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Egon Wiener<br />

2012


Liebe Leser,<br />

wir leben in der Euroregion Neiße, wo bereits seit 20 Jahren<br />

die grenzüberschreitende Zusammenarbeit besteht. Für die<br />

Entwicklung der Zusammenarbeit ist es sehr wichtig, die Nachbarn<br />

kennen zu lernen. So entstand die Idee, dieses Buch herauszugeben,<br />

das uns Ansichten einer interessanten Person<br />

– eines Anwohners der Euroregion Neiße, vermittelt.<br />

Sie halten in Ihren Händen ein tschechisch-deutsches Buch<br />

von Egon Wiener „Eine Auswahl aus Egons Ansichtskarten“.<br />

Der Autor lebt in Liberec, wo er kurz nach dem Zweiten Weltkrieg<br />

geboren wurde. Seine tschechisch-deutsch-jüdische Familie<br />

ist wie ein Spiegel dieser Gegend.<br />

Wenn sich Egon Wiener erinnert, was seine Heimat, heute<br />

die Euroregion Neiße, durchgemacht hat, ist er dazu voll berechtigt.<br />

Er ist ein Teil von allen, die in der Euroregion leben<br />

und gelebt haben. Sein Opa war der Verwalter des jüdischen<br />

Friedhofes. Seine Oma, eine Deutsche, versteckte während des<br />

gesamten Krieges auf dem Dachboden einer deutschen Kneipe,<br />

wo auch Menschen im Totaleinsatz (Zwangsarbeit der tschechischen<br />

Bevölkerung während des Krieges) wohnten, ihren<br />

jüdischen Sohn. Die Verwandten von Egon Wiener standen an<br />

den Fronten des Zweiten Weltkrieges und auch auf den anderen<br />

Seiten.<br />

Der Autor ist in den 50-er und 60-er Jahren aufgewachsen, er<br />

traf sich mit Familien, die in diese Gegend kamen und er erinnert<br />

sich an die, die weggegangen sind. Er stand genauso an<br />

der Spitze der Jugend und Kinderorganisation in der Liberec-<br />

-Gegend, wie seine Verwandten an der Spitze der Sozialdemokraten<br />

und Gewerkschaften zwischen den beiden Weltkriegen.<br />

Mit dem Schreiben hat Egon Wiener erst in der Rente ange-


fangen. Er ist jetzt 65 Jahre alt, seit 19 Jahren ein Witwer. Sein<br />

Sohn Jakub ist Professor an der Technischen Universität in<br />

Liberec und seine Tochter Sára studiert dort Pädagogik.<br />

Egon Wiener lebt immer noch in Liberec, er ist Autor vieler<br />

Essays und Äußerungen, die sowohl im Internet wie auch als<br />

Bücher publiziert werden, er ist ein bekannter und angesehener<br />

Sammler alter Ansichtskarten und Realien des Landkreises<br />

Liberec.<br />

Wir wünschen Ihnen ein interessantes Leseerlebnis,<br />

wobei Sie neue Ansichten entdecken werden.


Milí čtenáři,<br />

žijeme v Euroregionu Nisa, ve kterém se již přes 20 let rozvíjí<br />

spolupráce přes hranice. Pro rozvoj spolupráce je velmi důležité<br />

poznat své sousedy. Tak vznikl nápad vydat tuto knížku, která<br />

nám zprostředkovává pohled jednoho zajímavého člověka –<br />

obyvatele Euroregionu.<br />

Dostává se Vám do rukou dvojjazyčná knížka Egona Wienera<br />

– výběr z Egonových pohledů a pohlednic. Autor žije v Liberci,<br />

kde se těsně po skončení druhé světové války narodil. Jeho<br />

česko-německo-židovská rodina je zrcadlem tohoto kraje.<br />

Pokud Egon Wiener vzpomíná, čím jeho rodný kraj, (dnes Euroregion<br />

Nisa) prošel, má k tomu plné oprávnění. Je součástí<br />

všech, kteří v Euroregionu žili. Jeho dědeček byl správcem židovského<br />

hřbitova. Jeho babička – Němka – ukrývala po celou<br />

válku na půdě německé hospody, kde byli ubytováni i totálně<br />

nasazení, svého syna – Žida. Příbuzní Egona Wienera stáli na<br />

frontách druhé světové války i na opačných stranách.<br />

Autor vyrůstal v období a prostředí padesátých a šedesátých<br />

let, setkával se s rodinami, které do tohoto kraje přicházely,<br />

a pamatuje ty odcházející. Stál v čele mládežnické a dětské organizace<br />

na Liberecku tak, jako jeho příbuzní v čele sociálních<br />

demokratů a odborů v době mezi oběma světovými válkami.<br />

Autorsky tvořit začal Egon Wiener teprve v důchodu. V současnosti<br />

je mu 65 let, je devatenáct let vdovcem, má syna Jakuba<br />

– profesora na Technické univerzitě v Liberci a dceru Sáru,<br />

studující pedagogiku tamtéž.<br />

Egon Wiener stále žije v Liberci, je autorem řady fejetonů<br />

a úvah, které jsou publikovány na internetu i vydávány knižně,


je známým a uznávaným sběratelem starých pohlednic a reálií<br />

Libereckého kraje.<br />

Přejeme Vám zajímavé čtení,<br />

při kterém objevíte nové pohledy.


Gleich hinter dem Haus liegt Rádlo<br />

Genauso, wie wenn man wartet, wer den ersten Preis gewinnt,<br />

hat Rádlo die meisten Wähler, Lose, die in der Tombola<br />

gewinnen. Nur einmal dreht sich die Urne und dieser nahe<br />

Ort von Liberec, Jablonec und Rychnov wird seinen Liebling,<br />

Persönlichkeit, großen Mann oder Frau haben, eine Berühmtheit,<br />

die hier geboren und leben wird, auch wenn heute jeder<br />

gewonnen hat, der hier lebt. Das ist das Schicksal aller glücklichen<br />

Satelliten der großen Städte und deren Umgebung. Man<br />

kommt hierher zum Erholen, Relaxen, die Leute fühlen sich<br />

hier in Sicherheit. Rádlo ist ein Ort mit wunderbarer Tradition,<br />

gelegen auf Terrassen, wie die Gärten von Semiramidina<br />

oder Malá Strana unterhalb von Pražský hrad. In der reichen<br />

Landesgeschichte konnte ich lesen, dass man Rádlo mit einer<br />

Insel mitten im Meer auf dem Weg zum Glück vergleicht, einem<br />

Ort mit sauberer und gesunder Luft. Und überall hin ist es<br />

nah. Was bedeuten heute schon zwanzig Minuten ins Zentrum<br />

der nahen Großstadt und noch weniger nach Jablonec, gleich<br />

um die nächste Ecke?<br />

Als ich es prüfen wollte, lief ein Eichhörnchen über den Weg<br />

mitten in der Gemeinde. Und die Vögel sangen und tanzten am<br />

Zaun jedes Gartens. Die Gemeinde umfasste zwanzig Quadratkilometer<br />

im Umkreis und die Chronik hat den Anbau von<br />

Karotten hervorgehoben, auch wenn hier das Land noch viel<br />

Anderes und Gutes hervorbrachte. Achten Sie gar nicht darauf,<br />

dass im Stadtwappen ein kaputtes Rad dargestellt ist. Das ist<br />

lange vorbei. Ich würde sagen, dass es eher umgekehrt ist: es<br />

gibt hier so viele Autos, dass wohl jeder zwei haben muss.<br />

In Rádlo zu leben wird auch die Gesundheit fördern. Die<br />

Chronik besagt, dass im 18. Jahrhundert zwei Wundheiler hier


schafften. Sogar ein im Mantel verhüllter Dr. Kittel erschien<br />

hier, aber wie schon gesagt wurde, er hatte keinen Grund zu<br />

verweilen, es gab niemanden zum Heilen.<br />

Dann wäre es schon interessanter, den Schatz aus dem 17.<br />

Jahrhundert zu suchen, der ganz bestimmt hier in einer Grotte<br />

versteckt ist und niemand sucht ihn. Es wird hier noch mehr<br />

Schätze geben. Es wurden hier Edelsteine geschliffen und das<br />

teure tschechische Glas wurde hier geblasen, geschnitten und<br />

bemalt.<br />

Rádlo war noch vor kurzem ein Ort, wo es bis zu 16 Kneipen<br />

gab. Wenn es nichts anderes besagen soll, dann besagt es etwas<br />

über das gute Essen und Trinken und auch Dienste, die man<br />

hier den Gästen angeboten hat. Und darüber, dass die Leute<br />

hier ein Leben im Einklang mit der Natur in der Umgebung<br />

gelebt haben. Es ist hier so schön und ich wünschte, es bliebe so<br />

für immer und dass es den Einwohnern von Rádlo gelingt, die


Faszination für die Landschaft auch für die weiteren Generationen<br />

zu bewahren. Den Charakter und die Unverwechselbarkeit<br />

der Region zu bewahren, dass wünschte ich allen, die hier<br />

leben. Einheimische von Rádlo, es ist hier bei euch wunderbar.<br />

Auf Wiedersehen, ich komme wieder.


Za humny je Rádlo<br />

Tak, jako se čeká, kdo vyhraje hlavní cenu, má Rádlo nejvíc<br />

volitelů, losů, co vyhrávají v tombole. Jen jednou se otočí<br />

osudí a tahle blízká část Liberce, Jablonce a Rychnova bude<br />

mít svého favorita, osobnost, velkého muže – ženu, někoho<br />

slavného, kdo se tu narodí a bude zde žít. I když dnes vyhrál<br />

každý, kdo tu bydlí. To je úděl všech šťastných satelitů velkých<br />

měst a jejich okolí. Sem se jezdí odpočívat, relaxovat, tady se<br />

lidé cítí v bezpečí.<br />

Rádlo je místo s nádhernou tradicí umístěné na terasách,<br />

jako zahrady Semiramidiny či Malá Strana pod Pražským hradem.<br />

Z bohaté historie kraje jsem vyčetl, že o Rádlu se hovoří<br />

jako o ostrovu uprostřed moře na cestě za štěstím, o místě<br />

s čistým vzduchem a zdravým povětřím. A všude je blízko.<br />

Co to dnes je, dvacet minut do středu blízké metropole a ještě<br />

míň do Jablonce, ležícího za nejbližším rohem?<br />

Když jsem si to šel ověřit, přes cestu mi přeběhla veverka –<br />

uprostřed obce. A zpívali tu ptáci a tancovali nad plotem každé<br />

zahrady. Dvacet kilometrů čtverečních kol dokola měřila obec<br />

a kronika vyzdvihla tradici pěstování mrkve, ač půda tu plodila<br />

i všelicos jiného dobrého. Nic nedejte na to, že ve znaku<br />

obce je rozbité kolo u špatné silnice. Tomu už dávno odzvonilo,<br />

řekl bych, že řeč je o opaku. Aut je tu tolik, že snad každý má<br />

dvě.<br />

Žít v Rádle bude i zdraví prospěšné. Kronika říká, že tu v 18.<br />

století stačili na práci dva ranhojiči. Mihl se tu i pláštěm zahalený<br />

doktor Kittel, ale jak bylo dříve řečeno, neměl proč se tu<br />

zdržovat, nebylo koho léčit.<br />

Spíš se tak vydat za pokladem ze 17. století, který tu jistojistě<br />

dosud leží zakopán ve zdejší jeskyni nikým nehledán. Pokladů


tu bude víc. Brousily se tu drahé kameny, malovalo, foukalo<br />

a řezalo drahé české sklo.<br />

Rádlo bylo ještě nedávno místo, kde se uživilo až šestnáct<br />

hospod. Když už o ničem jiném, tak to mluví o dobrém jídle<br />

a pití a službách, které tu hostům poskytovali. O tom, že se tu<br />

dobře žilo lidem v souladu s okolní přírodou. Je tu až neskutečně<br />

krásně a moc rád bych, aby při tom zůstalo napořád.<br />

Aby se rádelským dařilo zachovat to okouzlení krajinou i dalším<br />

generacím. Zachovat ráz a rázovitost zdejšího kraje bych<br />

přál všem, kteří tu žijí. Rádelští, je u vás krásně. Nashledanou,<br />

přijdu zas.


Vater – ein Teil des Lebenslaufes<br />

Er konnte alles und wenigstens in meinen Augen war er groß,<br />

auch wenn er nicht groß gewachsen war. Er wurde zum Weber,<br />

etwas anderes, als wenn er in Liberec geboren worden wäre.<br />

Man hat zu Hause deutsch gesprochen, was sonst, und mit<br />

der anderen Hälfte Mischepoche tschechisch. Als er dreizehn<br />

wurde, war sein Bar Micva in der Synagoge, selbstverständlich<br />

in Liberec. Heute steht auf demselben Platz die neue Synagoge.<br />

Vater, da würdest du staunen und deinen Augen nicht glauben.<br />

Als die Deutschen mit Streichhölzern und Benzin die alte<br />

vernichtet haben, blieb nur eine gerade Ebene übrig. Die Tanten,<br />

Onkel und Cousins, die sie besuchten, landeten in Auschwitz,<br />

von wo sie nicht mehr zurückkamen. Der Vater überlebte und<br />

seine Brüder auch. Und sie haben den Faschisten schön eingeheizt<br />

in Tobruk, Monte Casino, Russland, bei Dankerque...<br />

Nach dem Krieg war mein Vater nicht mehr als Weber tätig.<br />

Zu Hause habe ich von ihm ein an ein Brett geklebtes Foto, das<br />

an der Ehrentafel der besten Dreher in Totex Chrastava hing.<br />

Er steht da mit einer modernen Baskenmütze mit einer Antenne,<br />

die nach oben steht. Er vergaß aber, dass, wenn er die<br />

Dreherbrille zum Fotografieren abgenommen hat, er sie dann<br />

sofort wieder aufsetzen sollte. Und weil er es in der Euphorie<br />

vergessen hat, wurde er schon eine halbe Stunde später mit einem<br />

Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Ein Stahlspan<br />

bohrte sich in sein Auge und man musste ihn mit einem starken<br />

Magnet entfernen.<br />

Totex Chrastava, das war im Lebenslauf meines Vaters ein<br />

Begriff. Je nach Wetter ist er zur Arbeit abwechselnd mit dem<br />

Fahrrad, dem Zug oder Motorrad gefahren oder man konnte<br />

auch zu Fuß gehen. Es sind gute vier Kilometer von Mach-


nín nach Chrastava. Er hat dort nach seinem Strafvollzug aus<br />

den fünfziger Jahren als Dreher angefangen und arbeitete sich<br />

hoch. Da war er schon Meister der Elektriker, der Hofgruppe<br />

und sogar der Heizer im Kesselhaus. Das alte Kesselhaus stand<br />

ursprünglich auch mit dem hohen Schornstein unterhalb der<br />

Bahnstrecke und man konnte aus dem Zug die Schaufeln und<br />

Kohlehalden sehen.<br />

Damals gab es in der ganzen Republik am Freitag kein Fleisch.<br />

Man sollte überall nur Gemüse kochen. Kein Fleisch, von<br />

welchem es in den fünfziger Jahren in Böhmen so wenig gab.<br />

Die Betriebsküchen kochten wirklich nur Hülsenfrüchte mit<br />

Eiern (das war dann lustig), Buchtel mit Pudding, Nudeln mit<br />

Mohn oder Semmelauflauf und Gemüsesuppen. Das störte den<br />

Vater weniger, weil er Vegetarier war und richtigen Eintopf, was<br />

eine Kunst für sich war, nur er selbst so kochen konnte, dass<br />

darin der Löffel stand.<br />

Aber seine Truppe der Heizer respektierte dieses Fleischverbot<br />

am Freitag nicht. Sie haben an jedem fleischlosen Tag<br />

irgendeinen Hund gebraten. Der Duft des Bratens zog durch<br />

ganz Chrastava, durch die Stadt, Straßen, Gärten, bis zum Nationalkomitee.<br />

Denen lief das Wasser auch im Mund zusammen<br />

und man hat ihnen das Braten, Kochen und Garen von<br />

Hunden verboten. Die Heizer von Totex, Männer gewohnt an<br />

Schaufel und Schläge, lachten sie aus und mein Vater war mit<br />

ihnen unglücklich. Es war noch gut, dass die Vorgesetzten<br />

ihm glaubten, dass er Vegetarier ist, aber auch so bekam er viel<br />

Ärger. Er konnte das Arbeitervolk nicht führen und überzeugen,<br />

die Hundeorgien zu beenden, die auch von den örtlichen<br />

Funktionären besucht wurden, die die Einladung nie abgelehnt<br />

haben.


Die Welt ging nicht unter. Mein Vater wechselte zur Firma<br />

Zelenina Terezín und verkaufte Kohl, Kohlrabi und Blumenkohl<br />

und war wieder unter seinesgleichen.


Táta – kus životopisu<br />

Uměl všechno a aspoň v mých očích byl velikým, i když moc<br />

nevyrostl. Vyučil se tkalcem. Čím taky jiným, když se narodil<br />

v Liberci. Doma se mluvilo, jak jinak, než německy a s druhou<br />

půlkou mišpoche česky. Když mu bylo třináct, měl bar micva<br />

v synagoze. Samozřejmě, že v Liberci. Dnes na tom samém<br />

místě stojí nová synagoga. (Táto, to bys koukal a vlastním očím<br />

nevěřil.)<br />

Když Němci sirkami a benzínem zničili tu starou, zůstala po<br />

ní jen rovná plocha. Tety, strýcové a bratranci, co do ní chodili,<br />

skončili v Osvětimi, odkud se už nevrátili. Tatínek přežil<br />

a jeho bratři taky. A fašistům pěkně zatopili v Tobruku,<br />

v Monte Casinu, v Rusku, u Dankerque…<br />

Po válce už táta netkalcoval. Mám doma nalepenou na<br />

prkénku jeho fotku, co visela na desce cti nejlepších soustružníků<br />

Totexu Chrastava. Stojí tam u soustruhu v módní rádiovce<br />

s anténkou, co trčí vzhůru, ale zapomněl, že když si sundal<br />

soustružnické brýle k focení, měl by si je zase fofrem zpátky<br />

nasadit. A protože si na to v euforii z focení nevzpomněl, už za<br />

půl hodiny ho vezla sanitka do liberecké nemocnice na oční.<br />

Do oka se mu zasekla ocelová špona, kterou mu tam museli<br />

vyndat silným magnetem.<br />

Totex Chrastava, to byl v životopisu táty pojem. Do práce<br />

jezdil střídavě podle počasí na kole, vlakem, na motorce,<br />

dalo se jít i pěšky. Z Machnína do Chrastavy to jsou dobré čtyři<br />

kilometry. Po výkonu trestu z let padesátých tam začal jako<br />

soustružník a po žebříčku stoupal výš a výš. To už byl mistrem<br />

elektrikářské a nádvorní party a taky topičů v kotelně. Stará kotelna<br />

i s vysokým komínem stála původně pod tratí a z vlaku<br />

bylo vidět na lopaty a na haldy uhlí.


Tehdy byly v celé republice pátky bezmasými dny. Všude se<br />

mělo vařit pouze ze zeleniny. Žádné maso, kterého bylo v padesátých<br />

letech v Čechách tak málo. Závodní kuchyně vařily<br />

opravdu jen luštěniny s vajíčkem, (to bylo veselo), buchtičky se<br />

šodó, nudle s mákem či zemlbábu a zeleninové polévky. To tátovi<br />

zas tak nevadilo, protože byl vegetarián a pořádný eintopf,<br />

což byla věda, uměl uvařit jen on sám tak, aby v něm lžíce stála.<br />

Ovšem ten zákaz masa v pátek nerespektovala jeho kotelnická<br />

parta, a každý ten bezmasý den pekla, smažila a vařila<br />

nějakého pejska. Vůně z pečeného masa se táhla Chrastavou<br />

po celém městě, ulicemi, zahradami, až po národní výbor. Tam<br />

si rovněž utírali sliny z brady a smažit, vařit a dusit psa jim<br />

zakázali. Totexáčtí kotelníci, muži od lopaty a od rány se jim<br />

hlučně vysmáli a táta v tom lítal s nimi. Ještě, že mu nadřízení<br />

uvěřili, že je vegan, ale i tak mu to spočítali. Neuměl pracující<br />

vést a přesvědčit, aby ukončili psí zabijačky a hody, na které<br />

chodili rádi i místní potentáti, kteří pozvání nikdy neodmítli.


Svět se nezbořil. Táta přešel do podniku Zelenina Terezín<br />

a prodával zelí, kedlubny a květák a byl opět mezi svými.


Die Geige<br />

Bin ich überhaupt berechtigt, über sie zu schreiben? Ich, der<br />

kein musikalisches Gehör hat und der weiß, dass eine Geige zu<br />

spielen nicht nur schwere Arbeit, sondern auch ein Geschenk<br />

von oben ist.<br />

Zum ersten Mal habe ich eine Geige in der ersten Klasse<br />

beim Beginn des Schuljahres im September 1953 in Machnín<br />

gesehen. Der Herr Schulleiter hatte lange Finger und sein<br />

Sakkoanzug war auf den Schultern abgenutzt. Er nahm irgendetwas<br />

aus dem Fidelkasten heraus was ja die Geige war<br />

hat sie unter‘s Kinn gelegt und begann zu spielen. Ich wette,<br />

dass bei uns Dorfkindern in dem Augenblick das Herz stehen<br />

blieb. Wir haben die Geige zum ersten Mal gehört und es war<br />

ein Ton, der sowohl die Wand, wie auch den Boden reizte und<br />

mit dem Stein am Glas kratzte, brannte wie Brennesseln, wie<br />

wenn du das Bein ins kochende Wasser steckst. Er zog unsere<br />

Zähne heraus, zog an den Haaren, drosselte und erstickte uns.<br />

Mit großen Augen haben wir den komischen Ton durch alle<br />

Zellen aufgenommen, Augen aufgeschlagen, Hände hinter<br />

dem Rücken und kaum geatmet. Die Welt blieb stehen. Der<br />

Schulleiter Jiránek hörte mit dem Spiel auf, hat uns verwundert<br />

angeschaut und fragte: „Habt ihr noch nie eine Geige gehört?“<br />

Und wir, erschrockene Dorferstklässler, haben zum ersten Mal<br />

einstimmig mit einem Satz gesagt: „Haben wir nicht gehört,<br />

Herr Lehrer...“<br />

Die Lehrer, damals Absolventen der nationalen vierjährigen<br />

pädagogischen Schule (heute erste Klasse der Grundschule),<br />

mussten ein Musikinstrument spielen können. Wo sollten wir,<br />

meistens Kinder von Dorf-Übersiedlern, irgendetwas über die


Geige oder Klavier erfahren? Es gab kein Fernsehen und die<br />

Kinder hatten nichts anderes als den Hof von den Deutschen,<br />

wo sie wohnten. Wir haben aus den Dorflautsprechern an den<br />

Säulen schon Musik spielen gehört, aber wie sollten wir wissen,<br />

wie das eine oder andere Musikinstrument aussieht? Und so<br />

saßen wir mit dem Mund weit offen da und staunten, wie ja in<br />

der Zukunft noch so oft.<br />

Die Schule vermittelte Informationen, die wir sonst nicht<br />

erfahren hätten. Wer von den Eltern wusste mehr, als wir damals?<br />

Soviel ich weiß, hatte niemand im Dorf ein Abitur. Möglich,<br />

dass nur der Frisör Herr Jůza und vielleicht noch die beiden<br />

Lehrer, der Schulleiter mit seiner Frau und die Lehrerin<br />

Krauskopová, die mit ihnen aus Prag kam. Alle drei kamen<br />

1953 aus Prag mit dem Einweisungsschein der pädagogischen<br />

Mittelschule, der sie zum Lehren in der Grundschule berechtigte.<br />

Meine weitere Begegnung mit der Geige ereignete sich, als ich<br />

das Orchester im Theater F. X. Šaldy in Liberec spielen gesehen<br />

habe, das nicht voll besetzt war. Es war in einer Theatervorstellung<br />

für Kinder am Vormittag. Die paar Musikanten, die bestimmt<br />

schlechte Laune hatten, dass sie am Sonntagvormittag<br />

spielen müssen, haben mich tief beeindruckt, besonders, dass<br />

die Interpreten zu laut sind und der Ton der Musikinstrumente<br />

mir unangenehm, gewinnend und alles übertönend war. Mir<br />

wurde klar, dass ich die Musik nicht verstehe, dass ich immer<br />

eine Zwei in Musik haben werde. Daran hat sich wirklich nichts<br />

geändert, wie sich später zeigte. Ich kann bis heute nicht singen<br />

und lernte auch nicht, ein Musikinstrument zu spielen.<br />

Der Fehler wird bei mir sein, weil ich später zu denen gehörte,<br />

die die Interpreten bewundert haben und vor allem die Musikinstrumente<br />

selbst; die vollkommene Form, Verarbeitung,


Glasur, Glanz und künstlerische Verarbeitung. Aber die Musik<br />

selbst bleibt für mich für immer unerreichbar.<br />

Die Geige habe ich auch auf den Bildern von Marc Chagall<br />

gesehen. Ein Dorfmann im langen Mantel mit verrückter Mütze<br />

auf dem Kopf spielte sie. Damals habe ich die Musik auch vom<br />

Kunstbild in der Galerie der Prager Burg spielen gehört. Ich<br />

hörte und sah den Räuber Ritter Dalibor, wie er Geige im Gefängnisfenster<br />

im Turm Daliborka spielte. Den preußischen<br />

König, wie er alleine in Berlin auf bekanntem Bild spielt. Zu<br />

Hause habe ich alte 78er-Schellack-Platten mit berühmten italienischen<br />

Star-Geigenspielern vom Ende des 19. und Beginn<br />

des 20. Jahrhunderts. Am meisten haben mich gegenwärtige<br />

russische, jüdische oder georgische Musikemigranten beeindruckt,<br />

die Europa, Israel und auch Nordamerika mit schöner<br />

Musik überfluteten.<br />

Ich habe gehört, dass sie zu den Besten gehören, was jemals<br />

aus Russland in die Welt kam. Viele lehren Musik an den Mu-


sikschulen oder spielen in den besten Orchestern der Welt. Sie<br />

spielen selbstverständlich auch in Böhmen, im Theaterorchester<br />

in Liberec, sie spielen und lehren an der Musikschule. Ich<br />

habe gehört, dass sehr gut und dass wir dankbar sein müssen,<br />

dass auf der Welt es weniger Kinder gibt, die die Geige erst mit<br />

Schulbeginn gesehen haben und auf Interpreten angewiesen<br />

waren, die das Geigenspiel lehrten und konnten es selbst nicht.


Housle<br />

Mám právo vůbec o nich psát? Já, který nemá hudební<br />

sluch a ví, že hrát na ně není jen dřina, ale dar od kohosi nahoře?<br />

Poprvé jsem uviděl housle v první třídě při zahájení školního<br />

roku v září roku 1953 v Machníně. Pan řídicí učitel měl<br />

dlouhé štíhlé prsty a sako na rameni odřené. Obratně vyndal<br />

cosi z pouzdra – to cosi byly housle – založil je pod bradu<br />

a začal hrát. Vsadím se, že všem nám vesnickým dětem v tom<br />

okamžiku srdce zůstalo stát. Slyšeli jsme housle poprvé a byl<br />

to zvuk, který dráždil zeď i podlahu a škrábal kamenem o sklo<br />

a pálil jako kopřivy, jako když strčíš nohu do vařící vody. Trhal<br />

nám zuby, tahal za vlasy, škrtil a dusil. Vyvalenýma očima<br />

jsme ten prapodivný neznámý zvuk přijímali všemi póry těla.<br />

Oči na stopkách, ruce složeny za zády ani jsme nedýchali. Svět<br />

kolem nás se zastavil. Řídící Jiránek náhle přestal hrát, podíval<br />

se na nás nechápavě a zeptal se: ,,Vy jste ještě neslyšeli<br />

nikoho hrát na housle?“ A my, vyděšení machnínští vesničtí<br />

prvňáčci, jsme řekli poprvé jednomyslně celou větou: ,,Neslyšeli,<br />

pane učiteli.“<br />

Učitelé, tehdy národní absolventi čtyřleté pedagogické školy<br />

(dnes prvního stupně základní školy), museli hrát na hudební<br />

nástroje. Kde jsme se měli my, děti většinou vesnických dosídlenců,<br />

dozvědět něco o houslích nebo o klavíru? Televize nebyla<br />

a rodiče většiny dětí neměli nic jiného než stavení po<br />

Němcích, ve kterém bydleli. Z rádia a vesnického tlampače na<br />

sloupech jsme slyšeli hudbu, ale jak jsme měli vědět, jak vypadá<br />

ten či onen hudební nástroj? A tak jsme tam seděli s pusou<br />

otevřenou a zírali, jako ještě v budoucnu mnohokrát.


Škola nám dávala informace, ke kterým jsme se jinak dostat<br />

neuměli. Kdo z rodičů věděl víc než tenkrát my? Co vím,<br />

tak v celé obci neměl maturitu nikdo. Snad jenom holič pan<br />

Jůza. A možná ještě oba učitelé, řídící s manželkou a učitelka<br />

Krauskopová, která s nimi přišla z Prahy. Všichni přišli do obce<br />

v roce 1953 z Prahy na umístěnku ze střední pedagogické školy,<br />

která je opravňovala učit na prvním stupni.<br />

Mé další setkání s houslemi bylo, když jsem viděl hrát orchestr<br />

v divadle F. X. Šaldy v Liberci, který nebyl v plném obsazení.<br />

Bylo to na divadelním odpoledním představením pro<br />

děti. Těch pár hudebníků, kteří jistě byli otráveni, že musí hrát<br />

v neděli odpoledne, ve mně zanechalo silný dojem. Hlavně ten,<br />

že interpreti jsou příliš hluční a hlas hudebních nástrojů mi je<br />

nepříjemný, drásající, vítězný a vše přehlušující. Utvrdil jsem<br />

se v tom, že hudbě nerozumím a že dvojku ze zpěvu už budu<br />

mít navždycky. Na tom se skutečně, jak se později ukázalo, nic<br />

nezměnilo. Zpívat dodnes neumím a hrát jsem se na žádný hudební<br />

nástroj nenaučil. Chyba bude na mé straně, neboť později<br />

jsem vždy patřil k těm, co obdivovali interprety a hlavně samotné<br />

hudební nástroje. Jejich dokonalý tvar, opracování, glazuru,<br />

lesk a umělecké zpracování. Hudba samotná mi však zůstává<br />

trvale zamčená devaterými zámky.<br />

Housle jsem rovněž viděl na obrazech Marca Chagalla. Hrál<br />

na ně vesnický chlap v dlouhém kabátě s bláznivou čepicí na<br />

hlavě. Tehdy jsem uslyšel hrát hudbu i z umělcova obrazu<br />

v galerii Pražského hradu. Slyšel jsem a viděl lapku, rytíře Dalibora,<br />

hrát na housle v okně vězení ve věži Daliborce. Pruského<br />

krále, jak v Berlíně hraje sám na známém obrazu. Doma mám<br />

staré šelakové desky s otáčkami 78, kde hrají na housle slavné<br />

italské hvězdy z konce 19. a počátku 20. století. Snad největší<br />

dojem na mně udělali současní ruští, židovští či gruzínští


hudební emigranti, kteří zaplavili Evropu, Izrael i Severní Ameriku<br />

sličnou muzikou.<br />

Slyšel jsem, že patří k nejlepšímu, co z Ruska kdy přišlo<br />

do světa. Spousta jich hudbu učí v hudebních školách, hraje<br />

v nejlepších orchestrech světa. Samozřejmě hrají i v Čechách.<br />

V libereckém divadelním orchestru, v hudební škole hrají<br />

a vyučují. Slyšel jsem, že velmi dobře a že jsme jim právem<br />

vděční, že ubývá na světě těch, co uviděli housle až nástupem<br />

do školy a byli odkázáni na interprety, co učili a sami neuměli.


Zum Arzt<br />

Aus Machnín sind es nach Stráž nad Nisou nur zirka drei<br />

– vier Kilometer. Es war schon fast zwanzig Jahre nach dem<br />

Krieg und jeder dachte, dass er gerade deswegen nie wieder<br />

irgendwohin zu Fuß gehen wird und wartete geduldig auf den<br />

Bus. Gott weiß, wie es damals war. Ich hatte ein geplatztes Trommelfell<br />

und musste zum Arzt wegen Penicillinspritzen. Der<br />

Arzt hatte aber in unserem Dorf nur an zwei Wochentagen<br />

Sprechstunde, sonst war er in Stráž nad Nisou. Das Gesundheitszentrum<br />

in Stráž war zwar nicht am Rand der Gemeinde,<br />

trotzdem war die Busreise nicht so günstig, weil er nicht ins<br />

Zentrum fuhr. Viele also, auch wenn ungern, gingen ab und zu,<br />

zu Fuß, genauso wie ich damals.<br />

Man baute in der Zeit um Liberec viele neue Straßen, so dass<br />

man durch Baustellen fuhr und auch ging. Ich beobachtete auf<br />

dem Weg zum Arzt die riesigen Baumaschinen, so dass ich<br />

ein Brettchen mit einem Nagel übersehen hatte, das auf dem<br />

Weg bis zu dem Augenblick lag, wo ich darauf trat. Der Nagel<br />

bohrte sich sowohl durch den Schuh wie auch durch meinen<br />

Fuß. Der Schmerz! Heute lache ich darüber, aber die Fußsohle<br />

ist ein sehr empfindlicher Körperteil. Damals lachte nur der<br />

Arzt und spritzte eine Spritze nach der anderen, bis ein Zahn<br />

angefangen hat weh zu tun... Zum Glück war der zuständige<br />

Zahnarzt für die Gemeinde Machnín wo sonst, als in Stráž nad<br />

Nisou. Ich kann mich nicht so richtig erinnern, aber wir aus<br />

Machnín mussten die aus Stráž mögen. Die hatten alles gleich<br />

vor der Nase.<br />

Der Zahnarzt war auf der anderen Seite der Gemeinde im<br />

VEB Tesla, so dass ich mich mit dem verbundenem Fuß vom<br />

Allgemeinarzt, im Körper drei Spritzen, zum weiteren Arzt


quer durch ganz Stráž schleppte. Vorbeifahrende Autos hupten<br />

und leuchteten auf, niemand hielt aber an. Die Fahrer winkten,<br />

öffneten die Fenster und riefen witzige Sprüche zu.<br />

Ich hatte sowieso genug. Man musste in Tesla am Pförtner<br />

vorbei, entlang des Zauns in den hinteren Teil des Hauptgebäudes.<br />

Der Fuß tat weh, das Ohr war entzündet und eingewickelt,<br />

im Hintern hatte ich eine Tetanusspritze und zwei Penicillinspritzen<br />

gleich daneben. Der Zahnarzt spritzte sicherheitshalber<br />

sofort, in völliger Stille, eine weitere Spritze ins Zahnfleisch<br />

und sagte: „Der Zahn muss raus“ und ging weg. Ich<br />

auch, nachdem ich mich ein bisschen von dem Spritzenreichtum<br />

erholte. Alles tat weh, von der Hacke bis zu den Zähnen.<br />

Mit dem Zahn zur Erinnerung in der Hand, verbunden wie ein<br />

Soldat, der die Schlacht bei Solferin überlebte, humpelte ich<br />

nach Hause, nach Machnín. Von Tesla aus nach Stráž nad Nisou<br />

war es zirka eine Stunde zu Fuß. Ich brauchte gut zwei<br />

Stunden und zum Schluss bin ich recht gut in Machnín angeko-


mmen. Ich legte mich auf das Kanapee und schlief bei Tageslicht<br />

ein. Ich träumte, dass ich ein Rettungshubschrauber bin,<br />

der damals in Böhmen noch nicht war, in meiner Fantasie aber<br />

schon existierte und ich war der Pilot. Dieser Tag war mein<br />

Höhepunkt, was sowohl die Einstiche unter die Haut, wie auch<br />

die zurückgelegte Strecke im Frühling wegen ärztlicher Behandlung<br />

betrifft.<br />

Das einzige, was an dem tränenreichen Gesundheitswandern<br />

sympathisch war, war, dass es ohne die Gesundheitskarte<br />

und Zuzahlung ging. Ich habe überlebt, bin hier, ohne dreißig<br />

Kronen bei der Registrierung. Ich kann beißen, gehen und höre<br />

auch das, was ich nicht hören soll. Ich bin ein geheilter Optimist,<br />

der niemanden um etwas beneidet. Ich bin froh, wenn<br />

man nicht zum Arzt muss, auch wenn... Auch der Arzt muss ja<br />

von etwas leben.


K doktorovi<br />

Z Machnína je to do Stráže nad Nisou asi jen tři – čtyři kilometry.<br />

Bylo téměř dvacet let po válce a každý si myslel, že<br />

právě už proto nikdy a nikam pěšky nepůjde, a tak trpělivě<br />

čekal na autobus. Bůh suď, jak to tehdy bylo. Měl jsem prasklý<br />

ušní bubínek a k doktorovi jsem musel na penicilinové injekce.<br />

Doktor ale v naší vesnici ordinoval jen dva dny v týdnu, ostatní<br />

dny byl ve Stráži nad Nisou. Zdravotní středisko ve Stráži nebylo<br />

hned na kraji obce, přesto cesta autobusem nebyla až tak<br />

výhodná, protože nezajížděl do centra. Mnozí tedy, ač neradi,<br />

přece jen občas chodili pěšky, stejně jako tehdy já.<br />

V té době se kolem Liberce mohutně stavěly silnice, a tak<br />

se jezdilo i chodilo po staveništi. Cestou k lékaři jsem si prohlížel<br />

mohutné stavební stroje, takže jsem si nevšiml prkénka<br />

s hřebíkem, které leželo na cestě do doby, než jsem na něj šlápl.<br />

Propíchl jsem si botu a chodidlo k tomu. Ta bolest! Dnes se<br />

tomu směju, ale chodidlo je citlivá část těla. Tehdy se smál jen<br />

doktor a píchal do mě injekce jednu za druhou, až mě z toho<br />

rozbolel zub… Ještě, že zubní doktor pro obec Machnín sídlil,<br />

kde jinde, než ve Stráži nad Nisou. Už si to tak moc nepamatuji,<br />

ale my machnínští jsme museli mít ty ze Stráže rádi. Měli<br />

všechno doma u nosu.<br />

Zubař sídlil na druhé straně obce v n. p. Tesla, a tak jsem se<br />

šoural se zavázaným chodidlem od praktického doktora, maje<br />

v sobě tři injekce, za dalším doktorem napříč celou Stráží.<br />

Kolem mě projíždějící auta houkala a mrkala světly, ale nikdo<br />

mi nezastavil. Řidiči mávali, otevírali okna u aut a pokřikovali<br />

vtipné průpovídky.<br />

Měl jsem toho právě dost. V Tesle se muselo přes vrátnici,<br />

potom podél plotu do zadní části traktu hlavní budovy.


Noha mě bolela, ucho jsem měl zanícené a obvázané, v zadnici<br />

tetanovku a dvakrát penicilin hned vedle. Zubař mi pro jistotu<br />

hned, za úplného ticha, dal další injekci do dásně a řekl:<br />

„Ten zub půjde pryč“ a odešel. Já taky, jen co jsem se trochu z té<br />

smrště injekcí zmátožil. Bolelo mě všechno od paty po zuby.<br />

Se zubem v hrsti na památku, obvázaný jako voják, co přežil<br />

bitvu u Solferina, jsem se belhal domů, do Machnína. Od Tesly<br />

ze Stráže nad Nisou je to pěšky tak hodinu. Já to šel dobré dvě,<br />

a nakonec jsem se do Machnína dobelhal docela v pohodě. Lehl<br />

jsem si na kanape a usnul za denního světla. Zdál se mi sen, že<br />

jsem záchranářským vrtulníkem, který ještě v té době v Čechách<br />

nelétal, ale v mé fantazii už tu byl a já ho pilotoval. Ten<br />

den byl můj vrcholový, co do počtu bodnutí pod kůží i pěších<br />

jarních kilometrů za lékařským ošetřením, za zdravím.<br />

Jediné, co bylo v tom slzavém putování za zdravím sympatické,<br />

že to šlo bez karty zdravotní pojišťovny a bez platby<br />

v hotovosti. Přežil jsem to, jsem tady. Bez třiceti korun při


identifikaci. Koušu, došlapuji a slyším i to, co nemusím. Jsem<br />

vyléčený optimista, co už nikomu nic nezávidí. Jsem rád, když<br />

nikomu nic není a k doktorovi nemusí, i když… I ten doktor<br />

z něčeho musí být živ.


Über die Drahtzieher, aber nicht nur<br />

Sie konnten in Machnín, in Chotyně, in Smržovka, in Turnov<br />

oder in Písek, überall in Böhmen, in Russland, in Amerika oder<br />

in Deutschland noch in den fünfziger Jahren des vergangenen<br />

Jahrhunderts einen Drahtzieher antreffen. Ich habe ihn unweit<br />

von Liberec getroffen, in Machnín unter dem Friedhof, in der<br />

ehemaligen deutschen Gaststätte Nordlicht (Polární záře), wo<br />

wir damals mit den Eltern lebten.<br />

Was habe ich, als Junge, über das Drahtziehen gewusst? Tja,<br />

ein verdrahteter Topf stand auf dem Herd beider Omas, sowohl<br />

in Hrádek nad Nisou wie auch in Mníšek pod Brdy. Zu Hause<br />

nicht. Die Mutter mochte neue.<br />

Ich war von Natur aus neugierig. Ein Wort gab das andere<br />

und der Drahtzieher wanderte von der Pforte durch den Garten<br />

ins Haus. „Mama, ich bringe dir einen Gast, den Herrn<br />

Drahtzieher!“ Meine Mutter erlitt fast einen Herzinfarkt. Sie<br />

ahnte schon länger, dass es mit meinem sozialen Mitgefühl<br />

schwierig sein wird, wollte den Drahtzieher aber nicht ins<br />

Haus lassen. Nichts desto trotz saß der sehr interessante Mann<br />

bald in der Küche am Tisch, trank Kaffee, knabberte an Keksen<br />

und erzählte. Auch meine Mutter mochte Geschichten und zusammen<br />

mit mir hatten wir genug zum Fragen.<br />

„Kommen Sie von Trenčín?“ hat die Mutter angefangen und<br />

fragte weiter: „Sind Sie alleine oder haben Sie einen Gehilfen?<br />

Erzählen Sie, wo Sie schon überall waren und wie es Ihnen in<br />

der Welt gefällt. Haben Sie Kinder? Und was sagt Ihre Frau,<br />

dass Sie so wenig zu Hause sind?“ Ich hatte auch einige Fragen<br />

und fragte das Grundlegende: „Spielen Sie Murmeln?“ Nach<br />

den Keksen gab es schon lauwarme Buchtel und der Drahtzie-


her, der in einem Korbstuhl saß, schaute mich an, als ob er an<br />

seine Kinder weit weg dachte.<br />

Er erzählte weniger über die Drahtnetze, die geschickt verflochten,<br />

wie ein Wunder wieder das Wasser im Tontopf hielten,<br />

mehr aber darüber, woher die Drahtzieher kommen. Er<br />

war wahrscheinlich traurig. Er dachte an Berge, die bis zum<br />

Himmel ragen, wo Leute wie er leben, wo höchstens Hafer und<br />

Kartoffeln wachsen und wo Not und Hunger herrschen. Er<br />

sagte, und das weiß ich genau: „Wenn ich einmal am Tag vom<br />

Haferbrot satt werden könnte, würde ich nicht durch die Welt<br />

wandern“.<br />

Nur schwer begreift diese Worte ein Junge, dem sie das Essen<br />

aufzwingen mussten. Mir wurde damals überhaupt nicht klar,<br />

dass es keine leeren Worte sind, dass Leute wirklich Hunger<br />

haben können. Eigentlich habe ich keine anderen Drahtzieher<br />

im Dorf gesehen. Ähnliche Händler und Handwerker wurden<br />

weniger. Die Welt veränderte sich und die Leute haben angefangen,<br />

die gebrochenen Töpfe gegen Töpfe aus Metall, Blech,<br />

Guss, Titan und Keramik auszutauschen, und wenn diese ausgedient<br />

hatten, wanderten sie in die Mülltonne. Mich, einen<br />

Jungen aus Machnín, haben auch andere Sachen erst viel später<br />

angefangen zu interessieren. Makov, Kysuca, Rovné, Vysoká,<br />

Tvrzovka, Čadca. Das letzte war die Hauptstadt der Drahtzieher.<br />

Damals gingen die Männer schon Jahrzehnte in die Welt,<br />

um die Töpfe zu reparieren und kehrten nach Hause zurück,<br />

um den Familien Geld zum Lebensunterhalt zu bringen. Sie<br />

haben sich angepasst, aber das Heim fehlte ihnen. Es waren<br />

Reisende, deren Herzen zu Hause blieben. Die Hände arbeiteten,<br />

zogen Drähte in der weiten Ferne, auch in der Gegend um<br />

den Jeschken, in Kreisen, wie wenn man einen Stein ins Wasser<br />

wirft.


Dieser einfache Drahtzieher, den ich vor sechzig Jahren in<br />

Machnín getroffen habe, hatte das, was heute vielen Leuten<br />

fehlt. Eine wunderbare Gabe: kämpfen und leben...


O drátenících a nejen o nich<br />

V Machníně, v Chotyni, ve Smržovce, v Turnově nebo v Písku,<br />

po celých Čechách, v Rusku, v Americe či v Německu jste<br />

mohli ještě v padesátých letech minulého století potkat dráteníka.<br />

Já se s ním potkal kousek od Liberce, v Machníně pod<br />

hřbitovem, v bývalé německé hospodě Polární záře, kde jsme<br />

tehdy s rodiči bydleli.<br />

Co já, jako kluk, věděl o drátování? Jo, sdrátovaný hrnec stál<br />

na plotně obou babiček v Hrádku nad Nisou i v Mníšku pod<br />

Brdy. Doma ne. Maminka si potrpěla na nové.<br />

Byl jsem od přírody zvědavý. Slovo dalo slovo, a dráteník<br />

putoval od branky zahradou do domu. „Mami, vedu ti hosta,<br />

pana dráteníka!“ Maminku téměř schvátil infarkt. Tušila už<br />

delší dobu, že s mým sociálním cítěním bude potíž, ale dráteníka<br />

do domu pustit nechtěla. Nicméně už za deset minut<br />

ten velmi zajímavý muž seděl v kuchyni u stolu, popíjel kafe,<br />

chroupal nějaké sušenky a vyprávěl. I maminka měla ráda příběhy,<br />

a ve spojení se mnou jsme se měli na co vyptávat.<br />

„Jste od Trenčína?“ začala maminka a pokračovala: „Jste<br />

sám nebo máte pomocníka? Povídejte, kde všude jste byl,<br />

jak se vám líbí ve světě? Máte děti? A co vaše paní na to, že jste<br />

tak málo doma?“ Ani já nezůstal s otázkami pozadu a položil<br />

tu zásadní: „Hrajete kuličky?“ Po sušenkách přišly na řadu už<br />

vychladlé buchty a dráteník, usazen v proutěné židli, se na mě<br />

podíval, jako by si vzpomínal na své děti daleko odtud.<br />

Vyprávěl, ani ne tak o pavučině drátů, které umě pospojovány<br />

jako zázrakem držely opět vodu v kameninovém hrnci,<br />

ale o tom, kde se tu u nás dráteníci berou. Asi mu bylo teskno.<br />

Vzpomínal na hory vysoké až do nebe, kde žijí lidé jako on,<br />

kde roste leda oves, brambory, a kde je nouze a hlad. Řekl, a to


si pamatuji doslova: „Kdybych se jednou za den mohl najíst<br />

ovesným chlebem, nechodil bych světem drátovat“.<br />

Jen těžko taková slova chápe kluk, kterého do jídla museli<br />

nutit. Tenkrát mi ani nedošlo, že to nejsou prázdná slova, že<br />

lidé opravdu mohou mít hlad. Já už vlastně víc dráteníků ve<br />

vesnici neviděl. Podobných obchodníků a řemeslníků ubylo.<br />

Svět se změnil a lidé začali prasklé hrnce měnit za kovové,<br />

plechové, litinové, titanové, keramické a ty, pokud dosloužily,<br />

šly do popelnice. Mne, kluka z Machnína, začaly zajímat i jiné<br />

věci až mnohem, mnohem později.<br />

Makov, Kysuca, Rovné, Vysoká, Tvrzovka, Čadca. To poslední<br />

bylo hlavním městem dráteníků. Muži v té době už desítky<br />

let odcházeli do světa spravovat hrnce a domů se vraceli,<br />

aby rodinám přinesli peníze na živobytí. Zvykli si, ale domov<br />

jim scházel. Byli to cestovatelé, ale jejich srdce zůstávala doma.<br />

Ruce pracovaly, drátovaly daleko široko i od Ještědu, v kruzích,<br />

jako když kámen do vody hodíš.


Ten obyčejný dráteník, kterého jsem potkal před šedesáti<br />

lety v Machníně, měl v sobě, co mnoha lidem dneska schází.<br />

Úžasnou věc. Bojovat a žít…


Darré-Souš im Isergebirge<br />

Erna Reichlová hatte einen Neffen Rudla, der wie ich aus<br />

Machnín war. Es war in den fünfziger Jahren des vergangenen<br />

Jahrhunderts und wir waren mit Rudla und Jarda Kalenský unzertrennliche<br />

Kumpel. Warum damals Jarda mit uns nicht nach<br />

Souš gefahren ist, weiß ich nicht.<br />

Darré. So haben Souš mein Vater und auch die Tante von Rudla<br />

genannt. Darré, das war eine große, sehr große Wasserfläche<br />

im Isergebirge. Es gibt sie immer noch, heute dient sie aber als<br />

Wasserreservoire von Trinkwasser für die Städteballungen<br />

Jablonec und Liberec.Heute trinkt Ing. Reichl dieses Wasser<br />

täglich in Jablonec, ich in Liberec.<br />

Damals fuhren wir mit der „Tante“ Erna nach Souš zum<br />

Baden und um von einem Ende ans andere zu schwimmen<br />

und auch um so ein bisschen der Tante zu helfen, touristische<br />

Markierungen an die umliegenden Bäume zu malen. Man<br />

fuhr damals überall mit dem Zug, Bus oder in der Gegend von<br />

Jablonec mit der Straßenbahn. Den, der die Straßenbahnen in<br />

Jablonec abgeschafft hat, würde ich gerne kennen, um ihm eine<br />

zu verpassen... Wo waren die Autos? Keine Ahnung. Normale<br />

Menschen hatten damals keine Autos. Sie hatten andere Sorgen.<br />

Erna war mit ihrem Kübelchen in unserem Umfeld berühmt.<br />

Soviel ich weiß, heiratete sie niemals und mit uns hat sie mehrere<br />

solche Arbeitsreisen um Machnín und Jablonec gemacht.<br />

Als Touristin kannte sie auch Geschichten, die sie spannend<br />

erzählen konnte und wir liebten sie dafür.<br />

Wir haben das Wasser an der Seite der Berghütte in Smědava<br />

betreten, an der Quelle des Baches Smědá, der bei Hochwasser<br />

so stark das Leben in Frýdlant, Raspenava und der ganzen weiten<br />

Umgebung stören kann. Erna markierte und wir badeten.


Zum Schluss haben wir beschlossen, Darré zu besiegen und ans<br />

andere Ende zu schwimmen. Tante Erna schwamm, ob sie wollte<br />

oder nicht, mit uns zur Sicherheit, damit wir nicht ertrinken.<br />

Wie man sieht, wir haben‘s überlebt.<br />

Rudla hat in Brünn an der Forstschule studiert und lebt in<br />

Jablonec, ich in Liberec. Tante Erna Reichlová, wie die ganze<br />

Generation vor uns, ist nicht mehr tätig und markiert auch keine<br />

touristischen Markierungen mehr. Schon lange ist sie nicht<br />

mehr bei uns. Sie ist bestimmt im touristischen Paradies. Auch<br />

Jarda Kalenský, den wir damals so vermisst haben, starb kurz<br />

nach dem Abitur im Jahre 1966. Nur wir beide sind geblieben,<br />

zwei ältere Herren. Der eine „rodete“ die Wälder, der andere<br />

suchte dort die Pilze. Rudla war erfolgreich, ich... Das soll jemand<br />

anderes beurteilen.<br />

Aber Darré-Souš kann niemand anderer der Länge nach<br />

durchschwimmen. Dieser kleine Sieg bleibt für immer bei uns,<br />

zwei Jungs aus Machnín und Tante Erna mit ihren Farben, mit<br />

welchen sie die touristischen Markierungen anmalte...


Darré – Souš v Jizerských horách<br />

Erna Reichlová měla synovce Rudlu, který byl, jako já,<br />

z Machnína. Psala se padesátá léta minulého věku a my jsme<br />

s Rudlou a s Jardou Kalenským byli nerozlučná trojka. Proč<br />

s námi tehdy Jarda nejel na Souš nevím.<br />

Darré. Tak Souši říkal můj táta i Rudlova teta. Darré, to byla<br />

velká, převeliká vodní plocha v Jizerských horách. Ona pořád<br />

je, ale dnes slouží jako zásobárna pitné vody pro aglomeraci<br />

měst Jablonce a Liberce. Dnes Ing. Reichl pije tuhle vodu každý<br />

den v Jablonci, já v Liberci.<br />

Tehdy jsme se s „tetou“ Ernou jeli na Souš vykoupat a přeplavat<br />

ji z jednoho konce na druhý. A taky tak trochu pomoci tetě<br />

malovat turistické značky na okolní stromy. Všude se tehdy<br />

jezdilo vlakem, autobusem, nebo i po Jablonecku tramvají.<br />

Tomu, a chtěl bych znát, kdo zrušil tramvaje jezdící po Jablonecku,<br />

bych dal přes pr… Kde byla auta? Nevím. Normální lidi<br />

tehdy auta neměli. Měli jiné starosti.<br />

Erna s kyblíčkem barev byla v našem okolí pověstná. Pokud<br />

vím, tak se nikdy nevdala a s námi těch pracovních cest kolem<br />

Machnína i Jablonce udělala víc. Jako turistka znala i příběhy,<br />

které nám poutavě vyprávěla a my jsme ji za to měli ohromně<br />

rádi.<br />

Do vody jsme vstoupili ze strany od horské chaty na Smědavě,<br />

od prameniště říčky Smědé, která umí tak mocně při<br />

povodních narušit chod domácností ve Frýdlantu, Raspenavě<br />

a v celém široširém okolí. Erna značkovala a my se koupali. Nakonec<br />

jsme se rozhodli Darré pokořit a přeplavat. Teta Erna<br />

plavala chtě nechtě s námi, jako jistota, abychom se cestou<br />

neutopili. Jak vidno, neutopili.


Rudla vystudoval lesárnu v Brně a žije si v Jablonci, já v Liberci.<br />

Teta Erna Reichlová, jako celá generace před námi, už<br />

nepodniká a turistické značky nekreslí. Dávno s námi není. Je<br />

jistě v turistickém ráji. Ani Jarda Kalenský, který nám tenkrát<br />

tak scházel. Zemřel krátce po maturitě v roce 1966. Zůstali jsme<br />

jen my, dva staří páni. Jeden „plundroval“ lesy, druhý do nich<br />

chodil hledat houby. Rudla byl úspěšný, já… To ať posoudí někdo<br />

jiný.<br />

Ale Darré – Souš, už nikdo jiný na délku nepřeplave. To malé<br />

vítězství už navždy zůstane nám, dvěma hochům z Machnína<br />

a „tetě“ Erně s barvami, kterými značkovala turistické cesty…


Aus der Chronik von Machnín<br />

Der Schulleiter, Herr Josef Klos, wurde Archivar unserer<br />

Gemeinde. Ich wohnte damals unweit von ihm, bezweifle aber,<br />

dass wir gemeinsamen Gesprächsstoff hätten. In dem Jahr war<br />

ich gerade zwei Jahre alt und hatte das Problem, dass meine Beine<br />

zu dick waren, so dass man sie jeden zweiten Tag massierte,<br />

was wehtat. Ich fürchtete mich davor und Herr Schulleiter, der<br />

hatte andere Sorgen.<br />

Er hat in der Chronik festgehalten, dass der örtliche Jugendverein<br />

den Maibaum gegenüber der Jugend aus Chrastava verteidigt<br />

hatte und dass die LPG in Machnín auch beim zweiten<br />

Anlauf nicht besonders erfolgreich war. Er hat auch andere<br />

Tatsachen festgehalten, die man heute schwer versteht.<br />

Der Landwirt Herr Špinka aus Machnín Nr. 47 bekam einen<br />

Enkel. Herr Špinka hat sich aus dem Anlass entschlossen, eine<br />

Feier zu veranstalten und für die Gäste ein richtiges Festmahl<br />

vorzubereiten. Er hat ohne Erlaubnis der „Obrigkeit“ schwarz<br />

ein Kalb geschlachtet, Bekannte und Freunde eingeladen, die<br />

an Ort und Stelle das Kalb verspeisten. Man benötigte im Jahre<br />

1949 eine schriftliche Erlaubnis und die bekam man nicht,<br />

wenn man die Pflichtabgaben an landwirtschaftlichen Erzeugnissen<br />

nicht abgeliefert hat.<br />

Keine Ahnung, wie die Informationen über das Schlachtfest<br />

bis zur Obrigkeit gelangten. Wer von den Nachbarn Herrn<br />

Špinka angezeigt hat, steht in der Chronik nicht. In der Chronik<br />

steht nur, dass eine große Untersuchung angefangen hat,<br />

dass sich Herr Špinka mit Ehefrau ungehörig benahm. Man<br />

hat bei ihnen während der Durchsuchung nicht abgegebenes<br />

Getreide und Mohn gefunden. Als Hauptbeweis für die feindliche<br />

Stellung von Špinka zur Republik wurde die Haut vom


Kalb sichergestellt. Špinka verteidigte sich, dass es die Haut<br />

vom Bernhardiner ist. Genauso ist es wirklich in der Chronik<br />

der Gemeinde aus dem Jahre 1949 geschrieben.<br />

Die Ermittler dieses skandalösen Vergehens haben eine<br />

Volksversammlung einberufen, wo die Eheleute Špinka vor der<br />

ganzen Gemeinde verhört wurden. Dieses öffentliche Autodafé<br />

wurde ins Restaurant Grüner Baum in Machnín einberufen,<br />

in dasselbe Restaurant, wo die Schulkinder ihre Kindervorstellungen<br />

spielten, wo man Kindermärchen projizierte und wo<br />

auch der Zauberer auftritt. An diesem Ort, vor allen Bürgern<br />

von Machnín und vollem Saal, haben die Ermittler das wahre<br />

Gesicht des Volksfeindes Herr Špinka mit Ehefrau aufgedeckt,<br />

damit die Gemeinde weiß, was für ein Frosch an der Quelle saß<br />

und warum das Wasser nicht geflossen ist.<br />

Ich weiß nicht, ob mit allgemeiner Zustimmung oder auch<br />

ohne sie, aber anhand einer Gerichtsentscheidung aus Liberec<br />

wurden beide Eheleute ins Gefängnis geschickt. Keine Ahnung<br />

für wie lange, und wahrscheinlich wusste es auch der Herr<br />

Schulleiter nicht, weil er es nicht in die Chronik schrieb.<br />

Auch nach all den Jahren lässt mich der Gedanke nicht los:<br />

War es wirklich die Haut eines Kalbs oder eines Bernhardiners?<br />

Nur, wir können denken was wir wollen, aber die Angst wegen<br />

eines schwarzen Schlachtfestes war unter den Landwirten groß.<br />

Die Deutschen haben wegen eines schwarzen Schlachtfestes<br />

mit dem Konzentrationslager bestraft, die Kommunisten mit<br />

Uranbergbau. Warum sollte man Herrn Špinka nicht Glauben<br />

schenken? Der Unterschied zwischen den Häuten ist minimal.<br />

Ging es nicht eher um eine vorbildliche Bestrafung in einer<br />

Gemeinde, wo die LPG wiederholt in Schwierigkeiten steckte?<br />

Wer weiß.


Heute hat die Geschichte keine Lösung. Es geht eher darum,<br />

dass es eine Aussage über eine Etappe ist, die in wenigen Zeilen<br />

in der Chronik festgehalten wurde. Heute wissen die Leute in<br />

Machnín nicht mehr, was deren Eltern miterlebt haben. Man<br />

sprach einfach nicht darüber und später passierte nichts Ähnliches.<br />

Auch so schauderte einem! Wie konnten die Leute in<br />

der Gemeinde sich treffen, grüßen, Hände reichen? Es blieben<br />

nur ein paar Zeilen des Herrn Schulleiters, dass es wirklich in<br />

Machnín im Jahre 1949 passierte.


Z machnínské kroniky<br />

Řídicí učitel, pan Josef Klos, se stal i archivářem naší obce.<br />

Bydlel jsem tehdy od něho, co by kamenem dohodil, ale pochybuji,<br />

že bychom si měli co říci. V tom roce mi byly dva<br />

roky a mým problémem byly příliš tlusté dolní končetiny,<br />

které mi obden masírovali, což bolelo. Já z toho měl strach<br />

a pan řídicí, ten měl jiné starosti.<br />

Do kroniky poznamenal nejen to, že místní svaz mládeže<br />

uhájil postavenou májku před svazáky z Chrastavy, ale i to, že<br />

v Machníně se JZD moc nedaří ani na druhý pokus. Zapsal<br />

i jiné reálie, nad kterými dnes zůstává rozum stát.<br />

Zemědělci panu Špinkovi z Machnína č.p. 47 se narodilo<br />

vnouče. Pan Špinka se rozhodl při té příležitosti uspořádat<br />

oslavu a pro hosty uchystat hostinu jak se patří. Bez povolení<br />

„vrchnosti“ na černo zabil tele, pozval přátele i známé, kteří na<br />

místě tele snědli. K zabíjačce bylo v roce 1949 nutné mít písemné<br />

povolení a nedostal ho nikdo, pokud neodevzdal státu<br />

povinné dávky zemědělských produktů.<br />

Nevím, jak se informace o zabíjačce dostala k vrchnosti.<br />

Kdo ze sousedů poslal na pana Špinku udání kronikář nezaznamenal.<br />

V kronice jen stojí, že začalo velké vyšetřování a že<br />

pan Špinka s manželkou se nepřístojně bránili. Během prohlídky<br />

bylo u nich nalezeno neodevzdané obilí a něco máku.<br />

Jako hlavní důkaz Špinkova nepřátelského postoje k republice<br />

byla zajištěna kůže z telete. Špinka se bránil tím, že jde<br />

o kůži z bernardýna. Takto je to skutečně psáno v kronice<br />

obce Machnín z roku 1949.<br />

Vyšetřovatelé tohoto skandálního prohřešku svolali lidové<br />

shromáždění, kde byli manželé Špinkovi podrobeni výslechu<br />

před celou obcí. Toto veřejné autodafé bylo svoláno do restau-


ace Zelený strom v Machníně, do téže restaurace, kde žáci<br />

základní školy hrávali svá dětská představení, kde se promítaly<br />

dětské pohádky a kde vystupoval i kouzelník. Na tomto místě,<br />

přede všemi machnínskými občany a naplněným sálem,<br />

odhalili vyšetřovatelé pravou tvář nepřítele lidu pana Špinky<br />

s manželkou, aby obec věděla, jaká že to žába seděla na prameni,<br />

a proč voda netekla.<br />

Nevím, zda se všeobecným souhlasem nebo i bez něj, ale<br />

rozhodnutím soudu v Liberci byli oba manželé odsouzeni do<br />

vězení. Na kolik let nevím a nevěděl to asi ani pan řídicí, který<br />

to do kroniky nezapsal.<br />

V hlavě mi dnes i po všech těch letech vrtá otázka: Byla to<br />

skutečně kůže z telete nebo z bernardýna? No, mysleme si, co<br />

chceme, ale strach z černé porážky byl mezi zemědělci velký.<br />

Němci za černou porážku posílali do koncentračních táborů,<br />

komunisté do uranových dolů. Proč panu Špinkovi nevěřit?<br />

Ony se ty kůže od sebe tolik neliší. Nešlo spíše o exemplární


potrestání v obci, kde se zemědělskému družstvu opakovaně<br />

nedařilo? Kdo ví.<br />

Ten příběh dnes už nemá rozuzlení. Jde spíš o to, že to je<br />

výpověď o jedné epoše zachycené několika řádky v kronice.<br />

Lidé v Machníně dnes už neví, čemu jejich rodiče přihlíželi.<br />

O tom se prostě nemluvilo a nic podobného se pak už nekonalo.<br />

I tak z toho trne. Jak se potom ti lidé mohli v obci potkávat,<br />

zdravit, podávat si ruce? Zbylo jen pár řádků pana řídicího<br />

v obecní kronice, že se to opravdu stalo v Machníně léta Páně<br />

1949.


Rádlo in Böhmen, immer noch in den Sudeten<br />

Als ich die Bücher über Kája Mařík lesen wollte, die die ganze<br />

Erste Republik las, sind wir nach Mníšek pod Brdy gefahren.<br />

Als ich größer wurde und erleben wollte, was im Gelände Karl<br />

May erlebte, habe ich festgestellt, dass der Autor von Indianerbüchern<br />

niemals im Ausland war. Als ich mich entschied, dass<br />

ich etwas in Rádlo bei Jablonec in Böhmen kaufe, wollte ich<br />

diese sonderbare Gemeinde zuerst besuchen, ihre Atmosphäre<br />

atmen lernen. Damals stand ich am Bahnsteig der tschechischen<br />

Bahn in Rádlo, was mich an eine der verlassenen Stationen<br />

„Bedarfshalt“ Machnín Burg erinnerte. Voller Besorgnis<br />

stieg ich vorsichtig von der Bahnstrecke in Richtung Wolken.<br />

Ich bin mir sicher, dass ich gesund und voller starken Willens<br />

auf demselben Weg zurück in die 60er Jahre zurückkehrte.<br />

Liebe auf den ersten Blick zur Gemeinde des unbekannten Namens<br />

Rádlo entbrannte in dem Augenblick nicht.<br />

Es vergingen vierzig Jahre, man schreibt Mitte April 2012. Es<br />

ist kalt wie in Russland, im Lande der ehemaligen Bolschewiken,<br />

das aber vielleicht deswegen, weil ich ein gutes Mittagessen<br />

in Železný Brod hatte. Das Straßenschild zeigte wer weiß wohin<br />

und obwohl ich es nicht wollte, befand ich mich in dieser<br />

überraschend schönen Gemeinde. In guter Laune habe ich<br />

dem Auto befohlen: „Stehen bleiben!“ und wanderte durch diese<br />

Landschaft voller Schluchten, Ausblicke und Weiden.<br />

Ein Gelände, das sich ein Mensch aus dem unteren Elbtal<br />

nur schwer vorstellen kann. Berge, die bis zum Himmel ragen<br />

und wunderbare Marianengraben. Wunderschön sauberen<br />

und tiefen Graben. Man kann nicht an „enfant terrible“ unserer<br />

Literatur, der vor 150 Jahren Liberec gesehen hat und angeblich


dass es im Rauchmeer, in Tälern und Bergen versinkt. Der hätte<br />

wegen Rádlo mit seinen Hängen und wunderschönen Tälern<br />

einen unschönen Tod gehabt. Ich freue mich, dass Rádlo eine<br />

so schöne Geschichte hat, die von anständigen Menschen<br />

geschrieben wurde, die hier lebten. Dafür, dass es immer noch<br />

in den Sudeten liegt, waren es überraschenderweise Tschechen.<br />

Falls in Liberec im 13. Jahrhundert zuerst die Deutschen lebten,<br />

kamen sie nach Rádlo, wie sie selbst zugegeben haben, erst<br />

nach den Tschechen. Letztendlich ist es egal, wenn sie zusammen<br />

leben konnten. Was sollte man denn vorenthalten?<br />

Vielleicht nur das, dass der Ort, das Dorf, das Städtchen in so<br />

unterschiedlichen Höhenlagen liegt. Zum Teufel mit dem antisemitischen<br />

Publizist Neruda! Mich hat dieses Dorf angesprochen.<br />

Es ist schön, fast wie mein „mit Legenden umwobenes<br />

Machnín“ oder wie Ořechovka in Prag, Suzdal in Russland oder<br />

österreichischer Retz.<br />

Ich will noch weiter gehen: Ich sehe Rádlo wunderschön wie<br />

San Remo, als den selbständigen souveränen Staat San Marino,<br />

als ein akademisches Städtchen. Ich empfinde es als einen Satellit<br />

mit wunderbaren Baugrundstücken, wo ich nicht weit davon<br />

bin, eine Zone der Aktivitäten zu sehen, wo sich der Traum<br />

über saubere Luft, Sonne und Wind, über nettes Beisammensein<br />

im warmen Zimmer erfüllt. Es geht um die Schönheit des<br />

Waldes, der durch den Garten wie in einer Tragödie von Shakespeare<br />

schreitet, als der Speer den Wald hinabsteigt, um den<br />

Feind zu vernichten.<br />

„Rádlo, so nah“, steht im Kopf meiner wunderschönen Postkarte,<br />

eines Buches, wo ihr einen Ehrenplatz habt. Rádlo bei<br />

Jablonec, ich würde eher sagen, bei Liberec, lebt und begrüßt<br />

die, die hier bauen. Und neue Bauten, das ist das heutige Rádlo,


das ich am Sonntag, den 16. April 2012, besuchte. Obwohl ich<br />

fror, es gefiel mir sehr bei euch.


Rádlo v Čechách, pořád ještě v Sudetech<br />

Když jsem si chtěl přečíst knížky o Kájovi Maříkovi, které<br />

četla celá První republika, jeli jsme do Mníšku pod Brdy. Když<br />

jsem povyrostl a chtěl prožít, co prožil v terénu Karel May,<br />

zjistil jsem, že autor indiánek nikdy v cizině nebyl.<br />

Když jsem se rozhodl, že si něco koupím v Rádle u Jablonce<br />

v Čechách, chtěl jsem tuhle prazvláštní obec nejdříve navštívit,<br />

naučit se dýchat její atmosféru. Stál jsem tehdy na nástupišti<br />

Českých drah v Rádle, připomínající mi jednu z opuštěných<br />

stanic „na znamení“ Machnín hrad. Pln obav jsem obezřetně<br />

stoupal od tratě směrem k oblakům. Vím jistě, že ve zdraví<br />

a pln silné vůle jsem se touže cestou vrátil zpět do šedesátých<br />

let. Láska na první pohled k obci neznámého jména Rádlo v té<br />

chvíli nevznikla.<br />

Je o čtyřicet let později, píše se polovina dubna 2012. Zima je<br />

jako v Rusku, v zemi bývalých bolševiků, ale to je možná tím,<br />

že jsem byl po dobrém obědě v Železném Brodu. Silniční ukazatel<br />

navigoval kudy kam, a ač jsem to neměl v úmyslu, skončil<br />

jsem v téhle překvapivě sličné obci na kopci. V dobrém rozmaru<br />

jsem poručil autu: „Stůj!“, a prošel se pěšky touhle krajinou<br />

plnou strží, výhledů a pastvin.<br />

Terén, jaký si jen těžko umí představit člověk z dolního<br />

Polabí. Kopce do nebe a úžasné Mariánské příkopy. Nádherné<br />

čisté a hluboké příkopy. Nelze nevzpomenout enfant terrible<br />

naší literatury, který před sto padesáti lety uviděl Liberec, a prý<br />

že tone v moři kouře, v dolinách a kopcích. Ten by měl z Rádla<br />

pro jeho stráně a krásná údolí ošklivou smrt.<br />

Těší mne, že má Rádlo tak pěknou historii, kterou psali<br />

slušní lidé, co zde žili. Na to, že je stále v Sudetech, to byli překvapivě<br />

Češi. Jestliže v Liberci ve 13. století bydleli jako první


Němci, do Rádla přišli, jak sami přiznávali, až po Češích.<br />

Nakonec je to ale jedno, pokud spolu uměli žít. Co jim<br />

vyčítat? Asi jen to, že je ta osada, ves, městečko v tak rozdílných<br />

nadmořských výškách. Čert vem antisemitského publicistu<br />

Nerudu! Mě tahle vesnice dostala. Je krásná, skoro jako<br />

můj „legendární Machnín“ či jako Ořechovka v Praze, nebo<br />

Suzdal v Rusku či rakouský Retz.<br />

Půjdu ještě dál: Vidím Rádlo krásné jako San Remo, jako<br />

samostatný suverénní stát San Marino, jako akademické městečko.<br />

Vnímám je jako satelit s úžasnými parcelami, kde nejsem<br />

dalek vidět zónu aktivity, kde se naplňuje sen o čistém ovzduší,<br />

slunci a větru, o líbezném posezení v teple uprostřed pokoje.<br />

Je to tu o kráse lesa, který prostupuje zahradou jako v Shakespearově<br />

tragédii, kdy les kopí sestupuje, aby zničil nepřítele.<br />

„Rádlo, tak blízko“, stojí v záhlaví mé krásné dopisnice, knihy,<br />

ve které máte své čestné místo. Rádlo u Jablonce, řekl bych<br />

spíše u Liberce, žije a vítá ty, kteří zde staví. A nové stavby, to je


dnešní Rádlo, kterým jsem se prošel v neděli 16. dubna 2012.<br />

Ač mi byla zima, moc se mi u vás líbilo.


Katzenhund, bei uns im Herbst<br />

Es ist später Nachmittag. Die Dunkelheit steht vor der Tür<br />

und der Winter greift nach der Klinke. Der Wind weht durch<br />

die Fenster in die Wohnungen, hier und da liegt zu Hause auf<br />

dem Teppich ein trockenes Blatt. Die Bäume verlieren die<br />

Blätter nicht eins nach dem anderen, sondern nach dem ersten<br />

Nachtfrost gleich zu Tausenden. Der ganze Garten ist voll. Das,<br />

was auf den Bäumen bleibt, ist eine bunte Palette, gemischte<br />

Tüte, ein Spektrum, das von grün bis ocker und gebrannte<br />

Siena reicht. Am meisten interessierte mich die Farbe der<br />

Blätter, wenn durch das Gelbe die Sonne selbst strahlte. Es ist<br />

als ob auf den Ästen das Gold fließen würde. Ein Fluss, Bach<br />

oder Wasserfall strahlend gelber Farbe, eine Zitrone und auch<br />

Apfelsine, gelber Papagei oder gelbliches Hähnchen.<br />

Gelber Stein im Ring meiner Mutter, der durch das tägliche<br />

Tragen abgeschliffen wurde. Auf Anfrage beim Goldschmied<br />

hat sie festgestellt: „Es handelt sich um einen seltenen Stein,<br />

den würde ich nicht wegwerfen. Der wird immer seinen Preis<br />

haben.“ Der Herbstwind hat das Haar meiner Mutter unordentlich<br />

gemacht und sie verabschiedete sich nur schwer von<br />

dem Ring der Farbe des Löwenzahns. Sie hat ihn für immer in<br />

einem Kästchen verschlossen, das ich behalten habe.<br />

Ich stand allein am Fenster und überlegte, was mir der<br />

Herbst je gab oder nahm. Es war ein gewöhnlicher Nachmittag<br />

und ich hielt für eine Weile still, um die Luft einzuatmen, die<br />

nicht mehr ein leichter Wind ist, der die Wange streicht und das<br />

Haar hebt. Dieser verhielt sich so, als ob er mich nicht gekannt<br />

hätte. Meine Wangen wurden beide rosa, das Haar unordentlich<br />

und schon war er weg. Zum Glück kam die Sonne hinter<br />

den Wolken hervor, damit sie ab und zu lächelt und die Blätter


durchstrahlt. Die fielen wie der Schnee und summten, wie es<br />

im Maisfeld vor der Ernte summt.<br />

Ich stand wie ein kleiner Junge da und vernahm mit allen<br />

Sinnen, wie der Herbst klopft und wartet, bis ich die Tür öffne<br />

und entgegen komme. Es kam nicht so. Nein, ich trank nichts,<br />

ich liege nur so und mein Bauch ist kalt. Vom Boden kommt<br />

schon der Winter, der Herbst ist nur in den Blättern auf dem<br />

Baum. Der Winter greift nach der Klinke. Durch die Fenster<br />

zieht‘s und die Felder werden braun. Es ist gerodet, was von der<br />

Ernte übrig blieb. Die Erde roch nach fettem Erdreich der Farbe<br />

einer Milchschokolade. Was auf den Bäumen aus Gold ist, das<br />

liegt auf dem Boden nur so. Aus Farben, die die Natur um die<br />

Ecke mischt und in der Nacht, als niemand zuschaut, alles<br />

umher streicht. Die Bäume, die Erde, einen Teil des Weltalls...<br />

Soweit ich sehen kann, dort ist es schön. Du musst nur eine<br />

Mütze, einen Schal und ein Handtuch nehmen. Der Schnupfen<br />

droht. Der Herbst ist für diejenigen schön, die es schätzen, dass


es nicht mehr warm ist, der Winter aber noch nicht da ist. Es<br />

gibt weder warme Morgen noch Abende. Zum Glück muss ich<br />

nicht Berge schmutzigen Schnee’s aufräumen, auf heißem Sand<br />

laufen und in den Stausee baden gehen. Der Herbst ist in der<br />

Mitte der Nostalgie, wonach ich mich immer gesehnt habe. Er<br />

ist irgendwo in der Mitte des Weges dort, wohin ich gehe.<br />

Es ist später Nachmittag und kein Mai. Die Sonne entschied<br />

sich immer noch nicht und ich stehe und warte... Mein Haar<br />

ist weiß und die Natur weiß nicht, was sie mit mir machen<br />

soll. Was für ein Wetter ist das? Půl napůl, halb und halb. Es ist<br />

weder eine Katze noch ein Hund, es ist ein Katzenhund... Und<br />

ich mag ihn.


Kočkopes, u nás na podzim<br />

Je pozdní odpoledne. Tma je za dveřmi a zima bere za kliku.<br />

Okny fouká vítr do bytů, sem tam už i doma na koberci<br />

leží suchý list. Stromy se listí zbavují ne po jednom, ale po prvních<br />

nočních mrazech už po tisících. Je jich plná zahrada. To,<br />

co na větvích zůstává, je pestrá paleta, všehochuť, spektrum od<br />

zelené po okr a sienu pálenou. Nejvíce mě zaujala barva listí,<br />

pokud žlutou prostupuje samo slunce. To je, jako by po větvích<br />

teklo samo zlato. Řeka, potok či vodopád barvy zářící žlutě, citrón<br />

i pomeranč, žlutý papoušek či žluťoučké kuře.<br />

Žlutý kamínek z prstýnku mé maminky, který se každodenním<br />

nošením obrousil. Dotazem u zlatníka zjistila, že: „Jedná<br />

se o vzácný kamínek, ten bych nevyhodil. Ten stále bude mít<br />

svou cenu.“ Mamince podzimní vítr rozfoukal vlasy a ona<br />

se s prstýnkem barvy pampelišek těžko loučila. Uzavřela ho<br />

navždy ve skříňce, která mi po ní zůstala.<br />

Stál jsem u okna sám a přemýšlel o tom, co mi kdy podzim<br />

dal nebo vzal. Bylo obyčejné odpoledne a já se na chvilku zastavil,<br />

abych se nadýchal vzduchu, který už není větříkem, co hladí<br />

po tváři a čechrá vlasy. Tenhle dělal, že mne nezná. Tváře<br />

mi zrůžověly z obou stran, rozcuchal vlasy a uháněl pryč. Ještě,<br />

že sluníčko vylezlo zpoza mraků, aby se občas usmálo a prozářilo<br />

listí. To padalo jako sníh a šumělo, jak šustí z nesklizených<br />

kukuřičných palic v poli.<br />

Stál jsem jak uličník a všemi póry naslouchal, jak podzim<br />

klepe a čeká, až mu otevřu a půjdu vstříc. Nestalo se tak. Ne,<br />

nic jsem nepil, jenom si tak ležím a studí mne na břiše. Od<br />

země je už zima, podzim je jenom v listech na stromě. To<br />

zima bere za kliku. Okny fouká a pole se barví do hněda. Je zaorané,<br />

co zbylo po sběru úrody. Zem zavoněla mastnou hlínou


arvy mléčné čokolády. Co je na stromech ze zlata, to na zemi<br />

leží už jen tak. Z barev, co příroda někde za rohem míchá<br />

a v noci, když se nikdo nedívá, natírá vše kolem. Stromy, zemi,<br />

kus vesmíru…<br />

Kam dohlédnu, tam je krásno. Jen si musíš vzít čepici, šálu<br />

a kapesník. Hrozí ti rýma. Podzim je krásný pro ty. co ocení, že<br />

už není teplo a ještě není zima. Už není teplých jiter, ani podvečerů.<br />

Ještě, že nemusím odklízet hromady špinavého sněhu,<br />

že nemusím běhat po horkém písku a jít se smočit do přehrady.<br />

Podzim je v polovině stesku, po čem jsem kdy zatoužil. Je někde<br />

uprostřed na cestě tam, kam mířím.<br />

Je pozdní odpoledne a není máj. Slunce se pořád nerozhodlo<br />

a já stojím a čekám… Mám bílé vlasy kolem hlavy a příroda si<br />

se mnou neví rady. Co je to za počasí? Půl napůl, halb und<br />

halb. Není to kočka ani pes, je to kočkopes… A já ho mám rád.


Inkognito von Rádlo<br />

Als ich fünfzehn Jahre alt war, musste ich immer bei Nachrichten<br />

lächeln, wie wenn die Presseagentur meldete, dass<br />

die chinesische Regierung ernsthaft die Regierung der USA<br />

wegen Überschreitung der Grenzen der Chinesischen Volksrepublik<br />

zum 589. Mal wegen dem Überflug der amerikanischen<br />

Flugzeuge warnt. Dasselbe Niveau habe ich erreicht, als ich in<br />

den Chroniken der nahen Gemeinden meines Geburtsortes gelesen<br />

habe, dass sie während der gemeinsamen Regierung vom<br />

zukünftigen Kaiser und Reformator Josef II. besucht wurden.<br />

Sehr schön, außer der Anzahl der Besuche, war geheim, wer<br />

zur Inspektion gekommen war. Das war für mich, einen neugierigen<br />

Jungen, immer etwas Interessantes. Ein öffentlich gemachtes<br />

Geheimnis, das aber streng respektiert wurde.<br />

In die Gemeinde, auf Tschechisch genannt Milíře, kommt<br />

auf Pferden eine Gruppe von Personen. Nicht groß, nicht klein,<br />

aber auch so sind da einige hohe Tiere regionaler Landrat,<br />

Bischof, vielleicht sogar Journalisten. Vorne, auf einem einfachen<br />

Pferd ohne Schmuck (heute in einem Skoda), ein einfach<br />

gekleideter schlanker Herr mit asketischem Gesicht. Man soll<br />

ihn Herr Graf, zum Beispiel Novotný, ansprechen, damit niemand<br />

nicht mal im Traum auf die Idee käme, dass es sich dabei<br />

selbst um den Mitregent Kaiser Joseph II. handelt. Er kam,<br />

damit er den Vorrang seinen Augen gewährt vor den Augen<br />

anderer.<br />

Alle um ihn haben die Rolle der Verneinung mitgespielt. Es<br />

passierte höchstens, dass sich gewöhnlich der niedrigste Seelenpastor<br />

geirrt hat und auf Knien Seine Hoheit um eine Gabe<br />

für die Pfarrei gebeten hat... (Was heute bei solchen Besuchen<br />

alle machen).


Wie viele von unseren Omas damals ein Goldstück vom Kaiser<br />

selbst während der Inspektionsreise durch Böhmen bekommen<br />

haben, das hat jeder Schreiber in der Grenzgemeinde<br />

festgehalten. Der Kaiser verteilte an Tschechen, Deutsche, an<br />

Kinder vor der Schule, an Omas mit Tragkörben am Rücken,<br />

an Männer, die am Feld geackert haben. Einige mussten dem<br />

Kaiser den Pflug leihen, damit er mit den Kühen das Pflügen<br />

ausprobiert.<br />

Es passierte auch in unserer Gegend, dass sie von Josef II.<br />

wiederholt besucht wurde. In Rádlo gefiel ihm der Hügel in der<br />

Gemeinde Milíře, von wo ein wunderschöner Ausblick ins<br />

Land ist und von wo man den eventuellen Feind sofort wie auf<br />

der Hand sehen würde. Strategische Gegend, strategischer Hügel...<br />

Zum zweiten Mal hat er ihn ein Jahr später betreten, im<br />

Jahre 1778.<br />

Es gab keine anderen solcher Autoritäten und Herrscher, die<br />

inkognito in ihre Dörfer und Städte gefahren sind, um zu sehen


und zu hören. Vor mehr als 200 Jahren hatten wir das Glück<br />

wiederholt und das wunderschöne Rádlo war nicht alleine.<br />

Schade, dass es von solchen Besuchen nicht mehr gab. Es gäbe<br />

Stoff für die Chronik: Es war einmal, es war einmal nicht...


Rádelské inkognito<br />

V patnácti letech mě vždy spolehlivě dostaly světové tiskové<br />

agentury ohlášením pětistého osmdesátého devátého a dalšího<br />

vážného varování vlády Čínské lidové republiky vládě USA<br />

kvůli bezprecedentnímu porušení hranic ČLR přeletem amerických<br />

letadel. Na stejné úrovni jsem se ocital, pokud jsem<br />

se dočetl v kronikách obcí blízko mého rodiště, že je navštívil<br />

v době svého spoluvladaření budoucí císař a reformátor Josef II.<br />

Okouzlující, vedle četnosti návštěv, bylo utajení toho, kdo<br />

přijel na inspekci. To mě, jako kluka, bažícího po záhadách,<br />

pokaždé dostalo. Vždy veřejně odhalené tajemno, které však<br />

bylo přísně respektováno.<br />

Do obce česky řečené Milíře přijíždí koňmo skupina osob.<br />

Nemalá, nevelká, ale i tak je v ní pár vysokých hodnostářů –<br />

krajský hejtman, biskup, možná i novináři. V čele, na prostém<br />

koni bez ozdob (dnes ve škodovce), prostě oblečený hubený<br />

pán asketické tváře. Nechává se oslovovat pane hrabě, třeba<br />

Novotný, aby nikoho ani ve snu nenapadlo, že by to mohl být<br />

sám spoluvladař císař Josef II. na inspekci. Přijel, aby dal přednost<br />

vlastním očím před očima jiných.<br />

Všichni kolem s ním hráli tu roli na zapřenou. Maximálně se,<br />

obvykle ten nejnižší duchovní pastýř spletl a na kolenou prosil<br />

Jeho Milost o příspěvek na faru… (Což dneska u příležitosti<br />

takových návštěv dělají úplně všichni).<br />

Co našich prababiček tehdy dostalo zlaťák od samotného<br />

císaře při jeho inspekční cestě Čechami, psal každý písmák<br />

z pohraniční obce. Císař rozdával Čechům, Němcům, dětem<br />

před školami, babkám s nůšemi na zádech, mužům, kteří orali<br />

na polích. Někteří museli vladaři půjčit i pluh, aby si zkusil orat<br />

s kravkami.


Stalo se i v našem kraji, že ho Josef II. navštívil opakovaně.<br />

V Rádle se mu zalíbil kopec v osadě Milíře, odkud byl krásný<br />

výhled po kraji a odkud by případný nepřítel byl viděn jako<br />

na dlani. Strategické území, strategický vršek… Podruhé naň<br />

vystoupil o rok později v roce 1778.<br />

Nebylo více takových autorit a vládců, aby se na zapřenou<br />

rozjeli do svých vesnic a měst, vidět a poslouchat. Před více než<br />

dvěma sty lety jsme měli to štěstí opakovaně a krásné Rádlo<br />

v tom nebylo samo. Škoda, že takových návštěv nebylo víc.<br />

Bylo by o čem psát do kronik: Bylo, nebylo…


Regionaler Jahrestag<br />

Vor 45 Jahren wurde der Grundstein der neuen Gestaltung<br />

des Jeschken gelegt, die wir heute kennen. Wer von uns hatte<br />

beim Anblick des Jeschken nicht das Gefühl von etwas Besonderem?<br />

Der Jeschken ist für Liberec ein zuverlässiges Wetterbarometer,<br />

ein Bau, den man nicht so oft sieht und auch nach<br />

Jahren gehört er zur modernen Architektur, die mir gefällt. Er<br />

ist eines der wenigen Plätze in Liberec, der die Touristen schon<br />

ganze Jahrzehnte anzieht. Die Besuche des Gipfels Jeschken<br />

haben interessante Anfänge. Man schrieb das Jahr 1844 und<br />

die Liberecer Weber haben gegen unmenschliche Bedingungen<br />

protestiert, unter welchen sie in den Textilfabriken arbeiten<br />

mussten. Die Stadt Liberec hat damals zur Unterdrückung der<br />

Arbeiterunruhen die Armee nach Liberec gerufen und die haben,<br />

im Rahmen einer Ausbildung und Verbesserung der Kondition,<br />

einen Angriff auf den Berg Jeschken unternommen.<br />

Genauso, wie später die Eheleute Vajner das Freizeitzentrum<br />

Babylon gebaut haben, so verkauften damals die Eheleute Hasler<br />

den Soldaten, die den Jeschken „erobert“ haben, Semmeln<br />

und Würstchen. Somit haben beide Familien ein ganz neues<br />

Gesicht des Tourismus in unserer Region begonnen. Auch die<br />

ersten aus dem Kreis Liberec abgeschickten Ansichtskarten<br />

sind die, die vor 1890 gerade vom Jeschken abgeschickt wurden.<br />

In den Jahren 1905-1906 wurden die verschiedenen Buden<br />

mit einem richtigen Berghotel wie einer Burg ersetzt. „Die<br />

Burg“ konnte nur schwer dem großen Interesse der Touristen<br />

im Sommer, Winter, jeden Tag, standhalten. In den 30er Jahren<br />

kamen noch zusätzlich die, die die gerade fertig gestellte Seil-


ahn genutzt haben. Als ob es niemals enden sollte. Bis das Jahr<br />

1963 kam und der 31. Januar. Das Hotel brannte bis auf die<br />

Grundmauer nieder. Der überwiegende Teil des „Steingebäudes“<br />

war ja aus Holz. Nach einem längeren Wettbewerb, was<br />

und wie am Berg zu bauen ist, gewann der Entwurf des Architekten<br />

Karel Hubáček aus Liberec, der mit seinen Kollegen einen<br />

Gebäudeentwurf in Form eines rotierenden Hyperboloid<br />

ausgearbeitet hat. Nichts stand mehr der Entsorgung des Torsos<br />

des ausgebrannten Hotels im Weg. Am 11. Dezember des Jahres<br />

1964 brannte auch die sog. Rohan‘s Hütte, wo die Arbeiter<br />

untergebracht waren, die die Trümmer des alten Gebäudes aufgeräumt<br />

haben. Es ging langsam voran. Die Grundmauern aus<br />

Stein des alten Hotels wurden am 25. Januar 1965 gesprengt<br />

und man begann mit der Ausgrabung für den zukünftigen<br />

Bau...


Am 30. Juli 1966 haben die Fanfaren angekündigt, dass der<br />

Grundstein gelegt wurde. Am Anklopfen des Steins haben<br />

wichtige Personen aus Entfernungen teilgenommen, wohin<br />

man vom Jeschken blicken kann, außer aus Deutschland und<br />

Polen, wohin die Einladungen nicht geschickt wurden, auch<br />

wenn von dort der Jeschken auch wie auf dem Teller liegt. Man<br />

hat in den Grundstein ein Gedenkschreiben eingelegt und der<br />

Kinderchor Jeschken hat gesungen (man musste sie einladen),<br />

der von Doc. Pazderka geleitet wurde. Die regionale Presse hat<br />

alles detailliert beschrieben.<br />

Der Jeschken verschönerte durch das neue Gebäude, wurde<br />

größer und zu einer Zelebrität, einer „Attraktivität“, die nur<br />

schwer von etwas in der Region übertroffen wird. Liberec, Liberecer<br />

Region und der ganze Landkreis sind eine Region unter<br />

dem Jeschken, egal was wir anstellen. Und ich hoffe, es bleibt so.


Regionální výročí<br />

Před 45 lety byl položen základní kámen nové tváře Ještědu,<br />

té kterou dnes známe. Kdo z nás při pohledu na Ještěd neměl<br />

pocit něčeho krásného? Ještěd je pro Liberec spolehlivým<br />

barometrem počasí, stavbou, která jen tak všude k vidění není<br />

a je stále, i po letech moderní architekturou, která se líbí. Je<br />

to jedno z mála míst v Liberci, které přitahuje turisty už celá<br />

desetiletí.<br />

Návštěvy vrcholu Ještěd mají své zajímavé počátky. Psal<br />

se rok 1844 a liberečtí tkalci se bouřili proti nelidským podmínkám,<br />

za kterých museli pracovat v textilkách. Tehdy na<br />

potlačení nepokojů mezi dělníky povolal magistrát do Liberce<br />

vojáky a ti, v rámci výcviku a zlepšení kondice, podnikli útok<br />

na horu Ještěd. Tak, jako později manželé Vajnerovi postavili<br />

Centrum zábavy Babylon, manželé Haslerovi prodávali<br />

vojákům „dobyvším“ Ještěd housky a uzenky. Tím odstartovaly<br />

obě rodiny zcela nový pohled na turismus v naší oblasti. Vždyť<br />

i první pohlednice odeslané z Libereckého kraje jsou ty odeslané<br />

před rokem 1890 právě z Ještědu.<br />

Různé přístřešky nahradil v letech 1905–1906 skutečný horský<br />

hotel v podobě hradu. „Hrad“ odolával jen stěží obrovskému<br />

zájmu turistů v létě, v zimě, den po dni. Ve třicátých letech<br />

se k nim přidali i ti, co přijížděli právě postavenou lanovkou.<br />

Jako by to nemělo nikdy skončit. Až přišel rok 1963 a s ním<br />

31. leden. Hotel vyhořel do základů. Vždyť značná část té „kamenné“<br />

budovy byla ze dřeva. Po delší soutěži, jak a co postavit<br />

nového na temeni hory, zvítězil návrh Liberečáka architekta<br />

Karla Hubáčka, který s kolegy vypracoval návrh budovy v podobě<br />

rotačního hyperboloidu.


Nic nestálo v cestě odstranění starého torza vyhořelého hotelu.<br />

11. prosince roku<br />

1964 vyhořela i tzv. Rohanova chata sloužící k ubytování<br />

dělníků, kteří odklízeli trosky staré budovy. Šlo to pomalu.<br />

Kamenné základy starého hotelu byly odstřeleny 25. ledna<br />

1965 a začalo se s hloubením pro budoucí stavbu….<br />

Fanfáry lesních rohů 30. července 1966 oznámily položení<br />

základního kamene nového hotelu. Poklepu na kámen<br />

se zúčastnili papaláši ze vzdálenosti, kam až z Ještědu lze dohlédnout,<br />

kromě Německa a Polska, kam pozvánky neposlali,<br />

i když i odtamtud mají Ještěd jako na talíři. Do kamene v základech<br />

vložili pamětní listinu, a k tomu všemu zazpíval pěvecký<br />

sbor Ještěd, (nebylo možno jej nepozvat) vedený doc. Pazderkou.<br />

O všem se rozepsaly mnohem podrobněji i místní regionální<br />

noviny.


Ještěd novou budovou zkrásněl, zmohutněl a stal se celebritou,<br />

„atraktivitou“, kterou v regionu těžko něco překoná.<br />

Liberec, Liberecko a celý kraj je krajem pod Ještědem, ať děláme,<br />

co děláme. Doufám, že to tak i zůstane.


Über Gläser, aus welchen wir trinken<br />

Meine Generation hat das erste, beliebteste Senfglas kennen<br />

gelernt, ein Glas, das in der Getränkeindustrie zur Legende<br />

wurde. Glauben Sie‘s oder nicht, es war ein schwerer Kampf,<br />

aus den tschechoslowakischen Haushalten den „Senfservice“<br />

auszurotten. Die Zeitungen, das Radio, jedermann sprach<br />

darüber, es passierte aber nichts. Die Nation trank immer noch<br />

aus den Senfgläsern. Es hat sich in dem Augenblick erledigt, als<br />

der Senf in vollkommen anderem Glas verkauft wurde, das keinen<br />

zum Trinken verführte. So hat sich die Schwäche unserer<br />

Eltern in Bezug auf die Gläser „erledigt“ und wir waren keine<br />

Barbaren mehr. Man kann in den derzeitigen amerikanischen<br />

Filmen sehen, dass sie auch in Restaurants aus Flaschen trinken<br />

und keiner sagt, dass es deren Image schadet.<br />

Ich kehre gerne nach Hause zurück, nach Böhmen, zum<br />

Glas, das genauso gute Tradition hat wie das, was aus ihm<br />

fließt. Das tschechische Tafelglas. Es tranken daraus Herren,<br />

Marketenderinnen, Säufer, Lakaien, Narren, Reiche und Arme,<br />

Mägde und auch angesehene Herrschaften. Grafen, Herzögen,<br />

Kindern, Priestern und auch Mönchen, all jenen verfärbte sich<br />

das Getränk golden. Wegen der Gläser wurden Glashütten gebaut,<br />

Wälder ausgebrannt, Leute schadeten ihrer Gesundheit an<br />

den Glasöfen. Aus Glas wurden dünne Beine der Tänzerinnen<br />

geboren, durchsichtiger Gläser, deren Bäuche voll von Wein.<br />

So wurde die Tradition des tschechischen Glases geboren, welches<br />

graviert, geschliffen, bemalt wurde und zu welchem man<br />

auch bemalte Metallkappen zufügte.<br />

Wir hatten in den 50er Jahren zu Hause einen Farbbecher auf<br />

langem Stiel, oben bauchig, geschliffen, von der Firma Moser<br />

aus Karlsbad und dann noch ein großes Set geschliffenen Gla-


ses. Die Mutter reinigte es einmal jährlich. Ordentlich im Seifenwasser,<br />

ein Stück nach dem anderen hat sie gewaschen und so<br />

habe ich nach fünfzig Jahren kein einziges Stück gefunden, das<br />

dank dieser Pflege einen Riss hätte oder kaputt wäre... Ich habe<br />

jedes Mal der Mutter gesagt, sie soll das Glas nicht waschen und<br />

es verstaubt lassen. Und sie jedes Jahr, als niemand zuschaute,<br />

es aus der Vitrine herausgenommen, und eine Stunde später<br />

gehe ich durch die Küche und auf der Tischdecke trocknen die<br />

Gläser, Stiele nach oben mit neuen Kratzern... Und mein Vater<br />

sagt: „Siehst du, so ist deine Mutter“, winkt mit der Hand<br />

und geht nach nebenan und liest. Dies waren während meiner<br />

Jugend die häufigen Begegnungen mit Glas und Gläsern. Für<br />

uns, die sich für „Gläser“ interessierten, war hier ein bestimmtes<br />

Phänomen. Skloexport – eine Exportgesellschaft, die<br />

den Musterraum direkt bei uns in Liberec hatte, wo verschiedenstes<br />

Glas und Glaszweige waren, dass normale Menschen<br />

nicht aus dem Staunen kamen; Gläser verschiedener Arten aus<br />

allen Glashütten in der Republik, für tschechische und ausländische<br />

Haushalte. Entwicklung, Gegenwart, Vergangenheit;<br />

von kleinen Gläsern für Pygmäen bis zu Riesenschalen für<br />

Schauspielerinnen und Schauspieler; von Miniaturgläsern bis<br />

zu Fünf-Liter-Biertöpfen. Auch wenn der Musterraum nur für<br />

ausländische Händler war, kaum einer von uns hat ihn nicht<br />

gesehen und ist nicht durch die Säle gegangen. Das war kein<br />

„Senfservice“ mehr, sondern ein gläserner Traum, gläsernes<br />

Märchen, wenn Sie wollen, gläsernes Gedicht. Etwas, was niemand<br />

zu Hause hatte. Das waren Begegnungen mit dem Schönen.<br />

Mit überirdischer Schönheit...<br />

Dazu noch die Gläser im Glasund Bijouterie-Museum in<br />

Jablonec nad Nisou. Und auch in Liberec selbst, im Nord-


öhmischen Museum, das voll von Gläsern und Glas ist, seit<br />

der Antike bis zu den Entwürfen der gegenwärtigen Ateliers der<br />

tschechischen und auch der Fachleute für Glas aus der Welt ist,<br />

von Železný Brod über Turnov, Nový Bor und Umgebung.<br />

Dies ist der Ort, wo in Böhmen das meiste Glas geboren<br />

wurde. Ich habe die Glashütten in Harrachov vergessen, deren<br />

typische wunderschön farbigen Gläser, Glashütten überall in<br />

der Republik, die wunderschönes und funktionierendes Glas<br />

herstellen konnten, sozusagen auch Gläser...<br />

Heute, wenn ich trinke, dann lieber aus einem Glas als direkt<br />

aus der Flasche. Es gehört zur guten Erziehung und das Bier<br />

schmeckt viel besser. Nicht nur das Bier in Kneipen, der Wein<br />

in Weinstuben, aber auch zu Hause.<br />

Seien die tschechischen Glashütten gelobt, und alle, die ein<br />

wunderschönes Glas herstellen können. Das Glas soll klingen!<br />

Tost an alle, die aus ihnen trinken, an Gläser und auch Menschen,<br />

sie sollen leben...


O skleničkách, ze kterých pijeme<br />

Má generace poznala tu první, nejoblíbenější skleničku od<br />

hořčice, skleničku, která se v nápojovém průmyslu stala legendou.<br />

Věřte, nevěřte, byl to nelehký boj vymýtit z československých<br />

domácností „hořčicový servis“. Noviny, rádio, kdekdo<br />

o tom tehdy mluvil a nic se nedělo. Národ pil stále z hořčicových<br />

skleniček. Vše se vyřešilo, když se začala hořčice prodávat<br />

v úplně jiné skleničce, ze které už pití nikomu nechutnalo.<br />

Tím byl ,,vyřešen“ poklesek našich rodičů ve vztahu k nápojovému<br />

sklu a přestali jsme být za barbary. V současných amerických<br />

filmech vidíme, že oni jsou zvyklí i v restauracích pít<br />

přímo z lahve, a nikdo neříká, že jim to kazí image.<br />

Rád se vracím domů, do Čech, ke sklenici, která má stejně<br />

dobrou tradici jako to, co z ní teče. České stolní sklo. Pili z něho<br />

páni, kmáni, markytánky, ožralové, lokajové, blázni, bohatí<br />

i chudí, děvečky i důstojní páni. Hrabata, knížata, děti, faráři<br />

i mniši, těm všem zlátl mok ve sklenici. Díky sklenicím se<br />

stavěly sklárny, pálily lesy, lidé u sklářských pecí si ničili zdraví.<br />

Ze skla se rodily tenké nožky tanečnic, průsvitných sklenic,<br />

jejich bříška byla plná vína. Tak vznikla tradice českého skla,<br />

do kterého se rylo, které se brousilo, malovalo, a k němuž se<br />

i přidávala kovová malovaná víčka.<br />

My měli v padesátých letech doma barevný pohárek na<br />

dlouhé nožce, nahoře baňatý, broušený, od firmy Moser z Karlových<br />

Varů, a pak velkou soupravu broušeného skla. Jeho očistu<br />

matka prováděla jednou ročně. Řádně v mýdlové vodě,<br />

kus po kuse umyla a tak, po padesáti letech jsem nenašel<br />

kus, který by nebyl z téhle zapřisáhlé péče nakřápnutý nebo<br />

rozbitý… Říkal jsem matce pokaždé, aby sklo nemyla a nechala<br />

je zaprášené. A ona je každý rok, když se nikdo nedíval, vyn-


dala z vitríny a za hodinu jdu kuchyní a na ubrusu na stole se<br />

suší sklenice nožkami nahoru s novými šrámy… A na to můj<br />

táta: „Vidíš, to je celá tvoje máma,“ mávne rukou a jde si číst.<br />

To byla v dobách mého mládí má časná machnínská setkání<br />

se sklem a skleničkami.<br />

Pro nás, co je zajímaly ,,skleničky“ tu byl jistý fenomén.<br />

Skloexport – podnik zahraničního obchodu, který měl vzorkovnu<br />

u nás v Liberci, kde bylo všelikerého skla a sklářských<br />

odnoží, až z toho všeho obyčejným lidem oči přecházely. Sklenice<br />

na tisíce druhů ze všech republikových skláren, pro české<br />

i zahraniční domácnosti. Vývoj, současnost, minulost. Od malých<br />

sklenic pro Pygmeje až po obří číše pro herečky a herce.<br />

Od pidisklenic po pětilitrové skleněné hrnce na pivo. Ač<br />

vzorkovna byla pouze pro zahraniční obchodníky, málokdo<br />

z nás ji neviděl, a jejími sály se neprošel. To už nebyl žádný „<br />

hořčicový servis“, ale skleněný sen, skleněná pohádka, chcete-li<br />

skleněná báseň. Něco, co nikdo doma neměl. To byla setkání<br />

s krásou. S nadpozemskou krásou…<br />

K tomu ještě sklenice v Muzeu skla a bižuterie v Jablonci<br />

nad Nisou. A v samotném Liberci Severočeské muzeum plné<br />

skla a sklenic od antiky po návrhy současných ateliérů českých<br />

i světových sklářských kapacit od Železného Brodu přes<br />

Turnov, Nový Bor a okolí.<br />

To je to místo, kde se zrodilo v Čechách nejvíce sklenic. Zapomněl<br />

jsem na sklárny v Harrachově, jejich typické krásně<br />

barevné sklenice, na sklárny po celé republice, které uměly vyrobit<br />

překrásné a funkční sklo, potažmo i sklenice…<br />

Dnes, když piji, tak raději ze sklenice než přímo z lahve.<br />

Patří to ke slušnému vychování a pivo chutná mnohem<br />

líp. Nejen pivo po hospodách, víno ve vinárnách, ale i doma<br />

v soukromí.


Budiž chvála českým sklárnám, a všem, co umí vyrobit krásnou<br />

sklenku. Ať zvoní sklo! Přípitek všem, co z nich pijí, skleničkám<br />

i lidem, ať žijí…


Holz<br />

Den Opa von meiner Frau kannte ich nicht mehr. Er war Tischler<br />

in Horní Hanychov, dort, wo unterhalb vom Jeschken<br />

vor dem Krieg so viele Tschechen wohnten, dass sie im Dorf<br />

einen eigenen Bürgermeister hatten. Die Tschechen lebten eng<br />

zusammen. Sie spielten Amateurtheater, sangen im Chor, turnten,<br />

tranken in tschechischen Kneipen. Der Opa Polejů war<br />

ein Holzfachmann und das Holz spielte in seinen Händen ein<br />

Solostück. Ich habe nur noch das Holz angetroffen, das er zum<br />

Beispiel zur Kaffeemühle umgewandelt hat, die er mit Messing<br />

und noch anderem Holz bestückte. Man nennt es eine Intarsie<br />

und es ist ein Erlebnis, es anzuschauen. Als ob das Holz<br />

sprechen würde. Und dann sah ich sein Schlafzimmer und die<br />

Küche. Er hat sie selbst gemacht. Es war ja auch nicht möglich,<br />

dass er etwas aus Holz bei anderen kaufen würde. Und dazu all<br />

die Uhren, Blumenkästen für Fenster und Kochlöffel, Rührer,<br />

Gabeln.<br />

Danach habe ich das Werkzeug in die Hand bekommen, mit<br />

dem er all das geschaffen hat. Werkzeug? Nein. Heute arbeiten<br />

am Werkzeugdesign ganze Ateliers. Dieses habe ich noch nie<br />

in meinem Leben gesehen und in der Hand gehalten. Werkzeuge<br />

wie eine Geige oder Violine, und da könnte man noch<br />

blumiger werden. Er hat sie selbst hergestellt und sie passten in<br />

seine Hände voller Schwielen, wie wenn man sagt, wie der Dill<br />

in die Dillsoße. Auch nach Hundert Jahren war das Werkzeug<br />

voll funktionsfähig, scharf, genau und perfekt. Man würde heute<br />

sagen, ergonomisch, funktionell und schön, einfach.<br />

Ich habe eine Vitrine voll mit seinen Werkzeugen, gleich neben<br />

dem Porzellan aus Meißen und Stará Role. Ich habe ein<br />

Stück echter Kunst eines Tischlers, der Wunder vollbrachte. An


der Wand daneben habe ich im schwarzen Glasrahmen ein<br />

Foto, wo er an der Werkbank mit Schürze steht und ein bisschen<br />

ängstlich in mein Gesicht schaut, der Opa Josef Polej der<br />

Tischler. Er half der Oma in ihrer kleinen Molkerei. Er blieb<br />

aber, und das muss man sagen, in den Herzen von denjenigen,<br />

für welche er aus einem Holzstück ein Teil von deren Stube, die<br />

Treppen zum Boden, ein Schmuckgeländer, ein Tor zum Stall<br />

oder eine Wiege machte.<br />

Die Wiege habe ich gesehen und nicht nur eine. Sie sind voll<br />

mit Herzchen, Täubchen und Engelchen, mit einem scharfen<br />

Sägeblatt geschnitzt, gehobelt mit Honigduft und gestrichen<br />

mit Kamille. Das Holz, das durch seine Hände wanderte, hat<br />

den Anschein von altem Zinn, Bronzestatuen, einem Goldschmied,<br />

der eine Rose im blühenden Obstgarten auf einem<br />

Tablett ausgehämmert hat, blühende Blumen, die der Gärtner<br />

in eine Vase aus feinem Chinaporzellan gab. Viele Menschen<br />

werden sich noch an der göttlichen Schönheit erfreuen, für die


die Welt der abgerackten, schwieligen Hände nicht fremd ist.<br />

Schade, dass niemand ein Denkmal solchen Menschen baut,<br />

wie er einer war. Sie hätten es verdient.


Dřevo<br />

Dědečka z manželčiny strany jsem už neznal. Byl truhlářem<br />

v Horním Hanychově tam, kde pod Ještědem žilo před válkou<br />

tolik Čechů, že měli v obci svého starostu. Češi žili hodně pospolu.<br />

Hráli ochotnické divadlo, zpívali ve sboru, cvičili, popíjeli<br />

v českých hospodách. Děda Polejů byl fachman na dřevo<br />

a dřevo v jeho rukách zpívalo sólový part.<br />

Já se setkal už jenom se dřevem, které pozměnil třeba v kávový<br />

mlýnek, který osadil mosazí a ještě jiným dřevem. Říká<br />

se tomu intarsie a je to krása pro oči. To dřevo, jakoby mluvilo.<br />

A pak jsem uviděl jeho ložnici a kuchyni. Udělal si ji sám. Však<br />

by to ani jinak nešlo, aby si něco ze dřeva u jiného kupoval.<br />

A k tomu všechny hodiny, truhlíky do oken a kuchyňské vařečky,<br />

kvedlíky, vidličky.<br />

Pak jsem dostal do ruky nářadí, kterým to všechno vyrobil.<br />

Nářadí? Ne. Dnes na designu nářadí pracují celé ateliery.<br />

Tohle jsem v životě neviděl a v ruce nedržel. Nástroje podobné<br />

houslím či viole, a to jsem ubral. Vyrobil si je sám, na koleně<br />

a pasovaly do jeho mozolnatých dlaní jako, jak se to říká, jako<br />

kopr do koprovky. Ještě po stu letech nic nebylo na těch nástrojích<br />

uvolněné, nefunkční, neostré či nepřesné. Dnes by se<br />

řeklo ergonomické, funkční a krásné, jednoduché.<br />

Těch jeho pracovních nástrojů mám plnou vitrínu, kde<br />

vedle porcelánu z Míšně a Staré Role mám kus opravdového<br />

kumštu truhláře, který dělal zázraky. Vedle na zdi v obyčejném<br />

černém rámu mám pod sklem fotku, jak stojí u ponku v zástěře<br />

a trochu vystrašeně mi kouká do tváře děda Josef Polej –<br />

truhlář. Babičce pomáhal v její malé mlékárně. „Zvostal“ však,<br />

a to je třeba říct, v srdcích těch, kterým udělal ze dřeva kus<br />

jejich sednice, schody na půdu, ozdobné zábradlí, vrátka do<br />

chlívku nebo kolíbku.


Tu kolíbku, a ne jednu, jsem viděl. Jsou plné srdíček, holubiček<br />

a andělíčků, vyřezávané ostrou pilkou, hoblované s medovou<br />

vůní a heřmánkem natírané. Dřevo, které odešlo z jeho<br />

rukou, má punc starého cínu, bronzových soch, zlatníka, co<br />

vytepal růži v rozkvetlém sadu na měděný podnos, rozkvetlých<br />

květin, které dal zahradník do vázy z jemného čínského porcelánu.<br />

Z té boží krásy se budou radovat ještě dlouho mnozí, kterým<br />

není cizí svět upracovaných, mozolnatých rukou. Škoda, že<br />

nikdo nepostaví pomník lidem, jako byl on. Zasloužili by si to.


Teppiche<br />

Wer aus Liberec oder Jablonec ist, muss zu ihnen ein positives<br />

Verhältnis haben. Das wäre schlimm, wenn man es nicht<br />

hätte! Die Teppiche wurden doch hier viele Jahre produziert<br />

und sie wurden von Einheimischen gewebt; die meisten aus<br />

Vratislavice, die ursprünglichen, meistens deutscher Angehörigkeit,<br />

aber auch einige Tschechen. Nach dem Krieg und<br />

nach der Abschiebung der Deutschen kamen meistens Fachleute<br />

aus Mähren, um die Grenzregion zu besiedeln. Einige wenige<br />

Deutsche sind geblieben, falls sie nachgewiesen haben, dass sie<br />

keine Nazis und in den Fabriken unentbehrlich waren. Nun,<br />

damit wir nicht verheimlichen, auch einige von denen, die bei<br />

den Tschechen ihre antifaschistische Vergangenheit für Geld,<br />

Gold, Bilder,... gekauft haben.<br />

Die Teppiche bedeuteten Besitztum, Reichtum, Ansehen<br />

und das alles war hier umher in großer Anzahl. Schöne, große,<br />

kleine, orientalische, im Jugendstiel, nach der Mode aus Wien,<br />

aus den besten Materialien, später aus Nylon, moderne. Für jede<br />

Bude, in Flure, in Thronsäle, für Fürsten und auch Könige, für<br />

Ärzte in die Warteräume, für Rathäuser, für Hotels, russische<br />

Offiziere, die sie zu Hause in Kasachstan an die Wände gehängt<br />

haben. Gebetsteppiche für militante Islamisten, Teppichsets für<br />

das Bad, für die Toilette, Ausschussware und auch handgewebte<br />

Wollstücke.<br />

Auch der Kaiser kam nach Vratislavice in den Betrieb, um<br />

sie zu sehen. Er hatte für den Inhaber des Teppichwerkes eine<br />

Ernennungsurkunde in den Adelsstand mit, hat sie aber nicht<br />

überreicht. Ihm wurde schnell klar, aber erst vor Ort, dass<br />

ein Teppich mit seinem Porträt, den er hier als Geschenk bekommen<br />

würde, zum Schuhreinigen auf seinem Gesicht di-


enen würde. Das konnte er nicht zulassen und so hat er alles<br />

abgesagt, so dass Herr Ginzkey nicht zum Baron wurde. Auch<br />

so wurde der Fabrikant Ginzkey unglaublich hochmütig.<br />

Herr Ginzkey hatte eine Tochter Hermina, die wunderschön<br />

malte. Sehr oft, als ich ihre Bilder beobachtet habe, dachte ich,<br />

dass es nicht viele so geschickte Frauen gibt und dass ihr Vater<br />

für sie den Ruhm nicht kaufen muss. Seine Teppiche, das war<br />

damals in Österreich ein wirklicher Höhepunkt und Hermina<br />

die Kirsche auf der Torte...<br />

Und wo ist der Ruhm dieser Familie, der Arbeiter, der Designer,<br />

der Händler mit Teppichen aus Vratislavice geblieben?<br />

Ich liege gerade auf einem und in dieser Lage erinnere mich an<br />

sie. An die Deutschen, Tschechen, Juden, Ukrainer, Russen,<br />

Slowaken, Polen, Sinti und Roma, an alle, die dort arbeiteten.<br />

Designer, Frauen, die hier in drei Schichten gearbeitet haben,<br />

fantastischer Musterraum, Fabrik, wo Hunderte von Menschen<br />

aus Nah und Fern Arbeit gehabt haben. Heute klingt es wie


ein Märchen, eine Erzählung über etwas, was es schon lange<br />

nicht mehr gibt: Bytex, Textilana, Seba, Hedva, Kolora, Plastimat<br />

oder Tesla.<br />

Es ist interessant, dass Leute, die hier damals schwer gearbeitet<br />

haben, sich an diese Arbeit mit Nostalgie und schön erinnern.<br />

Es waren einfach wunderschöne Teppiche. Wir finden<br />

sie bis heute in unseren Haushalten, Burgen und Schlössern in<br />

der ganzen Welt.


Koberce<br />

Ten, kdo je z Liberce nebo Jablonce, musí k nim mít pozitivní<br />

vztah. To by tak bylo, aby neměl! Vždyť koberce se<br />

tady hezkých pár let vyráběly a tkali je místní lidé. Nejvíce<br />

ti z Vratislavic, ti původní, většinou německé národnosti, ale<br />

i nějací ti Češi. Po válce a po odsunu Němců přišli osídlit pohraničí<br />

z vnitrozemí většinou odborníci z Moravy. Něco málo<br />

Němců zůstalo, pokud prokázali, že nebyli nacisty a jsou v továrnách<br />

nepostradatelní. No, a co bychom zapírali, i pár těch,<br />

co si u Čechů koupili svou antifašistickou minulost za peníze,<br />

zlato, obrazy…<br />

Koberce znamenaly majetek, bohatství, postavení, a to vše tu<br />

bylo kolem v hojném počtu. Krásné, velké, malé, orientální,<br />

secesní, podle módy z Vídně, z těch nejlepších materiálů,<br />

později i ze silonu, moderní. Do každé ratejny, na chodby,<br />

do trůnních sálů, knížatům i králům, doktorům do čekárny, na<br />

radnici, do hotelů, ruským důstojníkům, co si je doma věšeli<br />

na zeď v Kazachstánu. Modlitební koberečky, militantním islamistům,<br />

kobercové sety do koupelny, na záchody, šmejdy i ručně<br />

vázané kusy z vlny.<br />

I císař pán se na ně přijel přímo do Vratislavic do výroby<br />

podívat. Měl pro majitele kobercárny s sebou v aktovce jmenovací<br />

šlechtický dekret, ale nepředal jej. Včas si uvědomil, a to<br />

až na místě, že koberec s jeho portrétem, co by tu dostal darem,<br />

sloužil by na očištění bot o jeho tvář. To nemohl připustit.<br />

Všechno zrušil, takže se pan Ginzkey nestal baronem. I tak<br />

továrník Ginzkey nemístně zpychl.<br />

Ginzkey měl dceru Hermínu a ta krásně malovala. Mnohokrát,<br />

když sem se díval na její obrazy, jsem si řekl, že tako-


vých šikovných bab mnoho není a že jí papínek nemusí slávu<br />

kupovat. Jeho koberce, to byla za Rakouska opravdová špička<br />

a Hermína třešnička na dortíku…<br />

A kdeže zůstala sláva téhle rodiny, dělníků, návrhářů, obchodníků<br />

s vratislavickými koberci? Na jednom z nich právě<br />

ležím a v téhle poloze na ně vzpomínám. Na Němce, Čechy,<br />

Židy, Ukrajince, Rusy, Slováky, Poláky a cikány, na všechny, co<br />

tu pracovali. Návrháři, ženský co dělaly na tři směny, úžasná<br />

vzorkovna, fabrika, co dala práci stovkám lidí z blízkého i dalekého<br />

okolí. Dnes už to zní jako pohádka, vyprávění o něčem,<br />

co už dávno není: Bytex, Textilana, Seba, Hedva, Kolora, Plastimat<br />

či Tesla.<br />

Zajímavé je, že lidé, kteří zde kdysi těžce pracovali, na<br />

tuhle práci s nostalgií a hezky vzpomínají. Byly to prostě parádní<br />

koberce. Dodnes je najdeme v našich domácnostech,<br />

hradech i zámcích celého světa.


An die Kirche in Machnín<br />

Die Kirche in Machnín ist eine der jüngsten in den Gemeinden<br />

um Liberec. Wenn ich richtig zähle, ist sie zehn Jahre<br />

älter als ich. Es handelt sich aber um die zehn Jahre, die für<br />

das Leben in den Sudeten so viel bedeuteten. Gerade während<br />

dieser zehn Jahre mussten sich unsere Nachbarn entscheiden,<br />

ob sie hier bleiben oder weggehen, um nie wieder zurück zu<br />

kommen. Die Kirche zu Machnín ist geblieben...<br />

Die deutschen Nachbarn haben die Alternative der schnellen<br />

Lösung gewählt, die mit deren Abschiebung Vertreibung aus<br />

dem tschechischen Grenzgebiet endete. Ich kann es nicht anders<br />

sagen und behaupten, als dass sie selbst über das eigene<br />

Schicksal entschieden haben, dass es deren Schicksalswahl war,<br />

als sie gewählt und sich für den Wolf entschieden haben... Die<br />

Kirche zu Machnín hat es überstanden. Es ist verwunderlich,<br />

dass mein Vater, der Holocaust überlebte, einmal wöchentlich<br />

in die Kirche ging und die Kirchenuhr einstellte und aufdrehte.<br />

Die Uhr hatte eine melodische Stimme und es war eine Zeit,<br />

wo die Leute noch deren Stimme schätzen konnten. Wenn sie<br />

wissen wollten, wie spät es ist, sind sie stehen geblieben und<br />

haben sich zum Kirchturm umgedreht. Sie konnten sich auf sie<br />

verlassen, die Kirchenuhr ging genau und wer sich nicht umdrehte,<br />

hat die Schläge gezählt.<br />

Die Kirche an der Straße aus Machnín nach Chrastava kannte<br />

ich vertraulich. Wir wohnten unterhalb im ehemaligen<br />

Gasthof Nordlicht – Polární záře. Man konnte den Namen des<br />

Gasthofes von weitem auf dem Putz sehen. Das Haus steht unter<br />

dem Friedhof, gegenüber der ehemaligen Tischlerei Simm<br />

und Wagner. Auch wenn meine Mutter nicht zur Kirche ging,


hat sie mich geschickt, ein paar Blumen aus dem Garten in die<br />

Vase zu geben. „Damit es dort fröhlicher ist“, meinte sie.<br />

Die Kirche hat die Vertreibung der Tschechen, der Kommunisten,<br />

der Juden, den Krieg und die spätere Vertreibung der<br />

Deutschen ohne Einbußen überstanden, ohne ein einziges kaputtes<br />

Fenster. Und nichts ging verloren, wahrscheinlich, weil<br />

aus der Gemeinde nie wieder alle Tschechen noch Deutsche<br />

weggingen. Immer sind ein paar geblieben... All das Schlechte<br />

und Gute aus den Zeiten wurde längst verschwiegen und vergessen.<br />

Nur auf dem Friedhof in Machnín liegen einige Rote-<br />

-Armee-Soldaten aus dem Jahre 1945. Sie starben weit weg von<br />

ihrer Heimat und der orthodoxen Kirche.<br />

Wie wenige Menschen gingen zur Kirche in Machnín! Einmal<br />

sind wir nur so, als Rezession, am Anfang der 60er Jahre<br />

mit Ruda Reichl und Jarda Kalenský nach Silvester am Neujahr<br />

zur Heiligen Messe und Predigt gegangen. Es kamen weniger<br />

zusammen, als Juden in der Synagoge zum Gebet sein müssen,


trotzdem betete der Priester und wir haben zugehört. Keiner<br />

hat uns weggeschickt, uns Jungs in der Pubertät. Ich erinnere<br />

mich bis heute an die Atmosphäre, genauso daran, dass, auch<br />

wenn die Bewohner von Machnín nicht zur Kirche gingen und<br />

die Hilfshand nicht gereicht haben, schadeten sie ihr auch<br />

nicht.<br />

Das Verhältnis zur Kirche wurde wohl auch davon geprägt,<br />

dass hier viele Vorkriegskommunisten und Antifaschisten lebten.<br />

Auf jeden Fall lebten hier viele anständige Menschen, mindestens<br />

meiner Erinnerung nach und solche schmeißen keine<br />

Steine in die Fenster anderer. Auch nicht in die einer Kirche.<br />

Ich bin froh, dass das Interesse für die Kirche in Machnín<br />

wächst, zusammen mit dem Interesse der Eingliederung in das<br />

Leben der Gemeinde. Das Leben kehrt so zu seinen Wurzeln<br />

zurück. Hoffentlich werden sich die Leute wieder zum Kirchturm<br />

umdrehen, um nach der Uhr zu schauen und werden<br />

dem Läuten zuhören. Sie bleiben für eine Weile in der tägli-


chen Eile stehen, setzen sich auf die Bank am Friedhof, lehnen<br />

sich an den Zaun, stellen die Tasche auf die Erde, schauen sich<br />

um und widmen die Zeit den anderen; der Nachbar dem Nachbarn...<br />

Sie vergessen das Böse und denken an das, was für uns<br />

oder sie in Machnín, der Gemeinde bei Liberec, schön war...


Kostelíku v Machníně<br />

Kostel v Machníně je jedním z nejmladších kostelů v obcích<br />

kolem Liberce. Počítám-li dobře, je o deset let starší než já.<br />

Jedná se ale o těch deset let, které pro život v Sudetech tolik<br />

znamenaly. Právě v oněch deseti letech se naši sousedé museli<br />

rozhodnout, zda tu zůstanou nebo zda odejdou, aby se již nikdy<br />

nevrátili. Zůstal tu machnínský kostelík…<br />

Němečtí sousedé zvolili alternativu rychlého řešení, které<br />

skončilo jejich odsunem – vyhnáním z českého pohraničí. Nemohu<br />

jinak, než říci a trvat na tom, že o svém osudu rozhodli<br />

sami, a že to byla jejich osudová volba, když hlasovali a zvolili<br />

vlka…<br />

Machnínský kostel to přečkal. S podivem je, že můj otec,<br />

který přežil holocaust, sem chodil jednou týdně natahovat<br />

a seřizovat kostelní hodiny. Hodiny měly melodický hlas<br />

a byla to doba, kdy lidé jejich hlas ještě dovedli ocenit. Pokud<br />

chtěli vědět kolik je hodin, tak se zastavili a otočili ke kostelní<br />

věži. Mohli se spolehnout, kostelní hodiny ukazovaly přesně,<br />

a kdo nedohlédl, počítal jejich údery.<br />

Kostelík při silnici z Machnína do Chrastavy jsem znal<br />

důvěrně. Bydleli jsme pod ním v bývalém hostinci Nordlicht<br />

– Polární záře. Název hostince byl na omítce domu viditelný<br />

zdaleka. Dům stále stojí pod hřbitovem, naproti bývalé truhlárně<br />

Simm a Wagner. Přestože maminka do kostela nechodila,<br />

posílala mne, abych tam do vázy donesl pár kytek ze zahrady.<br />

„Aby to tam bylo veselejší,“ říkávala.<br />

Kostel přestál vyhnání Čechů, komunistů, Židů, válku a pozdější<br />

vyhnání Němců bez úhony, bez jediného rozbitého okna.<br />

Ani se z něj nic neztratilo, asi i proto, že z obce nikdy neodešli<br />

všichni Češi ani Němci. Vždy jich tu pár, či o něco víc, zůsta-


lo… Vše špatné i dobré z té doby je dávno promlčeno a zapomenuto.<br />

Jen na machnínském hřbitově leží několik rudoarmějců<br />

z pětačtyřicátého roku. Zemřeli daleko od svého domova<br />

a svého pravoslavného kostela.<br />

Jak málo lidí do machnínského kostela chodilo! Jednou<br />

jsme jen tak, z recese, počátkem šedesátých let šli s Rudou Reichlem<br />

a Jardou Kalenským po Silvestru na Nový Rok poslechnout<br />

si mši svatou a kázání. Sešlo se nás míň, než musí<br />

být židů v synagoze na modlení, a přesto se kněz modlil a my<br />

poslouchali. Nikdo nás nevyhnal, nikdo nás, puberťáky, nevyhodil.<br />

Tu atmosféru si pamatuji dodnes, stejně jako to, že i když<br />

machnínští do kostela nechodili a pomocnou ruku nepodali,<br />

neškodili mu.<br />

Vztah ke kostelu byl snad dán i tím, že tu žilo hodně předválečných<br />

komunistů a antifašistů. Rozhodně tu vždy žilo hodně<br />

slušných lidí, alespoň, co já si pamatuji, a takoví neházejí<br />

kameny do oken nikomu. Ani do těch kostelních.


Jsem rád, že zájem o machnínský kostelík roste spolu se zájmem<br />

o jeho začlenění do života obce. Život se tak vrací ke<br />

svým kořenům. Snad se opět lidé budou ohlížet přes rameno ke<br />

kostelní věži, kolik že je hodin a budou poslouchat vyzvánění.<br />

Na chvíli se zastaví ve všedním shonu, sednou si na lavičku<br />

u hřbitova, opřou se o plot, tašku postaví na zem, rozhlédnou<br />

se kolem sebe a věnují svůj čas jeden druhému, soused sousedu.<br />

Zapomenou na zlé a připomenou si, co pro nás bylo nebo je<br />

v Machníně, v obci u Liberce, krásné…


Telefon<br />

Sie haben hier eine Anforderung aus Prag, um fünf Uhr am<br />

Nachmittag. Auf diese Weise hat man sich noch vor kurzem<br />

aus Jablonec, aus Liberec nach Prag, Hradec angerufen... Es<br />

bequem zu haben bedeutete, das Gespräch sofort zu bestellen,<br />

genannt „blitzartig“ oder billiger „für später“. Dies aber bedeutete,<br />

zuerst in der Zentrale anzurufen, aus dem Apparat an der<br />

Wand bei der Post, im Geschäft, in der Telefonzelle, im Büro.<br />

Nur wenige Menschen hatten das Telefon zu Hause, und<br />

wenn doch, hatte derjenige rund um die Uhr zu tun, weil zu<br />

ihm alle aus der nahen und fernen Umgebung telefonieren<br />

kamen. Er empfand es aber als eine Selbstverständlichkeit, als<br />

einen Dienst, Berufung, Vorteil und auch harte Arbeit. Es war,<br />

wie zu Hause einen Zuchtbullen, ein Kaninchen – belgisches<br />

Männchen, einen Ziegenbock oder eine Hundezuchtstation zu<br />

haben. Essen mussten alle jeden Tag, auch an Samstagen und<br />

Sonntagen, warum also schlendern. Genauso war es mit dem<br />

Telefon. Es im Dorf zu haben, bedeutete ständige Bereitschaft,<br />

jederzeit das Haus zu öffnen und sagen: „Kommen Sie herein<br />

zum Telefonieren!“<br />

Es war gar nicht so lange her, zirka vor fünfzig Jahren, also<br />

noch in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Für<br />

die junge Generation muss es wie aus der Zeit der Hussiten<br />

oder der Belagerung von Prag durch die Schweden vorkommen.<br />

Fünfzig Jahre und heute kann das Telefon wie ein<br />

größerer Ohrring im Ohr sein und die Nummer kann, ohne<br />

die Tastatur zu berühren, gewählt werden.<br />

Am anderen Ende der Welt ist es genauso. Ich las das Buch<br />

von Hoffmeister über China. Es spielt in den fünfziger Jahren,<br />

und ein ganzes Kapitel ist einem Gespräch aus Peking ins


Adlergebirge gewidmet. Was soll ich euch erzählen, es war ein<br />

Horror. Ich zitiere: „Nun, und da war ich sehr überrascht, als<br />

ein kleines barfüßiges Mädchen mit blauer Milchkanne in unsere<br />

Stube kam und sagte: „Sie haben im Konsum eine Aufforderung<br />

aus Prag für gestern früh, 10 Uhr.“ Somit war es dann<br />

schwierig, irgendwo anzurufen.<br />

Ich habe in den 70er Jahren in Frýdlant in Böhmen eine<br />

wirkliche, funktionsfähige, echte Telefonzentrale mit Stiften<br />

aus der Zeit der Österreich-Ungarn-Monarchie voll in Betrieb<br />

gesehen und niemand hat sich darüber gewundert. Es gab keine<br />

andere Zentrale. Man hat so telefoniert, dass die Gespräche<br />

bestellt wurden und man rief: „Hallo, Sie haben hier Turnov,<br />

sprechen Sie!“ Zack! und der Stift wurde per Hand in der Zentrale<br />

ins richtige Loch gesteckt. Und so ging es die ganze Schicht.<br />

Die Damen des Telefondienstes hatten Kopfhörer, in beiden<br />

Händen Stifte, die sie blitzartig in die Öffnungen im Paneel ges-


teckt haben und ständig wiederholten: „Sie haben hier Plzeň,<br />

Prag, Liberec, Chotyně…“<br />

Wir haben uns überhaupt nicht gewundert. Es war fehlerlos.<br />

Wie könnte man denken, es könnte auch anders funktionieren?<br />

Warum? Und so kam ich gegen Abend von der Arbeit und<br />

rief schon vor der Tür: „Mutter, heute war‘s auf Arbeit hektisch.<br />

Ich bekam zweimal Prag, einmal Dobříš, aber Kladno kam<br />

nicht. Dort hat es keiner abgenommen. Mist, morgen muss ich<br />

es nochmals versuchen.“


Telefon<br />

Máte tu výzvu z Prahy na pátou hodinu odpoledne. Takhle<br />

se volalo ještě nedávno z Jablonce, z Liberce do Prahy, do Hradce…<br />

Mít komfort znamenalo objednat si hovor na teď hned,<br />

takzvaně „bleskem“ nebo laciněji „na později“. To ovšem znamenalo<br />

nejdříve volat na ústřednu z aparátu přidělaného pevně<br />

ke zdi na poště, v obchodě, v telefonní budce, v kanceláři.<br />

Jen málo lidí mělo telefon doma, a pokud ano, měl dotyčný<br />

o zábavu postaráno, protože k němu chodili telefonovat všichni<br />

z blízkého i dalekého okolí. Bral to ale jako samozřejmost,<br />

jako službu, poslání, výhodu i řeholi. To bylo, jako mít doma<br />

chovného býka, králíka – belgického samce, kozla nebo psí<br />

chovnou stanici. Jíst museli všichni každý den o sobotách i nedělích,<br />

tak jaképak courání. Stejné to bylo s telefonem. Mít ho<br />

na vesnici znamenalo mít stálou pohotovost, otevřít kdykoli<br />

barák a říct: „Pojďte dál a zavolejte si!“<br />

Nebylo to tak dávno, zhruba před padesáti lety, tedy ještě<br />

v druhé polovině dvacátého století. Mladé generaci to musí<br />

připadat jak z doby husitských válek či obléhání Prahy Švédy.<br />

Padesát let a dnes je telefon i jako větší náušnice v uchu a číslo<br />

lze vytočit, aniž bychom se dotkli číselníku.<br />

Na druhé straně zeměkoule je to navlas stejné. Četl jsem<br />

Hoffmeistrovu knížku o Číně. Děj se odehrává v padesátých letech<br />

a celá jedna kapitola je věnována telefonátu z Pekingu<br />

do Orlických hor. Co vám mám povídat, byl to horor. Cituji:<br />

„Nu, a tak jsem byl nesmírně překvapen, když malá bosá holčička<br />

s modrou bandaskou mléka vešla do naší světnice a řekla:<br />

„Máte v konsumu výzvu z Prahy na deset hodin včera ráno.“<br />

To bylo potom těžké se někam dovolat.


V sedmdesátých letech jsem ve Frýdlantu v Čechách viděl<br />

skutečnou, funkční, opravdovou kolíčkovou telefonní ústřednu<br />

z doby Rakouska Uherska v plném provozu a nikomu to<br />

nepřišlo divné. Jiná ústředna nebyla. Telefonovalo se tak, že<br />

se hovory objednávaly a volalo se: „Haló, máte tady Turnov,<br />

mluvte!“ Šup! a kolíček se „rúčo“ zasunul na ústředně do správné<br />

dírky. A tak to šlo po celou směnu. Spojovatelky měly na<br />

uších sluchátka, v obou rukou kolíčky, které bleskově zasouvaly<br />

do otvorů v panelu před sebou a stále opakovaly: „Máte<br />

tady Plzeň, Prahu, Liberec, Chotyni…“<br />

Vůbec nám to nepřišlo divné. Nemělo to chybu. Copak by<br />

někoho napadlo, že by to mohlo být i jinak? Proč? A tak jsem<br />

přišel v podvečer z práce a už ode dveří jsem volal: „Mámo,<br />

dneska byl v práci fofr. Dostal jsem na drát dvakrát Prahu,<br />

jednou Dobříš, ale to Kladno mi nepřišlo. Tam mi to nikdo nevzal,<br />

zatraceně, zítra to musím zkusit znovu.“


Wirfst du die Knarre weg<br />

Wie alt war ich nur? Es war im Jahr, eigentlich weiß ich es gar<br />

nicht mehr, vielleicht 1951. Der Krieg endete vor sechs Jahren,<br />

die Schützengräben um die kleinen Grenzbunker bei unserer<br />

Gemeinde waren in perfektem Zustand und die Figur des<br />

vierjährigen Knaben ging ihnen vollkommen verloren, so dass<br />

ich immer nur hörte: „Wo bist du, wo hast du dich versteckt?“<br />

Meine Mutter rief.<br />

Wir suchten Pilze. Wir waren im Wald schon seit dem Mittag<br />

und ich suchte statt Pilzen die Bunker und überlegte, wie ich<br />

mindestens in einen gelangen und mich dort verstecken könnte.<br />

Endlich. Die Mutter war mit dem Sammeln von Birkenpilzen<br />

beschäftigt, hat das Verfolgen meiner Aktivitäten für einige<br />

Minuten unterlassen und das habe ich voll ausgenutzt.<br />

Zuerst das Gitter, dann ein Tor aus Stahl oder Guss, einige<br />

Schritte in der Dunkelheit, in die feuchte Düsterheit. Ich hatte<br />

Angst, dass ich am liebsten schreien würde, es ging aber<br />

nicht. Ich war in dem erträumten Bunker. Durch die Öffnungen,<br />

die ursprünglich für die Gewehrläufe bestimmt waren,<br />

drangen enge Sonnenlichtstrahlen hinein. Es kam mir wie im<br />

verzauberten Schloss vor. Und dann habe ich sie in dem ganzen<br />

Unrat gesehen und war mit einem Sprung bei ihr. Auf dem<br />

Boden lag eine richtige Pistole. Damals konnte man noch keine<br />

chinesischen Kunststoffwunder der Nachbildungen echter<br />

Gewehre kaufen. Was mich überraschte war, dass sie so schwer<br />

war. Ich habe nur mit Mühe die Pistole aufgehoben, die Augen<br />

weit aufgerissen. Auf nichts anderes habe ich gewartet. Gerade<br />

wurde mein Knabentraum erfüllt. Keine Pfeile, Bögen, Schleuder,<br />

Armbrüste, Schwerte oder Holzpistole mehr. Ich habe eine<br />

richtige Pistole...


Von draußen habe ich das hysterische Geschrei meiner<br />

Mutter gehört, das ich immer hörte, wenn sie mein Vater mit<br />

irgend etwas ärgerte. Das passierte aber nicht nur bei uns. Genauso<br />

schrie die Haluzová auf Haluza zwei Häuser weiter.<br />

Ich kam aus dem Bunker heraus, in gestreckter Hand die<br />

Pistole und schrie. Nun, schrie, eher quietschte: „Mama, ich<br />

bin hier!“, und hob die Hand mit der Pistole nach oben, damit<br />

man mich überhaupt sieht. Ich weiß nicht, was auf mich größeren<br />

Eindruck gemacht hat. Die Mutter stand da drei Schritte<br />

entfernt, als ob die Welt für eine Weile stehen blieb. Alles war<br />

still und ich könnte wetten, dass ich hörte, wie in der Kneipe in<br />

Bedřichovka einen Kilometer unterhalb, vom Tisch eine Zwei-<br />

-Kronenmünze auf den Boden fiel und am Teller klimperte,<br />

den da die Katze mit Essensresten hatte.<br />

Die Mutter kam nur langsam wieder zu sich. Ich erkannte<br />

es an ihr, weil sie mit den Augen zwinkerte und die Lippen<br />

bewegten sich. Sie sprach nicht, auf jeden Fall habe ich<br />

nichts gehört. In dem Moment passierte gar nichts. Es dauerte<br />

nur eine Weile. Dann hob die Mutter die Hände. Ich höre es<br />

heute noch und damals haben es bestimmt auch in der nahen<br />

Chrastava und wohl auch an der Ostsee gehört: „Wirfst du die<br />

Knarre weg!“ und etwas wie: „Jesus, ich werde mal wegen dem<br />

Jungen wahnsinnig.“<br />

Mir wurde schlecht und die Hose vorne nass. Geben Sie zu,<br />

wenn solches Geschrei nicht ein erwachsener Mann aushält,<br />

ich meine meinen Vater, wie soll es dann ein kleiner Junge<br />

aushalten. Mit großer Überwindung habe ich nachgegeben<br />

und die Pistole weggeworfen.<br />

Ich muss zugeben, dass seitdem mehr als sechzig Jahre vergangen<br />

sind und ich suche sie immer noch. Jedes Mal, wenn<br />

ich im Wald in Bedřichovka über Machnín bin, suche ich einen


Vorwand, dass ich dorthin gehen muss und jedes Mal gehe ich<br />

auch dorthin. Ich weiß, dass ich nichts finde, trotzdem... Hier<br />

irgendwo habe ich sie weggeworfen...<br />

Ich gebe zu, dass ich es meiner Mutter, soll sie in Frieden<br />

ruhen, niemals vergeben habe. Warum musste ich die Pistole<br />

wegwerfen? Auch der Vater war derselben Meinung. Er suchte<br />

sie und fand auch nichts. Die Mutter, das weiß ich ganz genau,<br />

suchte sie nie. Weiber sind ganz andere Menschen. Mein Vater<br />

erklärte mir noch am Abend, wie es in der Welt zwischen Mann<br />

und Frau läuft und ich musste mit ihm, ob ich wollte oder nicht,<br />

einverstanden sein. Trotzdem musste ich daran denken. Wollte<br />

ich sie etwa erschießen?<br />

Es passieren Sachen zwischen Himmel und Erde, aber erzählen<br />

Sie es einem vierjährigen Knaben... Mutter, ich mochte<br />

dich sehr, vergib mir...


Zahodíš tu bouchačku<br />

Kolik mi to jenom bylo? Psal se rok, ani už vlastně nevím<br />

jaký, snad jednapadesátý. Válka skončila před šesti lety, zákopy<br />

kolem malých příhraničních bunkrů u naší obce byly ve skvělém<br />

stavu a postavička čtyřletého kluka se v nich dočista ztrácela,<br />

a proto jsem pořád slyšel: „Kde jsi, kam ses mi schoval?“<br />

To volala moje maminka.<br />

Hledali jsme houby. Byli jsme v lese už od oběda a já místo<br />

po houbách pokukoval po bunkrech a přemýšlel, jak se aspoň<br />

do jednoho dostat a schovat se v něm. Konečně. Maminka zaujata<br />

sbíráním křemenáčů na pár minut polevila ve sledování<br />

mých aktivit a já toho plně využil.<br />

Nejdřív mříž, pak ocelová nebo litinová branka, pár kroků<br />

do tmy, do vlhkého přítmí. Bál jsem se, až bych strachem<br />

křičel, ale nešlo to. Byl jsem ve vysněném bunkru. Otvory,<br />

kterými původně měly trčet ven hlavně zbraní, pronikaly<br />

dovnitř úzké paprsky slunečního světla. Připadal jsem si jako<br />

v začarovaném zámku. A pak jsem ji uviděl v té spoustě haraburdí<br />

a byl jsem skokem u ní. Na zemi ležela opravdová pistole.<br />

V té době se ještě v hračkářství neprodávaly čínské plastové<br />

zázraky, napodobeniny opravdových zbraní. Co mě překvapilo,<br />

že byla tak těžká. Sotva jsem pistoli uzvedl, oči navrch hlavy.<br />

Na nic dalšího jsem nečekal. Právě se mi splnil klukovský sen.<br />

Už žádné šípy, luky, prak, samostříl, meč nebo pistole ze dřeva.<br />

Mám opravdovou pistoli…<br />

Zvenku se už ozýval hysterický křik mojí matky, který<br />

jsem znal, když ji táta něčím vytočil. Nebyli jsme v tom sami.<br />

Zrovna takhle křičela Haluzová na Haluzu o dva baráky dál…<br />

Vylezl jsem z bunkru, v napřažené ruce pistoli a zakřičel. No,<br />

zakřičel, spíš zapištěl: „Mamí, tady jsem!“, a zvedl ruku s pisto-


lí vzhůru, abych byl vůbec vidět. Nevím, co mě ohromilo víc.<br />

Matka tam stála tak na tři kroky ode mne a svět se na chvíli<br />

jakoby zastavil. Vše utichlo a já bych se vsadil, že jsem slyšel<br />

jak v hospodě na Bedřichovce kilometr pod námi spadla ze<br />

stolu dvoukoruna na podlahu a cinkla o talíř, který tam měla<br />

kočka na zbytky.<br />

Maminka se jen pomalu vzpamatovávala. Poznal jsem to<br />

na ní tak, že pomrkávala a začala pohybovat rty. Nemluvila,<br />

rozhodně jsem nic neslyšel. Vůbec nic se ten moment nedělo.<br />

To vše trvalo jen chvilku. Pak matka zvedla ruce. Slyším to<br />

ještě dnes a tehdy to slyšeli jistě i v blízké Chrastavě a snad i na<br />

Baltu u moře: „Zahodíš tu bouchačku!“ a něco jako: „Ježíš, já se<br />

z toho kluka jednou zblázním.“<br />

Udělalo se mi zle a kalhoty vpředu mi zvlhly. Uznejte, že<br />

když takový křik nevydrží dospělý chlap, myslím svého tátu,<br />

tak jak to má vydržet malý kluk. S obrovským sebezapřením<br />

jsem vyhověl a pistoli odhodil.


Musím se přiznat, že od té doby uplynulo víc jak šedesát let<br />

a já ji stále hledám. Pokaždé, když jsem v lese na Bedřichovce<br />

nad Machnínem, najdu si záminku, že musím ta místa navštívit<br />

a neomylně tam pokaždé zamířím. Vím, že nic nenajdu<br />

a přesto… Tady, tady jsem ji někde zahodil…<br />

Přiznám se, že jsem to mamince, dej jí pámbu lehké odpočinutí,<br />

nikdy neodpustil. Proč jsem pistoli musel zahodit? I táta<br />

byl stejného názoru. Hledal ji a taky nic nenašel. Matka, a to<br />

vím bezpečně, ji nehledala nikdy. Ženský jsou úplně jiný lidi.<br />

Táta mi ještě večer vysvětlil, jak to ve světě mezi mužem a ženou<br />

chodí a já s ním chtě nechtě souhlasil, ale stejně mi to<br />

vrtalo hlavou. Copak jsem ji chtěl zastřelit?<br />

Dějí se věci mezi nebem a zemí, ale vykládejte to čtyřletému<br />

klukovi… Maminko, měl jsem tě moc rád, odpusť mi…


Leinenmacher aus dem Grenzgebiet Liberec<br />

und Zittau<br />

Wir leben in einer Gegend, wo das Leinen und die Leinenmacher<br />

keine Grenze kannten. Die gemeinsame Sprache und<br />

der Beruf hat sie so verschmelzen lassen, dass das Grenzgebiet<br />

entlang der Lausitzer Neiße, in den Hügeln des Isergebirges<br />

und des Riesengebirges, sie nicht daran gehindert hat, auch viele<br />

andere gemeinsame Dinge zu haben. Und dies schon seit<br />

dem frühen Mittelalter bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts,<br />

als die Folgen des Zweiten Weltkrieges zur absoluten<br />

Vernichtung der bestehenden, Hunderte von Jahren unveränderter<br />

Ordnung. Der Krieg von Preußen und Sachsen an der<br />

Grenze des Iserund Riesengebirges endete. Die Entstehung der<br />

Deutschen Demokratischen Republik und neue Grenzen an<br />

der Neiße ermöglichten die Gründung neuer Staatseinheiten.<br />

Leinen. Davon ist hier nicht viel geblieben, bis auf das neu<br />

entdeckte, das ein großes Erlebnis in der Gegenwart ist. Leinen<br />

als die Grundlage eines Kunstwerkes. Leinen von unbeschreiblichem,<br />

unermesslichem Wert. Drei Tücher, die hier<br />

zum Bestandteil der hiesigen Geschichte wurden. Zwei Fastentücher<br />

in Zittau, heute schon von der Stadt Zittau ausgestellt<br />

und der Jugendstil-Vorhang von Gustav Klimt in Liberec, bis<br />

jetzt keusch im Theater von Liberec versteckt. Der Bühnenvorhang<br />

mit seinen grandiosen Maßen, vergleichbar mit den<br />

Zittauer Fastentüchern, im Wert aber weit alles übertreffend,<br />

was auf Leinen in dieser Region je gemalt wurde. Tja, Leinen<br />

vom unermesslichen Wert und wir können sie nicht verkaufen,<br />

weder an die Touristen noch an die Anwohner.<br />

Das Wiener Museum von Gustav Klimt würde wer weiß was<br />

für den Vorhang aus Liberec geben. Starten wir doch eine Zu-


sammenarbeit bei der Werbung, so dass die Besucher Infomaterial<br />

sowohl zum Besuch des Vorhangs in Liberec wie auch der<br />

Fastentücher in Zittau haben. Lassen wir doch Werbespots mit<br />

der Finanzhilfe aus Brüssel über grenzüberschreitende Wunder<br />

drehen, die große Scharen von Touristen und Kunstliebhabern<br />

in diese Region anlocken könnten. Absolut einzigartige<br />

Kunstschätze können die Besucherzahlen des Liberecer Theaters<br />

erhöhen, dessen leere Sitze mit der Schließung einzelner<br />

Bühnen drohen.<br />

Der ausgerollte Vorhang von Klimt vor Beginn der Vorstellung<br />

selbst würde sicher ein unvergessliches Ereignis sein.<br />

„Ein Leinenpaket“ ein Päckchen auf der Schulter des Leinenmachers<br />

wurde zum Symbol der Textilindustrie bei uns. Auch<br />

wir in Liberec und der nahen Umgebung haben Leinen, das<br />

von echten Künstlern des Fachs aufgewertet wurde.<br />

Die schlechten Besucherzahlen der Region im Zusammenhang<br />

mit den neuen Stadtattraktionen, dem Liberecer Unter-


grund, Museum Shoah, IQ Park, Museum der Straßenbahnen<br />

und Sportareal in Jeřmanice, könnte radikal den gegenwärtigen<br />

Zustand ändern.<br />

Ein Paket solcher Attraktivität ist unübersehbar. Die Bekanntmachung<br />

des Liberecer Vorhangs von Klimt und der<br />

Zittauer Fastentücher sollte in den touristischen Führern von<br />

Mitteleuropa und jedes Kulturliebhabers in Böhmen sein.


Pláteníci z pomezí Liberce a Žitavy<br />

Žijeme v kraji, kde plátno a pláteníci nepoznali hranic.<br />

Společná řeč a profese je sblížila natolik, že pomezí hranic<br />

probíhající na Lužické Nise, v kopcích Jizerských hor a Krkonoš<br />

jim nijak nebránila mít i společné spousty dalších věcí.<br />

A to už od raného středověku do poloviny minulého století,<br />

kdy důsledky druhé světové války vedly k naprosté devastaci<br />

stávajícího, stovky let neměnného pořádku. Skončila vláda<br />

Pruska a Saska na pomezí Jizerských a krkonošských hor.<br />

Vznik Německé demokratické republiky a nové hranice na<br />

Nise daly vzniknout novým státním útvarům.<br />

Plátno. Toho tu moc nezůstalo, až na to znovuobjevené, které<br />

je obrovským zážitkem v současnosti. Plátno jako základ uměleckého<br />

díla. Plátna obrovské, nezměrné hodnoty. Tři plátna,<br />

která se stala součástí místních dějin: Dvě postní žitavská<br />

plátna, dnes už městem Žitavou v Německu vystavená a liberecká,<br />

secesní opona od Gustava Klimta, dosud cudně skrytá<br />

v libereckém divadle. Jevištní opona svými grandiózními rozměry<br />

srovnatelná s žitavskými postními plátny, cenou i hodnotou<br />

převyšující daleko široko vše, co na plátnech bylo kdy<br />

v tomto regionu namalováno. Ano, plátna nedozírné hodnoty<br />

a my je v podstatě, v tomto štůsku pro turistu, ale i pro místní,<br />

neumíme prodat.<br />

Vídeňské muzeum Gustava Klimta by dalo nevím co za to,<br />

vlastnit libereckou oponu. Vyzvěme je ke spolupráci na její propagaci,<br />

ať jejich návštěvníci mají k dispozici propagační materiály<br />

k návštěvě opony v Liberci a gotických maleb na plátně<br />

v Žitavě. Nechme natočit propagační klipy za pomoci financí<br />

Bruselu o příhraničních zázracích, které do oblasti na Nise<br />

mohou přivést davy turistů – milovníků umění. Naprosto uni-


kátní umělecké skvosty mohou zvýšit návštěvnost libereckého<br />

divadla, jehož prázdná sedadla hrozí uzavřením jednotlivých<br />

scén. Spuštěná Klimtova opona před zahájením samotného<br />

představení by jistě byla nezapomenutelným zážitkem.<br />

„Balíček plátna“ – štůsek na rameni pláteníka se stal symbolem<br />

textilního průmyslu u nás. I my v Liberci a v jeho nejbližším<br />

okolí, máme plátna zhodnocena malbou skutečných<br />

umělců svého oboru.<br />

Skomírající návštěvnost regionu ve spojení s novými atrakcemi<br />

města, městským podzemím, muzeem Šoa, IQ parkem,<br />

muzeem tramvají a sportovním areálem v Jeřmanicích<br />

by mohla radikálně změnit současný stav. Balíček takových<br />

atraktivit je nepřehlédnutelný.<br />

Zviditelnění liberecké Klimtovy opony a žitavských postních<br />

pláten by se mělo dostat do turistických průvodců střední<br />

Evropy a každého milovníka kultury v Čechách.


Hochwasser<br />

Im letzten Jahrhundert waren in der Liberec-Gegend zwei<br />

Hochwasser, die „schon etwas Besonderes waren“ und die man<br />

hundertjähriges Wasser nennt.<br />

Damals beendete ich die dritte Klasse der Grundschule in<br />

Machnín, und es begann gleich in der Mitte der ersten Ferienwoche<br />

zu regnen. Das werden schöne Ferien sein, dachte<br />

ich und begann, Bücher zu besorgen, damit ich genug zu lesen<br />

habe und mich nicht langweile. Wie falsch ich lag! Zuerst<br />

fielen große Tropfen und der Regen wurde zum unendlichen<br />

Regenguss. Es goss und goss ohne Unterbrechung. Es war kein<br />

leichter Sommerregen, den ich kannte.<br />

Ich begann gerade die Abenteuergeschichten von O. Batlička<br />

zu lesen, die ich aber nicht zu Ende lesen sollte. Draußen<br />

passierten Sachen! Das Wasser gelangte nach und nach in alle<br />

Rinnen, Spalten, sickerte durch die Fenster, kam aus der Kanalisation<br />

heraus, füllte die Gräben. Die Dachrinnen tosten und<br />

liefen über, klangen wie Orgelpfeifen und dann heulten die<br />

Feuerwehrsirenen, die zur Hilfe riefen. Die Neiße kochte und<br />

bebte, wie ein Topf mit Wäsche, unter welchem jemand ständig<br />

heizt. Es kamen Bretter, Tore, ganze Zaunteile, abgerissene<br />

Geländer und Hundehütten zum Vorschein. Ich bekam Angst.<br />

Am Freitag in der Nacht heulten schon die Sirenen von Liberec,<br />

Frýdlant, über Chrastava bis nach Hrádek nad Nisou.<br />

Mohelka, Jeřice, Nisa, Smědá und kleine Bäche an den Wiesen<br />

konnte man nicht von Seen unterscheiden. Die Wiesen, Felder,<br />

Wege waren binnen einiger Stunden überflutet und das<br />

Wasser verstopfte die Durchgänge unter Brücken, riss mit sich<br />

Schleusen, Stauseen. Machnín war eine große Lagune. Die<br />

Holzbrücke über die Neiße an der Pfeiffer-Fabrik hinter dem


Kindergarten verschwand, ohne sich zu verabschieden. Das<br />

Wasser nahm sie zirka hundert Meter flussabwärts mit sich.<br />

Die Züge nach Hrádek und Frýdlant fuhren noch. Der Vater<br />

entschied damals, dass wir die Oma in Loučná in Hrádek nad<br />

Nisou besuchen werden. Die Zugfahrt war eine Fahrt durch eine<br />

Wasserwelt. Links und rechts eine unendliche Wasserfläche.<br />

Trotz allem sind wir in Hrádek angekommen. Wir gingen zum<br />

Ring. Danach war nur noch eine riesige Wasserfläche bis irgendwohin<br />

nach Zittau und man konnte nichts anderes tun,<br />

als zurückzugehen. Alle versicherten uns, dass den Menschen<br />

in Loučná die Soldaten aus Grabštejn geholfen haben.<br />

Den Rückweg nach Machnín vergesse ich nie. Überall war<br />

nur Wasser. Am schlimmsten war es in Bílý Kostel. In der Zeit<br />

ertrank dort gerade einer der eingesetzten Soldaten, der Soldat<br />

Miroslav Vavřiník.<br />

Die Neiße in Bílý Kostel stieg am Freitag, den 4. Juli um 230<br />

cm, auf der Straße war ein Meter Wasser. Die Jeřice in Mníšek<br />

stieg um 310 cm. Meine Erinnerung und mein Tagebuch haben<br />

nur einige Angaben festgehalten. Damals war das einzige<br />

Kohlekraftwerk in der Liberec-Gegend in Andělská Hora in<br />

vollem Betrieb. Auch dieses stand aber am zweiten Tag unter<br />

Wasser und war somit außer Betrieb. Die Neiße, die von allen<br />

Seiten fließt, überflutete Motoren und auch die Hilfsbetriebe.<br />

Die Fässer mit Chemikalien aus Mníšek erschienen später<br />

am unteren Strom der Neiße tief in Deutschland. Die Lokomotive,<br />

die im Flussbett unter dem Schloss in Frýdlant lag, war<br />

lange ein dankbares Motiv für Fotografen, die die Schäden des<br />

Hochwassers 1958 fotografiert haben. Ich erinnere mich, dass<br />

auf den überfluteten Wiesen bei Pragovka in Loučnà im weichen<br />

Sand riesengroße Disteln wuchsen, wo wunderschön verfärbte<br />

Stieglitze landeten.


Überflutet war auch das damals noch funktionierende Bergwerk<br />

Kristýna und auch der Teich im Garten in Loučná, wo<br />

der Onkel Valtr Pekingenten züchtete. Die endeten traurig. Als<br />

Emigrantinnen landeten sie auf den Tischen der Entenesser mit<br />

Sauerkraut in der Deutschen Demokratischen Republik.<br />

Wir, die Jungs aus Machnín, die Karbid zum Sprengen von<br />

Blechdosen brauchten, haben das Feuer im nahen Vesec<br />

geschätzt. Das Wasser überflutete das Lager mit Karbid und nachdem<br />

es zum Kontakt von Karbid und Wasser kam, folgte ein<br />

verheerendes Feuer.<br />

In Liberec hatten viele Erwachsene Probleme mit der Arbeit<br />

in Textilana unterhalb des Stausees, wo das Wasser um mehrere<br />

Meter stieg und auch die Straße und die Fabrik überflutete.<br />

Ich erinnere mich, wie überall die Nationalkomitee’s durch<br />

die Lautsprecher und die örtliche Durchsage um Hilfe gebeten<br />

haben und die Bürger ermahnten, sich dem Wasser um jeden<br />

Preis zu stellen.


An der Spitze war Chrastava, wo die Bürger wirklich mitgemacht<br />

haben und nicht nur ihre eigenen Besitztümer geschützt<br />

haben, sondern auch den der Gemeinde. Meine kindliche Erinnerung<br />

aus der Zeit ist chaotisch, wie ungefähr die ganzen<br />

zehn Tage, als alle Erwachsenen um mich die Folgen des Hochwassers<br />

beseitigt haben.<br />

Eintrag aus dem Tagebuch von diesem Sommer: „Samstag,<br />

12. Juli 1958, allgemeiner Arbeitstag. (Die Samstage waren damals<br />

Arbeitstage). Die Fabriken in der Umgebung haben wieder<br />

angefangen zu arbeiten. Totex, Textilwerke, Tesla, landwirtschaftliche<br />

Betriebe.“ Es waren Ferien, die man nicht vergisst.


Povodeň<br />

V minulém století postihly Liberecko dvě povodně, které<br />

„za něco stály“ a kterým se říká stoletá voda.<br />

Tehdy jsem skončil pátou třídu základní školy v Machníně<br />

a hned v polovině prvního týdne prázdnin začalo pršet.<br />

To budou prázdniny!, pomyslel jsem si a začal shánět knížky,<br />

abych měl něco ke čtení a nenudil se. Jak jsem se mýlil! Zprvu<br />

padaly velké kapky a déšť se začal měnit v nekonečný liják. Lilo<br />

a lilo bez přestání. Nebylo to lehké šumění letního deště, jaké<br />

jsem znal.<br />

Zrovna jsem se začetl do dobrodružných příběhů O. Batličky,<br />

které mi nebylo dopřáno dočíst. Venku se děly věci! Voda<br />

postupně pronikala do všech spárů, škvír, zatékala do oken,<br />

vytékala kanalizací, plnila příkopy. Okapy hučely a přetékaly,<br />

vydávaly zvuk, jako píšťaly varhan a pak začaly ječet jako hasičské<br />

sirény volající o pomoc. Nisa se vařila a vzdouvala jako<br />

hrnec s prádlem, pod který stále někdo přikládá. Začaly se<br />

na ní objevovat prkna, klády, branky, celé části plotů, stržená<br />

zábradlí, psí boudy. Začal jsem se bát.<br />

V pátek v noci už houkaly sirény od Liberce, Frýdlantu, přes<br />

Chrastavu do Hrádku nad Nisou. Mohelka, Jeřice, Nisa, Smědá<br />

a malé potůčky na stráních už nebyly k rozeznání od jezer.<br />

Louky, pole, cesty byly během několika hodin zaplaveny<br />

a voda ucpávala průtoky pod mosty, brala s sebou stavidla,<br />

jezy. Machnín byla jedna velká laguna. Dřevěný most přes<br />

Nisu u Pfeifferovy továrny za mateřskou školou zmizel bez<br />

rozloučení. Voda ho odnesla asi sto metrů po řece níž.<br />

Vlaky do Hrádku a do Frýdlantu ještě jezdily. Tatínek tehdy<br />

rozhodl, že se pojedeme podívat na babičku do Loučné v Hrádku<br />

nad Nisou. Cesta vlakem byla cestou vodním světem. Zleva


i zprava nekonečná plocha vod. Přesto jsme do Hrádku dojeli.<br />

Došli jsme na náměstí. Dál už byla jen jedna velká vodní plocha<br />

až někam k Žitavě a nezbylo, než se vrátit. Všichni nás<br />

ujišťovali, že lidem v Loučné pomohli vojáci z Grabštejna.<br />

Na zpáteční cestu vlakem do Machnína nezapomenu nikdy.<br />

Všude kolem byla jen a jen voda. Nejhorší to ale bylo v Bílém<br />

Kostele. V té době se tam právě utopil jeden ze zasahujících vojáků,<br />

vojín Miroslav Vavřiník.<br />

Nisa v Bílém Kostele v pátek 4. července stoupla o 230 cm,<br />

na silnici bylo na metr vody. Jeřice v Mníšku stoupla o 310 cm.<br />

Moje vzpomínky a můj deník zachytily jen některé údaje. V té<br />

době ještě pracovala na plné obrátky i jediná uhelná elektrárna<br />

na Liberecku v Andělské Hoře. I ta ale byla druhý den povodně<br />

vyřazena z provozu. Nisa, která ji v podstatě obtéká ze všech<br />

stran, zatopila motory i pomocné provozy. Sudy s chemikáliemi<br />

z chemičky v Mníšku se později objevily na dolním toku<br />

Nisy hluboko v Německu. Lokomotiva, která ležela v řečišti pod<br />

frýdlantským zámkem, byla hodně dlouho vděčným objektem<br />

fotografů fotících škody velké vody roku 1958. Pamatuji se,<br />

že na loukách zatopených povodní u Pragovky v Loučné rostly<br />

v měkkém pískovišti nesmírně velké stvoly bodláků, na které<br />

přilétávali nádherně zbarvení stehlíci.<br />

Zatopený byl tehdy ještě funkční důl Kristina i rybníček na<br />

zahradě v Loučné, kde strýček Valtr choval pekingské kachničky.<br />

Ty skončily smutně. Jako emigrantky se ocitly na stolech<br />

jedlíků kachen se zelím v Německé demokratické republice.<br />

My, machnínští kluci, kteří jsme potřebovali karbid na bouchání<br />

plechovek, jsme dovedli ocenit požár v blízkém Vesci.<br />

Voda zatopila sklad karbidu a po spojení vody s karbidem následoval<br />

ničivý požár.


V Liberci měla spousta dospělých problémy s prací v Textilaně<br />

pod přehradou, kde se voda zdvihla o několik metrů a zatopila<br />

silnici i továrnu pod ní. Pamatuji se, jak všude národní<br />

výbory prostřednictvím tlampačů a místního vysílání žádaly<br />

o pomoc a nabádaly občany, aby se postavili vodě stůj co stůj.<br />

V čele byla Chrastava, kde se občané skutečně zapojili a chránili<br />

nejen své majetky, ale i majetek obce. Mé dětské vzpomínky<br />

z té doby jsou chaotické, jako zhruba celých těch deset dní,<br />

kdy všichni dospělí kolem mne odstraňovali následky povodně.<br />

Záznam z deníku toho léta: „Sobota 12. července 1958, všední<br />

pracovní den. (Soboty byly tehdy pracovní všechny). Továrny<br />

v okolí začaly opět pracovat. Totex, textilky, Tesla, zemědělské<br />

závody.“ Byly to prázdniny, na které se nezapomíná.


Über Sprachen nur ganz am Rande<br />

In dir leben so viele Menschen wie du Sprachen sprichst.<br />

Sprachen sind und werden der Schlüssel zur Bildung sein,<br />

schrieb mir mal der Onkel Uri, er hat es am weitesten gebracht,<br />

bis nach Südamerika. Aber er war nicht glücklich. Er lebte nicht<br />

zu Hause wo er geboren wurde.<br />

Er lief vor sich selbst und vor den Frauen weg und reiste um<br />

die Welt. Als richtiger Matrose hatte er mehrere Frauen gleichzeitig.<br />

Sie trafen sich bei seinem Begräbnis. Es waren drei<br />

und sie sprachen unterschiedliche Sprachen, er konnte alle.<br />

Er war der erste Schiffsoffizier und hat unter Deck mit der Kohlenschaufel<br />

angefangen. Auf seiner Uniform waren jetzt ganz<br />

viele Streifen. Vom Krieg hatte er viele Auszeichnungen, die er<br />

prahlerisch links über der Tasche, in der ein weißes Taschentuch<br />

war, genäht hat. Seine Laufbahn stieg weiter bis zur VIP<br />

Karriere. Alles drehte sich um die Schiffe auf denen der Onkel


fuhr. Er sprach tschechisch recht gut obwohl es in seiner Jugend<br />

zu Hause nicht gesprochen wurde. Er war stolz ein Tscheche<br />

zu sein und von hier stammt. Er erzählte mir, dass er, je nachdem<br />

in welchem Land er sich gerade befand, in dessen Sprache<br />

denkt. Auf See kam es darauf an, welche Matrosen an Bord<br />

waren denen er befiehlt…<br />

Meiner Meinung nach, sollte Englisch die Sprache sein,<br />

die jeder Mensch beherrscht. Wenn man jedoch etwas über<br />

Ökonomie weiß, sollte man die Sprachen der Chinesen, Russen<br />

oder Araber lernen. In Südund Mittelamerika wird noch lange<br />

spanisch gesprochen werden. Deutsch, Französisch, Niederländisch<br />

und Italienisch aber wahrscheinlich nur noch auf dem<br />

alten Kontinent. Die Sprache der Tschechen, Polen, Serben,<br />

Ungarn, Finnen, Norwegen und Schweden ist und bleibt die<br />

Sprache der Holzhütten, Märchen, Volkslieder, Erzählungen<br />

am Lagerfeuer und der Volksmuseen. Nur mit der Muttersprache<br />

ausgestattet ist es als ob man durch einen bunten Garten<br />

voll mit Blumen, Obst und Gemüse wandert und nichts riechen,<br />

streicheln oder probieren kann. Die Fremdsprache ist ein<br />

Schlüssel, ein Teller voller Leckerbissen. Es hängt nur von uns<br />

ab, ob wir von weitem zusehen oder ob wir die Schüchternheit,<br />

Faulheit und Bequemlichkeit der Fahrt in alten Gleisen überwinden<br />

werden. Einige der heutigen Generation der 50-jährigen<br />

und älter (ich habe es selbst gehört) geben ihre Unkenntnis<br />

einer weiteren Sprache als der Muttersprache als Verschulden<br />

der Kommunisten an. Wahr ist, dass nur ein bequemer Mensch<br />

nicht die Regeln des Verzichts, der Gedächtnisquälerei und<br />

der Mehrkosten für Bildung einhalten kann. Die Sprachausstattung<br />

ist ein Teil unserer Bildung, eine Chance auf dem Arbeitsmarkt<br />

erfolgreich zu sein. Während des Sozialismus gab<br />

es eine Zeit als das Fernsehen statt der dummen Fernsehserien


Sprachkurse gesendet hat. Es ist vernünftig, es zunächst mit<br />

Russisch zu versuchen und dann schrittweise schwierigere<br />

Sprachen zu versuchen.


O jazycích, jen tak lehce<br />

Kolik jazyků umíš, tolikrát jsi člověkem. Ač nerad, odpovím.<br />

Nemám kamarády, zůstal jsem sám. Jazyk je a bude<br />

klíč ke vzdělání, napsal mi kdysi strýček Uri, který to dotáhl<br />

nejdál, až do Jižní Ameriky, ale šťastný nebyl. Nežil doma, kde<br />

se narodil.<br />

Utíkal světem, potom sám před sebou a před ženami.<br />

Jako správný námořník jich měl současně víc. Sešly se na jeho<br />

pohřbu. Byly tři a mluvily rozdílnými jazyky, on uměl všechny.<br />

Byl funkcí prvním lodním důstojníkem, který začínal u lopaty<br />

s uhlím v podpalubí. Pásek na rukávu nádherné uniformy<br />

měl spoustu. Z války mu zbyla spousta vyznamenání, která si<br />

frajersky našil vlevo na saku nad kapsičku, ve které měl bílý<br />

kapesník. Dosáhl ještě výš, na skvostnou VIP kariéru.<br />

Všechno to bylo o lodích, na kterých se strýček plavil. Česky<br />

mluvil docela dobře, doma tak sice za jeho mládí nemluvili,<br />

ale byl hrdý na to, že je Čech a že odtud pochází. Řekl mi, že<br />

v které zemi se zrovna nachází, v té řeči přemýšlí, na moři zas<br />

podle toho, jaké má vedle sebe námořníky, kterým poroučí…<br />

Já sám si myslím, že angličtina je tou řečí, která by měla být<br />

ve výbavě každého člověka. Žel, člověk, který ví něco o ekonomice,<br />

by se měl učit řeči Číňanů, Rusů nebo Arabů. Španělsky<br />

se bude ještě dlouho mluvit v Jižní a ve Střední Americe,<br />

německy, francouzsky, holandsky a italsky už asi jen na Starém<br />

kontinentu. Řeč Čechů, Poláků, Srbů, Maďarů, Finů, Norů<br />

a Švédů je a zůstane řečí dřevěných srubů, pohádek, národních<br />

písniček, vyprávění u táborových ohňů a lidových skanzenů.<br />

Být vybaven pouze jazykem mateřským, je jako procházet<br />

se pestrou zahradou plnou květin, ovoce a zeleniny a nesmět<br />

si přivonět, pohladit či ochutnat. Cizí řeč je klíč, talíř plný po-


choutek. Je čistě na nás, zda budeme jen z povzdálí přihlížet, či<br />

překonáme ostych, lenost a pohodlnost jízdy ve starých kolejích.<br />

Někteří z dnešní generace padesátníků a výše (a slyšel<br />

jsem to na vlastní uši) svou neznalost obcování v jiném, než<br />

rodném jazyku svalují na komunisty. Pravdou je, že jen pohodlný<br />

člověk není schopen se podřídit režimu odříkání, týrání<br />

paměti a vícenákladům na vzdělání.<br />

Jazykové vybavení je součástí našeho vzdělání, šancí uspět<br />

na trhu práce. Byla doba, ještě za socialismu, kdy televize místo<br />

přihlouplých televizních novel vysílala jazykové kurzy. Dobré<br />

je zkusit to nejprve třeba s ruštinou a od té se postupně propracovat<br />

k jazykům obtížnějším.


Schwein, Schweinchen haben<br />

Schwein zu haben bedeutet Glück haben. Woher es kam, woher<br />

man es hat, das blieb für mich geheim. Ich weiß nur eins,<br />

ich bin dem Totengräber von der Schaufel gesprungen.<br />

Die tschechische Sprache ist einfach toll, man hat für alles<br />

ein Sprichwort. Tja, leider gilt hier nicht, je dümmer der Bauer,<br />

desto größer die Kartoffeln. Wenn du etwas haben willst musst<br />

du etwas opfern. Nichts ist umsonst, alles kostet etwas. Einfach<br />

gesagt, nicht mal in die Kneipe solltest du ohne Geld gehen…<br />

Aber zurück zum Schwein. Schwein haben bedeutet im<br />

tschechischen Klinke haben. Diese habe einen ziemlich prosaischen<br />

Zweck – sie öffnen und schließen etwas und mit<br />

Glück funktioniert der Mechanismus.<br />

An drei außergewöhnliche Klinken (Schweine) erinnere ich<br />

mich.<br />

Die Klinke am Seitentor der Kirchenwand in der Mitte der<br />

Dětřichov. Sie blieb an dieser Stelle gut 200 Jahre. Wer diese<br />

massive und barocke Schmiedearbeit anfasste, hat Jahrhunderte<br />

in der Hand gehalten. Sie war stark wie der Glaube eines<br />

Katholiken, eines deutschen Bauern und auch Hilfsarbeiters.<br />

Generationen haben sie nach oben und unten gedrückt, sie<br />

öffnete den Weg zu Gott. Die Klinke am Kirchentor.<br />

Ich war überrascht, dass sie so viele Jahre da blieb. Von der<br />

Straße so weit zu sehen. Als ob sie da bis ans Ende der Welt bleiben<br />

sollte. Sehen Sie, sie blieb nicht. Irgendwann um das Jahr<br />

1980 wurde sie von einem gottlosen Verbrecher gestohlen.<br />

Die Klinke verschwand und keiner weiß wo sie ist. Sagen Sie<br />

mal, was sind das für Leute, die einen gesunden Baum fällen,<br />

die etwas klauen, das ihnen nicht gehört?


Die zweite Klinke, vielleicht noch massiver, war am Schmuckgitter<br />

des Tores eines Bürgerhauses gegenüber vom Rathaus in<br />

Liberec. Ein Haus, das sich mit so einem Tor schmückte, war<br />

einmalig. Der Herr, der es kaufte, schmückte nicht nur das<br />

Haus sondern auch die Stadt mit einem beispiellosem Stück des<br />

Schmiedehandwerkes. Die Klinke war die Kirsche auf der Torte,<br />

die Erdbeere im Sektglas. Für den der sie drückte und die<br />

Kraft zum Drücken hatte, öffnete sich das Tor zum Glück. Sesam,<br />

öffne dich. Ehrliche, alte Handwerkskunst…<br />

Diese Klinke ist auch weg. Das Tor, die Tür und die Gitter<br />

blieben nur, weil der Dieb sie nicht wegtragen konnte. Die Klinke<br />

konnte er einfach klauen und hat damit das Herz der Tür<br />

ausgerissen. Wer kann dies begreifen? Wo sind die Männer?<br />

Sind wir etwa im Krieg, dass man die Kirchenglocken, Klinken<br />

aus Bronze; die Juwelen des Barock; klaut?<br />

Die letzte Klinke habe ich. Als vor 30 Jahren die Burg<br />

Grabstejn und das Schloss umgebaut wurden, hat man den alten


Putz abgeklopft und die alten verrotteten Fenster zerschlagen,<br />

aus einem der Rahmen ist die alte, ursprüngliche Fensterklinke<br />

gefallen, die ich im Schutt, der zur Müllhalde gefahren wurde<br />

gefunden habe. Diese habe ich als Erinnerung mitgenommen.<br />

Ich habe die jüngere Schwester der Klinke, kleine Klinke. Vom<br />

Glück nur einen kleinen Anteil, ein ganz kleines Schweinchen.<br />

Sie hat eine besondere Form, im Muster vom Ende des 19.<br />

Jahrhunderts. Sie ist aus Edelmetall bedeckt mit einer Schicht<br />

alter Patina. Sie schaute gleichzeitig mit dem alten Fenster in<br />

die wunderschöne Landschaft unterhalb der Burg, in die Gemeinde<br />

Chotyne. Jetzt bewundere ich sie und bin begeistert. Sie<br />

gehört zu den Dingen die ich in meinem Leben gefunden habe.<br />

Ich habe Schwein, wenn sie so wollen Schweinchen, trotzdem<br />

bin ich glücklich und zufrieden. Es reicht mir, auch wenn es<br />

klein ist, um meinen Alltag zu erfreuen und aufzuheitern…


Mít kliku, kličku<br />

Mít kliku znamená mít štěstí. Kde se to vzalo, odkud to kdo<br />

má, mi zůstalo utajeno. Vím jenom, že mám kliku. Utekl jsem<br />

hrobníkovi z lopaty.<br />

Čeština je prostě úžasná. Na všechno má vtipnou průpovídku.<br />

Žel, tady neplatí, že čím hloupější sedlák, tím větší brambory.<br />

Chceš-li něco znát, musíš pro to něco obětovat. Nic není<br />

zadarmo a všechno něco stojí. Zjednodušeně řečeno, ani do<br />

hospody bez peněz nelez…<br />

K té klice. Jsou různé a mají dost prozaický účel – něco<br />

otevírají a při štěstí, že mechanismus funguje, také zavírají. Asi<br />

tak tři kliky byly výjimečné a ty si pamatuji.<br />

Klika v Dětřichově na postranní brance ve zdi u kostela ve<br />

středu obce. Vydržela na svém místě dobrých dvě stě let. Masivní,<br />

barokní kovářská práce. Kdo za ni vzal, držel v ruce staletí.<br />

Mohutná jak víra katolíka, německého sedláka i nádeníka.


Generace ji tiskly nahoru i dolů, otevírala jim cestu k Bohu.<br />

Klika od vrátek do kostela. Vzalo mi dech, že tam tolik let vydržela.<br />

U silnice a tolika lidem na očích. Jakoby tam měla zůstat<br />

do konce světa. No, vidíte, nezůstala. Tak někdy v osmdesátém<br />

roce minulého století ji ruka neznaboha ukradla. Klika zmizela<br />

a je bůhví kde. Řekněte, co je to za lidi, pokácí-li zdravý strom,<br />

ukradnou-li něco, co jim nepatří?<br />

Druhá klika, snad ještě masivnější, byla na okrasném mřížoví<br />

na vratech měšťanského domu naproti liberecké radnici.<br />

Dům honosící se vraty, že kolem nemají obdoby. Panáček, co<br />

je koupil, ozdobil nejen dům, ale i město nevídaným kovářstvím.<br />

A klika byla třešničkou na dortu, jahodou ve skleničce<br />

se šampaňským. Kdo ji stiskl a měl tu sílu zatlačit, vrata se mu<br />

otevřela jak brána ke štěstí. Sezame, otevři se. Poctivá, stará<br />

rukodělná práce…<br />

Klika je rovněž pryč. Vrata, dveře a mřížoví zůstalo jen proto,<br />

že zloděj by je neunesl. Kliku si odnesl snadno a dveřím<br />

vylomil jejich srdce. Kdo tohle pochopí, kdo tohle pochopí?<br />

Kdeže ti muži jsou? Copak je válka, že se loupí kostelní zvony,<br />

bronzové kliky, barokní skvosty?<br />

Poslední kliku mám já. Našel jsem ji ve vybourané suti vyvážené<br />

na skládku při opravě zámku a hradu Grabštejn před<br />

třiceti lety. Otloukala se omítka, rozbíjela se stará ztrouchnivělá<br />

okna a z jednoho rámu vypadla stará, původní, okenní<br />

klička. Tu jsem si vzal na památku. Mám mladší sestru kliky.<br />

Kličku. Ze štěstí jenom malý díl, docela malou kličku.<br />

Má zvláštní tvar, vzor konec 19. století. Je z ušlechtilého<br />

kovu pokrytá vrstvou staré patiny. Zároveň se starým oknem<br />

hleděla do krásné krajiny dolů pod hrad, do obce Chotyně.<br />

Teď si ji prohlížím já a jsem jí nadšen. Je součástí mých akvizic,<br />

které jsem kdy v životě našel. Mám kliku, kličku chcete-li,


a přesto jsem šťasten a spokojen. Stačí mi, byť je malá, aby potěšila<br />

a rozjasnila můj všední den…


Was hast du unter dem Baum gesucht?<br />

Unsere Jugend, der Zustand der Schwerelosigkeit, der<br />

zurückkommt, wenn du allein bist. So wie der duftender warmer<br />

Wind, der damals dein Haar auflockerte und deine Schritte<br />

fehlerlos weiter führte... Die Zeit der Jugend, des unzähligen<br />

Glücks, die Zeit der Erinnerungen und das Panoptikum<br />

der Liebschaften. Die Zeit der großen Irrtümer und auch<br />

der großen Taten, Entscheidungen, Geschenke, Weihnachtsbäume,<br />

strahlender Kinderaugen, aber auch der Trauer, dass<br />

nicht mehr alle mit uns am Tisch sind. Wie blind und grausam<br />

konnten wir sein! Wie sehr dachten wir, dass das große, kindliche<br />

Weihnachtsglück ewig dauern wird und dass wir uns immer<br />

am Weihnachtsbaum treffen werden. Alles. Das war das<br />

Weihnachtsgeschenk, das nicht verpackt war, das einfach da<br />

lag. Wir alle: Mutter, Vater, Opas, Omas, Brüder, Schwestern, je<br />

nachdem wie die Familie groß war. Du hast das Geschenk nicht<br />

gesucht und heute fehlt es so. Das war die Zeit der glücklichen<br />

Jugend. Die Zeit der Weihnachten, der Bäume, der Schachteln<br />

und Dosen mit Schleifen, Bändern, Schnürchen umwickelt, die<br />

Zeit der großen farbigen Glaskugeln, der Kerzen, der Süßigkeiten,<br />

Silberlamellen, Glasspitzen und Blechständer in der Form<br />

von Wulstlingen oder Zwerge, die den Baum auch mehrere Wochen<br />

hielten. Der Baum stand immer am Fenster und leuchtete<br />

jeden Abend, wie ein Leuchtturm auf der Insel Rügen, so dass<br />

jeder weiß, dass diese Feiertage immer noch voll von Schokoladenfiguren<br />

und in Alufolie gewickelter hausgemachter Schokolade<br />

sind. Und was erst, wenn durch die Kerzen die Gardinen<br />

brannten und eine Gräte des Karpfen sich in den Gaumen<br />

bohrte und die Suppe ausgegossen wurde! Wir waren damals<br />

Kinder des Glücks mit strahlenden Augen. Wir sahen den Va-


ter mit der Mutter wegen der Geschenkpakete nicht. Wie ich<br />

es heute bereue! Sie sind nicht mehr hier. Die Geschenkkisten<br />

sind geblieben. Wir haben es damals nicht kapiert, dass der Zauberabend,<br />

großzügig und reich, einmal enden wird und wir<br />

bleiben hier allein. Mit einem Berg von Geschenken und leeren<br />

Kisten. Deswegen wollen die älteren keinen Baum mehr. Ein<br />

paar Kiefernäste reichen. Das Weihnachtsglück war hier bereits<br />

und es war wundervoll, glauben Sie mir. Mama, Papa, ihr<br />

alle, die nicht mehr mit uns sind: „Schöne Weihnachten“.


Co jsi hledal pod stromečkem?<br />

Svoje mládí, ten stav beztíže, který se vrací, jsi-li sám. Jako<br />

ten voňavý teplý vítr, který kdysi čechral vlasy a vedl tvé kroky<br />

neomylně dál... Čas mládí, čas přelétavého štěstí, čas vzpomínek<br />

a panoptikum lásek. Čas omylů i velkých činů, rozhodnutí,<br />

darů i dárků, vánočních stromků, rozzářených dětských<br />

očí, ale i smutku za toho, kdo s námi u stolu už není. Jak jsme<br />

dovedli být slepí a krutí! Jak moc jsme si mysleli, že to velké,<br />

dětské vánoční štěstí bude věčné a že se budeme u stromečku<br />

scházet napořád. Všichni. To byl ten vánoční dárek, který<br />

se nebalil, který tam prostě jenom byl. My všichni: máma,<br />

táta, dědové, babičky, bratři, sestry, jak kdo měl velkou rodinu...<br />

Ten dárek jsi nehledal a dneska tolik schází. To byl ten<br />

čas šťastného mládí. Čas vánoc, stromečků, krabic a krabiček<br />

ovázaných mašlí, stužkou, provázkem, čas velkých skleněných<br />

barevných koulí, svíček, vánočních kolekcí, drátěných háčků,<br />

stříbrných lamel, skleněných špiček a plechových podstavců ve<br />

tvaru muchomůrek či elfů, co drželi stromek i několik týdnů.<br />

Stromek stával vždy u okna a každý večer svítil, jako maják<br />

na ostrově Rügen, aby každý věděl, že tyhle svátky jsou ještě<br />

plné čokoládových a fondánových figurek a domácí čokolády<br />

balené do staniolu. A co teprve, když od svíček chytly záclony<br />

a kůstka z kapra se zapíchla do patra a polívka se rozlila! Byli<br />

jsme tenkrát děti s plamínky štěstí v rozzářených očích. Neviděli<br />

jsme tátu s mámou pro krabice s dárky. Jak toho dnes<br />

lituji! Už tu nejsou. Krabice od dárků zůstaly. Nechápali jsme<br />

tenkrát, že ten kouzelný večer, štědrý a bohatý, jednou skončí<br />

a my tu zůstaneme sami. S hromadou dárků a prázdných krabic.<br />

Proto ti starší už nechtějí stromek. Pár smrkových větviček<br />

postačí. Vánoční štěstí už tu bylo a bylo krásné, věřte mi.


Maminko, táto, vám všem, kteří jste už odešli: „Krásné svátky.<br />

Vánoční“.


Was alles Sie aus dem fahrenden Zug zwischen<br />

Liberec und Zittau sehen werden<br />

Der alte Reichl verlor alles beim Brand. Ruda erzählte mir,<br />

was alles der gestrige Brand der Schwab-Textilfabrik in Machnín<br />

Hamrštejn genommen hat. „Nun, und was blieb ihm<br />

übrig?“, wollte ich Ruda anhalten. „Stiefel, echt nur Stiefel“, hat<br />

Ruda schnell erzählt. Und dann lachten wir und lachten, wie<br />

zwei Verrückte. Wir waren fünf und uns war überhaupt nicht<br />

klar, welche bedeutende Fabrik gerade vernichtet wurde. Wir<br />

waren es gewohnt, dass es um uns ständig irgendwo brannte,<br />

die Leute starben, uns hat jemand ununterbrochen vor irgendetwas<br />

gewarnt. Vergeblich. Der Krieg endete vor einigen Jahren<br />

und auf neugierige Jungs lauert überall Gefahr. Am liebsten<br />

spielten wir in der Nähe der Bahnstrecke. Wie aufregend es für<br />

uns war! jetzt gerade fuhr an uns ein Zug vorbei und gleich wird<br />

er an der Grenze sein. Wie es wohl in Zittau aussieht? Wurde<br />

die Stadt auch so wie Berlin bombardiert? Die tschechischen<br />

Züge halten in Zittau nicht, sie fahren nur durch und angeblich<br />

werden sie von Grenzsoldaten mit Hunden begleitet...<br />

Wir reisten mit dem Zug unglaublich gerne, es hat sich auch<br />

gelohnt. Man konnte vieles aus den Fenstern beobachten und<br />

es war auch gefährlich. Wir lehnten uns aus den Fenstern und<br />

wenn die Lokomotive beschleunigte, flog eine Wolke von<br />

glühenden Funken in unser Haar oder brannte auf der Haut<br />

oder in den Augen. Das war das kindliche Adrenalin.<br />

Erst viel später habe ich die Landschaft und industrielle<br />

Fabrikbauten bemerkt, die in großer Anzahl auf beiden Seiten<br />

dieser romantischen Zugstrecke in den Mäandern des so ruhigen<br />

Flusses Neiße verstreut sind. Wie falsch ich mit meiner<br />

Demut an meiner lieben Lausitzer Neiße lag! Später habe ich


an deren Ufern zwei Hochwasser erlebt und erlebte, was ich nie<br />

geglaubt hätte.<br />

Noch vor dem nächsten großen Wasser möchte ich Ihnen<br />

mitteilen, was alles die Augen eines Jungen gesehen haben, der<br />

hier im Dorf lebte. Er war hier wahrscheinlich geboren und<br />

musste bestimmt mit den Zügen spielen. Die Züge beobachten,<br />

ihnen zuwinken und über sie träumen, in ihnen zur Schule<br />

fahren, zum Arzt, zur Oma, zum Fußball oder einfach so, um<br />

wieder aus dem Fenster in die Landschaft zu schauen, wo was<br />

neues gebaut wurde, was abgebrannt war und was das große<br />

Wasser nahm. Wieder und wieder im Abteil des Zuges zwischen<br />

Liberec Zittau.<br />

Ich sehe mich neben dem Vater. Er sitzt neben mir und ich<br />

frage und kann nicht aufhören. Meine erste Station Machnín.<br />

Der Zug kommt gerade aus Liberec. Nein, es ist kein Zug mit<br />

einem Motor, es ist eine Dampfmaschine. Man kann ihn von<br />

weitem hören. Die Oma in Hrádek und unglaublich viele schöne<br />

Sachen, die ich aus dem Zugfenster sehe, warten auf uns.<br />

Wir fahren auf Gleisen, die schon im Jahre 1859 gelegt wurden.<br />

Sie gehören zu den ältesten in der Österreichischen Monarchie,<br />

genauso wie der Teil der Schwab-Textilfabrik, wo so viele Sachen<br />

von Herr Reichl verbrannt sind.<br />

Sobald der Zug Machnín verlässt, sind vor ihm zwei große<br />

Eisenbahnbrücken, die über der Lausitzer Neiße stehen. Links<br />

stehen rekonstruierte Gebäude der Textilweberei Textilana, die<br />

ersten von Dutzenden an der Strecke nach Zittau. Es handelt<br />

sich meistens um wirklich wunderschöne industrielle Bauten<br />

die Ende des 19. Jahrhunderts mit ausgeprägten Elementen des<br />

zauberhaften Jugendstils erbaut wurden. Viele gibt es in Jablonec<br />

und auch Liberec, sie sind schön, funktionell und befinden<br />

sich in einmaliger Natur entlang der Neiße und der Dämme,


auf welchen die Züge fahren. Das Tal eingeschlossen von Hügeln,<br />

Dörfern, Städtchen und Fabriken ist höchst kulturell und<br />

passt in die hügelige Landschaft. Auch das, was so schrecklich<br />

aussieht, direkt hinter der nächsten Zughaltestelle Machnín-<br />

Burg, ist überraschend schön und nett.<br />

Das einzige Kraftwerk, das Lignit aus Hrádek verbrennt,<br />

wurde 1914 in Betrieb genommen und 1966 geschlossen. Ein<br />

Baukomplex, konserviert wie das Dornröschen-Schloss, ein<br />

Städtchen, das den Schlaf der Zufriedenen schläft Andělská<br />

Hora – Machnín Burg. Von der umgebenden Natur ist durch<br />

die Schlackeberge nicht viel zu erkennen, wo die Natur einen<br />

Vertrag mit einem Zauberer abgeschlossen hat, dass er sie einschlafen<br />

lässt und zurück zur Geburt führt. Hierher würde ich<br />

Kindergruppen führen, damit sie die Kraft der Natur versus industrielle<br />

Bauten lernen. Man sollte auch den stilvollen Ausbau<br />

der Arbeiterhäuser erwähnen, der wörtlich ein Volksmuseum<br />

aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts darstellt.<br />

Der Zug fährt weiter zur Andělská Hora und Chrastava. Sobald<br />

er aus dem zauberhaften Tal des Kraftwerkes unter der<br />

verlassenen Burgruine Hamrštejn fährt, wird er von weiteren<br />

bedeutenden Industriebauten Ende des 19. und Beginn des 20.<br />

Jahrhunderts umgeben.<br />

Von hier musste man nicht wegen der Arbeit zur Übersee, in<br />

die belgischen Kohlebergwerke, in große Industriestädte. Hier<br />

stehen die Fabriken eine neben der anderen. Heute stehen sie<br />

leider nur noch und prahlen mit deren perfekten Funktion und<br />

Architektur. Die Arbeit bieten sie nicht an. Sie sind geschlossen<br />

und oft warten sie nur noch, bis sie jemand gnädig abreißt. Sie<br />

sind einsturzgefährdet. Aber so lange sie stehen, sollte man sie<br />

sehen. Sie haben eine wunderbare, großartige Geschichte und


die dort arbeitenden Menschen haben ein Werk geschaffen,<br />

wofür sich diese Region nicht schämen muss.<br />

Und dabei wurden diese Fabriken oft zum Bestandteil dieser<br />

Landschaft. Sie grenzen sich nicht von der umgebenden Bebauung<br />

ab. Sie beweisen, dass die Industriebauten mit der Natur<br />

verschmelzen können und schmeicheln. Mindestens so sehe<br />

ich heute aus dem Zugfenster die Fabrikhallen, all die Betriebsstätten<br />

der Webereien, Spinnereien, Färbereien, der Besitzer<br />

Feill, Klinger, Altschull, Liebieg und weiterer. Fabriken, die sozusagen<br />

sofort in Filmen spielen können, die Kulissen deren<br />

Zeit darstellen. Fabriken wie Textilana, Totex, deren Schlösser,<br />

Villen, Fabrikhäuser, provisorische Unterbringungen für die<br />

Gefangenen des Zweiten Weltkrieges – Frauen aus dem Konzentrationslager<br />

Gross Rosen in Bílý Kostel waren. All das steht<br />

hier bis jetzt. Sämtliche Bauten haben deren Gesichtsabdruck<br />

in der Landschaftsgeschichte, sind Bestandteil der Geschichte<br />

der Nationen, die hier lebten und leben.<br />

Die Papierfabrik, das Werk der Brüder Soyka in Bílý Kostel.<br />

Den letzten Besitzer habe ich gekannt. Er kehrte aus der Emigration<br />

als ausländischer Soldat.<br />

Bereits bei der Einfahrt des Zuges nach Chotyně sehen wir<br />

das Torso der Gießerei aus dem Jahr 1913, unten im Tal die<br />

ursprüngliche Textilfabrik, später Schokoladenfabrik und Maschinenfabrik.<br />

Die Tischlerei in Chotyně unterhalb des Dammes<br />

hat Skier, Schlitten und gebogene Möbel produziert.<br />

Hrádek nad Nisou, die Vorstadt von Zittau, mehr als je zuvor<br />

mit ihr verbunden, kehrt zu seinen Wurzeln zurück. In Hrádek<br />

sind es nur Fabriken, gleich bei der Zugeinfahrt in das<br />

Stadtgebiet. Das Industriepotential war so gewaltig, dass fast in<br />

jeder Straße ein Betrieb, eine Fabrik oder eine Produktionshalle


stand. Sie wissen nicht, wohin Sie den Kopf drehen sollen, in<br />

welche Richtung Sie schauen sollen.<br />

Und schon sind wir an der Grenze der Republik, wo die<br />

gegenwärtige Industriezone mit modernen und höchst<br />

zweckmäßigen Industriebauten der Gegenwart entstanden ist.<br />

Hier endet der Zug mit den Passagieren auf der Strecke Liberec<br />

Zittau seine Wanderung entlang des Industrieweges durch<br />

eine der schönsten Ecken der tschechisch-deutschen Grenze,<br />

die von den Mäandern der Lausitzer Neiße geprägt werden.


Co všechno uvidíte z okna vlaku jedoucího<br />

z Liberce do Žitavy<br />

Starýmu Reichlovi shořelo všechno. Ruda mi přeříkával,<br />

co všechno si včerejší požár Schwabovy textilky v Machníně –<br />

Hamrštejnu vzal. „No a co mu zbylo?“, chtěl jsem Rudu zastavit.<br />

„Holinky, fakt jenom holinky,“ chrlil ze sebe Ruda. A pak jsme<br />

se smáli a smáli, jako dva blázni. Bylo nám pět a vůbec nám<br />

nedošlo, jaká významná továrna právě vzala za své. Byli jsme<br />

zvyklí na to, že kolem nás stále někde hořelo, umírali lidé, stále<br />

nás někdo před něčím varoval. Marně. Válka skončila před pár<br />

lety a všude číhalo na zvědavé kluky nebezpečí.<br />

Nejraději jsme si hráli blízko trati. Jak to pro nás bylo vzrušující!<br />

Teď právě kolem nás projel vlak a za chvilku bude za<br />

hranicí. Jak asi vypadá ta Žitava? Je taky vybombardovaná jako<br />

Berlín? České vlaky v Žitavě nestaví, pouze projíždějí a prý je<br />

doprovázejí pohraničníci se psy…<br />

Vlakem jsme cestovali hrozně rádi, však také bylo proč. Bylo<br />

nač se dívat z oken a bylo to i nebezpečné. Nahýbali jsme se<br />

z oken, a když lokomotiva zabrala, tak nám sprška žhavých uhlíků<br />

vlétla do vlasů a pálila kůži nebo v očích. To byl náš dětský<br />

adrenalin.<br />

Mnohem později jsem si začal všímat krajiny a industriálních,<br />

továrních staveb, kterých bylo rozeseto jako máku po<br />

obou stranách této romantické vlakové trasy v meandrech tak<br />

tiché řeky Nisy. Jak jsem se mýlil v té pokoře mé milé Lužické<br />

Nisy! Později jsem na jejích březích prožil dvě povodně a zažil,<br />

čemu bych nikdy nevěřil. Než přijde ta další velká voda, chci se<br />

s vámi podělit o to, co vše viděly oči kluka bydlícího zde ve vesnici.<br />

Asi se tu musí narodit a rozhodně si s vláčky alespoň hrát,<br />

chodit se dívat na vlaky, mávat jim a snít o nich, jezdit s nimi


do školy, k doktorovi, k babičce, na fotbal nebo jen tak, aby se<br />

znovu podíval z okna do krajiny, kde co kdo nového postavil,<br />

co shořelo a co vzala velká voda. Znovu a znovu být v kupé ve<br />

vlaku na trase Liberec – Žitava.<br />

Vidím se vedle táty. Sedí vedle mne a já se ptám a nejsem<br />

k zadržení. Má první zastávka – Machnín. Vlak právě přijíždí<br />

z Liberce. Ne, není to motorák, ale pára. Je ji slyšet zdaleka.<br />

Čeká nás hrádecká babička a strašně moc krásných věcí, které<br />

vidím z okna vlaku.<br />

Jedeme po kolejích, které byly položeny už v roce 1859<br />

a patří k těm nejstarším v rakouské monarchii, stejně jako ta<br />

část Swabovy textilky, ve které shořelo tolik věcí panu Reichlovi.<br />

Jen co vlak opustí Machnín, má před sebou dva obrovské<br />

železniční mosty klenoucí se nad Lužickou Nisou. Vlevo stojí<br />

rekonstruované budovy textilní přádelny firmy Textilana,<br />

první z desítek na trase do Žitavy. Většinou jde o opravdu<br />

krásné industriální stavby z konce 19. století s výraznými prvky<br />

kouzelné secese, tak módní a oblíbené v našem kraji. Je jich<br />

plný Jablonec i Liberec, jsou krásné, funkční a zasazené do<br />

neopakovatelné přírody podél Nisy a náspů, po kterých jezdí<br />

vlak. Údolí sevřené kopci, vesnicemi, městečky a továrnami je<br />

vysoce kulturní a úžasně zapadá do zvlněné krajiny. Vždyť i to,<br />

co vypadá hrůzně, hned za další železniční stanicí Machnín –<br />

hrad, je překvapivě krásné a přívětivé.<br />

Jediná tepelná elektrárna spalující místní hrádecký lignit,<br />

uvedená do chodu v roce 1914 a uzavřená roku 1966. Komplex<br />

staveb zakonzervovaný jako zámek Šípkové Růženky, městečko<br />

spící spánkem spravedlivých Andělská Hora – Machnín<br />

hrad. Kopce strusky k nerozeznání od okolní přírody, která<br />

uzavřela dohodu s čarodějem, aby ji uspal a vrátil k počátku je-


jího zrození. Sem bych vodil skupiny dětí, aby se učily poznávat<br />

sílu přírody versus industriální stavby. Za zmínku stojí i stylová<br />

výstavba zaměstnaneckých domků tvořících doslova skanzen<br />

počátku 20. století. Vlak odtud míří k Andělské Hoře a do<br />

Chrastavy. Jen co vyjede z kouzelného údolí elektrárny pod<br />

opuštěnou zříceninou hradu Hamrštejnu, je obklopen dalšími<br />

významnými industriálními stavbami z konce 19. a počátku 20.<br />

století.<br />

Odtud se nemuselo za prací za oceán, do belgických uhelných<br />

dolů, do velkých průmyslových měst. Zde stojí továrny<br />

jedna vedle druhé, jen si vybrat. Žel, dnes už jen stojí<br />

a chlubí se svou dokonalou funkčností a architekturou. Práci<br />

neposkytují. Jsou uzavřeny a mnohdy už jen čekají, až do nich<br />

někdo milostivě strčí.<br />

Jsou na spadnutí. Ale dokud stojí, stojí za zhlédnutí. Mají<br />

úžasnou, velkolepou historii a lidé v nich pracující vytvářeli<br />

dílo, za které se zdejší kraj nemusil schovávat za plot.<br />

A přitom se tyhle továrny staly často součástí koloritu<br />

kraje. Nejsou vyčleněny z okolní zástavby. Jsou důkazem, že<br />

industriální stavby mohou splynout s přírodou a pohladí. Aspoň<br />

já tak i dnes vidím z okna vlaku tovární haly, všechny<br />

ty provozovny tkalcoven, přádelen, barvíren, úpraven majitelů<br />

Feillů, Klingerů, Altschullů, Liebiegů a dalších. Továrny, které<br />

takříkajíc z fleku, mohou hrát ve filmech, vytvářet kulisy svého<br />

věku. Továrny jako Textilana, Totex, jejich zámečky, vily, tovární<br />

domy, provizorní stavby pro ubytování zajatců z druhé světové<br />

války – žen z koncentračního tábora Gross Rosen v Bílém<br />

Kostele. To vše tu dosud stojí. Všechny tyto stavby mají svůj<br />

otisk tváře v dějinách krajiny, jsou součástí paměti národů,<br />

které zde žily a žijí.


Papírna, továrna bratří Soyků v Bílém Kostele. Toho posledního<br />

majitele jsem znal. Vrátil se z emigrace jako zahraniční<br />

voják.<br />

Už při dojezdu vlaku do Chotyně vidíme torzo slévárny<br />

z roku 1913, dole v údolí původní textilku, později čokoládovnu<br />

a strojírnu. Truhlárna v Chotyni pod náspem vyráběla lyže,<br />

sáňky a ohýbaný nábytek.<br />

Hrádek nad Nisou, to předměstí Žitavy, spojené s ní více<br />

než kdy jindy, se vrací ke svým kořenům. V Hrádku to jsou<br />

továrny od samého vjezdu vlaku na území města. Průmyslový<br />

potenciál byl tak mohutný, že téměř v každé ulici byla<br />

provozovna, továrna či výrobní hala. Nevíte, kam dřív hlavu<br />

otočit, na kterou stranu se podívat.<br />

A už jsme na hranicích republiky, kde vyrostla současná<br />

hrádecká průmyslová zóna s moderními vysoce účelovými<br />

industriálními stavbami současnosti. Tady vlak s pasažéry na<br />

trase Liberec – Žitava končí svou pouť po industriální cestě<br />

jedním z nejkrásnějších koutů česko-německého pomezí určeného<br />

meandry Lužické Nisy.


Das Geschäft bei uns im Dorf<br />

Bei uns im Dorf konnte niemand nur vom Geschäft leben.<br />

Überleben, das bedeutet Handwerk, Arbeit, sozusagen „nebenbei“,<br />

eine Kuh, ein Feld, etwas anderes... So baute ein Maurer im<br />

Sommer, im Winter machte er Harken. Der Schuhmacher hatte<br />

im Garten Kartoffeln und Blumenkohl. Die Frisörin, Frau Lanková,<br />

hatte bis zur „Währung“ 1953 ein Lebensmittelgeschäft<br />

im Erdgeschoss. Einige Male saß ich bei ihr auf hohem Stuhl,<br />

schrie vor Angst, ging aber mit einem Haarschnitt weg.<br />

Im Geschäft lief es so ab, dass meine Mutter die Lebensmittelkarten<br />

verwaltete, ich gab ihr Vater´s Portmonee. Ein Meter<br />

höher hat Frau Lanková die Karten zerschnitten und die Mutter<br />

holte aus dem Geldbeutel die Noten und Münzen.<br />

Ich liebte schon immer Gurken. Die im 5-Liter-Behälter mit<br />

einer Holzgabel innen haben mich fasziniert. Frau Lanková<br />

wusste es und statt einer Süßigkeit beim Abschied nach dem<br />

abgeschlossenen Geschäft hat sie immer mit den Holzgreifärmen<br />

aus dem Glas eine Gurke geholt, von welcher noch die<br />

duftende, grüne, saure Flüssigkeit tropfte.<br />

Es sind 60 Jahre vergangen, ich habe es aber immer noch<br />

vor den Augen. Ich, der glücklichste Mensch der Welt, verlasse<br />

das Geschäft mit einer Gurke im Mund. Meine Mutter dreht<br />

die Augen, zwinkert wichtig, die Besitzerin des Geschäfts zuckt<br />

mit den Schultern bedeutend. Beide Frauen haben sich ein Zeichen<br />

gegeben, dass das was ich tue, nicht normal ist und gleichzeitig<br />

als ob sie sagen würden: Ist gut, Hauptsache er treibt<br />

keinen Unsinn.<br />

Zum Laden führten von der Straße zirka sechs Treppen und<br />

für mich waren sie so etwas wie eine Kapitänsbrücke. Wenn<br />

ich die Treppen mit meiner Mutter hinaufgestiegen bin, habe


ich nicht vergessen, mich umzudrehen und jemandem zuzuwinken.<br />

Unterhalb der Treppe stand immer jemand und diskutierte<br />

mit jemandem. Oben wehte eine frische Brise und ich<br />

sah mich entweder im Korb eines Schiffes oder im Luftballon<br />

von einem Bild, das zu Hause im Wohnzimmer hing. Und jetzt<br />

stellen Sie sich vor, meine Mutter führt mich aus dem Laden,<br />

mein Mund ist voll einer saftigen Gurke und unten stehen die<br />

Freunde Mrázek, Reichl, Jungs Fořta, Jarisch, Jarda Kalenský,<br />

Jungs Jůza und bestimmt einer der Jungs von Lanka. Konnte<br />

ich mich glücklicher fühlen? Nein.<br />

Der Weg nach nach Hause war bergauf um zwei Häuser. Wir<br />

wohnten gegenüber der Tischlerei Simm und Wagner, wo mein<br />

Vater der nationale Verwalter war. Viele der Tischler hatten<br />

noch einen Nebenverdienst, der eine reparierte Autos, der andere<br />

war Imker. Der nächste hatte zu Hause eine Kuh, fünfzig<br />

Kaninchen, einen Apfelbaumhain, einen Laden mit Kohle und<br />

Brennholz.<br />

Wir, die Jungs, liebten den Dorfschmied Lammel, einen<br />

Deutschen, der nicht vertrieben wurde und sprach, so viel<br />

ich mich erinnere, nur Deutsch. Es ist sonderbar, dass es uns<br />

Jungs nicht gar nicht so ungewöhnlich vorkam. Unser Industriedorf<br />

hatte auch viele Antifaschisten und die mussten nicht<br />

nach Deutschland. Wir haben es so erlebt, dass wir bei ihnen<br />

Briefmarken holten, weil sie mit denen, die weggegangen sind,<br />

einen regen Briefwechsel hatten. Und so mussten auch die, die<br />

in „Tep“, in „Mischwaren“, im Milchgeschäft, beim Fleischer,<br />

gearbeitet haben, Deutsch sprechen. Auch zu Hause kam ich<br />

mir manchmal so, wie später auf Rügen. In Sprache und Nation<br />

Halb und Halb.<br />

Da war ich aber schon 15 und wuchs aus den Latzhosen. Frau<br />

Lanková hat das Geschäft und auch das Gewerbe geschlossen,


ins Pferdeparadies ist auch der Schmied Lammel gegangen. In<br />

den Läden verkauften junge Mädchen, die höchstens Russisch<br />

sprachen. Die alten Deutschen sind dann nachträglich in den<br />

60-er Jahren ausgesiedelt. Wir, die Jungs, sind gewachsen und<br />

einige von uns kehren immer noch zurück. Wir können nicht<br />

die Orte vergessen, wo wir zur Schule gingen...


Obchod u nás na vsi<br />

U nás na vesnici jenom z obchodování nebyl nikdo živ. Uživit<br />

se, znamenalo mít řemeslo, práci takříkajíc „bokem“, krávu,<br />

pole, něco jiného… Takový zedník v létě stavěl, v zimě podomácku<br />

dělal hrábě. Švec měl na zahradě brambory a květák.<br />

Holička, paní Lanková, měla až do „měny“ v třiapadesátém<br />

v přízemí obchůdek potravinami. Na vysoké stoličce jsem<br />

u ní párkrát seděl, řval strachem, ale odešel ostříhán.<br />

V krámě to chodilo tak, že moje maminka obhospodařovala<br />

potravinové lístky, já jí podával tátovu „šrajtofli“. O metr<br />

výš pak paní Lanková ty lístky stříhala a maminka vytahovala<br />

z peněženky bankovky a mince.<br />

Já měl odjakživa rád okurky. Ty v pětilitrové sklenici s dřevěnou<br />

vidličkou uvnitř mě doslova fascinovaly. Paní Lanková<br />

to věděla a místo bonbónu na rozloučenou po uzavření obchodu,<br />

mi vždy podala dřevěnými chapadly ze sklenice jednu<br />

okurku, z níž ještě stékal voňavý zelený kyselý lák.<br />

Je to šedesát let, ale mám to stále před očima. Já, nejšťastnější<br />

člověk na světě, odcházím z obchodu s okurkou v puse.<br />

Maminka oči v sloup, významně mrká, majitelka obchodu významně<br />

krčí ramenem. Obě ženy si tak daly znamení, že to, co<br />

dělám, není normální a zároveň jako by si řekly: Budiž, hlavně,<br />

že netropí hlouposti. Obchůdek měl ke dveřím ze silnice asi<br />

šest schůdků a byl pro mě něco jako kapitánský můstek. Když<br />

jsem s maminkou ty schody vystoupal, nezapomněl jsem se<br />

otočit, abych někomu dole zamával. Dole pod schody vždy<br />

někdo stál a s někým diskutoval. Nahoře foukal svěží větřík<br />

a já si připadal jako v koši buď na lodi, nebo jako v balónu<br />

z jednoho obrazu, co visel doma v obýváku. A teď si představte,


maminka mě vede z krámu ven, já mám plnou pusu šťavnaté<br />

okurky a dole stojí kamarádi Mrázek, Reichl, kluci Fořtovi, Jarisch,<br />

Jarda Kalenských, kluci Jůzovi a určitě i některý z kluků<br />

Lankových. Mohl jsem si připadat šťastnější? Ne.<br />

Domů to bylo do kopce ob dva domy. Bydleli jsme naproti<br />

truhlárně Simm a Wagner, kde byl můj tatínek národním<br />

správcem. Spousta truhlářů měla ještě vedlejší výdělek, někdo<br />

spravoval auta, druhý včelařil. Další měl doma krávu, padesát<br />

králíků, sad jablek, prodejničku uhlí a palivového dříví.<br />

My, kluci, jsme milovali vesnického kováře Lammla, Němce,<br />

co nemusel do odsunu a mluvil, co si pamatuju jenom<br />

německy. Zvláštní je, že nám klukům to ani nijak zvlášť nepřišlo.<br />

Ta naše industriální vesnice byla i hodně o antifašistech<br />

a ti do Německa nemuseli. My jsme to vnímali tak, že jsme si<br />

k nim chodili pro poštovní známky, neboť oni si s těmi, co odešli,<br />

hodně psali. A tak i ti, co prodávali v „Tepu“, ve „Smíšeném<br />

zboží“, v mlékárně, u řezníka, museli umět německy. I doma


jsem si někdy připadal jako později na Rujáně. Jazykově a národnostně<br />

půl na půl.<br />

Ale to mi už bylo patnáct a z krátkých kalhot s padacím<br />

mostem jsem už vyrostl. Paní Lanková zavřela krám i živnost,<br />

do koňského nebe odešel i podkovář Lammel. V krámech prodávala<br />

mladá děvčata, co uměla maximálně tak rusky. Staří<br />

Němci se dodatečně v šedesátých letech vystěhovali do NSR.<br />

My, kluci, jsme vyrostli a někteří z nás se pořád vracejí. Nemůžeme<br />

zapomenout na místa, kde jsme chodili do školy…


Mirabellen<br />

Wenn ich schon keine Schokolade darf, dann gönnt mir<br />

mindestens die Mirabellen, die gelben Zwetschgen. Die gelben,<br />

kleinen rötlichen Aprikosen unserer Gräben, Wiesen,<br />

Felder, Hänge und Gärten voller Unkrautes. Gönnt mir die<br />

Freude des frühen Alters. Obst, eher Unkraut unserer Obstgärten,<br />

Bastarde der haarigen fleischigen Pfirsiche, süßer<br />

Aprikosen und bosnischer Pflaumen, Plebejer unter dem<br />

Markenobst duftenden Äpfeln, Butterbirnen und südlichen<br />

Zitrusfrüchten. Mirabellen, die Vogelfängerinnen großer<br />

Pflaumen und all der Schönheit die den Tisch schmückt<br />

und dieses Land hergibt. Woher bist du, woher bist du zu<br />

uns gekommen, Mirabellche? Dass du angeblich die Frucht einer<br />

unanständigen Liebe bist. Myrobalan? Oder die alleinständige<br />

Art Prunus Domestica? Es ist mir egal, du schmeckst nach<br />

Sonne, Mirabellche, nach dem sonnigen Italien. Und dass du<br />

bei mir im Garten in Hrádek nad Nisou wächst, liegt nur an<br />

dem wahren Sprichwort über den dummen Bauern und seinen<br />

wunderschönen großen Kartoffeln. Ich will nicht weiter<br />

forschen, woher du kommst. Jeder hat das Recht auf sein Geheimnis.<br />

Jeder Baum lebt und gut bestäubt, trägt er auch. Für Leute,<br />

die Probleme mit dem Zucker haben ideal. So klein, sage ich mir,<br />

die haben bestimmt keinen Zucker, nur Fruktose. Diese kleine<br />

Kugel kann doch keine Gefahr darstellen. Mirabellche gold-<br />

-gelb, die Größe einer Traube, einer Stachelbeere... Du verrätst<br />

deinen Verzehrer bestimmt nicht. Du bist wie eine Wolke voller<br />

Regen, mein pomologisches Obstwunder. Es geht darum, was<br />

du mir unwissend gibst, um den Geschmack dieser kleinen<br />

Steinfrucht, die nach wirklicher Ambrosia schmeckt. Du bist


ein Bonus, ein Benefit der schönen Natur für uns alle, die keine<br />

Sauerkirschen und Rosinen in Schokolade, süße Melonen und<br />

was weiß ich noch alles, dürfen. Ich weiß, dass die Mirabellchen<br />

den Geschmack der süßesten Preiselbeeren, Heidelbeeren,<br />

Himbeeren, Brombeeren und Erdbeeren auf dem Tisch<br />

eines armen Diabetikers haben. Als ob sie aus dem Buch eines<br />

Märchenerzählers kämen, vom Strand junger, schöner, braun<br />

gebrannter Körper. Meine kleine Exotik. Du bist der Duft historischer<br />

Segelschiffe aus Sansibar, das Obst der tschechischen<br />

Flüsse voll von Karpfen, Zander und Plötze, der Kiefernwald<br />

und der Korb voller Steinpilze, die Sonne und Spinnnetze im<br />

Wald, der Sumpf mit Libellen und wunderschönen Schmetterlingen.<br />

So sehe ich den kleinen, gelben, lebendigen Wühler die Mirabellche.<br />

Und ich will gar nichts hören, wie viel Zucker sie hat,<br />

was alles ich essen darf und nicht darf...


Mirabelky<br />

Když už nesmím čokoládu, tak mi aspoň dopřejte mirabelky,<br />

špendlíky. Ty žluté, malé načervenalé meruňky našich příkopů,<br />

luk, polí, strání a zaplevelených zahrad. Dopřejte mi tu radost<br />

předčasného stáří. Ovoce, spíš plevele našich sadů, bastardů,<br />

levobočků chlupatých masitých broskví, sladkých meruněk<br />

a bosenských švestek, plebejců mezi značkovým ovocem – voňavými<br />

jablíčky, máslovými hruškami a jižními citrusy. Mirabelky,<br />

ty ptáčnice velkých blum a vší té krásy, co zdobí stůl<br />

a rodí tahle země.<br />

Odkud jsi, odkud jsi k nám přišla, mirabelko? Že jsi prý<br />

plodem čísi nepatřičné lásky. Myrobalán? Nebo samostaný<br />

druh Prunus Domestica? Je mi to jedno, chutnáš po sluníčku,<br />

mirabelko, po slunné Itálii. A že mi rosteš na zahradě v Hrádku<br />

nad Nisou, pak jenom díky pravdivosti rčení o hloupém sedlákovi<br />

a jeho krásných velkých bramborách. Nechci víc pátrat,<br />

odkud jsi. Každý má právo na své tajemno.<br />

Každý stromek si žije a dobře opylen i plodí. Pro ty, co mají<br />

potíže s cukrem – ideální. Tak malé, říkám si, jistě nemají žádný<br />

cukr, jen fruktózu. Od takové drobné kuličky mi nebezpečí<br />

nehrozí. Mirabelko zlatá, žlutá, velikosti kuličky hroznového<br />

vína, angreštu... Ty svého konzumenta jistě nezradíš. Jsi jako<br />

mrak plný deště, můj pomologický, ovocnářský zázrak. Je to<br />

o tom, co mi nevědomky dáváš, o chuti téhle malé peckoviny,<br />

co chutná po skutečné ambrosii.<br />

Jsi bonusem, benefitem krásné přírody pro nás pro všechny,<br />

co nesmí višně a rozinky v čokoládě, sladké melouny a co<br />

já vím co ještě. Vím zcela jistě, že mirabelky mají chuť těch<br />

nejsladších brusinek, borůvek, malin, ostružin i jahod na stole<br />

chudáka cukrovkáře. Jsou jako z knížky pohádkáře, z pláže


mladých, krásných opálených těl. Moje malá exotika. Jsi vůní<br />

korábů vozících hřebíček ze Zanzibaru, Ovocem českých řek<br />

plných kaprů, candátů a plotic, lesem borovic a košíků plných<br />

pravých hříbků, slunce a lesních pavučin, mokřadů s vážkami<br />

a krásnými motýly.<br />

Takhle já vidím tu malou žlutou živoucí neposedu – mirabelku.<br />

A nechci nic slyšet, kolik cukru tají, co všechno smím<br />

a nesmím jíst...


Luftfahrt oder Wie man in Liberec und Prag<br />

schwebte, flog und sprang<br />

Die ersten und erfolgreichen waren die Brüder Montgolfier<br />

im Jahre 1783. Acht Jahre später, in Prag am 11. September<br />

1791 während der Feier zur Krönung von Leopold II.<br />

zum tschechischen König, startete im Wasserstoffluftballon<br />

J. P. Blanchard. Der, der als Erster den Kanal von Frankreich<br />

nach England überflog und was noch interessanter ist, er war<br />

der Erste, der den Fallschirmsprung überlebt hat. Dann stockte<br />

das Fliegen in Prag irgendwie.<br />

Und unsere Vorfahren in Liberec? Binnen von 25 Jahren<br />

waren sie dort, wo Prag war. Unweit des Schlosses in Liberec,<br />

auf dem Grundstück der ehemaligen Reithalle hat der niederländische<br />

Seilakrobat A. Terzy in einen Korb des Heißluftballons<br />

aus Papier Tiere gesetzt. Leider wurde nicht überliefert,<br />

welche es waren. Die Einheimischen haben es genau beobachtet<br />

und wollten noch in diesem Jahr auch fliegen. Sie haben<br />

kopiert, was sie konnten und als sie schon in der Gondole saßen,<br />

hat irgendjemand etwas vergessen und der Ballon verbrannte<br />

noch vor dem Start.<br />

In Prag hat man es weitere Hundert Jahre nicht mehr versucht.<br />

Bis zur Landesjubiläumausstellung in Prag im Jahre<br />

1891 hat sich die Situation so entwickelt, dass ein Teil der Ausstellung<br />

auch die Prager Luftfahrtschule war. Es wurde schnell<br />

klar, dass es ein Schwindel war. Der Ballon „Kysibelka“ war<br />

flach, angebunden und wurde niemals in die Luft freigelassen<br />

und hatte keine geometrischen Formen. Einfach gesagt, er war<br />

ganz schön schief. Der Kapitän war Max Wolff, der eine Uniform<br />

trug, die von der damaligen Presse mit der Uniform eines<br />

Zirkusdompteurs der Löwen verglichen wurde und es war so


ein „Hosenscheißer“, dass er im Gegenteil zu seinen Mitarbeitern<br />

keinen Fuß in den Luftballonkorb setze, weil er ängstlich<br />

war. Die ganze Luftfahrtschule war so, dass man für zwei<br />

Goldstücke in den Korb der Kysibelka einsteigen konnte. Man<br />

wurde an einem Seil in keine große Entfernung hochgezogen<br />

und anschließend wieder zurückgeholt. Dann bekam man von<br />

Kapitän Wolff feierlich eine besondere Medaille für Tapferkeit<br />

überreicht.<br />

An diesem tragikomischen Fliegen ist die außerordentlich<br />

wertvolle Medaille am wertvollsten, die die Flugabonnenten<br />

bekamen ein rautenförmigen Messingguss goldener Farbe. Die<br />

Prager mochten den feigen Wolff nicht und der entschied sich<br />

zum Schluss etwas daran zu ändern. Er ließ Kysibelka mit zwei<br />

Freiwilligen im Luftballonkorb fliegen. Sie hatten kein Glück.<br />

Der Ballon platzte ungefähr in Tausend Meter Höhe und fiel<br />

mit großem Riss unweit des Ausstellungsgeländes nieder, wo er<br />

verbrannte. Die Freiwilligen haben überlebt und alles hatte ein<br />

Nachspiel bei Gericht.


Der Kapitän Wolff wurde wegen Unachtsamkeit, welcher<br />

Menschenleben gefährdet hat, zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt<br />

und die Trümmer der verbrannten Kysibelka wurden als Souvenir<br />

für die Ausstellung auseinander genommen. Die Prager<br />

bestellten noch in dem Sommer erfahrene Franzosen, damit<br />

sie wirkliche Luftballons und auch die Fallschirmsprünge vorführen.<br />

Nach Liberec kehrte das Fliegen erst wieder am Anfang<br />

des Jahrhunderts zurück. Hoffen wir, dass für immer. Dafür<br />

muss man aber einen Flughafen haben...


Vzduchoplavba aneb Jak se v Liberci a v Praze<br />

vznášelo, létalo a skákalo<br />

Ti první a úspěšní byli bratři Montgolfierové v roce 1783.<br />

Osm let po nich, v Praze 11. září 1791 při oslavách korunovace<br />

Leopolda II. za českého krále, vzlétl ve vodíkovém balóně J. P.<br />

Blanchard. Ten, který první přeletěl kanál z Francie do Anglie<br />

a co je ještě zajímavější, byl první, co přežil seskok padákem.<br />

Pak se Pražanům létání nějak zadrhlo.<br />

A naši předchůdci v Liberci? Do dvaceti pěti let byli tam,<br />

kde Praha. Kousíček od libereckého zámku, na pozemcích<br />

bývalé jízdárny holandský provazolezec A. Terzy do koše papírového<br />

horkovzdušného balónu posadil zvířata. Žel, nedochoval<br />

se záznam, která to byla. Místní se dobře dívali a ještě<br />

téhož roku chtěli vzlétnout rovněž. Okopírovali, co se dalo,<br />

a když už seděli v gondole, někdo něco opomenul a balón shořel<br />

ještě před startem.<br />

V Praze to ani nezkoušeli dalších sto let. Až při Zemské<br />

jubilejní výstavě v Praze roku 1891 se ledy pohnuly tak, že<br />

součástí výstavy byla Pražská větroplavecká škola. Že šlo víceméně<br />

o podfuk, se zjistilo záhy. Balón „Kysibelka“ byl plochý,<br />

upoutaný balón, který nikdy nebyl vypuštěn volně do vzduchu<br />

a dokonce neměl ani geometricky souměrné tvary. Jednoduše<br />

řečeno, byl pěkně šišatý. Jeho kapitánem byl Max Wolff, chodící<br />

v uniformě, kterou dobový tisk přirovnával k uniformě<br />

cirkusového krotitele lvů a byl to takový „srábek“, že na rozdíl<br />

od svých pomocníků ani nohou nevstoupil do koše balónu, jak<br />

se ho bál.<br />

Celá větroplavecká škola spočívala v tom, že za dva zlaté<br />

směl abonent vzduchoplavby vstoupit do koše Kysibelky<br />

a rumpálem byl po laně vypuštěn do nevelké vzdálenosti od


země a následně stažen na zem. Pak jej kapitán Wolff slavnostně<br />

dekoroval za statečnost zvláštní medailí.<br />

Na tom tragikomickém létání je nejcennější mimořádně<br />

vzácná medaile, kterou abonenti létání dostali – kosočtvercový<br />

odlitek z mosazné slitiny zlaté barvy. Zbabělého Wolffa<br />

si Pražané neoblíbili, a ten se nakonec odhodlal něco na tom<br />

změnit. Vypustil Kysibelku se dvěma dobrovolníky v koši balónu.<br />

Moc štěstí neměli. Ve výši asi tisíc metrů balón praskl<br />

a s velkou trhlinou spadl nedaleko výstaviště, kde shořel. Dobrovolníci<br />

přežili a vše mělo dohru u soudu.<br />

Kapitán Wolff byl za neopatrnost, která ohrozila lidské životy<br />

odsouzen ke čtrnácti dnům vězení a trosky ohořelé Kysibelky<br />

byly rozebrány jako suvenýr z výstavy. Pražané si ještě téhož<br />

léta objednali zkušené Francouze, aby jim ukázali opravdové<br />

balóny včetně seskoků padákem. Do Liberce se létání vrátilo<br />

až opět počátkem století. Věřme, že natrvalo. Ale k tomu všemu<br />

je potřeba mít letiště, že…


Vitamine nach 1945<br />

Wir Jungs hatten es nie ganz leicht und besonders die, die in<br />

die Familien der Siedler im Grenzgebiet nach der Vertreibung<br />

der Deutschen geboren wurden. Die Umgebung, in welche uns<br />

unsere verehrten Eltern gebracht haben, war ganz anders als bei<br />

den Omas, Tanten und Onkel im Inland. Die Welt war verkehrt.<br />

Was in den Sudeten normal war, war in Nymburk oder in Kolín<br />

auf den Kopf gestellt. Alles drehte sich über die Deutschen<br />

und nach den Deutschen. Vom Topf in der Spüle bis zu den<br />

Büchern, Bildern und Geschirr in der Anrichte. Die Dachböden<br />

voller Reichtum, Schätze unter dem Fußboden versteckt.<br />

Die Gärten, Wiesen, Felder, Hänge, Bäche, das Ufer der Neiße,<br />

alles was Sie sehen war anders als dort woher unsere Eltern<br />

herkamen. Dort, in der Heimat meiner Mutter verstanden es<br />

die Leute überhaupt nicht. Hier verlief die Zeit noch anders.<br />

Andere, schnellere, die ständig in Eile war, in alle Richtungen<br />

sich beeilte und mächtig uns schüttelte. Alles, absolut alles war<br />

hier anders. Alles drehte sich darum, dass sich niemand irrtümlich<br />

anschießt, etwas Unbekanntes trinkt, etwas anzündet<br />

und irgendwohin fällt. Um uns waren überall Fallen. Zugeschüttete<br />

Schächten, Keller, Tunnel, die irgendwohin führten<br />

und wer weiß woher.<br />

Es waren hier Tiere, die nur Deutsch verstanden, Kinder<br />

von Deutschen, die hier mit den Eltern blieben und Tschechisch<br />

lernten. Es waren hier viele Mitschüler aus gemischten Ehen,<br />

wo man zu Hause Deutsch sprach. Man konnte hier wunderbar<br />

Briefmarken, Ansichtskarten, Patronen und erotische Zeitschriften<br />

sammeln. Schon immer war es hier ein Paradies für<br />

Jungs und soviel ich weiß auch für die Mädels.


Die Deutschen hinterließen viel Technik, die niemand<br />

wollte. Räder, Heilhilfsmittel bei Rheuma, Elektrotherapie,<br />

Optik, insbesondere Ferngläser, alte Radios, Messer, Bajonette,<br />

Uniformen, Violinen, Bilder mit bizarren Motiven, Pillen, die<br />

mal geheilt haben. Solche habe ich mal probiert. Sie waren auf<br />

dem Dachboden, in einer alten geschnitzten Medikamentendose,<br />

die die Deutschen nicht ins neue Zuhause mitgenommen<br />

haben. Das haben sie gut gemacht. Es war kein Vitamin, kein<br />

Vitamin C oder süßer Sacharin. Es war ganz gewöhnlicher Aluminiumacetat.<br />

Sauer, abgelaufen und eklig zum Erbrechen.<br />

Genauso.<br />

„Warum erbrichst du ständig?“, fragte die Mutter, „Du hast<br />

dasselbe wie der Vater gegessen und der erbricht nicht. Nimm<br />

die Kohletablette oder die Soda!“ Und ich? Ich nichts. Ich habe<br />

wie ein Blöder erbrochen und hatte Angst zu sagen, was uns<br />

hier die Faschisten für Ekelzeug gelassen haben. Zwei Tage<br />

konnte ich nicht auf die Beine wegen Aluminiumacetat... Paradoxerweise.<br />

Den anderen hat es eher auf die Beine geholfen.<br />

Es half wahrscheinlich nur die Erwachsenen, nicht aber den<br />

Neugierigen wie mir und Ruda Reichlů, Petr Mrázků, die Jungs<br />

Lanka, Jarisch, Pavel Koutný und weitere in unserer Straße. Die<br />

Straße führte vom Laden mit Mischwaren bis nach oben zu<br />

Sedláčeks und weiter nach Chrastava an den Birken und der<br />

alten Eiche vorbei, wo die Hussiten besiegt wurden.<br />

Tja, Vitamine! Die waren an der Reihe gleich nach dem<br />

weißen Flüssigpuder, der damals beliebter Körperanstrich für<br />

Bisse von Mücken, Wanzen, Bienen bis zur beliebiger Allergie<br />

war, einschließlich Scharlach und Masern jeder Art, wie zum<br />

Beispiel Pocken und andere Kindersorgen, mit welchen man<br />

zum Arzt musste.


Erst dann waren die Vitamine an der Reihe. Vitamin C,<br />

Kalzium, Birnen, Äpfel, Paprika, Karotten und Rüben. Direkt<br />

aus dem Beet, nicht gewaschen, höchstens im Fass mit Regenwasser<br />

abgespült. Und wir waren gesund, satt und braun<br />

gebrannt! Und wir waren auch belehrt, wie die Kondome aussehen.<br />

Sie wurden doch einige Kilometer von hier produziert,<br />

in Hrádek nad Nisou.<br />

Noch zu den Vitaminen. Kalzium und Vitamin C. Saures Vitamin<br />

C, pfui! Besser war das Steinobst aus dem Nachbarsgarten.<br />

Da wuchsen immer größere und süßere Äpfel als bei uns.<br />

Und das ist die Wahrheit, nichts als Wahrheit, und wenn nicht,<br />

dann soll ich...


Vitamíny po pětačtyřicátém<br />

My, kluci, jsme to nikdy neměli moc lehké a zvlášť ti, kteří<br />

se narodili dosídlencům v pohraničí po odsunu Němců. Prostředí,<br />

kam nás drazí rodiče přivedli, bylo úplně jiné než<br />

u babiček, tet a strýců ve vnitrozemí. Byl to svět naruby. Co<br />

bylo normální v Sudetech, bylo v Nymburku nebo v Kolíně postavené<br />

na hlavu. Vše bylo o Němcích a po Němcích. Od hrnce<br />

ve dřezu po knížky, obrázky a nádobí v kredencích. Půdy plné<br />

bohatství, poklady skryté pod podlahami.<br />

Zahrady, louky, pole, stráně, potoky, břeh Nisy, na co ukážete,<br />

to bývalo jiné než tam, odkud naši přišli. Tam, v maminčině<br />

kraji, tomu vůbec nerozuměli. Tady se odehrával jiný čas.<br />

Jiný, rychlejší, co pořád kvaltoval, pospíchal na všechny strany<br />

a mocně s námi dováděl. Všechno, všecičko tu bylo naopak.<br />

Vše stálo na tom, aby se nikdo ničím nepostřelil, něčeho neznámého<br />

nenapil, něco nezapálil a někam nespadnul. Kolem nás<br />

byly samé nástrahy. Zasypané šachty, sklepy, tunely, co vedly<br />

bůhví kam a bůhví odkud.<br />

Byla tu zvířata, co rozuměla jenom německy, děti Němců,<br />

které tu zůstaly s rodiči a učily se česky. Byla tu spousta spolužáků<br />

ze smíšených manželství, kde se doma mluvilo německy.<br />

Bezva se tu sbíraly známky, pohledy, náboje a erotické časopisy.<br />

Odjakživa tu byl klučičí ráj, a co já vím, možná i holčičí.<br />

Po Němcích tu zbyla spousta techniky, o kterou už nikdo<br />

nestál. Kola, léčivá hejblata na revma, elektroléčbu, optika,<br />

hlavně dalekohledy, prastará rádia, nože, bodáky, uniformy,<br />

housle, obrazy s prapodivnými náměty, pilulky, které kdysi<br />

léčily. Jedny takové jsem ochutnal. Byly z půdy, ze staré vyřezávané<br />

lékárničky, kterou si Němci nevzali do svého nového<br />

domova. Dobře udělali. To nebyl žádný vitamín, žádné céčko


nebo sladký sacharin. Byl to prachobyčejný octan hlinitý. Kyselý,<br />

prošlý a hnusný k pozvracení. Úplně a doslova.<br />

„Co pořád zvracíš?“, ptala se máma, „Jedl jsi, co táta, a ten<br />

nezvrací. Vem si černý uhlí nebo sodu!“ A já? Já nic. Zvracel<br />

jsem jak Alík, a bál se říct, co za sajrajt nám tu fašouni zanechali.<br />

Dva dni jsem se nemohl postavit na nohy. Po octanu hlinitém…<br />

Paradox. Ostatním, spíš na nohy pomáhal. Pomáhal<br />

asi jen dospělákům, ale ne zvědavcům jako jsem byl já a Ruda<br />

Reichlů, Petr Mrázků, kluci Lankovi, Jarisch, Pavel Koutný<br />

a další v naší ulici vedoucí od krámu se smíšeným zbožím až<br />

nahoru k Sedláčkům a dál, do Chrastavy kolem břízek a starého<br />

dubu, kde byli poraženi husiti.<br />

Jo, vitamíny! Ty přišly na řadu hned po bílém tekutém<br />

pudru, který byl tehdy oblíbeným nátěrem na těla poštípaná od<br />

komárů, blech, včel až po alergii na cokoli, včetně spály a osypek<br />

všeho druhu, jako například neštovice a jiná dětská trápení,<br />

s kterými se muselo k doktorovi.


Pak přišly teprve vitamíny. Céčko, vápník, hrušky, jablka,<br />

papriky, mrkev a kedlubny. Přímo ze záhonu, nemyté, maximálně<br />

opláchnuté v sudu s dešťovou vodou. A byli jsme zdraví,<br />

sytí a opálení! A taky jsme byli poučeni, jak vypadají prezervativy.<br />

Vždyť se vyráběly jen pár kilometrů odsud, v Hrádku nad<br />

Nisou.<br />

Ještě k vitamínům. Vápník a céčka. Kyselá céčka, fuj! Lepší<br />

byly peckoviny ze zahrad od souseda. Na jejich zahradě vždy<br />

rostla jablíčka větší a sladší, než na té naší. A to je pravda pravdoucí,<br />

ať se propadnu, není-li to tak.


Im Himmel mit dem Vater<br />

Was alles ich am Himmel sehe. Das ist keine Frage. Ich lehne<br />

nur so meinen Kopf zurück und träume. An der Hand mit kleinem<br />

Freund und wir gehen zusammen durch den Frühlingsregen,<br />

der duftet und streichelt die Seele und den Körper. Er hält<br />

meine verschwitzte Hand in seiner kleinen Hand, als ob er die<br />

ganze Welt darin halten würde. Die Welt, die in meine Hand in<br />

seiner Hand passt. Oder ist es gerade umgekehrt?<br />

Ich gehe durch den Frühlingsregen und halte in meiner<br />

Hand seine Hand. Wir haben es nicht eilig. Wir gehen durch<br />

eine leere Straße, wo weit und breit niemand ist. Alle haben<br />

sich vor dem Regen versteckt. Ich träume es wahrscheinlich<br />

nur, es ist aber ein schöner Traum. Wir sind beide hier, aber eigentlich<br />

nur ich. Der Große und auch der Kleine, beide Hände<br />

verschlungen. Ich sehe es voll klar. Vom blauen Himmel fällt<br />

das Wasser und ich halte meinen Vater flehend fest. Ich fürchte<br />

nichts und habe auch keine Angst, nur meine Hände schwitzen,<br />

wie fest er mich hält. Wir sind bis auf die Knochen nass, es geht<br />

uns aber wunderbar. Wie alt bin ich nur? Wie alt bin ich? Ich<br />

wandere durch die Zeit...<br />

Auf einmal scheint und wärmt wieder die Sonne vom hohen<br />

Himmel, als ob es überhaupt nicht geregnet hätte. Alles in<br />

der Umgebung raucht. Die Wolken, Dämpfe, als ob die ganze<br />

Welt um uns eine große Wäscherei wäre und die hätten die<br />

Fenster und Türen weit aufgeschlagen. Der Qualm vom Wasser,<br />

heißer Dampf, der unterhalb des Deckels entkam. Alles um uns<br />

qualmt. „Vater, was ist es?“, frage ich meinen Vater. Auf einmal<br />

ist es um uns wunderschön, alles duftet. Unsere Schritte<br />

schweben. Wir fliegen. Es wurden Tausende, Milliarden von<br />

Mücken aus dem warmen Regen geboren und tanzen überall


umher, wohin das Auge reicht.<br />

Was alles ich am Himmel sehe. Am weitesten ist die mächtige<br />

Sonne, darunter strahlt blau deren Schatten. Blau wie eine<br />

Kornblume, roter Mohn des Patrioten und gelb, das ist die Farbe<br />

der österreichischen Sonnenblume. Unsere Welt ist eine Palette,<br />

woraus das ganze Universum besteht. Aus der Farbe des<br />

Smaragd und des Regens, des Schweißes in der Hand, die ich<br />

so fest halte und die die meine drückt. Ich bin hier in zweifacher<br />

Form, in der Kameraprojektion, klein und groß und möglicherweise<br />

auch Kopf über.<br />

Jedes Mal bin ich es. Ein Junge mit dummen Fragen, mit<br />

der Bewunderung des Sohnes zum Vater und des Vaters zum<br />

Sohn. Ich weiß es, weil er mir immer noch fehlt. Längst ist der<br />

Augenblick weg, ich träume es immer noch. Mit dem Vater<br />

sein, mit dem Sohn dort, irgendwo auf der Straße im Regen.<br />

Nass wie Hühner, berauscht von der Landschaft des feuchten<br />

Dampfes und von der heißen Sonne angestrahlt, auf glühendem<br />

Asphalt stehend.<br />

Ich sehe es hundertmal, tausendmal. Wie es ist, wie es war<br />

und wird für die Männer, die von dieser Szene weggehen, nachdem<br />

die Lampen ausgeschaltet werden. Ich weiß es und will es<br />

nicht kennen. Alles für den Augenblick, für die Hand in meiner<br />

verschweißten Hand und meine in seiner, wo die eine Hand die<br />

andere wärmt.<br />

Wie schön es war! Ich fragte meinen Vater: „Werden wir für<br />

immer Freunde, Vater?“, und er lachte. Ich wusste, dass das Leben<br />

zu kurz ist, damit der Vater die Antwort kennt. Er hat sich<br />

damit auch nicht mehr befasst. Wir hatten es beide eilig. Es war<br />

nur der warme Regen und der blaue Himmel mit der wärmenden<br />

Sonne, die mich zu einer solch dummen Frage bewegten.<br />

Wie lange wird dieser schöne vergängliche Augenblick dau-


ern? Wann erreichen wir das Ziel, wo der Vater dem Sohn sagt:<br />

„Genug Spaß, dort ist das Handtuch und trockne deine Haare,<br />

dass du keinen Schnupfen bekommst...“ Wir wussten beide,<br />

dass wir das Abendbrot essen werden und dann schlafen gehen.<br />

Nie wieder kehrt die Märchenzeit zurück. Vater, ich vermisse<br />

dich wie jeder Junge. Jedes Mal, wenn ich aus Kindermund<br />

höre: „Vater, für den Vater...“, sehe ich, was alles auf dem Himmel<br />

ist. Für diesen wieder erlebten Augenblick würde ich heute<br />

alles stehen lassen und nur laufen. Wie sehr, sehr vermisse ich<br />

es und doch weiß ich längst, dass niemand, auch alle Heiligen<br />

nicht, in die Dunkelheit Licht bringen und helfen können.<br />

Und gerade für ihn, diesen einen flüchtigen Augenblick lohnt<br />

es sich zu leben. Für eine Hand, die die andere in der Hand hält.


Na obloze s tátou<br />

Co všechno vidím na obloze. To není otázka. Jen si tak<br />

zakláním hlavu a sním. Za ruku si vedu malého kamaráda<br />

a jdeme spolu jarním deštěm, co voní a hladí na těle i na duši.<br />

Drží mou upocenou ruku ve své malé dlani, jako by v ní držel<br />

celý svět. Svět, který se vejde do mé ruky v jeho dlani. Nebo je<br />

to právě naopak?<br />

Jdu jarním deštěm a ve své dlani držím jeho ruku. Nespěcháme.<br />

Jdeme prázdnou ulicí, kde nikdo nikde není. Všichni<br />

se schovali před deštěm. Asi se mi to jen zdá, ale je to krásný<br />

sen. Jsme tu oba dva, ale jsem to pořád já. Ten velký i malý,<br />

ruce propletené.<br />

Vidím se úplně jasně. Z modré oblohy padá voda a já<br />

se svého tatínka úpěnlivě držím. Nebojím se a ani nemám<br />

strach, jen se mi potí dlaně, jak mne pevně drží. Jsme promočeni<br />

na kost, ale je nám neskonale dobře. Kolik mi to jen je?<br />

Kolik mi je let? Bloudím v čase…<br />

Z vysoké oblohy nad námi náhle opět svítí a hřeje sluníčko,<br />

jako by ani nepršelo. Ze všeho kolem se kouří. Mraky<br />

páry, jako by celý svět kolem nás byla jedna velká prádelna<br />

a ta měla okna i dveře dokořán. Čoud z vody, horká pára, co<br />

utekla zpod pokličky. Vše kolem nás čadí. „Co to je, tati?“<br />

ptám se svého táty. Náhle je kolem nás až neskutečně krásně,<br />

vše kolem voní. Naše kroky se vznášejí. Letíme. Kolem se<br />

zrodily tisíce, miliardy mušek z teplého deště a tančí všude,<br />

kam oko dohlédne.<br />

Co všechno vidím na obloze! Nejvýš je mocné slunce, pod<br />

ním plá modře jeho stín. Modrá jak chrpa, rudý mák patriota<br />

a žlutá, která je barvou rakouské slunečnice. Náš svět je paletou,<br />

z níž je stvořen celý, celičký vesmír. Z barvy smaragdu


a deště, z potu dlaně, kterou tak pevně svírám, a která svírá<br />

mne. Jsem tady ve dvojí podobě, projekcí kamery, malý i velký<br />

a snad i vzhůru nohama.<br />

Pokaždé jsem to já. Kluk s hloupými otázkami, s obdivem<br />

syna k tátovi a táty k synovi. Vím to, protože mi stále schází.<br />

Dávno už ten okamžik vyprchal, ale já o něm stále sním. Být<br />

s tátou, se synem, tam, kdesi na ulici v dešti. Zmoklí, mokří<br />

jako slepice, opilí krajinou vlhké páry a ozářeni horkým sluncem,<br />

stojící na rozpařeném asfaltu.<br />

Vidím to stokrát, tisíckrát. Jak je, jak bylo a jak bude těm<br />

chlapům, až odejdou z téhle scény, až vypnou reflektory. Vím<br />

to a nechci se k tomu znát. Vše za ten okamžik, za onu ruku<br />

v mé upocené dlani a mou v jeho, kdy jedna ruka hřeje druhou.<br />

Jak bylo krásně! Ptal jsem se svého táty: „Budeme navždy kamarády,<br />

táto?“, a on se tomu smál. Věděl jsem, že život je příliš<br />

krátký, aby táta znal odpověď. On se tím už ani nezabýval.<br />

Oba jsme někam pospíchali. To jen teplý déšť a modrá obloha


s hřejícím sluncem, mě donutily položit tak hloupou otázku.<br />

Jak dlouho bude trvat tahle krásná pomíjející chvíle? Kdy<br />

dojdeme do cíle, kde táta řekne synovi: „Dost bylo legrace, vem<br />

si tamhle ručník a vysuš si hlavu, ať nedostaneš rýmu…“ Oba<br />

jsme věděli, že se navečeříme, umyjeme a pak půjdeme spát.<br />

Nikdy se už nevrátí pohádkový čas. Tatínku, scházíš mi,<br />

jako každýmu klukovi. Pokaždé, když z dětských úst slyším:<br />

„Táto, tátovi…“, vidím, co všechno je na obloze. Pro tu chvíli<br />

znovu prožitou, bych dnes vše nechal stát a běžel. Jak moc,<br />

moc mi to schází a přitom dávno vím, že nikdo, ani všichni<br />

svatí mi do tmy neposvítí a pomoci nemohou.<br />

A právě pro něj, pro ten jeden prchavý okamžik stojí za to<br />

žít. Pro jednu ruku, která drží v dlani druhou.


Wenn du aus dem Zug aussteigst<br />

Die tschechischen Bahnhöfe sind oft sehr ähnlich, Stück für<br />

Stück, zwei für einen Zwanziger. Österreichischen und silbernen.<br />

Geranien hinter den Fenstern, umher Ziergärten, gekehrter<br />

Sand, gestrichene Geländer. Saubere Toiletten, geputzte<br />

Fenster, gekehrt, gelüftete Warteräume...<br />

Leider kann man nichts kritisieren. Falls die Bahnhofgebäude<br />

noch stehen, sind sie verlassen. Die Warteräume sind<br />

geschlossen, genauso wie die Toiletten und wer weiß wo sind<br />

die Blumenkästen voll mit Geranien. Die Welt ist anders geworden.<br />

Absolut.<br />

Falls du schon aus dem Zug aussteigst und auf dem Boden<br />

stehst, dann begrüße ich dich zu Hause in Liberec. Hier steht<br />

auch mein Bahnhof. Viele Jahre nicht gepflegt und jetzt strahlt<br />

er im neuen Glanz. Wenn du kein Bummler bist und den Verlockungen<br />

der allgegenwärtigen Boutiquen widerstehst, stehst<br />

du nach ein paar Schritten in der Tür nach draußen zur Straße.<br />

Es führen nur drei Treppen nach außen, du hast aber die Wahl<br />

der drei Himmelsrichtungen, wohin vom Bahnhof zu gehen.<br />

Links, das ist zum Jeschken, geradeaus der Nase nach ins Zentrum<br />

oder rechts, Richtung Prag, Zentrum Babylon...<br />

Also wohin? Noch vor fünfzig Jahren führte die Richtung<br />

links in einen Dschungel verlorener Wege und Steige. In der<br />

Richtung war die alte Molkerei, das Viadukt, die alte Bäckerei,<br />

der Schlachthof, lose Straßenbahngleise, die zum Jeschken<br />

führten. Die Straßen dunkel, eng, zusammengedrängt um das<br />

Kino Sofia. Die Atmosphäre vergleichbar mit Bronx. Das waren<br />

die alten, echten Stadtviertel von Liberec im Stadtzentrum, die<br />

der Stadt das Gesicht gaben.


Schornsteine, Schornsteine, Schornsteine und Abfälle, die<br />

direkt in die Neiße führten. Ratten am Tag und in der Nacht,<br />

Angst haben, dem Opa die Kohle im Keller holen. Enge Gassen<br />

und ständiges klingeln der Straßenbahn hinter dem Rücken.<br />

So ging man links ins Zentrum. Der Hauptweg führte entlang<br />

der Gleise ins Zentrum, direkt zum Rathaus, dann zum ZOO,<br />

zum Hörfunk und ins Isergebirge, zur Česká Chalupa (Tschechisches<br />

Berghaus). Heute beginnt der Weg mit vergangenem<br />

Ruhm von Liberec. Links steht ein toter Käfer, verlassener Koloss,<br />

ausgeraubter Ruhm von Skloexport, früher ein Gebäudekomplex<br />

der staatlichen Verwaltung.<br />

Unglaubliche, zu Grund herunterwirtschaftete, brutal<br />

zertretene Welt der vergangenen Zeit der zentralen Planung.<br />

Weiter unten, rechts die Ikone der Ersten Republik, das Hotel<br />

Imperial. Geschlossen, weil es angeblich nicht im Stande war,<br />

selbst zu verdienen. Ein Hotel mit Tradition, genauso wie das


ekannte Hotel Perun in Hejnice. Das ist bereits abgestürzt,<br />

zur großen Freude der Anwohner von Hejnice.<br />

Wozu sind die stilvollen unterirdischen öffentlichen<br />

Toiletten? Früher ein Stolz der Stadt, heute dauerhaft geschlossen.<br />

Wie einfach wäre es, sie dem Zauberer der Gegenwart in<br />

Liberec anzubieten, dem Miloš Vajner, um sie etwa in ein Süßwasseraquarium<br />

zu verwandeln. Hechte im Stadtzentrum mit<br />

einer großen verglasten Pyramide. Pinkeln können wir auch<br />

weiter in Tesco, wie bis jetzt.<br />

Die Stadt ohne Geld, ohne einen Architekten, mit armen<br />

Spacius und seiner besonderen Kunstart der Stadtplastik ist<br />

eine Darstellung dessen, wie die Aufgabe „Die Kunst in die<br />

Stadt bringen“ nicht aussehen soll.<br />

Weiter und weiter. Durch die tote Prager Straßee, am wunderschönen<br />

Rathaus, dem Theater, der Synagoge, der Bücherei<br />

und weiter nach Ruprechtice. Die Straßen schrecklich voll mit<br />

Autos, geschlossener Theaterweinkeller, verlassenes Café im Jugendstil;<br />

und was am meisten weh tut, das fehlende Restaurant<br />

und Bierlokal Rathauskeller. Der Rathauskeller hat angeblich<br />

Wasser unter dem Fußboden. Mein Gott, das haben wohl alle<br />

Liberecer Bauten in dieser Stadt! Die Rathausbeamten kreuzen<br />

mittags durch die Stadt, statt zu Hause und unter dem Dach zu<br />

sitzen und in aller Ruhe Mittag zu essen. Über das Liberecer<br />

Schloss spreche ich gar nicht. Der Diebstahl hat keinen Vergleich<br />

in der Welt und niemand kann dafür.<br />

Wenn Sie am Bahnhof rechts abbiegen, ist die Laune gleich<br />

anders. Früheres Zentrum der Liberecer Industrie unterer Bahnhof,<br />

Gaswerk, Straßenbahndepot, Dutzende von Fabriken,<br />

weltbekannte Textilwerke, Herz, Körper und auch Arme der<br />

Stadt. Die Macht, das Reichtum, die Geldquelle der städtischen<br />

und privaten Kassen, ein Viertel der Lager, Geschäfte, Fabri-


kreste, Büros; wenn nicht Miloš Vajner wäre, wäre heute auch<br />

kein Zentrum der Unterhaltung, des Wissens, eines Hotelkomplexes,<br />

der Entspannung und der Wasserwelt. Wiederbelebung<br />

verlassener Fabrikobjekte. Dort, wo die Stadt nicht mit ihren<br />

Förderungen erfolgreich war. Projekte mit einer Gehirnkapazität,<br />

dorthin gehen heute die Touristen, die sonst aus Liberec<br />

nichts kennen.<br />

Das sind die drei Wege vom Liberecer Bahnhof. Sie führen<br />

auch weiter, in die Galerie, ins Nordböhmische Museum, zum<br />

Holocaust-Museum, in den Botanischen Garten, zum Skifahren<br />

nach Bedřichov, zum Javorník und Jeschken, in die Sporthalle<br />

zum Eishockey und zu den Megaprogrammen.<br />

Es gibt trotzdem weniger Touristen in unserer Stadt. Der<br />

Vorhang von Klimt im Theater wer kennt sie, wer weiß darüber?<br />

Wer bewundert gezielt die Industriebauten im Jugendstil in Liberec<br />

und Jablonec, wer weiß, dass sie überhaupt existieren?<br />

Die Industriezone Kateřinky, mehr als hundert Jahre alt, jüdis-


che Denkmäler, Aussichtsturme und Warten im Isergebirge…<br />

Wer kann die Zusammenarbeit mit den Deutschen und Polen<br />

im Rahmen der Euroregion Neiße entwickeln, wer kann weitere<br />

Lehrveranstaltungen organisieren?


Když vystoupíš z vlaku<br />

Česká nádraží jsou často jako přes kopírák, kus po kusu dva<br />

za dvacetník. Rakouský a stříbrný. Muškáty za okny, kolem<br />

okrasné zahrádky, uhrabaný písek, natřená zábradlí. Čistá WC,<br />

umytá okna, zameteno, vyvětrané čekárny…<br />

Žel už není, co kritizovat. Pokud nádražní budovy ještě<br />

stojí, jsou opuštěné. Čekárny jsou uzavřené, stejně jako toalety<br />

a tytam jsou truhlíky plné begónií. Svět se změnil. Totálně.<br />

Pokud už z vlaku vystoupíš a stojíš na zemi, pak tě vítám<br />

doma v Liberci. Zde stojí i moje nádraží. Desítky let neupravené<br />

nyní svítí novostí. Pokud nejsi hýřil a odoláš svodům<br />

všudypřítomných butiků, po pár krocích stojíš ve dveřích vedoucích<br />

ven na ulici. Ven vedou jen tři schůdky, ale ty máš<br />

na výběr ze tří světových stran, kam se z libereckého nádraží<br />

vydat. Doleva, to je k Ještědu, přímo, rovně za nosem do centra,<br />

nebo doprava, směr Praha, krematorium, Centrum Babylon…<br />

Tak kam? Ještě tak před padesáti lety směr vlevo vedl do<br />

džungle ztracených cest a cestiček. Tím směrem stála stará<br />

mlékárna, viadukt, staré pekárny, jatka, viklající se tramvajové<br />

koleje stoupající pod Ještěd. Ulice ponuré, namačkané a stěsnané<br />

kolem kina Sofia. Atmosféra srovnatelná s Bronxem. To<br />

byly staré, opravdové liberecké čtvrtě v centru města, které mu<br />

daly tvář.<br />

Komíny, komíny, komíny a odpady vedoucí rovnou do<br />

Nisy. Potkani v noci i ve dne, pro strach jít do sklepa dědečkovi<br />

pro uhlí. Úzké uličky a stálé tramvajové zvonění za zády.<br />

Tak se chodívalo vlevo od centra.<br />

Hlavní cesta vedla po kolejích do centra rovnou k radnici,<br />

pak do ZOO, k rozhlasu a do Jizerek, na Českou chalupu. Dnes<br />

cesta začíná zašlou slávou Liberce. Vlevo stojí mrtvý brouk,


opuštěný moloch, zašlá, vykradená sláva Skloexportu, dřív<br />

komplex budov státní správy. Neskutečný, prohospodařený,<br />

brutálně rozkopaný svět minulé doby centrálního plánování.<br />

Níž, po pravé straně ikona První republiky, hotel Imperial.<br />

Zavřený, protože si prý nebyl schopen na sebe vydělat. Hotel<br />

s tradicí, stejně jako známý hejnický Perun. Ten ale už spadl,<br />

k velké radosti hejnických.<br />

Na co jsou stylové podzemní veřejné záchodky? Kdysi chlouba<br />

města, dnes trvale uzavřené. Jak by bylo jednoduché nabídnout<br />

je mágovi liberecké současnosti Miloši Vajnerovi a nechat<br />

je proměnit třeba ve sladkovodní akvárium. Štiky v centru<br />

města s velkou prosklenou pyramidou. Čurat můžeme v Tescu<br />

tak jako dosud.<br />

Město bez peněz, bez architekta, s ubohým Spaciem a jeho<br />

prazvláštním pojetím umění městské plastiky je podobou<br />

toho, jak nemá vypadat zadání „Přivést umění do města“.


Dál a dál. Mrtvou Pražskou ulicí, kolem překrásné radnice,<br />

divadla, synagogy, knihovny a dál do Ruprechtic. Ulice zoufale<br />

přecpané auty, zavřená divadelní vinárna, osiřelá secesní<br />

kavárna Pošta, a co bolí nejvíc, chybějící restaurace a pivnice<br />

Radniční sklípek. Radniční sklep má prý vodu pod podlahou.<br />

Proboha, to mají snad všechny liberecké stavby v tomhle<br />

městě! Radniční úředníci v době oběda křižují centrem, místo,<br />

aby seděli doma a pod střechou a v klidu obědvali. O Libereckém<br />

zámku nemluvím. Jeho rozkradení nemá ve světě<br />

obdoby, a nikdo za nic nemůže.<br />

Uhnete-li od nádraží doprava, nálada je hnedle jiná. Dřívější<br />

centrum libereckého průmyslu – dolní nádraží, plynárna, tramvajové<br />

depo, desítky továren, světoznámé textilky, srdce, tělo<br />

i paže města. Síla, bohatství, zdroj peněz městské i soukromé<br />

pokladny, čtvrť skladů, prodejen, torza továren, kanceláří a nebýt<br />

Miloše Vajnera, nebylo by dnes Centra zábavy, poznání,<br />

hotelového komplexu, relaxu a vodního světa. Obnovený život<br />

v opuštěných továrních objektech, Tam, kde město neuspělo se<br />

svými dotacemi, projekty a kapacitou mozků, tam dnes míří<br />

turisti, kteří jinak z Liberce nic neznají.<br />

To jsou tři cesty z libereckého nádraží. Vedou i dál do galerie,<br />

Severočeského muzea, k Muzeu holocaustu, do botanické<br />

zahrady, na lyže do Bedřichova, na Javorník a na Ještěd, do<br />

sportovní haly na hokej a na megaprogramy.<br />

Přesto je turistů v našem městě méně, než by mohlo být.<br />

Divadelní Klimtova opona – kdo ji zná, kdo o ní ví? Kdo cíleně<br />

obdivuje secesní industriální stavby Liberce a Jablonce, kdo<br />

ví, že vůbec existují? Průmyslová zóna Kateřinky, stará přes sto<br />

let, židovské památky, vyhlídkové věže a rozhledny Jizerských<br />

hor…


Kdo umí rozvinout spolupráci s Němci a Poláky v rámci Euroregionu<br />

Nisa, kdo je schopen zorganizovat další a další poznávací<br />

a vzdělávací akce?


An lustigen Geschichten mangelt es bei uns<br />

nicht<br />

Ein Haus reparieren, bauen oder umbauen ist und war<br />

auch nie ein Spaziergang durch einen Rosengarten, besonders,<br />

wenn Sie nicht erben, sondern alles vom Lohn bezahlen. Nun<br />

ja, ich habe mich beschwert und jetzt zum Hauptthema. Ich<br />

habe ganz schlau eine tschechische Firma ausgesucht, die aber<br />

ukrainische Maurer beschäftigte. Was für Maurer! Meistens<br />

Intellektuelle, Wissenschaftler, Bergbau-Ingenieure, Ökonomen,<br />

musikalische Virtuosen und ihre heranwachsende Söhne.<br />

Die meisten der genannten halten mit uns anspruchsvolle<br />

wissenschaftliche Auseinandersetzungen auf dem Niveau von<br />

großen Universitäten, leider aber auf Kosten der Mischmaschine<br />

und des abfallenden Putzes.<br />

Der tschechische Herr Ingenieur, Inhaber eines erfolgreichen<br />

Reisebüros und einer Baufirma hat sich bemüht, nur<br />

manchmal vermischte sich sonderbar die Arbeit der einen Firma<br />

mit der anderen, so dass Sergej zum Flughafen fuhr und<br />

Aljoša stand lächelnd am Gartentor, weil er eigentlich am Flughafen<br />

sein sollte. Als ich dann mit ihm aus Verzweiflung im<br />

Hof Wodka trank, hat er zugegeben, dass der Chef oft mit der<br />

Logistik Probleme hat. Meistens wird es mit einer Ermäßigung<br />

für nächste Dienstleistungen erledigt.<br />

So haben wir also gebaut. Manchmal fiel etwas runter, vor<br />

allem, wenn der Sopransänger Ilja sang, sonst ein Solist der<br />

Oper in Odessa. Damals brachten die Nachbarinnen warme<br />

Würste, hausgemachte Rollen mit Creme und süße Omeletts.<br />

Es kam auch zur Beleidigung mit Fäusten vom Nachbar, der zu<br />

Hause diese Rollen mit Creme von seiner Ehefrau nicht bekam.<br />

Ilja hatte in Liberec eine Ehefrau, die Psychologin war und jetzt


arbeitete sie als Putzfrau in Plaza. Die hat ihn damals professionell<br />

zu Hause verarbeitet und hat ihm ein Messer auf den Hals<br />

gelegt, wortwörtlich.<br />

Als wir auf diese Weise ein halbes Jahr gebaut haben und das<br />

Geld ging aus, hat sich der Chef der Liberecer Baufirma für eine<br />

Lösung entschlossen, die die Mobilisierung aller verfügbaren<br />

Kräfte und Beendigung der Arbeiten in vereinbarten Terminen<br />

bedeutete. Er beeilte sich, versprach, vergab Belohnungen und<br />

die Arbeit wurde endlich sichtbar.<br />

Serjoža, irgendwann ein Geologe in der Altai, fragte nach<br />

einem Fahrrad, auf welchem keiner aus unserer Familie sicherlich<br />

fährt, weil die ganze Zeit, wo er bei uns arbeitet, es immer<br />

auf demselben Platz, wo es auf das Fahrrad regnete, stehen<br />

sieht. Miron, ehemaliger Parteifunktionär einer Chemiefabrik<br />

fragte wieder nach einem Sofa, das wir sicherlich wegschmeißen<br />

wollen und der Meteorologe Anatol, der am Nordpol<br />

überlebte, hat hinter dem Schornstein Rollschuhe gefunden,<br />

die die Kinder schon vergessen haben. Ich musste den Kindern<br />

irgendwo in Russland entgegenkommen, so dass die Rollschuhe<br />

dort landeten, wo er sie haben wollte.<br />

Die meisten Sorgen hat mir aber Semjon gemacht, der Sohn<br />

des Opernsängers. Ich weiß nicht, wie er an mein Festnetztelefon<br />

kam, aber er erhöhte meine Telefonrechnung um unglaubliche<br />

acht Tausend Kronen. Als ich nachfragte, ob er<br />

seine Mutter zu Hause in der Ukraine angerufen hat, teilte mir<br />

die zuständige Dame der Telefongesellschaft mit, dass ich die<br />

Anrufe bei der Erotik-Nummer bisschen übertrieben habe.<br />

Also keine Mutter, sondern ein erregter Semjon am Kopfhörer,<br />

in der Ecke am Boden in der Mitte von Kalk, Sand und Zement...<br />

Sein Vater hat ihn durch einen Schlag mit dem Griff<br />

einer Schaufel von seiner Abhängigkeit geheilt.


Dann wollte ich wissen, wie der Vater und Sohn die Telefonrechnung<br />

bezahlen werde. Bar oder per Überweisung?<br />

Zum Haus kam eine schwarze Limousine und ein junger, viel<br />

versprechender, kurzhaariger Mann im Anzug und stieg aus.<br />

Dieser Mafioso verlangte im gebrochenen Tschechisch eine<br />

Erklärung, was der Herr gegen seinen Jungen habe? Der Herr<br />

wurde richtig sauer und teilte diesem Unternehmer in einem erlesenen<br />

Tschechisch mit, dass er eine entsprechende Erklärung<br />

zusammen mit der Ausländerpolizei bekommen wird. Ich<br />

weiß nicht warum, aber auf einmal hatte es dieser Manager eilig<br />

und fuhr weg, ohne mir zu sagen: „Da svidanija.“ Inzwischen<br />

bekam Semjon hinter dem Haus eine weitere Portion der<br />

psychologischen Kur mit dem Schaufelgriff, zur Entwöhnung<br />

nicht nur bei den erotischen Anschlüssen anzurufen.<br />

Wie durch ein Wunder erreichten wir das Ende. Es wurde<br />

fertig, ausgezahlt und versprochen, dass wir uns an das Schlechte<br />

nicht im Bösen erinnern werden. Dann versprach ich<br />

mir, nie wieder ukrainisch-russische Intellektuelle, Akademiker,<br />

Wissenschaftler, Künstler und Jugendliche zu nehmen, sie<br />

nicht beschenken, nicht zuhören und „Auf Wiedersehen“ zu<br />

wünschen, sondern immer nur „Leben Sie wohl“, vergessen<br />

Sie, dass Sie bei uns waren. Wir werden uns lange erinnern und<br />

lange davon erzählen, was uns diese fast ganze russischukrainische<br />

Akademie der Wissenschaften gekostet hat, die der<br />

tschechische Kaspermann initiierte, ein Zirkusdirektor vom<br />

Besten.<br />

Ein goldener tschechischer Biertrinker und Faulenzer, der<br />

um die Ecke wohnt! Dieser braucht nicht Ihr Fahrrad, Rollschuhe<br />

oder Sofa, um in Fahrt zu kommen. Auch wenn... Ich<br />

erinnere mich, dass ich zuerst eine tschechische Firma mit nur<br />

tschechischen Arbeitern eingeladen habe. Es kamen alle, tra-


ten ins Haus und haben sich an Stelle mit dem Umfang der geforderten<br />

Arbeiten bekannt gemacht. Sie nickten verständlich<br />

während der Darlegung mit den Köpfen und als die Exkursion<br />

im Haus zu Ende war, sagten sie: „Aber hier ist zu viel Arbeit!<br />

Heuern Sie die Ukrainer an“ und gingen weg.


O humorné příběhy u nás není nouze<br />

Opravovat dům, stavět nebo přestavovat není a nikdy nebyla<br />

procházka růžovým sadem, zvláště když nedědíte a vše<br />

financujete z výplaty. No budiž, postěžoval jsem si a teď k tomu<br />

hlavnímu. Chytře jsem si vybral českou firmu, která ovšem zaměstnávala<br />

ukrajinské zedníky. Co zedníky! Většinou intelektuály,<br />

přírodovědce, báňské inženýry, ekonomy, hudební virtuosy<br />

a jejich dospívající syny. Většina ze jmenovaných s námi<br />

vedla sofistikované spory o vědeckých problémech na úrovni<br />

významných univerzit, žel na úkor práce s míchačkou a právě<br />

nahozené odpadávající omítky.<br />

Český pan inženýr, majitel úspěšné cestovky a stavební firmy<br />

se snažil, leč mnohdy se mu práce jedné firmy prolnula záhadným<br />

způsobem do druhé, takže Sergej jel na letiště a Aljoša<br />

nám postával s úsměvem u branky s tím, že je tam asi špatně,<br />

že by spíš měl být na té Ruzyni. Když jsem pak s ním ze zoufalství<br />

na dvorku pil vodku, přiznal, že pan šéf má s logistikou<br />

často značné nepříjemnosti. Většinou to prý řeší nabídkou slevy<br />

na služby příští.<br />

Takhle jsme tedy stavěli. Občas něco spadlo, hlavně když si<br />

tenor Ilja, jinak sólista opery v Oděse, zpíval. Tehdy k nám<br />

místní sousedky nosily teplé uzeniny, domácí kremrole a sladké<br />

palačinky. I na inzultace pěstmi došlo od souseda, jemuž se<br />

doma nedostávalo od manželky oněch kremrolí a pozornosti.<br />

Ilja měl v Liberci ženu psycholožku, nyní uklízečku v Plaze. Ta<br />

si ho tehdy doma profesionálně rozebrala a dala mu nůž na krk<br />

doslova a do písmene.<br />

Když jsme tímto způsobem stavěli půl roku a peníze docházely,<br />

šéf liberecké stavební firmy se rozhodl pro řešení, které<br />

znamenalo mobilizaci všech dostupných sil a dokončení prací


ve sjednaných termínech. Šturmoval, dušoval se, odměny rozdával<br />

a práce začala být konečně vidět.<br />

Serjoža, kdysi zaaltajský geolog, si řekl o kolo, na kterém nikdo<br />

z naší rodiny jistojistě nejezdí, protože za celou dobu, co<br />

u nás pracuje, ho vidí stále na stejném místě, kde na něj prší.<br />

Miron, bývalý partajní tajemník chemické továrny zase požádal<br />

o kanape, které jistě už chceme vyhodit a meteorolog<br />

Anatol, který obstál na severním pólu, našel za komínem kolečkové<br />

brusle, dětmi už oplakané. Nemohl jsem dětem kdesi<br />

v Rusku nevyhovět, takže brusle skončily, kde si je přál mít.<br />

Nejvíc starostí mi však přidělal Semjon, syn operního pěvce.<br />

Nevím, jak se dostal k mé pevné telefonní lince, ale zvedl můj<br />

účet za volání na nebývalých osm tisíc korun českých. Když<br />

jsem zjišťoval, zda volal domů mamince na Ukrajinu, sdělila<br />

mi příslušná telefonní úřednice, že jsem to s tím voláním děvčatům<br />

na erotické lince trochu přehnal. Tedy žádná maminka,<br />

ale vzrušený Semjon u sluchátka, v koutku na zemi uprostřed<br />

vápna, písku a cementu… Z té erotické závislosti ho vyléčil<br />

jeho otec násadou od lopaty jedním sezením.<br />

Pak jsem zatoužil zvědět, jak ten telefonní účet budou otec se<br />

synem splácet. Cash nebo složenkou? K domu přijela černá limuzína<br />

a z ní vystoupil mladý perspektivní, na ježka ostříhaný<br />

kravaťák, mafioso a lámanou češtinou se dožadoval vysvětlení,<br />

co si to pán na jeho chlapce vymyslet? Pán se strašně naštval<br />

a velmi vybranou češtinou sdělil tomuto podnikateli, že mu<br />

poskytne patřičné vysvětlení ve spolupráci s cizineckou policií<br />

ruku v ruce. Nevím proč, ale náhle měl onen manažer naspěch<br />

a odjel, aniž mi řekl: „Da svidanija.“ Mezitím vzadu za domem<br />

dostával Semjon další porci psychologické léčby násadou od<br />

lopaty, aby si odvykl volání nejen na linku erotickou.


Zázrakem jsem se dočkal. Bylo dokonáno, vyplaceno a slíbeno,<br />

že na to špatné nebudeme ve zlém vzpomínat. Pak jsem<br />

si dal závazek sám sobě, už nikdy nebrat ukrajinsko-ruské intelektuály,<br />

akademiky, vědce, umělce a adolescenty, neobdarovávat<br />

je, neposlouchat a nepřát jim nashledanou, ale vždy jen<br />

sbohem, zapomeňte, že jste u nás byli, my budeme vzpomínat<br />

a dlouho počítat, co nás stála ta téměř celá rusko-ukrajinská<br />

akademie věd zprostředkovaná českým kašpárkem, principálem<br />

všech běd.<br />

Zlatý český flákač popíjející pivo za pivem a bydlící vedle<br />

za rohem! Ten nepotřebuje na rozjezd vaše kolo, brusle či otoman.<br />

I když… Vzpomínám, že jsem si nejprve pozval českou<br />

firmu s ryze českým obsazením. Přišli všichni, vpochodovali do<br />

domu a seznámili se na místě s rozsahem požadovaných prací.<br />

Během výkladu pokyvovali chápavě hlavami, a když byla<br />

exkurze po domě u konce, se slovy: „Ale tady je moc práce!<br />

Angažujte Ukrajince,“ odešli.


Sonderbare Schicksale<br />

Ich weiß nicht, ob ich es erwähnte, dass die Dörfer in Nordböhmen<br />

in der Vergangenheit auch ungewolltes Zuhause vieler<br />

Menschen waren, denen es angeordnet wurde, hier zu leben.<br />

Die Hälfte des vergangenen Jahrhunderts war hinsichtlich<br />

der Geschichte unseres Landes bedeutend, weil die Ergebnisse<br />

des Zweiten Weltkrieges ins Leben politischer Entscheidungen<br />

gebracht wurden, die die Schicksale vieler Einzelner beeinflussten.<br />

In der Praxis war nicht alles so, wie es geplant war. Auch<br />

unter den Organisatoren der Weltgeschichte waren „Schwächlinge“<br />

und auch unter den Leuten war die Begeisterung nicht<br />

so groß, wie man erwartete. Und so wurden Schritte unternommen,<br />

die den Umbruch der Gesellschaft unterstützen sollten<br />

und die letztendlich alle von uns betrafen. Meine Erfahrung<br />

lässt mich das vergessen, was hier geschehen ist.<br />

Wie es passierte, weiß ich nicht mehr. Ich stand vor jemandem,<br />

der wissen wollte, ob Herr Doktor bei uns Kindern nicht<br />

etwas anderes untersuchte als ein anderer Arzt. Die Mutter, als<br />

sie es am Nachmittag von mir hörte, hat schrecklich geschimpft,<br />

alle verflucht und fragte mich dasselbe. Das ganze Dorf<br />

sprach darüber. Die Antwort war damals: „Er betatschte mich<br />

nicht.“ Dann haben wir gehört, dass der alte Doktor kein Kinderarzt<br />

war, sondern der persönliche Arzt von Präsident Beneš,<br />

der nach seinem Tod aus Prag weggehen musste. Man hat für<br />

ihn schnell eine Arbeit gefunden und so kurierte uns ein Burgdoktor.<br />

Irgendjemand hat beschlossen, dass man ihm den Aufenthalt<br />

auf frischer Luft im Grenzland noch mit einem Skandal<br />

verschönert, das ihn vernichtet. Ich persönlich bin froh, dass<br />

ich an der Arbeit des Herrn Doktors nichts Schlechtes gefun-


den habe und konnte ihn so mit meinen Mitschülern von der<br />

falschen Beschuldigung retten.<br />

Einen ähnlichen Fall habe ich auf der anderen Seite von Jeschken<br />

notiert. Man hat dort, in eines der kleinsten Dörfer, eine<br />

sehr vornehme Dame aus Prag umgesiedelt. Sie hatte Pech, weil<br />

ihren Ehemann, einen tapferen General der Ersten Republik<br />

und Legionär war. Und seine Untergeordneten, Mitarbeiter und<br />

auch die Öffentlichkeit ihn liebte. Er wurde freigesprochen vom<br />

Verdacht, dass er mit den Faschisten kollaborierte und dass er<br />

die Ideale der Ersten Republik verraten hat. Freigesprochen<br />

vom Vorwurf starb er kurz danach. Und die Ehefrau? Sie hat<br />

die Koffer gepackt und musste verschwinden, weg aus Prag. So<br />

lautete irgendeine Entscheidung, von welchen es damals genug<br />

gab.<br />

Die Frau General hat aber auch im kleinen Dorf das Andenken<br />

an ihren Ehemann gepflegt. Sie schrieb Erinnerungen, lebte<br />

ein nicht gebrochenes Leben und zerbrach mit ihrem Vorbild


die stereotypen Ansichten über die bürgerliche Demokratie als<br />

einen Destabilisator der Entwicklung. Sie freute sich auf die<br />

Zeit der Veränderungen. Sie hat es nicht erlebt und sie wäre<br />

enttäuscht gewesen. Wir sind nur Menschen und große Ideale<br />

sind nicht für alle. Viele haben sie gegen bequeme Sessel gut<br />

bezahlter Stellen ausgetauscht, sichere Plätzchen und Vorteile,<br />

die ihnen das neue Regime bot.<br />

Heute, genauso wie früher, vermischen sich die menschlichen<br />

Schicksale mit den geschichtlichen Umbrüchen. Wir<br />

sollten damit rechnen, dass wenn die Zeit der Fragen kommt,<br />

sollten wir die Antworten kennen. Keinem wurde vorher verziehen,<br />

keine Äste eines Baumes haben bislang die Ewigkeit<br />

berührt.


Prapodivné osudy<br />

Nevím, zda jsem se vám zmínil o tom, že vesnice na<br />

severu Čech byly kdysi, i nechtěným domovem mnoha lidí,<br />

kterým zde bylo přikázáno žít. Polovina minulého století byla<br />

z hlediska dějin naší země významná i tím, že výsledky druhé<br />

světové války přinesly do života politická rozhodnutí týkající<br />

se osudů mnoha jednotlivců.<br />

V praxi nebylo vše tak, jak bylo plánováno. I mezi organizátory<br />

světodějných změn se našli „slaboši“ a ani mezi<br />

lidmi dole nebylo nadšení takové, jak bylo očekáváno. A tak,<br />

na pomoc přerodu společnosti, byly podniknuty kroky, které<br />

se v konečné podobě dotkly každého z nás. Má zkušenost mi<br />

nedává na to, co se zde odehrávalo, zapomenout.<br />

Jak se to seběhlo, už nevím. Stál jsem před někým, kdo chtěl<br />

vědět, zda pan doktor, když nás, děcka, prohlížel, nedělal něco<br />

jiného, než jiný pan doktor. Maminka, když to ode mne odpoledně<br />

slyšela, příšerně nadávala, proklínala kdekoho a ptala<br />

se mě na to samé. Byla toho plná obec. Odpověď tehdy zněla:<br />

„Neosahával mě.“<br />

Pak jsme se doslechli, že starý pan doktor nebyl dětský<br />

doktor, ale osobní lékař prezidenta Beneše, který po prezidentově<br />

smrti musel odejít z Prahy. Práci pro něj našli brzo a tak<br />

nás léčil hradní doktor. Někdo si usmyslel, že mu pobyt na čerstvém<br />

povětří v pohraničí ještě opepří skandálem, který jej zničí.<br />

Osobně jsem rád, že jsem na práci pana doktora nic špatného<br />

neshledal a mohl tak, společně se svými spolužáky, zbavit pana<br />

doktora falešného obvinění.<br />

Druhý podobný případ jsem zaznamenal z druhé strany Ještědu.<br />

Tam byla do jedné z nejmenších obcí vysídlena z Prahy<br />

jedna moc nóbl paní. Měla smůlu, že jejího manžela, statečného


prvorepublikového generála a legionáře milovali podřízení,<br />

spolupracovníci i veřejnost. Byl osvobozen z podezření, že kolaboroval<br />

s fašisty a že se zpronevěřil ideálům První republiky.<br />

Osvobozen z nařčení krátce nato zemřel. A manželka? Balila<br />

kufry a musela z očí, pryč z Prahy. Tak znělo čísi rozhodnutí,<br />

kterých v té době nebylo málo.<br />

Paní generálová ale i na malé vesnici udržovala památku<br />

svého muže. Psala paměti, žila nezlomeným životem a svým<br />

příkladem bořila stereotypní názory na chápání buržoazní demokracie,<br />

jako destabilizátora vývoje a těšila se na čas změn.<br />

Nedočkala se jich a byla by i zklamaná. Jsme jenom lidé a veliké<br />

ideály nejsou vlastní všem. Mnozí je vyměnili za pohodlná<br />

křesla dobře placených míst, trafiky a výhody, které jim nový<br />

režim poskytoval.<br />

Dnes, stejně jako dříve, se lidské osudy prolínají s dějovými<br />

zvraty a tak bychom měli počítat s tím, že až nadejde čas<br />

otázek, měli bychom mít připravené odpovědi. Nikomu není


předem odpuštěno, žádný strom se dosud větvemi nedotkl<br />

věčnosti.


Auch das war das alte Liberec<br />

Der Opa wuchs im Waisenhaus auf. Ich bin mir nicht sicher,<br />

wie es in Liberec in 1889 war, aber in dem Liberecer Waisenhaus<br />

konnte es nicht anders sein als in anderen Anstalten dieser<br />

Zeit. Ich mache mir keine Hoffnung auch deswegen, weil<br />

ich den Winter nicht mag und der Winter in Liberec bedeutet<br />

Schnee und Frost. Dieser kann auch böse zu Kindern sein, die<br />

beide Eltern haben.<br />

Damals rechnete die nur einige Jahre alte Schule U Soudu<br />

(Beim Gericht), die modernste der Zeit, damit, dass die Hälfte<br />

der Kinder aus Liberec, die im Sommer Barfuß läuft, keine<br />

Schuhe auch im Winter haben wird. Deswegen waren die<br />

Schultoiletten für Jungs mit Pissoiren mit einer Fußbodenheizung<br />

ausgestattet, worauf Holzlatten installiert waren, damit<br />

die Barfuß stehenden Jungs, die auf eine Teerwand des Klos<br />

gepinkelt haben, sich dabei nicht erkältet haben.


Wie hat man wohl die Kinder aus einem Waisenhaus in<br />

Liberec behandelt? Allein der Straßenname U Sirotčince (Am<br />

Waisenhaus), später verbessert auf U Opatrovny (Am Pflegeheim)!<br />

Der Opa erzählte mir einmal, dass er einmal Schnupfen<br />

hatte und Sie kennen es, die Augen entzündet und die Ohren<br />

taub. Das Waisenhaus hat damals gerade das Liberecer Gaswerk<br />

besichtigt. Das Gaswerk war damals unterhalb des Liberecer<br />

Bahnhofs unweit des heutigen Babylons. Aus dem offenen<br />

Reservoire stieg etwas beißendes, was in den Augen<br />

brannte. Und damals haben sie meinen lieben zappelnden Opa<br />

hoch gehoben und ließen ihn einatmen. Die Krankheit floss aus<br />

ihm von oben und unten. Auch so war Liberec des 19. und 20.<br />

Jahrhunderts. Man konnte die Armut der Kinder ohne Schuhe<br />

und auch des erkälteten Waisenkindes sehr schnell mit der modernen<br />

Therapie heilen.<br />

Das ursprüngliche Viertel unterhalb des Bahnhofes war<br />

sowieso komisch. Voll von Textilfabriken, engen Gassen, Ga-


agen, Hinterflügel, Trafostationen, Straßenbahn-Garagen<br />

und vor allem der untere Bahnhof. Es war eine kleine Industriezone<br />

tief unterhalb der Nádražní ulice (Bahnhofstraße),<br />

zentrales Stadtviertel, das vom Bahnhof wie ein Kessel aussah,<br />

wo man im Kessel die Wäsche wäscht und dessen Deckel in<br />

unregelmäßigen Intervallen das kochende Wasser anhebt. Von<br />

hier kam nicht der Duft des frisch gebackenen Brotes, sondern<br />

das morgendliche Knirschen der ersten Straßenbahnen. Wie<br />

sehr sich dieser Platz verändert hat!


I to byl starý Liberec<br />

Dědeček vyrůstal v sirotčinci. Nevím, jak to chodilo v Liberci<br />

roku 1889, ale v libereckém sirotčinci to nemohlo být lepší<br />

než v jiných takových ústavech své doby. Nedělám si iluze<br />

i proto, že nemám rád zimu a liberecká zima je o sněhu a mrazu.<br />

Ta bývá zlá i k pilným dětem majícím oba rodiče.<br />

V té době jen pár roků stará škola U Soudu, nejmodernější<br />

té doby, počítala s tím, že polovina dětí z Liberce, chodících<br />

bosky v létě, nebude obutí měnit ani v zimě. Z toho důvodu<br />

byly vybaveny školní chlapecké pisoáry podlahovým topením,<br />

na kterém byly instalovány dřevěné rošty, aby bosí stojící<br />

chlapci, čůrající na dehtem natřenou stěnu záchodu při tomto<br />

výkonu nenastydli stáním bosýma nohama na studené<br />

podlaze.<br />

Jak se asi zacházelo v Liberci s dětmi ze sirotčince? Už název<br />

té ulice U Sirotčince, později vylepšený na U Opatrovny! Děda


mi vyprávěl, že měl jednou rýmu a od ní, znáte to, oči zanícené<br />

a zalehlé uši. Sirotčinec právě byl v té době v liberecké<br />

plynárně na exkurzi. Plynárna tehdy bývala pod libereckým<br />

nádražím poblíž dnešního Babylónu. Z jejího otevřeného rezervoáru<br />

stoupalo vzhůru cosi čpavého, co pálilo v očích. A tehdy<br />

tam mého milého zmítajícího se dědečka nadzvedli a dali mu<br />

nadechnout. Nemoc z něj vytekla horem dolem. I takový byl<br />

Liberec přelomu 19. a 20. století. Chudobu dětí bez bot i nastuzeného<br />

sirotka uměl vyléčit nato šup moderní terapií.<br />

Vůbec ta původní čtvrť pod nádražím byla prapodivná.<br />

Plná textilních továren, úzkých uliček, garáží, zadních traktů,<br />

trafostanic, tramvajových garáží a především dolního vlakového<br />

nádraží. Byla to malá průmyslová zóna hluboko pod úrovní<br />

výstavní Nádražní ulice, centrální čtvrť města, která od<br />

nádraží vypadala jako kotel, kde se vyváří prádlo v kotli, jehož<br />

pokličku v nestejných intervalech nadzvedává vařící voda.<br />

Odtud se nelinula vůně pečeného chleba, ale ranní skřípění<br />

prvních tramvají. Jak se tohle místo dnes změnilo!


Freiwillig lesen<br />

„In dein Gehirn kriechen! In dein Gehirn kriechen! Die<br />

Brillenschlange hat vier Augen! Die Blindschleiche, die Blindschleiche!“<br />

Was alles er ertragen musste, was alles diente seiner<br />

Demütigung. Dass er Plattfüße hat, konnte er bis jetzt verheimlichen.<br />

Es wird reichen, wenn das jemand entdecken wird. Was<br />

noch? Was noch? Wie noch mehr den Unglücklichen in den<br />

Augen der Mitschüler lächerlich machen?<br />

Er las und las noch mehr. Das Buch wurde in solchen Augen<br />

hinter der Brille zur Bibel, Sonne und Wasser, Luft und<br />

allem, was zum Leben nicht fehlen darf. Jede Seite diente als<br />

Anleitung, was zu machen ist. Jede Zeile, jeder Absatz, jedes<br />

einzelne Wort wurde zum Granat, zur Bombe, zum Schrapnell,<br />

weil das ganze Buch bildete für die kindliche Seele einen Schild,<br />

einen Felsen, ein Geländer und eine Burg, in dessen Wänden<br />

sie sich vor der Welt versteckte. Vor der kindlichen Welt, wo<br />

man nichts vergibt, wo man die Sachen mit den echten Namen<br />

nennt, wo die Kinder oft sehr grausam sein können und dies<br />

auch sind. Und eine Blindschleiche zu sein und zu lesen, das<br />

wird nicht vergeben. Das ist die Antwort auf die Frage, was die<br />

Kinder zur Abneigung gegenüber den Irren führt, warum sie<br />

sie mit Steinen bewerfen.<br />

Heute ist es schon anders. Das Dorf war früher ein zu Hause<br />

vieler Menschen, die den Verstand verloren haben, Krücken<br />

hatten oder ein Auge mit einem Band verdeckt hatten und<br />

bettelten... Was gut war, dass immer jemand die Spötter verjagte,<br />

die das Bier und die Suppe in der Kneipe bezahlten und eine<br />

Zigarette schenkten. Es war so, dass das Lesen, Schreiben oder<br />

Lernen beim Kerzenlicht, eine Aktivität war, die die Sehkraft<br />

schwächte.


Auch später war es nicht besser. Sie lebten in deren abgeschotteten<br />

Welt, wo die Freude das Buch, die Bibel, altes Blatt<br />

waren und jeder Atemzug, Herzschlag waren ein Pfahl in der<br />

Mitte des Scheiterhaufens, wo der Katzer angekettet war, der<br />

im Buch die Wahrheit gefunden hat, nichts als die Wahrheit,<br />

die einfach auch mit dem Katzer verbrannte.<br />

Positiv ist, dass die Bücher nur noch dort brennen, wo man<br />

nichts mehr erwartet. Das bedeutet Trauer und Freude gleichzeitig,<br />

dass unsere Welt eine Welt der Toleranz ist. Leben und<br />

leben lassen. Heute ist es kein Problem, dicke Brillen zu tragen,<br />

Plattfüße, schwarze Augen, haarige Ohren, kurze Arme zu haben.<br />

Heute geht niemand mehr zur Schule ohne das Pausenbrot,<br />

mit Büchern unter dem Arm, die mit einem Schnürsenkel<br />

umbunden sind. Das Lesen ist lange kein Stigma der Behinderten<br />

und Verstoßenen. Das Lesen ist ein Privileg der Schlauen<br />

und Dummen, die zur Vernunft wie die Kinder der Bibel kamen,<br />

die begriffen haben und ihren Herrn loben. Das Buch ist<br />

ein Kompass, ein Boot und auch die Krücke eines Gelähmten.


Ich bin froh, dass ich in einer Zeit lebe, wo man die, die lesen,<br />

nicht mehr verspottet. Dass dies der Geschichte gehört und das<br />

Lesen wieder ein Privileg aller ist, die gern lesen und denen das<br />

Buch Freude, Glück und Freude bringt. Und jetzt alle in die<br />

Bibliothek! Oder noch anders: Noch fünf Minuten und dann<br />

schlafen! Die Klügeren lesen noch eine Weile unter der Decke.


Číst ze svobodné vůle<br />

„Do mozku ti vlízt! Do mozku ti vlízt! Brejlovec má čtyry<br />

voči! Slepejš, slepejš!“ Co všechno musel snést, čím vším se ho<br />

snažili pokořit. Že má ploché nohy zatím tajil, bude stačit, až<br />

to někdo objeví. Co ještě? Co ještě? Jak ještě nešťastníka v očích<br />

spolužáků zesměšnit?<br />

Četl a četl ještě víc. Knížka se v takových očích za brýlemi<br />

stávala biblí, sluncem i vodou, vzduchem, vším, bez čeho<br />

nemá cenu žít. Každá stránka byla návodem, co dělat. Každý<br />

řádek, odstavec, každé jednotlivé slovo se stalo granátem, bombou,<br />

šrapnelem, neboť celá knížka byla té dětské duši štítem,<br />

skálou, zábradlím a hradem, v jehož zdech se skrývala před<br />

světem. Před dětským světem, kde se neodpouští, kde jsou<br />

věci nazývány pravým jménem, kde děti mohou být a často<br />

jsou velmi kruté a být slepejš a číst se neodpouští. To je odpověď<br />

na otázku, co vede děti k odmítání bláznů, proč po nich házejí<br />

kamením.<br />

Dnes už to takové není. Vesnice byla dříve domovem mnoha<br />

lidí, co se rozešli s rozumem, měli berle, prázdný oční důlek zakrytý<br />

páskou, žebrali… Pozitivní bylo, že se vždycky našel někdo,<br />

kdo posměváčky zahnal, pivo, polívku v hospodě zaplatil,<br />

cigaretou podaroval. Ono číst nebo psát, učit se při svíčkách,<br />

to byla aktivita, která kradla, brala zrak.<br />

Lepší to nebylo ani později. Žili svým odloučeným světem,<br />

kde radostí byla kniha, bichle, starý foliant a každý nádech a výdech,<br />

tlukot srdce byl kůlem uprostřed hranice, k němuž byl<br />

přikován kacíř, co našel v knize pravdu, nic než pravdu, a která<br />

shořela snadno i s kacířem.<br />

Pozitivní je, že ohně z knih hoří už jen na místech, kde<br />

nečekáte nic víc. Je v tom smutek i radost, že náš svět je svě-


tem tolerance. Žít a nechat žít. Dnes není problém nosit tlusté<br />

brýle, mít ploché nohy, černé oči, chlupaté uši, krátké ruce.<br />

Dnes nikdo nechodí do školy bez svačiny s knížkami pod paždí<br />

svázanými tkaničkou. Četba už dávno není stigmatem postižených<br />

a zavržených. Čtení je výsadou chytrých i hloupých, kteří<br />

zmoudřeli jako děti bible, které prozřeli a chválí svého pána.<br />

Kniha je kompasem, lodí i berlí postiženého obrnou.<br />

Jsem rád, že žiji v době, kdy posměch tomu, kdo čte, patří<br />

historii a čtení se opět stává výsadou všech, kteří čtou rádi, kterým<br />

knížka přináší radost, štěstí a potěšení. A teď všichni do<br />

knihovny! Nebo ještě jinak: Ještě pět minut a spát! Ti chytřejší<br />

čtou ještě chvíli pod dekou.


Allen Menschen guten Willens<br />

Die Musik eines Orchesters täuscht mich. Der Kinderchor<br />

spielt ein Spiel, wo das Böse verliert, täglich begleitet es eine<br />

Dame am Klavier und viele Leute umher sterben. Tante Trude<br />

und Onkel Otto machen sich fertig. Es erwartet sie eine lange<br />

dreitägige Reise in den Osten mit der Zielstation Ausschwitz.<br />

Sie wissen es noch nicht... Die Oma und Opa vom Vater sind<br />

schon hingefahren.<br />

Auch die Mutter und der Vater haben sich für die Reise<br />

vorbereitet. Die Leute umher sagten: „Fahren Sie, den Leuten<br />

geht es dort gut, Hitler gab euch die ganze Stadt im goldenen<br />

Streifen Böhmens mit dem Namen Terezín.“ Der Vater mit der<br />

Mutter haben überlebt, Otto und Truda, der Opa, die Oma und<br />

weitere 22 aus unserer Mischpoche hatten das Glück nicht. Sie<br />

endeten im Straßenstaub und Schornsteinrauch der polnischen<br />

Städte.<br />

An der Wand des Museums Schoa in Liberec ist ein Lichtstrahl<br />

an den Namen der Cousins, Cousinen, Tanten und Onkel<br />

und sämtlicher Omas und Opas, die ich je hatte. Der Lichtstrahl<br />

begleitet sie auf dem Weg mit dem Davidstern an der<br />

Brust, von wo sie nie wieder zurückkehren werden.<br />

Es fuhr niemals ein Zug zurück, nur der, der sie in einem<br />

vornehm mit Holz vertäfelten Abteil weggebracht hat. Sie fuhren<br />

drei Tage wie eine vornehme Gesellschaft zur Rampe in<br />

Auschwitz, wo sie der Gott und Teufel in einer Person begrüßte.<br />

Doktor Mengele, weißer Kittel über der Uniform, wie eine<br />

Dame mit der Sense hat er entschieden, wer vielleicht überleben<br />

wird: nach rechts, nach links. Wohin gehen, wen ermorden,<br />

wen jetzt gerade verbrennen...


Es gab keinen Tag, an dem sich mein Vater nicht geschämt<br />

hat, dass er überlebt hat. In der Nacht fürchtete er, dass sie ihn<br />

wieder holen werden und durch die Gänge des Palais Pečka in<br />

Prag zerren werden. Deswegen hat er so viel aus dem Schlaf<br />

geschrien. Ich fürchtete mich. Trotzdem habe ich ihm an einem<br />

Morgen gesagt, er soll sie nicht fürchten. Dass ich zwar<br />

klein bin, aber dass ich hier bin und keine Angst habe, weil die<br />

Faschisten nie wieder zurückkommen werden. Ich wünschte<br />

sehr, dass er mir glaubte, dass es für immer die Wahrheit ist.<br />

Sie kamen niemals von der Gemeinde, dass er beten kommen<br />

soll, dass sie warten, bis die vorgeschriebene Anzahl zustande<br />

kommt, damit deren Gebet den Gott erreicht. Wie süß, albern<br />

und herzrührend: bete und du wirst erlöst. Nein, zu diesen<br />

gehöre ich nicht, keine Chance, ich bete nicht. Und trotzdem<br />

weiß ich, dass dieser Glaube im Menschen das ist, was heilt und<br />

wieder gesund macht. Wo aber war unser Gott und alle „unsere<br />

Heiligen“, als mein Volk in Belsen und Ausschwitz industriell<br />

ermordet wurde?<br />

Es ist Ende Januar, Beginn von Februar, der Holocaust-Gedenktag<br />

das Verhindern von Verbrechen gegen die Menschlichkeit.<br />

Faschisten aller Länder, ich wünschte, ihr würdet keines<br />

natürlichen Todes sterben. Eure Körper sollten schwarz werden<br />

wie euer Gewissen. Ich wünschte, die Sonne würde stehen<br />

bleiben und mit ihren Strahlen die Augen blenden, die zugeschaut<br />

haben und taten, als ob sie nichts sehen.<br />

Es gibt den Grund warum man leben und lieben soll, immer<br />

mehr. Die Welt umarmen, einen Baum pflanzen, damit in seinem<br />

Schatten all die Platz finden würden, die Menschen sind.<br />

Die Welt ist voll von Menschen, die sich mögen, Kinder zeugen<br />

und positiv denken. Shalom an alle Menschen guten Willens


und jene, die uns nicht mögen. Die Welt gehört allen, unabhängig<br />

von der Hautfarbe.


Všem lidem dobré vůle<br />

Hudba orchestru mě mate. Dětský sbor hraje hru, ve které<br />

zlo prohrává, denně k tomu hraje dáma na klavír a spousta lidí<br />

kolem umírá. Teta Truda a strýček Otto se chystají. Mají před<br />

sebou dlouhou třídenní cestu vlakem na východ s cílovou stanicí<br />

Osvětim. To ještě nevědí… Tatínkova babička a dědeček<br />

tam už odjeli.<br />

Na cestu se chystala i maminka s tatínkem. Lidé kolem nich<br />

říkali: „Jeďte, lidi se tam mají dobře, Hitler vám dal celé město<br />

ve zlatém pruhu země české se jménem Terezín.“ Táta s mámou<br />

přežili, Otto s Trudou, děda, babička a dalších dvacet<br />

dva z naší mišpoche už to štěstí neměli a skončili v prachu<br />

cest a kouři komínů polských měst.<br />

Na zdi Muzea Šoa v Liberci je světelný paprsek u jmen bratranců,<br />

sestřenic, tet a strýců a všech babiček a dědečků, co jsem<br />

jich kdy měl. Paprsek je všechny doprovází na cestě s Davidovou<br />

hvězdou na prsou, odkud se nikdy nevrátili.<br />

Nikdy jim nejel zpáteční vlak, jenom ten, který je odvezl ve<br />

vznešeném dřevem obloženém kupé. Tři dny jeli jako vznešená<br />

honorace k rampě v Osvětimi, kde je vítal bůh a satan v jedné<br />

osobě. Doktor Mengele, bílý plášť přes uniformu, jak dáma<br />

s kosou rozhodoval, kdo možná přežije: doleva, doprava. Kam<br />

jít, koho zavraždit, koho spálit teď hned…<br />

Nebylo dne, aby se můj táta nestyděl, že přežil. V noci se<br />

bál, že pro něj opět přijdou a budou ho zase vláčet chodbami<br />

Pečkova paláce v Praze. Proto tolik křičel ze spaní. Já se jich<br />

bál. Přesto jsem mu jednou ráno řekl, ať se nebojí. Že jsem<br />

sice malý, ale že jsem tady a že nemám strach, protože fašisti se<br />

už nikdy nevrátí. Moc jsem si přál, aby mi uvěřil, aby to byla<br />

pravda navždy.


Z obce pro něj nikdy nepřišli, aby se šel modlit, že čekají, až<br />

jich bude stanovený počet, aby modlitba k Bohu doletěla. Jak<br />

sladké, pošetilé a za srdce beroucí: modli se a budeš osvobozen.<br />

Ne, k těm já nepatřím, nemám šanci, já se nemodlím. A přesto<br />

vím, že tahle víra v člověku je to, co léčí a uzdravuje. Ale kde<br />

byl náš Bůh a všichni „naši svatí“, když můj národ v Belzenu<br />

a Osvětimi průmyslově vraždili?<br />

Je konec ledna, začátek února, Den obětí šoa, předcházení<br />

zločinů proti lidskosti. Fašisté všech zemí, kéž byste nezemřeli<br />

přirozenou smrtí, ale vaše těla zčernala, jako vaše svědomí.<br />

Kéž se slunce zastaví a svými paprsky oslepí oči, které<br />

přihlíželi a dělali, že nic nevidí.<br />

Je proč žít, a proč milovat, je stále víc. Obejmout svět, zasadit<br />

strom, aby se do jeho stínu mohli posadit všichni ti, kteří<br />

jsou lidmi. Svět je plný lidí, kteří se mají rádi, plodí děti a mají<br />

pozitivní myšlení. Šalom všem lidem dobré vůle i těm, co nás<br />

rádi nemají. Svět patří všem bez rozdílu barvy kůže.


Säbel, Säbelchen<br />

Säbel, Schwerte, Gewehre und Bajonetts. Dafür interessieren<br />

sich viele. Wer etwas sucht, dann vorwiegend aus Armeebeständen<br />

und je älter, desto besser. Es passiert, dass die<br />

moderne Innenausstattung einer Wohnung die Trophäen des<br />

Krieges der Buren mit den Engländern vom Beginn des 20.<br />

Jahrhunderts schmücken, der Deutschen mit den Deutschen<br />

von 1866, des Napoleon mit den Russen aus der ersten Dekade<br />

des 19. Jahrhunderts und von beiden Kriegen des vergangenen<br />

Jahrhunderts.<br />

Es passierte, dass auf meinem Tisch zwei Säbel aus dem<br />

Osten landeten. Ein Dolch aus Dagestan in einer originalen<br />

Dolchscheide, ich glaube, vom Krieg auf der Krim mit den Engländern<br />

und ein Kosaken-Säbel ohne Scheide aus dem Bürgerkrieg<br />

in Russland.<br />

Von solchen Gewehrüberresten tauchte bei uns eine Unmenge<br />

nach all den Kriegen in der Geschichte von Nordböhmen<br />

auf. Keine Beschlagnahme im Grenzgebiet, ohne dass die Jungs<br />

jeden Tag mit so etwas nicht gespielt hätten. Und das weiß ich<br />

sehr gut aus eigener Erfahrung. Die meisten Gewehre stammten<br />

vom letzten Krieg. Aus jedem Haus wurde jemand einberufen,<br />

nicht jeder kam aber zurück. Umso mehr hat man zu<br />

Hause das beschützt, was er nach Hause geschickt hat, welche<br />

Trophäe er ergattert hat. Es waren wieder vorwiegend Gewehre,<br />

ob Kaltoder Schießgewehre, Medaillen und Auszeichnungen.<br />

Man hat auch alte Helme, monströs und fremdartig gefunden.<br />

Eine haben wir mit Ruda Reichel in deren Villa entdeckt. Selbstverständlich<br />

haben wir dann den tropischen Helm der Afrikakorps<br />

im Dorf getragen.<br />

Es gab viele schwarze Scheiden mit den Dolchen der Ju-


gendorganisation Hitlerjugend. Die mit dem Hakenkreuz auf<br />

dem Griff, den wir so lange ausgeklopft haben, bis der Dolch<br />

komplett zerstört war. Überall gab es viele Bajonetten und es<br />

gab keinen Haushalt, wo man damit nicht das Kleinholz zum<br />

Anzünden des Ofens genommen hat.<br />

Pistolen, Gewehre und Maschinengewehre. Davor hatten wir<br />

Jungs Angst. Wenn man sie in unseren Verstecken gefunden<br />

hätte, drohte eine empfindliche Strafe von unseren Eltern. Sie<br />

hatten sie selbstverständlich auch, aber gut versteckt. Was uns<br />

betrifft, hatten sie Angst, dass wir uns wehtun oder die Polizei<br />

nach Hause holen werden und das wäre schlimm. Dafür drohte<br />

die Gefängnisstrafe und für lange.<br />

Wunderbar waren auch die deutschen und ausländischen<br />

Auszeichnungen. Gott, wie man damals damit im<br />

Tauschgeschäft gehandelt hat! Und es passierte oft, wie ich<br />

mich erinnere. Wir haben bei den Reichels reguläre Wettkämpfe<br />

im Fechten mit Offiziers-Hiebgewehren mit Büscheln von<br />

Militärparade-Uniform aus der Kiste vom Dachboden. Und<br />

wir rechneten die Kratzer, Zähne auf der Klinge, die mit jedem<br />

Kontakt des Gewehrs mit dem Gegnergewehr anstiegen. Wir<br />

waren dumme Dorfjungs und die Eltern, die gerade in diesem<br />

Fall, wo sie nicht mussten, tolerant waren. Uns so haben wir<br />

vernichtet, was man vernichten konnte. Es war doch von den<br />

„Deutschen“.<br />

Diese Säbel und Säbelchen wurden noch toleriert und man<br />

hat sie an den Wänden und Balken aufgehängt. Schlimmer<br />

war es mit den Büchern und was für Schätze darunter waren!<br />

Seltene Ausgaben, Bindungen, Illustrationen, Autorenausgaben,<br />

bibliophile Ausgaben. Auch ich als Junge habe mich von<br />

den Schulwettbewerben im Sammeln von Altpapier hinreißen<br />

lassen und muss damit prahlen, dass ich sehr oft, tja leider, am


meisten auf dem Leiterwagen gebracht habe und wurde auf<br />

dem schwarzen Brett gelobt. Heute sollte ich dafür am Pranger<br />

stehen. Aber so war es früher. Wir waren dumme Jungs und<br />

unsere Eltern und Lehrer auch. Der Unterschied besteht darin,<br />

dass wir nur Kinder, Kinderchen waren...


Šavle, šavličky<br />

Šavle, meče, pušky a bodáky. O to je dnes velký zájem. Kdo<br />

něco shání, tak převážně z výzbroje armády a čím starší, tím<br />

lepší. Stává se, že moderní interiér bytu zdobí trofeje z války<br />

Burů s Angličany z počátku 20. století, Němců s Němci z roku<br />

1866, Napoleona s Rusy z první dekády 19. století a z obou<br />

válek století minulého. Přihodilo se, že se na mém stole objevily<br />

dvě šavle z Východu. Dagestánský kinžál v originální pochvě<br />

tuším, že z Krymské války s Angličany a kozácká šavle bez<br />

pochvy z občanské války v Rusku.<br />

Takových torz zbraní se u nás, po všech těch válkách<br />

v historii severních Čech objevilo bezpočet. Nebylo konfiskátu<br />

v pohraničí, aby si kluci každodenně s něčím takovým nehráli,<br />

a to vím dobře z vlastní zkušenosti. Převážná část zbraní pocházela<br />

z války poslední. Z každé chalupy někdo narukoval, ne<br />

každý se však vrátil, a tak doma o to víc ochraňovali, co poslal<br />

domů, co za trofej získal. Byly to zase převážně zbraně ať již<br />

chladné nebo palné, medaile a vyznamenání. Našly se i staré<br />

přilbice, monstrózní a cizorodé. Jednu jsme s Rudou Reichlem<br />

objevili v jejich vilce. Samozřejmě jsme pak nosili po vesnici<br />

tropickou přilbu afrikakorpsu.<br />

Ve velkém se nacházely černé pochvy s dýkami mládežnické<br />

organizace hitlerjugend. Ty s hákovým křížem na rukojeti,<br />

který jsme vytloukali, dokud jsme dýku dokonale nezničili.<br />

Bajonetů bylo všude plno a nebylo domácnosti, aby se s nimi<br />

nedělaly třísky do kamen.<br />

Pistole, pušky a samopaly. Těch jsme se, my kluci, báli. Za<br />

jejich objevení v našich skrýších hrozilo citelné rodičovské potrestání.<br />

Páni rodiče je samozřejmě měli také, ale dobře schova-


né. Co se nás týče, báli se, že si ublížíme nebo přivedeme domů<br />

policajty a bude zle. Za to se chodilo do vězení a na dlouho.<br />

Parádní byla i německá a cizí vyznamenání. Bože, jak se<br />

s tím tenkrát obchodovalo na bázi výměny! A dělo se tak často,<br />

aspoň co já pamatuju.<br />

U Reichlů jsme organizovali regulérní soutěže v šermu sečnou<br />

důstojnickou zbraní se střapci od parádní vojenské uniformy<br />

z krabice na půdě. Počítali jsme šrámy, zuby na čepeli,<br />

které narůstaly každým střetem zbraně se zbraní nepřítele. Byli<br />

jsme hloupí vesničtí kluci a rodiče, kteří zrovna v tomhle případě,<br />

kdy nemuseli, byli tolerantní, a tak se ničilo, co se dalo.<br />

Vždyť to bylo „po Němcích“.<br />

Tyhle šavle a šavličky byly ještě tolerovány a věšeny na zdi<br />

a trámy. Horší to bylo s knihami, a jaké mezi nimi byly skvosty!<br />

Vzácná vydání, vazby, ilustrace, autorská vručení, bibliofilská<br />

vydání. I já, jako kluk podlehl školním soutěžím ve sběru<br />

starého papíru a musím se pochlubit, že často, ach, velmi


často, jsem toho přivezl na žebřiňáčku nejvíc a býval chválen<br />

školními nástěnkami. Dnes bych za to měl stát na pranýři. Ale<br />

takhle to dříve chodilo. Byli jsme hloupí kluci a naši rodiče<br />

a učitelé taky. Rozdíl byl v tom, že my jsme byli děti, dětičky…


Zungenbrecher zu kompliziert für ein Dorf<br />

Die Sprache, die ich nicht lernen musste, weil sie um mich<br />

wie das Summen von Bienen klang, das Deutsche, habe ich fast<br />

vergessen. In den Jahren um den Tod von Gottwald bis zur Änderung<br />

der Verfassung in 1960 dachte ich, dass man Deutsch<br />

nicht lernen muss, dass es jeder kennt von der Oma. Die Eltern<br />

sprachen miteinander auf Deutsch, die Nachbarn schrien über<br />

den Zaun auch Deutsch und der Pfarrer verabschiedete sich<br />

mit seinen Schäfchen auch auf Deutsch. Auch unser Doktor<br />

Fischer aus Chrastava sprach Deutsch in Ausschwitz. Der Vater<br />

schrie auf die Brüder Deutsch, auf mich Tschechisch, im Laden<br />

sprach man Deutsch und auch Tschechisch, beim Komitee,<br />

in der Bibliothek und am Bahnhof Tschechisch. Im TEP<br />

dann Tschechisch, im Milchladen Deutsch und beim Fleischer<br />

Brauner mit beiden Sprachen. Allgemein galt überall Tschechisch,<br />

aber Deutsch auch.<br />

Die Kinder hatten es fein. Außer in der Schule. Dort herrschte<br />

der neue Direktor Jiránek aus Prag ausschließlich auf<br />

Tschechisch. Ich glaubte wirklich als Kind, dass jeder Mensch<br />

zweisprachig geboren wird. In unserem Dorf waren auch nach<br />

der Abschiebung viele Deutsche, eigentlich die Hälfte des Dorfes.<br />

Die Hälfte, die weggegangen ist, war sowieso mit der anderen<br />

verwandt, aber Sie kennen es. Es muss immer jemand<br />

auslöffeln, so dass sie es irgendwie untereinander ausgemacht<br />

haben.<br />

Die Einheimischen hielten sowieso die Deutschen für Faschisten,<br />

auch die Kommunisten unter ihnen. Die waren aber<br />

direkt vom Gottwald und unserem entfernt verwandten Bruno<br />

Kohler beschützt. Wer würde es aber auseinander nehmen<br />

wollen? Auch damals niemand. Mehr oder weniger war es so


in allen Familien, einschließlich der von Hitler, Churchill und<br />

auch bei den Ur-Verwandten der britischen Königin.<br />

Jede Münze und jede Ansichtskarte haben eine Vorderund<br />

eine Hinterseite und so passierte es, dass ich zum örtlichen Laden<br />

mit einem auf Deutsch geschriebenen Zettel zum Einkaufen<br />

gegangen bin und wurde bedient. Beim Elternabend mit<br />

den Lehrern der örtlichen Schule hat der neue Direktor mit den<br />

Lehrerinnen gejammert, dass sie sich mit den Schülern auf<br />

Tschechisch nicht verständigen können, aber mit den Eltern<br />

war es noch schwieriger. In der Kneipe „ Am grünen Baum“<br />

wurde das Bier bestellt, aber um zu zahlen, wurde der Ober auf<br />

Deutsch gerufen. Tja, das waren Zeiten, die dann nur von den<br />

„Volkskursen Russisch“ gestört wurden, wo man den Leuten,<br />

die Russisch lernen wollten, empfohlen hat, hauptsächlich<br />

Tschechisch zu sprechen... Ganz wie im Irrenhaus!<br />

Das Leben verlief aber in seinem Tempo und die Gemeinde<br />

Machnín entwickelte sich im Sinne der Dorf-Sozialisierung.


Am Komitee und auf der Post wurde ausschließlich Tschechisch<br />

gesprochen und die Dorforganisation der KSČ (KPT)<br />

arbeitete so, als ob im Dorf nur noch Tschechen leben würden.<br />

Zum Schluss endeten die letzten Deutschen am Friedhof und<br />

fast alle Enkel und Enkelinnen haben das Deutsche vergessen.<br />

Jetzt ist das Englische modern, dem fehlt aber das, was ich<br />

und meine Altersgenossen erlebt haben. Jemanden zu Hause<br />

haben, dessen Muttersprache es ist und diese morgens beim<br />

Aufstehen zwischen der Tür beim Weggehen zur Schule zu<br />

hören.


Jazykolamy až příliš složité na jednu vesnici<br />

Tu řeč, kterou jsem se učit nemusel, protože zněla kolem<br />

mě jako bzukot včel, němčinu, jsem skoro zapomněl. V těch letech<br />

kolem Gottwaldovy smrti až po změnu ústavy v roce 1960<br />

jsem si myslel, že němčina se učit nemusí, že ji každý zná – od<br />

babičky. Rodiče tak mluvili mezi sebou, sousedi na sebe<br />

přes plot křičeli německy, farář se tak loučil s ovečkami. I náš<br />

doktor Fischer z Chrastavy němčil v Osvětimi. Táta křičel na<br />

bratry německy, na mě česky, v krámě se mluvilo německy<br />

i česky, ve škole, na výboru, v knihovně a na nádraží česky.<br />

V TEPu česky, v mlíkárně německy a u řezníka Braunera oběma<br />

jazyky. Obecně platilo: všude česky, ale německy taky.<br />

Děti to měly prima. Kromě školy. Tam řádil nový ředitel Jiránek<br />

z Prahy výhradně česky. Opravdu jsem si jako dítě myslel,<br />

že každý člověk se rodí dvojjazyčný. V naší obci bylo Němců<br />

i po odsunu stále dost, v podstatě polovina obce. Ta polovina,<br />

která odešla, byla s tou druhou stejně v příbuzenském vztahu,<br />

ale znáte to. Vždycky to někdo musí odskákat, takže se nějak<br />

mezi sebou i na odsunu dohodli.<br />

Místní stejně měli Němce za fašouny, i komunisty z nich,<br />

ale ti byli pod ochranou samotného Gottwalda a našeho vzdáleného<br />

příbuzného Bruno Kohlera. Kdo by to však rozplétal?<br />

Ani tehdy o to nikdo nestál. Bylo to tak více či méně ve všech<br />

rodinách včetně té Hitlerovy, Churchillovy i u prarodičů a prapříbuzných<br />

britské královny.<br />

Každá mince i pohlednice má svůj rub a líc, a tak se seběhlo,<br />

že jsem nejednou s lístečkem psaným německy odkráčel do<br />

místního obchodu za nákupem a bylo mi vyhověno. Na schůzce<br />

rodičů s učiteli v místní škole si nový ředitel s učitelkami<br />

zoufali, že se nemohou domluvit česky s žáky, ale s rodiči to


ylo ještě horší. V hospodě U Zeleného stromu se objednávalo<br />

pivo, ale s placením se na vrchního volalo německy. Jó, to byly<br />

časy, které pokazily až „lidové kurzy ruštiny“, kde se lidem<br />

snažícím naučit se rusky, doporučovalo hlavně mluvit česky…<br />

Úplný Kocourkov!<br />

Ale život šel svým tempem a obec Machnín se vyvíjela v duchu<br />

socializace vesnice. Na výboru a na poště se mluvilo výhradně<br />

česky a vesnická organizace KSČ už pracovala, jakoby<br />

v obci žili jenom Češi a komunisti. Nakonec skončili poslední<br />

Němci na hřbitově a jejich vnuci a vnučky německy zapomněli<br />

skoro všichni.<br />

Teď frčí angličtina, ale té schází to, co potkalo mě a mé vrstevníky.<br />

Mít někoho doma, komu je ta řeč mateřštinou a slýchat<br />

ji ráno při vstávání i mezi dveřmi, když odchází do školy…


Eine Welt ohne Grenzen<br />

Heute, wenn viele Tschechen Immobilien und Gewerbe in<br />

Zittau kaufen und viele Lausitzer ihre Firmen in Nordböhmen<br />

haben, scheint es, dass nichts unmöglich ist. Und warum sollte<br />

es sein? Es liegt nur bei unseren Kindern (wir die Älteren haben<br />

wohl schon Pech), ob sie richtig Deutsch oder Englisch lernen<br />

und in der Konkurrenz überleben. Es kostet aber etwas. Ich<br />

spreche nicht über das Geld. Absichtlich. Es geht nicht um Geld<br />

und es wird niemals nur ums Geld gehen. Ja, vielleicht in der<br />

einen, der ersten Generation. Es muss in einem sein, genauso<br />

wie beim Sportler, jeder muss selbst wollen. Sich der Sprache<br />

widmen, seinen Traum leben, viel mehr als es andere machen.<br />

Sich unterscheiden wollen. Dann gibt es aber keine Zeit, in den<br />

Restaurants zu sitzen und auf die Kommunisten zu schimpfen,<br />

dass sie es damals so schnell fallen ließen. Es ist in uns. Es geht<br />

um die Faulheit, nicht bereit sein, seine Bequemlichkeit zu opfern.<br />

Mein Onkel lernte in der Ersten Republik Schlosser, eher<br />

Bordmechaniker, bei einem Spezialisten in Zittau. Er fuhr jeden<br />

Tag aus Liberec mit dem Zug nach Zittau. Auf eigene<br />

Kosten. Ohne Förderung. Mit dem ersten Zug hin, nach zehn<br />

Stunden zurück. Es gab damals in Liberec keinen, wo er Bordmechaniker<br />

lernen konnte. Er schaffte es in Zittau gerade noch<br />

rechtzeitig bevor hierher Hitler mit seiner Gefolgschaft kam.<br />

Mein Onkel starb im fortgeschrittenen Alter mit dem Rang eines<br />

Vize-Admirals als Generalinspekteur der größten israelischen<br />

Reederei.<br />

Fürchten wir uns vor eigener Bequemlichkeit, Faulheit, Unlust<br />

sich die Hände zu beschmutzen und Schwielen auf den<br />

Händen zu haben, morgens zu verschlafen und seine Pflich-


ten zu ignorieren. Alles wollen und nichts oder nur sehr wenig<br />

von seiner Bequemlichkeit zu opfern. Es ist schade, nicht die<br />

Eigenschaften der ersten berühmten VIP´s zu haben. Sie konnten<br />

unter ihnen sein. Es hätte gereicht, nur mehr zur Schule zu<br />

gehen, auf einiges zu verzichten und dann würde es nur noch<br />

ausreichen, zu klingeln, die Klinke zu nehmen und die Tür zur<br />

Welt zu öffnen.<br />

Es ist nicht das Ende aller Tage, jeder spielt mit seinem<br />

Schicksal und seiner Karriere. Sie steht mit uns in der Mitte des<br />

Weges und ist in Reichweite. Nichts ist unmöglich und es gibt<br />

nur eine Welt. Ohne Grenzen. Lassen Sie sich nicht entmutigen.


Svět bez hranic<br />

Dnes, kdy si spousta Čechů kupuje nemovitosti i živnosti<br />

v Žitavě a spousta Lužičanů má své firmy na severu Čech, zdá<br />

se, že už nic není nemožné. A proč by mělo být? Je jen na<br />

našich dětech (nám starším už asi odzvonilo), zda se naučí<br />

dobře německy nebo anglicky a uspějí v konkurenci. Něco to<br />

ovšem stojí. Nemluvím o penězích. Záměrně. Není a nikdy to<br />

nebude jen o penězích. Ano, snad v té jedné, v první generaci.<br />

Musí to v člověku být, jako ve sportovci, každý musí chtít sám.<br />

Věnovat se jazyku, svému snu – oboru mnohem víc než se mu<br />

věnují ostatní.<br />

Chtít vyniknout. Potom ovšem není čas vysedávat v restauracích<br />

a nadávat na komunisty, že to tenkrát tak rychle pustili.<br />

Je to v nás. Je to lenost, nechuť obětovat své pohodlí.<br />

Můj strýček se za První republiky vyučil zámečníkem, spíš<br />

lodním mechanikem u specialisty v Žitavě. Do Žitavy denně<br />

dojížděl vlakem z Liberce. Za své. Bez dotací. Prvním vlakem<br />

tam, po deseti hodinách zpátky. V Liberci tehdy nebyl nikdo,<br />

u koho by se jako lodní zámečník vyučil. V Žitavě to stihl právě<br />

včas, než sem dorazil Hitler se svou pakáží. Strýček v pokročilém<br />

věku zemřel v hodnosti viceadmirála jako generální inspektor<br />

největší izraelské plavební společnosti.<br />

Strachujme se vlastní pohodlnosti, lenosti, nechuti umazat<br />

si ruce šmírem a nadělat si v dlaních mozoly, ráno zaspat<br />

a vykašlat se na povinnosti. Chtít vše a obětovat nic nebo jen<br />

málo ze svého pohodlí. Je škoda nemít vlastnosti těch prvních<br />

slavných VIP. Mohli jste být mezi nimi. Stačilo jen víc chodit<br />

do školy, leccos si odpustit, a pak už stačilo jen zazvonit, vzít za<br />

kliku a otevřít dveře do světa.


Není všem dnům odzvoněno, každý si hraje se svým osudem<br />

a s kariérou. Ta stojí spolu s námi uprostřed cesty a je na dosah.<br />

Nic není nemožné a svět je jen jeden. Bez hranic. Nedejte se<br />

tím odradit.


Die Jungs haben ihre Prioritäten<br />

Damals hat in Machnín die Gräber Herr Láska (Herr Liebe)<br />

ausgehoben. Für uns, zehnjährige Jungs, war es sehr, sehr<br />

lustig. Auch deswegen, weil der Friedhof in der Mitte des Dorfes<br />

ist (außerdem das beste Grundstück), wir saßen dort und<br />

haben den alten Láska beobachtet, wie er mit der Schaufel arbeitet.<br />

Und das er es konnte!<br />

Aber der alte Seidl, der gegenüber dem alten Gasthof wohnte<br />

und in der Scheune einen Friedhofwagen unglaublicher<br />

Schönheit hatte, ließ uns nicht näher kommen. Er fürchtete<br />

um das Glas seines Pullmanns, Rolls-Royce unter den Bestattungswagen.<br />

Auch so denke ich, dass er keine Konkurrenz hatte.<br />

Wenn er in Aktion war, so im Frack mit dreieckigem Hut, die<br />

Pferde mit hohen Federn und Schabracken, alles glänzte und<br />

war mit unglaublicher Liebe und Pflege gepflegt.<br />

Ich weiß nicht warum, aber wir fürchteten weder den Grabgräber<br />

noch den feinen Bestatter. Wahrscheinlich lag es daran,<br />

dass der Krieg und der damit verbundener Tod noch allgegenwärtig<br />

in allen Familien war. Für uns war der Tod ein Teil des<br />

Lebens.<br />

Ein Begräbnis hat das Dorfleben für einen halben Tag unterbrochen.<br />

Am meisten war der Verkehr betroffen. Die Musik,<br />

der Bestattungswagen und die Verbliebenen gingen langsam<br />

durch die Dorfmitte. Die Busfahrer und andere Fahrer haben<br />

sich im solchen Fall den Verbliebenen angeschlossen und<br />

weinten, dass sie keine Prämien bekommen.<br />

Im Gegenteil zu uns, die sich gleich nach dem Begräbnis<br />

hinter dem Friedhof trafen, um zu überlegen, ob der Tote an<br />

den Sargdeckel klopfen wird, um zu deuten, dass er noch lebt.<br />

Und was wir mit den Wachsblumen machen werden, die so


wunderbar brennen... Ich wollte über die schweren Augenblicke<br />

des Menschenlebens bisschen lustiger schreiben, es ist aber<br />

nicht so leicht. Auf dem Friedhof zu lachen, da fürchteten wir<br />

uns.<br />

Aber wahr ist, dass wir die schreckliche Realität auch wieder<br />

so todernst nicht erlebten. Es könnte sein, dass um uns überall<br />

deutsche Tote waren und die Tschechen, die zu uns in die Sudeten<br />

zuzogen, waren jung und gesund. Tja, das waren Zeiten!<br />

Herr Láska hat uns vergewissert, dass er nicht sterben darf, dass<br />

niemand sonst ein Grab so schnell, tief und gut ausheben kann.<br />

Herr Seidl war froh, dass es nicht abgeschoben wurde und dass<br />

er bis zum Tod mit dem Wagen fahren wird. Auf die Frage, wer<br />

für sie das Grab ausheben werde und wer sie wegbringt,<br />

drückten sie sich zu beantworten. Sie mochten solche Fragen<br />

nicht und haben die Antworten gemieden. Sie wussten, wie es<br />

kommt und so schwiegen sie lieber.


Diese morbide Phase hat uns verlassen, kurz nachdem wir<br />

festgestellt haben, dass unsere Mitschülerinnen zwar Charaktermängel<br />

haben, aber sonst die körperlichen Vorteile unsere<br />

Vorstellungen übertreffen; und wir, neugierigen Jungs, wollten<br />

es so früh wie möglich wissen. Dazu diente das örtliche Kino.<br />

Wenn es dunkel wurde, war unsere Welt von der silbernen Leinwand<br />

im Saal der Gaststätte „Am grünen Baum“ beleuchtet.<br />

Die Liebe wurde zum Thema unserer neuer Streitigkeiten und<br />

der Tod ging durch das offene Fenster weg, damit die kindliche<br />

Seele nicht mehr leidet.


Kluci mají své priority<br />

Kdysi kopal v Machníně hroby pan Láska. Nám, desetiletým<br />

klukům to přišlo hodně, hodně zábavné. Už proto, že hřbitov je<br />

uprostřed vesnice (mimochodem nejlepší parcela) posedávali<br />

jsme kolem a zírali, jak to starýmu Láskovi jde s lopatou. A že<br />

mu to šlo!<br />

To starý Seidl, který bydlel naproti staré hospodě a v kůlně<br />

měl hřbitovní kočár nevídané krásy, nás k sobě blíž nepouštěl.<br />

Bál se totiž o sklo svého pulmanna, rols-royse mezi funebráckými<br />

vozy. I tak si myslím, že neměl konkurenci. Když byl v akci,<br />

tak ve fraku s třírohým kloboukem, koně s vysokými chocholy<br />

a čabrakami, kolem vše nablýskané, ošetřované s nevídanou<br />

láskou a péčí.<br />

Nevím, čím to bylo, ale nebáli jsme se ani kopáče hrobů ani<br />

fajnového funebráka. Snad to bylo tím, že válka a smrt s ní


spojená byla ještě všudypřítomná ve všech rodinách. Smrt jsme<br />

brali jako součást života.<br />

Takový pohřeb zastavil život na vesnici na půl dne. Nejvíce<br />

omezil místní dopravu. Hudba, funebrácký kočár a pozůstalí<br />

zvolna kráčeli středem obce. Však také autobusáci a ostatní<br />

řidiči se v takovém případě k pozůstalým přidávali s nářkem,<br />

že nedostanou prémie.<br />

Zato my jsme se hned po pohřbu sešli za hřbitovem, abychom<br />

uvažovali, zda mrtvý bude ťukat na víko rakve, aby dal<br />

vědět, že je ještě živý, a co podnikneme s voskovými květinami,<br />

které tak báječně hoří… Chtěl jsem psát o těžkých chvílích v životě<br />

lidském trochu humorněji, ale ono to zas tak snadné není.<br />

Smát se na hřbitově jsme se přeci jen báli.<br />

Pravdou je, že jsme tu hroznou realitu zas tak smrtelně<br />

neprožívali. Snad to bylo tím, že všude kolem byli nebožtíci<br />

německé národnosti a Češi se k nám do Sudet stěhovali mladí<br />

a zdraví. Jo, to byly časy! Láska nás ubezpečoval, že nesmí


umřít, že nikdo jiný neumí vykopat hrob tak rychle, hluboko<br />

a v takové kvalitě. Seidl si liboval, že nemusí do odsunu a že<br />

bude jezdit do smrti. Na dotaz, kdo vykope jámu jim a kdo je<br />

odveze, se ošívali odpovědět. Z takových otázek radost neměli<br />

a odpovědím se vyhýbali. Věděli, jak to chodí a tak raději mlčeli.<br />

Morbidní období nás opustilo záhy po tom, co jsme zjistili,<br />

že naše spolužačky mají sice charakterové vady, ale ostatní<br />

fyzické přednosti převyšují naše představy a my, zvídaví kluci,<br />

jsme tomu chtěli na kloub přijít co nejdřív. K tomu posloužilo<br />

místní kino. Když se zhaslo, byl náš svět prozářen stříbrným<br />

plátnem v sále hospody U Zeleného stromu. Láska se stala námětem<br />

našich nových sporů a smrt odešla otevřeným oknem,<br />

aby už netrápila dětskou duši.


Zusammenarbeit der Bibliotheken in der Euroregion<br />

Neiße<br />

Die Euroregion Neiße kann auf lange Zusammenarbeit der Bibliotheken<br />

zurückblicken. Im Jahre 1999 wurde eine formelle<br />

Arbeitsgruppe gegründet, dessen Grundlage die Bibliotheken<br />

in Liberec, Zittau und Hirschberg (Jelenia Góra) bildeten.<br />

Mit der Zeit kamen auch andere Bibliotheken hinzu. Die<br />

Vertreter der Bibliotheken treffen sich viermal pro Jahr, alle<br />

zwei Jahre werden Fachkonferenzen veranstaltet.<br />

Die Bibliotheken organisieren außerdem gemeinsame Ausstellungen,<br />

literarische Spaziergänge oder die Herausgabe von<br />

Publikationen. Ein schönes Beispiel ist das Kinderbuch „Vergessene<br />

Ostereier“. Das Buch in vier Sprachen ist für Kinder<br />

bestimmt und es erzählt Geschichten über die Volkstraditionen<br />

der Weihnachtszeit, der Fastenzeit und der Ostern.


Kontakte<br />

Krajská vědecká knihovna v Liberci<br />

Rumjancevova 1362/1, 460 53 Liberec 1<br />

Tschechische Republik<br />

www.kvkli.cz<br />

Christian-Weise-Bibliothek<br />

Neustadt 47, 02763 Zittau<br />

Deutschland<br />

www.cwbz.de<br />

Jeleniogórskie Centrum Informacji i Edukacji Regionalnej –<br />

Książnica Karkonoska<br />

58-500, ul. Bankowa 27, Jelenia Góra<br />

Polen<br />

http://biblioteka.jelenia-gora.pl/


Über die Euroregion Neiße<br />

Die Euroregion Neisse-Nisa-Nysa ist ein Verband von drei<br />

Rechtssubjekten: Stowarzyszenie Gmin Polskich Euroregionu<br />

Nysa, Euroregion Nisa – Interessengemeinschaft juristischer<br />

Personen und die Kommunalgemeinschaft Euroregion Neisse,<br />

e.V..<br />

Die Hauptbeschäftigung der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa ist<br />

die Initiierung der gemeinsamen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit<br />

und die Koordinierung solcher Tätigkeiten in der<br />

Dreiländerregion, die sich grenzüberschreitend auswirken. Die<br />

Euroregion unterstützt vor allem solche Aktivitäten, die für<br />

die Annäherung, das Kennenlernen, die Zusammenarbeit und<br />

die Partnerschaft der Einwohner und weiterer Subjekte in ihrer<br />

Grenzregion wichtig sind.<br />

Die Euroregion Neisse-Nisa-Nysa ist eine Euroregion von drei<br />

Grenzgebieten mitten im Herzen von Europa, wo die Grenzen<br />

der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Polen und der<br />

Tschechischen Republik sich treffen.<br />

www.ern.cz<br />

www.neisse-nisa-nysa.org


Spolupráce knihoven v Euroregionu Nisa<br />

Euroregion Nisa se může pochlubit dlouholetou spoluprací<br />

knihoven. V roce 1999 vznikla formální pracovní skupina,<br />

jejíž základ tvořily knihovny v Liberci, Žitavě a Jelení Hoře.<br />

Postupně přibyly i knihovny další. Knihovníci se scházejí čtyřikrát<br />

do roka, jednou za dva roky pořádají odborné konference.<br />

Kromě toho knihovny organizují společné výstavy, literární<br />

vycházky nebo vydávání publikací. Hezkým příkladem je vydání<br />

knihy pro děti s názvem „ Zapomenutá velikonoční vajíčka“.<br />

Kniha ve 4 jazycích je určena dětem a jsou v ní zosobněny<br />

příběhy spojené s lidovými tradicemi v období Vánoc, Masopustu<br />

a Velikonoc.


Kontakty<br />

Krajská vědecká knihovna v Liberci<br />

Rumjancevova 1362/1, 460 53 Liberec 1<br />

Česká republika<br />

www.kvkli.cz<br />

Christian-Weise-Bibliothek<br />

Neustadt 47, 02763 Zittau<br />

Německo<br />

www.cwbz.de<br />

Jeleniogórskie Centrum Informacji i Edukacji Regionalnej –<br />

Książnica Karkonoska<br />

58-500, ul. Bankowa 27, Jelenia Góra<br />

Polsko<br />

http://biblioteka.jelenia-gora.pl/


O Euroregionu Nisa<br />

Euroregion Neisse-Nisa-Nysa je sdružením tří právních subjektů:<br />

Stowarzyszenie Gmin Polskich Euroregionu Nysa, Euroregion<br />

Nisa – zájmové sdružení právních osob a Kommunalgemeinschaft<br />

Euroregion Neisse, e.V..<br />

Hlavní náplní činnosti Euroregionu Neisse-Nisa-Nysa je iniciace<br />

vzájemné přeshraniční spolupráce a koordinace takových<br />

činností v Trojzemí, které mají přeshraniční dopad. Euroregion<br />

především podporuje aktivity mající význam při sbližování,<br />

poznávání, spolupráci a partnerství obyvatel a dalších subjektů<br />

na svém příhraničním území.<br />

Euroregion Neisse-Nisa-Nysa je euroregionem tří hraničních<br />

oblastí nacházejících se v srdci Evropy na území, kde se stýkají<br />

hranice Spolkové republiky Německo, Polské republiky<br />

a České republiky.<br />

www.ern.cz<br />

www.neisse-nisa-nysa.org


<strong>Herausgeber</strong><br />

Gemeinde Rádlo<br />

www.radlo.cz<br />

Gemeindebibliothek Rádlo (Obecní knihovna na Rádle)<br />

Gebäude der Gemeindeverwaltung<br />

(Rádlo 252)<br />

Öffnungszeiten der Bibliothek: Di, Do: 15.00 – 18.00 Uhr<br />

http://www.knihovnaradlo.wz.cz/<br />

Die Bücher stehen kostenlos zur Verfügung in der Gemeindebibliothek<br />

Rádlo und weiteren Bibliotheken der Euroregion Neiße.<br />

Sie können dieses Buch auch in Ihr Lesegerät downloaden. Das<br />

Buch erscheint als e-Buch.


Vydavatel<br />

Obec Rádlo<br />

www.radlo.cz<br />

Obecní knihovna na Rádle<br />

Budova obecního úřadu<br />

(Rádlo 252)<br />

Výpůjční doba v knihovně: Út, Čt: 15.00 – 18.00 hod.<br />

http://www.knihovnaradlo.wz.cz/<br />

Knihy jsou bezplatně k dispozici<br />

v Obecní knihovně na Rádle a v dalších knihovnách Euroregionu<br />

Nisa.<br />

Stáhněte si tuto knihu do své čtečky.<br />

Kniha vychází i jako e-kniha.


© Text: Egon Wiener<br />

http://egonovypohledy.blogspot.com<br />

V roce 2012 vydal Ing. Ivan Ulrych – Nakladatelstvi VEGA-L,<br />

jako svoji 241. publikaci<br />

© VEGA-L, V Zahrádkách 1617, 288 02 Nymburk, info@vega-l.cz<br />

Koverze do elektronických formátů Lukáš Vik: www.tvorbaeknih.cz<br />

ISBN 978-80-87275-62-7

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