christentum - Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Rochus ...

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christentum - Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Rochus ...

Mit der Ausgabe zum Pfingstsonntag

am 31. Mai 2009 beginnt

im Sonntagsblatt, der

Evangelischen Wochenzeitung

für Bayern, der Glaubenskurs

»Basiswissen Christentum«. Dabei

soll ein Jahr lang auf wöchentlich

drei Seiten systematisch

Glaubenswissen vermittelt

werden.

Das Sonntagsblatt will damit die

Grundlagen des Glaubens in Erinnerung

rufen, sich der Kernpunkte vergewissern,

Christen in Glaubensdingen

sprachfähig machen und Fernstehende

neu für den christlichen

Glauben interessieren. Daneben soll

die Diskussionskultur in den Kirchengemeinden

belebt werden.

Der Glaubenskurs bietet sich deshalb

nicht nur den rund 75 000 Leserinnen

und Leser des Sonntagsblattes

an, sondern auch Interessierten, die

bisher keinen festen Kontakt zu einer

Kirchengemeinde haben.

Dieser Glaubenskurs versteht sich:

als Angebot an Gemeinden, die

bisher noch keinen Glaubenskurs angeboten

haben,

als Angebot an Hauskreise vor Ort,

die die Serie als wöchentliche Gesprächsanregung

nehmen und die angebotenen

Themen diskutieren wollen,

als Chance für Gemeinden, einen

Glaubenskurs-Hauskreis zu gründen,

in dem Leser des Sonntagsblatts und

Nichtleser zusammenkommen.

Beginn der Serie ist Pfingsten 2009.

AUFBAU: Der Glaubenskurs umfasst

52 Folgen mit jeweils 3 Seiten. Gruppen

finden hier auch Impulse für ein

Gespräch. Regelmäßig werden Leseranfragen

zu den Texten veröffentlicht

und besprochen.

AUTORENTEAM: Bayerische Theologinnen

und Theologen, die als Pfarrer

oder Mitarbeiter in bayerischen Kirchengemeinden

aktiv sind.

KOOPERATIONSPARTNER:

w w w . g l a u b e n s k u r s . n e t

BASISWISSEN

CHRISTENTUM

D E R G L A U B E N S K U R S I M S O N N T A G S B L A T T

Den Glauben verstehen

»Basiswissen Christentum« möchte Christen ins Gespräch bringen und neu für den Glauben begeistern

Die Arbeitsgemeinschaft Evangelische

Erwachsenenbildung in Bayern

begleitet "Basiswissen Christentum"

mit regionalen Veranstaltungen. Dort

gibt es Gelegenheit

zum Austausch, zur

Vertiefung und zum

gegenseitigen Kennenlernen.

Das Amt für Gemeindedienst (afg)

unterstützt die Glaubenskurs-Reihe

mit seinen Erfahrungen in der Hauskreisarbeit

und im Gemeindeaufbau

und

mit begleitenden Seminaren.

Das afg hat

den Glaubenskurs in sein Angebot für

Hauskreise mit aufgenommen.

INTERNET: Ab Anfang April finden

Sie alle nötigen Informationen zum

Glaubenskurs im Internet unter der

Adresse www.glaubenskurs.net

Dieses Faltblatt kann bestellt werden

unter der Telefon-Nr. 089/12172-130.

Den Glaubenskurs

verschenken:

Beschenken Sie Freunde,

Nachbarn, Kollegen oder Verwandte

mit dem Glaubenskurs

»Basiswissen Christentum«

durch ein zeitlich befristetes

Jahresabonnement

des Evangelischen Sonntagsblatts

für Bayern.

Gerne können Sie das Glaubenskurs-Jahresabonnement

des Sonntagsblatts auch nur

für sich selbst anfordern.

n Anrufen: 089/12172-130

n Mail: sonntagsblatt@epv.de

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faxen oder schicken


Christliche Spiritualität als Lebens- und Deutungsmodell

Der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich ist Schirmherr von Basiswissen Christentum

Für die Reformatoren, namentlich

für Philipp Melanchthon, aber eben

auch für Martin Luther, war es klar,

dass Glaube nicht lernbar ist. Der

Glaube als Gottvertrauen ist ein Geschenk

Gottes, und Gott selbst ist es,

der uns das Herz dafür öffnet, dass

wir ihm vertrauen können. Das wird

schon in der Auslegung zum 3. Artikel

des Glaubensbekenntnisses im

Kleinen Katechismus Luthers deutlich,

wenn es dort heißt: »Ich glaube,

dass ich nicht aus eigener Vernunft

noch Kraft an Jesus Christus, meinen

Herrn, glauben oder zu ihm kommen

kann. Sondern der Heilige Geist hat

mich durch das Evangelium berufen,

Ein Jahr Basiswissen Christentum

V E R S C H E N K E N S I E D E N G L A U B E N S K U R S

n Beschenken Sie Freunde, Nachbarn,

Kollegen oder Verwandte mit dem

Glaubenskurs »Basiswissen Christentum«

durch ein zeitlich befristetes Jahresabonnement

des Sonntagsblatts,

Evangelische Wochenzeitung für Bayern.

n Gerne können Sie das Glaubenskurs-

Jahresabonnement des Sonntagsblatts

auch für sich selbst anfordern.

n Oder Sie verschenken und lesen selbst

1 Jahr lang den Glaubenskurs im

Sonntagsblatt – und sparen dabei auch

noch.

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(1 Jahr) selbst lesen – zum Preis

von 63,80 Euro.

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(1 Jahr) verschenken – zum Preis

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(1 Jahr) selbst lesen und verschenken

– zum Preis von insgesamt

95,80 Euro (Sie sparen 25 %).

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mit seinen Gaben

erleuchtet, im

rechten Glauben

geheiligt und erhalten.«

Dennoch hängt

für die Reformatoren

der Glaube

eng mit dem Lernen zusammen.

Sonst hätten sie nicht so viel Energie

darauf verwandt, den Unterricht

in der Kirche in vielen Bereichen zu

erneuern. Und sonst hätte Luther es

auch nicht für nötig gehalten, seine

Katechismen abzufassen. Dass Glaube

und Bildung aus protestantischer

Datum Unterschrift

Vertrauensgarantie: Die Zustellung des Abonnements

beginnt mit der Ausgabe vom 31. Mai

und endet nach einem Jahr automatisch.

Sicht eng zusammengehören, ist unstrittig.

Dass Glaube und Mission zusammengehören,

denke ich, ebenfalls.

Nicht wenige Menschen bilden

sich und ihre Persönlichkeit dadurch

weiter, dass sie sich religiösen Fragen

gegenüber öffnen und nach konkreten

Antworten fragen. In diesen

Prozess kann sich die Kirche, besser

noch: die Kirchengemeinde vor Ort

hilfreich einschalten. Dabei wird es

darauf ankommen, keine »fertigen

Antworten« unter das Volk mischen

zu wollen, sondern sich auf eine offene

Auseinandersetzung einzulassen.

Ziel muss sein und bleiben, dass

n Anrufen: 089/12172-130

n E-Mail: sonntagsblatt@epv.de

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Birkerstraße 22

80636 München

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Bankeinzug:

die Fragenden die christliche Spiritualität

als ein mögliches Lebens- und

Deutungsmodell kennenlernen und

in einer ganzheitlichen Auseinandersetzung

damit zu einer eigenen Antwort

kommen.

Ich begrüße es daher ausdrücklich,

dass das Sonntagsblatt einen eigenen

Glaubenskurs plant. Ich gratuliere

zu diesem Vorhaben und wünsche

von Herzen eine möglichst große, interessierte

Leserschaft. Wer weiß:

Vielleicht erfahren Sie und ich dabei

ja auch noch Dinge, die wir bisher so

nicht gesehen haben!

Landesbischof Dr. Johannes Friedrich

Kto.-Nr. Bank / Bankleitzahl

Datum Unterschrift


I. Glaubensgeschichte

im Alten Testament

1. Wie die Welt geworden ist –

die Schöpfungsgeschichte.

Wie lassen sich die Schöpfungsberichte

der Bibel mit den wissenschaftlichen

Theorien der Entstehung der

Welt vereinbaren? Wie verhält sich der

Glaube zu Darwinismus, Kreationismus

und Intelligent Design?

2. Abraham – Vater im Glauben

für drei Religionen.

Mit Abraham schloss Gott seinen

Bund. An ihm werden die Verheißungen

Gottes sichtbar. Der Erzvater

Israels spielt auch in der paulinischen

Theologie und im Islam eine bedeutende

Rolle.

3. Befreiung und Exodus – Wüste

und gelobtes Land

Der Auszug Israels aus der Sklaverei in

Ägypten, der 40-jährige Marsch durch

die Wüste und der Einzug ins gelobte

Land sind bis heute Wegmarken für

eine Theologie der Befreiung.

4. Die Zehn Gebote und die

abendländische Kultur

Der Dekalog zählt zu den Grundlagen

der abendländischen Kultur. Doch immer

wieder wurden die Zehn Gebote

neu gefasst: von Moralisten, Weltverbesserern

und Diktatoren.

5. Gotteserinnerung in dürren

Zeiten: die Propheten

Als Empfänger der göttlichen Offenbarung

treten die Propheten als Verkünder

des göttlichen Willens und als

Warner des Volkes Israel vor drohenden

Gefahren auf und bilden damit

einen Gegenpol zu Priesterschaft und

Königtum.

6. Gottvertrauen und Welterkenntnis

– die Weisheit

In manchen Kulturkreisen wird die

Weisheit als weibliche Seite Gottes

verehrt. Welche Rolle kann die biblische

Weisheitsliteratur für die Lebenskunst

unserer Zeit spielen? Wie kann

Leben gelingen?

7. Heiliges Land: die Landnahme

der Israeliten

Josua führt die Israeliten durch den

wundersam aufgestauten Jordan ins

Gelobte Land. Priester tragen die Bundeslade

mit den Gebotstafeln. Die

Mauern von Jericho werden durch Posaunenstöße

vernichtet. Historiker

und Theologen bestreiten allerdings

Gott und die Welt

Basiswissen Christentum – das Programm des Glaubenskurses im Sonntagsblatt

den historischen Gehalt der Landnahmeberichte.

Wie war es wirklich?

8. Der Name Gottes - Gottesbilder

im Alten Testament

»Lasst uns Menschen machen« – Du

sollst keine anderen Götter neben mir

haben.« Bis zum Glauben an den einen

Gott hat auch Israel eine Entwicklung

durchgemacht. Im Alten Testament

begegnet Gott als Schöpfer, Befreier,

Beschützer und helfender Begleiter.

II. Glaubensgeschichte

im Neuen Testament

9. Gott wird Mensch – Jesuskind

und Logos

Die Menschwerdung Gottes ist das

zentrale Ereignis der Weltgeschichte.

In Jesus hat sich Gott offenbart. Was

bedeutet es, dass Gott als Menschenkind

in diese Welt kommt? Wie verhält

sich dazu die Inkarnation des Wortes

Gottes im Johannesevangelium?

10. Die Taufe Jesu und unser

Taufverständnis heute

Die Taufe ist eines der ältesten Rituale

der Christenheit und geht auf Jesus

zurück. Jesus selbst hat sich am Jordan

taufen lassen. Er hat seinen Jüngern

den Auftrag gegeben: »Geht hin und

macht alle Völker zu Jüngern, tauft

sie auf den Namen des Vaters und des

Sohnes und des Heiligen Geistes.« Die

Taufe ist das Sakrament, das die Christen

über die Zeiten und über die Konfessionen

hinweg verbindet.

11. Die Bergpredigt – ansprechende

Worte für ein einfaches

Leben

In der Bergpredigt sind die programmatischen

Ausführungen Jesu über

den Willen Gottes zusammengestellt.

Die Seligpreisungen, das Vaterunser

und das Doppelgebot der Liebe gehören

zum Kernbestand des Glaubens.

12. Jesu Predigt vom Himmelreich:

Wo ist das Reich Gottes?

Die gesamte Verkündigung Jesu ist

vom »Reich Gottes« oder vom »Reich

der Himmel« geprägt. Diese »Königsherrschaft

Gottes« hat einen zukünftigen

Aspekt (»Dein Reich komme!«),

aber vor allem einen gegenwärtigen:

»Das Reich Gottes ist mitten unter

euch.« Oder ist es inwendig in uns?

13. Die Leben-Jesu-Forschung

und die Jesus-Bilder

Lässt sich aus den Evangelien eine

Biografie Jesu rekonstruieren? An die-

sem Unterfangen sind viele Theologen

gescheitert. Jede Epoche hat offenbar

ihre eigenen Jesus-Bilder: den nationalen,

den humanistischen oder den

feministischen Jesus.

14. Jesu letztes Mahl – Auftrag

an die Gemeinde und Konfliktfall

der Ökumene

Bei den ersten Christen stand das

Abendmahl im Mittelpunkt: Sie haben

»einmütig das Brot gebrochen«, wird

in der Apostelgeschichte erzählt. Heute

dient das Abendmahl zur theologischen

Grenzziehung.

15. Das Kreuz und das blutige

Opfer - wie ist der Tod Jesu zu

verstehen?

Jesus hat den Tod gefürchtet, aber er

ging ihm nicht aus dem Weg. Suchte

er die Konfrontation mit dem Tod, um

ihn zu besiegen? Die Selbsterniedrigung

Gottes bis zum Tod am Kreuz ist

dann der Kern des Christentums. Jede

Epoche hat jedoch den Tod Jesu neu

interpretiert. Was kann Jesu Tod heute

bedeuten?

16. Auferstehung, Wiedergeburt,

Reinkarnation

Die österliche Botschaft des Christentums

ist: Der Gekreuzigte hat den Tod

überwunden, Christus ist auferstanden.

Berichte, wie die Auferstehung

vor sich ging, gibt es im Neuen Testament

nicht. Selbst im apokryphen Petrusevangelium

wird nur gesagt, dass

zwei Engel auf das Grab hinabstiegen,

dass aber drei Personen aus dem Grab

hervorgingen.

17. Höllenfahrt und Himmelfahrt

- die Bewegungen des Glaubens

Christen bekennen: Jesus stieg nach

seinem Kreuzestod zunächst in ein »in

der Tiefe« lokalisiertes Jenseits hinab,

aus dem er am dritten Tage wieder zu

den Lebenden auferstand. Nach 40 Tagen

gelangte Jesus leiblich zu Gott,

ohne nochmals zu sterben.

18. Heiliger Geist – die zugewandte

Seite Gottes

Maria empfängt Jesus durch den Heiligen

Geist, der Heilige Geist kommt

bei der Taufe auf Jesus herab, in den

Abschiedsreden Jesu, beim Missions-

und Taufbefehl und an Pfingsten

macht der Geist von sich reden. Trotzdem

ist die dritte Person der Trinität

schwer fassbar.

19. Die ersten Christen und die

Urgemeinde

Faszination der ersten Gemeinde: Die

Apostelgeschichte erzählt vom Leben

der Gläubigen in der Anfangszeit des

Christentums – eine Herausforderung

für die Kirche bis heute.

20. Von den Paulusbriefen bis zur

Apokalypse: die Entstehung des

Neuen Testaments

Von der Jesusbewegung bis zur Niederschrift

des Neuen Testaments war

ein langer Weg. Am Anfang wurden die

Berichte über Jesus mündlich weitergegeben.

Jahrzehnte später entstanden

die Briefe, Evangelien und die anderen

Schriften des Neuen Testaments.

III. Glaubens-Gestalten

21. Paulus: »Ich predige den

Gekreuzigten«

Paulus gilt als Begründer des Christentums.

Seine Kreuzestheologie war

damals umstritten und wird heute

wieder hinterfragt.

22. Petrus und die Anfänge

der kirchlichen Theologie

Petrus war nicht der erste Papst. Er

war der erste Bekenner, aber auch ein

Verleugner Jesu Christi, der erste

männliche Augenzeuge des Auferstandenen

sowie Sprecher der Apostel

und Leiter der Jerusalemer Urgemeinde.

23. Athanasius, Arius und die

Lehre vom dreieinigen Gott

Die Trinitätslehre kommt als solche

nicht in der Bibel vor. Dennoch

zählt das altkirchliche Dogma zu den

Grundsäulen des Glaubens. Wie ist die

Lehre zu verstehen?

24. Augustinus: Gott ist Liebe

Augustinus ist einer der bedeutendsten

christlichen Kirchenlehrer und ein

wichtiger Philosoph an der Zeitenwende

zwischen Antike und Mittelalter.

Seine Theologie prägte Martin

Luther.

25. Thomas von Aquin und die

Gottesbeweise von der Scholastik

bis heute

Lässt sich die Existenz Gottes beweisen?

Theologen und Philosophen aller

Epochen – wie etwa Thomas von

Aquin – haben dies aus unterschiedlichen

Motiven immer wieder versucht.

26. Franz von Assisi: Aufbruch

und Gottesnähe

Der Begründer des Franziskanerordens

predigte die Armut und lebte danach.

Sein Versuch, die christliche Kirche zu

reformierten, scheiterte.


--

27. Martin Luther: gerechtfertigt

allein aus Glauben durch die

Gnade

Luther scheiterte auf dem Weg der

Selbsterlösung völlig. An diesem Nullpunkt

angekommen, schwebte

er in höchster Gefahr. Doch sein

Zusammenbruch wurde zum

Durchbruch. Was bedeutet seine

Rechtfertigungstheologie heute?

28. Johannes Calvin, Huldreich

Zwingli und die reformierte Konfession

Calvin hat aus der Reformation ein

Ereignis von globaler Nachhaltigkeit

werden lassen. Was unterscheidet reformierte

von lutherischer Theologie?

29. F.D.E. Schleiermacher - der

christliche Glaube als Gefühl

Unzeitgemäß oder doch wieder modern?

Schleiermacher sagte, Religion

ist nicht Denken und Handeln, sondern

Anschauung und Gefühl, Sinn

und Geschmack für das Unendliche.

Allein auf die unmittelbare Berührung

mit dem Unendlichen komme es an.

Dagegen seien Dogmen und die Bibel

unwichtig.

30. Paul Tillich – was uns unbedingt

angeht

Helmut Thielicke hat Tillich als »Wanderer

zwischen den Welten« bezeichnet.

Er ist ein »Denker auf der Grenze«,

ihm ist es mit seiner Methode der Korrelation

von Frage und Antwort, Situation

und Botschaft gelungen, die Fragen

seiner Zeit aufzugreifen und die

christliche Botschaft als Antworten zu

formulieren.

31. Karl Barth – Gott ist anders;

Rudolf Bultmann – Glaube ohne

Mythen

»Gott ist anders« erkannte der reformierte

Theologe Karl Barth, als in den

Schützengräben des Ersten Weltkriegs

auch die theologischen Vorstellungen

seiner Zeit mit untergingen. Rudolf

Bultmann wagte eine radikale Entmythologisierung

des Neuen Testaments

– ohne Himmel, Hölle und Teufel.

32. Dietrich Bonhoeffer – religionsloses

Christentum

Dietrich Bonhoeffer ging von der Frage

aus, wie das Evangelium in einer

durch die Aufklärung mündig gewordenen

Welt so an den Menschen

verkündigt werden könne, dass dieser

intellektuell redlich im christlichen

Glauben leben kann.

33. Dorothee Sölle – atheistisch

glauben

Dorothee Sölle greift die Rede vom

»Tod Gottes« auf, allerdings nicht als

Abkehr vom Christentum, sondern als

Verzicht auf ein überholtes Gottesbild.

In einem weiteren Gedanken entwickelt

sie die These, dass Jesus Christus

den abwesenden Gott vertreten muss.

34. Bach & co - das klingende

Evangelium

Johann Sebastian Bach gilt als der

fünfte Evangelist. Verkündigung geschieht

nicht nur in Worten, sondern

auch durch die Musik. Seine Musik

fungiert als Brücke zur säkularen Welt.

IV. Glaubens-Kämpfe

und Strömungen

35. Der Kampf um den Leib: Gnosis

und Esoterik

Gnostische Strömungen gab es bereits

zur Zeit des Urchristentums. Die esoterischen

Strömungen heutiger Tage

münden in einen Supermarkt der Spiritualität.

36. Mission - im Auftrag des

Herrn

Mission galt in der Kirche lange Zeit

durch gesellschaftliches Engagement

abgelöst. Beides ist kein Widerspruch.

Sicher ist: Christen, die von Jesus begeistert

sind, wirken ansteckend auf

andere.

37. Ora et labora: wie das Christentum

Kult und Kultur verknüpfte

Die benediktische Regel »Ora et labora«

(bete und arbeite) hat die abendländische

Kultur geprägt.

38. Licht der Ewigkeit: die Ostkirche

hält das Bild fest

Ostkirchliche Theologen betonen, erst

die Menschwerdung Gottes in Jesus

Christus ermögliche die bildliche

Darstellung. Gott selbst habe damit

das von ihm gesetzte Bilderverbot im

sichtbaren Christus durchbrochen.

39. Bußgang zu Canossa – der

abendländische Kampf um die

Trennung von Kirche und Staat

Der Gang nach Canossa war ein wichtiger

Meilenstein im Investiturstreit.

Im 12. Jahrhundert stritten Kaiser und

Papst um die Macht der Kirche, so

zum Beispiel über das Recht der Einsetzung

von Bischöfen und Äbten in

ihre Ämter. Wieviel Nähe zum Staat

braucht die Kirche heute?

40. Mystik - der Weg nach Innen

Im 20. Jahrhundert galt Mystik, zumindest

im Protestantismus, nichts

oder sie wurde der Weltflüchtigkeit

verdächtigt. Nun erleben Mystik und

Spiritualität eine Renaissance. Wird

die Kirche der Zukunft eine mystische

Kirche sein?

41. Fromme Aufbrüche:

der Pietismus

Der Pietismus war eine Reaktion auf

Erstarrungserscheinungen innerhalb

der lutherischen Kirche. Er betonte die

subjektive Seite des Glaubens, entwickelte

aber auch einen starken missionarischen

und sozialen Grundzug und

stärkte das Priestertum aller Gläubigen.

42. Glaube denkt anders mit -

Verweltlichung und Aufklärung

Der für die Moderne – und für den

Protestantismus – grundlegende Prozess

der Verweltlichung hat nicht zum

Verschwinden von Religion geführt.

Wie verhält sich der Glaube zur Welt?

43. Gott - eine verlassene Region

des menschlichen Gehirns?

Warum Menschen Götter haben, beschäftigte

bislang vor allem Kulturforscher.

Nun haben Mediziner den Ursprung

der Religion im menschlichen

Gehirn lokalisiert. Aktuelle neurobiologische

Wege und Irrwege.

V. Glaubens-Leben

44. Das Gebet, die Psalmen und

das Vaterunser

Das Gebet ist der stärkste – und der

einfachste – Ausdruck einer Beziehung

zu Gott. Beten kann jeder: »Ich

bete jeden Abend. Das beruhigt unheimlich,

ich schlafe dann viel ruhiger

ein, weil ich mit mir im Reinen bin.«

(Dieter Bohlen)

45. Kann man an Wunder

glauben?

Jesus heilte und tat außergewöhnliche

Dinge. Seine Wunder verweisen auf

das außerordentliche des christlichen

Glaubens. Laut einer Umfrage des Instituts

für Demoskopie in Allensbach

glauben mehr als die Hälfte der Deutschen

an Wunder.

46. Abgründe in Gottes Werk: das

Böse, der Teufel und die Hölle

Die biblischen Texte kennen gleich

mehrere Bezeichnungen für den Teufel.

Wie kam das Böse in die Welt?

Warum hat Gott das Böse in seinem

Schöpfungswerk zugelassen oder vorgesehen?

47. Zwischen Himmel und Erde:

Engel

Für die einen sind Engel Figuren der

Mythologie, anderen erscheinen sie im

Traum oder am hellichten Tag, sie beschützen,

behüten und erhellen die

Wirklichkeit. Was die Bibel über die

faszinierenden himmlischen Wesen

sagt.

48. Sünde und Schuld

»Sünde« ist in der Reihe der Unwörter

gelandet, dabei handelt es sich um einen

zentralen theologischen Begriff.

Paulus, Luther und Philosophen aller

Epochen haben Erhellendes dazu

zu sagen. Ein tieferes Verständnis von

Sünde befreit zum Leben.

49. Die sieben Todsünden heute

Stolz, Habsucht, Neid, Zorn, Unkeuschheit,

Unmäßigkeit und geistliche

Trägheit gelten in der Tradition

als Hauptsünden. Sie bezeichnen

Grundverfehlungen, die das Verhältnis

zu Gott oder zu den Menschen in der

Wurzel stören.

50. Schicksal und Vorherbestimmung,

Erwählung und Verwerfung

- ist alles vorherbestimmt?

Jesus sagte »Ich will alle zu mir ziehen«,

Paulus merkt an, es läge nicht an

jemandes Wollen oder Laufen, sondern

an Gottes Erbarmen. Inwieweit

liegt der Glaube und die Entscheidung

für Jesus Christus in unserer Hand?

51. Glaube in Not: Zweifel am

liebenden und allmächtigen Gott

Erdbeben, Kriege, Überschwemmungen:

Wie kann Gott das zulassen?

Auch wenn manche Katastrophen

menschengemacht sind bleibt die Frage

nach dem liebenden und allmächtigen

Gott.

52. Komme ich in den Himmel?

Die Offenbarung, die Endzeit und

das Ende der Geschichte

Gibt es ein Ende der Zeit? Was geschieht

in der jenseitigen Welt? Was

die Bibel über die Neuschöpfung der

Welt und das Leben nach dem Tod

sagt.

Herausgegeben vom Evangelischen Presseverband für Bayern. Verantwortlich: Helmut Frank, Sonntagsblatt, Birkerstraße 22, 80636 München. Redaktion und Layout: Helmut Frank

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