Download - Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen

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Von den

Zinnwerken

zu den

Sinnwerken!

Ein Appell für den

Erhalt und die

Entwicklung von

Wilhelmsburgs bester

Potentialfläche

für Kreativwirtschaft“

Egbert Rühl


Wer wir sind

jorel heid

die wilde

13

Wir sind ein bunter Mix aus jungen Trieben

und exotischen Blumen, die sich selbstständig

in die Wilhelmsburger Zinnerwerke gepflanzt

haben. Über die Jahre sind wir gewachsen und

haben uns fest mit dem Gebäude verwurzelt.

Wir sind Insulaner. Wir leben mit unseren

Familien in Wilhelmsburg. Wir sind nicht

zufällig hier, sondern weil wir den Stadtteil

lieben. Wir gehen hier zur Post, zum Friseur

und wir essen die berüchtigte Currywurst

im Willhelmsburger Grill-Shop.

Wir sind die Zukunft des Stadtteils, die sich

mit der Gegenwart auseinandersetzt. Mit

unserer Arbeit im Medien- und Bildungs-

sektor wirken wir aktiv in den Stadtteil hin-

ein. Wir sind über die Landesgrenzen hin-

aus bekannt und von hier aus international

vernetzt.

Wer es ernst meint mit der Entwicklung Wil-

helmsburgs, sollte die Zinnwerke erhalten.

Wir brauchen keine Subventionen für unse-

re Arbeitsplätze und um weitere zu schaffen.

Wir brauchen nur dieses Gebäude, für das

wir gerne Miete zahlen.


Wir präsentieren stolz

– 100 Jahre alte feinste

Industrieromantik und

backsteinerne Stadtteilge-

schichte im Gebäude

der ehemaligen Wilhelms-

burger Zinnwerke

– 800 m 2 Bürofläche in klei-

nen funktionalen Einhei-

ten, angeschlossen an eine

2.500 m 2 große Halle

– gelegen mitten im Herzen

Wilhelmsburgs

– eingebettet in die krea-

tive Nachbarschaft von

Soulkitchenhalle, Tonne,

Honigfabrik und

Künstlercommunity

Ein konspirativer Rohdia-

mant mit riesigem Kreativ-

Potential. Für Wilhelms-

burg und über die Insel

hinaus.

Hier drin stecken bereits

– 24 Arbeitsplätze in der

Kreativwirtschaft

– 2 Arbeitsplätze im Geträn-

kemarkt-Business

– 1 Netzwerk aus Wilhelms-

burgern, die global denken

und deshalb lokal handeln

– 1 neu ausgestatteter

Video-Schnittraum

– 2 Jahre eigenfinanzierte

Arbeit an Gebäude und

Einrichtung

– unter anderem 1 Aus-

zeichnung als „Ort im

Land der Ideen“ und

2 Nominierungen für den

Adolf-Grimme-Preis

Diese Arbeit wollen wir wei-

ter treiben und dabei den

Standort weiter entwickeln.

Alles aus eigener Kraft –

ohne öffentliche Förderung.

Nächste Schritte

Die 800 m 2 Bürofläche sind gefüllt, doch

auch für die große Halle gibt es viele

Mietinteressenten – und noch mehr Ideen!

„Das Geld hängt an den Bäumen“ will das

rote Backsteinambiente um eine gläserne

Apfelmosterei erweitern und das Catering-

unternehmen „Blaues Gold“ ist fest ent-

schlossen, den Industriegeruch mit pikan-

ten Düften zu verfeinern.

Und als Sahnehäubchen:

Die beste Liveband der Welt, Deichkind,

steht in den Startlöchern, um bei uns ihre

Probebühne zu errichten.


Marco Antonio Reyes Loredo rettet mit der von

ihm produzierten und moderierten Fernsehsendung

Konspirative KüchenKonzerte den guten

Geschmack im deutschen Fernsehen. Er ist der

Geschäftsführer der Hirn und Wanst GmbH, die

auch den Dokumentarfilm „Die Wilde 13“ produziert.

Die studierte Kulturanthropologin und ausgebildete

Werbetexterin erfand die roten Hamburger

Mülleimer und wurde mit ihrer Magisterarbeit

„Die Wilde 13“ preisgekrönte Wilhelmsburg-

Expertin. Augenblicklich promoviert Kerstin zum

Thema Fliegen und bringt den Metrobus 13 in

die Kinos.


Der gelernte Schnapsbrenner Klaus Meerkötter

führt bereits in 2. Generation den „Getränkemarkt

Meerkötter“. 2014 feiert er sein 60-jähriges

Firmenjubiläum. Erst vor 2 Jahren wurde Klaus in

die Zinnwerke umgesiedelt, nun ist sein größter

Wunsch hier bis zu seiner Rente zu bleiben.

Die Kulturwissenschaftlerin Eva Steindorf schenkt

den Wilhelmsburgern das Rialto-Kino zurück. Als

Produktionsleitung organisiert sie das gesamte

Film-, Literatur- und Musik-Programm. Bei den

Konspirativen KüchenKonzerten leitet Eva ebenfalls

hauptverantwortlich die Produktion.


Die Bildhauerin Antje Truelsen studierte an der

HfBK Dresden und war Meisterschülerin bei Martin

Honert. In ihren Werken zeigt sie die urbane

Formgebung in ihrer abstrahierten Art und spiegelt

die unbewussten Eindrücke von Beobachtungen

wider. Antje wohnt seit zwei Jahren in

Wilhelmsburg.

Pia Matta Geddes arbeitet für die internationale

Bildungsorganisation „Teach For All“, New York.

Deshalb reist Pia viel durch die Welt, um herauszufinden,

wie sich die Bildungschancen von benachteiligten

Jugendlichen weltweit, aber auch

konkret in Wilhelmsburg verbessern lassen. Ihre

kleine Tochter geht in die Kiddies Oase gleich

um die Ecke der Zinnwerke.


Christin Hinrichs arbeitet als Online-Projektmanagerin

und telefoniert von Wilhelmsburg aus

mit der ganzen Welt. Christin ist Mutter von zwei

Kindern und wohnt in den „Neuen Hamburger

Terrassen“.

Jörg Ehrnsberger betreut für „Teach First

Deutschland“, eine gemeinnützige bundesweite

Bildungsorganisation, Schulen in Hamburgs Süden.

Er schreibt für den „Wilhelmsburger Inselrundblick“

und organisiert ein Schreibprojekt im

Rahmen der 10. Wilhelmsburger Lesewoche.

Zinn bedeutet für die zehn Künstler, Designer

und Filmschaffenden, einen Ort zu haben, der

die Chance bietet, den Arbeitsplatz vom eigenen

Küchentisch in einen gemeinsamen Raum zu

verlagern. Das Ziel ist es hier nicht bloß, zu gestalten,

sondern einen Ort zu entwickeln, an dem

wieder produziert wird.


Die Wilde 13

Der Dokumentarfilm „Die Wilde 13“ un-

terstützt von der Filmförderung Hamburg

Schleswig-Holstein und der Hamburger

Hochbahn untersucht im Brennglas Metro-

bus 13 die Veränderung des Stadtteils Wil-

helmsburg. Im November 2014 fährt der

Bus als Theaterstück im Thalia Theater über

die große Bühne.


Die Konspirativen

KüchenKonzerte

Die Konspirativen KüchenKonzerte ret-

ten den guten Geschmack im deutschen

Fernsehen, indem sie aktuelle Musik und

bildende Kunst zurück auf die Mattscheibe

bringen. Zwei Grimme-Preis-Nominierun-

gen belohnten das Streben nach intelligen-

tem und trotzdem unterhaltsamem TV bis-

her.


„Hochkultur“ gegen „Kiezkultur“ ? Das kann nicht die Lösung

für den Opernfundus sein. Die Beteiligten müssen sich zu-

sammensetzen und nach einvernehmlichen Wegen suchen.

Ulli Hellweg,

Geschäftsführer IBA Hamburg

Kreativstandorte fördern heißt auch, funktionierende Kompli-

zenschaften zu erkennen und zu belassen. Die KüchenKon-

zerte gehören nach Wilhelmsburg, und die Zinnwerke sind

der konspirative Ort, der Ideen und Erfolg ermöglicht.

Gesa Ziemer,

Vizepräsidentin Hafencity-Universität

Hier gedeiht -ohne öffentlichen Dünger- was Wilhelmsburg

und Hamburg für die Zukunft brauchen. Hege und Pflege

scheint mir viel einfacher und effektiver als Verpflanzung.

Egbert Rühl,

Geschäftsführer Hamburg Kreativgesellschaft

Eine Lagerhalle an dieser Stelle verhindert Wohnungsbau

und vernichtet Arbeitsplätze. Wann fällt endlich die Grenze

in den Köpfen?

Manuel Humburg,

Vorstand Verein Zukunft Elbinsel

Die Zinnwerke, eines der letzten Industriedenkmäler des Rei-

herstiegviertels, soll einem gesichtslosen Gewerberiegel wei-

chen? Das kann nicht ernst gemeint sein. Hier ist genau das ent-

standen, was Wilhelmsburg lebenswert macht!

Margret Markert,

Leiterin Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen

Die vielfältigen Initiativen, die in den Zinnwerken gestartet

wurden, müssen dort weiter blühen. Für den Erhalt des

bunten, kreativen Freiraums!

Eva Hubert,

Geschäftsführerin Filmförderung Hamburg Schleswig Holstein


Das Dilemma

Der Fundus der Hamburgischen Staatsoper

soll in einem bis zu 18 Meter hohen Neu-

bau auf die Grundstücke Am Veringhof 1-7

verlagert werden. Dafür müsste das Ge-

bäude der Zinnwerke weichen.

Gerade die Tatsache, dass die Kreativ-

arbeitsplätze hier von allein und aus dem

Viertel heraus gewachsen sind — ganz ohne

institutionelle Förderung — macht sie so

einzigartig.

Dieses fragile Ensemble ist nicht beliebig

umsetzbar, sondern an den Standort mit

all seinen Möglichkeiten gebunden.


Unser Apell:

Lassen Sie uns

an diesem

Ort bleiben!

Damit wir vor Ort sind, wenn wir uns für Wil-

helmsburg einsetzen. Damit wir Hamburgs

Denkfabrik des neuen Jahrtausends werden.

Damit die beste Potentialfläche für Kreativ-

wirtschaft in ganz Hamburg sich in Ruhe und

mit Herzblut weiter entwickeln kann ohne

äußeren Druck und Einflussnahme. Damit

Wilhelmsburg auch in Zukunft mit genügend

Bier, Schnaps und Wasser aus dem Hause

Meerkötter versorgt ist.

Die Wilhelmsburger Zinnwerke müssen bleiben.

Weil es Zinn macht!


Unsere

Auszeichnungen

Vielen Dank

für Ihre

Unterstützung!

Wir laden Sie ein zu einem Gespräch in den

heiligen Hallen der Wilhelmsburger Zinnwerke.

Natürlich mit Zinn und Verstand.


Hirn und Wanst GmbH

Am Veringhof 7

21107 Hamburg

0170 4041289

botschaft@hirnundwanst.de

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