mit den augen des jägers kroatien - Business

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osijek

jagdvolkslied

bećarac

Jagdmotive auf einem Porzellanteller,

19. Jh., Museum für Kunst und

Kunstgewerbe, Zagreb

Weiter stromabwärts stellen der Maler Adolf Waldinger (1843 - 1904)

und sein Lehrer Hugo Conrad von Hötzendorf (1807 - 1869), Protagonisten

der Osijeker Malschule, mit nicht weniger Leidenschaft

den Wald, die Jagd und das erlegte Wild dar.

Ausgestattet mit der besten akademischen Bildung, die man seinerzeit

in Europa erlangen konnte, kamen sie nach Osijek zurück und

ließen die Trends der damaligen Malerei hinter sich, um in ihren

scheinbar fotorealistischen und romantischen Landschaftsbildern

den Reichtum an Farbe und Textur sowie die leidenschaftliche

Liebe zur slawonischen Landschaft und die grenzenlose Freiheit des

Aufenthalts in ihr darzustellen. Besonders kraftvoll sind ihre Stillleben,

Darstellungen des erlegten Wildes, Enten, Hasen, Fasane... Ihre

inoffizielle Malerei empfindet man noch stärker im Vergleich mit

den ausgezeichneten, obgleich streng diktierten Porträts reicher

Auftraggeber. Soviel Freiheit in den Natur- und Jagddarstellungen

konnten die Zeitgenossen nicht akzeptieren, so dass ihre Malerei

zu ihren Lebzeiten keine Anerkennung fand. Wenn man die Bilder

Rückkehr von der Jagd oder Vor dem Unwetter betrachtet, ist es,

als ob irgendwo aus ihnen der Jagd-Bećarac erklänge. Von dieser

besonderen Form des Volksliedes zählten die volkskundlichen Musikwissenschaftler

mindestens 40.000 humoristische, pikante und

auch laszive zehnsilbige Distichen (Doppelverse). Sie werden mit

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