Rote Liste Grosspilze - Verein für Pilzkunde St.Gallen

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Rote Liste Grosspilze - Verein für Pilzkunde St.Gallen

Anhänge 77

Steter Rückgang des Areals (bii)

Arten, welche ausschliesslich in trockenen Wiesen und Weiden (TWW nach Eggenberg

et al. 2001) vorkommen, erhalten diese Einschätzung.

Risikofaktoren

Verlust im Verbreitungsareal und/oder in der Habitatsqualität (biii)

Mykorrhizapilze im Mittelland sind mit den erhöhten Stickstoffdepositionen konfrontiert,

welche vielerorts für Waldbäume kritische Grenzen erreicht haben (EKL 2005).

Weil der negative Einfluss von Stickstoffdepositionen auf die meisten Mykorrhizapilze

hinlänglich erwiesen ist (z. B. Peter et al. 2001) und anhält, werden die Mykorrhizasymbionten

der dominierenden Laubbäume im Mittelland und im Sottoceneri wie

Buche, Eiche, Hagebuche, Kastanie mit diesem Kriterium versehen.

Auch bei Pilzen, die an offene Hochmoorflächen gebunden sind, wird eine Bedrohung

in Form einer verminderten Standortsqualität angenommen. Stickstoffdepositionen und

dadurch ein erhöhtes Nährstoffangebot für die Pflanzen, sowie Austrocknung beeinträchtigen

selbst geschützte Moorgebiete weiterhin.

Abb. 21 > Porpoloma pes-caprae – Spitzhütiger Wiesenritterling, VU.

Eine Art der mageren Wiesen und Weiden mit einem deutlich fragmentierten Areal.

Dargestellt sind die 20 Fundorte (schwarze Kreise) in insgesamt 6 isoliertenTeilgebieten,

mit 56 benachbarten Naturraumflächen (grau) und 12 Naturräumen (hell).

A2-4.3

Schätzung der Populationsgrösse

Die Entwicklung der Populationsgrösse über die Zeitspanne von drei Generationen

oder mindestens 10 Jahre soll geschätzt werden. Zur Abschätzung der Populationsgrösse

jeder Art stehen insgesamt drei Ansätze zur Verfügung: Schätzungen aufgrund

populationsbiologischen Studien, eine Schätzung basierend auf den Stichprobenuntersuchungen

und Schätzungen basierend auf beobachteten Fruchtkörpermengen.

Verfahren zum Ermitteln der

Populationsgrösse

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