d i g i t a l e Welt - PDV Gruppe

pdv.gruppe.de

d i g i t a l e Welt - PDV Gruppe

6

Unter hierarchischem Speichermanagement

(HSM) versteht man ein Speicher-Konzept,

bei dem Daten, auf die

häufig zugegriffen wird, auf möglichst

schnellen Speichertechnologien untergebracht

sind, wogegen Daten, die

für größere Zeiträume nicht benötigt

werden, auf möglichst preiswerten,

aber langsameren Speichermedien

abgelegt sind. Preiswertere Speichermedien

– beispielsweise Magnetbänder

oder andere optische Medien –

besitzen allgemein den Nachteil einer

größeren Zugriffszeit; bei konventionellen

Backup-Konzepten dauert die

Rücksicherung der Daten wesentlich

länger. Dem gegenüber steht die günstigere

Datenhaltung.

HSM kombiniert die positiven Aspekte

beider Systeme – rasante Techno-

PDV-Systeme GmbH

Effektives HSM kombiniert rasante Technologien mit preisgünstigen Medien

Hierarchisches Speichermanagement:

maximale Performance, minimale Kosten

Die Einführung von HSM schreitet in vielen Unternehmen immer weiter voran. Längst sind die Kostenvorteile

allgemein bekannt, das primäre (teure) Speichersystem muss nicht mehr in vollem Umfang

mit steigendem Datenwachstum ausgebaut werden. Dies ist aber nicht der einzige Vorteil dieses

Konzeptes; auch beim Backup ist HSM ein wesentlicher Bestandteil geworden.

logien auf der einen, preisgünstige

Medien auf der anderen Seite – und

überzeugt dabei mit deutlichen Kostenvorteilen.

Der Grund: Das primäre Speichersystem

– also die schnellste und

hochwertigste Technologie im Konzept

– muss nicht mehr im vollen Umfang

mit steigendem Datenwachstum

ausgebaut werden, da ein Großteil der

Daten auf günstigere Technologien

und Medien ausgelagert wird.

Ein klassisches Beispiel für ein hierarchisches

Speichermanagement sieht

folgendermaßen aus:

Primäres (teures) Fibre Channel

Speichersystem

Sekundäres (z.B. SATA-) Speichersystem

Optische Speicher oder Tape Librarys

komplette Auslagerung der Medien

Die Organisation einer solchen Hierarchie

übernimmt ein elektronisches

Archiv-, Dokumentenmanagementoder

Datensicherungs-System (nachfolgend

HSM-Software genannt), das

nach definierten Regeln und/oder Zugriffen

die Daten auf die jeweils geeigneten

Medien verlagert. So landen

Daten wie beispielsweise permanent

genutzte Datenbanken auf dem Fibre

Channel-System, während lange Zeit

nicht genutzte Sicherungskopien auf

Librarys oder sogar auf ausgelagerten

Bändern Platz finden.

Befinden sich gewünschte Daten auf

eher langsamen Medien, so können

die Systeme beim Zugriff durch einen

Benutzer diese auch wieder zurück auf

das schnellere Medium schreiben

(Fachbegriff: „staging“). Daraus ergibt

sich eine völlig automatisierte Verwaltung

der Datenmengen, die jederzeit

die optimale Balance zwischen kürzesten

Zugriffszeiten und möglichst günstigen

Massenspeichern findet.

HSM ist auch beim Backup ein wesentlicher

Bestandteil geworden. Beim

klassischen Backup werden häufig

ganze Verzeichnisse oder Platten gesichert,

wodurch gleichzeitig enorm viel

Platz benötigt, für die Medien viel Geld

ausgegeben und auch das Restore-

Fenster deutlich vergrößert wird. Anders

sieht es

aus, wenn die

HSM-Software

die Aufgabeübernimmt,

die

Backup-relevanten

Daten

zu verwalten.

Optimaler

Primärspeicher:

HPs EVA 4000

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine