Dreieinigkeit - Evangelisches Jugendwerk in Württemberg

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Dreieinigkeit - Evangelisches Jugendwerk in Württemberg

Offizielles

Info Magazin

zum dauerhaften

Erhalt gut

temperierter

christlicher

Jugendarbeit

im CVJM

d a s c v j m m a g a z i n m i t t e m p e r a t u r

Dreieinigkeit

3x1=1

CVJM

CVJM

2o10

2o10

In dieser Ausgabe

urlaub seminare veranstaltungen

e.V.

e.V.

Dezember – Februar 4/2009

www.cvjm-wuerttemberg.de


Impressum

Interview

Wie stellst du dir die

Dreieinigkeit vor?

V.i.S.d.P. Uwe Rechberger

Ludwig-Krapf-Str. 5 – 72072 Tübingen

Fon 07071 / 7005-57

Mail u.rechberger@gmx.net

R e d a k t i o n s a n s c h r i f t

CVJM-Landesverband

Haeberlinstr. 1-3 – 70563 Stuttgart

Fon 07 11 / 97 81 258

Fax 07 11 / 97 81 30

cvjm@ejwue.de

cvjm-wuerttemberg.de

R e d a k t i o n

Petra Müller

Gott ist geteilt in Jesus, Vater, Heiliger Geist und

doch sind sie eins. Das ist ähnlich wie beim Wasser. Das hat

auch drei Aggregatszustände: Wasser, Dampf und Eis.

Sie ist wie ein Kleeblatt. Das hat auch drei Blätter und ist

doch nur ein Kleeblatt.

Carolin, 18 Jahre

Liebe CVJMerinnen

und CVJMer!

R e d a k t i o n s t e a m

Frauke Auer

Anne Bayer

Dieter Braun

Matthias Kerschbaum

Carsten Kottmann

Petra Müller

Nicole Mutschler

Uwe Rechberger

Das ist ein schwieriges Thema, weil

wir als Menschen in unserem Denken

begrenzt sind.

Hartmut, 45 Jahre

In wenigen Wochen ist es wieder soweit. Wir

feiern die Geburt von Jesus. Wir erinnern uns

daran, dass Gott Mensch geworden ist und

staunen mit Maria darüber, wie das nach der

Ankündigung des Engels geschehen sollte:

„Der heilige Geist wird über dich kommen,

und die Kraft des Höchsten wird

dich überschatten; darum wird auch das

Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn

genannt werden“ (Lukas 1,35).

Keine Sorge, in dieser Ausgabe beschäftigen

wir uns nicht mit dem Wunder der Jungfrauengeburt,

wohl aber mit dem Wunder, dass wir

einen Gott haben, der sich in drei Personen

offenbart: als Heiliger Geist, als Sohn und damit

auch als Vater. Dreieinigkeit oder Trinität lautet

der Fachbegriff dafür. Was hat es mit dieser

Dreieinigkeit Gottes auf sich? Wie lässt sie sich

verstehen? Was verbindet die Drei miteinander

und was unterscheidet sie? In einem ersten

Artikel schauen wir, wie die Bibel auf dieses

Phänomen von den drei Personen ein und

desselben Gottes eingeht, ohne dass sie den

Begriff der drei Personen überhaupt gebraucht,

geschweige denn, dass sie eine Lehre von der

Dreieinigkeit überliefert. Um diese Entwicklung

von den biblischen Zeugnissen zu den

Glaubensbekenntnissen und den Lehrsätzen

der frühen Kirchengeschichte geht es in einem

zweiten Artikel. Schließlich soll ein dritter Beitrag

Impulse für ein Leben mit dem dreieinigen

Gott im Alltag geben.

Versprochen, das nächste HotLine-Thema im Frühjahr

wird wieder eine etwas leichter verträgliche

Kost. Trotzdem erhoffen wir uns als Redaktionsteam

von dieser Ausgabe, dass sie – wie durch das

Schlüsselloch zum Weihnachtszimmer – ein wenig

den Blick frei gibt auf Gottes Größe und seine

Einzigartigkeit. Die Fülle schauen und verstehen

werden wir wohl erst, wenn Jesus zum zweiten

Mal kommt und wir dann zu ihm kommen dürfen,

unserem dreieinigen Gott.

Für die Adventszeit, die Weihnachtstage und das

neue Jahr 2010 wünsche ich euch Gottes Segen.

Herzlichst, Ihr und Euer

Uwe Rechberger

Vorsitzender CVJM-Landesverband Württemberg

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Dagmar Bayer (Sekretariat),

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Dieter Braun

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Matthias Kerschbaum

Kelterstr. 17

73265 Dettingen/Teck

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Mail matthias.kerschbaum@ejwue.de

Petra Müller

Marienstraße 24

70794 Filderstadt

Fon 0711/9 07 77 64

Mail petra.mueller@ejwue.de

Drei in Einem. Vielleicht

wie bei einem ACE-Saft –

einzelne Zutaten, aber alles

gehört zusammen.“

Miriam, 17 Jahre

Wozu brauchst du die Dreieinigkeit?

Was nutzt dir der Heilige Geist?

Den heiligen Geist brauche ich als

Kraft, die mir hilft. Er tröstet mich zum

Beispiel. Der Heilige Geist ist der tiefe

innere Friede, den wir spüren.

Luisa, 16 Jahre

An Jesus erkenne ich, wie

Gott ist, weil Jesus Gott ist.

Gott ist so facettenreich

und an Jesus erkennt man

das am besten.

Jana, 18 Jahre

Gute Frage. Jesus verhilft

mir zu einer besseren

Vorstellung von Gott und

seinen Eigenschaften.

Matthias, 26 Jahre

Was bedeutet dir die Dreieinigkeit?

…mir fehlen die Worte. Gott ist für uns, mit

uns und unter uns. Die Dreieinigkeit ist wie drei

Aggregatzustände von Gott.

Martin, 17 Jahre

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Dreieinigkeit. Eine Spurensuche

im Buch der Bücher

Wer ist Jesus Christus, und in welchem

Verhältnis steht er zu Gott? Für Kaiphas und

den Hohen Rat liegt die Antwort auf der

Hand: Jesus ist ein Mensch, ein gewöhnlicher

Zimmermannssohn aus Nazareth, der sich zum

Gottessohn erklärt hat, ein Mensch, der es sich

aber anmaßt, der Christus und Sohn Gottes zu

sein.

„Alle Jahre wieder“ erscheinen vor allem in der

Jahreszeit des gleichnamigen Liedes Magazine

und Artikel, die Jesus zu dem degradieren,

zu dem ihn schon Kaiphas degradiert hat: zu

einem Menschen.

Demnach war Jesus ein „freiberuflicher

Wanderprediger, Wunderheiler und Exorzist,

der von Spenden lebte“, und der „nach kurzem

Leben – man weiß nicht recht, warum – mit

dreißig am Kreuz zu Tode kam“ (Spiegel 16

[2004] 164.155). Mit „Merkwürdigkeiten wie

[...] der »Dreifaltigkeit« Gottes“ wartete erst

die Kirchengeschichte auf (Stern 52 [2004] 12).

Herausragend besticht das Johannesevangelium

mit einer „messianischen Arroganz“ (Spiegel

23 [1996] 78), die Jesus zum „Christus des

Glaubens“ macht, zu einem „Unikum, das es

so nicht gab: halb Mensch, halb Gott“ (Spiegel

21 [1999] 227). Die Wahrheit ist, so wird der

moderne Leser Jahr für Jahr belehrt: Jesus

„wußte [...] nicht, daß er selbst und dieser Geist

zu Bestandteilen einer Dreiergottheit erklärt

würden“ (Spiegel 21 [1999] 227).

Von aktueller Bedeutung ist das Thema der

Dreieinigkeit Gottes ferner, wenn nicht nur der

Islam (vgl. Koran, Sure 4,171),

sondern auch christliche Sekten,

wie die Zeugen Jehovas,

das Gott-Sein von Jesus

ablehnen.

Was sagt die Bibel? Das

Ergebnis können wir mit

Martin Luther vorwegnehmen:

„Drei Personen

und ein Gott werden auf

das Klarste in der Schrift

bewährt“ (Weimarer

Ausgabe 39/II, 305,9f). Doch

wie spricht Gottes Wort von

dem, was die Kirchen- und

Dogmengeschichte „Dreieinigkeit

Gottes“, „Dreifaltigkeit“ oder

„Trinität“ nennt? Welche Aussagen

macht sie nicht nur von Gott, von Jesus

Christus und dem Heiligen Geist, ihrem Wesen

und ihrer Person, sondern gerade auch vom

Verhältnis der Genannten zueinander?

Kyrios ist Jesus Christus

„Mein Herr und mein Gott.“ Bedeutsam ist

an dieser Anbetung von Jesus durch Thomas

(Johannes 20,28) nicht nur die Gottesbezeichnung,

sondern vor allem der Titel „Herr“,

griechisch „Kyrios“. Der Kyrios-Titel, den die

ersten Judenchristen Jesus Christus verliehen

haben, gehört im Alten Testament Gott selbst.

Ein Beispiel ist Psalm 118,27: „Gott ist Kyrios.“

Mit dem Kyrios-Titel bekennen sie das Gott-Sein

von Jesus Christus, entsprechend Psalm 110,1:

„Ein Psalm Davids. Spruch JHWHs (griechisch:

Kyrios) zu meinem Herrn (griechisch: Kyrios):

Setze dich zu meiner Rechten [...].“ Der Kyrios

Jesus Christus gehört seit jeher an die Seite des

Kyrios JHWH (sprich: Jachwe).

Vom „Ich bin, der ich bin

zu den „Ich-bin-Worten“

von Jesus

Gott offenbart sich Mose am Dornbusch mit

Namen. Damit geht er lange vor einer Offenbarung

in drei Personen aus sich heraus und

auf den Menschen zu. Mehr noch: Sein Name

bedeutet Beziehung (2Mose 3,14): „Da sprach

Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin“. Gemeint ist

weniger Gottes Existenz, als vielmehr Gottes

Da-Sein, im Sinn von „Ich bin, der ich bin

da.“ Wenn Jesus mit den Worten auftritt „Ich

bin“, am deutlichsten in den sog. „Ich-bin-

Worten“ des Johannesevangeliums, zeigt er

sich als Gottes Offenbarer. Jesus spricht hier im

wahrsten Sinn des Wortes im Namen Gottes.

Gott selbst bringt sich im „Ich bin“ von Jesus

zur Sprache. Damit ist verständlich, weshalb im

Garten Gethsemane die Soldaten und Priesterknechte

vor Jesus zurückweichen und auf den

Boden fallen, als dieser sich mit den Worten zu

erkennen gibt (Johannes 18,4-8): „Ich bin’s“.

Im Mund von Jesus bezeugt die alttestamentliche

Offenbarungsformel Jesus als Gott, und

zwar als Gott in einer Wesenseinheit mit JHWH,

dem „Ich bin, der ich bin“.

Jesus Christus und die

alttestamentlichen

Messias-VerheiSSungen

Eine weitere alttestamentliche Vorbereitung

trinitarischer Rede von Gott sind die Messias-

Verheißungen. Jesus bezieht sich auf sie, wenn

er sich vor dem Hohenpriester Kaiphas als „der

Christus“, „der Sohn des Hochgelobten“ und

„der Menschensohn“ zu erkennen gibt (Markus

14,61f). Der dreifache Artikel „der“ hat hier

zwei Funktionen: Zum einen verweist er auf

etwas Bekanntes und zum anderen betont er

die Einzigartigkeit des Bezeichneten: Jesus ist

der alttestamentlich angekündigte und von

daher bekannte Messias. Zugleich ist seine

Messianität von völlig anderer Art als die der

übrigen alttestamentlichen Gesalbten (hebräisch:

Messias), also der israelitischen Könige.

Ein Beispiel ist die Messias-Verheißung von

Micha 5,1: „Und du, Bethlehem Efrata, [...] aus

dir wird mir hervorgehen, der Herrscher über

Israel sein soll; und seine Ursprünge sind von

der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.“

Der Gesalbte Jesus Christus unterscheidet sich

von jedem königlichen Gesalbten, indem er u.a.

seinen „Ursprung von Urzeit und von den Tagen

der Ewigkeit“ her hat.

Jesus Christus – Gott, aber

nicht Vater

Wie kaum ein anderer neutestamentlicher Text

widmet sich der Beginn des Johannesevangeliums

(Johannes 1,1-18) dem Gott-Sein des

Menschen Jesus vor aller Zeit. So heißt es in

Johannes 1,1f von Jesus als dem fleischgewordenen

Wort (griechisch: Logos): „Im Anfang

war der Logos, und der Logos war bei Gott,

und Gott war der Logos. Dieser war im Anfang

bei Gott.“ Der Logos Jesus ist Gott und bleibt

in seinem Gott-Sein doch eigenständig „bei

Gott“.

Jesus Christus – Schöpfungsund

Offenbarungsmittler

„Im Anfang war das Wort.“ Mit diesem Anfang

des Johannesevangeliums sind wir wörtlich

am Anfang der Bibel (1Mose 1,1): „Im Anfang

schuf Gott Himmel und Erde.“ Deutet Johannes

1,1 die Schöpfungsbeteiligung von Jesus nur

an, führt sie Vers 3 aus: „Alles ist durch ihn

geworden und ohne ihn wurde auch nicht

eines, was geworden ist.“ Mit der Erinnerung

an seine Schöpfungsmittlerschaft wird Jesus

als Gott und Schöpfer geehrt und zugleich der

Grund seines Kommens in diese Welt genannt:

die Neuschöpfung dieser Welt. Wie schon die

erste Schöpfung, ist auch Gottes Neuschöpfung

ein Wortgeschehen: Gott, der sprach „Es werde

Licht. Und es ward Licht“ (1Mose 1,3), ist im

Logos, dem fleischgewordenen Wort Jesus

Christus, selbst zum Licht der Welt geworden

(Johannes 1,4f; 8,12).

Jesus Christus – Einziggeborener

Sohn vom Vater

Im Gegensatz zu allen Glaubenden, die in der

Kraft des Heiligen Geistes zu Gotteskindern

werden, ist Jesus der „Einziggeborene“

(Johannes 1,14). Nur er darf deshalb auch

von sich sagen: „Ich und der Vater sind eins“

(Johannes 10,30). Von einer Unterordnung

kann darum auch nicht die Rede sein, zumindest

nicht dem Wesen nach, sondern allenfalls

angesichts einer personalen Unterschiedenheit

von Vater und Sohn, nach der Gott der Vater

sendet und gebietet, und Gott der Sohn sich

senden lässt und gehorcht und Gott einmal

alles wieder übergibt.

Die Gegenwart Gottes

im Geist

„Gott ist Geist“. Mit diesen knappen Worten

fasst Johannes 4,24 das Verhältnis zwischen

Gott und Geist zusammen. Ferner nennt das

Johannesevangelium den Geist mehrmals

„Geist der Wahrheit“ (Johannes 14,17; 15,26;

16,13), was ihn als Geist von Jesus Christus

vorstellt, der sich selbst als „die

Wahrheit“ offenbart hat

(Johannes 14,6).

Entsprechend

meint

U w e R e c h b e r g e r

die Funktion des Geistes, „in alle Wahrheit zu

führen“ (Johannes 16,13), nichts anderes, als

Menschen in eine lebendige Beziehung zu Jesus

Christus als der Wahrheit führen zu wollen.

Parallel zum Übertrag des Kyrios-Titels von

JHWH auf Jesus, kann Paulus bekennen (2Kor

3,17): „Der Kyrios aber ist der Geist.“

Geradezu auffällig sind die personalen Züge

des Geistes in der Apostelgeschichte. Der

Geist „redet“ (8,29; 10,19; 13,2) „beruft“,

„sendet“ (13,2.4) und „setzt ein“ (20,28). Ihm

kann etwas als „gut erscheinen“ und anderes

kann er verwehren (15,28; 16,6-8). Für das

Verhältnis zu Gott, dem Vater, und Gott, dem

Sohn, gilt: Während Gott in der Person des

Schöpfers immer schon über und gegenüber

von uns ist, und Gott in der Person von Jesus

Christus zu uns kommt, ist Gott in der Person

des Heiligen Geistes im Menschen gegenwärtig

und wirksam.

Dreieinigkeit – Lehre, die aus

der Liturgie lebt

Unter dem Gesichtspunkt der Dreieinigkeit,

gehört der Missionsbefehl von Jesus (Matthäus

28,19) mit seiner „konzentrierten“ Nennung

aller drei „Namen“ sicher zu den bekanntesten

neutestamentlichen Texten: „Darum geht hin

und macht zu Jüngern alle Völker: Tauft sie auf

den Namen des Vaters und des Sohnes und des

heiligen Geistes.“ Auch dieser Text formuliert

noch keine Lehre von der Dreieinigkeit, wohl

aber bezeugt seine liturgisch gottesdienstliche

Umsetzung ein Leben mit der

Dreieinigkeit. Didache

7,1-4 (eine der

nach-neutestamentlichen Schriften aus der

Reihe der sog. apostolischen Väter, vermutlich

entstanden um 100 n. Chr.) zitiert im Anschluss

an eine Taufunterweisung den Taufbefehl aus

Matthäus 28 und ergänzt ihn durch rituelle

Anweisungen, wie z.B. das dreimalige Gießen

von Wasser auf den Kopf des Täuflings. So ist

Didache 7 ein Bindeglied zwischen einem Jesuswort,

seiner liturgischen Umsetzung und einer

Lehre, wie sie schließlich altkirchlich (bes. im

4. Jh) formuliert wurde. Dass der Lehre von der

Dreieinigkeit eine liturgisch gottesdienstliche

Praxis zugrunde liegt, wird schließlich im Gebet

deutlich. Die neutestamentlichen Gebete nennen

zwar nie alle drei Personen in der Anrede

mit Namen, entscheidend ist jedoch, dass die

ersten Christen nicht nur zu Gott als dem Vater

beteten. Die gottesdienstliche Anrufung des

Kyrios Jesus, z.B. in der Bitte „Maranatha“

(„Unser Herr, komm!“) in 1Korinther 16,22,

bezeugt indirekt: Jesus ist Gott. Dass er kein

zweiter Gott ist, sondern eins mit dem Vater,

unterstreichen die Gebete an den Vater „durch“

Jesus Christus. So mündet die Ausrufung von

Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist in der

Taufe, hinein in die Anrufung des dreieinigen

Gottes und in das Bekenntnis, dass Gott ein

dreieiniger Gott ist.

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Dreieinigkeit – Wahres und Falsches

in 2000 Jahre Kirchengeschichte

Interview mit Andrea

J o a c h i m Ku m m e r

P f a r r e r i n B e i h i n g e n u n d B ö s i n g e n

Viele wollen es gar nicht so genau wissen. Sie

sprechen vom Herrgott, das genügt ihnen. Andere

lehnen es bewusst ab: Jesus ist ein Mensch –

sonst nichts.

Die heilige Schrift sagt uns: Jesus Christus ist

Gottes Sohn! Ja, mehr noch: Jesus Christus ist der

eine lebendige Gott selbst (Joh 1,1f; 20,28; Apg

20,28)! Das aber ist mit unserer Vernunft nicht zu

vereinbaren: Entweder gibt es nur einen einzigen

Gott, das ist der Vater – dann kann Jesus nicht

auch Gott sein. Oder Jesus ist auch Gott, wie der

Vater, dann ist er ein zweiter Gott. So schließt

unsere Vernunft zwangsläufig.

Die Christen der ersten Jahrhunderte haben

schlicht das Unverständliche und Unverstehbare

bekannt: Vater, Sohn und Heiliger Geist sind der

eine wahre Gott. Es war nicht die Freude am

Absurden, sondern das Zeugnis der Schrift, das in

ihren Herzen wirkte, das sie zu diesem Bekenntnis

führte.

Doch es gab auch Gruppen, die ihren Verstand

über das Schriftzeugnis stellten.

Drei davon wollen wir uns näher ansehen.

Für die sogenannten Dynamisten (Dynamis =

Kraft) war Jesus nicht Gott, sondern nur ein mit

göttlicher Kraft besonders begabter Mensch.

Diese Vorstellung wurde von den geistreichsten

Köpfen der deutschen Geistesgeschichte des

18. und 19. Jahrhunderts übernommen: etwa

von dem Philosophen Immanuel Kant und dem

Theologen Friedrich Schleiermacher. Adolf von

Harnack, der bedeutendste Theologe des Wilhelminischen

Kaiserreiches, lobte die Christusvorstellung

der Dynamisten als die einzig vernünftige

und daher einzig evangelische: Jesus ist nicht

Gott, sondern Jesus hat nur ein besonderes Verhältnis,

eine besondere Beziehung zu Gott.

Die zweite Gruppe, die sogenannten Modalisten

tauchen erstmals im 3. Jahrhundert auf. Auch sie

betonen, dass Gott nur einer ist, zugleich sagen

Dynamismus

Jesus als bloßer

Mensch mit Gottes

Geist begabt

sie aber auch, dass Jesus der eine Gott ist. Das

klingt ja zunächst ganz christlich. Wo ist der

Haken?

Für die Modalisten sind Vater, Sohn und Geist

nur verschiedene Weisen (lateinisch: modi) des

Erscheinens Gottes. Für die Modalisten sind

Vater, Sohn und Geist also identisch und nur drei

Erscheinungsweisen Gottes – den verschiedenen

Masken vergleichbar, die ein antiker Schauspieler

im Verlauf desselben Stückes aufsetzt. Gott wird

nicht Mensch, sondern er verkleidet sich vorübergehend

in einen Menschen.

In den Göttersagen der Heiden gibt es solche

Verkleidungskünstler: Zeus, der höchste Gott der

Römer nimmt einmal die Gestalt eines Schwanes,

einmal das Aussehen eines Stieres an, um sich

den begehrten Frauen – Leda und Europa – zu

nähern. Bis in die Gegenwart haben Maler und

Bildhauer diese heidnischen Motive immer wieder

aufgenommen. Auf diese Ebene ziehen die Modalisten

das Wunder der Menschwerdung Gottes:

Eine Maskerade.

Auch diese modalistische Lehre von Christus ist

unbiblisch. Das lässt sich an vielen biblischen

Geschichten ganz einfach zeigen: Das Gebet

Jesu zum Vater wäre dann nur ein Schauspiel

gewesen, da Jesus nur zu sich selber gebetet

hätte. Oder nehmen wir die Taufe Jesu: Hier tritt

die Dreieinigkeit in allen drei Personen zugleich

auf den Plan: Der Vater bekennt sich zum Sohn,

der Sohn wird getauft und der Heilige Geist

erscheint in Gestalt der Taube. Auch das ist nach

dem Verkleidungs-Modell der Modalisten nicht

erklärbar.

Eine ernsthafte Bedrohung für den christlichen

Glauben wurde schließlich die Lehre des Arius.

Arius (*260) war Presbyter in der ägyptischen

Hauptstatt Alexandrien. Hier war die Hochburg

der griechischen Philosophie. Arius versuchte

daher Philosophie und Glaube zu verbinden. Er

sagte: Gott ist „allein ungeworden, allein ewig,

allein anfangslos, allein wahr, allein im Besitz

der Unsterblichkeit, allein weise, allein gut, allein

unwandelbar und unveränderlich.“ Ja, Gottes

Moderner Dynamismus

Immanuel Kant

Friedrich Schleiermacher

Adolf v. Harnack

Wesen lässt sich eigentlich nur dadurch beschreiben,

dass man für ihn alles verneint, was auf den

Menschen zutrifft. All das hat durchaus auch in

der Schrift seinen Anhaltspunkt. Durch den festen

Blick auf die Einzigartigkeit Gottes wird es ihm

unmöglich, Jesus als Gott anzuerkennen.

Daher sagt Arius: Jesus und der Geist sind

Geschöpfe Gottes. Jesus wurde von allem, was

geschaffen ist, zuerst geschaffen. Und durch ihn,

quasi als Werkzeug, hat Gott anschließend die

Welt geschaffen. Arius lehrt: weil Gott die sittliche

Vollkommenheit Jesu vorhersieht, wird er zum

Sohn adoptiert. Und dieser adoptierte Gottessohn

geht nun in den Körper eines Menschen ein. Eine

menschliche Seele hat Jesus nicht. Jesus ist also

weder wirklicher Mensch, obwohl er so aussieht,

noch ist Jesus wahrer Gott, obwohl er so genannt

wird. Das ist, so Arius, nur ein Ehrentitel.

Die Lehre vom „Zwischenwesen“ Jesus war

insofern sogar „missionarisch“, als die Heiden

Mischwesen und Halbgötter kannten.

Ganz ähnlich wie die Arianer damals, lehren

heute die Zeugen Jehovas über Jesus Christus.

Die Bibel sagt uns klar, das Jesus ganz Gott und

ganz Mensch ist. Der Erzbischof Anselm von

Canterbury (*1033) hat die Frage auf den Punkt

gebracht, warum das nötig ist und was das mit

mir und dir zu tun hat: Ein Mensch musste sterben,

weil es ein Mensch war, der sich zur Sünde

verführen ließ und die Sünde in die Welt brachte.

Aber das Opfer eines bloßen Menschen genügt

nicht für die Sünden der Welt. Und so musste in

diesem Menschen zugleich Gott selbst in den Tod

gehen. Dass Jesus wirklich ganz Gott und ganz

Mensch ist, davon hängt also meine Erlösung ab.

Am Schluss halten wir fest: Der Glaube an den

dreieinigen Gott lässt sich mit unserer Logik nicht

fassen. Aber was wäre ein Gott, der mit unserem

Verstand zu fassen wäre?

Gott sagt uns, wer er ist, damit wir ihn anbeten:

„Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein

Geist vor Andacht still; er betet an und er ermisst,

dass Gottes Lieb unendlich ist.“ (Evangelisches

Gesangbuch 42,3)

Jesus

VAter

Modalismus

Jesus als

Maske Gottes

Geist

Das ist ja so eine Sache mit

der Dreieinigkeit...

kannst du dir darunter

etwas vorstellen?

Ehrliche Antwort?? Nein! Die Dreieinigkeit ist

für mich oft eine Vorstellung, die mein Denken

sprengt und das, obwohl ich in meinem Leben

schon etliche theologische Erklärungsansätze

und Beispiele gehört habe. In meinem Alltag

sprech ich ganz sicher nicht von Gott Vater, Gott

Sohn und Gott Heiliger Geist, sondern von Gott,

dem Herrn der Welt, meinem Vater, von Jesus,

meinem Retter und Freund und vom Heiligen

Geist, meinem Tröster und Veränderer.

In meinem Kopf hab ich also drei Bezugspersonen,

die jede für sich genommen schon so

vielfältig sind, dass es für mein begrenztes

Gehirn nicht fassbar ist. Warum ich dennoch

dieses Interview gebe? Ich glaube, dass es in

meiner Beziehung mit Gott darum geht, ihn

immer mehr kennen zu lernen. Und das ist ein

spannender, aber auch langer Weg.

Welche Bedeutung hat ein

dreieiniger Gott für dich?

Ich kann viel über die Dreieinigkeit diskutieren.

So lang sie ein theoretisches Gedankenspiel

bleibt, bedeutet sie mir rein gar nichts. Für mich

bedeutet die Dreieinigkeit vor allem, dass ich

an einen Gott glaube, der von Beginn an sein

ganzes Wesen auf Beziehung ausgerichtet hat.

Schon in sich selbst ist er nicht allein, sondern

Drei in Einem. Die perfekte Einheit. Das hat

mich schon immer fasziniert. Gott aber ist sich

selbst nicht genug, er will noch mehr Beziehung

und nimmt den Menschen als sein Gegenüber,

dich und mich, mit hinein in diese Einheit.

Wie sieht deine

Beziehung aus zu

einem Gott der drei

in eins ist?

Puh, wo soll ich da anfangen?

Ich versuch das mal

am Beispiel „Gebet“ zu

erklären. Zu wem bete ich?

Im Laufe meines Lebens

hat sich das oft geändert.

In den Anfangsjahren meines

Glaubens war ich geprägt von

Versagensängsten, konnte mich selbst

nicht annehmen. In dieser schmerzvollen

Zeit richteten sich meine Gebete an Jesus,

an denjenigen, der mein Versagen, meine

Schuld am Kreuz getragen hat. Und der auch

meine Angst und meinen Schmerz verstehen

konnte, weil er als Mensch erfahren hatte, wie

schlecht man sich in dieser Welt manchmal

fühlt.

Heute ist das anders, nicht dass ich ein

„besserer“ Mensch geworden wäre, Gott ist

mit mir einen langen Weg gegangen und hat

vieles geheilt, was verkorkst war in meinem

Leben und auch in meinem Gottesbild. Wenn

ich heute bete, sprech ich mit meinem Vater

im Himmel, weil ich weiß, dass ich so wie ich

bin zu ihm kommen kann. In meiner derzeitigen

Situation ist Gott der Vater irgendwie

näher, vielleicht auch deswegen, weil ich im

Moment das Vertrauen brauche, dass er als

Schöpfer des Universums mein Leben in der

Hand hält.

Ach ja, und dann gibt es noch diese dritte

Seite, den heiligen Geist. Je länger ich mit

Gott unterwegs bin, desto öfter erlebe ich

Situationen, in denen ich den Heiligen Geist

direkt anspreche. Ich hab die Drei wirklich

lange voneinander getrennt gedacht und

hatte manchmal ein richtig schlechtes

Gewissen. In den letzten Jahren habe ich

entdeckt, dass ich eigentlich mittendrin

in diesem Dreieck bin, hineingenommen in

eine Einheit, und alles, was ich sage, denke

und tue wird von allen gesehen und gehört.

So kommt der dreieinige Gott mir

entgegen.

Gibt es Situationen, in

denen dir z.B. der Heilige

Geist näher ist?

Ich denke, der Heilige Geist ist für die meisten

von uns der Teil der Dreieinigkeit, der am

schwersten zu fassen oder zu verstehen

ist. Vielleicht haben wir auch ein wenig

Angst vor

ihm. So ging es

mir lange Zeit. Ich glaube, mein größtes

Lernfeld im Blick auf die Dreieinigkeit, war

und ist der Umgang mit dem Heiligen Geist. Für

mich ist er „Gott in mir“, derjenige, der mir hilft

mich und andere mit Gottes Augen zu sehen,

wahrzunehmen, was Gott sieht und danach zu

handeln.

Ein aktuelles Beispiel: Ein netter Abend mit

Freunden, es wird viel geredet. Irgendwie hab

ich ein seltsames Gefühl, als ob irgendwas

falsch laufen würde. Ich weiß nur, ich fühl mich

unwohl. Am nächsten Morgen wach ich mit

demselben Gefühl auf. Früher hätte ich versucht

das einfach zu vergessen und abzuhaken. An

diesem Morgen halt ich inne und überleg mir,

warum lässt mich diese Stimmung nicht los.

Und während ich nachdenke und es vor Gott

bewege, wird mir klar, dass es da eine Aussage

gab, die mich getroffen und verletzt hatte. Das

war kein angenehmer Morgen, weil ich mich

einem alten Problem stellen musste. Und ich

kam auch nicht drum herum, mit der Person,

die diese Aussage gemacht hatte, zu reden. Ich

hab also den restlichen Morgen und einen Teil

des Nachmittags damit verbracht eine E-Mail zu

schreiben. Und erst als ich auf Senden gedrückt

hatte, wurde ich wieder ruhig. Da wusste ich,

dass der Heilige Geist in mir etwas bewirkt hat.

In letzter Zeit erlebe ich häufig solche Momente.

Dann versuche ich wirklich zu hören. Manchmal

gelingt es mir besser, manchmal gar nicht und

manchmal hab ich auch gar keine Lust darauf

zu hören. Aber ich weiß, das ist alles Teil eines

Kennenlern-Prozesses des dreieinigen Gottes

und ich bin gespannt,

wie es weitergeht.

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Aufbau Ost – auf CVJM-Art!

Partnerschaft CVJM-Zentrum Walddorf und CVJM-Ostwerk

H e i n e r

S t a d e l m a i e r

PRAXISSEITE

Adventsfeier für

die ganze CVJM-Familie

…das ist eine echte Herausforderung, wenn in

der Familie vom Kleinkind bis zur Oma alles vertreten

ist. Nach einigem „Herumprobieren“ hat

sich bei uns das folgende Konzept gut bewährt:

Zu einem Oberthema werden verschiedene

Bausteine ausgesucht, die das Thema für alle

greifbarer machen. Letztes Jahr hieß das Thema

„Macht hoch die Tür“ und dazu wurden unterschiedliche

„Türaktionen“ durchgeführt.

Treffpunkt: ein Ort mit geeigneter Umgebung

für „Draußen-Aktivitäten“

Türaktion 1

Ein Handpuppentheater nach dem Bilderbuch:

„Es klopft bei Wanja in der Nacht“(von

Reinhard Michl/Tilde Michels, Ellermann Verlag)

hinter einem aufgespannten Bettlaken spielen.

Danach werden mehrere Gruppen eingeteilt

(max. 8-10 Pers.) und alle machen sich auf den

Weg. Mehrere Stationen sind durch gemalte

oder ausgeschnittene Türen aus Pappe (z.B. an

Bäumen befestigt) am Wegrand angezeigt. So

können die Kinder voraus gehen, die Stationen

suchen und auch dort warten.

Türaktion 2 im CVJM-Heim

Hier werden Adventslieder gesungen und

eine Andacht zum Lied „Macht hoch die Tür“

gehalten mit Fragen und Gedanken zur eigenen

„Herzenstür“ (Strophe 5) oder zum Jesuswort

in Joh 10,9 „Ich bin die Tür“.

Türaktion 3

Fotos von Türen aus dem Dorf (Kirchentür, Rathaustür,

Bäcker…) werden gezeigt und sollen

erraten werden.

Türaktion 4

An einer Hüttentür (Holzhütte) hängt das

Türsymbol. Wenn alle versammelt sind, geht

die Tür auf und ein als Nikolaus verkleideter

Mitarbeiter kommt heraus. Er verteilt Lebkuchen

(o.ä.) an alle.

Türaktion 5

Hinter aufklappbaren Türflügeln aus Pappe lässt

man verschiedene Tierspuren von Waldtieren

erraten.

Türaktion 6

Jede Gruppe bekommt einen großen Schuhkartondeckel.

In diesen wird ein Sandkleistergemisch

gestrichen (einen Joghurteimer mit ca.

3 cm Tapetenkleister bedecken, mit warmem

Wasser auffüllen, rühren, ziehen lassen,

nochmals durchrühren, in ein etwas größeres

Gefäß umfüllen, Vogelsand einstreuen bis alles

sehr zähflüssig ist. Das kann in einem Eimer mit

dichtem Deckel ein paar Tage vorher vorbereitet

werden.) Jetzt soll mit allem, was im Wald

zu finden ist, (Tannenzäpfchen, Steine, Äste,

Blätter,…) eine schöne Tür gestaltet werden.

Alle Fundstücke in den weichen, feuchten Sand

drücken. An einem trockenen Ort trocknen diese

Fr a u ke A u e r,

T ü b i n g e n D e r e n d i n g e n

„Kunstwerke“ und werden richtig hart und

fest, evtl. eine Aufhängevorrichtung anbringen,

solange sie noch feucht sind.

Türaktion 6

Die CVJM-Heimtür geht auf: Zum Abschluss

gibt es Spekulatius, Äpfel, Nüsse etc. und

Kinderpunsch und noch ein paar gemeinsame

Lieder. Evtl. erzählen die Gruppen sich noch

kurz gegenseitig von ihren Erlebnissen.

Spielvariante:

An einzelnen Stationen kann man je 2 Gruppen

gegeneinander antreten lassen.

Tipp:

Gut wäre, wenn nur 1-2 Gruppen mit Türaktion

2 anfangen und die anderen kommen erst

später.

Viel

SpaSS!

Wie alles begann

Im Sommer 2003 suchten wir im Freizeitleiterkreis

des CVJM-Zentrums nach einem geeigneten

Haus für unsere Sommerfreizeiten, die

bis dahin auf der Hallig Hooge stattgefunden

hatten. Der Mietvertrag mit dem Besitzer der

Volkertswarft lief Ende des Jahres aus.

Einer unserer ehrenamtlichen Leiter regte an,

sich doch mal das Haus am See in Mötzow

bei Brandenburg anzuschauen und den Leiter

des CVJM-Ostwerks zu uns nach Walddorf

einzuladen. So kam Thomas Maier zu unserem

Freizeitmitarbeitertag im Januar 2004 und

stellte uns das „Haus am See“ vor.

[Bild einfügen: „Einfahrt.jpg“]

Zum Schluss sagte er in die Runde: „Kommt

herüber und helft uns!“

Sein Ruf kam an! Bereits im April 2004 fuhr

eine Gruppe von mehr als 30 Personen (vom

CVJM-Ausschuss Walddorf, von den Freizeitleitern

und von Aktiven früherer Baufreizeiten auf

der Volkertswarft) nach Mötzow, um sich einen

ersten Eindruck von dem Haus, dem Gelände

und der Umgebung zu verschaffen. Der Funke

sprang über und so entstand eine Kooperation

mit dem CVJM-Ostwerk, die für beide Seiten

vorteilhaft war.

Vereinbart wurden:

a) Baufreizeiten von Freunden und Mitgliedern

des CVJM Walddorf, um das Haupthaus und

die alten Bungalows zu modernisieren und zu

renovieren.

b) Zinslose Darlehen des CVJM Walddorf an das

CVJM-Ostwerk, um die Baumaßnahmen auch

finanzieren zu können.

c) Termine für Freizeiten des CVJM-Zentrums

Walddorf auf dem Gelände in den Sommerferien.

Was bisher daraus wurde

Inzwischen haben mehrere Baufreizeiten stattgefunden.

Besonders die erste 2005 und die

im Jahr 2008 stellten jeweils einen herausragenden

Kraftakt dar.

Zuallererst bekam die graue Fassade des

Haupthauses bei klirrender Kälte einen

neuen, freundlichen Terracotta-Anstrich.

Gleichzeitig wurde die komplette WC-Anlage im

Erdgeschoss des Hauses erneuert.

2006 und 2007 folgten kleinere, aber nicht

minder wichtige Aktionen. Zum Beispiel wurden

die ersten vier von zwölf Bungalows renoviert

und im Haupthaus wurden neue Stockbetten

aufgestellt.

2008 waren im Lauf von drei Wochen ca. 60

junge Männer und Frauen im Einsatz, um die

restlichen acht alten Bungalows besser zu

isolieren und zu renovieren, ihre Außenfassaden

frisch zu streichen, Vorhänge zu nähen und

vieles mehr!

Ein Journalist der Brandenburgischen Zeitung

berichtete ganz begeistert von diesem Baueinsatz.

Man konnte seinem Artikel abspüren, wie

sehr er darüber staunte, dass sich 60 Schwaben

nach Brandenburg aufgemacht hatten, um dort

Aufbauhilfe für den CVJM zu leisten und dafür

keinen Cent Lohn verlangten.

Im Sommer 2005 fand die erste Teeniefreizeit des

CVJM-Zentrums Walddorf in Mötzow statt, seit

2006 kam noch eine Familienfreizeit hinzu.

Das Haus am See und sein großes Gelände mit

Fußballplatz, Beachvolleyballfeld, Kletterwand,

Seilbahn, Feuerstelle, Kinderspielplatz, eigenem

Badestrand am Beetzsee, Schiffsanlegeplatz für

Ausflugsdampfer, Kanus und Wasserski erwiesen

sich als bestens geeignet für diese Sommerfreizeiten

und entsprechend zufrieden waren die

Teilnehmer.

Dazu bot sich die Nähe zu Berlin (knapp 1 Stunde

mit der Bahn) für Tagesausflüge in die Bundeshauptstadt

geradezu an.

Wo wir jetzt stehen

Im Jahr 2008 gründete das CVJM-Ostwerk

zusammen mit der Henry-Maske-Stiftung die

Perspektivfabrik, die nun Träger und Betreiber des

Hauses am See geworden ist. Dadurch haben sich

in unserer Partnerschaft neue Fragen ergeben:

Wie soll unser Einsatz durch Baufreizeiten künftig

weitergehen? Werden wir noch gebraucht? Wenn

ja, wofür? Werden wir auch weiterhin unsere

Freizeiten dort zu günstigen Preisen anbieten

können? Darüber sind wir mit unseren Freunden

im CVJM-Ostwerk im Gespräch.

Im Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre kann

man nur staunen und Gott danken, was aus dem

kleinen Anfang geworden ist. Diese Partnerschaft

hat für beide Seiten viel gebracht. Sie hat

vor allem unseren Horizont erweitert im Blick

auf die geistliche Lage im Osten Deutschlands

und wie sich der CVJM dort unter schwierigen

Bedingungen müht, seinen Auftrag an den jungen

Menschen wahrzunehmen.

Seite 8 Seite 9


AUS DEM tagebuch DER

CVJM LANDESREFERENTEN

Was bei uns so passiert und normalerweise kaum jemand erfährt...

Wo man uns demnächst

erleben kann.

Einige öffentliche

Termine der Referenten

Spätherbst und

Vorweihnachtszeit.

Zwei Jahreszeiten, in denen wir in unserer

CVJM-Landesarbeit vorwiegend planen,

vorbereiten oder Klausuren durchführen. Unsere

Ernte sieht auf den ersten Blick etwas trocken

aus: neue Printprodukte, wie das Werbematerial

zum Landestreffen 2010 oder das neue Jahresprogramm

mit allen Veranstaltungsterminen im

kommenden Jahr, sowie organisatorische und

inhaltliche Abläufe für zukünftige Landestermine.

Eigentlich sind diese „Früchte“ nicht mit Ernte

im herkömmlichen Sinn zu vergleichen, eher mit

der Saat auf Hoffnung. Hoffnung darauf, dass

ihr in euren Ortsvereinen unsere Angebote nutzt

und davon profitiert.

Eine Aktion im Herbst hat uns sehr viel Freude

beschert: der CVJM Herbst-Check in Denkendorf.

Etwa 40 junge Leute aus Württemberg

kamen zu diesem Seminartag. Wie halte ich

eine Andacht? Wie lebe ich mein Christsein

überzeugend? Konnte Jesus übers Wasser

gehen? Wie kann ich ohne Störungen eine

Gruppenstunde halten? Zu diesen Fragen

hielten wir Referate und führten interessante

Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern. Und wieder einmal sagten wir

hinterher im Referententeam: „Den Tag müssen

wir wieder anbieten.“

Pe t r a M ü l l e r

TuneinGames

26. – 29.10.2009

TUNEinGAMES

Während ich dies schreibe, liegen die TUNEin-

GAMES unmittelbar vor uns. Seit Monaten sind

Tobi Becker und ich zusammen mit haupt- und

ehrenamtlichen Mitarbeitenden aus dem Kirchenbezirk

Tuttlingen dabei, diese ungewöhnliche

Jugendevangelisation vorzubereiten. Um

was geht es?

Wir wollen zusammen mit dem Bezirksjugendwerk

Tuttlingen und den Mitarbeitenden aus

Tuningen Brücken schlagen zu Jugendlichen

ganz unterschiedlicher Milieus, um diese mit

dem Evangelium zu erreichen. Dafür verwandelt

sich die Tuninger Festhalle für vier Abende in die

TUNEinGAMES-Arena. Vier Abende lang kämpfen

vier Teams, die aus Tuninger Jugendlichen

bestehen, um den TUNEinGAMES-Pokal. Dafür

haben sich Jugendliche aus Sportvereinen,

Freunde aus der Schule oder dem Jugendhaus

zu milieuübergreifenden Teams zusammen

getan.

Nach der Spielshow dockt ein Videoclip an

der Lebenswelt der Jugendlichen an und liefert

uns die Brücke für eine Impulsansprache, in

der es um Begegnungen von Jesus mit

Menschen seiner Zeit geht. Nach einer

dreiviertel stündigen Chill-Phase mit Bistro

und kulinarischen Angeboten, steigen wir in

den dritten Teil des Abends ein: nun kann jede

und jeder eine Bibel in die Hand nehmen und

die Geschichte, die wir in der Impulsansprache

erzählt haben, im Original lesen. Daraus entsteht

ein interaktiver Prozess, aus dem heraus sich

Abend für Abend im offenen Plenum die eigentliche

evangelistische Zuspitzung entwickelt.

Wir haben 2007 in Neubulach diese Art von

Jugendwoche zum ersten Mal ausprobiert. Nun

wird die Vorbereitung, Durchführung und die

Weiterarbeit der TUNEinGAMES wissenschaftlich

begleitet und untersucht. Unsere Frage heißt:

Gelingt es tatsächlich völlig außenstehende

Jugendliche zu erreichen, die normalerweise nicht

in unserer Jugendarbeit vorkommen oder machen

wir uns da etwas vor?

Ich bin unglaublich gespannt, wie es wird. Noch

wenige Stunden, dann eröffnet der Bürgermeister

von Tuningen als Schirmherr der Aktion das, was

Tobi Becker und mich nun schon seit Monaten

beschäftigt: die TUNEinGAMES. Wenn ihr dies

lest, wissen wir mehr. Dann sind wir in Tuningen

längst in der Weiterführung – auf dem Weg von

einem ungewöhnlichen evangelistischen Event zu

einer kontinuierlichen Jugendarbeit. Für die von

euch, die Feuer gefangen haben und mehr wissen

wollen: Alle Infos unter: www.tuneingames.de

D i e t e r B r a u n

Die ersten spannenden

Wochen sind vergangen.

Terminvereinbarungen und Terminabsprachen

gehörten zu wichtigen Aufgaben in diesen

ersten Tagen. Ein Telefongespräch ist mir

dabei noch besonderes in Erinnerung. Ich

sollte einen mir möglichen Sonntag für einen

Mitarbeiterabend vorschlagen. Also schlug

ich als Termin Sonntag, den 11. Juli 2010 vor.

Die Frau am anderen Ende der Telefonleitung

reagierte prompt: „Da ist doch das Endspiel

der Fußball-WM 2010.“ Wir haben dann

doch einen anderen Termin für meinen Besuch

beim Mitarbeiterabend gefunden. An mir als

Fußballfan ist die WM bisher noch ziemlich

vorbei gegangen. Das Motto der Fußball-WM

2006 in Deutschland lautete: „Die Welt zu

Gast bei Freunden“. Bei der WM 2010 in

Südafrika heißt der Leitspruch übrigens: „Ke

Nako. Celebrate Africa’s Humanity“. Die Übersetzung

des aus einigen nationalen Sprachen

entlehnten Begriffs „Ke Nako“ lautet: „Es ist

an der Zeit.“ Man könnte also frei übersetzen:

„Es ist an der Zeit Afrikas Menschlichkeit zu

feiern“.

Die zwei Leitsprüche der beiden Weltmeisterschaften

drücken eine gemeinsame Sehnsucht

nach „gelingendem Miteinander“ aus. Sie

werben für Gastfreundschaft, Freundlichkeit

und Gemeinschaft. Dies und die Tatsache der

nun zum ersten Mal in einem afrikanischen

Land stattfindenden WM erinnern an die

„Eine Welt“.

Bei dem Ausspruch „Ke Nako“ könnte man

an auch den bekannten Schlager der Kölner

Band „die Höhner“ zur Handballweltmeisterschaft

2007 denken. Sie singen in ihrem

Refrain ihrer WM-Hymne „Wenn nicht jetzt,

wann dann…“. Dieser Refrain gibt wieder, zu

was „Ke Nako“ auch uns Europäer auffordert:

„zur Übernahme weltweiter Verantwortung“.

Gerade solch ein Sportevent, wie die WM

ermöglicht es für die „Eine Welt“ zu sensibilisieren.

Lasst uns als CVJMer die ausgelassene

Feierstimmung und die Begegnungsmöglichkeiten

rund um die WM (vielleicht beim Public

Viewing) dazu nutzen von Jesus zu erzählen,

der in die „Eine Welt“ gekommen ist, um zu

suchen und zu retten, was verloren ist. „Ke

Nako“ – Es ist an der Zeit.

Dezember

02.12. 9.30 Uhr Hauptamtlichen Runde, Esslingen Petra Müller

06.12. 17.00 Uhr Evang. Kirchenbezirk Nürtingen, Neckartailfingen Dieter Braun

10.12. 14.00 Uhr Hauptamtlichentreff Kinder, Jungschar, Landesstelle Petra Müller

11.12. 9.30 Uhr Berliner Tagung für Jugendevangelisation Dieter Braun

11.-13.12. „Evangelistisch verkündigen“

Praxis-Seminar für Ehrenamtliche, Berlin

Dieter Braun

13.12. 19.30 Uhr Gottesdienst Atempause, Nürtingen Petra Müller

13.12. 15.00 Uhr Adventsfeier, CVJM Perouse M. Kerschbaum

14.12. 20.00 Uhr Montagsfrauenkreis, Walddorf Petra Müller

Januar

3. – 9.01. CVJM Winterfreizeit, Sils Maria Dieter Braun

17.01. 17.30 Uhr CVJM Gärtringen Dieter Braun

29. – 30.01. Fachtagung Jugendevangelisation, Wuppertal Dieter Braun

30.01. 19.00 Uhr Jugendtreff, CVJM Holzgerlingen Petra Müller

30.01. 10.00 Uhr Seminartag, CVJM Flein M. Kerschbaum

30.01. 19.30 Uhr Hauptversammlung, CVJM Derendingen M. Kerschbaum

Februar

01.02. 20.00 Uhr Mitarbeiterkreis, CVJM Murr Petra Müller

03.02. 19.45 Uhr Mitarbeiterkreis, CVJM Pleidelsheim Petra Müller

06.02. 10.00 Uhr Workshop, Posaunenchor CVJM Grunbach M. Kerschbaum

06.02. Evangelischer Gemeinschaftsverband Pfalz Dieter Braun

07.02. 18.00 Uhr Jahreshauptversammlung, CVJM Besigheim M. Kerschbaum

08.02. 19.30 Uhr Mitarbeiterkreis, CVJM Neuffen Petra Müller

Hinweis: In diesem Zusammenhang soll spätestens

im Frühjahr 2010 ein Andachtsheft zur

WM erscheinen: „Bibel&Fußball – 4 Wochen

mit!“

M a t t h i a s Ke r s c h b a u m

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www.cvjm-wuerttemberg.de

Redaktionsschluss

Hotline No. (1)2010

15.01.2010

Termine / Veranstaltungen

CVJM Zentrum

CVJM-Treff

28. November 2009

Gemeindehalle Walddorfhäslach

Mit dem württembergischen Landesbischof

Dr. h.c. Frank O. July

Einführung von Matthias Kerschbaum

CVJM Ski- und Snowboardfreizeit

2. – 8. Januar 2010

Meiringen-Hasliberg/Schweiz

für Jungs und Mädels von 15 bis 18 Jahren

Leitung: Joe Böttiger, David Reutter

Alle Infos unter www.ejw-reisen.de

CVJM Winterfreizeit

3. – 9. Januar 2010

Sils Maria, Oberengadin (1800m)

für junge Erwachsene ab 18 Jahren

Leitung: Dieter und Bärbel Braun, Anne und

Markus Bayer

Alle Infos unter www.ejw.reisen.de

Gebetsabend

CVJM Landestreffen 2010

28. Februar, 19.30 Uhr

CVJM Zentrum Walddorf

Kein Treffen für irgendeine CVJM-Elite. Sondern

ein Treffpunkt für alle, die wissen, dass wir

das Landestreffen in seiner Komplexität nicht

aus eigener Kraft zustande bringen. Einblick

in die Vorbereitungen und in die Last-Minute-

Probleme. Gemeinsam dafür beten, dass Gott

aus dem Landestreffen 2010 einen ganzen

Segen macht.

CVJM Landestreffen 2010

6. – 7. März 2010

Glaspalast Sindelfingen

Unter anderem mit den Bands „Frequency“,

„Good Weather Forecast“ und der JesusHouse-

Band 2011 „Gracetown”. Außerdem mit dabei:

Matthias Clausen (JesusHouse Prediger 2011 in

Stuttgart). Alle Infos unter

www.cvjm-landestreffen.de

CVJM-MA-Kurs „Klar-Text“

2. – 6. Januar 2010

CVJM ZentrumWalddorf

Wie halte ich eine Andacht? Wie bereite ich

eine Bibelarbeit vor? Ein Seminar für Mitarbeitende

im CVJM (info@cvjm-zentrum.de).

Das ejw und andere bieten an

Informationen, Tipps

Vorschau

Evangelistisch verkündigen

agje Praxis-Seminar für Ehrenamtliche

11. – 13. Dezember 2009

CVJM Missio-Center, Berlin

Eingeladen sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der missionarischen Jugendarbeit,

die ihre Predigtfähigkeit und ihre Praxis

des Predigens verbessern wollen. Referenten

und Mentoren sind Jugendevangelisten aus

ganz Deutschland.

Nähere Infos und Anmeldeformulare:

www.agje.de

Internationales Seminar 2010

29. – 30. Januar 2010

Bernhäuser Forst

„Wie holen wir die Welt in unsere Jugendarbeit?“

Ideen, Tipps, Gruppenstundenentwürfe

und Aktionsvorschläge, die einen Lebensstil mit

Weitblick vorstellen und Partnerschaften des

ejw erlebbar machen.

Leitung: Fritz Leng, Markus Häfele und Team

(CVJM-Weltdienst und ÖkiA im ejw)

Flyer und Anmeldeformular anfordern:

cwd@ejwue.de

„welt weit wagen“

CVJM-Jahresaktion 2009/2010

Es werden wieder zehn ausgewählte Projekte in

Äthiopien, Eritrea, Nigeria, im Sudan, in Rumänien

und der Slowakei unterstützt. Projekthefte,

Plakate, Handzettel, Postkarten usw. können

angefordert werden: cwd@ejwue.de

www.kongress-jugendarbeit.de

CVJM Bibel „kompakt“

30. April – 2. Mai 2010

CVJM Zentrum Walddorf

Wir haben die Bibeltrainings-Erfahrungen eines

Jahrzehntes gebündelt und weiterentwickelt.

Dabei herausgekommen ist: Bibel „kompakt“ –

ein neues Angebot des CVJM.

Kompakt und übersichtlich – wir wollen dir

helfen ein Stück Bibel kennen zu lernen. Du

brauchst keine Vorkenntnisse und musst keine

Vorarbeiten leisten. In 40 Stunden bekommst

du einen Überblick über ein Buch der Bibel.

Ein Mini-Studium für Ehrenamtliche, die mehr

wissen wollen, weil sie ahnen: das Buch der

Bücher ist ein enormer Schatz. Infos über www:

cvjm-wuerttemberg.de und im CVJM Jahresprogramm

2010

JesusHouse 2010/2011

Mit einem neuen Konzept geht es in die nächste

Jesus-House-Generation. Zur bisherigen Satellitenübertragung

von JesusHouse kommt eine zweite

zentrale Säule dazu.

JesusHouse lokal

Im Zeitraum von September bis November 2010

gestalten 150 Jugendevangelisten rund 300

Jugendevangelisationen in ganz Europa.

JesusHouse zentral

Vom 30.03. bis 02.04.2011 schließt sich dann

vier Abende lang eine Übertragung aus der Stuttgarter

Porsche Arena an.

Damit gewinnt ihr als Ort große Flexibilität. Ihr

habt die Wahl und entscheidet, was für euch vor

Ort dran ist. Ihr könnt beides kombinieren oder

auch nur eines der beiden Angebote wahrnehmen.

Jetzt Konzeptheft zuschicken lassen. Alle Infos

unter: www.jesushouse.de

Weitere Termine 2010

20. März Powerday, Unterweisach

27. März ejw Freizeit Börse,

Bernhäuser Forst

16. – 17. April CVJM Vorständewochenende,

Bernhäuser Forst

9. – 13. Juni Stille Tage, Hohrodberg

4. April CVJM Ostertreff,

Walddorfhäslach

20. Juni Landesposaunentag, Ulm

Kongress Jugendarbeit

„von wegen“

05. – 07. November 2010

CVJM-Gesamtverband in Deutschland

Evangelisches Jugendwerk in Württemberg

Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands

Schwabenlandhalle Fellbach

Ein Kongress für Mitarbeitende – organisiert vom

CVJM Gesamtverband und dem Evangelischen

Jugendwerk in Württemberg. Neue Ideen für

die Jugendarbeit sammeln, Horizonte erweitern,

Gemeinschaft erleben, mit Jesus auf dem Weg

sein.

Infos: www.kongress-jugendarbeit.de

Reisen mit dem CVJM 2010

10 Tage

02. – 11. April 2010 (Osterferien)

Ausserdem:

JesusBoat (22.-30.08.2010)

Die Tour für junge Leute von ca.

17 bis 35 Jahren im östlichen

Mittelmeer (Insel Ithaka/

Athen/

Patmos/Split - 1/2 Tag

Venedig

u.a. mit Torsten Hebel, Roland

Werner & JesusHouse-Band

...für jedes Alter

Ägypten - Jordanien -

Griechenland - Italien

mit 2 Vorprogrammen

Safaga - Sharm El-Sheikh - Aqaba -

Suezkanal - Port Said - Alexandria -

Piräus/Athen - Ancona

u. a. mit: Jürgen Werth, Manfred Bletgen

Weitere Infos unter:

Spezielle Angebote für Familien

und Kleingruppen

Winterzauber des Nordens

(13.-20.02.2010)

Rostock - Helsinki - St. Petersburg

ISRAEL Erlebnisreise

(25.05.-04.06.2010)

See Genezareth - Totes Meer -

Jerusalem

Tel. 09123/13658

eMail: urlaub@cvjm-bayern.de

Veranstalter: CVJM Bayern, GmbH

PF 710140, 90238 Nürnberg

Gesamtleitung: H.-M. Stäbler

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Das CVJM-Landesverband-Spendenbarometer

Große Sommer Kreuzfahrt

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Auf biblischen Spuren – Per Schiff nach Israel

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SAID – ASHDOD/JERUSALEM (ISRAEL) – HAIFA/GALILÄA (ISRAEL) –

LIMASSOL (ZYPERN) – RHODOS – SOUDA (KRETA) – NIZZA

Mit an Bord: Dr. h.c. Erwin Teufel, Ministerpräsident a. D. des Landes

Baden-Württemberg; Dr. Gerhard Maier, Landesbischof a. D. der

Evang. Landeskirche Württemberg; Dorothea und Dr. Rolf Hille;

Pfarrerin Bärbel Wilde; Ruth Heil; Reinhold Ruthe; Dekan Ralf

Albrecht; Erwin Damson; Musik: Gerhard Schnitter; Waldemar Grab;

Beate Ling; Hans-Werner Scharnowski; Kirchenmusikdirektor

Hans-Ulrich Nonnenmann, Bordposaunenchor

Kinderprogramm

Außerdem bei hand in hand tours:

Rom, Donau, Irland, Norwegen, Wolga, China mit Yangtze, Israel,

Chagall-Reise, Hurtigruten, Masuren, Oder-Kreuzfahrt, Donau Delta,

Schwarzes Meer

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Lilly live

Heute

hat

mich

Leon

in Reli

gefragt,

warum Jesus

eigentlich

zwei Väter hat:

Josef und Gott. Und

mit wem Maria zuerst

verheiratet war. Sein Papa sei

zuerst mit der Mama verheiratet gewesen und

dann kam der Rick und jetzt sei der sein neuer


Papa. Aber eigentlich mag er den alten Papa viel


lieber und welchen Papa Jesus denn lieber gemocht

hat. Hat Gott den Jesus auch nur einmal




im Monat sehen dürfen und war die Maria auch





Wir sind auf eure Unterstützung angewiesen.

Projekte 2009/aktuelle Spenden bzw. Einnahmen

Projektvolumen

Spenden/Einnahmen

Stand: 1.10.2009

60.000

50.000

40.000

30.000

20.000

10.000

Herzlichen Dank für alle Verbundenheit und finanzielle Hilfe!

nicht verpassen in heft 1 10

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50% und mehr

20.000

15.633

Dreieinigkeit für Anfänger

sauer, wenn Gott die Unterhaltszahlungen vergessen

hat? Und hat der Josef dem Jesus nach

einem Gottwochenende auch immer erzählt,

wie blöd der Gott zur Maria gewesen ist? Prima,

jetzt erklär mal einem Zweitklässler aus einer

Patchworkfamilie die Dreieinigkeit. Der Rest der

Klasse war plötzlich auch ganz Ohr und schon

waren wir mittendrin in einer theologischen

Grundsatzdiskussion. „Mit der Dreieinigkeit ist

es wie mit dem Wasser“, habe ich pädagogisch

elementarisierend erklärt: „Wasser gibt es in

festem Zustand als Eis, flüssig als Wasser und als

Wasserdampf. Und so gibt es Gott auch in drei

Erscheinungsformen: als Vater, Sohn und Heiliger

Geist.“ Darauf Luca: „Ich geh an Halloween

auch als Geist!“ Chiara: „Dann hat Gott bis

gestern in unserem Boiler im Bad gewohnt, da

war auch immer alles voll mit Dampf.“ „Nein

Folge 15

Hotline

19.000

9.254

Landestreffen

56.000

34.810

“Lilly live”

von Nicole Mutschler

n.mutschler@gmx.net

Chiara, nicht überall wo Wasserdampf ist, ist

auch der Heilige Geist! Das ist so ….“ Louis:

„Aber Gott ist doch überall, warum dann nicht

bei der Chiara im Bad?“ Chiara: „Jetzt ist er

ja auch nicht mehr da, der ist ausgezogen, wir

kriegen eine Zentralheizung.“ Alicia: „Außerdem

hast du ja jetzt die Maria ganz vergessen, Frau

Lamm. Die waren doch dann zu viert und mit

Josef sogar zu fünft.“ Leon: „Oh nein, nicht noch

mehr!“ „Nein, Kinder, Gott ist einer!“ Verwirrtes

Schweigen. Alicia: „Frau Lamm, jetzt fragst du

aber besser noch mal unseren Mathelehrer, ob

das alles so stimmt. Erzählst du uns jetzt lieber

noch mal die Weihnachtsgeschichte, da kommen

die doch eh alle drin vor.“ Chiara: „Bis auf den

Heiligen Geist, aber die hatten ja auch keinen

Boiler im Stall.“

Folge 14


CVJM-Landesverband Württemberg e.V.

Haeberlinstraße 1-3, 70563 Stuttgart

PVST, DPAG, Entgelt bezahlt,

E 55015

Evangelisches Jugendwerk in Württemberg · Postfach 80 03 27 · 70503 Stuttgart

E 55015 PVSt. Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt

Geheimnisvolle Liebe

Der Brief hat nur vier Zeilen, aber das Wichtigste:

drei Zeichen, xxx. Als Beweis, dass es die große

Liebe noch gibt.

Carmen Ruiz Pérez, 43, hat lange in Paris gelebt, als

Modeverkäuferin, sie hatte einen Hund und immer mal wieder

längere Beziehungen mit Männern. An die große Liebe glaubte

sie nicht mehr, nach der Geschichte damals. Diese begann vor 17

Jahren, als sich Carmen beim Englischlernen in einen rothaarigen

Briten verliebte, Steve Smith.

Zwölf Monate waren sie ein Paar, dann musste Carmen nach

Frankreich zurück. Steve versprach, sie zu besuchen. Aber

er hatte kein Geld, nur Schulden, er verlor seine Wohnung,

zog zurück zu den Eltern, die große Liebe wurde vertagt und

wieder vertagt. Fünf Jahre später setzte sich Steve Smith, ein

Einzelhandelskaufmann, kein Liebeslyriker, an seinen Tisch und

schrieb: „Hallo Carmen, wie geht es

dir? Wo bist du? Denkst

du noch an mich?

Bitte ruf mich an,

Steve“. Vier spröde

Zeilen, aber gefolgt

von dreimal x.

Dreimal Kuss. Es

war März 1998,

er schickte den

Brief an die einzige

Adresse, die er noch

von Carmen hatte,

an das Haus ihrer

Mutter in Granada,

Spanien. Carmens Mutter legte ihn auf den Kaminsims. Steves

Brief rutschte in die Spalte zwischen Kamin und Wand. Dort blieb

er liegen.

Zehn Jahre später beschließt Carmens Mutter ihr Haus zu

renovieren. Bauarbeiter setzen dabei den Kamin um, finden

Steves Brief. Dann der Anruf auf der Insel: „Hier ist Carmen,

ich habe deinen Brief bekommen“, hört er sie sagen. Steve

bricht seinen Urlaub ab und bucht für 340 Pfund „das teuerste

Flugticket meines Lebens“. Am Flughafen Charles de Gaulle rennt

er ihr entgegen: „17 Jahre fühlten sich auf einmal an wie 17

Minuten“, sagt Carmen. „Wir heiraten“, sagt Steve.

Allen, die den Glauben an die Liebe oder die Liebe zum Glauben

verloren haben, sei’s erzählt: Genauso schreibt Gott seine

Geschichte mit Menschen: Seit Adam und Eva fragt er: „Mensch,

wie geht es Dir? Mensch, wo bist Du?“. Weil wir Menschen

die Gottesbeziehung immer wieder vertagen, reißt er sich das

Teuerste vom Herzen und schickt einen Liebesbrief: Jesus Christus.

Dieser ist mit einem Kreuz unterzeichnet. Als

Beweis, dass es die große Liebe

noch gibt. Und wem das nicht

in den Kopf will und zu

Herzen geht, den kann

nur der Heilige Geist

neu entflammen.

Die Dreieinigkeit

ist wie die Liebe

Gottes auch – ein

großes Geheimnis.

THEOs eck

Theo Eissler

wortentwicklung.de

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