Das Prämiensystem für die Branche Baustoffe - Steine - Erden

stolpern.rutschen.stuerzen.de

Das Prämiensystem für die Branche Baustoffe - Steine - Erden

Berufsgenossenschaft

Rohstoffe und chemische Industrie

Baustoffe - Steine - Erden

Theodor-Heuss-Straße 160

30853 Langenhagen

Telefon: 0511 7257-749

Fax: 0511 7257-790

Das Prämiensystem für die

Branche Baustoffe - Steine - Erden

2010


Prämiensystem

Prämiensystem

Wer mehr tut, wird belohnt!

Das Prämiensystem der BG RCI für die Branche Baustoffe - Steine - Erden.

Das seit 2005 angebotene Prämiensystem „Wer mehr tut wird belohnt“

hat sich zum Erfolgsmodell entwickelt! Über 14 Millionen Euro bislang

gezahlte Prämien stehen für 40 Millionen Euro an Investitionen in Sich erheit

und Gesundheitsschutz in den Unternehmen der Baustoffindustrie.

Auch unter dem Dach der am 01.01.2010 erstandenen Berufsgenossenschaft

Rohstoffe und chemische Industrie wird das

Prämiensystem für die Branche Baustoffe - Steine - Erden weiter

angeboten, um mit wirksamen Investitionsanreizen neue Impulse

für einen weiteren Rückgang von Unfällen und Berufskrankheiten

zu setzen. Das Budget für 2010 wurde auf 3,5 Millionen

Euro festgesetzt.

Die Prämienbedingungen wurden angepasst, um weiter einer

möglichst großen Zahl von Unternehmen bei einem limitierten

Budget eine Beteiligung zu ermöglichen: die Prämienhöhe liegt

nun bei 20 % der Netto-Fremdkosten, maximal 20.000 Euro in einer

Prämiengruppe und 50.000 Euro pro Jahr und Unternehmen.

Eine weitere Neuerung betrifft die erfolgreiche Vermeidung von

Arbeitsunfällen. Ein ab 2010 gültiges neues Beitragsausgleichsverfahren

wird mit einer Bonuskomponente zu Beitragsnachlässen

bei überdurchschnittlich guter Unfallbilanz führen; damit

entfällt die bisherige Prämiengruppe IX (Herausragende Ergebnisse

in der Verhütung von Arbeitsunfällen) ab 2010.

2

3


Ziele

Fragen

Die Ziele des Prämiensystems

Mit dem Prämiensystem wollen wir wirksame Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitsumfeldes in den Mitgliedsunternehmen

der Branche Baustoffe - Steine - Erden der BG RCI fördern (§ 162, Abs. 2 SGB VII). Die Ziele sind im Einzelnen:

Die Förderung von Innovationen im Betrieb

Die Schaffung eines positiven, materiellen Anreizsystems

Die Förderung von nachahmenswerten Ideen

Die Steigerung der Motivation von Unternehmen in Arbeitssicherheit zu investieren.

Prämien können in neun Prämiengruppen vergeben werden:

Prämiengruppe I

Erwerb des Gütesiegels oder Einführung

eines gleichwertigen Arbeitsschutzmanagement-Systems

Prämiengruppe VI

Umsetzung des Präventionsschwerpunktes

gesundheitsfördernde Fahrersitze

Fragen zum Prämiensystem

Welche Voraussetzungen müssen

berücksichtigt werden?

Damit wir Ihre Initiativen prämieren können, müssen

Ihre angemeldeten Präventionsmaßnahmen

zur Vermeidung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten

und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren

wirksam beitragen,

über gesetzlich vorgeschriebene Mindestanforderungen

hinaus gehen – allein die Einhaltung der

Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften reicht

nicht aus,

nachvollziehbar belegt werden, z. B. durch Rechnungsbelege,

Zertifikate, Fotos, usw.,

bereits realisiert sein – Absichtsbekundungen

werden nicht berücksichtigt,

nachweislich entweder im Jahr 2010 oder in 2009

umgesetzt und abgeschlossen, sowie noch nicht

im Rahmen des Prämiensystems prämiert worden

sein.

Wenn Sie Zweifel haben in welche Prämiengruppe

Ihre Maßnahme fällt oder ob sie die Bedingungen erfüllt,

rufen Sie einfach unsere Prämien-Hotline

(05 11) 72 57-749 an.

Prämiengruppe II

Umsetzung besonderer Maßnahmen

zur Verbesserung der Arbeitssicherheit

Prämiengruppe III

Umsetzung besonderer Maßnahmen zur

Verbesserung des betrieblichen Gesundheitsschutzes

Prämiengruppe VII

Umsetzung erfolgreicher Maßnahmen

zur Staub- oder Lärmprävention

Prämiengruppe VIII

Umsetzung ausgewählter prämierter

Innovationen aus dem Förderpreis Arbeit

– Sicherheit – Gesundheit

Wie hoch kann Ihre Prämie sein?

Die Prämie soll – neben dem betrieblichen Nutzen –

einen weiteren Anreiz bieten und gerecht bemessen

werden. Deshalb richtet sich die Prämienhöhe nach

dem finanziellen betrieblichen Aufwand (z. B. Investitionskosten,

externe Beratungsdienstleistungen),

der Unternehmensgröße oder der Höhe des letzten

Beitrags zur BG. Die Prämie bemisst sich grundsätzlich

nach den Netto-Fremdkosten. Die Höchstprämie

je Prämiengruppe beträgt 20.000 Euro. Sie können

aber auch mehrere Maßnahmen aus verschiedenen

Prämiengruppen zur Prämierung einreichen –

dann beträgt die maximal erzielbare Gesamtprämie

je Mitgliedsunternehmen 50.000 Euro. Prämien für

Verbrauchsgüter werden nicht gewährt. Einzelheiten

entnehmen Sie bitte den Informationen zu den einzelnen

Prämiengruppen.

Besteht ein Rechtsanspruch auf eine Prämie?

Prämiengruppe IV

Umsetzung besonderer Maßnahmen

zur Verbesserung der Verkehrssicherheit

Prämiengruppe V

Förderung von sicherem Verhalten

und Durchführung von betrieblichen

Kampagnen

Prämiengruppe IX

wird ab 01.01.2010 durch das neue

Beitragsausgleichsverfahren (BAV)

abgedeckt

Prämiengruppe X

Einführung und Umsetzung eines betrieblichen

Eingliederungsmanagements

Ein Rechtsanspruch auf die Zuerkennung einer Prämie

besteht nicht. Es handelt sich um ein freiwilliges

Angebot der BG auf Basis eines Vorstandsbeschlusses.

Für das Prämiensystem steht ein Gesamtbudget in

Höhe von 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Vergabe

der Prämien richtet sich nach der Reihenfolge des

Eingangs der Prämienanmeldungen. Sobald alle

erforderlichen Dokumente vollständig vorliegen und

die interne Prüfung erfolgreich abgeschlossen wurde,

werden Prämien an die Mitgliedsunternehmen ausgeschüttet,

es sei denn, die zur Verfügung stehenden

Finanzmittel sind bereits ausgeschöpft. Wir empfehlen

Ihnen deshalb, Ihre prämienwürdigen Maßnahmen

möglichst frühzeitig anzumelden und darauf zu

achten, dass die beigefügten Belege und Dokumente

aussagekräftig und vollständig sind.

4

5


Fragen

Prämiengruppe I

Was müssen Sie tun, um die

Prämie zu erhalten?

Benutzen Sie zur Anmeldung Ihrer prämienwürdigen

Maßnahmen bitte immer den Anmeldebogen

zum Prämiensystem. Er ist den Ausschreibungsunterlagen

beigefügt, kann über das

Internet (www.stbg.de/praemie) abgerufen

oder einfach kopiert werden.

Wichtig: Benutzen Sie bitte jeweils einen

Anmeldebogen pro Maßnahme.

Der Anmeldebogen dient zugleich als

Leitfaden für die benötigten Angaben und

Dokumente. Folgen Sie deshalb einfach den

Hinweisen auf dem Anmeldebogen und schildern

Sie uns für jede Maßnahme:

Art und Umfang,

Zielsetzung und Erfolg,

Beginn und Abschluss,

Fremdkosten.

Bitte dokumentieren Sie Ihre Angaben durch Fotos, Foto-CD‘s,

Videos, Rechnungskopien, Belege, Zertifikate oder Urkunden,

Bauabnahmen oder geeignete Nachweise. Hierdurch ermöglichen

Sie uns die Plausibilitätsprüfung Ihrer Angaben. Die Technischen

Aufsichtsbeamten werden sich lediglich in Einzelfällen

davon überzeugen, dass die Maßnahmen wirksam umgesetzt

wurden.

Hinsichtlich der Prämiengruppen I und X benutzen Sie bitte die

speziellen Anmeldebogen.

Beachten Sie bitte, dass der Anmeldebogen komplett ausgefüllt

und alle Unterlagen beigefügt sind. Ihre Anmeldung kann erst

nach der Vollständigkeitsprüfung für das Prämienverfahren angenommen

werden.

Bei Investitionen, die nicht alleine der Sicherheit oder dem

Gesundheitsschutz dienen – zum Beispiel Erdbaumaschinen

– muss der finanzielle Wert der prämienrelevanten Mehrausstattung

– zum Beispiel ein Beleuchtungspaket – ersichtlich sein.

Sofern dieser Betrag in der Rechnung nicht separat ausgewiesen

ist, kann dies durch eine Hersteller- oder Lieferantenbestätigung

erfolgen.

Ihre Unterlagen senden Sie an die:

Berufsgenossenschaft

Rohstoffe und chemische Industrie

Branchenprävention Baustoffe - Steine - Erden

Theodor-Heuss-Str. 160

30853 Langenhagen

Können Sie sich nur in einer

Prämiengruppe beteiligen?

Jedes Unternehmen kann sich nicht nur in einer, sondern in allen

Prämiengruppen – auch mehrfach – beteiligen. Zu beachten ist

lediglich, dass die je Unternehmen erzielbare Höchstprämie auf

50.000 Euro begrenzt ist.

Wann wird die Prämie ausgezahlt?

Sobald Ihre Prämienanmeldung vorliegt und die erforderlichen

Unterlagen vollständig sind, überprüfen wir, ob Ihre für das

Prämiensystem angemeldete Maßnahme die Bedingungen erfüllt

und Ihre Initiative anhand der eingereichten Unterlagen plausibel

nachvollzogen werden kann. Unmittelbar danach wird Ihre Prämie

festgesetzt und auf das Firmenkonto überwiesen. Es gibt also

weder für die Einreichung der Prämienanmeldungen noch für die

Ausschüttung der Prämien einen Stichtag – vielmehr werden die

Prämien fortlaufend ausgeschüttet, solange das zur Verfügung

stehende finanzielle Budget dies im laufenden Haushaltsjahr

zulässt.

Weitere Antworten auf häufig

gestellte Fragen …

… finden Sie im Internet unter www.stbg.de/praemie/faq.html

Wir empfehlen Ihnen, bei Ihren Lieferanten nachzufragen, ob

aufgrund des Prämiensystems Sonderkonditionen angeboten

werden. Sie profitieren so doppelt!

Prämiengruppe I

Erwerb des Gütesiegels „Sicher mit

System“ oder Einführung eines

gleichwertigen Arbeitsschutzmanagement-Systems

Arbeitsunfälle in der Baustoff-Industrie

sind überwiegend auf organisatorische

oder verhaltensbedingte Fehler zurückzuführen.

Deshalb ist die Förderung von

systematischem Arbeits- und Gesundheitsschutz

von großer Bedeutung. Daher

wird der Erwerb des Gütesiegels „Sicher

mit System“ im Rahmen dieser Prämiengruppe

prämiert.

Zur Bestätigung des Gütesiegels ist ein

Wiederholungs-Audit nach drei Jahren

vorgeschrieben.

Prämienhöhe

Grundprämie je Unternehmen (bis zu 10 Vollzeitbeschäftigte)

Zusatzprämie je Arbeitnehmer (ab dem 11. Vollzeitbeschäftigten)

Höchstprämie je Unternehmen

Das Gütesiegel wird in der Regel für das Gesamtunternehmen erworben. Im Einzelfall

besteht nach Rücksprache auch die Möglichkeit, das Gütesiegel für selbstständige

Produktionsstätten, Werke und Werksgruppen zu erwerben.

Beispiel: Gütesiegel für ein Betonwerk mit 30 Vollzeitbeschäftigten

Erwerb des Gütesiegels und Nachweis mit Zertifikat.

Prämienhöhe

Grundprämie (hierin enthalten: 10 Vollzeitbeschäftigte)

Zusatzprämie für 20 Vollzeitbeschäftigte (20 x 200 Euro)

Gesamtprämie

Für ein erfolgreiches

Wiederholungs-Audit

wird ebenfalls

eine Prämie gewährt.

Gleichwertig sind

auch andere mit Zertifikat

nachgewiesene Arbeitsschutzmanagement-Systeme

(z. B. SCC, OHSAS

18001), wenn sie die Kriterien des ILO-

Leitfadens (ILO: Internationale Arbeitsschutzorganisation

der Vereinten Nationen)

erfüllen.

Die Prämie für das Gütesiegel „Sicher mit

System“ wird automatisch nach erfolgreichem

Audit bzw. Wiederholungs-Audit

gezahlt. Nähere Informationen erhalten

Sie von Ihrem Gütesiegel-Fachberater.

2.000 Euro

200 Euro

10.000 Euro

2.000 Euro

4.000 Euro

6.000 Euro

6

7


Prämiengruppe II

Prämiengruppe III

Prämiengruppe II

Prämiengruppe III

Umsetzung besonderer

Maßnahmen zur Verbesserung

der Arbeitssicherheit

In dieser Prämiengruppe werden

Maßnahmen prämiert, die

auf die Vermeidung von Arbeitsunfällen

abzielen und das Sicherheitsniveau

in den Unternehmen erhöhen,

zum Beispiel:

Prämienhöhe

Einbau von Kamerasystemen zur Verbesserung

der Rückraumsicht an Radladern,

Muldenkippern oder Dumpern.

Einführung einer generellen Schutzbrillentragepflicht

in Produktionsbereichen.

Investitionen in Systeme zur elektronischen

Bruchwand- bzw. Bohrlochvermessung.

Anbau von optimierten Zugangstreppen

zu Erdbaumaschinen.

Umsetzung besonderer Maßnahmen

zur Verbesserung des betrieblichen

Gesundheitsschutzes

Hier werden Maßnahmen prämiert, die auf

die Vermeidung von Berufskrankheiten,

die Verbesserung der Arbeitsplatzgestaltung

durch ergonomische Maßnahmen oder die

Verringerung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren

zielen. In Betracht kommen

aber auch betriebliche Investitionen zur

aktiven Gesundheitsprävention, z. B.:

Investitionen in

die ergonomische

Gestaltung

von Arbeitsplätzen,

z. B. die

Beschaffung

höhenverstellbarer

Arbeitstische.

Beschaffung gut sichtbarer

Wetterschutzkleidung in Signalfarbe

mit Reflexmaterialien.

Organisation und Durchführung von Gesundheitsprogrammen

für Mitarbeiter.

Grundprämie

20 % der nachgewiesenen Netto-Fremdkosten

Höchstprämie

20.000 Euro

Prämienhöhe

Grundprämie

20 % der nachgewiesenen Netto-Fremdkosten

Beispiel: Installation eines Mischerreinigungssystems

Ausrüstung eines Mischers mit einem automatischen Reinigungssystems. Nachweis

z. B. durch Vorlage der Lieferantenrechnung, Einbaubestätigung und Fotodokumentation.

Prämienhöhe

Nachgewiesene Fremdkosten für das

Mischerreinigungssystem

26.000 Euro

Höchstprämie

20.000 Euro

Beispiel: Gesundheitsprogramm zur Prävention von Rückenerkrankungen

(Teilnehmerzahl: 40 Beschäftigte) Nachweis z. B. durch Vorlage der Rechnung des

Trainers, der Rechnung über 40 Trainingsmatten sowie 40 Gymnastikbälle, der Beauftragung

des Trainers, von Teilnehmerlisten, der Rechnung über Nutzungsentgelt für

Trainingsraum.

Gesamtprämie 20 %

5.200 Euro

Prämienhöhe

Beispiel: Schutzbrillen-Tragepflicht

Einführung einer generellen Schutzbrillen-Tragepflicht in einem Betonwerk mit 95 Beschäftigten

in der Produktion. Nachweis z. B. durch Vorlage der Betriebsvereinbarung,

Unterweisungsbelege und Lieferantenrechnungen für Schutzbrillen inkl. Schutztaschen.

Prämienhöhe

Nachgewiesene Fremdkosten:

10 x 2 Trainerstunden

40 Trainingsmatten

40 Gymnastikbälle

Miete für Trainingsraum (10 x 100 Euro)

Fremdkosten insgesamt

Gesamtprämie 20 %

1.800 Euro

1.200 Euro

400 Euro

1.000 Euro

4.400 Euro

880 Euro

Nachgewiesene Fremdkosten für 2 Schutzbrillen

(1 x Klarsicht / 1 x Sonnenschutzfunktion,

Aufbewahrungsschutztasche) je

Mitarbeiter (95 x 26 Euro)

Gesamtprämie 20 %

2.470 Euro

494 Euro

8

9


Prämiengruppe IV

Prämiengruppe V

Prämiengruppe IV

Prämiengruppe V

Umsetzung besonderer

Maßnahmen zur Verbesserung

der Verkehrssicherheit

In dieser Gruppe werden Maßnahmen

prämiert, die auf die

Vermeidung von Unfällen im

innerbetrieblichen Verkehr und

Straßenverkehr abzielen. Dazu gilt es,

das Sicherheitsniveau entweder durch

bewusstseinsbildende oder technische

Maßnahmen nachweislich zu erhöhen.

Prämien werden vergeben für:

die Erarbeitung von Broschüren zur

Verkehrssicherheit.

die Durchführung von Seminaren zum

Thema.

die Gestaltung von innerbetrieblichen

Verkehrswegen.

die Ausrüstung beziehungsweise Ausstattung

von z. B. Radladern, SKW mit

wirksamen Rückhaltesystemen wie

dem 3-Punkt-Gurt.

die Teilnahme an einem anerkannten

Verkehrssicherheitstraining.

Sicherheits-Assist-Systems für Nutzfahrzeuge,

die nicht gesetzlich vorgeschrieben

sind.

Förderung von sicherem Verhalten

und Durchführung von betrieblichen

Kampagnen

Prämiert werden Maßnahmen zur Verbesserung

der Gesundheitsprävention im

Unternehmen. Dazu zählt die Durchführung

von bewusstseinsbildenden Maßnahmen

wie Schulungen oder Seminare

im Arbeits- und Gesundheitsschutz für

Führungskräfte und Mitarbeiter. Prämiert

wird auch die Durchführung von innerbetrieblichen

Kampagnen zur Vermeidung

von Unfällen, Berufskrankheiten und

arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren.

Außerdem wird die

betriebsspezifische

Umsetzung von

Schwerpunktkampagnen

belohnt.

Dazu zählen zum

Beispiel:

die Durchführung von

Seminaren zur Gefahrenwahrnehmung

und Verhaltensbeeinflussung.

innerbetriebliche Kampagnen gegen

Unfallschwerpunkte wie z. B. Stolper-,

Rutsch- und Sturzunfälle und der sichere

Umgang mit Leitern.

Prämienhöhe

Prämienhöhe

Grundprämie

20 % der nachgewiesenen Netto-Fremdkosten

Grundprämie

20 % der nachgewiesenen Netto-Fremdkosten

Höchstprämie

20.000 Euro

Höchstprämie

20.000 Euro

Prämie pro Teilnehmer bei Verkehrssicherheitstraining

Pkw-Training

Motorrad-Training

max. 100 Euro

max. 100 Euro

Beispiel: Durchführung von vier Seminaren „Gefahrenwahrnehmung und Verhaltensbeeinflussung“

für Mitarbeiter und ein Seminar für Führungskräfte durch externer Anbieter

Nachgewiesene Seminarkosten:

5 x 2.000 Euro

10.000 Euro

Transporter-Training

max. 120 Euro

Gesamtprämie 20 %

2.000 Euro

Lkw-Training / Geländewagen-Training

max. 150 Euro

Beispiel: Ausrüstung eines Lkw mit automatischem Notbremssystem

Nachgewiesene Fremdkosten

Gesamtprämie 20 %

4.900 Euro

980 Euro

Beispiel: Konzeption und Durchführung einer innerbetrieblichen Präventionskampagne durch

eine Werbeagentur

Entwicklung und Druck von Plakaten,

Broschüren und einer innerbetrieblichen

BAUZ-Zeitung

Gesamtprämie 20 %

35.000 Euro

7.000 Euro

Beispiel: Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit bei sechs Radladern auf max. 20 km/h

Nachgewiesene Fremdkosten 6 x 1.000 Euro

Gesamtprämie 20 %

6.000 Euro

1.200 Euro

Beispiel: Teilnahme von 16 Mitarbeitern an einem Pkw-Verkehrssicherheitstraining

Nachgewiesene Teilnahmegebürhren:

16 x 160 Euro

Prämie (16 x 100 Euro)

2.560 Euro

1.600 Euro

10

11


Prämiengruppe VI + VII

Prämiengruppe VII

Prämiengruppe VI

Umsetzung des Präventionsschwerpunktes

Es wird die Ausrüstung und

Nachrüstung von Fahrzeugen

mit gesundheitsfördernden

Fahrersitzen prämiert. Zuschüsse

gibt es bei der Anschaffung von:

ergonomisch gestalteten,

besonders schwingungsgedämpften,

besonders bandscheibenschonenden

Fahrersitzen in Lastkraftwagen, Erdbaumaschinen

und Gabelstaplern.

Prämienhöhe „Experten-Gutachten“

Grundprämie

50 % der Gutachtenkosten

Prämienhöhe

Höchstprämie

10.000 Euro

Grundprämie

Höchstprämie

20 % der nachgewiesenen Netto-Fremdkosten

20.000 Euro

Prämienhöhe „Grenzwertunterschreitung“

Grundprämie

20 % des letzten Beitrags zur BG

Beispiel: Nachrüstung von drei Radladern mit luftgefederten Komfortsitzen

Höchstprämie

20.000 Euro

Nachgewiesene Fremdkosten: 3 x 2.150 Euro

Gesamtprämie 20 %

6.450 Euro

1.290 Euro

Die Prämien „Experten-Gutachten“ bzw. „Grenzwertunterschreitung“ können frühstens

nach drei Jahren erneut beantragt werden!

Prämienhöhe „Maßnahmenumsetzung“

Prämiengruppe VII

Grundprämie

Höchstprämie

20 % der nachgewiesenen Netto-Fremdkosten

20.000 Euro

Umsetzung erfolgreicher

Maßnahmen zur Stauboder

Lärmprävention

Es werden Maßnahmen prämiert,

die eine dauerhafte

Verbesserung der Lärm- oder

Staubsituation und eine langfristig

gesicherte Einhaltung der gesetzlichen

Grenzwerte in lärm- und staubintensiven

Produktionsbereichen zur Folge haben.

Prämien werden gewährt für:

Erstellung eines Experten-Gutachtens

zur betriebsspezifischen Lärm- oder

Staubsituation an Arbeitsplätzen durch

eine sachkundige, unabhängige Stelle.

im Gutachten nachgewiesene langfristig

gesicherte Einhaltung der gesetzlichen

Grenzwerte.

Umsetzung von Maßnahmen (ggf. im

Gutachten empfohlen) zur Verbesserung

der Lärm- und Staubsituation.

Beschaffung von individuellem Gehörschutz

(Otoplastiken).

Beispiel: Erstellung eines Lärmgutachtens inklusive Messungen und Empfehlungen zur Lärmminderung

Nachgewiesene Fremdkosten lt. Rechnung

Gesamtprämie 50 %

4.500 Euro

2.250 Euro

Beispiel: Naturwerkstein-Unternehmen mit 39 Mitarbeitern. Unterschreitung der Staubgrenzwerte

bei der Granitbe- und -verarbeitung

Letzter BG Jahresbeitrag

62.500 Euro

Gesamtprämie 20 %

12.500 Euro

Beispiel: Umrüstung eines Betonsteinfertigers auf lärmarme Verdichtung

Nachgewiesene Fremdkosten lt. Rechnung

130.000 Euro

20 % der Fremdkosten 26.000 Euro

Gesamtprämie (Höchstprämie)

20.000 Euro

12

13


Prämiengruppe VIII

Prämiengruppe VIII

Prämiengruppe VIII

Umsetzung ausgewählter prämierter Innovationen aus dem Förderpreis

Arbeit – Sicherheit – Gesundheit

Regelmäßig werden im Rahmen des jährlichen Förderpreis-Wettbewerbes

innovative Lösungen für mehr Sicherheit oder Gesundheitsschutz prämiert.

Um den prämierten Innovationen zu einer größeren Breitenwirkung zu verhelfen,

wird ihre Anwendung in anderen Unternehmen in dieser Prämiengruppe

honoriert.

Nachfolgend finden Sie eine Beschreibung der prämienwürdigen Förderpreis-Ideen.

Die Anschriften ermöglichen Ihnen eine schnelle Kontaktaufnahme mit den Preisträgern.

Innovative Absaugung an Handmaschinen für

die Steinbearbeitung auf Baustellen

Prämienhöhe

Grundprämie

Höchstprämie

20 % der nachgewiesenen Netto-Investitions-,

Fremd- oder Materialkosten

20.000 Euro

Beispiel: Anschaffung einer Rettungsrutsche

Erwerb der prämierten Rettungsrutsche für eine sichere Bergung von Verletzten aus Behältern

mit seitlich angeordneten Mannlöchern. Nachweis durch Vorlage der Rechnung

sowie entsprechender Unterweisungsbelege.

Prämienhöhe

Nachgewiesene Fremdkosten für eine Rettungsrutsche

Gesamtprämie 20 %

1.900 Euro

380 Euro

Problem

Beim Schleifen und Trennen von Naturstein mit Diamantwerkzeugen

entsteht sehr viel Staub. Dieser

kann für den Menschen zu Gesundheitsbeeinträchtigungen

bis hin zur Lungenkrankheit Silikose führen.

Eine wirkungsvolle Stauberfassung und eine kontrollierte

Staubniederschlagung ist daher unerlässlich.

Bei der stationären Natursteinbearbeitung erfolgt

dies oft durch fest installierte Staubabsaugungen.

Schwieriger gestaltet sich die Staubbekämpfung auf

Baustellen. Viele auf dem Markt angebotene handgeführte

Maschinen ermöglichen nur eine unzureichende

Stauberfassung und aufwändige Staubniederschlagung.

Die Akzeptanz bei den Mitarbeitern für

den Einsatz dieser Geräte ist daher gering.

Lösung

Das Unternehmen Galeski Werkzeuge und Maschinen

hat ein System entwickelt, das das Problem der

unwirksamen Staubabsaugung löst. Es ist nachgewiesen,

dass das System beim Einsatz in nicht geschlossenen

Räumen auf der Baustelle den Staub

nahezu vollständig erfasst und in einem Filtersack

zuverlässig zurückhält. Darüber hinaus ist sichergestellt,

dass die Mitarbeiter die gewohnten Arbeitsabläufe

beibehalten können und die Akzeptanz somit

erheblich gesteigert wird.

Der entstehende Staub wird direkt am Arbeitsbereich

des Werkzeuges über speziell geformte Ansaugkanäle

angesaugt und über einen Schlauch in einen Filtersack

geblasen. Der notwendige Unterdruck wird über

ein im Maschinengehäuse integriertes Turbolüfterrad

erzeugt, das über einen Zahnriemen vom Hauptmotor

angetrieben wird.

Der Filtersack ist mit einer speziellen staubundurchlässigen

Membran und einem Rückschlagventil ausgestattet.

Kontakt:

Galeski Werkzeuge und Maschinen

Boschstraße 7 | 56457 Sainscheid

Frank Wegner | Tel.: (0 26 63) 94 37-24

14

15


Prämiengruppe VIII

Prämiengruppe VIII

Rettungsrutsche für die Bergung

Verletzter aus Behältern

Ein neuer Weg für die Bearbeitung von Naturstein

Problem

Naturstein ist seit Menschengedenken ein unverzichtbarer

Baustoff. Die Bearbeitung ist, insbesondere

wenn quarzhaltige Materialien verarbeitet werden,

oft mit der Entstehung von gesundheitsgefährlichem

Staub verbunden. Die Bearbeitung von kleineren

Werkstücken erfolgt in der Regel auf Tischen mit

integrierter Absaugung. Der anfallende Staub wird in

einem Wasserbad gebunden und daraus mit einem

Abscheidesystem entfernt. Beim Auftreten großer

Staubmengen – dies ist immer bei Polier- und Schleifarbeiten

der Fall – ist dieses System sehr schnell

überlastet. Das hat zur Folge, dass die Grenzwerte

für mineralische Stäube am Arbeitsplatz nicht sicher

eingehalten werden können. Darüber hinaus ist die

Entsorgung des in Wasser gebundenen Staubes

aufwändig und wird daher nicht immer konsequent

durchgeführt. Auch führt der Einsatz dieser Systeme

zu einer Erhöhung der Feuchtigkeit und damit zu einer

Beeinträchtigung des Raumklimas in den Arbeitsräumen.

Lösung

Im Unternehmen ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG

wurde ein neuer Absaugtisch entwickelt, der mit einer

Trockenabscheidung arbeitet. Die Absaugung des

Polier- und Schleifstaubes erfolgt über eine versenkbare

rückwärtige Absaugwand und variabel zuschaltbare

Randsaugeinheiten. Das Gerät arbeitet mit einer

Umluftführung, so dass keine Luft in die Umgebung

abgegeben werden muss. Die Reinigung der angeschlossenen

Filtereinheiten geschieht automatisch

und eine staubfreie Entsorgung des Filterstaubes ist

gewährleistet. Die raumklimatischen Bedingungen

beim Einsatz der Trockenentstaubung werden nicht

negativ beeinflusst.

Kontakt:

ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG

Gotenstraße 2-6 | 89250 Senden

Johann Mann | Tel.: (0 73 07) 80 48 84

Fax: (0 73 07) 80 45 81 | E-Mail: info@esta.com

Lärmarme Betonverdichtung

durch harmonische Vibration

Problem

In Behältern, Silos, Tanks und Räumen

mit beengten Verhältnissen müssen regelmäßig

Revisions- und Instandsetzungsarbeiten

durchgeführt werden. Bei der

Planung der Arbeiten ist zu berücksichtigen,

dass Mitarbeiter in Not geraten können

und gerettet werden müssen. Ob im Notfall

schnell genug geholfen werden kann,

hängt auch von der verfügbaren Ausrüstung

für die Rettung Verletzter ab. Das

eigentliche Problem besteht in der Bergung

des Verletzten durch das enge

„Mann-Loch“, weil es meist nur einen

Durchmesser von 600 mm oder weniger

aufweist. Wenn die handlungsunfähige

Person mit Hilfe eines Rettungsseiles aus

dem Mann-Loch herausgezogen wird, besteht

zudem die Gefahr, den Beschäftigten

an der scharfen Mann-Loch-Kante Genickoder

Rückgratverletzungen zuzufügen.

Lösung

Auf der Grundlage langjähriger praktischer Erfahrungen

wurde eine Rettungsrutsche entwickelt, die am

Mann-Loch-Flansch befestigt wird. Mit Hilfe einer

Rettungswinde und dem Rettungsseil kann der Verletzte

über diese Rutsche in Rückenlage aus dem

Behälter herausgezogen werden. Durch die Krümmung

des neuen Rettungsgerätes werden Rückenverletzungen

sicher vermieden. Im praktischen Einsatz

hat das neue Rettungsmittel seine Funktionalität bei

der Bergung von Verletzten mit Atemschutzgeräten

bereits mehrfach bewiesen.

Kontakt:

BORNACK GmbH & Co. KG

Albert-Schäffler-Straße 7 | 74080 Heilbronn

Tel.: (0 71 31) 92 77-0 | Fax: (0 71 31) 92 77-97

E-Mail: info@bornack.de | Web: www.bornack.de

Problem

Bei der Betonsteinfertigung werden Rüttelsysteme

zur Verdichtung des Betons benutzt. Dabei kann ein

Schallleistungspegel in Höhe von 120 Dezibel erreicht

werden. Zur Lärmbekämpfung

dürfen

solche Maschinen

deshalb nur in allseitig

geschlossenen

Lärmschutzkabinen

betrieben

werden – aber

selbst dann stellt

sich an den Arbeitsplätzen noch immer ein arbeitsplatzbezogener

Schallpegel von über 90 Dezibel ein.

Kontakt:

FCN Betonwerk Nüdling GmbH & Co. KG

Schleifmühlenweg | 98660 Themar

Tel.: (06 61) 83 87-0 | Fax: (06 61) 83 87-270

E-Mail: fcn.holding@nuedling.de

Web: www.nuedling.de

Lösung

Im Rahmen eines Forschungsvorhabens wurde von

einem wissenschaftlichen Institut und einem Betreiber

von Betonsteinfertigern ein neuartiges Verdichtungsverfahren

entwickelt. Durch eine „harmonische

Vibration“ werden vor allem die hochfrequenten

Anteile der Schwingung deutlich reduziert. Die Folge

ist, dass die eingeleitete Energie effizienter für den

eigentlichen Verdichtungsvorgang genutzt und ein

geringerer Anteil in Lärm umgewandelt wird. Aufgrund

der niedrigeren Schwingfrequenz können außerdem

wirksamere Maßnahmen zur Schwingungsisolierung

ergriffen werden.

Kontakt:

IFF Weimar e. V.

(Institut für Fertigteiltechnik und Fertigbau)

Cranachstraße 46 | 99423 Weimar

Tel.: (0 36 43) 86 84-50 | Fax: (0 36 43) 86 84-13

E-Mail: kontakt@iff-weimar.de

Web: www.iff-weimar.de

16

17


Prämiengruppe VIII

Prämiengruppe VIII

Automatische Formreinigung bei der

Betonproduktion von Sonderprodukten

Hightech bei der

Rohstoffgewinnung

DeSi – Ein innovatives

Werkzeug zur Lärmprävention

Problem

Betonprodukte wie z. B. Pflastersteine, Gehwegplatten oder

Bordsteine werden auf automatisch arbeitenden Steinformmaschinen

hergestellt. Dort wird der Frischbeton zunächst

gleichmäßig in einer Form verteilt und anschließend durch die

Auflastform sowie Einleitung von Schwingungsenergie verdichtet.

Um eine gleichmäßig hohe Qualität der Produkte zu gewährleisten,

muss die Auflastform nach jedem Arbeitstakt gereinigt werden,

um lose anhaftende Betonreste zu entfernen. Dazu streift

ein automatischer Reinigungsbesen die Formkonturen mehrmals

ab. Bei der Produktion von nicht symmetrischen Sonderteilen,

z. B. so genannten Bordsteinabsenkern, kann, bedingt

durch die Geometrie der Auflastform, die herkömmliche Reinigungseinrichtung

nicht eingesetzt werden. Um dennoch die

Form zu reinigen, muss bisher die Maschine zwischen zwei Arbeitstakten

abgestellt und die Form von Hand gereinigt werden.

Da dieser Prozess sehr zeitaufwendig ist, kam es in der Vergangenheit

immer wieder zur Umgehung der Sicherheitsvorschriften.

Dabei waren die Beschäftigten einer erhöhten Verletzungsgefahr

ausgesetzt, wenn sie bei laufender Maschine die Reinigungsarbeiten

ausführten.

Kontakt:

Fritz Herrmann GmbH & Co. Betonsteinwerk KG

Siedlung Nr. 11

06722 Kleinhelmsdorf

Tel.: (03 66 94) 40-210 | Fax: (03 66 94) 40-299

E-Mail: info@fritz-herrmann.de | Web: www.fritz-herrmann.de

Lösung

In einem Unternehmen

der Betonstein-Industrie

wurde eine automatische

Reinigungswippe

entwickelt.

Diese auf

den serienmäßigen

Reinigungsschlitten

montierte Einrichtung

gewährleistet eine sichere und vollständige Reinigung

dieser geometrisch anspruchsvollen Sonderform. Damit sind

gefährliche Manipulationen während des Produktionsvorgangs

in einem sicherheitstechnisch kritischen Maschinenbereich

überflüssig.

Problem

In vielen Unternehmen der Natursteinindustrie erfolgt die Gewinnung

des Materials durch Bohr- und Sprengarbeiten. Eine

sichere und wirtschaftliche Ausführung dieser Arbeiten ist

nicht selten von existentieller Bedeutung für diese Betriebe.

Dabei kommt einer exakten Erfassung betriebsspezifischer

Parameter, wie zum Beispiel

Bruchwandgeometrie,

Bohrlochverlauf oder Bohransatzpunkt

und der darauf

basierenden Auslegung der

Sprenganlage, eine überragende

Bedeutung zu. In den

letzten Jahren wurde dazu

von der Industrie eine Reihe

von Messgeräten und Auswerteprogrammen

auf den

Markt gebracht, die sich häufig

nur auf die Betrachtung

von einzelnen Parametern

konzentrieren. Eine Zusammenführung

und Darstellung

aller für eine sichere und wirtschaftlichen

Ausführung von

Sprengarbeiten erforderlichen

Parameter waren damit nicht

möglich.

Lösung

Vor diesem Hintergrund hat die

geo-konzept GmbH die Software

„Quarry 6“ und ein

„QuarryPocket GPS“ entwickelt.

Mit beiden Werkzeugen ist

eine umfassende Datenerfassung

und -auswertung möglich.

Damit können unter

anderem Daten einer 3D-

Bruchwandvermessung, Bohrlochverlauf

und Bohrlochneigung, Höhe und Koordinaten der

Bohransatzpunkte zusammen ausgewertet und zur Auslegung

einer Sprenanlage herangezogen werden. Zur Dokumentation

der sprengtechnischen Planung generiert das Programm eine

große Auswahl an standardisierten Ausdrucken, Karten und

Tabellen, die alle relevanten Daten enthalten.

Problem

Lärm stellt in vielen Produktionsstätten nach wie vor eine permanente

Gesundheitsgefahr dar. Neben vielen innovativen

technischen Lösungen zur Reduzierung der Lärmbelastung

bzw. zum Schutz vor Lärm sind die Erhöhungen des Problembewusstseins

und die Motivation der Mitarbeiter wesentliche

Erfolgskomponenten im Kampf gegen lärmbedingte Schwerhörigkeit.

Dabei ist Lärm ein anspruchsvolles Thema, da er zum

einen in seiner schädigenden Wirkung sehr subjektiv bewertet

wird und der Erfolg von Lärmminderungsmaßnahmen auf Grund

der Komplexität der Einflussfaktoren sehr schwer zu bewerten ist.

Lösung

Im Institut für Fertigteiltechnik und Fertigbau Weimar e. V. (IFF)

wurde jetzt mit „DeSi“ ein neuwertiges Werkzeug zur Lärmprävention

entwickelt. Dabei handelt es sich um ein mobiles

Demonstrations- und Simulationssystem,

mit dem den

Mitarbeitern die Folgen lärmbedingter

Schwerhörigkeit

auf anschauliche und eindringliche

Weise verdeutlicht

werden können. Darüber

hinaus beinhaltet das Programm

eine Datenbank mit

den spezifischen Dämmeigenschaften

einer Reihe von

individuellen Gehörschutzmitteln.

Mit Hilfe eines Mikrofons

kann die Stärke und

das Frequenzspektrum eines

Geräusches aufgenommen

und die spezifische Dämmwirkung

eines ausgewählten

Gehörschutzmittels überprüft

werden. Damit kann ermittelt

werden, welcher Gehörschutz

für welche Lärmart die höchste

Effektivität bietet. Auch

kann mit diesem Werkzeug bei Kenntnis der Dämmwirkung von

Trennwänden, Absorbern und Lärmschutzkabinen vor dem Hintergrund

der vorhandenen Geräuschquelle das jeweilige Lärmminderungspotzenzial

analysiert werden.

Kontakt:

geo-konzept GmbH | Johannes Kutschera

Gut Wittenfeld | 85111 Adelschlag

Tel.: (0 84 24) 89 89 0 | Fax: (0 84 24) 89 89 80

E-Mail: geo@geo-konzept.de

Kontakt:

IFF Weimar | Dr. Ulrich Palzer

Cranachstraße 46 | 99423 Weimar

Tel.: (0 36 43) 86 84 0 | Fax: (0 36 43) 86 84 13

E-Mail: kontakt@iff-weimar.de

18 19


Die Prämiengruppe IX

(Unfallfreiheit) entfällt ab 2010.

Prämiengruppe X

Verfahrensbestimmungen

Verfahrensbestimmungen

Einführung und Umsetzung

eines betrieblichen Eingliederungsmanagements

Betriebliches Eingliederungsmanagement

bedeutet: Wenn

Mitarbeiter innerhalb eines Jahres

länger als 6 Wochen ununterbrochen

oder wiederholt arbeitsunfähig sind, prüft

der Unternehmer, wie die Arbeitsunfähigkeit

möglichst wieder überwunden werden

kann. Dazu gehört, mit Leistungen oder

Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen

und den Arbeitsplatz zu erhalten.

Dieser Prozess wird mit dem Betriebsrat

(ggf. auch mit der Schwerbehindertenvertretung)

und dem Mitarbeiter gemeinsam

betrieben. Prämiert wird die Einführung

eines betrieblichen Eingliederungsmanagements

und die erfolgte Eingliederung

Langzeiterkrankter im Betrieb.

Prämienhöhe

Grundprämie bei Einführung eines

Eingliederungsmanagements

Fallprämie je wiedereingegliedertem und

weiterhin beschäftigtem Mitarbeiter*

Höchstprämie

Prämienvoraussetzungen sind:

die Teilnahme an einem von der Berufsgenossenschaft

angebotenen Seminar, in

dem den Unternehmern die gesetzliche

Verpflichtung und die Möglichkeiten

zur Einführung und Durchführung eines

betrieblichen Eingliederungsmanagements

erläutert werden,

die Vorlage einer Betriebsvereinbarung

zum betrieblichen Eingliederungsmanagement,

der Nachweis über die Erfüllung weiterer,

im Seminar vermittelter Kriterien

zum betrieblichen Eingliederungsmanagement

sowie

ggf. der Nachweis über erfolgte Eingliederungen

Langzeiterkrankter.

2.000 Euro

500 Euro

20.000 Euro

* „weiterhin beschäftigt“ bedeutet: das Arbeitsverhältnis muss mindestens drei Monate nach

Beginn der betrieblichen Wiedereingliederungsmaßnahme fortbestehen.

Beispiel: Eingliederungsmanagement

Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements in einem Betonwerk mit

80 Beschäftigten sowie die Wiedereingliederung von drei langzeiterkrankten Mitarbeitern:

Teilnahme an einem Seminar der Berufsgenossenschaft

Abschluss einer Betriebsvereinbarung

Überprüfung anhand einer Checkliste

Nachweis über die erfolgten Wiedereingliederungen

Grundsatz

Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische

Industrie muss sicherstellen, dass die Prämien im Sinne

des § 162 Abs. 2 SGB VII vergeben werden. Mit der

Beteiligung am Prämienverfahren erkennen Sie die

Bestimmungen des Prämiensystems an.

Zweck der Förderung

Das Prämiensystem soll dazu motivieren, in Arbeitssicherheit

zu investieren. Außerdem unterstützen wir

damit die Umsetzung von bewährten, nachahmenswerten

Ideen. Ziel ist es auch, die aktive Prävention

in kleinen und mittelgroßen Unternehmen zu fördern.

Vergabe der Prämien

Auf die Gewährung von Prämien besteht kein rechtlicher

Anspruch. Prämien werden ausgeschüttet, bis

das Budget des Ausschreibungsjahres verbraucht ist.

Es entscheidet die Reihenfolge der Eingänge. Die Eingänge

müssen vollständig sein.

Art der Prämien

Die Prämierung erfolgt grundsätzlich in Form einer

Überweisung des auszuzahlenden Prämienbetrages

auf das Geschäftskonto des einreichenden Unternehmens

(Voraussetzung: keine Beitragsrückstände).

Die Auszahlung der Prämie ist nicht zweckgebunden.

Teilnahme

Teilnahmeberechtigt sind alle Mitgliedsunternehmen

der BG RCI in der Branche Baustoffe - Steine - Erden

(bis 2009 StBG) bzw. deren gesetzliche Vertreter. Die

Antragsstellung muss durch das Mitgliedsunternehmen

oder im Namen des Mitgliedsunternehmens

erfolgen.

Veröffentlichungen

Das Prämiensystem soll gute Beispiele für aktive

Präventionsarbeit aufzeigen. Die prämierten Maßnahmen

sollen daher vorzugsweise durch Publikationen

in gängigen Fachorganen oder auch geeigneten

Veranstaltungen sowie durch die Aufnahme in Datenbanken

der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

werden.

Die BG RCI ist zur publizistischen

Verwertung der jeweils eingereichten

Maßnahme berechtigt.

Schutzbestimmungen

Die BG RCI haftet nicht für

Schäden, die im Zusammenhang

mit der prämierten Maßnahme,

bzw. deren Umsetzung

stehen.

Gutachter

Sollte dies notwendig sein, kann die BG

RCI sich bei der Beurteilung der Prämienanträge

auch externer Gutachter bedienen. Die Gutachter

sind zur vertraulichen Behandlung der Anträge verpflichtet.

Auskunftspflicht

Mit der Anmeldung zum Prämienverfahren verpflichtet

sich der Antragssteller, der BG RCI jederzeit auf Verlangen

Auskunft über die Abwicklung des Projektes

zu geben. Außerdem erhält die BG RCI jederzeit –

falls notwendig – die Möglichkeit zur Besichtigung

der Ergebnisse der Maßnahme.

Vollständigkeit der Unterlagen

Die Vollständigkeit der Unterlagen ist die Basis für

die Prämierung. Anmeldungen werden erst nach

Feststellung der Vollständigkeit der eingereichten

Unterlagen berücksichtigt.

Prämienhöhe

Grundprämie

Wiedereingliederung von drei Mitarbeitern

nach längeren (>42 Tagen) unfallbedingten

Ausfallzeiten: 3 x 500 Euro

Gesamtprämie

2.000 Euro

1.500 Euro

3.500 Euro

20

21


Anmeldebogen

Ihr Anmeldebogen

Alle Formulare auch im Internet: www.stbg.de/praemie

22

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine