Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke - S&D-Verlag GmbH

sudoku.apo.de

Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke - S&D-Verlag GmbH

Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke

07 | 2010

DAS ORIGINAL

Diese Ausgabe

wurde von

Ihrer Apotheke

bezahlt

Neurodermitis:

Wenn die Haut

chronisch erkrankt

Grapefruitkernextrakt:

Universelles

Naturprodukt

Mit der Kraft der

Natur gegen Akne

und Hautprobleme


inhalt

www.naturheilkunde-und-gesundheit.com

04

Waschen wir uns

krank?

Foto: © S & D Verlag

Titelfoto: © Fotolia

Editorial

03 Liebe Apothekerinnen und Apotheker

Nachgefragt

04 Waschen wir uns krank?

11

Kaugummi

ist besser als sein Ruf

20

Schwangerschaft: Ausreichende

Vitamin- und Mineralstoffversorgung

ist wichtig

Übergewicht ist Vorteil bei

manchen Herzleiden

26

Foto: © Fotolia Foto: © Fotolia

Foto: © Fotolia

Themen des Monats

06 Traditionelle Hülsenfrüchte für die Grill-Party

06 Mode-Klobrillen können zu Ausschlag führen

07 Hopfen und Malz, Knochen erhalt's

07 Nicht nur Gingko schützt vor Alzheimer

07 Süße Drinks peitschen den Blutdruck hoch

22 Vitamin D und Kalzium: Nur zusammen gegen Osteoporose stark

22 Ab wann aufs Töpfchen?

27 Medikamente können den Blutdruck steigern

27 Es ist nie zu spät, einen erhöhten Blutdruck zu senken

27 Weniger Kochsalz und mehr Kalium senken den Blutdruk

Alternative Heilmethoden

12 Neurodermitis: Wenn die Haut chronisch erkrankt

20 Schwangerschaft: Vitamin- und Mineralstoffversorgung ist wichtig

21 Sonnenbrand, Quallenfeuer und Co.

21 Sonnenbrille schützt Kinderaugen

21 Gesund unterwegs – mit Reisestrümpfen

28 Mit der Kraft der Natur gegen Akne und Hautprobleme

29 Tee & mehr aus der Apotheke: Der Salbei

30 Heilpflanze des Monats: Der echte Lavendel

30 Naturheilkunde-Wissen

32 Serie: Homöopathie zur Sommer- und Reisezeit

Ratgeber Gesundheit

08 Harte Zahnbürsten reinigen am besten

09 Männergesundheit: So isst der Mann sich gesund

10 Abwarten und Tee trinken oder Gang zum Arzt?

10 Staphylokokken auf der Haut schützen vor Entzündungen

10 Die Sonne beeinflusst nicht nur psychisches Wohlbefinden, …

11 Insektenstiche

11 Zahl des Monats: 639

11 Kaugummi ist besser als sein Ruf

14 Biologische Mittel gegen ADHS

15 Mädchen gehen oft mit Schmerzen zur Schule

15 Fruchtbarkeitsstörung als Berufskrankheit?

18 Grapefruitkernextrakt: Universal einsetzbares Naturprodukt

23 Natur pur für das Immunsystem

23 Phytos sind beliebt

23 Grüntee-Extrakt gegen Genitalwarzen

24 Wassersport kann auf die Ohren gehen

26 Übergewicht ist Vorteil bei manchen Herzleiden

Rubriken

16 Kalenderposter

25 Pflanzenrätsel

31 Impressum und Vorschau


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Sicherheitskontrollen

Herzmittel löst Sprengstoffalarm aus

Ein Herzmittel mit dem Wirkstoff Glyceroltrinitrat

wurde kürzlich zwei Reisenden zum

Verhängnis: Bei der Kontrolle ihres Gepäcks

im Rhein-Main-Flughafen wurde Sprengstoffalarm

ausgelöst. Ursache waren Spuren

des Arzneimittels. Glyceroltrinitrat gehört

zu den gefäßerweiternden Wirkstoffen auf

Nitro-Basis und wird auch als Nitroglycerin

bezeichnet. Aus diesem kann Dynamit hergestellt

werden.

Das Problem Glyceroltrinitrat-haltiger Arzneimittel

bei Kontrollen liegt darin, dass

beim Einnehmen kleinste Spuren des Wirkstoffs

an den Fingern haften bleiben. Anschließend

werden diese Spuren auf Gegenstände

im Koffer und auch am Koffer übertragen.

Die Bundespolizei (früher: Bundesgrenzschutz)

verwendet bei der Suche nach

Sprengstoffen äußerst empfindliche Geräte,

die noch winzigste Mengen entdecken.

Dabei werden nicht die Gepäckstücke direkt

untersucht, sondern Proben, die entweder

mit einem Tuch oder mit einem Staubsauger

von ihrer Oberfläche genommen werden.

Wenn die Analyse der Probe positiv ist, folgt

eine direkte Untersuchung des Gepäcks,

beispielsweise mit Spürhunden, die so langwierig

sein kann, dass der Reisende währenddessen

seinen Flug verpasst.

Bei dem berichteten Fall zahlte die Bundespolizei

den beiden unschuldig Verdächtigten

keine Entschädigung für die entgangene Urlaubsreise.

Der Reiseveranstalter erstattete

aus Kulanz immerhin 10 %. Letzten Endes ist

also der Reisende selbst verantwortlich,

dass er keinen falschen Alarm auslöst und

damit einen Verdacht auf sich lenkt.

Die Pressestelle der Bundespolizei rät allen

Flugreisenden, die Medikamente mit Wirkstoffen

wie Glyceroltrinitrat oder Opiate,

Amphetamine, etc. bei einer Flugreise mit

sich führen und die einen Herzschrittmacher

tragen, sich dies von ihrem Arzt attestieren

zu lassen und dieses Attest immer

bei sich zu tragen.

Foto: © Lufthansa

TRENDIG, AKTUELL, ANDERS

„frau & gesundheit“ das Magazin für die moderne Frau

Kosmetik+Ernährung+Lifestyle und vieles mehr

Außerdem erscheinen im S & D Verlag zum 1. eines jeden Monats die

Apotheken-Kundenzeitschriften: Naturheilkunde & Gesundheit,

die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke, Unsere besten Freunde,

gesunde und spannende Infos für Tierfreunde,KOPFfit, für Gehirnjogging

und Gedächtnistraining, Rätsel-aktuell, randvoll mit Denksportaufgaben

sowie SUDoku, für alle Freunde der japanischen Knobelei.

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 3


atgeber nachgefragt gesundheit

Waschen wir uns

Ein sauberer Mensch wird selten krank – aber

allzu viel Sauberkeit ist auch wieder ungesund.

Ziel der Hautpflege sollte neben der

Entfernung von Schmutz sein,

den natürlichen Schutzmechanismus der

Haut zu erhalten und/oder zu verbessern.

Sie beeinflusst also einerseits die

Besiedlung durch schützende Bakterien,

die eine Ausbreitung krankmachender

Keime eindämmen sollen, und andererseits

die Schutzschicht aus Talg und

Schweiß, die die Barrierefunktion

der Haut darstellen. Man bezeichnet

diesen Schutzmechanismus der Haut,

der sich durch einen pH-Wert bei ungefähr

4,5 (bei Männern) und 5,5 (bei Frauen)

auszeichnet, auch als natürlichen

Säureschutzmantel.

4 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

krank?

Zu häufiges Waschen, zu aggressive Waschmittel

oder Deosprays sind für unsere Haut

nicht das Beste. Frauen, die bis zu achtmal

am Tag duschen, Männer, die aus Angst vor

Ansteckung nur mit Mundschutz das Haus

verlassen, und Mütter, die ihre Babys täglich

mit Desinfektionsmitteln abreiben: Das ist

alles zu viel des Guten.

Nicht ganz unschuldig daran sind Werbekampagnen

von einigen Kosmetikherstellern.

So wurde den Menschen wieder

und wieder eingebläut, dass Hauttalg grundsätzlich

übel riechend und schädlich ist und

durch Cremes oder Lotionen ersetzt werden

müsse. Dabei ist der Talg wichtig für Schutz

und Pflege der Haut – Lotionen, die viele

Chemikalien enthalten, können ihn nicht ersetzen,

aber sie können Allergien auslösen.

Ähnliches gilt für den Schweiß, der für die

Wärmeregulation des Körpers wichtig ist. Er

sollte nicht mit Antitranspiranten unterdrückt

werden, Ausnahme sind natürlich

Erkrankungen.

Schweiß riecht erst, wenn er

durch Bakterien zersetzt wird.

Deshalb ist eine regelmäßige, aber richtige

Körperhygiene der goldene Mittelweg. Die

Hautreinigung sollte eine möglichst geringe

Entfettung, Austrocknung und Reizung der

Haut bewirken. „Nicht geeignet sind

gewöhnliche, handelsübliche parfümierte

Seifen und Syndets“, erklären Experten der

Universitäts-Hautklinik Bochum. „Insbesondere

flüssige Tenside sind zu vermeiden.

Schädlich ist auch langes, schaumiges Abseifen,

denn es führt zu massiver Entfettung.“

Besser sind feste Seifen und Syndets mit

einem pH-Wert zwischen 4,8 und 6,0 – was

dem natürlichen Säureschutzmantel der

Haut entspricht. Bei der Körperreinigung

sollte dem Hauttyp und dem beruflichen

Verschmutzungsgrad Rechnung getragen

werden. Kinderhaut braucht andere Mittel

als fettige Haut, ein Kfz-Schlosser andere

als eine Sekretärin.

Normale Haut wird auch mit alkalischer Seife

fertig. Sie stellt innerhalb kurzer Zeit den

gesunden Säuremantel wieder her. Die Haut

darf jedoch nicht zu stark abgeseift und

geschrubbt werden.

Fettige Haut sollte mit einem milden, nicht

rückfettenden Syndet gereinigt werden, das

den überschüssigen Talg entfernt und dem

pH-Wert der Haut angepasst ist. Warmes

Wasser und Frotteewaschlappen können

dabei verwendet werden.

Trockene Haut sollte mit einem rückfettenden

Syndet gewaschen werden, wenn das

Abspülen mit kühlem Wasser nicht ausreicht.

Keinesfalls stark entfettende,

waschaktive Stoffe wie alkalische

Seifenlösungen einsetzen!

So pflegen Sie Ihre Haut

• Auch Wasser ohne Seife oder

Syndets löst den Hauttalg und

entfernt den Schweiß.

• Zur Reinigung ist kurzes Duschen besser

als Baden. Lange heiße Bäder fördern

das Austrocknen der Haut. Für Bäder

sind ölhaltige Zusätze zu empfehlen,

nicht aber Schaumbäder. Nach dem Abtrocknen

können Wasser-in-Öl-Emulsionen

oder Cremes einen Teil des verlorenen

Hautschutzes ersetzen.

• Personen mit trockener, empfindlicher

Haut können Duschöle benutzen, die gut

rückfetten.

• Im Intimbereich möglichst nur mit Wasser

waschen, das kann Scheideninfektionen

verhindern.

• Im Sommer sollten Menschen mit empfindlicher

Haut diese intensiv pflegen,

vor allem, wenn sie häufig Schwimmen

gehen. Andernfalls können sich Ekzeme

bilden.

• Bei Ekzemen oder Pilzerkrankungen sollten

milde, Bakterien hemmende Syndets

zum Einsatz kommen.

Mittel zur schonenden

Hautpflege hält Ihr

Apotheker für Sie bereit.

Eine Beratung über die

perfekte Hautpflege

gibt’s gratis dazu.

Dr. Rolf Eckhardt

Fotos: © S & D Verlag

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 5


des

Ursache der von Hautreizungen

infolge von überlangem

Klositzen untersucht

Mode-

Klobrillen

können zu

Ausschlag

führen

Eine seltene Erkrankung, die infolge der Toilettenbenutzung

auftreten kann, haben amerikanische

Hautärzte unter die Lupe genommen.

Die sogenannte „Klobrillen-Dermatitis“

dürfte auf die Verwendung von Putzmitteln in

Toiletten sowie auch auf das Material der Klobrille

zurückgehen, schreiben die Forscher

vom Johns Hopkins Children's Center in der

Fachzeitschrift „Pediatrics“ (Kinderheilkunde).

Das habe eine Untersuchung mehrerer

Fälle in den USA und Indien ergeben.

Bei der „Klobrillen-Dermatitis" handelt es

sich um keine Allergie, sondern um eine Reizung,

die bei häufigem langem Klositzen auftreten

kann. Die Haut schwitzt an den Kontaktstellen

zur Brille, wird weich und kann dadurch

Rückstände aus Reinigungsmitteln

leichter aufnehmen. Hierdurch wird eine

Rötung verursacht.

Die US-Autoren nennen als Auslöser des Ausschlages

neben aggressiven Putzmitteln auch

Klobrillen aus exotischen Hölzern. Diese

könnten insbesondere dann ein Problem darstellen,

wenn sie lackiert oder bemalt sind.

Wolle man solche Fälle vermeiden, solle man

die Brillen durch Plastikmodelle austauschen

und Putzmittel auf Alkohol- oder

Wasserstoffperoxid-Basis verwenden.

Klares Wasser

kann Abhilfe schaffen

Um erst gar keine Probleme aufkommen zu

lassen, genügt zur täglichen Reinigung der

Sitzfläche klares Wasser, dem ab und zu ein

mildes biologisches Reinigungsmittel wie z.

B. Grapefruitkern-Extrakt zugesetzt wird. „In

Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen

oder Kindergärten reicht dies aus hygienischen

Gründen allerdings nicht“, betonen die

Autoren der Studie.

Foto: © Fotolia

Foto: © Justinc

Traditionelle

Hülsenfrüchte

für die Grill-Party

Welcher Schatz in Hülsenfrüchten

steckt wissen

leider noch viel zu wenige

Menschen.

Doch jetzt erobern Erbsen, Bohnen und Linsen

ihren Platz in der Küche zurück. Kein

Wunder, denn sie sind rundum gesund, enthalten

reichlich Ballaststoffe, Vitamine und

Mineralstoffe, dafür aber wenig Fett und kein

Cholesterin. Simone Winter, Diätassistentin

und Ernährungsberaterin der Deutschen Gesellschaft

für Ernährung, ergänzt: „Hülsenfrüchte

sind sehr gut geeignet für Diabetiker,

weil sie nur eine geringe blutzuckersteigernde

Wirkung haben.“ Auch Vegetariern kommen

Linsen gerade recht: Sie zählen zu den

eiweißreichsten pflanzlichen Nahrungsmitteln

und können deshalb das Fleisch auf dem

Speiseplan ersetzen.

Weil probieren über studieren geht, gibt es

hier gleich ein leckeres Rezept: Sommerlichfruchtiger

Linsensalat für 4 Personen. 250 g

Teller-Linsen nach Anleitung kochen. 1 Zwiebel

schälen und fein würfeln. Ein Bund Frühlinszwiebeln

säubern und in feine Ringe

schneiden. Die gegarten Linsen abtropfen

lassen und mit den Zwiebelwürfeln und -ringen

mischen. 2 Orangen schälen, in kleine Filets

zerlegen und unter die Linsen heben. Mit

Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer und

einer Prise Zucker abschmecken.

Weitere leckere Rezepte

mit gesunden Hülsenfrüchten

gibt es auf:

www.muellers-muehle.de.

6 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Nicht nur Gingko

schützt vor Alzheimer

Foto: © Wikipedia

Hopfen und Malz,

Knochen erhalt's

Bier ist dank seines Siliziumgehaltes

gut gegen Osteoporose

Eine frohe Botschaft für alle Bierliebhaber:

Der Gerstensaft ist gut für die Knochen, denn

er enthält ausreichende Mengen an mineralischem

Silizium, um die Knochendichte zu

erhöhen und damit Osteoporose vorzubeugen.

US-Forscher haben über 100 Biere genauer

unter die Lupe genommen. Ergebnis:

Bier, das mit viel Hopfen und viel gemälzter

Gerste hergestellt wird, enthält den größten

Anteil des knochenstärkenden Minerals.

Silizium kommt in Bier als gelöste Kieselsäure

vor. Rund 50 Prozent davon kann der

menschliche Organismus aufnehmen und

verwerten. Damit ist Bier einer der wichtigsten

Siliziumlieferanten in der Ernährung der

westlichen Welt, erklären die Wissenschaftler.

Kieselsäure unterstützt das Wachstum

und die Entwicklung von Knochen und Bindegewebe.

Frühere Studien hatten ergeben,

dass gemäßigter Bierkonsum sogar Osteoporose

bekämpfen kann.

Den höchsten Siliziumgehalt besitzen stark

gehopfte Biere die mit großen Mengen Gerstenmalz

gebraut wurden.

Tipp:

Auch alkoholfreies Bier löscht

den Durst und enthält Silizium

Foto: © Wikipedia

Kaffee enthält viele Stoffe, die

auch vor Demenz schützen

können

Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen

aus den letzten Monaten stützen die Annahme,

dass der regelmäßige Genuss von

Kaffee das Risiko reduzieren kann, an einer

Demenz vom Alzheimer-Typ zu erkranken.

Bereits eine Studie aus dem Jahr 2007 kam

zu der Schlussfolgerung, dass sich aus dem

Kaffeekonsum ein schützender Effekt des

Kaffeekonsums auf das Alzheimer-Risiko ableiten

lässt. Anfang 2009 wurde eine finnische

Studie publiziert, die viel Aufmerksamkeit

fand. An der Langzeit-Untersuchung hatten

mehr als 2.000 Personen teilgenommen. Die

Auswertung der Daten ergab, dass

Kaffeetrinker deutlich seltener an Demenz

erkrankten als diejenigen, die in mittleren

Jahren gar nicht oder nur wenig Kaffee getrunken

hatten. Die stärkste Risikoreduktion

fand sich bei der Gruppe mit mäßigem

Kaffeekonsum (3 bis 5 Tassen täglich). Da

Kaffee einen hohen Gehalt an Antioxidantien

aufweist, könnte hierin eine Erklärung für

seine schützende Wirkung liegen. Kaffee ist

darüber hinaus auch reich an pflanzlichen

Phenolen. Diese scheinen eine sehr gute

Schutzfunktion für Nervenzellen zu besitzen

und uns so vor Alzheimer bewahren zu

können.

Süße Drinks

peitschen

den Blutdruck

hoch

Viele Hersteller von Limos,

Brausen und Süßigkeiten ersetzen

immer häufiger den Rübenzucker

Glukose durch den angeblich

gesünderen Fruchtzucker

Fruktose. Doch Vorsicht:

Fruktose ist keinesfalls gesünder

und kann offenbar den Blutdruck

hochtreiben.

Gewonnen wurden die Daten an 4.528 freiwilligen

Studienteilnehmern – alle über 18 Jahre

alt. Diese Versuchspersonen wurden nach ihrem

Konsum von Fruchtsäften, Soft-Drinks,

Backwaren und Süßigkeiten befragt. Das alarmierende

Resultat: Wer mehr als 74 g Fruktose

pro Tag verputzte, also knapp drei süße

Softdrinks täglich, wies ein deutlich erhöhtes

Risiko für Bluthochdruck auf. Dies berichtete

eine Forschergruppe aus Denver auf dem

Kongress der Amerikanischen Gesellschaft

für Nierenheilhunde. In den letzten Jahrzehnten

stieg der Fruchtzuckeranteil in der Nahrung

außerdem parallel zum Anteil der übergewichtigen

Bevölkerung an. Amerikaner und

wahrscheinlich auch Deutsche verzehren

heute 30 % mehr Fruktose als noch vor

20 Jahren.

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 7

Foto: © Wikipedia


atgeber gesundheit

Serie: Zahngesundheit

Harte Zahnbürsten

reinigen am besten

Zahnarzt: „Härtewahl sollte sich

am Zahnfleisch orientieren“

Foto: © S & D Veralag

Die Putzleistung einer Zahnbürste hängt

entscheidend von ihrer Härte ab. Das berichtet

der Zahnmediziner Stefan Zimmer

von der Universität Witten-Herdecke auf der

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft

für Zahnerhaltung. Er teilte dafür 120 Personen

per Zufall jeweils entweder eine weiche,

eine mittelharte oder eine harte Zahnbürste

zu. Mit dieser mussten sie acht Wochen

lang zweimal täglich die Zähne putzen.

Vorher und nachher untersuchte man die

Probanden auf Zahnbelag und Zahnfleischzustand.

Die Aufgabe, die Kariesauslösenden

Bakterien herunter zu schrubben, erledigte

die harte Bürste am besten. Bei empfindlichem

Zahnfleisch ist allerdings eine

weiche Bürste ratsam.

8 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10

Harte Bürsten könne grundsätzlich jeder

verwenden, der die richtige Putztechnik beherrsche.

Das sei jedoch oftmals nicht der

Fall, gibt Zimmer zu bedenken. „Viele

schrubben horizontal vor und zurück statt

von Rot nach Weiß, außerdem wird meist

viel zu viel Kraft angewandt.“ Das führe auf

Dauer zu kleinen Rillen in den Zähnen, zudem

riskiere man dauerhafte Schädigungen

des Zahnfleisches, das sich zurückzieht und

die Wurzeloberfläche freisetzt. „Wie stark

man schrubbt, kann man leicht selbst ausprobieren.

Am besten, man stellt sich mit

geschlossenen Augen vor eine Küchenwaage

und versucht, mit dem selben Druck die

Zahnbürste niederzuhalten, mit der man

sonst Zähne putzt. Nach dem Augenöffnen

kann man probieren, wie sich 150 Gramm anfühlen“,

rät der Zahnmediziner.

Waren vor 20 Jahren harte Zahnbürsten noch

in Mode, ging man seither zu mittelhart und

in den letzten sechs Jahren zu weich über,

was Zimmer vor allem als Reaktion auf die

besagten Putzdefekte sowie auf Verbesserungen

der Mundhygiene sieht. „Weiche

Bürsten sind heute im Trend und Putzschäden

werden dadurch immer seltener. Allerdings

wollten wir mit unserer Studie in Frage

stellen, ob sich dadurch auch tatsächlich

die Zahnreinigung verbessert hat.“ Wer Probleme

mit dem Zahnfleisch und möglicherweise

auch bereits Putzdefekte an den Zähnen

habe, sei mit der weichen Bürste tatsächlich

gut bedient. „Man muss jedoch wissen,

dass in diesem Fall die Reinigungskraft

geringer ist, was noch sorgfältigeres, längeres

Putzen nötig macht“, so Zimmer.


Serie

Männergesundheit

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

So isst Mann sich gesund

Die „Männerküche“

liefert Wissen und macht

Appetit auf mehr

Foto: © Prof. Dr. Schmitz-Dräger et al.

Die Lebenserwartung von Männern ist deutlich

niedriger als die von Frauen. Zu den

Gründen zählen auch Ernährung und Lebensstil.

Zwar hat sich das Gesundheitsbewusstsein

der Männer in den vergangenen

Jahren stark verbessert, aber immer noch

lässt sich eine Tendenz im Ernährungsverhalten

ausmachen: Männer lieben Steak,

Schnitzel, Curry-Wurst und Bier; Frauen

bevorzugen Salat, Geflügel, Gemüse und Mineralwasser.

Außerdem achten Frauen stärker

auf ihr Gewicht.

Wenn Mann sich gesundheitlich etwas Gutes

tun will, muss er aber nicht auf das Steak

verzichten und nur noch Rohkost essen. Es

gibt wirksamere und abwechslungsreichere

Methoden, die Männergesundheit gezielt zu

verbessern. Manche davon sind auch in der

Öffentlichkeit bereits bekannt. Lycopin zum

Beispiel ist sekundärer Pflanzenstoff, der

vor allem in Tomaten, aber auch in Wassermelonen,

Papayas und Guaven vorkommt.

Männer, die häufig Gerichte mit gekochten

Tomaten genießen, haben ein geringeres

Risiko für aggressiven Prostatakrebs.

Wer auf tierische Fette nicht verzichten

mag, liegt genau richtig, wenn er überwiegend

Fisch statt Fleisch isst. Tatsächlich

wirkt sich das Fischöl fetter Kaltmeerfische

wie Makrele, Lachs und Hering positiv auf

die Herzgesundheit aus.

Diese und viele weitere, eher unbekannte,

aber gut abgesicherte Erkenntnisse über

gesunde Ernährung – speziell für Männer –

hat das Autorenteam des Kochbuchs „Männerküche“

gut lesbar aufbereitet. Die Ernährungswissenschaftlerin

Rebekka Höfer,

die Praxismanagerin Sabine Zaun sowie die

beiden Mediziner Prof. Dr. Bernd Schmitz-

Dräger und Prof. Dr. Thomas Ebert haben

eine umfangreiche Rezeptsammlung aus

der mediterranen und internationalen

Küche zusammengestellt. Ein „Lexikon

der Prävention“ sowie das Kapitel „Warenkunde“

runden den Inhalt ab. Das Buch

macht Appetit auf leckere Gerichte, denn jedes

Rezept ist ansprechend bebildert mit

Fotos von Klaus Hennig-Damasko.

Prof. Dr. Schmitz-Dräger et al.

MännerKüche

Köstliche Anti-Aging-Rezepte für IHN

ISBN: 978-3-932091-99-5

176 Seiten · Preis: 14,90 EUR

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 9


atgeber gesundheit

Serie: Guter Rat aus Ihrer Apotheke

Abwarten und Tee trinken oder Gang zum Arzt?

Teststäbchen zeigen, ob eine ernst zu nehmende, vom Arzt zu behandelde Krankheit vorliegt oder nicht.

Sie fühlen sich schlapp, unwohl und so

richtig antriebslos. Sie haben Schmerzen

beim Wasserlassen und vermehrten Harndrang.

Was könnte es sein? Diese Anzeichen

deuten auf eine Blasenentzündung hin. Mit

Teststäbchen aus der Apotheke können Sie

schnell feststellen, ob die Zahl der Bakterien

im Urin bereits so hoch ist, dass ein Arzt

aufgesucht werden muss.

Leidet man zum Beispiel an häufigem Harndrang

mit Brennen beim Wasserlassen kann

eine Blasenentzündung oder eine Erkältung

der Blase vorliegen. Mit Teststäbchen können

Sie bequem zu Hause feststellen, ob die

Werte in Ordnung sind oder ob die Zahl der

Bakterien im Urin so groß ist, dass doch ein

Arzt aufgesucht werden sollte. Die Anwendung

der Tests ist einfach: Der Teststreifen

wird kurz in den Urin eingetaucht und

binnen kürzester Zeit sieht man am Farbumschlag

ob sich bereits größere Mengen Bakterien

eingenistet haben und eine Infektion

vorliegt oder nicht. Ist das Ergebnis positiv,

sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Ist der Test negativ, kann man die

Beschwerden, sofern sie sich nicht verschlimmern,

mit der Unterstützung seines

Apothekenteams selbst behandeln.

Ihre Apotheke hält für

unterschiedliche

AnwendungenTestsysteme

für Sie bereit.

Lassen Sie sich beraten,

welche Tests für Sie in Frage

kommen.

Staphylokokken

auf der Haut

schützen vor

Entzündungen

Staphylokokken sind kugelförmige Bakterien, die auf unserer Haut

leben. Diese normale Mikroflora der Hautoberfläche übt eine Schutzfunktion

aus. Eine Forschergruppe um Richard Gallo von der „University

of California“ in San Diego konnte nun aufdecken, dass diese

Staphylokokken starke Entzündungen nach Verletzungen eindämmen.

Vor diesem Hintergrund warnen die Forscher einmal mehr davor,

dass übertriebene Hygiene das gesunde natürliche Gleichgewicht der

Mikroflora der Haut zerstört.

Die Sonne beeinflusst nicht nur psychisches

Wohlbefinden, sie hat auch ihre Schattenseiten.

Neben der UV-Strahlung kann

auch die Infrarot-Strahlung der

Haut Schaden zufügen.

Die Forschergruppe um Professor Dr. Jürgen

Lademann von der Berliner Charité hat

10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10

in einer Studie am Menschen bestätigt, dass

infrarotes Licht mit einer Wellenlänge von

700 Nanometern bis 1400 Nanometern (IR-

A) die Haut auf ähnliche Weise wie das UV-

Licht schädigt. Die IR-A-Strahlen dringen in

die Haut ein und beschädigen die Mitochondrien

(Kraftwerke der Zelle). Sie wandeln

die Energie, die beim Umsatz der Nährstoffe

mit Sauerstoff frei wird, in eine für die Zelle

verwertbare Form um. Durch IR-A werden in

der Haut freie Radikale (schädliche Sauerstoffverbindungen)

erzeugt und die körpereigene

Abwehr gegen die schädlichen

Verbindungen gleichzeitig geschwächt. Äußerlich

macht sich das durch einen Verlust

von Bindegewebe bemerkbar: Die Haut verliert

ihre Elastizität, wird spürbar trockener

und entwickelt vorzeitig Falten.

Da IR-A-Strahlen tiefer als UV-Strahlung in

die Haut eindringt, schützen herkömmliche

Sonnencremes nicht gegen IR-A. Spezielle

Antioxidanzien, Stoffe die freie Radikale unschädlich

machen, müssen den Sonnencremes

zugefügt werden, um einen effektiven

Schutz zu bieten.

Ihr Apotheker hält eine Sonnenschutzcreme

für Sie bereit,

die Sie auch vor den gefährlichen

IR-A-Strahlen schützt.


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © Wikipedia

Beim Aufenthalt in der freien Natur

bleiben Insektenstiche nicht aus: Mücken,

Bremsen, Wespen, Bienen – wenn

sie zustechen, gelangen entzündliche

Giftstoffe in das Hautgewebe. Es kommt

zu Schmerzen, Juckreiz, Rötungen und

Schwellungen.

Insektenstichen vorbeugen

In der Apotheke sind verschiedene Mischungen

mit natürlichen ätherischen Ölen

erhältlich die durch ihren für uns angenehmen

Duft lästige Insekten vertreiben. Eine

luftige, durchlässige Kleidung mit langen

Ärmeln und langen Beinen verschafft dem

Körper Kühlung, hält aber die Stacheln

Besser als sein Ruf

Schon in der Steinzeit wurden

er genutzt und auch die Mayas

und Azteken wussten ihn zu

schätzen.

Er wurde von amerikanischen Soldaten mit

nach Europa gebracht und durch amerikanische

Filme der1950er und 1960er Jahre bei

der Jugend populär. Die Erwachsenen dieser

Zeit standen ihm immer kritisch gegenüber.

Die Rede ist vom Kaugummi.

Heute erforschen Wissenschaftler

die Wirkung des Kaugummis.

So fanden sie heraus, dass durch das Mahlen

der Kiefer die Herzfrequenz gesteigert

und damit mehr Sauerstoff und Blut zum Gehirn

transportiert wird. Dies fördert die

Konzentration und die Gedächtnisleistung.

Gleichzeitig hilft das Kauen bei der Stressbewältigung.

Japanische Forscher fanden

heraus, dass die Bewegung wie ein Ventil

Insektenstiche

vieler Plagegeister fern. Wird man von Wespen

Ein Notarzt sollte sofort

und Bienen umschwärmt, sollte man ha-

hinzugezogen werden

stige Bewegungen unbedingt vermeiden. • Wenn eine allergische Reaktion eintritt.

Wespen und Bienen stechen nur zu, um sich Mögliche Anzeichen hierfür sind: Atemnot,

zu verteidigen, wohingegen Mücken stechen,

Juckreiz und Schwellungen am ganzen

um unser Blut zu saugen.

Körper; es besteht die Gefahr einer

Insektenstiche können ganz heftigen Juckreiz

lebensbedrohlichen allergischen Schockpathischen

auslösen, der jedoch mit einem homöoreaktion

Gel aus der Apotheke leicht zu • Bei Insektenstichen im Mund- oder Rachenraum

vermindern ist.

– hier kann es zu Schwellungen

kommen, welche die Atmung behindern

Es kann jedoch in einigen

könnten

seltenen Fällen notwendig sein, In Ihrer Apotheke erhalten Sie

den Arzt aufzusuchen.

Mittel zur Abwehr von Plagegeistern

• Bei Insektenstichen am oder ins Augenlid

und zur Behandlung

kann es vorkommen, dass das Auge in Mitleidenschaft

von Insektenstichen

gezogen wird

• Wenn ein Insektenstich nicht abheilt

oder sich entzündet hat

wirkt, durch das sich innere

Spannungen entladen

können. Um den Zähnen

nicht zu schaden, plädieren

Zahnärzte dafür, sich für zuckerfreie

Varianten zu entscheiden. Dann nützt der

Kaugummi zusätzlich als Zahnpflegemittel,

das die Karies- und Plaquebildung hemmt.

Schließlich regt er den Speichelfluss an und

hindert Bakterien an der Produktion zahnschädigender

Säuren. Eine weitere erstaunliche

Tatsache verkündeten amerikanische

Wissenschaftler: Wer täglich acht Stunden

einen zuckerfreien Kaugummi im Mund hat,

regt seinen Stoffwechsel genügend an, um

in einem Jahr fünf Kilo abzunehmen.

Der neueste Trend sind die

sogenannten Wellness-Gummis.

Sie versprechen viel: Neben gesunden Zähnen

sollen verschiedene andere Zusatzstoffe

auch noch zu mehr Wohlgefühl verhelfen.

Skepsis ist angebracht, denn meist ist der

Anteil der Zusatzstoffe wie etwas Ginseng

Zahl des Monats

Der Mensch besitzt insgesamt 639 Muskeln.

Alleine 40 davon befinden sich im Gesicht und sind für unser

Minenspiel verantwortlich. Der größte Muskel

sitzt im Gesäß. Wir benötigen

ihn zum Gehen, Treppensteigen,

Sitzen und Liebkosen.

oder grüner Tee zu gering, um einen positiven

Effekt auf den Organismus auszuüben.

Meiden sollte man Produkte mit dem Frischhaltemittel

BHA (E320). Der Stoff steht

ebenso wie der Zusatzstoff BHT (E321) in

Verdacht, Allergien auszulösen.

Zuckerfreier Kaugummi

ist somit ein echtes

Gesundheitsprodukt.

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 11

Foto: © fotolia


alternative heilmethoden

Wenn die Haut chronisch erkrankt

Bis zu zehn Prozent aller Deutschen sind betroffen.

Durch die zerstöte Schutzfunktion der Haut

gelingt es vielen Keimen, dort einzudringen.

Das sind meistens Bakterien, können aber

auch Viren und Pilze sein. Diese zusätzlichen

Infektionen verschlimmern die Haut der Betroffenen

zusätzlich.

Die Haut ist trocken und entzündet,

der Juckreiz für die

Betroffenen oft unerträglich.

Neurodermitis ist die häufigste

chronische Hautkrankheit.

Die Entstehung einer Neurodermitis ist vielschichtig.

Wesentlich ist jedoch eine genetische

Veranlagung für die gestörte Hautentwicklung,

ein überreiztes Immunsystem und

eine überempfindliche Reaktion auf Umwelteinflüsse

aller Art.

Auch wechseln Zeiten mit ausgeprägten

Krankheitssymptomen ab mit beschwerdefreien

Perioden. Hautärzte beobachten eine

stete Zunahme der Erkrankungen. Bis heute

gibt es allerdings keinen genauen Aufschluss

darüber, warum das so ist. In der Regel

lässt die Krankheitsaktivität mit zunehmendem

Alter nach. Lediglich 10- 20 Prozent

derjenigen, die als Kind bereits Neurodermitis

hatten, sind als Erwachsene noch davon

betroffen.

12 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10

Die medikamentöse Therapie der Neurodermitis

richtet sich nach dem klinischen

Hautzustand der Patienten. Als Mittel der

Wahl gelten nach wie vor Cortikosteroide,

die dem menschlichen Hormon Cortison

nachempfunden sind und binnen kurzer Zeit

zu einer Besserung des Hautzustandes führen.

Cortikoide wirken antientzündlich. In

der Regel sollte eine örtliche Behandlung

der Haut mit Cortikoiden nicht länger als

vier Wochen andauern. Sonst kann es zu unerwünschten

Nebenwirkungen kommen.

Dazu zählt vor allem eine Verdünnung der

Haut (Atrophisierung).

Eine auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmte

Hautpflege ist neben einer vernünftigen,

medikamentösen Therapie im

akuten Schub, besonders wichtig. Die kranke

Haut muss täglich mit Pflegesubstanzen

versorgt werden! Oft sogar mehrmals am

Tag. Je nach individuellem Hautzustand werden

fetthaltige Salben oder eher feuchtigkeitsreiche

Cremes/Lotionen verwendet. Eine

extrem trockene Haut braucht mehr Fett

als eine mäßig trockene. Eine besondere

Mandelbluten

Herausforderung stellen nässende Hautpartien

dar. Hier sollten Lotionen oder Cremes,

die schnell einziehen, aufgetragen werden.

Für die Basispflege gut geeignet sind

Cremes oder Salben die Nachtkerzenöl, Johanniskrautextrakt,

Zink, Panthenol, Mandelöl

oder Jojobaöl enthalten. Prinzipiell gilt

für die Hautpflege bei Neurodermitis: So

wenig Inhaltsstoffe wie möglich! Dadurch

reduziert sich das Allergierisiko der Betroffenen.

Schlecht vertragen werden beispielsweise

Parfümzusätze, viele Konservierungsmittel

und Farbstoffe sowie Emulgatoren.

Für die tägliche Reinigung der Haut empfeh-


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Nachtkerze

Jojobabluten

len sich ph-neutrale, rückfettende Waschlotionen.

Für den Gang unter die Dusche oder

in die Badewanne eignen sich spezielle, unparfümierte

Ölbäder, die auf der Haut, trotz

des Wassers, eine schützende Fettschicht

hinterlassen.

Das Bleich- und Desinfektionsmittel Natriumhypochlorit,

das nach Angaben von Forschern

der Northwestern University, Chicago,

Illinois, USA, antibakteriell wirkt, könnte

eine Therapieoption für das kindliche Ekzem

sein. Darauf weist eine Studie hin, in

der bei 31 Kindern mit leichter bis schwerer

Neurodermitis und sekundärer bakterieller

Infektion durch regelmäßiges Baden in der

verdünnten Wäschebleiche die Zeichen der

Infektion und die Schwere des Ekzems deutlich

reduziert werden konnten.

Als unterstützende Maßnahme können Kuraufenthalte

in Reizklimaregionen (See,

Hochgebirge) helfen. Auch Solebäder oder

Therapien mit UV-Licht (keine Sonnenbanken)

können in einigen Fällen Linderung

verschaffen. Bei besonders infizierten Hautstellen

haben sich Cremes oder Textilien

mit Mikrosilber bewährt.

Dr. Rolf Eckhardt

Johanniskraut

Fotos: © Wikipedia

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 13


atgeber gesundheit

Biologische

Mittel

gegen

AufmerksamkeitsDefizit-/HyperaktivitätsSyndrom

ADHS

Foto: © Fotolia

Laut Aussage der Kassenärztlichen

Bundesvereinigung leiden

in Deutschland 500.000 Kinder

an ADHS und sie werden hauptsächlich

mit stimulierenden

Amphetaminen (synthetische

Aufputschmittel) behandelt.

Eine medizinisch umstrittene Methode.

Selbst die Politik hat mittlerweile Bedenken,

sollen doch der ehemaligen Staatssekretärin

des Gesundheitsministeriums Marion

Caspers-Merk zufolge die Elf- bis Vierzehnjährigen

in unserem Land inzwischen im

Schnitt häufiger solche Präparate einnehmen,

als Medikamente gegen Erkältung, zur

Fiebersenkung oder Schmerzlinderung.

14 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10

Relativ neu ist ein

Behandlungsansatz mittels

Nährstofftherapie

Eine Gruppe englischer Wissenschaftler um

den Neurowissenschaftler Alex Thiele ließ

Affen Aufgaben lösen, die eine hohe Konzentration

erfordern. Die Affen, die vorab Acetylcholin

erhalten hatten, gingen bei der Lösung

der Aufgabe sehr viel konzentrierter

und damit erfolgreicher vor als die, die leer

ausgegangen waren.

Auch Schülern

hilft Acetylcholin

Dies wurde in einer Studie mit 425 an ADHS

leidenden Schülern deutlich. Nach sechs

Monaten hatte sich die Erinnerungs- und

Merkfähigkeit der Schüler durch die Gabe

von Phosphatidyl-Serin verbessert. Mit Hilfe

von Phosphatidyl-Serin ist der menschliche

Körper in der Lage Acetylcholin in ausreichender

Menge selbst herzustellen. Selbst

wenn ADHS sicherlich keine Mangelerkrankung

im klassischen Sinne ist, gibt es bei den

betroffenen Kindern doch einen offensichtlichen

Zusammenhang zwischen der ADHS

Diagnose und Mikronährstoffmangel.

Studien an der Universität Oxford und der

Universität von Südaustralien haben gezeigt,

dass die tägliche Gabe von Omega-3-Fettsäure

die Symptome der Hyperaktivität gegenüber

einer Kontrollgruppe nach einigen

Wochen stark reduziert hat und eine Verbesserung

der Leistungen in Lesen, Schreiben

und Verhalten nach 3 Monaten Behandlung

festgestellt wurde. Ebenfalls wird empfohlen,

den Konsum von Lebensmitteln mit

hohem Zuckergehalt zu vermeiden und

möglichst eiweißhaltige, vitamin- und kohlenhydratreiche

Nahrung zu verzehren.

An ADHS erkrankt zu sein bedeutet jedoch

nicht, im Leben keinen Erfolg zu haben. Viele

berühmte Künstler und Wissenschaftler

litten an ADHS und haben Großes vollbracht.

Hier eine kleine Auswahl: Albert Einstein,

Ludwig van Beethoven, Cher, Leonardo da

Vinci, Walt Disney, Isaac Newton und noch

viele mehr.

Ihr Apotheker informiert Sie

fachkundig über Nahrungsergänzungsmittel

zur Steigerung

der Konzentrationsfähigkeit


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

kurzgemeldet

Fruchtbarkeitsstörung

als Berufskrankheit?

Foto: © Fotolia

Mädchen

gehen oft mit

Schmerzen

zur Schule

Sie sind gereizt, können schlecht schlafen

und klagen über Schmerzen: Jeder dritte

Schüler in Deutschland berichtet von regelmäßigen

Stress-Symptomen. Nach einer

DAK-Studie sind vor allem Mädchen betroffen.

40 % der Schülerinnen haben mehrmals

in der Woche psychosomatische Beschwerden.

Das zeigt eine aktuelle Befragung von

4.500 Jungen und Mädchen im Alter von zehn

bis 21 Jahren, welche die Universität Lüneburg

im Auftrag der Krankenkasse an 15

Schulen in vier Bundesländern durchgeführt

hat.

Bei den Beschwerden werden Einschlafprobleme

(22 %) und Gereiztheit (21 %) am

häufigsten genannt. Kopfschmerzen und

Rückenschmerzen geben jeweils rund 16 %

der Befragten an. Über Niedergeschlagenheit

klagen 14 %. Es folgen Nervosität (11 %),

Schwindelgefühle (9 %) und Bauchschmerzen

(8 %). Jeder zehnte Schüler berichtet,

dass er sogar täglich zwei oder mehr Beschwerden

hat.

Mädchen berichten

häufiger über

Gesundheitsbeschwerden

So berichten Mädchen mit 38,2 % fast

doppelt so häufig wie Jungen (21,3 %) von

psychosomatischen Beschwerden. Bei einzelnen

Symptomen ist der Unterschied noch

gravierender. Während zum Beispiel 25,3 %

der Mädchen über Kopfschmerzen klagen,

sind es bei den Jungen lediglich 8,4 %. Vor

allem in der Pubertät und beim Übergang in

den Beruf treten die körperlichen und psychischen

Probleme besonders häufig auf.

Bei Mädchen steigen die Beschwerden ab

dem 15. Lebensjahr kontinuierlich an, während

sie bei Jungen ab dem 12. Lebensjahr

nicht weiter zunehmen.

Weniger Kopf- und Rückenschmerzen

bei Gymnasiasten

An der aktuellen Befragung haben sich insgesamt

4.482 Schüler von drei Haupt- und

Realschulen, drei Gesamtschulen, vier Gymnasien

und fünf Berufsschulen beteiligt. „In

allen Schulformen berichten Mädchen deutlich

häufiger als Jungen von Beschwerden“,

erklärt Projektleiterin Anica Richardt von

der Universität Lüneburg. „Aber Gymnasiastinnen

geben insgesamt seltener an, unter

psychosomatischen Beschwerden zu leiden.

Dieser Unterschied wird besonders bei

Kopf- und Rückenschmerzen deutlich.“

Neue Daten weisen darauf hin,

dass Friseur-Chemikalien den

Eierstöcken schaden können.

Färbe- und Bleichmittel, Methacrylate …

An kaum einem Arbeitsplatz sind Menschen

einer solchen Vielfalt von Chemikalien ausgesetzt

wie im Friseursalon. Norwegische

Ärzte verglichen die „reproduktive Gesundheit“

von 221 Friseurinnen mit Frauen in anderen

Berufen. In der Gruppe der Haarkünstlerinnen

verzeichnete man deutlich

erhöhte Risiken für Unfruchtbarkeit bzw.

spontane Fehlgeburten, wie Privatdozent

Dr. Georg Griesinger vom Kinderwunschzentrum

im Universitätsklinikum Lübeck

berichtete.

Haarfärbemittel auf

Pflanzenbasis erhalten Sie

in Ihrer Apotheke und

Beratung gibt’s

kostenlos dazu.

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 15


Juli 2010

28 Montag Juni 05 Montag

12 Montag

19 Montag

26 Montag

29 Dienstag Juni 06 Dienstag

13 Dienstag

20 Dienstag

27 Dienstag

30 Mittwoch Juni 07 Mittwoch

14 Mittwoch

21 Mittwoch

28 Mittwoch

01 Donnerstag Juli 08 Donnerstag

15 Donnerstag

22 Donnerstag

29 Donnerstag

02 Freitag

09 Freitag

16 Freitag

23 Freitag

30 Freitag

03 Samstag

10 Samstag

17 Samstag

24 Samstag

31 Samstag Juli

04 Sonntag

11 Sonntag

18 Sonntag

25 Sonntag

01 Sonntag August

16 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 | 10

Foto: © Fotolia


Naturheilkunde & Gesundheit • Exklusiv aus Ihrer Apotheke

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 17


atgeber gesundheit

Universal einsetzbares Naturprodukt

Die Entdeckung des Grapefruitkernextraktes (GK-Extrakt) wird

in der Literatur als „biologische Sensation“ beschrieben. Das

macht neugierig! Nach dem Studium der Literatur gesellt sich

zur Neugier berechtigte Hoffnung, im GK-Extrakt ein unschädliches

Mittel gefunden zu haben, das sich als wirksam erweist

gegen eine ganze Reihe schädlicher Bakterien, Viren und Pilze.

Positive

Behandlungsergebnisse

Es zeigte sich, dass das Wirkungsspektrum

weitaus größer ist als angenommen. Es

klingt beinah zu schön um wahr zu sein: GK-

Extrakt ist eine natürliche Substanz, die erstaunliche

Wirksamkeit bei den verschiedensten

Erkrankungen zeigt. So besserten

sich Halsschmerzen, auch Angina und Kehlkopfentzündung,

schon nach kurzer Behandlung

mit nur 5 Tropfen Extrakt auf ein Glas

Wasser. Je nach Schweregrad der Erkrankung

kann unbesorgt mehrere Male am Tag

gegurgelt werden. Sind bei Schnupfen die

Nasennebenhöhlen in Mitleidenschaft gezogen,

sind Nasenspülungen mit einem Zusatz

des Extraktes sinnvoll. Zur Vorbeugung

gegen Erkältung nimmt man GK-Extrakt zur

Anregung des Immunsystems ein, dreimal

täglich 5 Tropfen für ca. 6 Wochen.

18 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10

Ein weiterer Anwendungsbereich sind Magen-

und Darmerkrankungen durch Salmonellen

oder E. Coli-Bakterien. Bei einer

vergleichenden Studie zeigte sich, dass das

Mittel auch gegen Reisediarrhö hilft. Diejenigen,

die GK-Extrakt vorbeugend eingenommen

hatten, klagten über keinerlei

Be- schwerden, im Gegensatz zur Kontrollgruppe,

die ständig an Durchfall litt.

GK-Extrakt sagt Pilzen

den Kampf an

Ein gesunder Organismus ist in der Lage mit

Pilzen fertig zu werden. Doch wenn die Immunabwehr

geschwächt oder die Darmflora

gestört ist, siedeln sich krankmachende

Pilze an.

Viele Menschen wissen nicht, dass sie an einer

Pilzerkrankung, leiden, denn die Sym-

ptome sind vielfältiger Art. Therapeuten

empfehlen eine einschleichende, behutsame

Dosis: Täglich dreimal 2 Tropfen in der

ersten Woche, zweimal 5 Tropfen in der darauf

folgenden und dreimal 10 Tropfen in der

dritten Woche. Diese letzte Dosierung gilt

für weitere vier Wochen. Bei Mykosen im

Dünndarm empfiehlt sich eine etwas stärkere

Dosierung über einen Zeitraum von ca.

6 Wochen. Die natürliche Darmflora wird

durch dieses Mittel so gut wie nicht angegriffen.

Die Behandlungsdauer von Candida-

Mykosen richtet sich nach Art und Schwere

des Befalls und sollte mit einem Therapeuten

abgesprochen werden.

GK-Extrakt für die

äußere Anwendung

Gk-Extrakt eignet sich in verdünnter Form

(keinesfalls pur anwenden!) auch für die


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © Wikipedia

GK-Extrakt, das ideale

Desinfektionsmittel?

Nicht nur zur Desinfektion von Gegenständen

und Flächen auch für die des Bades und

der Toilette eignet sich GK-Extrakt. 20-50

Tropfen Extrakt in einem Eimer Putz- oder

Abwischwasser bieten Schutz vor krankmachenden

Mikroorganismen.

Auch kleinere Hautverletzungen sind gut mit

diesem Mittel zu desinfizieren. Dazu den

Extrakt mit Wasser verdünnen und auf die

Wunde träufeln.

äußere Hautbehandlung. Etwas sollte beachtet

werden: Lösungen aus mit Wasser

verdünntem Extrakt sind nicht lange haltbar,

deshalb erst vor der Einnahme oder Anwendung

verdünnen. Ebenso wird geraten, bei

ganz bestimmten Hautirritationen, vornehmlich

bei trockener Haut, den Extrakt

mit einem guten Körperöl zu verdünnen.

Hautpilze, oftmals hartnäckig wieder aufflackernd,

werden mit verdünntem GK-Extrakt

(Verdünnung 1:20) über einen längeren

Zeitraum zweimal täglich äußerlich behandelt.

Ebenso lästig wie hartnäckig sind

Fußpilze, deren Ansteckungsgefahr in

Schwimmbädern nicht unterschätzt werden

sollte. Juckreiz, Rötung, weißliche Beläge,

Hautabschuppung und Risse zwischen den

Zehen, auch an den Fußsohlen, sind typische

Anzeichen für eine Pilzinfektion. Je früher

die Behandlung, je besser! Ausdauer ist nun

angesagt, denn nur so können die Pilze erfolgreich

und auf Dauer abgetötet werden.

Was tun, wenn der Pilz sich nicht nur auf der

Haut, sondern auch auf dem Zehennagel

breitgemacht hat? Selbst bei dieser hartnäckigen

Nagelerkrankung hat sich die im Verhältnis

1:20 verdünnte Lösung, zweimal täglich

aufgetragen, als erfolgreich erwiesen.

Doch auch hier ist Geduld vonnöten: Es gibt

kein wie auch immer geartetes Mittel, welches

das Übel von heute auf morgen beseitigt.

Zweckmäßigerweise soll die befallene

Nagelfläche einmal pro Woche angeschliffen

werden, später genügt dies einmal pro

Monat. Damit die Behandlung von Erfolg

gekrönt wird, ist wie bei jedem Pilzbefall

Geduld und eine regelmäßige Anwendung

erforderlich.

GK-Extrakt in der Forschung

Die erstaunlichen Ergebnisse bestätigte

unter anderen auch das bekannte Institut

Pasteur in Paris und so begannen Wissenschaftler

und Ärzte diesen Extrakt auch in

der Praxis einzusetzen. Die Erfahrungen

waren positiv – obwohl man immer noch

nicht genau um den exakten Wirkungsmechanismus

der Substanz weiß.

Literatur:

„Grapefruitkern Extrakt, das biologische Wundermittel“

Autor: Jens Meyer-Wegener

erschienen 1997 im Mosaik-Verlag, ISBN 3-576-11057-7

von Hildegard

Willms-Beyàrd

Gesundheitsberaterin

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 19


alternative heilmethoden

Ausreichende Vitamin- und

Mineralstoffversorgung ist wichtig

Schwangerschaft

Der Bedarf an essentiellen Mikronährstoffen

wie Folsäure, Jod, Eisen, Kalzium

und Magnesium ist während der

Schwangerschaft besonders hoch. Frauen,

die sich Kinder wünschen oder bereits

schwanger sind, sollten sich daher

besonders ausgewogen und vollwertig

ernähren.

Die Versorgung mit den Hauptnährstoffen Eiweiß, Kohlenhydraten

und Fett gestaltet sich normalerweise unproblematisch.

Problematischer ist die Deckung des Mehrbedarfs

an Vitaminen und Mineralstoffen, die durch eine

sehr abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung annähernd

möglich ist“, meint der Präsident des Berufsverbandes

der Frauenärzte, Dr. Christian Albring. Die Ernährung

sollte aus einer gesunden und vollwertigen Kost

bestehen, die reich an frischem Obst und Gemüse, komplexen

Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Milchprodukten

und mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist. Der Bedarf in

der Schwangerschaft an Nährstoffen wie Folsäure, Jod

und oftmals auch Eisen kann trotz gesunder Ernährung

oft nicht gedeckt werden. „Diese Nährstoffe sollten dann

ergänzend hinzugefügt werden, damit es zu keiner Unterversorgung

kommt“, rät der Frauenarzt.

Folsäure, Jod und Eisen sind für die gesunde Entwicklung

des Babys von großer Bedeutung. Folsäure wird zur

Schließung des Rückens benötigt, beugt Fehlbildungen

vor und sollte schon im Vorfeld der Schwangerschaft

und zumindest im ersten Schwangerschaftsdrittel ergänzt

werden. Jod spielt eine zentrale Rolle bei der Bildung

der Schilddrüsenhormone von Mutter und Kind. Eine

ausreichende Eisen-Versorgung ist notwendig, um

die gesteigerte Blutbildung zu gewährleisten. Daneben

sollte auch auf die Zufuhr von Magnesium und Kalzium

geachtet werden. Schwangere haben durch das Wachstum

des Fetus und der Plazenta einen erhöhten Magnesiumbedarf.

Kalzium und auch Vitamin D sind für den

Knochenaufbau wichtig. Omega-3-Fettsäuren, die in

Pflanzenölen und fettem Seefisch enthalten sind, sind

für die Entwicklung des Zentralnervensystems und des

Sehvermögens des Kindes wichtig.

Foto: © Fotolia

Die Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln jedoch

sollte am besten immer zusammen mit dem Gynäkologen

erfolgen. Gerade während der Schwangerschaft

müssen bestimmte Dosierungsmengen beachtet werden“,

rät Dr. Albring abschließend.

20 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Sonnenbrand,

Quallenfeuer und Co.

Die richtige Reiseapotheke kann helfen

Das ganze Jahr freut man sich auf Sommer,

Strand und Sonne satt. Doch oft wird vor lauter

Urlaubsglück schnell vergessen, das lang

ersehnte Sonnenbad rechtzeitig zu beenden.

Die Folge: Trotz Sonnencreme ist die

Haut gerötet und juckt. Neben Sonnenschäden

birgt der Urlaub weitere Risiken für die

Haut. Die Dermatologin Dr. Gisela Heyer

kennt so manches aus ihrer Praxis. Sie rät,

neben den Präparaten gegen Magen-Darm-

Beschwerden, Schmerz- und Fiebermitteln

unbedingt auch Produkte zur Behandlung

von Hautreizungen in die Reiseapotheke zu

packen.

Kühles für die heiße Haut

Bei Sonnenbrand sind kühlende Gele genau

das Richtige für die Haut. Sie kühlen und lindern

die Schmerzen. „Insektenstiche, Sonnenbrand

oder der Kontakt mit Quallen verursachen

im Körper eine Ausschüttung von

Histaminen, die zu Rötung, Schwellung und

Juckreiz führt. Ideal sind daher Produkte mit

einer antihistaminen Wirkung. Schmerzen

und Juckreiz werden so verhindert oder wenigstens

vermindert“, erklärt die Dermatologin.

Transport:

• Medikamente trocken und kühl

aufbewahren.

• Gepolsterte Thermotaschen schützen

vor Temperaturschwankungen und

Stößen.

Aktuelle Einfuhrbestimmungen:

• Für das Urlaubsland finden sich immer

aktuelle Richtlinien beim Auswärtigen

Amt unter: www.diplo.de

Handgepäck im Flugzeug:

Die aktuellen Regelungen unter „Info

und Service“ auf www.lufthansa.com

Foto: © Bonsana AG

Sonnenbrille schützt

Kinderaugen

Besonders Augen von Babys

brauchen starken Schutz vor UV-Licht

Eltern vernachlässigen oft die Gefahr, die

von UV-Strahlung für die Augen ihrer Lieblinge

ausgeht. Eine aktuelle britische Studie

zeigt, dass drei von vier Elternpaaren die Gesundheit

des Nachwuchses gefährden, weil

sie ihre Kinder ohne geeignete Sonnenbrille

grellem Licht aussetzen. Aber auch jene Eltern,

die Kinder-Sonnenbrillen kaufen, vernachlässigen

oft den Gesundheitsaspekt.

Die Hälfte achtet zuerst auf den Preis und

erst danach auf den UV-Schutz, den die Brille

bietet. Nasenfahrräder ohne UV-Filtersorgen

dafür, dass sich die Pupillen weiter

öffnen und noch mehr UV-Strahlung ins

Auge gelangt.

Neben der Haut reagieren gerade die Augen

darauf sehr empfindlich.

Tipps für den optimalen

Sonnenschutz:

Bei Schatten, sonnengerechter Kleidung

und einer guten Sonnenbrille gehen Sie

kaum ein Risiko ein. Besonders gefährdet

sind jedoch Säuglinge. Sie sind der UV-

Strahlung praktisch schutzlos ausgeliefert

und dürfen daher nicht in die direkte Sonne.

Schutz bieten hier vor allem sonnengerechte

Kleider und Aufenthalt im Schatten. Aber

Vorsicht, auch unter dem Sonnenschirm

können Sie sich ohne Sonnenschutz einen

Sonnenbrand holen.

Gesund unterwegs –

mit Reisestrümpfen

Stützstrümpfe unterstützen die Venen

bei ihrer Arbeit. Und das haben nach

einer Umfrage zufolge bereits 16 %

der Frauen erprobt.

Foto: © Belasana

„Komm gesund zurück!“ Dieser Wunsch ihrer

Lieben begleitet Reisende im Sommer

in viele Länder. Doch ganz egal, wohin die

Reise geht und egal ob mit Bus, Bahn, Auto

oder Flieger: Gesünder reist es sich mit

Stützstrümpfen. Langes Sitzen ermüdet die

Venen, daher sind lange Autofahrten für die

Beine genauso anstrengend wie der Urlaubsflug.

Wenn es die Venen nicht schaffen,

das Blut zum Herzen zu pumpen, kommt es

zu einem Blutstau und die Beine schwellen

an. Auch können gefährliche Reisethrombosen

die Folge sein.

Hochwertige und modische

Stützstrümpfe, die nicht

angepasst werden müssen,

gibt es in der Apotheke.

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 21


themen

des

monats

Foto: © Fotolia

Vitamin D

und Kalzium

Nur zusammen gegen

Osteoporose stark

Der Vorteil von Vitamin D und Kalzium zur

Vorbeugung und Therapie der Osteoporose

wird schon seit langem diskutiert. Laut aktueller

Untersuchungen ist nur die Kombination

aus beiden Nährstoffen in der Lage,

bei älteren Menschen Knochenbrüchen vorzubeugen.

Insgesamt sieben Studien mit mehr als

68.000 Teilnehmern werteten Wissenschaftler

um Bo Abrahamsen von der Universität

Gentofte in Kopenhagen aus, um den Zusammenhang

zwischen Vitamin-D-Gabe bzw.

der Gabe von Vitamin D und Kalzium herauszufinden.

Wie sie im „British Medical Journal“

schreiben, war die alleinige Gabe von

Vitamin D in Mengen von 10 oder 20 μg pro

Tag nicht in der Lage, Knochenbrüchen vorzubeugen.

Einen Schutz bot nur die Kombination

aus Vitamin D und Kalzium (1000 mg

pro Tag). Durch sie ließ sich das Risiko um

16 Prozent senken.

Obwohl in den Studien die Häufigkeit von

Knochenbrüchen insgesamt niedrig war, bedeutet

die 16-prozentige Risikosenkung für

die von einem Knochenbruch Betroffenen

einen erheblichen Verlust an Lebensqualität,

der mit nur einer kleinen Tablette täglich

vermeidbar gewesen wäre.

Ab wann aufs

Töpfchen?

Wissenschaftler haben den

besten Zeitpunkt ausfindig gemacht,

um von der Windel aufs

Töpfchen bzw. die Toilette zu

wechseln.

Kinder, die zu spät sauber werden, haben

demnach häufiger Probleme mit Bettnässen.

Etwa 10 % der Kinder zwischen 4 und

15 Jahren sind nachts nicht zuverlässig trokken.

An einer im Journal of Pediatric Urology

(Zeitschrift für Kinderurologie) veröffentlichten

Studie nahmen 150 Kinder teil. Die

Forscher fanden heraus, dass es bei Kleinkindern,

die erst nach 32 Monaten lernten,

aufs Töpfchen oder auf die Toilette zu ge-

hen, später häufiger zu Bettnässen und anderen

Formen der Inkontinenz kam als bei

Kindern, die zwischen dem 24. und dem

32. Monat „sauber“ wurden. Die Methode

wie die Kinder von den Windeln entwöhnt

wurden spielte dabei eine geringere Rolle

als der richtige Zeitrahmen.

„Damit haben Eltern einen Leitfaden an der

Hand, wann sie ihr Kind an die Toilette gewöhnen

sollten“, erklärt Studienleiter Joseph

Barone vom Robert Wood Johnson University

Hospital in New York. Druck sei fehl

am Platze, doch ein vorsorgliches Verhalten

und ein spielerisches Heranführen vor dem

32. Monat sei durchaus angebracht.

22 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10


Natur pur für das

Immunsystem

Die Milch, die in den ersten Stunden nach

der Geburt in der Milchdrüse produziert

wird, hat die Aufgabe, das noch unausgereifte

Immunsystem aufzubauen und das

Neugeborene vor Infektionen zu schützen.

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

kurzerklärt

Foto: © Flominator

Es ist das älteste Nahrungsmittel,

dennoch ist Colostrum noch

wenig bekannt oder geriet in

Vergessenheit.

Die Immunglobuline, Wachstumsfaktoren,

antibakterielle Substanzen sowie Vitamine

und Mineralstoffe aus der Rindererstmilch

sind für den menschlichen Verzehr

nach sorgsamer Aufbereitung geeignet

und bieten eine optimale Unterstützung

des natürlichen Immunsystems, wie

eine in Italien durchgeführte Studie

eindrucksvoll zeigen konnte. Colostrum

bedeutet 100 % Natur, ohne Zusätze von

Chemie und hilft auf natürliche Weise

das Immunsystem zu unterstützen. Denn

wenn die Abwehrkräfte optimal funktionieren,

kann uns kein Virus oder Bakterium

etwas anhaben.

Phytos sind

beliebt

Die Deutschen schätzen pflanzliche

Arzneimittel. Das ergab

eine aktuelle Umfrage unter

Apothekenkunden.

Über die Hälfte der mehr als 1000 Befragten

haben bereits pflanzliche Arzneimittel eingenommen.

64 Prozent von ihnen nehmen

sie zur Behandlung von Erkältungen, 53 Prozent

zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten.

Auch Magen- oder Verdauungsbeschwerden

behandeln viele Patienten mit pflanzlichen

Medikamenten (41 Prozent). Beliebt sind

die Phytos wegen ihrer guten Verträglichkeit,

der geringen Nebenwirkungen und ihrer

milden Wirksamkeit. Ein gutes Viertel

der befragten Phytopharmaka-Nutzer rich-

Foto: © Schizoschaf

tet sich nach der Empfehlung eines Apothekers;

Frauen fragen öfter um Rat als Männer.

Ein Fünftel folgt dem mündlichen Rat des

Arztes. 14 Prozent haben ein Grünes Rezept

vom Arzt bekommen.

Ihr Apotheker kennt sich mit

Heilpflanzen bestens aus und

berät Sie fachgerecht.

Die 10-prozentige Salbe basiert auf grünem

Tee (Camellia sinensis) und erhielt

die Zulassung vom Bundesinstitut für Arzneimittel

und Medizinprodukte. In den

Zulassungsstudien mit rund 400 Patienten

mit Genitalwarzen konnten bei

61 Prozent der Patienten eine komplette

Abheilung der Warzen erreicht werden.

Foto: © A. Kübelbeck

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 23


atgeber gesundheit

Wassersport

kann auf

die Ohren gehen

Die Klasse 10b der Hauptschule

wollte sich mit ihren Lehrern

einen schönen und vergnügten

Tag an der „Blauen Lagune“,

einer Freizeitanlage an einem

Baggersee am Niederrhein

machen. Angesagt waren der

Klettergarten, die Wakeboardanlage

und die beiden Wasserskiseilbahnen.

Foto: © S & D Verlag

Auch Fynn E. (Name geändert) wollte den

Mädels in seiner Klasse zeigen, was für ein

toller Hecht er beim Wakeboarden und Wasserskilaufen

ist. Natürlich wollte er auch

nicht hinter den anderen Jungs seiner Klasse

zurückstehen und versuchte sich in gewagten

Fahrmanövern. Plötzlich passierte

es, bei einer rasanten Kurvenfahrt verlor er

den Halt und stürzte bei voller Fahrt Kopf

über ins Wasser.

Als er wieder auftauchte spürte er einen

Schmerz und einen Druck im linken Ohr. Die

Stimmen und Geräusche um ihn herum klangen

auf einmal als hätte er Watte im Ohr.

Wieder am Ufer angelangt ging er zu seinem

Lehrer, schilderte die Probleme und der

Pädagoge schloss richtig, dass das Trommelfell

des linken Ohres beschädigt sein könnte.

Der Lehrer brachte ihn sofort zu einem

Hals-Nasen-Ohren-Arzt, der einen kleinen

Riss im Trommelfell diagnostizierte. Er

brauchte nicht genäht werden und Fynn

konnte nach einer ambulanten Behandlung

von seiner Mutter beim Arzt abgeholt werden.

Er bekam Medikamente gegen die

Schmerzen und nach zwei Wochen Schulfrei

war der Riss im Trommelfell wieder zugewachsen.

Foto: © Wikipedia

Das Trommelfell ist ein nur 0,3 Millimeter

dünnes Häutchen, das den äußeren Gehörgang

gegen das Mittelohr abschließt und die

Schallwellen von Außen auf die Gehörknöchelchen

überträgt. Dieses empfindliche

„Organ“ wird von Menschen jedoch oft großen

Gefahren ausgesetzt. Zum, oft unnötigen,

Reinigen des äußeren Gehörgangs werden

vielfach Haar- oder Büroklammern,

Schlüssel und andere harte und teils scharfkantige

Werkzeuge benutzt. Auch die vielfach

eingesetzten Wattestäbchen sind nicht

ungefährlich für das Trommelfell. Werden

die Wattestäbchen zu tief in den Gehörgang

eingefügt, kann das Trommelfell beschädigt

werden.

Mittel zur schonenden Reinigung

des äußeren Gehörgangs

hält Ihr Apothekenteam für Sie

bereit. Lassen Sie sich beraten.

24 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 25


atgeber gesundheit

Foto: © S&D Verlag

Übergewicht

ist Vorteil bei

manchen Herzleiden

Übergewicht kann unter Umständen auch

ein Vorteil sein. Bei älteren Herzpatienten,

die mit Katheter behandelt werden, verlängert

es die Lebenszeit. Das berichten Kardiologen

der Universitäten Halle-Wittenberg

und Stanford.

Dicke Senioren mit Katheter

leben länger

Die Forscher werteten Daten von 1.800 Patienten

aus nach einer Stent-Einpflanzung.

Ein Stent ist ein Stützgitter zur Offenhaltung

einer verengten Arterie. Es wurde beobachtet,

dass Patienten mit einem Body-Mass-Index

(BMI) über 25 wesentlich häufiger über-

lebten als Normalgewichtige. Dieser Effekt

zeigte sich jedoch nur bei Menschen über 65

Jahren. Trotzdem gilt Übergewicht mit seinen

Folgen wie hoher Blutzucker, Blutdruck

und ungünstige Blutfettwerte weiter als

wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-

Erkrankungen.

Eine rettende Maßnahme dürfte allerdings

die verbesserte Erstdiagnostik beim Hausarzt

sein. „Je eher eine Herzinsuffizienz

(Herzschwäche) oder Pumpstörung entdeckt

und fachgerecht behandelt wird, umso

wirkungsvoller lässt sich verhindern, dass

sich das Krankheitsbild verschlechtert und

sich die Lebenserwartung verkürzt“, erklärt

Christiane Angermann von der Universitätsklinik

Würzburg. Drei Mio. Menschen leiden

allein in Deutschland an Herzinsuffizienz.

Bei ebenso vielen ist die Pumpleistung des

Herzmuskels gestört, doch wissen sie aufgrund

der Beschwerdefreiheit oft nichts von

ihrer Herzkrankheit. Zu den typischen Vorzeichen

einer Herzschwäche gehören geschwollene

Beine, Atemnot, Herzklopfen,

schnelle Erschöpfung bei körperlicher Belastung

und häufiger nächtlicher Harndrang.

Diese Symptome können jedoch auch auf

ein Lungenleiden oder auf Krampfadern

deuten, weshalb die frühe ärztliche Abklärung

wichtig ist.

Habe ich eine Herzschwäche?

Fragen 1 bis 8

Foto: © S&D Verlag

Bekommen Sie schnell Atemnot, wenn Sie

z. B. zum Bus rennen oder eine Treppe hochlaufen?

Oder müssen Sie nachts häufig

Wasserlassen? Dann machen Sie nicht den

Fehler, die Beschwerden vorschnell als unvermeidbare

Alterserscheinung abzutun.

Möglicherweise steckt eine Herzschwäche

dahinter, die sich evtl. wirkungsvoll behandeln

lässt.

Eine Herzschwäche ist eine Erkrankung, die

in fortgeschrittenen Stadien zu schweren

Beeinträchtigungen führen kann. Ob bei

Ihnen persönlich Zeichen vorhanden sind,

die auf eine Herzschwäche z. B. im frühen

Stadium hinweisen, können Sie hier testen.

26 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10

Ermüden Sie rasch?

❑ Ja ❑ Nein

Befällt Sie immer wieder Atemnot – bei

Belastung oder auch schon in Ruhe?

❑ Ja ❑ Nein

Erwachen Sie nachts mit Atemnot?

❑ Ja ❑ Nein

Haben Sie einen erhöhten Blutdruck oder

haben Sie einen Herzinfarkt erlitten?

❑ Ja ❑ Nein

Müssen Sie nachts häufig Wasserlassen?

❑ Ja ❑ Nein

Beträgt Ihr Puls mehr als 90 Schläge pro

Minute?

❑ Ja ❑ Nein

Ist Ihnen angenehmes Schlafen nur in

halb sitzender Position – eventuell mit

vielen Kissen – möglich?

❑ Ja ❑ Nein

Haben Sie Wasser in den Beinen

und/oder haben Sie an Gewicht zugenommen

ohne mehr zu essen?

❑ Ja ❑ Nein

Empfehlung: Wenn Sie mehr als zwei Fragen

mit „Ja” beantwortet haben, sollten Sie

Ihren Arzt aufsuchen und ihn auf das Thema

Herzschwäche ansprechen.

Tipp: Wenn Sie daran interessiert sind, wie

man sein Herz möglichst gesund hält, dann

abonnieren Sie doch den kostenlosen Newsletter

der Deutschen Herzstiftung unter

www.herzstiftung.de.

Quelle: Schweizerische Herzstiftung


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Medikamente

können den Blutdruck steigern

Verschiedene rezeptfreie Arzneimittel können

die Wirkung blutdrucksenkender Wirkstoffe

verringern. Dazu zählen zum Beispiel

einige Schmerzmittel, sogenannte „Grippemittel“

und einzelne Abführmittel.

„Wer erhöhte Blutdruckwerte hat oder Blutdrucksenker

einnimmt und weitere Medikamente

braucht, sollte immer seinen Apotheker

darüber informieren. Das gilt besonders

bei rezeptfreien Arzneimitteln, von deren

Einnahme der Arzt oft

nichts weiß“, erläuterte

Apotheker Dr. Eric Martin

bei der Pharmacon,

einer internationalen Fortbildungswoche

der Bundesapothekerkammer.

Die meisten rezeptfreien

Schmerzmittel können

bei regelmäßiger oder

hochdosierter Einnahme

die Blutdruckwerte um 3

bis 4 Einheiten steigern.

Es ist nie zu spät, einen

erhöhten Blutdruck zu senken.

Bluthochdruck (Hypertonie) tut nicht weh,

sondern zeigt sich oft erst durch Folgeschäden.

Mit der Senkung erhöhter Blutdruckwerte

sinkt die Gefahr für Schlaganfälle,

Herzinfarkte, Nierenschäden und weitere

Krankheiten. Etwa jeder zweite Bundesbürger

über 60 Jahren leidet an Bluthochdruck.

Schon dieser leichte Anstieg vergrößert

langfristig das Risiko für Folgeschäden wie

z. B. einen Schlaganfall oder Herzinfarkt. Besonders

hoch ist diese Wechselwirkung unter

anderem bei den rezeptfreien Wirkstoffen

Ibuprofen oder Naproxen.

Foto: © S&D Verlag

Patienten mit erhöhten Blutdruckwerten

sollten auch keine sogenannten „Grippemittel“

einnehmen. Besser ist es, die verschiedenen

Erkältungssymptome, soweit

möglich, örtlich zu behandeln.

Abschwellende Nasensprays

stören den Blutdruck

nicht. Salzartige

Abführmittel wie Glaubersalz

können bei einer

Überdosierung ebenfalls

einen Blutdruckanstieg

verursachen. Besser verträglich

sind hier Abführmittel

mit Quellstoffen.

Auch über 80-Jährige profitieren bereits von

einer moderaten Blutdrucksenkung: Sinken

ihre bislang erhöhten Blutdruckwerte um 15

Einheiten, verringert dies die Gesamtsterblichkeit

um ein Fünftel. Das zeigte eine Studie

mit gut 3.800 Menschen über 80 Jahren.

Auch die Häufigkeit von Folgeerkrankungen

wie Schlaganfällen oder Herzschwäche ließe

sich um die Hälfte senken.

„Wer lange und gesund leben will, sollte seinen

Bluthochdruck auch im hohen Alter behandeln

lassen. Deshalb keine Angst vor

Blutdrucktabletten, sie können das Leben

verlängern“, sagte Prof. Dr. Jürgen Scholze

von der Charité-Universitätsmedizin Berlin.

kurzgemeldet

Weniger Kochsalz und mehr

Kalium senken den Blutdruck

Die Einschränkung des Kochsalzkonsums kann

den Blutdruck senken. Etwa die Hälfte der Menschen

mit hohem Blutdruck reagiert mit einer

Blutdrucksteigerung auf eine zu hohe Zufuhr von

Kochsalz.

Dies liegt in ihren Genen.

Die betroffenen Menschen sollten maximal

5 Gramm Kochsalz pro Tag zu sich nehmen. Das

senkt den Blutdruck um bis zu 4 Einheiten,

zudem wirken auch die blutdrucksenkenden

Medikamente besser. Nicht empfohlen wird ein

Salzverzicht dagegen bei Untergewichtigen und

Schwangeren.

Viele Nahrungsmittel enthalten nicht nur zu viel

Kochsalz, sondern auch zu wenig Kalium. Eine

gesteigerte Kaliumzufuhr schwächt die Salzempfindlichkeit

ab und kann helfen, den Blutdruck

zu senken: „Den Salzverbrauch stark einzuschränken,

fällt vielen Menschen schwer. Eine

vergleichbare Blutdrucksenkung lässt sich auch

erreichen, wenn man eine etwas verringerte

Salzzufuhr mit kaliumreicher Kost kombiniert“,

so Apotheker Dr. Eric Martin. Praktisch bedeutet

das, mehr Obst und Gemüse zu essen und weniger

Fertigkost. Ein wünschenswerter Nebeneffekt:

Kaliumreiche Kost ist auch kalorienarm.

Lebensmittel, die viel Kochsalz enthalten, sind

zum Beispiel Mettwurst, Salami, Räucherschinken

oder Matjeshering. Auch die meisten industriell

gefertigten Lebensmittel wie Ketchup,

Tiefkühlpizza oder Kartoffelchips enthalten sehr

viel Kochsalz. Diese Lebensmittel sollten deshalb

nur in kleinen Mengen gegessen werden.

Auch der Salzstreuer sollte vom Tisch verbannt

werden. Stattdessen lieber mit Kräutern würzen.

Bundesweit haben sich

mehr als 2000 Apotheker

auf Ernährungsberatung

spezialisiert.

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 27


alternative heilmethoden

Mit der Kraft der Natur

gegen Akne und Hautprobleme

Foto: © Gorzkulla

Siebzig bis nahezu neunzig

Prozent aller Heranwachsenden

leiden während der Pubertät

an mehr oder weniger

schlimmen Ausprägungen der

Akne.

Aber auch sehr viele Erwachsene sind von

dieser häufig vorkommenden Hautkrankheit

betroffen. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen.

So sind nicht selten Stoffwechselerkrankungen

für das Auftreten der Hautunreinheiten

verantwortlich. Auch Inhaltsstoffe

kosmetischer Produkte können eine Akne

auslösen.

Kennzeichnend für die Akne ist eine stark

erhöhte Talgproduktion der Haut, durch die

sich am Ende der Talgdrüsenfollikel sogenannte

Komedonen bilden. Entzünden sich

diese, entstehen Knoten oder Pusteln.

Eine medizinische, bzw. therapeutische

Behandlung der betroffenen Personen ist

daher in den meisten Fällen notwendig. Für

all jene, die sich dabei nicht mehr mit Medikamenten

auf chemischer Basis herumplagen

wollen, bietet die Homöopathie eine

effektive und kostengünstige Alternative,

die natürliche Balance der Haut wieder

herzustellen.

Spezielle Akne-Globuli beschleunigen die

Heilung und beugen Hautunreinheiten vor,

indem sie die Talgproduktion drosseln, dadurch

wird die Entstehung von Pickeln und

Mitessern erschwert. Zudem wirken die

Akne-Globuli entzündungshemmend und

vermindern die Narbenbildung. Somit kann

sich die Haut auf eine naturgesunde Weise

regenerieren und ihre alte Frische zurückerhalten.

Seine Wirksamkeit verdankt das

Medikament den speziellen Inhaltsstoffen.

So wirkt Kalium bromatum D6 effektiv gegen

Aknepusteln, Juglans regia D12 vermindert

Hautausschläge, Pulsatilla D12 hilft bei Hormonschwankungen,

Pickeln, Mitessern und

bei unreiner Haut, Sulfur jodatum D 12 beseitigt

ebenfalls unreine Haut, Thuja D6

dient auch als Mittel gegen braune Hautflecken,

Muttermale und Sulfur D12 lindert trockene,

ungesund wirkende Haut mit Juckreiz.

Sachkundige Beratung zu allen

Arten von Hautproblemen

erhalten Sie in Ihrer Apotheke.

Foto: © Abteilung für Dermatologie, St. Vincent Krankenhaus Melbourne, Australien

28 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Salbei,

Folia Salviae

aus der Apotheke

Fotos: © Wikipedia Fotos: © Fotolia

Salvia kommt vom Lateinischen

„salvere“ und bedeutet

soviel wie „gesund sein“.

Eine bessere Empfehlung

könnte man der herb duftenden

Pflanze gar nicht geben.

Ursprünglich im Mittelmeerraum

beheimatet hat sie

sich auch in unseren Gärten

und Blumenrabatten eingefunden,

da ihre blauen Blüten

sehr schön aussehen.

Doch sind nicht sie es, welche

die heilkräftige Wirkung

besitzen, sondern es sind die

ovalen, silbergrauen Blätter,

die den Salbei als alte Heilpflanze

auszeichnen.

Medizinische

Eigenschaften

Salbeiblätter wirken entzündungshemmend,

desinfizierend und adstringierend

(zusammenziehend). Sie werden

als Gurgelmittel bei Entzündungen von

Mund und Rachen benutzt; wobei als angenehme

„Nebenwirkung“ das Zahnfleisch

gekräftigt wird. Bestens bewährt

hat sich die schweißhemmende Wirkung

der Droge bei Schweißausbrüchen während

der Wechseljahre und bei starkem

Nachtschweiß. Auch bei Verschleimung

der Atmungsorgane, bei Magen- und

Darmkatarrh kann Salbei mit Erfolg eingesetzt

werden.

Heilkräftige Inhaltsstoffe

Hauptsächlich ätherisches Salbeiöl,

Gerb- und Bitterstoffe

Tee für den inneren

Gebrauch:

Man gibt einen Teelöffel der Droge in

eine Tasse und brüht mit heißem

Wasser auf, kurz ziehen lassen.

Salbei kommt in vielen Teemischungen

als Bestandteil vor; z. B. in Magen stärkenden,

schweißmindernden und Auswurf

fördernden Tees. Salbeiblätter gibt

es auch im praktischen Aufgussbeutel,

was die Verwendung wesentlich erleichtert.

Äußere Anwendung

Zum Gurgeln und Spülen ist der Tee mit

Wasser zu verdünnen. Bei schlecht heilenden

Wunden und Geschwüren wendet

man Umschläge und Salbeiwaschungen

an.

Verwendung

in der Küche

Salbeiblätter können als Gewürz bei

Braten, Fischgerichten und Saucen verwendet

werden

von Hildegard

Willms-Beyàrd

Gesundheitsberaterin

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 29


Foto: ® Wikipedia

Der echte Lavendel

(Lavendula officinalis)

Der echte Lavendel ist eine

sowohl in der Heilkunde,

der Parfümerie und in der

Gastronomie geschätzte

Pflanze.

Naturheilkunde-Wissen

Seine medizinische Bedeutung liegt in

seiner antiseptischen (entzündungshemmenden)

und seiner beruhigenden

Wirkung. Innerlich angewendet lindert

er Unruhezustände, Einschlafstörungen

und Oberbauchbeschwerden wie nervöse

Magen- oder Darmbeschwerden.

Neueste Untersuchungen zeigen, dass

Kapseln mit reinem Lavendelöl sogar

besser als synthetische Mittel gegen

chronische Angstzustände wirken (siehe

Naturheilkunde & Gesundheit Juni

2010). Lavendelbäder heben niedrigen

Blutdruck an und helfen bei Einschlafstörungen

und das alles ohne Nebenwirkungen.

In der Küche verfeinern junge Blätter

und Triebe Gerichte vom Eintopf über

gedünsteten Fisch, Geflügel und Lammfleisch

sowie Soßen und Suppen. Besonders

die mediterrane Küche lebt von

einem feinen Lavendelaroma. Die Duftpflanze

ist auch ein wichtiger Bestandteil

der Gewürzmischung „Kräuter der

Provence“ (Herbes de Provence).

Kleine Beutelchen mit den duftenden

Lavendelblüten im Kleiderschrank halten

Motten fern. Lavendelöl ist auch ein

wichtiger Bestandteil vieler natürlicher

Seifen und Duftessenzen.

In Regionen mit

Lavendelanbau stellen

die Bienen mit ihren

Imkern einen äußerst

leckeren Lavendelblütenhonig

her.

Bergbohnenkraut (Satureja montana)

Bergbohnenkraut ist wie der Lavendel ein Lippenblütler aus

dem Mittelmeergebiet. Er ist ein Bestandteil der Kräuter der

Provence. Sein Öl enthält Bestandteile, die eine ganze Reihe

krankmachender Keime (Bakterien, Pilze und Viren) vernichten.

Mit Bergbohnenkraut gewürztes Fleisch verdirbt nicht so

schnell wie ungewürztes.

Rosmarin (Rosmarinum officinalis)

Rosmarin gehört ebenfalls in die provenzalische Kräuter-Mischung.

Laut dem Europäischen Arzneibuch wirkt Rosmarinöl

aktiv gegen Bakterien und Pilze und, äußerlich angewendet,

durchblutungsfördernd auf die Haut. Gegen Zerrungen, rheumatische

Erkrankungen und Kreislaufbeschwerden wirken

Badezusätze oder Salben, die das heilkräftige Öl enthalten.

Innerlich regt Rosmarintee den Kreislauf an und hilft gegen

Blähungen.

Lorbeer (Laurus nobilis)

Lorbeerblätter werden als Gewürz für Suppen, Eintöpfe,

Fleischgerichte und Fisch eingesetzt. Lorbeeröl wird in der

Pflanzenmedizin als Einreibemittel bei Prellungen, Verstauchungen

und rheumatischen Beschwerden empfohlen.

30 | Naturheilkunde & Gesundheit | 07 | 10


IMPRESSUM:

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke

auf die August-Ausgabe

ab 01.08.2010 in Ihrer Apotheke

Anschrift:

S & D Verlag GmbH

Otto-Hahn-Str. 16

47608 Geldern

Postfach 1213

47592 Geldern

Tel.: (0 28 31) 13 00 - 0

Fax: (0 28 31) 13 00 20

www.SuD-Verlag.com

www.naturheilkunde-und-gesundheit.com

info@sud-verlag.de

Kostenlose Hotline: 0800/2831000

Geschäftsführer:

Manfred P. H. Gleske (v.i.S.d.P.)

Redaktion:

Dr. rer. nat. Rolf Eckhardt,

Dipl.-Biol. Sabine Guckenbiehl,

Ursula Grabow,

Prof. Dr. med. Dr. med.

habil. Wolfgang Remy,

Hildegard Willms-Beyàrd

Konzept und Grafikdesign:

Diplom Grafikdesigner Jürgen Kahlert

Rätsel: Hannelore von Berg

Anzeigenabteilung:

Marcus H. Thielen, Tel.: (0 28 31) 13 00 42

m.thielen@sud-verlag.de

Anzeigenpreisliste:

Nr. 18/ 2010 (gültig ab 01.01.2010)

Copyright:

2010 by S & D Verlag GmbH

Nachdrucke sind – auch auszugsweise –

nur mit schriftlicher Genehmigung des

Verlages gestattet und honorarpflichtig.

Bezug: Nur über Apotheken.

Naturheilkunde & Gesundheit erscheint

jeweils am Monatsanfang. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion wieder.

Für unverlangt eingesandte Manu skripte

und Bilder wird keine Gewähr übernommen.

Rück sen dungen oder die Beant wortung

sonstiger Zuschriften kann nur erfolgen,

wenn ausreichendes Porto beiliegt.

Druck:

Senefelder Misset

NL Doetinchem

Zeit ist Geld – Nicht

beim Arztbesuch

Fast die Hälfte aller Fehldiagnosen sind auf Missverständnisse

oder Nachlässigkeiten beim Gespräch

zwischen Arzt und Patient zurückzuführen.

Viele Beispiele zeigen: Zuhören zahlt sich aus

Verständnis für den Patienten erst recht.

„Für viele Patienten wäre es das Beste, es würde

sonst nichts getan, außer verständig mit ihnen zu

reden.“ Diesen Angriff auf die Technik-Medizin

trug der leitende Arzt für innere Medizin des

Klinikums München Ost, Hermann Füeßl bei

einer Fachtagung in München vor.

Rätsel-

Auflösung

der Seite 25

Foto: © DAK

Foto: © Wikipedia – Rainer Lippert

Die Eiche in der

Phytotherapie

Die Eiche ist

mächtig und

stark, stolz

und freiheitsliebend,

sofern

man sich

in diesem

Zusammenhang

solch

menschlicher

Attribute

bedienen darf. Im Einzelstand beeindruckt

sie durch ihren knorrig starken Wuchs und

ihrem unverwechselbaren Erscheinungsbild.

Selbst für Baumunkundige ist sie deutlich

von anderen Bäumen zu unterscheiden.

Wuchs und Form sind eher bizarr und wild

als gefällig und wohlgeschwungen.

Die Natur hilft bei Venenerkrankungen

Seit vielen Jahrhunderten hat die Naturheilkunde ihren festen Platz in der Medizin, auch bei der Behandlung

erkrankter Venen. Die Anzeichen einer Venenerkrankung kommen auf leisen Sohlen daher.

Einmal ist es ein ziehender Schmerz, dann sind manchmal die Waden geschwollen und heiß und ein

deutet

anderes Mal verfärben sich die Waden bläulich.

Jedes Zeichen erscheint für sich betrachtet harmlos aber jedes

auf einen Stau in den Venen hin, der auch zu einer Thrombose

führen kann.

Fotos: © Wikipedia

07 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 31


Überreicht durch die Apotheke Ihres Vertrauens:

Homöopathie zur Sommer- und Reisezeit

Im Sommer wird der Deutsche mobil. Egal ob im Auto, mit dem Schiff oder Flugzeug, wir

Deutsche sind Reiseweltmeister, doch viele leiden unter Reiseübelkeit. Hiergegen hält die

Homöopathie eine reichhaltige Palette an Mitteln zur Vorbeugung und Bekämpfung des

Übels bereit. Ihnen ist eiskalt, kalter Schweiß bricht aus und Ihnen ist sterbensübel, Sie

sind blass oder gelbgrün im Gesicht. Das Leiden verschlimmert sich durch Bewegung und

Fahren. Hier empfiehlt sich Tabacum D12 alle 15-30 Minuten 5 Globuli, 5 Tropfen oder 1 Tablette

einnehmen.

Die Übelkeit verschlimmert sich durch Bewegung und Schlafmangel, Linderung verschafft

aufrechtes Sitzen oder Liegen in Seitenlage. Gegen diese Form der Reisekrankheit hilft

Cocculus D6 3 mal täglich die gleiche Menge wie bei Tabacum beschrieben.

Ihnen ist zum Erbrechen übel solange sich das Fahrzeug bewegt. Ihr Appetit ist ungetrübt.

Die Übelkeit und der Schwindel kommt eventuell von den Abgasen. Durch das Fahren des

Schiffes oder Autos verschlimmern sich die Symptome. Hiergegen hat sich Petroleum D12,

alle 1-2 Stunden 5 Globuli, 5 Tropfen oder 1 Tablette, bewährt.

Foto: ® Gorzkula

Die Behandlungshinweise sind dem Buch

„Homöopathie Alltagsbeschwerden selbst behandeln“

von Sven Sommer, Gräfe und Unzer Verlag entnommen.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine