Rote Liste Grosspilze - Verein für Pilzkunde St.Gallen

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Rote Liste Grosspilze - Verein für Pilzkunde St.Gallen

Rote Liste der gefährdeten Grosspilze der Schweiz BAFU / WSL 2007 68

A2 Vorgehen bei der Erstellung der Roten Liste der Grosspilze 2007

A2-1 Datengrundlagen

Sämtliche Daten sind in der Datenbank «FUNGUS» des nationalen Datenzentrums für

Pilze abgelegt, lokalisiert an der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf.

Die Oracle-Datenbank ist zur Zeit auf einem speziellen Datenbankserver abgelegt,

welcher mit Oracle RDBMS mittels Solaris unterhalten wird. Darin sind aktuell

etwas über 300’000 Datensätze aus unterschiedlichen Quellen enthalten. Diese werden

mit dem Merkmal «Erhebungsart» für jeden Datensatz charakterisiert.

Tab. 8 > Herkunft der Daten in der Datenbank FUNGUS: Erhebungsarten.

Beschreibung

Modul «freies Kartieren»:

In Lebensräumen Wald und Nichtwald

Modul « Stichproben »: vier Transekte von je

200 m² an ausgewählten Gitterpunkten des

Landesforstinventars (nur Lebensraum Wald)

Modul «Stichproben an Zufallskoordinaten»:

Kleinflächen mit einem 12 m-Radius um

Koordinatenschnittpunkt

In Lebensräumen Wald und Nichtwald

Modul «Erfassen von älteren Daten»

In Lebensräumen Wald und Nichtwald

Kategorie in Datenbank

Anzahl Funde Anzahl Arten

«FUNGUS»

Einzelfunde 259’774 5’197

Stichproben 35’294 1’591

Zufallskoordinaten 1’779 591

Publizierte Literaturangaben und

alte unpublizierte Fundmeldungen

12’364 2’408

Die Erhebungen zur aktuellen Verbreitung basieren vor allem auf der Erfassung frei

gewählter Arten in frei gewählten Gebieten in der ganzen Schweiz. Diese sogenannten

Einzelfunde stammen von freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Hinzu gesellen sich die beiden Module der Stichprobenuntersuchungen an Erhebungsstellen

des Landesforstinventars (sogenannte LFI-Punkte) und die Zufallskoordinatenbeobachtungen.

In den Jahren 1999–2004 konnten an insgesamt 170 Landeskoordinatenschnittpunkten

des 1 km-Gitternetzes an Aufnahmepunkten des Landesforstinventars

eine Stichprobenerhebung mit ausgebildeten Feldmitarbeitern durchgeführt werden

(vgl. Senn-Irlet et al. 2003). Vier Transekte von 100 x 2 m wurden ausgehend vom

Koordinatenschnittpunkt abgesteckt und zu vier unterschiedlichen Zeitpunkten in der

Hauptpilzsaison zwischen Mitte Juli und anfangs November (vgl. Abbildung 14) auf

Grosspilze hin beprobt.

Zusätzlich wurden die bereits für die Kartierung epiphytischer Flechten verwendeten

Koordinatenschnittpunkte (Scheidegger et al. 2002) an freiwillige Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter verteilt, die zusätzlich in einer Kreisfläche mit Radius 12 m, die Pilzflora

aufnahmen (Senn-Irlet 2003). Von diesen sogenannten Zufallskoordinatenpunkten sind

erst wenige bearbeitet. Die Fundmeldungen flossen deshalb wie normale, unsystematische

Fundmeldungen in die Auswertungen ein.

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