Wirtschaft aktiv - Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender

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Wirtschaft aktiv

RING FREIHEITLICHER WIRTSCHAFTSTREIBENDER Nr. 2/2009

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RFW-BO Amann: Kammer muß

Kosten übernehmen Seite 3

Kommt die Inflation? Die Chancen einer

Geldentwertung Seite 10

Wolfgang Klinger

Wirtschaftspolitik von

Unternehmern gemacht


2

Als eine `Husch-Pfusch-Aktion´

bezeichnet Matthias Krenn, Vizepräsident

der Wirtschaftskammer

Österreich und stellvertretender

Bundesobmann des RfW, das

Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz

(ULSG): „Hier zeichnet

sich wieder einmal deutlich ab,

für wen die große Koalition und

hier allen voran der Finanzminister

Pröll einstehen, nämlich für die

Banken und die Industrie.“

Unterstützung gibt es laut dem Gesetz

nämlich nur für Unternehmer

mit mehr als 250 Mitarbeitern, welche

in Österreich einen Bruchteil

der gesamten Unternehmerlandschaft

ausmachen. „Natürlich ist es

unumgänglich, auch die heimischen

Großbetriebe und die Industrie

so gut als möglich zu unterstützen.

Nur dabei vergisst die frühere

Wirtschaftspartei ÖVP die

heimischen KMUs (Klein- und

Mittelbetriebe), welche noch mehr

unter der Finanzkrise mit der einhergehenden

Kreditklemme leiden,

und ebenso auf eine dringend not-

wendige Unterstützung seitens der

Regierung warten.“

In Wahrheit ist das ULSG ein zweites

Bankenrettungspaket. Denn

unter dem Vorwand der Wirtschaft

(und hier nur den Großen) zu helfen,

wird das Geld an die Banken

verteilt. Deshalb fordert der RfW

von den Verantwortlichen in der

Regierung und innerhalb der Regierungsparteien,

sich so rasch als

möglich dafür einzusetzen, dass

Matthias Krenn zum neuen Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz:

“Hier zeichnet sich wieder einmal deutlich

ab, für wen die große Koalition und

hier allen voran der Finanzminister Pröll

einstehen, nämlich für die Banken und

die Industrie.”

RFW Krenn:

Basel II Richtlinien sofort aussetzen

leistbares Geld für Österreichs KMUs

Basel II, der Hauptgrund für die

Kreditklemme in Österreich, mit

sofortiger Wirkung ausgesetzt wird

und den heimischen KMUs endlich

wieder leistbares Geld zur Verfügung

steht. „Denn eines dürfen wir,

vor allem in diesen schwierigen

Zeiten nicht vergessen - die KMUs

sind das Rückgrat der heimischen

Wirtschaft und ohne sie würde es

am Arbeitsmarkt sehr rasch sehr

triste aussehen.

Wirtschaft Aktiv Sept. / 09


Der Jubelmeldung von WKÖ- Präsident

Leitl über die Einrichtung einer

Jugendstiftung mit Geldern der

Dienstgeber in Höhe von Euro 5 Mio.

kann der RfW-Bundesobmann, KO

Ing. Fritz Amann, nur bedingt zustimmen:

Betriebe in der Krise nicht weiter belasten!

Die Einrichtung einer Jugendstiftung

ist gut und macht natürlich Sinn,

denn damit werden Jugendliche für

die Privatwirtschaft in Richtung

Wirtschaftsaufschwung fit gemacht.

In Sachen Finanzierung widerspricht

er aber Leitl. Nicht von seiten der

Unternehmen, sondern aus dem Topf

der WKÖ soll diese Einrichtung finanziert

werden. Es ist nämlich ein

Gebot der Kammer die Not leidenden

Betriebe zu entlasten. Es ist an der

Zeit, dass mit den Mitgliedsbeiträgen

auch einmal etwas Gescheites gemacht

wird.

So wie bei der Mitfanzierung der Restitutionszahlungen

ist hier die WKÖ

in dieser Sache mehr denn je gefordert,

schließlich geht es um die Entlastung

ihrer Mitglieder. Leitl ist also

klar gefordert, keine weitere Belastung

für die Betriebe einzufordern.

In Sachen Verbesserung der Bedin-

Wirtschaftspolitik

RFW - Bundesobmann

Fritz Amann:

„Die Einrichtung einer Jugendstiftung

ist gut und

macht Sinn. Aber nicht von

seiten der Unternehmen,

sondern aus dem Topf der

WKÖ soll diese Einrichtung

finanziert werden. ”

RFW-Bundesobmann Fritz Amann:

WKÖ soll Kosten für Jugendstiftung übernehmen!

gungen für Kurzarbeit analog zu

unserem wichtigsten Wettbewerber

Deutschland sieht sich Amann mit

dem WKÖ- Präsidenten in einer

Linie, zumal diese Forderung schon

lange von Vorarlberg aus erhoben

wurde und mit Vehemenz von der

WK-Vorarlberg an der Spitze mit

Präsident Manfred Rein weiter

nachhaltig vertreten wird. Hier

führt kein Weg vorbei und daher ist

der „Sozialpartner“ Leitl gefordert

mit seinem Gegenüber, den ÖGB-

Verhinderern“ in Wien, endlich Tacheless

zu reden, damit die Arbeitslosenzahlen

nicht noch weiter

explodieren.

Transportbranche hat keinen finanziellen Spielraum mehr

RfW-BO Amann kritisiert Tariferhöhung im kombinierten Verkehr!

Als einen weiteren Anschlag auf die

ohnehin stark gebeutelte Transportbranche

sieht der RfW-Bundesobmann,

KO Ing. Fritz Amann, die Tariferhöhung

der ÖBB Tochter Cargo

Austria im kombinierten Verkehr.

Amann dazu: „Die massive Tariferhöhung

damit zu rechtfertigen, dass

Kostendeckung allein ökonomisch

nicht mehr vertretbar ist, kann wohl

für die ÖBB nicht gelten, schließlich

hat man öffentliche Ansprüche zu

erfüllen und wird dafür reichlich

aus dem Steuertopf subventioniert.

Was mich aber am meisten ärgert ist

die Tatsache, dass man mit willkürlichen

Fahrverboten, wie in Tirol,

die Transportbranche auf die Schiene

zwingt, um dann die ohnehin

stark belasteten Frächter weiter abzuzocken

und ihnen dabei völlig die

Luft zum Atmen zu nehmen. Dies

wohl in der weisen Voraussicht, sich

weitere Konkurrenz vom Leib zu

schaffen, schließlich betreibt die

ÖBB eines der größten Fracht- und

Speditionsgeschäfte mit einer der

größten LKW-Flotten im Land.“

Das ist für Amann ein unwürdiges

Spiel auf dem Rücken der Transportunternehmer.

Wenn man sich seitens

der ÖBB vom Prinzip der Kostendekkung

verabschiedet, dann sollte man

sich auch vom Subventionstopf des

Bundes abnabeln, denn nur dann

herrscht Waffengleichheit im Gütertransport.

Was in einer freien Marktwirtschaft

aber nicht geht, ist mit Hilfe der Politik

die Konkurrenz auf die Schiene zu

zwingen, um sie dann nochmals zu

schröpfen. Daher lehnt der RfW die

Tariferhöhung im kombinierten Verkehr

entschieden ab.

Wirtschaft Aktiv Sept. / 09 3


Wirtschaftspolitik

Entschieden gegen die Abschaffung

des Bankgeheimnisses in Österreich

spricht sich der Landesobmann des

RFW-OÖ, Wolfgang Klinger, aus.

Bundeskanzler Faymann und Finanzminister

Pröll hätten mit

Unterstützung der Grünen und des

BZÖ mit den jüngsten Beschlüssen

schon eine massive Aufweichung des

Bankgeheimnisses herbeigeführt.

Klinger: „Als gelernter Österreicher

weiß man, daß dies nur der erste

"Nun ist die Katze also aus dem Sack:

Finanzminister Pröll schließt neue

Steuern bzw. Steuererhöhungen nicht

aus", zeigte der Spitzenkandidat der

FPÖ Oberösterreich zur Landtagswahl,

NAbg. Dr. Manfred Haimbuchner

auf. In einem Interview sagte

Pröll wörtlich, sobald sich die Wirtschaft

erholt hat, wird es finanzpolitische

Maßnahmen geben.

"Das ist nichts anderes, als die klare

4

Wolfgang Klinger

Klares Nein zur Abschaffung des

Bankgeheimnisses

Schritt zur vollständigen Abschaffung

ist.“

Damit bestehe die Gefahr, daß es zu

einer kompletten Überwachung aller

Kontoverbindungen und Wertpapierdepots

der österreichischen Bürger

komme.

In Deutschland sei dies zum Teil

schon der Fall. Ohne eine richterliche

Genehmigung zu benötigen,

könnten dort die Behörden bereits

alle wichtigen Daten abrufen. Nicht

einmal mehr ein begründeter Verdacht

– etwa auf Steuerhinterziehung

– sei dazu nötig.

Klinger: „ Während den Großbanken

Milliarden ohne jegliche Überprüfung

und ohne Kontrollmöglichkeit

nachgeworfen werden, sollen

die österreichischen Bürger in Zukunft

ohne ihr Wissen ausspioniert

werden. Dem ist entschieden entgegenzutreten.“

FPÖ fordert Reformen zur Bekämpfung der Verschuldung ein

Haimbuchner: Finanzminister Pröll

schließt neue Steuern nicht aus!

Umschreibung für folgendes Faktum:

Sobald die Wahlen in Oberösterreich

und Wien geschlagen sind, werden

die Bürger mittels Steuererhöhung

zur Kasse gebeten,” deckt Manfred

Haimbuchner die Pläne des Finanzministers

auf.

Von der FPÖ kommt ein klares Nein

zu Steuererhöhungen und neuen

Steuern. "Das ist - auch in der derzeitigen

Krise - eine gefährliche Drohung

für die Wirtschaft, eine Gefährdung

des Industriestandortes und eine

zusätzliche finanzielle Belastung

für die Menschen. Anstatt wieder die

Bürger und die Wirtschaft, hier vor

allem die Klein- und Mittelbetriebe,

mit neuen und/oder höheren Steuern

weiter abzuschröpfen, muss es endlich

zur längst fälligen Verwaltungsreform

kommen. Für den Bund wäre

es ein leichtes, die fehlenden 10 Milli-

arden Euro im Jahr hier zu lukrieren.

Das haben wiederholte Male bereits

der Rechnungshof und namhafte Experten

aufgezeigt. Dieses Einsparungspotential

muss endlich genutzt

werden", betonte Haimbuchner.

Einer längst überfälligen Verwaltungsreform

müsse aus FPÖ-Sicht eine

Steuerreform folgen, "die diesen

Namen auch verdient." Haimbuchner

verwies in diesem Zusammenhang

auf die heute vom Wirtschaftsforschungsinstitut

Wifo kritisierte

Wachstums- und Beschäftigungsfeindlichkeit

unseres Steuergesetzdschungels.

"Derzeit machen die Abgaben

auf Arbeitseinkommen 40 Prozent

der Gesamtabgaben aus. Es ist

längst an der Zeit, dass das Steuersystem

flacher und niedriger und somit

sozialer wird", forderte der FPÖ-

Spitzenkandidat.

Wirtschaft Aktiv Sept. / 09


Wolfgang Klinger

Wirtschaftspolitik von Unternehmern gemacht

Die Politik beschließt immer wieder

neue Vorschriften für die Wirtschaft,

ohne die negativen Auswirkungen

zu bedenken. So behindern Bürokratie,

statistische Auflagen und

komplexeste Gesetze gerade die

kleineren und mittleren Unternehmer.

Der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender

Oberösterreichs (RFW)

ist einer der größten Vereinigungen

von engagierten Unternehmern im

Land, die das ändern wollen. "Wir

wollen eine Wirtschafts- und Standortpolitik,

die den zukünftigen Herausforderungen

gerecht wird und im

besonderen die kleinst, kleinen und

mittleren Unternehmer nicht an den

Rand drängt," so der Landesobmann

des RFW, Wolfgang Klinger. "So

zeigt z.B. die Vergabe von Geldern

und Haftungen klar, daß mehr Fairness

in der Wirtschaftspolitik notwendig

ist."

Ein Unternehmer für die Politik

Wolfgang Klinger kandidiert für die

FPÖ für den Landtag. Er betreibt

ein Transportunternehmen und einen

Gastronomiebetrieb in Gaspoltshofen.

Seit mehr als 20 Jahren

ist er Unternehmer und kennt daher

die Sorgen und Nöte der Selbständigen

aus eigener Erfahrung.

Seit vielen Jahren ist Klinger als

umsichtiger, dynamischer und entschlossener

Politiker bekannt. Als

Bürgermeister von Gaspoltshofen

und als Mitglied des Wirtschaftsparlamentes

hat er schon viel bewegt.

Wolfgang Klinger

Eine Stimme aus der Wirtschaft

für die Wirtschaft

Landtagswahl 09

Ihre Vorzugsstimme für den Kandidaten der Wirtschaft – Wolfgang Klinger – FPÖ

So einfach geht’s:

Am lila Stimmzettel für die Landtagswahl

Liste 4 FPÖ ankreuzen und

daneben in der Rubrik Vorzugsstimmen

„Klinger“ eintragen.

Neu: Briefwahl / Wahlkarte

Wie bisher können Sie bei dieser

Landtagswahl am Wahltag in Ihrer

Heimatgemeinde wählen. Sollten Sie

voraussichtlich verhindert sein, Ihre

Stimme im zuständigen Wahllokal

abzugeben, so können Sie eine Wahlkarte

beantragen. Anträge dazu sind

möglichst bald, spätestens jedoch bis

24. 9. bei Ihrer Wohnsitzgemeinde

einzubringen. Die Wahlkarte wird Ihnen

dann zugesendet – Achtung: Dauer

des Postwegs! - bzw. man kann sie

persönlich abholen.

Mit Wahlkarte hat man folgende

Möglichkeiten:

Wählen mit Wahlkarte im Inland:

in jenen Wahllokalen, die Wahlkarten

entgegennehmen

beim Besuch durch eine besondere

(„fliegende“) Wahlbehörde, wenn Sie

geh- oder transportunfähig sind

oder mittels Briefwahl (ohne Beisein

einer Wahlbehörde) – Ihre Stimme

wird in der Wahlkarte einfach per

Post zur zuständigen Gemeinde-

(Stadt)wahlbehörde geschickt.

Im Ausland erfolgt die Stimmabgabe

immer mittels Wahlkarte im Wege der

Briefwahl. Bei der Briefwahl im Inland

und im Ausland können Sie sofort

nach Erhalt der Wahlkarte Ihre

Stimme abgeben und müssen nicht

bis zum Wahltag warten.

Wirtschaft Aktiv Sept. / 09 5


Service

6

Steuerservice

Auftraggeberhaftung

Mit diesen neuen Haftungsbestimmungen soll dem Ausfall

der Sozialversicherungsbeiträge durch Sozialbetrug

entgegen gewirkt werden. Voraussichtlich ab 1. September

2009 haftet der Auftraggeber im Bereich von Bauleistungen

für alle Beitragsschulden des beauftragten

Unternehmens bei den Krankenversicherungsträgern bis

zum Höchstausmaß von 20 Prozent des geleisteten Werklohnes.

Die Auftraggeberhaftung entfällt, wenn das beauftragte

Unternehmen zum Zeitpunkt der Leistung des Werklohns

in einer so genannten Gesamtliste der haftungsfreistellenden

Unternehmen (HFU- Gesamtliste) geführt

wird. Damit ein Unternehmen in diese Liste aufgenommen

werden kann, muss es mindestens drei Jahre lang

Bauleistungen erbracht haben und es dürfen keine Beitragsrückstände

vorliegen. Ein Antrag auf Aufnahme in

Sonderausgaben

Am 17. Juni wurde das Budgetbegleitgesetz 2009 im

Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Mit diesem Gesetz

wurde unter anderem die steuerliche Absetzbarkeit von

(Topf)Sonderausgaben neu geregelt. Sonderausgaben

sind im Gesetz taxativ aufgezählte Aufwendungen der

die HFU-

Gesamtliste

ist seit

Juni möglich.

Die

Haftung

kann allerdings

auch

dadurch vermieden

werden,

dass der Auftraggeber

20 Prozent des

Werklohns nicht an den

Auftragnehmer, sondern an

das Dienstleistungszentrum bei der Wiener

Gebietskrankenkasse überweist. (Quelle VN)

privaten Lebensführung, die vom Gesamtbetrag der

Einkünfte abgezogen werden können und dadurch die

Einkommensteuerbelastung reduzieren. Zu den

(Topf)Sonderausgaben gehören Beiträge zu freiwilligen

Personenversicherungen (z.B. Kranken-, Unfall-, Pensions-

oder Lebensversicherungen), Aufwendungen für

die Wohnraumschaffung und Wohnraumsanierung oder

auch der Erwerb von jungen Aktien oder Genussscheinen.

Diese Sonderausgaben können bis zu einem Höchstbetrag

von 2920 Euro pro Jahr abgezogen werden. Bei Alleinverdienern

bzw. Alleinerziehern verdoppelt sich dieser

Betrag auf 5840 Euro.

Ab drei Kindern erhöht sich der „Sonderausgabentopf“

nochmals um weitere 1460 Euro pro Jahr. Bisher wurden

diese Sonderausgaben bei einem Einkommen zwischen

36.400 Euro und 50.900 Euro so „eingeschliffen“, dass

sie bei einem Einkommen über 50.900 Euro nicht mehr

abgesetzt werden konnten.

Das obere Ende dieser Einschleifregelung wurde nunmehr

rückwirkend ab 2009 an die neue Grenze für den

50-prozentigen Spitzensteuersatz angepasst und von

50.900 Euro auf 60.000 Euro angehoben. Im Gegensatz

zur bisherigen Einschleifregelung kann ab 2009 die

Sonderausgabenpauschale in Höhe von 60 Euro auch bei

einem Einkommen über 60.000 Euro abgezogen werden.

(Quelle VN)

Wirtschaft Aktiv Sept. / 09


RFW verhindert

neue Steuerbelastungen für Unternehmer

Der RfW hat sich wieder einmal als

Input und Ideengeber im österreichischen

Wirtschaftsparlament er-

Gegen die Stimmen des sozialistischen

Wirtschaftsverbandes und der Grünen

Wirtschaft hat sich der RFW durchgesetzt

und neuen Steuerbelastungsideen für

Unternehmer die rote Karte gezeigt.

wiesen. Besonders erfreulich ist

dabei die Tatsache, dass der RfW

den Wirtschaftsbund und die Industrie

für einen gemeinsamen Antrag

gegen zusätzliche Steuerbelastungen

für die Wirtschaft gewinnen

konnten. Die ablehnende Hal-

tung der Roten und Grünen war

nicht überraschend, schließlich

sind sie aufgrund ihrer Ideologie

seit jeher der Feind der Unternehmer

in diesem Land. Gewerkschafter

wie Matznetter und Sozialromantiker

wie Plass haben noch nie

die Sorgen und Probleme der Wirtschaft,

geschweige ihre Interessen,

wahrgenommen. So war die ablehnende

Haltung der Wirtschaftsbelastungsbefürworter

nicht überraschend.

Insolvenzrechtsreform

In Sachen Insolvenzrechtsreform

konnte neben dem Wirtschaftsbund

auch der rote Wirtschaftsverband

überzeugt werden und das macht

wirklich Sinn, denn schließlich

droht unserem Wirtschaftsstandort

eine Pleitewelle noch ungeahnten

Ausmaßes.

Erfolg für Versicherungsangent

Für die Versicherungsagenten

konnte auf die Initiative des RfW

ebenfalls viel erreicht werden. So

hat auch der Wirtschaftsbund seinem

Antrag nach Einforderung einer

Gesetzesänderung zur zwin-

genden Provisionsweiterzahlung

nach Beendigung des Agenturverhältnisses

zugestimmt und damit

Gerechtigkeit für Versicherungsagenten

geschaffen.

Die RfW-Anträge für eine Arbeitsmarktstudie

zur Erreichung einer

besseren und effizienteren Kontingentzuweisung

für Saisoniers,

sowie die Forderung nach einer

Neuorganisation der Reisebürosicherungsverordnung

zur realitätsnäheren

und konsumentenfreundlicheren

Handhabung fanden leider

keine Zustimmung der Mehrheitspartei.

Das ist schade, denn damit

wurde wieder einmal die Nutzung

einer Chance für die Wirtschaft

vertan.

Das Fazit des Wirtschaftsparlamentes

ist für den RfW aber sehr

positiv, schließlich gibt es ein klares,

die Fraktionen übergreifendes,

Bekenntnis gegen neue Belastungen

für die Wirtschaft. Dies ist der

Initiativkraft des RfW zu verdanken

und damit hat man sich wieder

einmal eindrücklich als Anwalt des

Mittelstandes bewiesen.

Wirtschaft Aktiv Sept. / 09 7


Kommentar Komm.Rat Winfried Waibel

Wie wird sich die Weltwirtschaft nach dem

Finanz- Banken und - Wirtschaftsdesaster

dieser Jahre entwickeln?

Das Beispiel Österreich: Mit Milliardenbeträgen

auf Schulden konnte

das Ärgste verhindert werden.

Die Staatsverschuldung lag 2008

noch bei rund 58 % des BIP, dürfte

bis 2010 auf über 70% ansteigen

und wird für 2013 die Marke von

80% erreichen.

Dem steht gegenüber ein Anstieg

der Arbeitslosen auf 8,8 bis 9 % daher

Anstieg der Sozialkosten, rückläufige

Steuereinnahmen, Autozulieferer

mit weiteren Absatzeinbrüchen,

die Autoindustrie in Europa

(USA) in einer schweren Krise und

alle !!! haben sich verschuldet.

Was aber zu einer fundamentalen

Änderung in der Weltwirtschaft

führen wird, getraut sich kaum jemand

zu formulieren.

Ab Mitte der nächsten 10 Jahre

werden wirtschaftlich neue Weltmarktführer

entstehen – China, Indien

und abgeschwächt – Japan. In

diesen Ländern hat sich still und

leise die Veränderung der Krisenzeit

der Vergangenheit bereits angezeigt.

China besitzt rund 2.000

Mrd. Dollar an Reserven, konnte

aus diesem Topf rund 400 Mrd. (also

nicht mit Schulden machen, sondern

aus vorhandenen Rücklagen)

entnehmen und in die dortige heimische

und dringend notwendige

Infrastruktur wie z.B. Straßenund

Brückenbau, Modernisierung

von Kraftwerken und anders mehr

stecken.

Dies geschah allerdings ohne einen

besonderen Aufschrei in der Weltwirtschaftsorganisation,

auch

nicht in USA und EU. Es heißt

nämlich: „Gelder aus diesem Förderungstopf

werden nur dann zur

Verfügung gestellt, wenn die Auf-

träge an chinesische Firmen vergeben

werden.

Dies zeigt klar Stärke und Schwäche

„der Partner“. Die USA

schweigen, weil China seine Rücklagen

Großteils in US-Schuldverschreibungen

angelegt hat – und

die EU keine einheitliche Sprache

spricht, sondern lediglich ein loser

Bund von Staaten ist, ohne gemeinsame

Wirtschafts- und Außenpolitik

und vor allen auch ohne einheitliche

Linie im militärischen

Bereich.

Dasselbe zeigt sich dann auch noch

in der UNO, wo sowohl China als

auch Russland jeden Beschluss, der

nicht gefällt, mit einem „Nein“ zu

Fall bringen können.

Man nehme Russland her, das den

Kaukasus Ende des 19. Jahrhunderts

eroberte und bis heute nicht

an eine Freigabe dieser Staaten

denkt, wie es die europäischen

Staaten mit ihren Kolonien gemacht

haben.

China hat Tibet 1950 besetzt und

angeblich rund ein Viertel der Bevölkerung

getötet, ohne dass

irgendjemand eine Versuch gemacht

hätte, für eine Rückzug der

chinesischen Armee oder eine Linderung

der dortigen Bevölkerung

zu sorgen.

Das gleiche gilt für Xinjiang (das

Land mit den moslemischen Uiguren).

Diese Region wurde erst 1955

von China als „autonome Zone“

einverleibt und zwischenzeitlich

mit rund 10 Millionen Han-Chinesen

besiedelt. Die Folge sind Unruhen,

Einsatz der Armee und viele

Tote.

Aber, das zählt alles nicht. China

wächst und wächst. Unter den 7

Kommentar

weltgrößten Unternehmen sind 4

chinesische Konzerne. Petro China,

Bank of China, China Mobil Ltd.

und China Construktbank. Darüber

hinaus sind die 3 größten Banken

der Welt nach dem Aktienwert

nicht in den USA, sondern ebenfalls

in China. ICBC mit 257 Mrd.

Dollar, China Construktbank 182,2

Mrd. Dollar und Bank of Chine

153,1 Mrd.

Früher haben China, Indien, Japan

und andere ostasiatische Staaten

Spielzeug für den Export erzeugt,

westliche Maschinen und Geräte

kopiert, heute fliegen sie auf den

Mond, sind führend in der Computerindustrie

und vor allem in der

Entwicklung von neuen Antriebsmotoren

(Hybrid, Elektromotoren

usw.).

Darüber hinaus wächst China bevölkerungsmäßig

weiter und weiter,

während die „EU stirbt“ und

die USA von der Einwanderung

der „Hispanos“ lebt.

Die Zukunft Europas und der USA

ist vorgezeichnet. Wir werden mit

wesentlich kleineren Brötchen leben

müssen. Die Umweltprobleme

werden allen in den nächsten Jahrzehnten

zu schaffen machen. Die

Schulden von heute werden durch

eine schleichende Inflation noch

bis zu unseren Enkeln weiter getragen.

Keine erfreulichen Aussichten.

Wirtschaft Aktiv Sept. / 09 9


Wissen

Wird eine gravierende Inflation kommen?

Die Chancen einer galoppierenden Inflation

Horrende Summen von Staatsgeldern,

die in die Konjunktur gepumpt

werden, schüren die Angst vor einer

galoppierenden Inflation. Ökonomen

blicken mit Skepsis auf die

sprunghaft steigende Kreditaufnahme

des Staates in den Industrieländern.

Nach Schätzung werden die USA,

die Länder der Euro-Zone, Japan

und Großbritannien 2009 Anleihen

im Volumen von 3,6 Billionen Dollar

emittieren – 800 Milliarden Dollar

mehr als 2008. Ökonomen fürchten,

dass dies mittelfristig die Inflation

anheizen könnte.

Einige haben bereits das Geschäft

mit der Inflationsangst entdeckt.

Bücher wie "Achtung: Geld in Gefahr!:

Wie wir jetzt unser Einkommen

und Vermögen schützen" oder

die im Herbst erscheinenden Bücher

" Die Inflationsfalle: Retten Sie Ihr

Vermögen!" oder "Die Inflation

kommt! Und wie Sie sich jetzt schon

schützen können" wollen auch ihren

Anteil am Inflationsthema haben.

Im Sommer 2008 hatten wir noch die

Debatte um die enorme Inflation.

2009 erleben wir im Juli eine Senkung

der Preise gegenüber dem Vorjahr

um 0,3%. Das deutet doch auf

eine Deflation hin. Fürchten wir uns

nun vor Inflation oder Deflation?

Beides gleichzeitig geht doch wohl

nicht!

Wie stehen nun die Chancen einer

Inflation? Antwort: Das hängt davon

ab.

Norbert Walter, Chef des Research

der Deutschen Bank, schreibt darüber:

.. Die Sorge vor Hyperinflation

wegen der weltweiten Ausweitung

der Geldmenge durch die Zentralbanken

ist daher eher Ausdruck einer

Neurose! Aber es ist wahr – es

kommt darauf an, dass die Zentralbanken

diesmal – anders als Fed und

viele asiatische und arabische Zentralbanken

noch 2005 – nicht wieder

den Zeitpunkt für das Herumlegen

des monetären Ruders verpassen.

Die zu große Geldbasis muss – sobald

das Vertrauen der Marktakteure

in den Finanzmarkt wieder zurückgekehrt

ist – wieder deutlich

verkleinert werden! Da ich sicher

bin, dass die EZB ihr Inflationsziel

weiter sehr ernst nimmt und die

Welt weiß, dass es neben dem US-

Dollar auch diesen konkurrierenden

Euro gibt, ist die Gefahr inflationärer

Geldpolitik durch die Fed über

den Wettbewerb mit der EZB eingeengt...

Im Klartext ausgedrückt bedeutet

dies, daß es entscheidend sein wird,

ob die Zentralbanken die Liquidität

nach der Konjunkturerholung der

Wirtschaft wieder aus dem Markt

herausnehmen können. Denn ein zuviel

an Liquidität führt unweigerlich

zu Preissteigerungen.

Die Angst vor einer Hyperinflation

wie in den 20er Jahren ist als unbegründet

anzusehen, da ein entscheidender

Auslöser, die Mangelwirtschaft,

heute nicht gegeben ist.


Das Entstehen der Inflation 1914 - 1923

Hyperinflation in Deutschland

Die Angst der Menschen vor einer

Hyperinflation, hervorgerufen durch

die milliardenschweren Wirtschaftspakete

der Regierungen, ist derzeit

ein heißes Gesprächsthema. Doch

wie kommt eine Hyperinflation zustande.

Die letzte Hyperinflation in

Deutschland (1914-1923)als Beispiel.

Hyperinflation gab es in der Zeit

von 1914-1923.

In der Zeit des ersten Weltkriegs

wurden viele Rohstoffe knapp. So

setzte die Reichsregierung im Jänner

1916 Höchstpreise für Fleisch, Fett

und Brot. fest. Die Preisfestlegung

sollte verhindern, dass bei dem

knappen Angebot die Preise klettern.

Ärmere Bevölkerungsschichten

könnten sonst die ihnen zustehenden

Lebensmittelrationen nicht mehr

kaufen. Ab Februar 1916 gibt es

auch kein Frischfleisch mehr zu

kaufen. Angesichts der hohen Preise,

die für Schlachtvieh erzielt wurden,

und auch wegen des rapiden Preisanstiegs

für Futtermittel haben die

Bauern Ende 1915 über 50% mehr

Vieh geschlachtet als zur gleichen

Zeit vor dem Krieg.

Ab April 1917 produziert die gesamte

Wirtschaft für den Krieg. Für den

privaten Gebrauch darf nur in wenigen

Ausnahmefällen produziert werden.

Im August 1919 verzeichnet Europa

15 Millionen Arbeitslose, angesichts

der erwarteten Ernteerträge

werden 100 Millionen Menschen

nicht ausreichend ernährt werden

können. Zu dem Zeitpunkt lebten in

Europa ca. 340 Mio. Menschen.

226 Mrd. Mark

Reparationszahlungen

Jänner 1921 legen die Allierten auf

einer Konferenz in Paris die Höhe

der Reparationszahlungen auf 226

Mrd. Mark, zahlbar in 42 Jahresraten,

fest. Beim aktuellen Stand aktuellen

des Währungsverfalls erhöht

sich diese Summe auf 3000 Mrd. Papiermark.

Juli 1922 beschleunigt

sich die Inflation durch inflatorische

Kreditpolitik der Reichsbank und

die Reparationen schlagartig. Am 2.

August steht der Dollarkurs bei 860

Mark, am Monatsende beträgt er be-

Wissen

reits 1990 Mark. Die internationale

Börse antwortet auf alle Ratenzahlungen

Deutschlands mit sofortiger

Verschlechterung des Wechselkurses.

Am 5. Juni 1923 gesteht Reichsbankpräsident

Rudolf Havenstein

die Aussichtslosigkeit der Markstützung

ein. Der Wechselkurs hat sich

vorübergehend bei 20.000 Mark für

einen Dollar eingependelt.

3 Billionen Mark Lohn

Nur mehr ein Siebtel der Staatsausgaben

lassen sich durch Einnahmen

decken. Die Preise laufen den Löhnen

davon, Hunger und Not brechen

im Reich aus. In Sachsen gibt es die

ersten Teuerungsunruhen. Angst vor

Bürgerkrieg macht sich breit. Die

Ehefrauen warten vor den Werkstoren

auf das Geld, um sofort einkaufen

zu können, da die Preise stündlich

steigen.

Im Oktober 1923 wird die Rentenbank

zum Zweck der Ausgabe der

Rentenmark gegegründet. Die Rentenmark

wird zusätzlich zur Papiermark

eingeführt und ist auf die Ausgabe

von 2,4 Mrd. Rentenmark in

Noten beschränkt Gedeckt wird die

Rentenmark durch Hypotheken auf

Grundbesitz, Industrie, Handel und

Banken.

Die letzten Tage vor der Währungsreform.

Die Preise wechseln nahezu

stündlich, Briefmarken werden ohne

Aufdruck hergestellt und die Beamten

schreiben den gerade gültigen

Stand per Hand ein. Am 1. November

kostet ein halbes Kilo Brot 260

Mrd. Mark, ein halbes Kilo Zucker

250 Mrd., ein halbes Kilo Fleisch 3,2

Billionen Mark. Der Tageslohn eines

gelernten Arbeiters in Berlin betrug

3 Billionen Mark.

Am 15. November 1923 wird die

Rentenmark eingeführt. Der Wechselkurs

zur Papiermark wurde mit

1:1 Billion festgesetzt. Die Hyperinflation

konnte gestoppt werden.

11


Wirtschaft

Das Klinger Programm

für die Wirtschaft

12

Wirtschaft entlasten,

Klein- und Mittelbetriebe stärken

Oberösterreichs Klein- und Mittelbetriebe

waren in der Vergangenheit

der Garant für unseren Wohlstand.

Um dies auch in Zukunft zu

ermöglichen, brauchen gerade sie

sofortige Entlastungsmaßnahmen.

Eine florierende und konkurrenzfähige

Wirtschaft ist nur möglich,

wenn die Bürger und die Unternehmer

wieder freier über ihr Geld verfügen

können. Mit Steuern, Abgaben

und Gebühren müssen wir alle

inzwischen mehr als die Hälfte des

Jahres für den Staat arbeiten.

Das kann auf Dauer nicht funktionieren!

o Neuordnung Vergabe von Kleinkrediten zur Liquiditätssteigerung,

das Bankenpaket muss der Wirtschaft und den

Menschen zugute kommen

o Steuerfreiheit für nicht entnommene Gewinne

o Abschaffung der Kreditvertragsgebühren

oVorsteuerabzug bei betrieblich genutzten Fahrzeugen

o Steuerliche Entlastung von privatem Beteiligungskapital

o Einführung des Luxemburger Modells zur Bekämpfung der

Schattenwirtschaft

oWegfall der Tagesverdienstgrenze bei geringfügiger

Beschäftigung

Stopp dem

Bürokratiewahn

Bürokratische Auflagen verursachen

unseren Betrieben immer

mehr unbezahlte – und damit unproduktive

– Stunden an sinnlosem

Papierkrieg. Anstatt die Menschen

arbeiten zu lassen und damit die

Wirtschaft anzukurbeln, werden

vom Staat Gesetzesblätter produziert,

die keinem etwas bringen.

Komplizierte Abrechnungssysteme,

ein verwinkeltes Steuersystem,

sinnloses Führen von Statistiken,

die in irgendeiner Schublade verschwinden,

überzogene Umweltund

Sicherheitsauflagen, all dem

muss ein Ende gesetzt werden. Wir

fordern Eigenverantwortung statt

staatlicher Regulierungs- und Bevormundungswut!

Entlastung jetzt!

oErhöhung der Abzugsfähigkeit bei geringwertigen

Wirtschaftsgütern, verkürzte Abschreibungszeiten

o Lohnnebenkostensenkung und Vereinfachung der

Lohnverrechnung

Arbeit darf nicht durch staatliche Abgabenwut bestraft werden.

Gerade der leistungswillige Mittelstand, der inzwischen die

Hauptlast des gesamten Steueraufkommens trägt und Garant

für unseren Wohlstand ist, muss endlich entlastet werden. Leistung

muss sich wieder lohnen!

Wirtschaft Aktiv Sept. / 09


Wirtschaftskammerwahl 2010

Aktiv mitmachen

Bei der Wirtschaftskammerwahl 2005 hat der RFW-Oberösterreich

fast 11% der Stimmen erreicht. Bei der nächsten

Wahl im Jahr 2010 wollen wir unser Ergebnis kräftig

ausbauen.

Machen Sie mit!

Schon jetzt suchen wir Unternehmer aus allen Branchen,

die bei uns mitmachen und bei der Wirtschaftskammerwahl

2010 für den RFW kandidieren wollen.

Profitieren Sie als Funktionär der Wirtschaftskammer!

Als Mandatar können Sie in der Kammer direkt die Interessen

Ihrer Branche und damit Ihres Unternehmens vertreten.

Dabei profitieren Sie auch direkt: Sie erhalten wichtige

branchenrelevante Informationen früher als die Konkurrenz,

Sie haben intensiveren Kontakt zu den Leitbetrieben

Ihrer Branche und Sie können eventuell mit politischen

Entscheidungsträgern persönlich in Kontakt treten.

Als Mandatar des RFW nehmen Sie aktiv an der Interessenvertretung

Ihrer Branche teil. Sie bringen Ihre Ideen

und Erfahrungen ein und kontrollieren gleichzeitig die

Mächtigen der Kammer. Sie haben Mitspracherecht bei

den Finanzen und dem Handeln Ihrer Fachgruppe.

Wer kann kandidieren?

Kandidieren kann jeder Selbständige, der die sogenannte

passive Wahlberechtigung besitzt.

Passiv wahlberechtigt - das ist das Recht, als Funktionär

gewählt zu werden - sind alle in der Fachgruppe Wahlbe-

rechtigten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und

die Gewerbeberechtigung aktiv ausüben.

Bei juristischen Personen und sonstigen Rechtsträgern ist

jeder Gesellschafter, jedes Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied,

jeder Geschäftsführer und ein Prokurist der juristischen

Person oder des sonstigen Rechtsträgers wählbar,

sofern diese juristische Person oder der sonstige

Rechtsträger für den Betreffenden eine firmenmäßig gezeichnete

Einverständniserklärung ausstellt und auch der

Vertreter die Voraussetzungen für die Wählbarkeit erbringt.

Im Falle eines Saisonbetriebes muss die Gewerbeberechtigung

in den vergangenen 12 Monaten vor dem Stichtag

wenigstens zeitweise ausgeübt worden sein.

Wie kandidiert man?

Kandidieren kann man auf der Liste des RFW in seiner

Fachgruppe (Branche).

Sie sind interessiert? Wir freuen uns, wenn Sie mit uns

Kontakt aufnehmen.

RFW-Landesgeschäftsstelle

Oberösterreich

Pochestraße 3

4020 Linz

Mail.: buero@rfwooe.at

Wirtschaft Aktiv Sept. / 09 13


Falschgeld

14

Die österreichische Kriminalstatistik

weist genaue Zahlen aus: Im ersten

Halbjahr 2009 gab es um 17.568

Straftaten mehr als im Vergleichszeitraum

des Vorjahres. Hauptverantwortlich

dafür sind vor allem Betrügereien

bei Internetauktionen (+ 6.500

Delikte), der Diebstahl von Geldbörsen

(+ 3.000 Delikte) und die Fälschung

von Banknoten mit immerhin

plus 1.600 Delikten.

Europaweit ist die Falschgeldkriminalität

um satte 17 Prozent gestiegen.

Interessant dabei ist, daß „Blüten“

mit hohem Nennwert eher seltener

werden. Der Anteil der gefälschten

„20er“ Euroscheine steigt ständig.

So erkennt man Fälschungen

Damit wird es – vor allem für kleinere

Geschäfte und Firmen – immer

aufwendiger, Fälschungen zu entdekken.

Prüfte man bisher vielleicht

500er oder 200er – Scheine, so sollte

man nun das Augenmerk verstärkt

auch auf kleinere Scheine richten.

In Österreich ist im übrigen noch immer

der Euro-Hunderter die meist gefälschte

Banknote.

Gefahr wieder im Steigen

Keinesfalls auf die leichte Schulter

nehmen sollte man die Gefahr, gefälschte

Scheine „angedreht“ zu bekommen.

Die Gefahr ist jedenfalls im

Steigen. Kürzlich hat die Polizei in

Bulgarien einen Geldfälscherring

Fühlen – echte Noten haben einen erhabenen Druck (Stichtiefdruck)

bei den auf der Vorderseite befindlichen Buchstaben

BCE ECB EZB EKT EKP

Sehen - Wasserzeichen links vorne sichtbar, wenn Note gegen das

Licht gehalten wird

dunkler Sicherheitsfaden in der Mitte

Zahl neben EU-Fahne wird gegen Licht sichtbar

Kippen –Folie rechts vorne wechselt Bild

Prüfen – mit UV-Lampe – unter UV-Licht leuchten bei echten Noten

bestimmte Merkmale in bestimmten Farben – siehe technische

Beschreibung und Anleitung des jeweiligen Gerätes.

Was tun bei Fälschungen?

Immer mehr Blüten

in Österreich

ausgehoben, der rund 16 Millionen

Euro an Falschgeld in die EU „exportiert“

hat.

Nach Mitteilung der spanischen Behörden

wurde in Valencia eine Bande

zerschlagen, die im Begriff war, rund

700 Millionen Euro „von höchster

Qualität“ herzustellen.

Sicherheitsmaßnahmen im Betrieb

Gerade kleineren Betrieben ist es

kaum möglich, jede Banknote zu kontrollieren.

Dennoch sollte man zumindest

dann, wenn auch der geringste

Zweifel besteht – z. B. wenn die

Banknote sich anders anfühlt als gewohnt

– eine genauere Prüfung vornehmen

– siehe Kasten.

Leider gibt es keinen Ersatz für Falschgeld. Aber Sie sind auch nicht verpflichtet, Falschgeld anzunehmen.

Im Zweifel veranlassen Sie eine genaue Prüfung. Sie können – müssen aber nicht – verdächtige Personen anzeigen oder

auf angemessene Weise anhalten, wenn Sie sofort die Sicherheitsorgane (Polizei) verständigen.

Es ist aber nicht ratsam – im Interesse der eigenen Sicherheit – Personen mit Gewalt festzuhalten oder Flüchtige zu verfolgen.

Wenn Sie eine Banknote (ebenso Münzen) als gefälscht erkannt haben, dürfen Sie diese nicht mehr weitergeben

bzw. etwa gar damit bezahlen.

Wirtschaft Aktiv Sept. / 09


Die Alter-Naiven

Naivität ist die Ahnungslosigkeit von den tatsächlichen Zusammenhängen. Mit der

Naivität geht immer ein Mangel an Realitätsbewußtsein einher.

Insofern kann man die jüngsten Vorschläge der Grünen zur Arbeitszeitverkürzung auf

35 Stunden nicht mehr als alternativ, sondern nur mehr als alternaiv bezeichnen.

Nach alter kommunistischer Diktion wird natürlich auch gleich der volle Lohnausgleich

gefordert, das heißt auf deutsch: Weniger arbeiten für den gleichen Lohn. Ach

ja – und zahlen soll es natürlich die Wirtschaft.

„Grüne Wahlversprechen: Reiche sollen zahlen“ titelte „Die Presse“ schon vor rund

einem Jahr. Der Begriff „Reiche“ kommt dabei weit herum in den diversen Schnapsideen

der Grünen. Herhalten fürs Zahlen sollen je nach gerade aktueller Grünen-Idee

die Autofahrer, die Energieverbraucher, die Flugreisenden, der Mittelstand, insbesondere

auch die Transportunternehmen und überhaupt alle „Sünder“, speziell die

„ÖKO-Sünder“.

Hier ein bißchen Nachhilfe für unsere Alternaiven:

Bei einer Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit um 5 Stunden würde in einem

Kleinbetrieb mit z.B. 5 Beschäftigten 1.200 Arbeitsstunden im Jahr weniger gearbeitet,

die Lohnkosten blieben aber gleich hoch wie bisher. Zusätzlich müßte aber jemand

eingestellt werden, der diese 1.200 nun fehlenden Arbeitsstunden erbringt.

Kosten für den Kleinbetrieb bei gleicher Produktivität: Plus 2.400 Arbeitsstunden jährlich!

Lieber GrünInnen! Bitte merken: Mangel an Realitätsbewußtsein ist kein Zeichen von

Intelligenz.

Unter den FAQ’s – häufig gestellte Fragen – auf der Website der Grünen Wirtschaft

findet sich bezeichnenderweise gleich an erster Stelle: „Warum sollte ich mich für die

Grüne Wirtschaft engagieren?“

Ja, warum eigentlich, fragt sich angesichts des Grünen Wirtschaftsdesasters auch

Ihr

Agilus

unter der Lupe

„Bemerkenswert“

Zitate

....................................

“Der Konkurs betreffend die A. G.

Vermögensberatung GmbH wird

mangels Vermögen (Kostendeckung)

nicht eröffnet.”

Veröffentlichung des Landesgerichts

Innsbruck

“Präsident Rudolf Trauner: Rezepte

aus der Mottenkiste”

Leicht irreführender Titel eines

Kommentars des oö. Kammerpräsidenten

“Die guten Menschen geben ihr eigenes

Geld, die Gutmenschen – wie

sie da sitzen – verteilen das Geld anderer

Leute.”

Guido Westerwelle, FDP-Politiker

“Jede Wirtschaft beruht auf dem

Kreditsystem, das heißt auf der irrtümlichen

Annahme, der andere werde

gepumptes Geld zurückzahlen.”

Kurt Tucholsky

„Eisenbahnunternehmen können Eisenbahninfrastrukturunternehmen,

Eisenbahnverkehrsunternehmen

oder sowohl Eisenbahninfrastrukturunternehmen

als auch Eisenbahnverkehrsunternehmen

(integrierte Eisenbahnunternehmen)

sein; in letzterem

Falle beziehen sich die in diesem

Bundesgesetz

a)für Eisenbahninfrastrukturunternehmen

statuierten Rechte und

Pflichten auf die Funktion des Eisenbahnunternehmens

als Eisenbahninfrastrukturunternehmen

und die

b)für Eisenbahnverkehrsunternehmen

statuierten Rechte und Pflichten

auf die Funktion des Eisenbahnunternehmens

als Eisenbahnverkehrsunternehmen.“Schienenverkehrsmarkt-Regulierungsgesetz

BGBl Nr. I 166/1999

“Die Mitgliedschaft in der Schienen-

Control Kommission erlischt mit der

Feststellung aller übrigen Mitglieder,

daß das Mitglied wegen schwerer

geistiger Gebrechen unfähig ist.”

ebenda

Wirtschaft Aktiv Sept. / 09 15


Sich aufs Glück

verlassen oder

mitbestimmen?

Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) - Oberösterreich, Pochestraße 3, 4020 Linz

Tel.: 0732/774814, Fax 0732/774814-20; buero@rfwooe.at, www.rfwooe.at

Ich möchte dem RFW beitreten Schicken Sie mir Informationen

Name................................................

Adresse.............................................

Telefon...............................................

Sie arbeiten und arbeiten und verlassen sich

voll auf andere, daß die Ihre Brancheninteressen

richtig vertreten. Reine Glückssache, könnte

man meinen. Bestimmen Sie doch aktiv mit,

was passiert!

Wenn Sie neue Ideen für die Gestaltung der

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Ihrer

Branche haben und diese auch umsetzen wollen,

dann engagieren Sie sich doch bei uns als

Kandidat für die Wirtschaftskammerwahl

2010.

Als Kandidat sind Sie nicht Mitglied einer Partei.

Handeln Sie jetzt und senden Sie uns untenstehenden

Abschnitt oder eine E-Mail!

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW), Landesorganisation Oberösterreich, ZVR-Nr.: 284146541; 4020 Linz, Pochestraße 3 zugl. Anschrift Redaktion, Verwaltung,

Anzeigen. Druck: Wiesinger, Wels

Ich möchte für meine Branche bei der Wirtschaftskammerwahl 2010 kandidieren, nehmen

Sie mit mir Kontakt auf.

An den

Ring Freiheitlicher

Wirtschaftstreibender

Pochestraße 3

4020 Linz

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