Kultureller Höhenflug: Das Schauspielhaus Salzburg

schoellerbank

Kultureller Höhenflug: Das Schauspielhaus Salzburg

❯❯❯ KUNDEN-MAGAZIN DER SCHOELLERBANK ❮❮❮

Vermögen

mehr

2/2007

Kultureller Höhenflug:

Das Schauspielhaus Salzburg

Investieren in

den Klimawandel

Erbschaftssteuer ade –

WAS SIND DIE FOLGEN?

Handelskonzerne und

ihre Immobilienschätze


Liebe Kunden der Schoellerbank,

sehr geehrte Damen und Herren!

Meinungsvielfalt ist ein wesentliches Kernelement der

Finanzmärkte. Nur aufgrund unterschiedlicher Meinungen

und Ansichten zu den verschiedensten Themen

wird es möglich, dass zu praktisch jedem Anlageinstrument

laufend handelbare Preise gebildet werden können.

Zurzeit haben es Anleger dabei allerdings besonders

schwer: Der erfahrene Investor lernt im Lauf der Zeit

damit umzugehen, aus der Vielzahl verfügbarer Informationen

die für ihn relevanten Fakten herauszufiltern

– und bildet sich dann eine eigenständige Meinung.

Derzeit ist man aber zusätzlich mit dem Umstand konfrontiert,

dass die argumentative Schere zwischen

Optimisten und Pessimisten so weit auseinanderklafft,

wie kaum jemals zuvor.

Auch in meiner langjährigen Börsenerfahrung kann ich

mich an kaum eine Zeit zurückerinnern, in der die

Haussiers und Baissiers so eindeutig divergierende

Positionen bezogen haben. Während die Optimisten

Aktien mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-

Verhältnis von unter 15 als so billig wie schon seit

Jahren nicht mehr betrachten, eine weiterhin prosperierende

Weltwirtschaft erwarten und auch in Zinsveranlagungen

keine lukrative Alternative erkennen, sehen die

Pessimisten die Welt mit ganz anderen Augen: Der abstürzende

Immobilienmarkt in den USA wird die dortige

Wirtschaft in eine Rezession treiben, mit allen negativen

Auswirkungen für die Weltkonjunktur. Eine potenzielle

Eskalation im Iran wird den Rohölpreis in ungeahnte

Höhen treiben, das wirtschaftliche Desaster noch verschlimmern

und die mehrjährige Hausse an den Aktienmärkten

wird daher in einem deutlichen Absturz enden.

China, Indien und andere Emerging Markets werden

von den Pessimisten zwar weiterhin als wachstumsstark,

aber mittlerweile deutlich überhitzt eingestuft.

An den Rohstoffmärkten wird die Lage ähnlich unterschiedlich

eingeschätzt. Auch die erwartete Zinstendenz

reicht von „weiter steigend“ bis hin zu deutlichen Zinssenkungen

– ausgehend von den USA.

2 mehr Vermögen 2/2007

❯❯❯ EDITORIAL ❮❮❮

Die zunehmende Marktvolatilität,

in der Tage mit

hohen Kursrückschlägen

von ebenso kräftigen Kurserholungen

abgelöst werden,

ist ein Zeichen der

vorherrschenden Verunsicherung.

Was soll der Anleger davon

halten? Wer hat Recht?

Prinzipiell ist es ein gutes

Zeichen, wenn an den

Finanzmärkten Meinungsvielfalt

herrscht. Gefährlich ist eher eine einseitig vorherrschende

Meinung, die – egal, ob pessimistisch oder

optimistisch – zu Übertreibungen in die jeweilige

Richtung führt. Unter diesem Aspekt ist davon auszugehen,

dass sich die Aktienmärkte bei hohen Kursschwankungen

weiter nach oben schaukeln werden

und der mutige Anleger weiterhin belohnt wird.

Unverkennbar gibt es jedoch mittlerweile Übertreibungen

in einigen Regionen Osteuropas oder Asiens. Solche

Marktübertreibungen, die Preis und Wert auseinanderdriften

lassen, werden jedenfalls künftig korrigiert. Je

weiter die Übertreibung noch voranschreitet, umso

größer wird die nachfolgende Korrektur sein.

Unter diesem Aspekt lässt sich folgende Aktienstrategie

ableiten: Weiter investiert bleiben! Qualität geht eindeutig

vor Chancenoptimierung in spekulativen Randsegmenten

– und sollte die Euphorie in weiterer Folge auch auf

die etablierten Märkte übergreifen (was ja eigentlich zu

hoffen wäre), dann gilt es antizyklisch Gewinne zu realisieren.

Aber so weit ist es vermutlich noch nicht.

Ihr

Mag. Heinz Mayer


EDITORIAL

❯❯❯ INHALTSVERZEICHNIS ❮❮❮

Mag. Heinz Mayer:

Meinungsvielfalt an den Finanzmärkten – wer hat Recht? 2

HEADLINES

AKTUELL

Klimawandel-Fonds – Modetrend oder Investmentkonzept? 4

Ungebremste Nachfrage: Der neue GlobalGarant 6

Ausreißer unerwünscht: Der KorridorGarant

Verborgene Immobilienschätze:

7

Handelskonzerne im Visier der Anleger 8

VfGH: Aufhebung des „Erwerbes von Todes wegen“

Abschwung am US-Immobilienmarkt –

10

werden Europa und Asien folgen? 12

Wertpapierdeckung „neu“ für Pensionsrückstellungen 15

THEMA

Kultureller Höhenflug: Das Schauspielhaus Salzburg 16

Hennes & Mauritz – ein Konzern der Superlative 18

HINTERGRUND

FOCUS

Eintagsfliegen in der Welt der Finanzprodukte –

und wie man sie vermeidet 20

Zweitmarkt für geschlossene Beteiligungen –

Ausstieg gut überlegen 22

Die Gastwirtschaft: Vom Xenodochienhospiz

zum Schatzhaus der Zünfte 24

Champagner belebt die Sinne 26

Das Brahms Trio im Palais Rothschild 26

Spanischer Abend im Bregenzer Frühling 27

Die Schoellerbank Wels zieht um 27

Abschwung bei

Immobilien –

ein weltweiter

Trend?

Gaststätten –

früher weit

mehr als

Speis & Trank

24

Klimawandel-

Fonds – Ökologie

trifft Ökonomie

12

IMPRESSUM

MEDIENINHABER: Schoellerbank AG, Renngasse 3, 1010 Wien

REDAKTION UND PRODUKTION: Mag. Rolf Reisinger (Chefredakteur), Schwarzstraße 32, 5024 Salzburg, Tel. 0662/86 84-950

AUTOREN DER VORLIEGENDEN AUSGABE: Christel Crames, Mag. Josef Falzberger, Mag. Thiemo Gaisbauer, Dr. Susanne Gstöttner, Mag. Alexander Hasler,

Thomas Hofer, Mag. Doris Klappacher, Anita Ochsenhofer, Mag. (FH) Norbert Prenner, Bernhard Saringer, Bernhard Spittaler, MMag. Günther Winklhofer

LEKTORAT: Claudia Weiß KONTAKT: E-Mail: presse@schoellerbank.at, Internet: www.schoellerbank.at

FOTOS: Schoellerbank, pcs, DigitalVision, John Foxx, Ingram, Getty Images, Corbis, Snygo, Schauspielhaus Salzburg

GESTALTUNG: pcs-werbeagentur, Salzburg DRUCK: Druckerei Roser, Salzburg DVR NR.: 0041556

4

Das Schauspielhaus

Salzburg:

Theater abseits

der Festspiele

16

mehr Vermögen 2/2007

3


4 mehr Vermögen 2/2007

❯❯❯ HEADLINES ❮❮❮

Der Klimawandel ist bereits voll im Gange und für jeden von uns deutlich spürbar. Dies hat mittlerweile auch zu

Reaktionen auf politischer Seite geführt – immer mehr Länder bzw. Regierungen entwickeln Maßnahmen, um den

Auswirkungen dieser bedrohlichen Entwicklung entgegenzutreten. Egal, wie schlimm die Wetterkapriolen auch sein

mögen – es wird auch Profiteure geben.

Klimawandel-Fonds –

Modetrend oder erfolgreiches Investmentkonzept?

KLIMASCHUTZ ALS NEUER WIRTSCHAFTSFAKTOR

Das Thema Umweltschutz wird also auch auf internationaler

Ebene schön langsam zu einem wirklich wichtigen Thema

– Stichwort Kyoto-Protokoll. Neue gesetzliche Vorschriften

bzw. Anreize zum Klimaschutz verändern aber auch die

Rahmenbedingungen für Unternehmen, wodurch neue

Herausforderungen entstehen. Innovative Wirtschaftstreibende,

die durch entsprechende Adaption der betrieblichen

Prozesse bzw. Steuerung der angebotenen Produktpalette

reagieren, werden die großen Profiteure dieser Entwicklung

sein. Somit eröffnet sich auch im Bereich der Geldanlage die

Aussicht, durch entsprechende Unternehmensbeteiligungen

überdurchschnittliche Erträge zu erzielen.

INVESTMENT-THEMA KLIMAWANDEL

In ihrem ständigen Bestreben, neue Investmentchancen so

rasch wie möglich aufzuspüren bzw. auf geänderte Anlegerwünsche

zu reagieren, hat auch die Fondsbranche die

Zeichen der Zeit erkannt. So haben bereits einige Anbieter

Fonds aufgelegt, welche sich explizit dem Thema „Klimawandel“

widmen, andere stehen kurz davor. Bei der Zusammenstellung

der Portfolios wird dabei das Hauptaugenmerk

auf Unternehmen gelegt, die einen wesentlichen Teil

des Umsatzes aktiv im Kampf gegen den Klimawandel oder

Treibhausgase tätigen.

Dazu gehören Sektoren wie:

• Erneuerbare Energien (Sonne, Wind, Wasser)

• Recycling

• CO2-Behandlung • Umweltfreundliche Transportmittel

• Biomasse

• Atomenergie

„TOP-AKTUELL“ ODER „ALLES SCHON DA GEWESEN“?

Dem aufmerksamen und kritischen Investor wird auffallen,

dass die Konzentration auf diese Segmente (teilweise) schon

von anderen Fonds bekannt ist, die bereits seit geraumer

Zeit am Markt angeboten werden. Gemeint sind Produkte

der Kategorie „Umwelttechnologie & Ökologie“. Auch wenn

es im Detail – von Fonds zu Fonds unterschiedlich – gewisse

Unterscheidungsmöglichkeiten gibt, ist das Ausmaß der

Deckungsgleichheit doch relativ hoch. Freilich findet sich

aber beispielsweise das Thema „Kernkraft“ im Portfolio

sogenannter „Ökofonds“ im Normalfall nicht.

Bereits Anfang der 90er-Jahre wurde zum Beispiel der

Pioneer Global Ecology aufgelegt (ursprüngliche Bezeichnung:

Activest EcoTech). Der Fonds investiert seit

jeher in Aktien von Unternehmen aus den Bereichen

Umwelttechnik und Ökologie und deckt somit weitgehend

auch oben angeführte Branchen ab. Und das recht erfolgreich:

Wer zum Zeitpunkt der Erstauflage im April 1990

umgerechnet 10.000 Euro in den Fonds investiert hat,

kann sich mittlerweile über einen Zuwachs auf etwa

42.600 Euro freuen.

Die unten stehende Tabelle nennt weitere in Österreich

zum öffentlichen Vertrieb zugelassene Fonds, die dem Segment

„Umwelttechnologie & Ökologie“ zuzurechnen sind.

Auch bei diesen gibt es weitgehende Überschneidungen im

Anlageuniversum mit den neuen Klimaschutzfonds.

FONDS UMWELTTECHNOLOGIE & ÖKOLOGIE

Fondsname ISIN

Pioneer Funds-Global Ecology A ND LU0271656133

ÖkoVision LU0061928585

Sarasin Multi Label SICAV-New Energy Fund LU0121747215

ESPA WWF Stock Umwelt T AT0000705678

KBC Eco Fund Alternative Energy Cap BE0175280016

Swisscanto (CH) Equity Fund Green Invest CH0009074300

Vontobel Fund-Global Trend New Power Tech A1 LU0138258404

cominvest Fund NewPower P LU0122505927

MLIIF New Energy Fund A2 LU0124384867

UBS(Lux) Equity Fund – Eco Performance B (CHF) LU0076532638

INVESCO Umwelt und Nachhaltigkeits Fonds DE0008470477

CS Equity Fund (Lux)-Global Sustainability B LU0055731144

Quelle: FERI Trust; Daten per 31.03.2007/Gereiht nach Performance 5 Jahre


EINZELTITEL ODER FONDS KAUFEN?

Wie die Vergangenheit gezeigt hat, konnte der gut informierte

Anleger mit Einzelwerten, die dem Generalthema

„Klimawandel“ zuzuordnen sind, durchaus zum Teil sehr

hohe Kursgewinne erzielen. Allerdings darf das hohe Wertschwankungsrisiko

einer derartigen Investmententscheidung

nicht unterschätzt werden. Denn aufgrund der medialen

Thematisierung sind in diesem Segment zum Teil bereits

sehr hohe Bewertungen festzustellen. Es ist absehbar, dass

im evolutionären Prozess des wirtschaftlichen Wettbewerbes

nur ein Teil dieser Unternehmen nachhaltigen Erfolg haben,

der Rest aber wieder vom Kurszettel verschwinden wird.

Am Beispiel des Photovoltaik-Anbieters Conergy wird deutlich,

wie markant die Kursschwankungen innerhalb der

Branche ausfallen können.

Unter diesem Gesichtspunkt ist im Normalfall von Investments

in Einzelaktien grundsätzlich abzuraten, da eine

genaue Kenntnis des gewählten Unternehmens und dessen

laufende Beobachtung unabdingbar sind. Zielführender für

den auf Risikostreuung bedachten Anleger ist, auf die Vorteile

von Investmentfonds zu setzen.

CONERGY AG O.N.

60

55

50

45

40

35

30

25

20

22,98

62,45

Mai 05

Jun. 05

Jul. 05

Aug. 05

Sep. 05

Okt. 05

Nov. 05

Dez. 05

Jan. 06

Feb. 06

Mär. 06

Apr. 06

Mai 06

Jun. 06

Jul. 06

Aug. 06

Sep. 06

Okt. 06

Nov. 06

Dez. 06

Jan. 07

Feb. 07

Mär. 07

Apr. 07

Mai 07

Performance Performance Performance Performance

5 Jahre (p.a.) 3 Jahre (p.a.) 1 Jahr (p.a.) laufendes Jahr

❯❯❯ HEADLINES ❮❮❮

Auflage

10,02 % 26,20 % 17,09 % 9,25 % 30.04.1990

7,79 % 19,68 % 10,97 % 5,75 % 03.05.1996

7,28 % 30,45 % 14,75 % 14,37 % 01.12.2000

7,19 % 22,01 % 13,27 % 15,72 % 02.07.2001

5,33 % 28,16 % 5,73 % 14,03 % 27.09.2000

5,02 % 20,70 % 10,46 % 7,05 % 10.11.1998

4,35 % 24,21 % 16,89 % 14,85 % 13.12.2001

3,34 % 23,62 % 2,44 % 10,21 % 15.01.2001

0,42 % 24,06 % 5,51 % 12,45 % 06.04.2001

-0,56 % 9,41 % 2,10 % 0,43 % 13.06.1997

-1,70 % 15,72 % 7,55 % 0,43 % 18.10.1990

-2,15 % 7,76 % 3,45 % 0,07 % 08.10.1990

FAZIT

Inhaltlich unterscheiden sich „Klimawandel-Fonds“ nur in

Teilbereichen von Produkten der Kategorie „Umwelttechnologie

& Ökologie“, die aber zum Teil schon eine sehr lange

Historie vorweisen können. Generell erscheint die Thematik

allerdings äußerst interessant und zukunftsträchtig. Die

wirtschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit

dem Klimawandel sind in den nächsten Jahren dennoch

genauestens zu beobachten, um die richtigen Rückschlüsse

ziehen zu können – und daraus einen tatsächlichen Mehrwert

für den Anleger zu schaffen.

Interessierte Investoren sollten aufgrund der breiteren

Streuung und des aktiven Managements jedenfalls eine

Fondslösung wählen und damit die Auswahl von Einzeltitel

professionellen Investment-Experten überlassen. Dabei ist

aus unserer Sicht zweckmäßig, auf Bewährtes zu setzen,

also auf Fonds, die sich in der wirtschaftlichen Praxis bereits

seit vielen Jahren erfolgreich etabliert haben und eine

entsprechende historische Performance aufweisen können.

Ob sich die Bezeichnung „Klimawandel“ nun im Fondsnamen

findet oder nicht, sollte dabei für den Anleger keine

Rolle spielen.

Bernhard Saringer,

Bernhard Spittaler

mehr Vermögen 2/2007

5


❯❯❯ HEADLINES ❮❮❮

Ungebremste Nachfrage:

Der neue GlobalGarant 07/07–07/12

Die niedrigen Volatilitäten erlauben es, weiterhin attraktive Garantieprodukte darzustellen. Mit der bereits

dritten Auflage des GlobalGarant im Jahr 2007 tragen wir der verstärkten Nachfrage nach dieser Garantieproduktvariante

Rechnung und können wiederum die hohe Beteiligung von 120 % darstellen.

DER EINFLUSS DER VOLATILITÄT AUF

DIE PRODUKTGESTALTUNG

Ein kapitalgarantiertes Produkt setzt sich aus einem synthetischen

Zerobond und komplexen Optionen zusammen.

Dabei spielt neben der aktuellen Zinssituation die Volatilität

(= Schwankungsbreite) eine entscheidende Rolle in der Preisgestaltung

und somit in der Attraktivität eines Produktes.

Tiefe Volatilitäten bedeuten niedrigere Optionspreise und

beeinflussen damit die Preisgestaltung massiv. Die zurzeit

zu beobachtenden historisch niedrigen Volatilitäten nützt

die Schoellerbank, um attraktive Produkte zu kreieren.

Wichtig ist die Volatilität jedoch ausschließlich bei der Produktkonzeption

und bei der Preisfeststellung während der

Laufzeit – zum Laufzeitende richtet sich die Tilgung nach den

ursprünglich festgelegten Ausstattungsmerkmalen.

DRITTE AUFLAGE FÜR EIN AUSSERORDENTLICHES

PRODUKT: DER GLOBALGARANT 07/07–07/12

Die große Nachfrage nach den beiden Vorgängerprodukten

nahm die Schoellerbank zum Anlass, unter der Ausnützung

ECKDATEN GLOBALGARANT 07/07–07/12

Arrangeur: Schoellerbank AG

Emittent: Merrill Lynch SA

Laufzeit: 05.07.07–10.07.12

Zeichnungsfrist: bis 2. Juli 2007

Kapitalgarantie: 100%

Beteiligung: 120%

Indexkorb: jeweils 1/3 S&P500 (USA), Topix (Japan), DJ EuroStoxx 50 (EU)

Fremdwährungsentwicklung: Wird nicht berücksichtigt, für die Wertentwicklung

wird allein die Performance

des Indexkorbes herangezogen.

6 mehr Vermögen 2/2007

tiefer Volatilitäten erneut ein Produkt anzubieten, das durch

die attraktive Produktgestaltung überzeugt: Bei einer

100%igen Kapitalgarantie (des Nennwertes) wird eine überdurchschnittliche

Beteiligung in Höhe von 120 %(!) eines

Indexkorbes, bestehend aus den drei Weltmärkten USA,

Japan und Europa, dargestellt.

DAS WEITERE AUFWÄRTSPOTENZIAL

AN DEN AKTIENMÄRKTEN NUTZEN

Renditeüberlegungen spielen bei einer Investition in Aktien

– bei der immer noch moderaten Bewertung – eine große

Rolle. Tiefe Zinsen sichern dabei eine nach wie vor hohe

Liquiditätszufuhr an die Aktienmärkte. Daher scheint eine

Produktvariante, die von einem weiteren Aufwärtspotenzial

an den Aktienmärkten überproportional partizipiert und

gleichzeitig höchstmögliche Sicherheit bietet, eine geeignete

Anlagealternative zu sein.

MÖGLICHE WERTENTWICKLUNG

Beispielhafte Entwicklung

Tilgungskurs des

des Indexkorbes

GlobalGarant 07/07–07/12

-20% 100%

+/-0% 100%

+20% 124%

+40% 148%

+60% 172%

+80% 196%

+100% 220%


❯❯❯ HEADLINES ❮❮❮

Ausreißer unerwünscht:

KorridorGarant 07/07–12/08

Die Schoellerbank bietet ein neues Garantieprodukt mit einer kurzen Laufzeit an, wobei eine möglichst hohe

Rendite angestrebt wird. Sollten ausgewählte Aktien in den nächsten Monaten innerhalb einer festgelegten

Kursspanne tendieren, so steigen die Chancen auf eine hohe Rendite beträchtlich. Eine Mindestrückzahlung

ist bei diesem Produkt auf alle Fälle garantiert.

Mit dem KorridorGarant 07/07–12/08 hat der Anleger die

Möglichkeit, nach einer kurzen Laufzeit von 17 Monaten eine

maximale Rückzahlung von 120 % des Nennwertes zu erhalten.

Dabei orientiert sich die Höhe der Rückzahlung

nach der Wertentwicklung von 20 Unternehmen – jede Aktie,

die einen vorher festgelegten Korridor nach oben oder nach

unten verlässt, reduziert den Kupon um 1 %. Der Korridor

sieht dabei eine maximale Abweichung von plus/minus 18%

vor. Sollten von den 20 Aktien 16 oder mehr aus dem Korridor

ausbrechen, erhält der Anleger auf alle Fälle 104 %

des Nennwertes zurück.

Thomas Hofer

JETZT ZEICHNEN!

Die Zeichnungsbedingungen und weitere Informationen zu den beiden

neuen Produkten GlobalGarant 07/07–07/12 und KorridorGarant

07/07–12/08 erhalten Sie bei Ihrem Berater oder auf der Startseite

unserer Homepage www.schoellerbank.at

ECKDATEN KORRIDORGARANT 07/07–12/08

Arrangeur: Schoellerbank AG

Emittent: HypoVereinsbank AG

Laufzeit: 07.07.07–03.12.08 (Anfangsvaluta 06.07.07)

Zeichnungsfrist: bis 3. Juli 2007

Aktienbasket: 20 Unternehmen aus dem DJ EuroStoxx 50

Minimumrückzahlung: 104 %

Maximalrückzahlung: 120%; jede Aktie, die aus der Range plus/minus

18 % ausbricht, reduziert den Maximalkupon

um 1% (Basis täglicher Schlusskurs im Vergleich

zum Startkurs am 3. Juli 2007).

MÖGLICHE TILGUNGSVARIANTEN

Aktien innerhalb

Rückzahlung in %

des Korridors

des Nennwertes

0 104%

2 104%

4 104%

6 106%

8 108%

10 110%

12 112%

14 114%

16 116%

18 118%

20 120%

mehr Vermögen 2/2007

7


Der Immobilienboom der vergangenen Jahre hat auch andere

Handelsunternehmen wie die britische Nummer eins

Tesco oder die französische Supermarktkette Carrefour erreicht:

Das Filialnetz ist mit den bereits vor vielen Jahren erworbenen

Grundstücken und Gebäuden ein Schatz, der nach

Meinung vieler Anleger erst noch gehoben werden muss.

AKTIENANLEGER WITTERN MILLIARDENWERTE

Die Übernahme von Sainsbury gilt zwar nach dem Rückzug

von CVC Capital Partners (vorerst) als gescheitert. Die Spekulationen

und Phantasien rund um das Immobilienvermögen

der Handelskette, welches von Branchenkennern

auf rund 10 Milliarden Pfund geschätzt wird, bleiben aber

bestehen. Dabei könnte über den Verkauf der Geschäftsimmobilien

an eine Leasinggesellschaft mit einem Schlag der

derzeitige Marktwert der Immobilien lukriert werden. Es

dürfte nach der zurückliegenden Hausse am britischen

Immobilienmarkt vermutlich auch kein schlechter Zeitpunkt

sein, um für die verkauften Objekte mitunter höhere als die

bilanzierten Vermögenswerte zu erzielen. Die in den Unter-

8 mehr Vermögen 2/2007

❯❯❯ HEADLINES ❮❮❮

Verborgene Immobilienschätze –

Handelskonzerne im Visier der Anleger

Der Immobilienbesitz großer europäischer Handelsunternehmen ist ins Visier wertorientierter Anleger und

Beteiligungsgesellschaften geraten. Bei dem Versuch, einer von CVC Capital Partners geführten Investorengruppe

die britische Supermarktkette J. Sainsbury zu kaufen, stand weniger das operative Geschäft als vielmehr

das Immobilienvermögen des Handelskonzerns im Zentrum des Interesses.

nehmen „schlummernden“ Vermögenswerte ließen sich mit

dem Verkauf für die Aktienanleger heben, die wiederum

über eine hohe einmalige Sonderdividende oder über ein

Aktienrückkaufsprogramm davon profitieren würden. Mit

der als „Sale and Lease Back“ bekannten Transaktion kann

dann der Handelskonzern im Gegenzug als Leasingnehmer

bzw. als Mieter die zuvor verkauften Filialen weiter nutzen.

CARREFOUR: HANDELSKONZERN

MIT EIGENER IMMOBILIENVERWALTUNG?

Eine ähnliche Situation wie bei Sainsbury ist auch bei der

französischen Supermarktkette Carrefour gegeben. Für

Colony Capital LLC, einem US-Finanzinvestor und Großaktionär

von Carrefour, stellt ebenfalls das umfangreiche

Immobilienvermögen der Franzosen das Objekt der Begierde

dar. Carrefour soll nach den Vorstellungen von

Colony Capital LLC durch Verkäufe von Grundstücken rund

30 Milliarden Euro erlösen. Diese Mittel könnten dann zur

Finanzierung der weiteren Expansion verwendet werden.

Für Colony Capital LLC und den französischen Milliardär


❯❯❯ HEADLINES ❮❮❮

Bernard Arnault, die gemeinsam über 9 % an Carrefour halten,

ist die sechs Millionen Quadratmeter große Einzelhandelsfläche

der Schlüssel, um das Vermögen zu Geld zu

machen. Denn Carrefour hat die Grundstücke, deren Wert

in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist und die

durch die exzellente Lage zahlreiche Interessenten anziehen,

teilweise bereits vor 30 oder 40 Jahren in den Außenbezirken

der großen europäischen Metropolen gekauft. Für

eine Aufspaltung des Unternehmens in einen operativ tätigen

Handelskonzern und in eine eigenständige Gesellschaft,

in der das Immobilienvermögen eingebracht wird,

werden auch Effizienzüberlegungen vorgebracht. Denn die

eigenständigen Gesellschaften könnten sich auf ihre jeweiligen

operativen Aufgaben – der Tätigkeit als Handelsunternehmen

einerseits und der optimalen Verwertung der Immobilien

andererseits – konzentrieren.

TESCO MACHT VOR WIE ES GEHT

Von der Theorie zur Praxis ist man hingegen schon beim

Einzelhandelskonzern Tesco gekommen. Der Marktführer

in Großbritannien hat mehr Grundbesitz als die Queen und

in diesem Jahr bereits Immobilien im Wert von 1,5 Milliarden

Pfund verkauft. Bei der bislang letzten Tranche wurden

für das Immobilienpaket insgesamt 570 Millionen Pfund

erlöst. Dabei hat Tesco im Rahmen der Transaktion jeweils

einen 50%igen Anteil an 21 Supermarktketten an die

Immobilienverwaltung British Land Co. verkauft und zugleich

zurückgemietet. Alleine aus diesem Immobilienverkauf

beträgt der Gewinn nach eigenen Angaben des

Unternehmens 142 Millionen Pfund. Tesco hat sich zusätzlich

die Option gesichert, im Jahre 2017 den Leasingvertrag

rückgängig zu machen. Es handelte sich um die

vierte, bislang umfangreichste Transaktion dieser Art zwischen

Tesco und dem britischen Immobilienunternehmen

British Land. Der britische Einzelhändler hat sich zum Ziel

gesetzt, innerhalb von fünf Jahren 5 Milliarden Pfund über

Immobilienverkäufe zu erlösen. Aufgrund der außergewöhnlich

guten Nachfrage für Liegenschaften von Lebensmittel-

Supermärkten erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass

diese Marke mehr als erfüllt wird. Nachdem zuerst ein

Aktienrückkauf über 1,5 Milliarden Pfund angekündigt wurde,

war zuletzt von einer Verdopplung die Rede: Insgesamt

sollen nun 3 Milliarden Pfund des Erlöses für den Rückkauf

eigener Aktien verwendet werden. Darüber hinaus sollen

die freien Mittel auch für einen zusätzlichen Wachstumsschub

beim britischen Einzelhandelskonzern sorgen.

IMMOBILIEN FINANZIEREN WACHSTUM

Denn Tesco will einen Teil der Erlöse für die internationale

Expansion in Märkte wie Tschechien, die Türkei, Ungarn,

Südkorea, China und Thailand verwenden. Diese Länder

punkten durch den wachsenden Wohlstand der Bevölkerung

und bieten viel geschäftliches Potenzial. Dabei ist Tesco

in vielen dieser Wachstumsmärkte bereits heute Marktführer,

wie beispielsweise in China. Dort besitzt Tesco

durch seine Hymall-Supermärkte 39 großflächige Geschäfte

und hat damit den US-Konkurrenten Wal-Mart

Stores, der über 30 Geschäfte betreibt, abgehängt. In Thailand

wiederum besitzt Tesco bereits 219 Geschäfte und

erzielt rund ein Viertel des Auslandsgeschäfts. Weiters wird

seit einiger Zeit auch über einen Einstieg in Indien spekuliert.

Im indischen Einzelhandel werden umgerechnet

Waren im Wert von geschätzten 145 Milliarden US-Dollar

umgesetzt. Von diesem Potenzial will Tesco in Zukunft profitieren

und sondiert derzeit die Einstiegsmöglichkeiten.

Für das gute internationale Know-how von Tesco spricht,

dass sich die Margen innerhalb und außerhalb des britischen

Heimmarkts angenähert haben. Gute Voraussetzungen

also, um auch in Zukunft die Konkurrenz zu überflügeln

und über ein professionelles Immobilien-Management

zusätzliches Potenzial für die Aktionäre zu heben.

MMag. Günther Winklhofer

mehr Vermögen 2/2007

9


Am 07.03.2007 hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) die

Bewertung inländischer Liegenschaften (§ 19/2 ErbStG)

und den Grundtatbestand des Erwerbes von Todes wegen

(§ 1/1 Z 1 ErbStG) für verfassungswidrig erklärt und die

Aufhebung mit Ablauf des 31.07.2008 ausgesprochen.

Damit stellen sich mehrere Fragen, insbesondere, ob nach

dem 31.07.2008 das Erbschaftssteuergesetz noch existieren

wird bzw. wenn ja, wie es modifiziert werden muss, um

den höchstgerichtlichen Vorgaben zu genügen.

WIE KAM ES ÜBERHAUPT ZU DEM GESETZES-

PRÜFUNGSVERFAHREN?

Im Anlassfall bestand die Erbschaft im Wesentlichen aus

Liegenschaften. Eine Pflichtteilsberechtigte beschwerte

sich, weil ihr Pflichtteilsanspruch (Forderung gegen den

Nachlass, die auf einen Geldbetrag lautet) mit dem Verkehrswert

der Erbschaftssteuer unterzogen wurde, wohingegen

die Erben von den Liegenschaften mit hohen

Verkehrswerten lediglich den dreifachen Einheitswert zu

versteuern hatten. Das Missverhältnis zwischen Einheitswert

und Verkehrswert betrug 1:1674. Der VfGH nahm den

Fall zum Anlass, ein Gesetzesprüfungsverfahren einzuleiten,

in dem er die Vereinbarkeit des § 19/2, 3 ErbStG mit

dem verfassungsmäßig garantierten Gleichheitssatz prüft.

Da die Aufhebung der Bemessung der Liegenschaften mit dem

dreifachen Einheitswert eine neue Verfassungswidrigkeit

hervorgerufen hätte, wurde das Gesetzesprüfungsverfahren

auf die gesamte Erbschaftssteuer ausgeweitet. Der Ausgang

des Verfahrens ist bekannt: Der VfGH hat den Tatbestand des

„Erwerbes von Todes wegen“ (§ 1/1 Z 1 ErbStG) und die Bewertung

der Liegenschaften mit dem dreifachen Einheitswert

(§ 19/2, 3 ErbStG) als verfassungswidrig aufgehoben.

DIE BEGRÜNDUNG DES VFGH FÜR DIE AUFHEBUNG

Folgende Gründe bewogen den Verfassungsgerichtshof zu

dieser Entscheidung:

1.) Es gibt keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen

eine Erbschaftssteuer an sich und dagegen, für die Erbschaftsbesteuerung

von Grundbesitz das System der

Einheitswerte zu verwenden.

2.) Die derzeitige Regelung (Stichwort: Bemessungsgrundlage

dreifacher Einheitswert) ist jedoch verfassungswidrig,

weil die pauschale Vervielfachung von längst historischen

10

❯❯❯ AKTUELL ❮❮❮

Die Diskussion über die Abschaffung der Erbschaftssteuer läuft kontrovers: Die einen werten sie als Eigenkapitalsicherung

für Österreichs Klein- und Mittelbetriebe und damit Sicherung der Arbeitsplätze, die anderen bezeichnen

sie als „Schildbürgerstreich“ und fordern stattdessen eine steuerliche Entlastung der Arbeitnehmer.

Welche möglichen Konsequenzen knüpfen sich eigentlich an die höchstrichterliche Entscheidung des VfGH?

mehr Vermögen 2/2007

Aufhebung des „Erwerbes von

Todes wegen“ durch den VfGH

Einheitswerten (die letzte Hauptfeststellung der Einheitswerte

fand für das land- und forstwirtschaftliche Vermögen

1988, für das übrige Grundvermögen überhaupt

1973 statt) die Wertentwicklung von Grundstücken nicht

angemessen widerspiegelt. Für die Bemessung der Erbschaftssteuer

bedeutet das nämlich, dass es nicht darauf

ankommt, was jemand konkret heute und jetzt erbt, sondern

welchen Wert dieser Grundbesitz vor Jahrzehnten

hatte. Dies ist gleichheitswidrig und somit keine geeignete

Bemessungsgrundlage für die Erbschaftssteuer.

3.) Würde sich der Verfassungsgerichtshof darauf beschränken,

lediglich diese Bestimmungen aufzuheben, käme es

dadurch zu neuen Verfassungswidrigkeiten: So würde

der Grundbesitz steuerlich dem steuerpflichtigen Finanzvermögen

gleichgestellt werden. Angesichts der Besonderheiten

von Grundbesitz (z. B. Realisierbarkeit des Vermögens)

wäre dies unsachlich und daher wiederum verfassungswidrig.

In Folge ist der Gesetzgeber an der Reihe, einen verfassungskonformen

Zustand herzustellen.

WIE KÖNNTE DER GESETZGEBER REAGIEREN?

Im Wesentlichen stehen dem Gesetzgeber folgende Alternativen

zur Verfügung:

1.) Der Gesetzgeber schafft die Erbschafts- und Schenkungssteuer

ab.

2.) Die Erbschafts- und Schenkungssteuer wird im Grunde

nach beibehalten und einer Totalreform unterzogen.

Ad 1. Die erste Variante, die Abschaffung der Erbschafts- und

Schenkungssteuer war politisch nicht ganz unumstritten.

So propagierte die ÖVP im Wahlkampf die Abschaffung der

Erbschaftssteuer, während die SPÖ auf Beibehaltung der

Erbschaftssteuer und Herstellung eines verfassungskonformen

Zustands pochte. Wie Medienberichten kurz nach der

Entscheidung durch den VfGH zu entnehmen war, haben

sich die politischen Lager schnell auf das Auslaufen der

Erbschaftssteuer mit 31.07.2008 verständigt. Sollte sich

die politische Meinung bis dahin stabil gehalten haben und

kommt es auch zu keiner Neuauflage der Erbschaftssteuer,

sind nach diesem Datum Erwerbe von Todes wegen erbschaftssteuerfrei.

Offen bleibt jedoch, ob die Erbschaftssteuer

bis zur großen Steuerreform 2010 eine Nachfolge-


egelung erfährt. Hebt der Gesetzgeber die Erbschafts- und

Schenkungssteuer auf, dann sind Liegenschaften nach den

allgemeinen Regeln des Grunderwerbssteuergesetzes der

Grunderwerbssteuer zu unterwerfen (§ 4–7 GrEStG). Demnach

würde die Weitergabe von Liegenschaftsvermögen im

Erbschafts- und Schenkungsfall zwischen nahen Angehörigen

der 2%igen GrESt vom dreifachen Einheitswert der

Liegenschaft unterliegen.

Ad 2. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass es sich der Gesetzgeber

doch anders überlegt und das Erbschaftssteuergesetz

saniert bzw. nach dem 31.07.2008 sich zu einer

Neuregelung durchringt.

Um den Vorgaben der Verfassungsrichter zu entsprechen,

sollte das Gesetz eine Bewertungsgleichheit zwischen den

einzelnen Vermögensgegenständen herstellen. Ein Bewertungsmodell

sollte idealerweise einfach handhabbar, im

Vollzug leicht umzusetzen sein, zu einem Wertniveau über

dem dreifachen Einheitswert und unterhalb des Verkehrswerts

führen und gleichzeitig im Verhältnis zu anderen

Vermögensarten die Relationen der Verkehrswerte untereinander

im Steuerwert widerspiegeln. Insofern würde ein

neues Bewertungssystem zur Erhöhung der Erbschaftssteuerbemessungsgrundlage

unter gleichzeitiger Anhebung

der Freibeträge führen.

Eine Reparatur des Erbschaftssteuergesetzes bis zum

31.07.2008 ist zwar möglich, aber nach den derzeitigen

politischen Aussagen eher unwahrscheinlich.

WELCHE HANDLUNGSALTERNATIVEN BESTEHEN

NUN FÜR DEN STEUERPFLICHTIGEN?

1.) Das Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz ist nach

aktuellem Stand bis 31.07.2008 noch in Geltung. Das

bedeutet, dass die bis zu diesem Zeitpunkt der Vermeidung

einer hohen Steuerbelastung dienenden legalen

Steuergestaltungsmöglichkeiten weiterhin zu beachten

sind. Hierbei ist an Fälle zu denken, dass Pflichtteilsforderungen

mittels eines Legats, beispielsweise

einer Liegenschaft (Besteuerung zum dreifachen

Einheitswert), abgedeckt werden oder an die Umschichtung

von Vermögenswerten in erbschaftssteuerbefreites

Kapitalvermögen. Die rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten

sind jeweils auf die individuellen

Vorstellungen abzustimmen. Wie Liquiditätsengpässen

bzw. die Zerschlagung von Vermögenswerten durch eine

hohe Erbschaftssteuer bzw. Pflichtteilsbelastung im

Rahmen eines Erbfalls gegengesteuert werden kann,

erläutert das Financial Planning & Family Office-Team

der Schoellerbank im Rahmen eines auf die individuellen

Bedürfnisse des Kunden abgestimmten Vermögensnachfolgeplans

ausführlich.

❯❯❯ AKTUELL ❮❮❮

2.) Im Hinblick auf die vorweggenommene Erbfolge zu Lebzeiten

ist in Zukunft Folgendes zu beachten: Beim VfGH

wurde die Schenkungssteuer aus gleichgelagerten

Bedenken (Bewertung der Liegenschaften mit dem dreifachen

Einheitswert) angefochten. Die Entscheidung darüber

wird im Juni/Juli erwartet. Es gilt als wahrscheinlich,

dass der VfGH diese ebenfalls aufhebt und

eine Reparatur bis 31. 07. 2008 anordnet.

Wie der Gesetzgeber im Fall der Schenkungssteuer handeln

wird, darüber können aus heutiger Sicht nur Mutmaßungen

angestellt werden: Kommt es zu einer Nachfolgeregelung

ist davon auszugehen, dass aufgrund eines

geänderten Bewertungssystems sich der Steuerwert der

Liegenschaft dem Verkehrswert annähert und dies zu

einer höheren Steuerbelastung führt (Verbreiterung der

Bemessungsgrundlage – höhere Freibeträge). In diesem

Fall kann es sinnvoll sein, Schenkungen vorzuziehen.

Geht man von dem Fall aus, dass das Schenkungssteuergesetz

mit 31.07.2008 ausläuft und es zu keiner Nachfolgeregelung

kommt, dann sind andere Alternativen denkbar.

Hierbei kann es sinnvoll sein, die Schenkung erst nach

dem 31.07.2008 oder bereits jetzt vorzunehmen, jedoch

die Übergabe auf nach dem 31.07.2008 aufzuschieben

(notariatsaktspflichtig) oder auch auf Schenkungen nach

dem 31.07.2008 innerhalb der gesetzlich zulässigen Grenzen

zu verzichten.

FAZIT:

Betreffend die Erbschaftssteuer soll es aus jetziger Sicht ab

1. August 2008 zu keiner Neuauflage der Erbschaftssteuer

kommen. Aus diesem Grund sollten etwaige steuerliche

Gestaltungsmöglichkeiten bis zu diesem Zeitpunkt noch

aufrecht bleiben, danach ist es sinnvoll, eine Anpassung an

die neue Rechtslage vorzunehmen. Hinsichtlich der Schenkungssteuer

ist das Urteil der Höchstrichter noch nicht

gefallen. Wie der Gesetzgeber reagieren wird, ist noch

offen. Tritt die Variante ein, dass die Schenkungssteuer aufgehoben

wird, sind Schenkungen ab dem 1. August ebenfalls

schenkungssteuerfrei. Kommt es im anderen Fall zu

einer Neufassung des Schenkungssteuergesetzes, würde es

durch Anpassung an ein verfassungsmäßiges Bewertungssystem

zur Anhebung der Steuerwerte unter gleichzeitiger

Anhebung der Steuerfreibeträge kommen. Die steuerlichen

Gestaltungsmöglichkeiten sollen vordergründig auf die

individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen abgestimmt

werden. Hierfür empfehlen wir die Inanspruchnahme eines

Rechtsanwaltes, Notars oder Steuerberaters.

Mag. Doris Klappacher

mehr Vermögen 2/2007

11


Müssen sich Europas Immobilieninvestoren Sorgen über die fallenden

Hauspreise in den USA machen? Die Immobilienmärkte sind

weitgehend unverbunden – es gibt allerdings eine indirekte Verbindung

über die wechselseitigen makro-ökonomischen

Verflechtungen der betroffenen Volkswirtschaften. Exportbeziehungen

und die Einflüsse der Finanzmärkte spielen hier

eine entscheidende Rolle.

AMERIKA: DIE IMMOBILIENPREISE SINKEN

Der amerikanische Immobilienmarkt befindet sich in einer

Korrekturphase. Es wurden kürzlich die Kreditvergaberichtlinien

bei Hypothekenbanken verschärft. Damit werden in

diesem Jahr die US-Wohnimmobilienpreise voraussichtlich

um zehn Prozent zurückgehen. Die sinkenden Hauspreise

werden sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf die gesamte

US-Wirtschaft auswirken, d. h. auf die Umsätze bei Möbel,

Haushaltsgeräten, Garteneinrichtungen etc. bis hin zum

Kupferpreis. Sollte dieser Preisdruck auch auf die Arbeitslosigkeit

durchschlagen, kann ein Anstieg der Arbeitslosigkeit

auf über fünf Prozent durchaus Realität werden.

Hypothekenkredite an Schuldner mit niedriger Bonität haben

die Hausverkäufe in den vergangenen Jahren um mindestens

20 Prozent per anno gesteigert. Der nun auftretende

12 mehr Vermögen 2/2007

❯❯❯ AKTUELL ❮❮❮

Abschwung am

US-Immobilienmarkt –

werden Europa und

Asien folgen?

AMERIKANISCHE HAUSPREISE SINKEN

20

15

10

5

0

-5

1967

Median-Preise für bestehende Häuser, % gegen Vorjahr

1972

1977

1982

Quelle: National Association of Realtors

1987

1992

1997

2002

2007

Ausfall dieser Nachfrage dürfte das Bruttoinlandsprodukt

um bis zu einem halben Prozentpunkt senken.

Die laufenden Zinsanhebungen durch die FED (die Notenbank

hat die Zinsen schrittweise bis August 2006 auf 5,25

Prozent angehoben) haben zu einer Reduktion der Kreditnachfrage

geführt. Niedrigere Zinsen in der ersten Jahreshälfte

2007 erscheinen eher unrealistisch. Zwei Jahre der

Zinserhöhungen drückten das Hypothekenkreditvolumen im

letzten Jahr auf 792,5 Milliarden US-Dollar, das ist der

geringste Anstieg seit 2002. Und im vierten Quartal 2006

war der Anstieg so klein wie zuletzt 1998.

Da US-Schuldner mit niedriger Bonität die gestiegene Zinslast

nicht mehr bedienen können, werden geschätzte

500.000 Häuser auf den Eigenheim-Markt kommen. Dieses

zusätzliche Angebot wird den unter sinkenden Preisen leidenden

Markt noch weiter drücken.

Zahlen der National Association of Realtors (Verband amerikanischer

Immobilienmakler) zeigen, dass der Verkauf

neuer Eigenheime gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent

zurückgegangen ist. Der Verkauf von Eigenheimen aus dem

Bestand reduzierte sich ebenfalls – nämlich um 8,4 Prozent.

Die Aussichten für das Jahr 2007 sind daher getrübt.

Donald Tomnitz, der Vorstandvorsitzende von D. R. Horton

(einem amerikanischen Wohnbaukonzern), meinte diesbezüglich:

„2007 wird ein schlechtes Jahr werden, das gilt für

alle 12 Monate des Kalenderjahres.“


AUSBLICK REALES WIRTSCHAFTSWACHSTUM ASIEN

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1

0

Jahresvergleich in %

Greater

China

2007

2008

North

Asia

South East

Asia

Quelle: Jones Lang LaSalle

West

Asia

ASIEN: WIRTSCHAFTSWACHSTUM

FÖRDERT IMMOBILIENNACHFRAGE

Die Anlagemöglichkeiten in asiatische Immobilien sind vielfältig,

da die Urbanisierung immer weiter voranschreitet.

Allgemein geht man von einer positiven Entwicklung der

Immobiliennachfrage aus. Ein wesentlicher Motor hinter

diesem Aufwärtstrend ist das kräftige wirtschaftliche

Wachstum in dieser Region. Daher ist mit steigenden

Preisen für Häuser und Mieten zu rechnen, was Investoren

für diesen Bereich anlocken wird. Die ostasiatischen Volkswirtschaften,

darunter China und Indien, sollen laut Prognose

der asiatischen Entwicklungsbank in diesem Jahr

durchschnittlich 4,4 Prozent wachsen. Im Vergleich dazu

ist das Wachstumsziel in den USA mit 2,7 Prozent und

Europa mit zwei Prozent deutlich geringer. Neben den wirtschaftlichen

Aussichten spricht auch die Bevölkerungsentwicklung

für eine langfristig hohe Nachfrage. Bis 2025

sollen durch den Rückgang der Haushaltsgröße von 4 auf

3,2 Personen in China und 5,3 auf 4,4 Personen in Indien

230 Millionen neue Haushalte entstehen.

Die Mieten am Büroimmobilienmarkt in Singapur sind bis

Ende 2006 auf 644 US-Dollar pro Quadratmeter gestiegen,

liegen aber immer noch unter den Preisen von 692 Dollar,

die vor der asiatischen Finanzkrise gezahlt werden mussten.

Der Leiter der Analysesparte von Jones Lang LaSalle (JLL,

weltweit führender Immobilienmakler und -berater) in Singapur,

Leslie Chua, prognostiziert einen weiteren 50%igen

Anstieg der Preise. JLL geht davon aus, dass die Nachfrage

❯❯❯ AKTUELL ❮❮❮

Australasia

IMMOBILIEN-UHR ASIEN:

MIETPREIS-ENTWICKLUNG FÜR BÜRO-IMMOBILIEN

Verlangsamter

Mietpreisanstieg

Auckland

Shanghai Taipei

Bangkok

Tokyo

Singapore Dehli

Mumbai

Sydney

Melbourne

Chennai

Guangzhou

Hanoi

Ho Chi Minh City

Steigende

Mietpreise

Quelle: Jones Lang LaSalle

Hong Kong

Manila

Kuala Lumpur

Seoul

Jakarta

Bangalore

Beijing

Fallende

Mietpreise

7 Jahre

5 Jahre

3 Jahre

Verlangsamter

Mietpreisverfall

nach Büroflächen in Singapur das Angebot in diesem Jahr

um das Fünffache übertreffen wird. Hongkong soll dagegen

eine weniger dynamische Entwicklung durchlaufen. Hier

sieht Chua einen Anstieg von zehn Prozent für das laufende

Jahr. Die Rekord-Quadratmeterpreise von 1.237 Dollar

aus dem Jahr 1994 wurden auch hier noch nicht erreicht.

Der Wandel von Immobilien hin zu einer alternativen

Assetklasse (ähnlich dem Gold) fördert die nachhaltige Entwicklung

am Markt. Die Investoren setzen zunehmend Vertrauen

in die Immobilien-Assetklasse. Daher erwartet JLL,

dass Immobilien- und Mietpreise auch im Jahr 2007 weiter

anziehen werden.

EUROPA: REKORDZUWACHS

BEI IMMOBILIEN-TRANSAKTIONEN

Der Immobilienmarkt in Europa erlebte im vergangenen

Jahr 2006 eine sehr positive Entwicklung. Das Volumen aller

Transaktionen erhöhte sich gegenüber 2005 um 68 Milliarden

Euro auf 242 Milliarden Euro. Damit sah Europa einen

Rekordzuwachs, der in dieser Form noch nie erreicht werden

konnte. Grenzüberschreitende Immobilienaktivitäten

erreichten ebenfalls ein Rekordniveau von 149,5 Milliarden

Euro, was einem 50%igen Zuwachs im Vergleich zu 2005

entspricht. Die Investoren wurden für ihr Vertrauen in den

Immobilienmarkt mit einer Bruttorendite von 23 Prozent in

2006 belohnt, die höchste Bruttorendite per anno der letzten

Jahre. Das zeigt auch, dass sich Immobilien als

Assetklasse etablieren und Aktien bzw. Anleihen in der

Performance auf 1-, 2-, 3-, 5- und 10-Jahresbasis schlagen.

mehr Vermögen 2/2007

13


RENDITENVERGLEICH EUROPÄISCHER AKTIEN-,

ANLEIHEN- UND IMMOBILIENINVESTMENTS

25

20

15

10

5

0

-5

Bruttoertrag in %

Die drei größten europäischen Immobilienmärkte erlebten

jedoch eine teilweise unterschiedliche Entwicklung. Deutschland

verzeichnete einen markanten Anstieg im Transaktionsvolumen

von 141 Prozent auf 49,5 Milliarden Euro

und Frankreich erfuhr einen Zuwachs von 67 Prozent auf

24,1 Milliarden Euro. Der mit Abstand größte und reifste

Markt Großbritannien sah 2006 einen Rückgang von fünf Prozent

auf 80,3 Milliarden Euro.

Weitere Märkte wie Spanien, Skandinavien, Luxemburg oder

Irland folgten der Entwicklung der größten Märkte und legten

ebenfalls in Bezug auf das Volumen zu.

Die sinkenden Renditen in den entwickelten westlichen Immobilienmärkten

haben zur Folge, dass Investoren immer

mehr in den CEE-Ländern und Russland investieren, um

an den Wachstumschancen zu partizipieren. Das verstärkte

Interesse in CEE und Russland hat das Volumen sprungartig

anwachsen lassen. In Russland wurde um 700 Prozent

mehr investiert und in den CEE-Ländern verdoppelte sich

das Volumen.

Die SIIC3-Gesetzgebung (für REITs) in Frankreich und die

Einführung von REITs (REIT: Real Estate Investment Trust;

Kapitalgesellschaft für Besitz, Finanzierung und Verwaltung

von Immobilien) in einigen europäischen Ländern

sollten auch im laufenden Jahr 2007 für eine anhaltende

Nachfrage im Immobilienbereich sorgen. Insbesondere

müsste durch die robuste wirtschaftliche Entwicklung der

Gewerbeimmobilienbereich nachgefragt werden. Im Allgemeinen

ist der Ausblick für das laufende Jahr 2007 positiv

und dürfte bei stabilem Zinsniveau und anhaltendem Wirtschaftswachstum

eine ähnliche Entwicklung wie im vergangenen

Jahr zeigen.

14 mehr Vermögen 2/2007

Aktien

Staatsanleihen

Direktes Immobilieninvestment

Anlagedauer

Quelle: Jones Lang LaSalle

2006 3 Jahre 5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre

❯❯❯ AKTUELL ❮❮❮

IMMOBILIEN-UHR EUROPA

Quelle: Jones Lang LaSalle

Moscow

London West End,

Oslo

Beschleunigter

London City Mietpreisanstieg

Madrid

Paris, Dublin, Warsaw

Barcelona, Stockholm

Hamburg, Munich,

Luxembourg, Lyon

Brussels

Frankfurt, Düsseldorf,

Helsinki, Copenhagen

Edinburgh, Vienna

Amsterdam, Rome

Athens, Budapest, Prague, Lisbon, Milan

FAZIT

Die Immobilienmärkte in Amerika, Europa und Asien befinden

sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Die

US-Immobilienabkühlung wird auch im laufenden Jahr noch

anhalten. Ein Einstieg in diesen Markt ist daher sehr schwierig.

Europa sah 2006 ein Rekordjahr am Immobilienmarkt.

Die Einführung von REITs in Kombination mit einem entsprechenden

Wirtschaftswachstum spricht für eine positive

Weiterentwicklung in 2007. Jedoch werden Markteinschätzungen

schwieriger und damit steigt auch das Risiko. Ein Engagement

kann bei ausreichender Marktkenntnis gewagt

werden. Asien präsentiert sich mit einem hohen Wirtschaftswachstum.

Die demographische Entwicklung und die fortschreitende

Urbanisierung dürften längerfristig den Immobilienmarkt

ankurbeln. Potenzielle Investoren in dieser Region

sollten daher einen langfristigen Anlagehorizont anstreben.

Mag. Alexander Hasler

Verlangsamter

Mietpreisanstieg

Fallende

Mietpreise

Verlangsamter

Mietpreisrückgang

Berlin


DIE NEUE REGELUNG IM ÜBERBLICK

Eine Wertpapierdeckung für die Pensionsrückstellung muss

am Schluss jedes Wirtschaftsjahres im Nennbetrag von

mindestens 50 % des am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres

in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungsbetrages

im Betriebsvermögen vorhanden sein. Im Fall

einer Wertpapierunterdeckung wird der jährliche Gewinnzuschlag

von 60 % der Unterdeckung auf 30 % des nicht

vorhandenen Wertpapierbestandes reduziert. Neu ist nun,

um der Kapitalverkehrsfreiheit genüge zu tun, die Ausdehnung

der in Frage kommenden Wertpapiere auf Emittenten

aus dem EU-/EWR-Raum, bisher war man auf Wertpapiere

inländischer Emittenten beschränkt. Weiters können auf das

Deckungserfordernis Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen

(dies ist eine Lebensversicherung, die ein Arbeitgeber

auf das Leben eines Arbeitnehmers abschließt, um

die Erfüllbarkeit einer dem Arbeitnehmer erteilten Pensionszusage

sicherzustellen) angerechnet werden, wenn bestimmte

Veranlagungsvorschriften eingehalten werden

(höchstens 40 % Aktien oder andere Kapitalanlagen mit

schwankendem Ertrag). Da nach dem Versicherungsvertragsrecht

der Rückkaufswert in den ersten fünf Jahren

nach Vertragsabschluss über dem versicherungsmathematischen

Deckungserfordernis liegt, erfolgt die Anrechnung

in diesen Fällen mit dem Rückkaufswert.

VERANLAGUNG IN INVESTMENTFONDS

Auch die Veranlagung in Investmentfonds, welche die gleiche

Veranlagungsstruktur wie eine Pensionskasse haben,

wird neu geregelt. Der Verweis auf § 25 PKG (Pensionskassengesetz)

wurde dahingehend verändert, dass nur mehr

die Veranlagungsgrenzen dieser Bestimmung einzuhalten

sind. Gänzlich neu ist die Möglichkeit der Verwendung von

Anteilscheinen an Immobilienfonds für die Wertpapierdeckung,

sofern nur 20 % des Fondsvermögens in Immobilien

außerhalb des EU-/EWR-Raumes veranlagt werden.

❯❯❯ AKTUELL ❮❮❮

Die Regierungsvorlage zum Budgetbegleitgesetz 2007 sieht eine Neufassung der Wertpapierdeckung vor. Die

bisherige Regelung des § 14 EStG (Einkommensteuergesetz) bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen wurde

im Oktober 2006 vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben. Nunmehr soll diese verfassungskonform, allerdings

nur mehr für die Pensionsrückstellung, wiederhergestellt werden.

Wertpapierdeckung „neu“

für Pensionsrückstellungen

WANN TRETEN DIE ÄNDERUNGEN IN KRAFT?

Diese Änderungen kommen erstmals für Wirtschaftsjahre

zur Anwendung, die nach dem 30. Juni 2007 beginnen. Eine

Wertpapierdeckung ist daher bei einem vollen Wirtschaftsjahr

frühestens zum 30. Juni 2008 erforderlich, im Falle

eines Regelwirtschaftsjahres ist dies der 31. Dezember 2008.

VIER SCHOELLERBANK FONDS GEEIGNET

Die Schoellerbank bietet vier Investmentfonds mit der

Eignung zur Wertpapierdeckung an. Es sind dies der

Schoellerbank Kurzinvest, der Schoellerbank Liquid, der

Schoellerbank Vorsorgefonds und der Schoellerbank Global

Pension Fonds.

Dr. Susanne Gstöttner

mehr Vermögen 2/2007

15


„Sie und uns verbindet die eine Passion, das Spiel ums

Leben. Lassen Sie uns spielen!“ So die Botschaft von Robert

Pienz, dem künstlerischen Direktor des Schauspielhauses,

an sein Publikum. Die Schoellerbank, seit vielen Jahren

Kulturpartner des Schauspielhauses, bat ihn zum Gespräch.

Das Schauspielhaus Salzburg weiter auf Erfolgskurs“,

so lautet der Beginn der Kritik über die Aufführung

„Anna Galactia“ in den Salzburger Nachrichten. „Brillant“,

„Spannender Weg und neue Ideen“, um nur einige

weitere Schlagzeilen zu nennen. Was, Herr Pienz, ist das

Geheimnis, das die aktuelle Saison so erfolgreich macht?

Ich glaube, es sind ein paar Faktoren, die jetzt miteinander

zur Blüte kommen. In allererster Linie aber ist es das Ensemble,

das sich auf seinem Höhepunkt befindet. Als freies

Theater haben wir in Österreich die meisten fest verpflichteten

Schauspieler. Sie spielen nun schon seit etlichen

Jahren miteinander, in ständig wechselnden Konstellationen,

entwickeln sich natürlich aneinander und miteinander

weiter. Das Resultat ist jetzt zu sehen. Es ist eine

Spielkultur entstanden, die letztendlich nur ein homogenes

Ensemble schaffen kann.

Drehen wir die Zeit zurück. Bitte erzählen Sie ein wenig

über die Entstehung und Entwicklung des Schauspielhauses.

Das Schauspielhaus hat vor annähernd 50 Jahren – im

Jahre 1958 – im Keller der Elisabethkirche in der Elisabeth-

Vorstadt als sehr loser Verbund von theaterwütigen

Studenten und Berufstätigen begonnen. In den 1970ern

gab’s dann die erste Entwicklung in Richtung Professionalität.

Die ersten ein, zwei Leute wurden angestellt. Es gab

kleine, aber immerhin stabile Jahresförderungen und einen

regelmäßigen Spielbetrieb. Das hatte es bis dahin nicht

gegeben, sondern nur einzelne Projekte und dazwischen

monatelang wieder nichts. Dieses Modell eines halbprofessionellen

Kellertheaters hätte wahrscheinlich das Schicksal

der meisten Kellerbühnen erlitten, wäre dann nicht der

❯❯❯ THEMA ❮❮❮

Das Schauspielhaus Salzburg ist das größte freie Ensembletheater Österreichs. Mit rund zehn Schauspielproduktionen

und einem Kinderstück pro Spielzeit werden zwei Theatersäle täglich bespielt – lediglich im

Sommer gönnt man sich knapp zwei Monate Pause. Der Spielplan bietet eine große Bandbreite für

Theaterbegeisterte jeden Alters – von der Antike über die Klassik bis zur Moderne, von der Tragödie über die

Komödie bis hin zu neuen, experimentellen Theaterformen.

Kultureller Höhenflug:

Das Schauspielhaus Salzburg

16 mehr Vermögen 2/2007

größte Schritt vor zehn Jahren, Mitte der 90er-Jahre, gekommen:

der Umzug hierher in den Petersbrunnhof. Wir

haben uns dieses Haus hier – im wahrsten Sinne des Wortes

– erspielt. Politik und Kulturpartner haben das ihrige dazu

beigetragen, dass wir einen Prototyp von Theater schaffen

konnten, ein in seiner Struktur immer noch unglaublich

wendiges, überschaubares Gebilde. Der Organismus eines

freien Theaters ist erhalten geblieben – mit sehr viel Eigenverantwortung

der einzelnen Leute.

Seit wann sind Sie dabei?

Ich bin mit der Übersiedlung dieses Hauses an den Petersbrunnhof

wieder zurückgekommen. In den 80ern habe ich

meine Schauspielausbildung hier gemacht, bin also absolut

ein Sprössling dieses Gebildes.

Eine Schauspielschule ist Ihrem Theater angeschlossen.

Das klingt sehr spannend. Wie greift das ineinander

über? Wie kann man sich das vorstellen?

Eigentlich findet man genau darin die gesamte Genesis dieses

Hauses widergespiegelt. Die Schauspielausbildung an

diesem Haus war früher nichts anderes als der Versuch von

Halbprofessionellen sich zu professionalisieren. Mittlerweile

setzt sich unser Lehrkörper aus einer idealen Mischung von

Praktikern und Pädagogen zusammen. Zurzeit haben wir

16 Auszubildende, das sind vier mal vier Jahrgänge. Eine

Ausbildung dauert vier Jahre. Wir orientieren uns am klassischen

Eleven-Prinzip. Schüler des ersten Jahrganges stehen

noch nicht auf der Bühne, da sammeln sie zuerst einmal

ihre Basiserfahrungen – Stimmbildung, Körpertraining,

Improvisationen. Aber ab dem zweiten Jahrgang,

in individuell wachsenden Verantwortungen, stehen sie

dann mit den Leuten, die später ihre professionellen Kollegen

sein werden und die zum Teil jetzt schon ihre Ausbildner

sind, auf der Bühne. Das ist Teil dieses Modells. Unsere

Abgänger finden Sie übrigens an allen deutschsprachigen

Bühnen – eigentlich nur an ersten Adressen. Wir „produzieren“

definitiv keine arbeitslosen Schauspieler.


Zurück zum Schauspielhaus selbst: Wie wirkt und etabliert

sich ein bodenständiges, innovatives Schauspielhaus

in der mondänen und übermächtig alle Medien

dominierenden Festspielstadt Salzburg?

Ich habe bemerkt, dass die Stadt Salzburg zwei Gesichter

hat. Im Sommer blüht die Stadt zu einer international

wichtigen Bühne für Oper und Schauspiel auf. Und unterm

Jahr ist es eine hoch anspruchsvolle kleinere Stadt in der

Mitte Europas mit einer ganz starken bürgerlichen Schicht,

die viel für Kunst und Kultur übrig hat. Die ist über den

Sommer unglaublich gut bedient und verwöhnt und absolut

nicht zufrieden, wenn sie dann in der restlichen Saison

nichts Gutes angeboten bekommt. Wir haben uns als

Institution Schauspielhaus große Wertschätzung erarbeitet

und Vertrauen aufgebaut. Inzwischen können wir es auch

wagen, Produktionen anzubieten, die nicht Mainstream sind

oder die von Autorinnen und Autoren stammen, die noch

kein Mensch kennt. Das Grundvertrauen des Publikums

trägt uns einfach!

Die Saat geht also auf. Eine derart erfolgreiche Saison

sorgt auch für ein volles Haus. Wie steht es um die Auslastung

im Allgemeinen?

Wir sind gefährlich gut ausgelastet. Wir haben in den letzten

Jahren um die 90 % erreicht. Gefährlich daran ist, dass

dieses Niveau gehalten werden will. Und gefährlich ist auch,

seinem Publikum nicht irgendwann in der Erwartungshaltung

zu unterliegen und ein Theater des Publikums zu

werden. Wir müssen das Theater für spezielle Leute bleiben,

wir dürfen uns nicht tot-umarmen lassen. Als freies

Theater sind wir natürlich von den Einnahmen, die wir an

der Abendkasse machen, ungleich höher abhängig als

andere. Und wenn wir unseren Erfolg in unserem Budget

für das nächste Jahr fortschreiben, dann machen wir uns

von diesem Erfolg auch abhängig. Das ist eine große Herausforderung,

ein jedes Jahr ganz sensibel einzustellendes

Räderwerk. Die Erwartung wird nie geringer, sondern

steigt eher. Und die wirtschaftliche Notwendigkeit, gut zu

verkaufen, nimmt auch eher zu.

Wie kann ich denn als Salzburger Bürger, als regelmäßiger

Theaterbesucher meinen Beitrag leisten?

Der beste und vitalste Beitrag ist, sich eine Karte zu kaufen

und ins Theater zu gehen. Hier bekommen Sie das, was

wir am besten können und was wir mit Herz und Hirn tun.

Und wenn Sie schon selber ins Theater kommen, dann lassen

Sie jemanden teilhaben, damit meine ich vor allem

jemand Jüngeren. Ich persönlich finde es ganz entscheidend,

das, was uns als Kulturgesellschaft auszeichnet, weiter

❯❯❯ THEMA ❮❮❮

zu vermitteln – vor allem vor dem Hintergrund der Entwicklung

der politischen und gesellschaftlichen Lage. Das

kann man nur persönlich tun – so wie alles, was Wert hat

bzw. Werte präsentiert, nur persönlich getragen und vermittelt

werden kann. Unter unseren Besuchern gibt es

Menschen, die im Alter von fünf Jahren zum ersten Mal zu

uns kommen – zu unseren Kinderstücken. Genauso gibt es

darunter Menschen, die 90 Jahre alt sind. Ich finde es ganz

besonders schön, wenn Menschen, für die Kunst und Kultur

zu einem erfüllten Leben gehören, auch die Verantwortung

für die nächste Generation übernehmen.

Jetzt haben Sie unsere Leser sicher sehr neugierig gemacht.

Verraten Sie uns schon heute, was der Spielplan

der nächsten Saison bringen wird?

Unser Anspruch – und

das ist der einzig legitime,

wenn man ernsthaft

Theater macht –

heißt immer, das ganze

Theater zu machen.

Wir sind kein Nischen-

oder Spartenbetrieb.

Wir werden

nächstes Jahr Shakespeare

spielen, Thomas

Bernhard und auch

Arthur Miller. Zusätzlich

zu diesen Säulen

der Theaterliteratur

gibt es Kooperationen

mit Stuttgart, mit

Zürich und mit dem

Nationaltheater in Tel

Aviv – alles Projekte, Schauspielhaus-Urgestein Robert Pienz

die sich in der neuen Literatur abspielen. In einem sich bildenden

europäischen Netzwerk von freien Theatern finden

wir langsam unseren Platz. Mehr und mehr werden wir als

Haus, das auch für die neue Dramatik und für

Kooperationen offen ist, wahrgenommen. Und das wird

sich auch im nächsten Spielplan widerspiegeln.

Herzlichen Dank für das Gespräch! Und toi, toi, toi!

Christel Crames

SCHAUSPIELHAUS SALZBURG

Erzabt-Klotz-Straße 22, 5020 Salzburg,Tel.:+43/(0)662/80 85-0, Fax: 80 85-33,

E-Mail: office@schauspielhaus-salzburg.at

Infos und Kartenbestellung online unter:

www.schauspielhaus-salzburg.at

mehr Vermögen 2/2007 17


Als das Modehaus Hennes & Mauritz 1974 an die Börse ging, war das Unternehmen in Schweden, Norwegen

und Dänemark präsent. Drei Jahrzehnte später: H&M hat sein Filialnetz auf 28 Länder mit 1.345 Geschäften

ausgedehnt und beschäftigt über 60.000 Mitarbeiter weltweit. Die Umsatzsteigerung in den letzten fünf Jahren

beträgt 72 Prozent, der Gewinn nach Steuern hat sich im gleichen Zeitraum sogar um 183 Prozent erhöht.

Hennes & Mauritz –

ein Konzern der Superlative!

WER SIND HENNES UND MAURITZ?

H&M-Gründer Erling Persson begann seine Laufbahn als

Kaufmann in Västerås (Schweden) und eröffnete im Jahr

1947 die erste Filiale in dieser Stadt. Ziel war damals

schon, einen hohen Umsatz zu erwirtschaften und dabei

die Preise so niedrig wie möglich zu halten. Das Geschäft

erhielt den Namen Hennes (in Schwedisch: „Für sie“) und

führte ausschließlich Damenbekleidung. In den 50er- und

60er-Jahren wuchs Hennes stetig, 1968 erwarb Erling Persson

das Jagd- und Waffengeschäft Mauritz Widforss in

Stockholm. Infolgedessen änderte das Unternehmen seinen

Firmenwortlaut auf Hennes & Mauritz. In Deutschland

eröffnete 1980 die erste Filiale, 1994 wurde die erste Verkaufsniederlassung

auf österreichischem Boden gegründet.

Zur Jahrtausendwende folgte die Expansion über den großen

Teich und der tausendste Standort ging im August

2004 im französischen Boulogne-sur-Mer an den Start. Die

weltweit ersten Franchise-Filialen von H&M wurden im

Herbst 2006 in Dubai und Kuwait eröffnet.

Das erste Hennes-Geschäft in Västerås 1947 – noch ohne Mauritz

DIE ORGANISATIONSSTRUKTUR –

VON DER IDEE BIS ZUR FILIALE

Der Sitz der Firmenzentrale liegt in Stockholm, wo neben

der Unternehmensführung auch die zentralen Abteilungen

für Design und Einkauf, Finanzen, Expansion, Werbung,

Personal, Logistik, IT, Umwelt und soziale Verantwortung

angesiedelt sind. Das Unternehmen hat 15 Länderbüros,

18 mehr Vermögen 2/2007

❯❯❯ THEMA ❮❮❮

welche die Verantwortung für die einzelnen Abteilungen in

den jeweiligen Vertriebsländern tragen. Darüber hinaus

betreibt der Konzern Produktionsbüros, in denen etwa 750

Mitarbeiter beschäftigt sind. Dieses Personal koordiniert die

Beziehungen zu den zirka 700 eigenständigen Produzenten.

Es wird dafür Sorge getragen, dass Bestellungen beim richtigen

Hersteller eintreffen, dass die Ware zum vereinbarten

Preis gefertigt wird und dass die Qualität stimmt. Neun

Produktionsbüros befinden sich in Europa, elf in Asien und

jeweils ein Büro in Afrika und Mittelamerika. In der Designund

Einkaufsabteilung werden die großen Trends bis zu

einem Jahr im Voraus geplant. Analysen, was derzeit in Mode

ist und sich momentan sehr gut verkauft, dienen als Grundlage

für die Auswahl der Kollektion. Mehr als 100 Designer

sind im Haus beschäftigt, die sich mit den Themen Farben,

Materialien und Stilrichtungen auseinandersetzen und somit

die Grundausrichtung der neuen Modesaison bestimmen.

TOP-LOGISTIK: LIEFERN, WAS SICH GUT VERKAUFT

Die Geschäfte werden täglich mit neuen Artikeln beliefert.

Je nach Art der Ware variiert die Lieferzeit von zwei Wochen

bis zu einem halben Jahr. Dabei ist eine kurze Lieferzeit

nicht immer vorteilhaft, denn es kommt darauf an, das optimale

Verhältnis zwischen Preis, Zeit und Qualität zu erzielen.

Da H&M Importeur und Einzelhändler zugleich ist, hat das

Unternehmen volle Kontrolle über jedes einzelne Glied in der

Kette. Einen entscheidenden Eckpfeiler stellt die IT-Unterstützung

dar, die permanent weiterentwickelt wird. In den Distributionszentralen

wird die Ware vor Auslieferung nochmals

sorgfältig überprüft. So können Filialen kurzfristig mit jener

Ware beliefert werden, die sich gerade am besten verkauft.

QUALITÄT – EIN WICHTIGES MARKENZEICHEN

Alle Kleidungsstücke der H&M-Kollektionen durchlaufen in

eigenen Labors eine Reihe von Qualitäts- und Sicherheitstests.

Bevor die Waren zum Verkauf kommen, werden diese

auf Einlaufen, Formbeständigkeit, Farbechtheit und Abriebfestigkeit

geprüft. Die Kleidung kann nach Herstellerangabe

direkt nach dem Kauf getragen werden, da bei der


Fertigung besonders darauf geachtet wird, dass keine krebserregenden

Stoffe verwendet werden. Besonders hohe Anforderungen

werden an Kinderbekleidung gestellt, bei der

beispielsweise keine leicht entflammbaren Materialien verwendet

werden dürfen.

EINKAUFSERLEBNIS NUR IN BESTER LAGE

Mit der Geschäftsidee „Mode und Qualität zum besten Preis“

sollen Kunden überzeugt werden. Der geschäftliche Erfolg

beruht auf folgenden Grundprinzipien des Konzerns: wenige

Zwischenhändler, Einkauf großer Volumina, fundierte

Kenntnisse über Design, Mode und Textilien, Einkauf der

Produkte an den richtigen Märkten, durchgängiges Kostenbewusstsein,

effizienter Vertrieb. Seit der Unternehmensgründung

hat das Management stets größten Wert darauf

gelegt, dass sich die Verkaufslokalitäten immer in bester

Lage befinden, wie etwa in bekannten Einkaufsstraßen und

Shopping-Zentren. So findet man H&M beispielsweise in

der Londoner Brompton Road, auf dem Kurfürstendamm

in Berlin, in der New Yorker Fifth Avenue und im Beverly

Center in Los Angeles.

ERFOLGREICHE UNTERNEHMEN VERFOLGEN

EHRGEIZIGE WACHSTUMSZIELE

H&M verfolgt das Ziel, die Anzahl der Geschäfte permanent

jährlich um 10 bis 15 Prozent zu erhöhen, aber auch die Umsätze

in den bestehenden Filialen zu steigern. Im Kalenderjahr

2006 konnten die Umsätze um 11 Prozent gesteigert

werden und 168 neue Geschäfte wurden eröffnet. Entscheidend

dafür ist die Verfügbarkeit attraktiver Standorte. Die

Mittel für diese Expansionen stammten ausschließlich aus

dem eigenen Unternehmen. Deutschland ist derzeit dessen

wichtigster Markt, gefolgt von Großbritannien und Schweden.

PERSPEKTIVEN FÜR 2007 UND 2008:

COS – EINE NEUE BEKLEIDUNGSKETTE

Geschäfte in neuen Märkten werden ihre Pforten 2007 öffnen,

unter anderem in Hongkong und Schanghai. Zusätzlich

ruft Hennes & Mauritz eine neue Bekleidungskette unter

ENTWICKLUNG DER AKTIE H&M SEIT 1997 (ISIN SE0000106270)

800

700

600

500

400

300

200

100

in SEK (indexiert)

Mär. 97

Mär. 98

Mär. 99

Mär. 00

Mär. 01

Mär. 02

Mär. 03

Mär. 04

Mär. 05

❯❯❯ THEMA ❮❮❮

Mär. 06

Mär. 07

dem Namen „COS – Collection of

Style“ ins Leben. In diesen Geschäften

wird Mode für Damen

und Herren in einem höheren

Preissegment angeboten. Auch

im Schuhsortiment und im Bereich

Heimtextilien (H&M Home)

wird der Konzern aktiv werden.

Seit Jahren setzt man auf eine

enge Zusammenarbeit mit bekannten

Designern wie etwa

Karl Lagerfeld, Stella McCartney,

Viktor & Rolf oder nützt geschickt

den hohen Bekanntheitsgrad von

Weltstars wie Madonna. 2008 ist

der Schritt nach Japan geplant.

SOZIALE VERANTWORTUNG WIRD GROSS GESCHRIEBEN

H&M besitzt keine eigenen Fabriken. Jedoch ist der Konzern

ständig bemüht, die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten

mittels Schulungen und Informationskampagnen

zu verbessern. Die große Herausforderung besteht

darin, die selbstständigen Lieferanten von deren eigenen

Vorteilen in diesem Zusammenhang zu überzeugen, wie etwa

niedrigere Mitarbeiterfluktuation, höhere Produktivität

und bessere Qualität. In Bangladesch hat das Unternehmen

mit einer ortsansässigen Organisation eine Initiative zur

Information von Fabriksarbeitern über ihre Rechte als Arbeitnehmer

ins Leben gerufen. In Kambodscha werden

ebenfalls Kleidungsstücke für H&M hergestellt. Aus diesem

Grund unterstützt der Konzern das Land in seinem Kampf

gegen Krankheiten wie beispielsweise AIDS und arbeitet auf

diesem Weg eng mit der UNICEF zusammen. Seit 2006 ist

der Konzern auch Mitglied der Fair Labor Association (FLA)

– eine gemeinnützige Organisation zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen

in Fabriken weltweit.

DIE AKTIE „HENNES & MAURITZ“

Im Geschäftsjahr 2006 belief sich der Umsatz auf 80 Milliarden

Schwedische Kronen, der Ertrag pro Aktie lag im selben

Zeitraum bei 13,05 Schwedischen Kronen. Die Eigenkapitalquote

liegt derzeit bei beachtlichen 78 Prozent, die Eigenkapitalrendite

beträgt mehr als 40 Prozent. Die Aktie ist

auch in mehreren Nachhaltigkeitsindizes, darunter dem Dow

Jones Sustainability World (DJSE World), dem FTSE4Good

und dem Ethibel Sustainability Index, vertreten. Diese

Indizes bieten Investoren eine Orientierung zur Auswahl

sozial- und umweltverträglicher Anlagemöglichkeiten.

Anita Ochsenhofer

Aus der aktuellen Kollektion

„COS – Collection of Style“

mehr Vermögen 2/2007

19


20 mehr Vermögen 2/2007

❯❯❯ HINTERGRUND ❮❮❮

Eintagsfliegen in der

Welt der Finanzprodukte –

und wie man sie vermeidet

Die Anzahl der Produkte, die an der EUWAX gelistet sind,

spricht allein schon Bände. Mit Stand 25.04.2007 gab es dort

180.721 verschiedene Produkte (Quelle: www.euwax.de).

Viele der an der EUWAX gelisteten Produkte beziehen sich

dabei auf breit gestreute Indizes (z. B. EuroStoxx50, DAX),

zu denen fast jeder Anbieter eine Reihe von Anlagezertifikaten

und Hebelprodukten anbietet. Bei diesen „Standardwerten“

ist somit ein einigermaßen sinnvoller Vergleich

zwischen den einzelnen Anbietern möglich, zumal die

Produkte oft nahezu identisch ausgestattet sind. Einzig die

Qualität des Emittenten kann für leichte Preisunterschiede

verantwortlich gemacht werden. Enorm angestiegen in den

letzten Jahren ist in diesem Segment die Markteffizienz,

Arbitragemöglichkeiten (Chancen auf risikofreie Gewinne)

sind praktisch ausgeschlossen. Parallel dazu hat sich auch

die Liquidität der Produkte stark erhöht: Die Geld-/Briefspannen

sind deutlich geschrumpft. Damit haben Anlagezertifikate

die Derivate (Derivat: Produkt, dessen Preis vom

Preis anderer Produkte abhängt) auch unter Privatanlegern

salonfähig gemacht und sind so zu einem selbstverständlichen

Teil vieler Portfolios geworden.

DIE ZAHL DER PRODUKTE

STEIGT WEITER DRAMATISCH

Der Trend zu immer mehr Produkten ist indes ungebrochen:

Woche für Woche werden mehrere tausend Anlagezertifikate

und Optionsscheine neu an der EUWAX gelistet. Damit

liegt die Statistik mit täglich rund 500 Neuemissionen pro

Produktklasse in etwa im Schnitt der letzten Wochen und

Monate. Da der Produktzyklus als ganzer noch nicht allzu

weit fortgeschritten ist, werden aktuell wesentlich mehr

Produkte aufgelegt als fällig werden: So wiesen etwa die

Anlagezertifikate (per 25.04.2007) nur 23 planmäßige Fälligkeiten

innerhalb der nächsten 14 Tage auf. Nicht viel ausgewogener

war das Verhältnis bei den Optionsscheinen:

Den rund 500 Neuemissionen täglich standen 224 planmäßige

Fälligkeiten innerhalb der nächsten zwei Wochen

(= 10 Tage) gegenüber.

TURBO NICHT NUR IN DER PERFORMANCE,

SONDERN AUCH HINSICHTLICH DER LAUFZEIT

Immer breiteren Raum nimmt die Klasse der sogenannten

Turbo-Zertifikate ein: Dabei handelt es sich um gehebelte

Produkte, die bei Erreichen gewisser Schwellen automatisch

getilgt werden („Knock-out-Mechanismus“). Je nach

Produktgestaltung wird dabei entweder ein Restwert ausbezahlt

oder das Zertifikat wertlos ausgebucht. Selbstverständlich

gibt es diese Turbos in beide Richtungen: Anleger

können sowohl von steigenden als auch von fallenden

Kursen profitieren. An Tagen mit heftigen Kursbewegungen

ist die Anzahl ausgeknockter Turbos naturgemäß besonders

hoch. Bei fallenden Kursen verfallen Long-Produkte,

bei steigenden Kursen verschwinden Short-Produkte von

der Bildfläche. Einen Überblick über das Geschehen liefert

die folgende Statistik zu Knock-out-Produkten an der

EUWAX mit Stichtag 25.04.2007:

KNOCK-OUT-PRODUKTE EUWAX: STAMMDATEN VOM 25.04.2007

Anzahl Knock-out-Produkte 23.303

Heutige Neuemissionen 328

Neuemissionen der letzten 7 Tage 1.577

Neue Basiswerte 10

Fälligkeit innerhalb der nächsten 14 Tage 781

Heute ausgeknockte Produkte 114

Quelle: http://www.euwax.de)


LEBENSDAUER KÜRZER ALS EINE EINTAGSFLIEGE

So manches Produkt, das in der Früh an der EUWAX eingeführt

wird, hört die (virtuelle) Schlussglocke nicht. Den

inoffiziellen (von uns beobachteten) Rekord hält dabei ein

Knock-out-Produkt auf den Euro-Bund-Future, das nach

nur rund drei Stunden die kritische Schwelle unterschritten

hat und sofort wertlos ausgebucht wurde. Derartige Entwicklungen

zeigen, dass sich hier durchaus ein wenig

„Casino“-Mentalität eingeschlichen hat. Oft werden aus Gründen

der Einfachheit Produkte, die sich auf Terminmärkte

(Futures) beziehen, mit einer Laufzeit ausgestattet, die sich

maximal auf die Fälligkeit des nächstliegenden Kontraktes

(in der Regel drei Monate) erstreckt. Das allein führt zu

einer enormen Fluktuation in der Produktwelt: Auslaufende

Produkte werden in der Regel sofort wieder durch neue

(auf den nächsten Terminkontrakt) ersetzt.

WARNUNGEN VOR EINER DERIVATE-BLASE

Durchaus prominente Marktteilnehmer und Kommentatoren

haben angesichts des rasanten Wachstums derivativer

Produkte bereits vor einer möglichen Blase gewarnt. Im

Vergleich zur Anzahl handelbarer Aktien, aber auch im Vergleich

zur Anzahl bestehender Fonds, gibt es ein Vielfaches

an Derivativprodukten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass

mit den Publikumsprodukten nur die Spitze des Eisberges

sichtbar wird. Viel umfangreicher ist das institutionelle

Geschäft, wo die Volumina oft dramatisch größer sind als

bei den öffentlich zugänglichen Produkten. Dazu ist zu bemerken,

dass bei vielen Derivativtransaktionen Absicherungsgeschäfte

(Hedges) vorgenommen werden, bei denen

die Emittenten ein spiegelgleiches Gegengeschäft mit einer

anderen Investmentbank vornehmen. Dies führt klarerweise

dazu, dass durch die gegenseitige Weitergabe bzw.

den Weiterverkauf von Risiken die Vernetzung unter den

Anbietern zunimmt. Im schlimmsten Fall könnte es so zu

einer Kettenreaktion kommen, wenn ein Glied in der Kette

ausfällt und so eine Lawine bei den Absicherungspartnern

auslöst. Davor haben nicht zuletzt Investmentgurus wie

z. B. Warren Buffet gewarnt. Andererseits trägt die Standardisierung

der Produkte dazu bei, dass das mit den

Geschäften verbundene Risiko immer besser kalkulierbar

wird, wenngleich Risikosysteme stets nur ein Modell der Welt

abbilden und die Wirklichkeit nie zu 100 % treffen (können).

❯❯❯ HINTERGRUND ❮❮❮

Die Produktentwicklung in der Finanzwelt wird immer schneller. Gleichzeitig wird die Lebenszeit der Produkte

kürzer und kürzer: Maßgeblich tragen dazu Kündigungsrechte, die in den Produkten eingebaut sind, bei. Dass

es in diesem Zusammenhang immer wieder auch zu kuriosen Entwicklungen kommt, zeigt die jüngste Vergangenheit.

Ein Streifzug durch die Produktlandschaft der EUWAX, des Handelssegmentes der Börse Stuttgart

für Derivativprodukte, beweist dies.

EMPFEHLUNGEN FÜR ANLEGER

IN DERIVATIVPRODUKTE

Drei Dinge sind es, auf die Anleger bei Derivativprodukten

achten sollten:

1.) Da es sich bei Derivativprodukten in der Regel um Geldversprechen

der Emittenten (Differenzzahlungen bezogen

auf Basiswerte wie Aktien, Indizes, Rohstoffe und dgl. – in

der Regel keine physischen Lieferungen) handelt, ist die

Bedeutung der Bonität des Emittenten besonders hoch

einzuschätzen. Dies betrifft vor allem Produkte, die bei

fallenden Märkten profitieren: Denn in der Regel treten

Krisen an den Finanzmärkten (und somit bei den emittierenden

Instituten) vor allem bei fallenden Kursen auf.

2.) Der Mechanismus der Produkte muss für den Anleger

klar verständlich sein. Vermeiden Sie deshalb exotische

Produkte mit nur schwer nachvollziehbaren Mechanismen.

Gleichzeitig muss sich der Anleger aber auch im

Klaren sein, was er mit dem ausgewählten Anlageprodukt

erwirbt: Hilfreich sind in diesem Zusammenhang die

Klassifizierungen „Anlageprodukte“ und „Hebelprodukte“.

Bei den Anlagezertifikaten ist schließlich noch

zu unterscheiden, ob es sich um Produkte mit Kapitalschutz,

Teilschutz oder um Produkte ohne Absicherung

handelt.

3.) Achten Sie darauf, dass der gewählte Partner regelmäßig

An- und Verkaufskurse für die entsprechenden Produkte

stellt: Die Notiz an einer Börse wie der EUWAX ist für

sich allein noch kein Garant für die Liquidität. Denn die

meisten dort gelisteten Zertifikate werden nahezu ausschließlich

vom jeweiligen Emittenten betreut, was angesichts

der hohen Anzahl der Produkte auch wenig überraschend

ist.

Wenn Sie diese Grundregeln beachten, sollte die Investition

in strukturierte Produkte für Sie als Anleger alles andere

als eine Eintagsfliege sein: Vielmehr können derartige Produkte

zu einer sinnvollen Diversifikation

sehr positive Beiträge leisten.

Mag. Josef Falzberger

mehr Vermögen 2/2007 21


22 mehr Vermögen 2/2007

❯❯❯ HINTERGRUND ❮❮❮

Mit einer Geldanlage in geschlossene Beteiligungen wird in der Regel ein unternehmerisches Engagement in

Form eines Kommanditanteils an einer GmbH & Co. KG eingegangen. So einfach es ist, sich innerhalb der Zeichnungsfrist

an solchen Unternehmen zu beteiligen, so problematisch kann die Situation allerdings dann sein,

wenn vor Ende der Laufzeit das eingesetzte Kapital (oder Teile davon) flüssig gemacht werden soll. Hier bieten

seit einiger Zeit sogenannte Zweitmärkte Abhilfe, die analog zu Wertpapierbörsen Kurse für Anteile an geschlossenen

Beteiligungen stellen.

Zweitmarkt für geschlossene Beteiligungen –

Einen Ausstieg sollte man sich im Vorfeld gut überlegen

PROBLEMATISCH: DER VORZEITIGE AUSSTIEG

AUS DER BETEILIGUNG

Grundsätzlich stellt ein Anteil an einer geschlossenen

Beteiligung (z. B. Schiffsbeteiligung, Immobilienbeteiligung)

ein längerfristiges Investment dar. Immerhin ist in den Gesellschaftsverträgen

– die jeder Beteiligung als Vertragswerk

zugrunde liegen – von erstmaligen Kündigungsmöglichkeiten

für Gesellschafter nach meist über 10 Jahren die Rede. Ausnahmen

gibt es oftmals für Kündigungen aus wichtigem

Grund, wenn etwa Arbeitslosigkeit eingetreten ist oder wenn

eine Arbeitsunfähigkeit nachgewiesen werden kann. Was

aber tun Investoren, denen diese Zeit zu lange erscheint,

bei denen keine der wichtigen Kündigungsgründe vorliegen

und die das Vermögen dennoch vorzeitig abschöpfen

möchten? Hier bietet sich nur die Möglichkeit, den Unternehmensanteil

an einen interessierten Anleger aus dem

privaten Umfeld oder über einen Zweitmarkt zu veräußern.

Um einen adäquaten „Verkaufspreis“ zu ermitteln, stellt

sich dabei natürlich die Frage der Bewertung.

PROBLEMATISCH: DIE BEWERTUNG DER ANTEILE

Bei Wertpapieren, die an geregelten Börsen gehandelt werden,

ergibt sich eine Bewertung aus Angebot und Nach-

UNABHÄNGIGE ZWEITMARKTPLATTFORM FÜR GESCHLOSSENE BETEILIGUNGEN (BEISPIEL SCHIFFSBETEILIGUNGEN)

Fondsname Letzter Volumen Geld/Kauf Brief/Verkauf Volumen High/Low Umsatz in EUR News

Handel/Kurs in 1.000 in % in % in 1.000 12 Monate 12 Monate

Lloyd Fonds LF 65 Flottenfonds VIII – – – – – – – –

Maritim Invest IX – – – – – – – –

MCT MS Cape Santiago 110,50 – – – – 110,5/110,5 25.000 08-06

MPC Flottenfonds I – – – – – – – –

MPC Flottenfonds II – – – – – – – –

MPC Flottenfonds III „Starflotte“ 85,00 USD 15 88,00 – – 85/85 15.000 01-07

MPC Jüngerhans-Schiffe 85,00 EUR 20 80,00 – – 85/85 20.000 02-07

MPC MS CCNI Aysen 65,50 – – – – 65,5/65,5 25.000 05-06

MPC MS CCNI Chiloe – – – – – – – –

MPC MS Harun J – – – – – – – –

MPC MS Manet Star 86,00 – – – – 86/86 30.000 10-06

MPC MS Mendelssohn Star – USD 10 110,00 – – – – –

MPC MS Merkur Sky – – – – – – – –

MPC MS Merkur Star 97,00 – – – – 98/94 500.000 02-07

Quelle: www.zweitmarkt.de (Fondsbörse Deutschland), 23.04.2007

frage der Marktteilnehmer. Daraus wird der jederzeitige

Börsenkurs ermittelt. Ähnlich ist ein Zweitmarkt bei geschlossenen

Beteiligungen zu sehen. Jedoch kann die Vorgehensweise

für die Übertragung von Gesellschaftsanteilen

schon etwas komplizierter sein, da Anleger mit den Unternehmensanteilen

oftmals im Firmenbuch eingetragen werden

und auch steuerliche Komponenten (z. B. fehlende Gewinnerzielungsabsicht)

zu berücksichtigen sind. Daher

sollte eine Entscheidung über die Veräußerung eines Anteils

einer geschlossenen Beteiligung wohl überlegt und meist

vorab auch mit dem Steuerberater besprochen werden.

Zweitmärkte für geschlossene Beteiligungen bieten analog

zu Börsen eine Plattform, über die Anteile an den Gesellschaften

gehandelt werden können. Dabei ist das Angebot

an unabhängigen Plattformen derzeit noch überschaubar.

Außerdem kommt für viele Beteiligungen kein Handelskurs

zustande, da es sowohl an einem Angebot als auch an der

entsprechenden Nachfrage fehlt. Einerseits wird bei zahlreichen

Zweitmarktplattformen auf MarketMaker (diese stellen

verbindliche Kauf-/Verkaufspreise) verzichtet, andererseits

fehlt es an Marktvolumen.


PROBLEMATISCH: HANDELSPLATTFORMEN

OHNE KURSBILDUNG

Neben den unabhängigen Zweitmärkten bieten professionelle

Initiatoren seit einiger Zeit eigene Handelsplattformen,

an denen, analog zu Börsen, auch ein Wert (Kurs) durch

Angebot und Nachfrage zustande kommen kann. Leider

können über solche Handelsplattformen meist nur die geschlossenen

Beteiligungen des jeweils anbietenden Initiators

erworben oder verkauft werden. Jedoch übernimmt der Initiator

dafür die komplette Abwicklung bzw. Umschreibung

der Anteile auf den neuen Eigentümer. Auch hier kann es

vorkommen, dass aufgrund des geringen Angebots bzw.

der geringen Nachfrage kein Handelskurs zustande kommt.

HANDELSPLATTFORM FÜR GESCHLOSSENE FONDS (MPC)

Quelle: www.mpc-fundxchange.de (Münchmeyer Petersen Capital), 23.04.2007

Auf alle Fälle sollte jedoch vor einem Kauf einer „gebrauchten“

geschlossenen Beteiligung die diesbezügliche Geschäfts-

❯❯❯ HINTERGRUND ❮❮❮

entwicklung eingehend geprüft werden. Dabei sind Analysen

des letzten Rechenschaftsberichts inklusive der aktuellen

Entwicklungen sowie die seinerzeit erstellten Prognoserechnungen

aus den Beteiligungsprospekten unumgänglich.

Verschiedene Fondsplattformen bieten umfangreiche

Informationen und Vergleiche an, bei denen Anleger sich

über die wichtigsten Eckdaten orientieren können.

Bei einem Verkauf hingegen kann es ratsam sein, die letzten

Umsätze an verschiedenen Zweitmärkten mit den jeweiligen

Kursen zu beobachten. Nur so kann man eine Preisindikation

für den eigentlichen Kurs der Beteiligung ableiten. Da in

vielen Fällen keine MarketMaker vorhanden sind, ist speziell

bei Fonds, welche unter den prospektierten Planungsergebnissen

liegen, ein Verkauf nur sehr schwer möglich.

FAZIT:

Eines sollte man im Hinterkopf behalten: Läuft eine geschlossene

Beteiligung besonders gut, so wird sich nur

schwer jemand finden, der Anteile dieser Gesellschaft veräußern

möchte. Liegt hingegen eine Beteiligung deutlich

unter den Erwartungen, so werden sich wenig Käufer dafür

finden. Aufgrund des geringen Handelsvolumens und der

Tatsache, dass meist keine MarketMaker vorhanden sind,

ist ein Handel mit geschlossenen Beteiligungen nur eingeschränkt

attraktiv.

Mag. (FH) Norbert Prenner

BETEILIGUNGSHISTORIE EINER SCHIFFSBETEILIGUNG (ZWEITMARKT- UND INFORMATIONSPLATTFORM)

Quelle: www.meridian10.de (efonds24, Schiffsbeteiligung MPC „MS Rio Valiente und MS Rio Verde“), 23.04.2007

mehr Vermögen 2/2007 23


Genau so wie seit Jahrhunderten Märkte, Rathäuser und

Kirchen ihren festen Platz als öffentliche Räume in der

gesellschaftlichen Ordnung einzunehmen pflegen, so sehr

galten (und gelten) auch Gasthäuser als bedeutende kommunikative

Zentren in unserem Kulturkreis. Sie nur als

Dienstleister zur Versorgung und Labung mit Speisen und

Getränken abzutun, wäre zu wenig.

AUS DER ANTIKEN TAVERNE ZUM ÖKONOMISCHEN

GASTWIRTSCHAFTSBETRIEB

Das heute vertraute Bild eines Gasthauses ging in der Vergangenheit

oft recht eigenwillige Wege und machte verschiedene

Stufen der Entwicklung und Veränderung durch.

Sehr vieles geriet nach den Wirren der Völkerwanderung

aus der antiken Welt in Vergessenheit, darunter auch die

von den Römern in unseren Landen betriebenen Tavernen

– sie waren vorrangig an Straßenkreuzungen angelegt und

boten Reisenden die Möglichkeit, Pferd oder Packesel zu

versorgen, sich zu laben oder auch zu nächtigen.

Gaststätten, als wirtschaftlicher Betrieb mit einer im Vordergrund

stehenden ökonomischen Ertragsabsicht, entstanden

24 mehr Vermögen 2/2007

❯❯❯ HINTERGRUND ❮❮❮

Die Gastwirtschaft:

Vom Xenodochienhospiz zum Schatzhaus der Zünfte

Jeder kennt es, das Wirtshaus um die Ecke. Restaurant, Kneipe, Beisl, Kaffeehaus oder Mostschenke, sie repräsentieren

einen wichtigen Wirtschaftszweig im Tourismusland Österreich. Sie gelten aber auch als wichtige

gesellschaftliche Einrichtung, in der man sich trifft und unterhält, sich Rat holt oder seine Probleme mitteilt,

kurz: einfach „unter die Leute kommt“. Vor 500 Jahren war das nicht anders – wir werfen einen Blick zurück.

erst wieder um die Wende des 13./14. Jahrhunderts. Vor

dieser Zeit verstand die christliche Gesellschaft unter Gastfreundschaft

eine selbstverständliche Pflicht, Armen und

Kranken sowie auf Pilgerreise befindlichen Menschen, gegen

ein Gastgeschenk – sofern dieses vorhanden war – Obdach

und Nahrung zu geben. Größere institutionelle Einrichtungen,

die vorrangig vom Klerus betrieben wurden, waren

die Xenodochien (griech. xenodocheion: xenos = Fremder,

dechomai = aufnehmen) und Hospize (auch: Hospitäler; lat.

hospes = Gast, verweist auf lat. hospitium = Herberge).

Diese brachten zumindest etwas Linderung für die sozial

schwächeren Schichten, da sie zur medizinischen Versorgung

ausgebildete Ärzte bereithielten.

Auf besonders stark frequentierten Pilgerrouten lenkte der

ökonomische Gedanke sehr früh private Interessen und so

mancher Bewohner, der an stärker befahrenen Wegen oder

frequentierten Plätzen hauste, lukrierte als Gastgeber ein

schönes Zusatzeinkommen. Im Spätmittelalter lagen bereits

viele einladende Schenken und Gasthäuser an den

Straßen, die mit Gästezimmern und Stallungen ausgestattet

waren und in denen Reisende gegen Rechnung essen und

trinken konnten.


GASTSTÄTTE IST NICHT GLEICH GASTSTÄTTE

Nicht jede Gaststätte war allerdings privilegiert, zusätzlich

zu gereichten Getränken warme Mahlzeiten, Übernachtung

oder Festbankette anzubieten. Einfachen Schenken oder

Trinkstuben war es zum Beispiel nur erlaubt, Bier oder

Wein auszuschenken. Auch wenn der Wein in Anbetracht

seines damals recht herben und säurehaltigen Geschmacks

vor dem Trinken mit Wasser versetzt werden musste, das

Bier mit allerlei Unrat gebraut wurde (Reinheitsgesetze

kamen erst Anfang des 16. Jahrhunderts zur Anwendung),

wurde dennoch in unserer Heimat im Spätmittelalter bereits

sehr viel Alkohol konsumiert.

Wenn auch in anderen europäischen Ländern viel getrunken

wurde, so hatten sich gerade die Deutschen im Laufe

des Mittelalters den Ruf erworben, besonders trinkfreudig

zu sein. Eine Anekdote berichtet, dass Kaiser Karl V. bei

einem Spaziergang mit spanischen Adligen voller Stolz auf

seine aus deutschen Landsknechten bestehende Leibgarde

wies und sagte: „Sehet, sein die Teutschen nicht wackere,

starke, ansehnliche, gerade Männer?“ Worauf ein Spanier

erwidert haben soll: „Es ist wahr […], wenn sie nur nicht

so sehr söffen.“

Nicht nur der Adel sprach bei entsprechenden Anlässen

reichlich dem Alkohol zu, sondern auch Bauern und Handwerker,

wobei es bis zum 16. Jahrhundert auch Frauen

erlaubt war, sich dem maßlosen Trinken hinzugeben, wie

eine jüngst erstellte Studie zu berichten weiß.

Aber nicht nur die Bereitstellung von Essen und Trinken

war eine wesentliche Aufgabe von Gastwirtschaften, sondern

auch die Beherbergung. Diese Dienstleistung wich

allerdings noch vor mehr als 500 Jahren deutlich von unseren

Vorstellungen über ein großzügiges Doppelzimmer in

einem Vier-Sterne-Hotel ab, denn in vielen Landgasthäusern

konnten die Reisenden nicht einmal auf ein eigenes

Bett hoffen. Zwei oder gar drei Schlafgeher pro Bett

waren eher die Regel als die Ausnahme.

DER WIRT ALS ORDNUNGSMANN

UND SCHATZMEISTER

Das Gasthaus war in seiner ursprünglichen Form nicht nur

ein rein kommerziell genutzter Wirtschaftsbetrieb nach

gegenwärtigem Verständnis, bei dem sich die Wirtsleute

der Profitoptimierung verschreiben. Das Gasthaus war in

einer Zeit, in der es noch kaum Freizeitbeschäftigungsalternativen

gab, ein Tummelplatz für Menschen, die es

gleichsam als abgegrenzten Raum für ihre Handlungen und

❯❯❯ HINTERGRUND ❮❮❮

Tätigkeiten nutzten. Diese öffentliche Räumlichkeit bot

dabei trotzdem noch die dafür nötige Diskretion.

Einen der – aus sozialpolitischer Sicht – wichtigsten Beiträge

lieferte das Gasthaus als Kommunikationszentrale. Hier trafen

sich verschiedene Gesellschaftsschichten, die untereinander,

miteinander oder übereinander diskutierten und so

ein mehr oder weniger „öffentliches“ Meinungsbild formten.

Dieser vorerst sehr freizügig gehandhabte Prozess

wurde allerdings, besonders nach den Bauernkriegen von

1525, durch einschränkende Öffnungszeiten und Verbote

nächtlicher Gasthausbesuche eingedämmt. Den Repräsentanten

der Obrigkeit und anderen Zeitgenossen war nämlich

nicht verborgen geblieben, dass Wirtshäuser als

Versammlungsorte oder gar Hauptquartiere von Aufständischen

gedient hatten. Die zahllosen Wirtshausmandate

dieser Zeit rückten den Gastwirt durch Fremdenaufsicht

und Rügepflichten in die Nähe eines Beamten zwischen

entstehendem Polizeistaat und lokaler Gesellschaft.

Vielerorts diente der Wirt als „Herbergsvater“ von weniger

begüterten Zünften, die sich kein eigenes Zunfthaus leisten

konnten. Das Gasthaus fungierte in diesem Fall auch als

Arbeitsvermittlungsstelle und der Wirt mitunter auch als

„Hüter der Zunftkasse“.

DAS GASTHAUS – EINE ERFOLGSSTORY

Mit dem Wort „Dienstleistungen“ in Gasthäusern wird unweigerlich

an Begriffe wie Essen und Trinken oder das

Übernachten gedacht. Dass dabei die Gastwirtschaft im alten

Europa mehr als nur eine gastgewerbliche Einrichtung mit

Dienstleistungsfunktionen im kulturell-gesellschaftlichen

Bereich war, wird oft übersehen. Vielmehr nahm sie auch

die Rolle eines öffentlichen Ortes ein, an dem in Verbindung

von baulicher Substanz, sozialer Interaktion und

symbolischer Repräsentation multifunktionale „Räume“

konstituiert wurden.

Der gastronomische Entwicklungsprozess hat keinesfalls

schon sein Ende gefunden. Immer wieder sind neue Trends

im Zusammenhang mit dem Gasthaus und der Hotellerie,

die der modernen Freizeit- und Tourismusgastronomie

zuzuschreiben sind, festzustellen. Trotzdem finden sich

parallel dazu immer noch in nahezu jedem Ort gastronomische

Relikte aus vergangener Zeit, die seit eh und je als

kommunikative Zentren für alle sozialen Schichten gedient

haben und weiterhin dienen werden.

Mag. Thiemo Gaisbauer

mehr Vermögen 2/2007 25


Champagner belebt

die Sinne

Klagenfurt. Gleich zu Beginn des Jahres testeten Schoellerbank-Direktor

Christian Ulbricht und seine Kunden, ob dies

auch tatsächlich so stimmt. Eine große Gästeschar war der

Einladung zur Champagner-Degustation ins Palais Goess

gefolgt. Der renommierte und mehrfach ausgezeichnete

Sommelier Christian Frens stellte die legendären, großartigen

Champagner aus dem Traditionshaus Taittinger vor.

Das 1734 gegründete Unternehmen ist eines der ältesten

und traditionsreichsten Champagnerhäuser. Nur in den

besten Crus-Lagen der Champagne befinden sich die dem

Hause Taittinger gehörenden 280 Hektar Weinberge. Und

zu offiziellen Empfängen des französischen Präsidenten

wird regelmäßig Taittinger-Champagner ausgeschenkt

– wie nun auch in der Schoellerbank in Klagenfurt.

Christian Frens verstand es, ein richtiges Taittinger-Flair

aufkommen zu lassen – die Gäste waren begeistert.

Champagner belebt die Sinne! Dies befanden auch Dr. Alexandra

Slama, Dr. Silvia Maria Velik sowie Mag. Wilhelm J. Lauer und seine

Begleitung (v. li.)

26 mehr Vermögen 2/2007

❯❯❯ FOCUS ❮❮❮

beobachtet von Christel Crames

Das Wiener Brahms Trio

im Palais Rothschild

Wien. Das Palais Rothschild in Wien – Hauptsitz der Schoellerbank

– hat eine musikalische Premiere hinter sich: Das

erste Konzert in der großen Empfangshalle ging ohne akustische

Probleme klangvoll über die Bühne! Das Wiener

Brahms Trio – bestehend aus hervorragenden Kammermusikern

und ausgezeichneten Instrumentalisten – verwöhnte

die Mitglieder des Lions Club Wien St. Stephan mit

Musik von Beethoven und Schubert. Das Konzert fand

zugunsten des Wiener Bundes-Blindenerziehungsinstituts

statt und immerhin kam an diesem Abend ein Reinerlös

von 3.000 Euro zusammen. Die Freude war bei allen Beteiligten

groß, einen Beitrag zur Ausbildung blinder Kinder

und Jugendlicher leisten zu können.

Engagement für blinde Kinder und Jugendliche (v. li.): Daniel Zipfel,

Präsident des Leo Club Wien St. Stephan, Prof. Susanne Alteneder,

Direktorin des Bundes-Blindenerziehungsinstitutes Wien, Norbert

Wintersberger, Präsident des Lions Club Wien St. Stephan, Schoellerbank-Vorstandsvorsitzender

Jürgen Danzmayr, Schoellerbank-Direktor

Mario Zortea und das Wiener Brahms Trio mit Jasminka Stancul,

Boris Kuschnir und Orfeo Mandozzi


Spanischer Abend im

Bregenzer Frühling

Bregenz. Nach der äußerst gelungenen Österreich-

Premiere der Compania Nacional de Danza von Nacho

Duato folgten rund 100 Gäste begeistert der Einladung von

Schoellerbank-Direktor Johannes Böhler zu einem – dem

Anlass entsprechenden – spanischen Abend ins Festspielhaus

Bregenz. Es war die Gelegenheit, die fulminante

Eröffnungsveranstaltung des Bregenzer Frühlings nochmals

Revue passieren zu lassen. Auch die vier noch kommenden

Aufführungen werden mit großer Spannung

erwartet. Hat es doch der Bregenzer Frühling geschafft,

sich zu einem der kulturellen Höhepunkte über die

Grenzen Vorarlbergs hinaus zu entwickeln. Im Festspielhaus

wurden u. a. gesehen: Landesstatthalter Mag. Markus

Wallner, Wolford-Vorstandsdirektor Holger Dahmen,

Landtagsvizepräsidentin Dr. Bernadette Mennel, ORF-

Intendant Dr. Wolfgang Burtscher, Dr. Wilhelm Meusburger,

Direktor der Landesbibliothek und Josef Semler, Direktor

der Casinos Austria.

Das kulturelle Engagement der Schoellerbank Bregenz findet großen

Anklang (v. li.): Angelika Ringel, Wolford-Chef Holger Dahmen, Elke

Rhomberg und David Pountney freuten sich mit Kulturstadträtin

Mag. Judith Reichart und Schoellerbank-Standortleiter Johannes Böhler

❯❯❯ FOCUS ❮❮❮

Die Schoellerbank Wels

zieht um

Wels. Nach zehn Jahren waren die Räumlichkeiten in Wels

am Kaiser-Josef-Platz endgültig zu klein geworden. Ein

wunderschöner neuer Standort konnte in der Schmidtgasse

Nr. 18 gefunden werden, der alle Anforderungen erfüllt.

Auf zwei Etagen in hellen, großzügigen und mit Licht

durchfluteten Räumen bieten Schoellerbank-Direktor Mag.

Rudolf Langegger und seine Mitarbeiter ab sofort ihren

Kunden Private Banking auf höchstem Niveau – mit herausragenden

Beratungsleistungen für jede individuelle

Vermögens- bzw. Lebenssituation. Schon die Gäste der offiziellen

Eröffnung goutierten das moderne Ambiente der

neuen Räumlichkeiten, die sich hinter historischer Fassade

verstecken. Nach den offiziellen Ansprachen von Jürgen

Danzmayr, Vorstandsvorsitzender der Schoellerbank, und

von Dr. Peter Koits, Bürgermeister von Wels, segnete Pfarrer

Mag. Nikola Prskalo die Räumlichkeiten und übergab sie

ihrer Bestimmung: einem gedeihlichen Miteinander von

Kunden und Mitarbeitern.

Freude über den neuen Schoellerbank-Standort in Wels (v. li.): Schoellerbank-Chef

Jürgen Danzmayr, Wirtschaftsstadtrat Dr. Bernhard Ploier,

Schoellerbank-Standortleiter Mag. Rudolf Langegger und Bürgermeister

Dr. Peter Koits

mehr Vermögen 2/2007 27

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine