HCN 02/2010 - HAMBURGER CHINA-GESELLSCHAFT eV

hcg.ev.de

HCN 02/2010 - HAMBURGER CHINA-GESELLSCHAFT eV

6

Übersicht

HCG-Veranstaltungen

Datum Veranstaltung HCN

09. – 25. Sept.

2010

15.00 – 20.00 Uhr

10. Sept. 2010

19.00 Uhr

13. Sept. 2010

17.30 Uhr

16. Sept. 2010

19.00 Uhr

25. Sept. 2010

18.00 Uhr

14. Okt. 2010

19.00 Uhr

21. Okt. 2010

19.00 Uhr

10. Nov. 2010

18.00 Uhr

18. Nov. 2010

19.00 Uhr

Vorankündigung

April 2011

Stadt und Kunst – Ausstellung zeitgenössischer Maler aus

Shanghai

Ort: Antikgalerie Schirazi, Brook 5, 22556 Hamburg

China Pur – Traditionelles Konzert „Suona & Erhu”

Inkl. traditionellem chin. Menu und chinesische Weine

Ort: Restaurant NI HAO, Wandsbeker Zollstr. 25-29, 22041 HH

Kosten: € 46,- / HCG-Mitglieder € 42,-

Hamburg und die EXPO – Vortrag von Lars Anke

Ort: Deutsche Bank AG, Adolphsplatz 7, 20457 Hamburg

Eintritt frei

Kult und Kosmos im alten China –

Vortrag von Dr. H.-W. Schütte

Ort: Yu Yuan–Teehaus, Feldbrunnenstr. 68, 20148 HH

Eintritt: € 5,- / HCG-Mitglieder frei

S. 7

S. 8

S. 10

S. 11

Mondfest 2010 – Musik WU Wei

Ort: Restaurant Ni Hao, Wandsbeker Zollstr. 25-29, 22041 HH

S. 12

Kosten: € 59,- / HCG-Mitglieder € 55,- inkl. Festmenu und Getränke

HCG Shanghai-Club: Wie überall und nirgendwo sonst…

Lesung und Vortrag Martina Bölck

S. 14

Ort: Restaurant Ni Hao, Wandsbeker Zollstr. 25-29, 22041 HH

Kosten: € 20,- inkl. chinesischem Menu und Tee

Hamburg und die EXPO 2010 – Podiumsdiskussion mit S. Matz

Ort: Yu Yuan Teehaus, Feldbrunnenstr. 68, 20148 Hamburg

Eintritt: € 3,- / HCG-Mitglieder frei

S. 15

HCG-Kulinarisch: Feuertopfabend

Ort: Restaurant NI HAO, Wandsbeker Zollstr. 25-29, 22041 HH S. 16

Kosten: € 29,- / HCG- Mitglieder € 27,- inkl. Tee

Aspekte der Manjuristik – Vortrag von Prof. Dr. K. Vogelsang

Ort: Yu Yuan Teehaus, Feldbrunnenstr. 68, 20148 Hamburg

Eintritt: € 5,- / HCG-Mitglieder frei

S. 17

HCG- Reise nach China S. 18

Hamburger China-Gesellschaft e.V. (HCG), Fon: 040 / 2508415, Fax: 040 / 50097043, www.hcg-ev.de


Ausstellung

9.-25. September 2010

Stadt und Kunst

zeitgenössische Künstler aus Shanghai

9. - 25. September · täglich 15 - 20 Uhr

Antikgalerie Schirazi · Brook 5 · 22556 Hamburg

Veranstalter:

Hamburger

China-Gesellschaft e.V.

in Kooperation mit der

Behörde für Kultur, Sport

und Medien Hamburg und

der Shanghai International

Arts Association

7


18

HCG-Reise 2011

Jiangnan, das Land südlich des Yangzi

Reiseleitung der HCG: Carla Michel

April 2011 / 16 Tage

Jiangnan - das Gebiet am unteren Yangzi - wird seit vielen Jahrhunderten als

Idylle und Quelle des Reichtums („Land vom Fisch und Reis“) besungen.

Auf dieser spannenden Reise wollen wir hinter die Kulisse schauen: In die

Provinz Zhejiang, die wie Phönix aus der Asche in wenigen Jahren von einer

bitter verarmten zu einer der reichsten und dynamischsten Provinzen Chinas

geworden ist. Ganz anders als die anderen reichen Ost-Provinzen haben die

Zhejiang-Menschen ihr Wirtschaftswunder mit ihren eigenen Händen geschaffen.

Z.B. Wenzhou - die ehemaligen Schuhputzer von ganz China sind inzwischen

in der int. Welt hoch geachtet und „gefürchtet“ wegen ihres Fleißes,

Zusammenhaltes und ihrer Mobilität. Yiwu ist von einem der zahllosen No-

Name-Örtchen Chinas zum „größten Basar der Welt“ gewachsen. Im Kreis

Anji lernen Sie die erste offizielle Ökologie-Kleinstadt Chinas kennen und

werden am Beispiel Bambus sehen, wie Umweltschutz, Ökologie, Ökonomie

und nachhaltiges Wachstum im positiven Sinne realisiert werden können.

Touristische und kulturelle Highlights kommen natürlich auch nicht zu kurz

und der Besuch der Insel Putuoshan, einer der heiligen Stätten des Buddhismus

vor der Küste Shanghais, wird zu einem landschaftlichen und geschichtlichen

Höhepunkt. Natürlich besuchen Sie auch Shanghai.

Detaillierte Angaben unter www.hcg-ev.de oder per Mail: inf@hcg-ev.de.

Veranstalter: China Tours – Unverbindliche Optionierung per sofort!


Ausstellung

9.-25. September 2010

„Stadt und Kunst“

Zeitgenössische Maler aus Shanghai in der Speicherstadt

Im April 2010 eröffnete ein neues Museum

in Shanghai: Das Minfeng Museum

für moderne Kunst, das sich insbesondere

mit der Förderung und Erforschung

der zeitgenössischen chinesischen Kunst

befasst. Ursächlich für diesen Neubau

war die Frage: „Was ist eigentlich moderne

chinesische Kunst?“ Wie weit

richtet sie sich an internationalen Bedürfnissen

aus und wo findet sich das

neue, typische China? Eine spannende

Frage, deren Beantwortung nicht ohne

die Mitwirkung der örtlichen Künstler

stattfinden kann und sicherlich einige

Zeit in Anspruch nehmen wird.

Einen kleinen Einblick in das Schaffen

der zeitgenössischen Maler aus Shanghai

bietet die Ausstellung „Stadt und Kunst“,

die die Hamburger China-Gesellschaft

e.V. in Zusammenarbeit mit der Behörde

für Kultur, Sport und Medien und

der Shanghai Int. Arts Association in der

Speicherstadt präsentiert.

Alle präsentierten Künstler arbeiten

mit der klassisch chinesischen Tusche-

Technik, die sich in ihren Arbeiten in

HE Lanshan: Stadtnächte 4

unterschiedlicher, zuweilen irritierender

Weise, manifestiert. Gemäß dem Thema

der Ausstellung „Stadt und Kunst“ hinterfragen sie in unterschiedlicher, zum

Teil höchst individueller Form, das Leben in der modernen Großstadt. Auffallend

ist, dass etliche der Bilder die Integration des Alten, des Historischen, als

offensichtlich relevant erachten und Entwicklungen auch als bedrohlich, unübersichtlich

empfunden werden.

Alle gezeigten Künstler haben hohe chinesische Kunstpreise gewonnen, zahlreiche

Ausstellungen durchgeführt und von den Älteren finden sich Werke in

verschiedenen Museen Chinas.


CHEN Jian, 1983 in Shanghai geboren, beteiligte sich u.a. an der EXPO und

entwarf den sog. ‚Tinten-Cartoon’ auf dem Pavillon der Provinz Anhui.

HE Lanshan, - früher HE Gexiao - 1975 in Xuzhou, Jiangsu, geboren, studierte

an der Kunsthochschule in Nanjing.

HONG Jian, geb. 1967 in Shanghai, Studium an der Kunsthochschule Shanghai

und Leiter der Shanghai Galerie.

JI Ping, 1956 ebenfalls in Shanghai geboren und u.a. Mitglied der Kunstforschungsgesellschaft

Shanghais.

MAO Donghua, 1971 in Shanghai geboren und heute Professorin, Stellvertretende

Direktorin und Parteisekretärin der Kunstabteilung der Shanghai Universität.

MAO Yujia, Jahrgang 1984 und in Shanghai geboren, studierte ebenfalls an

der Universität Shanghai.

NI Wei, auch 1984 in Shanghai geboren, ist nach seinem Studium als Lehrer

an der Kunstabteilung der Shanghai Universität tätig.

SHEN Hu, 1950 in Ningbo, Provinz Zhejiang, geboren, studierte an der Theaterakademie

Shanghai.

SHEN Xiangran, geboren 1958 in Shanghai, studierte an der Ostchinesischen

Pädagogischen Hochschule.

CHEN Jian: Kreuzung 1


HONG Jian: Kreuzung historischer Gebäude


22

SHEN Xiangran: Blick auf Lujiazui

Listkunst: Listkunst: Ein strategischer Ein strategischer Erfolgsfaktor Erfolgsfaktor

In China In China gepflegt gepflegt – im – Westen im Westen verschmäht verschmäht

Workshopanbieter: Fix International Fix International Services Services GmbH GmbH

Referentin: Referentin: Dipl.-Wirtschaftssinologin Franziska Franziska Engel Engel

Freitag, Freitag, 24. September 24. September 2010, 2010, 16:00 16:00 – 20:00 – 20:00 Uhr Uhr

Ort: Hotel Ort: Hotel Ibis Hamburg Ibis Hamburg Wandsbek, Wandsbek, Pappelallee Pappelallee 61, 22089 61, 22089 Hamburg Hamburg

Kosten: Kosten: 75,- Euro 75,- pro Euro Person pro Person

In der In chinesischen der chinesischen Kultur Kultur werden werden traditionelle Listtechniken

seit jeher seit geachtet jeher geachtet und gepflegt. und gepflegt. Im Gegensatz Im Gegensatz zu ihren zu ihren westlichen

Kollegen Kollegen greifen greifen chinesische chinesische Geschäftsleute in Verhandlungs-

in Verhandlungssituationensituationen

regelmäßig regelmäßig auf verschiedene auf verschiedene anerkannte anerkannte Listen Listen

– bekannt – bekannt als die als 36 die Strategeme 36 Strategeme - zurück, - zurück, um geschickt um geschickt ihre ihre

geschäftlichen geschäftlichen Ziele Ziele zu erreichen. zu erreichen. Bis vor Bis wenigen vor wenigen Jahren Jahren galten galten

die 36 die Strategeme 36 Strategeme im Westen im Westen noch als noch Geheimwissen. als Geheimwissen. Auf Grund Auf Grund ihrer ihrer hohen hohen Bedeutung Bedeutung

für den für chinesischen den chinesischen Geschäftsalltag, Geschäftsalltag, ist die ist Kenntnis die Kenntnis der Strategeme der Strategeme jedoch jedoch für jeden, für jeden, der der

geschäftlich geschäftlich mit China mit China zu tun zu hat, tun ein hat, grundlegender ein grundlegender Baustein Baustein für eine für eine erfolgreiche erfolgreiche

Zusammenarbeit Zusammenarbeit - und - für und den für Wettbewerb den Wettbewerb mit chinesischen mit chinesischen Konkurrenten Konkurrenten auf dem auf dem Weltmarkt Weltmarkt

dringend dringend erforderlich. erforderlich. Denn Denn vieles, vieles, was westliche was westliche Unternehmen Unternehmen in China in China negativ negativ überrascht, überrascht, ist ist

bei Kenntnis bei Kenntnis der Strategeme der Strategeme durchaus durchaus vorauszusehen. vorauszusehen.

Unter Einbezug

Unter Einbezug

des chinesischen

des chinesischen

Moral-

Moralund

Wertesystems

und Wertesystems

bietet

bietet

die Dipl.die

Dipl.-

Wirtschaftssinologin

Wirtschaftssinologin

und China-Expertin

und China-Expertin

Franziska

Franziska

Engel

Engel

eine Einführung

eine Einführung

in die

in

Methoden

die Methoden

der systematischen

der systematischen

Strategemanalyse.

Strategemanalyse.

Durch

Durch

die Bearbeitung

die Bearbeitung

realistischer

realistischer

Fallbeispiele

Fallbeispiele

erhöhen

erhöhen

die Workshop-

die Workshopteilnehmerteilnehmer

ihre Listsensibilität

ihre Listsensibilität

und erfahren

und erfahren

gleichzeitig,

gleichzeitig,

wie auch

wie auch

sie List

sie List

als gewinnbringende

als gewinnbringende

Ressource im Geschäftsalltag einsetzen können. So entwickeln sie mehr Sicherheit und

Ressource im Geschäftsalltag einsetzen können. So entwickeln sie mehr Sicherheit und

Souveränität im Umgang mit ihren chinesischen Verhandlungspartnern und stärken ihre

Souveränität im Umgang mit ihren chinesischen Verhandlungspartnern und stärken ihre

zukünftigen Geschäftsabwicklungen.

zukünftigen Geschäftsabwicklungen.

Anzeige


Interview

„Über Wasser, nach China“

Jürgen Bertram im Interview mit Michael Batz

Michael Batz, Theatermann

und Lichtkünstler (Blue Goal),

Dramaturg (Hamburger Jedermann)

und Autor, erzählt

mit seinem neuen Stück „Über

Wasser, nach China“ eine Familiengeschichte

zwischen Hamburg

und China, gibt einen

Einblick in die hanseatische

Gesellschaft und öffnet das Tor

zur Welt – den Hamburger Hafen.

Premiere des Stückes ist am 5.

September 2010 in den Hamburger

Kammerspielen.

Jürgen Bertram, bekannter

Journalist und Autor, sprach

mit Michael Batz am Vorabend

der Jedermann-Premiere:

Jürgen Bertram: Es ist keine

heile Welt, die Sie auf der

Bühne vorführen. Das spricht

für die Qualität des Stückes,

aber nicht unbedingt für die Integrität Ihrer weitgehend aus dem Hamburger

Großbürgertum stammenden Protagonisten. Hatten Sie beim Konzipieren des

Stückes ganz reale Figuren vor Augen oder überwiegt die Fiktion?

Michael Batz: Mein Stück orientiert sich an der Realität. Man redet in Hamburg

ja gern vom ´ehrbaren Kaufmann´. Und diesen Typus, der sich durch

Seriosität, Klugheit, Gelassenheit und gute Manieren auszeichnet, gibt es ja

auch. Aber ich bin in dieser Stadt auch auf das Gegenteil gestoßen: auf den

Hasardeur, der rücksichtslos gegen sich selbst und andere ist, der sich nicht

im Griff hat und den offenbar eine Lust am Extrem, an der Anarchie und

am Untergang antreibt. Oft findet man beide Eigenschaften in einer Person.

Was mich besonders nachdenklich gestimmt hat, ist die Tatsache, dass eine so

23


24

problematische politische Gruppierung wie die Schill-Partei in Hamburg bei

einer Wahl auf fast zwanzig Prozent der Stimmen kommen konnte. Diesen

Zuspruch erhielt sie keineswegs nur aus den Problemvierteln, sondern auch

aus den nobleren Regionen der Stadt.

JB: Haben Sie sich schon mal ausgemalt, wie das Hamburger Establishment

auf Ihr Stück reagieren wird?

MB: Es wird Momente geben, in denen man sich selbst wieder erkennt. Aber

dann greift der alte Mechanismus: Die schwarzen Schafe sind immer die anderen.

JB: Ihr Held, ein durch seine China-Aktivitäten reich gewordener Hamburger

Reeder, leidet unter massivem Gedächtnisverlust. Ist das ein Zustand, der auch

symptomatisch ist für die Stadt, in der dieser Unternehmer lebt?

MB: So ist es. Auch Hamburg ist dabei, sein Gedächtnis zu verlieren. Der Hafen

zum Beispiel, der früher wirklich das Herz der Stadt war, degeneriert bei

den städtischen Werbestrategen zur Attraktion für den Tourismus. Auf Spektakel

wie das Eintreffen von Kreuzfahrtschiffen richtet sich heute das Interesse.

Aus dem Hafen ist eine Marina geworden. Das ist vergleichbar mit der Umwandlung

von Natur in einen Naturpark. Und manchmal hat man das Gefühl,

Hamburg reduziere sich auf das Prestigeprojekt der Hafen-City.


JB: Zu Ihren Heldinnen gehört eine dynamische Dame von der Senatskanzlei.

Beim Einsammeln von Spendengeldern setzt sie darauf, dass allein die

Erwähnung des Begriffes China Geld locker macht. Ist das eine, wenn auch

versteckte Kritik an der Servilität, an der Kotau-Haltung vieler Deutscher gegenüber

dem Reich der Mitte?

MB: Es gab in der Tat eine Zeit, in der sich sofort alle Türen öffneten, wenn

man das Wort „China“ fallen ließ. Auch mir als Lichtkünstler hat man mal erklärt:

Mach´, was Du willst – Hauptsache, unseren chinesischen Gästen gefällt

es. Der Begriff „China“ ließ die Augen glänzen wie früher das Wort „Kalifornien“.

Und der Hamburger Hafen zum Beispiel ist ja tatsächlich weitgehend

vom China-Boom abhängig. Mir hat in Shanghai mal der Repräsentant einer

Hamburger Reederei gesagt: ´Gebe Gott, dass der Boom anhält – sonst sind

wir tot´.

JB: Sie haben Hamburgs Partnerstadt Shanghai 2005 zum ersten Mal besucht.

Was waren Ihre spontanen Eindrücke und Empfindungen?

MB: Es war dieser beharrlich vorwärts strebende, ruhige Strom der Menschen,

der mich sofort vereinnahmt hat. Das ist ein Körpergefühl, das ich bis heute

konserviert habe. Und als mir dann gleich am ersten Tag mitten in der Stadt

Dutzende von fröhlichen Kindern mit Geigenkästen entgegen kamen, war mir

klar: Diese Stadt hat ein großes Potential. Shanghai hat auf mich einen optimistischen

Eindruck gemacht. Und im Gegensatz zu Hamburg, das dies nur

vorgibt, ist Shanghai eine Weltstadt.

JB: Im Dezember 2009 waren Sie zum letzten Mal in Shanghai. Auf welche

Veränderungen sind Sie gestoßen?

MB: Sie betreffen vor allem das Gesicht der Stadt. Manche Gegenden, durch

die ich vier Jahre zuvor spaziert bin, habe ich nicht mehr wieder erkannt. Dieser

ökonomische Boom bringt auch eine unglaubliche städtebauliche Dynamik

mit sich.

JB: Dynamische Prozesse haben es an sich, dass ihnen sowohl etwas Konstruktives

als auch Destruktives innewohnt. Ist also auch die Hafenstadt Shanghai

dabei, ihr Gedächtnis, ihre Identität zu verlieren?

MB: Diese Gefahr besteht sicherlich.

JB: Könnte also ein chinesischer Kollege von Ihnen ein Stück mit einer ähnlichen

Botschaft schreiben wie Sie?

MB: Das könnte er wohl.

JB: Werden die Impulse, die bei Ihren China-Besuchen auf Sie eingewirkt haben,

auch künftig Ihr künstlerisches Werk beeinflussen?

MB: Auf jeden Fall. China lässt mich nicht mehr los.

25


Geschäfts- & Privatdrucksachen · Broschüren

Bücher · Flyer · Prospekte · Werbeideen

Druckvorstufe + Datenbearbeitung

Individuelle Beratung ...und vieles mehr

Mühlenstraße 22 · 27356 Rotenburg (Wümme)

Tel.: 0 42 61 / 855 - 130 · Fax: 0 42 61 / 855 - 173 · E-Mail: fahlbusch@dumk.de


EXPO

„Better Citizen, Better Life“ (Teil 1)

Xiang Li

Glühend heiß sengt die Juli-Sonne, Shanghais Temperaturen

halten sich auf gleichbleibend hohem Niveau. Gleichbleibend

auch Tag für Tag die Zahl der Gäste, die auf das EXPO-Gelände

am Ufer des Pujiang strömen. Sie kommen aus aller Herren

Länder, aus allen fünf Kontinenten, von weit her über die vier

Meere. Und es sind viele: täglich fast 500.000! Der Blick von

oben aus der Vogelperspektive auf das 5,28 km2 große EXPO-

Gelände, auf die hier errichteten festen Gebäude wie den Chinesischen

Pavillon, den Themenpavillon, das EXPO-Center, das Performing-

Arts-Center oder die Weltausstellungs-Achse, zeigt jeweils Aspekte, wie die

architektonische Zukunft der Stadt aussehen kann: mal höher, mal niedriger,

mit runden oder viereckigen Formen, und gleichsam wie außerirdische Gäste,

die vom Himmel herab auf die Erde gelangen, breitet sich unter uns die

Zukunft der Stadt aus. An den Ufern des rastlos dahinströmenden Huangpu

erstrecken sich weitläufig Grünflächen, öffentliche Plätze und winden sich

Straßen und Wege. Aus vergangenen Tagen erhaltene alte Bootswerften und

Fabriken sind nun nur mehr Schmuckwerk mit metropolem Charakter. Aber

da sind auch diese Ansammlungen von Menschen, die außerhalb des EXPO-

Geländes an Zäunen stehen, eine Zeit lang dort verweilen und voll Nostalgie

hinüber auf dieses Gelände schauen. Und die alten Leute, nur mehr fähig,

ganz langsam zu laufen, halten sich am Zaun fest und schauen mit gemischten

Gefühlen auf das faszinierende Welt-Dorf.

Wer sind sie? Und warum sind sie so? Es handelt sich um Shanghaier Bürger,

die ziemlich genau vor fünf

Jahren für den Bau des EX-

PO-Geländes aus ihren ursprünglichen

Wohnungen

weggezogen sind.

Vor neun Jahren hatte sich

Shanghai erfolgreich für

die Austragung der Weltausstellung

2010 beworben.

Der Vorhang ging auf

für die Vorbereitungen zur

Weltausstellung, für die

die gesamte Bevölkerung

29


30

mit eingespannt wurde. Im Jahre 2005 begann man mit dem Planfeststellungsverfahren,

und innerhalb von 15 Monaten - betroffen waren 18.000 Familien

- wurden insgesamt 60.000 Einwohner an zwei Orte umgesiedelt: in das Pujiang-EXPO-Ressort,

15 Kilometer vom EXPO-Gelände entfernt, und in das

Sanlin-EXPO-Ressort, drei Kilometer vom EXPO-Gelände entfernt.

Abschied von der gewohnten Umgebung, Einzug in ein fremdes Wohnviertel!

Dieser Umzug brachte für das Leben vieler Menschen umwälzende Veränderungen.

Die gigantischen Bauprojekte haben an einigen Orten Shanghais und

für einen nicht geringen Teil der Bevölkerung Verkehrsbehinderungen bis hin

zum Stillstand mit sich gebracht; die Stadt war auf einmal noch enger und die

Verschmutzung und die Lärmbelastung noch stärker als sonst. Zur Zeit der

Weltausstellung strömen Menschenmengen in die bereits ohnehin überfüllte

Metropole, verstärken nochmals die Belastungen für den Verkehr und die

öffentliche Sicherheit der Stadt. Doch von Anfang an hatte die Shanghaier

Bevölkerung das Motto der EXPO “Better City, better Life” für sich verinnerlicht.

Mit ihrer Liebe zur eigenen Stadt und ihrer Leidenschaft für die EXPO

sehnten die Menschen den Tag der Eröffnung herbei.

Zwischen dem Umzug, nach dem das Gelände zunächst leer und verlassen lag,

bis zum Gipfel der Reichhaltigkeit, der Schönheit und Farbenpracht, waren

geschickte baumeisterliche Hände im Einsatz, die dieses magisch-illusionäre

und überwältigend schöne Wunderwerk geschaffen haben. Jene Leute mit ihren

Schutzhelmen, diese Gestalten, über und über mit dem Grau von Mörtel

und Kalk überzogen, sie können für uns doch keine Fremden sein! Denn sie

sind es doch, die mit ihren rauen, festen Händen für die Menschen der Welt

diese feine, exquisite Weltausstellung geschaffen haben. Heute, wo das Licht

der Weltausstellung hell in alle Richtungen strahlt, gehört die farbenprächtig

illuminierte Bühne längst nicht mehr jenen Menschen, die hier Tag für Tag,

Nacht für Nacht, im Schweiße ihres Angesichts begeistert gearbeitet haben.

Die Schemen der Erbauer der EXPO verblassen und verschwinden nach und

nach, sie können nicht bleiben! Ihre Aufgaben im Leben lassen nicht zu, dass

sie hier verweilen! Sie werden zur nächsten Baustelle eilen und weiterhin ihre

eigenen Träume und - mehr noch - die Träume Anderer verwirklichen.

“Leise bin ich gekommen, und genauso leise gehe ich wieder, mit wehenden

Ärmeln, ohne dass ich eine der schönen Wolken von hier mitnehmen könnte

...” - ein Gefühl der Resignation und des Bedauerns! Genauso wie die Erbauer

der EXPO zuvor ihren Schweiß und ihre ganze Energie eingesetzt haben, kann

es auf der anderen Seite sein, dass sie nicht einmal ihre Familien einladen, um

ihr finales Werk gemeinsam mit ihnen zu genießen, weil sie es nicht übers

Herz bringen, die Preise für die Eintrittskarten für die EXPO zu bezahlen.


Wie dem auch sei:

Sie alle sind die

Herren der EXPO!

Wie auch bei den

Olympischen Spielen

von Beijing, die

den Menschen unvergesslicheErinnerungen

beschert und

sie tief bewegt haben:

Auch hier gab

es neben den Athleten,

die sich im Rampenlicht der Arenen miteinander gemessen haben, die

vielen vielen Menschen im Hintergrund, die am Aufbau beteiligt waren und

das Ereignis erst möglich machten. Sie sollten von einer Stadt nicht einfach so

weggeworfen und niemals vergessen werden!

Nach mehr als 1000 Tagen des Aufbaus ist in Shanghai auf dem für die

Weltausstellung zur Verfügung gestellten 5,28 km2 großen Gelände ein beeindruckend

großes architektonisches Ensemble aus mehr als 200 einzelnen

Gebäuden erstanden, die insgesamt mehr als 2.300.000 m2 umbauten Raumes

ausmachen. Von Form, Aussehen und Zweck sind sie alle völlig unterschiedlich.

Ein recht hoher Prozentsatz der Gebäude zeichnet sich durch einen hohen

Schwierigkeitsgrad der baulichen Realisation aus. Wie der Chinesische Pavillon:

während der heißen Bauphase haben auf der Baustelle Tag für Tag 5000

bis 6000 Bauarbeiter gearbeitet, und mehr als 30 Dampf-Rammen waren

gleichzeitig im Einsatz, eine wahrhaft beeindruckende Szenerie! Unsere EXPO-

Erbauer machten Überstunden, gaben wirklich alles, Tag für Tag, Nacht für

Nacht!

Um die enormen Arbeitskontingente in der zur Verfügung stehenden Zeit leisten

zu können, waren einige der aus ländlichen Gebieten rekrutierten Arbeitskräfte

mehr als zwei Jahre lang nicht einmal zum Chinesischen Neujahrsfest zu

Ihren Familien heimgekehrt. Sie trotzten glühender Hitze und widerstanden

eisigster Kälte! Die hygienischenVerhältnisse, wie auch die Versorgungslage

mit Essen und Trinken, waren durchaus gewöhnungsbedürfig und längst nicht

immer zufriedenstellend. Trotz dieser Bedingungen schafften sie es, rechtzeitig

zur Eröffnung der Weltausstellung fertig zu sein. Mit anderen Worten: ohne

die vom Lande rekrutierten Arbeitskräfte geht nichts in der Stadt! Ohne ihre

Erbauer gäbe es die unvergleichliche Pracht der Weltausstellung nicht! Wenn

wir heute auf dem EXPO-Gelände stehen und uns von dieser Pracht und

31


32

Schönheit faszinieren lassen, sollten wir jene Menschen nicht vergessen, die an

jedem einzelnen Detail gearbeitet und enorme Strapazen auf sich genommen

haben ... eben jene Menschen, die im Hintergrund der Geschichte bleiben

und denen wir doch so viel zu verdanken haben und die deshalb unvergesslich

bleiben sollten: Dank an sie, Dank für ihren aufopfernden Fleiß, unvergesslich

bleibt ihr enthusiastischer Einsatz für die Weltausstellung! Liebe Erbauer des

Traumes Weltausstellung: voll Hochachtung verneigen wir uns vor Euch und

Eurer Leistung!


32

Schönheit faszinieren lassen, sollten wir jene Menschen nicht vergessen, die an

jedem einzelnen Detail gearbeitet und enorme Strapazen auf sich genommen

haben ... eben jene Menschen, die im Hintergrund der Geschichte bleiben

und denen wir doch so viel zu verdanken haben und die deshalb unvergesslich

bleiben sollten: Dank an sie, Dank für ihren aufopfernden Fleiß, unvergesslich

bleibt ihr enthusiastischer Einsatz für die Weltausstellung! Liebe Erbauer des

Traumes Weltausstellung: voll Hochachtung verneigen wir uns vor Euch und

Eurer Leistung!


Arbeitsdiskussion der „Medienbotschafter“ bei herrlichem Hamburg-Wetter

37


38

Vor dem ARD-NDR-Gebäude


Informationen durch einen Kollegen des Hamburger Abendblatt

39


+ +

41


42

+ +


+ +

Erst jetzt die Lauchzwie-

43


44

Neues aus Sichuan

Empfang und Gespräch in Chengdu

Bericht von YANG Yucheng, Direktor der Freundschaftsgesellschaft

Sichuan

Am 3. Juni 2010 gaben Herr Ole von Beust, Erster Bürgermeister

der Freien und Hansestadt Hamburg und Herr Generalkonsul

Hans Mondorf in Chengdu einen Empfang anlässlich

des Sichuan-Besuches der Hamburger Delegation. Es waren

Vertreter der Stadtregierung Chengdu auf der Provinz- und

Stadtebene, einigen Universitäten, Hochschulen und deutschen

Organisationen und vom Deutschen Generalkonsulat in

Chengdu eingeladen.

Auf dem Empfang stellte

Generalkonsul Mondorf

Frau QIN Lin, Präsidentin

der Freundschaftsgesellschaft

Sichuan dem Ersten Bür-

germeister vor und informierte

über die fast 30 Jahre

dauernde freundschaftliche

Zusammenarbeit zwischen

der Friedrich-Ebert-Stiftung

und der Freundschaftgesellschaft.

Nicht unerwähnt

blieb, dass unter Leitung

von Präsidentin QIN Frau

Anke Fuchs, FES-Vorsitzen-

+ +

Treffen in großer Runde in Chengdu

de (April 2004) und Frau Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin (Oktober 2008)

erfolgreich betreut wurden.

Am Vormittag des 04.06.2010 begrüßten Herr von Beust und seine Delegation

Präsidentin QIN sowie Herrn YANG Yucheng, Direktor der Freundschaftsgesellschaft

Sichuan, und die schon einen Tag früher, nach einer ca.

6-stündigen Fahrt aus Nordsichuan in Chengdu angekommenen Gäste: Herrn

DENG Shuting, Schuldirektor der Guangping-Grundschule, Herrn WANG

Zhize, Lehrer, Frau HE Pingrong, Lehrerin sowie HE Zonglin, einen Schüler

der Guangping-Schule.

Herr von Beust nannte als Beispiel die Überschwemmung 1962 in Norddeutschland

und Hamburg, um auszudrücken, dass unsere Welt voller echter

Liebe ist. Das bedeute, dass es überall Unterstützungen geben würde, wenn


man in Not geraten ist. Dass die Freundschaftsgesellschaft Sichuan der Hamburger

China-Gesellschaft e.V. (HCG) zur Seite stand, während diese die

Guangping-Schule nach dem Erdbeben beim Wiederaufbau unterstützte,

wurde vom Ersten Bürgermeister in höchsten Tönen gerühmt. Er informierte

sich mit großem Interesse über das HCG-Unterstützungsprojekt in der Guang-

Schule.

Frau Qin hieß in ihrer Rede alle Gäste der Hamburger Delegation in Sichuan

herzlich willkommen. Sie bedankte sich besonders bei Herrn von Beust dafür,

dass er sich Zeit für das Gespräch genommen hatte. Sie sagte, dass die Delegation

die Gutherzigkeit des deutschen Volkes zu den Betroffenen im Erdbebengebiet

mitgebracht habe und dass der Besuch in Sichuan einen großen

Beitrag zur Vertiefung der Freundschaft zwischen Sichuan und Hamburg leiste

und für die beiderseitige Zusammenarbeit und den Austausch in Zukunft viel

bedeuten würde. Nachdem

sie den Hergang des

HCG-Projektes in der

Guangping-Schule kurz

erzählt hatte, wies sie

mit großer Freude darauf

Direktor DENG Shuting, Lehrerin HE Pingrong,

Generalkonsul Hans MONDORF, Präsidentin QIN Lin (v.l.n.r.)

hin, dass die Guangping-

Schule von heute eine

Brücken-Rolle für den

freundschaftlichen Austausch

zwischen Sichuan

und Hamburg spielt.

Herr Deng dankte allen

Einwohnern von Hamburg

mehrmals für die

Freundschaft und Unter-

stützung. Er erinnerte sich an die Szenen der drei Besuche aus Hamburg in

seiner Schule seit eineinhalben Jahren (nach dem Erdbeben). Als er über den

erneuten Besuch von Frau Carla Michel von der HCG in seiner Schule im

Oktober vorigen Jahr berichtete und erklärte, warum alle Lehrer und Schüler

seiner Schule Frau Michel als „unsere deutsche Mama“ freundlich bezeichneten,

brach ein heftiger Beifall in der Halle aus.

Anschließend kam Herr von Beust wieder zu Wort. Er betonte: Die materielle

Unterstützung ist sicher wichtig, wenn man mit Katastrophen konfrontiert sei,

aber in der Tat ist die Moral noch wichtiger, und die Hilfe von Freunden aus

der Ferne scheint noch wertvoller zu sein. Er meinte, die Freundschaft sollte

nicht nur bei dem Wiederaufbau nach dem Erdbeben verkörpert werden, son-

+ +

45


46

dern auch bei anderen Projekten. Ein gegenseitiger Austausch sollte auf gegenseitigen

Respekt und Verständnis beruhen.

Zum Schluss, als Frau Qin und Herr von Beust gemeinsam allen Anwesenden

das Andenken der Freundschaftsgesellschaft – eine Stickerei aus Seide mit

einem Blumenstrauß, der als Symbol für das Aufblühen der dauerhaft in

alle Richtungen duftenden Chinesisch-Deutschen Freundschaft gelten soll –

zeigten, reagierten alle Anwesenden, die mit eigenen Augen die tiefe Freundschaft

zwischen China und Deutschland, zwischen Sichuan und Hamburg

bezeugen konnten, wieder mit einem stürmischen Applaus. Herr Deng händigte

Herrn von Beust ein Dankschreiben der Guangping-Schule aus und ein

seidenes Rollbild mit zwei Großen Pandas und eine von Lehrern und Schülern

gemeinsam geschaffene Malerei.

Herr von Beust hat Frau Qin und die Guangping-Schule ebenfalls mit Geschenken

überrascht.

Ein Seidenbild für Hamburg - Direktor DENG, Präsidentin

QIN, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Ole von Beust, Schüler HE Zonglin, Lehrerin HE Pingrong

(v.l.n.r.)

+ +


+ +

Neue Begegnungen - Schüler HE, Präsidentin QIN, Corinna NIENSTEDT,

Handelskammer Hamburg, Direktor DENG, Lehrerin HE (v.l.n.r.)

47


48

Buchbesprechung

Christian Y. Schmidt:

„Bliefe von dlüben – Der China-Crashkurs“

ISBN 978 3 87134 658 3, Rowohlt Berlin Verlag GmbH,

Berlin 2009; 14,90 Euro

Der Autor Christian Y. Schmidt ist nicht nur ein China-Kenner, schließlich

ist er mit einer Chinesin verheiratet und lebt in China, sondern auch ein mit

reichlich Humor angefüllter Mensch. Er war von 1989 bis 1996 Redakteur des

Satire-Magazins „Titanic“, was man aus fast jeder Zeile dieses Buches unschwer

ableiten kann; seit 1996 ist er freier Autor.

Im vorliegenden Buch erwähnt und beschreibt der Autor die unzähligen Erfahrungen

und Beobachtungen seines Lebens in China. Er skizziert die vielfältigsten

Alltäglichkeiten, Nichtigkeiten und vor allem Kuriositäten. Das Ganze

wird in sogenannte „Prüfungsvorbereitungen“ verpackt, die dann im „China-

Abitur“ kulminieren, dass heißt, der „Prüfling“ ist am Ende reif für das Land

der Mitte.

Die Themen berühren wirklich alle nur denkbaren Dinge des täglichen Le-

bens; sie werden durchweg in die bekannten + +

Klischees verpackt und Lösungen

zugeführt, die nicht immer ganz ernst zu nehmen sind. Er erhöht die vielen

tausend täglichen Kleinigkeiten in eine Art umklammernden Rahmen und

verdeutlicht so west-östliche kulturelle Differenzen. Ein Ergebnis ist einerseits

die totale Verblüffung des Westlers und andererseits die daraus abgeleiteten

Begründungen, die sich durch ein eindrucksvolles Sendungsbewusstsein auszeichnen.

Er schafft es aber hierbei auch immer wieder, dem vermeintlich

Trennenden mit gut durchdachten und simplen Erklärungen einen Strich

durch die Rechnung zu machen. Man darf nun jedoch nicht annehmen, hier

sei alles „Friede-Freude-Eierkuchen“, weit gefehlt: der Autor legt ebenso seine

ätzenden Finger in die eine oder andere klaffende Wunde. Kopierwut und Ideendiebstahl

bleiben nicht unproblematisiert – eine falsch verstandene Toleranz

ist nicht sein Ding. Er versteht es auch, Unkenntnisse von Westlern geschickt

umzudeuten. So können beispielsweise sprachliche Defizite dazu führen, sich

verstärkt mit der eigenen Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit dem Fremden

zu befassen.

Das vorliegende Werk ist kein wie auch immer geartetes Fachbuch; diesen

Anspruch hatte der Autor auch gar nicht. Der Schreibstil regt viel mehr zum

Dauerschmunzeln an. Es ist amüsant und wirklich köstlich, köstlich!

Andreas Ahrens


Dit un Dat

NEUE Anschrift!

Die HCG-Geschäftsstelle befindet sich seit

dem 01. Februar 2010 in neuen Räumen:

Spaldingstraße 210

III. Stock

20097 Hamburg

The Hamburg Summit –

China meets Europe

24. – 26. November 2010

International besetzte Wirtschaftskonferenz;

Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1,

20457 Hamburg

China und die Gewerkschaften

27. November 2010, 9.00 - 18.00 Uhr

Wissenschaftliche Konferenz an der Universität

Oldenburg, Campus Uhlhornsweg.

4 Workshops mit Experten aus China und

Deutschland unter Leitung von RA Dr. Rolf

Geffken.

Die China-Berichterstattung in deutschen

Medien

Studie der Heinrich-Böll-Stiftung 2010; Schumannstr.

8, 10117 Berlin; www.boell.de

+ +

Impressum:

Hamburger China-Gesellschaft e.V. (HCG)

Spaldingstraße 210

20097 Hamburg

Tel.: 040/2 50 84 15

Fax: 040/ 50 09 70 43

E-Mail: info@hcg-ev.de

Internet: www.hcg-ev.de

Herausgeber: HCG e.V.

Redaktion: A.-E. Schöttler

E-Mail: a.schoettler@hcg-ev.de

Übersetzung: Lin Xiuyong, Lin Weizhong, Chen

Jin, Dr. Gerd Boesken

Druck: Druck & Medien Kontor

Fahlbusch +

+ +Hamelberg GmbH

Rotenburg/Wümme

E-Mail: fahlbusch@dumk.de

Layout: Li Xiang

Anzeigen: Karl-Heinz Fahlbusch

E-Mail: fahlbusch@dumk.de

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben

nicht unbedingt die Meinung der HCG wieder.

Die Redaktion behält sich Kürzungen von

eingesandten Beiträgen vor.

Bildnachweise/Copyright:

Yang Yucheng (S. 44, 45, 46, 47); Marco Maas

(S. 23, 24, 26, 27); Julian Chen (S. 16, 42, 43);

Zhang Lian (S. 36, 38. 40); China Tours (S. 18);

Li Xiang (S. 29, 31, 32. 33)

49


50

Hamburger China-Gesellschaft e.V. (HCG)

Spaldingstraße 210, 20097 Hamburg, Fon: 040/2 50 84 15, Fax: 040/50 09 70 43

E-Mail: info@hcg-ev.de • Internet: www.hcg-ev.de

Bankverbindung: Konto Nr. 609 50 205, Postbank Hamburg, BLZ 200 100 20

+ +

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine