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Die Rolle der interventionellen Radiologie in der Notfallmedizin

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Die Rolle der interventionellen

Radiologie in der

Notfallmedizin

Robert Jantschke, MTRA

rjantschke@uhbs.ch

Deutscher Röntgenkongress, Berlin 21.05.2009

Donnerstag, 11. Juni 2009


Inhalt

• Einleitung

interventionelle Radiologie?

• allgemeine Aufgaben

Rolle in der Notfallmedizin

• Fallbeispiele

• Zusammenfassung

• Fragen

Donnerstag, 11. Juni 2009


Radiologie in der

Notfallmedizin

• fester Bestandteil zur Diagnostik

• weiterführende Therapie


• Sonographie

• Computertomographie

• Magnetresonanztomographie

• Angiographie

konventionelles Röntgen in mehreren Ebenen

Donnerstag, 11. Juni 2009


Radiologie in der

Notfallmedizin

• fester Bestandteil zur Diagnostik

• weiterführende Therapie


• Sonographie

• Computertomographie

• Magnetresonanztomographie

• Angiographie

konventionelles Röntgen in mehreren Ebenen

interventionelle Radiologie

Donnerstag, 11. Juni 2009


interventionelle Radiologie ?

• Intervention lat. : intervenire

➡ dazwischentreten

➡ einschalten

➡ eingreifen

• Anwendung in den verschiedensten Gebieten wie

z.B. Politik, Kunst

Donnerstag, 11. Juni 2009


Medizin

• Intervention: den Ausbruch oder das Fortschreiten

einer Erkrankung verhindern oder umkehren

• bildgestützte, therapeutische Maßnahmen

-

Sonographie, CT, MRT, DSA, DA

• über Hauteintrittsstellen werden perkutan

Instrumente über das Gefäßsystem oder andere

Strukturen zur behandelten Region geführt

Donnerstag, 11. Juni 2009


Rolle in der Notfallmedizin

• Rekanalisation akuter Ischämie

➡ akute Extremitätenischämie

• Embolisation von Blutungen

• Aortenstent

• Stenttherapie bei oberer Einflußstauung

• TIPSS

• Drainagen

Donnerstag, 11. Juni 2009


Embolisation von Blutungen

• Blutstillung aktiver, nicht kontrollierbarer

arterieller Blutungen

• Verschluss des blutenden Gefäßabschnittes

➡ temporäre Embolisation

➡ permanente Embolisation

• direktem transarteriellen Zugang zum

Gefäßsystem über Kathetertechnik in der

Angiographie

Donnerstag, 11. Juni 2009


Embolisation von Blutungen

• polytraumatisierte Patienten

• Tumorblutungen

• obere/untere gastrointestinale Blutungen

• Gefäßmissbildungen

• gynäkologische Blutungen

• unstillbare Epistaxis

• SAB (rupturierten Aneurysma)

Donnerstag, 11. Juni 2009


Embolisation von Blutungen

Blutverlust - Polytrauma

Ursache/Fraktur

Becken

Oberschenkel

Unterschenkel

Oberarm

Unterarm

Blutverlust

5000 ml

2000 ml

1000 ml

800 ml

400 ml

Donnerstag, 11. Juni 2009


Embolisation von Blutungen

• Verletzung am Gefäßsystem

➡ Blutverlust

➡ hämodynamische Instabilität

➡ hämorrhagischen Schock

➡ Multiorganversagen

➡ Herzstillstand

➡ Tod

Donnerstag, 11. Juni 2009


Embolisation von Blutungen

• schneller transarterieller Zugang

• schnelle Identifizierung der blutenden

Region

➡ bei Traumapatienten intraoperativ oft

sehr schwierig

• schnelle, schonende hämodynamische

Stabilisierung

Donnerstag, 11. Juni 2009


1. Fall

• 55 jährige Patientin

• Sturz aus grosser Höhe

• Polytrauma

• hämodynamisch instabil

intubiert, beatmet

Donnerstag, 11. Juni 2009


1. Fall

Diagnose - Thorax

instabile Rippenserienfraktur mit Weichteilemphysem

• Hämato-Pneumothorax re.

Donnerstag, 11. Juni 2009

• Weichteilhämatom

• Hämatothorax mit Bülaudrainage li.


1. Fall

Diagnose - Becken

• dislozierte Sakrumlängsfraktur li.

• Schambeinastfraktur re.


Kontrastmittelaustritt in der Region Art. iliaca int.li.

Donnerstag, 11. Juni 2009


1. Fall

• aktive arterielle Blutung im Bereich der Arteria

iliaca interna

• ausgedehntes retroperitoneales Hämatom

➡ hämodynamisch instabil

• bei 6 - 8 % der Polytraumen führen

Beckenfrakturen zum Tod

• Mortalitätsrate von 50 - 70 %

Donnerstag, 11. Juni 2009


Donnerstag, 11. Juni 2009

1. Fall


Okklusion

• proximal der Blutungsquelle

• temporär 30 - 60 min

• sofortiger Stop des Blutverlustes

• bei kreislaufinstabilen Patienten,

Wiederherstellung der zentralen

und kardiocerebralen Zirkulation

• Zeitgewinn für andere Maßnahmen

innerhalb 20 min hämodynamisch

stabil

Donnerstag, 11. Juni 2009


Donnerstag, 11. Juni 2009

1. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

1. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

1. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

1. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

1. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

1. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

1. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

1. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

2. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

2. Fall


Embolisationsmaterialien

• erste Wahl - Coils

• Platinspiralen mit/ohne Kunstofffäden

➡ fördern die Thrombusbildung

intaktes Gerinnungssystem zur

sekundären Thrombusbildung nötig

• röntgendicht

• einfache Handhabung

• exakte Positionierung

Donnerstag, 11. Juni 2009


2. Fall

• 52 jährige Patientin

• Z.n. Autounfall

• Polytrauma

• Intubationspflichtig

• hämodynamisch instabil

Donnerstag, 11. Juni 2009


2. Fall

Donnerstag, 11. Juni 2009

• thorakale Aortenruptur

• Mediastinalhämatom

• Hämatothorax


thorakale Aortenruptur

• Zerreißung aller 3

Gefäßschichten der

gesunden,nicht erweiterten

thorakalen Aorta

• Torsionskräfte und Scherkräfte

an den Fixationsstellen z.B.

Lig.Botalli

• 80% verbluten am Unfallort



20% erreichen lebend eine Klinik

80% davon sterben innerhalb 24h

Donnerstag, 11. Juni 2009


Donnerstag, 11. Juni 2009

2. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

2. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

2. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

2. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

2. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

2. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

2. Fall


Donnerstag, 11. Juni 2009

2. Fall


Zusammenfassung

• festen Stellenwert innerhalb der Notfallmedizin

• tausendfach bewehrt

• Blutungen bei polytraumatisierten Patienten

• minimalinvasiver Charakter

• schnell, effizient, sicher

• hohe Erfolgsrate

➡ Beckenbereich ca. 90%

➡ Milz,Leber,Niere ca. 82 - 100%

➡ thorakale Aorta ca. 80%

Donnerstag, 11. Juni 2009


Vielen Dank für Ihre

Aufmerksamkeit

Robert Jantschke, MTRA

rjantschke@uhbs.ch

www.swissintervention.ch

Donnerstag, 11. Juni 2009

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