweizermeisterschaft 2011

Den Dynamischen Schützen Falkenstein ist es dieses Jahr einmal mehr gelungen, mit dem

Juratreff einen sehr interessanten Match zu organisieren. Mit viel Aufwand und Austüfteln

von Drehscheiben entstand eine anspruchsvolle Schweizermeisterschaft 2011. Nochmals

ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an den Präsidenten der Dynamischen Schützen

Falkenstein, René Bogaert sowie Matchdirektor Cornelius Schweizer und seinem Team.

Deutsche Meisterschaft Rifle 2011

Mitte Juni nahm Oliver Josi zusammen mit René Ebert, Thomas Frey und Fabian Schor an

der Deutschen Meisterschaft Rifle teil. Total 100 Teilnehmer sind auf der Rangliste. Oliver

Josi beendete den Wettkampf mit mehr als 11%-Punkten Abstand auf seine Verfolger als

Sieger! Oliver, herzliche Gratulation.

Worldshoot 2011 in Rhodos

Nachdem an der EM2010 in Serbien die Schweizer mit drei Europameistertitel brillierten,

war die Spannung gross, wie es unseren Teilnehmern in Rhodos wohl ergehen werde.

Gleich drei Weltmeistertitel gingen in die Schweiz:

Weltmeister Open Senior: Patrik Schneider

Weltmeister Production Senior: Peter Heller

Weltmeister Standard Supersenior: Peter Kressibucher

Den Gewinnern gratuliere ich ganz herzlich und bedankte mich bei ihnen und dem ganzen

Team, dass sie unser Land so würdig an diesem Titelwettkampf vertreten haben. Um

hier ein Zitat zu gebrauchen: «Freude herrscht!»

Präsidentenkonferenz 2011

Weniger Freude bereitete die Tatsache, dass es dem Vorstand nicht gelungen ist, für die

PK2011 ein Workshop-Thema aufzugreifen, das unsere Präsidenten interessiert und zum

Teilnehmen motiviert.

Hier eine Auflistung der PK’s der vergangenen Jahre:

2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

Anzahl Vereine 64 66 64 63 61 58 57 57

Anmeldungen 35 40 22 27 29 21 12 15

Entschuldigt 22 24 14 26 18 21 17 25

keine Reaktion 7 2 28 10 14 16 28 19

Durchführung ja ja Absage keine keine ja ja ja Absage Absage

8 / Comstock 103 / Dezember 2011


Die Seite des Präsidenten – Le billet du Président

Dabei war doch Haupt-Thema: Nachwuchsförderung! Dass dies nicht auf die leichte

Schulter zu nehmen ist, zeigt folgende Tabelle:

%

40.00

35.00

30.00

25.00

20.00

15.00

10.00

5.00

-

0.64

Altersstruktur Dynamic Shooting

(1244 von 1285 Mitgliedern, Stand 26. Oktober 2011)

7.23

18.09

34.57

23.15

12.54

2.89

0.88

10 bis 20 20 bis 30 30 bis 40 40 bis 50 50 bis 60 60 bis 70 70 bis 80 80 bis 100

Altersgruppen

Bei der aktuellen Entwicklung werden in zwanzig Jahren 3⁄4 unserer Mitglieder über 60

Jahre alt sein. Wenn es uns nicht gelingt, die Bekanntheit unseres Sports zu erhöhen und

vermehrt Junge für das Dynamische Schiessen zu begeistern, droht unserem Verband

früher oder später das Aus!

Nachwuchsförderung wird also ein zentrales Thema für die Zukunft sein.

Zentralvorstand

Mit Serenella Riedi konnten wir wieder eine Frau für die Mitarbeit im Zentralvorstand

gewinnen. Serenella übernahm das Amt des Chef NROI und ich heisse sie herzlich Willkommen

und wünsche ihr viel Kraft und Freude bei der Ausübung ihres Amtes.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Vorstandkollegen für die aktive Mitarbeit im

Zentralvorstand zum Wohl unseres Verbands.

Anfang Dezember wird diese Comstock-Ausgabe in eurem Briefkasten liegen und bereits

stehen wieder die Festtage vor der Tür. Ich wünsche allen eine frohe und besinnliche Vorweihnachtszeit

und einen guten Start ins neue Jahr.

«Diligentia Vis Celeritas»

Aarwangen, 7. November 2011, Peter A. Wiederkehr, Zentralpräsident SVDS

Comstock 103 / Dezember 2011 / 9


Terminkalender – Calendrier des manifestations

Januar / Janvier 2012

6. – 8. 3-König Match, Dornbirn

Gerhard Lung, SF@combat-club.com

http://www.combat-club.com

14. 5. Revolver-Cup, Schinznach-Dorf

H. Kyburz, Veltheimerstr. 2, 5107 Schinznach-Dorf

E-Mail: kybischiesskeller@yetnet.ch

Februar / Février 2012

25. SVDS Delegiertenversammlung, Ittigen

Assemblée des Délégués FSTD, Ittigen

März / Mars 2012

9. – 12. IWA, Nürnberg

http://www.iwa.info/

10. 25. Barbara-Cup, Schinznach-Dorf

(Nur Standard-Waffen)

H. Kyburz, Veltheimerstr. 2, 5107 Schinznach-Dorf

E-Mail: kybischiesskeller@yetnet.ch

16. – 18. Int. SCW Trophy, Wien

E-Mail: trophy@s-c-w.net

24. Erlinsbacher Spring Break, Erlinsbach

Peter Heller, Saligasse 6, 5018 Erlinsbach

E-Mail: ipsc@peterheller.ch; www.peterheller.ch

30. – 1. 38. Waffensammlerbörse, Luzern

www.fachmessen.ch

30. – 1. 12th Ironhands, Lauf

E-Mail: level3@sg-heuchling.de

April / Avril 2012

14. 10. Brünig Indoor Cup 2012, Lungern

Markus Blättler, E-Mail: ma.bl@bluewin.ch

14. – 15. Euro Challenge, Hodonice

E-Mail: pitmar@post.cz

14. – 15. Roissy Spring Cup IR Nord Est, Roissy

E-Mail: remydeville@gmail.com

21. 34. Generalversammlung proTELL, Olten

www.protell.ch

28. Security Officer Kurs 2011 (1. Teil)

E-Mail: nroi@ipsc.ch

Mai / Mai 2012

5. Security Officer Kurs 2011 (2. Teil)

E-Mail: nroi@ipsc.ch

5. 26. Frühlingsmatch, CCC Biel

R. Buntschu, Lyss-Strasse 54, 2560 Nidau

E-Mail: r.bunt@gmx.ch

10 / Comstock 103 / Dezember 2011

Österreich

Autriche

Schweiz

Suisse

Schweiz

Suisse

Deutschland

Allemagne

Schweiz

Suisse

Österreich

Autriche

Schweiz

Suisse

Schweiz

Suisse

Deutschland

Allemagne

Schweiz

Suisse

Tsch. Rep.

Rep. Tchèque

Frankreich

France

Schweiz

Suisse

Schweiz

Suisse

Schweiz

Suisse

Schweiz

Suisse

III (*)

I

I

III (*)

II

III (*)

II

III (*)

III (*)

II


12. Tagung proTELL, ?

www.protell.ch

18. – 20. 4. Nikon Sport Optics IPSC Open, Dreieich

E-Mail: sabrina@wilda.de

19. 7. SCS Solothurnmatch, Ichertswil

Dominic Meier, Utzenstorferstr. 13

E-Mail: d.meier@gawnet.ch

Juni / Juin 2012

7. – 9. IV. Extreme Euro Open, Hodonice

E-Mail: pitmar@post.cz

23. – 24. Mario’s Open, Matzendorf-Hölles

E-Mail: marios@dillon.at

Juli / Juillet 2012

Terminkalender – Calendrier des manifestations

27. – 28. German Championship (Standard), Philippsburg

E-Mail: rwolka@aol.com

28. – 29. German Championship (Production), Philippsburg

E-Mail: rwolka@aol.com

28. – 29. Rooster Mountain, Kopenhagen

E-Mail: per@bressendorff.com

August / Août 2012

17. – 18. German Championship (Open), Philippsburg

E-Mail: rwolka@aol.com

18. – 19. German Championship (Classic + Revolver),

Philippsburg

E-Mail: rwolka@aol.com

24. – 26. Delta Cup VI, Belgrad

E-Mail: info@ipscdelta.org.rs

25. – 26. Dall IPSC Challenge, Aalborg

E-Mail: info@dall-ipsc-challenge.dk

September / Septembre 2012

12. – 16. Bianchi Cup, 8th NRA World Action Pistol

Championships 2012, Philippsburg

www.bdmp.de/bianchi

E-Mail: bianchi@bdmp.de

25. – 29. IPSC Shotgun World Shoot, Debrecen

E-Mail: hun@ipsc.org

Schweiz

Suisse

Deutschland

Allemagne

Schweiz

Suisse

Tsch. Rep.

Rep. Tchèque

Österreich

Autriche

Deutschland

Allemagne

Deutschland

Allemagne

Dänemark

Danemark

Deutschland

Allemagne

Deutschland

Allemagne

Serbien

Serbie

Dänemark

Danemark

Deutschland

Allemagne

Ungarn

Hongrie

(*) IPSC-Sanktionierung noch nicht erteilt / Pas encore approuvé par l’IPSC

Stand: 15. November 2011 / Etat: 15 novembre 2011

III (*)

III (*)

III (*)

III (*)

III (*)

III (*)

III (*)

III (*)

III (*)

III (*)

III (*)

III (*)

Comstock 103 / Dezember 2011 / 11


International Practical Shooting Confederation (IPSC)

IPSC Weltmeisterschaft und «General Assembly» 2011

Drei Schweizer Weltmeister im Dynamischen Schiessen!

Die Schweizer Schützen Peter Heller, Peter Kressibucher und Patrik Schneider dominierten

jeweils ihre Divisionen und Kategorien und wurden Weltmeister! Auch in den Shoot

Off’s gewannen Patrik Schneider und Peter Kressibucher gegen die weltbesten Schützen!

Herzliche Gratulation für diese ausserordentlichen Leistungen!

Die Erfolgsgeschichte des Dynamischen Schiessen Schweiz geht weiter! Nach den drei

Europameistertiteln, welche die Schweizer Schützen 2010 eroberten, folgten nun fünf

Weltmeistertitel an der Weltmeisterschaft in Rhodos. Um diese Leistungen richtig zu

würdigen, muss man sich vor Augen halten, dass unsere Schützen fast keine finanzielle

Unterstützung erhalten und von Rahmenbedingungen anderer Schiesssportarten im Spitzensport

nur träumen können. Da IPSC die am schnellsten wachsende Schiesssportart ist,

verdichtet sich natürlich auch das Niveau an der internationalen Spitze enorm.

Wie üblich fand anlässlich des «Worldshoots» auch die «General Assembly» (Konferenz

der IPSC-Regionaldirektoren) des Weltverbandes statt. Es galt, über 50 Motionen zu behandeln

und Entscheide zu fällen. Auch die Wahl des Präsidenten stand auf der Traktandenliste

und der bisherige Präsident, Nick Alexakos, wurde ganz klar wieder gewählt.

Am Vorabend zur «Assembly» fanden informelle Gespräche zwischen dem Weltverband

und den grössten IPSC-Nationen statt. Bei dieser Gelegenheit bescheinigten Präsident

Nick Alexakos, der gesamte Vorstand des Weltverbandes sowie die grossen IPSC-Nationen

der Schweiz hervorragende Beziehungen und ein sehr gutes Verhältnis. Somit konnte

die Unruhe und das Misstrauen, welche durch die Kampf-Kandidatur «IPSC President» aus

der Schweiz heraus entstand, geklärt und neutralisiert werden.

Da das Beschlussprotokoll der «General Assembly» noch nicht versandt wurde, hier einige

Beschlüsse in Kurzform (Details über die an der «Assembly» behandelten Themen folgen

im nächsten Comstock):

Die verschiedenen Reglemente werden zusammengeführt.

Die Division Modified Handgun wird auf Ende 2011 abgeschafft.

Eine neue Division «Classic» (Single Stack Waffen) wird für drei Jahre eingeführt.

Das Double-Action Abzugsgewicht in der Division Production bleibt auf 5 lbs.

Flinten-Munition darf nur noch unterhalb des Gürtels getragen werden.

Die nächste IPSC-Weltmeisterschaft (Worldshoot XVII) findet in Florida (USA) statt.

Nächstes Jahr finden die WM Flinte und die EM Gewehr statt. Sicher werden auch bei

diesen Disziplinen die Schweizerschützen wieder auf Top-Platzierungen hin arbeiten!

Thomas Steiger, IPSC Regional Direktor Switzerland

12 / Comstock 103 / Dezember 2011


Kleider und Accessoires – Vêtements et accessoires

Bestellungen bitte schriftlich mit vollständiger Adresse und Mitgliednummer an:

Veuillez commander par écrit indiquant votre adresse complète ainsi que votre numéro

de membre :

Jörg Borer, Verantwortlicher «Shop», Auweg 6, 4613 Rickenbach

Postkonto / Compte de Chèque Postal : 60-149367-7

Schweizer Verband für Dynamisches Schiessen, «Shop» per Adresse Jörg Borer

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2 SVSCS-Pin / Pin SVSCS Fr. 5.00

3 IPSC-Pin (gold) / Pin IPSC (or) Fr. 5.00

4 IPSC-Pin / Pin IPSC Fr. 5.00

5 Namensschilder IPSC (Name Bar)

plaquette d’identité IPSC

6 Schlüsselanhänger IPSC (Key Chain)

porte-clé IPSC

Fr. 5.00

Fr. 5.00

7 Aufnäher IPSC / Insigne a coudre IPSC Fr. 8.00

8 Aufkleber IPSC / Autocollant IPSC Fr. 3.00

9 Aufnäher «Dynamic Shooting»

Insigne a coudre «Dynamic Shooting» (or)

10 Aufnäher «Dynamic Shooting» (gold)

Insigne a coudre «Dynamic Shooting» (or)

11 Aufkleber SVSCS

Autocollant FSTCS

12 Aufkleber Dynamic Shooting (10.–/4 Stk.)

Autocollant Dynamic Shooting (10.–/ 4 pièces)

Fr. 8.00

Fr. 8.00

Fr. 2.00

Fr. 10.00

13 Polo-Shirt / T-Shirt-Polo (M, L, XL) Fr. 70.00

14 Polo-Shirt / T-Shirt-Polo (S, M, L, XL, XXL) Fr. 70.00

15 Cap, rot mit Logo Schweiz

Casquette, rouge avec logo Suisse

16 Cap, rot mit Logo Dynamic Shooting

Casquette, rouge avec logo DS

Fr. 8.00

Fr. 20.00

17 Frottiertuch, rot / serviette-éponge, rouge Fr. 10.00

18 IPSC «Scoring Overlay» Fr. 2.00

Total

(Fotos zu den Artikeln siehe Comstock 100, Seite 31)

Total

Comstock 103 / Dezember 2011 / 13


National Range Officer Institute (NROI)

Neue Chefin NROI ad Interim

Viele Schützen und Schützinnen kennen mich bereits und haben mich schon als Wettkampfschützin

oder als RO erlebt.

Mit dem Vorhaben, meine Erfahrungen als Wettkämpferin und als Schiedsrichterin einbringen

zu können, werde ich das Amt des NROI ad Interim gerne übernehmen. Anregungen

und Unterstützung sind mir von allen Seiten herzlich willkommen.

Meine erste Aufgabe wird es sein, mit Hilfe von kompetenten Leuten einen Security

Officer-Kurs durchzuführen. Dazu gehören auch das Überdenken und die Festlegung der

Teilnahmekriterien.

Dieser Kurs wird zwei Tage in Anspruch nehmen und auf dem Waffenplatz Rothenturm

am 28. April und 5. Mai 2012 stattfinden. In diesen beiden Tagen werden wir die neuen

Security Officer intensiv auf die Sicherheit im Umgang mit Faustfeuerwaffen und Handfeuerwaffen

ausbilden. Auch grundlegende Kenntnisse des IPSC-Regelwerkes werden mit

einbezogen. Die detaillierte Kursausschreibung wird im März-Comstock publiziert.

Als weitere Aufgaben sehe ich die Weiterbildung und Ausbildung bestehender und zukünftiger

ROs.

So weit so gut... : )

Bitte denkt daran: nur wenn wir gemeinsam an einem Werk arbeiten, wird es erfolgreich

sein. Also unterstützt mich mit eurem Wohlwollen und eurer konstruktiven Kritik.

Mit Schützengruss

Serenella Riedi

14 / Comstock 103 / Dezember 2011

Mein Steckbrief:

Name: Riedi

Vorname: Serenella

Adresse: Mellingerstrasse 22a, 5608 Stetten AG

Verein: DSC Birmensdorf

E-Mail: nroi@ipsc.ch

Telefon: 056/ 631 19 45

Natel: 079/ 362 63 36


Cours Romand de Security Officer 2011

12 novembre 2011 à Romont / Montagne de Lussy

National Range Officer Institute (NROI)

Le dernier cours SO en langue française ayant eu lieu à La Chaux-de-Fonds en 2006, les

sociétés romandes ont pris l’initiative d’en organiser un nouveau cette année.

Grâce à l’amabilité d’Alain Baeriswyl, président de la SMTP, qui a bien voulu mettre sa

place de tir à notre disposition, cette regrettable lacune a pu ainsi enfin être comblée.

Le matin a eu lieu la partie théorique, avec des exposés du soussigné (Aperçu historique

de l’IPSC et de la FSTD + Prescriptions de sécurité relatives au Tir Dynamique), de Daniel

Wenker, président de la SGTT (Rôles et responsabilités du SO) et de Peter Stauffer de la

SNTP (Règlement IPSC). Cette séance du matin a par ailleurs été honorée de la présence

de notre Président central Peter Wiederkehr, que je remercie pour sa disponibilité.

L’après-midi a été consacré à quatre ateliers pratiques, dirigés respectivement par Eric

Pochon et Marco Perucchini du TPF (Introduction au tir IPSC), Daniel Wenker (Sécurité

sur la place de tir, placement des cibles et construction des parcours), Dario Santus de la

SMTP (Manipulation et mise en sécurité des armes de poing et des armes longues) ainsi

que Peter Stauffer (Commandements et conduite du tir).

Un questionaire-test a clos cette journée d’instruction et les diplômes ont pu être remis en

début de soirée à tous les participants. Aucun échec. Félicitations à tous !

Je tiens encore ici à remercier très sincèrement tous nos intervenants pour leur formidable

engagement, et tout particulièrement Daniel Wenker, véritable cheville ouvrière de ce

cours SO 2011, dont la compétence et les talents d’organisateur ont fait merveille et sans

qui un tel cours n’aurait certainement pas pu avoir lieu.

Les nouveaux Security Officers 2011 brevetés sont :

Roland MONTANGERO, Président d’honneur de la FSTD

Besson Thivent SMTP Gada Daniel SMTP

Chappuis Claude SNTP Gallardo José SGTT

Chernogorov Alexander TP Fribourg Grossrieder Nicolas STP Bern-Fribourg

Croset Christophe SMTP Hiltbrunner Fabrice SMTP

Demierre Patrice STP Pistolet Bière Krepelka Jan STP Pistolet Bière

Dupertuis Damien SGTT Krepelka Kristyna STP Pistolet Bière

Emonet Jean-Marie SVTP Péquignot Thierry SNTP

Fellay Frédéric SGTT Tendon Pascal SNTP

D’anciens SO ont également suivi ce cours en tant que cours de répétition :

Cordella Serge SMTP Mismetti Olivier SGTT

Hlach Nicole SMTP Rueff Robert SGTT

Hunkeler Walter SGTT Schmidt Christophe SMTP

Klöti Bernard SGTT

Comstock 103 / Dezember 2011 / 15


Leserbrief – Courrier des lecteurs

Switzerland Is Back !

Mille mercis à nos champions ! Honneurs, sincères félicitations et chaleureux remerciements

à nos amis et collègues Patrik Schneider, Peter Heller et Peter Kressibucher pour

leur brillante classification lors des derniers Championnats du Monde IPSC et pour les

médailles d’or qu’ils nous ont rapportées !

Toute notre Équipe nationale s’est bien comportée, mais ce sont (une fois de plus) les

vétérans qui ont remporté la palme !

J’espère que notre Comité aura pu et su communiquer comme il se doit – que dis-je

communiquer, claironner ! – urbi et orbi les titres de Champions du Monde de nos trois

tireurs qui ont pareillement fait honneur aux couleurs helvétiques qu’ils portaient sur leur

maillot !

Cela étant, on comprend mieux pourquoi le thème central qui aurait dû occuper notre défunte

et regrettée Conférence des Présidents 2011 était axé sur la recherche de solutions

visant à assurer l’avenir et promouvoir la relève. En d’autres termes, comment intéresser

la jeune génération ? Car il nous faut bien admettre que notre population de tireurs IPSC

vieillit et que la relève n’est pas assurée...

Dans cet ordre d’idée, il faudrait que le DDPS, ses services de l’instruction ainsi que la

SAT (ancienne SAHS) se rendent finalement compte de tout ce que nous pourrions leur

apporter, de ce que le Tir Dynamique est en relation directe avec notre Défense nationale

(rappel : nos statuts précisent que l’un des buts de notre Fédération est « d’assurer le maintien,

la formation et la promotion de l’habileté au tir avec tous les types d’armes utilisées

dans le Tir dynamique, cela dans l’intérêt du sport et de la Défense nationale ») et qu’ils

en tirent les conséquences qui s’imposent et prennent une fois des décisions intelligentes

à notre égard.

Plutôt que d’avoir affaibli les ponts avec nous comme ils l’ont fait voici une dizaine

d’années, en édulcorant notamment l’appui sans réserve qu’il nous apportait, lequel se

manifestait entre autres par la mise à disposition gratuite de leurs places de tir, je pense en

effet que le DDPS ferait mieux – dans l’intérêt bien compris de notre Défense nationale

– de rechercher davantage le rapprochement avec notre Fédération, en commençant par

exemple par fixer à nos sociétés des prix de location de leurs places de tir qui ne soient

pas prohibitifs !

Quant à la FST/SSV, j’espère qu’elle se rendra finalement compte de l’énorme erreur

qu’elle a commise voici une dizaine d’années en se distanciant dans la mesure du possible

de notre Armée. Elle qui constituait auparavant une base populaire, véritable fondement

de notre Armée de milice et de notre esprit de défense nationale, elle a voulu se « civiliser

» au maximum pour s’aligner sur l’anti-militarisme de l’époque et le politiquement

correct ambiant !

On a vu où cela les a menés...

Encore merci à tous nos tireurs ! Longue vie au Tir IPSC, que celui-ci soit pratiqué sous

forme de « Practical Shooting » ou de « Tactical Shooting » !

Roland MONTANGERO

Président d’honneur de la Fédération Suisse de Tir Dynamique

16 / Comstock 103 / Dezember 2011


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Berichte – Reportages

Sickinger Cup

6. und 7. August 2011 in Ottnang (A) – Text: Christine Burkhalter, Fotos: F. Sickinger

Geplant für diesen Match war eigentlich, dass Matthias Hasler und ich zusammen an den

Sickinger Cup fahren wollten. Wir haben so viel Gutes über diesen Match gehört, dass ich

Matthias überreden konnte, mit mir dorthin zu fahren.

Leider kommt es im Leben nicht immer so wie man es gerne hätte. Da – mein sich immer

gewählt ausdrückender und steht’s sehr engagierter Meister und Freund – Matthias Hasler

tragischerweise am 1. August 2011 verstorben ist.

Es fiel mir schwer, mich unter den gegebenen Umständen auf den bevorstehenden Match

zu freuen und ich fragte mich, ob ich überhaupt nach Österreich reisen sollte. Die Namen

von bekannten Schweizer Schützenkollegen auf der Teilnehmerliste vereinfachten mir

jedoch den Entscheid, dennoch teilzunehmen. Ich nahm Kontakt mit Patrik Schneider auf

und fragte ihn, ob er eventuell eine Mitfahrgelegenheit wüsste. So kam es, dass ich am

Samstagmorgen mit Hampi Brosch und Hubi Burch losfuhr in Richtung Österreich. Ich

möchte mich bei den beiden nochmals dafür bedanken, dass sie mich so nett aufgenommen

haben und sich so fürsorglich um mich gekümmert haben.

Die Fahrt nach Ottnang am Hausruck dauerte ziemlich lange und man fragt sich vielleicht,

wieso man für einen halben Tag schiessen einen so weiten Weg auf sich nimmt. Doch

jeder, der den Match schon einmal geschossen hat, weiss wieso man so weit fährt.

Es lohnt sich wirklich, denn das Päckli, das einem geboten wird, ist fantastisch. Angefangen

bei der wunderschönen Schiessanlage im Wäldchen, über die wirklich gastfreundlichen

18 / Comstock 103 / Dezember 2011

Standby !


Berichte – Reportages

Österreicher (mit hervorragender Verpflegung – bestes Grillfleisch das ich jemals gegessen

habe) bis hin zu den interessanten und herausfordernden Stages.

Leider begann es kurz vor unserem Einsatz am Sonntagnachmittag ziemlich stark zu regnen.

Allerdings hatten wir Glück und mussten nur die erste Stage bei Regen schiessen,

danach erwies sich Petrus als gnädig und wir kamen ziemlich trocken durch die restlichen

zehn Stages.

Die Übungen waren gut aufgebaut und abwechslungsreich mit insgesamt etwa 23 Stahlzielen,

vielen 2 3 -Scheiben (teilweise auf recht weite Distanz) und einigen kniffligen «Penalty

Targets». Was scheinbar eine österreichische Spezialität ist, sind die PT’s, welche schön

längs in der Hälfte der Scheibe drapiert werden (und es hatte einige von diesen). Ich hatte

so meine liebe Mühe damit, da ich wohl etwas zu fest darauf bedacht war, an die A-Zone

heranzukommen (Division Production – da will man ja unbedingt Alphas…), was dann leider

zum einen oder anderen «Mike» geführt hat. Aber man lernt ja nie aus und so hatte ich

an diesem Sonntag festgestellt, dass es sich wohl lohnen würde, dieses Thema im Training

ein bisschen genauer anzuschauen.

Ganz witzig fand ich die Stage 7, komplett mit 2 3 -Scheiben (Minimum 32 Schuss), wo man

an zwei Stellen an einem Griff ziehen musste, wodurch jeweils weiter vorne in einem Fenster

eine Scheibe sichtbar wurde. Bei der Stagebegehung hätte ich mir nur besser einprägen

sollen, wie stark man an diesen Griffen zu ziehen hatte. Die Vorrichtungen reagierten

nämlich so leicht, dass ich im Parcours dann viel zu überschwenglich daran gerissen habe

und so die Scheibe im Fenster gleich auf der anderen Seite wieder verschwand…

Ein Blick auf einen Teil der schön gelegenen Freiluftanlage.

Comstock 103 / Dezember 2011 / 19


Berichte – Reportages

Auf jeden Fall bin ich im Nachhinein sehr froh, dass ich trotz der unglücklichen Umstände

teilgenommen habe und als ich nach der Rangverkündigung am Sonntagabend die ziemlich

einmalige Atmosphäre erleben durfte, um so mehr. Das Zusammensitzen nach dem

Match in einer gemütlichen Runde hätte Mätthu unheimlich gut gefallen, da bin ich mir

ganz sicher.

Ich war ja nun das erste Mal dort, aber ich kam mir vor als wäre ich schon ein «alter

Stammgast». Wird für mich sicher nicht das letzte Mal gewesen sein...

Absolut empfehlenswert!

In loving memory of Matthias Hasler – Hasitec

Auszug aus der Rangliste

Division Open (49 gewertete Teilnehmer)

1. Schneider Patrik (Senior) CH-SCC Obwalden 100.00 %

2. Wilda Christian Deutschland 99.44 %

3. Eidenschink Bernhard Deutschland 98.60 %

4. Weber Günther (Senior) Österreich 96.25 %

5. Kneringer Mario Österreich 92.25 %

Weitere Schweizer Teilnehmer

11. Heller Joshua SS Enzian 83.11 %

17. Burch Hubert SCC Obwalden 79.82 %

40. Sieber Heinz (Super Senior) SG Lenzburg 52.41 %

Division Standard (86 gewertete Teilnehmer)

1. Midgley Gregory Deutschland 100.00 %

2. Post Gottfried (Senior) Österreich 93.80 %

3. Stranz Jürgen Österreich 88.61 %

4. Astroth Marcus Deutschland 87.99 %

5. Handl Reinhard Österreich 84.40 %

Schweizer Teilnehmer

6. Brosch Hans Peter SCC Obwalden 80.89 %

Division Modified (8 gewertete Teilnehmer)

1. Meier Dominic CH-SCS Solothurn 100.00 %

2. Dvojmoc Ludwig Slowenien 80.18 %

3. Bogner Helmut Deutschland 71.12 %

4. Stuber Rüdiger Deutschland 59.01 %

5. Trautmann Ralf Deutschland 51.13 %

20 / Comstock 103 / Dezember 2011


Division Production (49 gewertete Teilnehmer)

Berichte – Reportages

1. Heller Peter (Senior) CH-SS Enzian 100.00 %

2. Reiter Gerald Österreich 95.19 %

3. Fellner Walter Österreich 88.88 %

4. von der Tann Joachim Deutschland 88.47 %

5. Reich Rolf-Dieter (Senior) CH-CC St. Gallen 87.76 %

Weitere Schweizer Teilnehmer

17. Burkhalter Christine CCC Biel 71.84 %

Division Revolver (5 gewertete Teilnehmer)

1. Kirchweger Hermann (Senior) Österreich 100.00 %

2. Kronberger Martin Österreich 82.22 %

3. Steingruber Martin Deutschland 67.69 %

4. Geödert Georg Deutschland 61.10 %

5. Kroiss Robert Österreich 22.11 %

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Comstock 103 / Dezember 2011 / 21


Berichte – Reportages

9. Swiss Gallinago Trophy 2011

Text und Fotos: László Tolvaj, CCCBiel

Sommerliche Temperaturen und anspruchsvolle Aufgaben forderten den Teilnehmer

des Gallinago-Wettkampfes einiges an geistiger und körperlicher Fitness ab.

Wenn IPSC-Schützen «fremdgehen», treiben sie sich zwecks Kontaktaufnahme nicht in

schummrigen Bars herum, sondern begeben sich auf einen Waffenplatz. Statt piekfein

herausgeputzt, stecken sie in Ghillie-Anzügen, auf dem Rücken schleppen sie schweres

Gepäck, umgehängt ein Präzisionsgewehr mit imposantem Zielfernrohr.

So gerüstet, trafen sich im August 37 Schützen aus der Schweiz und dem Ausland auf

einem Schiessplatz, um das beste Team zu küren. Zu ihren Aufgaben gehörten unter anderem

Distanzen schätzen, beobachten, tarnen, Ziele erkennen und diese bis 650 Meter

Entfernung zu treffen.

Neben Armeeangehörigen aus Deutschland, Italien, England und Übersee mischten auch

einige Polizisten und mehrere zivile Teilnehmer mit. Zudem stammten ein Dutzend der

Schweizer Wettkämpfer aus der hiesigen IPSC-Szene. Vielleicht ein Zeichen dafür, dass

dynamische Schützen keine Berührungsängste zu anderen Disziplinen haben.

Ausrüstung ist nicht alles

Was da an Waffen, Hilfsmitteln und Zubehör herangeschafft wurde, war nicht von schlechten

Eltern und muss deren Besitzer auch einiges gekostet haben. Gleichzeitig wurde aber

auch drastisch vor Augen geführt, dass die beste Ausrüstung nichts taugt, wenn man sie

nicht korrekt einsetzen kann. Zum Beispiel das Mil Dot-Absehen. Auf einem der Posten

war nämlich Distanzenschätzen angesagt. Zuerst mit dem unbewaffneten Auge, dann

mit ZF, Spektiv oder Feldstecher. Während im ersten Fall die angewandte Technik und

Erfahrung den Ausschlag gaben, hätte es mit Hilfe des Zielfernrohres genügt, das Absehen

auf das gezeigte Objekt zu legen, um die Entfernung auf wenige Meter genau anzusagen.

Wenn sich der Beobachter hingegen in dieser Situation mit der Frage auseinandersetzen

muss, was ein Mil und was ein Dot ist, wird wohl Hopfen und Malz verloren sein. Die

Ausbeute auf jenem Posten war denn auch entsprechend. Fünf Teilnehmer schafften immerhin

85% vom Punktemaximum, die Hälfte aller Wettkämpfer tummelte sich im Bereich

35 bis 65%, der Rest lag zwischen 0 und 30%.

Was das im Feld bedeuten kann, zeigte sich beim Langdistanz-Schiessen. Jedes Mitglied

eines Zweierteams musste an einem gegenüberliegenden Hang je vier Scheiben unter

Zeitdruck beschiessen. Distanz unbekannt, Ziele schlecht sichtbar, weil vor dunklem Hintergrund

im Schatten liegend. Wer sich hier um 20% oder mehr in der Distanz verschätzte

und lediglich eine sechsfache Vergrösserung am ZF zur Verfügung hatte, war chancenlos.

Und das waren immerhin zwei Drittel aller Wettkämpfer: Null Punkte!

Keine Halbheiten

Wie im richtigen (Scharfschützen-)Leben wurde den Teilnehmern nichts geschenkt, wenigstens

nicht auf den Scheiben. So wurden auf dem Stage «Linienfeuer» verschiedenste

Ziele auf Distanzen zwischen 250 und 150 Meter bekämpft, deren Darstellung hier schon

die political correctness verbietet. Dass die Ziele sehr klein waren (Grösse Tennisball und

kleiner), versteht sich von selbst. Dass aber die Treffer auch noch ganz innerhalb des Wer-

22 / Comstock 103 / Dezember 2011


Berichte – Reportages

tungskreises liegen mussten, hat dem Selbstbewusstsein des einen oder anderen Schützen

einen argen Dämpfer versetzt, weil ein «angeschossen» eben nicht reichte.

Zur Auflockerung musste auch mal die zerlegte Pistole unter Zeitdruck zusammengesetzt

werden. Weshalb dabei einige Schützen die einzelnen Teile ihrer Waffe ins Gras statt auf

die Strasse legten, bleibt mir als Zuschauer bis heute ein Rätsel...

Das Motto des vom UOV Dachs perfekt organisierten Wettkampfes hiess übrigens «Fortuna

permeditatum adiuvat» (Das Glück bevorzugt den Vorbereiteten). Diese Worte waren

nicht ganz zufällig gewählt, denn wer die Unterlagen der Einladung sorgfältig studiert

hat, verfügte bereits über einige Angaben zu den Distanzen oder andere Hilfen, um die

gestellten Aufgaben zu lösen.

Den Wettkampf gewann übrigens Marc Heim als «Zivilist» mit seinem Partner, der wie

manche andere Teilnehmer nicht genannt werden möchte. Es gibt deshalb auch keine

Rangliste für die Öffentlichkeit. Wer sich jedoch für die Teilnahme an der nächsten Gallinago

Trophy interessiert, sei auf die Homepage www.uov-dachs.ch verwiesen.

Comstock 103 / Dezember 2011 / 23


Berichte – Reportages

13. Historisches Überfallschiessen

28. August 2011 in Ennetmoos – Text und Fotos: James Kramer

Erfolg für die CL Aarau: Bundesgabe für Pistolenschütze Sandmeier

Das historische Schützenfest in der Innerschweiz erinnert an den blutigen Verzweiflungskampf

der Nidwaldner gegen die französischen Besatzer vom 9. September 1798. Am

Allweg kam es zwischen den von General Schauenburg kommandierten 10’000 Berufssoldaten

und 1600 tapferen Nidwaldner Bürgern und Bürgerinnen zu einem grausam

geführten Gefecht. Schlussendlich unterlagen die Nidwaldner der Übermacht. Doch ihr

Widerstand und der Heldenkampf geniessen bis heute grossen Respekt und hohe symbolische

Bedeutung.

Die Combat League Aarau reiste zum sechsten Mal an diesen geschichtsträchtigen und

vaterländischen «Event» in die Zentralschweiz und brillierte mit geschlossenen Mannschaftsleistungen

in beiden Disziplinen.

Der erstmals mit der CL Aarau startende Franz Röösli bestach mit seiner Präzision und Beständigkeit.

Seine 30 Punkte und acht Mouchen reichten zum souveränen Bronzeplatz in

der Gewehrkategorie. Mit der Pistole doppelte er nach, holte sich auch hier den beliebten

Kranz und avancierte somit zum besten Aargauer überhaupt.

Noch einen drauf setzte Tom Sandmeier, der sympathische Polizeischütze aus Aarau.

Routiniert und wettkampfstark setzte er auf der 25 Meter Anlage einen Zentrumstreffer

nach dem andern. Mit 29 Punkten und fünf Mouchen wurde er als Tagessieger ausgerufen

und mit der edlen Bundesgabe, einer Pistole SIG 210, beehrt.

Mit den schönen Mannschaftsrängen Pistole (2.) und Gewehr 3.) gehört die CL Aarau zu

den erfolgreichsten Sektionen des 63. Historischen Überfallschiessen in Ennetmoos.

Gewehr: Liegen, laden, schiessen und treffen

Die Scheibe, ein grüner Kopf mit Helm und den Werten 3 - 2 - 1 befindet sich auf einer

Distanz von 80 Metern. Es folgen 10 Schuss, meist der grellen Sonne entgegen – ohne

Probeschuss versteht sich.

72 Schützen buchten das Punktemaximum von 30 Punkten – eine echte Klasseleistung.

Die Rangierung musste über die Anzahl Mouchen führen. Das absolute Maximum (30

Punkte und 10 Mouchen) totalisierten die Lokalmatadore Werner Liem (Bundesgabe) und

Stefan Käslin, (Ehrengabe) beide SG Ennetmoos. In drei Minuten ist der Einsatz vorbei.

Die Resultate bleiben vorerst noch geheim, jeder kann sich (bis zum Absenden) als Sieger

wähnen.

Mitten im Favoritenfeld, Franz Röösli, welcher mit dem dritten Rang in der Gästekategorie

für ein beachtenswertes Debüt in Ennetmoos sorgte. Mit 30 Punkten ging auch Christoph

Hochuli in die Wertung ein. Zusammen mit Reto Deiss (29) Christoph Spinnler (28) Daniel

Kretz (27) Tom Frey (27) und Marc Erni (27) sorgt er für den ausgezeichneten 3. Rang in

der Sektionswertung.

24 / Comstock 103 / Dezember 2011


Pistole: Wieder vorn dabei – die CL Aarau

Berichte – Reportages

Mit 21 Aktiven gehört die CLA auch hier zu den grossen Sektionen. Das Programm ist bubieinfach.

10 Schuss in drei Minuten – reichlich Zeit. Die Mehrzahl der Schützen senken

ihre Waffen nach 60 Sekunden – sind ausgeschossen. Neben unserem Champion Tom

Sandmeier punkteten auch Christoph Spinnler, Franz Röösli, Peter Siegfried und Daniel

Kretz meisterhaft und sichern der CLA den 2. Rang in der Sektionswertung – ein Erfolg

welcher sich sehen lassen darf.

Organisation einfach – aber gut !

Fast 900 Gewehr- und Pistolenschützen beteiligen sich an diesem bodenständigen Volksfest

in Ennetmoos. Hinter der Veranstaltung stehen ein starker Stab und ein hilfreiches

Team aus Funktionären aller Art. Die Atmosphäre zwischen Schützenstand und Festzelt

ist friedlich und kameradschaftlich. Hier begegnen sich Geschichte, Tradition, Vaterlandstreue

und schützenfreundliche Bürger. Hier herrscht Verbundenheit und Solidarität.

Möge dieser echt schweizerischen Veranstaltung noch ein langes und erfolgreiches Dasein

beschieden sein.

Gegenlicht als Herausforderung: Gewehrschützen in Ennetmoos.

Comstock 103 / Dezember 2011 / 25


Berichte – Reportages

2. MOS Level III

10. und 11. September 2011 in Philippsburg (D)

Division Open (79 gewertete Teilnehmer)

1. Kamenicek Martin Tschech. Republik 100.00 %

2. Kirsch Saul Niederlande 98.41 %

3. Schneider Patrik (Senior) CH-SCC Obwalden 92.01 %

4. Schraner Remo CH-DSC Birmensdorf 86.75 %

5. Loch Marijan Deutschland 85.66 %

Weitere Schweizer Teilnehmer

15. Haas Peter DSC Birmensdorf 80.69 %

22. Betschart Bruno (Senior) PC Marthalen 77.07 %

23. Heller Joshua SS Enzian 77.01 %

24. Heller Jessey (Junior) SS Enzian 76.22 %

48. Mottet Andreas (Senior) DS Falkenstein 61.96 %

50. Zanardi Annamaria DSC Birmensdorf 61.83 %

66. Sieber Heinz (Super Senior) SG Lenzburg 47.43 %

69. Messerli Philipp (Senior) DS beider Basel 44.79 %

Division Standard (83 gewertete Teilnehmer)

1. Midgley Gregory Deutschland 100.00 %

2. Saudemont Tom Belgien 90.47 %

3. Brosch Hans-Peter CH-SCC Obwalden 87.69 %

4. Stauffer Peter CH-SNTP 85.83 %

5. Van Uitert John Niederlande 84.60 %

Weitere Schweizer Teilnehmer

7. Frey Michael SG Lenzburg 78.83 %

12. Künzler Oliver CC Gretzenbach 75.90 %

13. Mayer Norbert CS Ausserschwyz 75.03 %

Division Modified (16 gewertete Teilnehmer)

1. Zdenek Henes Tschech. Republik 100.00 %

2. Meier Dominic CH-SCS Solothurn 93.33 %

3. Ksycki Andre Deutschland 77.91 %

4. Ebert Rene CH-CG Vitodurum 77.58 %

5. Schlette Karsten Deutschland 77.40 %

Weitere Schweizer Teilnehmer

6. Telese Enzo (Senior) CSC Sand 75.18 %

8. Jenni Patrick CL Aarau 71.86 %

26 / Comstock 103 / Dezember 2011


Division Production (94 gewertete Teilnehmer)

Berichte – Reportages

1. Zapletal Miroslav Tschech. Republik 100.00 %

2. Vysny Marian Tschech. Republik 97.53 %

3. Josi Oliver CH-DS Falkenstein 89.05 %

4. Kummer Patrick Deutschland 88.08 %

5. Von der Tann Joachim Deutschland 87.75 %

Weitere Schweizer Teilnehmer

6. Heller Peter (Senior) SS Enzian 87.16 %

13. Meichtry Markus (Senior) CS Aaretal 80.34 %

15. Zobrist Roger DSC Birmensdorf 79.38 %

26. Michel Walter CCC Biel 69.30 %

29. Ximenes Artur PPSC Fricktal 68.90 %

30. Burkhalter Christine CCC Biel 67.93 %

31. Ditzler Roger (Senior) CS Aaretal 66.77 %

32. Fricker Claudia DS beider Basel 66.65 %

49. Waldmann Daniel DS beider Basel 57.74 %

75. Waibel Peter ??? 41.73 %

94. Moser Marco CT Sissach 10.45 %

Division Revolver (13 gewertete Teilnehmer)

1. Back Sascha Deutschland 100.00 %

2. Schneider Markus Deutschland 96.62 %

3. Itani Marwan CH-DS Falkenstein 86.57 %

4. Rauer Dietmar (Senior) Deutschland 85.96 %

5. Derrer Marco CH-PPSC Fricktal 81.47 %

Weitere Schweizer Teilnehmer

6. Berger Ferdinand CCC Trimbach 81.47 %

9. Schmocker Ernst (Senior) PSC Thunersee 75.19 %

Comstock 103 / Dezember 2011 / 27


Berichte – Reportages

9. Kristall-Cup 2011

10. September 2011 in Eschenbach/LU – Text und Fotos: James Kramer

Dominierten Polizeischiessen 2011: Remo Schraner und Tom Binder

Mit seiner Ausgeglichenheit, Konstanz und professionellem Können holte der Zürcher

Stadtpolizist Remo Schraner seinen dritten Kristall in Eschenbach. Auf dem Silberplatz

landete sein Dienstkollege und Trainingspartner Tom Binder. Dieser distanzierte den Titelverteidiger

Pascal Hubli um wenige Punkte und stellte damit den Zürcher Doppelsieg

sicher. Der «Winner» der neunten Kristall-Trophy, triumphierte als dreifacher Matchsieger,

derweil auch Tom Binder (Stadtpolizei Zürich) Pascal Hubli (Zugerpolizei) Stefan Bachmann

(Stadtpolizei Zürich) und der Österreicher Andreas Schletterer je einen Stage für

sich entscheiden konnte. Zu den grossen Verlierern gehört das Detachement Aargau,

welches aus den vordersten Positionen verdrängt wurde.

Mannschaftsmässig dominierten die Polizeischützen aus Österreich. Sie platzierten fünf

Mann in den Top-Ten und wurden damit erstmals mit den beliebten «Ehrengaben» belohnt.

Auch die Damenwertung ging an Österreich, Cornelia Poelzl holte den kleinen

Kristall. Total wurden 104 Polizeischützen klassiert.

Für die Veranstalter und das OK Kristall beginnt der nun mittlerweile internationale Bewerb

am Freitag davor. Bis um 16:00 Uhr wird die Kiesgrube der Gemeinde Eschenbach noch

bewirtschaftet. Ähnlich wie bei einer Zirkus-Equipe wird dann in kürzester Zeit alles «generalsstabsmässig»

aus dem Boden gestampft. Seppi Hofstetter, welcher schweizweit als

Parcoursbauer der Sonderklasse gilt, dirigiert seinen Stab. Früher war er ein erfolgreicher

Schütze von internationalem Format – heute Schiesslehrer und Wettkampforganisator.

Jeder ist nun gefordert. Die OK-Mitglieder sind sich nicht zu schade, einen Pickel oder

eine Schaufel in die Hand zu nehmen. So auch Markus Hollenstein, der als OK-Chef die

Fäden zieht oder Daniel Merz, welcher jedes Jahr einen riesigen Gabentempel ins Chalet

zaubert und damit allen Schützen Freude bereitet. Es entsteht ein Arbeitsplatz (Stage)

nach dem andern. Eile ist angesagt – die Zeit rinnt dahin. Immer mitten im Geschehen,

Beni Amgarten, ein Mann der anpacken kann. Seine wertvolle Unterstützung ist am Kristallschiessen

gefragt. Reto Ludi und Stefan Eggstein überwachen den genialen Aufbau des

«Chalet» und räumen die Stube ein. Bei Einbruch der Dunkelheit ist das Organisationskommittee

für die 9. Austragung des Kristall Cup startbereit. Es kann losgehen!

Schweizer Favoriten und sackstarke Österreicher

Dass der Gewinner des neunten Kristall aus dem Trio Schraner / Hubli / Binder kommen

musste, war fast so sicher wie das Amen in der Kirche. Diese drei Schützen befinden

sich in der gleichen Leistungskategorie – schiessen auf dem gleichen Niveau. Mit dieser

Situation kam Remo Schraner eindeutig am besten zurecht. Er schoss zielsicher, punktete

regelmässig und war immer bei den Schnellsten. Die Summe daraus war der brillante Gesamtsieg,

welcher schlussendlich recht deutlich ausfiel.

Tom Binder nahm sich vermutlich im Stage 5 selbst aus dem Rennen, als er knapp 20

Punkte auf den Sieger einbüsste. Mit dem Ehrenplatz in der Gesamtwertung darf Tom,

welcher im Jahre 2006 und 2007 als Champion gefeiert wurde, zufrieden sein. Um an

Remo vorbeizukommen, hätte er viel mehr trainieren müssen, bestätigte er selbst.

28 / Comstock 103 / Dezember 2011


Berichte – Reportages

Gewinnen wollte auch er, Titelverteidiger Pascal Hubli (Zugerpolizei). Er war mit seiner

Leistung nicht ganz zufrieden. Mit nur einem Matchsieg wurde er klar unter seinem Wert

geschlagen. Doch mit dem Bronzerang bewies er, dass er zu den drei Grossen im schweizerischen

Polizeischiessen gehört.

Während sich die Schweizer Favoriten belauerten rückten die Österreicher vehement

vor. Jürgen Höfle trat erneut mit einer schlagkräftigen Truppe an und rollte das Feld von

hinten auf. Furore machte vorerst Andreas Schletterer mit dem Sieg im Stage 3, wo die

Übung in einer nahrhaften Denksportaufgabe eingebunden war. Teamleader Jürgen Höfle

verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um drei Plätze und dürfte ein Anwärter auf einen

zukünftigen Podestplatz werden. Vor der Sonne stand ihm diesmal noch der Landsmann

Günter Grüner, der beste ausländische Schütze am Kristallschiessen 2011. Mit den Rängen

6 (Andreas Schletterer) 8 (Wolfgang Hollan) 10 (Tobias Frohnwieser) und 11 (Thomas

Klaus) zementieren die Österreicher ihre vorbildliche und dominante Mannschaftsstärke.

Nur Kurt Häusermann der wirblige Schütze aus dem Spez Team der Mil Sich konnte die

österreichische Phalanx mit seinem neunten Rang unterbrechen.

Kristallschiessen 2011: Kein Aargauer Tag

Zusammen mit Zürich stellen die Aargauer einen Drittel des Teilnehmerfeldes. Während

Zürich einen souveränen Doppelsieg buchte und mit weiteren Glanzleistungen aufwartete,

ging das Detachement Aargau (die Schützen der Kapo und der VAG) praktisch leer

aus. Die Absenz von Andreas Hunziker, Patrick Jenni und Paul Geissmann (alle VAG)

wirkte sich gravierend aus.

Warf sich in Schale: Das Team Austria, ein «Highlight» am 9. Kristallschiessen.

Comstock 103 / Dezember 2011 / 29


Berichte – Reportages

Einzig Daniel Heggli (Kapo AG) konnte den Schaden mit seinem 19. Rang in Grenzen

halten. Daniel Kretz, im letzten Jahr Dritter und Gewinner einer Ehrengabe wurde als 28.

Erfasst, ein Rang welcher nicht zu ihm passt. Die Niederlage zeigt deutlich, dass nicht auf

dem Lorbeeren ausgeruht werden darf. Der Angriff erfolgt in einem Jahr, wenn die Jubiläumsveranstaltung

«10 Jahre Kristallschiessen» durchgeführt wird!

Sieben Übungen – sieben Situationen

Jeweils sieben Arbeitsplätze stellen Seppi Hofstetter und sein Team ins Gelände. Keine

Übung gleicht der andern, jede stellt ein Unikat dar. Der Parcoursbauer holt seine Ideen

aus der Praxis und setzt sie mit der IPSC-Doktrin um. Derweil stösst er mit dem Schwierigkeitsgrad

an die obere Grenze oder mutet dem Polizisten zu viel Technik zu. Nicht jeder

liebt den «Schnick-Schnack». So konnte sich mit dem perfiden Farben-Parcours lange nicht

jeder anfreunden.

Der Beübte ist herausgefordert, seine Leistung zu bringen und möglichst gut abzuschliessen.

Nicht immer ist die eingesetzte Technik hundertprozentig zuverlässig. Auch am Kristallschiessen

2011 kam es vor, dass nicht alles wunschgemäss funktionierte und Schützen

zu einer Wiederholung (im IPSC-Jargon Reshoot genannt) antreten mussten.

Martin Frey verlässt rasant die ungewöhnliche Schiessposition auf einem Autodach.

30 / Comstock 103 / Dezember 2011


Fast 30 Organisationen aus Polizei, Militär und Sicherheit am Start

Berichte – Reportages

Eschenbach ist seit Jahren Stätte der Begegnung für Schweizer und ausländische Polizisten.

Neben den Stammgästen aus den Kantonen Zürich, Aargau, Tessin, Solothurn und

der Nation Österreich durften die Veranstalter auch deutsche Polizeikameraden und

einen Vertreter von Luxemburg begrüssen. Die internationale Vermischung schreitet weiter

voran und so wird das Kristallschiessen mehr und mehr zum Mekka der praktischen

Polizeischützen.

Geladen auf den Schiessplatz

Was einen IPSC-Matchdirektor zur Weissglut treiben würde, geschieht am Kristallschiessen

und gilt als normal. Sämtliche Schützen rücken mit geladenen Waffen an – alle sind

sie Polizisten und haben Waffentragpflicht. Unter Aufsicht eines OK-Mitgliedes werden

die Dienstpistolen entladen und zum Wettkampf fertig gemacht. Am Schluss der Veranstaltung

wird wieder Dienstbereitschaft erstellt, das heisst, die Schützen verlassen die

Wettkampfstätte mit geladenen Waffen – und das ist gut so!

Kristallschiessen: Willkommenes Polizeitraining für den Ernstfall

Es ist zu hoffen, dass sich die Verdichtung nicht nur europäisch sondern vor allem auch

in unserem Land verbessert. Nach wie vor gibt es Regionen welche am Kristallschiessen

nicht präsent sich.

Die Ost- und Westschweiz sind bisher wenig vertreten und auch der grosse Kanton Bern

ist unterdotiert. Das Kristallschiessen ist Polizeitraining pur. Geschehen die Übungen unter

Wettkampfdruck sind sie doppelt wertvoll und zeigen auf, in welcher Richtung gearbeitet

werden muss. Das Kristallschiessen gehört in den Trainingskalender jedes Polizisten welcher

im täglichen Fronteinsatz steht! Klar ist aber auch, dass der Wettkampf in Eschenbach

intensive Vorbereitung braucht – das normale Diensttraining reicht für eine befriedigende

Leistung nicht aus.

Frauenwertung in österreichischer Hand

Mit dem Fehlen von Angela Randegger (Stadtpolizei Zürich) ist das Niveau der Damenkategorie

(Lady) gesunken. Auch diesmal wurde das angestrebte Dutzend an Teilnehmerinnen

nicht erreicht. Im Rennen um den kleinen Kristall packte Cornelia Poelzl (Polizei

Österreich) ihre Chance. Damit verliess der Wanderpreis die Schweiz. Die Titelverteidigerin,

Federica Rossini (Kapo Tessin) erreichte den Ehrenplatz. Ihr folgt Amy King (Polizei

Österreich). Somit haben die österreichischen Polizistinnen das Heft in die Hand genommen

und den Damentitel sichergestellt. Es ist zu hoffen, dass dieser Umstand die einheimischen

Polizistinnen herausfordert, den Pokal im Jahre 2012 zurückzuerobern.

Gepflegtes Absenden mit Ambiente

Für die Verpflegung, die Pausen und das Absenden steht ein heimeliges Holzhaus zur

Verfügung. Darin aufgebaut – der Gabentempel Marke Daniel Merz. Seit Jahren ist Daniel

Merz der Verbindungsmann zu den zahlreichen Sponsoren. Keiner geht ohne Preis, bzw.

ohne Erinnerung nach Hause lautet das Credo von Daniel Merz. Besondere Beachtung

fanden die drei «Ehrengaben», welche diesmal allesamt nach Österreich gingen. Manch

andere Veranstaltung könnte sich hiervon eine Scheibe abschneiden.

Comstock 103 / Dezember 2011 / 31


Berichte – Reportages

Nur einer hatte keine Zeit seinen Preis zu feiern: Sieger Remo Schraner. Kurz nach der

Pokalübergabe war er bereits wieder unterwegs – zum nächsten Schiessen, einem internationalen

IPSC-Wettkampf im deutschen Philippsburg.

Auszug aus den Ranglisten

Einzelklassement (104 Teilnehmer)

1. Remo Schraner Stadtpolizei Zürich 100.00 %

2. Tom Binder Stadtpolizei Zürich 92.15 %

3. Pascal Hubli Zugerpolizei 89.00 %

4. Günter Grüner Team Polizei Austria 85.92 %

5. Jürgen Höfle Team Polizei Austria 85.00 %

6. Andreas Schletterer Team Polizei Austria 82.94 %

7. Stefan Bachmann Stadtpolizei Zürich 81.12 %

8. Wolfgang Hollan Team Polizei Austria 80.45 %

9. Kurt Häusermann Mil Sich 78.71 %

10. Tobias Frohnwieser Team Polizei Austria 78.46 %

Einzelklassement Damen (8 Teilnehmer)

1. Cornelia Poelzl Team Polizei Austria 61.57 %

2. Federica Rossini Kapo Tessin 58.28 %

3. Amy King Team Polizei Austria 47.53 %

32 / Comstock 103 / Dezember 2011

Meister aller Klassen: Remo Schraner, Stadtpolizei Zürich.


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Berichte – Reportages

IPSC-Weltmeisterschaft 2011

2. bis 9. Oktober 2011 in Rhodos – Text und Fotos: Tom Steiger

Vorbereitung

Die Vorbereitung auf die WM erfolgte individuell. Der Munitionstransport und organisatorische

Themen wurden in einem Briefing abgestimmt und abgesprochen. Grundsätzlich

sind die Vorbereitungen mehr oder wenig ruhig verlaufen. Das Thema «Bewilligungen

Griechenland» war das zeitaufwändigste. Obwohl wir Schengen-Mitglied sind, haben das

die Behörden in Griechenland nicht so gesehen und so mussten alle Schweizerschützen

den ganzen Papierkrieg vor Ort durchmachen.

Vor der Eröffnung fand das «Prematch» und die «General Assembly 2011» statt. Hier wurden

über 50 Motionen verarbeitet. Die wichtigsten Neuerungen und Punkte sind in den

IPSC-News aufgeführt.

Die Spiele sind eröffnet!

Nachdem sämtliche Schützen, Waffen und Munition auf Rhodos angekommen waren,

wurde die IPSC-Weltmeisterschaft offiziell eröffnet. Bei der Zeremonie waren über 2000

Personen anwesend und die Geschichte von Rhodos wurde in einer multimedialen Show

mit Pferden, Sängern und Tänzern dargestellt.

Der treueste Fan der Schweizerschützen reiste aus der Heimat mit seiner Familie als Zuschauer

an: Beni Amgarten stand plötzlich vor uns an der Eröffnung der Spiele! Welch

eine Überraschung.

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Die Schweizer-Delegation im sonnigen Griechenland.


Berichte – Reportages

Das ganze WM-Programm wurde auf fünf «Areas» mit verschiedenen Gestaltungsthemen

aufgeteilt. Die Gruppen wurden in Morgen- und Nachmittagsablösungen eingeteilt, so

dass man nicht jeden Morgen um 05:30 Uhr aus dem Bett musste.

Tag 1

Der erste Tag begann für die einzelnen Squads auf unterschiedlichen Stages. Meine Gruppe

startete in der Area 1, welche das lokale Landleben zum Thema hatte. Die Szenarien

hatten entweder etwas mit den lokalen Tänzen zu tun, mit dem Pflücken von Oliven oder

einer typischen kleinen Farm mit Pferd, Garten und Haus. Aber auch Scheiben in Weinreben

und dann noch ein Labyrinth, bei welchem am Schluss Minotaurus stand, hinter dem

eine Platte geschossen werden musste. Auch eine «Schwache-Hand-Übung» mit Früchten

stand auf dem Programm.

Die Rückmeldungen der Schweizer Teams waren gut. Einzig Daniel Waldmann musste

ein ganz unglückliches «DQ» hinnehmen. Roger Ditzler hatte zwar Knieprobleme, konnte

diese aber einigermassen behandeln.

Tag 2

Tag Zwei startete für die meisten Schweizerschützen frühmorgens. Bereits um 05:30 Uhr

tat der Wecker seine Pflicht. Der erste Schütze startete Punkt 08:00 Uhr. Die Stages der

Area 2 stellten verschiedene Sehenswürdigkeiten dar. Zum Beispiel die Hafeneinfahrt,

eine Szene, bei der aus einem Segelboot geschossen werden musste. Bei einem anderen

Stage musste aus einem Haus geschossen werden. Die Startposition hier war am

Peter Heller im «Hafen von Rhodos».

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Berichte – Reportages

Küchentisch sitzend. Einmal musste der Schütze als Fakelträger des olympischen Feuers

starten. Dieser Stage wurde infolge Ungleichheit am Schluss der WM jedoch aus der

Wertung genommen. Bei einem weiteren Stage wurde aus einer Festung heraus durch

drei Schiessscharten geschossen. Hier musste der Schütze zuerst einen Stein fallen lassen,

dann mit einem Schwertstoss eine Luke öffnen und danach die dahinterliegende Situation

beschiessen. In dieser Area war auch ein Laufparcours aufgestellt, bei welchem zuerst auf

rund 40 Meter ein Stahlziel getroffen werden musste. Unglücklicherweise hatte Claudia

hier eine verklemmte Patrone, welche ihr den ganzen Stage vermieste. Trotzdem schoss

sie anschliessend kontrolliert und hervorragend weiter. Alle Schützen zeigten zufriedene

Gesichter, auch wenn nicht immer alles so wie eigentlich geplant gelaufen war.

Tag 3

Der dritte Tag startet um 13:30 Uhr bei gefühlten 45 Grad Celsius und greller Sonne. Die

Themen auf diesen Stages drehten sich alle um die griechische Illias. Stage 13 fand auf

einem Boot statt, auf welchem einige Strafziele, zwei Scheiben und aussen herum fünf

Platten gestellt waren. Der folgende Stage war von den spartanischen Schlachten gegen

die Türken inspiriert. Als Spartaner musste der Schütze hinter einer Wand voller Schilder

starten und 15 Scheiben je mit einem Schuss «piercen». Darauf folgte der Start Hand in

Hand mit der schönen Helena in einem Schlosshof auf Troja. Zwei Schwinger und zwei

Stahlziele sowie ein Platte erschwerten den Gang durch die Mauern Trojas. Den nächsten

Stage absolvierten die Wettkämpfer liegend auf einem Floss und die Scheiben befanden

sich im Mund von Haien. Es folgte der Zweikampf mit Achilles und am Schluss die Eroberung

von Troja. Mit Brücken, Wankscheiben und Schwinger. Der Tag war wiederum voll

erfüllt, wenn auch die Resultate sehr unterschiedlich ausfielen.

Tag 4

Der Tag begann wieder 06:30 Uhr morgens, mit der Anfahrt auf den Schiessplatz. Diese

Area hatte Geographie und Bauten zum Thema. Der erste Stage war der Leuchtturm

von Rhodos, bei welchem von aussen in den Turm geschossen wurde. Danach folgte ein

Stage in einem griechischen Tempel, bei welchem um die Säulen geschossen werden

musste. Dann ging es ab in die Berge auf die Skier mit Start zwischen zwei Skistöcken.

Eine Scheibe, ein Stahlziel welches drei Laufscheiben auslöste, die einen Berg hinunter

rasten (und natürlich auf Strafscheiben montiert waren). Das nächste Szenario war ein

typisches Landhaus aus der Gartenperspektive. Zuerst musste ein Stahlziel und ein Platte

beschossen werden, danach waren Scheiben und Schwinger im Haus an der Reihe.

Anschliessend folgte der grosse Hafen-Stage, welcher meines Erachtens die schwierigste

Herausforderung dieser WM war. Der ganze Aufbau stellte die Hafenanlage von Rhodos

dar, mit der Einfahrt und mehreren Segelbooten. Die Segel verdeckten natürlich einen

grossen Teil der Scheiben. 30 Schuss, wovon acht auf schnelle Schwinger auf über 25

Meter, zwei Stahlziele, drei Platten und der Rest auf halbe und ganze Scheiben. Manche

Schützen kassierten hier mehr als fünf Fehlschüsse. Der letzte Stages des Tages startete

aus einem schwankenden Boot heraus, wobei fünf Platten und zwei Scheiben getroffen

werden mussten.

Da am nächsten Tag erst wieder am Nachmittag geschossen wurde, konnten die Teams

zur Entspannung einmal in den Ausgang.

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Tag 5

Ein «moderner Spartaner» hinter antiken Schutzschildern.

Berichte – Reportages

Dies war für uns der letzte Schiesstag. Zwar standen eher einfache Stages auf dem Programm,

aber die Übungen waren dennoch nicht zu unterschätzen. Bei einem Stage startete

der Schütze als Wasserskifahrer und musste mit der linken Hand ein Seil zurückziehen

um eine Scheibe hinter einem Strafziel hervor zu heben. Rechts davon befand sich noch

ein schneller Schwinger, der nur zu einem Viertel sichtbar war. Davor ein Strafziel aus

Stahl, das eindrücklich mit einem «Gluung» reagierte, wenn man den Abzug nicht sanft

genug betätigte. Ein 32-schüssiger Marathonlauf mit 18 Zielen und verschiedenen Positionen

auf welchen die Magazine positioniert wurden, war auch nicht ohne. Die übrigen

Stages waren Speed-Shoots.

Fazit nach dem letzten absolvierten Stage: Obschon das WM-Programm anfangs einfach

aussah, waren die Stages letztlich doch ziemlich schwierig zu schiessen.

Tag 6 Shoot-Off und Zeremonie

Die Spannung auf die Resultate war bereits sehr hoch. Alle versuchten, sich irgendwie eine

Rangliste zu beschaffen, diese wurden jedoch strikte nicht heraus gegeben. Gerüchte machen

die Runde ob’s wohl zu einer Teilnahme im Shoot-Off reicht oder nicht. Am Morgen

durften sich dann Patrik Schneider, Peter Heller und Peter Kressibucher bereitmachten für

den «Showdown».

Comstock 103 / Dezember 2011 / 37


Berichte – Reportages

Und dann schoss Kressi hier den Vogel ab: Bei einem Durchgang hörte er den Startpieps

nicht und startete erst, als der andere Schütze bereits den ersten Schuss abfeuerte… und

gewann trotzdem! Kressi und Patrik wurden schliesslich «Shoot-Off-Winner» in ihrer jeweiligen

Division und Kategorie!

Beeindruckend war, mit welcher Präzision und Geschwindigkeit die Open Ladies im

Shoot-Off «abgeladen» haben. Mein persönlicher Favorit hier, Jessy Harrison, gewann die

«Damenrunde».

Am Abend fand dann die Schlusszeremonie mit der Rangverkündigung statt. Und die

Schweiz jubelte bereits, als die Shoot-Off Gewinner bekannt gegeben wurden. Doch es

kam noch besser! Als erster Schweizer Weltmeister wurde Peter Heller in der Division

Production Senior ausgerufen. Der ganze Saal tobte und gratulierte. In der Standard Division

folgte Peter Kressibucher mit dem Super Senior Titel und danach Patrik Schneider mit

seinem ersten Rang in der Division Open Senior!

Man kann es nur so zusammen fassen: Nach der erfolgreichen EM 2010 mit drei EM-

Titeln wurde der sensationelle Erfolg hier in Rhodos für die Schweizer IPSC-Szene noch

gesteigert! Auch die anderen Nationen jubelten ab den neuen Schweizer Weltmeistern

und Grössen wie Tod Jarett kamen, um zu gratulieren! Das Gefühl der Schweizer IPSC-

Gemeinde über die Leistungen der drei neuen Schweizer Weltmeistern war unglaublich!

Herzliche Gratulation!

Die nächste Handgun-WM wird in drei Jahren im sonnigen US-Bundesstaat Florida im Ort

mit dem bezeichnenden Namen Frostproof stattfinden.

Christine Burkhalter kommt den «bedrohten» Tänzern zu Hilfe.

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Auszug aus den Ranglisten

(Vollständige Resultate siehe: www.ipsc.ch)

Division Open (364 gewertete Teilnehmer)

Berichte – Reportages

1. Grauffel Eric Frankreich 100.00 %

2. Racaza JJ USA 96.71 %

3. Eusibio Kamille USA 96.00 %

4. Michel Max USA 94.02 %

5. Ballesteros Jorge Spanien 91.82 %

Schweizer Teilnehmer

32. Schneider Patrik (Senior) SCC Obwalden 78.74 %

102. Schraner Remo DSC Birmensdorf 69.80 %

122. Heller Joshua SS Enzian 67.28 %

124. Haas Peter DSC Birmensdorf 67.25 %

183. Betschart Bruno (Senior) PC Marthalen 62.55 %

290. Zanardi Anna Maria DSC Birmensdorf 49.54 %

Division Standard (328 gewertete Teilnehmer)

1. Miguez Blake USA 100.00 %

2. Jaime Juan Carlos Spanien 98.91 %

3. Puente Ted USA 95.71 %

4. Dionisio Jethro Philippinen 95.49 %

5. Batki Gyorgy Ungarn 95.01 %

Schweizer Teilnehmer

96. Künzler Oliver CC Gretzenbach 71.76 %

127. Kressibucher Peter (Super Senior) SG Lenzburg 67.55 %

Division Modified (47 gewertete Teilnehmer)

1. Henes Zdenek Tschech. Republik 100.00 %

2. Morales Jerome Jovanne Philippinen 97.59 %

3. Leatham Rob (Senior) USA 96.84 %

4. Voigt Michael (Senior) USA 96.44 %

5. Uygongco Nelson Philippinen 95.86 %

Schweizer Teilnehmer

12. Meier Dominic SCS Solothurn 87.99 %

22. Ebert Rene CG Vitodurum 77.79 %

32. Arendt Benjamin DS Falkenstein 69.66 %

45. Mottet Andreas (Senior) DS Falkenstein 58.97 %

47. Bonaldo Massimo (Senior) DS Falkenstein 54.50 %

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Berichte – Reportages

Division Production (381 gewertete Teilnehmer)

1. Vogel Robert USA 100.00 %

2. Stoeger Ben USA 97.66 %

3. Mink Matthew USA 96.81 %

4. De Cobos Eduardo Spanien 96.65 %

5. Lejano Jeufro Emil Philippinen 95.68 %

Schweizer Teilnehmer

32. Heller Peter (Senior) SS Enzian 85.57 %

143. Meichtry Markus (Senior) CS Aaretal 69.50 %

197. Michel Walter CCC Biel 63.94 %

198. Burkhalter Christine CCC Biel 63.89 %

210. Reich Rolf (Senior) CC St. Gallen 62.54 %

217. Steiger Thomas DSC 357 61.82 %

Division Revolver (43 gewertete Teilnehmer)

1. Lopez Ricardo ECU 100.00 %

2. Miculek Jerry (Senior) USA 94.84 %

3. Griffin Matthew USA 88.42 %

4. Back Sascha Deutschland 88.41 %

5. Chua Phillipp Philippinen 88.27 %

Schweizer Teilnehmer

18. Itani Marwan DS Falkenstein 71.29 %

«Unsere» Champions nach der Rangverkündigung. Bravo Jungs, gut gemacht!

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Berichte – Reportages

2-Gun Steel Challenge in Lenzburg

15. Oktober 2011 in Lenzburg – Text und Fotos: James Kramer

Brillanter Tagessieger: Beat Eichelberger, CC Staufen

Urvater des ultraschnellen Schiessens auf Stahlziele in der Schweiz ist der im Jahre 2006

verstorbene Franz A. Suter. Ihm, welcher diese Idee aus seiner zweiten Heimat, den USA

zu uns gebracht hat, war auch der dieses Jahr (in etwas abgespeckter Version) durchgeführte

«2-Gun Steel Challenge» von Lenzburg gewidmet.

Zusammen mit seiner Combat Sektion der Schützengesellschaft Lenzburg organisierte

Robert M. Stöckli diesen beliebten Wettbewerb nun zum fünften Mal. Geschossen wurde

(wie bis anhin) mit Pistole und Carbine. Als Neuerung gab es jedoch diesmal für die

beiden Waffenarten keine separaten Ranglisten, sondern die Ergebnisse wurden in einer

Rangliste zusammengefasst. Im weiteren wurde auch auf eine separate Wertung für Behördenmitglieder

verzichtet.

Jeder Teilnehmer verbrauchte bei dieser «2-Waffenmeisterschaft» gut 200 Patronen. Am

Start waren vorwiegend Aktive aus dem Verband des SVDS anzutreffen obwohl der Wettkampf

auch den Angehörigen von Behörden (Polizei, Mil Sich, etc.) offen stand.

Beat Eichelberger, CC Staufen nützte seinen legitimen Heimvorteil. Mit beiden Waffen

schoss er konstant vorne mit und setzte sich langsam, aber stetig von seinem Konkurrenten

Oliver Künzler, CC Gretzenbach ab. Guter Dritter wurde der routinierte Schütze vom

TP Fribourg, Eric Pochon. Als bester Senior etablierte sich Ernst Schmocker (PC Thunersee)

im ansprechenden 9. Rang.

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Immer ein sichererer Wert: Eric Pochon, TP Fribourg.


Steel Challenge: Vorwiegend Kopfsache!

Berichte – Reportages

Nur wer intensiv trainiert und den Ablauf automatisiert hat am Steel Challenge Chancen,

vorne dabei zu sein. Jeder Durchgang braucht fünf saubere Treffer. Wichtig sind Rhythmus

und Timing. Hundertmal wird die Fünfschuss-Serie im Training geprobt und dann im Wettkampf

umgesetzt. Am Wettkampftag muss der Schütze an seine Leistungsgrenze gehen

und mit kalkuliertem Risiko agieren.

Gute Pistolenschützen absolvieren den Durchgang unter vier Sekunden. Versierte Carbineschützen

sind noch eine gute Sekunde schneller. Dank den weiss gestrichenen Platten

sind die Treffer für Schütze, Schützenmeister und Zuschauer sofort sicht- und hörbar.

Oftmals wird auch das Glück (wie bei andern Sportarten) beansprucht.

Allrounder vorn: Beat Eichelberger, CC Staufen

Er kennt den Schiessplatz der SG Lenzburg wie kein zweiter, Beat Eichelberger vom

CC-Staufen. Seiner Pistole Glock 17 ist er seit Jahren treu und benützt diese praktische

Gebrauchswaffe bei all seinen Wettkämpfen. Massgebend für einen Sieg sind Training

und die mentale Einstellung. Beat Eichelberger ist der geborene Allrounder, der – salopp

ausgedrückt – mit allen «Geschützen» zurecht kommt. Am Morgen konnte er den Gretzenbacher

Oliver Künzler und den Fribourger Eric Pochon knapp in Schach halten. Schlussendlich

baute er seinen Vorsprung auf sechs Sekunden aus, was den schönen Gesamtsieg

bedeutete. Obwohl der 4. Rang bei Sportler aller Art unbeliebt ist, darf der Aarauer

Patrick Jenni (CL Aarau) mit seiner Platzierung zufrieden sein. Mit zwei Stagesiegen zeigte

er auf, dass er an der Spitze durchaus mithalten kann.

Zielsicher auch mit dem Carbine: Beat Eichelberger, CC Staufen.

Comstock 103 / Dezember 2011 / 43


Berichte – Reportages

Bunte Waffenpalette

Bei den Pistolen waren Waffen der Kategorie Standard und Production erlaubt. Während

die reinen IPSC Schützen vorwiegend ihre Wettkampfwaffen (Standard) einsetzten, verwendeten

die beruflichen Waffenträger ihre obligaten Dienstwaffen wie Glock, Sphinx

oder SIG. Dass es in erster Linie auf den Schützen und nicht auf die Waffe ankommt,

bewies Beat Eichelberger, welcher mit seiner Glock 17 bestens zu recht kam.

Bei den Carbines waren praktisch alle handelsüblichen Produkte statthaft. Recht verbreitet

ist der heimische B&T 96, ein ziviler Nachbau der legendären MP HK 5. Im Einsatz standen

aber auch die Beretta CX4 Storm, die Ruger PC9 oder die B&T TP9. Patrick Jenni (CLA)

schwört auf seine Sabre Defence XR 15.

Etwas Abwechslung ins Bild der Carbines brachten die beiden Zürcher Stadtpolizisten

Giovanni Garra und David Knuchel, welche zu Testzwecken eine Kriss Vector im Kaliber

.45 ACP einsetzten. Bei ihnen standen – obwohl Giovanni Garra mit der Konkurrenz mithalten

konnte – das technische Experiment sowie auch «Fun» und weniger die Rangierung

im Vordergrund.

Lenzburger Steel Challenge: Wie weiter ?

Beim Absenden liess Matchdirektor Robert M. Stöckli diese Frage im Wesentlichen offen.

Eine Meisterschaft, sei sie auch in kleinerem Format, benötigt immer eine Gruppe Freiwilliger,

welche Funktionen und Helferdienste übernehmen, Freizeit opfern und hinter dem

Anlass stehen. Wer Wettkämpfe organisiert kennt diese Probleme nur zu gut. In der Regel

sind es drei, vier Kameraden, welche am Karren ziehen, so wie Robert M. Stöckli für die

Treue Helfer auf Schiessplatz 1: (V.l.n.r) Rudolf Frey, Pius Vock, Peter Kressibucher.

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Berichte – Reportages

Combat Sektion der Schützengesellschaft Lenzburg. Auch ein Beispiel für Teamwork im

Verein ist Peter Kressibucher – nota bene Weltmeister 2011. Von seiner Sorte könnte

unser Sport noch einige gebrauchen!

Erfreulich wäre es, wenn der Lenzburger Steel Challenge (in welcher Form auch immer)

weiterlebt. Der Wettkampf ist einmalig und belebt den Veranstaltungskalender des SVDS.

Wenn Behördenschützen wieder in einer eigenen Kategorie antreten könnten, würde dies

von verschiedener Seite begrüsst. Eine Bereicherung für einen zukünftigen Steel Challenge

wäre dies allemal.

Auszug aus der Rangliste

(Vollständige Rangliste auf: www.swisssteelchallenge.ch)

1. Eichelberger Beat CC Staufen 119.00 Sek.

2. Künzler Oliver CC Gretzenbach 125.11 Sek.

3. Pochon Eric TP Fribourg 129.14 Sek.

4. Jenni Patrick Combat League Aarau 130.30 Sek.

5. Minder Rolf SCS Solothurn 131.69 Sek.

6. Schuhmacher René CC Zürich-Leu 141.98 Sek.

7. Gloor Hanspeter CC Staufen 142.32 Sek.

8. Mayer Norbert CS Ausserschwyz 146.51 Sek.

9. Schmocker Ernst (Senior) PS Thunersee 148.23 Sek.

10. Nessensohn Marc Mil Sich 157.22 Sek.

Giovanni Garra, Stapo Zürich, mit Kriss Vector.

Comstock 103 / Dezember 2011 / 45


Berichte – Reportages

Final Schweizerisches Polizeifernschiessen 2011

20. Oktober 2011 in Riedbach/BE – Text und Foto: James Kramer

Tom Sandmeier setzt einmalige Siegesserie auf 50 Meter fort!

Krönender Abschluss des Schweizerischen Polizeifernschiessens ist jeweils der Final, welcher

im Herbst ausgetragen wird. Aufgeboten wurden die 30 Finalisten vom diesjährigen

Organisator der Kantonspolizei Bern. Der traditionelle Ausstich auf die Sportdistanzen 25,

50 und 300 Meter fand in der Regionalschiessanlage Riedbach statt. Der eigentliche Wettkampf

beginnt aber viel früher. In der «Heimrunde» vorzugsweise im eigenen Stand, hat

sich jeder Schütze beim Feldschiessen und Bundesprogramm zu qualifizieren. Nur wer ein

absolutes Spitzenresultat meldet, kann sich Hoffnungen auf die «Endrunde» machen. Während

sich 50 Meter-Schützen in der Qualifikationsrunde knapp 20 Verlustpunkte leisten

können, Gewehrschützen vielleicht deren 7, müssen die Teilnehmer der 25 Meter-Kategorie

fast das Punktemaximum abliefern, um unter den 10 besten Polizeischützen zu figurieren.

Die Finalisten 2011 stammten aus insgesamt neun Schweizer Kantonen – stattliche 10

Schützen aber aus Bern, sodass der Final des 67. Schweizerischen Polizeifernschiessens

klar zur «Berner Meisterschaft» wurde. Gut vertreten an dieser nationalen Austragung waren

aber auch die Schützenkantone Aargau, Zürich, Graubünden und Neuenburg.

300 Meter: Souveräne Schützenkönigin: Nicole Schmutz (Kantonspolizei Bern)

Dass hier der Titel im Kanton Bern bleiben würde war fast so sicher wie das Amen in der

Kirche. Der Berner Bär war übermächtig. Nur gerade Jörg Fankhauser, Meisterschütze der

SG Aarau, sowie die Bündner Peter Dättwyler und Urs Waser stammten aus andern Kantonen.

Zusammen mit Rudolf Gerber legte Nicole Schmutz im Bundesprogramm gleich

mal 83 Punkte vor. Mit im Rennen blieben Reto Heimberg (82) und Peter Dättwyler,

Kapo GR (81). Nicole Schmutz schoss aber auf ihrem hohen Niveau weiter, buchte im

Feldschiessen weitere 17 Tiefschüsse und wurde verdientermassen zur Gewehrmeisterin

2011 ausgerufen. Rudolf Gerber konnte seine gute Ausgangslage nicht nutzen und

rutschte mit 62 Punkten im Feldschiessen ins Mittelfeld ab. Für den Berner Dreifacherfolg

sorgten schliesslich Reto Heimberg und Alexander Läderach welche dank einer guten

zweiten Runde (beide 69) den Sack für Bern zumachten und Silber und Bronze garnierten.

Bezeichnend für den Gewehrfinal war auch die Tatsache, dass die Sturmgewehrschützen

den wenigen Karabinerschützen nicht den Hauch einer Chance liessen.

50 Meter: Seit Jahren an der Spitze: Seriensieger Tom Sandmeier (Stadtpolizei Aarau)

Die Ausgangslage für den Aargauer war formidabel. Erinnern wir uns an den Titelkampf

2010 quasi in seinem Heimstand im aargauischen Buchs. Als frischgebackener Rütlisieger

dominierte er seine Gegner nach Belieben. Ähnliche Vorzeichen herrschten jetzt. Am

Überfallschiessen in Ennetmoos mit der Bundesgabe ausgezeichnet, strotzte Tom vor

Selbstvertrauen. In der Qualifikation war Tom mit seinem Freund und Gegner Ulrich Blatti

(Fedpol Bukripo) mit 168 Punkten gleichgezogen. Der Aarauer Stadtpolizist ist aber ein

Wettkampfschütze par excellence. Ulrich Blatti hielt im ersten Teil erfolgreich dagegen,

blieb Tom hart auf den Fersen. Das Feldschiessen sollte die Entscheidung bringen. Durchwegs

um den Sieg mitkämpfen konnte noch Bruno Wegmann Kapo Zürich. Mit 82 Punkten

hatte er mit Blatti gleichgezogen.

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Berichte – Reportages

Mit der Kaltblütigkeit eines Champions agierte Tom Sandmeier im zweiten Durchgang,

Fünfer um Fünfer wurden geschrieben. Der vierte Einzelschuss war wegweisend und symbolisch

für den Sieg – ein guter «98er». Samuel Kropf, Dienstkollege und Weggefährte,

frohlockte im Hintergrund und prophezeite den Gesamtsieg. Jetzt lässt «Sado» nichts mehr

anbrennen, so seine prägnante Aussage. Tom Sandmeier schwenkte endgültig auf die

Siegesstrasse ein. Einige Vierer im Kurzfeuer konnte er verschmerzen, weil er zum Schluss

nochmals vehement aufdrehte und sich total 167 Punkte notieren liess. Ulrich Blatti, in

diesem Wettkampf aufgrund eines Schulterleidens medizinisch handicapiert, kämpfte tapfer,

kam aber nicht mehr an seinen ehemaligen Teamkollegen aus der Nationalmannschaft

heran. Der Neuenburger Thierry Chuat, welche viele schon abgeschrieben hatten, machte

im Feldschiessen mit 83 Punkten viel Terrain gut und holte sich den dritten Podestplatz.

Dieser Rang wäre auch für die Aargauer Andreas Hunziker, Jürg Lehner und Paul Geissmann

in Reichweite gewesen. Bruno Wegmann (Kapo Zürich) war im Feldschiessen vom

Pech verfolgt. Ein Zweier war nicht mehr aufzuholen. Wie auch die Aargauer, musste er

seine Medaillenträume begraben und wurde wie 2010 – Vierter.

25 Meter: Glücklich, aber nicht unverdient zu Meistergold Paul Stutz (Kapo Zürich)

Bei der Disziplin 25 Meter stehen Sieg und Niederlage sehr nahe beieinander. Ein Punkt

mehr oder weniger kann sehr entscheidend sein. Der als Titelverteidiger startende Bertrand

Mollier (Police neuchateloise) nach dem ersten Durchgang Dritter, nahm sich mit

einem Achter im Feldschiessen selbst aus dem Rennen, rettete sich aber noch in den

dritten Schlussrang.

Die Meisterschützen: (v.l.n.r.) T. Sandmeier (50m), N. Schmutz (300m), P. Stutz (25m).

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Berichte – Reportages

Nur gewinnen konnte der Bündner Enrico Cola. Der mehrfache Schweizermeister, rutschte

aufgrund einer Absenz eines Qualifizierten in die Endrunde. Mit 199 Punkte im Bundesprogramm

meldete er sogleich seine Ambitionen an. Der Zürcher Kantonspolizist Paul

Stutz, ein Winnertyp der besten Güte, zog gleich. Das Duell Paul gegen Enrico, konnte

beginnen. Nach dem 38. Schuss – beide totalisierten 377 Punkte – stellte man eine Patt-

Situation fest. Der Veranstalter musste das Reglement zu Hilfe nehmen. Aufgrund des

Jahrgangs konnte Paul Stutz zum Schweizermeister 2011 gekürt werden. Die andern

sieben Finalisten konnten nie ganz in den Dreikampf der Favoriten eingreifen und blieben

unter sich. David Ansermet (AS Riviera) erreichte Rang 4. Hanspeter Kaufmann (Gepo

Geroldswil) Eric Chammartin (Police cantonale Geneve) und Daniel Lüscher buchten alle

370 Punkte und belegten die Plätze 5 bis 7. Einer der ganz Grossen fehlte im Feld der

25m-Finalisten, Sepp Kost der Spitzenkanonier aus dem Kanton Obwalden. Er hätte mit

seiner Vorgabe von 379 den Wettkampf positiv belebt.

Von neun Medaillen blieben vier zu Hause: Berner Schützen top!

Die Schützen aus dem Kanton Bern prägten diese Meisterschaft nicht nur von der Organisation

her. Sie stellten auch gleich die besten Aktiven und räumten vehement Edelmetall

ab. Grandios ist der dreifache Triumph der Berner Gewehrschützen – im Mittelpunkt die

sympathische Meisterin, Nicole Schmutz. Zählt man die Silbermedaille von 50-Meter

Schütze Ulrich Blatti dazu kommt man auf vier Medaillen, ein Erfolg welcher seinesgleichen

sucht. Die weiteren Medaillen teilten sich die Kantone Aargau (1 x Gold) Zürich (1 x

Gold) Graubünden (1 x Silber) und Neuenburg (2 x Bronze) auf. Seinen letzten Schweizerischen

Final absolvierte Hanspeter Kaufmann (1947) von der Gepo Geroldswil. Jahrelang

war er als Finalist dabei – sein Name wird zukünftig auf der Liste fehlen.

Schweizerisches Polizeifernschiessen: Interessanter Fernmatch

Über 900 Polizisten aus allen Landesteilen beteiligen sich an diesem traditionellen

Fernmatch. Bundesprogramm und Feldschiessen fördern den gezielten Schuss unter

Zeitdruck. So können diese Übungen auch die polizeilichen Trainings ergänzen. Es ist

eine alt bekannte Tatsache, dass der sichere Schuss über die Präzision und nicht über die

Geschwindigkeit wachsen muss. Wünschenswert wäre es, wenn die einzelnen Korps dem

Polizeifernschiessen, welches auch die kameradschaftliche Verbundenheit der Polizisten

und Polizistinnen fördert, wieder mehr Beachtung schenken und so diesen Wettkampf

über die Kantonsgrenzen hinaus ab Leben erhalten würden. Als Organisator für das

nächste Polizeifernschiessen hat sich die Stadtpolizei Lugano gemeldet. Gesichert ist auch

schon der Austragungsort 2014. Dann wird das Polizeifernschiessen in das 125-Jahre Jubiläum

des SV Kantonspolizei Zürich eingebunden.

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Berichte – Reportages

Nur gewinnen konnte der Bündner Enrico Cola. Der mehrfache Schweizermeister, rutschte

aufgrund einer Absenz eines Qualifizierten in die Endrunde. Mit 199 Punkte im Bundesprogramm

meldete er sogleich seine Ambitionen an. Der Zürcher Kantonspolizist Paul

Stutz, ein Winnertyp der besten Güte, zog gleich. Das Duell Paul gegen Enrico, konnte

beginnen. Nach dem 38. Schuss – beide totalisierten 377 Punkte – stellte man eine Patt-

Situation fest. Der Veranstalter musste das Reglement zu Hilfe nehmen. Aufgrund des

Jahrgangs konnte Paul Stutz zum Schweizermeister 2011 gekürt werden. Die andern

sieben Finalisten konnten nie ganz in den Dreikampf der Favoriten eingreifen und blieben

unter sich. David Ansermet (AS Riviera) erreichte Rang 4. Hanspeter Kaufmann (Gepo

Geroldswil) Eric Chammartin (Police cantonale Geneve) und Daniel Lüscher buchten alle

370 Punkte und belegten die Plätze 5 bis 7. Einer der ganz Grossen fehlte im Feld der

25m-Finalisten, Sepp Kost der Spitzenkanonier aus dem Kanton Obwalden. Er hätte mit

seiner Vorgabe von 379 den Wettkampf positiv belebt.

Von neun Medaillen blieben vier zu Hause: Berner Schützen top!

Die Schützen aus dem Kanton Bern prägten diese Meisterschaft nicht nur von der Organisation

her. Sie stellten auch gleich die besten Aktiven und räumten vehement Edelmetall

ab. Grandios ist der dreifache Triumph der Berner Gewehrschützen – im Mittelpunkt die

sympathische Meisterin, Nicole Schmutz. Zählt man die Silbermedaille von 50-Meter

Schütze Ulrich Blatti dazu kommt man auf vier Medaillen, ein Erfolg welcher seinesgleichen

sucht. Die weiteren Medaillen teilten sich die Kantone Aargau (1 x Gold) Zürich (1 x

Gold) Graubünden (1 x Silber) und Neuenburg (2 x Bronze) auf. Seinen letzten Schweizerischen

Final absolvierte Hanspeter Kaufmann (1947) von der Gepo Geroldswil. Jahrelang

war er als Finalist dabei – sein Name wird zukünftig auf der Liste fehlen.

Schweizerisches Polizeifernschiessen: Interessanter Fernmatch

Über 900 Polizisten aus allen Landesteilen beteiligen sich an diesem traditionellen

Fernmatch. Bundesprogramm und Feldschiessen fördern den gezielten Schuss unter

Zeitdruck. So können diese Übungen auch die polizeilichen Trainings ergänzen. Es ist

eine alt bekannte Tatsache, dass der sichere Schuss über die Präzision und nicht über die

Geschwindigkeit wachsen muss. Wünschenswert wäre es, wenn die einzelnen Korps dem

Polizeifernschiessen, welches auch die kameradschaftliche Verbundenheit der Polizisten

und Polizistinnen fördert, wieder mehr Beachtung schenken und so diesen Wettkampf

über die Kantonsgrenzen hinaus ab Leben erhalten würden. Als Organisator für das

nächste Polizeifernschiessen hat sich die Stadtpolizei Lugano gemeldet. Gesichert ist auch

schon der Austragungsort 2014. Dann wird das Polizeifernschiessen in das 125-Jahre Jubiläum

des SV Kantonspolizei Zürich eingebunden.

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Berichte – Reportages

149. Rütlischiessen

9. November 2011 – Text und Fotos: James Kramer, CLA

Nicht Schweiz, sondern Eidgenossenschaft

Die ersten Schützen kommen bereits im Morgengrauen, mit Waffe, Sack und Pack. Die

zahlreichen Schiffe aus Luzern, Treib, Beckenried, Flüelen und Brunnen haben an diesem

Tag nur ein Ziel: Rütli wir kommen. Schon an Bord spürt man die urchige Stimmung, heute

erleben wir wieder einen tollen Tag auf unserer Wiese, der Geburtsstätte der Eidgenossenschaft

– unser Platz der Freiheit. Es ist Mittwoch vor Martini, ein heiliges Datum für

jeden engagierten Gewehrschützen. Jeder Schweizerbürger sollte hier einmal dabei sein

und Verbundenheit, Stärke und Kameradschaft spüren. Man fühlt sich gut auf dem Rütli.

Wie vor einem Jahr, herrscht Bombenwetter, was bedeutet dass auch Petrus den Schützen

definitiv gut geneigt ist.

Insgesamt 1152 Schützen und Schützinnen legen (in 24 Ablösungen aufgeteilt) an. Geschossen

wird traditionsgemäss kniend, bergwärts. Das Programm umfasst 15 Schuss.

Während die jüngeren Schützen meistens mit dem Sturmgewehr 90 agieren, benützen

ältere Semester gerne den ehrwürdigen Karabiner 31. Vermehrt ist auch das Stgw 57

zu sehen. Doch auch das legendäre Infanteriegewehr 11 (im Volksmund Langgewehr

genannt und mittlerweile 100 Jahre alt) kommt zum verdienten Einsatz. So zum Beispiel

50 / Comstock 103 / Dezember 2011

Kniend bergauf, Distanz variabel – keine leichte Aufgabe.


Berichte – Reportages

durch den Hergiswiler Rütlischützen Adrian Ackermann, kurz «Der Adler» genannt. «Das

Resultat ist heute nicht ganz so wichtig. Mit dem Einsatz der hundertjährigen Waffe wollte

ich ein geschichtliches Zeichen setzen», verkündet «Adler» stolz. Seine 76 Punkte dürfen

sich sehen lassen. Bravo und Hut ab!

Rütlischiessen ist ein Volksfest mit Schweizer Brauchtum, für jung und alt. So auch für

Walter Odermatt, Jahrgang 1932 Waldstätte-Sektion Stadt Luzern oder Robert May, Jahrgang

1993 Waldstätte-Sektion Nidwalden. Auch ein Weltmeister und Olympiasieger war

präsent, der legendäre Kurt Müller, 1934 aus Horw, mit gut geschossenen 77 Punkten.

Der sympathische Altmeister war zum 56. Mal dabei! Chapeau !

Unsere Armee im Einsatz

Soldaten der Schweizer Armee sind am Rütlischiessen zur Stelle und willkommene Helfer.

So übernehmen sie zum Beispiel die Sicherheitskontrolle wenn die Schützen mit ihren Gewehren,

kanalisiert in den Feldstand marschieren oder diesen verlassen. Der «Rütlidienst»

ist bei den AdA sehr beliebt. Schützen und Soldaten, das passt gut zusammen – besonders

auf «unserer gemeinsamen Wiese».

Weit weg und nicht so systematisch platziert wie im heimatlichen Schützenstand, präsentieren

sich die 48 Zielscheiben. Je nach zugeteilter Nummer und Block kann die Distanz

Die Meisterschützen HP. Schuler (l) und R. Schaffner (r) mit Armeechef Blattmann.

Comstock 103 / Dezember 2011 / 51


Berichte – Reportages

variieren, von 251 bis 263 Meter, das macht die Sache auch nicht einfacher. Ist der Schütze

einmal in der Linie geht es zügig voran. Nun ist keine Zeit mehr für Tüfteln, Austarieren

oder Probeknien. Der Schiessleiter ist an seinen Ablaufplan gebunden und die Kommandos

folgen kurz und trocken: Anschlagen – Feuer frei. Der «Ernstkampf» beginnt – Probeschüsse

gibt es keine. Dumpf hallt es von den Felsen zurück, insgesamt 17’280 mal.

Uri zeigt

Nach jeder Passe tönt es im Lautsprecher «Sichern – Waffe tief – Achtung es wird gezeigt»!

Die elektronische Trefferanzeige wird auf dem Rütli wohl nie Einzug halten – und

das ist gut so. Wieselflink sind die Zeiger, ob jung oder alt, zur Stelle, markieren die Treffer

mit den traditionellen Kellen. Die Zeiger stammen allesamt aus dem Kanton Uri – die

meisten wohnen in der Gemeinde Seelisberg, meint René Bucher, langjähriger Obmann

der Rütlisektion Hergiswil.

In der Tat stellen die Seelisberger seit Jahren die meisten Rütli-Zeiger. Rote Fähnchen machen

Schützen glücklich, schwenkende Schwarzkellen bringen Verdruss. Doch «Härdöpfel»,

wie die Nuller vom Schützen genannt werden, muss man beim Rütlischiessen immer

wieder zur Kenntnis nehmen. In der Regel legt sich die Enttäuschung bald und man erfreut

sich am Erfolg der Kameraden und feiert tüchtig mit. Nach 13:00 Uhr steigert sich die

fröhliche Stimmung schlagartig. «Volksgesänge» ertönen aus den «Horsten» von Stansstad,

Emmetten und Buochs und mischen sich mit den einem Stakkato gleichenden Salven der

48 in der Feuerlinie knienden Akteure. Das ist Rütli live!

Maximum noch nie erreicht

Das Maximum von 90 Punkten hat in der Geschichte des historischen Rütlischiessens

noch niemand geschafft. Sagenhafte 89 Punkte wurden schon mehrmals geschossen, das

letztemal im Jahre 1999 von Ruedi Abächerli, Giswil, das bedeutet immer noch Rekord

– Weltrekord! Möglicherweise wird diese Limite das nächste Mal geknackt, zum 150.

Jubiläum. Das wäre die absolute Krönung dieser schönsten und grössten Schützenveranstaltung

der Schweiz.

Stehen im Zentrum: Waldstätte-Sektionen

Die fünf Waldstätte Sektionen (Uri, Schwyz, Nidwalden, Engelberg-Anderhalden und Stadt

Luzern) sind Herz und Motor des Rütlischiessens. Sie stellen zusammen fast zwei Drittel

der Teilnehmer. Die besten Beteiligungen können Schwyz und Nidwalden vorweisen.

Diese Urschweizer sind Garant für den reibungslosen Ablauf dieser vaterländischen Veranstaltung.

Alle fünf Jahre übernimmt eine dieser Sektionen das Kommando (genannt der

«Vorort»), stellt ein OK zusammen und bringt das Schützenfest von A-Z über die Bühne.

Vor und hinter den Kulissen arbeiten 170 Freiwillige. Während andere historische Schiessen

(wie auch der gesamte Schiesssport) von Jahr zu Jahr Rückgänge der Teilnehmer feststellen,

bleibt das Rütlischiessen attraktiv und damit die Beteiligung konstant. Neben den

fünf Rütlisektionen haben 16 auswärtige Sektionen ewiges Gastrecht. Alle andern Vereine

können nur auf Bewerbung hin und nach längeren Wartezeiten an der patriotischen Veranstaltung

in der Zentralschweiz teilnehmen. Nun waren 32 Gastsektionen am Start.

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Rütlischiessen: Heimat und Vaterland zugleich

Berichte – Reportages

Das Rütlischiessen ist ein vaterländischer Anlass der besten Güte. Wo auf der Welt treffen

sich auf so kleinem Raum an einem halben Tag fast 1200 bewaffnete Frauen und Männer

zu einer friedfertigen Veranstaltung? Es gibt keine Pöbeleien, kein Gezanke und keine

Keilerei wie bei andern Sportveranstaltungen. Nicht ein einziges böses Wort war zu hören.

Bunte Fahnen und Standarten schmücken den Festplatz und machen die Rütliwiese zur

Stätte der Begegnung unter Gleichgesinnten. Der hier gelebte Patriotismus kann mit jeder

Bundesfeier mithalten.

Ein besonderer Höhepunkt stellt die Schützengemeinde, welche vom Präsidenten der

Vorortssektion Nidwalden, Rolf Amstad eröffnet wird, dar. Unter die Haut geht die Ehrung

der in diesem Jahr verstorbenen Rütlischützen. Die Harmoniemusik Stans spielt: Ich hatte

einen Kameraden.

Die grosse Schützenfamilie folgt aufmerksam den klaren und markigen Worten von Festredner

Korpskommandant André Blattmann, Chef der Armee. Er spricht Klartext und weist

auf die zahlreichen Gemeinsamkeiten zwischen Schützen und Armee hin. Der Vortrag ist

Balsam für jede Schützenseele und macht mächtig stolz.

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gebrauchte Geräte zu Preisen zwischen Fr. 50.– und 150.– abgeben.

Comstock 103 / Dezember 2011 / 53


Berichte – Reportages

Top Wheelgunner Trophy 2011 / 2012

Zwischenrangliste

Nach zwei Wettkämpfen ergeben sich folgende Zwischenresultate:

Allgemeine Kategorie (26 gewertete Teilnehmer)

1. Berger Ferdinand CH Open 196.92 Pkt.

2. Berger Ferdinand CH Standard 181.93 Pkt.

3. Kronberger Martin A Standard 100.00 Pkt.

4. Knaus Günther D Standard 100.00 Pkt.

5. Back Sascha D Standard 98.95 Pkt.

6. Schneider Markus D Standard 93.94 Pkt.

7. Itani Marwan CH Open 89.76 Pkt.

8. Praschinger Edgar A Standard 88.42 Pkt.

9. Reschenhofer Roman A Standard 86.17 Pkt.

10. Kliener Volkhard D Standard 83.41 Pkt.

11. Zürcher Bramwell CH Standard 80.64 Pkt.

12. Waldmann Daniel CH Standard 80.18 Pkt.

13. Willham Rudi (jun.) A Standard 79.53 Pkt.

14. Kronberger Martin A Open 78.66 Pkt.

15. Kniep Christian D Standard 76.23 Pkt.

16. Itani Marwan CH Standard 74.45 Pkt.

17. Triffo Michael D Standard 68.57 Pkt.

18. Jöst Holger D Standard 68.39 Pkt.

19. Burger Marco CH Open 64.70 Pkt.

20. Rimmele Marcus D Standard 63.49 Pkt.

21. Burger Marco CH Standard 60.15 Pkt.

22. Schmocker Christian CH Standard 58.61 Pkt.

23. Zieffle Wolfgang D Standard 52.20 Pkt.

24. Berberich Holger D Standard 43.76 Pkt.

25. Kleiber Klaus D Open 41.49 Pkt.

26. Götzinger Ralf D Standard 36.37 Pkt.

Senioren (14 gewertete Teilnehmer)

1. Ditzler Roger CH Open 100.00 Pkt.

2. Partinger Kurt A Standard 100.00 Pkt.

3. Meichtry Markus CH Standard 100.00 Pkt.

4. Schaubmair Richard A Standard 93.74 Pkt.

5. Mottet Andreas CH Open 83.28 Pkt.

6. Epple Peter CH Open 83.01 Pkt.

7. Schmocker Ernst CH Open 80.35 Pkt.

8. Willham Klaus A Standard 79.83 Pkt.

9. Willham Rudolf A Standard 76.80 Pkt.

10. Schmocker Ernst CH Standard 76.34 Pkt.

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Berichte – Reportages

11. Gattringer Johann A Standard 76.25 Pkt.

12. Ausweger Ernst A Standard 60.41 Pkt.

13. Pfeiffer Martin D Standard 59.64 Pkt.

14. Mottet Andreas CH Standard 43.20 Pkt.

Super Senioren (4 gewertete Teilnehmer)

1. Laiss Dieter A Standard 100.00 Pkt.

2. Koller Jürg CH Standard 100.00 Pkt.

3. Grünaug Gerd D Standard 88.53 Pkt.

4. Einramhof Manfred A Standard 85.62 Pkt.

Folgende Wettkämpfe finden noch statt: (Detaillierte Infos unter www.twt-info.de)

06.-08.01.2012 3-König Match in Dornbirn (A)

04.02.2012 Revolvermatch in Ruhmannsfelden (D)

04.03.2011 Wintergames in Babenhausen (D)

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Wettkämpfe – Concours

5. Revolver-Cup 2012

Organisator: Hans Kyburz

Ort: Schinznach-Dorf

Datum: 14. Januar 2012

Match-Level / Stages: Level I / 6 Stages

Standblattausgabe: ab 07.30 Uhr (Schiessbeginn 08.00 Uhr)

Schusszahl: max. 250

Divisionen: Revolver-Standard gemäss IPSC-Reglement

Kategorien: Gemäss IPSC-Reglement

Teilnehmerzahl: max. 30

Preise: Lebensmittel-Taschen

Startgeld: CHF 85.– (inkl. Mittagessen)

Einzahlung: Raiffeisenbank Schinznach-Dorf,

Konto: 12858.08, PC: 50-3596-6

Anmeldung: bis spätestens 6. Januar 2012 bei:

Hans Kyburz, Veltheimerstr. 2, 5107 Schinznach-Dorf

079/ 330 30 87; kybischiesskeller@yetnet.ch

Infos erhältlich bei: Hans Kyburz

Bemerkungen: Nur Standardwaffen! Nur Minorwertung!

Mithilfe der Schützen beim Kleben/Aufstellen nötig.

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Anmeldung zum 5. Revolver-Cup 2012

Name: ___________________________ Vorname: ___________________________

Strasse: ___________________________ Geburtsdatum : ______________________

PLZ: __________ Ort: ____________________________________________________

Tel.: _______________________ E-Post: _____________________________________

CH-Club bzw. Region: _____________________________ Mitglied-Nr.: ________

Wertung: o Minor

Division: o Revolver-Standard

Kategorien: o Lady o Junior o Senior o Super Senior

56 / Comstock 103 / Dezember 2011


Wettkämpfe – Concours

Barbara-Cup 2012

Organisator: Hans Kyburz

Ort: Schinznach-Dorf

Datum: 10. März 2012

Match-Level / Stages: Level I / 6 Stages

Standblattausgabe: ab 07.30 Uhr (Schiessbeginn 08.00 Uhr)

Schusszahl: max. 250

Divisionen: Standard gemäss IPSC-Reglement

Kategorien: Gemäss IPSC-Reglement

Teilnehmerzahl: max. 30

Preise: Lebensmittel-Taschen und Salami

Startgeld: CHF 85.– (inkl. Mittagessen)

Einzahlung: Raiffeisenbank Schinznach-Dorf,

Konto: 12858.08, PC: 50-3596-6

Anmeldung: bis spätestens 1. März 2012 bei:

Hans Kyburz, Veltheimerstr. 2, 5107 Schinznach-Dorf

079/ 330 30 87; kybischiesskeller@yetnet.ch

Infos erhältlich bei: Hans Kyburz

Bemerkungen: Nur Standardwaffen! Nur Minorwertung!

Mithilfe der Schützen beim Kleben/Aufstellen nötig.

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Anmeldung zum Barbara-Cup 2012

Name: ___________________________ Vorname: ___________________________

Strasse: ___________________________ Geburtsdatum : ______________________

PLZ: __________ Ort: ____________________________________________________

Tel.: _______________________ E-Post: _____________________________________

CH-Club bzw. Region: _____________________________ Mitglied-Nr.: ________

Wertung: o Minor

Division: o Standard

Kategorien: o Lady o Junior o Senior o Super Senior

58 / Comstock 103 / Dezember 2011


Erlinsbacher Spring Break 2012

Wettkämpfe – Concours

Organisator: Peter Heller

Ort: IPSC Trainingscenter, Saligasse 6, 5018 Erlinsbach

Datum: 24. und 25. März 2012

Match-Level / Stages: Level II / 12 Stages

Startzeit: ab 08.00 Uhr

Schusszahl: min. 250

Divisionen: gemäss aktuellem IPSC-Reglement

Kategorien: gemäss aktuellem IPSC-Reglement

Teilnehmerzahl: 20 pro Tag

Startgeld: CHF 100.–

Einzahlung: Clientis Bank CKE, 5024 Küttigen

Clearing-Nr. 6575

IBAN: CH40 0657 5016 2103 2310 9

Peter Heller

Verpflegung: Das Mittagessen (ohne Getränke) ist im Startgeld

inbegriffen.

Anmeldung: Comstock-Talon oder E-Mail: ipsc@peterheller.ch

Infos erhältlich bei: E-Post: ipsc@peterheller.ch; Tel.: 079 657 96 82

Bemerkungen: Der Wettkampf wird an einem Tag geschossen. Bitte

auf dem Anmeldeformular den gewünschten Tag ankreuzen.

Starterliste nach Anmeldung und Einzahlung auf

www.peterheller.ch

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Anmeldung zum Erlinsbacher Spring Break 2012

Name: ___________________________ Vorname: ___________________________

Strasse: ___________________________ Geburtsdatum : ______________________

PLZ: __________ Ort: ____________________________________________________

Tel.: _______________________ E-Post: _____________________________________

CH-Club bzw. Region: _____________________________ Mitglied-Nr.: ________

Wettk.-Tag: o Samstag, 24.03.2012 o Sonntag, 25.03.2012

Wertung: o Major o Minor

Division: o Open o Standard o Prod. o Classic o Revolver

Comstock 103 / Dezember 2011 / 59


Wettkämpfe – Concours

10. Brünig Indoor Cup 2012

Organisator: Dynamic Shooters Brünig-Indoor (DSC357)

Ort: Brünig-Indoor Schiess-Sport-Zentrum-Lungern OW

Datum: 14. April 2012

Match-Level / Stages: Level II / 7-9 Stages

Standblattausgabe: ab 07:00 Uhr im Rechnungsbüro

(Schiessbeginn 07:45 Uhr)

Schusszahl: ca. 150

Divisionen / Kategorien: gemäss aktuellem IPSC-Reglement

Teilnehmerzahl: max. 90

Startgeld: CHF 100.– (inkl. Mittagessen)

Einzahlung: Raiffeisenbank Sachseln, lautend auf:

Dynamic Shooters Brünig Indoor,

Inland: Bankleitzahl: 81231 Konto Nr.: 74968.20

(Ausland: Swiftcode: RAIFCH22

IBAN Nr.: CH128123 1000 0074 9682 0)

Die Anmeldung ist erst definitiv nach erfolgter

Einzahlung!

Anmeldung: An Januar bis spätestens 30. März 2012 bei:

M. Blättler, Meiersmattstr. 58 B, 6043 Adligenswil

Tel.: 041 370 49 39, E-Post: ma.bl@bluewin.ch

Infos erhältlich bei: Markus Blättler

Bemerkungen: Ab Januar 2012 weitere Wettkampfinfos und

Schützenliste auf www.dsc357.ch

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Anmeldung zum 10. Brünig Indoor Cup 2012

Name: ___________________________ Vorname: ___________________________

Strasse: ___________________________ Geburtsdatum : ______________________

PLZ: __________ Ort: ____________________________________________________

Tel.: _______________________ E-Post: _____________________________________

CH-Club bzw. Region: _____________________________ Mitglied-Nr.: ________

Wertung: o Major o Minor

Division: o Open o Standard o Prod. o Classic o Revolver

Kategorien: o Lady o Junior o Senior o Super Senior

60 / Comstock 103 / Dezember 2011


7. SCS Solothurnmatch 2012 (ggf. SM 2012)

Wettkämpfe – Concours

Organisator: Schützengesellschaft der Stadt Solothurn

Ort: Grube Ichertswil

Datum: 19. Mai 2012

Match-Level / Stages: Level III / 8 Stages

Standblattausgabe: ab 08.00 Uhr

Schusszahl: 200

Divisionen: Gemäss aktuellem IPSC-Reglement

Kategorien: Gemäss aktuellem IPSC-Reglement

Teilnehmerzahl: max. 80

Startgeld: CHF 100.– (inkl. Mittagessen)

Einzahlung: Vorauszahlung auf:

CH45 0833 4000 0S10 7806 B

Baloise Bank SoBa AG, Solothurn

Vermerk: «Startgeld Solothurnmatch»

Anmeldung: bis spätestens 15. März 2012 bei:

Dominic Meier, Utzenstorfstrasse 13, 3425 Koppigen

079/ 300 79 52; d.meier@gawnet.ch

Infos erhältlich bei: Dominic Meier

Bemerkungen: Mithilfe der Schützen beim Kleben/Aufstellen nötig.

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Anmeldung zum 7. SCS Solothurnmatch 2012

Name: ___________________________ Vorname: ___________________________

Strasse: ___________________________ Geburtsdatum : ______________________

PLZ: __________ Ort: ____________________________________________________

Tel.: _______________________ E-Post: _____________________________________

CH-Club bzw. Region: _____________________________ Mitglied-Nr.: ________

Wertung: o Major o Minor

Division: o Open o Standard o Prod. o Classic o Revolver

Kategorien: o Lady o Junior o Senior o Super Senior

Comstock 103 / Dezember 2011 / 61


Kolumne – Chronique

Die etwas andere Seite über Halbgötter des Verbandes

Text: Boris Rudolf

(Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden Personen und Vereinen ist durchaus gewollt und nicht

frei erfunden)

Die Verbandsführung, also eigentlich Führung wird oft als Management = Steuerung bezeichnet.

Nun denn haben schon die Kapitäne der antiken Galeeren richtig bemerkt, dass

die Steuerung des Schiffes nur mit guten Ruderern, also der Mannschaft, hier gleichzusetzen

mit den Vereinen, funktioniert. Und hierbei gilt anzumerken, dass der Kapitän ja selber

nicht an den Riemen zerren musste, sonder lediglich den Kurs festlegte und die Kontrolle

über die schwimmende Salatschüssel zu haben hatte.

Aufmüpfig werden kam aber keinem der Ruderer in den Sinn, da jeder selbst erkannte,

dass seine Existenz (hier der Verband) nur mit seiner Mitarbeit gesichert werden konnte.

Gut, es gab da schon Mittel und Wege dies auch im Vorfeld zu unterdrücken – die siebenschwänzige,

hakenbepflanzte Knute tat ihrerseits Gutes dazu.

Bei den Piraten im dunklen Spätmittelalter wurde der Kapitän sogar von der Mannschaft

gewählt (dies sei die DV), weil er unter anderem bereit war, die Verantwortung für die

Crew und den Schwimmring zu tragen. Aber auch hier wusste jeder noch so besoffene

und betabakte Einbeiner, dass ohne sein Zutun kein Gold über die Planken regnete und

ihrerseits wiederum die gern genannte Existenz damit zusammenhing.

Nun denn ist es bei heutigen Schiffen (der SVDS) doch ganz anders, nicht? Die Crew meutert

wo immer möglich und torpediert die Führungcrew mit wüsten Beschimpfungen und

Fingerzeigerei (dabei bitte bedenken, dass wenn man mit dem Finger auf jemanden zeigt,

drei Finger auf einen selber zeigen). Während die Kapitäne, diese faulen Dickverdiener,

die Zeit mit Meetings vertrödeln (sie haben ja die Zeit gestohlen) und darüber diskutieren,

wie die nächste Meuterei wiederum zu entschuldigen ist, wie man noch weniger tun muss

und sich selbst zerfleischen kann, denkt zeitgleich die Mannschaft nicht daran, dass die

liebgewonnene Existenz noch immer von allen abhängt.

Bei der Führung (SVDS) fühlt es sich aber im Moment so an, als ob man auf einem runtergekommenen

Stadtmofa (genannt Roller) sitzt und jede Ampel rot zeigt. Wird sie dann

aber endlich grün, entspringt dem Motor, wenn man das so nennen darf, lediglich ein

gequältes Heulen und Kreischen – von Vorwärtskommen keine Rede! Aber jeder erwartet

den Start eines durchtrainierten «Rennmotards», welcher sich mit sonorem Geräusch

schnell von der Ampel entfernt und vor Rotwerden der Nächsten dieser entschwindet…

Nun denn, die Realität sieht einen Sackgeldverdunster, welcher noch nicht mal mit Hilfe

der Umstehenden angeschoben wird. Der Wunsch, die alte Schrottkiste für immer auf

dem Platz des Eisens zu entsorgen wird von Ampel zu Ampel grösser und stärker. Nur

irgendwie ist man bereits mit dem Sattel verwachsen und lässt sich den Spott und Hohn

der Fussgänger gefallen, welche zu wenig Courage an den Tag legten, sich auf das Mofa

zu setzen.

Und die Moral von der Geschichte? Statt dass sich die Rollerpiloten mit dem Vorwärtskommen

abmühen, sollten sie sich besser das Buch von Sun Zi, «Die Kunst des Krieges»

zu Gemüte führen – um gegen alle Angriffe gewappnet zu sein!

Resultat? Wenn wir so weitermachen, gehören wir bald in die Klasse der Galeerenkapitäne,

nämlich zur Geschichte unserer selbst.

62 / Comstock 103 / Dezember 2011


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Verzeichnis der Inserenten / Liste des annonceurs

Blaser Trading, Interlaken ................................................................................................. 33

Büchsenmacherei Aebi, Hasle-Rüegsau ........................................................................ 21

Burch Waffen, Sarnen ....................................................................................................... 41

Glaser Handels AG, Winterthur ...................................................................................... 55

MOWE S.A., Comano ....................................................................................................... 53

Richner Waffen GmbH, Mägenwil ................................................................................. 64

Schild Waffen, Wallbach .................................................................................................. 57

Sphinx Systems Ltd., Matten b. Interlaken .................................................................... 49

Tarife für Inserate im Comstock / Tarifs de la publicité :

1⁄2 Seite / page Fr. 150.–; 1 Seite / page (Format A5) Fr. 250.–; 2 Seiten / pages Fr. 400.–

Diese Preise verstehen sich rein Netto. Eine Druckfertige Vorlage (S/W) wird vorausgesetzt.

Ces prix sont nets. Prière de fournir un cliché, un film positif ou un original offset noir/blanc.

Eine proTELL-Mitgliedschaft ist auch im neuen Jahr

für alle Waffenbesitzer ein MUSS !

Comstock 103 / Dezember 2011 / 63


Öffnungszeiten:

Montag – Mittwoch 13.30 – 18.30 Uhr

Donnerstag geschlossen

Freitag 13.30 – 18.30 Uhr

Samstag 09.00 – 13.00 Uhr

Berrys Geschossbestellung für 2012

Bei Vorbestellung bis zum 31.12.2011 erhalten sie 10% Rabatt.

A.Z.B.

2500 Biel

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neue Adresse nicht melden

Prière de réexpédier

sans annoncer la nouvelle adresse

Prego rispedire senza

annunciare in nuovo indirizzo

Art. Nr. Beschreibung Stk. / Box Preis / Box

119 584 Berrys 9mm 124 Grs. FP 1000 99.–

819 324 Berrys 9mm 124 Grs. RN - DS 1000 99.–

747 636 Berrys 9mm 147 Grs. RN 1000 130.–

300616 Berrys 38 / 357 158 Grs. FP – DS 1000 139.–

701594 Berrys 38 / 357 158 Grs. RN – DS 1000 134.–

531 500 Berrys 40 S&W / 10mm 165 Grs FP 1000 152.–

309911 Berrys 40 S&W / 10mm 180 Grs. RS - FP 1000 152.–

781 008 Berrys 44 240 Grs. FP 1000 199.–

783 013 Berrys 45 200 Grs. FP 1000 165.–

111975 Berrys 45 230 Grs. RN – DS 1000 170.–

933468 Berrys 45/70 350 Grs. RS 500 190.–

486 248 Berrys 500 S&W 350 Grs. RS 500 180.–

Wir wünschen allen eine schöne , geruhsame

Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.

Team Richner - Waffen

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