Presseinformation "Passion" - bei Planet Musical

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Presseinformation "Passion" - bei Planet Musical

PASSION

PRESSEINFORMATION


PASSION

KÜNSTLERISCHES LEITUNGSTEAM:

Künstlerische Leitung und Regie:

Chor und Soloeinstudierung:

Musikalische Leitung:

Karl Lindner

Prof. Werner Jocher

Roman Steinkogler

Tontechnik:

Videotechnik:

Videoschnitt:

Lichttechnik:

Klaus Haider

Fa. Stumpfl

Martin Wronna

Gerhard Wiener

(company of heaven)

Karl Lindner

Robert Holzer

Grafik:

Michaela Mallinger

Band:

Keyboards/Arrangement/Bandleader:

Guitar:

Bass:

Drums:

beatcollective

Roman Steinkogler

Christian Steinkogler

Beate Wiesinger

Roman Baumgartner

Chor:

Harald Baumgartner, Martina Baumgartner, Iris Eisner, Erich Herber, Alexander Herzog,

Mario Klein, Sonja Lorenz, Sabine Lindner, Regina Mallinger, Gabriele Muckenhuber, Petra

Platzer, Christian Pflügl, Theresa Santner, Silke Springer, Judith Weiß, Barbara Wiesinger


GEDANKEN ZUM PROJEKT „PASSION“

Das Projekt „Passion“ des Vereines Planet Musical ist der Versuch einer zeitgemäßen

Auseinandersetzung mit der Leidensgeschichte Christi. Es ist eine multimediale, szenische Collage mit

Musikstücken aus diversen Musicals u.a. Jesus Christ Superstar oder Godspell als auch Songs von Pink

Floyd, Neil Diamond und anderen. Dabei stehen mehrere Punkte im Vordergrund.

1) Wie könnte die Leidensgeschichte heute im Medienzeitalter aussehen?

Die Leidensgeschichte Christi wäre heutzutage wahrscheinlich ein großer medialer Hype. Es käme

vermutlich darauf an, welche Meinung gerade die gängigste wäre und mit welcher Position man am

meisten Aufmerksamkeit erregen könnte. Der Tod Christi wäre somit eine schöne Headline - würde

wahrscheinlich zur polemischen weltweiten Auseinandersetzung mit der Todesstrafe und wäre letztendlich

mit der nächsten sensationellen Schlagzeile vom Tisch. So würde die Hinrichtung Christi vermutlich einen

ähnlichen Aufruhr erregen wie jene von Stanley „Tookie“ Williams, dessen Begnadigungsgesuch von

Gouverneur Schwarzenegger abgelehnt wurde. Vermutlich würden die Medien ebenso lauthals ihre

verlogene Moral postulieren. Denn, wie der Fall auch immer gelaufen wäre, - wäre der Gouverneur nicht

Arnold Schwarzenegger gewesen, hätte die Geschichte weltweit wohl niemanden so recht interessiert. Es

ging weniger also um den „zu-Tode-Verurteilten“, dessen Schicksal damit unwiderruflich besiegelt war,

sondern um die „Moral“ einer weithin bekannten Persönlichkeit, die wiederum behauptete, die Meinung des

Wahlvolkes zu vertreten. So ähnlich könnte die Verurteilung Christi heute aussehen.

2) Das Leiden Christi und das Leiden in unserer Zeit

Zu nichts haben wir Westeuropäer so ein schizophrenes Verhältnis, wie zum Leid. Zwar delektieren wir uns

täglich mit Filmen, Fernsehserien und ähnlichen Geschichten am Leid anderer, doch wirklich

auseinandersetzen wollen wir uns damit nicht. Zwar bekommen wir wohlfeil die Schreckensbilder jeder

Katastrophe via Fernsehen ins Haus geliefert, und diese werden auch mit wohligem Schauer begafft, - wie

die 24 Stunden Berichterstattung beim Attentat auf das World Trade Center bewies, - aber dennoch

scheuen wir den Blick auf das Leid und das Elend in unserer unmittelbaren Umgebung. Das Leid der

Kranken im Fernsehen endet meist dank der wundersamen Fähigkeit sämtlicher TV – Ärzte in einem

Happy - End. Wirklich alte, gebrechliche Menschen, Menschen mit Entstellungen – Hässliches - wird kaum

gezeigt. Bei Kriegsfilmen gibt es klare Linien zwischen gut und böse. Und selbst wenn versucht wird, ein

ausgewogenes Bild zu zeichnen, bleiben die jahrelangen Folgen solcher Erlebnisse unkommentiert. Noch

einfacher ist es in Krimis, wo ein einfaches Aug um Aug und Zahn um Zahn herrscht; das Leid der


Hinterbliebenen, der Schmerz aller an einem Verbrechen beteiligten Personen, Verwandter, Lebenspartner

- all dies wird meist ausgeblendet. Schlimmer noch ist es bei diversen Katastrophen. Mit Rührung sehen

wir die weinenden Kinderaugen – haben aber kein Problem unmittelbar darauf eine Werbung für

Katzenfutter zu bestaunen. Je weiter weg ein Unglück, umso angenehmer. Leid und Schmerz - und in der

Folge alle Erfahrungen mit Trauer wollen wir so wenig wie möglich direkt erleben und wahrhaben. Wir

wollen unsere Schwächen, unsere Vergänglichkeit und unsere Sterblichkeit nicht sehen. Nicht begreifend,

dass dies ein notwendiger Teil des Lernens in unserem Leben ist und uns auch immer wieder aufzuzeigen

vermag, wie weit wir im Leid über uns selbst hinaus zu wachsen vermögen.

Fazit:

Die Passion beschäftigt sich primär mit dem Leid, das durch Gewalt und Krieg herbei geführt wird. Es ist

dies die mutwilligste Form des Menschen einander Leid zu zufügen und steht im krassen Widerspruch zu

allen wichtigen religiösen Lehren. Dennoch wird oftmals auch im Namen Gottes gemordet und gefoltert

oder zumindest fügen gläubige oder getaufte Menschen einander solche Gräuel zu.

Der zweite wichtige Punkt betrifft unseren Umgang mit Gewalt und Rechtsfragen im Medienzeitalter.

Unseren Wahrheitsanspruch und unser Bild von der Welt erhalten wir vor allem über Fernseh- und Bilder

aus dem Internet. Diese werden von uns konsumiert und kaum hinter fragt. Dennoch ist es heute ein

leichtes Bilder zu manipulieren. Darum stellen wir den Mob in unserer Passion als manipuliertes Publikum

einer TV Gerichtsshow dar. Sie werden angehalten für die Todesstrafe zu plädieren, das bringt höhere

Quoten. Der Delinquent ist zweitrangig. Der Fernsehzuschauer merkt nichts davon, daß das Publikum im

Saal und somit auch seine Meinung manipuliert werden. Ein Faktum von dem wir erschreckend oft in

unserem Alltag umgeben sind.

Es gäbe noch viele andere Aspekte unter denen man die Leidensgeschichte Jesu betrachten könnte, doch

das würde den Rahmen einer jeden Produktion sprengen.

Wichtig ist uns ein pietätvoller Umgang mit der Leidensgeschichte, der zwar verstören darf aber

keineswegs religiöse Gefühle verletzen soll. Die Besucher sollen emotionell berührt aber auch getröstet

werden und angeregt über Themen der Religion und des Lebens zu sprechen und zu diskutieren.

Karl Lindner


ÜBER DEN VEREIN PLANET MUSICAL

Der Verein PLANET MUSICAL wurde von theater- und musicalbegeisterten Menschen gegründet mit der

Absicht Workshops zu veranstalten und alljährlich eine Musicalaufführung auf die Bühne zu bringen.

PLANET MUSICAL soll eine Anlaufstelle für all jene sein, die gerne an solch einem gemeinsamen Projekt

mitwirken wollen.

Das Konzept von PLANET MUSICAL besteht darin, durch ein permanentes Workshopangebot zu den

unterschiedlichsten Bereichen des Theaters - wie Sprache, Tanz, Gesang und Musik - eine solide und

aufbauende Basisausbildung für alle Interessierten anzubieten. Wir wollen junge aber auch jung gebliebene

Menschen ansprechen und ihnen zum einen die Möglichkeit einer ersten Ausbildung anbieten, zum

anderen aber vor allem auch die Chance, sich in ein Projekt einzubringen, eigene Ideen realisieren und

durchführen zu können.

Es ist uns wichtig, daß die Workshops nicht nur auf ein bestimmtes Theaterprojekt abzielen, sondern dass

das ganze Jahr über die Möglichkeit einer Fortbildung zu bestimmten Aspekten des Theaters gewährleistet

wird. Die Workshops werden von Profis und Fachleuten des Theaters durchgeführt, die aufgrund ihrer

Erfahrung ein fundiertes Wissen vermitteln und weitergeben können. Dabei legen wir großen Wert darauf,

dass die Workshops für alle leistbar bleiben - auch für jene (z. Bsp. Schüler), die über kein eigenes

Einkommen verfügen.

PLANET MUSICAL will also für alle offen sein, die künstlerisch und kreativ erste Erfahrungen mit Theater

sammeln und sich dabei in einer Gemeinschaft interessierter Menschen einbringen und verwirklichen.

Nach der erfolgreichen Planet Musical Show im vergangenen Jahr ist dies nun die zweite Produktion des

Vereines Planet Musical, der damit ein neues Terrain betritt.

Der Verein Planet Musical besteht aus:

Obfrau:

Vize-Obmann:

Kassiererin:

Schriftführerin:

Presse-Verantwortliche:

Regina Mallinger

Harald Baumgartner

Gabriele Muckenhuber

Barbara Wiesinger

Martina Baumgartner


AUFFÜHRUNGSTERMINE UND KARTEN:

Premiere:

31 März 06. um 20.00 Uhr in der Evangelischen

Kirche – Schwanenstadt

Weitere Vorstellungen:

02. April Pfarrkirche / Gallspach

06. April Friedenskirche Pfarre Christkönig / Linz

07. April Pfarrkirche St. Franziskus / Wels

je um 20.00 Uhr

Karten im Vorverkauf bei allen OÖ Sparkassen.

Abendkassa eine Stunde vor Aufführungsbeginn

Kontaktadresse

Regina Mallinger

Pulvermühlstraße 41/101

4040 Linz

Mail: Regina.Mallinger@planetmusical.com

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