Zur Kontrolle von Rollladenarbeiten - derBauherr

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Zur Kontrolle von Rollladenarbeiten - derBauherr

PRÜFLISTE

Für den Bauherrn zum Sammeln

Baupraxis

Zur Kontrolle von Rollladenarbeiten

1. Überprüfen Sie zusammen mit Ihrem Fachmann, ob die Isolierung zwischen Rollballenraum

und Wohnraum ausreichend ist. Lassen Sie sich bestätigen, dass die optimalen

Wärmedämmungsmöglichkeiten ausgeführt werden. Lassen Sie sich auch einen

wärmegedämmten Rollladendeckel einbauen.

2. Achten Sie beim Balleneinbau darauf, dass die Isolierung zum Wohnraum nicht

beschädigt oder entfernt wird. Wegen eines leichteren Einbaus werden häufig störende

Isolierteile von den Rollladenmonteuren entfernt. Hier bilden sich später Wärmebrücken

zum Wohnraum, die die Heizkosten in die Höhe treiben können. Überprüfen

Sie besonders kritisch innerhalb der Wand eingebaute Rollladenkästen, da hier die

Gefahr von Wärmebrücken besonders groß ist.

3. Überprüfen Sie besonders an später unzugänglichen Stellen wie eingemauerten Rollladenkästen,

Tragkonstruktionen für Lager usw., ob nur korrosionsgeschützte Metallteile

verwendet werden. Ein Hinweis: Bei Verwendung verschiedenartiger Metalle

besteht die Gefahr von Kontaktkorrosion.

4. Kontrollieren Sie anhand von Prüfzeugnissen und bauaufsichtlichen Zulassungen, ob

die verwendeten Leiterkordeln und Stegbänder „lichtbeständig und im technisch möglichen

Maß dehnungs- und schrumpfungsfrei“ sind.

5. Überprüfen Sie, ob der Rollladenpanzer herausgenommen werden kann, ohne dass

eine Änderung am Mauerwerk vorgenommen werden muss. Das heißt, Reparaturen,

Montage, Auswechslung usw. müssen durch einfaches Abnehmen des Rollladendeckels

möglich sein, ohne dass größere Beschädigungen an Fenster und Wand verursacht

werden müssen.

6. Prüfen Sie, ob alle Einbauteile insbesondere vor Putzmörtel entsprechend geschützt

werden. Mörtelverschmutzte Einbauteile sind später oftmals die Ursache von Funktionsstörungen.

7. Ein häufig festzustellender Mangel an Rollläden und Jalousien: Die Walzen werden

nicht genau waagrecht eingebaut. Dadurch kann sich der Rollladenpanzer verschieben

oder stecken bleiben. Überprüfen Sie die korrekte Lage mit Ihrer Wasserwaage.

8. Überprüfen Sie, ob ineinander geschobene Metalllamellen gegen seitliches Verschieben

gesichert sind. Seitliches Verschieben kann häufige Ursache für erhebliche Funktionsstörungen

sein.

9. Kontrollieren Sie, ob nach dem Leistungsverzeichnis Rollladenverschlüsse gefordert

sind, und vergewissern Sie sich, dass diese wirkungsvoll das Hochschieben bzw. Öffnen

von außen verhindern (= Einbruchsicherung).

Zu veranlassen

Erledigt

© Compact Publishing GmbH, München

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10. Überprüfen Sie, ob die Aufzugsschienen Ihrer Rollläden (ausgenommen Selbstroller)

ein Feststellen des Panzers in jeder Lage ermöglichen.

11. Testen Sie, ob Ihre Rollläden mit Handaufzug leicht zu bedienen sind. Gegebenenfalls

ist die Verwendung von Handkurbeln, der Einbau von Getrieben oder von Elektroantrieben

empfehlenswert.

12. Überprüfen Sie, ob Rolltore und Rollgitter mit Einrichtungen ausgestattet sind, die

ein rasches, selbsttätiges Abrollen des Panzers verhindern. Es besteht wegen der hohen

Gewichte solcher Tore bzw. Gitter erhöhte Unfallgefahr. Lassen Sie sich das fertig eingebaute

Gitter bzw. Tor vorführen, bevor Sie die Leistungsabnahme unterzeichnen.

Der Bauherr 2/2011 69


PRÜFLISTE

Für den Bauherrn zum Sammeln

Zur Kontrolle von Rollladenarbeiten

13. Achten Sie beim Kauf der Markise auf das CE-Prüfzeichen, das einen genormten Sicherheitsstandard

garantiert. Das Siegel ist an der Markise gut sichtbar angebracht und muss

den Hersteller mit kompletter Adresse, das Baujahr, die angewendete Norm und einen Identifizierungscode,

beispielsweise den Namen des Produkts, enthalten.

14. Achten Sie zudem auf die Qualität des Tuchstoffs. Das Textilgewebe muss licht- und wetterbeständig

sein. Die Beschichtung auf der Außenseite sollte das Licht reflektieren und so

die Sonnenschutzwirkung verstärken und Wasser abweisend sein.

15. Überprüfen Sie bei elektrisch betriebenen Markisen, ob diese mit einer Notkurbel ausgestattet

sind. So kann die Markise auch bei Stromausfall oder einem technischen Defekt eingerollt

werden.

16. Eine Markise muss nach der derzeit gültigen CE-Norm DIN EN 13561 angebracht werden.

Nach der Montage durch einen Fachmann erhalten Sie ein Protokoll über die geleistete

Arbeit. Dieses sollte folgende Punkte beinhalten: Art des Montageuntergrunds, Bezeichnung

der verwendeten Dübel, die berechneten Zuglasten und damit erreichte Windklassenspezifizierungen.

17. Für die sachgerechte Installation einer Markise sind die Montagepunkte von besonderer

Bedeutung. Achten Sie darauf, dass diese auf Höhe der Gelenkarme sitzen, da von ihnen

nicht nur eine Hebelwirkung ausgeht, sondern eine abweichende Montage zur Verdrehung

der Markise führen kann.

18. Einige Markisentücher halten auch leichteren Regengüssen stand. Achten Sie darauf,

dass die Markise leicht schräg geführt wird und das Wasser ablaufen kann. Zudem sollte der

Stoff möglichst straff gespannt sein, sodass sich keine Wasseransammlungen auf der Markise

bilden können.

19. Markisen, die sich allmählich aus der Wand lösen, stellen eine große Gefahr dar. Überprüfen

Sie daher, ob die Dübel, die Schrauben und die Technik witterungsgeschützt angebracht

sind.

Zu veranlassen

Erledigt

20. Wenn Sie Ihre Terrasse und damit auch Ihre Markise an lauen Sommerabenden des

Öfteren bis in die Dämmerung hinein nutzen möchten, sollten Sie darauf achten, dass am

Ende der Markise eine Vertikalbeschattung angebracht werden kann, da die Sonne in den

Abendstunden sehr tief steht und dadurch auch leichter unter die Markise dringen kann. Für

Leseratten mit viel Ausdauer sei außerdem eine in das Markisensystem integrierte Beleuchtung

empfohlen.

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