Download: Business Focus 03/2006. - TMG

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usinessfocus

AUSGABE 3/2006

OBERÖSTERREICH

Standortmarketing

Technologien mit Zukunft

Innovationspolitik

Netzwerke der Kompetenz

Clusterland

Design-Stories

Kooperationsprojekte

Unternehmen

ausgezeichnet

Landespreis für

Innovation 2006


INHALT

Spitzenreiter

Attraktiver

Standort OÖ

Bildungsstandort

Oberösterreich

Bestens qualifiziert

Innovations-Oskar

Landespreis für

Innovation 2006

Forschungsprogramme

CD-Labors

Clusterland

Design-Stories

Kooperationsprojekte

6

8

11

13

16

Plattform für den Ausbau der JKU!

Wirtschaft, Politik und Sozialpartner haben eine Plattform für den

raschen Ausbau der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät

(TNF) der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) gebildet. Die

Speerspitze dieser Initiative bilden der Technologiebeauftragte des

Landes OÖ, Dipl.-Ing. Günter Rübig, Dipl.-Ing. Bruno Krainz von MAN

Steyr und Dipl.-Ing. Walter Stephan, der Geschäftsführer des

Flugzeugkomponentenzulieferers FACC. Die Koordination der Aktivitäten

liegt in den Händen der TMG.

Erstes Etappenziel der Initiative ist es, vom Bund die Mittel für die Erweiterung

der TNF um 5 neue Mechatronik- und 4 Informationselektronik-Institute

zu erhalten. Darüber hinaus benötigt die JKU dringend zusätzliche

Mittel für Investitionen.

Die Unternehmen des führenden Industrie- und Exportbundesland Oberösterreich

fordern zu Recht diesen Ausbau. Es geht um die Verbesserung

der F&E-Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und die Erhöhung

des Angebots an qualifizierten Technik-Absolventen. Die starke

oberösterreichische Industrie braucht eine noch stärkere TNF!

Wie wichtig die Universität für die wirtschaftliche Entwicklung ist, kann an

Einzelbeispielen gezeigt werden. Die in Kooperation mit der JKU aufgebauten

F&E-Töchter von Infineon, DICE und COMNEON, haben inzwischen um

die 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Borealis baut in den nächsten

Jahren sein Linzer Forschungszentrum kräftig aus. Dies ist möglich, weil

die JKU den Bereich der Polymerchemie umstrukturiert und erweitert. An

der Wiege des inzwischen weit über die Landesgrenzen bekannten Softwarepark

Hagenberg stand das Research Institute for Symbolic Computation

(RISC) von Universitätsprofessor Bruno Buchberger.

Die in der Plattform vereinten Industriebetriebe sind bereit, einen Teil der

Kosten neuer Institute zu übernehmen. Vom Bund wird erwartet, dass

Oberösterreich bei der angekündigten Expansion des universitären Sektors

entsprechend seiner Wirtschaftskraft berücksichtigt wird.

Ein Ausbau der TNF der JKU würde nicht nur den Wissenschafts- und Industriestandort

Oberösterreich stärken, sondern darüber hinaus der österreichischen

Volkswirtschaft zugute kommen.

KommR Viktor Sigl

Landesrat für

Wirtschaft, Arbeit,

Bildung und Jugend

Mag. Gerlinde Pöchhacker

Geschäftsführerin, TMG

Innovation & Technologie

Mag. Manfred Eder

Geschäftsführer, TMG

Standortmarketing

IMPRESSUM: Eigentumer, Herausgeber und Verleger: OÖ. Technologie- und Marketinggesellschaft m.b.H., 4020 Linz, Hafenstraße 47 – 51, Tel.: +43/732/79810-0, Fax-DW: 5008, E-Mail: info@tmg.at, Homepage:

www.tmg.at. Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Manfred Eder, Mag. Gerlinde Pöchhacker. Redaktion: OÖ. Technologie- und Marketinggesellschaft, Elisabeth Loisch. Produktion: Zielgruppen-Zeitungsverlags GmbH,

Zamenhofstraße 9, 4020 Linz, Tel.: 0732/6964-40, www.zzv.at. Druck: TRAUNER DRUCK GmbH&CoKG, Köglstraße 14, 4020 Linz. Fotos: Bernecker & Rainer, Bilderbox, Bosch, CATT, Clusterland Oberösterreich, Ennshafen OÖ,

FH Oberösterreich, Gasokol, Georg Flor, Haidlmair, HMH, HTL Braunau, JKU, Land Oberösterreich, MRD Physicom GmbH, OÖ. Tourismus, Ökofen, TDZ Ennstal, TMG, TRUMPF, Wirtschaftskammer Oberösterreich

Erscheinungsort: Linz – Postentgelt bar bezahlt.

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INHALT 3/2006


TECHNOLOGIEZENTREN

Auf Erfolgswelle

Mit der Erweiterung des Logistikzentrums Ennshafen

entsteht ein weiterer Meilenstein im Puzzle der

europäischen Logistikdrehscheibe.

Aufgrund der enormen Nachfrage

wird das bestehende Logistikzentrum

Ennshafen an der Mündung

Enns/Donau um zwei Gebäudekomplexe

erweitert - Fertigstellung ist im

Frühjahr 2007. Das mittlere Gebäude

wird sechsstöckig, das dritte Gebäude

vierstöckig. Hier wird sich der international

agierende Logistikprovider

Kühne+Nagel mit seiner Seefrachtabteilung

Linz und dem Headquarter

der Seefracht Central Europe

ansiedeln. Grund dafür ist vor allem

die Ausweitung im Containerverkehr

am neu errichteten Containerterminal

Ennshafen (CTE).

Informationsfluss

Im fünften Stock soll - mit Unterstützung

des BMVIT - ein Europäisches-

Wasserstraßen-Informationszentrum

entstehen. Eine der Aufgaben dieses

Informationszentrums wird es sein,

jungen Menschen die Vorteile des

umweltfreundlichsten Verkehrsträgers,

Wasserstraße Donau, näher zu bringen.

Dank der Erweiterung stehen ab

März 2007 insgesamt rund 3.600 m 2

vermietbare Büroflächen zur Verfügung.

Das Investitionsvolumen für die

Erweiterung beträgt rund 4,5 Millionen

Euro. www.ennshafen.at

Mit dem Erweiterungsbau

wird eine zusätzliche

Bürofläche von 2.700 m 2

geschaffen.

Technologie mit Zukunft

Das Kernthema des Technikum ENTECH (im TDZ Ennstal) ist

die Gewinnung von Rohstoffen aus erneuerbaren Quellen, mit

dem Schwer- punkt der Verwertung von regional vorhandenen

Grünland-, Acker- und Waldflächen.

In der österreichischen Landwirtschaft

sowie auch in vergleichbaren

europäischen Ländern vollzieht sich

gegenwärtig ein massiver Strukturwandel,

der gekennzeichnet ist durch

den kontinuierlichen Rückgang der

Viehwirtschaft (Milchproduktion) und

daraus resultierend durch einen Überschuss

an Grünlandbiomasse, an nicht

mehr benötigtem Grünland. Mittelfristig

werden durch den Strukturwandel

nach Schätzungen der Bundesanstalt

für alpenländische Landwirtschaft

Gumpenstein 750.000 Tonnen Trockenmasse

pro Jahr von Österreichs

Wiesen verfügbar sein. In weiterer Folge

kommt es oft zur Aufforstung derartiger

Flächen, was zusätzliche Probleme

mit sich bringt. Aktuell gibt es

das technologische Konzept der sogenannten

„Grünen Bioraffinerie“, bei

dem aus Gras Milchsäure, Aminosäuren

sowie Energie (in Form von Biogas)

gewonnen werden. Die Bedeutung

von Milchsäure wird in Zukunft weltweit

steigen, weil daraus beispielsweise

abbaubare Kunststoffe hergestellt

werden können. Natürliche Aminosäuren

wiederum eignen sich ideal

zur Verarbeitung in der Nahrungsmittel-

oder Kosmetikindustrie. Die Umsetzung

des Technologiekonzeptes einer

Grünen Bioraffinerie ist ein wichtiger

Beitrag zur Erhaltung wertvoller

Kulturlandschaften sowie ganz allgemein

zur wirtschaftlichen Stärkung

ländlicher Regionen. Da es sich bei

dem Verfahren zur Verwertung von

Der inhaltliche Schwerpunkt des TDZ

Ennstal heißt „Nachhaltig wirtschaften“.

Naturstoffen noch um eine sehr junge

Technologie handelt, muss man in den

kommenden Jahren sehr viel Engagement

in die Optimierung, Weiterentwicklung

und die umfassende Austestung

sämtlicher Parameter für die jeweiligen

regionalen Gegebenheiten investieren.

Und genau darin liegt die

Stärke des Technikums ENTECH, um

begleitend zukünftig entstehenden

Produktionsanlagen diese Technologie

weiterzuentwickeln und generell

Know-how in der Region auszubauen

und lokal zur Verfügung zu stellen.

www.tdz-ennstal.at


3/2006 TECHNOLOGIEZENTREN 3


STANDORT OÖ

HOMEPAGES

Zurück

zur Natur

Barrierefrei

Die TMG-Homepage

www.tmg.at wurde im

Sommer einem Relaunch

unterzogen. Dieser „barrierefreie“

Webauftritt ist jetzt

auch problemlos von blinden

oder mobilitätsbeeinträchtigten

Personen bedienbar.

Außerdem zeichnet

sich die aktuelle Version

durch eine umfangreiche

Linksammlung und einen

großen Download-Bereich

aus. Es gibt viele Informationen

über die Leistungen und

das Serviceangebot der

TMG, sowie Infos, die den

Wirtschaftsstandort Oberösterreich

betreffen.

www.tmg.at

Mehr als 30 Prozent des Energieverbrauchs in Oberösterreich

werden bereits durch umweltfreundliche Energieformen gedeckt.

Das ist sechsmal mehr als der EU-Durchschnitt.

Durch die Nutzung von erneuerbaren

Energien kann die Umwelt

maßgeblich entlastet werden.

Neu im Netz ist die Initiative

„Interkommunale Betriebsansiedlung“:

www.inkoba.at.

Aktuell arbeiten in Oberösterreich

12 Verbände bzw.

GmbHs interkommunal im

Bereich Betriebsansiedlung

zusammen. Sie kooperieren

bei der betrieblichen Standortentwicklung,

der Betriebsansiedlung

und der gemeinsamen

Vermarktung.

www.inkoba.at

Biodiesel, oft als „besserer

Kraftstoff“ bezeichnet, ist eine

umweltfreundliche Alternative

zu fossilem Dieseltreibstoff. Auf dem

Gelände des Binnenhafens Enns wird

eine Biodieselanlage mit einer Jahreskapazität

von 110.000 Tonnen errichtet.

Ab Jänner 2007 soll die Anlage

der Biodiesel Enns GmbH einsatzbereit

sein, und als Nebenprodukt

auch an die 10.000 t Glyzerin in Pharmaqualität

erzeugen.

Angesichts des anhaltenden Trends

zu ökologischen Heizsystemen bei

Einfamilienhäusern investiert Ökofen,

Europas Marktführer bei Pelletsheizungen,

kräftig in neue Produktionskapazitäten.

Im April wurde im INKO-

BA-Gebiet Niederkappel, auf einer

Grundstücksfläche von 30.000 m 2 ,

mit dem Bau einer 6000 m 2 großen

Produktionshalle mit Verwaltungsgebäude

begonnen. Bereits Anfang

2007 soll hier die Produktion anlaufen.

Gasokol ist eines der führenden

Solarunternehmen Österreichs und

erzeugt seit mehr als zwei Jahrzehnten

Sonnenkollektoren und –zubehör.

Gasokol expandiert kräftig und

übersiedelt aus Platzgründen von

Dimbach nach Saxen. Am 16. Juni

2006 erfolgte der Spatenstich für die

Errichtung des neuen Solarparks im

Gewerbegebiet direkt an der B3 Donau

Bundesstraße.


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STANDORT OÖ 3/2006


STANDORT OÖ

Common Rail

Im vergangenen Jahr produzierte Bosch an sieben Standorten

auf drei Kontinenten rund 26 Millionen Common-Rail-Injektoren

für Pkw-Motoren. Ende 2005 lief bei Bosch der 100-millionste

Injektor vom Band. Der Standort Linz ist vorne mit dabei.

An die 160 Mitarbeiter sind im

weltweiten Bosch-Entwicklungsverbund

mit der Entwicklung

wesentlicher Komponenten des

Dieseleinspritzsystems Common Rail

beschäftigt. Am Standort Linz wird

seit April 1990 Entwicklungsarbeit für

den Produktbereich Diesel geleistet.

Durch die Steigerung des Einspritzdruckes

sollen die Emission, die Geräuschentwicklung

und der für den

Kohlendioxid-Ausstoß relevanten

Treibstoffverbrauch von Dieselmotoren

weiter verringert werden. Die Komponenten

CR-Injektor NKW, Verteilerrohr

und Leitungen für PKW und

NKW stellen eine breite Palette von

Entwicklungsaufgaben dar, die durch

die umfassende Infrastruktur am

Standort Linz zum großen Teil autark

erledigt werden können. Der Verbund

von Konstruktion, Musterbau und

Prüffeld an einem Standort ermöglicht

außerdem einen sehr effizienten und

kundenorientierten Entwicklungsablauf.

Die Linzer arbeiten eng mit

Bosch-Produktionsstätten in Deutschland,

Tschechien, Japan, China, Indien,

Brasilien und den USA zusammen.

Heuer werden rund 2,1 Millionen

Euro in Maschinen und Einrichtungen

investiert. www.bosch.at

In der Produktion unterstützt

die Sichtprüfung die elektronische

Qualitätskontrolle.

Global Player

Das Unternehmen Bernecker & Rainer - ein Familienunternehmen

aus dem Innviertel - zählt weltweit zu den größten Privatunternehmen

im Bereich der Automatisierungs- und Prozessleittechnik.

B&R bietet durchgängige Automatisierungslösungen

aus einer

Hand. Mehr als 3.000 Maschinenbauunternehmen

aus allen Industriezweigen

weltweit vertrauen auf diese

ganzheitlichen Lösungen.

Rekordergebnis

Mit 30. Juni wurde 2006 die Umsatzmarke

von 200 Millionen Euro übersprungen.

„220 Millionen Euro entsprechen

einer Steigerung von 23 Prozent,“

freut sich Firmenchef Hans

Wimmer. Das Plus kommt unter anderem

aus den Märkten Deutschland

und USA, wo die Innviertler 40 Prozent

zugelegt haben. Von BMW gab es

heuer einen Millionenauftrag als weltweiter

Exklusivlieferant für Visualisierungssysteme.

Mit über 1.400 Mitarbeitern

und einem Vertriebs- und Supportnetz

in über 50 Ländern ist B&R international

vertreten. Demnächst soll in

Moskau eine Vertriebsniederlassung

entstehen, in China gibt es bereits fünf

Büros, drei weitere kommen noch dieses

Jahr dazu. Derzeit steht das Unternehmen

vor dem größten Wachstumsschub

der Firmengeschichte. Die Erweiterung

des Standorts Eggelsberg -

Produktionsstandort für die gesamte

B&R APC620 -

Maßgeschneiderte

Industrie PCs jetzt auch mit

integriertem DVD Brenner.

Weltproduktion(!) - soll bis Ende 2007

abgeschlossen sein. Damit verdoppelt

das Unternehmen seine Produktionskapazität.

Derzeit beschäftigt B&R

am Haupsitz in Eggelsberg rund 850

Mitarbeiter, bis 2011 sollen noch 650

neue Jobs dazu kommen.

www.br-automation.com

3/2006 STANDORT OÖ


STANDORT OÖ

Spitzenreiter

Österreichs attraktivster Standort ist Oberösterreich.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie des Managementclubs*.

Infografik: Georg Flor

Die dynamischste regionale Volkswirtschaft im Standortvergleich gemessen an Wachstum, Beschäftigung

Infrastruktur und Wohlstand ist Oberösterreich mit 117 Indexpunkten (100 Punkte = Österreich Durchschnitt).

Großen internationalen Studien

zur Standortattraktivität fehlt es

oft an regionaler Tiefe. Mit dem

Standortradar hat der Managementclub

heuer erstmals die Standortattraktivität

aller neun Bundesländer einem

umfassenden Leistungs-Check

unterzogen“ erklärt Michael Ikrath,

Präsident des Managementclubs, den

Hintergrund dieser Studie. Basierend

auf 26 Indikatoren, vom Bruttoregionalprodukt

über Arbeitsmarktdaten

und Bruttoeinkommen, bis hin zu einer

Umfrage unter 1009 Entscheidungsträgern,

untersuchte das

Standortradar acht erfolgskritische

Teilbereiche der Standortattraktivität.

Bester Standort

Mit 117 Punkten liegt Oberösterreich

weit über dem Durchschnitt von 100

Punkten. Der Vorsprung Oberösterreichs

ist dabei breit abgesichert. In

vier der sieben Teilindizes (Wachstum,

Wohlstand, Beschäftigung, Wissen/Bildung,

Standortkosten, Verwaltung/Infrastruktur

und Lebensqualität)

liegt das Bundesland an erster Stelle.

In den anderen drei Teilindizes

scheint es immer unter den Top-3

Bundesländern auf. Am nächsten

kommt dem Spitzenreiter das westlichste

Bundesland Österreichs, Vorarlberg

mit 109 Punkten. Auch Salzburg

(100 Punkte) und Niederösterreich

(100) schneiden im Bundesländervergleich

gut ab und liegen noch

genau im österreichischen Durchsch

nitt. Tirol (98), die Steiermark (97)

und Wien (97) bilden eine Gruppe, die

knapp unter der Benchmark von 100

Punkten rangieren, die Schlusslichter

sind Kärnten (92) und Burgenland

(90). Oberösterreich und Vorarlberg

haben sichtlich in den letzten Jahren

konsequent an den Schrauben gedreht,

die in Zeiten des verstärkten

Wettbewerbs Standortvorteile bringen.

Besonders in den Bereichen der

bürgernahen Verwaltung, der Ausbildung

und der Infrastruktur.

*Der Managementclub ist Österreichs bedeutendste Vereinigung von wirtschaftlichen Entscheidungsträgern. Als Netzwerkplattform

und Interessensvertretung für ManagerInnen in wirtschaftspolitischen Fragen verfolgt der Managementclub mit

Veranstaltungen, exklusiven Studien, Befragungen und Mitgliederservice ein Ziel: Österreich besser zu managen.

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STANDORT OÖ 3/2006


OÖ. Innovationstagung

INNOVATIVES OBERÖSTERREICH 2010

Am 9. November waren die Minoriten

in Wels das Zentrum

der Innovation. Denn an diesem

Tag trafen sich auf Einladung

der TMG hochkarätige Persönlichkeiten

aus Wirtschaft, Industrie, Politik,

Wissenschaft, Facheinrichtungen

und der Sozialpartner bei der OÖ. Innovationstagung.

Zahlreiche Experten bei der oö

Innovationstagung. Im Bild:

Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl

und Mag. Friedrich Faulhammer.

Hintergründe, Fakten und Perspektiven

standen im Mittelpunkt der OÖ.

Innovationstagung. Wie steht es um

die Wirtschafts- und Innovationslokomotive

Oberösterreich, was bringt

das Innovation-Center Linz der Borealis,

wie sind Status und Entwicklungslinien

des Forschungsstandorts

Oberösterreichs oder warum muss

die technisch-naturwissenschaftliche

Fakultät der JKU dringend erweitert

werden. Weitere Themen: Der Umsetzungsstand

des Strategischen

Programms „Innovatives OÖ 2010“

und die oö. Beteiligung am K-Programm

des Bundes.

Mehr als 120 Teilnehmerinnen und

Teilnehmer diskutierten über Chancen

und Möglichkeiten, um Oberösterreichs

Position zu sichern und weiter

auszubauen.


Spitzentalente

sind gefragt!

Die Umsetzung des Strategischen Programms „Innovatives OÖ 2010“ ist weiterhin gut auf dem

Weg. Vor allem im Themenfeld Forschung & Entwicklung hat sich in den letzten Monaten viel

getan. Aber auch in der Beruflichen Qualifikation sind zwei neue Maßnahmen auf Schiene.

Mit der Beteiligung am neuen

Kompetenzzentren-Proramm

des Bundes (COMET) wird ein

wichtiger Schritt zur Förderung von

Forschung und Entwicklung vorbereitet.

Anfang Dezember werden die Anträge

für K1- und K2-Zentren beim

Land eingebracht. Allein neun oberösterreichische

Forschungseinrichtungen

bereiten derzeit mit Unternehmen die

Antragstellung vor. Auch bei der geplanten

Erweiterung der Technisch-

Naturwissenschaftlichen Fakultät der

Johannes Kepler Universität Linz können

wesentliche Fortschritte verzeichnet

werden. Und: Die Wirtschaft beteiligt

sich maßgeblich an der Vorbereitung

der Institute. Im Bereich „Berufliche

Qualifikation“ gilt es, heute die

Voraussetzungen für eine innovative

Generation von morgen zu schaffen.

Zwei wichtige Maßnahmen sind seit

kurzem am Laufen. Die Förderung der

Schlüsselqualifikation „Soziale Kompetenz“

und die Identifikation von Spitzentalenten.

Dabei werden in einem

ersten Schritt alle Schülerinnen und

Schüler der 3. Schulstufe getestet und

entsprechende Fördermaßnahmen

vorbereitet. Darüber hinaus startete im

September der neue Holzbau-Schwerpunkt

an einer Linzer HTL. Man sieht:

das Strategische Programm wirkt umfassend,

zukunftsorientiert, nachhaltig

und konsequent.

www.ooe2010.at


Die Identifiktation und Förderung von

Spitzentalenten steht im Mittelpunkt

der Maßnahme 16 im Strategischen

Programm "Innovatives OÖ 2010".

3/2006 INNOVATIVES OÖ 2010

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BILDUNGSSTANDORT OÖ

Einen wesentlichen Beitrag leistet

die oö. Wirtschaft zum Ausbau der TNF.

Viele namhafe Unternehmen –

darunter auch TRUMPF, im Bild:

Laser der Firma TRUMPF – haben

bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Bestens

qualifiziert

Oberösterreich investiert in erstklassige, zukunftsgerichtete Ausbildungs- und

Weiterbildungsmöglichkeiten. Denn Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft.

AUSBAUPROGRAMM

5 Institute Mechatronik

Mikrosystemtechnik,

Adaptronik, Medizin-

Mechatronik, konstruktiver

Leichtbau, Konstruktionswerkstoffe

im Maschinenbau.

4 Institute

Informationselektronik

Signalverarbeitung, Kommunikationsnetze,

analoge Schaltungen

und Systeme, elektromagnetische

Verträglichkeit

elektronischer Systeme.

Kunststoffinstitute (Borealis)

Chemie der Polymere,

chemische Technologie

der Polymere, physikalische

Chemie, analytische Chemie.

Dazu gehören moderne schulische

und berufliche Ausbildungen

ebenso wie Maßnahmen

zur berufsbegleitenden Fortbildung.

Je früher Talente und Anlagen im Arbeitsprozess

erkannt und gefördert

werden, desto größer sind die Chancen,

dass Menschen ihr Potenzial voll

ausschöpfen und somit Spitzenleistungen

erbringen können. Die Qualität

der Qualifikation ist ausschlaggebend

für die künftige Wettbewerbskraft der

oberösterreichischen Wirtschaft.

Entwicklungsplan

Universitäten, und besonders die technisch-naturwissenschaftlichen

Studienrichtungen,

sind für die wirtschaftliche

Entwicklung moderner Industrieregionen

von größter Bedeutung. Deshalb

gibt es einen Entwicklungsplan

(Laufzeit 2006 – 2012), der vorsieht, die

Technisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

(TNF) der Johannes Kepler Universität

Linz um neue Institute zu erweitern.

Auch die Wirtschaft beteiligt

sich intensiv an der Vorbereitung der

geplanten fünf Mechatronik- und der

vier Informations-Elektronik-Institute.

Konkrete Unterstützungserklärungen

liegen bereits vor. So zum Beispiel von

FACC, AMAC, voestalpine, TRUMPF,

Kretztechnik, EVG, DICE, E+E-Elektronik,

Keba und Rosenbauer.

Kunststoff-Standort OÖ

Zukunftsweisend ist auch der Aufbau

eines Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkts

für Kunststofftechnologie

(Polymere) an der Johannes Kepler

Universität Linz, wo bereits eigene

Institute eingerichtet werden. Denn

Kunststoff gilt als absolute Wachstums-Branche

mit Zukunft – getragen

von Forschung und Innovation. Die

OMV, Mitteleuropas führender Öl- und

Gaskonzern sowie der Weltkonzern

Borealis, bauen den Standort Linz zum

internationalen Forschungszentrum

des Kunststoffkonzerns aus. Die Kooperation

von Borealis/Agrolinz Melamine

International, Bund, Land OÖ,

Johannes Kepler Universität, und anderen

Einrichtungen ist eine bedeutende

Investition für die Zukunft. Der Ausbau

des Kunststoffstandortes Oberösterreich

schafft 260 hochqualifizierte

Forschungsarbeitsplätze.

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BILDUNGSSSTANDORT OÖ 3/2006


BILDUNGSSTANDORT OÖ

Praxisorientiert

Die Holzbauwirtschaft in Oberösterreich ist eine Branche, die Zukunft hat. Seit September

2006 gibt es an der an der HTL Goethestraße in Linz den Ausbildungsschwerpunkt „Holzbau“.

Mit dem Holzbauschwerpunkt wurde ein wichtiger Schritt zur Bereitstellung qualifizierter

technischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Holzbaubereich gesetzt.

Eine Analyse des Möbel und

Holzbau-Clusters und der Wirtschaftskammer

Oberösterreich

war die Initialzündung für diese Fachausbildung.

Rund 30 Unternehmen

legten im November des Vorjahres

die Top-Lerninhalte fest. Schwerpunktmäßig

werden an der HTL Goethestraße

in Linz Themen wie Baukonstruktion,

Konstruktionsübungen,

praktische Übungen am Bauhof, Bauphysik

und Spezifika des Holzbaus

behandelt. Rund 20 junge Menschen

haben diese Chance wahr genommen

und sich heuer an der HTL "Bau

und Design" für die Sparte „Holzbau“

entschieden. Und damit sicherlich

nicht den Holzweg beschritten.

Berufsbegleitend

Die Fachhochschule Oberösterreich

steuert auf Erfolgskurs: Das Land

Oberösterreich investierte in den letzten

Jahren rund 80 Millionen Euro in

moderne Gebäude, Hörsäle und Labors.

Derzeit absolvieren 4.000 Studierende

ihr akademisches Studium, ab

2007/08 stehen bereits über 30 Studiengänge

im Angebot: von Informationstechnologie

über Gesundheit, Soziales,

Management bis zur Technik.

„Unser Ziel ist die größtmögliche Flexibilität

in Richtung Arbeitsmarkt und

Wirtschaft. Wir richten uns beim Studienplatzangebot

flexibel nach der

Nachfrage und können daher rasch

entsprechende Qualifikationen in Vollzeitstudien

oder berufsbegleitenden

Studienformen anbieten“, berichtet der

Geschäftsführer der FH OÖ, Dr. Gerald

Reisinger. Ab Herbst 2007 kann auch

unter 13 berufsbegleitenden Studiengängen

gewählt werden, dieses Angebot

wird an allen Standorten der FH

OÖ – Hagenberg, Linz, Steyr und Wels

– noch weiter ausgebaut. Durch das

flexible Lehrangebot, wie e-learning-

Elemente, geblockte Veranstaltungen

und Vorträge über Video-Konferenz-

Schaltung, die derzeit als Pilotprojekt

an den oö. Technologiezentren getestet

werden, soll dieses akademische

Studium in den nächsten Jahren

auch für Berufstätige in peripheren

3/2006 BILDUNGSSSTANDORT OÖ 9


BILDUNGSSTANDORT OÖ

Neben der fachlichen Kompetenz

erhalten die Studierenden

eine intensive

praktische Ausbildung.

Regionen attraktiver werden. An den

oö. Fachhochschul-Studiengängen

werden keine Studiengebühren eingehoben.

Power Girls

Im Rahmen des Strategischen Programms

„Innovatives Oberösterreich

2010“ wird das im Vorjahr vom Education

Highway gestartete Projekt Power

Girls weitergeführt. Im Mittelpunkt dieser

Maßnahme steht die frühzeitige

und kompetente Förderung des Interesses

von Mädchen für die Technik.

Mit dem Ziel, die emotionale Komponente

der Entscheidung für einen

technischen Beruf bei Mädchen ab

der 6. Schulstufe zu verstärken.

Im Schuljahr 2005/2006 haben 120

Mädchen aus 21 Schulen in ganz

Oberösterreich an diesem Projekt teilgenommen.

In insgesamt 24 zweitägigen

Workshops konnten die 8 Teams

in vielen Unternehmen und Forschungs-

bzw. Bildungseinrichtungen

Technik hautnah miterleben: Ars

Electronica Center, Ennskraftwerke,

HTL Braunau, Johannes Kepler Universität

Linz, KEBA, Lego Robotic,

Linzer Technikum, Powder Tech, Rosenbauer,

Rotax, Schatzdorfer Gerätebau

und voestalpine.

Soziale Kompetenz

Für die Weiterentwicklung Oberösterreichs

ist soziale Kompetenz in allen

Bereichen, ob Wirtschaft oder Gesellschaft,

von essenzieller Bedeutung.

Neben der fachlichen Kompetenz sind

vor allem die „social skills“ eine

Schlüsselqualifikation für beruflichen

und privaten Erfolg. Alle Bildungseinrichtungen,

vom Kindergarten bis zur

Uni, werden daher in die Umsetzung

der Maßnahme „Soziale Kompetenz“

einbezogen. In diesem Sinn strebt die

breit angelegte Bildungsoffensive eine

Sensibilisierung bei der Vermittlung

sozialer Kompetenz an, dazu gehört

Neben der Herstellung eigener

Werkstücke konnten die Schülerinnen

spannende Eindrücke von technischen

Berufen gewinnen.

auch eine Anpassung der Studienpläne,

der Aus- und Weiterbildungsangebote.

Mit der Umsetzung dieses Projekts,

das noch heuer startet läuft, ist

das oberösterreichische Bildungsnetz

Education Highway betraut.

Lebenslänglich Lifelong Learning, lebenslanges

oder lebensbegleitendes

Lernen – wie auch immer die Bezeichnung

lautet - dahinter steht das Konzept

einer EU-weiten Strategie zur Bewältigung

neuer Herausforderungen,

auf dem Weg in eine wissensbasierte

Gesellschaft. Lebenslanges Lernen

steht auch in Österreich immer öfter im

Zentrum arbeitsmarktpolitischer Überlegungen.

Im allgemeinen Berufsleben,

im Bereich der Arbeitsmarktförderung

oder einfach nur, um mit dem rasanten

Wettlauf technologischer Veränderungen

Schritt halten zu können.

Lebenslanges Lernen zu fördern bedeutet,

mehr in Menschen und ihr

Wissen zu investieren, den Erwerb von

Basisqualifikationen (einschließlich digitaler

Kompetenz) zu unterstützen

und den Weg für innovativere, flexiblere

Formen des Lernens zu ebnen.

www.ooe2010.at

www.jku.at

www.fh-ooe.at

www.eduhi.at


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BILDUNGSSTANDORT OÖ 3/2006


INNOVATION & TECHNOLOGIE

Innovations-Oskar

Am 23. Oktober wurde in Oberösterreich der Landespreis für Innovation 2006 verliehen. Bereits

zum 13. Mal stellten damit heimische Unternehmen ihr Innovationspotential unter Beweis.

Preisträger des Innovationspreises 2006 gemeinsam mit LH Dr. Josef Pühringer und Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl. Die Gewinner erhielten

eine wervolle Skulptur - designt von der Firma Burg Design. Die Trophäe soll Sinnbild sein für die "straight forward"-Philosophie

der ausgezeichneten Unternehmen - für visionäres Denken, Mut und Pioniergeist. Der Korpus ist rechteckig und strebt dynamisch in die

Höhe und das sandgestrahlte Aluminium dient als Werkstoff mit einer sehr technisch-edlen und kühnen Anmutung.

Preise gab es in drei Kategorien,

für Kleinunternehmen, mittlere

Unternehmen und Großunternehmen.

Außerdem wurde ein Sonderpreis

für anwendungsorientierte

F&E-Arbeiten an universitäre und außeruniversitäre

Forschungseinrichtungen

verliehen. Das Wirtschaftsressort

des Landes Oberösterreich

stiftete Geldpreise in Höhe von

20.000 Euro.

Die drei Besten

In der Kategorie Kleinunternehmen

ging der erste Platz an Anagnostics

Bioanalysis aus Linz. Mit der Entwicklung

eines Laborgerätes, das innerhalb

weniger Minuten mit einem

einzigen Test vollautomatisch mehr

als tausend Bakterien und Viren identifizieren

kann, setzt das Unternehmen

neue Maßstäbe im Bereich der

Diagnostik. Dieser „HybOrg“ vereint

alle Stärken der bedeutendsten molekulardiagnostischen

Technologien

in sich. Bei den mittleren Unternehmen

hatte die AMST-Systemtechnik

aus Ranshofen die Nase vorn. DES-

DEMONA ist eine weltweit einzigartige

Bewegungsplattform. Sie soll in

der Luftfahrt zur Forschung im Bereich

der räumlichen Desorientierung

von Piloten eingesetzt werden, aber

auch als revolutionäre Bewegungsplattform

eines modernen Flug- oder

Fahrsimulators Verwendung finden.

Den ersten Platz in der Kategorie

Großunternehmen konnte sich Rosenbauer

International aus Leonding

abholen. Mit der Neuentwicklung

„Panther“, einer sensationellen Flughafenlöschgeräte-Serie,

setzt Rosenbauer

neue Maßstäbe im Bereich Design

und Technik und ist mit dieser

Entwicklung auch Oberösterreichs

Repräsentant bei der Bewerbung um

den österreichischen Staatspreis für

Innovation.

Sonderpreis

Den diesjährigen Sonderpreis erhielt

die PROFACTOR Produktionsforschung

aus Steyr für ihre Entwicklungen

im Bereich des flexiblen Lackierens.

In Steyr wurde ein System auf

Basis selbst-programmierbarer Roboter

entwickelt, so wird flexibles

Lackieren schon ab Losgrößen von

einem Stück wirtschaftlich gemacht.

Das System basiert auf künstlicher

Intelligenz, ist zu 100 Prozent autonom

und für die industrielle Anwendung

konzipiert.

www.tmg.at/innovationspreis

3/2006 INNOVATION & TECHNOLOGIE 11


INNOVATION & TECHNOLOGIE

INTERVIEW

Neues EU-Strukturfondsprogramm

Mag. Eva Zsigo,

Amt der oö.

Landesregierung,

Abteilung Gewerbe/

Wirtschaftspolitik,

ist Koordinatorin

des zukunftsweisenden

Programms „Regionale

Wettbewerbsfähigkeit

Oberösterreichs

2007 – 2013“

Innovationen

richtig gemanagt

Das 6. EU-Rahmenprogramm für Forschung, technologische Entwicklung

und Demonstration (6. RP) - mit einer Laufzeit von 2002-

2006 - orientierte sich am Begriff des „Europäischen Forschungsraums“.

Bei diesem Programm, das

schwerpunktmäßig auf die

Wissensbasis und Innovation ausgerichtet

ist, geht es um aktivierende

Regionalentwicklung und die

Steigerung der Standort-Attraktivität

Oberösterreichs. Wesentlich

daran ist eine auf Nachhaltigkeit,

orientierte Standortsicherung, verbunden

mit der Stärkung der Kooperations-

und Innovationskraft

von Klein- und Mittelbetrieben in

Oberösterreich. Unser Bundesland

soll seine Stellung als dynamische

Wirtschaftsregion in Mitteleuropa

mit hoher Lebensqualität ausbauen.

Alle Regionen Oberösterreichs

sollen wirksame Impulse für eine

dynamische und nachhaltige Entwicklung

erhalten und gleichzeitig

soll ein hohes Beschäftigungsniveau

im Land sichergestellt werden.

Das Programm wurde Ende

Oktober bei der Europäischen

Kommission eingereicht. Die Umsetzung

der Maßnahmen beginnt

im Jänner 2007, das Investitionsvolumen

für sämtliche Projekte beträgt

rund 590 Mio Euro, die mit

Fördermitteln in Höhe von rd. 191

Mio Euro (davon EU-Mittel 95,5

Mio) unterstützt werden. Einen

ausführlichen Bericht zu diesem

Thema finden Sie im nächsten

Business Focus.


Nach Beendigung des 6. Rahmenprogramms, fand Anfang Oktober der Start in das 7. EU-

Rahmenprogramm statt. Das anlaufende 7. Rahmenprogramm ist das größte trans-nationale

Forschungsprogramm weltweit und wird eine Laufzeit von 7 Jahren (2007 -

2013) und ein Gesamtbudget von rund 54 Milliarden Euro umfassen. Das entspricht einer

Aufstockung der jährlichen Mittel um rund 60% im Vergleich zum 6. Rahmenprogramm.

Ziel des 6. RP war es, die Koordinierung

und Bündelung der

Forschung zu verstärken, aber

auch das gesamte Innovationssystem,

wie Technologietransfer, Netzwerke

u.ä. zu verbessern. Oberösterreich

steht im auslaufenden 6. RP mit

157 Beteiligungen - nach Wien und

der Steiermark - im Bundesländervergleich

auf Platz 3. Die Industrie

stellt mit 43 Prozent nach wie vor den

größten Anteil an erfolgreichen Beteiligungen

im Rahmenprogramm dar.

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

machten in Oberösterreich

17 Prozent der Beteiligungen aus.

Dies entspricht einem Anstieg von

160 Prozent im Vergleich zum 5.

Rahmenprogramm und ist auf den

Ausbau der außeruniversitären Forschungslandschaft

zurückzuführen.

Die CATT Innovation Management

GmbH unterstützt heimische Unternehmen

und Institutionen dabei, geeignete

Förderungen für ihre Projekte

in den Bereichen Forschung,

Technologie und Innovation (FTI) zu

recherchieren und bietet auch professionelle

Begleitung bei der Umsetzung

an. Ausgehend von der Projektidee

des Kunden recherchiert CATT

als „One-Stop-Shop“ regionale, nationale

und internationale Fördermöglichkeiten

und steht bei der Erstellung

und Einreichung von Förderanträgen

kompetent zur Seite. www.catt.at

12

INNOVATION & TECHNOLOGIE 3/2006


INNOVATION & TECHNOLOGIE

Die Wirtschaft braucht CD-Labors

Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG) ist in Österreich das private-public-partnership -

Modell mit den meisten Erfahrungen im Bereich Kooperation Wissenschaft/Wirtschaft.

Das Team des im Februar 2006 gegründeten Christian Doppler Labors für Automated Software

Engineering unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Hanspeter Mössenböck (3. von rechts).

Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft

(CDG) ist

in Österreich das private-public-partnership

-Modell mit den

meisten Erfahrungen im Bereich Kooperation

Wissenschaft/Wirtschaft.

Die CDG fördert die anwendungsorientierte

Grundlagenforschung und

ermöglicht der Wirtschaft den effektiven

Zugang zu neuem Wissen. Der

Erfolg dieses einzigartigen Modells

basiert auf einer Kombination von

verschiedenen Faktoren: die Konzentration

auf anwendungsorientierte

Grundlagenforschung, die geringen

Overheadkosten (nur 4,5 %) und

die Idee, kleine und flexible Labors

einzurichten. In der Regel hat ein Labor

vier bis sieben hochqualifizierte

Forscher/Innen. Es gibt ein Jahresbudget

von 110.000 bis zu 500.000

Euro, die Förderperiode beträgt bis

zu sieben Jahre.

4 CD-Labors in OÖ

Das CD-Labor für Automated Software

Engineering (Leiter Prof. Dr.

Hanspeter Mössenböck), startete Anfang

2006, am Institut für Systemsoftware

der Johannes Kepler Universität.

Hier werden systematisch ein neues

Softwaredesign und Algorithmen erforscht,

die es erlauben, immer komplexer

werdende Automationssoftware

noch handhabbar zu machen. Kooperationspartner

sind Siemens VAI,

KEBA und BMD. Das CD-Labor für

Oberflächenoptische Methoden (Leiter

Prof. Dr. Kurt Hingerl), am Institut für

Halbleiter- und Festkörperphysik der

JKU Linz untersucht experimentell und

mit numerischen Methoden die Ausbreitung

von elektromagnetischen

Wellen an der Oberfläche von Materialien.

Firmenpartner sind EV Group E.

Thallner, Konarka Austria, Photeon

Technologies.

Im Oktober 2006 wurden 2 weitere

CD-Labors bewilligt: das Christian-

Doppler-Labor für Laser-Assistierte

Diagnostik (unter der Leitung von

Prof. Dr. Dieter Bäuerle und der voestalpine

als industriellem Partner) sowie

das CD-Labor für Radarsensorik

(industrieller Partner: DICE; wissenschaftlicher

Leiter: Prof. Dr. Springer.)

www.cdg.ac.at


3/2006 INNOVATION & TECHNOLOGIE 13


FH OBERÖSTERREICH

Die Fachhochschulstudiengänge Oberösterreichs

sind technologieorientiert und anwendungsbezogen.

Die Ausrichtung der elf Forschungsschwerpunkte

berücksichtigt den

konkreten Bedarf der regionalen Wirtschaft.

Forschungsprojekt Anschlusssicherung

im ländlichen ÖPNV, Linzer Lokalbahn

FH OÖ Forschungs-

Know-how für Unternehmen

Bei allen Projekten ist das Ziel der

Forschung die Umsetzung wissenschaftlicher

Erkenntnisse in

die betriebliche Praxis. Beim Projekt

„Anschlusssicherung im ländlichen

öffentlichen Personennahverkehr

(ÖPNV)” am Campus Wels geht es darum,

für den ländlichen Raum ein geeignetes

System der dynamischen

Fahrgastinformation und der Anschlusssicherung

aufzubauen. Dieses

System, das im Rahmen des Verkehrskonzeptes

im Bezirk Eferding getestet

wird, konzentriert sich auf den

kritischen Punkt aller Anschlusssicherungen

– die Umsteigebeziehungen

zwischen Bus und Bahn. Dabei wird

die Kommunikation zu den Fahrzeugen

mittels GSM / GPRS, über definierte

standardisierte Schnittstellen

zwischen Server und Clients, ausgetauscht.

Moderner Öffentlicher Personennahverkehr

(ÖPNV) wird nur dann

allgemein akzeptiert, wenn er schnell,

bequem und zuverlässig ist. Das bedingt

aber auch Umsteigebeziehungen

mit kurzen Umsteigezeiten und aktuellen

Informationen über Anschlüsse.

genschaften bis hin zur Rekonfigurierbarkeit

während ihres Betriebes aufweisen.

Der gegenwärtige Stand der

Technik basiert auf Entwicklungen, die

vor ca. 40 Jahren begonnen wurden

und ist inkompatibel mit diesen neuen

Anforderungen. Daher werden im Rahmen

des Projektes „μCrons“ neue,

agilere Konzepte entwickelt und umgesetzt.

Ziel ist es, Anlagen so zu modifizieren,

dass sie auch für zukünftige

Generationen von Produkten und Produktionsabläufen

einsetzbar sind. Beispielsweise

sollte es in Zukunft möglich

sein, auf ein und derselben Anlage

sowohl einen Klein- als auch einen Mittelklassewagen

zu produzieren.

Innovation im Bereich

Mechatronik

Das Zusammenspiel bereits existierender

Bausteine und der zu entwickelnden

Middleware führt zu den angestrebten

mechatronischen Komponenten,

genannt μCrons.

Um Visionen wie „Flexible Produktion

bis Losgröße 1“, „Customization“ oder

„Knowledge Economy“ zu realisieren,

sind „agile“ Systemkomponenten aus

den Bereichen Mechanik, Hardware

und Software nötig. Dazu müssen Maschinen-

und Anlagenteile neue Ei-

FH OÖ Forschungs

& Entwicklungs GmbH

Campus Wels:

DI (FH) Dr. Gerald Zauner

+43 (0)7242 72811 4415 oder

g.zauner@fh-wels.at


14

FH OBERÖSTERREICH 3/2006


FH OBERÖSTERREICH

Innovation durch Bio- und

Medizininformatik in Hagenberg

In der Molekularbiologie und

Medizin gewinnen moderne Informationstechnologien

immer

mehr an Bedeutung. Umfassendes

IT-Verständnis wird daher

einerseits für Anwender aus

beiden Bereichen immer wichtiger

und Informatiker mit spezialisiertem

Fachwissen haben

andererseits dadurch beste berufliche

Perspektiven.

Microarray – Ein modernes molekularbiologisches

Verfahren zur Analyse biologischer Proben.

Die Ausbildung zum Bioinformatiker

am FH-Campus Hagenberg

bietet hervorragende

Karrieremöglichkeiten. AbsolventInnen

fällt der Einstieg ins Berufsleben

besonders leicht, da sie schon während

des Studiums Kontakte zu potenziellen

Arbeitgebern knüpfen. Ein

überzeugendes Beispiel für den erfolgreichen

Einsatz der Bioinformatik

ist das REGINS Forschungsprojekt

MAAGYS - Molecular Biological

Screening (Multianalyte) Assay for

Gynaecological Smear Diagnostic in

Routine Laboratories. In dessen Rahmen

hat das FH Research Center Hagenberg,

gemeinsam mit der Universitätsklinik

Heidelberg und basierend

auf einem innovativen Screening Gerät

(hyborg) der Linzer Firma Anagnostics,

Spezialsoftware (hybseek)

zur Entwicklung von effizienten Routineuntersuchungsmethoden

mittels

molekularer Diagnostik realisiert.

Durch hybseek können einzigartige

Merkmale von Krankheitserregern ermittelt

und damit Screening Assays

aufgebaut werden, die es dem hyborg

ermöglichen, aus nur einer Probe

(z.B. menschliches Blut) innerhalb

weniger Minuten gleichzeitig

mehrere hundert potentiell gefährliche

Krankheitserreger quantitativ zu

diagnostizieren. Dabei ist das Gerät

leicht zu bedienen und für den Routineeinsatz

im Großlabor bestens geeignet.

Wissensbasierte Bio- und

Medizininformationssysteme

Den menschlichen Körper und seine

interzellularen Prozesse zu verstehen,

detailliertes Wissen über Gesundheit

und Krankheit zu erhalten

und bessere Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten

zu entwickeln

sind die Versprechen der Biotechnologie.

Dabei wurden in den letzten

Jahren unüberschaubare Mengen an

biomedizinischem Datenmaterial produziert.

Ziel des im Oktober 2003 am

FH OÖ Campus Hagenberg gestarteten

FHplus Projektes BIOMIS (Wissensbasierte

Bio- und Medizininformationssysteme)

ist es, dieses gigantische

Potenzial (Labor-)Medizinern,

Molekularbiologen oder Pharmakologen

zugänglich zu machen

und neue, hochspezialisierte Lösungen

für biomedizinische Anwendungen

zu realisieren. Diese Forschungsergebnisse

bilden – wie das Beispiel

MAAGYS zeigt – die Grundlage für

viele weitere Forschungsaktivitäten

am Campus Hagenberg.

FH OÖ Forschungs &

Entwicklungs GmbH

Campus Hagenberg:

DI (FH) Thomas Kern

+43 (0)7236 3888 7110 oder

thomas.kern@fh-hagenberg.at

3/2006 FH OBERÖSTERREICH 15


CLUSTERLAND OÖ

Design-

Stories

Auf der Homepage des Netzwerks

Design & Medien werden

erstmals erfolgreich umgesetzte

Design-Projekte und die Design-Kompetenz

der oberösterreichischen

Wirtschaft gezeigt.

Oberösterreich ist ein Bundesland

starker Marken und innovativer

Unternehmen. Doch wie positionieren

sich Firmen erfolgreich am

Markt? Wie heben sie sich vom Mitbewerb

ab? Welche Design-Stories

stecken hinter erfolgreichen Strategien?

Design-Stories

Die Design-Stories auf www.netzwerk-design.at

zeigen auf, welche

Best-Practice-Beispiele aus der eigenen

Region kommen. Designstarke

Unternehmen und Designer erläutern

den Ablauf von Projekten in der Praxis,

was sie für das Unternehmen bewirkt

bzw. und wie und mit wem die

Ideen umgesetzt wurden. Diese Design-Stories

werden vom Netzwerk

Team laufend aufgefüllt und stellen

für die beteiligten Unternehmen und

Designer einen wichtigen Publicityund

Marketing-Effekt dar.

Design-Einsteiger

Die Design-Stories zeigen

Beispiele erfolgreicher

Design-Projekte.

Für Unternehmen, die sich mehr mit

Design beschäftigen wollen, geben

die Design-Stories erste Einblicke in

die Praxis von Design-Projekten.

www.netzwerk-design.at

Entwicklungsräume für Personen

und Organisationen in Bewegung!

Die Datenbank oö. Unternehmensberater bietet Unternehmen Zugang zu Best-Practice-Projekten

aus dem Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung, inklusive einer Vorstellung

der prozessbegleitenden Unternehmensberater.

Die Datenbank bietet

Informationen zu Themen

aus dem Bereich Personalund

Organisationsentwicklung.

Unternehmen erhalten mit dem

Eintrag der Firmendaten die

Chance, ihre Leistungen einer Vielzahl

an potenziellen Kunden zu präsentieren.

Dafür werden die Informationskanäle

der Clusterland Oberösterreich

GmbH genutzt, um neue

Kontakte zu Kunden zu knüpfen.

HR-Kompetenzen

darstellen und stärken

Die Datenbank ist seit Anfang November

2006 über die Homepage

www.netzwerk-hr.at abrufbar. Eine

Handvoll oberösterreichischer Unternehmensberater

hat bereits die Chance

ergriffen und ihre Projekte zu Themen

wie Betriebliche Gesundheitsförderung,

Implementierung von MitarbeiterInnengesprächen

aber auch zur

elektronischen Personaleinsatzplanung,

eingetragen. Ziel dieser Datenbank

ist, dass sich oberösterreichische

Unternehmen und Unternehmensberater

über die neutrale Plattform des

Netzwerks Humanressourcen kennen

lernen. Das Netzwerk stellt eine Informations-

und Kommunikationsdrehscheibe

zur Verfügung, die es ermöglicht

voneinander zu lernen und für den

Kunden Transparenz in das vielschichtige

Leistungsangebot am Markt zu

bringen. Weiters haben Unternehmen

die Möglichkeit ihre Aktivitäten im Sinne

von Personalmarketing auf dieser

Plattform zu präsentieren.

www.netzwerk-hr.at


16

CLUSTERLAND OÖ 3/2006


Im Jänner 2007

startet die neue

Workshop-Reihe

SUPPORT.

Gerade in der Umwelttechnik spielen

rechtliche Rahmenbedingungen

eine große Rolle. Wertvolle Insider-Tipps

aus Wirtschaft und Wissenschaft

sind in die Konzeption der

neuen Veranstaltungsreihe – die

Fachexpertenabende – zu den Themen

Abfall, Wasser/Abwasser und

Luft/Lärm, geflossen. Den Einstieg in

die Thematik bildet ein Impulsreferat

über die rechtlichen Rahmenbedingungen

durch einen Fachexperten

aus der Plattform Umweltrecht

(www.netzwerk-umwelttechnik.at/

umweltrecht). Zwei Unternehmensvertreter

präsentieren außerdem aktuelle

Projekte aus dem jeweiligen

Da tut sich was!

Das Credo des Netzwerk Umwelttechnik:

Die Unternehmen stehen im Mittelpunkt

und sollen bestmöglich unterstützt werden.

Wie? Beispielsweise durch Wissenstransfer.

Bei Fachexperten-Abenden, Workshops

oder Fachveranstaltungen wird Wissen aus

erster Hand vermittelt.

Bereich und geben so praktischen Input.

Prädikat besonders wertvoll – so

lautete die Rückmeldung der über

100 Interessierten. Und dies wiederum

bestätigt, dass die Fachexpertenabende

eine Fortsetzung verdienen.

Da tut sich

noch mehr!

Ab Jänner 2007 startet die Workshop-Reihe

SUPPORT, ein Angebot

der Ökoberatung, der Technologieakademie

der Montanuniversität Leoben

und des Netzwerks Umwelttechnik.

Neue Wege zu nachhaltigen

Produkten werden aufgezeigt. Hier

CLUSTERLAND OÖ

INFO

Neue Förderrichtlinien

für Cluster-

Kooperationsprojekte

Für alle Cluster-Kooperationsprojekte,

die seit 1. März 2006 eingereicht

wurden, gelten neue Förderrichtlinien.

Wichtigste Änderungen:

Die maximale Förderhöhe

beträgt 25.000 Euro pro Projektpartner,

die Förderintensität

wurde auf 30% der auf den einzelnen

Projektpartner entfallenden

förderbaren Kosten erhöht.

www.clusterland.at

erhält man Antworten auf Fragen wie:

Kann man systematisch erfinden?

Wie entwickle ich neue umweltgerechte

Produkte? Was hat Innovation

mit nachhaltiger Unternehmensentwicklung

zu tun? www.netzwerkumwelttechnik.at


Einer für alle - alle für einen

Gegenseitiger Informations- und Know-how-Austausch steht im Mittelpunkt der vom Automobil-Cluster

initiierten KVP-Arbeitsgruppen und der OEM-Beschaffungsrunde. Der AC unterstützt bei der Koordination,

der Themenfindung und durch Moderation und Dokumentation der Workshops.

Seit Anfang 2005 besteht die erste

KVP-Arbeitsgruppe. Aufgrund

des großen Interesses seitens der

Partnerunternehmen des Automobil-

Clusters gibt es mittlerweile insgesamt

vier solcher Gruppen. Jede der

teilnehmenden Firmen hat einen eigenen

Zugang zum Thema „Kontinuierlicher

Verbesserungsprozess“(KVP).

Aufgegriffen wurden bereits Themen

wie Ideenmanagement, 5S (Sauberkeit

und Ordnung), Teamarbeit oder

TPM (Autonome Instandhaltung).

Positive Bilanz

Durch gegenseitige Unterstützung

soll für jede Firma ein Mehrwert entstehen.

Egal ob „KVP – Neuling“ oder

„Alter Hase“, die unterschiedlichen

Ansichten und Zugänge zeigen positive

Ergebnisse. DI Heiko Cordes,

Geschäftsführer bei KTM - Kühler

GmbH zeigt sich begeistert: „Besonders

wertvoll an dieser Art der Zusammenarbeit

sehe ich die Bereitschaft

offen Problemstellungen des

eigenen Unternehmens zu beleuchten

und zu diskutieren. Dadurch habe

ich schon viele Anregungen zu

Verbesserungsmöglichkeiten erhalten,

die in anderen Unternehmen bereits

umgesetzt und damit erprobt

sind.“ Verbesserungspotenziale lassen

sich am besten vor Ort erkennen.

Deshalb wird bei jedem Termin auch

durch das jeweilige Unternehmen geführt.

www.automobil-cluster.at


3/2006 CLUSTERLAND OÖ 17


CLUSTERLAND OÖ

Ergebnisse des Kooperationsprojektes

Aufbruch wurden

zwei Tage lang im Steyregger

Schloss präsentiert.

Kreative

Kundenansprache

Im MHC-Projekt „Aufbruch“ arbeitet die Kooperationsgruppe Aufmöbler

an neuen Dienstleistungen und kreativer Kundenkommunikation.

Die Aufmöbler sind 9 Tischlereibetriebe

aus dem Mühlviertel in der

Größe von 1 bis 25 Mitarbeitern, die

seit 1997 erfolgreich kooperieren. Die

Gruppe nützt Synergiepotenziale für

gemeinsames Marketing, Messeauftritte,

Weiterbildung sowie Maschinen-

und Mitarbeiteraustausch und

garantiert dem Kunden somit ein hohes

Maß an Flexibilität. Trotzdem arbeitet

jeder Betrieb eigenständig. In

Summe erwirtschaften 78 Mitarbeiter

(davon 11 Lehrlinge) einen Umsatz

von 7 Millionen Euro verteilt über

das gesamte Mühlviertel. Sie haben

ihre Chance als KMU und in der Kooperation

erkannt und reagieren mit

kreativen Lösungen auf die Bedürfnisse

unserer schnelllebigen Zeit.

Im Kooperationsprojekt „Aufbruch“

wurden die Themen Kreativität, Gestaltung,

Design und Präsentation

aufgegriffen und mit Hilfe von außenstehenden

Professionisten bearbeitet.

So erhielten die Aufmöbler Zugang

zu anderen Arbeits- und Denkweisen.

Im Rahmen des jährlichen

Kundenevents präsentiert die Gruppe

erste Ergebnisse. Am 30. September

und am 1. Oktober 2006 war das

Schloss Steyregg die große Bühne

für den Auftritt der Aufmöbler.

www.m-h-c.at

www.aufmoebler.at


Kunststoff schlägt Karton

In einem KC-Kooperationsprojekt entstand eine neuartige Kunststoff-Transportbox für Lebensmittel.

Dank der guten Zusammenarbeit von Produktentwicklung, Simulation und Materialengineering gelang

es, die Einweg-Klappbox in kurzer Projektlaufzeit zur Serienreife zu bringen.

Neuartige Kunststoff-

Transportbox für Lebensmittel

Ziel des Projekts waren die Entwicklung

eines Designs und die

Umsetzung der Werkzeugtechnik für

eine Einwegfaltbox aus Kunststoff.

Die Box soll für den Transport von Lebensmitteln

eingesetzt werden und

bei einem Gewicht von maximal 500

Gramm 12 Kilogramm Inhalt fassen

und auf 2,5 Meter (Ladehöhe in LKW)

stapelbar sein.

Durch die Einbindung des Rohstofflieferanten

Biesterfeld Interowa wurde

das optimale Material, ein Polypropylen,

das den hohen Anforderungen

entsprach, schnell gefunden. Das

Transfercenter für Kunststofftechnik

(TCK)T lieferte die für die Simulationsberechnungen

notwendige Software.

Haidlmair GmbH (Weltmarktführer in

der Herstellung von Werkzeugen für

Getränkekästen) wollte durch dieses

Projekt den Standort gegenüber Fernost-Mitbewerbern

absichern und die

Marktposition weiter ausbauen. Das

Wegfallen von Rücktransport und Reinigung

der Boxen mit Chemikalien

sowie 100% Recyclebarkeit sind klare

Vorteile gegenüber Mehrweg-

Kunststoffboxen. Und nicht zu vernachlässigen:

Das geringe Gewicht

von 500 g und den Maßen

500x300x160 mm entspricht einer

Materialreduktion gegenüber Mehrwegkisten

von 75 Prozent.

www.kunststoff-cluster.at

18 CLUSTERLAND OÖ 3/2006

18


Seit zehn Jahren maßgebend in der Elektrotherapie:

das „STC 901“, welchem mit

dem derzeit noch „fotoscheuen“ „STC

911“ jetzt ein genialer Erbe folgt.

CLUSTERLAND OÖ

Heilung auf

individueller Wellenlänge

Über den Gesundheits-Cluster auf den Weg gebracht, setzen drei

oö. Projektpartner die Elektrotherapie innovativ unter Strom. Ihr

neuartiges System ermöglicht ursachenbezogene und somit perfekt

auf den tatsächlich relevanten Bedarf abgestimmte Behandlungen.

Schon vor zehn Jahren konnte die

MRD Physicom GmbH mit dem

„STC 901“ ein neues Applikationsprinzip

realisieren, das auf dem Gebiet

der Elektrotherapie neue Standards

definieren sollte. Die mit diesem in

Österreich derzeit führenden System

gewonnenen Erkenntnisse haben den

Ehrgeiz der findigen Oberösterreicher

freilich noch weiter beflügelt.

Ein ehrgeiziges Ziel

Unter dem Arbeitstitel „STC 911“ wurde

die Entwicklung einer völlig neuartigen

Form der Elektroanalyse anvisiert,

welche dank der erstmaligen

Verbindung von ermittelten Analysewerten

mit darauf abgestimmten Parametereinstellungen

eine individuelle

Therapie ermöglichen soll. Ins Boot

geholt hat man sich die ATV Elektronik

zur Erstellung eines Hardwarekonzeptes

inkl. des technischen Designs

sowie die „experten only“ Kirchebner

und Pointner, die softwareseitig

ihr Bestes zu geben hatten. Die

medizinisch-therapeutische Konzepterstellung

wurde von MRD Physicom

beigestellt. Nach einem überaus intensiven

Entwicklungsjahr wurde das Projekt

Ende März 2006 abgeschlossen.

Nun werden Patienten künftig immer

mit genau jenen Stromimpulsen therapiert,

die auch tatsächlich positiv auf ihren

Körper wirken. Die nächste Etappe

steht bereits fest: ein Projekt in Richtung

energetischer Systemtherapie.

www.gesundheits-cluster.at

Zukunft Maschinenbau

Zukunftstrends im Maschinenbau, schlanke Fertigungsmodelle, Einsparungspotenziale, Innovationsmanagement

und vieles mehr: Das sind die Themen des MC-Forums „Zukünftige Herausforderungen für

den Maschinenbau“ am 16. Jänner 2007 in Linz.

Neben einem Vortrag von Prof.

Gerfried Zeichen geben unter anderem

Referenten der Unternehmen

Axavia, Faktum, Fill und SKF wertvolle

Tipps aus der Praxis. Ziel ist die

Darstellung zukünftiger Herausforderungen

für Unternehmen des Maschinen-

und Anlagenbaus am Produktionsstandort

Österreich sowie

Methoden und Modelle zur Stärkung

der Wettbewerbsfähigkeit. DI (FH)

Christian Altmann, Leiter des Mechatronik-Clusters,

ist überzeugt:

„Der heimische Maschinenbau steht

vor großen Veränderungen. Aber wer

rechtzeitig in die Zukunft blickt und

die Unternehmensprozesse laufend

verbessert, wird in diesem Markt erfolgreich

sein!“

Wertvolle Tipps aus der Praxis

Organisiert wird die halbtägige Veranstaltung

vom Mechatronik-Cluster

in Kooperation mit der Wirtschaftskammer

OÖ, Sparte Industrie und

der Landesinnung der Mechatroniker.

Die Themen reichen von zukünftigen

Trends in der Produktion

über schlanke Fertigungsmodelle im

Maschinenbau, Einsparungspotenziale

durch Optimierung der Unternehmensressourcen,

innovative Service-Geschäftsmodelle,

Innovationsmanagement

und Industrial Design,

nachhaltige Personalentwicklung bis

hin zur Unternehmensfinanzierung.

www.mechatronik-cluster.at


Beim MC-Forum am

16. Jänner 2007 sichern sich

die Teilnehmer einen Informationsvorsprung

zum Thema

„Zukunft Maschinenbau“.

19

3/2006 CLUSTERLAND OÖ 19


RUNDUM GESUND

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