Meran – Saltaus - Kunstwanderungen

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Meran – Saltaus - Kunstwanderungen

RK C08

Meran - Saltaus

Meran Gratsch Dorf Tirol Kuens Riffian Saltaus

5 Stunden und 07 Minuten reine Wanderzeit

Bus

Saltaus täglich 8.23, 9.23, 18.23

Meran täglich 8.50, 9.50, 18.50

Wir gehen in Meran von der Bushaltestelle an der Passer auf der schönen

Brücke über den Fluss und halten Richtung durchs Bozner Tor.

3 Minuten später wandern wir vor der Nikolauskirche rechts, vor der Barbarakapelle

links und steigen zwischen beiden Kirchen treppauf.

5 Minuten später wandern wir auf dem Querweg links auf den

*** Tappeinerweg. Die Strecke ist berühmt wegen ihrer auf

Romantik gesetzten Lage voll geradezu ausgesuchter tropischer

Bäume. Der Blick über die leider mittlerweile zersiedelte Landschaft

gibt immer wieder die *** Ansicht frei von der

Texelgruppe. Wir verkneifen uns, auf diesem Weg zurückzublicken.

7 Minuten später wandern wir in die Kirche von

Gratsch,

*** St. Peter. Die Kreuzkuppelkirche mit Vierungskuppel,

Vierungsturm, Tonnengewölbe und polygonaler Apsis stammt

aus dem 9. Jh., die linke Nebenapsis von 1290. Um 1460 wurde

die Kirche unter ein einziges Dach gesetzt, 1465 erhielt sie ihr

Spitzbogenportal.

Das Äußere. An der rechten Wand erfreuen Fresken um 1080:

Petrus und Paulus um Christus herum, gerahmt von frühromanischen

Scheibenkreuzen. Katharina, um 1380, Barbara, vor

1400, Michael, vor 1300; Christophorus, um 1400.

Die Apsis. Die **** Fresken stammen, falls nicht anders angegeben,

aus der Zeit von 1080. Christus in der Mandorla, flankiert

von den Evangelistensymbolen. Darunter die Reihe der

Linker Querschiffarm: Fresko der Verkündigung an Maria, um

1370. Rechter Querschiffarm. Frontwandnische: Paulus.

Linkes Seitenschiff: Frontwand: Verkündigung, um 1180.

Romanischer Taufstein.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach links treppab und auf dem Querweg

links mit *** Ansichten von Schloss Tirol.

7 Minuten später wandern wir an der Gabelung links treppauf und nun auf der

Höhe auf Schloss Tirol zu.

4 Minuten später wandern wir ins Schloss von 90 Min.

Dorf Tirol,

**** Schloss Tirol. Die Stammburg des Landes wurde im 12.

Jh. von den Grafen von Vinschgau erbaut, die sich danach Tirol

nannten. Im 13./14. Jh. wurde die Anlage vergrößert und bis

1363 Residenz derer von Tirol. Schließlich war sie Sitz des

Landeshauptmanns bis 1420. Daraufhin verfiel die Burg. Der

Nordosttrakt wurde 1641 zum Abriss freigegeben. 1816 kam

das Schloss an Meran, das es Kaiser Franz I. schenkte.

Den Hof erreicht man zuerst. Er ist umstanden von der Hauptburg mit

ihrem Palas, der Kapelle, dem Bergfried und Wirtschaftsgebäuden.

Rechts geht man eine kleine Treppe hinauf, steigt danach eine Freitreppe

empor und geht von außen ins Innere der Burg mit Hilfe des schlichten

lombardischen Portals der Zeit um 1160, von Marmor gerahmt,

das einen graden Sturz mit einem Tympanon darüber

hat, dessen Seitenpfosten mit Palmetten und Ranken geschmückt

sind und im Bogenfeld einen segnenden Engel aufweist,

der einen Kreuzstab hält. Die Rahmung des Tympanons

zeigt Löwen, Widder Stiere und zwei Menschenpaare. So gelangt

man in den

Palas, von Biforien- und Triforienfenstern erhellt. - Vom Palas aus

geht man durchs prunkvolle lombardische Marmorportal der Zeit

um 1160. Es besitzt im Tympanon eine Kreuzabnahme. Die

Umrahmung zeigt urtümliche Menschengestalten, symbolträch-


tige Tierfiguren und höllische Fabelwesen, von links unten nach

rechts unten: 1. Ein Centaur zielt mit einem Pfeil auf den Gekreuzigten.

2. Adam und Eva. 3. Davids Kampf mit dem Löwen.

4. Ein Teufel fährt mit einem Verdammten zur Hölle. 5.

entlang mit Trauben und Ähren. Nun betritt man die

Kapelle, die ursprünglich Petrus und Paulus, dann aber Pankratius

geweiht wurde. Sie ist eine Doppelkirche und wurde unter

der Gräfin Margarete Maultasch um 1375 nahezu vollständig

mit Fresken ausgemalt. Sie hat in beiden Etagen je eine Rundapsis

mit je drei kleinen Rundbogenfenstern.

***** Fresken

Das Obergeschoss. Die Apsis zeigt unter einem Mäanderfries

von links nach rechts: Anbetung Jesu durch die drei Könige,

Kruzifixus mit Heiligen, Heiligenfiguren. An der Rückwand:

Christophorus. Der Flügelaltar ist eine Kopie eines Werkes

Das Untergeschoss ist mit einer umlaufenden Holzgalerie versehen

und besitzt einen Triumphbogen aus weißen Marmorquadern,

der Reliefdarstellungen trägt: Lamm Gottes mit dem

Kreuz und die vier Evangelistensymbole. In der Apsis unter einem

umlaufenden Tier-Blattranken-Fries befinden sich Einzelfiguren

von Heiligen sowie Ornamentmotive. Die Fensterlaibungen

zeigen kleine szenische Darstellungen: Erschaffung der

Welt, ein Schutzmantelbild, die Marienkrönung, die Auferstehung

Jesu, die Kreuzigung, die Verkündigung an Maria und ein

Brustbild Jesu. Der Apsisbogen zeigt Heiligenmedaillons.

Im Schiff an der Frontwand in gerahmter Fläche: Kreuzgruppe

um 1320. Fresken von Heiligen unter Baldachinen.

Das Museum zeigt u. a. mittelalterliche Skulpturen, Bücher.

Außerdem ist im Bergfried die Geschichte Südtirols in vorzüglicher

Weise dargestellt. Von der Burg aus hat man eine

*** Ansicht vom Etschtal.

Wir gehen aus der Burg hinaus, halten uns rechts und gelangen auf das Sträßchen

nach „Dorf Tirol“ mit *** Ansichten von Schloss Tirol sowie dem weiter

unten angelegten Schloss Brunnenburg.

10 Minuten später andern wir an der Gabelung links zum „Centro“ und halten

uns rechts.

3 Minuten später wandern wir in die Kirche

*** St. Johannes. Der Turm des 12. Jhs. ist mit einer Haube

des 17. Jhs. gedeckt. Das neugotische Langhaus von 1856 besitzt

noch einen Chor des 14. Jhs., in dem Freskenreste erhalten

sind, z. B. Gottvater, Kreuztragung. Die Ausstattung samt dem

Hochaltar ist im Wesentlichen neugotisch, abgesehen von der

Johannesfigur des 15. Jhs., am Chorbogen rechts, dem barocken

Nikolaus und dem Ruprecht von M. Leiter, 1694 (beide seitlich

der Empore) sowie dem spätgotischen Taufstein.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, steigen rechts treppauf, queren linksversetzt

die Fußgängerzone, Gasthof, queren rechtsversetzt die Durchfahrtsstraße und

wandern nun immer auf dem „Lingweg“ durch Weinberge. Später haben wir

von diesem Weg aus *** Ansichten vom Passeiertal.

*** Schloss Auer. Die einst mittelalterliche Anlage gleicht

heute einem aufgepäppelten auf Neuromantik getrimmten Ruinenkomplex,

der allerdings durch die hohe Rankenbepflanzung

einen echt romantischen Eindruck hinterlässt.

wir dann im *** Spronser Tal, einer malerischen Gegend mit manchen ***

Erdpyramiden über den wild wogenden Spronser Bach, der durch Felsbrocken

herniederrauscht, gelangen danach in artenreiche *** Vegetation auf einen

*** romantischen Weg.

30 Minuten später wandern wir auf der Querstraße vorm Gasthof rechts, bleiben

auf ihr.

3 Minuten später wandern wir an der Gabelung hinter just passiertem Hotel

„Sonnenhof“ rechts bergab.

2 Minuten später andern wir an der Schrägkreuzung rechts, an der Gabelung

sofort wieder links bergab und halten uns links, aber stets bergab.

5 Minuten später wandern wir in die Kirche von 183 Min.

Kuens.


Der Ort ist die kleinste Gemeinde Südtirols und liegt malerisch

am Eingang des Spronser Tals. Sie wurde vom Freisinger Bischof

Korbinian im 8. Jh. gegründet.

*** St. Mauritius und Korbinian. Die Langhausmauern

stammen aus dem 12. Jh. Um 1450 sind der Chor, der Turm mit

seinem Achteckhelm und das Spitzbogenportal entstanden. Die

Sonnenuhr an der südlichen Außenwand wurde um 1450 gemalt.

Die Fresken an der Außenwand vom Ende des 14. Jhs.

zeigen Maria mit Heiligen sowie Szenen aus dem Leben des

Mauritius, bzw. des Christophorus.

Das Chorhaus wurde 1450 mit einem Netzgewölbe versehen.

Der Hochaltar ist neugotisch und mit einer Fülle von Heiligenfiguren

bestückt. Taufstein von 1673.

Das Langhaus wurde 1615 tonnengewölbt.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, wenden uns nach rechts, steigen treppauf

und gehen auf gekommenem Weg zurück.

6 Minuten später wandern wir auf dem Querweg rechts.

1 Minute später wandern wir in die Kirche des Wallfahrtsortes 215 Min.

Riffian.

**** Zur Schmerzhaften Muttergottes. Die Wallfahrtskirche

erhielt um 1670 ihr heutiges Aussehen eines Barockbaus mit

Kuppel und Querschiff, wiewohl sie älter ist. So entstammen

untere Teile des Turms sowie des Hauses der Gotik zwischen

1368 und 1465.

Das Innere. Der Rocaillestuck ist von 1749.

Der Chor. Der gewaltige Altaraufbau mit den Figuren Jesaia,

Johannes Evangelist, Maria Magdalena, Simeon (von links nach

rechts) samt Engeln sowie der Heiliggeisttaube in der Bekrönung,

um 1775, ist mit einer Pietà des 15. Jhs. geschmückt.

Der Taufstein aus Marmor, um 1400, zeigt an den Ecken Adam

und Eva, eine Frau nebst zwei Männern mit Löwen.

Das Langhaus. Das Kuppelfresko von J. Strickner, 1777, schildert

die Himmelfahrt Mariens, flankiert von den vier Evangelisten

samt ihren Symbolen. Linker Chorpfeiler: Muttergottes

unter dem Kreuz, neugotisch. Rechts am Chorpfeiler: Kanzel

mit Engelchen und schönem Stuck, barock. Linker barocker

Seitenaltar mit dem Gemälde der Maria als Rosenkranzkönigin.

Rechter barocker Seitenalter mit dem Gemälde der Immaculata,

der unbefleckten Maria.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und nach links in die Kapelle

*** Unserer Lieben Frau. Die Kapelle der Zeit um 1400 besitzt

Fresken des Meisters Wenzlaus, 1415; sie zählen zum

Besten, was in Südtirol im veronesischen höfischen Stil geschaffen

wurde. Im Gewölbe sieht man Kirchenlehrer und

Evangelistensymbole, an der Frontwand die Anbetung und Zerstörung

des Goldenen Kalbes sowie den Mannaregen, an der

Wir gehen aus Kapelle und Friedhof hinaus, halten uns links, biegen vor der

„Bibliothek“ links ab und wandern auf der Schrägquerstraße abermals links.

Wir haben *** Ansichten vom Passeiertal, darin erkennen wir bisweilen die

*** Schildhöfe. 12 Höfe sind im Tal verteilt, stammen aus dem

Mittelalter und waren Sitze der Freisassen, Bauern, die Adelsfreiheiten

besaßen und dem Grafen von Tirol Waffendienst leisteten.

Die burgähnlichen Bauten des 13. und 14. Jhs. besitzen

Zinnengiebel und teilweise sogar Ringmauern.

Wir folgen bei Auftreten der Bezeichnung „Saltaus“. Der *** Weg wird später

moosig und wildromantisch und gewährt außerdem *** Ansichten von

den Sarmtaler Spitzen, die wenn sie schneebedeckt sind, besonders schön

leuchten.

über den ** Saltauser Wasserfall und wandern weiter bergab.

40 Minuten später wenden wir uns, somit am Ende unserer Wanderung, in

Saltaus

auf der ziemlich stark befahrenen Durchfahrtsstraße rechts. Hier steht der

*** Schildhof, der 1230 bereits erwähnt wurde.

1 Minute später wandern wir zur Bushaltestelle. 307 Min.

RK C08

Ende

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