mit den augen des jägers kroatien - Business

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ein riesiger wald

Wenn ich Eiche sage, dann meine ich die Wälder der Spačva: Dies

schrieb 1888 der kroatische Schriftsteller Josip Kozarac. Die dichten,

hohen, alten Stieleichenwälder in der Spačva im Süden Slawoniens

stellen einen großen nationalen Reichtum dar. Jedoch sind es

nur Rudimente der uralten Wälder der Tiefebene, die die Gebiete

an den großen Flüssen Donau, Drau und Save völlig bedeckten.

Der Wald der Spačva ist das größte, einmalige Eichenwaldgebiet

Europas. Mit seinen 51,6 Tausend Hektar Fläche ist er sogar 2,5 Mal

größer als der Wald von Fontainebleau in Frankreich, dem an Eichen

reichsten Land. 36 Prozent Kroatiens wird heute von Wäldern bedeckt.

In Europa gibt es nur in Finnland größere Waldflächen. Einen

fast ebensolchen Anteil hat Österreich, aber nur in Bosnien und

Herzegowina wurde auf solch großen Flächen die ursprüngliche

Wildnis bewahrt. Ungeachtet dessen, wer der Eigentümer dieser

riesigen Waldgebiete ist, wacht die Verwaltung des Staatsunternehmens

Hrvatske šume (Kroatische Forstverwaltung) über eine

nachhaltige Nutzung. Das hat sich als klug erwiesen, denn die kompromisslose

Verwaltung der verschiedenartigen Waldgemeinschaften

dient zu deren Vorteil, aber auch zum Vorteil des Menschen.

Dieses Konzept hat sich bewährt und ist weltweit als das beste

anerkannt, denn auf diese Weise konnten die riesigen Urwaldgebiete,

wie beispielsweise Štirovača auf dem Velebit, der zauberhafte

Eichenurwald Tramuntana auf der Insel Cres, der Wald bei Motovun,

in dem es die delikaten Trüffel gibt, erhalten werden. Mit dem

nahe gelegenen Wald Lože und einem Teil des Waldes Radiševo

als Reservat der Waldvegetation mit einmaligen Einzelexemplaren

der riesigen Eichenbäume ist die Stadt Županja ein Symbol dieses

Baumes. Die Eiche ist die Grundlage für die Entwicklung des Lebens

in der Wildnis.

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