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DAS LEBEN

G E N I E S S E N

März 2013

wIE MAN

DIE BIBEL

StuDIERt

Seite 10

MEDIZINISCHE

HILFE FÜR

KAMBODSCHA

Seite 12

GESCHICHtEN,

DIE BEwEGEN

Seite 16

Er ist allEs

Was Wir bEnötigEn

Seite 5


AUS

MEINEM

Ich werde nie die Predigt vergessen, die ich vor vielen

Jahren in meiner ersten Veranstaltung hielt. Ich erinnere

mich, wie ich Gott um ein Thema bat und er mir antwortete:

„Sag ihnen, dass ich sie liebe.“

Zugegeben – das fand ich zuerst nicht sehr spannend. Ich

dachte sogar: Das weiß doch jedes Kind! Ja, wollte Gott

wirklich, dass ich eine Kinderstundenpredigt hielt? „Jesus

liebt mich ganz gewiss, denn die Bibel sagt mir dies …?“ Da

hätte ich mir doch etwas mehr Tiefe gewünscht.

Nun, mit der Zeit stellte ich fest, dass sich nicht jeder

sicher ist, von Gott geliebt zu sein. Ja, unsere Gesellschaft

leidet sogar an einer tiefen Verunsicherung. Meiner

Meinung nach lässt sich das darauf zurück führen, dass

die Menschen nicht wissen, wie sehr Gott sie liebt. Als

ich damals über dieses Thema sprach, sah ich, wie die

Menschen zu weinen begannen. Es schien so, als hätten

sich viele von ihnen danach gesehnt, diese einfache

Wahrheit zu hören: „Gott liebt dich!“

Die Bibel spricht davon, dass Gott Liebe ist. Es geht hier

nicht um etwas, was er tut, sondern darum, wie er ist:

Liebe. Sein ganzes Handeln ist motiviert von Liebe. Jeden

Tag überschüttet er uns mit seiner Gnade und Güte, weil

er uns liebt. Aus Liebe tröstet er uns, wenn wir verletzt

sind und korrigiert uns, wenn wir es brauchen. Gibt er uns

bestimmte Dinge nicht, die wir unbedingt haben wollen

oder von denen wir meinen, sie dringend besitzen zu

müssen, dann nur weil er uns liebt. Er weiß, was das Beste

für uns ist und er weiß, was er aus unserem Leben machen

möchte.

Selbst damals als ich dachte, ich müsste meinen Dienst

mit einer tief greifenden und lebensverändernden

Botschaft starten, war Gott nur daran interessiert, unsere

Arbeit einzig auf seiner Liebe zu uns Menschen aufzubauen.

Genau das haben wir seither getan – von Jesus erzählt

und die Menschen geliebt.

Es ist Ihnen wahrscheinlich aufgefallen, dass wir im

Verlauf der Jahre unser Magazin, unsere Fernsehsendung

und auch unsere Internetseiten immer wieder etwas verändert

und vor allem der Entwicklung unseres weltweiten

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MÄRZ 2013

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„Viele von ihnen

hatten sich danach

gesehnt, diese

einfache Wahrheit

zu hören: „Gott

liebt dich!“


Dienstes angepasst haben. Der Inhalt

allerdings hat sich nie geändert: Das

Evangelium von Jesus Christus, in

dem sich die grenzenlose Liebe Gottes

zu uns Menschen offenbart. Er sandte

Jesus, der für die Sünden der Welt

starb und machte dadurch deutlich:

Gott liebt dich! An dieser Tatsache

wird sich nichts ändern. Wir versuchen

dies auf möglichst vielseitige

Weise weiterzugeben!

Über all die Jahre hinweg spielten

unsere Missionspartner eine

entscheidende Rolle, damit wir den

Menschen diese einfache und doch

kraftvolle Botschaft der Liebe Gottes

bringen konnten.

In Galater 6,10 werden wir aufgefordert,

nach Wegen und Möglichkeiten zu

suchen, um für andere ein Segen zu

sein. Ich glaube, genau das hatte Gott

vor Augen, als er mich beauftragte:

„Sage ihnen, dass ich sie liebe.“ Alles

beginnt mit dieser kleinen Wahrheit:

Gott liebt dich. Sobald Menschen

anfangen, das zu glauben, und diese

Wahrheit für sie immer wichtiger

wird, wollen sie auch andere an dieser

großartigen Liebe teilhaben lassen.

Viele von Ihnen haben genau das getan,

indem Sie unsere Missionspartner

geworden sind. So tragen Sie dazu

bei, dass viele Menschen durch

unseren Dienst mit der Liebe Gottes

in Berührung kommen und dadurch

verändert werden.

Wir sind für alle unsere Freunde

und Partner überaus dankbar! Sie

können sich sicher sein: Es ist für uns

sehr wichtig zu wissen, dass Sie bei

allem was wir tun, an unserer Seite

stehen. Deshalb werden wir Sie auch

weiterhin über die Einsätze unseres

missionarischen Hilfswerks Hand of

Hope informieren.

So konnten wir beispielsweise dank

Ihrer Unterstützung Soforthilfe bei

Naturkatastrophen wie Tornados,

Waldbränden oder Überflutungen

leisten, denen im vergangenen Jahr

Wir können jeden

Tag jemandem durch

unsere Worte und

unser Handeln die

Liebe Gottes vor

Augen malen.

„Suchen Sie jeden Tag nach Wegen und

Gelegenheiten, einem Menschen aus Ihrem

Umfeld etwas Gutes zu tun.“

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DAS LEBEN GENIESSEN

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Und wer

ist mein

Mitmensch?

Er antwortete:

»Der, der Erbarmen

mit ihm hatte und

ihm geholfen hat.«

Da sagte Jesus zu

ihm: »Dann geh und

mach es ebenso!«

lukas 10, 29+37,

Der barmherzige Samariter

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viele Menschen zum Opfer fielen. Mit Ihrer Hilfe

waren wir in der Lage, weltweit hungernde

Kinder und ihre Familien mit Nahrung, frischem

Wasser und einem Dach über dem Kopf

zu versorgen. Auch konnten wir sie unterrichten

und medizinisch versorgen. Dank Ihrer

Unterstützung war es möglich, vielen Menschen

aus sexueller Ausbeutung herauszuhelfen.

Sie, unsere Partner, waren dabei, als wir

Inhaftierten in den US-Gefängnissen, aber

auch weltweit, eine Geschenktasche mit

Hygieneartikeln überreicht haben. Und Sie

sind dabei, wenn wir benachteiligten Kindern

und Familien auf unterschiedliche Weise unter

die Arme greifen, wie zum Beispiel durch die

Einsätze bei uns im St. Louis Dream Center

in Fenton oder der Arbeit der Stadtinsel in

Hamburg.

Wir sind auch dankbar für die vielen medizinischen

Fachkräfte, die im Laufe eines Jahres

ihre Zeit und ihr Fachwissen ehrenamtlich

zur Verfügung gestellt haben. Sie haben ihre

Reisekosten selbst getragen, um mit uns die

entlegensten Gebiete der Welt zu bereisen.

Sie halfen mit, die Menschen medizinisch zu

versorgen, die sonst nie Hilfe bekommen hätten.

All dies wurde durch Sie ermöglicht. Hier sieht

man Gottes Liebe in Aktion. Ich glaube, als er

mir die Botschaft gab: „ Sag ihnen,

dass ich sie liebe“, hatte er genau das

im Sinn. Liebe kommt durch Wort

und Tat zum Ausdruck. Wir können

jemandem sagen, dass wir ihn lieben

– doch noch besser ist es, wenn unser

Handeln unser Reden unterstützt.

Gott tut so viel für seine Kinder.

Wir können ihm das gar nicht alles

zurückgeben. Ich glaube auch nicht,

dass er das will. Er möchte vielmehr,

dass wir anderen Menschen von

seiner Liebe erzählen und dies mit

unserem Handeln untermauern.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt,

Gottes Liebe weiterzugeben! Deshalb

ermutige ich Sie: Suchen Sie nicht nur

heute, sondern jeden Tag nach Wegen

und Gelegenheiten, einem Menschen

aus Ihrem Umfeld etwas Gutes zu tun.

Bitten Sie den Heiligen Geist, Ihnen

für bestimmte Leute kreative Ideen

zu schenken. Auf diese Weise geben

wir die Liebe Gottes an andere weiter.

Ich bete für Sie, dass Sie innerlich

wachsen und die Gewissheit immer

mehr in Ihnen reift, dass Gott Sie

liebt. Seine Liebe soll Ihr Herz zum

Überfließen bringen und von dort

Häuser, Kirchen und Wohnorte erreichen

und schließlich die ganze Welt.

Sagen Sie den Menschen, dass Gott

sie liebt! Und finden Sie so viele

Möglichkeiten wie nur möglich, um

diese Wahrheit weiterzugeben!

Video zum Thema

www.joyce-meyer.de/loverevolution

facebook.com/joycemeyerdeutschland

Besuchen Sie uns auf Facebook und

lassen Sie sich täglich ermutigen


Heft Nr. 22, erschienen März 2013

INHALT

5 Er ist alles,

was wir benötigen

von Joyce Meyer

10 Wie man die

Bibel studiert

von Joyce Meyer

12 Kostenlose

medizinische Hilfe

für Kambodscha

von Kyle Rogers

16 Geschichten,

die bewegen

von Ginger Stache

18 Der Gott, der dein

Chaos beseitigt

von Joyce Meyer

IMPRESSUM

Joyce Meyer e. V.

Bachstr. 11, D-22083 Hamburg

Tel.: +49 (0)40-88 88 4 11 11

Fax: +49 (0)40-88 88 4 11 12

kontakt@joyce-meyer.de

www.joyce-meyer.de

1. Vorsitzender: David Wessler

Redaktion: Christian Häring, Tim Beyer

Übersetzung: Esther Dymel-Sohl

Layout: Simon Wentland

Fotos: Joyce Meyer e. V., s. u. Bildquellen

Druck: D+S Druck & Service GmbH

Flurstr. 3, 17034 Neubrandenburg

Das Magazin erscheint quartalsweise.

Vervielfältigung (auch auszugsweise)

nur mit ausdrücklicher Genehmigung

von Joyce Meyer e. V.

Spendenkonto:

Joyce Meyer e. V.

Sparda-Bank Hamburg

Kto.-Nr. 6 085 180

BLZ 206 905 00

bigstock: S.8-9 @ logoboom

Alles

GOtt zu liEbEN, lässt

uNs ihM ähNliCh wERdEN

I

VON JOYCE MEYER

ch bin seit mehr als 45 Jahren mit meinem

Mann Dave verheiratet und ich weiß viel

über ihn und seinen Charakter. Dave ist ein

sehr geduldiger und gelassener Mann, mit

dem man sehr gut auskommen kann.

Ein Ergebnis meiner Beziehung mit Dave ist,

dass ich gelernt habe, selbst geduldiger und

gelassener zu werden. Und nun stellen Sie sich

einmal vor, wie es Sie verändern würde, wenn

Sie viel Zeit mit Gott verbringen würden!

Viele Männer und Frauen in der Bibel

machten es sich zur Aufgabe, Gott immer

besser kennenzulernen. Paulus drückte

dies so aus: „Ich möchte nur eins: ihn immer

besser erkennen …“ (Philipper 3,10; Bruns).


alles,

Er ist

was wir benötigen

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König David sagte, sein einziges Verlangen sei

es, sein Leben lang in Gottes Nähe zu bleiben,

um seine Freundlichkeit zu erleben (siehe

Psalm 27).

Das Wort „suchen“ meint wörtlich, sich sehnen

nach, nachjagen, es auf etwas abgesehen haben.

Sowohl Paulus als auch David sehnten sich

nach Gott und lernten sein Wesen in einer

besonderen Tiefe kennen. Ja, ihre Liebe zu

Gott wuchs immer mehr und sie wollten ihm

ähnlicher werden.

Wenn auch wir Gott von ganzem Herzen suchen,

wird unsere Liebe zu ihm ebenfalls wachsen.

Heute möchte ich Ihnen von einem

Wesensmerkmal Gottes erzählen, das ich selbst

kennengelernt habe und sehr zu schätzen weiß.

Es hat mir in meiner Beziehung zu ihm, zu mir

selbst und auch zu anderen sehr geholfen. Es ist

so: Gott steht für Gerechtigkeit.

Gott macht Krummes

wieder gerade

Sollten Sie mein Lebenszeugnis kennen, wissen

Sie, dass mir in jungen Jahren viel Unrecht

angetan wurde. Mein Vater missbrauchte mich

sexuell, meine Mutter überließ mich meinem

Schicksal und mein erster Mann lehnte mich

immer wieder ab, bis er mich schließlich wegen

einer anderen Frau sitzen ließ.

Durch meine Beziehung

zu Gott bin ich als

Mensch innerlich

gewachsen und habe

viel gelernt. Ich will

mich nicht mit dem

zufriedengeben, wie

ich bin. Denn ich liebe

Gott über alles und ich

möchte sein wie er.

Mein Leben war ein Chaos und es blieb

chaotisch, bis ich es Gott anvertraute. Er war

es, der dafür sorgte, dass ich nach und nach

Gerechtigkeit erfuhr. Gott möchte, dass jedem

von uns Gerechtigkeit widerfährt. Er will für

uns zum Helden werden, der all die schlimmen

Dinge wiedergutmacht. Und er tut sogar viel

mehr als das. In der Bibel steht, dass er unsere

Not in doppeltem Maße wiedergutmachen wird.

In Jesaja 61,7-8 steht: Die erlittene Schmach

wird euch doppelt ersetzt werden. Sie werden

keine Schande mehr haben, sondern über

ihr Los jubeln. Sie werden einen doppelten

Besitz in ihrem Lande bekommen, und ewige

Freude wird ihnen zuteilwerden. Denn ich, der

HERR, habe das Recht lieb und hasse allen

räuberischen Frevel. Ich will ihnen ihren Lohn

getreulich geben und einen ewigen Bund mit

ihnen schließen (Jesaja 61,7-8; Bruns).

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Wenn uns Unrecht getan wurde,

fordert Gott uns auf, schnell und nachhaltig

zu vergeben. Wir müssen es ihm

gestatten, uns zu verteidigen. Handeln

wir entsprechend, können wir sicher

sein, dass Gott uns Gerechtigkeit

widerfahren lässt. Ich ermutige Sie, in

der Bibel nach Antworten und auch

nach Trost zu suchen. Bringen Sie Gott

Ihre Verletzungen im Gebet und bitten

Sie ihn, Sie ganz mit seiner Liebe zu

erfüllen, damit Sie denen vergeben

können, die Ihnen Not bereitet haben.

Durch solch eine Erfahrung werden

Sie Gott besser denn je kennenlernen.

Und er wird Sie befähigen, so zu lieben

und zu vergeben, wie er selbst es tut.

Die Kehrseite der

Gerechtigkeit Gottes

Es gibt noch eine andere Seite der

Gerechtigkeit Gottes. Auch diese

sollten wir unbedingt kennen. Wir

kommen nicht einfach ungeschoren

davon, wenn wir andere schlecht

behandeln.

Die einzigen Menschen, mit denen

Jesus wirklich hart ins Gericht ging,

waren die religiösen – jene Leute, die

anders redeten als sie handelten, die

frommen Kirchgänger, die hinter

verschlossenen Türen ein unsauberes

Leben führten. Er nannte sie „weiß

getünchte Gräber“, weil sie nach

außen hin gut aussahen, innerlich

aber voller Verwesung waren (siehe

Matthäus 23,27).

Auch in meinem Leben gab es Zeiten,

in denen ich eine Heuchlerin war. In

der Kirche machte ich laut den Mund

auf, pries Gott und tat so, als hätte ich

alles unter den Füßen. Doch zu Hause,

hinter verschlossenen Türen, konnte

man nur schwer mit mir auskommen.

Wir brauchen Veränderung durch

Gott. Doch müssen wir auch wollen,

dass er uns verändert, anstatt uns

ständig wegen unseres schlechten

Verhaltens herauszureden. Wie gut,

dass Gott es uns nicht einfach durchgehen

lässt, wenn wir falsch handeln.

Dabei geht es ihm nicht darum, uns

zu bestrafen. Er liebt uns einfach zu

sehr, als dass er uns so weiterleben

lassen möchte.

In der Bibel lesen wir, dass Gott

uns züchtigt und uns unsere Fehler

aufzeigt, weil er uns liebt (siehe

Hebräer 12,6). Wir sollten die Dinge,

die unsere Beziehung zu Gott stören,

unbedingt sofort in Ordnung bringen.

Denn eines Tages werden wir vor

ihm Rechenschaft über unser Leben

ablegen müssen (siehe Römer 14,12).

Gott kennt Ihr Herz. Er ist gnädig. Er


ist voller Güte und Liebe. Er hat einen

langen Atem. Gott weiß, dass wir

immer wieder Fehler machen und

doch segnet er uns und ist gut zu uns.

Ja, er vergibt uns immer wieder. So

sollen auch wir anderen Menschen

gegenüber freundlich, gütig und

liebevoll sein.

Es ist großartig zu wissen, dass Gott

gerecht ist. Er wird meine Nöte zwar

in doppeltem Maße wiedergutmachen,

aber er wird es nicht zulassen,

dass ich ein schlampiges Leben führe

und damit auch noch durchkomme.

So lässt er mich wissen, dass er mich

liebt.

Ich möchte Sie ermutigen, sich von

Gott formen zu lassen: in einen liebevollen

Menschen, der sich nach seiner

Korrektur sehnt. Denn wenn wir uns

seinem Willen unterstellen, können

wir wieder ganz heil, zufrieden und

glücklich werden.

Gott führt uns von

Herrlichkeit zu

Herrlichkeit

So wie ich durch die Beziehung

zu meinem Mann Dave positiv

verändert wurde, bin ich durch

meine Beziehung zu Gott als Mensch

innerlich gewachsen und habe viel

gelernt. Ich will mich nicht mit dem

zufriedengeben, wie ich bin. Denn ich

liebe Gott über alles und ich möchte

sein wie er. Ich habe zwar noch einen

weiten Weg vor mir, doch habe ich

auch schon eine Strecke hinter mir.

Mittlerweile lasse ich mich nicht

mehr von dem langen Weg, der noch

vor mir liegt, entmutigen. Stattdessen

freue ich mich darüber, wie weit ich

schon gekommen bin.

Sind Sie nicht auch froh, dass Gott unvollkommene

Menschen beruft, die er

dann auf ihrem Weg mit ihm verändert?

Gott ist gnädig, besonders dann

wenn uns unsere Fehler gar nicht

auffallen. Doch uns eröffnet sich eine

ganz neue Welt göttlicher Segnungen,

sobald wir uns entscheiden, die Latte

ein wenig höher zu hängen.

Wenn Sie Ihr Leben mit Gott leben

möchten, dann machen Sie das

Bestmögliche aus Ihrer Beziehung

mit ihm. Seien Sie ein Suchender. Das

wird Ihnen helfen, Jesus mehr als

alles andere zu lieben und es wird Sie

in den Genuss ungeahnter Segnungen

kommen lassen.

Nur eine enge Beziehung mit Gott

lässt Sie so leben, wie es ihm gefällt.

Video zum Thema

www.joyce-meyer.de/gottesbeziehung

Buch zum Thema

von Joyce Meyer

Wie man Gottes Reden hört

Erkennen Sie Gottes

Stimme und treffen Sie die

richtigen Entscheidungen.

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280 Seiten, Paperback

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DAS LEBEN GENIESSEN

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Wie man

die Bibel

studiert

Die Kraft von Gottes Wort im

eigenen Leben wirken lassen

VON JOYCE MEYER

Die Bibel ist kein gewöhnliches Buch. Die

Worte darin sind wie Medizin für unsere

Seele. Sie haben die Kraft, unser Leben

zu verändern, denn das Wort Gottes

ist lebendig und wirksam (siehe

Hebräer 4,12). Sobald Sie erleben, wie

kraftvoll und real das Wort Gottes

ist, werden Sie Veränderungen

an sich selbst entdecken, die nur

durch die Wahrheit der Bibel

ausgelöst werden können. Sie

sind dann sogar in der Lage

zu erkennen, wenn der Feind

Ihnen etwas in den Weg

stellt.


Ich studiere die Bibel bereits seit

mehr als 35 Jahren und ich kann

sagen, dass sie mein Leben total

verändert hat. Sie werden erstaunt

sein, dass Sie immer etwas Neues

dazulernen, wenn Sie die Bibel zur

Hand nehmen.

In Sprüche 4,20-22 steht: Mein Sohn,

merke auf meine Worte … Denn sie

sind Leben für jeden, der sie erfasst

… (Sprüche 4,20-22; Bruns). Das

Wort „aufmerken“ bedeutet so viel

wie, etwas oder jemandem seine

Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn

wir unsere volle Aufmerksamkeit auf

das Wort Gottes richten, geht es um

viel mehr, als nur ums Lesen. Wir

sollten darüber intensiv nachdenken.

Angenommen Sie benötigen

Orientierung, ein Mut machendes

Wort oder Sie leben in einem negativen

Umfeld, dann ist es gut zu wissen,

dass Sie im Wort Gottes Leben,

Heilung und auch Gesundheit finden.

Wenn es Ihnen so geht, befassen Sie

sich mit der Bibel. Wiederholen Sie

die Wahrheiten in Ihren Gedanken.

Gottes Worte werden in Ihr Herz

fallen und die Situation, in der Sie

sich gerade befinden, verändern.

Womit soll ich anfangen? Es gibt

kein falsches Thema. Sie können mit

allem anfangen, was Sie beschäftigt.

Sollten Sie mit Wut oder Furcht

zu kämpfen haben, nehmen Sie

eine Konkordanz zur Hand und

schlagen Sie diese Worte nach. In der

Konkordanz finden Sie Bibelstellen

zu den unterschiedlichsten Themen.

Wenn Ihnen momentan kein Thema

einfällt, blättern Sie einfach mal

durch eine Konkordanz und suchen

Sie sich ein beliebiges Wort aus.

Bitten Sie den Heiligen Geist um

seine Leitung. Er wird Ihnen helfen

und Ihnen Dinge offenbaren.

Zu dem Zeitpunkt als ich anfing, die

Bibel zu studieren, war ich nicht

besonders beziehungsfähig und

erlebte Schwierigkeiten im Umgang

Vier effektive Schritte zum Bibelstudium

Ich möchte gerne einige praktische Aspekte aufzählen, die

Ihnen helfen, mit Ihrem eigenen Bibelstudium zu beginnen

oder Ihre Zeit beim Lesen sinnvoll zu nutzen.

1.

2.

3.

4.

Planen Sie feste Zeiten. Ich verabrede mich jeden Morgen

mit Gott, aber wenn das kein guter Zeitpunkt für Sie ist,

finden Sie einen anderen … selbst wenn es nicht jeden

Tag geht. Das, was Ihnen möglich ist, ist auch das, was

Sie tun sollten. Wichtig ist: Fangen Sie an und Sie werden

erleben, wie gut Ihnen diese Zeiten tun werden!

Bereiten Sie sich vor. Wählen Sie einen Ort, an dem Sie

sich gerne aufhalten und wo Sie studieren können. Ein

Zimmer, in dem Sie alleine sein können oder irgendwo,

wo Sie sich wohlfühlen.

Halten Sie alles bereit. Sie brauchen selbstverständlich

Ihre Bibel, aber besorgen Sie sich auch ein gutes

Bibellexikon, eine Konkordanz, einen Stift und Papier. So

müssen Sie nicht alle paar Minuten aufstehen, um noch

irgendetwas zu holen.

Öffnen Sie Ihr Herz. Reden Sie mit Gott über Dinge, die

Sie ihm vielleicht bekennen sollten. Achten Sie darauf,

dass Sie inneren Frieden haben, wenn Sie mit dem

Bibellesen beginnen. Nichts sollte Sie daran hindern,

Gottes Reden zu hören, wenn Sie Zeit mit ihm verbringen.

mit anderen Menschen. Ich verstand

nicht, was Liebe wirklich bedeutete.

Deshalb beschäftigte ich mich mit

dem Thema Liebe und merkte bald,

dass es um mehr ging, als nur um

ein gutes Gefühl. Ich verstand: Man

muss auch die Entscheidung treffen,

mit Menschen so umzugehen, wie

Gott mit ihnen umgehen würde. Ich

wusste nicht, wie man andere liebt

und konnte auch mich selbst nicht

lieben. Während ich die Bibel zum

Thema Liebe durchforstete, lernte

ich, wie man richtig liebt. Und das

veränderte mein ganzes Leben.

Wenn wir das, was wir in der Bibel

lesen, auch auf unser Leben anwenden,

so wie ich beim Thema Liebe, dann ist

das ein gutes Beispiel dafür, wie so ein

Bibelstudium aussehen kann.

CD zum Thema

von Joyce Meyer

Wie man die Bibel studiert

Lernen Sie die Bibel von

einer neuen Seite kennen

und richtig lesen. Lassen

Sie sich Tipps zum Bibellesen

geben.

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CD ca. 50 Minuten,

Artikel-Nr. 311321001

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DAS LEBEN GENIESSEN

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Ein normales Leben zu führen,

bleibt für die meisten Kinder

Kambodschas ein Traum.


Wir kamen zwar in Phnom Penh an, der Hauptstadt

Kambodschas, unser Ziel war aber das Hand-of-Hope–

Gesundheitszentrum in Pursat, weitere fünf Fahrstunden

entfernt. Nach etwa einer Stunde veränderte sich das

Bild. Eben noch waren wir auf stark befahrenen Straßen

unterwegs, überfüllt mit Motorrädern, auf denen sich

ganze Familien eng an eng zusammendrängten. Jetzt

sahen wir endlose Reisfelder, die rechts und links die

Straße säumten.

Mit der sich verändernden Landschaft wanderten meine

Gedanken zurück in die Jahre 1975–1979, in denen

Kambodscha durch die Schrecken des Völkermordes fast

ein ganzes Jahrhundert zurückgeworfen wurde.

Es war im April 1975. Kinder, die gerade noch glücklich

draußen auf der Straße gespielt hatten, wurden mit ihren

Familien von Soldaten der Roten Khmer mit vorgehaltenen

Gewehren aus der Stadt getrieben. Auf denselben

Straßen, auf denen wir jetzt fuhren, kamen damals zigtausend

Menschen zu Tode: Auf den sogenannten Killing

Fields des Landes wurden sie gefoltert, hingerichtet oder

sie verhungerten dort einfach.

Diesen Gräueltaten, die geschichtlich noch gar nicht so

lange zurückliegen, fielen fast ein Drittel der kambodschanischen

Bevölkerung zum Opfer: Die meisten von ihnen

waren Ärzte, Juristen, Lehrer oder kamen aus anderen,

angesehenen Berufen und waren für die Führung des

Landes von Bedeutung gewesen. Bis zum heutigen Tag

ist es den Überlebenden kaum möglich, ihr Leben so zu

gestalten, wie sie es einmal kannten. Aufgrund der vielen

zu beklagenden Opfer unter den Medizinern, erholt sich

die medizinische Versorgung im Land im Vergleich zu

anderen Nationen nur sehr langsam. Deshalb hat Joyce

Meyer Ministries das Hand-of-Hope-Gesundheitszentrum

in Pursat, Kambodscha, gegründet.

Nach dem Völkermord

sich selbst überlassen

Ma Khat ist eine von vielen Kambodschanerinnen, die

keine medizinische Grundversorgung erhalten würde,

wenn es unser Gesundheitszentrum nicht gäbe. Sie ist 65

Jahre alt, doch ihr hinfälliger Körper und ihr gezeichnetes

Gesicht zeugen von einer längeren Reise. Ihre sanften,

tiefbraunen Augen betrachten uns skeptisch, als wir

uns dem Zentrum nähern. Doch dann erwidert sie unser

Lächeln freundlich, indem sie ihre beiden Handflächen

zum traditionellen kambodschanischen Gruß zusammenführt

und uns einlädt, ihr zu folgen.

Obwohl sie nie eigene Kinder haben konnte, erinnert sie

mich doch an eine gütige Großmutter, zu deren Füßen

man gerne sitzt, um stundenlang ihren Geschichten zu

lauschen. Das Jahr 1975 allerdings begann für Ma Khat, wie

für Millionen anderer Kambodschaner auch, mit Zerstörung

und Verlust. Das Pol-Pot-Regime tötete den Mann, den sie

liebte, und sie heiratete nicht noch einmal. Auch wenn die

Zeit den Schmerz gelindert hat und man ihren inneren

Frieden spüren kann, gehört doch der Verlust ihres

Mannes zu den Geschichten, die sie unter Verschluss hält.

Stattdessen möchte sie gerne darüber reden, wie sie zum

Hand-of-Hope-Gesundheitszentrum kam.

„Bluthochdruck“, sagt Ma Khat. „Bevor diese

Krankenstation hier gebaut wurde, war mein Leben

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DAS LEBEN GENIESSEN

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aufgrund meines Bluthochdrucks ein

ständiges Auf und Ab. Ich hatte Angst

um mein Leben und fürchtete, bald

sterben zu müssen.“

Jahrelange,

unzureichende

Versorgung in

Kambodscha

Der Völkermord an den kambodschanischen

Ärzten hat dazu

geführt, dass die medizinischen

Einrichtungen mittlerweile marode

sind. Die Ausstattung ist schlecht und

die hygienischen Zustände lassen

zu wünschen übrig. Medikamente

gibt es nur wenige und manchmal

erscheinen einem die gestellten

Diagnosen wie ein Tasten in vollkommener

Dunkelheit. So bleibt auch die

Behandlung meistens unwirksam.

Als 2007 ein Team von Joyce Meyer

Ministries nach Kambodscha reiste,

wurde es vor Ort Zeuge dieser

unhaltbaren Zustände. Damit war

die Vision vom Hand-of-Hope-

Gesundheitszentrum geboren.

Seit der Eröffnung im März 2009

konnten die Mitarbeiter von Hand of

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MÄRZ 2013

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Ma Khat hat durch den Völkermord

ihren Mann verloren und

könnte sich keine medizinische

Versorgung leisten, wenn es unser

Gesundheitszentrum nicht gäbe.

Hope mehr als 96.000 Patienten auf

medizinisch hohem Niveau versorgen.

Diese Nachricht der kostenfreien

medizinischen Versorgung verbreitet

sich unter den Armen weiterhin

wie ein Lauffeuer und so wächst

die Anzahl der zu behandelnden

Patienten schnell und kontinuierlich.

„Ich bin Ärztin geworden, weil

ich den Armen helfen will“, sagt

Dr. Chaorey Sok, die in dem

Gesundheitszentrum arbeitet. „Viele

der Menschen, die in ein öffentliches

Krankenhaus gehen oder auch private

Pflegeeinrichtungen nutzen, müssen

ihren gesamten Besitz verkaufen, um

die Rechnungen bezahlen zu können.

Jetzt können sie hierher kommen

und kostenfrei behandelt und wieder

gesund werden.“

Tuberkulose, Malaria, Bluthochdruck

und Diabetes gehören zu den

Krankheiten, die hauptsächlich

behandelt werden. Aufgrund des

schlechten Zustands des kambodschanischen

Gesundheitswesens bekommt

die Bevölkerung keine grundlegenden

Informationen darüber, wie man sich

selbst gesund erhält.

„Hier herrscht ein sehr niedriges

Bildungsniveau und wir haben viele

Analphabeten“, sagt Dr. Sok. „Die

Menschen wissen einfach nicht,

wie man für sich selbst sorgt. Ihre

Nahrungsmittel sind oft verschmutzt

und ihre Mahlzeiten unausgewogen.“

Kleine Verletzungen oder leichte

Krankheiten, die in der westlichen

Welt nur von geringer Bedeutung

sind, können in ländlichen Gebieten,

wie Pursat, zur Lebensbedrohung

werden. Die Mitarbeiter von Hand of

Hope arbeiten daran, diesen Zustand

zu ändern. Sie kümmern sich um

eine medizinische Grundversorgung

und klären die Menschen zu Themen

wie Gesundheitspflege, sanitäre

Einrichtungen und Ernährung auf.

Dabei sprechen sie auch über das

Evangelium von Jesus Christus.

All das wird nicht nur Ma Khat bei

ihrem Problem mit Bluthochdruck

helfen, sondern auch den fast 200

Patienten, die hier an diesem Tag

behandelt werden.

Nie zuvor war sie

bei einem Arzt

Geduldig wartet Ma Khat mit

gefalteten Händen vor der Apotheke

auf die ihr verschriebenen blutdrucksenkenden

Mittel. Die Apotheke

ist ebenfalls auf dem Gelände. Ihre

Füße berühren beim Sitzen nicht den

Boden, sondern schaukeln hin und

her, wie bei einem Kind. Ich frage Ma

Khat, wo sie vor der Errichtung des

Hand-of-Hope-Gesundheitszentrums

medizinisch versorgt wurde. Bei ihrer

Antwort begreife ich, wie wichtig

diese Einrichtung für sie ist:

Dr. Chaorey Sok wurde Ärztin, um die

Armen – wie Ma Khat – medizinisch

versorgen zu können.

Kyle Rogers reiste mit Joyce Meyer Ministries

nach Kambodscha, um über die Einsätze von

Hand of Hope zu berichten. www.jyrafilms.com


Das Hand-of-Hope-Gesundheitszentrum kümmert

sich um die, die sich sonst keine medizinische oder

zahnmedizinische Versorgung leisten könnten. Dazu

zählen auch die Witwen der Opfer des Völkermordes.

„Ich bin noch nie zuvor bei einem Arzt gewesen, denn

ich bin arm und habe kein Geld, die Arztrechnungen zu

bezahlen“, erzählt sie. „Ich verdiene am Tag 2,50 € und

brauche das Geld, um meine Miete zu bezahlen.“

Viele Menschen in dieser armen, ländlichen Gegend

haben nur wenig Geld und könnten sich, wenn es das

Gesundheitszentrum nicht gäbe, medizinische Hilfe gar

nicht leisten. Doch dank der Partnerschaften von Joyce

Meyer Ministries, können die Menschen an fünf Tagen in

der Woche von Fachleuten medizinisch versorgt werden.

Meistens geht es um körperliche Gesundung. Doch manchmal

hat dies auch Einfluss auf das Innere des Menschen,

denn die erstklassige medizinische Versorgung ist von der

Liebe unseres großartigen Gottes bestimmt.

Ma Khat hat das schon erlebt. Sie ist seit eineinhalb

Jahren regelmäßig in Behandlung. „Die Ärzte sagten mir,

dass Jesus sich um meine Medizin gekümmert hat und

dass er mich liebt. Ich danke Gott für die Medikamente.

Diese Krankenstation hat mir das Leben gerettet.“

Wir nennen zwar diese Einrichtung hier in Pursat,

Kambodscha, das Hand-of-Hope-Gesundheitszentrum,

doch die Menschen aus den benachbarten

Wohngebieten haben diesem Zentrum aufgrund des

liebevollen Umgangs mit den Patienten und der guten

medizinischen Versorgung einen anderen Namen

gegeben: das Jesus-Hospital. Das finden wir großartig

und wir sind sicher, unsere Missionspartner auch.

Wir danken Ihnen für Ihre Hilfe. So können wir einem

Land, das schrecklich gelitten hat, die dringend benötigte

Hilfe anbieten und den Menschen zeigen, wie sehr

Jesus sie liebt.

15

DAS LEBEN GENIESSEN

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Deine Spende hilft.

Dank Ihrer Unterstützung konnten

wir bisher weltweit über 1 Million

Menschen kostenfrei behandeln –

wie hier in Äthopien.

Du

Bist

hier

Gemeinsam die Welt verändern!

Werde heute Partner.

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Geschichten,

die bewegen

Menschen ein „Happy End“

ermöglichen

Ich war gefesselt von dem, was sie sagte. Sie kämpfte mit

sich selbst, als sie ihre Geschichte erzählte und brachte sie

kaum über die Lippen. Irgendwann ließ sie sich in meine

Arme fallen und die Tränen erstickten ihre Worte. Als sie

so weinend in meinen Armen lag, verschmolz ihr Leben

für einen Augenblick mit meinem – nie werde ich ihren

Schmerz vergessen und auch nicht die Gnade Gottes, die

sie von ihrem Schmerz befreite.

Geschichten wie diese haben Kraft. Wenn wir anderen

Menschen etwas von uns erzählen oder ihrem

Lebensbericht zuhören, verbinden wir uns miteinander

auf ganz persönliche Art und Weise. Das ist auch ein

Grund dafür, dass Jesus in Gleichnissen redete oder –

anders ausgedrückt – Geschichten erzählte. Er war ein

Meister darin, die Menschen in eine Situation mit hineinzunehmen

und ihnen dabei etwas beizubringen, was sie

ganz sicher nicht mehr vergessen würden.

Es ist einer der größten Vorzüge, die ich bei Joyce Meyer

Ministries genieße: Ich kann Sie an Lebensberichten

teilhaben lassen, die wir in unserem Dienst erleben

konnten. Es sind Geschichten von Lebensveränderungen,

Geschichten überwältigender Freude, aber auch großer

Schwierigkeiten und tiefem Leid.

Ich war schon in vielen Krisengebieten, die von Krieg und

Völkermord gezeichnet waren. Dort haben sich Menschen

gegenseitig rücksichtslos und sinnlos zerstört – Länder

und Gebiete wie Ruanda, Kambodscha, Uganda und der

Kosovo, um nur einige zu nennen. Ich saß buchstäblich

inmitten von Toten, stand an Massengräbern und ging auf

Wegen, die zu Orten führten, in denen gemordet wurde.

Solche Erlebnisse vergisst man nie.

Unzählige Menschen erzählten mir ihre Geschichte und

ich habe ihnen zugehört. Das Mädchen, von dem ich am

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MÄRZ 2013

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VON GiNGER staChE

Anfang dieses Artikels berichtet habe, heißt Pretty. Von

ihrem zehnten Lebensjahr an lebte sie drei Jahre lang auf

der Straße und erlebte dabei die schrecklichsten Dinge.

Da ist auch noch Emmanuel aus Ruanda, der hilflos in

seiner eigenen Blutlache lag und mit ansehen musste,

wie ein Familienangehöriger nach dem anderen einem

Massenmörder zum Opfer fiel.

Natalia ist ein Mädchen aus einem kleinen bulgarischen

Dorf, das eines Morgens an ihr Bett gefesselt aufwachte.

Sie wurde Opfer von Menschenhandel. Ihre Geschichte ist

der pure Horror und nur für wenige wirklich vorstellbar.

Nancys Familie lebte von außen betrachtet den Traum

einer typisch amerikanischen Familie. Doch hinter ver-


Drei Jahre

lang auf der

Straße –

Pretty erlebte

dabei die

schrecklichsten

Dinge

schlossenen Türen nannte man dieses liebenswerte kleine

Mädchen „wertlos“, kettete sie an einen Tisch, schlug sie

und ließ sie hungern. Nur wenige sahen hinter die Fassade

und entdeckten ihre Lebenswirklichkeit.

Doch diese bewegenden Geschichten gehen noch weiter.

Sie erzählen auch von Frieden und Wiederherstellung

durch Jesus Christus. Was würde uns entgehen, wenn wir

nicht auf ein gutes Ende warten würden!

Pretty ist jetzt wieder bei ihrer Familie. Sie wird betreut,

bekommt Hilfe und geht zur Schule.

Bis heute lebt Emmanuel an dem Ort der Gräueltat,

kümmert sich um Grund und Boden und erzählt seine

Geschichte, um die Erinnerung an seine Familie aufrechtzuerhalten.

Er sagt, es sei seine Aufgabe, andere

davon abzuhalten, dieselben Fehler zu wiederholen, die

in seinem Land bereits gemacht wurden. Er hilft mit,

Menschenleben zu retten.

Natalia ist mittlerweile in einem Heim, in dem sie vor

ihren Peinigern sicher ist. Das erste Mal in ihrem Leben ist

sie umgeben von Menschen, die sie lieben.

Und auch Nancy verdankt ihre innere und äußere

Genesung einem Gott, der sie liebt, und zwar unabhängig

von dem, was ihr irdischer Vater gesagt

oder getan hat. Sie weiß, wer sie durch

Jesus ist.

Ich könnte Hunderte solcher Geschichten

erzählen. Die Erinnerung an sie wird

immer Teil meines Lebens bleiben und

treibt mir oft Tränen in die Augen. Ja,

lieber würde ich Geschichten voller

Kinderlachen und Sonnenschein erzählen.

Ich habe es aufgegeben, von Gott

wissen zu wollen, warum er mich mit

so schweren Situationen konfrontiert.

Stattdessen betrachte ich jede einzelne

von ihnen als Geschenk.

Eines ist mir klar geworden: Menschen

brauchen dringend jemanden, der

ihnen zuhört, mit ihnen leidet und

ihnen die Gnade und Güte Gottes vor

Augen führt. Oftmals ist dies für sie

sogar das Wichtigste – denn sie sehen

in unseren Augen Gott, der mit ihnen

weint und sich danach sehnt, sie zu

heilen. Deshalb fordert Gott uns auch

in Galater 6,2 auf: „Helft einander,

eure Lasten zu tragen! Auf diese Weise

werdet ihr das Gesetz erfüllen, das

Christus uns gegeben hat“ (NGÜ).

Ich verstehe nur zu gut, dass es

vielen Menschen schwerfällt solchen

Geschichten zuzuhören – das ist

wirklich harte Kost, die unsere

Herzen belastet und oftmals auch

unsere eigenen, schmerzvollen

Erinnerungen weckt. Doch wenn Gott

Ihnen die Gelegenheit gibt, jemandem

zuzuhören und zu helfen, schlagen

Sie diese nicht aus. Er wird Sie

stärken und mit allem versorgen, was

Sie dafür brauchen.

Die Herausforderung liegt darin,

nicht abzustumpfen, aber auch nicht

zu zart besaitet zu sein. Wir wollen

Gottes Ohr sein, indem wir zuhören

und auch seine Arme, indem wir uns

Menschen liebevoll zuwenden.

Es gibt zu viele Menschen, die innerlich

verzweifelt und am Ende sind. Wir

dürfen ihre Lebensgeschichten nicht

ignorieren. Vielleicht gehören Sie zu

diesen Menschen und Gott möchte

auch Sie wissen lassen, dass Ihre

Geschichte von Bedeutung ist. Was

würde uns entgehen, wenn wir nicht

auf ein gutes Ende warten würden.

DVD zum Thema

von Joyce Meyer

Ein Leben

Joyce Meyer erzählt ihre

Lebensgeschichte

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17

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DER Gott, DER DEIN

Chaos

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Joyce Meyer in Ihrer Muttersprache –

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18

MÄRZ 2013

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BESEItIGt

VON JOYCE MEYER


Gott möchte sehr gerne Zeit mit uns verbringen! Er liebt uns über die Maßen und will

uns sagen, was sein Herz bewegt. Auch wir sollten ihm erzählen, was uns beschäftigt.

Über die Jahre habe ich festgestellt, dass es für mich das Beste ist und ich optimal auf

meine tägliche Arbeit vorbereitet bin, wenn ich regelmäßig Zeit mit Gott und seinem Wort

verbringe. Er füllt mich mit seinem Frieden, seiner Freude und seiner Weisheit und mit

allem, was ich für meinen Alltag brauche. Während ich ihm auf diese Weise immer näher

gekommen bin, ist auch mein Vertrauen zu ihm gewachsen. Das ist der Schlüssel zu einem

Leben voller Frieden, Freude, Weisheit und auch jeder anderen guten Gabe, die er schenkt.

Viele Menschen wünschen sich eine stärkere und engere Beziehung zu Gott, aber es fällt

ihnen schwer, sich regelmäßig Zeit dafür zu nehmen. Ein Andachtsbuch kann helfen und

sehr gut sein, um sich selbst zur Ruhe zu bringen und sich auf eine Bibelstelle oder ein

ermutigendes Wort einzulassen. Dabei ist es gleich, ob man nur ein paar Minuten zur

Verfügung hat oder länger. Lesen Sie hier einen Auszug aus einem meiner Andachtsbücher,

um einen kleinen Geschmack davon zu bekommen, was ich meine. Nehmen Sie sich jetzt die

Zeit, näher zu Gott zu kommen und lernen Sie, ihm mehr zu vertrauen.

„So fern der Osten vom Westen liegt, so

weit entfernt er die Schuld von uns. Wie ein

Vater mit seinen Kindern Erbarmen hat, so

hat der HERR Erbarmen mit denen, die ihn

ehren“ (Psalm 103,12-13; GN).

Wir setzen uns viel mehr unter Druck, als

Gott es jemals tun würde. Gott räumt alles

aus dem Weg, was uns von ihm trennt

(unsere Schuld) und er entfernt unsere

Verfehlungen von uns so weit wie der Osten

ist vom Westen. Das ist ganz schön weit!

Als mein Sohn jünger war, wollte er etwas

Liebes für mich tun. Er nahm sich eine

Schüssel voll Wasser und ging hinaus auf

die Terrasse. Bald schon kam er zu mir

und sagte: „Mama, ich habe die Fenster

für dich geputzt.“ Die Terrasse war nass,

er war nass, die Fenster waren schmierig.

Aber er hatte es aus Liebe für mich getan.

Einmal erinnerte mich Gott an diese

Begebenheit. Er sagte: „Erinnerst du dich

noch daran, was du damals getan hast?

Du hast deinen Sohn gebeten, sich etwas

Trockenes anzuziehen und dann hast du in

seiner Abwesenheit das Chaos beseitigt.“

Gott zeigte mir, dass er das Gleiche auch für

uns tut.

Gott weiß um unsere Unzulänglichkeiten

und doch nimmt er das gerne an, was wir

für ihn aus Liebe tun. Er räumt unser Chaos

auf und macht sogar noch etwas Gutes

daraus, weil er uns mit einer vollkommenen

Liebe liebt. Er sieht unseren Glauben an ihn

und betrachtet uns als Menschen, die „in

Christus“ sind.

Wenn Gott fragen würde: „Warum sollte

ich dich in den Himmel lassen?“, wäre

die einzig richtige Antwort: „Weil ich in

Christus bin.“ Würde er fragen: „Warum

sollte ich deine Gebete erhören?“, wäre

die einzig richtige Antwort: „Weil ich in

Christus bin.“ Würde Gott fragen: „Warum

sollte ich dir helfen?“, dann wäre die einzig

richtige Antwort: „Weil ich in Christus bin.“

Jesus möchte, dass wir furchtlos, zuversichtlich

und mutig zum Vater kommen,

damit er uns voller Güte die Verfehlungen

vergibt und uns Gnade schenkt für das,

was wir brauchen. Er versteht unsere

Schwachheiten und Unzulänglichkeiten. Er

weiß, dass wir nicht jeden Tag vollkommen

gut sind. Doch wir können Gott bitten, uns

unsere Fehler zu vergeben. Wir dürfen

mutig vor seinen Thron treten und ihn

bitten, unsere Bedürfnisse zu stillen.

Vertrauen Sie ihm. Tun Sie alles aus Liebe

zu unserem himmlischen Vater. Sie können

darauf vertrauen, dass er Ihre Gebete

beantworten und Ihr Chaos beseitigen wird.

Aus: Trusting God Day by Day (erscheint

Ende des Jahres auch auf Deutsch)

Video zum Thema

www.joyce-meyer.de/himmelszeiten

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