kosmos 20 pdf - Österreichisches Kulturforum Berlin

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kosmos 20 pdf - Österreichisches Kulturforum Berlin

20

Januar | Februar 2007

Kosmos Österreich

An die Grenze kommen

M


Österreichische Botschaft Berlin

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U - / S - Bahn-Linien (Potsdamer Platz)


Kosmos Österreich

An die Grenze kommen


Editorial 4

Essay

Johanna Schwanberg:

Kunst kann, Kunst muss Grenzen überschreiten! 9

Bibliothek

Theodor Kramer: Drei Gedichte 14

Stern über Mitteleuropa

Eqrem Basha: Ein ketzerisches Experiment 19

Persönlich

Martin Rennert, Präsident der Universität der Künste 25

Meteor

Auf der Avenida Errázuriz 27

Veranstaltungen

Ausstellung: Norbert W. Hinterberger 30

Ausstellung: Hermann Nitsch 30

Konzert: Bruno Oberhammer 31

Ausstellung: Dachstein: Cult goes Berlin 31

Lesung: Ingeborg Bachmann 32

Kabarett: Tom Haydn 32

Gespräch und Lesung: Fred Wander 23

Konzert: Klangforum Wien 34

Lesung: Franzobel, Grossegger, Wogrolly 35

Lesung: Josef Hader und Alfred Dorfer 36

Konzert: Theodor Kramer 37

Festival: transmediale 38

Ausstellung: Uli Aigner 38

Schauspiel: Peter Handke 39

Konzert: Wiener Tschuschenkapelle 40

Konzert: Elisabeth Starzinger 41

Ausstellung: Bernhard Leitner 42

Symposium: Autonomie, Markt und Aufmerksamkeit um 2000 43

Nachweise 44

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Kosmos Österreich

Die Lebensfülle als Übermaß des Glücks ist nur in den

Augenblicken möglich, in denen man sich von Grund auf

der Irrealität des Lebens und des Todes bewusst wird.

Diese Augenblicke sind als Erfahrungen selten.

In diesem Bereich existiert nur das, was man spürt.

E. M. Cioran

Sehr geehrte Damen und Herrren!

In Ergänzung zur Vielzahl von unterschiedlichen künstlerischen

und wissenschaftlichen Projekten, die das Österreichische Kulturforum

unterstützt und betreut, beabsichtigen wir im neuen Jahr

dem Themenbereich der Grenze besonderes Augenmerk zu

schenken. Wir möchten uns dem Thema im Laufe des Jahres gemeinsam

mit deutschen und anderen Partnern mit einigen Fragestellungen

nähern: der„Grenze als fruchtbarer Ort der Erkenntnis“,

der Grenze als Symbol der Schwelle, als Ort der Trennung

oder Verbindung, als Element des Dialogs. Auch werden uns die

Grenzen im Bewusstsein, der Umgang mit Grenzsituationen und

die Techniken der Grenzüberschreitungen interessieren. Ich denke

wir müssen von der Grundprämisse ausgehen, dass wir uns

trotz vieler technischer Errungenschaften in grenzenloser

Ahnungslosigkeit befinden. Gut, der Mensch ist mittlerweile in

der Lage ein Objekt bis zum Mond zu schießen. Ein weiter Wurf,

aber wir wissen nicht, wie es zur Schönheit einer Blume kommt,

geschweige wie wir selbst eine erschaffen. Und das Paradoxe

daran ist, dass wir über unsere Unkenntnis auch reflektieren

können.

Wir sind Wesen der Grenze, in dem begrenzenden Gefährt

des Körpers, dessen Verletzlichkeit und Endlichkeit uns Angst

macht. Wir sind Wesen der Angst (zu Recht, zu unserem Schutz!,

würde mein Freund Thomas Mandl jetzt sagen) und wenn wir

nur einen Tag keine Flüssigkeit zu uns nehmen sind wir schon

arm dran. Und wir sind dazu noch Wesen, die ein Leben lang

von Vorstellungen der Unbegrenztheit bewegt werden, wahr-


scheinlich als trotzige Antwort auf unsere eigene Endlichkeit und

die Erfahrungen des Scheiterns unserer Bemühungen etwas Bleibendes

zu schaffen. Die Natur hat eben ihre Gesetzmäßigkeiten,

tut was sie braucht, der Mensch liebt sie, zumindest zu fünfzig

Prozent, möchte sie bezwingen, wird von ihr genährt und ist ihr

ausgeliefert, der Grenze des Körpers.

Aber mit dem Bewusstsein, wenn wir es nicht zu unserem

Verhängnis machen, müsste sich doch etwas anfangen lassen.

Let your mind fly! Was passiert eigentlich beim Musikhören?

Cioran erzählt, dass er mit Musik den Glauben an den Jammer

der Welt verlor und in diesen privilegierten Momenten jubelnd

zur Seele der Welt wurde. Grenze überwunden...zumindest für

kurz. Uns zu den Grenzen vorwagen und die Angst hinter uns

lassen, das wäre doch was? Wir stehen sowieso bereits mit dem

Rücken zur Wand und die Abgründe in unserem Bewusstsein,

die die Welt und unsere Mitmenschen erleiden müssen, müssten

doch auch einmal genügend erforscht sein. Die Grenzen schon

seit langem überschritten.

Wir könnten doch kreativ werden und die Angst durch Hoffnung

ersetzen. Und wer weiß, vielleicht kann alles was wir uns

so innig wünschen, einfach mit der Attraktionskraft unserer

Sehnsüchte wahr werden. Vielleicht ist die Fantasie viel stärker

als die Sinne! Oder wir bekommen bald einmal neue Sinne geschenkt?

Eine Art neues Sensorium, mit dem man auch umfassender

lieben könnte. Das wäre doch was! Könnte man sich

dann trauen mit geschlossenen Augen, mit oder ohne Körper,

in die große Liebe zu springen?

*

Zum Thema passend stellen wir Ihnen Fotografien von Menschen

an der deutsch-polnischen Grenze vor. „Trennt die Grenze oder

verbindet sie manchmal sogar?“ Das fragten sich der 1979 in

Linz/Oberösterreich geborene Fotograf Gilbert Wedam und sein

polnischer Kollege Pawel Wyszomirski, die 2005 in den deutschpolnischen

Zwillingsstädten Görlitz/Zgorzelec, Guben/Gubin und

Frankfurt an der Oder/Slubice fotografiert haben. „Wir waren

interessiert an den Menschen in diesen Zwillingsstädten. Menschen

die an, mit oder auch von der Grenze leben. Wie nehmen

sie diese Trennlinie wahr, die für sie so alltäglich ist. Ist sie für sie

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dann überhaupt noch von Bedeutung? Wie verändert diese unmittelbare

Nähe den Blick auf den Nachbarn?“

Durch den einheitlichen Hintergrund entziehen sich die Bilder

einer nationalen Zuordenbarkeit nach den gewohnten Kriterien

und Denkmustern. Der Betrachter wird bewusst nicht darüber

aufgeklärt, aus welchem Land der oder die Portraitierte stammt.

Mehr über das Projekt Wie Du es siehst finden Sie im Internet:

www.wie-du-es-siehst.de/www.jak-ty-to-widzisz.pl

Die Wiener Kunstwissenschaftlerin Johanna Schwanberg, sie

unterrichtet an der Universität Linz und schreibt in Zeitschriften

und Zeitungen über bildende Kunst, haben wir gefragt, ob und

wieso Kunst eigentlich immer Grenzen überschreiten muss.

Die Antwort in ihrem Essay fällt sehr eindeutig aus.

Vor 110 Jahren, am 1. Jänner 1897 wurde in Niederhollabrunn/Niederösterreich

der Dichter Theodor Kramer geboren.

Thomas Mann nannte ihn einen der größten Dichter der jüngeren

Generation. Aus dem Exil in England kam er erst 1957, verarmt

und vergessen, nach Wien zurück. Hier starb er im April 1958.

Kramer kann man in mehrfacher Hinsicht einen Grenzgänger der

österreichischen Literatur nennen. In unserer Bibliothek finden

Sie daher drei seiner vertrackt-melancholischen und immer

gereimten Gedichte.

Der Schriftsteller, Übersetzer und Verlagsleiter Eqrem Basha,

1948 in Mazedonien geboren, lebt heute in Prishtina/Kosovo.

Eine Passage aus seiner Erzählung Bericht über meinen Vater, den

Grenzathleten können Sie in der Rubrik Stern über Mitteleuropa

lesen. Persönlich stellen wir Ihnen diesmal vor: Martin Rennert,

einen aus Wien stammenden Gitarristen der zugleich

Präsident der Universität der Künste in Berlin ist. Und der wie

immer völlig unvorhersehbar einschlagende Meteor hat diesmal

das chilenische Valparaiso als Ort des Geschehens bestimmt.

Ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr 2007!

Dr. Teresa Indjein


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Essay

Johanna Schwanberg

Kunst kann, Kunst muss Grenzen überschreiten!

Allabendlich in den Nachrichtensendungen dieselben Bilder und

Themen. Flüchtlinge, die an der Grenze abgewiesen werden,

weil es in den wohlhabenden Ländern angeblich keinen Platz

mehr für sie gibt. Terrorbedrohung in Europa und den USA.

Verhungernde Kinder an allen Ecken und Enden der Welt. Ganz

zu schweigen von den Konflikten und Kriegen im Nahen Osten,

in Afghanistan und im Irak. Momente, in denen ich Menschen

verstehen kann, die Kunst – vor allem Gegenwartskunst – als

abgehoben und weltfremd empfinden. Denn was kann Kunst

angesichts der weltweiten Probleme überhaupt ausrichten? Was

kann sie zur Integration von Minderheiten, was zur Verständigung

zwischen den Religionen beitragen? Momente des Zweifels,

in denen ich mich nach einem Tag voll der Auseinandersetzung

mit Kunst frage, ob ich wohl den richtigen Beruf gewählt

habe. Sinnkrisen, die meist nur von kurzer Dauer sind. Denn als

Kunstwissenschaftlerin zweifle ich nicht an der gesellschaftspolitischen

Relevanz von Bildern, Skulpturen, Videos und künstlerischen

Interventionen. Ich bin überzeugt, dass Kunst eine wesentliche

Rolle in der Gesellschaft zukommt, weil sie Möglichkeiten

besitzt, die anderen Disziplinen fehlen.

Ein modernistischer Fortschrittsglaube wurde in der Kunstgeschichtsschreibung

längst ad acta gelegt. Aber seien wir ehrlich:

Kunst schreibt sich nur nachhaltig in das kollektive Bildgedächtnis

ein, wenn sie bestehende Grenzen sprengt. Das können

einmal die Grenzüberschreitung der eigenen Disziplin und eine

interdisziplinäre Ausrichtung sein. Es kann aber auch eine ungewohnte

Darstellung der Wirklichkeit sein, die zu vollkommen

neuen Wahrnehmungsformen führt. Nicht zufällig bedient sich

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die Werbung und Trivialkultur gerne der Bilderfindungen aus

dem Bereich der Kunst. Ohne Franz Marcs Blaues Pferd keine

violette Milka-Kuh auf Plakaten, ohne die Selbstbemalungen

eines Günter Brus keine bemalten Straßenkünstler. Erwin Wurms

Ausloten des menschlichen Körpers bis an die Grenze des Absurden

fungiert beispielgebend für Epigonen im Bereich der Alltagskultur,

wie die aktuelle Ausstellung im Wiener Musem für Moderne

Kunst zeigt.

Kunst kann Barrieren durchbrechen. Mit Farbe und Formen,

mit bewegten Bildern und dreidimensionalen Objekten –

zugleich bleibt durch die ästhetische Struktur Vieles offen. Ich

glaube, dass bildende Kunst stärker als Literatur und Musik für

öffentliche Diskussionen sorgt, weil sie gesellschaftliche Tabus,

eingefahrene Sichtweisen, Machtstrukturen und Geschlechterrollen

unübersehbar und radikal in Frage stellen kann – ohne dabei

etwas eindeutig festschreiben zu müssen. Bis heute wissen wir

nicht, ob Pieter Bruegel mit seiner Kreuztragung (1564) – zu

sehen im Kunsthistorischen Museum in Wien – Partei für die

Katholiken, die Protestanten oder gar die Ungläubigen ergreifen

wollte. Das Bild lässt mehrere Interpretationen zu – und dennoch

hat Bruegel mit seiner zeitgenössischen, alle Konventionen über

Bord werfenden Darstellung des biblischen Geschehens ein

unvergleichbar kritisches Zeugnis der politischen und religiösen

Unruhen in den Niederlanden des 16. Jahrhunderts abgelegt.

Wenn Grenzüberschreitungen zum konstitutiven Bestandteil

von Kunst gehören, dann heißt dies aber auch, dass KunstbetrachterInnen

ihre Sehgewohnheiten und ihre Vorstellungen

dessen, was Kunst angeblich zu sein habe, ständig hinterfragen

müssen. Provokation spielt dabei durchaus eine Rolle, meist aber

nicht um ihrer selbst Willen. Als die österreichische Performanceund

Medienkünstlerin Valie Export 1968 in ihrem legendären

Tapp- und Tastkino über den Münchner Stachus schlenderte und

Besucher aufforderte, ihre Brüste durch einen vor den Oberkörper

geschnürten Kasten zu betasten, konfrontierte sie die großteils

peinlich berührten Passanten mit Fragen, die Kunst und Gesellschaft

bis heute beschäftigen. Tapp- und Tastkino thematisierte

nicht nur das Verhältnis von Kunstproduktion und -rezeption,

von KünstlerIn und Kunstwerk. Durch die Verschiebung des Kon-


texts von der Galerie in den öffentlichen Raum und die Aufforderung,

den weiblichen Körper zu berühren, der hier die Kinoleinwand

quasi ersetzte, unterstrich die Arbeit auch die Divergenz

zwischen voyeuristischem Blick und tatsächlicher Berührung.

Export stellte damit die Geschlechterhierarchie und den historischen

Umgang mit nackten Frauen als begehrtes Bildmotiv

männlicher Kunstschaffender in Frage. Zugleich avancierte Valie

Export mit derartigen Interventionen zu einer der WegbereiterInnen

der Medien- und Aktionskunst. Sie steckte die Grenzen der

bildenden Kunst neu ab, indem sie Körper und Film als Material

und Medium in das Bezugssystem Bildende Kunst holte.

Kunst ist nicht machtlos angesichts der Fülle von zu lösenden

gesellschaftspolitischen Fragen. Gerade mit visuellen Mitteln

gelingt es jenseits von Sprachbarrieren kulturelle und religiöse

Grenzen – zumindest ansatzweise – zu durchbrechen. In meiner

Arbeit als Kunstkritikerin und Kuratorin treffe ich immer wieder

auf künstlerische Positionen, die den Finger auf Wunden legen,

die aufzeigen, was von der Politik verdrängt oder schöngeredet,

was von den Medien einseitig und unkritisch dargestellt wird.

Mit besonderem Interesse verfolge ich politisch orientierte KünstlerInnen,

die Aus- und Abgrenzungsphänomene zum Schwerpunkt

ihrer Kunst erklären – und alternative Denk- und Sichtweisen

anbieten. Eine davon ist die in Wien lebende Foto- und

Videokünstlerin Lisl Ponger. In einem vielschichtigen Werk

befasst sich die Documenta-Teilnehmerin seit mehr als einem

Jahrzehnt mit Fragen der Migration, der Integration von Minderheiten

und den Auswirkungen der Globalisierung.

Anfang der 1990er Jahre hat Lisl Ponger in der künstlerischen

Recherche Fremdes Wien eine multikulturelle Weltreise

unternommen und zugleich Wien nie verlassen. Mit einer

Super-8-Kamera ausgerüstet, besuchte sie Hochzeiten, Feste,

Zusammenkünfte, Arbeitsplätze von MigrantInnen. Sie stellte

Beziehungen zu Menschen her, die sonst nur schwer Kontakt

zu MehrheitsösterreicherInnen bekommen. In einem Film und

einem Buch machte Ponger das zum Thema, was öffentlich nie

sichtbar wird: „Die Stadt ist wie ein Bergwerk, auf der Straße erkennt

man relativ wenig davon. Vieles spielt sich im Verborgenen

ab, du gehst in einen Hinterhof, in einen Keller und kommst

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plötzlich irgendwo an.“ Ponger zeigt aber nicht bloß Missstände

in Bezug auf das Überwinden von Grenzen zwischen Mehrheitsund

MinderheitsösterreicherInnen dokumentarisch auf. Vielmehr

kritisiert sie in Fotoserien der letzten Jahre höchst subtil den

westlichen, postkolonialen Blick auf andere Kulturen. In der

großformatigen Fotoarbeit Gone Native aus dem Jahr 2000

sieht man die Künstlerin im Ethnogewand neben einem Afrikaner

sitzen. Es handelt sich dabei aber um keinen lebendigen

Menschen, sondern um eine Skulptur, ganz in der historischen

Tradition der so genannten Mohren-Plastiken, die Jahrhunderte

Bürgerhaushalte dekorierten. Ohne plakativ anzuklagen, wird

hier in einem einzigen Foto der problematische Umgang der

europäischen Gesellschaft mit Fremden, die Ausbeutung außereuropäischer

Ästhetik in Mode und Werbung und die Geschichte

der Sklavenhalterei angesprochen.

Wenn es Kunst gelingt, soviel zu einem derart sensiblen

Bereich auszusagen und zugleich die Kunstgeschichte kritisch

zu hinterfragen, dann werden alle Zweifel an der gesellschaftspolitischen

Relevanz von Kunst obsolet.

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Bibliothek

Theodor Kramer

Drei Gedichte

Zum Neuen Jahr

Es geht schon auf Zwölf. Stellt die Gläser zurück,

kommt her, schaut beim Fenster hinaus;

der Schnee erhellt bläulich die Straße ein Stück

und liegt hoch im Garten ums Haus.

Kein Halm ist zu sehn und vor Frost knarrt ein Ast,

doch tief unterm Schnee blieb die Wärme dem Bast

bewahrt, übers Jahr schlägt er aus.

Da steht ihr beim Fenster, rasiert und gewellt;

euch deckt nicht der Schnee und ihr regt

im Licht euch, du blinzelst zum Punsch und der hält

den Arm um die Seine gelegt.

Unsichtbare Flocken von Frost falln und rührn

uns alle einst an und wir werden sie spürn,

so lange der Atem uns trägt.

Was aber wird sein, wenn wir draußen einst ruhn

verscharrt und der Schneewind geht klar;

was werden wir dann noch bewirken und tun...

so viel wie vom Würzlein ein Haar?

Stoßt an! Laßt uns leben, daß nie es uns reut,

daß dunkel nach uns es gedeih noch, ihr Leut,

im Neuen, im kommenden Jahr!

(1935)


Daß es noch möglich ist...

Daß es noch möglich ist, mit neuen Leuten

Sich anzufreunden, ohne sich zu häuten,

zu spüren, wie der Strauch den warmen Föhn,

der neu den Saft weckt, oh wie ist das schön!

Vertraulichkeiten schweigsam zu empfangen,

von sich erhitzt zu reden, bis die Wangen

glühn und der Raum erfüllt ist von Gedröhn

und Rauch und Weindunst, oh, wie ist das schön!

Als reifer Mensch sich rückhaltlos zu geben,

gemeinsam viel zu planen und das Leben

trotz Mühsal, Kummer, Schmerzen und Gestöhn

zu zweit zu meistern, oh wie ist das schön!

(1945)

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Lied am Rand

Es frißt der Ruß bei uns am Rand

sich in die Zeile ein;

im Hinterhof ein Scherben Land

ist alles zum Gedeihn.

Wie bist du lieblich anzuschaun

in deiner Wangen Flaum;

ich bin aus schwarzem Holz der Zaun,

du bist der Apfelbaum.

Es liegt sich gut am Damm im Gras

zu Abend längs der Bahn;

die Drähte summen dies und das,

die Welt steht aufgetan.

Die Funken fallen in den Spelt,

rennt laut der Zug davon;

ich bin, was da verkohlt und fällt,

du bist der zarte Mohn.

Schwül ist bis lang nach Mitternacht

es zwischen Haus und Haus;

die Mauern strömen mehr als sacht

die Glut des Tages aus.

Es dreht sich das Akazienlaub

und schwebt durch die Allee;

Ich bin, der an ihm frißt, der Staub,

du bist der süße Schnee.

(1945)

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Stern über Mitteleuropa

Eqrem Basha

Ein ketzerisches Experiment

Mit der Polizei schloss ich bereits Bekanntschaft, als ich noch in

die Grundschule ging. Sie kam, um meinen Geografielehrer zu

verhaften. Der Grund war wieder einmal die Grenze. Es gibt

Staatsgrenzen, hatte er uns gesagt, ethnische Grenzen, natürliche

Grenzen, geografische Grenzen... Als wir am Ende der

Schulstunde noch einmal den Stoff repetierten, ließ er einen

Schüler aufstehen und stellte ihm ziemlich naiv die Frage, was

für eine Grenze denn die unsere sei. Gar keine, antwortete arglos

der Schüler, mein Vater sagt, drüben sind unsere Leute, und

hier sind auch unsere Leute. Unser Lehrer hatte das Pech, dass

es gleich darauf klingelte, und er keine Gelegenheit mehr hatte,

eine Korrektur anzubringen. Ein paar Tage später ließen sich drei

Schüler aus unserer Schule von einer gefährlichen Neugier verleiten,

die Grenze zu überschreiten, und das Klima wurde sehr

gespannt.

Sonst wurde über die Grenze nicht mehr geredet. Sie war

hermetisch geschlossen und abgeriegelt, dort, wo sie verlief, und

auch in unseren Köpfen. Hätte man von ihr geträumt, wäre es

ein Alptraum gewesen. Die Straße, die zu ihr hinführte, war halb

mit Gras zugewachsen. Es war die wohl einzige Grenze der Welt,

die nur mit einer Sondergenehmigung der Polizei überschritten

werden durfte, die als Aus- und natürlich auch Einreisevisum im

Pass vermerkt war, und natürlich war dieses Visum nie zu bekommen.

Mir selbst, für den die Unüberschreitbarkeit dieser

Grenze eine Selbstverständlichkeit war, schien jenseits davon

eine ganz andere Welt zu beginnen, mit anderen Menschen und

anderen Sitten, und deshalb verstand ich nicht, dass meine Mutter

immer wieder tränenüberströmt am Fenster stand, wenn sie

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an Angehörige auf der anderen Seite dachte. Die Nostalgie meines

Vaters äußerte sich in anderer Form. Er wurde allmählich alt,

und seine Kräfte ließen nach, so dass er seine Gewohnheiten geändert

hatte und auf seine Form des kleinen Grenzverkehrs nun

verzichtete. Außerdem zwang ihn seine kleine Werkstatt zu einer

alltäglichen Routine, die eigentlich gar nicht zu seinem Charakter

passte.

Ich selbst verbrachte ganze Tage über der Korrespondenz

einer Nachbarin, die in der grenzenlosen Zeit geheiratet und

seit damals Mutter, Vater und Geschwister nicht wieder gesehen

hatte, obwohl sie, wenn sie aus dem Fenster schaute, direkt auf

ihr nur drei Kilometer entferntes Geburtsdorf blickte. Es war nur

schwer zu erkennen, was sich zwischen den kleinen, halbverfallenen

Häusern abspielte, aber manchmal glaubte sie dort jemand

von ihrer Familie zu entdecken. Ständig war ich mit der Realisierung

ihres einzigen Herzensbedürfnisses beschäftigt: Ich verfasste

tränenreiche Briefe, die ihre Empfänger wahrscheinlich nie

erreichten, denn Antworten blieben aus.

Eigentlich war es strengstens verboten, in den Grenzbereich

einzudringen. In den seltenen Fällen, in denen wir uns dem Fluss

nähern konnten, der die beiden Staaten voneinander trennte,

unternahmen wir das ketzerische Experiment, den Beweis zu erbringen,

dass hier wie dort die gleiche Sprache gesprochen wurde.

Dabei bedienten wir uns der von meinem Vater erfundenen

Techniken der Kommunikation über die Grenze hinweg. Er hatte

sich im Laufe seines Lebens eine ganze Enzyklopädie der Grenzignorierung

erarbeitet und fand auch in schwierigen Fällen stets

eine Lösung.

Viele Jahre später erzählte ich einem Freund, wie wir uns

über den Fluss hinweg, dessen Rauschen zu übertönen war,

Nachrichten zugebrüllt hatten, und bei dieser Gelegenheit erfuhr

ich von ihm eine Geschichte aus Has, einer wasserarmen Gegend,

die halb zu Kosova und halb zu Albanien gehört. Die Frauen

befördern dort vermittels einer Holzkonstruktion an der Hüfte

das Wasser über weite Strecken hinweg. Die Quelle befand sich

genau auf der Grenze, und es existierte ein grenzübergreifendes

Abkommen zu ihrer Nutzung: die von der einen Seite durften

vormittags kommen, um Wasser zu holen, die von der anderen


Seite nachmittags. Alle gehörten zum gleichen Dorf und zum

gleichen Familienverband, aber die Wasserstelle war der einzige

Ort, an dem Neuigkeiten und familiäre Nachrichten ausgetauscht

werden konnten. Die am Vormittag kamen, hinterließen denen,

die am Nachmittag an der Reihe waren, Briefe oder Hinweise in

Form von Zeichen, und auf diese Weise erfuhr man alles, was

wichtig war: wer wen geheiratet hatte, in welchem Haus ein

Kind geboren worden war, oder auch, wenn eine alte Feindschaft

aus der Welt geschafft worden war, denn die Zeiten waren

schlimm, und es dauerte oft viele Jahre, bis Fehden zwischen

den Familien endlich beigelegt wurden.

Dann wurde das Grenzregime wieder verschärft, und die

Bewachung war rigoros. Die Dorfbewohner ließen sich dadurch

nicht aus der Ruhe bringen, sondern erfanden einfach neue

Methoden der gegenseitigen Information, die so einfach wie

praktisch waren. Man holte nun in Gruppen sein Wasser an

der Quelle und unterhielt sich dabei mit lauter Stimme:

„Hast du schon gehört, A hat einen Sohn bekommen!“

„Du, der Sohn von B hat geheiratet, und zwar die Tochter

von C!“

Die Familie war alles, man musste sich über organisatorische

Veränderungen, neue Namen, neue Verbindungen zwischen

den Familien auf dem Laufenden halten, damit im Stamm kein

Durcheinander entstand. ...

Es hat viele Jahre gedauert, bis ich selbst zum ersten Mal auf

der anderen Seite des Stacheldrahtzaunes war. Aus der Nähe betrachtet,

sah die Landschaft, die aus der Ferne so geheimnisvoll

gewirkt hatte, aus wie bei uns auch, und das galt auch für die

Menschen. Ich machte einen Besuch in dem Grenzdorf gegenüber,

traf aber niemand an, den ich kannte. Die Tante meines

Vaters war gestorben, ebenso ihre Kinder, und die Namen der

Enkel, die mir mein Vater so oft eingebleut hatte, waren mir

trotzdem entfallen. Auch mein Vater war schon lange tot. Als

ich durch die Straßen des Dorfes ging, erkannte ich Orte wieder,

von denen er mir erzählt hatte. Die Vorstellung, dass auch er

einst hier gegangen war, machte diese Erfahrung noch zauberhafter.

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Martin Rennert


Persönlich

Martin Rennert

Präsident der Universität der Künste, Berlin

„Ich bin der klassischste Musiker, den man sich vorstellen kann“,

sagt Martin Rennert, der nicht nur Präsident der Universität der

Künste in Berlin ist, sondern auch als klassischer Konzertgitarrist

auftritt. Grenzen überschreiten? Das verneint er. Schon in jungen

Jahren hatte er kaum ein Interesse daran, die Grenze zwischen

der so genannten E- und der U-Musik zu verwischen oder gar

zu überschreiten: „Ich wollte schon immer Bach spielen“.

Martin Rennert wurde 1954 in New York geboren. Bei einem

Konzert des Amadeus-Quartetts, er war damals vier Jahre alt,

erlebte er, so glaubt er sich zu erinnern, den Moment, der ihn

veranlasste, Musiker zu werden. Begegnungen mit großen

Künstlern und Künstlerinnen bekräftigten den Wunsch.

Rennert wuchs in Wien auf und studierte Konzertgitarre, an

der Grazer Musikhochschule und am Konservatorium der Stadt

Wien. Nach einem mehrjährigen Studienaufenthalt in Spanien

schloss er seine Ausbildung in Wien ab. Schon 1973 gab er bei

den Wiener Festwochen sein Debüt im Konzerthaus; eine solistische

Konzerttätigkeit folgte. Der Musiker war aber nicht nur

auf den Konzertbühnen Europas präsent, auch hinter dem

Mikrofon machte er mit Programmen für die Sender Österreich1

und Radio International auf sich aufmerksam.

Mit 29 Jahren wurde Rennert an die Musikhochschule nach

Berlin berufen, wo er die Konzertfachklasse Gitarre übernahm.

Schon bald zog es den Musiker aber in die Kulturpolitik, er wurde

Dekan der Fakultät Musik, Präsident der ELIA (European League

of Institutes of the Arts) und schließlich seit 2006 Präsident

der Universität der Künste in Berlin – „ein zutiefst politisches

Amt“, wie er hinzufügt.

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Seit 20 Jahren lebt Rennert in Berlin, und kommt doch immer

gerne nach Österreich zurück. Nicht nur wegen eines Teiles der

Familie, der in Wien lebt. Auch wegen der Cafés. „Das Kaffeehaus

als Ort der Kommunikation, das geht mir in Berlin massiv

ab“. Mit seiner Geburtsstadt verbindet ihn die Liebe zur US-amerikanischen

Literatur. Neben Goethe liegen auf Rennerts Nachtkastl

auch Werke von Toni Morrison und Isaac Singer.

Natürlich vergleicht er das österreichische Hochschulsystem

mit dem deutschen: in Deutschland seien, so sagt er, die Beamtenstrukturen

leichter durchschaubar als in Österreich. Andererseits

wisse man im „abgeschlossenen Kulturraum Österreich“

eher, mit wem man es zu tun habe – was Chancen aber auch

Risiken in sich berge. Den österreichischen Trend zur privaten

Hochschule beurteilt Rennert eher negativ: „Unter dem Signum

der Objektivierung dürfen lang erkämpfte Qualitätskriterien nicht

leiden“. Und: „Moderne Management-Methoden können die

langjährige Praxiserfahrung eines Künstlers nicht ersetzen.“

Rennert sieht sich in erster Linie als Kulturpolitiker. Als solcher

scheut er sich auch nicht, die österreichische Kulturpolitik zu

kritisieren – zum Beispiel wenn es um die Einmischung der Politik

bei der Ernennung höchster Universitäts-Gremien geht. Hier werden,

findet er, eindeutig Grenzen überschritten. Im Unterschied

dazu könne die Universität der Künste in Berlin ihre inneren

Strukturen selbst bestimmen.

Obwohl die Ausbildung von Künstlerinnen und Künstler eine

gesellschaftliche Aufgabe sei und sie zur ökonomischen Entwicklung

eines Landes beitrage, wird es für diese nicht leichter – egal

ob in Österreich oder Deutschland. Gerade in Wien fehle die

mediale Unterstützung. Es fehlen, findet Rennert, ernstzunehmende

Feuilletons und niveauvolle Kritiken in den österreichischen

Tageszeitungen. Und dass der staatliche Rundfunk die

Musik aus der Konserve bevorzuge und junge Künstler und

Künstlerinnen immer weniger fördere, macht die Sache auch

nicht gerade leicht. „Dennoch – wenn ich am Wochenende Zeit

hätte, wäre ich sicher lieber am Michaelerplatz als am Brandenburger

Tor. Aber als Künstler hat man es wahrscheinlich doch in

Berlin leichter, da die Szene hier lebendiger ist“.

Gertrud Renner


Meteor

Auf der Avenida Errázuriz

Das vergangene halbe Jahr hab ich nur an meiner Melancholie

laboriert, sagte sich der Jazztrompeter José Miguel Vasquez, als

er eines Abends wieder in der Cinzano Bar saß, einem Restaurant

mit Varieté in der chilenischen Hafenstadt Valparaiso. Er wollte

noch einmal die Tango-Idole von vorvorgestern hören, zum Beispiel

die 77jährige Doña Carmen. „Ich habe keine Hoffnung, hab

keine Erinnerung mehr, nur meine Tränen hab ich noch, ich lebe

ganz in mir,“ heißt es in ihrem Lied Chipi Chipi.

Auch Alberto Palacio, der Doyen der Cinzano Bar, grauer

Schnurrbart, buschige Augenbrauen, verschmitzte Augen unter

einem dunklen Filzhut, ist eine Attraktion. Wenn der Vierundsiebzigjährige

mit seinem zittrigem Bariton Chansons vorträgt

geht einem das zu Herzen. Wie Kinder wetteifern die betagten

Sängerinnen und Sänger um die Zuneigung des Publikums, aber

zuletzt triumphiert, wie immer, Doña Carmen mit ihrer Hymne

„Yo sin ti no vivo“. Sie fordert den Jubel heraus, dergestalt sie

sich, das Mikrofon in der linken Hand, singend von Tisch zu Tisch

durch das Restaurant schiebt und sich bei diesem oder jenem

männlichen Gast auf den Schoß setzt.

Nachdem ein weißhaariges Männchen mit einer riesigen

Ziehharmonika drei Zugaben gespielt und die Ton-Anlage ausgeknipst

hatte, trat José Miguel hinaus ins Freie. Als er unter den

Palmen auf der Plaza Sotomayor hindurchschlenderte schlug die

Uhr im Türmchen über dem Postamt vier Mal. Sind die Grenzen

meines Talents die Ursache dafür, dass ich die Freude an der Musik

nicht wiederfinden kann, fragte sich der Neunundzwanzigjährige.

Er konnte sich, so fürchtete er, vom Schmerz nicht mehr befreien,

den das rätselhafte Verschwinden seines jüngeren Bruders

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Sebastiano, Sänger in einer chilenischen Punk-Band, ausgelöst

hatte. Sebastiano hatte in Madrid Jus studiert, das Studium abgebrochen,

versuchte sich danach in einem Bildhauer-Atelier in

Paris, rue Ferdinand Duval Nr. 7, mit kleinen Stein-Skulpturen,

kehrte nach Chile zurück, wo er ungezählte Lieder komponierte.

Im vergangenen Juni, so wird erzählt, sei er mit einer hellblauen

Yacht davon gesegelt. Aber im Hafen von Valparaiso will keiner

das Schiff gesehen haben. Seit jenem Tag rührte José Miguel sein

Instrument nicht mehr an, ja nicht einmal die Auftritte im populären

Jazzclub La Piedra Feliz machten ihm Spaß. In den Nächten

hing er in den Spelunken herum und trank Pisco Sour.

Als er nun im Morgengrauen die Avenida Errázuriz zum Hafen

hinunterlief donnerten ihm die gelben Busse entgegen. José

Miguel sah lange auf das Meer hinaus. Wohin war sein Bruder

geflohen? War er ertrunken, untergetaucht in einem fernen

Land, auf einer Insel gestrandet? Er sah die grauen Panzerschiffe

der chilenischen Armada an der Mole der Marine liegen. Mit solchen

Kanonen und Haubitzen, die so altertümlich wirkten, konnte

man denn tatsächlich aus so einem Fünfzigerjahrekanonenrohr,

das nur noch aus unzähligen grauen Lackschichten bestand

irgendein Geschoss abfeuern? Vencer o morir war auf den Schiffen

zu lesen, siegen oder sterben, was für ein Auftrag.

Größtes Talent besaß, so hatten sie in der Schule gelernt, dieser

Don Maximiano Errázuriz, nach dem die Avenida benannt

war. Der machte Mitte des 19. Jahrhunderts in den chilenischen

Kupferminen ein Vermögen, dann redete er der Stadtverwaltung

von Santiago ein, dass sie eine elektrische Straßenbeleuchtung

benötige, die er ihr auch gleich besorgte, und schließlich kaufte

er sich mit all dem Geld im Jahre 1870 zu Füßen des Aconcagua,

in einem fruchtbaren Tal endlose Weingüter. Don Maximiano war

ohne Zweifel ein geniales Talent. Wieso ihm das jetzt einfiel?

„Genau besehen weiß ich nicht weiter“, sagte sich José

Miguel als er an der desolaten Bahnstation Bellavista vorbeikam,

winkte einen der gelben Busse heran, drückte dem Fahrer 400

Pesos in die Hand und ließ sich auf eine Sitzbank fallen. „Immer

sind es“, so fluchte er still vor sich hin, „die Alten, die sie einem

als Vorbilder hinstellen. Immer nur diese Alten.“ Es ging nach

Süden, nach irgendwohin, nirgendwohin. So schlief er ein. K.R.


VERANSTALTUNGSPROGRAMM

Bis 26.1.2007 Norbert W. Hinterberger Ausstellung

Bis 22.1.2007 Hermann Nitsch Ausstellung

6.1.2007 Bruno Oberhammer Konzert

12.- 31.1.2007 Dachstein: Cult goes Berlin Ausstellung

16.1.2007 Ingeborg Bachmann Lesung

17. - 20.1.2007 Tom Haydn Kabarett

18.1.2007 Erinnerung an Fred Wander Gespräch

24.1.2007 Klangforum Wien Konzert

29.1.2007 Franzobel, Grossegger, Wogrolly Lesung

30.1.2007 Josef Hader und Alfred Dorfer Lesung

31.1.2007 Theodor Kramer & Wenzel Konzert

31.1. - 4.2.2007 transmediale Festival

31.1. - 9.4.2007 Uli Aigner Ausstellung

Anf. Feb. 2007 Peter Handke Schauspiel

2.2. 2007 Wiener Tschuschenkapelle Konzert

8.2. 2007 Elisabeth Starzinger Konzert

ab 16.2. 2007 Bernhard Leitner Ausstellung

21. - 23.2.2007 Autonomie, Markt ... Symposium

Weitere Veranstaltungen finden Sie hier: www.kulturforumberlin.at

04 28 | 05 29


Ausstellung

Melancholie als Naturzustand

Bis 26. Jänner 2007 | Galerie der Österr. Botschaft, Berlin*

Das Melancholie-Projekt von Norbert W. Hinterberger, Professor

für Freie Kunst in Weimar, visualisert in einer Gegenüberstellung

von philosophischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen Bilder

und Texte zu Sterblichkeit, Vergeblichkeit, Angst und Zweifel.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erscheinen.

www.norbertwhinterberger.de

Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 14 -16 Uhr

* Galerie der Österreichischen Botschaft, Stauffenbergstrasße 1, 10785 Berlin

Ausstellung

Hermann Nitsch

Bis 22. Jänner 2007 | Martin-Gropius-Bau, Berlin*

Hermann Nitsch, 1938 in Wien geboren, hat ein, wie gerne gesagt

wird, kompromissloses Werk geschaffen. Seine Schüttbilder

und seine Malerei bringt Nitsch selbst in Zusammenhang mit

seinem Prinzendorfer Orgien-Mysterien-Theater, das er als

Gesamtkunstwerk verstanden wissen will.

Öffnungszeiten:

Mi bis Mo: 10-20 Uhr, Di geschlossen

www.nitsch.org

www.gropiusbau.de

* Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin

Tel.: (030) 254 86 0, E-Mail: post@gropiusbau.de


Konzert

Bruno Oberhammer

Samstag, 6. Jänner 2007 | 15.30 Uhr | Konzerthaus, Berlin*

Bruno Oberhammer, Professor für Orgel an der Musikhochschule

in Feldkirch/Vorarlberg lädt in der von ihm gestalteten Orgelstunde

zu einer Exkursion durch mindestens drei Jahrhunderte

österreichischer Orgelmusik ein. Zu hören sind Werke von

Johann Georg Albrechtsberger, Simon Sechter, Ludwig Thuille,

Josef Lechthaler, und Helmut Sonderegger.

www.konzerthaus.de

* Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin-Mitte

Tel.: (030) 203 09 21 01, E-Mail: info@konzerthaus.de

Ausstellung

Dachstein: Cult goes Berlin

12. bis 31. Jänner 2007 | Stiftung Starke, Berlin*

Vernissage: 11. Jänner 2007, 19.30 Uhr

In der Bergstation auf dem Dachstein, auf fast 3000 Metern über

dem Meeresspiegel, leben und arbeiten Künstler aus verschiedenen

europäischen Ländern einige Sommerwochen in einer

selbstgewählten Quarantäne.

Dieses oberösterreichisch-steirische Hochgebirgs-Projekt

wird nun auch dem Publikum in Berlin vorgestellt. Die Mitwirkenden

sind: Denovaire, Komponist und Musiker; Herbert Soltys,

Malerei; Wendelin Pressl, Malerei und Fotografie und Lea Titz,

Fotografie.

* Löwenpalais der Stiftung Starke, Königsallee 30/32, 14193 Berlin

Tel.: (030) 825 76 85

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Lesung

Ingeborg Bachmann

Dienstag, 16. Jänner 2007 | 20 Uhr | Literaturhaus Berlin*

Diese zweistimmige Performance mit

Texten von Ingeborg Bachmann ist eine

Produktion der armen denk buehne.

Ingrid L. Ernst wählte Texte aus

und führte Regie, gemeinsam mit der

Schauspielerin Dagmar Sitte tritt sie

nun vor das Berliner Publikum.

www.literaturhaus-berlin.de

* Literaturhaus Berlin, Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin

Tel.: (030) 88 72 860, E-Mail: literaturhaus@berlin.de

Kabarett

Tom Haydn

17., 19. und 20. Jänner 2007 | 20 Uhr | BKA Theater, Berlin*

Tom Haydn und seine Pikanterien

Der Kabarettist richtet seinen Blick auf das Treiben hinter den

vermeintlich wichtigen Dingen des Lebens. Was er hier und

dort entdeckt nennt Tom Haydn Pikanterien.

Der Kabarettist und Chansonnier wird begleitet von

seinem wunderbaren Orchester: Jo Barnikel, Piano und

Norbert Nagel, Saxophon, Klarinette und Flöte.

www.tom-haydn.de

* BKA-Theater, Mehringdamm 34, 10961 Berlin

Tel.: (030) 202 20 07, E-Mail: info@bka-theater.de


Gespräch und Lesung

Erinnerung an Fred Wander

Donnerstag, 18. Jänner 2007 | 20 Uhr | Brecht-Haus, Berlin*

Mit Christa und Gerhard Wolf

Christoph Waltz liest aus Fred Wanders Autobiographie:

Das gute Leben oder: Von der Fröhlichkeit im Schrecken

Moderation: Klemens Renoldner

Am 5. Jänner 2007 wäre der österreichische Schriftsteller Fred

Wander 90 Jahre alt geworden. Er stammte aus einer jüdischen

Wiener Familie, und wohnte, nachdem er die Konzentrationslager

überlebt hatte, von 1958 -1983 in der DDR. Er veröffentlichte

Erzählungen, einen Roman, schrieb vier Theaterstücke und,

gemeinsam mit seiner Frau Maxie, mehrere Reisebücher.

1971 erschien sein bekanntestes Buch Der siebente Brunnen.

Die Schriftsteller Christa und Gerhard Wolf, enge Freunde

aus jenen Jahren, erinnern im Gespräch an Fred Wander, der am

10. Juli 2006 in Wien gestorben ist.

www.lfbrecht.de

* Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin

Tel.: (030) 282 20 03, E-Mail: info@lfbrecht.de

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Konzert

Klangforum Wien

Mittwoch, 24. Jänner 2007 | 20 Uhr | Radialsystem, Berlin*

Clemens Gadenstätter

Im Rahmen des Festivals Ultraschall – Das Festival für Neue Musik

gastiert das Klangforum Wien in Berlin. Die Fragen, die das Festival

Künstlern und Besuchern stellen will, heißen wieder einmal:

Bezieht die neue Musik Stellung zur Gesellschaft? Macht sie

Aussagen, die in diese Gesellschaft zurückwirken?

Zu hören gibt es diesmal Werke von Clemens Gadenstätter,

sein Songbook, ein Trio für Saxophon, Schlagzeug und Klavier

(2001/2002) und Comic Sense I-III, ein Konzert für Klavier- und

Keyboardsolo und Ensemble (2003).

www.klangforum.at

* Radialsystem, Holzmarktstr. 33, 10243 Berlin

Tel.: (030) 288 78 85 88, E-Mail: swarwel@radialsystem.de


Lesung

Franzobel, Grossegger, Wogrolly

Montag, 29. Jänner 2007 | 19.30 Uhr | Österreichische Botschaft*

Franzobel

Nach der Eröffnung der Ausstellung Dachstein: Cult goes Berlin

am 11. Jänner 2007 (in der Stiftung Starke) werden in nun drei

österreichische Schriftsteller aus ihren Texten lesen, die sie in

dünner Luft unterhalb des höchsten Berges Oberösterreichs

geschrieben haben: Franzobel, Gertrude Maria Grossegger und

Monika Wogrolly.

* Für diese Veranstaltung ersuchen wir Sie um ihre persönliche Anmeldung.

Tel.: (030) 202 87-114, www.kulturforumberlin.at/anmeldung.htm

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Lesung

Josef Hader und Alfred Dorfer

Dienstag, 30. Jänner 2007 | 20 Uhr | Berliner Ensemble*

Indien – das Zweipersonenstück als Lesung

Was in Berlin dergestalt gelesen vorkommt, ist nicht nur eines

der erfolgreichsten Theaterstücke Österreichs, sondern zudem

auch ein mit einigem Recht äußerst populärer Film.

Die Wiener Kabarettisten Josef Hader und Alfred Dorfer

spielen Heinzi Bösel und Kurt Fellner, zwei Beamte im österreichischen

Staatsdienst, deren Lebensmüh’ es ist, Gaststätten und

Hotels in Niederösterreich zu prüfen. Was bei dem täglichen

Schnitzel-Test sehr grantig beginnt, führt wider erwarten,

zu einer echten Männerfreundschaft.

www.berliner-ensemble.de

* Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin

Tel.: (030) 28 40 81 55, E-Mail: theaterkasse@berliner-ensemble.de


Konzert

Theodor Kramer & Wenzel

Mittw., 31. Jänner 2007 | 19.30 Uhr | Österreichische Botschaft*

Das Programm: Vier Uhr früh

Der österreichische Lyriker Theodor Kramer, geboren 1897 in

Niederhollabrunn, verstorben 1958 in Wien, schrieb hunderte

liedhafte, meist unromantische Gedichte, die ihre Poesie und

Kraft aus dem Milieu der Außenseiter und Grenzgänger nehmen.

Der deutsche Musiker und Liedermacher Hans-Eckardt

Wenzel hat schon 1997 ein Programm mit Kramer-Vertonungen

Lied am Rand präsentiert. Soeben veröffentlichte er seine zweite

Kramer-CD Vier Uhr Früh. Eine überfällige Begegnung.

Die Besetzung: Hans-Eckardt Wenzel, Gesang, Akkordeon,

Piano, Gitarre; Tobias Morgenstern, Akkordeon; Georg Schwark,

Tuba; Stefan Meinking, Drums.

www.wenzel-im-netz.de

* Für diese Veranstaltung ersuchen wir Sie um ihre persönliche Anmeldung.

Tel.: (030) 202 87-114, www.kulturforumberlin.at/anmeldung.htm

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Festival

transmediale

31. Jänner bis 4. Februar 2007 | Akademie der Künste, Berlin*

Ihr Motto: Unfinish

Ein Festival für Kunst und digitale Kultur nennt sich die Berliner

transmediale. Was 1988 als Video-Filmfest begann, verwandelte

sich mehrmals. Das diesjährige Thema Unfinish will dialektisch

verstanden sein: dem Drama des Unvollendeten steht die Chance

einer Weiterentwicklung gegenüber. Österreichische Künstler

auf der heurigen transmediale sind Stefan Zlamal, Oliver Ressler,

Herwig Turk mit Günter Stöger, AVVA (Billy Roisz/Toshimaru

Nakamura) sowie Herwig Weiser.

www.transmediale.de

* Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Tel.: (030) 24 74 97 61, Fax: (030) 24 74 97 63, E-Mail: info@transmediale.de

Ausstellung

Uli Aigner

31. Jan. bis 9. April 2007 | Martin-Gropius-Bau, Berlin*

Zum fünften Mal wird der Gabriele-Münter-Preis für bildende

Künstlerinnen ab 40 Jahren verliehen. Preisträgerin ist in diesem

Jahr Leni Hoffmann. Zu den vierzig ausgewählten Künstlerinnen

der begleitenden Ausstellung gehört auch die 1965 in Scheibbs,

Niederösterreich geborene Uli Aigner. Ihre Metiers: Zeichnung,

Collage, Skulptur, Fotografie, Computeranimation, Film, Video,

Installation, Performance, Kunst im öffentlichen Raum.

* Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin

Tel.: (030) 254 86 0, E-Mail: post@gropiusbau.de


Schauspiel

Spuren der Verirrten – Peter Handke

Anfang Februar 2007 | Berliner Ensemble*

Bevor die Uraufführung von Peter Handkes jüngstem Theaterstück

Spuren der Verirrten in Berlin über die Bühne geht veranstaltet

das Berliner Ensemble im Jänner an sechs Abenden einen

Handke-Lese-Marathon. Weitere vier Abende werden in Handke-

Filmnächte umgewandelt. Regie bei dem neuen Schauspiel des

österreichischen Autors führt Claus Peymann, das Bühnenbild

entwirft Karl Ernst Herrmann. Das Datum der Uraufführung war

bei unserem Redaktionsschluss noch nicht festgelegt.

Das Stück:

Peter Handke: Spuren der Verirrten.

Frankfurt am Main, Suhrkamp-Verlag, 2006. 88 Seiten.

www.berliner-ensemble.de

* Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin

Tel.: (030) 284-08 -155 , E-Mail: theaterkasse@berliner-ensemble.de

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Konzert

Wiener Tschuschenkapelle

Samstag, 3. Februar 2007 | 20 Uhr | ufa-Fabrik, Berlin*

Ihr neues Programm: Sevdah-Musik

Wieder einmal bringt die Wiener Tschuschenkapelle Musik vom

Balkan nach Berlin. Jurica Petkovic, ein Altmeister der bosnischen

Sevdah-Musik ist diesmal mit den fünf Wiener Musikern auf der

Bühne. Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Deutschen

Gewerkschaftsbund DGB Berlin und der Büchergilde Gutenberg,

mit RBB Radio Multikulti, RBB Südosteuropa-Programm und der

Tageszeitung taz.

www.tschuschenkapelle.at

* ufa-Fabrik, Viktoriastraße 10-18, 12105 Berlin

Tel.: (030) 75 50 30, E-Mail: info@ufafabrik.de


Liederabend

Elisabeth Starzinger

Donnerstag, 8. Feb. 2007 | 19.30 Uhr | Österreichische Botschaft*

Das Motto: Kennst du das Land...

Die österreichische Mezzosopranistin

studierte Gesang an

der Wiener Musikuniversität,

war nach dem Diplom Mitglied

des Internationalen Opernstudios

Zürich. Seit 2002 ist sie

Ensemblemitglied an der

Komischen Oper Berlin. In der

Spielzeit 2006/07 ist sie u. a.

in folgenden Partien zu hören:

Rosina in Der Barbier von

Sevilla, Cherubino in Die Hochzeit

des Figaro, Dorabella in

Così fan tutte, Zerlina in Don Giovanni und Niklas in der Neuproduktion

von Hoffmanns Erzählungen.

Elisabeth Starzinger singt Lieder von Wolfgang Amadeus Mozart,

Franz Schubert, Hugo Wolf, Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy,

Gioacchino Rossini und Franz Liszt.

Am Klavier: Russel Ryan

* Für diese Veranstaltung ersuchen wir Sie um ihre persönliche Anmeldung.

Tel.: (030) 202 87-114, www.kulturforumberlin.at/anmeldung.htm

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Ausstellung

Bernhard Leitner

Ab 16. Februar 2007 | Berlinische Galerie, Berlin*

Preisverleihung am Donnerstag, 15. Februar 2007, 19 Uhr

Dem österreichischen Ton-Raum-

Künstler Bernhard Leitner wurde

der Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis

für unkonventionelle Kunstvermittlung

2007 zuerkannt. Seit 1994

wird der Runge-Preis von der

Stiftung Preußische Seehandlung

Persönlichkeiten verliehen, die als

Künstler oder als Anreger von

Kunst wirken und auf inhaltlich

und formal grenzüberschreitenden

Weise das künstlerische Schaffen und das kulturelle Leben im

deutschsprachigen Raum entscheidend bereichern.

Bernhard Leitner, 1938 in Feldkirch, Vorarlberg, geboren,

studierte an der Technische Hochschule Wien Architektur, er ist

Begründer der Urban Design – Humanistic Studies an der New

York University und lehrt seit 1987 als Professor an der Universität

für Angewandte Kunst in Wien.

www.bernhardleitner.at

www.berlinische-galerie.de

* Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124-128,10969 Berlin

Tel.: (030) 78 90 26 00, E-Mail: bg@berlinischegalerie.de


Symposium

Autonomie, Markt und Aufmerksamkeit um 2000

21. bis 23. Februar 2007 | Literaturhaus Berlin*

Aktuelle Medialisierungsstrategien im Literatur- und Kulturbetrieb

Seit den siebziger Jahren, spätestens aber seit 1989, hat die

Literatur in den deutschsprachigen Ländern ihre Stellung als dominierender

Ort kultureller Selbstverständigung und Instanz generalisierender

Weltdeutung eingebüßt. Der relative Anteil an

gesamtgesellschaftlicher Beachtung sinkt.

Zugleich aber nimmt, aller Krisenreden ungeachtet, die Zahl

literarischer Anbieter zu. Durch das Zusammenspiel beider Faktoren

hat sich der Kampf um die knappe Ressource Aufmerksamkeit

zugespitzt. Als Gegenstand dient dieser Konferenz die

Gegenwartsliteratur, wobei 1968 und 1989 als historische Zäsuren

diskutiert werden sollen. Dabei wird auch jene Aufmerksamkeit

untersucht, die den Werken der österreichischen Autoren

Peter Handke, Elfriede Jelinek, Robert Menasse und Daniel Kehlmann

widerfahren ist.

Die österreichischen Teilnehmer dieser Tagung sind Georg

Franck, Verena Holler, Doris Moser, Beatrix Müller-Kampl, Karl

Wagner und Norbert Christian Wolf. Auch eine Lesung mit

Kathrin Röggla steht auf dem Programm.

www.literaturhaus-berlin.de

* Literaturhaus Berlin, Fasanenstrasse 23, 10719

Tel.: (030) 887 28 60, E-Mail: literaturhaus@berlin.de

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Die Österreichische Botschaft in Berlin

Österreichisches Kulturforum Berlin

Programmplanung: Dr. Teresa Indjein, Dr. Klemens Renoldner

Administration: Sabine Seigert

PR-Assistenz: Silvia Schulze

Web-Master: Mag. Robert Birnecker

Veranstaltungsmanagement: Paul Jenewein

Haustechnik: Ernst Schleich

Presse: Mag. Sabine Kroissenbrunner

Beirat

Philosophie: Univ. Prof. Dr. Thomas Macho

Fotografie: Carola Wilkens

Theater: Dr. Klaus Dermutz

Musik: Dr. Wilhelm Matejka

Architektur und Design: Univ. Prof. Hans Hollein

Medien: Mag. Sebastian Peichl

Text- und Bildnachweise:

Der Essay Kunst kann, Kunst muss Grenzen überschreiten! der Wiener Kunstwissenschaftlerin

und Kritikerin Johanna Schwanberg ist ein Originalbeitrag für

Kosmos Österreich. Theodor Kramer: Solange der Atem uns trägt. Gedichte.

Hrsg. von der Theodor Kramer Gesellschaft Wien, 2004. Eqrem Basha: Ein

ketzerisches Experiment. Aus Eqrem Basha: Bericht über meinen Vater, den

Grenzathleten. In: Poetik der Grenze. Über die Grenzen sprechen – Literarische

Brücken für Europa. Hrsg. v. Dzevad Karahasan und Markus Joraschka. Graz,

Steirische Verlagsgesellschaft, 2003. Das Gespräch mit Martin Rennert führte

Gertrud Renner.

Wir danken dem österreichischen Fotografen Gilbert Wedam und seinem

polnischen Kollegen Pawel Wyszomirski, dass sie uns einige Bilder aus ihrem

Projekt Wie du es siehst für Kosmos Österreich zur Verfügung gestellt haben.

Porträtfotos: Piper-Verlag (Ingeborg Bachmann), Archiv der Theodor Kramer

Gesellschaft, Wien (Theodor Kramer), Elisabeth Kohlweiß (Bernhard Leitner),

Helga Paris (Fred Wander), Brigitte Friedrich (Franzobel), Hans Joosten (Elisabeth

Starzinger), Michael Winkelmann (Tschuschenkapelle).

^


Impressum:

Kosmos Österreich Nr.20/2006

Österreichisches Kulturforum Berlin

Österreichische Botschaft

Direktorin: Dr.Teresa Indjein

Redaktion: Dr. Klemens Renoldner

Gestaltung: Carola Wilkens

Druck: Gallus Druckerei KG

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