Vortrag Dr. Fabra - Kanzlei Johannsen
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Körperlich krank?<br />
seelisch krank?<br />
oder doch simuliert?<br />
Wertigkeit und Funktion<br />
des klinischen klinischen Befundes Befundes<br />
in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Begutachtung<br />
Matthias <strong>Fabra</strong><br />
Medizinisches Gutachteninstitut Hamburg<br />
fabra@gutachteninstitut.de
200<br />
150<br />
100<br />
50<br />
0<br />
1997<br />
2004<br />
In den Jahren 1997 bis 2004<br />
sinkt der Gesamtkrankenstand<br />
der GKV von 4,19 auf 3,39<br />
Prozent (d.h. um ca. 20 % ).<br />
200<br />
150<br />
100<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
50<br />
0<br />
1997<br />
2004<br />
In den Jahren 1997 bis 2004<br />
steigt der Anteil der AU-Tage<br />
aufgrund psychischer Erkrankungen<br />
in der DAK um 70%.<br />
Weber, A., G.Hörmann, V. Köllner (2006): Psychische und Verhaltensstörungen, die Epidemie des 21. Jahrhunderts?<br />
Deutsches Ärzteblatt, 103, 13, B713-B715<br />
2
Frage: Wieviel Prozent aller Frühberentungen<br />
im Bereich der Deutschen Rentenversicherung<br />
erfolgen aufgrund psychischer Störungen?<br />
11 %<br />
31%<br />
51%<br />
71%<br />
91%<br />
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3
Frage: Wieviel Prozent aller Frühberentungen ...<br />
???<br />
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4
Frage: Wieviel Prozent aller Frühberentungen ...<br />
!!!!<br />
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5
Frage: Wieviel Prozent aller Frühberentungen ...<br />
11 %<br />
31% richtig, es sind fast ein <strong>Dr</strong>ittel;<br />
psychische Störungen sind<br />
die häufigste Ursache vorzeitigen Renteneintritts<br />
infolge krankheitsbedingter Erwerbsminderung<br />
in Deutschland<br />
51%<br />
71%<br />
91%<br />
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6
Was ist Sinn und Zweck sozialmedizinischer<br />
bzw. versicherungsrechtlicher Begutachtung ?<br />
•Solidaritätsprinzip der Versichertengemeinschaft<br />
•Interessenkonflikt Antragsteller ./. Gemeinschaft<br />
•Die Begutachtung hat Mittlerfunktion<br />
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Zwei richtige Aussagen ...<br />
Es kann sein, dass ein Tierarzt, der nach einem<br />
lebensgefährlichen Angriff durch einen Stier eine phobische<br />
Störung entwickelt, deswegen berufsunfähig ist.<br />
Nicht jeder Tierarzt, der nach einem lebensgefährlichen Angriff<br />
durch einen Stier eine phobische Störung entwickelt, ist<br />
deswegen berufsunfähig<br />
nur, ist er jetzt berufsunfähig oder nicht?<br />
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9
Inhaltsübersicht:<br />
I. Das Bio-Psycho<br />
Bio Psycho-Soziale Soziale Krankheitsmodell<br />
Impairment => Disability => Handicap<br />
II. Wirbelsäule und Nervensystem<br />
Anatomie -- Physiologie -- Pathophysiologie<br />
III. Beschwerden und klinisch-neurologischer klinisch neurologischer Befund<br />
IV. Befunde apparativer Zusatzuntersuchungen<br />
• neurophysiologische Befunde<br />
• Befunde bildgebender Verfahren<br />
V. Konversion -- Dissoziation -- Somatoforme Störung<br />
VI. Willensfähigkeit, komplexe Ich-Funktionen<br />
Ich Funktionen<br />
und psychischer Querschnittsbefund<br />
VII. „Wirbelsäulenschmerz“<br />
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Inhaltsübersicht:<br />
I. Das Bio-Psycho<br />
Bio Psycho-Soziale Soziale Krankheitsmodell<br />
Impairment => Disability => Handicap<br />
II. Wirbelsäule und Nervensystem<br />
Anatomie -- Physiologie -- Pathophysiologie<br />
III. Beschwerden und klinisch-neurologischer klinisch neurologischer Befund<br />
IV. Befunde apparativer Zusatzuntersuchungen<br />
• neurophysiologische Befunde<br />
• Befunde bildgebender Verfahren<br />
V. Konversion -- Dissoziation -- Somatoforme Störung<br />
VI. Willensfähigkeit, komplexe Ich-Funktionen<br />
Ich Funktionen<br />
und psychischer Querschnittsbefund<br />
VII. „Wirbelsäulenschmerz“<br />
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6 Konsequenzen der Aussage<br />
„er/sie ist krank“:<br />
1. empfindet Leiden und Leistungsminderung<br />
2. erhält Mitleid und Unterstützung<br />
3. steht befristet oder auf die Dauer außerhalb der<br />
Leistungsanforderungen der Gesellschaft<br />
4. ist berechtigt, Leistungen der Versicherungssysteme zu<br />
empfangen<br />
5. wird als Kranke/r abgestempelt („gelabelt“)<br />
6. wird von der Leistungs- und Spaßgesellschaft ausgestoßen und<br />
abgeschoben<br />
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Die beiden Dimensionen des „Krankseins“:<br />
a. Leiden<br />
b. Herabsenkung des psychosozialen<br />
Funktionsniveaus<br />
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Gutachtliche Betrachtungen zielen in aller Regel auf die<br />
Leistungsminderung ( = Herabsenkung des<br />
psycho-sozialen Funktionsniveaus) ab!<br />
(1) Leiden:<br />
a) sog. immaterieller Schaden in der Privat- und Sachversicherung,<br />
Schmerzensgeld<br />
(2) Herabsenkung des psychosozialen Funktionsniveaus (Beispiele):<br />
a) MdE der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV)<br />
b) Erwerbsminderung der (KFZ-)Haftpflichtversicherung<br />
c) Grad der Behinderung des Schwerbehindertenrechts<br />
d) MdE-Grad des Versorgungsrechtes (KVG, SVG, OEG u.a)<br />
e) Invalidität (dauerhafte Leistungsminderung) der PUV<br />
f) teilweise und vollständige Erwerbsminderung der GRV<br />
g) (völlige) Arbeitsunfähigkeit, Berufsunfähigkeit der Privaten<br />
Krankentagegeldversicherung, Privaten Berufsunfähigkeits(zusatz)-<br />
Versicherung , u.a.m.<br />
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Kompensationspotenziale ./.<br />
Kompensationsschwächen<br />
Krankheitszeichen<br />
(Symptome)<br />
Funktionsstörung<br />
Leiden<br />
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Leistungsminderung<br />
Matthesius, R.G.: ICIDH International Classification of impairment, disability and handicap, Teil 1 und 2, WHO:<br />
Geneva, Verlag Ullstein Mosby 1995<br />
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Symptome Funktionsstörung<br />
Leistungsminderung<br />
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Persönlichkeit<br />
+ Kompensations-<br />
strategien<br />
Bochnik, H.J.: Grundsätze und begriffliche Werkzeuge zur ärztlichen Ganzheitsorientierung. In: Bochnik, H.J., W.<br />
Hackhausen (Hrsg.): Personenorientierte Diagnostik und Begutachtung. Urban und Fischer, 1. Auflage 1999, Seite 3<br />
16
Zumutbarkeit schadensmindernder Willensanspannung<br />
in der Gesetzlichen Rentenversicherung:<br />
• Krankheitswert hat eine seelische Störung,<br />
wenn sie aus eigener Kraft nicht überwunden werden kann.<br />
• Zu berenten ist der Versicherte, wenn er bei zumutbarer<br />
Willensanspannung aus eigener Kraft seine Störung nicht<br />
überwinden kann.<br />
• Zumutbar ist eine Willensanspannung, wenn diese ohne<br />
gesundheitliches Risiko einer Verschlimmerung möglich ist.<br />
BSG 01.07.1964, AZ 11 – 1 RA 158/1961<br />
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17
Frage: Woraus also ergibt sich die Minderung der<br />
Leistungsfähigkeit infolge Erkrankung?<br />
1. Aus dem Symptom selbst<br />
Beispiele:<br />
a) Bewegungseinschränkung nach Wirbelkörperfraktur<br />
b) allgemeine Schwäche bei Herzinsuffizienz<br />
c) Antriebsminderung bei Depression<br />
d) Verkennung der Realität bei Wahn<br />
e) Zwangshandlungen bei Zwangsstörung<br />
f) u.v.a.m.<br />
2. Aus der krankheitsbedingten Herabsenkung der<br />
Willensfähigkeit infolge seelischer Erkrankung<br />
3. Aus dem Zusammenwirken von 1. und 2.<br />
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Inhaltsübersicht:<br />
I. Das Bio-Psycho<br />
Bio Psycho-Soziale Soziale Krankheitsmodell<br />
Impairment => Disability => Handicap<br />
II. Wirbelsäule und Nervensystem<br />
Anatomie -- Physiologie -- Pathophysiologie<br />
III. Beschwerden und klinisch-neurologischer klinisch neurologischer Befund<br />
IV. Befunde apparativer Zusatzuntersuchungen<br />
• neurophysiologische Befunde<br />
• Befunde bildgebender Verfahren<br />
V. Konversion -- Dissoziation -- Somatoforme Störung<br />
VI. Willensfähigkeit, komplexe Ich-Funktionen<br />
Ich Funktionen<br />
und psychischer Querschnittsbefund<br />
VII. „Wirbelsäulenschmerz“<br />
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20
IV. Lendenwirbelkörper von unten gesehen<br />
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Medizinisches Gutachteninstitut<br />
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Inhaltsübersicht:<br />
I. Das Bio-Psycho<br />
Bio Psycho-Soziale Soziale Krankheitsmodell<br />
Impairment => Disability => Handicap<br />
II. Wirbelsäule und Nervensystem<br />
Anatomie -- Physiologie -- Pathophysiologie<br />
III. Beschwerden und klinisch-neurologischer klinisch neurologischer Befund<br />
IV. Befunde apparativer Zusatzuntersuchungen<br />
• neurophysiologische Befunde<br />
• Befunde bildgebender Verfahren<br />
V. Konversion -- Dissoziation -- Somatoforme Störung<br />
VI. Willensfähigkeit, komplexe Ich-Funktionen<br />
Ich Funktionen<br />
und psychischer Querschnittsbefund<br />
VII. „Wirbelsäulenschmerz“<br />
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25
Genügt für den Nachweis einer Erkrankung<br />
die Beschwerdeschilderung?<br />
Entscheidung des BGH vom 14.04.1999 (IV ZR 289/97,<br />
Frankfurt(M.): „ ... dass bei einer Krankheit wie der<br />
Generalisierten Tendomyopathie, die gerade durch das<br />
Fehlen naturwissenschaftlich gewonnener Untersuchungsbefunde<br />
charakterisiert wird, der ärztliche Nachweis der<br />
Erkrankung auch dadurch geführt werden kann, daß ein<br />
Arzt seine Diagnose auf die Beschwerdeschilderung des<br />
Patienten stützt...“<br />
Stevens, A., K. Foerster (2000): Genügt für den Nachweis einer Erkrankung die Beschwerdeschilderung? Zum Verhältnis<br />
von Beschwerden, Befund, Diagnose und Beeinträchtigung. Versicherungsmedizin 52,2, 76-80<br />
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26
Rollenkonfusion des Arztes,<br />
hier: der Arzt als Heiler<br />
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27
Rollenkonfusion des Arztes,<br />
hier: der Arzt als Gutachter<br />
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28
A) A) Anamnese Anamnese und B) B) Befund Befund : :<br />
gegensätzliche oder<br />
einander ergänzende Strategien<br />
der Erkenntnisgewinnung in der Medizin?<br />
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29
Beispiel:<br />
Anamnese:<br />
59 jähriger Mann, berichtet über morgens beim Aufstehen bemerkte Lähmung des<br />
rechten Beines<br />
Befund:<br />
zieht das rechte Bein nach beim Gehen, knickt ein.<br />
Möglichkeit a): Erhöhung der Muskelspannung, Reflexsteigerung,<br />
Pyramidenbahnzeichen;<br />
Schlußfolgerung: spastische Parese: vom ZNS ausgehend,<br />
DD Hirn- oder Rückenmarkstumor, MS, Schlaganfall u.a.m.<br />
Möglichkeit b): Minderung der Muskelspannung, Reflexabschwächung, fehlende<br />
Pyramidenbahnzeichen;<br />
Schlußfolgerung: schlaffe Parese, i.d.R. vom peripheren NS ausgehend,<br />
DD Nerven(wurzel)kompression, Nervenentzündung, Nervenspitzenschädigung<br />
(Mononeuropathie) u.a.m.<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
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30
Merke:<br />
In der neurologischen Anamnese- und Befunderhebung<br />
müssen alle Systeme abgefragt und dann untersucht<br />
werden!<br />
I. Hirnnerven<br />
II. Motorik<br />
III. Sensibilität<br />
IV. Koordination<br />
V. Eigen- und Fremdreflexe,<br />
Pyramidenbahnzeichen<br />
VI. Autonome Funktionen<br />
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31
Befund / Hirnnerven:<br />
I. N. Olfactorius (Riechen)<br />
II. N. Opticus (Sehen)<br />
III. N. Oculomotorius (Augapfelbeweglichkeit, Pupillenweite)<br />
IV. N. Trochlearis (Augapfelbeweglichkeit => Blick n. schräg unten)<br />
V. N. Trigeminus (Gesichts- und Mundsensibilität, Geschmack, Kauen<br />
VI. N. Abducens (Augapfelbeweglichkeit => Blick nach außen)<br />
VII. N. Facialis (Gesichtsmuskulatur)<br />
VIII. N. Vestibulocochlearis (Statoacusticus) (Hören, Gleichgewicht)<br />
IX. N. Glossopharyngeus (Zungen- und Schlundmuskeln, Geschmack)<br />
X. N. Vagus (innere Organe, Parasympathikus)<br />
XI. N. Accessorius (Halsmuskeln)<br />
XII. N. Hypoglossus (Zungenmuskeln)<br />
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32
Befund: Motorik<br />
1) Allgemeine Schwäche, Muskelabmagerungen, Muskeltonus<br />
2) Gangbild (aufrecht, gebückt, propulsiv, kleinschrittig, schlurfend usw.)<br />
3) Zehen- und Hackengang, Hüpfen auf einem Bein, Hocke, Pendeln<br />
4) Schwächen und Abmagerungen einzelner Muskeln (Muskelgruppen)<br />
an Armen und Händen – Körperstamm – Beinen und Füßen<br />
5) Händedruck, Greiffunktionen, Feinmotorik, Beugung und Streckung im<br />
Ellenbogengelenk, Funktion der Schultergürtelmuskulatur<br />
6) Aufrichten aus dem Liegen, Bauchdecken, Beckenboden,<br />
Atemhilfsmuskulatur, Zwischenrippenmuskulatur, Halsmuskeln<br />
7) Fuß-, Fußrand-, Zehenheber- und –beugerschwäche, Zehenspreizer,<br />
Schwäche und Abmagerung d. Fußsohlenmuskeln, Fußgewölbe,<br />
Kniebeuger- und –strecker, Beckengürtelmuskeln<br />
8) [Hautbeschaffenheit, Beschwielung, Arbeitsspuren]<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
33
Befund: Sensibilität<br />
1) Berührung<br />
2) Zweipunktediskrimination<br />
3) Schmerz<br />
4) Warm/Kalt<br />
5) Vibration<br />
6) Tiefensensibilität<br />
Aus: Claus, D.: Nervenwurzelläsionen. In: In: B. Neundörfer,<br />
E. Schneider, V. Dittmann, W. Pöldinger (Hrsg.):<br />
Atlas der Nervenheilkunde. G. Braun Fachverlage 1996, 80<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
34
Befund / Koordination:<br />
1) Sicherheit von Bewegungen<br />
(Unsicherheit = Ataxie)<br />
2) Sicherheit von Zielbewegungen<br />
3) Sprechkoordination<br />
4) Gangprovokationen<br />
Seiltänzergang<br />
vorwärts ./. rückwärts<br />
Augen geöffnet ./. geschlossen<br />
5) Einbeinstand<br />
6) Romberg-Versuch<br />
7) Unterberger-Versuch<br />
8) Wendebewegungen<br />
(Diadochokinese)<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
Engelhardt, A.: Klinischer Untersuchungsgang<br />
In: B. Neundörfer, E. Schneider, V. Dittmann,<br />
W. Pöldinger (Hrsg.): Atlas der Nervenheilkunde.<br />
G. Braun Fachverlage 1996, 17<br />
35
Befund / Eigen- und Fremdreflexe, Pyramidenbahnzeichen:<br />
1) Armeigenreflexe<br />
2) Beineigenreflexe<br />
3) Fremdreflexe (Cornealreflex,<br />
Bauchhautreflexe, Analreflex,<br />
Cremasterreflex u.a.m.)<br />
4) Pyramidenbahnzeichen, Kloni<br />
Aus: Engelhardt, A.: Klinischer Untersuchungsgang In: B. Neundörfer, E.<br />
Schneider, V. Dittmann, W. Pöldinger (Hrsg.): Atlas der Nervenheilkunde.<br />
G. Braun Fachverlage 1996, 15<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
36
Beispiel eines Neurologischen Befundes infolge Hohen Querschnittes<br />
bei HWK 6/7 und Wurzelkompression C7 rechts:<br />
An den Hirnnerven keine Auffälligkeiten.<br />
Seitens der Motorik findet sich eine Abmagerung des M. Triceps brachii und weniger auch<br />
der Streckmuskulatur am Unterarm rechts gegenüber links.<br />
Es findet sich eine Schwäche für die Streckung des Unterarmes im Ellenbogengelenk sowie<br />
die Beugung der Finger I – III in Mittel- und Endgelenk des Kraftgrades IV und der Handund<br />
Fingerstrecker des Kraftgrades IV+ . Der Schlüssel- und Spitzgriff sind rechts kraftgemindert,<br />
die Kuppen der Langfinger können jedoch sämtlich mit der Daumenkuppe zur<br />
Deckung gebracht werden. Die Schulterkappenmuskulatur, der M. Biceps brachii und die<br />
Muskulatur an der Hand sind seitengleich kräftig ohne Abmagerung.<br />
Die Feinmotorik rechts ist gemindert, der Betroffene ist nicht in der Lage einhändig eine<br />
Sicherheitsnadel unter Sichtkontrolle zu öffnen.<br />
Die Muskelspannung an Armen und Beinen ist regelhaft, insbesondere findet sich kein<br />
spastisches Gangbild. Einbeinhüpfen bds. infolge Schmerzes nicht möglich. Rechts<br />
vermindertes Mitpendeln des Armes unter Schmerzangabe.<br />
Seitens der Sensibilität findet sich eine Herabminderung für Berührungs- und Schmerzreize<br />
am I. bis III. Strahl an der rechten Hand, gleichzeitig besteht eine Überempfindlichkeit<br />
(Allodynie) der Haut beim Darüberstreichen. Die Zweipunktediskrimination ist an den<br />
Fingerkuppen I bis III mit 6-8mm erhöht.<br />
Das Hoffmann-Tinel‘sche Zeichen über dem Carpaltunnel ist negativ, negativr Phalen-Test.<br />
Keine Sensibilitätsstörung an den Beinen und am Körperstamm, Tiefensensibilität unauff..<br />
Koordinationsstörungen finden sich nicht.<br />
Der Tricepsreflex und Brachioradialisreflex sind rechts abgeschwächt, mittleres<br />
Reflexniveau. Seitengleiche Bauchhautreflexe, keine Pyramidenbahnzeichen.<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
37
Inhaltsübersicht:<br />
I. Das Bio-Psycho<br />
Bio Psycho-Soziale Soziale Krankheitsmodell<br />
Impairment => Disability => Handicap<br />
II. Wirbelsäule und Nervensystem<br />
Anatomie -- Physiologie -- Pathophysiologie<br />
III. Beschwerden und klinisch-neurologischer klinisch neurologischer Befund<br />
IV. Befunde apparativer Zusatzuntersuchungen<br />
• neurophysiologische Befunde<br />
• Befunde bildgebender Verfahren<br />
V. Konversion -- Dissoziation -- Somatoforme Störung<br />
VI. Willensfähigkeit, komplexe Ich-Funktionen<br />
Ich Funktionen<br />
und psychischer Querschnittsbefund<br />
VII. „Wirbelsäulenschmerz“<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
38
Neurophysiologische Untersuchungsmethoden<br />
bei Wirbelsäulenerkrankungen:<br />
•Nadelmyographie (EMG)<br />
•Motorische Neurographie incl. F-Wellen-Latenz<br />
•Sensible Neurographie incl. H-Reflex<br />
•Magnetstimulation der Motorischen Hirnrinde und der spinalen Nervenwurzeln (MEP)<br />
•Somatosensorisch evozierte Potentiale<br />
•SSR resp. autonome evozierte Potentiale<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
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39
Nadelmyographie (EMG) des Schultergürtels:<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
40
Nadelmyographie (EMG):<br />
Veränderung der Potentiale Motorischer Einheiten (Motor Unit<br />
Potentials, „MUP‘s“ MUP‘s“) bei Nerven- und Muskelerkrankungen<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
41
Nadelmyographie (EMG):<br />
Veränderung der „MUP‘s“<br />
nach Nervenschaden<br />
im Zeitverlauf<br />
Beachte:<br />
das Alter einer Verletzung des<br />
peripheren Nervensystems z.B.<br />
durch Unfall lässt sich im EMG<br />
einigermaßen genau nur bis zum<br />
Ende des Zweiten Unfalljahres<br />
bestimmen, danach kann man<br />
nicht mehr sagen, ob eine<br />
Veränderung 2, 4, 10, 20 oder<br />
mehr Jahre besteht.<br />
frühes...<br />
mittleres...<br />
Spätes<br />
Reiinervationsstadium,<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
42
Motorische Neurographie:<br />
Bsp.: Ulnaris-Rinnen-Syndrom<br />
Beachte:<br />
•Das Ulnaris-Rinnen-Syndrom ist<br />
wichtigste Differentialdiagnose<br />
einer Beschädigung der<br />
Nervenwurzel C8,<br />
•das Carpaltunnelsyndrom für C7<br />
•Die Peronaeuslähmung für L5<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
+<br />
43
Motorische Neurographie: Veränderung des Muskelsummenpotentials<br />
bei Engpassyndrom (z.B. Ulnaris-Rinnen-Syndrom)<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
44
Motorische Neurographie:<br />
Bsp.: Peronaeusparese<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
45
Sensible Neurographie:<br />
Bsp.: Carpaltunnel-Syndrom<br />
orthodrome vs . antidrome Technik<br />
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46
Somatosoensorisch evozierte Potentiale<br />
(Erb-Potential, Nackenpotential, Skalp-<br />
Potential):<br />
Claus, D.: Neurophysiologische Untersuchungsverfahren; . In: B. Neundörfer, E. Schneider, V. Dittmann,W.<br />
Pöldinger (Hrsg.): Atlas der Nervenheilkunde., G.Braun Fachverlage 1996, 26<br />
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Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
47
Magnetstimulation der Motorischen Hirnrinde<br />
oder spinaler Nervenwurzeln:<br />
Claus, D.: Neurophysiologische Untersuchungsverfahren; . In: B. Neundörfer, E. Schneider, V. Dittmann,W.<br />
Pöldinger (Hrsg.): Atlas der Nervenheilkunde., G.Braun Fachverlage 1996, 26<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
48
Bildgebende Verfahren bei Wirbelsäulenerkrankungen:<br />
•Röntgen Nativdiagnostik<br />
•Computertomographie (CT)<br />
•Magnetresonanztomographie (MRT)<br />
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49
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
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50
Inhaltsübersicht:<br />
I. Das Bio-Psycho<br />
Bio Psycho-Soziale Soziale Krankheitsmodell<br />
Impairment => Disability => Handicap<br />
II. Wirbelsäule und Nervensystem<br />
Anatomie -- Physiologie -- Pathophysiologie<br />
III. Beschwerden und klinisch-neurologischer klinisch neurologischer Befund<br />
IV. Befunde apparativer Zusatzuntersuchungen<br />
• neurophysiologische Befunde<br />
• Befunde bildgebender Verfahren<br />
V. Konversion -- Dissoziation -- Somatoforme Störung<br />
VI. Willensfähigkeit, komplexe Ich-Funktionen<br />
Ich Funktionen<br />
und psychischer Querschnittsbefund<br />
VII. „Wirbelsäulenschmerz“<br />
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Hamburg-Rostock-Berlin 05/2008<br />
51
Somatoforme Störungen nach DSM-IV-TR<br />
Definition:<br />
„... Vorhandensein von körperlichen Symptomen, die einen medizinischen<br />
Krankheitsfaktor nahelegen [...], und die durch einen medizinischen<br />
Krankheitsfaktor, durch die direkte Wirkung einer Substanz oder durch eine andere<br />
psychische Störung [...] nicht [bzw. nicht] vollständig erklärt werden können.“ ... „im<br />
Gegensatz zur Vorgetäuschten Störung (DSM-IV 300.16 oder 300.19, ICD-10 F68.1)<br />
und zur Simulation (DSM-IV-TR V65.2, ICD-110 Z76.5) sind die körperlichen<br />
Symptome nicht absichtlich erzeugt (d.h. [sie stehen] nicht unter willentlicher<br />
Kontrolle) ...“<br />
Somatoforme Störungen:<br />
•Somatisierungsstörung<br />
•Undifferenzierte Somatoforme Störung<br />
•Konversionsstörung (DSM-IV-TR 300.11, ICD-10 F44.NN)<br />
•Somatoforme Schmerzstörung (DSM-IV-TR 307.8N, ICD-10 F45.4)<br />
•Hypochondrie<br />
•Körperdysmorphe Störung<br />
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52
Unterschied DSM-IV-TR ./. ICD 10:<br />
Die Konversionsstörung in der ICD-10 wird nicht den Somtoformen Störungen<br />
zugerechnet, sondern ist synonym mit den Dissoziativen Störungen<br />
Dissoziative Störungen:<br />
•Dissoziative Amnesie<br />
•Dissoziative Fugue<br />
•Dissoziativer Stupor<br />
•Dissoziative Bewegungsstörung<br />
•Dissoziative Krampfanfälle<br />
•Dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen<br />
•Gemischte Dissoziative Störungen<br />
•Ganser Syndrom<br />
•Dissoziative Identitätsstörung (Multiple Persönlichkeitsstörung)<br />
•Andere und nicht näher bezeichnete Dissoziative Störungen<br />
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53
Psychodynamisches Verständnis von Konversion<br />
und somatoformem Schmerz:<br />
•„Ausdruckskrankheiten“: eine für das Ich unerträgliche Belastung, ein innerseelischer Konflikt oder eine überaus<br />
gewünschte, jedoch nicht lebbare Beziehung werden durch ein dem Willen nicht unterworfenes scheinbar<br />
körperliches Symptom dargestellt.<br />
•Wahrnehmungseinengung mit der Folge einer Bewusstseinsänderung (Dissoziation), Störung der Realitätskontrolle<br />
und Selbstkritik<br />
•Hyperemotionalität: emotionale Labilisierung, vermehrte Ansprechbarkeit Angst, „hysterisches Aufgebrachtsein.“<br />
•Veränderung der Selbstwahrnehmung und des Selbstbildes, regressive Selbstbildveränderung mit Symbolisierung<br />
von Schwäche, Hilflosigkeit, Unschuld, Anlehnungsbedürftigkeit usw. (siehe auch in der Partnerbeziehung).<br />
•Kommuniklativer Aspekt, „Krankheit als Bühne“<br />
•Identifizierungsvorgänge: Übernahme von Symptomen von dem Betroffenen wichtigen <strong>Dr</strong>itten<br />
•Symbolisierung im Symptom<br />
-- Bsp.: psychogener Rückenschmerz: „kann es nicht mehr (er)tragen“, „kann den Rücken nicht immer steif halten“<br />
-- Bsp.: psychogene Lähmung: „kann nicht mehr“ ... „es geht nicht weiter“<br />
-- Bsp.: psychogene Blindhei: „kann es nicht mehr mit ansehen“<br />
-- Bsp.: psychogene Ertaubung. „kann es nicht mehr hören“<br />
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54
Psychogene Bewegungsstörung dokumentiert: Verschwinden der Symptome<br />
oder anhaltende Besserung infolge Psychotherapie, Suggestion oder Placebo,<br />
unterstützt durch Physiotherapie, oder wenn der Patient symptomfrei wird, sobald<br />
er sich unbeobachtet fühlt.<br />
Psychogene Bewegungsstörung klinisch festgestellt: Die auf Befundebene<br />
festgestellten Symptome der Bewegungsstörung passen nicht zu einem der<br />
bekannten neurologischen Störungsbilder (incongruency), zuzüglich wenigstens<br />
eines der drei folgenden Merkmale:<br />
• Vorhandensein weiterer psychogener Symptome abseits der<br />
Bewegungsstörung<br />
• Mehrörtliche Somatisierungen<br />
• Erkennbare seelische Erkrankung abseits der Bewegungsstörung<br />
Psychogene Bewegungsstörung wahrscheinlich: Die auf Befundebene<br />
festgestellten Symptome der Bewegungsstörung passen nicht zu einem der<br />
bekannten neurologischen Störungsbilder (incongruency), sie passen nicht<br />
zueinander und sind im Zeitverlauf nicht konstant (inconsistency), oder es finden<br />
sich weitere psychogene Symptome abseits der Bewegungsstörung oder<br />
mehrörtliche Somatisierungen<br />
Psychogene Bewegungsstörung möglich: Es liegt außerdem eine emotionale<br />
Störung vor<br />
Diagnosekriterien psychogener Bewegungsstörungen (nach Schrag, A.: Psychogenic dystonia and reflex<br />
sympathetic dystrophy. In: Hallett, M., S. Fahn, J. Jankovic et al.: Psychogenic Movement Disorders:<br />
Neurology and Neuropsychiatry. Philadelphia; Lippincott, Williams and Wilkins 2006, 53 – 61)<br />
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55
Argumente, die für eine nicht organisch begründete Störung sprechen...<br />
(1)<br />
Nach anamnestischen Angaben<br />
•Offensichtliche psychiatrische Erkrankung [aber: eine Vielzahl organischer<br />
Bewegungsstörungen weist psychiatrische Begleiterkrankungen auf]<br />
•Vielörtliche Somatisierungen [aber: Koinzidenz zu organischer Bewegungsstörung möglich]<br />
•Der/die Betroffene ist berufstätig im Gesundheitswesen [aber: statistische Häufung]<br />
•Anstehende rechtliche Auseinandersetzung um Entschädigung oder andere finanzielle<br />
Ansprüche [aber: auch organisch Kranke streiten um finanzielle Ansprüche]<br />
•Sekundärer Krankheitsgewinn (z.B. durch die Sorge von Angehörigen) [aber: wenig verlässlich]<br />
•Junges Lebensalter bei weiblichem Geschlecht [aber: statistische Häufung, auch unter den von<br />
organischen Bewegungsstörungen betroffenen finden sich junge Frauen]<br />
Nach: Lang, A.E.: General overview of psychogenic movement disorders: epidemiology, diagnosis<br />
and prognosis. In Hallett, M., S. Fahn, J. Jankovic et al.: Psychogenic Movement Disorders:<br />
Neurology and Neuropsychiatry. Philadelphia; Lippincott, Williams and Wilkins 2006, 35 - 41<br />
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56
Argumente, die für eine nicht organisch begründete Störung sprechen...<br />
(2)<br />
Nach klinischen Befunden:<br />
•Nicht zueinander passende und im Zeitverlauf inkonstante Befunde (Verteilung der Bewegungsmuster,<br />
nicht schlüssige Behinderung bei speziellen Tätigkeiten)<br />
•Paroxysmales Auftreten [aber: seltene paroxysmale Bewegungsstörungen bspw. Dystonien]<br />
•Die Bewegungsstörung nimmt zu bei Aufmerksamkeitszuwendung und ab bei Aufmerksamkeitsentzug<br />
[aber: Tic, bestimmte Tremorarten]<br />
•Unerwartete Handlungsweisen des Untersuchers triggern die Bewegungsstörung, z.B. Erschrecken,<br />
passive Bewegung der betroffenen Gliedmaße, Berühren von Triggerpunkten irgendwo am Körper)<br />
[aber: Suggestibilität bei organischer Bewegungsstörung]<br />
•Nicht organisch begründbare Schwächen der Gliedmaßen<br />
•Nicht organisch begründbare Sensibilitätsstörungen, z.B. halbseitige Sensibilitätsminderung mit mittiger<br />
Begrenzung<br />
•Spuren von Selbstverletzung [aber: Tourette-Syndrom]<br />
•Unphysiologisch langsame oder schnelle Bewegungsmuster<br />
•Funktionsstörungen die durch das Ausmaß der Bewegungsstörung nicht begründet werden<br />
•Hochabnorme Bewegungsmuster (Bizarre, vielfältige und schlecht zu klassifizierende Bewegungen<br />
[aber: M.Wilson, Thalamische Läsionen, einige vererbbare Dystonien, andere]<br />
Nach: Lang, A.E., a.a.O (2006)<br />
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57
Argumente, die für eine nicht organisch begründete Störung sprechen...<br />
(3)<br />
Nach therapeutischer Beeinflussbarkeit:<br />
•Fehlende Beeinflussbarkeit durch die gängigen Therapeutika [aber: Dystonien und manche<br />
Tremorformen sind auch schlecht zu beeinflussen]<br />
•Besserung nach Placebogabe [aber: im Einzelfall auch bei organischen Störungen möglich]<br />
•Besserung oder Verschwinden unter Psychotherapie<br />
Nach: Lang, A.E., a.a.O (2006)<br />
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58
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59
Inhaltsübersicht:<br />
I. Das Bio-Psycho<br />
Bio Psycho-Soziale Soziale Krankheitsmodell<br />
Impairment => Disability => Handicap<br />
II. Wirbelsäule und Nervensystem<br />
Anatomie -- Physiologie -- Pathophysiologie<br />
III. Beschwerden und klinisch-neurologischer klinisch neurologischer Befund<br />
IV. Befunde apparativer Zusatzuntersuchungen<br />
• neurophysiologische Befunde<br />
• Befunde bildgebender Verfahren<br />
V. Konversion -- Dissoziation -- Somatoforme Störung<br />
VI. Willensfähigkeit, komplexe Ich-Funktionen<br />
Ich Funktionen<br />
und psychischer Querschnittsbefund<br />
VII. „Wirbelsäulenschmerz“<br />
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60
Zwei richtige Aussagen ...<br />
Es kann sein, dass ein Tierarzt, der nach einem<br />
lebensgefährlichen Angriff durch einen Stier eine phobische<br />
Störung entwickelt, deswegen berufsunfähig ist.<br />
Nicht jeder Tierarzt, der nach einem lebensgefährlichen Angriff<br />
durch einen Stier eine phobische Störung entwickelt, ist<br />
deswegen berufsunfähig<br />
nur, ist er jetzt berufsunfähig oder nicht?<br />
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61
Widder, B., Aschoff, J. (1995): Somatoforme Störung und Rentenantrag: Erstellen einer Indizienliste zur quantitativen<br />
Beurteilung des beruflichen Leistungsvermögens, Med. Sach. 91, 1, 14 ff.<br />
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62
Die Skala Global Assessment of Functionning<br />
Arbeitskreis OPD (Hrsg): Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik OPD-2;<br />
Verlag Hans Huber 1. Aufl. 2006<br />
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63
Die Skala EQ-5D (EuroQol-five-dimension) zur standardisierten<br />
Erfassung des Psychosozialen Funktionsniveaus<br />
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aus: OPD-2 und DSM-IV-TR a.a.O:<br />
64
Bausteine des psychischen Befundes (I):<br />
A) nach dem AMDP-System:<br />
• Bewußtseinsstörungen<br />
• Orientierungsstörungen<br />
• Aufmerksamkeits- und<br />
Gedächtnisstörungen<br />
• Formale Denkstörungen<br />
• Befürchtungen und<br />
Zwänge<br />
• Wahn<br />
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• Sinnestäuschungen<br />
• Ich-Störungen<br />
• Störungen der Affektivität<br />
• Störungen des Antriebs und<br />
psychomotorische Störungen<br />
• Tageszeitliche Besonderheiten<br />
• Andere Störungen<br />
• [Somatischer Befund]<br />
Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie (AMDP):<br />
Das AMDP-System. Manual zur Dokumentation psychischer Befunde. 7. unveränd. Aufl.1995, 52 - 158<br />
65
Bausteine des gutachtlichen psychischen Befundes (III):<br />
C) eigener Vorschlag einer Systematik:<br />
Befunde analog dem AMDP (s.o.), und außerdem:<br />
• Äußeres Erscheinungsbild unabhängig<br />
von Verhalten (beobachtbar)<br />
• Verhalten (bewusst/nicht bewusst;<br />
beobachtbar)<br />
• Direktes Erleben während der<br />
Untersuchung (beobachtbar, erlebbar)<br />
• Beziehung und Bindung (beobachtbar,<br />
erlebbar)<br />
• Selbstwahrnehmung [u.-einschätzung]<br />
• Fremdwahrnehmung [u.-einschätzung]<br />
• Diskrepanz zwischen Selbst- und<br />
Fremdwahrnehmung [u.-einschätzung]<br />
• Diskrepanz zwischen getanen und<br />
zu erwartenden Äußerungen<br />
• Einsichts- und Urteilsfähigkeit<br />
• Introspektionsfähigkeit<br />
• Konstanz der Symptome während des<br />
Untersuchungszeitraumes und in Bezug<br />
zur Anamnese<br />
• Konsistenz der Symptome, unter<br />
Einbezug körperlicher Befunde und<br />
anamnestischer Angaben<br />
• Übertragungsgefühle (Gefühle auf seiten<br />
des Untersuchten)<br />
• Gegenübertragungsgefühle (Gefühle auf<br />
seiten des Untersuchers)<br />
<strong>Fabra</strong>, M. (2004): Der psychische Querschnittsbefund, <strong>Dr</strong>eh- und Angelpunkt psychiatrischpsychotherapeutischer<br />
Begutachtung. Versicherungsmedizin, 56, 3, 115 - 122<br />
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66
Einschätzung der Krankheitsschwere und der<br />
verbliebenen Willensfähigkeit anhand der sog.<br />
komplexen Ich-Funktionen<br />
Ich Funktionen<br />
Realitätsprüfung und Urteilsbildung<br />
Beziehungsfähigkeit und Kontaktgestaltung<br />
Affektsteuerung und Impulskontrolle<br />
Selbstwertregulation und Regressionsfähigkeit<br />
Intentionalität und Antrieb<br />
Abwehrorganisation<br />
Heigl, F.: Indikation und Prognose in Psychoanalyse und Psychotherapie. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 3. Aufl. 1987,<br />
S. 137 f.; Foerster, K. (2001): Stellenwert psychischer Störungen in der Begutachtung - Grundlagen der Begutachtung.<br />
Med. Sach. 97, 2, 33 – 35; Franz, M., D. Schellberg, H. Schepank (1995): Indikatoren und Einflussfaktoren des Langzeitspontanverlaufs<br />
psychogener Erkrankugnen, ein Extremgruppenvergleich, PPmP Psychother., Psychosmom. Med. Psychol. 45, 41 –51;<br />
<strong>Fabra</strong>, M. (2005): So genannte komplexe Ich-Funktionen, psychischer Querschnittsbefund und Einschätzung des<br />
Leistungsvermögens in der Begutachtung psychogener Erkrankungen. I: Versicherungsmedizin, 57, 3, 133-136; II:<br />
Versicherungsmedizin 57, 4, 178-181<br />
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67
Abwehrmechanismen und zugeordnete Adaptationsniveaus<br />
(mod. n. OPD-2)<br />
• Hochadaptives Niveau:<br />
• Affiliation<br />
• Altruismus<br />
• Antizipation<br />
• Humor<br />
• Selbstbehauptung<br />
• Selbstbeobachtung<br />
• Sublimation<br />
• Unterdrückung<br />
• Niveau mit psychischen<br />
Hemmungen<br />
(Kompromissbildungen):<br />
• Affektisolation<br />
• Dissoziation<br />
• Intellektualisierung<br />
• Reaktionsbildung<br />
• Ungeschehenmachen<br />
• Verdrängung<br />
• Verschiebung<br />
• Niveau mit leichter<br />
Vorstellungsverzerrung:<br />
• Entwertung<br />
• Idealisierung<br />
• Omnipotenz<br />
• Verleugnungsniveau:<br />
• Projektion<br />
• Rationalisierung<br />
• Verleugnung<br />
• Niveau mit schwerer<br />
Vorstellungsverzerrung:<br />
Autistische Phantasie<br />
Projektive Identifikation<br />
Spalten des Selbstbildes und des Bildes<br />
anderer<br />
• Handlungsniveau:<br />
• Apathischer Rückzug<br />
• Ausagieren<br />
• Hilfe zurückweisendes Klagen<br />
• Passive Aggression<br />
• Niveau mit Abwehrdysregulation und<br />
(psychotischem) Bruch der Realität:<br />
• Psychotische Leugnung<br />
• Psychotische Verzerrung<br />
• Wahnhafte Projektion<br />
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68
Beispiel eines psychischen Querschnittsbefundes bei psychogener<br />
Bewegungsstörung (Konversionsstörung) oder somatoformer Schmerzstörung<br />
hier zusätzlich mit willensgebundenen Anteilen (Rechtsgebiet: PBUZ) PBUZ)<br />
(I):<br />
Der Betroffene ist mit eher hochwertigen Kleidungsstücken, jedoch wenig sorgfältig gekleidet, mit Stoppelbart<br />
und grau-gelblichem Teint. Er nimmt in der Wartezone einen mürrischen Kontakt auf, erhebt sich unter<br />
Signalisieren von Schmerz mit einem Stöhnen, und macht sich langsam unter Schmerz- und Unwillensäußerungen<br />
mit schlurfendem Gang auf seinen rechts geführten Handstock gestützt auf den Weg zum<br />
Untersuchungsraum; dabei lehnt er sich zwischendurch mehrfach an der Wand an, schließt die Augen und atmet<br />
tief durch. Er lässt sich dann schwerfällig auf dem dargebotenen Sessel nieder, rückt darauf mehrfach hin und her<br />
und erklärt, dass er schmerzbedingt nicht lange sitzen könne. Die zunächst eingenommene Schonhaltung verliert<br />
er jedoch mehr und mehr, je umfassender er von den Inhalten des gutachtlichen Interviews in Anspruch<br />
genommen wird.<br />
Der Betroffene hat sich genau überlegt was er sagen will und was nicht. Es ist ihm angelegen, seine<br />
Rückenschmerzen und die dadurch bedingten Funktionsstörungen und Leistungsbehinderungen möglichst ins<br />
rechte Licht zu rücken, so wie dies in einer Gutachtensituation ganz angemessen ist. Darüber hinaus ist er<br />
bedacht darauf, an seinen Einschränkungen in seinem Gegenüber möglichst keinen Zweifel aufkommen zu lassen;<br />
gewinnt er den Eindruck, dass solche Zweifel entstehen könnten, nimmt er sie bereits vorweg und sucht sie im<br />
Vorwege durch Gegenargumente zu zerstreuen. Der Betroffene vermittelt Leidensdruck eines Ausmaßes wie es<br />
den geschilderten Einschränkungen angemessen wäre, nicht. Erlebte Hilf- oder Hoffnungslosigkeit vermitteln sich<br />
im Interview zu keinem Zeitpunkt, auch keine katastrophisierenden Kognitionen.<br />
Der Betroffene gestaltet die Beziehung zum Untersucher eigenständig, eigenaktiv, vermeidet Blickkontakt nicht<br />
und erhält eine einmal erreichte Intensität im Kontakt über den gesamten verbleibenden Verlauf der<br />
Untersuchung aufrecht. Der Betroffene kennzeichnet sich im beruflichen und privaten Kontext als<br />
„Führungspersönlichkeit“ und legt auch in der Gutachtensituation großen Wert auf Achtung und Anerkennung<br />
seitens des Untersuchers, mit dem er möglichst „auf Augenhöhe“ zu kommunizieren sucht. Als sich in diesem<br />
Punkt akzeptiert fühlen kann, lassen das <strong>Dr</strong>ängende und Fordernde in seinem Verhalten fühlbar nach. Gerade in<br />
Kenntnis seiner Biographie hat man eher den Eindruck eines primär selbstunsicheren Menschen, der sich mit<br />
hoher Willenskraft und entgegen den ihn abwertenden Vorwürfen seines Vaters an die Spitze des ehemals<br />
elterlichen Betriebes gekämpft hat, dessen von ihm unverschuldeter Konkurs ihm erheblich zusetzt. ...<br />
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69
Beispiel eines psychischen Querschnittsbefundes bei psychogener<br />
Bewegungsstörung (Konversionsstörung) oder somatoformer Schmerzstörung<br />
hier zusätzlich mit willensgebundenen Anteilen (Rechtsgebiet: PBUZ) PBUZ)<br />
(II):<br />
Seitens des inhaltlichen Denkens findet sich der Betroffene gefangen in seinem Leiden, kann sich einerseits nur<br />
schlecht daraus lösen und sich anderen Inhalten zuwenden, lässt sich auf der anderen Seite aber in dieses Leiden<br />
auch willensgebunden ein Stückweit hineingleiten. Trotzdem gelingt es ihm nicht, etwa bei der Schilderung seiner<br />
momentanen Lebenssituation zusammenhängend von den Unternehmungen mit seinen Söhnen zu berichten,<br />
sondern er wird immer wieder von Gedanken und Gefühlen von Leiden, Missgunst anderer und subjektivem<br />
Übervorteiltwerden, eingeholt.<br />
Der Betroffene hat wenig Sinn für Körper-Seele-Zusammenhänge sondern ein ausgeprägt körperliches<br />
(somatisches) Krankheitsverständnis, zieht verschiedentlich Analogien zwischen seinem Körper und seinem PKW,<br />
den er zur Reparatur gebe, wonach er wieder funktionieren müsse. Er äußert sein Unverständnis darüber „...dass<br />
die Ärzte dies bei mir nicht hinbekommen“. Wahnhaftes findet sich nicht, kein Hinweis für Trugwahrnehmungen<br />
in der Gutachtensituation oder für die Vergangenheit, regelhaftes Ich-Erleben, keine eigenständig krankhafte<br />
Neigung hypochondrischer Selbstbeobachtung.<br />
Das formale Denken ist nicht gestört, einzelne Gedanken bauen logisch aufeinander auf, der Gedankengang ist<br />
flüssig, normal schnell, regelhafter Sprechduktus.<br />
Kognitive und mnestische Funktionen sind nicht gestört, der Betroffene ist nicht umstellerschwert, weiß wichtiges<br />
von unwichtigem gut zu unterscheiden und verliert sich nicht in Details. Er ermüdet wärhrend des 2 Stunden<br />
währenden Interviews nicht vorschnell und beweis angemessene Erinnerungsstrategien.<br />
Affektiv ist der Betroffene häufig am Rande der Contenance, er beherrscht sich in seinen Unmutsäußerungen nur<br />
mit Mühe, wobei er auch den Untersucher mit Kritik und persönlichen Angriffen nicht ausspart. Affektsteuerung<br />
und Impulskontrolle sind gemindert. Der Untersuchte ist überwiegend in einem moros-vorwürflichen Affekt<br />
gefangen, in diesem Rahmen aber moduliert. Er ist erhöht affizierbar, von verminderter affektiver Reserve, jedoch<br />
nicht erhöht affektdurchlässig. Die Stimmung ist herabgesenkt, der Antrieb eher vermehrt und wird zielgerichtet<br />
eingesetzt. Eine depressive Hemmung der Ausdrucksbewegungen besteht nicht, im gegenteil begleitet der<br />
Betroffene was er sagt mit lebhafter angemessener Mimik und Gestik. Kein Hinweis aktueller Suicidalität.<br />
Medizinisches Gutachteninstitut<br />
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70
„...Puhhh, das war schwere Kost, jetzt ist aber Schluss!“
Körperlich krank?<br />
seelisch krank?<br />
oder simuliert?<br />
Wertigkeit und Funktion<br />
des klinischen klinischen Befundes Befundes<br />
in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Begutachtung<br />
--- Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit !<br />
Matthias <strong>Fabra</strong><br />
Medizinisches Gutachteninstitut Hamburg<br />
fabra@gutachteninstitut.de
Ende!!!