Die „Goldene Kamera“: Qualität – made in Bremen

bremen.hwk.de

Die „Goldene Kamera“: Qualität – made in Bremen

70677 5,

HANDWERK

IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk in Bremen und Bremerhaven 12/2007

Die „Goldene Kamera“:

Qualität made in Bremen

Foto: HÖRZU

Handwerker-Initiative:

Qualität made in Bremen

Spitzenleistung des Handwerks:

Fast 18% mehr Ausbildungsplätze

Betriebsnachfolge:

Erfolgreich mit BIG-Hilfe


CHEFSACHE

GESUNDHEIT

MIT UNS ALS PARTNER FÜR SOZIALVERSICHERUNG UND GESUNDHEITSMANAGEMENT IST

IHR UNTERNEHMEN PERFEKT AUFGESTELLT. DIE BESTE BERATUNG DER STADT, VERLÄSS-

LICHER SERVICE UND LEISTUNGSPAKETE, DIE WEIT ÜBER DIE STANDARDS HINAUSGEHEN:

WER IM LAND BREMEN FÜR SEIN UNTERNEHMEN PREMIUM-SERVICES IN SACHEN

GESUNDHEIT WILL, KOMMT ZU UNS. AOK. DIE GESUNDHEITSKASSE FÜR BREMEN UND

BREMERHAVEN. WWW.AOK.DE/BREMEN


Auf ein Wort

Editorial

Joachim Feldmann

Liebe Handwerkerinnen und Handwerker,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Vorurteile sind hartnäckig beständige Zeugnisse

der Unkenntnis, die dazu benutzt werden,

andere auf eine niedrigere Stufe zu weisen. „Die

Wirtschaft kommt ihrer Verpflichtung nicht nach,

genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu

stellen“, ist solch ein Vorurteil. Hartnäckig wird

es von verschiedenen quasi-politischen Organisationen

wiederholt, die in den seltensten Fällen

selbst ausbilden. Schnell führt das dazu, dass

für Unternehmen, die nicht ausbilden, eine Art

Zwangsabgabe gefordert wird. Dabei wird leider

oft vergessen oder verschwiegen dass es in

Deutschland überhaupt keine Pflicht zur Bereitstellung

von Ausbildungsplätzen gibt.

„Der Ausbildungspakt funktioniere nicht“, ist

ein weiteres solcher Scheinargumente, mit dem

geunkt wird, um in der Öffentlichkeit politisch

Punkte zu machen. Wer aber hätte das gedacht

plötzlich steigern die Unternehmen des deutschen

Handwerks die Zahl ihrer Ausbildungsplätze

um sage und schreibe 8,2 Prozent. Das bremische

Handwerk legt sogar um gewaltige 18

Prozent zu. Wohlgemerkt, dass trotz fehlender Verpflichtung

auszubilden, die Ausbildungsquote im

Handwerk ohnehin jeweils bei um die zehn Prozent

liegt so hoch wie in keiner anderen Branche.

Das ist der Beweis, dass der Ausbildungspakt

trotz vieler Unkenrufe doch funktioniert.

Allein die nochmalige Steigerung verdeutlicht,

wie schnell Wirtschaftsunternehmen reagieren

und die Zahl der Ausbildungsplätze und

auch der Beschäftigten steigt, sobald sich die

Handwerk in Bremen 12/2007

Konjunktur verbessert. Auf einfachste Weise wird

hier deutlich, dass die Politik vor allem die Rahmenbedingungen

für Betriebe verbessern muss,

wenn Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen

werden sollen, statt sich in Gerede über Strafzahlungen

für Betriebe die nicht ausbilden zu

zergehen. Wo es keine Verpflichtung gibt, kann

man nicht bestrafen wohl aber fördern. Also

sind nicht Strafandrohungen das richtige Mittel,

um mehr Ausbildungsplätze zu schaffen, sondern

in Wahrheit machen höchstens Förderungen

Sinn.

Bildung und Qualifizierung sind die Grundlagen

unseres Wohlstands. Es liegt in der Natur

der Sache, dass jeder Betrieb versuchen muss,

leistungsfähige Mitarbeiter zu bekommen. Ebenso

bekommen zumeist zuerst diejenigen einen

Ausbildungsplatz, die sich mit guten Noten

bewerben und offenbar gut in das Unternehmen

integrieren lassen, bei dem sie sich beworben

haben. Zwangsläufig bleiben dabei diejenigen

auf der Strecke, denen es aufgrund fehlender

schulischer Grundkenntnisse an einer Ausbildungsbefähigung

mangelt. Und dies werden

offenbar immer mehr. Gerade Bremer Schülern

werden für ihre schulischen Leistungen in bundesweiten

Vergleichen immer wieder negative Ergebnisse

bescheinigt. In schwierigen Fällen hilft die

so genannte Einstiegsqualifizierung des EQJ-Programms.

In geförderten Betriebspraktika werden

Jugendliche mit manchmal chaotischen Schulkarrieren

auf ihre Berufsausbildung vorbereitet.

Das geht so weit, dass ihnen zum Teil erst beigebracht

werden muss, dass sie regelmäßig zur

Schule zu gehen haben. Hier leisten die Betriebe

des Handwerks Gewaltiges. Was würde aus

solchen Jugendlichen werden, wenn man ihre

berufliche Entwicklung nicht fördern sondern

stattdessen von Unternehmen eine Abgabe verlangen

würde?

Nichts! Vermutlich würden sie weiterhin

erhebliche Schwierigkeiten haben, überhaupt

eine Ausbildung zu beginnen. Durch EQJ gefördert

aber entwickeln sich zwischen ihnen und den

Betriebsinhabern persönliche Beziehungen die

ihnen eine Perspektive auf einen Ausbildungsplatz

erst erlauben. Und jeder Mensch braucht

doch eine Perspektive!

Vielleicht könnten bei anhaltend guter Konjunktur

auch im nächsten Jahr wieder neue Ausbildungsplätze

hinzu gewonnen werden. Leider

aber zeigt die Konjunktur im Handwerk derzeit

einmal mehr ein uneinheitliches Bild. Es gibt

Branchen, die Rekordumsätze erzielen. Anderer-

seits verlieren Branchen den Anschluss an das

allgemeine Wachstum. Die Folgen der Mehrwertsteuererhöhung

werden immer deutlicher.

Und weil insgesamt das Wachstum an Schwung

verliert, freue ich mich über die beschlossene

Absenkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung

auf 3,3 Prozent. Sie ist ein wichtiges Signal

für unsere Betriebe. Jetzt wäre es auch das richtige

Signal, ihre zu viel entrichteten Beiträge an

sie zurück zu erstatten und umgehend und systematisch

mit dem nötigen Bürokratie-Abbau zu

beginnen. Die bisher ermittelten Bürokratiekosten

in Höhe von zirka 27 Milliarden Euro stellen

lediglich einen Teil der Gesamtbelastung der

deutschen Wirtschaft dar und sind eine erhebliche

Wachstumsbremse. „Speziell für Bremen wirken

sich die schwache Wirtschaft und die demografischen

Bedingungen negativ aus“, heißt es

im ‘Familienatlas 2007’. Für unsere Stadt reicht

es von 40 verglichenen Städten nur zu einem

Platz im unteren Mittelfeld. Da freut es mich, dass

ein Verein sich die Steigerung der Qualität bremischer

Produkte und Dienstleistungen auf die

Fahnen geschrieben hat, über die er ein stärkeres

Bewusstsein für Bremen und ein Wir-Gefühl

erzeugen will. Das soll auch überregional abstrahlen.

Ich bin gespannt, und wenn es funktioniert,

täte es Bremen sicher gut. Verschiedene Bremer

Produkte sind heute schon weit über unsere Landesgrenzen

bekannt. Dazu gehören auch die auf

der Bundesgartenschau ausgezeichneten Grabmale

der Steinmetze Kahnert oder die ‘Goldene

Kamera’ der Korpus-Werkstatt der Silbermanufaktur

Koch & Bergfeld. Ich bin sicher, dass es

unter den bremischen Handwerkern noch viele

weitere Betriebe gibt, die auszeichnungswürdige

Spitzenleistungen vollbringen. Und vielleicht

beschenkt ja der eine oder andere seine Lieben

zu Weihnachten mit einem Produkt aus dem bremischen

Handwerk. Ich würde mich freuen und

wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen eine

schöne Adventszeit und ein frohes Fest.

Herzlichst

Ihr

Joachim Feldmann

Präses der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

3


Jahresrückblick 2007

Vielfältig verbunden...

Mehrwert... von GC

Auch in diesem Jahr hat sich die GC wieder auf ganzer Linie für Ihren Erfolg als

Fachhandwerker eingesetzt: Wir haben Sie beraten, geschult, beliefert, informiert

und sind selbstverständlich unserer Vertriebsweg-Zusage treu geblieben seit über

40 Jahren übrigens.

www.gc-gruppe.de

Gemeinsam mit Ihnen haben wir sowohl aktuelle als auch beständige Themen wie

Klimaschutz und Regenerative Energien, Energieausweis und Heizungsmodernisierung,

Lagerorganisation und Bestellwesen, Kundenberatung und Finanzdienstleistungen

vorangebracht mit großem Erfolg.

Für diese beachtliche Leistung danken wir Ihnen von Herzen!

Lassen Sie uns im kommenden Jahr diese Zusammenarbeit fortsetzen und weiterhin

alle Herausforderungen gemeinsam angehen.

Mit GC bleibt‘s auch 2008 keine Idee.

Stuhr-Seckenhausen, Wulfhooper Str. 1-5

Tel. 0421/8998-0


Themen dieser Ausgabe

Inhalt

BREMEN & BREMERHAVEN

Aktion ‘Mit dem

Rad zur Arbeit’ . . . . . . . . . . . 6

Arbeitsplätze haben Priorität . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Mit ‘EFRE’ den Wandel schaffen . . . . . . . . . . . . . . 7

Ökostrom pflanzt neue Bäume . . . . . . . . . . . . . . . 7

Metropolversammlung zur Hafenanbindung . . . . . . . . 9

Nordwest Award ging an Werder Bremen-Projekt . . . . . 9

DAS HANDWERK

Schnelle Umsetzung der

EU-Dienstleistungsrichtlinie gefordert . . . . . . . . . . . 10

175.00 mal Protest in zehn Tagen . . . . . . . . . . . . . 10

Hanns-Eberhard Schleyer:

Wachstum verliert an Schwung . . . . . . . . . . . . . . . 11

HANDWERKSKAMMER

Thema der

Arbeitssicherheitstage:

Die Haut . . . . . . . . . . . . . . 12

Fast 18 Prozent mehr Ausbildungsplätze . . . . . . . . . . 13

Das Handwerk näher gebracht . . . . . . . . . . . . . . . 13

Weihnachts- und Neujahrswünsche . . . . . . . . . . . . 14

Neue Räume für das AGEHA-Netzwerk Bremen . . . . . . 15

Gut für die Umwelt und das Portemonnaie . . . . . . . . . 16

BREMEN

Fleischer: Braunkohl-Essen für guten Zweck . . . . . . . . 17

‘Gold am Fluss’: Kunstvolle Erinnerungen . . . . . . . . . 17

Erfolgreicher Internet-Auftritt . . . . . . . . . . . . . . . 18

Hilfreiches Wissen zur VOB . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Qualifizierte Innungsbetriebe bringen Glück . . . . . . . . 19

SERVICE & BETRIEB

Bürokratie kostet Zeit und Geld . . . . . . . . . . . . . . 24

Bessere Arbeitsmarktchancen . . . . . . . . . . . . . . . 24

ZDB fordert: Reformpolitik fortsetzen . . . . . . . . . . . 29

Unternehmensfinanzierung im Aufwind . . . . . . . . . . 30

Trend geht zur Holzbauweise . . . . . . . . . . . . . . . . 31

Qualitätssicherung durch Modernisierung . . . . . . . . . 32

Neuer Höchststand bei Überschuldung . . . . . . . . . . . 32

Kapital für die Betriebsnachfolge . . . . . . . . . . . . . 33

NAMEN & NOTIZEN

Geburtstage • Jubiläen • Gedenken . . . . . . . . . . . . 34

Fachbetriebe Fassadenschutz feierten Jubiläum . . . . . . 35

Bremer Bau-Ball feierte mit „Swining Pool“ . . . . . . . . . 35

Meistergründungsprämie: Mehr Berufung als Beruf . . . . 36

Qualität made in Bremen . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

Orgeln für Gott und die Welt . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Gute Form vom „Uni-Tischler“ . . . . . . . . . . . . . . . 39

Steinmetz aus Leidenschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

Unternehmerfrauen zu Gast in Riga . . . . . . . . . . . . 41

Preis für Bremer Klaben beim „Stollen-Zacharias“ . . . . . 42

Italienisches Kult-Auto zurück . . . . . . . . . . . . . . . 42

Bremer Silberschmiede baut „Goldene Kamera“ . . . . . . 43

TIPPS & TERMINE

Kurse und Veranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

HandWERK: Umschüler mit Durchblick . . . . . . . . . . . 45

Versicherungstipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Amtliche Bekanntmachungen

der Handwerkskammer Bremen . . . . . . . . . . . . . . 47

THEMEN & TITEL

Buch- und Online-Tipps: Angeklickt und aufgeblättert . . . 48

Nein zu neuen Berufen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

MARKTPLATZ

Betriebsbörse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50

Maler zu Gast bei Freunden . . . . . . . . . . . . . . . . 20

Ehrung für die „100-Jährigen“ . . . . . . . . . . . . . . . 21

BREMERHAVEN

SCHLUSSPUNKT

10 Fragen an Heinz Sonneborn . . . . . . . . . . . . . . 51

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

Handwerk informierte

über Serviceleistungen . . . . . . . . . 22

Für Respekt und Toleranz . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Ausflug zu Airbus nach Hamburg . . . . . . . . . . . . . 23

Bitte beachten Sie auch folgende Beilagen:

E-Plus, Innovative Berufsbildung 2010 und Perspektiven (RKW Bremen).

Handwerk in Bremen 12/2007

Titelfoto: Die Verleihung der

„Goldenen Kamera“ von

HörZu zählt zu den jährlich

wiederkehrenden Glanzlichtern

im Showbusiness; am 6.

Februar 2008 findet die 43.

Verleihung statt. Doch nur

wenige wissen, dass die Trophäe

ein handwerkliches

Qualitätsprodukt ist made

in Bremen. Mehr im Heft.

5


Bremen & Bremerhaven

Nachrichten

SCHULDENSPIRALE SOLL

ABGEBREMST WERDEN

Die Steuereinnahmen in 2007 fallen deutlich

höher als erwartet aus. Sollte sich dieser

positive Trend bis zum Jahresende fortsetzen,

wovon die Experten ausgehen, wird

die Neuverschuldung niedriger als geplant

ausfallen,“ freut sich Finanzsenatorin Karoline

Linnert. Sie präsentierte dem Senat den

Zentralen Controllingbericht für den Zeit -

raum Januar bis September 2007. Danach

nahm Bremen von Januar bis September

157,1 Millionen Euro mehr ein, als im Haushalt

veranschlagt. „Das Geld wird zur Senkung

der Nettokreditaufnahme genutzt, um

die sich immer schneller drehende Schuldenspirale

abzubremsen. Wir müssen der wachsenden

Zinsbelastung Grenzen setzen,

damit wir einen minimalen Spielraum für

politische Entscheidungen in den kommenden

Jahren erhalten. Allein in der Zeit von

Januar bis September waren 466 Millionen

Euro für Zinsen fällig, 51 Millionen mehr als

im Vorjahreszeitraum.“

VBN WILL PREISE ERHÖHEN

Wie schon in den Vorjahren will der Verkehrsverbund

Bremen-Niedersachsen (VBN) die

Fahrkartenpreise für Bus und Bahn um

durchschnittlich 3,4 Prozent erhöhen. In

Bremen steigen für die Kunden der Bremer

Straßenbahn AG (BSAG) die Preise für die

meisten Karten um fünf Cent. Das übertragbare

Monatsticket wird im nächsten Jahr

43,50 Euro kosten, der Monats-Preis für das

„JahresTicket“ und das „JahresTicketPlus“

erhöht sich um 1,30 Euro. Des weiteren werden

die Fahrrad-Einzeltickets und die 4er-

Tickets für die Fahrradmitnahme abgeschafft

und stattdessen ein Tagesticket für

Fahrräder eingeführt, mit dem für 1,50 Euro

beliebig viele Fahrten an einem Tag

gemacht werden können. Der Grund für die

Preiserhöhungen ist, dass die staatlichen

Zuschüsse und Ausgleichszahlungen für den

Öffentlichen Personennahverkehr gekürzt

werden und zudem die Benzin- und Energiekosten

steigen.

ARBEIT FÜR BREMERHAVEN

Die Wirtschaftsförderungsausschüsse wollen

drei große Windenergie-Projekte in Bremerhaven

fördern. Damit sind die Voraussetzungen

geschaffen, dass in Bremerhaven

mehr als 500 neue Dauerarbeitsplätze entstehen

werden.

VORJAHRESREKORD ÜBERTROFFEN

Die Aktion von ADFC und AOK Bremen „Mit dem Rad zur Arbeit“

wurde ein voller Erfolg. Über 4.000 Bremer und Bremerhavener

radelten an mindestens 20 Tagen zur Arbeit.

Jörg Twiefel vom Vorstand

der AOK Bremen/Bremerhaven

und ADFC-Vorsitzender

Ludger Koopmann sind mit

dem Ergebnis ihrer gemeinsamen

Aktion „Mit dem Rad zur

Arbeit“ hochzufrieden. Mit

4.027 Aktiven hat das Land

Bremen erneut die bundesweit

beste Teilnehmerquote

bei der Aktion erreicht und

dazu den eigenen Rekord des

Vorjahres (3.544 Teilnehmer) deutlich übertroffen.

Dafür gab es jetzt viele Preise.

So gewann Petra Voß-Winne von ÖkoNet

Bremen den ersten Preis, eine Kreuzfahrt auf

der Ostsee für zwei Personen. Das Foto zeigt

die Gewinnerin (rechts) zusammen mit

Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter.

Gabriele Bösche von der Großwäscherei Oelkers

gewann einen achttägigen Urlaub an der

türkischen Riviera. Und Karl-Heinz Stern von

swb kann zu zweit eine achttägige Donau-Radwanderung

antreten. Dazu erhielten weitere

Gewinner Fahrräder und andere Preise.

Effizienz und Transparenz der Wirtschaftsförderung

im Land Bremen sollen verbessert

werden. Um diese Vorgabe des Koalitionsvertrages

umzusetzen, hat die Deputation für

Wirtschaft und Häfen auf Vorschlag des Senators

für Wirtschaft und Häfen, Ralf Nagel,

eine Neuausrichtung der Unternehmensförderung

beschlossen.

Senator Nagel: „Mir war es wichtig, diese

Entscheidung zügig herbeizuführen, um der

Wirtschaft auch künftig eine Förderung mit

klaren Bedingungen anbieten zu können. Der

jetzt beschlossene Vorschlag stellt klar, dass

jede Wirtschaftsförderung mit der Schaffung

neuer Arbeitsplätze einhergehen muss. Er bietet

eine deutliche Orientierung auf Darlehen,

Bürgschaften, Zinsverbilligungen oder Wagniskapital

und ergänzt dies mit Zuschüssen,

sofern diese aus Drittmitteln der EU oder des

Bundes geleistet wird. Mit diesem Förderungs-

Eine Ballonfahrt ging als erster Teampreis

an das Team „Bit Burning Rubbers“ vom

Betrieb für Informationstechnologie, Bremerhaven.

Weitere Teampreise erhielten Werkstatt

Martinshof, Bremen; Mikrolab, Bremen;

swb-Netze, Bremerhaven; Polizei Bremen.

Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und

Europa, Dr. Reinhard Loske, zeichnete die Basler

Versicherungen als „Fahrradaktiven

Betrieb“ aus. Der Sonderpreis des Umweltsenators:

ein Fahrradständer für die Basler und

einen vom ADFC organisierten Fahrradausflug

für die Beschäftigten.

ARBEITSPLÄTZE HABEN PRIORITÄT

Bremens Wirtschaftsförderung per Darlehen wird zur Regel.

ansatz geht Bremen ähnliche Wege, wie sie

beispielsweise in Berlin mit Erfolg beschritten

worden sind.“ Zudem werde bei der Neuausrichtung

berücksichtigt, welche Förderbedingungen

es im niedersächsischen Umland von

Bremen und Bremerhaven gebe.

Die Schaffung von Arbeitsplätzen hat absolute

Priorität. Zusätzlich findet eine Konzentration

auf die Eigeninvestitionen der geförderten

Unternehmen statt. Die Förderung von

schon in Bremen ansässigen Unternehmen

wird künftig auf einen Zeitraum von fünf Jahren

begrenzt.

Durch die Umstellung der Förderung ergibt

sich ein rechnerisches Einsparungspotential

von etwa 100 Millionen Euro Zuschussvolumen

bis zum Jahr 2013. Damit wird das von

den Fördergesellschaften auf Basis der bisherigen

Förderrichtlinien geschätzte Mittelvolumen

bis 2013 mehr als halbiert.

6 Handwerk in Bremen 12/2007


Nachrichten

Bremen & Bremerhaven

MIT ‘EFRE’ DEN WANDEL SCHAFFEN

Senator Nagel stellt Programmrahmen für Bremens künftige

Wirtschaftsstrukturpolitik vor. 322 Millionen Euro sollen den

Strukturwandel vorantreiben.

Der Senator für Wirtschaft und Häfen hat

das Programm EFRE 20072013 vorgelegt.

Mit insgesamt 322 Millionen Euro sollen bis

2013 eine Fülle von Projekten in Bremen und

Bremerhaven gefördert werden, die dazu beitragen

sollen, den Strukturwandel im Land

weiter voranzutreiben. „Mit Rückenwind aus

Europa haben wir die große Chance, die

Modernisierung unserer Wirtschaftsstruktur

mit großem Schwung fortzusetzen“, stellte

Senator Ralf Nagel anlässlich der Vorstellung

des Programms fest.

Bremen und Bremerhaven erhalten in den

kommenden Jahren 142 Millionen Euro des

Europäischen Fonds für die Regionale Entwicklung

(EFRE) zur Verbesserung der Wirtschaftsstruktur.

Mit den Mitteln, die durch 100 Millionen

weiterer öffentlicher und 80 Millionen

„Immer mehr Menschen wollen Strom aus

erneuerbaren Energien“, so swb-Vertriebsgeschäftsführer

Thomas Eickholt. Diesem

Wunsch kommt swb bereits seit acht Jahren

mit dem Stromprodukt proNatur entgegen.

proNatur wird jetzt neu aufgelegt.

Der neue Strom proNatur ist 100 Prozent

Ökostrom aus erneuerbaren Energien und wird

CO 2 -frei erzeugt, fast ausschließlich in Wasserkraftwerken.

Außerdem fördert der Kunde

über proNatur den Ausbau von Ökostromanlagen

in der Region Bremen und Bremerhaven.

In welche Neubau-Projekte für regenerative

Energieerzeugung investiert wird, entscheidet

der proNatur-Beirat. Er überprüft

auch regelmäßig, ob der Strom für swb Strom

proNatur aus regenerativen Energien er zeugt

wird. Der proNatur-Beirat besteht aus unabhängigen

Vertretern der Bremer Umweltverbände

BUND (Bund für Umwelt und Natur

schutz), Bremer Umweltberatung, Bremer

Energieinstitut sowie einem Vertreter von swb.

Seit 1999 wurden mit dem bisherigen swb

Strom proNatur elf neue Anlagen gefördert,

so etwa die Solarstromanlage Kulturzentrum

Schlachthof (siehe Foto). Jetzt lässt proNatur

Euro privater Mittel aufgestockt werden, soll

bis 2013 der Strukturwandel hin zu einer Wissens-

und Dienstleistungsgesellschaft begleitet

und der Innovations- und Wissenschaftsstandort

Bremen gestärkt werden. Insgesamt

können für diese Zwecke 322 Millionen Euro

eingesetzt werden.

Für die EU-Strukturfondsförderung stehen

in den Jahren 2007-2013 europaweit insgesamt

mehr als 340 Milliarden Euro bereit, um

die am stärksten benachteiligten Regionen an

den EU-Durchschnitt heranzuführen. Gleichzeitig

sollen diese Gelder den Regionen im

wirtschaftlichen Wandel die Möglichkeit

geben, mit regionalen Innovationsstrategien

die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Dazu sind bereits mehrere Projekte auf

den Weg gebracht worden.

ÖKO-STROM PFLANZT NEUE BÄUME

Die swb erneuert das Angebot für „grünen“ Strom aus Bremen.

Laubbäume in den Himmel wachsen: Für jeden

neuen Kunden pflanzt swb einen jungen Baum

im Bremer Stadtwald. In Bremerhaven entsteht

sogar eine eigene swb-proNatur-Schonung im

Naherholungsgebiet Reinkenheide.

swb Strom proNatur kostet in Bremen 19,19

Cent pro Kilowattstunde und 6,50 Euro

monatlichen Festpreis. Das sind bei einem

Verbrauch von 2.500 Kilowattstunden im Jahr

557,75 Euro und damit 6,75 Euro mehr als

im Grundversorgungstarif swb Strom basis.

Bis mindestens Ende Juni 2008 gibt swb dafür

eine Preisgarantie.

Zu den geförderten Anlagen zählt auch das

Solarkraftwerk „Auf dem Kruge“ in Bremen

Gröpelingen. Mit einem Projektvolumen von

circa einer Million Euro erneuert swb das Solarkraftwerk.

Die Anlage ist mit einer Leistung

von rund 220 Kilowatt die größte in ganz Bremen

und wird nach der Sanierung jährlich

180.000 Kilowattstunden Strom liefern. Das

entspricht dem Bedarf von rund 70 Bremer

Haushalten und einer CO 2 -Einsparung von

140 Tonnen pro Jahr. Die Erneuerungsarbeiten

sind jetzt gestartet und sollen im Laufe

des Jahres abgeschlossen werden.

ARBEITSLOSIGKEIT

WEITER RÜCKLÄUFIG

Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Bremen

(Stadt Bremen und Landkreis Osterholz)

geht weiter zurück. Im Oktober gab es

mit 32.574 Arbeitslosen die niedrigste

Arbeitslosenzahl seit 1993. Damit lag die

Arbeitslosenquote bei 10,0 Prozent. Gegenüber

dem Vormonat waren 718 Personen

(2,2 %) weniger arbeitslos gemeldet. Zum

Oktober 2006 betrug der Rückgang 6.042

Personen (15,6 %).

„puu“ WÄCHST WEITER

Die Umweltinitiative ’partnerschaft umwelt

unternehmen’ kurz: ’puu’ gewinnt weitere

Mitglieder und damit wächst auch die

Bedeutung von modernem Umweltschutz in

der Bremer Wirtschaft. Jetzt sind drei weitere

Partner dem Netzwerk ökologisch ausgerichteter

Unternehmen beigetreten: die

Asco Sturm Druck GmbH, die Frozen Fish

International GmbH und der Handwerksbetrieb

Rabba Blechbearbeitung GmbH.

Damit zählt die ’puu’ inzwischen 89 Mitglieder.

Begrüßt wurden die „Neuen“ auf einem

Partnertreffen der Initiative in der Jacobs

University Bremen, in Anwesenheit von

Umweltsenator Dr. Reinhard Loske und der

Staatsrätin für Umwelt und Europa, Dr. Cornelia

Ziehm. Die Neumitglieder reihen sich

in den immer größer werdenden Kreis Bremer

und Bremerhavener Betriebe ein, die

mehr für die Umwelt leisten, als es die Gesetze

verlangen.

Handwerk in Bremen 12/2007

7


Bremer

Unternehmer-

Kredit

Ihr Bremer Unternehmen soll expandieren oder modernisiert

werden? Sie stehen vor einer Existenzgründung? Dann unterstützt

Sie der Bremer Unternehmerkredit BUK auf dem Weg

zu einer unkomplizierten und günstigen Finanzierung.

BUK ist bescheiden

Der BUK liegt 0,25% p.a. (Bremen) bzw. 0,40% p.a. (Bremerhaven)

unter den Zinssätzen des KfW-Unternehmerkredits.

BUK liebt Bremen

Der BUK ist ein Angebot der Bremer Aufbau-Bank. Sein Ziel

ist die Stärkung des Standortes Bremen also Ihr Erfolg!

BUK macht Mut

Der BUK richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen,

Freiberufler und Existenzgründer. Neue Perspektiven für ein

gesundes Wachstum!

Jetzt neu: BUK Plus!

Im Rahmen des BUK Plus übernimmt die Bremer Aufbau-

Bank bis zu 80% des Kreditrisikos und macht Ihrer

Hausbank die Finanzierung so noch leichter!

www.bab-bremen.de

Private Krankenversicherung


594_39/07_HIB

„Privat krankenversichert

das wär’s!

Kann ich mir das leisten?“

Diese Frage können wir beruhigt mit „ja“ beantworten.

Nach dem Motto „leistungsstark zu günstigen Preisen“ bietet

die INTER privaten Gesundheitsschutz auf Top-Niveau:

Einbettzimmer und Chefarztbehandlung

Leistung auch oberhalb der Höchstsätze der Gebührenordnung

für Ärzte und Zahnärzte

100 % Erstattung für ambulante Behandlung (Hausarztprinzip)

Leistungen für Heilpraktiker-Behandlung

Noch interessanter durch kundenorientierte Highlights:

Sie senken Ihren Beitrag durch einen sinnvollen Selbstbehalt

Dieser Selbstbehalt entfällt bei Unfall

Eine attraktive erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung ermöglicht

weitere Kostensenkungen

24 Std. medizinische Hilfe über unser Service Center

Keine Beitragsänderung vor dem 1. Januar 2009

Das sollten Sie sich wirklich leisten!

33-jährige Frau 33-jähriger Mann

318,10 € 226,64 €

Monatsbeitrag* Monatsbeitrag*

* Tarif INTER ComfortLine S10, 600 Euro Selbstbehalt pro Jahr über alle Leistungsbereiche,

zzgl. Pflegepflichtversicherung; Beginn 01.01.08 Maßgebend für Beiträge

und Leistungen sind die jeweiligen gültigen Tarife und Bedingungen.

andwerker

eratung

Versorgungswerk

INTER Versicherungen

Handwerker Beratung

Erzbergerstraße 9 15

68165 Mannheim

Service Center 0621 427-427

Telefax 0621 427- 944

info@inter.de

www.inter.de

Zukunf t gestalten

mit Sicherheit


Metropolregion

Bremen & Bremerhaven

FESTE ZUSAGEN FÜR HAFENANBINDUNG GEFORDERT

Die Metropolversammlung der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten verabschiedet

Resolution und fordert feste Zusagen für die Hafenanbindungen. Die Versammlung der Mitglieder

der Metropolregion tagte in Wilhelmshaven.

Ein Bekenntnis zur „Y“-Trasse und weitere

Forderungen zur Hinterlandanbindung der

Häfen standen im Mittelpunkt der Metropolversammlung

der Metropol-Region Bremen-

Oldenburg in Wilhelmshaven. Dr. Reinhard

Loske, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und

Europa, wurde zum Schatzmeister als Vorstandsmitglied

gewählt. Nach Berichten zum

Arbeitsstand der Metropolregion durch Landrat

Gerd Stötzel, beschloss die Metropolversammlung

eine Resolution als Reaktion der

Nordwestregion auf den Masterplan Schiene

Seehafen-Hinterland-Verkehr der DB AG. Die

Metropolversammlung fordert darin, die Zusagen

zur Bahnanbindung der niedersächsischen

und bremischen Häfen auch gegenüber

der Deutsche Bahn AG zu bestätigen und

mit zusätzlichen Mitteln für die „Y-Trasse“ einschließlich

deren Anbindung an Bremen

analog dem Ausbau der Strecke Karlsruhe-

Basel in Vorleistung zu treten.

In der Metropolversammlung kommen die Mitglieder der Metropolregion Bremen-Oldenburg

aus Kommunen, Politik und Wirtschaft zusammen.

NORDWEST AWARD GING AN WERDER BREMEN-PROJEKT

Mit 122 Bewerbungen (Vorjahr: 111) aus

dem gesamten Gebiet um Ems und Weser verzeichnete

der von der Bremer Landesbank ausgeschriebene

und mit 30.000 Euro dotierte

regionale NordWest Award 2007 eine neue

Rekordbeteiligung.

Dr. Stephan-Andreas Kaulvers, Vorsitzender

des Vorstandes der Bremer Landesbank zu

dem Erfolg: „Wir sind wieder einmal überwäl-

Handwerk in Bremen 12/2007

tigt von Anzahl und Vielfalt der eingegangenen

Bewerbungen.“

Auf dem Festakt im „Oceanis Wilhelmshaven“

überreichte der Niedersächsische Ministerpräsident

und Juryvorsitzende, Christian

Wulff, die Preise. Sieger wurde das Projekt „100

Schulen 100 Vereine“ von Werder Bremen.

Die Siegertrophäe und die Gewinnsumme von

20.000 Euro nahmen Anne-Kathrin Laufmann,

Projektleitung Werder Bremen GmbH

und Co.KG aA, und Karsten Specht, Gymnasium

Nordenham, entgegen. Den 2. Platz teilen

sich „Slow Food Genuss im Nordwesten“

(Oldenburg) und das „Weiterbildungsstudium

Windenergie“ (ForWind-Zentrum der Universitäten

Oldenburg/Hannover und Windenergie-Agentur

Bremerhaven/Bremen). Der 3.

Preis ging an „sputnike junge Kultur im CJD“

(Nienburg).

Der regionale Förderpreis der Bremer Landesbank

war zum dritten Mal ausgeschrieben.

Er belohnt Initiativen, die mit besonderer Tatkraft

und Kreativität die Entwicklung der nordwestdeutschen

Region fördern. Denn im Europa

der Regionen ist auch der Nordwesten

gefordert, sein unverwechselbares Profil und

seine vielfältigen Potenziale innerhalb

Deutschlands und europaweit sichtbar zu

machen.

Starker Nordwesten: Die Preisträger des diesjährigen

NordWest Awards der Bremer Landesbank

mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten

und Vorsitzenden der Jury,

Christian Wulff (ganz links).

9


Das Handwerk

Nachrichten

ERBSCHAFTSSTEUERREFORM:

VERBESSERUNG BEGRÜSST

Zu den neuen Eckwerten der geplanten

Reform des Erbschafts- und Bewertungsrechts

erklärt Otto Kentzler, Präsident des

Zentralverbandes des Deutschen Handwerks

(ZDH): „Die von Bundesfinanzminister

Steinbrück und Ministerpräsident Koch

vorgestellten Eckwerte zur geplanten

Reform des Erbschafts- und Bewertungsrechts

scheinen eine deutliche Verbesserung

für mittelständische Betriebe gegen -

über zeitweise alternativ erwogenen Modellen

zu ermöglichen. Der jetzt diskutierte

Abschlag von der steuerlichen Bemessungsgrundlage

von bis zu 85 Prozent dürfte für

die allermeisten Handwerksbetriebe im Fall

einer zehnjährigen Betriebsfortführung mit

Erhalt von 70 Prozent der Lohnsumme dazu

führen, dass ihr steuerpflichtigerer Betriebsvermögensteil

im persönlichen oder sachlichen

Freibetrag ‘aufgeht’. Hierbei ist auch

besonders wichtig, dass offensichtlich für

kleine und mittlere Betriebe von dem Kriterium

der Lohnsumme in Gänze abgesehen

werden soll. Dies hätte sonst unweigerlich

zu völlig verzerrten und inakzeptablen

Ergebnissen geführt. Jetzt gilt es genau zu

prüfen, ob die Details der Reform den heute

vorgestellten Eckwerten auch gerecht werden.

Mit diesen Eckwerten könnte die politische

Zusage, die Zahl der steuerpflichtigen

Betriebe nicht zu erhöhen, erfüllt werden.“

AUSBILDUNG: POSITIVER

TREND HÄLT WEITER AN

Der positive Trend bei der Ausbildung im

Handwerk hält an. Zum Stichtag 31. Ok tober

wurden bundesweit 174.953 neue Ausbildungsverträge

abgeschlossen. Das sind

13.284 Plätze mehr als zum Stichtag des

Vorjahres oder 8,2 Prozent (plus 8,8% in

Westdeutschland, plus 5,7% in Ostdeutschland).

Besonders erfreulich ist das Plus an

betrieblichen Ausbildungsstellen (plus 7,8%

in Westdeutschland und plus 7,4% in Ostdeutschland).

Zum Stichtag sind in der Regel 97 Prozent

aller Ausbildungsverträge in den Kammern

beurkundet. Handwerkspräsident Otto

Kentzler bilanziert daher: „Zum Jahresende

werden wir die Zahl von 180.000 neu abgeschlossen

Lehrverträgen im Handwerk sicher

erreichen. Denn im Rahmen der Nachvermittlung

konnten jedem interessierten

Bewerber in der Regel mehrere Angebote

gemacht werden.“

SCHNELLE UMSETZUNG GEFORDERT

ZDH und DIHK fordern mehr Tempo bei der Umsetzung der EU-

Dienstleistungsrichtlinie. Kammern bieten sich als „Einheitliche

Ansprechpartner“ an.

Mehr Tempo bei der Umsetzung der EU-

Dienstleistungsrichtlinie fordern der Zentralverband

des Deutschen Handwerks (ZDH) und

der Deutsche Industrie- und Handelskammertag

(DIHK). Bis Ende 2009 müssen die Mitgliedsstaaten

„Einheitliche Ansprechpartner“

einrichten, bei denen Unternehmen alle Verwaltungsverfahren

erledigen können. „Der

Einheitliche Ansprechpartner ist eine große

Chance, Bürokratie zu vereinfachen“, sagte

DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun anlässlich

des gemeinsamen Kongresses von DIHK

und ZDH in Berlin. „Zeitverzug könnte jedoch

die unternehmensgerechte Umsetzung dieses

Vorhabens gefährden“, mahnte ZDH-Präsident

Otto Kentzler. Braun und Kentzler fordern

deshalb schnelle Entscheidungen in den Ländern

darüber, welche Institutionen Einheitliche

Ansprechpartner werden. Dass diese Entscheidungen

möglichst bundeseinheitlich ausfallen

sollten, darauf verweist ZDH-Generalsekretär

Hanns-Eberhard Schleyer: „Alles andere

macht aus Sicht der Unternehmen und

um die geht es in erster Linie keinen Sinn.“

Dazu sollten sich in den Ländern die politischen

Entscheider mit allen Institutionen, die

als Ansprechpartner vor Ort in Frage kommen,

Mit der Absicht der Bundesregierung, alle

Vertreiber von Verkaufsverpackungen zum

gebührenpflichtigen Anschluss an ein duales

Entsorgungssystem zu zwingen, würden für

das Bäckerhandwerk erhebliche Lizenzkosten

entstehen. Und das, obwohl diese Verpackungen

in aller Regel über den Hausmüll entsorgt

werden, für den der Verbraucher bereits erhebliche

Gebühren bezahlt. Um diese sinnlose

Zusatzbelastung für Betriebe und Verbraucher

zu verhindern, hat der Zentralverband des

Deutschen Bäckerhandwerks in einer bundesweiten

Protestaktion die Kunden der Mitgliedsbetriebe

um Unterstützung gebeten.

In den meisten Bäcker-Fachgeschäften

lagen an zehn Tagen Listen aus, auf denen die

Kunden mit ihrer Unterschrift ihre Unterstützung

für das Anliegen des Bäckerhandwerks

an einen Tisch setzen. Die Industrie- und Handelskammern

und die Handwerkskammern

sind bereit, die Aufgabe des Einheitlichen

Ansprechpartners zu übernehmen und dabei

mit möglichen Partnern zu kooperieren.

3.3 Prozent ein

wichtiges Signal

Zu den arbeitsmarktpolitischen Beschlüssen

des Koalitionsgipfels nahm ZDH-Präsident

Otto Kentzler Stellung:

Die beschlossene Absenkung des Beitrags

zur Arbeitslosenversicherung auf 3,3 Prozent

ist ein wichtiges Signal für mehr Wachstum

und Beschäftigung. Und es ist das richtige

Signal, zu viel entrichtete Beiträge an die

zurückzugeben, die sie geleistet haben.

Ein falsches Signal ist demgegenüber vor

allem die beschlossene stufenweise Verlängerung

des Arbeitslosengeldes für Ältere,

die sich negativ auf deren Beschäftigungschancen

auswirken wird. Hier droht zudem

die Gefahr einer neuen Frühverrentungswelle.“

175.000 MAL PROTEST IN ZEHN TAGEN

Kunden des Bäckerhandwerks gegen Gebührenverdopplung.

dokumentieren konnten. Peter Becker, Präsident

des Zentralverbandes: „Wir wollen mit

unserer Protestaktion verhindern, dass den

Nutznießern des verfehlten deutschen Entsorgungssystems

weitere Millionen in die Kasse

gespült werden, anstatt Verbrauchern und

Betrieben mit einer grundlegenden Systemänderung

überflüssige Kosten zu ersparen. Mehr

als 175.000 Unterschriften in so kurzer Zeit

belegen, dass eine breite Mehrheit der Verbraucher

unserer Kunden die Absicht der

Bundesregierung ebenso eindeutig ablehnt

wie unser Bäckerhandwerk selbst.“ Präsident

Becker und Hauptgeschäftsführer Dr. Eberhard

Groebel übergaben die Unterschriften

dem Parlamentarischen Staatssekretär und

Beauftragten der Bundesregierung für Mittelstandsfragen,

Hartmut Schauerte.

10 Handwerk in Bremen 12/2007


Nachrichten

Das Handwerk

WACHSTUM VERLIERT AN SCHWUNG

Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes

des Deutschen Handwerks (ZDH), nahm Stellung zur Konjunktur

im Handwerk. Hier Auszüge aus seinem Statement.

Die Konjunktur im Handwerk zeigt erneut

ein uneinheitliches Bild. Es gibt Branchen, die

Rekordumsätze erzielen, und Branchen, die um

den Anschluss an das allgemeine Wachstum

kämpfen müssen. Vor allem aber gilt: Trotz

grundsätzlich positiver Grundstimmung das

Wachstum verliert an Schwung, und der wird

sich wohl auch so schnell nicht mehr einstellen.

Denn die Konjunkturimpulse haben im

Laufe des Jahres nachgelassen. Wachstumsstützen

für das Handwerk sind noch ge -

werbliche Aufträge Wirtschaftsbau, Ausrüstungsinvestitionen,

Zulieferung für Exportwaren.

Der Bremseffekt durch die Mehrwertsteuererhöhung

wird dagegen immer deutlicher

vor allem in den beiden Schlüsselbranchen

Bau und Kraftfahrzeuge. Und der private Konsum

fällt nach wie vor als Wachstumsträger

aus.

Wir müssen daher unsere Erwartungen an

das Wachstum für 2007 deutlich reduzieren.

Für das Gesamtjahr erwarten wir ein Plus von

lediglich noch 1 Prozent (auf 420,2 Milliarden

Euro Netto-Umsatz). Bei der Beschäftigung

werden wir dennoch die Trendwende

schaffen und rund 30.000 Mitarbeiter mehr

zählen (plus 0,6%). Dazu tragen maßgeblich

die Handwerke für den gewerblichen Bedarf

(Zulieferer und Dienstleister für die Industrie)

bei. Es kommt hinzu, dass zunehmend Mehrarbeit

abgebaut und in einem gewissen

Umfang in dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse

umgewandelt wird. Die Wirtschaftslage

der vergangenen Monate hat auch die Zahl

der neuen Ausbildungsverträge deutlich steigen

lassen.

Die Handwerkskammern haben im 3. Quartal

2007 wiederum rund 15.000 Betriebe in

Westdeutschland und 5.600 Unternehmen in

Ostdeutschland nach der aktuellen Geschäftslage

und den Erwartungen für die Folgemonate

gefragt. Die Geschäftslagebeurteilung

zeigt für das vergangene Jahr ein Novum: Erstmals

ist sie über diesen Zeitraum hinweg nahezu

konstant geblieben. Dem Rekordquartal im

Herbst 2006 folgte ein Winterhalbjahr mit

einer dank guter Witterung und hoher Auftragsüberhänge

nur geringfügig schwächeren

Situation. Die aktuelle Geschäftslage bleibt

zwar mit 79 Punkten im Westen und 78 Punkten

im Osten jeweils einen Punkt hinter dem

Handwerk in Bremen 12/2007

Vorjahresquartal zurück, hat sich damit aber

auf hohem Niveau stabilisiert, wie zuletzt

Mitte der 90er Jahre. Die Erwartungen sind

seit dem Zeitpunkt der Umfrage in einzelnen

Branchen jedoch zurückgegangen, wie jüngste

Trendmeldungen etwa aus dem Baugewerbe

zeigen.

Der Aufbau von Beschäftigung im Handwerk

gelang trotz sich abschwächender Konjunktur.

Im Westen melden 17 Prozent der

Betriebe ein Plus, nur 11 Prozent verlieren Mitarbeiter.

Die bessere Betriebsauslastung rechtfertigt

das zusätzliche Personal. Auch für das

Winterhalbjahr rechnen die Betriebe mit we -

niger Personalabbau als üblich.

73 Prozent der Betriebe im Westen (Ost:

71%) melden einen steigenden oder unveränderten

Umsatz und damit 3 Prozentpunkte

(West) bzw. 5 Prozentpunkte (Ost) weniger

als im Vorjahr. Weiteres Zeichen für die

Abschwächung des Aufschwungs: Mit 27 Prozent

im Westen und 29 Prozent im Osten melden

wieder mehr Betriebe Umsatzverluste als

Zuwächse (West: 24 Prozent, Ost 20 Prozent).

Die Nachfrage bleibt hinter der Dynamik

aus dem Herbst 2006 zurück. Es mangelt an

Nachschub für den Aufschwung. Die Auftragsbestände

sinken vor allem bei Betrieben des

Bau-, Ausbau- und Kfz-Gewerbes. Im Westen

melden 23 Prozent (Ost: 17%) mehr Aufträge,

27 Prozent in Ost und West haben dagegen

dünnere Auftragsbücher.

Der Spielraum der Betriebe bei den Preisen

hat sich wieder verringert. Vor allem Vorleistungen

und steigende Energiekosten können

nicht in vollem Umfang weiter gegeben

werden. Das wirkt sich auf die Erträge und

somit auf die Investitionen aus. Immerhin hat

sich der Anteil der Unternehmen, die investieren,

stabilisiert. Das dokumentiert, dass im

Westen 18 Prozent (Vorjahresquartal: 17%)

höhere Investitionen melden, während 26 Prozent

(Vorjahresquartal: 27%) ihre Ausgaben

reduzieren müssen. Im Osten bleibt die Zahl

der mehr investierenden Betriebe stabil bei 13

Prozent, 30 Prozent wollen kürzen (Vorjahresquartal:

29%).

Das vollständige Statement von Hanns-Eberhard

Schleyer unter www.zdh.de.

DEUTSCHER HANDWERKSTAG

MIT KANZLERIN MERKEL

Die Neuwahl der Spitzengremien des Handwerks

stand im Mittelpunkt des Deutschen

Handwerkstages am 29. und 30. November

in der Stadthalle Rostock. Otto Kentzler

(65) kandidierte für eine zweite Amtszeit als

Präsident des Zentralverbandes des Deutschen

Handwerks (ZDH). Gastrednerin war

Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Im Anschluss an den Handwerkstag wurden

die Sieger des Leistungswettbewerbs des

Deutschen Handwerks geehrt. Die Siegerstücke

der besten frisch gebackenen Gesellinnen

und Gesellen wurden in der Stadthalle

ausgestellt. Die Festrede hielt die

Bundesministerin für Bildung und Forschung,

Annette Schavan. HiB berichtet ausführlicher

in der kommenden Ausgabe.

GESELLENTAG UND AUS- UND

WEITERBILDUNGSKONGRESS

Im Rahmen der Handwerkstage vom 22. bis

24. November in Köln fand der 16. Europäische

Aus- und Weiterbildungskongress und

der 10. Europäische Gesellentag statt. Mehr

dazu in der nächsten HiB-Ausgabe sowie im

Internet unter: www.handwerkstage.de und

www.gesellentag.de.

HANDWERK IST FÜR VIELFALT

Auf der Bildungskonferenz der Zentralstelle

für Weiterbildung im Handwerk (ZWH)

unterzeichnete Hanns-Eberhard Schleyer,

Generalsekretär des ZDH, in Berlin die ‘Charta

der Vielfalt’. Bei dieser Initiative der

Deutschen Wirtschaft unter Schirmherrschaft

der Bundeskanzlerin verpflichten sich

Unternehmen, „die Vielfalt in der Gesellschaft

innerhalb und außerhalb des Unternehmens

anzuerkennen, die darin liegenden

Potenziale wertzuschätzen und für das

Unternehmen gewinnbringend einzusetzen.“

Das Handwerk setzt damit ein Zeichen

für Offenheit, Toleranz und Integration.

Schleyer: „Menschen mit Migrationshintergrund

leisten einen wesentlichen Beitrag

zum wirtschaftlichen Erfolg des Handwerks.

Mit knapp 500.000 ausländischen Beschäftigten

und Auszubildenden ist ihr Anteil

höher als in jedem anderen Wirtschaftszweig

Deutschlands. Das enge Miteinander

in den Betrieben bedeutet Ideenreichtum,

Kreativität, Innovationsfähigkeit und eröffnet

dem Handwerk neue Chancen auf den

internationaler werdenden Märkten.

11


Handwerkskammer

Arbeits- und Gesundheitsschutz

JEDER HAT SIE UND KEINER

KANN AUS IHR HERAUS

Thema der Arbeitssicherheitstage 2007 in der

Handwerkskammer war die Haut.

Die menschliche Haut ist nicht nur eine

unscheinbare Hülle. Vielmehr ist sie ein sensibel

reagierender Schutzschild, der Sonne,

Wind, Regen und anderen Einflüssen trotzen

muss. Doch gerade weil die Haut für Menschen

eine wichtige Funktion übernimmt, muss sie

vor Überbeanspruchung, Verletzungen und

Erkrankungen geschützt werden. Denn jede

falsche Behandlung und jeder negative Einfluss

kann dauerhafte Folgen haben.

Wie man mit geeigneten Hautschutzmaßnahmen

das Risiko einer Hauterkrankung am

Arbeitsplatz, in der Freizeit und zu Hause reduzieren

kann, zeigten jetzt die Arbeitssicherheitstage

2007. Unter dem Motto „Deine Haut

die wichtigsten 2 m 2 Deines Lebens“ haben

der ‘Landesarbeitskreis für Arbeitssicherheit

bei der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit,

Jugend und Soziales, Bremen’ und der

‘Verein Deutscher Revisionsingenieure e.V.’

(VDRI) mit Unterstützung der Handwerkskammer

Bremen die Arbeitssicherheitstage 2007

organisiert und klärten in verschiedenen Vorträgen

über Hautschutz, Hautreinigung und

Hautpflege auf. Zahlreiche Besucher und

Schulkassen waren dazu in die Handwerkskammer

gekommen, um mehr über hautbelastende

Tätigkeiten, Ekzem-Entstehung und

deren Vermeidung zu erfahren.

„Statistisch gesehen leiden vor allem junge

Menschen unter 25 häufig unter beruflichen

Hauterkrankungen“, sagte Staatsrat Dr. Hermann

Schulte-Sasse mit Hinweis auf Zahlen

der Berufsgenossenschaften. Mit einem Anteil

In Bremen ließen sich 14 Millionen Euro

Behandlungs- und Folgekosten sparen

Im Bundesland Bremen werden jährlich etwa

200 Berufskrankheiten der Haut gemeldet.

Im gesamten Bundesgebiet sind es zirka

18.000. Die Hauptbetroffenen arbeiten in

den Gesundheitsdienstberufen, in denen

intensive Hygiene mit häufigem Händewaschen

und Desinfektionsmittelgebrauch notwendig

sind. Hier wiederum fällt besonders

auf, dass bei den Arzthelferinnen mehr als

jede zweite Berufskrankheitenanzeige eine

Person aus der Gruppe der unter 25-Jährigen

betrifft (55 %).

Setzen sich für Gesundheitsschutz

ein: Landesgewerbearzt

Dr. Frank Hittmann,

Staatsrat Dr. Hermann

Schulte-Sasse und Handwerkskammer-Präses

Joachim

Feldmann (von links).

von fast zwei Fünftel stehen Hauterkrankungen

deutlich auf Platz eins der Liste der häufigsten

Berufskrankheiten. „Zu etwa 90 Prozent

handelt es sich um ein Ekzem eine Hautveränderung,

die durch Rötung, Bläschen, Nässen

oder Schuppenbildung gekennzeichnet

ist. Berufsekzeme entstehen vorwiegend durch

besondere Beanspruchungen wie Feuchtarbeit,

stundenlanges Tragen von wasserdichten

Handschuhen oder häufiges Händewaschen“,

erklärte Landesgewerbearzt Dr. Frank Hittmann.

Besonders fatal: Häufig wird im

Anschluss an Hauterkrankungen auch der

Arbeitsplatz oder die Ausbildung bedroht.

Sogar für die gesetzlichen Krankenkassen

haben die Hauterkrankungen einen zunehmenden

Stellenwert. Hier gehören Neurodermitis,

Schuppenflechte und Hautkrebs zu den

häufigsten Erkrankungen. Viele berufliche

Hauterkrankungen lassen sich durch gezielte

Prävention zuverlässig verhindern.

Präses Joachim Feldmann regte an, dass

Jugendliche schon im Vorfeld zu ihrer Ausbildungsplatzwahl

das eigene Risikopotenzial

oder eventuelle allergische Veranlagungen

abklären lassen.

Auch beim Friseurhandwerk, bei dem Rei -

nigungs- und Küchenpersonal, in der Nahrungsmittelbranche

sowie der Metallbe- und

-verarbeitung sind Gefährdungen der Haut

groß. Experten schätzen, dass allein für die

Behandlung dieser Erkrankungen und die

erforderlichen Maßnahmen der Berufsgenossenschaften

am Arbeitsplatz bundesweit jährlich

etwa 1,3 Milliarden Euro ausgegeben

werden. Rechnerisch könnten demnach allein

in Bremen jährlich mindestens 14 Millionen

Euro an Behandlungskosten und vergleichbaren

Folgekosten gespart werden, wenn diesen

Hautkrankheiten wirksam vorgebeugt

wird.

Diplom-Biologin Tuku Roy-Niemeier von

der Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzberatung

der Handwerkskammer

Bremen gibt Tipps zu Minimierung von

Hautkrankheiten:

1. sinnvolle Gestaltung des Arbeitsplatzes

bzw. des Arbeitsverfahrens, um z.B.

Feuchtarbeit möglichst gering zu halten,

2. angemessene Information und Schulung

der Mitarbeiter,

3. Verwendung von geeigneten Schutzhandschuhen

zur rechten Zeit,

4. auf den Bedarfsfall abgestimmten

Hautschutz im Berufs- und Privatleben.

Weitere Informationen:

Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzberatung

der Handwerkskammer

Bremen, Zimmer 102, Tuku Roy-Niemeier

Ansgaritorstraße 24, 28195 Bremen.

Telefon (04 21) 30 500-3 12

E-Mail: roy-niemeier.tuku@hwk-bremen.de

Der Landesarbeitskreis für Arbeitssicherheit

berät und unterstützt die Senatorin

für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend

und Soziales bei der Wahrnehmung ihrer

Aufgaben auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit

und fördert den Erfahrungsaustausch

von Verbänden, Organisationen,

Institutionen und Behörden, die auf diesem

Gebiet tätig sind. Er setzt sich zusammen

aus Vertretern von Verbänden, Organisationen,

Institutionen und Behörden,

die auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit

tätig sind oder sich aus humanitären

Gründen für diese Aufgaben einsetzen.

Kontakt:

Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd,

Präventionsdienst,

Töferbohmstraße 10, 28195 Bremen.

Telefon (04 21) 30 97-2 27.

12 Handwerk in Bremen 12/2007


Ausbildungsplätze

Handwerkskammer

FAST 18 PROZENT MEHR AUSBILDUNGSPLÄTZE

Bremisches Handwerk steigerte die Zahl der Ausbildungsplätze. Kammer-Hauptgeschäftsführer

Michael Busch: „Das ist eine tolle Leistung!“ Mit 1.519 Ausbildungsplätzen wurden 231 mehr

geschaffen als im vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum.

Bildung und Qualifizierung sind die Grundlagen

unseres Wohlstands. Der dualen Berufsausbildung

kommt dabei eine herausragende

Bedeutung für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses

zu. Wirtschaft und Bundesregierung

haben sich darum im ‘Nationalen

Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs

in Deutschland’ gemeinsam verpflichtet,

die Ausbildungsleistung insgesamt zu

erhöhen.

Die Handwerkskammer Bremen stellte jetzt

ihre aktuellen Ausbildungszahlen vor. Danach

sind im Zeitraum vom 1. Oktober 2006 bis zum

30. September 2007 im Bezirk der Handwerkskammer

Bremen mit 1.519 Ausbildungsplätzen

231 Ausbildungsverhältnisse mehr

eingetragen worden als noch im gleichen Zeitraum

ein Jahr zuvor (2006 = 1.288 Plätze).

Das entspricht einem Plus von fast 18 Prozent.

Besonders erfreulich ist, dass 143 Betriebe

erstmalig ausbilden und dafür insgesamt

167 Auszubildende eingestellt haben.

Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer

Michael Busch freut sich über das gute Resultat.

„Das ist eine tolle Leistung der bremischen

Betriebe“, sagte er und lobte dabei insbesondere

auch die Zusammenarbeit der Wirtschaftsverbände

im Ausbildungspakt: „Es ist

ein Super-Ergebnis, dass die Handwerker trotz

zahlreicher Unkenrufe ihre ohnehin hohe Ausbildungsquote

noch einmal so deutlich gesteigert

haben!“

Deutliche Steigerungen gab es vor allem

im Ausbildungsberuf zum Maurer (von 6 auf

19 Auszubildende), bei den Dachdeckern (von

15 auf 30 Auszubildende), im Elektro-Handwerk

(von 50 auf 60 Auszubildende) und im

Gebäudereiniger-Handwerk (von 2 auf 12 Auszubildende).

„Großen Einfluss haben auch die Fachverkäuferinnen

in den Lebensmittelhandwerken“,

sagt Busch. Hier stiegen die Zahlen bei den

Bäckereifachverkäuferinnen von 7 auf 21 Auszubildende,

bei den Fleischerfachverkäuferinnen

von 2 auf 12 und bei den Konditoreifachverkäuferinnen

von 4 auf 10. „Offenbar haben

die Unternehmer erkannt, dass ausgebildete

Kräfte die Kunden kompetenter beraten als

angelernte Kräfte dies können.“

Ebenfalls positiv bewertet Michael Busch

die Ergebnisse der Einstiegsqualifizierungen

Handwerk in Bremen 12/2007

(EQJ-Programm). Dabei handelt

es sich um Praktika mit

einer Dauer zwischen sechs

und zwölf Monaten, die junge

Menschen mit eingeschränkten

Vermittlungsperspektiven

oder ohne Ausbildungsbefähigung

Grundkenntnisse und

-fertigkeiten vermitteln, um

sie auf eine anschließende

Berufsausbildung vorzubereiten.

Michael Busch zum Ausbildungs-Plus:

„Super-Ergebnis“.

Von 79 EQJ-Teilnehmern

haben 42 (53,32 Prozent) im Anschluss an die

Qualifizierungsmaßnahme ihre Berufsausbildung

im Bezirk der Handwerkskammer Bremen

fortgesetzt. Damit ist das EQJ-Programm

das erfolgreichste Programm in der Berufsvorbereitung.

Die meist jugendlichen Teilnehmer

haben häufig schwierige Schulkarrieren hinter

sich. In den Betrieben lernen sie sich und

ihre Arbeit zu organisieren. Das geht manchmal

so weit, dass man ihnen beibringen muss,

regelmäßig die Berufsschule zu besuchen. Hier

leisten die Betriebe Gewaltiges“, betonte

Busch. Insgesamt sieht er

deutliche Anzeichen dafür,

dass Jugendliche, die am EQJ-

Programm teilnehmen, die

nötigen Qualifikationen

erwerben, um sich anschließend

erfolgreich um einen

Ausbildungsplatz zu bewerben.

„Einen deutlichen Beitrag

zu diesem erfreulichen

Ergebnis haben auch die im

Land Bremen vorhandenen

Unterstützungssysteme

geleistet“, führte Busch weiter aus, „daneben

steigern oft auch die durch das EQJ-Programm

geschaffenen persönlichen Beziehungen zwischen

Betriebsinhabern und Jugendlichen die

Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz

erheblich."

Das gestiegene Ausbildungsplatzangebot

im Handwerk hat dazu geführt, dass wieder

verstärkt Altbewerber in ein betriebliches

Berufsausbildungsverhältnis einmünden

konnten und erkennbar die Instrumente der

regionalen Arbeitsmarktpolitik greifen.

DAS HANDWERK NÄHER GEBRACHT

Der jordanische König Abdullah II bin Al-

Hussein war auf Bremen-Besuch. Das Oberhaupt

des Haschemitischen Königreiches hatte

den 7. Deutschen Außenwirtschaftstag im Bremer

Congress Centrum eröffnet, auf dem Jordanien

das traditionelle Gastland war. In seiner

Eröffnungsrede (Foto) warb der König für

das Engagement privater Firmen in

seiner Region. Nie zuvor habe es

unter den Bedingungen der Globalisierung

größere Möglichkeiten für

Entwicklung und Hoffnung für so

viele Menschen gegeben, unterstrich

er. Gerade private Firmen

könnten dabei die Motoren der Entwicklung

sein.

Bei einem gemeinsamen Essen

hatte Handwerkskammer-Präses

Joachim Feldmann Gelegenheit,

einigen Mitgliedern der jordanischen

Delegation die Bedeutung

und Funktion des Handwerks in

Deutschland näher zu bringen. Wie Feldmann

sagt, könne er sich durchaus vorstellen, dass Bremer

Handwerksbetriebe mit Firmen in Jordanien

kooperieren und Aufträge in dem Land

übernehmen. „Wir sind offen für Gespräche

und freuen uns auf eine mögliche Zusammenarbeit“,

sagte der Präses.

13

Foto: Messe Bremen


Das bremische Handwerk wünscht Ihnen, Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

sowie Ihren Familien zum bevorstehenden Weihnachtsfest eine

harmonische und geruhsame Zeit.

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und Ihren engagierten Einsatz für die

Sache des Handwerks. In diesem Sinne wollen wir auch die Aufgaben des

nächsten Jahres mit Ihnen gemeinsam meistern.

Möge Ihnen das Jahr 2008 Glück und Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit bringen,

so dass sich all Ihre Wünsche und Pläne verwirklichen lassen.

Mit weihnachtlichen Grüßen

Ihre

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Joachim Feldmann

Präses

Michael Busch

Hauptgeschäftsführer

KREISHANDWERKERSCHAFT BREMEN

Peter Meyer

Kreishandwerksmeister

Holger Detjen

Geschäftsführer

KREISHANDWERKERSCHAFT BREMERHAVEN-WESERMÜNDE

Sieghardt Reinhardt Imke Lathwesen Josef Solscheid

Kreishandwerksmeister Geschäftsführerin Geschäftsführer

14 Handwerk in Bremen 12/2007


Netzwerke

Handwerkskammer

NEUE RÄUME FÜR DAS AGEHA-NETZWERK BREMEN

Zwei Jahre ist es her, dass, unterstützt von

Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft

Bremen, das Handwerker-Netzwerk

AGEHA gegründet worden ist. Seither entwickelt

sich das Netzwerk prächtig und ist jetzt

in neue Räume in der Leher Heerstraße 58

60 umgezogen. Gemeinsam mit einem

Küchenstudio nutzen die Partner aus unterschiedlichen

Gewerken sie als Schauraum und

für Besprechungen. „Wir erhoffen uns Synergie-Effekte

und dass wir dem Kunden noch

mehr quasi aus einer Hand anbieten können“,

erläutert Arno Plaggenmeier das ungewöhnliche

Konzept. Zusammen mit der AGEHA und

Raumausstatter Christian Rösch hatte er Mitte

November zur Einweihung der neuen Räume

geladen. Sie sind von den beteiligten Firmen

eingerichtet und mit einer angenehmem

Atmosphäre versehen worden.

Bei einer Beratung können

Interessenten Inspirationen

für ihre eigene Einrichtung

mitnehmen und finden

auch gleich die geeigneten

Partnerfirmen aus dem Handwerk.

Auch die ausgestellten

Küchen sollen praktisch

genutzt werden: „Zwei Mal im

Monat veranstalten wir hier

ein Küchen-Event dann wird

gekocht und gegessen“, verrät

Arno Plaggenmeier.

Die Mitglieder der AGEHA vor den neuen

Geschäftsräumen in der Leher Heerstraße

(oben). Das Handwerker-Netzwerk AGEHA

hat sich gut entwickelt und verfügt nun

zusammen mit einem Küchenstudio über

geeignete Schau- und Beratungsräume. Arno

Plaggenmeier erhofft sich daraus Synergie-

Effekte für das Netzwerk.

Zweimal im Monat soll in der Küche ein

Koch-Workshop stattfinden. Bis zu 12 Personen

können sich dazu anmelden. (links).


Der Weg

zur erfolgreichen

Kommunikation

mit Printmedien

Handwerk in Bremen 12/2007

15


Handwerkskammer

Gebäudeenergieberater

GUT FÜR DIE UMWELT UND DAS PORTEMONNAIE

Die Teilnehmer des HandWERK-Lehrgangs zum Gebäudeenergieberater erhielten im Gewerbehaus

ihre Abschluss-Zeugnisse. Alle Teilnehmer bestanden die Abschlussprüfung, drei von ihnen gar mit

der Note „sehr gut“.

In Zeiten von Klimawandel und knapper

werdenden Ressourcen sind gangbare Wege

zum vernünftigen Haushalten mit Energie

eine große Herausforderung. Sie zu meistern

sollte ein Ziel für alle sein auch für das Handwerk.

Um der Verantwortung für unsere

Umwelt gerecht zu werden, trägt die Handwerkskammer

Bremen unter anderem dazu

bei, dass sie Fortbildungskurse zum Gebäudeenergieberater

(HWK) anbietet. Die fünfzehn

Absolventen Architekten, Bauingenieure

und Handwerksmeister des gerade zu

Ende gegangenen diesjährigen Kurses erhielten

jetzt im Wandschneidersaal der Handwerkskammer

ihre Abschlusszeugnisse.

„Sie dürfen und sollten stolz auf Ihre Leistung

sein und ich glaube Sie werden in Zukunft

gefragte Persönlichkeiten sein“, prognostizier-

Ein dreiviertel Jahr haben sie gepaukt und dann an einem dreimonatigen

Eigenprojekt gearbeteit. Am Ende haben erstmals alle angetretenen

Kursteilnehmer bestanden.

Ansehen und probesitzen in unseren

über 1.000 qm Ausstellungsräumen

im Gewerbegebiet Bremer Kreuz

Montags bis freitags 8 16 Uhr.

Beratung gern auch außerhalb dieser Zeit

nach Vereinbarung. Parkplatz-Garantie!

®

Bremen Mahndorf

Rationelle Büro- u. Betriebseinrichtungen

collection synchro-linea

kein Genuss ist vorübergehend,

denn der Eindruck, den er zurücklässt,

ist bleibend. (J.W.v. Goethe)

Heerenholz 12-14

D-28307 Bremen

Tel. 0421- 486050

Der große

- Katalog

kommt kostenlos

auf Anforderung

Fax 0421- 4860540

E-mail: info@rbb.de

Internet: www.rbb.de

te Michael Busch, Hauptgeschäftsführer

der Handwerkskammer Bremen,

den Teilnehmern bei der

Übergabe ihrer Zertifikate. „Denn

Effizienz im Hausbau nützt nicht

nur dem Erhalt einer intakten

Umwelt, sondern aufgrund steigender

Energiepreise auch dem

Portmonee des Kunden“, sagte

Busch.

Dass das Thema topaktuell ist

und es für die Zukunft viel Potenzial

birgt, erläuterte Michael Pleus

von Essen. Er lehrte als Dozent in

den Kursen und war auch Mitglied

im Prüfungsausschuss. „Als wir vor

Jahren mit den Kursen begannen,

gab es so gut wie keine Gesetze für

diesen Bereich. Und auch in diesem

Jahr war die Gesetzgebung

bis kurz vor Kurs-Ende nicht eindeutig“,

sagte er. Darum sei es

wichtig für die frisch gebackenen

Energieberater „auch zukünftig am

Ball zu bleiben und neue Entwicklungen

aufzunehmen.“ Pleus von

Essen hofft, dass seine Schützlinge

künftig dazu beitragen, auch

andere für die Fortbildung zu

begeistern. „Gehen Sie hinaus in

die Welt und seien Sie Multiplikatoren,

damit wir eine Veränderung

schaffen“, gab er ihnen mit auf

den Weg. Sehr erfreut war Pleus

von Essen, dass in diesem Jahr alle

Teilnehmer den Kurs bestanden

haben. Drei von ihnen sogar mit

der Note „sehr gut“. Michael Busch

hob besonders die Leistung des

24jährigen Jörn Albrecht aus Ritterhude

hervor. Er bestand als

jüngster Teilnehmer die Prüfung

und ist bereits seit dem 1. November

2006 Meister im Installateurund

Heizungsbauer-Handwerk.

Die über ein Jahr laufende Fortbildung

bestand aus rund 220

Unterrichtsstunden in einem dreiviertel

Jahr. In den letzten drei

Monaten arbeitete jeder Absolvent

an einem eigenen praktischen Projekt,

in dem sie von den Dozenten

unterstützt wurden und das am

Ende benotet wurde.

16 Handwerk in Bremen 12/2007


Veranstaltungen

Bremen

BRAUNKOHL-ESSEN

FÜR GUTEN ZWECK

Das diesjährige Braunkohlessen

der Fleischerinnung war auch im dreizehnten

Jahr wieder ein Erfolg. Die

klassische Kombination aus Braunkohl,

Kasseler, Kohlwurst und Pinkel

ließen sich wieder zahlreiche Gäste

auf dem Domshof schmecken. „Trotz

des ungemütlichen Wetters sind wir

auch heuer sehr glücklich über den

Verlauf“, sagte Rolf Bähr, Geschäftsführer

der Fleischerinnung Bremen.

Ebenso zufrieden waren die Besucher:

„Ich finde es super, dass wir nach dem

Einkauf in der Innenstadt hier noch

so leckeres Essen bekommen“, freuten

sich Gerda Pape und ihr Ehemann aus

Bremen-Nord.

Grund zur Freude bestand für die

beiden dabei sogar doppelt, denn wer

eine Portion bestellte, diente damit

einem guten Zweck. Der Gewinn aus

dem Verkauf wird dem Elternverein

Tumor- und Leukämiekranker Kinder

in Bremen e.V. an der Professor-Hess-

Kinderklinik gespendet.

Lob gebührt in diesem Jahr wieder

den freiwilligen Helfern. „Aufgrund

des verkaufsoffenen Sonnabends

haben viele Selbständige verständlicherweise

wenig Zeit, um bei

der Aktion zu helfen. Deshalb freuen

wir uns immer wieder, wenn wir merken,

dass dennoch reichlich Interesse

besteht bei dem Projekt mitzuhelfen“,

sagte Rolf Bähr. Traditionell wird das

Essen am ersten Sonnabend im

November veranstaltet. Da war in diesem

Jahr allerdings noch Freimarkt, so

dass die Innung auf den zweiten

Sonnabend auswich.

Bremens Fleischer tischten auf dem Domshof Braunkohl auf.

‘GOLD AM FLUSS’:

KUNSTVOLLE ERINNERUNGEN

Stehen und Staunen bei der 12. Ausstellung von Gold am

Fluss (oben). Nicht alles Gold, was glänzt: Auch Silberstücke

glitzerten auf der Ausstellung „Gold am Fluss“ (unten).

Glückliche Gewinner: Sandra Schumann, Verena Geffken und

Patricia Zwernemann (von links) gewannen die begehrten

Preise (unten rechts).

Handwerk in Bremen 12/2007

Ein Jahr lang hatten sie sich ins

Zeug gelegt, dann waren sie der Drehund

Angelpunkt bei der Eröffnungsfeier

zur 12. Ausstellung des Gold- und

Silberschmiedhandwerks ‘Gold am

Fluss’: 25 Lehrlinge fertigten Silber

und Goldstücke zum Thema „Erinnerung“

an. Die Kreativsten unter dem

Nachwuchs bremischen Gold- und Silberschmiedehandwerks

wurden nach

Lehrjahren gestaffelt von Radiomoderator

und Ehrengast Winfried Hannemann

vor mehreren hundert Besuchern

im Bremer Rathaus ausgezeichnet.

Insgesamt neun Auszubildende

durften sich über Trophäen sowie

Geld- und Sachpreise freuen. Am

erfolgreichsten war Sandra Schumann.

Die Auszubildende erreichte mit ihren

Schmuckstücken sowohl den ersten

als auch den dritten Platz unter den

Teilnehmern aus dem 3. Lehrjahr.

Neben der Preisverleihung konnten

die Besucher die Exponate der

Gold- und Silberschmiede begutachten.

Insgesamt rund 700 Ausstellungsstücke

von 20 verschiedenen

Goldschmieden aus Bremen und

Umgebung zu füllten die Vitrinen und

zogen die Blicke der Schmuckliebhaber

magisch an. Nicht nur

anschauen und träumen,

sondern auch Anprobieren

war erlaubt. Während

der Ausstellungstage wurden

10.000 Besucher

erwartet. „Damit ist die

Präsentation eine der

größten Goldschmiede-

Ausstellungen Deutschlands“,

sagte Goldschmied

Hans-Olaf Claussen

aus dem Bremer

Schnoor.

17


Bremen

Innungsversammlungen

im Herbst

Die ersten Innungsversammlungen des

Herbstes haben stattgefunden. Für die meisten

Innungen ist satzungsgemäß vorgesehen,

dass zwei Mal im Jahr getagt wird.

Den Anfang machte in diesem Jahr die

Innung der Feinmechaniker. Obermeister

Dieter Wagschal konnte am 18. Oktober die

Mitglieder in der Alten Gilde begrüßen.

Neben den Regularien hatten die Innungsmitglieder

Gelegenheit zum Austausch von

Neuigkeiten. Die nächste Innungsversammlung

im Frühjahr wird voraussichtlich auf

Norderney stattfinden.

Am 3. November folgte die Kürschner-

Innung Bremen mit ihrer letzten Innungsversammlung.

Die Innung, die zur Zeit noch

aus drei Mitgliedern besteht, löst sich zum

31.12.2007 auf, nachdem die Handwerkskammer

die notwendige Leistungsfähigkeit

nicht mehr gewährleistet sah. Obermeister

Werner München sowie die Mitglieder und

Gastmitglieder bedauern dies sehr. HAND-

WERK IN BREMEN wird in der kommenden Ausgabe

ausführlich berichten.

Am 6. November fand im Innungssaal des

Gewerbehauses die Innungsversammlung

der Konditoren statt. Obermeister Andreas

Knigge konnte erstmals Kollegen der Oldenburger

Konditoren-Innung in Bremen begrüßen.

Für die Zukunft ist an eine lockere

Kooperation der Innungen gedacht. Als Gast

stellte Bettina Emmerich-Jüttner, Geschäftsführerin

der Landesinnung des Bäckerhandwerks

Niedersachsen/Bremen, ein Analyse-

Programm zur Ermittlung von Allergenen

und Nährwerten in Nahrungsmitteln vor.

Stefan Schiebe von der Geschäftsführung

der Kreishandwerkerschaft Bremen erläuterte

die Auswirkungen des neuen Nichtraucherschutzgesetzes

für Bremen, das voraussichtlich

ab 1. Januar 2008 gelten wird.

Die Mitglieder der Zweiradmechaniker-

Innung trafen sich am 8. November im

Gewerbehaus. Obermeister Olaf Otto konnte

neben Tobias Leuze vom ADFC Bremen

auch Knut Gunnemann vom TBZ Mitte

begrüßen, der sich als Lehrer den Fragen der

Mitglieder zum Thema Berufsschule stellte.

Angeregt diskutiert wurden Aktionen für

das Jahr 2008. Ein Vortrag von Stefan Schiebe

zum Thema „Neuigkeiten im Handwerk“

rundete die Innungsversammlung ab.

Wie können sich kleine

und mittlere Unternehmen

am besten im Internet darstellen?

Diese Frage behandelte

eine Veranstaltung der

Bremer Investitions-Gesellschaft

(BIG) in Zusammenarbeit

mit der Kreishandwerkerschaft

Bremen.

Internet, E-Business und

Online-Geschäfte sind allseits

bekannte Begriffe. Dennoch

werden in vielen Betrieben die

Chancen eines guten Internetauftritts

noch gar nicht

oder nur unzureichend

genutzt. Häufig mangelt es einfach an Zeit

und Gelegenheit, um sich mit dem Thema einmal

näher zu befassen.

Internetpräsenz und Online-Geschäfte stehen

aber nicht im Widerspruch zum herkömmlichen

Geschäftsauftritt, sondern sind eine

notwendige Ergänzung zur Steigerung von

Umsatz, Senkung von Kosten, Ausweitung des

Vertriebsgebietes und oftmals unterschätzt

Veranstaltungen

ERFOLGREICHER INTERNETAUFTRITT

Rund 60 interessierte Zuhörer fand eine gemeinsam von der BIG

und der KH Bremen angebotene Veranstaltung zum Auftritt im

Internet.

Internet-Fachmann Christian

Pansch referierte über den

Auftritt im Web.

zur Stärkung der Kundenbeziehungen.

Das wurde in den Vorträgen

der Referenten, Stefan

Büschler und Christian

Pansch von der konstruktiv

GmbH in Bremen deutlich. Sie

erläuterten die Herangehensweise

bei der Vorbereitung

und Realisierung eines Internetauftritts.

Dazu wurde

gezeigt, wie eine ansprechende

Internetseite aussehen

muss und welche Gestaltungsmerkmale

zu beachten

sind, damit sie von Kunden im

Internet auch leicht gefunden werden kann.

In einem abschließenden Praxisbericht von

Peter Meistrzok von der Getifix GmbH Bremen

erfuhren die Teilnehmer, wie man seinen Internetauftritt

sinnvoll und für den Kunden informativ

und aussagekräftig gestalten kann. Von

den rund 60 interessierten Teilnehmern haben

viele ihre erworbenen Grundkenntnisse auf

einem nachfolgenden Workshop vertieft.

HILFREICHES WISSEN ZUR VOB

Ein kleines juristisches Seminar in Sachen VOB-Recht hielt die

Kreishandwerkerschaft Bremen für interessierte Handwerker ab.

Wiederholung im kommenden Frühjahr möglich.

Auf dem Bau hat jeder Handwerker mit ihr

zu tun, und manchem fällt es nicht gerade

leicht, die zahlreichen Bestimmungen der VOB

(Verdingungsordnung Bauwesen) immer im

Kopf zu haben. Ein guter Grund für die Kreishandwerkerschaft

Bremen, ein Grundlagenseminar

zur VOB anzubieten.

In den Räumen der AOK Bremen/Bremerhaven

kamen 25 Handwerker zusammen, um

sich von den beiden Referenten, Rechtsanwalt

Patrick von Haacke und Stefan Schiebe, in die

Grundzüge des Werkvertragrechts einführen zu

lassen.

Die VOB A, VOB B sowie Probleme und

Besonderheiten des Werkvertragrechtes waren

die thematischen Inhalte. Der besondere

Schwerpunkt lag in der Vermittlung von Wissen,

das spätere Prozesse und Streitigkeiten

vermeiden hilft. Hier gab es zahlreiche Tipps

und Hinweise zur Vertragsgestaltung und

Abwicklung.

„Der BGH ist ausgesprochen bestellerfreundlich

in seiner Rechtsprechung“, so

Rechtsanwalt von Haacke, „unsere Mitglieder

müssen daher besonders im Bereich der Dokumentation

und Beweisbarkeit ihrer Ansprüche

und Forderung sehr penibel sein.“ Alle Einzelheiten

zu bedenken und das Konfliktpotenzial

gering zu halten, war denn auch der Schwerpunkt

der Fortbildung.

Die anwesenden Handwerker folgten engagiert

den Ausführungen der Juristen. Eine

erneute Durchführung des Seminars ist für das

nächste Frühjahr ins Auge gefasst.

18 Handwerk in Bremen 12/2007


Qualitätssiegel

Bremen

QUALIFIZIERTE INNUNGSBETRIEBE BRINGEN GLÜCK

Gleich doppeltes Glück hatte die Kundin eines Bremer Malerbetriebes. Zum Einen war sie mit der

Arbeit des von ihr beauftragten Malerbetriebes hochzufrieden und dann gewann sie auch noch

einen Reisegutschein über 300 Euro der Fördergesellschaft Qualität im Handwerk.

Manuela Grönwoldt aus Bremen hatte vor

einiger Zeit die Außenfassade ihres Hauses

streichen lassen. Mit der Arbeit des Malerbetriebes

„Malermeister Alex“ aus Bremen-

Rablinghausen war sie äußerst zufrieden.

Darum beteiligte sie sich auch mit einer Karte

an der Bewertung ihres Malers. Und das war

gut, denn Manuela Grönwoldt hatte das Glück,

als Monats-Gewinnerin im Rahmen des qih-

Qualitätssiegelverfahrens gezogen zu werden.

Nun kann sie sich über einen 300-Euro-Reisegutschein

freuen.

Dazu gratulierten der Geschäftsführer der

Fördergesellschaft qih, Volker Kreft, sowie

„Malermeister Alex“ Alexander Erjawetz, der

seiner zufriedenen Kundin einen Blumenstrauß

überreichte.

„qih“ steht für „Qualität im Handwerk Fördergesellschaft

mbH“. Das Qualitätssiegel

wird neutral von qih allein aufgrund der Kundenbewertungen

erteilt. Weder die qih-Fördergesellschaft

noch der Betrieb haben Einfluss

auf die Bewertungen. Daher können Kunden

dem Siegel volles Vertrauen schenken. Ein

Betrieb, der meistergeführter Innungsfachbetrieb

sein muss, erhält das Siegel erst, nachdem

eine bestimmte Anzahl von Bewertungen

vorliegt. Und er bekommt es nur solange, wie

permanent Bewertungen von Kunden für den

Betrieb abgegeben werden.

Alexander Erjawetz freut sich, dass eine seiner

Kundinnen Gewinnerin des Monats wurde.

Der Malermeister sieht das Siegel als weiteren

Ansporn, die Leistung seines Betriebes

stets zu verbessern. Bewertungskriterien sind

Termintreue, Kompetenz, Kundenorientierung,

Sauberkeit und Wertigkeit sowie der Gesamteindruck,

was bei Malermeister Alex fast ausschließlich

mit „sehr gut“ benotet wurde. Und

das ist bei dem 11-Mann-Betrieb übrigens

meistens so.

Seit dem 7. Mai 2007 nimmt die Niekerke

Malermeister GmbH, Bremen, am qih-Qualitätssiegelverfahren

teil. Geschäftsführer Ralf

Niekerke sagt zum qih-Verfahren: „Für uns ist

die Auszeichnung eine Bestätigung unserer

Arbeit und unserer Mitarbeiter durch den für

uns wichtigsten Faktoren unsere Kunden.

Das Zertifikat ist für uns natürlich auch ein

Ansporn, weiter an uns zu arbeiten, um diesen

hohen Ansprüchen auch in Zukunft

Handwerk in Bremen 12/2007

Das Qualitätssiegel (oben)

der Fördergesellschaft „qih“,

Qualität im Handwerk.

gerecht zu werden. Wir bedanken uns bei unseren

Kunden und unseren Mitarbeitern. Die

Rückmeldungen unserer Kunden sind für uns

ein guter Indikator zur Qualitätssicherung.

Der Aufwand hierfür hält sich absolut im Rahmen.

Da die Kunden nicht mehr nur der ‘Geizist-Geil-Einstellung’

folgen, sondern auch verstärkt

auf Qualität, Termintreue und fachkundige

Beratung Wert legen, ist die Qualitätsinitiative

eine gute Möglichkeit, sich entsprechend

zu positionieren.“

Ganz sicher werden sich weitere Bremer

Betriebe dem Qualitätssiegelverfahren

anschließen. Bisher hat sich der Hauptverband

Farbe Gestaltung Bautenschutz das Siegel

bundesweit exklusiv gesichert. Doch voraussichtlich

schon ab nächstem Jahr wird die

Auszeichnung von Qualitätsbetrieben auf weitere

Gewerke erweitert werden können.

Foto oben (v.l.): Alexander

Erjawetz (Malermeister Alex)

mit Qualitätszertifikat,

Gewinnerin Manulea Grönwoldt

und Volker Kreft

(Geschäftsführer qih).

Foto links: (v.l.): Volker Kreft

und Ralf Niekerke bei der

Urkundenverleihung im Rahmen

einer Feierstunde im

Hause der Firma Henkel

KGaA in Düsseldorf im Juli

2007.

Innungsversammlungen

im Herbst

Obermeister Arno Plaggenmeier konnte zur

Innungsversammlung der Maler und Lackierer

am 12. November rund 30 Kolleginnen

und Kollegen begrüßen. Nach einem historischen

Spaziergang mit dem Nachtwächter

fand die Versammlung diesmal im Konsul-Hackfeld-Haus

statt.

Nach einem informativen Vortrag von Dr.

Bernd Anders von der Deutschen Gesellschaft

zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)

dankte der Obermeister in seiner Rede insbesondere

für das ehrenamtliche Engagement

und forderte zugleich den Nachwuchs

auf, sich einzubringen.

19


Bremen

Maler- und Lackierer-Innung

MALER ZU GAST

BEI FREUNDEN

Der „Malerstammtisch“ ist eine feste Einrichtung

der Maler- und Lackierer-Innung Bremen.

Jetzt war der Stammtisch zu Gast bei

Freunden in Riga, Bremens Partnerstadt. Über

den Besuch berichtet der Ehrenobermeister der

Maler- und Lackierer-Innung Bremen, Dirk

Fiedler:

Am 16. Oktober fuhr der Stammtisch der

Maler- und Lackierer-Innung für fünf Tage

nach Riga, um alte Freunde und Bekannte zu

besuchen und die Arbeiten, die nach der

Wende dort ausgeführt wurden, zu besichtigen.

Um das besser zu verstehen, ein Blick

zurück. Nach der politischen Wende, stürzte

auch das Regime in Lettland. In jenen Tagen

bekam die Partnerstadt von Bremen starke

Hilfe durch die AWO und den ASB. Die Gattin

des damaligen Bürgermeister Wedemeier

suchte händeringend nach Unterstützung für

Renovierungsarbeiten.

Die Innung reagierte sofort, und eine riesige

Materialmenge wurde durch die Mitglieder,

den Großhandel und die großen Hersteller

zur Verfügung gestellt. Fünf Malermeister

aus Bremen fuhren nach Riga, um unter anderem

ein Waisenhaus zu renovieren. Gleichzeitig

war auch die Dachdecker-Innung Bremen

vor Ort und leistete erste Hilfe. Das damalige

Volumen der Spenden belief sich auf über vier

Millionen DM. Eine einmalige Leistung für

eine Innung.

Nun kamen die Maler zurück nach Riga.

Nach einer obligatorischen Stadtbesichtigung

wurden am zweiten Tag einige Schulen besichtigt,

und wir waren angenehm überrascht, in

welch gutem Zustand die Häuser waren. Spe-

Auf Riga-Besuch: Mitglieder

des Bremer Maler-Stammtisches

in der lettischen

Hauptstadt (oben).

Viel geschehen: Zwei der

zahlreichen liebevoll renovierten

Häuser der Altstadt

(rechts). Nach der Wende

hatten Bremer Maler in Riga

mit angepackt.

ziell gilt dies für die Altstadt

von Riga. Die Handwerker vor

Ort suchen dringend nach

Fachkräften und werben sie

teilweise aus Weißrussland

an. Durch unsere guten Verbindungen

zur Stadtverwaltung

empfingen uns der stellvertretende

Bürgermeister

und einige Senatoren. Dieser

Austausch war für uns sehr

informativ. Am letzten Tag

besuchten wir das 60 km vor

den Toren Rigas liegende

Schloss Rundale, wo die Bremer

Maler vor Jahren ebenso

in Aktion waren.

Eine rundum informative

Reise bei schönstem Wetter

fand ihren Abschluss in der

Oper von Riga, einem echten

Schmuckstück. Wir haben uns

schweren Herzens mit vielen

neuen Eindrücken verabschiedet

und freuen uns heute

schon auf eine Wiederholung

der Reise.

20 Handwerk in Bremen 12/2007


Ehrungen

Bremen

EHRUNG FÜR DIE

„100-JÄHRIGEN“

In festlichem Rahmen wurden im Handwerkssaal

des Gewerbehauses die Bremer

Handwerksbetriebe geehrt, die seit 100 Jahren

und mehr bestehen und heute Innungsmitglieder

sind, ihre Rolle in der Bremer Wirtschaft

wahrnehmen und Bremer Geschichte mit ge -

prägt haben. Der stellvertretende Kreishandwerksmeister

Arno Plaggenmeier bedankte

sich bei den Betrieben für deren Ausdauer und

Genügsamkeit, gerade auch in schwierigen

Zeiten. Er stellte heraus, dass es vor allem Qualitätsbewusstsein

ist, das den Betrieben einen

so langen Bestand garantiert. Zudem könne

man stolz auf die Handwerksbetriebe sein, die

zu den unentbehrlichen Stützen eines starken

Mittelstandes in Bremen zählten.

Plaggenmeier betonte, dass es gerade in

einer starken Gemeinschaft, nämlich der

Die KH Bremen ehrte die über 100 Jahre alten Bremer Innungsbetriebe (oben). Glückwünsche gab es

vom stellvertretenden Kreishandwerksmeister Arno Plaggenmeier und Senator Ralf Nagel (unten).

Innung, möglich sei, sehr viel für die eigene

Zukunftssicherung und die Zukunft des

gesamten Handwerks zu tun. Insbesondere

Innungsbetriebe gewährleisteten die Qualität,

die von der Kundschaft erwartet werde.

Der Senator für Wirtschaft

und Häfen, Ralf Nagel, gratulierte

den Betrieben und

sprach ihnen seine Anerkennung

aus. Nagel hob hervor,

dass es in der Region Bremen/Bremerhaven

zahlreiche,

gewachsene Familientraditionsbetriebe

gebe, denen

besondere Anerkennung

gebühre. Zudem erzählte er in

unterhaltsamer Weise von

handwerklichen Hintergründen seiner eigenen

Familie.

Die Kreishandwerkerschaft Bremen und

der Arbeitgeberverband Handwerk Bremen

e.V. bewerten die Veranstaltung als sehr erfolgreich,

weshalb es wohl nicht bei diesem einmaligen

Zusammentreffen bleiben wird.

Dabei weist die Kreishandwerkerschaft darauf

hin, dass es einige Innungsbetriebe geben

kann, die bei der Ehrung nicht berücksichtigt

wurden, obwohl sie ebenfalls 100 Jahre oder

älter sind. Das hängt mit den Eintragungen der

Gründungsdaten in der Handwerksrolle zusammen.

Da andere Datenquellen nicht zur Verfügung

stehen, bittet die Kreishandwerkerschaft

diese Betriebe, sich zu melden, damit eine Korrektur

vorgenommen werden kann.

UFH Bremen war auf der Delegiertenversammlung des FEM in Paris vertreten

Seit vielen Jahren ist der Arbeitskreis UFH

Bremen Mitglied des FEM (Frauen Europäischer

Mittel- und Kleinbetriebe). Mindestens

einmal jährlich kommen Delegierte der einzelnen

Mitgliedsverbände auf europäischer

Ebene zusammen. Zur jüngsten Delegiertenversammlung

in Paris waren aus Bremen Silvia

Junge und Marlies Schlöcker angereist.

Gemeinsam behandelten die Vertreterinnen

aus Italien, Spanien, Frankreich, Schweiz,

Österreich und Deutschland aktuelle Themen

ihres europäischen Netzwerkes.

FEM wurde 1990 als europäischer Dachverband

für die nationalen und regionalen

Vereinigungen der Frauen in den Klein- und

Mittelbetrieben Europas gegründet. Die

Organisation vertritt sowohl selbständige

Unternehmerfrauen als auch mitarbeitende

Ehefrauen und Partnerinnen. Derzeit umfasst

das Netzwerk 17 Mitgliedsorganisationen aus

zehn europäischen Ländern und besitzt Kontakte

zu anderen europäischen Ländern in

Mittel- und Osteuropa. Präsidentin der FEM

ist Giovanna Boschis Politano (Italien), die

auch den Vorsitz der Versammlung führte.

FEM und die Mitgliedsorganisationen

arbeiten an folgenden Zielen:

• Anregung zur Gründung von Arbeitskreisen

in allen Ländern,

• Verbesserung der Position der mittätigen

und selbständigen Frauen in Mittel- und

Kleinbetrieben und im Handwerk,

• Gleichstellung von Männern und Frauen

in Politik und Wirtschaft in Mittel- und

Kleinbetrieben und im Handwerk national

sowie international,

• Kontaktstelle auf europäischer Ebene in

allen Angelegenheiten, die mittätige und

selbständige Unternehmerfrauen betreffen,

• Verbesserung der sozialen und kulturellen

Stellung der selbständigen und mittätigen

Unternehmerfrauen,

• Austausch von Kenntnissen und Erfahrungen

zwischen Frauen aus den EU-Mitgliedstaaten

und auch mit Frauen aus den

übrigen europäischen Staaten, die nicht

in der EU vertreten sind.

Für die Zukunft hat FEM einen globalen

Plan ausgearbeitet, um die Unternehmerfrauen

in Mittel- und Kleinbetrieben und im

Handwerk zu unterstützen. Zur Umsetzung

dieser Ziele steht FEM in Kontakt mit der Europäischen

Kommission und dem Europäischem

Parlament.

Die UFH Bremen unterstützt die Netzwerkarbeiten

von FEM und ist daher seit vielen

Jahren Mitglied. Die nächste Delegiertenversammlung

findet Anfang November 2008

in Rom statt.

Handwerk in Bremen 12/2007

21


Bremerhaven

Dienstleistungen

HANDWERK INFORMIERTE ÜBER SERVICELEISTUNGEN

Bereits zum zweiten Mal fand in diesem

Jahr der Wirtschaftsberatungstag im Rathaus

der Stadt Langen bei Bremerhaven statt. Wie

schon beim ersten Mal beteiligten sich wieder -

um die Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-

Wesermünde und die Handwerkskammer

Lüneburg-Stade mit einem Informationsstand

zu ihren vielfältigen Beratungsangeboten.

Mit dem Wirtschaftsberatungstag wollten

die Veranstalter der Wirtschaftsförderung der

Stadt Langen Unternehmern, Existenzgründern

und Freiberuflern die Gelegenheit zur

umfassenden Information über die unterschiedlichen

Beratungsangebote geben.

Die Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-

Wesermünde stellte insbesondere ihre Beratungsleistungen

auf dem Gebiet der Weiterbildung

und Qualifizierung vor. Diese wird

heute hauptsächlich von der InCoTrain GmbH

im Haus des Handwerks durchgeführt. Aber

auch die Akademie des Handwerks an der

Unterweser informierte über ihr breit gefächertes

Angebot, unter anderem über die Meisterausbildung

und den Lehrgang zum Betriebswirt

(HWK). Darüber hinaus bot die Kreishandwerkerschaft

selbst Informationen über

ihre vielfältigen Service- und Beratungsleistungen

für Innungsbetriebe an.

Infoabend zur

Meisterausbildung

Im Januar starten bei der Akademie des

Handwerks an der Unterweser zahlreiche

Meisterkurse. Angeboten werden Lehrgänge

der Teile I und II für das Elektrotechniker-Handwerk,

das Friseur-Handwerk, das

Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk,

die Bau-Handwerke (Maurer, Stahl-Betonbauer,

Zimmerer) und das Kfz-Techniker-

Handwerk. Darüber hinaus bietet die Akademie

die Fortbildungen zum Technischen

Fachwirt (Teil III der Meisterausbildung) und

zur Ausbilder-Eignungsprüfung (Teil IV)

sowie den zweijährigen Lehrgang Betriebswirt/in

(HWK) an.

Interessenten können sich über die Meisterausbildung

und zu Förderungsmöglichkeiten

durch das Meister-BaföG am 3. Dezember,

18.30 Uhr, im Haus des Handwerks, Co -

lumbusstraße 2, Raum B 224, beraten lassen.

Zulassungsvoraussetzungen für alle

Meisterkurse ist die erfolgreiche Gesellenprüfung

oder ein gleichgestelltes Zeugnis.

Am Stand der Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde informierten Holger Schröder

(links) und Ali Gholamazad über das umfangreiche Beratungsangebot im Haus des Handwerks.

FÜR RESPEKT UND TOLERANZ

Haus des Handwerks beteiligt sich an Aktionswoche gegen

Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Wir in Bremerhaven für Respekt, Toleranz

und Demokratie. Unter dieses Motto stellte

jetzt das Bremerhavener Netzwerk Mut gegen

Gewalt eine Veranstaltungsreihe gegen

Rechtsextremismus. Auch die Ausbilder und

Auszubildenden im Bremerhavener Haus des

Handwerks beteiligten sich mit zwei Veranstaltungen.

Mitte November hatten sich die rund 120

Auszubildenden im großen Saal versammelt,

um gemeinsam den Film „Platzangst“ zu

gucken. Darin wird die Geschichte eines

Jugendlichen erzählt, der zwischen seiner Neonazi-Clique

und der Liebe zu einer jungen

Deutsch-Russin hin- und her gerissen wird. Mitgebracht

hatten den Film William Grandke

und Uwe Meyer Blum von der Polizei Bremerhaven.

Für sie ist der Streifen ein Beispiel

dafür, wie rechte Gruppen neue Mitglieder

gewinnen, indem sie Jugendlichen das Gefühl

von einem zu Hause und von Gemeinsamkeit

und Stärke geben. Bei den Auszubildenden

kam der Film gut an. Nach dem Ende der Vorführung

diskutierten sie lebhaft mit den Beamten

über rechtsextreme Gewalttaten und wie

man ihnen mit Zivilcourage entgegentreten

kann.

Eine Woche zuvor hatten sich die Mitarbeiter

des Hauses des Handwerks damit beschäftigt,

wie man Rechtsextreme heute überhaupt

erkennt. Denn die Zeiten, als Neonazis ihre

Gesinnung ausschließlich mit kahl geschorenen

Köpfen und Springer-Stiefeln nach Außen

kehrten, sind schon lange vorüber. Heute sind

die Erkennungszeichen subtiler und oft nur für

rechte Insider erkennbar. Bei der Veranstaltung,

zu der eigens ein Experte des Antifaschistischen

Pressearchivs und Bildungszentrums

(Apabiz) aus Berlin angereist war, konnten sich

die Mitarbeiter über die neuen Codes der

extremen Rechten informieren.

22 Handwerk in Bremen 12/2007


Innung Metall

Bremerhaven

AUSFLUG ZU AIRBUS NACH HAMBURG-FINKENWERDER

Die Innung Metall Bremerhaven-Wesermünde besichtigte Hamburger Flugzeugwerft und

informierte sich über die Metallverarbeitung im Flugzeugbau. Anschließend kamen die Metall-

Handwerker zur Innungsversammlung zusammen.

Aus Metall lässt sich fast alles bauen, Treppengeländer

ebenso wie Flugzeuge. Die Produktpalette

ist fast grenzenlos, für Metallbauer

gibt es immer etwas Neues zu sehen. Deshalb

besichtigt die Innung Metall Bremerhaven-Wesermünde

einmal im Jahr ein großes

Metall verarbeitendes Unternehmen. Nachdem

die Innungsmitglieder im vergangenen

Jahr die Papenburger Meyer Werft besucht

hatten, führte sie die diesjährige Werksbesichtigung

zum Flugzeugbauer Airbus in Hamburg-Finkenwerder.

Beim Rundgang durch die riesigen Hallen

stand naturgemäß die Technik der Metallverarbeitung

im Flugzeugbau im Mittelpunkt.

Am Beispiel der Aluminium-Rumpfschalen,

die im Werk Nordenham gefertigt werden,

konnten sich die Besucher ein Bild davon

machen, mit welchen Tricks und Kniffen die

Flugzeugbauer Gewicht einsparen. Selbst kaum

fühlbare Reduzierungen der Materialstärke

durch Ätzverfahren summieren sich beim kompletten

Flugzeug zu etlichen Kilos weniger. Auf

großes Interesse bei den Metall-Fachleuten

stieß auch die Art und Weise, wie die einzelnen

Flugzeugteile zu einem großen Ganzen

zusammengefügt werden. Trotz moderner

Kunststoff- und Klebetechniken greifen die

Flugzeugbauer nach wie vor hauptsächlich

auf Nieten zurück, die oft aus Hightech-Materialen

wie Titan bestehen.

Bei ihrem Rundgang konnten die Innungsmitglieder

die einzelnen Stationen des Flugzeugbaus

verfolgen, von der Anlieferung der

Mitglieder der Innung Metall vor dem Airbus-Werkstor in Hamburg Finkenwerder.

einzelnen Rumpfschalen bis zur Endmontage

eines Airbus A 321. Der neue Supervogel A

380 versteckte sich allerdings vor den eigens

für ihn gebauten Hallen am anderen Ende des

Werksgeländes. Doch selbst aus der Entfernung

beeindruckte der neue Star am Airbus-

Himmel durch seine Größe.

„Mit den Werksbesichtigungen möchten

wir das Miteinander in der Innung pflegen und

gleichzeitig potenzielle neue Mitglieder gewinnen“,

erklärte Obermeister Bernd Demelt auf

dem Rückweg von Hamburg. Wie im vergangenen

Jahr verband die Innung ihre Exkursion

auch dieses Mal mit der Innungsversammlung.

Nach dem Abendessen im Heimatmuseum

Debstedt gab es Fachinformationen für

die Innungsmitglieder. Dietmar Berndt, technischer

Berater vom Landesinnungsverband

Niedersachsen, berichtete über die geplante

Neuerung der Fahrpersonalverordnung, die

Lenk- und Ruhezeiten für alle Fahrer von Fahrzeugen

über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht

regelt. Auch für Handwerksbetriebe spiele sie,

trotz der voraussichtlich weiter bestehenden

Sonderregelung, eine Rolle. Wer ein neues

Fahrzeug bestelle, sollte über die Verordnung

informiert sein, so Berndt.

Reinhardt Wetjen, stellvertretender Obermeister,

berichtete über die Arbeit im Vorstand

der Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde,

dem er seit kurzem angehört.

Lehrlingswart Gerd-Dieter Bohlen informierte

die Innungsmitglieder über die jüngste

Obermeistertagung in Oldenburg und die

Sicherheitslehrgänge der Berufsgenossenschaft

für Auszubildende. Nach dem offiziellen

Teil ließen die Innungsmitglieder den Tag

mit einer gemütlichen Runde ums Kaminfeuer

im Heimatmuseum ausklingen.

Wie in jedem Jahr verbanden die Mitglieder

der Innung Metall Bremerhaven-Wesermünde

ihren Ausflug mit einer anschließenden

Innungsversammlung. Das Heimatmuseum

Debstedt bot dafür den Rahmen.

Handwerk in Bremen 12/2007

23


Service & Betrieb

Bürokratie

REGELUNG BEI ÜBERGABE

NOCHMALS VERBESSERT

Das Jahressteuergesetz 2008 regelt im

Detail rund 180 Einzelmaßnahmen von der

Einführung der Elektronischen Lohnsteuerkarte

bis hin zur Neufassung der missbräuchlichen

Steuergestaltung. In diesem

Rahmen hat die Bundesregierung die Regelung

bei Betriebsübergaben von GmbHs

gegen Rentenzahlungen noch einmal verbessert.

Dazu sagte Otto Kentzler, Präsident

des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks

(ZDH): „Die befürchtete Benachteiligung

bei der Übergabe von Familienunternehmen,

die als Kapitalgesellschaft geführt

werden, ist jetzt abgewendet. Dafür sorgt

der Beschluss des Finanzausschusses des

Deutschen Bundestags, den Sonderausgabenabzug

bei Vermögensübertragungen

gegen Versorgungsleistungen zukünftig

auch bei beherrschenden Gesellschaftern

einer GmbH zu erhalten. Das Handwerk

begrüßt ausdrücklich, dass unabhängig

von der Rechtsform Betriebe auch weiterhin

gegen Erbringung einer Versorgungsleistung

in der Regel an Familienangehörige

unter steuerlicher Anerkennung der geleisteten

Zahlungen übergeben werden können.

Eine in der Praxis bewährte Form der

Betriebsübergabe an die nächste Generation

bleibt damit allen Betrieben daher

erhalten.“

DEM ALTEN JAHR ZURECHNEN

BÜROKRATIE KOSTET ZEIT UND GELD

Die mit 27 Milliarden ermittelten Bürokratiekosten stellen nur

einen Teil der Gesamtbelastung der Wirtschaft dar. EU-Recht

und andere Pflichten führen zu noch höheren Kosten.

Verschiedene frühere Anläufe zum Bürokratieabbau

haben vor allem mangels eines systematischen

Vorgehens nicht die gewünschte

und erhoffte Durchschlagskraft entfalten können.

Mit dem Normenkontrollrat flankiert

durch ein Standard-Kosten-Modell hat die

Bundesregierung eine systematische Herangehensweise

gewählt, die Transparenz und

Nachhaltigkeit beim Bürokratieabbau sicherstellt.

Die jetzt vom Kabinett vorgelegten

Zwischenergebnisse zur Bestandsmessung der

Bürokratiekosten durch Informationspflichten

machen einmal mehr deutlich: Die Bürokratiekosten

in Deutschland erweisen sich als

eine erhebliche Wachstumsbremse. Dabei stellen

die bisher ermittelten 27 Milliarden Euro

lediglich einen Teil der Gesamtbelastung der

Wirtschaft durch Informationspflichten dar.

Diese liegt noch höher, wenn die Lasten durch

geltendes EU-Recht, die bisher noch nicht

gemessenen aber identifizierten 5.500 Informationspflichten

und die ausstehenden Teile

des Bundesrechts, wie etwa der Sozialversicherungsträger,

eingerechnet werden.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass nur

reine Informationspflichten des Bundes in die

Messung eingeflossen sind. Materielles Recht

bleibt bislang ausgeklammert, so die Kündigungsschutzregeln

und die fehlende Vereinheitlichung

von Schwellenwerten.

Für das weitere Verfahren muss die Bundesregierung

sicherstellen, dass ihr angestrebtes

Ziel, bis 2011 die Bürokratiekosten um 25 Prozent

zu senken, ein ‘Netto-Ziel’ ist, das künftige

Gesetzesvorhaben einbezieht. Die Bemühungen,

Bürokratielasten zu senken, dürfen

nicht durch neue Bürokratie konterkariert werden.

Unabdingbar für den weiteren Prozess

sind Zwischenziele. Richtig ist der Ansatz, bis

zum Ende der Legislaturperiode die Hälfte des

angestrebten Ziels erreichen zu wollen.

BESSERE ARBEITSMARKTCHANCEN

Neue Förderungen zur Qualifikation jüngerer Arbeitsloser.

Umsatzsteuer-Voranmeldungen für Dezember

oder das vierte Quartal sind bis zum 10.

Januar des Folgejahres an das Finanzamt

zu übermitteln und zur Zahlung fällig. In der

Jahres-Umsatzsteuererklärung ist diese Zahlung

zur Berechnung der Umsatzsteuerschuld

dem alten Jahr zuzurechnen. Bei der

Einkommensteuer kommt es jedoch auf das

Zu- und Abflussprinzip an, weshalb im Januar

geleistete Zahlungen eigentlich dem

neuen Jahr als Betriebsausgabe zuzurechnen

wären. Der Bundesfinanzhof schaffte

hier jetzt Klarheit: Bei Umsatzsteuer-Vorauszahlungen

handelt es sich um regelmäßig

wiederkehrende Ausgaben. Da die Voranmeldungen

nur kurze Zeit (10 Tage) nach

Ende des Kalenderjahres, zu dem sie wirtschaftlich

gehören, anfallen, gelten sie

gemäß § 11 Abs. 2 Satz 2 EStG als in diesem

Jahr abgeflossen. Die Zahlung im Januar

ist daher im alten Jahr als Betriebsausgabe

absetzbar.

(BFH-Urteil vom 1.8.2007, XI R 48/05)

Seit Anfang Oktober gibt es zwei neue Fördermöglichkeiten

für junge Arbeitslose.

Jugendliche und junge Erwachsene, die das

25. Lebensjahr noch nicht vollendet und keinen

Berufsabschluss haben, oder mit Berufsabschluss

mindestens sechs Monate arbeitslos

sind, sollen damit zusätzliche Chancen

erhalten, ihre Qualifikation zu verbessern und

sich am Arbeitsplatz zu bewähren.

Arbeitgeber können unter bestimmten Voraussetzungen

einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt

erhalten, wenn sie jüngere Arbeitslose einstellen.

Der neue „Qualifizierungszuschuss für

die Einstellung von jüngeren Arbeitnehmern“

kann in Frage kommen, wenn ein jüngerer

Arbeitsloser ohne Berufsabschluss eingestellt

und während der geförderten Beschäftigung

betrieblich qualifiziert wird. Voraussetzung ist

allerdings, dass die jungen Menschen vorher

mindestens sechs Monate arbeitslos waren.

Unternehmen, die eine betriebliche Einstiegsqualifizierung

für junge Menschen

durchführen, können ebenfalls gefördert werden.

Neu ist, dass zur Zielgruppe für die

betriebliche Einstiegsqualifizierung nun auch

lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte

Jugendliche gehören. Neben einem Zuschuss

in Höhe von 192 Euro wird ein pauschalierter

Anteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag

gezahlt. Diese Einstiegsqualifizierung wird für

die Dauer von sechs bis zwölf Monaten gefördert.

Mehr Informationen für Arbeitgeber beim

Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit.

ZU WENIG STEUERFAHNDER

Durch lasche Verfolgung von Steuerhinterziehung

und Personalnot in den Finanzmärkten

gehen dem Staat jährlich mehr als

zwölf Milliarden Euro durch die Lappen. Nur

alle 50 Jahre müssen Unternehmen rechnerisch

eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung

fürchten. In den Finanzämtern fehlen

bundesweit 2.700 Beschäftigte im Innendienst,

über 3.000 Betriebsprüfer und etwa

330 Steuerfahnder.

24 Handwerk in Bremen 12/2007


Baugewerbe

Service & Betrieb

REFORMPOLITIK FORTSETZEN

Auf dem Deutschen Baugewerbetag stellte der Präsident des

Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Hans-Hartwig

Loewenstein, eine Reihe von Forderungen an die Politik.

Die Reformagenda ist keineswegs

abgearbeitet. Die

strukturelle Sanierung der

öffentlichen Haushalte, die

Senkung der Sozialversicherungsbeiträge

und die Verringerung

der Steuer- und Abgabenlast

stehen weiter auf der

politischen To-do-Liste.“ Das

erklärte der Präsident des Zentralverbandes

des Deutschen

Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-

Hartwig Loewenstein, in seiner Rede vor mehreren

hundert Gästen des Deutschen Baugewerbetages.

Loewenstein forderte eine kräftige Deregulierung

des deutschen Arbeitsrechts. Insbesondere

die Vielzahl arbeits- und sozialrechtlicher

Vorschriften sowie unterschiedlichster Schwellenwerte

lassen Unternehmen davor zurückschrecken,

weitere Mitarbeiter einzustellen.

Darüber hinaus müsse der arbeitsmarktpolitische

Instrumentenkasten entrümpelt werden.

Dem zweiten und dritten Arbeitsmarkt erteilte

Loewenstein eine Absage. „Indem man die

Zahl der Programme und Fördermöglichkeiten

weiter ausdehnt, entsteht kein neuer Arbeitsplatz.“

So der ZDB-Präsident.

Um eine signifikante Kostenentlastung der

Bauunternehmen zu erreichen, forderte Loewenstein,

die Generalunternehmerhaftung

abzuschaffen und das Gleichstellungsgesetz

zu revidieren. Weiterhin müsste die Fälligkeit

der Sozialversicherungsbeiträge wieder auf

den 15. des Folgemonats zurückverlegt werden.

„Denn die Unternehmen bezahlten die

Zeche in Höhe von 186 Millionen Euro für

diese Benachteiligung, ohne dass das Ziel,

nämlich eine Stabilisierung der Rentenbeiträge,

wirklich erreicht worden wäre.“

Um die notwendigen öffentlichen Investitionen

tätigen zu können, hat sich die öffentlich-private

Zusammenarbeit zunehmend

mehr etabliert. Hier sieht das deutsche Baugewerbe

ein lukratives Betätigungsfeld für die

mittelständischen Bauunternehmen mit ihrer

hohen Flexibilität und ihren gut ausgebildeten

Mitarbeitern. Von entscheidender Bedeutung

für die Akzeptanz von ÖPP wird sein, ob

die öffentliche Hand bereit ist, die Projekte in

überschaubaren, vertikalen Losen auszuschrei-

Handwerk in Bremen 12/2007

ZDB-Präsident Loewenstein auf dem Deutschen

Baugewerbetag in Berlin.

ben. „Mittelständische Unternehmen dürfen

nicht durch schiere Losgrößen und andere

Wettbewerbshemmnisse von vornherein von

diesem Zukunftsmarkt ausgeschlossen werden.“

So die Forderung des Baugewerbe-Präsidenten.

Grundsätzlich erteilte Loewenstein den so

genannten GU-Vergaben eine klare Absage.

Eine Untersuchung des Bundesrechnungshofes

habe nämlich ergeben, dass dadurch regelmäßig

Mehrkosten zwischen 10 und 20 Prozent

entstünden. Darüber hinaus würde der

Bieterkreis und damit der Wettbewerb eingeschränkt,

was wiederum zu überhöhten Angebotspreisen

führe.

Um den Einbrüchen im Wohnungsbau zu

begegnen, forderte der ZDBPräsident ein ganzes

Maßnahmenpaket: Dazu gehört für ihn die

Einbeziehung des Wohneigentums in die private

Altersvorsorge, die Einführung eines reduzierten

Mehrwertsteuersatzes auf arbeitsintensive

Bauleistungen sowie die Nachjustierung

des erfolgreichen Steuerbonus auf Handwerkerleistungen.

Loewenstein rechnete vor, dass in Frankreich

zwischen 1999 und 2001 rund 150.000

neue Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft entstanden

seien, nachdem man dort die Mehrwertsteuer

entsprechend reduziert habe. Auf

Deutschland übertragen, würden bei 150.000

neuen Arbeitsplätzen Mehreinnahmen von

4,7 Milliarden Euro an Steuern und Sozialbeiträgen

entstehen. „Damit würde auch weniger

Geld in die Schattenwirtschaft fließen und

die Schwarzarbeit wirkungsvoll bekämpft.“

ONLINE-UMFRAGE DES ZDH

ZUM FAHRZEUGBESTAND

Mit einer Online-Umfrage will der ZDH

aktuelle Informationen zum Fahrzeugbestand

im Handwerk sammeln. Die Daten sollen

helfen, die Interessen des Handwerks

besser vertreten zu können. Etwa bei der Planung

von Umweltzonen in der City, der Einführung

von digitalen Tachographen oder

Citymautsystemen sowie bei der Umgestaltung

der Kfz-Steuer und weiteren verkehrspolitischen

Maßnahmen. Dafür fehlten bisher

verlässliche Daten. Die Betriebe des

Handwerks können den ZDH unterstützen.

Im Internetportal www.zdh.de findet sich

im Bereich „Info-und-Service“ noch bis zum

14. Dezember die Umfrage „Was bewegt

Handwerker“.

KEINE „AUFHELLUNG“ BEI

DER BAUKONJUNKTUR

Anders als im Oktober 2006 berichten die

rrund 35.000 Mitgliedsbetriebe des Zentralverbandes

des Deutschen Baugewerbes in

diesem Jahr nicht über Aufhellungen der

Konjunktur. Damit setzt sich der negative

Trend der Lagebeurteilung der Vormonate

fort. Positive Einschätzungen fehlen fast

gänzlich. Die im Vormonat noch verzeichneten

Aufhellungen im Straßenbau haben

sich nicht fortgesetzt. Das ist die Quintessenz

der monatlichen Umfrage des Zentralverbandes

des Deutschen Baugewerbes

unter seinen Mitgliedsbetrieben für Oktober

2007. Die Einschätzung wird wesentlich

geprägt von tendenziell rückläufigen Auftragseingängen,

die vor allem den Wohnungsbau

sowie Straßen- und Tiefbau

betreffen. Eher unverändert sind die Meldungen

zum gewerblichen Bau und Hochbau.

Die Bautätigkeit ist unverändert. Meldungen

über gestiegene Bautätigkeit sind

ausgeblieben. Dies geht einher mit den Einschätzungen

zur Anzahl der Beschäftigten.

Der Stand wird in West und Ost als unverändert

charakterisiert. Behindert wird die

Bautätigkeit wie auch in den Vormonaten

durch Zahlungsverzögerungen der Auftraggeber.

Die Reichweite der Auftragsbestände

stagniert überregional im Westen im

Hochbau mit 1,9 Monaten und 1,2 Monaten

im Osten auf extrem niedrigem Niveau.

Im Tiefbau wird im Westen über alle Regionen

von deutlich nachlassenden Auftragsbeständen

berichtet. Die Reichweite sank

gegenüber den Vormonaten von durchschnittlich

2,4 Monaten auf 2,0 Monate.

29


Service & Betrieb

Finanzierung

UNTERNEHMENSFINANZIERUNG IM AUFWIND

Eine Studie von KfW Bankengruppe und Wirtschaftsverbänden konstatiert erneut verbesserte

Finanzierungsbedingungen. Die Kenntnis des Bank-Ratings ist bei vielen Unternehmen aber

noch unzureichend.

Der Kreditzugang für mittelständische

Unternehmen in Deutschland hat sich weiter

verbessert. Das ist das zentrale Ergebnis der

diesjährigen Unternehmensbefragung, die die

KfW Bankengruppe in Zusammenarbeit mit 26

Fach- und Regionalverbänden der Wirtschaft

durchgeführt hat. Für 16 Prozent der befragten

Unternehmen haben sich die Finanzierungsbedingungen

deutlich verbessert. Das ist der höchste

Wert seit der ersten gemeinsamen Studie

im Jahr 2001. Gleichzeitig ist auch der Anteil

derjenigen Unternehmen, die über eine Verschlechterung

des Finanzierungsklimas klagen,

auf den niedrigsten Wert seit 2001 gesunken,

von 33 auf 22 Prozent. Besonders erfreulich:

Erstmals melden auch deutlich weniger Unternehmen

mit einem Jahresumsatz unter einer

Million Euro, dass für sie die Kreditaufnahme

schwieriger geworden sei.

„Wer Kredit von der Bank bekommt, der

kann auch investieren und dadurch Wachstum

und Arbeitsplätze schaffen. Deshalb ist es sehr

erfreulich, dass sich die Finanzierungssituation

der Unternehmen insgesamt deutlich entspannt

hat“, sagte Ingrid Matthäus-Maier, Sprecherin

des Vorstands der KfW Bankengruppe. „Die

positive Entwicklung gerade bei den kleinen

Unternehmen darf allerdings nicht darüber hinweg

täuschen, dass diese Gruppe weiterhin die

größten Probleme hat. Kleine Unternehmen

klagen überdurchschnittlich häufig über Verschlechterungen

beim Kreditzugang.“

Für den Mittelstand verwies Hanns-Eberhard

Schleyer, Generalsekretär des ZDH, darauf, dass

größenbedingte Finanzierungsschwierigkeiten

unabhängig vom Lebensalter der Unternehmen

auftreten. „Deshalb muss die Unternehmensförderung

den gesamten Lebenszyklus

eines Unternehmens abdecken. Die Förderung

von Kleinkrediten ist bislang zu einseitig auf

Existenzgründer und junge Unternehmen ausgerichtet.

Kleine bestehende Unternehmen

müssen verstärkt in den Fokus der Mittelstandsförderung

rücken."

Mit der in Berlin präsentierten Studie ‘Unternehmensfinanzierung

im Aufwind erstmals

profitieren auch kleine Unternehmen’ stellen

KfW Bankengruppe und Verbände bereits zum

sechsten Mal ihre gemeinsame Untersuchung

zur Finanzierungssituation deutscher Unternehmen

vor. Für die aktuelle Befragung, die im

ersten Quartal 2007 stattfand, haben sich rund

4.200 Unternehmen aller Branchen, Größenklassen

und Regionen Auskunft über ihre Bankbeziehung

und ihre Finanzierungsbedingungen

gegeben.

16 Prozent (Vorjahr 12%) der Unternehmen

berichten von einer spürbaren Erleichterung

bei der Kreditaufnahme im Vergleich zum Vorjahr.

Auch der Anteil derjenigen, die eine Kreditablehnung

von der Bank erhielten, ist von

18,5 auf 15,5 Prozent gesunken. Ein Grund für

die insgesamt positive Entwicklung ist neben

der guten konjunkturellen Entwicklung -, dass

Ingrid Matthäus-Maier, Sprecherin des Vorstandes

der KfW-Bankengruppe.

sich immer mehr Unternehmen an die Erfordernisse

des Finanzmarktwandels angepasst

haben. So konnten 42 % der Unternehmen im

letzten Jahr ihr Rating verbessern. Nur bei 6 Prozent

der befragten Unternehmen hat es sich verschlechtert.

Zudem konnten 45 Prozent der

Unternehmen ihre Eigenkapitalquote erhöhen,

während nur 14 Prozent eine gesunkene Quote

melden.

Trotz des positiven Trends gilt unverändert:

Je kleiner ein Unternehmen ist, desto schwieriger

sind die Finanzierungsbedingungen. So ist

bei der Unternehmensbefragung 2007 der

Anteil der Antworten mit schwieriger gewordenen

Kreditaufnahmen bei kleinen Unternehmen

nach wie vor rund viermal so hoch wie bei

den großen Unternehmen. Auch zeigt sich für

sie bezüglich des Problems, überhaupt einen

Kredit zu erhalten, kaum eine Veränderung

gegenüber dem Vorjahr.

Beim Thema Rating wird ein Kommunikationsdefizit

zwischen Unternehmen und Hausbank

sichtbar: Nach wie vor wissen 13 Prozent

der Unternehmen bei den kleineren Unternehmen

sind es 24 Prozent nicht, ob sie von

ihrem Kreditinstitut geratet wurden. Der Hauptgrund

für die Unkenntnis der Ratingnote ist,

dass die Unternehmen sich bei ihrem jeweiligen

Kreditinstitut auch nicht danach erkundigt

(74%) haben.

Als wichtigste Gründe für ein schlechteres

Finanzierungsklima nennen sowohl kleine als

auch größere Unternehmen die gestiegenen

Anforderungen der Kreditinstitute an die Offenlegung

von geschäftlichen Informationen, die

Dokumentation von Investitionsvorhaben und

die Stellung von Sicherheiten.

Investitionskredite von kleinen Unternehmen

werden knapp viermal häufiger abgelehnt

als solche von großen Unternehmen. Die beiden

häufigsten Ablehnungsgründe von Investitionskreditanträgen

waren wie im Vorjahr

zu geringe Sicherheiten und eine zu geringe

Eigenkapitalquote der Antragsteller.

Das Verarbeitende Gewerbe erfreut sich an

einer ausgezeichneten wirtschaftlichen Lage.

Während hier 83 Prozent der Unternehmen in

den letzten zwölf Monaten Investitionen getätigt

haben, waren es im Durchschnitt lediglich

69 Prozent. Im Einzelhandel, der mit am stärksten

mit den veränderten Finanzierungsbedingungen

zu kämpfen hat, tätigten im vergangenen

Jahr weniger als die Hälfte der Unternehmen

überhaupt Investitionen. Auch im Handwerk

wurde seltener investiert (60%).

Die Qualität der Beratung durch die Banken

wird von den meisten Unternehmen im Vergleich

zum Vorjahr als weitgehend unverändert

wahrgenommen. Der Anteil der Unternehmen,

der eine Verbesserung meldet, ist mit 17 Prozent

höher als der Anteil, der von einer Verschlechterung

berichtet (11%). Größere Unternehmen

schätzen sowohl die Entwicklung als

auch den Umfang der Beratungsleistungen

positiver ein als kleinere Unternehmen. Die

zunehmend positive Beurteilung der Beratungsqualität

mit zunehmender Unternehmensgröße

deutet daraufhin, dass sich Banken immer

mehr auf das umsatzstärkere und vermeintlich

rentablere Geschäft mit größeren Kunden konzentrieren.

30 Handwerk in Bremen 12/2007


Nachrichten

Service & Betrieb

TREND GEHT ZUR HOLZBAUWEISE

Der Bund Deutscher Zimmermeister (BDZ) verzeichnet eine

leichte Zunahme bei den Gebäuden in Holzbauweise. Dennoch

gehen Auslastung und Auftragsbestand zurück.

Bei den fertiggestellten Wohngebäuden

und Nichtwohngebäuden in Deutschland ist

ein Trend zur Holzbauweise festzustellen.

Basierend auf aktuellen Zahlen des Statistischen

Bundesamtes stellt der Bund Deutscher

Zimmermeister (BDZ) fest, dass 12,74 Prozent

aller neuen Wohngebäude im Jahr 2006 aus

Holz waren. 2005 lag der Anteil der Holzhäuser

noch bei 12,33 Prozent gegenüber anderen

Bauweisen. Bei den Nichtwohngebäuden

waren es sogar 16,13 Prozent im Gegensatz

zu 15,89 Prozent im Jahr zuvor.

Aber nicht nur der Anteil der Holzbauweise

konnte gesteigert werden. Auch bei den absoluten

Zahlen gab es 2006 einen Zuwachs im

Vergleich zum Jahr davor. 2006 wurden

18.641 Wohngebäude in Holzbauweise fertiggestellt.

Das waren 2,7 Prozent mehr als im

Jahr zuvor (17.952 Gebäude). Bei den Nichtwohngebäuden

betrug der Anstieg 5,34 Prozent,

von 4.103 Häuser auf 4.322 Häuser.

Trotz des Zuwachses ist die Stimmung beim

Bund Deutscher Zimmermeister verhalten.

Dazu der BDZ-Bundesvorsitzende Ullrich Huth:

„Der Anstieg im Jahr 2006 bei den Wohngebäuden

ist auf die Abschaffung der Eigenheimzulage

und die Erhöhung der Mehrwertsteuer

zurückzuführen und kein anhaltender

Trend. Viele Bauvorhaben wurden Ende 2005

noch beantragt und sind inzwischen fertiggestellt

worden. Die Auslastung und der Auftragsbestand

der Betriebe sind mittlerweile

spürbar zurückgegangen. Das Jahr 2007 wird

nicht so verlaufen, wie wir es uns nach 2006

gewünscht haben“.

Aus diesem Grund wird nach Meinung des

BDZ-Bundesvorsitzenden Huth das Bauen im

Bestand für das Zimmererhandwerk immer

wichtiger. Mit rund 26 Millionen Wohneinheiten

im Bundesgebiet, die saniert und modernisiert

werden müssten, sei das der Markt von

morgen für die Zimmerer.

Die Zahlen zur Entwicklung des fertiggestellter

Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude

liegen auch in Form von Grafiken vor und

können im Internet über die BDZ-Homepage

unter www.bdz-holzbau.de/statistiken.php

heruntergeladen werden.

ZENTRALES VERGABEPORTAL

IM INTERNET GESTARTET

Die offiziellen Ausschreibungsdienste und

Staatsanzeiger haben gemeinsam mit dem

Deutschen Ausschreibungsblatt ein zentrales

Vergabeportal für Deutschland entwickelt.

Jetzt wurde ‘Vergabe24’ als das marktstärkste

Portal für öffentliche Vergaben

gestartet (Foto unten). Damit sind sämtliche

öffentlichen Ausschreibungen, die über

die offiziellen Landesausschreibungsdienste

und das Deutsche Ausschreibungsblatt veröffentlicht

werden, zentral über

www.vergabe24.de aufrufbar. Der Wunsch

von Wirtschaft und Vergabestellen nach

einem zentralen Vergabeportal ist erfüllt.

Interessierte Unternehmen finden auf

www.vergabe24.de Ausschreibungen aus

allen Branchen und Bundesländern sowie

EU-weite deutschsprachige Ausschreibungen.

Jährlich werden mehr als 250.000 Vergaben

veröffentlicht. Schon jetzt wird der

Großteil aller Unternehmen in Deutschland,

die sich an öffentlichen Ausschreibungen

beteiligen, erreicht: Sie nutzen die Medien

der Ausschreibungsdienste zur Auftragsrecherche

und erhalten über das Internet Vergabeunterlagen

direkt zum Herunterladen.

Hilfreiche Tipps und News rund um das

Thema öffentliche Auftragsvergabe und Vergaberecht

runden das Serviceangebot von

Vergabe24 ab. Wer sich für elektronische

Vergabeverfahren interessiert, findet auf

Vergabe24 Informationen und individuelle

Lösungen zur Realisierung der eVergabe.

Mit dem zentralen Internetzugang zu führenden

Vergabeplattformen ist es gelungen,

flächendeckend für Deutschland Ausschreibungen

und Vergabeunterlagen auf

einem Portal zusammenzuführen. Die ausschreibungs-abc-GmbH

ist ein gemeinsames

Unternehmen von Staatsanzeigern und

Landesausschreibungsblatt-Verlagen sowie

dem Deutschen Ausschreibungsblatt (vormals

Bundesausschreibungsblatt). Ein Großteil

der rund 32.000 deutschen Vergabe -

stellen nutzt die Medien der Ausschreibungsdienste

zur Veröffentlichung, die von

über 70.000 Bieterbetrieben genutzt werden.

Handwerk in Bremen 12/2007

31


Service & Betrieb

Ausbildung

QUALITÄTSSICHERUNG DURCH MODERNISIERUNG

Die Ausbildungsordnungen einer Reihe Berufsrichtungen wurden überarbeitet beziehungsweise

neu gefasst. Darüber hinaus gelten bereits neue Meisterprüfungsverordnungen für vier Berufe,

weitere sollen hinzu kommen.

In sieben Handwerksberufen sind mit dem

neuen Ausbildungsjahr neue oder überarbeitete

Ausbildungsordnungen gültig von der

Bestattungsfachkraft bis zum Kraftfahrzeugmechatroniker,

vom Mediengestalter bis zum

Holz- und Bautenschützer. Die Anpassungen

tragen den gestiegenen Ansprüchen an die

berufliche Handlungsfähigkeit der Handwerker

Rechnung. Aktuelle Entwicklungen des

rasant beschleunigten technologischen und

wirtschaftlichen Wandels werden einbezogen.

In knapp 30 weiteren Verfahren werden inhaltliche

und strukturelle Anpassungen diskutiert.

Durch das Konzept des Lernens im Lebenslauf

gewinnt zudem die Fortbildung weiter an

Bedeutung. Hierbei sind für das Handwerk die

Meisterprüfungen die zentralen Bezugspunkte

im Berufslaufbahnkonzept. In vier Berufen

gelten seit 2007 neue Meisterprüfungsverordnungen:

im Damen- und Herrenschneider-

Handwerk, im Konditoren-Handwerk, im Schilder-

und Lichtreklamehersteller-Handwerk

sowie im Zahntechniker-Handwerk. 14 weitere

Verfahren sind derzeit in Vorbereitung.

Damit die Aus- und Fortbildungsinhalte

sowie deren Strukturen mit den betrieblichen

Anforderungen Schritt halten, arbeiten Experten

aus Betrieben, Fachverbänden, Handwerkskammern

und dem Zentralverband des

Deutschen Handwerks (ZDH) bei der Modernisierung

der Ordnungsmittel eng zusammen.

Sie bilden einen Eckpfeiler der Qualitätssicherung

in der handwerklichen Berufsbildung.

Weitere Informationen und Beratungsangebote

zur Aus- und Weiterbildung im Handwerk

gibt es bei der Handwerkskammer Bremen,

den Kreishandwerkerschaften in Bremen

und Bremerhaven und den Innungen.

Neue beziehungsweise überarbeitete Ausbildungsordnungen

gelten für die folgenden

Ausbildungsrichtungen:

• Bestattungsfachkraft,

• Brauer und Mälzer,

• Fachkraft für Holzund

Bautenschutzarbeiten,

• Holz- und Bautenschützer,

• Kraftfahrzeugmechatroniker,

• Mechatroniker für Kältetechnik,

• Mediengestalter Digital und Print.

Weitere Informationen zu den handwerklichen

Ausbildungsberufen im Internet unter

www.teamhandwerk.de.

NEUER HÖCHSTSTAND

BEI ÜBERSCHULDUNG

Die Überschuldung von Privatpersonen

in Deutschland

hat auch 2007 weiter zugenommen.

Der Anstieg der

gesamtdeutschen Schuldnerquote

wird allerdings schwächer.

Für die Bundesrepublik

wurde zum Stichtag 1. Okto -

ber 2007 eine Schuldnerquote

von 10,9 Prozent (Vorjahr:

10,7%) ermittelt. Das heißt,

rund 7,3 Millionen Bewohner

Deutschlands oder mehr als

jeder zehnte erwachsene Einwohner

gelten als überschuldet.

Im Vergleich zu 2006 sind

weitere 150.000 Schuldner

hinzugekommen ein

Zuwachs von 2,1 Prozent. Im

Jahr davor war der Anstieg mit

170.000 Betroffenen noch

höher.

Die Schuldnerquote liegt in

den neuen Bundesländern

(11,5%, ohne Berlin) höher als

im Westen Deutschlands

(10,7%). Insgesamt zählt Ostdeutschland

rund 1,3 Millionen

Überschuldete. Im Wes -

ten sind es rund 6 Millionen

Personen. Trotz des konjunkturellen

Aufschwungs gibt es

keine Entspannung der Verbraucherüberschuldungsproblematik.

Zwar mildert die

zurückgehende Arbeitslosigkeit

den Anstieg der Schuldnerquoten.

Allerdings müssen

Jahr für Jahr mehr Bürger Privatinsolvenz

anmelden, und

die Zahl der überschuldeten

Personen steigt weiter.

Die niedrigsten Schuldnerquoten

weisen die Bundesländer

Bayern (7,8%) und Baden-

Württemberg (8,1%) auf.

Schlusslichter sind wie auch

schon 2006 die Länder Bremen

(15,5%), Berlin (15,3%)

und Sachsen-Anhalt (13,7%).

Quelle: Creditreform

32 Handwerk in Bremen 12/2007


Betriebsnachfolge

Service & Betrieb

KAPITAL FÜR

DIE BETRIEBS-

NACHFOLGE

Mit das größte Hinderniss einer Betriebsnachfolge

ist das fehlende Kapital auf Seiten

des Nachfolgers. Da hilft das beste Können,

der stärkste Wille und die tollste Persönlichkeit

nichts. Wenn das Geld nicht reicht und

die Bank nicht mitzieht, bleibt der Nachfolgewunsch

Utopie.

Das muss jedoch nicht sein, zumindest

nicht in Bremen und Bremerhaven. Denn hier

gibt es in solchen Fällen einen Partner, der hilfreich

unter die Arme greift und aus Übernahmewünschen

Realität macht: Die Wirtschaftsförderer

der ‘big bremen’ (Bremer Investitions-

Gesellschaft mbH). „Eine geradezu beispielhaft

gut abgelaufene Betriebsnachfolge

haben wir in unser direkten Nachbarschaft“,

sagt Peter Jäschke, der sein Büro bei der big

im Kontorhaus am Markt hat. Das ist auch die

Adresse von Roman Kroupa hair & beauty in

Bremen. Seit kurzem steht hier der Zusatz „by

Kay Schneider“, denn der 30-jährige Schneider

hat das Geschäft zur Schönheitspflege als

Nachfolger übernommen.

„Eine rundum harmonisch abgelaufene

Sache“, sagt Kay Schneider über den Wechsel.

Mit Roman Kroupa, der sich als vorsorgender

Unternehmer frühzeitig mit dem Gedanken der

Betriebsübergabe beschäftigte, „war ich zum

Glück schon länger einig. Bereits vier Wochen

nachdem ich vor acht Jahren bei ihm anfing,

Partner beim Prozess der Nachfolge-Finanzierung: Peter Jäschke von ‘big bremen’ und Kay

Schneider, der den Bremer ‘hair- & beauty’-Betrieb von Roman Kroupa übernahm.

sagte er: ‚Dir werde ich mal mein Geschäft

übergeben’“. Das hat der junge Friseur damals

nicht für bare Münze genommen, doch im

Laufe der Zeit als ernst gemeint erfahren dürfen.

„Das war ein sehr schönes Angebot, wir

haben uns darauf geeignigt, dass ich das

Geschäft 2002 zunächst teilweise und in diesem

Sommer dann ganz übernehme“, sagt

Schneider glücklich.

Die nächste Frage war, wie gelangt man

an das notwendige Kapital, zumal für ein derartiges

Projekt. Denn das Geschäft befindet

sich in allerbester Lage, ist ausgesprochen

hochwertig eingerichtet, hat eine entsprechende

Kundschaft und beschäftigt 20 Mitarbeiter

kein „Pappenstiel“ also. Da das seine

finanziellen Möglichkeiten überforderte, nutzte

Schneider die Starthilfe von der big in Form

eines Flankierungsdarlehens. Das gehört zu

den drei Unterstützungsmöglichkeiten, die

‘big’ jungen Bremer Unternehmen bieten

kann. „Mit der Hilfe von ‘big’, dem engen

Schulterschluss zu Herrn Jäschke und seinen

Mitarbeitern sowie der Bremer Sparkasse, wäre

alles wohl nicht so einfach gewesen“, sagt Kay

Schneider rückblickend.

Auch Peter Jäschke ist zufrieden. Schließlich

konnte die big nicht nur die Übergabe

eines Handwerksbetriebes an einen jungen

Nachfolger erfolgreich begleiten: „Wir haben

mit unserer Unterstützung auch die Arbeitsplätze

der Mitarbeiter nachhaltig sichern können.“

Kontakt: Peter Jäschke, big bremen,

Telefon (04 21) 96 00-224

E-Mail: peter.jaeschke@big-bremen.de.

Das Profil der beiden Finanzierungspartner

Kay Schneider ...

... wollte schon immer etwas

„mit den Händen machen“,

was nach einem Zwischenspiel

im Tischlerhandwerk

dann doch „mit der Arbeit am

Kopf“ endete. Der Cuxhavener

kam 2000 nach Bremen, wo

er im Salon von Roman Kroupa

schnell Karriere machte.

Sein Können, sein Engagement

und die positive persönliche

Ausstrahlung haben ihn

schon in jungen Jahren zum

Erfolg geführt. Mit dem Starthilfefonds

gelang ihm nun

auch der Sprung in die Selbstständigkeit.

Der ‘big’-Starthilfefonds ...

... ist das Finanzierungsprogramm

für Gründer oder

Nachfolger, die über kein oder

kein ausreichendes Eigenkapital

bzw. Sicherheiten verfügen.

Anträge können direkt

und ohne Umwege über die

Hausbank gestellt werden.

Gut ein Drittel der per Darlehen

geförderten Betriebe

(Existenzgründung, Betriebsnachfolge

und Investitionsvorhaben)

kommen aus dem

Handwerk. Der Starthilfefonds

ebnet den Weg für die

Unternehmer und ihre jungen

Unternehmen.

Handwerk in Bremen 12/2007

33


Namen & Notizen

Geburtstage • Jubiläen • Gedenken

Glückwunsch zum Geburtstag

im Dezember:

Am 2. Dezember

Claus Hillebrandt, Obermeister der Tischlerinnung

Bremerhaven-Wesermünde

Am 6. Dezember

Petra Segelke, ehem. Mitarbeiterin

Am 7. Dezember

Hans Freyer, Ehrenobermeister der vorm.

Innung des Schneidwerkzeugmechanikerhandwerks

Am 8. Dezember

Jürgen Dünow, ehem. Mitarbeiter

Peter Haarstick, Obermeister der Innung des

Gold- und Silberschmiedehandwerks

Horst Heemann, ehem. Mitarbeiter

Am 15. Dezember

Ernst-August Moldenhauer, Ehrenobermeister

der Raumausstatter- und Sattler-Innung

Bremen

Am 18. Dezember

Heinz Jüchtern, Ehrenobermeister der

Friseur-Innung Bremerhaven-Wesermünde

Karl-Heinz Oelze, Obermeister der Glaser-

Innung Bremen

Am 21. Dezember

Dieter Höveling, ehem. Mitarbeiter

Am 23. Dezember

Holger Dahl, stellvertretender Kreishandwerksmeister

und Obermeister der Innung

des Bäckerhandwerks Bremerhaven-Wesermünde

Am 25. Dezember

Benno Kruse, Obermeister der Innung für

Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik Bremerhaven-Wesermünde

Am 30. Dezember

Adolf Kupke, Ehrenpräses der Handwerkskammer

Netto-Einkommen sinkt

Die seit 1950 geführte Lohnstatistik des

Bundesarbeitsministeriums zeigt, dass das

durchschnittliche Netto-Jahreseinkommen seit

1992 gesunken ist. Kurz nach der Wiedervereinigung

hatte der Durchschnittsarbeitnehmer

17.251 Euro in der Tasche, wogegen das

reale Netto-Einkommen 15 Jahre später nur

noch 15.845 Euro beträgt. Im gleichen Zeit -

raum stiegen die Abzüge (Lohnsteuer und Beiträge

zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und

Pflegeversicherung) von 6.889 auf 9.291 Euro.

Da die Entwicklung nicht einheitlich verläuft,

konnten gut verdienende Arbeitnehmer

Glückwunsch zum Jubiläum

im Dezember:

75 Jahre

Am 1. Dezember

Ing. W. Wichmann Sanitär u. Heizungstechnik

GmbH, Bremen

Am 14. Dezember

Hermann Lürßen Baugeschäft Inh. Maurermeister

Hermann Lürßen, Bremen

50 Jahre

Am 16. Dezember

Hoppe Bedachungs- u. Gerüstbau GmbH,

Dachdeckerhandwerk, Bremen

25 Jahre

Am 1. Dezember

Doris Wüsthoff, Damenschneidermeisterin,

Bremen

Am 8. Dezember

Optik Stallmann in Horn GmbH, Augenoptikerhandwerk,

Bremen

Am 13. Dezember

Herbert Kastendiek, Friseurmeister, Bremen

Am 14. Dezember

Hairliners Henrich-Kaemena GmbH, Friseurhandwerk,

Bremen

Am 28. Dezember

Wk-Bautenschutz, Zimmerer, Holz- u. Bautenschutz,

Bremen

Am 29. Dezember

Hannelore Avci, Änderungsschneidergewerbe,

Bremen

Zuwächse verbuchen. So haben die 15 Prozent

der Westdeutschen mit den höchsten Arbeitsentgelten

gut zehn Prozent mehr erhalten,

während Geringverdiener Verluste hinnehmen

mussten. Damit blieb die Nettoquote der Löhne

und Gehälter das Verhältnis zu den Bruttoeinkommen

seit zehn Jahren stabil. Erstmals

seit 1995 liegt auch die Beitragsquote zu den

Sozialkassen unter 40 Prozent. Die Löhne sind

langsamer gestiegen als die Preise und die

Schere zwischen Arbeitnehmer- und Unternehmereinkommen

geht weiter auseinander. Zwischen

2000 und 2006 sind die Einkommen

aus Unternehmertätigkeit und Vermögen laut

Ministerium um 42 Prozent geklettert.

Karl Franz †

Am 13. Oktober 2007 ist Karl Franz, ehemaliger

Obermeister der Innung der Elektohandwerke

Bremerhaven-Wesermünde, im

Alter von 89 Jahren verstorben. Karl Franz

engagierte sich seit Beginn seiner beruflichen

Karriere im Elektrohandwerk für die

Innung, 1955 trat er dem Vorstand bei.

Viele Jahre lang setzte er sich mit großem

persönlichem Engagement in den Gesellenprüfungsausschüssen

für Elektroinstallation

und Elektromechanik und als Lehrlingswart

für die Ausbildung im Handwerk ein. Von

1983 bis 1984 übernahm er kommissarisch

das Amt des Obermeisters.

Seine berufliche Laufbahn begann der

gebürtige Schwabe mit einer Feinwerkmechaniker-Lehre

in Stuttgart. Bei der Marine

machte er sich mit der Technik von Kreiselkompassen

vertraut und legte damit den

Grundstein für sein späteres Berufsleben.

Nach einer Anstellung in einem Bremerhavener

Elektroinstallationsbetrieb absolvierte

Karl Franz 1947 die Meisterprüfung, 1948

folgte die Selbstständigkeit. Auch bundesweit

engagierte sich Karl Franz in verschiedenen

Fachausschüssen für das Elektrohandwerk.

Für sein großes Engagement verlieh

ihm der Bundesinnungsverband die goldene

Ehrennadel.

Das Elektrohandwerk und viele ehemalige

Kollegen werden Karl Franz stets ein ehrenvolles

Andenken bewahren.

Laut „Familienatlas 2007“

ist Bremen nicht

familienfreundlich.

Auf der Grundlage der Arbeitsmarktsituation

und der wirtschafts- und sozialpolitischen

Bevölkerungsentwicklung erreicht

die Hansestadt im bundesweiten Vergleich

nur einen Rang im unteren Mittelfeld.

Lediglich bei „Wohnsituation und Wohnumfeld“

und „Bildung und Ausbildung“

schaffte es Bremen auf Rang acht und

zwölf von 40 deutschen Großstädten. In

den Punkten „Vereinbarkeit von Familie

und Beruf“ und „Freizeitangeboten für Kinder

und Jugendliche“ reichte es nur für die

Plätze 28 und 26. Das macht es Familien

nicht gerade leicht, sich für die Region zu

entscheiden, denn auch die schwache Wirtschaft

und die günstigen demografischen

Bedingungen wirken sich negativ für die

Region aus.

34 Handwerk in Bremen 12/2007


Veranstaltungsrückblick

Namen & Notizen

FACHBETRIEBE FASSADENSCHUTZ FEIERTEN JUBILÄUM

Ihren 25. „Geburtstag“ konnte jetzt die

Gruppe Fachbetrieb Fassadenschutz Bremen

feiern. 1982 hatte sich eine kleine Gruppe von

Malermeistern zusammengefunden, um die

Gruppe Fachbetrieb Fassadenschutz Bremen

zu gründen. Gemeinsam wollte man Informationen

sammeln, die Weiterbildung fördern,

vom Erfahrungsaustausch profitieren und

Aquise betreiben. Schnell vergrößerte sich der

Kreis der teilnehmenden Betriebe. Und bis

heute trifft man sich regelmäßig einmal im

Monat an jedem ersten Dienstag. Dabei steht

immer ein informatives Thema auf dem Programm,

mit fachlichen, gesellschaftlichen oder

versicherungstechnischen Inhalten, ein buntes

Allerlei mit großem Nutzen für die Teilnehmer.

Da über die einzelnen Veranstaltungen

berichtet wird, besteht bei den Betrieben ein

einheitlicher Informationsstand.

Einmal jährlich trägt eine gemeinsame Ausfahrt

zum Gruppenzusammenhalt bei. Dazu

gibt es für den fachlichen Wissensdurst Werksbesichtigungen,

die ein hohes Maß an Weiterbildung

beinhalten. Und nicht zuletzt werden

die Mitarbeiter der Betriebe regelmäßig

geschult. Den Jahresabschluss bildet die

Weihnachtsfeier, die umschichtig von den

Betrieben organisiert und ausgerichtet wird.

Das 25-jährige Jubiläum wurde jetzt auf

einer Schifffahrt in Richtung Vegesack und

einem Menü im Hafenhaus gefeiert.

Trafen sich zur Jubiläumsfeier am Martinianleger: Die Maler der Gruppe Fachbetrieb Fassadenschutz.

Bevor es an Bord zur Schifffahrt nach Vegesack ging, gab der Shanty-Chor Capstan

des Tus Huchting einige Lieder zum Besten.

BREMER BAU BALL FEIERTE MIT „SWINGING POOL“

Er gehört zu den traditionellen Ereignissen:

der Bau Ball des Verbandes Baugewerblicher

Unternehmer im Lande Bremen. Jetzt war es

wieder so weit, der VBU hatte seine Mitgliedsbetriebe

und am Baugeschehen interessierte

Gäste zum Bremer Bau Ball in das Park Hotel

eingeladen.

Rund 150 Ballgäste nahmen teil. Sie wurden

begrüßt vom Vorsitzenden des Verbandes,

Jürgen Rotschies, der in seiner Eröffnungsansprache

nicht nur auf das aktuelle Baugeschehen

einging sondern auch den Senior der Teilnehmer,

Heinz A. Bockmeyer (95 Jahre),

besonders herzlich willkommen hieß.

Kulinarisch wurden die Gäste von einem

italienischen Buffet aus der Küche des Park

Hotels verwöhnt. Für den musikalischen Höhepunkt

sorgte die Bremer Band „Swinging Pool“.

Bei bester Stimmung feierten Bremens „Baulöwen“

bis in die frühen Morgenstunden.

Handwerk in Bremen 12/2007

35


Namen & Notizen

Meistergründungsprämie

MEHR BERUFUNG ALS BERUF

Goldschmied Hans-Olaf Claussen gewann für seine

Geschäfts- und Dienstleistungsideen den

Wettbewerb um die Meistergründungsprämie.

Für Touristen ist der Schnoor eine der

Hauptattraktionen in Bremen. Die engen Gassen,

die angenehme Ruhe sowie die kleinen

Häuser erzeugen eine einzigartige Szenerie.

Für Hans-Olaf Claussen ist dieses idyllische

Viertel nicht nur eine schöne Kulisse, sondern

auch der Ort seines Arbeitsplatzes. Vielleicht

ist es sogar die wichtige Grundlage für Claussens

Kreativität. Denn bevor der Goldschmied

nach Bremen zog, arbeitete der Familienvater

neun Jahre lang in Fischerhude. Als er an diesem

Standort keine Potenziale mehr sah, packte

er Amboss, Feile und Schmuckstücke ein und

zog in die Bremer Innenstadt.

Die Tatsache, dass bereits viele Goldschmiede

im Schnoor-Viertel beheimatet sind,

schreckte Claussen nicht ab. Im Gegenteil:

„Ich sah das als große Chance“, sagt der Handwerker.

Auf seine Initiative hin vereinigten

sich sieben Bremer Schmiedestätten unter

einem Logo. Unter anderem möchten sie sich

in Fragen der Ausbildung unterstützen und

gegenseitig beraten. „Mit dieser Zusammenarbeit

können wir uns gegen den Juwelier-

Bereich abgrenzen“, hofft Claussen.

Derzeit befindet sich ein Lehrling bei ihm

in der Ausbildung. Und es ist dem Preisträger

nicht nur wichtig junge Leute auszubilden,

sondern er möchte sie auch als Kunden gewinnen.

Darum fertigte er Schmuckstücke an, die

sich auch Jugendliche leisten können. Das

Gros seiner Kunden seien jedoch meist eher

betuchte Leute, erzählt Claussen und sagt: „Es

sind zumeist Menschen, die einen Sinn für

Schmuck haben und sich etwas Besonderes

leisten wollen.“

Um diese Sinne anzusprechen, lässt sich

Claussen für seine Arbeit viel Zeit. „Ich wollte

immer Goldschmied werden“, erinnert sich

Claussen. Im zarten Alter von nur acht Jahren

schnitzte er seinen ersten Ring in der Zahnarztpraxis

seines Vaters. Heute sitzt er nun in

seinem Geschäft mit eigener Werkstatt und

fertigt dort jedes einzelne Stück selbst an. Zur

Zukunft seines Berufes befragt, antwortet er

mit eindeutigem Statement: „Menschen brauchen

Schmuck. Solange es Werkzeug gibt, wird

es Schmuck geben.“

Jeder Arbeitschritt erfordert

höchste Genauigkeit Goldschmied

Hans-Olaf Claussen

lässt sich bei seiner Arbeit

Zeit (rechts).

Im Geschäft mit moderner

Präsentationstechnik empfängt

Claussen die Kunden.

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes spenden „Rest-Cent“

Immer eine runde Summe auf dem Konto. Wer

als Beschäftigter des öffentlichen Dienstes das

sagen kann, hat sich für eine gute Sache entschieden:

Er oder sie spendet den so genannten

„Rest-Cent“. Das Kleine hinterm Komma

wird automatisch vom Gehalt abgezogen

und was dadurch zusammenkommt, wird ausgesuchten

Entwicklungshilfe-Projekten zur Verfügung

gestellt. So sind seit Beginn der Aktion

rund 140.000 Euro gesammelt worden. „Ein

großartiges Projekt, das schon viele begeistert

hat und hoffentlich noch mehr zum Mitmachen

motiviert“,“ so Bürgermeister Jens Böhrnsen. Es

sei zwar ein bescheidener, aber gleichwohl wichtiger

Beitrag, mit dem die Bediensteten ein Zeichen

der Solidarität setzten.

Vor fünf Jahren hatte der Gesamtpersonalrat

diese Aktion auf den Weg gebracht. Die Idee:

Mit dem gespendeten Geld sollen insbesondere

Projekte unterstützt werden, die eine nachhaltige

Entwicklung fördern und die Selbsthilfekräfte

der Menschen aktivieren. Zugleich sollte

es einen Bezug geben zu Bremen. So wie bei

beispielsweise bei dem Verein Lebenschancen,

der maßgeblich mit Bremer Unterstützung ein

Waisenkinderdorf in Togo nahe der Hauptstadt

Lomé mit aufgebaut hat. Regelmäßige Zuwendungen

aus dem Rest-Cent-Topf helfen mit, dass

inzwischen 210 Kinder dort leben und eine

Schule besuchen können. Ein weiteres konkretes

Projekt, das unterstützt wird, ist „Der kleine

Nazareno“ ein Straßenkinderprojekt in Brasilien.

Es hilft dabei, Kinder von den Straßen zu

holen und ihnen einen geschützten Ort zu

geben. Weil Bremen 2002 UNICEF-Stadt war,

sind auch Projekte des UN-Kinderhilfswerkes

bedacht worden. So wurde beispielsweise die

Tschernobyl-Initiative Huchting unterstützt.

36 Handwerk in Bremen 12/2007


Qualität made in Bremen

Namen & Notizen

MIT QUALITÄT

BEIM KUNDEN

PUNKTEN

Handwerk in Bremen 12/2007

Möchte, dass Bremer bei bremischen Betrieben kaufen. Heinz Sonneborn will den Standort

stärken und wirbt für ‘Qualität made in Bremen’. Die Kreishandwerkerschaft Bremen unterstützt

ihn.

„Frag’ nicht, was dein Land für dich tun

kann, frag’, was du für dein Land tun kannst.“

Dieser Satz von John F. Kennedy, dem früheren

Präsidenten der USA, wird gern bemüht,

aber selten beherzigt. Für Heinz Sonneborn ist

der Satz Ansporn zu eigenem Handeln. Der

gelernte Tischler und Bau- und Kunstglaser

vom Lotze Montage-Team engagiert sich ganz

im Sinne Kennedys für Bremen, das Image der

bremischen Betriebe und für deren qualitativen

Leistungen.

Sonneborn sieht das Ansehen des Handwerks

gefährdet, wenn sich bekannte Vorurteile

gegenüber Handwerkern bestätigen.

Etwa, wenn Kunden auf Angebote warten, vereinbarte

Termine nicht eingehalten werden,

ein Handwerker unpünktlich ist oder gar nicht

erscheint. Das alles mag er nicht, und hält sich

selbst gewissenhaft an die eigenen Maximen.

Dabei weiß er, dass er nicht alleine ist, denn

wie bei anderen Missständen auch sind

es immer nur Wenige, die das Ansehen eines

Standes oder einer Branche in Misskredit bringen.

Doch in der Öffentlichkeit werden diese

„schwarzen Schafe“ dann auf alle bezogen,

und schnell heißt es: „typisch Handwerker“.

Und solche Verallgemeinerungen mag Sonneborn

schon rein gar nicht.

Heinz Sonneborn saniert Treppen und hat

hier eine interessante Nische gefunden. Alle

aufgeführten Kritikpunkte hat er schon selbst

erlebt und auch nicht immer Freundliches über

seine Handwerker-Kollegen gehört. So ist er

auf die Idee gekommen, einen Verein ins Leben

zu rufen, dessen Mitglieder nur nach einem

speziellen Kodex arbeiten und damit die Qualität

von Handwerkerleistungen, Dienstleistungen

und Produkten aus dem Land Bremen

steigern. Er möchte, dass Bremer bei bremischen

Betrieben kaufen und Dienstleistungen

bestellen, und nicht etwa ins niedersächsische

Umland ausweichen, weil sie dort vermeintliche

Vorteile erwarten. „Wir haben doch viele

gute Firmen hier“, ist er überzeugt. Und Aufträge

an nichtbremische Unternehmen führt

nur zu weiterer Kapitalabwanderung aus dem

hoch verschuldeten Bremen das dringend

darauf angewiesen ist, dass das Geld im Lande

bleibt, meint Sonneborn.

Der Idealist hat sich Gedanken gemacht,

was er für das Ansehen bremischer Unternehmen

tun kann. Dann hat er die Lösung gefunden

und den VereinQualität made in Bremen

gegründet. Dessen Mitglieder verpflichten

sich, zum Nutzen des Verbrauchers und des

Landes Bremen, einen höchstmöglichen Qualitätsstandard

ihrer Produkte und Dienstleistungen

zu verwirklichen. Daneben streben sie

einen beispielhaften Service sowohl zum eigenen

Nutzen als auch für das Land Bremen und

seine Verbraucher an. Darum verpflichten sie

sich mindestens einmal pro Jahr an einem

Seminar zur Qualitätssicherung der Handwerks-

oder Handelskammer teilzunehmen.

Der VereinQualität made in Bremen’ macht

Verbraucher mit diesem Logo auf erstklassige

Produkte, Dienst- und Handwerksleistungen

aus Bremen aufmerksam.

Auf eigene Kosten hat Sonneborn eine

Wort- und Bildmarke für den Verein entwerfen

und schützen lassen. Das Logo zeigt die

Bremer Stadtmusikanten herum gruppiert um

den Bremer Schlüssel und den Schriftzug ‘Qualität

made in Bremen’. Es soll künftig Konsumenten

Sicherheit bei der Auswahl von Partnern

gewähren und es ihnen ermöglichen,

Betriebe auszuwählen, die sich freiwillig einem

hohen Anspruch an Qualität, Fairness und

Transparenz verpflichtet haben. „Eingetragene

Vereinsmitglieder dürfen das Logo während

der Dauer ihrer Mitgliedschaft auf Visitenkarten,

Briefbögen, Prospekten, Arbeitskleidung

oder Fahrzeuge aufdrucken und auch im Internet

für sich nutzen“, sagt Sonneborn, der so

seinen Verein und seine Mitglieder für Konsumenten

als erste Anlaufstelle aus dem Bremer

Raum etablieren will.

„Mit dem Siegel wollen wir die ortsansässigen

Handwerker und Dienstleister stärken“,

erklärt Sonneborn, „vielleicht schaffen wir es,

ein stärkeres Bewusstsein für Bremen und ein

‘Wir-Gefühl’ zu erzeugen das würde auch

überregional abstrahlen und täte Bremen wirklich

gut.“

Kontakt: Heinz Sonneborn

Kattenturmer Heerstraße 232

28277 Bremen

Telefon/Fax (04 21) 3 50 97 90

Mobil (01 62) 4 75 78 17

37


Namen & Notizen

Ehrungen

ORGELN FÜR GOTT

UND DIE WELT

In Bremen wurde jetzt der

Außenwirtschaftspreis an

einen Handwerker verliehen.

Der Waldkircher Orgelbau Jäger & Brommer,

eine Meisterwerkstatt für Orgelbau, hat

den Preis der Deutschen Außenwirtschaft

2007 gewonnen. Er wurde zur Eröffnung des

7. Deutschen Außenwirtschaftstages am 13.

November im Congress Centrum Bremen verliehen.

Der Preis er ist einzigartig in Deutschland

wurde zum fünften Mal vergeben. Erstmals

wurde ein Handwerksbetrieb für seine

herausragenden internationalen Leistungen

ausgezeichnet. Den zweiten Platz errang die

Inros Lackner AG aus Bremen für den Export

von Ingenieurdienstleistungen. Auf den dritten

Platz kam das Magdeburger Unternehmen

Amroc Baustoffe GmbH, das, so die Jury, Qualität

statt Arbeitsplätze exportiert.

Das 1988 gegründete Orgelbau-Unternehmen

mit 18 Beschäftigten gilt weltweit als eine

der ersten Adressen auf dem Gebiet des Neubaus

und der Restaurierung von Pfeifenorgeln

und Musikwerken. Die Jäger & Brommer-

Orgeln spielen in Asien, in den USA, Australien

und Europa. Sie tragen den großen Namen

Waldkirchs als „die Orgelbauerstadt“ in die

weite Welt. Die Jury zeigte sich von der intelligenten

Strategie der beiden Gründer und

Orgelbaumeister Heinz Jäger und Wolfgang

Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel, die Träger des Preises

der Deutschen Außenwirtschaft Heinz Jäger und Wolfgang Brommer vom Waldkircher

Orgelbau Jäger & Brommer und Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie.

Brommer beeindruckt. Sie haben ein „mutiges

Konzept“ für den Weltmarkt entwickelt und

sind ein „Paradebeispiel dafür, dass auch kleine

Unternehmen, insbesondere Handwerksbetriebe,

in weltweiten Nischenmärkten erfolgreich

sein können.“ Derzeit bauen Jäger &

Brommer zum Beispiel eine Kathedral-Orgel

für Qingdao in China, eine Kirchenorgel für

Nagoya in Japan und eine Konzertorgel für

die Hong Sung Kirche in Seoul. In handwerklich

traditioneller Weise, aber auch mit stetem

Augenmerk auf technische Innovationen, werden

wie früher sämtliche Bauteile einzeln hergestellt

und bürgen so für hohe Qualität. Auftraggeber

von Jäger & Brommer sind Kirchen,

Konzertbühnen, Musikhochschulen, Museen,

aber auch Privatleute. Das zweite Arbeitsfeld

ist entsprechend der großen Tradition in Waldkirch

(seit 1799) der Bau und die Restaurierung

von mechanischen Musikwerken wie Drehorgeln,

Jahrmarktsorgeln und Orchestrione.

Heinz Jäger ist der Urenkel der weltweit

berühmten Orchestrionfabrik Geb. Weber in

Waldkirch.

„Das ist ein schöner Tag für uns“, sagte

Orgelbaumeister Wolfgang Brommer. „Der

Preis ist für unsere Arbeit sehr wichtig und wir

freuen uns riesig.“ 32 Unternehmen haben

sich in diesem Jahr für die Auszeichnung

beworben, mehr als jemals zuvor.

Foto: Messe Bremen

STAPLERSCHEIN

GEMACHT

Der erste Lehrgang zum Erwerb des Staplerscheins wurde jetzt im HandWERK abgeschlossen.

Seminarleiter Wolfram Heinrich ließ die neun Absolventen über das Gelände kurven, Lasten

aufnehmen und absetzen und machte mit den Sicherheitsbestimmungen vertraut. Ihren Stap -

lerschein in der Tasche haben nun: Alexander Befuß, Sven Cyriaks, Denis Freundenberg, Eduard

Janke, Alexander Kalsow, Kamil Ölker, Mike Spille, Florian Urbainski und Mario Zollfrank.

38 Handwerk in Bremen 12/2007


Tischler-Handwerk

Namen & Notizen

GUTE FORM VOM „UNI-TISCHLER“

NACHWUCHSWERBUNG FÜR

DAS HANDWERK IM INTERNET

Jan Richter vom Ausbildungsbetrieb Universität

Bremen gewann beim Nachwuchs-

Gestaltungswettbewerb ‘Die gute Form’ des

Tischlerverbandes Niedersachsen/Bremen.

Der 25-jährige Jung-Geselle setzte sich gegen

44 Mitbewerber durch und teilt sich den Siegerpreis

mit einem Tischlerkollegen aus dem

Weserbergland.

Jan Richter stammt aus Emden und nimmt mit

seinem Büro-Hängeschrank aus Ulmenholz

am Bundeswettbewerb des Tischler-Nachwuchses

im Frühjahr 2008 teil. Das Foto zeigt

ihn zusammen mit seiner Ausbilderin Christiane

Sarnow (Tischlermeisterin Betriebshof der

Uni Bremen).

(Foto: Hendrik de Boer)

Die Nachwuchsplattform des Deutschen

Handwerks präsentiert sich im neuen

Gewand: Unter www.teamhandwerk.de

erhalten Jugendliche noch mehr Information

rund um Praktikum, Ausbildung und

Karriere im Handwerk modern und nutzerfreundlich

gestaltet. Zentral ist der „Jobfinder“,

mit dem interessierte Jugendliche

freie Praktikums- und Lehrstellen in ihrer

Region finden können. Handwerksbetriebe,

die selbst auf der Suche nach qualifiziertem

Nachwuchs sind, können den Service

ganz einfach nutzen: Sie melden ihre freien

Stellen wie gewohnt ihrer Handwerkskammer

vor Ort, die sie dann in die regionale

Praktikums- und Lehrstellenbörse einstellt.

Automatisch ist das Unternehmen dann

auch über den „Jobfinder“ bei Teamhandwerk

zu finden. Daneben enthält die neue

Webseite viele weitere Funktionen. Unter

„Jobinfos“ ist alles Wissenswerte rund um

die über 120 Ausbildungsberufe des Handwerks

dokumentiert. „Facts“ und „Portrait“

jedes Berufs sind mit dem jeweiligen Fachverband

abgestimmt. Aktuelle Azubi-„Statements“

und „Teamworker“-Reportagen

ergänzen die Berufsbeschreibungen. Und

dazu gibt es viele attraktive „Clips“.

TISCHLER HOBELTEN SICH ZUR MEISTERSCHAFT

Den diesjährigen Leistungswettbewerb der

Tischler gewann Thorsten Kornmayer aus

Oberharmersbach (Baden-Württemberg). Der

als Arbeitsprobe abzuliefernde „Stumme Diener“

des 19-jährigen führte zum Sieg. Insgesamt

nahmen 13 Jung-Gesellen aus 13

Bundesländern am diesjährigen Wettbewerb

des Bundesverbandes Holz und Kunststoff

(BHKH) im Bildungszentrum der Tischlerinnung

Hamburg teil. Vize-Meister wurde

Manuel Mayer aus Altenmarkt (Bayern), Martin

Keutgen aus Kreuzau (Nordrhein-Westfalen)

wurde Dritter. Nur 19 Stunden Zeit hatten

die jungen Tischler, um den von Designer

Michael Niederhuber entworfenen „Stummen

Diener“ zu bauen. Streng nach Fertigungszeichnung

musste der Kleiderständer

aus massiver Buche realisiert werden.

Siegten im Leistungswettbewerb der Tischler:

Thorsten Kornmayer (1. Platz, Mitte),

Manuel Mayer (2. Platz, links) und Martin

Keutgen (3. Platz). Hier mit ihren Werkstücken

und Preisen.

(Foto: BHKH)

Handwerk in Bremen 12/2007

39


Namen & Notizen

Auszeichnungen

„DIE GRABMÄLER SIND MEINE KINDER“

Karl-Otto und Guido Kahnert sind Steinmetze aus Leidenschaft. Die beiden Meister aus Bremen-

Blumenthal schaffen in ihrem Betrieb individuell gefertigte Grabsteine. Zum vierten Mal wurde

nun ihre besondere Arbeit ausgezeichnet bei der Bundesgartenschau in Gera.

Ideenreichtum ist in ihrem Beruf gefordert,

Kreativität ebenso. Fingerspitzengefühl ist im

Grunde unverzichtbar, auch Sensibilität sollte

man mitbringen für Mensch und Stein. Ohne

handwerkliches Geschick geht es dabei gar

nicht. Symbolik spielt eine große Rolle, ebenso

wie der Tod. Zuhören sollte man können,

trösten und verstehen. Im Steinmetzbetrieb

Kahnert in Blumenthal treffen derlei Worte auf

Bescheidenheit. „Wir sind einfach Steinmetze“,

konstatieren Vater und Sohn. In dem kleinen

Betrieb am Blumenthaler Waldfriedhof schaffen

Karl-Otto und Guido Kahnert Kunstwerke

aus Stein. Ihre Grabmäler sind individuell und

einzigartig wie ein Fingerabdruck, wie der

Mensch, an den erinnern sollen. Den Anspruch

an ihre Arbeit formulieren sie so: „Wir möchten

für jeden einen besonderen Stein erstellen,

einen Stein, mit dem sich die Familien

identifizieren können. Keine Katalogware.“

Ihre Arbeitszeit spielt dabei keine Rolle, wichtig

ist ihnen das Ergebnis, auch wenn dafür

mal der Feierabend herhalten muss.

Wieder einmal wurden sie nun für ihre

Arbeit ausgezeichnet. Auf der Bundesgartenschau

im ostthüringischen Gera erhielten sie

für ihren Wettbewerbsbeitrag im Bereich

„Grabgestaltung und Denkmal“ die Bronzemedaille.

Gegen 110 andere Steinmetzbetriebe

aus ganz Deutschland haben sie sich mit ihrer

Idee, Einfühlsamkeit und ihrem handwerklichen

Können durchgesetzt. Aus Bremen sind

sie der einzige Betrieb, der an der Ausstellung

teilnahm. Der dritte Platz ist damit nicht nur

für Karl-Otto und Guido Kahnert, sondern

auch für Bremen eine Ehre, zeigten sie einmal

mehr, dass Qualitätshandwerk aus der Hansestadt

kommt.

Der Grabstein, der den Kahnerts den Preis

bescherte, erinnert an Fritz Baum, 1930 geboren

und 2007 verstorben. Goldene Früchte an

dem gemeißelten Lebensbaum symbolisieren

die Familie, auf der Rückseite des Grabmals

fällt ein einzelnes Blatt. Doch Fritz Baum ist

eine erfundene Person. Gemäß der Wettbewerbsausschreibung

mussten die Bremer

Steinmetzmeister den Grabstein beschriften.

Sie entwarfen dafür einen Namen und eine

kleine Lebensgeschichte. Bis zum Ende der

Bundesgartenschau zierte das Denkmal aus

schwedischem Bohusgranit eine Grabfläche im

Guido Kahnert (links) mit seinem Vater Karl-Otto Kahnert inmitten ihrer Ausstellungsstücke.

Die beiden Steinmetze wurden auf der Bundesgartenschau in Gera für einen Grabstein aus

ihrer Werkstatt mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet. (Text und Foto: Claudia Auer)

Park der Fabrikanten-Villa Jahr in Gera. Nun

findet der Granitstein seinen Platz im Ausstellungsbereich

in der Turnerstraße in Blumenthal.

Ein Besonderer unter Besonderen.

„Ich bin der Vater, die Grabmäler sind

meine Kinder“, sagt Karl-Otto Kahnert und

lacht. Er zupft seine olivgrüne Kordmütze

zurecht, die schon auf älteren, eingerahmten

Photographien im Flur zu sehen ist. Er sitzt im

Büro des Steinmetzbetriebes. Vor ihm liegt

eine Zeichnung. Er fertigt einen Schriftzug.

Obwohl er Anfang des Jahres in Rente gegangen

ist, kann er nicht loslassen. „Ich bin immer

noch Vollblut-Steinmetz, mir macht das immer

noch Spaß“, erklärt er.

An der Wand hinter seinem Schreibtisch

hängen zahlreiche Urkunden, Medaillen und

Auszeichnungen. Die Medaille der Bundesgartenschau

in Gera ist die vierte im Bunde, ein

Umstand, der Vater und Sohn besonders freut:

„Das ist eine kleine Bestätigung, dass man

nicht so schlecht liegt, mit dem, was man tut“,

sagt Karl-Otto Kahnert. 1987 bekam er in

Düsseldorf die erste Urkunde, in Frankfurt

kam eine erste Medaille hinzu. Vor vier Jahren

bei der internationalen Gartenschau in

Rostock wurden sie mit einer Silber- und einer

Bronzemedaille ausgezeichnet.

Ideen für die Gestaltung bekommen die

beiden Steinmetzmeister aus dem Gespräch

mit ihren Kunden. „Manchmal reicht ein Wort,

dann ist die Idee da“, beschreibt Sohn Guido

den Prozess. Das kann ein Tier sein, eine

Blume, das Tierkreiszeichen oder auch das

Motorrad, das der Vater so liebte. Auf die Idee

folgt dann die Zeichnung. Fünf bis sechs Skizzen

legen sie den Angehörigen vor, die aktiv

an dem Prozess teilnehmen. Aus der Skizze

wird das kleine Modell, später der bearbeitete

Stein. Manchmal muss sogar noch ein extra

Abguss gemacht werden. Einen Computer

benutzen die beiden Meister für ihre Aufzeichnungen

und Schriftzüge nicht. „Dem Computer

kann ich kein Leben einhauchen, der hat

keine individuellen Ideen, nur Vorlagen“,

erklärt Kahnert senior. Auch mit einer Fräse

arbeiten die beiden nicht gerne. „Wir sind

Handwerker, da macht man alles von Hand“,

bekennt sein Sohn. Ein Handwerk, das Menschen

ein ehrendes Andenken schafft.

40 Handwerk in Bremen 12/2007


Unternehmerfrauen im Handwerk

Namen & Notizen

UNTERNEHMERFRAUEN

WAREN ZU GAST IN RIGA

34 Frauen aus 17 Arbeitskreisen

der Unternehmerfrauen im Handwerk

(UFH) hatten sich für drei Tage nach

Riga aufgemacht. Und da die lettische

Hauptstadt zugleich Patenstadt Bremens

ist, war es für zwei Unternehmerfrauen

des Bremer Arbeitskreises

geradezu ein „Muss“ mit dabei zu

sein. Heike Lühmann und Marlies

Schlöcker betätigten sich so als Botschafterinnen

für Bremen.

Mit viel Neugierde ausgestattet

machten sich die Unternehmerfrauen

auf, die lettische Hauptstadt an der

Dünamündung zu erkunden. Dabei

waren die Insider-Kenntnisse einer

sehr engagierten Reiseleiterin hilfreich.

Sie vermittelte den Besucherinnen

einen guten Einblick über das

Leben, die Gepflogenheiten und den

familiären Zusammenhalt in Lettland.

Besichtigt wurde eine Bäckerei, die

nach dem neuesten Stand der Technik

ausgerüstet ist. Dennoch wird in

dieser Bäckerei nach altem Rezept

gearbeitet. So werden die Backöfen

mit Holz angeheizt, ruht der Sauerteig

mindestens 36 Stunden lang und werden

die Brotlaiber in verschiedenen

Größen nach „Gefühl“ geformt.

Gepflegte Traditionen in einer rund -

um modernen und betriebsamen

Stadt.

Im Rathaus wurden die Unternehmerfrauen

vom stellvertretenen Bürgermeister

und der Vorsitzenden der

LBWA (Latvian Business Woman Association)

begrüßt. Später wurden

Kooperationsgespräche mit Unternehmerinnen

aus Riga geführt, die

vorwiegend im Kunsthandwerk tätig

sind und gerne Kontakte mit Deutschland

knüpfen möchten. Sie stellten

ihre Produkte Leinentücher, Karten,

Hüte und Puppen aus. Im Gegenzug

berichteten die UFH-Frauen über

ihre Arbeit, das Handwerk, die verschiedenen

Tätigkeiten und unterschiedliche

Gewerke sowie darüber,

wie die Weiterbildung der UFH-Frauen

in Deutschland abläuft.

Anschließend wurden nach dem

Erfahrungsaustausch die UFH-Frauen

zu einer Ausstellung eingeladen, auf

der eine Reihe von Bildern zu sehen

waren, die von den lettischen Unternehmerinnen

in der Freizeit gemalt

wurden. Alles in allem drei ereignisreiche

und informative Riga-Tage für

die Unternehmerfrauen.

Auf Riga-Besuch: Marlies Schlöcker und Heike Lühmann. Wie

eng die Städtepatenschaft der beiden Hansestädte ist, wurde

beim Stadtrundgang deutlich. Auf einem Platz in Nähe der St.

Petrikirche konnten die Besucherinnen die vier Bremer Stadtmusikanten

ganz wie zu Hause bewundern. Die Bronzeplastik

ist ein Geschenk Bremens an Riga. Sehr neugierig

schauen die vier Tiere wie durch ein Fenster von der einen

Partnerstadt in die andere.

ANA LADO IST UNTERNEHMERFRAU

DES JAHRES IM HANDWERK 2007

Siegerurkunde, Preisgeld und Blumenstrauß

gabes für Ana Lado, die im Wettbewerb

„Unternehmerfrau im Handwerk“ siegte.

Ana Lado beschäftigt 26 Mitarbeiter in

zwei Salons und verfolgt das Ziel, durch Top-

Dienstleistungen und innovative Betriebsführung

auch das Image des Friseurhandwerks

aufzupolieren. Für ihr eigenes Unternehmen

hat sie das bereits geschafft: Ihr Name ist weit

über das Sauerland hinaus bekannt und steht

als Synonym für internationale Spitzenqualität

in der Friseurbranche. Für ihre Leistungen

erhält Ana Lado ein Preisgeld von 2.500

Euro für eine Urlaubsreise.

Ernst Hinsken, Beauftragter des Bundeswirtschaftsministeriums,

lobte das Engagement

der Unternehmerin für Betrieb und

Gesellschaft. Jury-Mitglied Ursula Jachnik,

Bundesvorsitzende der Unternehmerfrauen

im Handwerk, betonte, dass inzwischen

immer mehr Frauen im Handwerk im eigenen

Betrieb ihren Mann stehen. Frank Wiercks,

handwerk magazin-Chefredakteur, unterstrich

die lange Verbundenheit seines Magazins

mit den Unternehmerfrauen im Handwerk

und hob hervor, dass ohne Frauen in der

Wirtschaft kaum etwas läuft. Den Wettbewerb

„Unternehmerfrau des Jahres im Handwerk“

veranstaltet die Wirtschaftszeitschrift

handwerk magazin seit 20 Jahren. Schirmherrin

des Wettbewerbs ist Bundesfrauenministerin

Dr. Ursula von der Leyen. Unterstützt

wird er vom Bundesverband der Unternehmerfrauen

im Handwerk (UFH).

(Foto: handwerk magazin/Lopata)

Handwerk in Bremen 12/2007

41


Namen & Notizen

Bäckerhandwerk

PREIS FÜR BREMER KLABEN BEIM „STOLLEN-ZACHARIAS“

Mit dem „Stollen-Zacharias“ werden Bäckereien und Innungen

ausgezeichnet, die sich für handwerklich hergestellte Stollen

engagieren, neue Stollenspezialitäten entwickeln und die

Vermarktung des Stollens vorantreiben. Jetzt wurde der diesjährige

Preis auf der Sachsenback in Leipzig verliehen. Die

Bäckerei Klingebiel aus Langelsheim-Wolfshagen im Harz und

der Schutzverband Thüringer Weihnachtsstollen und Erfurter

Schittchen e.V. konnten die beiden ersten Preise erringen. Die

Bäcker-Innung Bremen erreichte mit ihrem Bremer Klaben den

3. Preis im Innungs-Wettbewerb.

Die Auszeichnung ist nach dem sächsischen Bäckermeister

Johann Andreas Zacharias benannt, der 1730 den ersten Stollenweltrekord

im Auftrag August des Starken gebacken hatte.

Der von MeisterMarken für das Backhandwerk gestiftete Preis

wurde 1990 erstmals ausgeschrieben.

Von ursprünglich 217 Teilnehmern erreichten elf Fachgeschäfte

und sieben Innungen nach einer Vorauswahl die Finalrunde.

Zum 3. Preis heißt es: Die Bäcker-Innung Bremen hegt

und pflegt seit Jahrhunderten ihren Original Bremer Klaben,

sozusagen ein hanseatischer Bruder des aus Sachsen und Thüringen

stammenden Stollens. Er ist trotz vieler Gemeinsamkeiten

eigenständig in Form und Struktur. Auch er enthält viele

in Rum getränkte Früchte. Gebacken wird er auf speziellen Klabenblechen.

Seine Krume soll saftig, ja leicht speckig sein und

seine Kruste ist blank, ohne jeglichen Zuckerüberzug.

3. Preis beim Wettbewerb um den „Stollen-Zacharias“ für den Bremer Klaben

der Bäcker-Innung Bremen. Innungs-Obermeister Wilfried Schnaare nahm die

Ehrung stellvertretend entgegen.

ITALIENISCHES KULT-AUTO ZURÜCK

TV-WERBUNG FÜR DAS

BÄCKERHANDWERK

Eine automobile Legende ist zurück

gekehrt: Der Fiat „Cinquecento“. Der 500er

wurde von der Italo Motors Bremen GmbH

gleich auf zwei Premierenfeiern vorgestellt.

Genau 50 Jahre nach dem Debüt des

ersten Fiat 500, von seinen Fans liebevoll

‘Knutschkugel’ genannt, lebt die Auto-Ikone

wieder auf.

Der neue Fiat 500 kommt im typischen

italienischen Design daher und wird von

einem Ausstattungs- und Zubehörprogramm

begleitet, das in Vielfältigkeit, Innovation

und Kombinationsmöglichkeiten kaum Wünsche

offen lässt. Zudem überzeugt der jüngste

Fiat-Sproß auch in Sachen Technik, Qualität

und Sicherheit. Insgesamt sind knapp

550.000 unterschiedliche Ausstattungsvarianten

des Lifestyle-Flitzers möglich! „Die

werden wir nicht alle in unserem Schauraum

präsentieren können“, ist sich Oswald Barge,

Gesamt-Verkaufsleiter der Bremen Motors

Gruppe, sicher. Der neue Cinquecento ist für

ihn ein Auto, das von seiner großen Individualität

lebt: Man fängt Feuer, entweder

beim bloßen Anblick, spätestens aber bei der

Testfahrt, und konfiguriert sich dann das

eigene Unikat. Zu sehen im Italo Motors

Schauraum an der Pfalzburger Straße.

Der neue „Cinquecento“

erinnert im Aussehen sehr

der ‘Knutschkugel’ von vor

einem halben Jahrhundert.

Ausstattung und Technik

sind jedoch auf dem neuesten

Stand der Technik. Gute

Chancen also, um an frühere

Erfolge anzuknüpfen.

(Foto: Fiat)

„Zum Glück gibt’s noch echte Bäcker“ hieß

es im November in der ARD, wo TV-Werbespots

zur besten Sendezeit ausgestrahlt wurden.

Mehr als zwanzig Mal, teilweise

unmittelbar vor der 20-Uhr-Tagesschau,

wurde der 10-Sekunden-Spot ausgestrahlt

und erreichte rund 18 Millionen Menschen.

Der TV-Spot führt den Fernsehzuschauern

stimmungsvoll vor Augen, dass man aus

gutem Grund beim Handwerksbäcker einkauft,

denn „Vieles schmeckt einfach nur

noch billig“, und „zum Glück gibt’s noch

echte Bäcker!“ Wie zur Bestätigung sieht

man, wie gerade dampfende Brote aus dem

Holzofen geholt werden genau das, was

kein Supermarkt leisten kann.

Parallel zu den Fernsehspots gab es im

öffentlich-rechtlichen und privaten Hörfunk

insgesamt 188-mal einen Radiospot, der

das gleiche Thema aufgreift. Insgesamt

wurde eine Reichweite von 68 Millionen

Kontakten erzielt. Die Spots sind auf der

Homepage des Zentralverbandes unter

www.baeckerhandwerk.de (Rubrik Presse-

& Öffentlichkeitsarbeit/Hörfunk- und Filmbeiträge)

zu sehen und zu hören.

42 Handwerk in Bremen 12/2007


Qualität made in Bremen

Namen & Notizen

BREMER SILBERSCHMIEDE

BAUT ‘GOLDENE KAMERA‘

Sie ist nur 25 Zentimeter hoch und wiegt

etwa 600 Gramm, doch einmal im Jahr steht

sie im Rampenlicht die ‘Goldene Kamera’.

Schnell verschwindet sie nach ihrem Auftritt

in den Händen des Preisträgers und dann

irgendwo auf der Welt in einer Vitrine, an der

Seite weiterer Trophäen. Auch in der Eingangshalle

der neuen Corpuswerkstatt der Silberschmiede

hat das begehrte Stück einen Platz

gefunden. Allerdings steht es hier in einem

antiken Wandschrank und fällt erst auf den

zweiten Blick auf. Denn in der Corpuswerkstatt

der Bremer Silbermanufaktur Koch und Bergfeld

ist sie kein Prestigeobjekt, sondern in

erster Linie ein Zeichen gelungener Handwerksarbeit.

Der Übergang von Eingangsbereich in

dem sich auch die Büros der Geschäftsführung

befinden in die Corpuswerkstatt verläuft

nahtlos. Hier sitzen und feilen, walzen, schleifen

fünfzehn Handwerker an filigranen Modellen.

Dabei stellt die ‘Goldene Kamera’ nur

einen kleinen Teil der Produktion dar. Rund

7.000 Bronzemodelle, 25.000 Entwurfszeichnungen

und ein archaisch anmutender

Maschinenpark füllen die Räume. Die Arbeiten

an dem begehrten Medienpreis laufen

nahezu zeitgleich und parallel zur Herstellung

anderer Kunstobjekte ab. Mitarbeiter reinigen

das Werkstück und versilbern es, damit

Lötfugen nicht mehr zu sehen sind. Zu guter

Letzt vergolden die Schmiede den kostbaren

Preis in der neuen Galvanisierungsanlage. So

erhält die Kamera ihren wunderbaren Glanz.

Die Mitarbeiter kommen aus aller Herren

Länder. Erst kürzlich besuchte ein Praktikant

aus Irland den Betrieb, um von der Ausbildung

zu profitieren. Auch Christopher Agapito war

einst Praktikant. Seit August dieses Jahres ist

der 25-jährige Peruaner nun Auszubildender

bei Koch und Bergfeld. Sein Deutsch ist gut.

„Dafür habe ich an einem Integrationskurs teilgenommen“,

so der Azubi, der seit zweieinhalb

Jahren in Deutschland lebt. Die Arbeit gefalle

ihm sehr, obwohl sie manchmal anstrengend

sei, sagt er weiter.

Vor allem die Vorweihnachtszeit sei sehr

arbeitsintensiv, da das Geschäft dann

besonders blüht, sagt Geschäftsführer Florian

Blume. „In der Weihnachtszeit werden wir die

Corpuswerkstatt zu einem Werksverkauf für

jedermann zur Verfügung stellen“, verrät er

seine Pläne.

Auch Silber-Interessierte werden dann

beraten. Kunden und Interessenten werden

Handwerk in Bremen 12/2007

mit ihren Anliegen bei Blume

und seinen Mitarbeitern an

der richtigen Adresse sein.

„Wir sind eine der letzten Silberschmieden

in dieser Größenordnung

in Europa“, sagt

Florian Blume.

Die Corpuswerkstatt der

Bremer Silbermanufaktur

Koch und Bergfeld hat seit

September ein neues Domizil.

Der 1829 gegründete

Traditionsbetrieb zog mitsamt

Maschinenpark und

Werkzeugen in den Europahafen

der Überseestadt.

Hier werden jetzt die ‘Goldene

Kameras’ produziert,

die demnächst wieder von

der HörZu an Medienstars

und Nachwuchstalente

verliehen werden.

Florian Blume, Geschäftsführer

von Koch und Bergfeld

und ‘Meistergründer’ des

vergangenen Jahres, hält ein

Prachtstück in die Kamera.

Die Herstellung der „Goldenen Kamera“

durch die Silberschmiede Koch und Bergfeld

sowie die Verleihung der Trophäe im festlichen

Rahmen einer Gala von HörZu, ist ein

gutes Beispiel dafür, wie präsent das Handwerk

auch in Lebensbereichen ist, die auf den

ersten Blick so rein gar nichts mit Handwerk

zu tun haben. Denn wer hat schon den handwerklichen

Gestaltungsprozess vor Augen,

wenn auf der Bühne einem Star oder Sternchen

eine „Goldene Kamera“ überreicht wird?

Handwerk da denken die Menschen an

ihren Bäcker oder Fleischer, an Leute vom Bau

oder an ihre Kfz-Werkstatt. Doch Handwerk

ist vielfältig. Und immer auch etwas Besonderes,

weil eben von Hand gemacht.

So ist auch die Kunst, aus einem Stück

Metall eine Erinnerung fürs Leben zu machen,

ein wenig mit dem Können zu vergleichen,

bei dem aus Mehl, Wasser, Hefe und Gewürzen

ein Stück Lebensqualität für den Moment

des Verzehrs entsteht. Beides lebt vom handwerklichen

Geschick und der individuellen

Herstellungsweise.

Und beides hat hohe Qualität, weil die an

der jeweiligen Herstellung beteiligten Menschen

ihr Handwerk verstehen. Das muss

selbstverständlich honoriert werden, denn

Qualität zumal wenn sie nicht der industriellen

Fertigung etwa in Fernost entstammt

hat ihren Preis. Vielleicht sollte man mal

jene Menschen fragen, die der Geiz-ist-geil-

Mentalität anhängen, welchen Wert sie ihrem

persönlichen Können und Geschick beimessen.

Da wird dann wohl schnell das Verständnis

für den Preis handwerklicher Produkte

und Dienstleistungen größer.

Auf einen Nenner gebracht steht Handwerk

immer für das Schöne und das Gute, für

Qualität und Individualität. Handwerker sollten

das öfter und nachdrücklicher in der

Öffentlichkeit und gegenüber ihren Kunden

verdeutlichen. Doch gehört dazu dann auch,

tagtäglich diesen Ansprüchen durch eigenes

Handeln gerecht zu werden. Ganz sicher lassen

sich so langfristig wie auf Dauer das

Handwerkerimage und der Nutzen für den

eigenen Betrieb weiter verbessern.

43


Tipps & Termine

Seminare • Termine • Veranstaltungen

Kurse und Seminare im

Kompetenzzentrum HandWERK

Umschulungsangebote des HandWERK:

Am 3. März 2008 beginnen Umschulungen

zur/zum

• Bäckereifachverkäufer/in,

• Elektroniker/in,

• KFZ-Mechatroniker/in,

• Metallbauer/in (Fachrichtung Konstruktionstechnik),

• Friseur/in.

Kontakt: Ulrich Mellentien,

Telefon (04 21)30 50 0-4 35,

E-Mail: mellentin.ulrich@handwerkbremen.de

Neuer Lehrgang:

Betriebswirt/-in des Handwerks

Teilnehmer: Handwerksmeister, mitarbeitende

Partner, Mitarbeiter in Führungspositionen

Inhalt: Praxisbezogene Kenntnisse für eine

moderne Betriebsführung:

Betriebswirtschaft, Personalführung, Recht/

Steuern, Volkwirtschaft. Gegliedert in Seminarstufen

A bis D, die in sich geschlossen sind:

• aktuelle Aspekte der Betriebsführung

• betriebliche Schwachstellenanalysen

• Führungs- und Planungsaufgaben

• Marktchancen

• Marktprognosen

• Verbesserung der Rentabilität

• Lohnfragen

• Unternehmerische Führungsdaten

Abschluss: Abgeschichtete Prüfungen vor

einem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer.

Zertifikat: Betriebswirt (HWK), das

bundesweit anerkannt ist. Dauer: Vier Stufen,

120 Stunden je Seminarstufe/Semester

Beginn: 11. März 2008

Kosten: Pro Seminarstufe 660,- Euro,

zuzüglich Lernmittel und Prüfungsgebühr.

Information: Beate Schröder

Telefon (04 21) 30 50 0-4 22,

E-Mail: schroeder.beate@handwerkbremen.de

Neue Meisterkurse

Maler und Fahrzeuglackierer/-in Teil I und II

Beginn: 31. März 2008

Elektrotechniker/-in Teil I und II

Beginn: 31. März 2008

KFZ-Servicetechniker/-in Fachpraxis (Teil I)

Beginn: 7. Januar 2008

KFZ-Handwerk Fachtheorie (Teil II)

Beginn: 17. März 2008

Dachdecker/-in Teil I und II

Beginn: 31. März 2008

Tischler/-in Teil I und II

Beginn: 31. März 2008

Information: Beate Schröder, siehe oben.

Termine • Veranstaltungen

von KH und AGVH Bremen

3. Dezember, 16.30 Uhr, Vorstandssitzung

SHK, Innungssaal

3. Dezember, 18.00 Uhr, Innungsversammlung

SHK, Handwerkssaal

6. Dezember, 17.30 Uhr, Vorstandssitzung

Elektro, Bibliothek

6. Dezember, 19.00 Uhr, Innungsversammlung

Zahntechniker, Wandschneidersaal

10. Dezember, 15.00 Uhr Versicherungsrechtliche

Beratung, Inter-Versicherung, Gewerbehaus,

Raum W 216

10. Dezember, 19.00 Uhr, Vorstandssitzung

Maler

10. Dezember, 20.00 Uhr, Vorstandssitzung

Raumausstatter und Sattler, Alte Gilde

11. Dezember, 19.00 Uhr, Vorstandssitzung

Metall, Hotel Westfalia

12. Dezember, 16.00 Uhr, Veranstaltung

„Arbeitszeiterfassung“ Gebäudereiniger,

Handwerkssaal

13. Dezember, 15.30 Uhr, Weihnachtsfeier

Senioren, Maler-Innung, Innungssaal

17. Dezember, 16.00 Uhr, Weihnachtsfeier

Bäcker-Innung, Handwerkssaal

Systemkontrolle im Betrieb

was will die Behörde?

Montag, 10. Dezember ,

von 14.00 bis 17.00 Uhr

im Handwerkssaal der

Handwerkskammer Bremen.

Vorsorgende Maßnahmen im Betrieb helfen,

Unfälle und Erkrankungen zu vermeiden. Der

Gesetzgeber fordert vom Arbeitgeber, den

Schutz von Sicherheit und Gesundheit fest in

der betrieblichen Führung zu verankern und

den Arbeitsschutz zu organisieren.

Die Gewerbeaufsicht will sich aus Unternehmen,

die eine gute Arbeitsschutzorganisation

nachweisen, Gefährdungen erkennen und

Schutzmaßnahmen durchführen, zurückziehen,

um sich auf Betriebe mit Nachholbedarf

konzentrieren zu können.

Akademie des Handwerks

an der Unterweser e.V.

Meisterausbildung

Teil I & II:

Elektrotechniker-Handwerk

Friseur-Handwerk

Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk

Bau-Handwerke (Maurer, Stahl-Betonbauer,

Zimmerer)

Kfz-Techniker-Handwerk

Beginn ab Anfang 2008

Teil III

Technische/r Fachwirt/in (HWK)

Beginn: 7. Januar 2008

Teil IV

Vorbereitung auf die Ausbildereignungs-Prüfung,

Vollzeit

Betriebswirt/in (HWK)

berufsbegleitend, Beginn: 19. Mai 2008

Informationen und Anmeldungen: Akademie

des Handwerks an der Unterweser e.V.

Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven

Telefon: (04 71) 18 5-2 49

info@akademie-bremerhaven.de

www.akademie-bremerhaven.de

Über die Anforderungen und Handlungsmöglichkeiten

für die betriebliche Umsetzung informiert

eine Veranstaltung der Handwerkskammer

in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer,

der Handelskammer, der IHK Bremerhaven,

der Senatorischen Behörde für Arbeit,

Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales

sowie der Gewerbeaufsicht Bremen.

Die Veranstaltung wendet sich an Betriebsinhaber

und Führungskräfte und alle, die in

Betrieben mit Fragen des Arbeitsschutzes

befasst sind. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Kontakt: Handwerkskammer Bremen,

Dipl.-Biol. Tuku Roy-Niemeier,

Zimmer 102, Ansgaritorstr. 24, 28195 Bremen

Telefon (04 21) 30 500-312,

E-Mail: roy-niemeier.tuku@hwk-bremen.de.

44 Handwerk in Bremen 12/2007


HandWERK

Tipps & Termine

UMSCHÜLER MIT DURCHBLICK

Mit viermal ‘gut’, dreimal ‘befriedigend’

und einmal ‘ausreichend’ haben Umschüler im

HandWERK ihre theoretische Abschlussprüfung

zum Augenoptiker beendet. In den praktischen

Prüfungen erreichten sie insgesamt

zweimal ‘gut’, fünfmal ‘befriedigend’ und zweimal

‘ausreichend’. Sieben Teilnehmer haben

zusätzlich das Zertifikat ‘Refraktionsassistenz’

erhalten und sechs von ihnen auch das Zertifikat

zur ‘Kontaktlinsenassistenz’. Lediglich

ein Teilnehmer fiel mit ‘mangelhaft’ durch die

theoretische Abschlussprüfung. „Mit diesen

Ergebnissen liegen wir laut Prüfungskommission

deutlich über dem Durchschnitt der

Berufsschulen in Bremen und Oldenburg“,

freut sich Hans-Holger Riemer aus der Abteilung

Augenoptik und Optometrie im Hand-

WERK. Vier der frischgebackenen Augenoptiker

haben auf der Stelle einen neuen Arbeitsplatz

gefunden. Einer weiteren Teilnehmerin

ist eine Stelle in Bremervörde angeboten worden.

„Drei Teilnehmer suchen noch und sind

aufgrund ihrer guten Prüfungsergebnisse

zuversichtlich ebenfalls in Kürze eine neue

Stelle zu bekommen“, sagt Riemer. Wer eine

„Für den unbekannten Hund“ heißt ein

Kinofilm, der in die Welt der wandernden

Gesellen führt. Eine Geschichte über zwei

junge Männer, deren Schicksal untrennbar

durch einen Mord verbunden ist.

Bastian ist gerade zwanzig als er an einer

Tankstelle einen Stadtstreicher tötet. Aus

Angst vor Entdeckung schließt er sich einer

Gruppe reisender Steinmetz-Gesellen an. Aber

die Erfahrungen auf der Wanderschaft treiben

immer tiefere Risse in Bastians Seelenbeton.

Stelle anbieten möchte wendet sich am besten

an Ulrich Mellentin, der den Bereich der

Umschulungen koordiniert. Er leitet Offerten

an die Augenoptiker weiter.

Kontakt: HandWERK Bremen gGmbH,

Ulrich Mellentin,

Schongauer Straße 2, 28219 Bremen,

Telefon (04 21) 30 500-435,

Fax (04 21) 30 500-4 59

E-Mail: mellentin.ulrich@handwerkbremen.de

Die Umschulungsangebote für 2008 im Hand-

WERK finden sich unter den Terminen.

WANDERNDE GESELLEN ALS „STARS“

Er findet die Chance auf Bewährung, und

seine Flucht vor sich selbst mündet in eine

Reise zu sich selbst: Der längst verdrängt

geglaubte Mord wird zum Wendepunkt seines

Lebens.

Der Film von Dominik und Benjamin

Reding gewann den Publikumspreis auf dem

3. Festival des deutschen Films in Mannheim.

Bundesweiter Kinostart ist am 6. Dezember.

Mehr: www.fuerdenunbekanntenhund.com.

DEUTSCHER UMWELTPREIS:

FRIST BIS 11. FEBRUAR 2008

Der jährlich vergebene Deutsche Umweltpreis

zeichnet Engagement und Leistungen

aus, die entscheidend und in vorbildlicher

Weise zum Schutz und zur Erhaltung der

Umwelt beitragen. Leitidee ist, Leistungen

zu prämieren, die Umweltprobleme rechzeitig

erkennen und mit geeigneten Maßnahmen

entschärfen. Dabei sollen Modellchara k-

ter und Vorbildfunktion im Vordergrund stehen,

um Nachahmungseffekte erzielen zu

können. Es können Projekte, Maßnahmen

oder auch die „Lebensleistung“ einzelner

Personen ausgezeichnet werden. Vorschläge

aus dem Handwerk sind über den Zentralverband

des Deutschen Handwerks bis

zum 11. Februar 2008 wenn möglich auf

elektronischem Weg einzureichen:

Zentralverband des Deutschen Handwerks,

Ute Aschenbrenner, Mohrenstraße 20/21,

10117 Berlin , E-Mail: aschenbrenner@zdh.de

30.000 EURO FÜR

HANDWERKSGRÜNDER

Tolle Idee, klasse Spezialisierung oder sogar

die eigene Erfindung? Wer sich in den vergangenen

fünf Jahren selbstständig

gemacht oder einen Betrieb übernommen

hat, kann sich beim Wettbewerb „Top-Gründer

im Handwerk 2008“ von handwerk

magazin, der Adolf Würth GmbH & Co. KG

und der Signal Iduna Gruppe bewerben. Zu

gewinnen gibt es neun Preise im Gesamtwert

von 30.000 Euro. Bewertet werden

Vorbereitung, Innovation, beziehungsweise

Spezialisierung, Marketing, wirtschaftlicher

Erfolg sowie die Absicherung des Unternehmens.

Wer von der hochkarätig besetzten

Jury ausgewählt wird, bekommt Geld,

das junge Betriebe für gewöhnlich gut brauchen

können. Einsendeschluss ist der 31.

Dezember 2007. Den Bewerbungsbogen

gibt es unter www.handwerk-magazin.de.

UMGANG MIT KRITIK

Selbst wenn sich der Vorgesetzte drastisch

ausdrückt, gilt das nicht gleich als Mobbing

und rechtfertigt keine Schmerzensgeldansprüche.

Das Landesarbeitsgericht Nürnberg

entschied (Az.: 6 Sa 537/04), dass

der Arbeitnehmer kein Mobbingopfer trotz

rüder und unhöflichen Formulierungen ist

und nicht im Rechtssinn beleidigt wird.

Arbeitgeber seien zur Kritik berechtigt, auch

wenn sie dabei drastische Worte verwenden.

Handwerk in Bremen 12/2007

45


Tipps & Termine

Versicherungen und Vorsorge

SCHULUNGSKONZEPT

AKTUALISIERT

Das Schulungs- und E-Learning-Konzept der

Signal Iduna Gruppe für Meisterschüler und

Existenzgründer im Handwerk geht jetzt in

die vierte Auflage. Auch in diesem Jahr

wurde das aus drei CDs bestehende Programm

inhaltlich aktualisiert.

Änderungen wie etwa der modifizierte Leistungskatalog

der gesetzlichen Krankenversicherung

(GKV), wichtige bereits umgesetzte

und zukünftige Eckpunkte des GKV Wettbewerbsstärkungsgesetzes,

Änderungen bei

der Regelaltersrente und die Aktualisierungen

beim 3-Schichten Modell zur Altersvorsorge

wurden neu aufgenommen. Ebenso

wurden die Versorgungsbeispiele für Selbstständige

im Bereich der Sozialversicherung

an die gesetzlichen Gegebenheiten angepasst.

Die Zentralstelle für Weiterbildung im

Handwerk empfiehlt die Meisterschüler-CD

in Verbindung mit der zugehörigen Präsentation.

Für Existenzgründer ohne Meistertitel

steht die Info-CD „Der erfolgreiche Start

in die Selbstständigkeit“ als Schulungs-CD

und zur Nachbearbeitung zur Verfügung.

NÜTZLICHE „LÜCKENFÜLLER“

Wie sich die Lücken der gesetzlichen Krankenversicherung

mit privaten Zusatztarifen

schließen lassen, zeigt die Inter Krankenversicherung

aG mit ihrem Versicherungsangebot

„ProLine“. Mit verschiedenen Tarifen können

die Zuzahlungen sowie zusätzliche Kosten bei

ambulanten und stationären Behandlungen

sowie für Zahnersatz versichert werden.

Als Ergänzung für den eingeschränkten

Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung

bietet die Inter private Zusatztarife an. Damit

werden Einschnitte und Selbstbeteiligungen

der Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen

weitgehend aufgefangen. So können

zusätzliche Krankenhausleistungen wie komfortable

Unterbringung und Chefarztbehandlung

im Krankenhaus abgeschlossen werden.

Der Komfort-Schutz beinhaltet zusätzliche stationäre

Wahlleistungen, so etwa 100-prozentige

Erstattung für die privatärztliche Behand-

lung. Erstattet werden auch die Kosten für eine

Begleitperson bei Kindern für 14 Tage Krankenhausaufenthalt.

Bei Auslandsreisen kommt

der Versicherungsschutz für die Kosten von

Heilbehandlungen und den notwendigen

Rücktransport zum Wohnort auf. Im Bereich

der Zuzahlungen beim Arzt (Praxisgebühren),

bei Arzneimitteln, Hilfsmitteln, Heilmitteln,

bei Krankenhausbehandlung und Fahrtkosten

zum Krankenhaus können bis zu 1.500

Euro pro Kalenderjahr mit einer Selbstbeteiligung

von 120 Euro abgeschlossen werden.

Da Kassenpatienten über 18 Jahre keine

Zuschüsse für Sehhilfen mehr erhalten, erstattet

der Tarif alle drei Jahre bis zu 180 Euro.

Die Leistungen für Naturheilverfahren, Heilpraktikerbehandlung

sowie erweiterte Vorsorgeuntersuchungen

sind ebenfalls enthalten.

TIPP: SAISON-KURZARBEITERGELD

RECHTSSCHUTZ FÜR

INNUNGSBETRIEBE

Der Firmen-Vertrags-Rechtsschutz für

Innungsbetriebe der Allrecht Rechtssschutzversicherung

AG, Düsseldorf, wartet jetzt mit

zahlreichen Verbesserungen auf. So wurde

der Mindeststreitwert von 2.000 auf 1.500

Euro abgesenkt. Zudem ist jetzt ein wesentlicher

Teil der bisher ausgeschlossenen rechtlichen

Streitigkeiten, die aus Generalunternehmer-Verträgen

resultiert, versichert. Voraussetzung

ist, dass der Auftragswert 15.000

Euro nicht übersteigt. Die Änderungen gelten

auch für Bestandskunden, und zwar für

alle Versicherungsfälle, die ab dem 1. Okto -

ber eintraten. Der Firmen-Vertrags-Rechtsschutz

der Allrecht deckt ein Segment ab, das

auf dem deutschen Markt nach wie vor kaum

versicherbar ist. Der Versicherungsschutz gilt

für ganz Europa und erstreckt sich auf den

versicherten Betrieb bis zu einer Versicherungssumme

von 300.000 Euro pro Rechtsschutzfall

bei einer Selbstbeteiligung von je

500 Euro. Den Schutz gibt es für Innungsbetriebe,

deren Innung eine entsprechende Rahmenvereinbarung

mit der Allrecht getroffen

haben. Dabei ist es gleich, ob die Innung einer

Kreishandwerkerschaft angeschlossen oder

selbstständig ist.

Mit rapide sinkenden Temperaturen haben

viele Betriebe des Bauhandwerks mit Arbeitsausfällen

zu kämpfen. Oder die Aufträge bleiben

jahreszeitlich bedingt ganz aus. Für die

Beschäftigten dieser Firmen droht als Folge

davon oft Arbeitslosigkeit. Baubetriebe können

Entlassungen jedoch vermeiden, indem sie

in der sogenannten „Schlechtwetterzeit“, das

heißt, von Dezember bis März, Saison-Kurzarbeitergeld

beantragen.

Mit dieser Leistung können sowohl witterungsbedingte

Arbeitsausfälle als auch Ausfälle

aus wirtschaftlichen Gründen (Auftragsmangel)

abgefedert werden. Für das Baunebengewerbe

(inkl. Gerüstbauer) beginnt die

„Schlechtwetterzeit“ schon am 1. November.

Neben dem Saison-Kurzarbeitergeld werden

ergänzend das Zuschusswintergeld und

das Mehraufwandswintergeld für Arbeitnehmer

gezahlt. Arbeitgeber des Bauhauptgewerbes

(einschließlich Dachdecker, außerdem Garten-

und Landschaftsbau) können sich die von

ihnen zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge

für gewerbliche Arbeitnehmer erstatten

lassen, sofern diese Saison-Kurzarbeitergeld

erhalten.

Beantragt ein Betrieb auch oder ausschließlich

aus wirtschaftlichen Gründen Saison-Kurzarbeitergeld,

muss die Erstanzeige der Saison-

Kurzarbeit bis Ende des Monats, die Folgeanzeige

bis zum 15. des jeweiligen Folgemonats

erstattet werden.

Hans-Uwe Stern. Geschäftsführer der Agentur

für Arbeit Bremen: „Durch Saison-Kurzarbeitergeld

behalten Betriebe ihre eingearbeiteten

Fachkräfte und diese ihren Arbeitsplatz.

Witterungseinflüsse auf das laufende

Geschäft und eventuelle Auftragsschwankungen

können so besser verkraftet werden. Das

Saison-Kurzarbeitergeld bietet hier entscheidende

Vorteile für alle Beteiligten.“

Nähere Informationen sind im Internet unter

www.arbeitsagentur.de abrufbar (Unternehmen

-> Finanzielle Hilfen -> Kurzarbeitergeld

-> Saison-Kurzarbeitergeld). Telefonische Auskünfte

bei der Agentur für Arbeit Bremen

unter Telefon (04 21) 17 8-26 87.

Bremerin auf 3. Platz

im Wettbewerb

Die gute Form im Handwerk’

Claudia Stegmann vom Ausbildungs- und

Innungsbetrieb Konditorei Stecker in Bremen

belegte auf Bundesebene den 3. Platz

im Wettbewerb ‘Die gute Form - Handwerker

gestalten 2007’.

Mehr über die Wettbewerbe auf Bundesebene

in der kommenden Ausgabe von HAND-

WERK IN BREMEN.

46 Handwerk in Bremen 12/2007


70677 5,

70677 5,

70677 5,

Partner des Handwerks

Tipps & Termine

AMTLICHE BEKANNTMACHUNG

DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Sitzung der Vollversammlung der HANDWERKSKAMMER BREMEN

Partner des Handwerks

Suchmaschinenoptimierung

Hiermit geben wir gemäß § 10 Abs. 2 unserer Satzung (Amtsblatt der Freien Hansestadt

Bremen 2006 Nr. 36 S. 231) bekannt, dass am

Dienstag, 11. Dezember 2007, ab 17.00 Uhr,

im Handwerkssaal des Gewerbehauses,

Ansgaritorstraße 24, 28195 Bremen,

eine Sitzung der Vollversammlung der

HANDWERKSKAMMER BREMEN stattfindet.

Webdesign

Bremen, 18.10.2007

HANDWERKSKAMMER BREMEN

gez. Feldmann

gez. Busch

Präses

Hauptgeschäftsführer

Hiermit bestelle ich:

Partner des Handwerks

Einen Eintrag in dem Mitteilungsmagazin „HANDWERK IN BREMEN“

im Branchenspiegel „Partner des Handwerks“

HANDWERK

IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk in Bremen und Bremerhaven 4/2007

Rubrik:

11 Ausgaben

= 10% Rabatt!

Foto: Wienerberger

HANDWERK

Gute Chancen für den Bau

Hoher Altbaubestand und Rückkehr in die Stadt

beflügeln das Bauhandwerk in Bremen

IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk in Bremen und Bremerhaven 5/2007

Auftraggeber:

Meisterfeier: Startschuss für eine neue Ära: Bauwirtschaft:

Erfolgreicher Nachwuchs HandWERK öffnet Türen Auf der Sonnenseite

Firma / Name

Ansprechpartner

Foto: C&G

HANDWERK

IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk in Bremen und Bremerhaven 6/2007

Barrierefreies Bauen und Wohnen

Ein Zukunftsthema auch fürs Handwerk

Reformen gefordert Handwerk befragt die Politik Gewerberechtstag

Busch zum Aufschwung Bildung ist Thema Nummer 1 Infos für die Fachleute

PLZ / Ort

Straße

Telefon

Fax

Foto: energieausweis-bremen.de

Der Gebäude-Energieausweis kommt

Neue Aufgaben und Chancen für das Handwerk

Girls’Day 2007

Gute Resonanz

Praktikumsplätze gesucht Ausbildungschancen

Betriebe um Angebote gebeten für Hauptschüler

Datum

Unterschrift + Stempel

Zahlungsbedingungen:

(Monatlich per Bankeinzug)

2 % Skonto

bei Vorauszahlung

per Bankeinzug für alle

5 Ausgaben

4 % Skonto

bei Vorauszahlung

per Bankeinzug für alle

11 Ausgaben

5 Ausgaben

Die Mindestbestellmenge

beträgt 5 Ausgaben

hintereinander.

11 Ausgaben

zusätzlich

10 % Rabatt

Gestaltete Anzeige, 4c

(einspaltig = 57mm Breite)

33 mm Höhe

pro Ausgabe 130, Euro*

* Preise verstehen sich zzgl. der gesetzl. MwSt.

HANDWERK IN BREMEN · Verlag: Schintz Druck GmbH & Co. KG · Oppenheimerstraße 26, 28307 Bremen

Telefon (04 21) 48 57 8-0 · Telefax (04 21) 48 57 848 · Internet: www.schintz-druck.de

Anzeigen: Schintz Druck · Telefon (04 21) 48 57 822 · Telefax (04 21) 48 57 848 · anzeigen@handwerk-in-bremen.de

Handwerk in Bremen 12/2007

47


Themen & Titel

Angeklickt und aufgeblättert

SO GELANGT MAN ZUM TRAUMJOB

ENTSCHEIDEND

IST DAS WISSEN

Längst ist erwiesen, dass der Erfolg eines

Unternehmens und einer Nation weniger

von Warenlagern, Maschinen oder Finanzkapital

abhängt, als von unsichtbarem Kapital:

Know-how, Talent, Motivation, Kundenbeziehungen,

Unternehmenskultur und

Innovativkraft. Umso verwunderlicher, dass

diese immateriellen Vermögenswerte weder

in Bilanzen noch im Bruttoinlandsprodukt

auftauchen. Franz Reinisch zeigt auf, wo in

Firma und Staat verborgenes Wissen sichtbar

gemacht werden kann und wie man Wissensverluste

vermeidet. Als einer der Ersten

bilanziert der Autor das intellektuelle Vermögen

seines mittelständischen Unternehmens

regelmäßig und steigert so den Unternehmenserfolg.

Sein Fazit: Wissensbilanzen

sind der stärkste strategische Hebel, den

Führungskräfte heute ansetzen können!

Franz Reinisch

Die Köpfe sind

das Kapital

1. Auflage 2007

232 Seiten, Hardcover

ISBN 978-3-636-01543-3

24,90 Euro

Es gibt immer freie Stellen man muss nur

wissen, wie man sie findet. In der neuen Version

des für den deutschsprachigen Markt

überarbeiteten Weltbestsellers zeigt Richard

Nelson Bolles, wie jeder Stellensuchende seinen

Traumjob finden kann.

Bolles hilft Jobsuchenden, das eigentliche

Wesen der Jobsuche zu verstehen ihre

Gesetzmäßigkeiten, Kennzeichen und Hindernisse.

Seine Methode ist einzigartig: Er betrachtet

die Arbeitssuche als Teil der gesamten

Lebensplanung und verbindet Motivation, Jobsuche,

Selbstfindung und Berufsplanung. Egal

ob Berufsanfänger oder Karrierewechsler, Jobsuchende

müssen sich zunächst einmal mit

sich selbst auseinandersetzen und herausfinden,

welche Fähigkeiten sie besitzen und wie

und wo diese konkret eingesetzt werden können.

Die achte Auflage des Werks ist von Madeleine

Leitner inhaltlich komplett überarbeitet,

aktualisiert, in weiten Teilen neu geschrieben,

um zwei völlig neue Kapitel über die Spielregeln

der neuen Arbeitswelt und über Auswandern

als Alternative zur Arbeitslosigkeit

ergänzt und an die Arbeitsmarktsituation im

deutschsprachigen Raum angepasst worden.

Jobsuchende erfahren, welcher Beruf am

besten zu ihren Fähigkeiten passt, warum die

konventionellen Methoden der Jobsuche oft

ergebnislos bleiben und welche dagegen

nachweislich mit aktuellen Statistiken derzeit

wirklich zum Erfolg führen, ob die Selbstständigkeit

eine Alternative ist und wie man die

Existenzgründung erfolgreich angeht, wie man

sich im Vorstellungsgespräch optimal präsentiert

und was bei der Gehaltsverhandlung

beachtet werden muss. Ein ausführlicher

aktueller Serviceteil enthält weiterführende

Hinweise auf Bücher und Internetseiten sowie

Hinweise für die Suche nach Karriereberatern

und Adressen von Internetportalen.

Richard Nelson Bolles

Durchstarten

zum Traumjob

Handbuch für Ein-,

Um- und Aufsteiger

Übersetzung von

Madeleine Leitner.

8. Auflage (2007)

444 Seiten, zahlreiche

Abbildungen

ISBN 978-3-593-38243-2, 24,90 Euro

Die Nachfrage nach Sanierungs- und Modernisierungsleistungen

wird steigen. Über 26

Millionen Wohneinheiten in Deutschland

müssen modernisiert werden. Das Bauen im

Bestand wird für das Zimmererhandwerk der

Markt von Morgen sein. Um dem privaten Bauherren

zu zeigen, dass das Zimmererhandwerk

der Partner für alle Vorhaben der Modernisierung

unter energetischen Aspekten ist, haben

die Leistungspartner des Zimmererhandwerks,

ein Zusammenschluss führender Hersteller

von Baustoffen und -elementen mit dem Bund

Deutscher Zimmermeister (BDZ), unter

www.zimmermeister-modernisieren.de einen

neuen Internetauftritt geschaffen. Im Mittelpunkt

stehen mehrere Bautagebücher, die

Schritt für Schritt verschiedenste Modernisierungsmaßnahmen

an realen Bauprojekten

beschreiben. So wird anschaulich gezeigt, was

möglich ist und wie das Zimmererhandwerk

arbeitet. In einem Bauprojekt in Aachen wurde

dokumentiert, wie ein Holzanbau für ein

100 SEITEN RATGEBER MIT

VIELEN IDEEN UND TIPPS

FÜR EXISTENZGRÜNDER

Das neue „Erfolgreich gründen 2008“ der

Wirtschaftszeitschrift „handwerk magazin

ist auf dem Markt. Von A wie Ausland, denn

auch dort können Gründer ihren Traum vom

eigenen Unternehmen wahr machen, bis Z

wie Zuschüsse vom Staat. Dazwischen eine

riesige Auswahl an Geschäftsideen.

Auf 100 Seiten bietet „Erfolgreich gründen

2008“ geballtes Wissen für die künftigen

Chefinnen und Chefs. Die Gelegenheit zur

Gründung des eigenen Betriebs ist momentan

günstig: Der private Konsum zieht an

und nur wenige gründen derzeit ein neues

Unternehmen, wie die Gründungsstatistik

zeigt. So ist für die neuen Selbstständigen

viel Platz am Markt.

Wer die erste Hürde zur Selbstständigkeit

nehmen will, hat mit „Erfolgreich gründen

2008“ einen kompakten Leitfaden dazu.

Der Gründungsratgeber gibt wichtige Informationen

zu Finanzierung, Marketing und

Personal. Zudem zeigt er, wo Gründer Rat

und Geld bekommen und das Ganze ist

mit vielen Beispielen aus der Praxis angereichert.

Das Heft „Erfolgreich gründen 2008“ vom

„handwerk magazin“ kostet 7,50 Euro.

Bestellungen sind möglich per

E-Mail: redaktion@handwerk-magazin oder

im Internet-Shop: www.fachbuchinfo.de.

ZIMMERMEISTER IM INTERNET

bestehendes Einfamilienhaus errichtet wurde.

In Hamburg wird ein Dachgeschossausbau

mit energetischer Modernisierung begleitet.

Ein weiteres Bautagebuch wird das Thema

Fassadenmodernisierung behandeln. Außerdem

sind auf der neuen Internetseite Informationen

zur Energieeinsparverordnung, zur

Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen,

auch durch Förderprogramme, und Hinweise

zum Modernisieren im Allgemeinen zu

finden.

www.zimmermeister-modernisieren.de

48 Handwerk in Bremen 12/2007


Vermischtes

Themen & Titel

Durch Kontakte

zu mehr Erfolg

Im Zeitalter der Globalisierung und stetig

wachsender Komplexität haben insbesondere

diejenigen Erfolge, die zur richtigen Zeit

über die richtigen Kontakte verfügen. Wissen

und Praxis des Netzwerkens sind daher zunehmend

eine notwendige und erlernbare Querschnittsdisziplin

nicht nur für Unternehmer

und Selbstständige, Verkäufer im weitesten

Sinne oder aufstrebende Angestellte, sondern

eigentlich für jeden.

Der Buchratgeber Networking bietet einen

Überblick über die gängigen Netzwerk-Formen,

-Strategien und -Methoden sowie über die

wichtigsten Institutionen und Netzwerk-Kanäle.

Wie nimmt man das Knüpfen förderlicher

Kontakte bewusst und aktiv selbst in die Hand

und überlässt nichts dem Zufall? Wie kann ein

vielfältiges, persönliches Netzwerk den eigenen

Horizont erweitern und die Lebensfreude steigern?

Auf 184 Seiten sensibilisiert der Band

aus der Reihe Das professionelle 1x1, förderliche

Chancen und Konstellationen zu erkennen

und im eigenen Sinne zu nutzen. Die Leser lernen,

wie sie durch ausgewogenes Geben und

Nehmen buchstäblich aus „eins plus eins“ drei

und mehr machen können.

Andreas Heuberger

Das professionelle 1x1: Networking

ISBN 978-3-589-23535-3

14,95 Euro, Cornelsen Verlag Scriptor 2007

AMTLICHE BEKANNTMACHUNG

DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

SACHVERSTÄNDIGENWESEN

Ungültigkeitserklärung

NEIN ZU NEUEN LEHRBERUFEN

Neue Lehrberufe sollen geschaffen werden,

um Jugendlichen mehr Chancen für einen

Einstieg ins Berufsleben zu geben. Der Bundesverband

Holz und Kunststoff (BHKH) kritisiert

Initiativen, die zu Lasten der hochwertigen

Ausbildung zum Tischler oder Schreiner

gehen. Damit werde den Jugendlichen nicht

geholfen.

Die Entscheidung liegt beim Bundeswirtschaftsministerium

(BMWI): Wird es künftig

einen neuen Lehrberuf „Fenster-, Tür- und Tormonteur“

geben oder nicht? Eine Umfrage, die

betroffene Verbände aus Industrie und Handwerk

bei ihren Betrieben geführt haben, ergab:

Die Mehrheit der Betriebe sieht keinen Bedarf

für den neuen Beruf. Insbesondere die Tischler

sprachen sich gegen ihn aus.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung

(BIBB), Initiator der Umfrage, wertete das

Ergebnis auf eigene Weise: Es empfahl dem

BMWI, einen entsprechenden Lehrberuf zu

schaffen, und zwar im Metallbereich, da dessen

Industrie-Betriebe mehrheitlich für den

Fenster-, Tür- und Tormonteur votiert hatten.

Dieses ignorante Vorgehen des BIBB stellt

das ganze Verfahren in Frage“, kritisiert BHKH-

Hauptgeschäftsführerin Dr. Bettina Wehrisch.

Der BHKH hatte die Umfrage bei den Tischlern

und Schreinern geführt. „Selbst wenn es

Fenster-, Tür- und Tormonteure nur im Metallbereich

gäbe, sie würden massiv in das Arbeitsfeld

der Tischler und Schreiner eingreifen“,

moniert Wehrisch. „Der BHKH sieht das BMWI

nun in der Pflicht, als Verordnungsgeber Klarheit

zu schaffen und einem solchen Ausbil-

dungsberuf keine Grundlage zu geben.“

Ein anderer möglicher Lehrberuf ist zurzeit

ebenfalls in der Diskussion: die „Montagefachkraft

für Innenausbau“. Hier zieht das

BIBB die Bedarfsbefragung ohne die betroffenen

Verbände durch. Basis sind Betriebsdaten

der Agentur für Arbeit.

Der einbezogene Sachverständigenbeirat,

der gleichermaßen aus Arbeitgeber- und

Arbeitnehmervertretern besteht, äußerte Einwände

gegen die Auswahl der zu befragenden

Betriebe allerdings vergeblich. Die

Umfrage läuft aktuell, die Ergebnisse sollen

Ende des Jahres vorliegen.

Wenn in Göttingen eine Wand mehr als nur eine Wand ist !

Nach Erlöschen der öffentlichen Bestellung

des Herrn Olaf Lang zum Sachverständigen

des Bauhandwerks (Hochbau) hat die Handwerkskammer

Bremen nachstehende

Gegenstände nicht zurückerhalten, die deshalb

für ungültig erklärt werden:

1. Sachverständigenrundstempel mit Handwerkszeichen

(Hammer mit Eichel) mit

dem Namen Olaf Lang, Dipl.-Ing. und

Maurermeister, ausgestellt von der Handwerkskammer

Bremen am 21.08.1991.

2. Sachverständigenausweis ausgestellt am

21.08.1991 von der Handwerkskammer

Bremen auf den Namen Olaf Lang, Dipl.-

Ing. und Maurermeister.

3. Bestellungsurkunde ausgestellt am

21.08.1991 von der Handwerkskammer

Bremen auf den Namen Olaf Lang, Dipl.-

Ing. und Maurermeister.

Vor elf Monaten stoppten Polizeibeamte

in einer Unterführung am Rande der Göttinger

Innenstadt drei junge Leute, die dabei

waren, dort Plakate anzukleben. Unerlaubterweise,

denn in Göttingen ist, wie auch andernorts,

das so genannte „wilde Plakatieren“ auf

nicht dafür ausgewiesenen Flächen verboten.

Die Vorschrift der Universitätsstadt dazu ist

eine Verordnung zur Erhaltung von Sicherheit

und Ordnung.

Dabei werden die Wände in der Unterführung

bereits seit Jahrzehnten mit Postern,

Flugblättern und Graffitis beklebt oder

besprüht. Die Behörde verschickt Bußgeldbescheide,

75 Euro plus Auslagen sollten die drei

„Täter“ jeweils zahlen. Da das Trio Widerspruch

einlegte landete die Sache beim Amtsgericht.

Der Rechtsanwalt der Beschuldigten

argumentierte, dass ja gar keine Plakate

geklebt, sondern allenfalls Vorbereitungen

dafür getroffen worden seien, was keine Ordnungswidrigkeit

sei. Außerdem sei der Kleister

auf der Wand farblos gewesen, weswegen

von einer sichtbaren Veränderung also keine

Rede sein könne.

Mitten in den Recherchen der Justiz hatte

sich plötzlich ergeben, dass die Wand in Wirklichkeit

als Plakat-Werbefläche vermarktet

wird und die Stadt damit eine private Firma

beauftragt hat. Wenn die Kommune die Wand

jedoch einem Unternehmen zum kommerziellen

Plakatieren überlässt, räumte ein Stadtsprecher

ein, könne die Verordnung wohl nicht

angewandt werden. Die Stadt hat ihre Bußgeldbescheide

bislang nicht zurückgenommen

und der Fall wird erneut verhandelt.

Handwerk in Bremen 12/2007

49


Marktplatz

Gesucht & Gefunden

BETRIEBSBÖRSE DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Sie suchen einen Nachfolger für Ihr Unternehmen?

Sie möchten Ihr Unternehmen verkaufen?

Oder suchen Sie einen Partner, Gesellschafter

mit Knowhow und/oder Kapital?

Nutzen Sie die Betriebsbörse für Ihr Angebot

oder Ihr Gesuch. Geben Sie Ihren Text für eine

kostenlose Veröffentlichung zusammen mit

Ihrem Namen, Ihrer Anschrift, Telefonnummer

und gegebenenfalls einem Ansprechpartner

per Fax an die Abteilung Betriebsberatung

der Handwerkskammer Bremen, Stichwort:

Betriebsbörse. Telefax: (04 71) 20 70 29.

Die nachstehenden Angebote und Gesuche

sind der Handwerkskammer Bremen zugegangen.

Die Offerten werden kostenlos und ohne

Gewähr veröffentlicht.

BREMEN ANGEBOTE

1062 Friseurgeschäft mit 7 Plätzen, 1 Kosmetikkabine,

100 qm, ausbaufähig, mit gutem

Kundenpotential, aus persönlichen Gründen

60 Liter

81 Liter

240 Liter 155 Liter

Große Auswahl in

Aluminium-Transportboxen

für den vielseitigen Einsatz,

zeigen wir in unseren über

1000qm Ausstellungsräumen im

Gewerbegebiet Bremer Kreuz.

Montags bis freitags 8 16 Uhr.

Beratung außerhalb dieser Zeit gern auch

nach Vereinbarung. Parkplatz-Garantie!

Schnelle Frei-Haus-Lieferung aus dem - Großlager.

®

Bremen Mahndorf

Rationelle Büro- u. Betriebseinrichtungen

70 Liter

42 Liter

27 Liter

Heerenholz 12-14

D-28307 Bremen

Tel. 0421- 486050

zu verkaufen. Lage: in einem interessanten

Wohn- und Arbeitsgebiet.

1091 Friseurgeschäft (Einrichtung neuwertig,

gute Geschäftslage, Kundenstamm vorhanden,

Preis VB) aus gesundheitlichen Gründen

zu verkaufen.

1096 Nachfolger/Teilhaber für erfolgreichen

mittelständischen Feinmechnikerbetrieb

gesucht. Werkstatt: 700 qm, Büro: 300 qm,

sehr guter Maschinenpark, Kundenstamm vorhanden,

Parkplätze sowie günstige Verkehrsanbindungen.

1102 Nachfolger/in für Fotostudio gesucht.

1103 Alteingesessener Heizung-Klima-Sanitär-Betrieb

aus Altersgründen zu verkaufen.

1111 Nachfolger/in für Schuhmacherbetrieb

(alteingesessen) gesucht.

1118 Fleischereifachgeschäft, seit 1921 im

Familienbesitz, aus Alters- und Gesundheitsgründen

günstig abzugeben. Zentrale Lage,

überwiegend Stammkundschaft, Mittagstisch-

Angebot, zzgl. Wohnung.

Stapelecken

rutschsicher,

aus hochwertigem

Kunststoff

Federfallgriff

auch für schwere

Lasten geeignet

Klappverschlüsse

für den

Schloss-Set-

Einbau vorbereitet

Der große

- Katalog

kommt kostenlos

auf Anforderung

Fax 0421- 4860540

E-mail: info@rbb.de

Internet: www.rbb.de

1137 Geschäftsräume (zzt. als Optikergeschäft

genutzt) zu vermieten /zu verkaufen.

Ladengeschäft: 30 qm; 3 Nebenräume: 50 qm.

BREMEN GESUCHE

2022 Unternehmen im Bereich Heizung/

Sanitär zur sofortigen Übernahme gesucht.

Befristete Inhaberbeteiligung ist möglich.

2028 Junge Augenoptikermeisterin sucht

Betrieb zur Übernahme.

2031 Suche Kfz.-Werkstattbetrieb im Raum

Bremen als Filialbetrieb.

2036 Kleiner Malereibetrieb im Raum Bremen

zur Übernahme gesucht.

BREMERHAVEN ANGEBOTE

3038 Tischlerei im Landkreis Cuxhaven aus

Altersgründen abzugeben.

3039 Werkstatträume mit Wohngebäude

besonders geeignet für Nutzung in den Bereichen

Lebensmittel (Fleischerei), Sanitär-Heizung-Klima,

Malerei etc., günstig zu verkaufen

oder zu verpachten.

3046 Verkauf eines freien KFZ-Betriebes in

Cuxhaven (moderne Werkstatt mit 3 Arbeitsplätzen,

Ausstellungsraum u. a.; Außenstellfläche,

Baugrundstück, insges. 2.500qm, fester

Kundenstamm)

3048 Lagerhalle (1.698 qm), sehr guter

Zustand, mit 602 qm Büroräumen, 4-Zi.-Wohnung,

W.-garten, langfristig zu vermieten oder

zu verpachten. Besonders für größeren Handwerksbetrieb

geeignet.

3055 Malereibetrieb sucht für mögliche Beteiligung

am Unternehmen und Unterstützung

des Inhabers Malermeister/in (mit Ausbildungserfahrung).

KONTAKT BETRIEBSBÖRSE

Interessenten wenden sich unter Angabe der

Chiffre-Nr. telefonisch oder schriftlich an die

Abteilung Betriebsberatung

der Handwerkskammer Bremen,

Außenstelle Bremerhaven,

Columbusstraße 2,

27570 Bremerhaven,

Telefon (04 71) 2 80 14,

Telefax (0471) 20 70 29,

E-Mail: hwk-bremerhaven@t-online.de.

Die vollständige Betriebsbörse der Handwerkskammer

Bremen sowie weitere Angebote und

Gesuche aus dem gesamten Bundesgebiet finden

Sie im Internet unter der Adresse:

www.nexxt-change.org.

50 Handwerk in Bremen 12/2007


Persönlich

Schlusspunkt

10 FRAGEN AN HEINZ SONNEBORN

HANDWERK-KONTAKT

Heinz Sonneborn

Nach eigener Aussage „Mädchen für alles“ im

Betrieb von Ehefrau Gabriele Lotze, dem

Lotze-Montage-Team, Bremen.

Initiator von „Qualität made in Bremen

Geboren am 31. Januar 1957

in Meerbusch-Osterath

Ausbildung zum Bau- und Kunstglaser

sowie zum Tischler

Diverse Fortbildungskurse zu Betriebswirtschaft

und Marketing

Ausbildereignungsprüfung

Qualität made in Bremen wurde von Heinz

Sonneborn initiiert. Mehr dazu in der Rubrik

Namen & Notizen dieser Ausgabe.

Was beschäftigt Sie gerade?

Der Ausbau unseres kleinen Betriebes mit

einer Partnerfiliale bei Düsseldorf und die Mitgliederwerbung

für „Qualität made in Bremen“.

Handwerk ist für Sie ...?

Dienstleistung und Kreativität mit Präzision.

Wann haben Sie zuletzt einen Handwerker

womit beauftragt?

Vor knapp sechs Wochen einen Dachdecker

mit der Reparatur unserer Dachgaube.

Drei Stichworte dazu, wie Deutschland besser

vorankommt?

• „Geiz ist geil“ untergräbt jeden Aufschwung.

• Frag’ nicht was Dein Land für Dich macht,

frag’ Dich was Du für Dein Land machen

kannst.

• Wenn so manch’ ein Kunde nur das

bestellt, was er wirklich bezahlen kann

(und will)..

Ohne Mittelstand wäre Deutschland ...?

Definitiv die so oft zitierte Dienstleistungswüste.

Bremen/Bremerhaven ist für Sie ...?

... hochgeschätzte Wahlheimat mit viel Herz

und Ehrlichkeit.

Ihre durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit?

Keine Ahnung Kopf und Hände stehen selten

still.

Wann zuletzt wo im Urlaub gewesen?

Vor zwei Jahren in der Nähe von Ulfborg

(Dänemark).

Ihr Lieblings-Essen?

Nudeln in nahezu jeder Variante mit einem

Steak.

Wem möchten Sie wofür danken?

Meinem Vater für das vererbte soziale Denken,

meiner Frau, die mich mit all’ ihrer Liebe

immer wieder erträgt, und allen Mitstreitern,

Freunden und Kunden gerade für die letzten

zwei Jahre.

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstraße 24

28195 Bremen

Telefon (04 21) 30 50 0-0

Telefax (04 21) 30 50 0-1 09

Außenstelle Bremerhaven

Columbusstraße 2

27570 Bremerhaven

Telefon (04 71) 2 80 14

Telefax (04 71) 20 70 29

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: service@hwk-bremen.de

Redaktionsleitung HWK:

Thomas Dürr

Telefon (04 21) 3 64 99 10

Mobil (01 51) 14 13 68 10

E-Mail: info@thomas-duerr-bremen.de

KH Bremen:

Stefan Schiebe

Telefon (04 21) 30 50 0-6 20

E-Mail: schiebe@bremen-handwerk.de

KH Bremerhaven-Wesermünde

Oliver Brandt

Telefon (04 71) 18 52 18

E-Mail: brandt@kreishandwerkerschaftbremerhaven.de

IMPRESSUM

HANDWERK IN BREMEN

Verlag: Schintz Druck GmbH & Co. KG

Oppenheimerstraße 26, 28307 Bremen

Telefon (04 21) 48 57 8-0

Telefax (04 21) 48 57 848

Internet: www.schintz-druck.de

Herausgeber:

Handwerkskammer Bremen (s.o.)

Anzeigen: Schintz Druck

Telefon (04 21) 48 57 822

Telefax (04 21) 48 57 848

anzeigen@handwerk-in-bremen.de

Redaktion:

Rainer Haase (V.i.S.d.P.)

Telefon (01 71) 64 25 483

redaktion@handwerk-in-bremen.de

HANDWERK IN BREMEN ist das

offizielle Mitteilungsmagazin der

HANDWERKSKAMMER BREMEN.

Alle redaktionellen Beiträge sind

sorgfältig recherchiert oder stammen

aus zuverlässigen Quellen. Jegliche

Haftung ist ausgeschlossen.

Handwerk in Bremen 12/2007

51


Vertrieb: Verlag Wilhelm Schintz Druck GmbH

Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt, 70677 Postvertriebsstück

Ihr Unternehmen soll größer

werden? Dann profitieren Sie von

unserem Expertenwissen.

Die erfolgreiche Entwicklung eines Unternehmens braucht einen verlässlichen und starken Partner. Ob

Fusion, Kauf oder Neugründung: Expansion kostet Geld. Wie Sie am besten an neues Kapital kommen oder

verschiedene Kreditformen optimal kombinieren, verraten Ihnen gerne unsere Finanzierungs-Experten.

Telefon 0421 179-2277. www.sparkasse-bremen.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine