LehrerInnenStimme - SLÖ - Steiermark

sloe.steiermark.at

LehrerInnenStimme - SLÖ - Steiermark

59. Jahrgang, Nr. 241

Steirische

LehrerInnenstimme

Juni 2012

Erholsame Ferien

wünschen Ihnen die Landesleitung und die Bezirksvorsitzenden!


SLÖ

LEITARTIKEL

STR Dipl. Päd. Franz Sachernegg

SO VORSCHNELL LÖST MAN KEIN PROBLEM

Die Sommerzeit ist da und mit ihr das „Sommerthema“.

Waren es bisher Berufsgruppen wie BeamtInnen, LehrerInnen, usw., die die

Seiten der Tageszeitungen über Wochen gefüllt haben, so steht heuer das

„Pensionsantrittsalter“ im Mittelpunkt der innerpolitischen Diskussion.

Der Vorstoß von ÖVP-Landesparteichef LHStv. Hermann Schützenhöfer, das

Pensionsalter auf 67 Jahre anzuheben, kann nicht unwidersprochen bleiben.

ZeitungsherausgeberInnen können sich glücklich schätzen, denn das

„Sommerloch“ dieses Jahres ist bereits gefüllt!

Eine Pensionsregelung für alle über einen Kamm zu scheren, ist meiner Meinung

nach weder sinnvoll noch möglich. Berufe und deren Belastungen für die

betreffenden ArbeitnehmerInnen sind nicht immer gleich. Verantwortungsvolle

PolitikerInnen werden hierbei Gespräche mit ÄrztInnen über Zumutbarkeiten

führen und die Krankenstandsstatistiken genauer unter die Lupe

nehmen, außerdem sind Beratungen mit den Sozialpartnern (AK, WIKA) sowie

mit AMS-ExpertInnen unumgänglich!

GewerkschafterInnen und PensionistInnenchefs aller Parlamentsparteien

stellen bei diesem Thema die gemeinsame Frage: „Sind ausreichend

altersgerechte Arbeits plätze, die ein Arbeiten bis 67 ermöglichen, überhaupt

vorhanden?“

In vielen Diskussionen zu diesem Thema gab es weder aus der Privatwirtschaft noch aus dem öffentlichen Dienst

eine positive Antwort.

Herr Schützenhöfer hat scheinbar auch vergessen, dass unsere Jugend Arbeitsplätze braucht. Geben wir doch diesen

jungen Menschen eine Chance, ihr Wissen mit den vorhandenen neuesten Technologien umzusetzen!

Sollte die Finanzierbarkeit des Pensionssystems ein Thema sein, so muss das derzeitige Modell von ExpertInnen

in Ruhe überdacht und nach zielführenden Wegen gesucht werden. Bei so heiklen, zwischenmenschlichen Angelegenheiten,

sollte nie die Wertschätzung von älterer und jüngerer Generation vergessen und Berufsgruppen gegeneinander

ausgespielt werden.

Die Politik und all ihre RepräsentantInnen sind gut beraten, wenn derartige Veränderungsvorschläge in kompetenten

Gremien umfassend beraten werden und erst dann an die Öffentlichkeit gelangen!

Einzelmeinungen und Eigendarstellungen sollten weitgehend vermieden werden!

In diesem Sinne wünsche ich allen KollegInnen eine erholsame unterrichtsfreie Zeit und viel Kraft und

Erfolg für 2012/13!

Euer STR Dipl. Päd. Franz Sachernegg

SLÖ - Landesvorsitzender

INHALT

GROSSMANN

4 - 5 Aktion “Steiermark liest”

GROSSMANN

6 - 7 Lesen wir gemeinsam vor!

ERLITZ

8 Ein aufregendes Schuljahr geht zu Ende

8 Dr. Hilde Hawlicek – 70 Jahre

9 - 12 BEILAGE:SPRINT 55

DRAGARIC

13 Zentralmatura um ein Jahr verschoben

MARCHLER

14 - 15 Neukonstituierung der Berufsgruppe

“Berufs schullehrerInnen”

PÖLTL

15 Die Volksschule Stiwoll stellt sich vor


BILDUNGSPOLITIK

Dir. Oliver Kölli, MA

ZU BESUCH BEI LANDESHAUPTMANN MAG. FRANZ VOVES

Am 14. Mai 2012 besuchte eine 10-köpfige Delegation

unseren Landeshauptmann Mag. Franz Voves. Folgende

Mitglieder des SLÖs waren bei diesem wichtigen

Termin anwesend: Stadtrat Dipl. Päd. Franz Sachernegg,

Landesvorsitzender, NMS Voitsberg; Oliver Kölli, MA,

Stellvertretender Landessekretär, Direktor NMS Leibnitz;

Friedrich Jaki, Zentralausschuss; Manfred Hafner,

Leiter des SPZ Fürstenfeld; Mag. Wilhelmine Riedl, Direktorin

der VS Jägergund; Mag. Andrea Wagner, Direktorin

der VS Kalsdorf, Alfred Klafl, Leiter der Polytechnischen

Schule Rottenmann, Dipl. Päd. Bernd Schaunitzer,

Kassier SLÖ Steiermark, PTS Rottenmann, Ing. Michael

Pichler, LSI für Berufsschulen, Mag. Lotte Hölbling, LSR

für Steiermark.

Folgende bildungspolitische Themen bzw. Fragen

wurden mit Herrn LH Mag. Voves diskutiert:

1. NMS:

Steiermark „Musterland“ im Schulversuch

6 Stunden/Bund + 6 Stunden/Land;

Wie können wir im Regelschulsystem diese Vormachtstellung

erhalten?

2. Bildung-Sport+Sparpaket

Wie sieht unsere Entwicklung hier aus?

3. Lehrer sind keine „Freizeitpädagogen“ bzw. zu

teure „Kindermädchen“!

…deine Meinung zur alljährlichen Feriendiskussion.

4. Unterstützungssysteme für die Volksschule

Die Basis jeder Lernkarriere wird in der Volksschule

gelegt. VolksschullehrerInnen bewältigen diese

entscheidende Aufgabe in Klassen mit bis zu 25

SchülerInnen allein.

Ein ausreichendes Unterstützungssystem (Teamteaching,

Schulsozialarbeit…) in der Volksschule

kann präventiv dazu beitragen, dass Lern- und

Verhaltensprobleme (wie sie in der Sekundarstufe

oft auftreten) nicht erst entstehen bzw. rechtzeitig

gelöst werden.

Sind in der bildungspolitischen Qualitätsoffensive

der Landesregierung, im „Regionalen Bildungsplan“,

diese dringend notwendigen Unterstützungssysteme

für Volksschulen ausreichend vorgesehen?

5. Leiter/innenstellen an Pflichtschulen

Was gedenkt man seitens des Landes zu unternehmen,

um die Leiter/innenstellen an Pflichtschulen

attraktiver zu gestalten? Beim Großteil der Schulen

gibt es nur mehr eine Bewerbung!

6. Dienstpostenplanung

Seit mehreren Jahren bleiben aufgrund einer vorsichtigen

Planung nach Abrechnung des Dienstpostenplans

Dienstposten übrig, die zum Halbjahr

an die Schulen ausgegeben werden. Dies ist

ange sichts des Umstandes, dass keine jungen

LehrerInnen für vier Monate zu finden sind, höchst

ineffizient. Es wäre der Wunsch einen Teil dieser

Dienst posten bereits zu Jahresanfang zu bekommen.

7. Finanzierung flexibler Lehrer/innenstunden

Finanzierung flexibler LehrerInnenstunden an den

Volksschulen, vor allem im Schuleingangsbereich;

ev. vorhandene Schwächen können rechtzeitig abgefangen

werden.

8. Ganztägige Schulformen

GTS verschränkte Form: gesetzliche Unflexibilität

(Öffnungszeiten, Teilungszahlen,...) erschweren

Errichtung einer GTS.

9. Bezirkszusammenlegungen

Gibt es bereits Überlegungen der Weiterentwicklung

der Sonderpädagogischen Zentren bei

Bezirks zusammenlegungen?

10. Zu wenig Sonderpädagogen

Welche Maßnahmen gedenkt das Land zu ergreifen,

um die Qualität der Sonderpädagogik in der

Steiermark aufrecht zu erhalten bzw. zu verbessern,

da zurzeit viele Sonderpädagogen als VS- und

auch HS-Lehrer abwandern und für die Sonderpädagogik

nicht mehr greifbar sind?

Fortsetzung auf Seite 4...

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SLÖ

LESEINITIATIVE

Fortsetzung von Seite 3...

11. Schwerpunktschulen

Im Rahmen des steirischen Bildungsplanes ist eine

gerechte Verteilung der Schwerpunktschulen in

der Steiermark (dzt. Bezirke mit 5 Schwerpunktschulen

und Bezirke ohne Schwerpunktschulen)

wünschenswert.

12. Teilungszahlen im Unterricht „Bewegung und

Sport“

Der SLÖ fordert die Einführung einer Teilungszahl

(max. 15 SchülerInnen) )für Schwimmgruppen im BS

Unterricht.

13. Lehrlingsausbildung

Die Lehrlingszahlen sind stark rückläufig. Was kann

man in Zukunft unternehmen, um in Zukunft die

Lehrlingszahlen zu steigern?

14. Berufsbildung an der Pädagogischen Hochschule

Wie stark wird die Berufsbildung in der zukünftigen

Pädagog/innenbildung positioniert sein?

„Insgesamt habe ich das Gespräch bei Herrn LH Mag. Franz

Voves als sehr konstruktiv wahrgenommen. Auf alle unsere

Fragen, die wir vorher an das Büro Voves geschickt haben,

ging Herr LH ein und versuchte auch seine Möglich keiten

und sein Verständnis dazu auszudrücken“ (Mag. Riedl).

Alle TeilnehmerInnen waren sich einig, i dass die Gesprächsatmosphäre

sehr angenehm und konstruktiv war. LH Mag.

Voves versprach mit Landesrätin Mag. a Elisabeth Grossmann

und seinem Amtsführenden Präsidenten des

Landesschulrates Mag. Wolfgang Erlitz Rücksprache zu

halten und die noch fehlenden Antworten dem SLÖ über

Herrn Mag. Bernhard Just zu übermitteln.

Büro Landesrätin Mag. a Elisabeth Grossmann

AUFTAKT-PRESSEKONFERENZ DER AKTION „STEIERMARK LIEST“

IM RAHMEN DES RESSORTSCHWERPUNKTS „LESEN“

Leseschwerpunkt des Ressorts

Lesen gehört zu den Grundkompetenzen eines

jeden Menschen und ist eine unentbehrliche Fähigkeit,

um sich den Alltag und die Welt erschließen

zu können. Sie ist Voraussetzung und Bedingung

für den Bildungserwerb und lebensbegleitendes

Lernen, außerdem ist Lesen eine wichtige Schlüsselqualifikation,

um der Informationsgesellschaft

und dem Umgang mit verschiedensten Medien gewachsen

zu sein. Es trägt darüber hinaus zur Persönlichkeitsentwicklung

und zur Entfaltung von Selbstbewusstsein

bei.


LESEINITIATIVE

Die PISA-Studie hat bekanntlich Lese-Defizite in

Österreich aufgezeigt: 34 Prozent der 15-Jährigen

lesen ausgezeichnet oder sehr gut, aber immerhin 10

Prozent sind schwache und 4 Prozent sehr schwache

LeserInnen. Und auch bei den Erwachsenen gibt es

Aufholbedarf: 300.000 bis 600.000 ÖsterreicherInnen

und ca. 60.000 bis 100.000 SteirerInnen verfügen

nicht über ausreichende Grundkompetenzen im Lesen,

Rechnen, Schreiben und IKT.

Sprachkompetenz, Lesekompetenz und die kompetenz stehen in einem unmittelbaren Zusam-

Schreibmenhang

mit der Lesemotivation, der Leselust, der

Freude am Lesen. Seit PISA ist bekannt, dass es gerade

auch um die Leselust schlecht bestellt ist: 40%

der Jugendlichen lesen nur, wenn sie unbedingt müssen!

Weil hier angesetzt werden muss, hat Landesrätin

Grossmann 2012 Lesen zum Jahresschwerpunkt

ihres Ressorts erkoren. Und diese Initiativen sind jetzt

geplant:

Initiativen

Steiermark liest“

Die steiermarkweiten (Vor-)Lesetage – in Ko operation

mit der Fachabteilung 6A Gesellschaft und Generationen,

Referat Familie und dem Kinderbüro – sollen

Jung und Alt für das Lesen begeistern. Regionale Partnerschaften

werden initiiert, fortgesetzt und ausgebaut.

Lese-BotschafterInnen und Lese-PatInnen aus

den verschiedensten Bereichen stellen ihre Lieblingsbücher

vor und machen mehr Lust auf Lesen. Die Aktion

hat das nachhaltige Ziel, das Thema Lesen in den

öffentlichen Raum zu stellen und alle Generationen

anzusprechen.

An acht Tagen, die regional die gesamte Steiermark

abdecken, werden an öffentlichen Plätzen Lese-Aktionen

für Jung und Alt geboten. Je nach AutorInnen

und ihren ausgewählten Büchern gestaltet sich der

Inhalt in einer der acht Regionen. Egal ob eine Tiergeschichte

oder ein Ratekrimi – interaktive Angebote

sind für die jungen steirischen LeserInnen dabei.

Die Termine:

05.06.2012 Auftaktveranstaltung Graz

03.10.2012 Bezirk Voitsberg

07.11.2012 Bezirk Liezen

04.12.2012 Südsteiermark

06.03.2013 Oststeiermark

10.04.2013 Obersteiermark West

08.05.2013 Obersteiermark Ost

05.06.2013 Abschlussveranstaltung Graz

Im Rahmen von „Steiermark liest“ wird vor allem auf

die Lese-Aktionen im öffentlichen Raum geachtet.

An drei öffentlichen Plätzen einer Region werden

Stationen mit unterschiedlichen Inhalten geboten:

Lesungen von Lese-BotschafterInnen und/oder Lese-

PatInnen, Lese-Jagd und öffentliches Bücher regal.

Jede besuchte Region erhält im Vorfeld ein „normales

Bücherregal“, welches nach Lust und Laune

gestaltet werden kann und an einem bekannten Ort

seinen Platz findet. Sozusagen eine „öffentliche Bib-

liothek“, in der Bücher hineingestellt und ausgeborgt

werden können.

Lese-Wanderungen werden mit Landesrätin

Grossmann, Lese-BotschafterInnen und/oder Lese-

PatInnen, SprachberaterInnen und Lese-ExpertInnen

stattfinden. Spannenden und lustige Geschichten

warten auf die Kinder und im anschließenden Lese-

Café, eingerichtet mit einer Kinder-Leseecke, können

sich die Erwachsenen über den Schwerpunkt lesen

austauschen.

LeseBotschafterInnen

Damit möglichst viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene

in der Steiermark für das Lesen begeistert

werden, konnten auf Initiative von Landesrätin

Grossmann Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen

des öffentlichen Lebens als LeseBotschafterInnen

gewonnen werden. „Mit ihrer Unterstützung soll

die Wichtigkeit des Lesens noch stärker in das Bewusstsein

der Steirerinnen und Stei rer gerückt und

das Lesen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe in

allen Bevölkerungsschichten nachhaltig gefördert

werden“, so Landesrätin Elisabeth Grossmann. Eine

Liste prominenter UnterstützerInnen unserer Leseoffensive

– ein Projekt des Lesezentrums Steiermark,

gefördert vom Ressort der Bildungslandesrätin – findet

sich unter www.leseoffensive.st.

Fokus auf wichtige Leseförderungszielgruppen/

Buch Mario Haas/Karin Ammerer

Burschen

Studien belegen immer wieder, dass Burschen seltener

lesen und daher auch weniger gut lesen. Um auch

die Burschen stärker zu erreichen, braucht man Angebote:

Mit dem Buch „Basti stürmt los“ – Landesrätin

Elisabeth Grossmann stellt es allen steirischen

Volksschulen und Unterstufen der Haupt- und Neuen

Mittelschulen kostenlos zur Verfügung – will sie

auch verstärkt Buben für das Lesen begeistern.

Basti stürmt los

Autoren: Mario Haas & Karin Ammerer

ISBN: 978-3-7074-1455-4

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SLÖ

Büro Landesrätin Mag. a Elisabeth Grossmann

LESEN WIR GEMEINSAM VOR!

LESEINITIATIVE

Nicht warten, bis jemand anders etwas tut,

sondern selbst die Initiative ergreifen! Steirische

Unternehmen können mit ihren MitarbeiterInnen

ab sofort aktiv mithelfen, die Basis für den wichtigsten

Rohstoff der Zukunft zu legen: Bildung. Wie

das geht? Ganz einfach: Lesen, registrie ren, vorlesen.

Ganz unter dem Motto: „Die Steiermark

liest vor“.

Die Steiermark ist nicht unbedingt ein Land, das

reich an Rohstoffen ist. Umso wichtiger sind für unser

Bundesland daher gut ausgebildete Menschen,

die mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen dafür sorgen,

dass der Wirtschaftsstandort Steiermark auch in

Zukunft wettbewerbsfähig bleibt. Bildung ist somit

unser wichtigstes Kapital. Bildung ist die zentrale

Schlüsselressource im 21. Jahrhundert und Lesen der

Schlüssel zur Bildung. Die Aktion „Steiermark liest vor“

– ein Kooperationsprojekt von Impuls Styria, Land

Steiermark und den steirischen Vorzeigeunternehmen

AT&S, AVL, Energie Steiermark, GAW und Saubermacher

– richtet sich an alle steirischen Unternehmen,

die auf Wunsch ein Jahresabonnement mit 365

Geschichten für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen.

Lesen ist der Schlüssel zur Bildung

Die Bedeutung frühzeitigen Lesens bzw. Vorlesens

als Voraussetzung für lebenslanges Lernen, als Mittel

zur Sprach- und Persönlichkeitsentwicklung sowie als

Schlüsselqualifikation und Voraussetzung für den Bildungserwerb

ist unbestritten. Altersgemäße Literatur

für Kinder wirkt sich auf eine erfolgreiche Bildungsentwicklung

aus. Lesen erweitert den Wortschatz,

schult die Grammatik, aktiviert die Fantasie und

steigert die Konzentration und Zuhörfähigkeit der

Kinder. Für die Bildung von Kindern ist es von großer

Bedeutung, dass diese durch Vorlesen oder eigenes

Lesen in der Sprachentwicklung unterstützt werden.

Der Grundstein für gute Lesekompetenz von

Kindern und Jugendlichen wird bereits in den

ersten Lebensjahren gelegt. Dabei spielen Eltern

eine erhebliche Rolle. Denn der Bildungserwerb beginnt

nicht erst mit der Einschulung, sondern bereits

viel früher: in den Familien, zu Hause. Je früher und

öfter Eltern ihren Kindern vorlesen, desto besser, erfolgreicher

und nachhaltiger können n sie Lesefreude

und Lesemotivation, die mit der Sprach-, Lese- und

Schreibkompetenz in engem Zusammenhang menhang stehen,

fördern. Mütter und Väter sollten daher zum Vorlesen

motiviert und nicht zuletzt dabei unterstützt werden,

Lesen und Vorlesen in den Familienalltag ltag zu ren. Dabei sind Vorlese-Väter genauso wichtig wie

integrie-

Vorlese-Mütter! Beide Elternteile sind gefordert. Väter

sind, gerade für Buben, wichtige Lese-Vorbilder.

e-Vorbilder.

Mit der steiermarkweiten Aktion „Steiermark liest

vor“ spricht Impuls Styria steirische UnternehmerInnen

an, die gemeinsam mit Ihren MitarbeiterInnen

einen Schritt in die Zukunft der Bildung machen

möchten. Mit diesem Projekt wird ein Schritt in Richtung

Lesemotivation und -förderung von berufstätigen

Müttern und Vätern gesetzt, denen auf Wunsch jeden

Tag eine (Vor-)Lesegeschichte gemailt wird, die sie vom

Arbeitsplatz mit nach Hause nehmen und ihrem/n Kind/

ern vorlesen können.

Woher kommen die Geschichten?

geschichtenbox.com – die Internetgeschichtenplattform

ist eine interaktive Geschichtensuchmaschine, die über

3.500 Geschichten von mehr als 110 renommierten AutorInnen

für Kinder ab 3 Jahren enthält. Alle Geschichten

werden von geschulten PädagogInnen ausgewählt, geprüft

und mit den für eine individuelle Suche erforderlichen

Kriterien versehen, damit jede/r User/in durch

Eingabe des Profils des Kindes (Alter, Geschichtenart,

Vorlesedauer, etc.) oder dem Anlass entsprechend (Ostern,

Weihnachten, Geburt,…) die passende Geschichte

erhält bzw. suchen kann. Mit dem Projekt „Steiermark

liest vor“ bekommen sämtliche steirische Unternehmen

die Möglichkeit, ihren MitarbeiterInnen ein kostenloses

Jahresabonnement für den Zugang zu geschichtenbox.

com zu schenken. Damit können sich diese 365 Geschichten

downloaden oder auch gleich direkt per Mail

schicken lassen. 365 Geschichten für 365 Tage im Jahr.

Und so funktioniert’s: Unternehmen, die dieses Projekt

zur Lesemotivation nützen möchten, registrieren sich

auf www.steiermarkliestvor.at für die Aktion. Danach erhält

die angegebene Kontaktperson des Unternehmens

ein Bestätigungsmail mit dem für das Unternehmen frei

geschalteten Gutscheincode sowie wertvollen Tipps

rund ums Lesen und Vorlesen. Diese Informationen

müssen an die MitarbeiterInnen weitergeleitet werden.

Diese gehen dann ebenfalls auf www.steiermarkliestvor.

at und melden sich mit dem Gutscheincode für das kostenlose

Jahresabonnement für geschichtenbox.com an.

Nach Eingabe dieser Daten sind die 365 Geschichten frei

geschalten und können innerhalb eines Jahres heruntergeladen

werden. Das Abonnement endet nach einem

Jahr automatisch und muss vom User nicht gekündigt

werden.

Und das sagen die Kooperationspartner und Unter-

stützer zu„Steiermark liest vor“:

Dr. Hannes Androsch (AT&S):

„Für die Zukunft unseres Landes und der Unternehmen

ist Bildung von eminenter Bedeutung. Denn Unternehmen

brauchen MitarbeiterInnen, die geistig fit und gebildet

sind. Um innovativ zu bleiben, um im Wettbewerb

zu bestehen. Doch Bildung beginnt nicht erst mit der


LESEINITIATIVE

Schulpflicht, sondern bereits

zu Hause. Das Vorlesen - das

Lust machen auf Lesen, auf

Bücher - ist eine der wichtigsten

Voraussetzungen. Deshalb

ist die Initiative „Steiermark

liest vor“ mehr als nur

ein kleiner Impuls. Es ist ein

Beginn, der es auch ternehmen ermöglicht, ge-

Unmeinsam

mit ihren MitarbeiterInnen

einen Schritt in die

Zukunft der Bildung zu tun.“

Mag.a Barbara Bellowitsch

(Impuls Styria):

„Sinn erfassend lesen zu können

ist der Grundstock für

Bildung. Und die Steiermark

braucht gut ausgebildeten

Nachwuchs, um auch in

Zukunft ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort zu

bleiben. Mit „Steiermark liest vor“ haben steirische Unternehmen

nun die Möglichkeit, diesen Grundstock zu

legen bzw. zu fördern. Damit ihnen der gebildete, fantasievolle

und interessierte Nachwuchs nie ausgeht.“

Mag. (FH) Urs Harnik-Lauris (Energie Steiermark):

„Gute Mitarbeiter sind die beste Energiequelle für jedes

Unternehmen. Eine Energiequelle, die auch in Zukunft

vorhanden sein muss. Die Aktion „Steiermark liest vor“

setzt dort an, wo Bildung beginnen sollte – in den Familien.

Die Energie Steiermark unterstützt diese Aktion besonders

gerne, weil sie ihren fast 1750 MitarbeiterInnen

die Möglichkeit gibt, energiesparend und schnell zu Geschichten

für ihre Kinder zu kommen. Mit dem Vorlesen

legen sie einen wichtigen Grundstock für die Bildung

und investieren so heute in die Energie von Morgen - unsere

zukünftigen MitarbeiterInnen.“

Ing. Josef Herk (Präsident Wirtschaftskammer Steiermark):

„Bildung hat für uns oberste Priorität, darum unterstützen

wir auch seitens der Wirtschaftskammer Steiermark

dieses Projekt. Denn wie wir wissen, werden wichtige

Bildungsweichen schon im Kleinkindalter ge stellt, das

regelmäßige Vorlesen ist da enorm wichtig. Um den

Standort Steiermark zukunftsfit zu halten, braucht es auf

jeden Fall gut ausgebildete junge Menschen, sie sind das

größte Potenzial dieses Landes.“

Mag.a Elisabeth Grossmann (Landesrätin für Bildung,

Jugend, Frauen und Familie):

„Optimale Leseförderung kann nur dann gelingen,

wenn man sämtliche Bereiche miteinander verbindet

– Leseförderung in unseren Bildungseinrichtungen,

den Familien und der Freizeit. Ich freue mich, dass ich

als Bildungslandesrätin gemeinsam mit Impuls Styria

und führenden Unternehmen der steirischen Wirtschaft

Herk, Grossmann, Bellowitsch, © Impuls Styria

allen weiß-grünen Firmen ein Jahresabonnement mit 365

Geschichten zur Verfügung stellen kann. Damit können

deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den kostenlosen

Vorlese- und Geschichtenservice in Anspruch nehmen.

Damit investieren wir gemeinsam in die Bildung unserer

Kinder. Denn Lesen ist Bildung und Bildung ist Zukunft!“

Mag. Jochen Pildner-Steinburg (GAW technologies GmbH):

„Die frühzeitige Entwicklung und Förderung der Lesefreude

und Lesekompetenz sind zentrale Voraussetzungen

für die Wahrnehmung von Bildungs- und Berufschancen

junger Menschen. Als Partner des Projekts

unterstützen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

gerne darin, schnell und unkompliziert positive

Impulse zur Lesemotivation ihrer Kinder zu setzen und

fördern gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit des Bildungsstandortes

Steiermark.”

Hans Roth (Saubermacher Dienstleistungs AG):

„Als Teil der Gesellschaft sind wir uns nicht nur unserer

ökologischen, sondern gerade auch unserer sozialen

Verantwortung bewusst. Bei Saubermacher sind ein umfangreicher

Weiterbildungskatalog für alle Mitarbeiter,

Talentemanagement und Führungskräfteentwicklung

stark verwurzelt. Denn nur gut ausgebildete KollegInnen

werden den Anforderungen unserer dynamischen

Zeit mit Energie und Optimismus begegnen können. Die

Freude am Lesen ist für mich die Voraussetzung für le-

benslanges Lernen. Ich freue mich, ein Projekt, das den

Grundstein für dieses so wichtige lebenslange Lernen

legt, unterstützen zu dürfen.“

Informationen zum Projekt finden Sie auch auf

www.steiermarkliestvor.at bzw. www.impulsstyria.at

Impuls Styria, Opernring 4/3/8, 8010 Graz

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SLÖ

Bildungsstandards, Pisa-Studie,

Diskussion um die Reifeprüfung…

- die heimischen

LehrerInnen mussten sich in

diesem Schuljahr besonders

vielen Herausforderungen

stellen.

Wenn die steirischen LehrerInnen

nun in die Ferien gehen,

dann haben sie wohl ein besonders

anstrengendes Schuljahr

hinter sich gebracht.

Zum einen waren sie wieder

einmal Thema zahlreicher

politischer Diskussionen, zum

anderen war auch der ohnehin

fordernde Schulalltag zusätzlich angereichert mit Spezialaufgaben.

Zum ersten Mal überhaupt gab es die Testungen

für die Bildungsstandards, die einigen organisatorischen

Aufwand mit sich brachten. Damit nicht genug,

liefen beinahe zeitgleich die Tests für die Pisa-Studie, die

natürlich auch Unruhe in Schultage brachten, in denen

die Anspannung angesichts des nahenden Schulschlusses

und der bevorstehenden Maturatermine auch ohne

die Pisa schon spürbar war. Allerdings lohnen sich die

Anstrenungen, liefern die Erhebungen doch wertvolle

BILDUNGSPOLITIK

Mag. Wolfgang Erlitz,

Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Steiermark

EIN AUFREGENDES SCHULJAHR GEHT ZU ENDE

Daten, auf deren Basis das Bildungswesen der Zukunft geplant

und gestaltet werden kann.

Dazu standen LehrerInnen und Bildungsbereich gerade

in den letzten Wochen wieder oft im Zentrum der Berichterstattung:

Dienstrechtsverhandlungen, die Übernahme

der Neuen Mittelschule ins Regelschulwesen und

zuletzt die zentrale, standardisierte und kompetenzorientierte

Reifeprüfung. Die Verschiebung um ein weiteres

Jahr kam überraschend, haben doch nur wenige Tage

zuvor sämtliche Landesschulratspräsidenten Österreichs

gemeinsam dargelegt, dass die Länder gerüstet sind für

diesen zukunftsträchtigen Schritt. Auch wenn die Überraschung

groß war – es ist auch nicht viel verloren. Wenn

Schüler- und ElternvertreterInnen mit dem um ein Jahr

späteren Start zufrieden sind, dann ist das ein wichtiger

Faktor, schließlich zählen sie zu den Schulpartnern, und

in einer Partnerschaft ist Rücksicht auf den anderen zu

nehmen.

Die Steiermark ist gut vorbereitet und wäre für einen Start

der Reifeprüfung neu im kommenden Jahr gut gerüstet

gewesen. In einem Jahr wird sie es auch sein.

Jetzt wünsche ich allen LehrerInnen erst einmal ein paar

erholsame Wochen und einen schönen Sommer, damit

auch sie für die Herausforderungen des nächsten Jahres

gerüstet sind!

AUS LEHRERSTIMME 2/2012, KÄRNTEN

DR. HILDE HAWLICEK – 70 JAHRE

Grundsatz: Solidarität und Offenheit, soziale Haltung, Bereitschaft für andere da zu

sein, Verständnis zu zeigen und es immer mit Humor zu würzen.

Entstammt einer Arbeiterfamilie, Studium

Deutsch und Geschichte, Lehramt und

Doktorat.

Frühes politisches Interesse: mit 15 Jahren

zum VSM (Verband sozialistischer Mittelschüler),

Obmanngruppe Hietzung, (BP

Heinz Fischer) VSStÖ und SJ.

Sekretärin des Österreichischen Bundesjugendringes

(Obmann Busek).

Nach Geburt des Sohnes Hannes und

zwei Jahre später Tochter Alexandra einige

Jahre AHS-Lehrerin.

Teilnahme am Schulversuch IGS Pastorstraße

(Großfeldsiedlung).

Seit Beginn Regierung Kreisky im Parlament,

zuerst als Bundesrätin, dann als Nationalrätin. Ein Vierteljahrhundert

als floridsdorfer Abgeordnete im österreichischen

Parlament unterbrochen als

BM für Unterricht, Kunst und Sport, Jänner 1987 bis Dezember

1990.

1. Delegationsleiterin nach Beitritt Österreichs, 1. 1. 1995 im

EU-Parlament.

Kultur- und Bildungspolitikerin

Vorbilder: Kreisky, Firnberg und Sinowatz

Schulpolitik

Fortsetzung der unter Sinowatz begonnenen Schulversuche,

um Chancengleichheit und Benachteiligung abzubauen.

- AHS-Oberstufenreform: Wahlpflichtfächer und Fachbereichsarbeit

- Gesetz zu ganztägigen Schulformen: Einleitung der Ganztagsschulen

in das Regelschulwesen.

- Chancengleichheit für Mädchen:

Aufhebung der Geschlechterrollen

Abschaffung der „Mädchen- und Frauen-Oberschulen“

Zulassung der Mädchen in alle Schultypen (Theresianum,

Klosterschulen)

Abschaffung der Mädchenhandarbeit: Textiles und Technisches

Werken,

Hauswirtschaft – und Ernährungslehre (inkl. Kochen) für

Mädchen und Burschen in Hauptschulen und Unterstufe

Realgymnasium. Bis heute in der Neuen Mittelschule

- Minderheitenschulgesetz: Zweisprachige VS

- Berufsschulen: Verlängerung der Berufsschulzeit, Einführung

Englisch

- Ausbau der Unterrichtsprinzipien (seit Sinowatz politische

Bildung, Umwelterziehung und Sexualerziehung: Unterrichtsmaterialien

für Lehrer).


SPRINT

Jahrgang 15, Nr. 55

Juni 2012

Informationen der sozialdemokratischen Fraktion im Zentralausschuss der PflichtschullehrerInnen Steiermark

SLÖ-JunglehrerInnenseminar 2012

im Schloss Retzhof

LSR-Präsident Mag. Erlitz mit Ingrid Pöltl

Ingrid Pöltl und Martin Kaucic

In dieser Ausgabe

Altersstruktur steir. PflichtschullehrerInnen 2

Schuljahr 2012/13 3

Fragen an Oberschulrat N. 3

SEITE 9


Seite 2

Altersstruktur steirischer PflichtschullehrerInnen

Wir haben schon 2006 die Altersstruktur

der steirischen PflichtschullehrerInnen

untersucht und vergleichen

untenstehend die damalige Grafik

mit jener aus dem Juni des heurigen

Jahres.

Man erkennt deutlich, dass sich der

“Lehrerberg” nach rechts verschoben

hat und etwas niedriger geworden ist.

Die Ursache liegt in frühzeitigen Pensionierungen.

Der stärkste Jahrgang

(1956) ist von rund 650 auf unter 600

gesunken. An der Grafik des Jahres

2012 erkennt man die Auswirkungen

der Hacklerregelung, die einen steilen

Abfall in den Jahrgängen 1953 bis

Sprint: 55

1950 zur Folge hat.

Zwar hat die LehrerInnenzahl in den

70iger und 80iger Jahrgängen leicht

zugenommen, doch pendelt sich die

Zahl um die 100 pro Jahrgang ein.

Neben ist das Durchschnittsalter der

im Dienst befindlichen LehrerInnen

nach Schulbezirken dargestellt.


Sprint: 55

Seite 3

Reichtum ist wie

Mist!

Gut verteilt bringt er

das Land zum

Blühen

Auf einem Haufen

beginnt er zu stinken

Schuljahr 2012/13

Beginn

Mo 10. September

Nationalfeiertag

Fr 26. Oktober

Allerheiligen

Do 1. November

Allerseelen Fr 2. November

Maria Empfängnis

Sa 8. Dezember

Weihnachtsferien

Mo 24. Dezember bis

So 6. Jänner

Semesterferien

Mo 18. Feber bis Fr 22. Feber

Landespatron

Di 19. März

Osterferien

Mo 25. März bis Di 2. April

Staatsfeiertag

Mi 1. Mai

Christi Himmelfahrt

Do 9. Mai

Zentraler schulfreier Tag Fr 10. Mai

Pfingstferien

Sa 18. Mai bis Di 21. Mai

Fronleichnam

Do 30. Mai

Zentraler schulfreier Tag Fr 31. Mai

Ende

Fr 5. Juli

Sommerferien

Sa 6. Juli bis So 8. September

Beginn Schuljahr 13/14 Mo 9. September

Fragen an Oberschulrat

N.

1. Ich wurde wegen Dienstunfähigkeit

pensioniert. Kann ich im

Ruhestand dazuverdienen?

2. Verdiene ich als IL oder als IIL-

Lehrerin mehr?

3. Ich unterrichte in meiner Klasse

auch Kinder mit sonderpädagogischem

Förderbedarf. Habe ich

Anspruch auf die Mehrstufenzulage?

Antworten auf Seite 4

“Wer nichts tut, macht keine Fehler!”

so lautet eine alte Binsenweisheit.

Dass die Unterrichtsministerin

Claudia Schmied nichts tut, kann

man wahrlich nicht behaupten.

Zentralmatura, neues Lehrerdienstrecht,

neue PädagogInnenausbildung,

Neue Mittelschule, Ausbau

des ganztägigen Schulwesens,

F. JAKI

Ich meine

modulare Oberstufe sind nur einige

der Vorhaben, die sie umzusetzen

gedenkt.

Dass manches vom Zeitplan her zu

ambitioniert angegangen wurde,

mag der Bankerin, die in einem

anderen Umfeld gewohnt war, Dinge

rasch umzusetzen, nachgesehen

werden. Angesichts eines

Koalitionspartners, der nur auf der

Bremse steht und auf Fehler der

Ministerin wartet, wird sie trotzdem

nicht müde mit Beharrlichkeit ihre

Pläne zu verwirklichen.

Und wenn die schwarzen Gewerkschafter

zu Recht auf die fehlenden

Unterstützungssysteme im pädagogischen

und im administrativen

Bereich im Entwurf zum Neuen

Dienstrecht pochen, so darf man

ihre eigene Finanzministerin Fekter

nicht aus der Pflicht nehmen. Ist

doch sie es, die für die finanzielle

Begleitmusik zu sorgen hat. Augenscheinlich

hat sie das nicht getan,

sodass wir weiter auf ein Dienstrecht

warten müssen, dass den

geänderten Gegebenheiten einer

modernen Schule angepasst ist.

Es ist ein durchsichtiges politisches

Spiel die Schuld immer nur bei

einer Seite zu sehen.


SLÖ

Merkur ist die beste

Krankenversicherung

Österreichs.

Ausgezeichnet beim

Assekuranz Award Austria 2012.

www.merkur.at

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Matthias Rudich

Tel.: 0316/80 83-2678, Mobil: 0664/967 80 11

E-mail: matthias.rudich@merkur.at

Ich leite Ihre Anfrage gerne an den zuständigen Schulbetreuer weiter.

WIR VERSICHERN DAS WUNDER MENSCH.

Antworten von

Oberschulrat N.

1. 2005 wurde das Teilpensionsgesetz

aufgehoben, sodass Beamt-

Innen unbegrenzt dazuverdienen

können. Ein Zuverdienst unter

376,76 € monatlich bleibt steuerfrei.

Für ASVG-Frühpensionisten

gelten Ruhensbestimmungen.

Eigentümer, Herausgeber und Verleger:

Sozialdemokratische Fraktion des Zentralausschusses der Pflichtschullehrer-

Innen in der Steiermark, 8010 Graz, Mandellstraße 38/II

Telefon: 0 31 6 / 83 27 17 oder 0676 / 866 60 195 Fax: 0 31 6 / 83 27 17 DW

6392

E-Mail: friedrich.jaki@gmail.com

www.sloe-steiermark.at

Redaktion, Layout und für den Inhalt verantwortlich:

Friedrich Jaki, ZA der APS-LehrerInnen

2. IIL-LehrerInnen erhalten unabhängig

von ihrer Dienstzeit immer

dasselbe Gehalt. IL-LehrerInnen

werden mittels ihres Vorrückungsstichtages

eingereiht und rücken

alle 2 Jahre um eine Gehaltsstufe

vor. Ab der 4. Gehaltsstufe ver-

dient ein/e IL-LehrerIn mehr als

ein/e IIL-LehrerIn.

3. Nein, denn im § 59a des Gehaltsgesetzes

ist ausdrücklich festgehalten,

dass die Mehrstufenzulage

nicht für den Unterricht von Kindern

mit SPF gewährt wird.


BILDUNGSPOLITIK

HR Dr. Dietmar Dragaric

GUTE LÖSUNG: ZENTRALMATURA UM EIN JAHR VERSCHOBEN!

Am Montag, dem

4. Juni 2012, verkündete

Ministerin

Schmied die Verschiebung

der Zentralmatura

um ein Jahr. In der

AHS werden Maturakandidatinnen

und

Ma turakandidaten

des Jahres 2015, in

der BHS die Kandidatinnen

und Kandidaten

des Jahres

2016 nach den neuen

Regeln der zentralen

Überprüfung

ihre Matura ablegen.

Schon lange

„brodelte“ es an den Schulen bei Schüler innen

und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, auch die

Eltern zeigten sich ob der Geschwindigkeit bei

der Einführung skeptisch. Als besonders steinig

erwies sich der Weg zur zentralen Reife prüfung

in der Mathematik, Probeläufe und Tests führten

nicht zu den gewünsch ten Ergebnissen.

Der Entschluss der Ministerin, den Beginn der

Zentralmatura für die einzelnen Schulstandorte

in Rahmen von zwei Jahren zu ermöglichen

(der SGA kann an den einzelnen Standorten

den ursprünglichen Zeitplan für die Zentralmatura

beschließen), stößt auf einhellige

Zustimmung. SPÖ und ÖVP sind gemeinsam für

die Verschiebung, ÖVP-Schulsprecher Amon

spricht sogar von einem Ende der gegenseitigen

Blockadepolitik in Schulfragen. Ministerin

Schmied begründet die Verschiebung mit den

unterschiedlichen Vorbereitungsniveaus der

einzelnen Schulen. Einige Standorte seien gut

auf die Zentralmatura vorbereitet, andere hätten

derzeit aber noch Bedenken, ob sie das

Projekt Zentralmatura in kurzer Zeit schaffen.

Bis auf die Grünen stimmen auch die anderen

Parlamentsparteien der Verschiebung zu. Besonders

freute sich die Bundesschulsprecherin

über die neue Regelung, da die Stimme der

Schulpartner gehört worden sei.

Auch der Bundesverband der Elternvereine begrüßt

den Kompromiss und weist gleichzeitig

darauf hin, dass bei der Leistungsbeurteilungsund

Reifeprüfungsverordnung noch ein Stück

Arbeit geleistet werden muss. Eckehard Quin

von der AHS-LehrerInnengewerkschaft hält die

Zentralmatura nun für möglich, wenn die notwendigen

Festlegungen getroffen werden.

Die Hürde der Einführung einer teilweisen

Leistungsbeurteilung „von außen“ scheint

damit genommen zu sein. Der Zeitpunkt wurde

nach hinten verlegt, da nur wenige Schulen

den Ehrgeiz haben werden, die Zentralmatura

mit dem ursprünglich vorgesehenen Zeitplan

einzuführen.

SERVICE - ECK

Landessekretariat des SLÖ Steiermark

Eggenberger Allee 49, 4. Stock, 8020 Graz

Landessekretärin:

DL in Marianne Baumann

Mobil: 0676 / 510 54 80

E-Mail:

baumanns@gmx.at

Redaktion:

Heike Lang, M.A.

office@diekorrektorin.at

Homepage:

www.sloe-steiermark.at

www.junglehrerInnen.com

nächster Redaktionsschluss:

15. Oktober 2012

SEITE 13


SLÖ

BERUFSSCHULEN

DI Robert Marchler

NEUKONSTITUIERUNG DER BERUFSGRUPPE „BERUFSSCHULLEHRERINNEN“

Vor kurzem fand im Kulturheim in Knittelfeld die

Wahl des neuen Vorstandes der Berufsgruppe der

Berufs schullehrer statt. Nach Festlegung der Beschlussfähigkeit

wurde der Wahlvorschlag sowohl für

den Vorstand als auch für die Kassaprüfer einstimmig

angenommen.

Der Vorstand des „SLÖ – BS“ setzt sich nun folgendermaßen

zusammen:

Vorsitzender: Ing. DI Robert Marchler, BSc, BEd

1.Vors. Stv.: DP Hermann Berghold

2.Vors. Stv.: DP Ing. Gerhard Hörmann, MSc

Kassier: DP Ing. Helmut Premm

Kassier Stv.: DP Ing. Edwin Kobald

Schriftführer: Ing. Michael Pichler

Schriftf. Stv.: Ing. Manfred Schicker, BEd

Der gesamte Vorstand bedankt sich bei Herrn, Ing.

Andreas Wiedner, Ina Rumpf, Ing. Bernhard Wronski

und Mag. Ernst Pichler für die tolle Arbeit, die in den

letzten Jahren geleistet wurde.

Projektverwirklichungen an den Berufsschulen

LBS Knittelfeld

Im letzten Jahr wurden in der LBS Knittelfeld zwei

große Projekte gemeinsam mit Lehrern und Schülern

fächerübergreifend durchgeführt. In den Fachtheoriegegenständen

wurden die Konstruktionen

geplant und gezeichnet, in den wirtschaftlichen genständen wurden die Kalkulationen n und Bestellun-

Gegen

durchgeführt und im Praxisunterricht richt wurden die

Bauteile gefertigt.

Nachdem kurz vor Silvester ein Knallkörper in die große

Müllinsel „gefeuert“ wurde und diese vollständig abbrannte,

haben sich die Direktion und die Lehrer der

LBS Knittelfeld den Neubau einer neuen Müllinsel zum

Ziel gesetzt.

Mit einer Länge von 12m, einer Tiefe von 8m und einer

Höhe von etwa 3m hat diese nun das Aussehen eines

überdimensionalen Carports und bietet daher auch

noch Platz für das Dienstfahrzeug des angrenzenden

Internats.

LBS Gleinstätten

Im heurigen Schuljahr fanden viele Aktivitäten statt,

von denen nur einige Wichtige genannt werden. Als Erstes

wären die Auslandsexkursionen mit SchülerInnen

aus dem Handel aber auch mit SchülerInnen aus dem

Gewerbe zu nennen. Destinationen dieser Exkursionen

waren: Paris, Stuttgart, Florenz und Rimini. Im pädagogischen

Konzept war nicht nur Platz für die Erweiterung

der fachlichen Handlungskompetenzen sondern

auch für die Förderung der internationalen und interkulturellen

Kompetenzen. Diese, am heutigen „internationalen

Arbeitsmarkt“, geforderten Fähigkeiten,

Kenntnisse und Einstellungen bilden die Grundlage für

eine Beschäftigungsfähigkeit unserer Jugend.

Als Zweites werden die begleitenden „Workshops“ des

Einzelhandels genannt. Es werden Einzelhandelskaufleute

in den Bereichen Bekleidung und Textil und

Schuh- und Lederwaren ausgebildet. Hier werden die

Das erste Projekt war ein „Fun Court“, den die Schüler

mittlerweile täglich nach Schulschluss uss verwenden

und der sehr gut ankommt. Hierbei kann Fußball, Basketball

und auch Handball gespielt werden.


BEZIRK GRAZ-UMGEBUNG

Lehrlinge in Spezialgebieten von Fachkräften aus der

Wirtschaft trainiert. Themen dieser „Workshops“ sind

zum Beispiel: Ladendiebstahl, aus Kunden Fans machen

und spezielle Lederpflege. Weitere wichtige Veranstaltungen

für unsere Lehrlinge der dritten Schulstufe sind

die Verkehrssicherheitsschulung und das Blutspenden.

Es wird mit der Polizei und mit dem Roten Kreuz

zusammengearbeitet. Bewusstseinsbildung steht im

Mittelpunkt beider Aktionen. Die Modenschau unserer

SchülerInnen zum Thema „the red shoes“ ist die letzte

Aktion im heurigen Schuljahr.

ACHTUNG!!!

Die Berufsgruppe der Berufsschulleh rerInnen

hat eine neue Homepage gestaltet:

http://www.verein-im-netz.de/sloe-lbs/

OSR VD Ingrid Pöltl

DIE VOLKSSCHULE STIWOLL STELLT SICH VOR

Die Volksschule Stiwoll ist eine wohnortnahe Kleinschule

im Liebochtal, im Nordwesten von Graz. Das große

Schulhaus bietet den zwei Klassen genügend Platz für

Lern- und Spielbereiche. Die ländliche Umgebung lädt

zu Erkundungen der natürlichen Lebensbereiche und

zu sportlichen Aktivitäten ein.

Unsere Schwerpunkte

Es ist uns wichtig, dass wir in Resonanz mit uns selbst

und unserem Umfeld sind, denn nur so geschieht Lernen

und Lehren leicht und freudvoll.

Die Kinder werden mit alternativen Unterrichtsmethoden

zu selbstständigem Tun geführt.

Kinder aller Schulstufen gehen aufeinander zu, lernen

gemeinsam und üben damit einen respektvollen Umgang

miteinander.

Jedes Kind wird in seiner Einzigartigkeit t

wahrgenom-

men und entsprechend seiner Interessen und Fähigkeiten

gefördert.

Durch

alternative Leistungsbeurteilungen mit Hilfe

von Pensenbüchern und Portfoliomappen wird der

Leistungsdruck von den Schülerinnen und Schülern

genommen. In regelmäßig stattfindenden Gesprächen

zwischen Lehrerinnen, Schülerinnen und Eltern werden

Lernfortschritte besprochen und notwendige Fördermaßnahmen

erarbeitet.

Die kreativen Fähigkeiten werden durch die Begegnung

mit Literatur und Kunst gefördert und führen so

zu einem starken ICH.

Die Entwicklung sozialer Kompetenzen fordert von den

Lehrerinnen wachsam und authentisch zu sein, eine Atmosphäre

des Gewährenlassens zu schaffen, jedes Kind

anzunehmen so wie es ist um eine freundliche Beziehung

zu den Kindern aufbauen zu können.

Möglichkeiten zu zahlreichen sportlichen Aktivitäten

werden den Kindern angeboten, denn für einen gesunden

Geist ist ein gesunder Körper von größter

Bedeutung.

Sehr wichtig für uns ist, dass unsere Arbeit im Zusammenwirken

mit den Eltern und der Gemeinde geschieht.

Wir sind stets darauf bedacht, dass unser Schulgebäude

nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten gestaltet

wird. Da wir ein offenes Haus sind, begrüßen wir

auch gerne Gäste bei uns.

SEITE 15


LH Franz Voves:

„Wir müssen wieder mehr

sozialen Zusammenhalt

beweisen: Die Schwächeren

mitnehmen, den Egoismus

stoppen.“

www.stmk.spoe.at

STEIERMARK

adressfeld

03Z035208S

P.b.b.

Verlagspostamt 8020 Graz, Erscheinungsort Graz

Eigentümer, Herausgeber und Verleger:

Sozialdemokratischer LehrerInnenverein, Landesgruppe Steiermark

Redaktion: Heike Lang, M.A.

Layout und Produktion: Markus Baumann

Titelbild: Heike Lang, M.A.

Für den Inhalt ist die/der jeweilige Autor/in verantwortlich.

alle: Eggenberger Allee 49, 4. Stock, 8020 Graz, Telefon: 0676 / 510 54 80

Druck: Druck - Thaler, Hafnerstraße 122, 8055 Graz

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