Rote Liste - Die Regierung von Niederbayern

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Rote Liste - Die Regierung von Niederbayern

Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 1

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Liste der gefährdeten, schutzbedürftigen

oder geschützten Farn– und Blütenpflanzen

Niederbayerns ("Rote Liste")

– Kurzfassung –

Stand Dezember 2002

Auszug aus Willy A. Zahlheimer: „Die Farn- und Blütenpflanzen Niederbayerns,

ihre Gefährdung und Schutzbedürftigkeit mit Erstfassung einer Roten Liste“. Hoppea,

Denkschriften d. Regensburgischen Botanischen Gesellschaft 62: 5-347

(2001). Begleittext stark gekürzt und umgearbeitet, eigentliche Rote Liste

vollständig und akutalisiert!

Dieser Auszug enthält neben der eigentlichen Liste nur die wichtigsten der dazu

gehörenden Erläuterungen. Ausführliche Informationen bietet die Originalpublikation,

die auch eine umfangreiche Florenliste enthält. Laufend aktualisiert wird die

Rote Liste unter www.flora-niederbayern.de im Internet. Sie enthält dort allerdings

weder Fußnoten noch Aussagen zur Gefährdung der verschiedenen niederbayerischen

Teilareale und arealgeographisch exponierter Vorkommen.

Inhalt Seite Seite

Gefährdung 2 Rote Liste 15

Berücksichtigte Arten 2 Gefährdg. v. Pflanzen durch Pflanzen 56

Gefährdungskriterien 2 Unduldsame Pflanzen 56

Gefährdungsgrade 4 Genetische Verfremdung 57

Schutzwürdigkeit u. Schutzerfordernis 7 Auswertgn. u. Anwendungen d. RL 58

Schutzwürdigkeitsstufen 7 Statistische Auswertung 58

Schutzerfordernisgrade 8 Instrument Schutzerfordernisgrad 60

Erläuterungen zur Roten Liste 9 Artenschutz- u. Artenhilfsmaßnahmen 62

Grundsätzliches

Rote Listen sollen helfen rechtzeitig zu erkennen, wie es um den Fortbestand der

alteingesessenen Arten steht. Dies wird durch den Gefährdungsgrad ausgedrückt.

Vor allem aber sollten Rote Listen aufzeigen, wie die fachlichen Prioritäten

im Artenschutz zu setzen sind. Diese folgen nur bedingt den Gefährdungsgraden,

weil hierfür eine Reihe zusätzlicher Aspekte zu bewerten ist, so besonders die


2 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Schutzwürdigkeit. Die Rote Liste Niederbayern enthält zu diesem Zweck eine eigene

Spalte mit Schutzerfordernisgraden.

Gefährdung

Berücksichtigte Arten

Bewertet werden nur Wildpflanzen-Sippen 1 , die im Gebiet (hier: Niederbayern)

h e i m i s c h sind, das heißt alteinheimisch oder eingebürgert. Ausgeschlossen

bleiben damit Pflanzen, die sich im Bezugsraum nicht wildwachsend über ausreichend

viele Generationen hinweg fortpflanzen, also aus eigener Kraft behaupten

konnten. Bei der Roten Liste Niederbayern wird die Auswahl zusätzlich eingeengt

auf jene Sippen, die zu vollwertigen Elementen der Pflanzendecke geworden

sind. Dies ist der Fall, wenn die Etablierung als Wildpflanze bereits vor längerer

Zeit erfolgte (vor mindestens 50 Jahren) und seitdem eine ununterbrochene Tradition

der Vorkommen im Gebiet bestand.

Bei Artengruppen mit rezenter, auf Bastardierung gründender Evolution sind auch

die entstandenen Zwisc he na rte n wichtig und in angemessener Detailliertheit zu

behandeln. Soweit Bastarde spontan entstehen, können diese dagegen keine separate

Bewertung in der Roten Liste erhalten. Wo jedoch, wie bei den Habichtskräutern,

nach Lupen-Merkmalen kaum zwischen Spontanbastarden und erbfest

gewordenen, sich apomiktisch fortpflanzenden Zwischenarten unterschieden werden

kann, müssen Bastarde wie Zwischenarten bewertet werden – dies umso mehr,

als bei Habichtskräutern Bastarde der Ausgangspunkt für die Bildung neuer Sippen

sind. In allen anderen Fällen ist bei den Bastarden entscheidend, inwieweit die

Elternteile gefährdet sind: Da auch Erbgut der bedrohten Elternsippe transportiert

wird und in gewissem Umfang immer wieder auch Rückkreuzungen zur Elternsippe

führen können ist es berechtigt, für Bastarde denselben Gefährdungsgrad anzunehmen,

wie für den am stärksten gefährdeten Elternteil.

Gefährdungskriterien

Die Gefährdungsgrade Roter Listen sind zukunftsorientierte Warnsignale und

stehen als solche für die Möglichkeit einer negativen Entwicklung. Diese kann sowohl

in der aktuellen Beschaffenheit des Areals und der Gebietspopulation selbst

begründet sein – insbesondere ihrer "Populationsbiologie" – als auch in exogenen

Gefährdungsfaktoren, anthropogenen wie natürlichen. Rote Listen sind aber auch

rückwärtsgewandt: Sie berücksichtigen die Defizite, die im Florenwandel der jüngeren

Zeit begründet sind, bis hin zum Gefährdungsgrad 0, ausgestorben oder verschollen.

1 ) Sippe (lateinisch: Taxon) = Pflanzengruppe eines beliebigen systematischen Ranges, also

zum Beispiel Varietät, Unterart, Art, Sektion, Gattung, Familie.


Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 3

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Die Gefährdungskriterien dienen dazu, die Situation systematisch zu analysieren.

Sie sind das Instrument, das über eine nachvollziehbare Bewertung zu den

einzelnen Gefährdungsgraden führen soll.

Ausgestorben- und Verschollen-sein von Sippen

Als definitiv aus ges torben betrachtet wird eine Sippe erst, wenn davon auszugehen

ist, dass auch ihre natürliche Samenbank erschöpft ist. Wo keine Informationen

über das aktuelle Vorhandensein wildwachsender Pflanzen in Niederbayern

vorliegen, aber noch die Hoffnung besteht solche wiederzuentdecken, werden sie

als verschollen gewertet. Wo die Wildvorkommen bereits erloschen oder verschollen

sind aber autochthones Saat- oder Pflanzgut vorgehalten wurde, wird die

Wiedereinbürgerung versucht. Solange sich die künstlich etablierten Vorkommen

in der Natur nicht selbst erfolgreich fortgepflanzt haben, wird die Sippe

als „wiederangesiedelt“ bezeichnet und wie eine verschollene bewertet.

Gefährdungsgrad „Vom Aussterben bedroht“

Vom Aussterben bedroht ist eine Sippe erst dann, wenn es im Bezugsraum kein

e inz iges zukunftsträchtiges Vorkommen mehr gibt. Damit ist der Fortbestand

zumindest mittelfristig in Frage gestellt. So kann es sein, dass eine Sippe äußerst

oder sehr selten ist und entweder die gesamte Population von negativen Außenwirkungen

bedroht wird oder diese durchwegs aus kleinen, sehr labilen Vorkommen

besteht. Bei mobilen Pionierpflanzen sind keine geeigneten Neubesiedlungs-

Standorte erreichbar. Wenn sich eine Sippe überhaupt nicht mehr erfolgreich fortpflanzt

oder sämtliche Bestände in wenigen Jahren voraussichtlich keine geeigneten

Standorte mehr haben werden, so gilt die Sippe als „akut vom Aussterben bedroht“.

Kriterien bei der Ermittlung der übrigen Gefährdungsgrade

Die Seltenheit im Gebiet bestimmt den höchstens erreichbaren Gefährdungsgrad.

Die Rote Liste ist so konstruiert, dass alle äußerst oder sehr seltene n

Sippen in ihr zwangsläufig erscheinen – selbst dann, wenn sie ungefährdet sind

(dann mit Gefährdungsgrad R* bzw. R, das heißt als potentiell gefährdet).

Neben der Seltenheit (als relativer Größe des aktuellen Areals [= Verbreitungsgebiets]

in Niederbayern) müssen bei der Gefährdungsanalyse betrachtet werden

sich erst in der Zukunft auswirkende Gegebenheiten, so

- die Gefährdung der Vorkommen durch Einwirkungen auf sie oder ihre

Standorte von außen, und zwar durch anthropogene Änderungen (z. B.

Wuchsort-Zerstörung, falsche Nutzung, Eutrophierung) wie auch durch natürliche

Prozesse (z. B. Sukzession, Erosion) und

- die Gefährdung der Bestände durch deren unmittelbare (innere) Eigenschaften

(Populationsbiologie), so durch eine geringe Zahl, eine geringe

Größe und – damit eng korrellier – eine geringe Fortpflanzungsrate


4 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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- die seit 1800 eingetretenen Änderungen (Blick zurück).

Den Bewertungsgang deutet das folgende Schema an (Abb. 1).

Erfüllung der Traditionskriterien ? -- nein keine RL-Sippe

↓ ja

Beschaffenheit des größten im Zeitraum seit 1800 erreichten Areals

(= Blick zurück; falls bereits historisch mehrere Teilareale: zusätzlich separate Bewertung)

destruktive Ereignisse seit 1800 ⏐ ⏐



Arealanteil


Gefährdung durch ungünstige Populations-


eigenschaften, so geringe Bestandesgröße


oder geringe Fertilität








verwaister

aktuelles Areal (⇒ Häufigkeit): Blick in die Zukunft

versehrter

i n t a k t e r A r e a l a n t e i l

⏐ ⏐

⏐ ⏐

⏐ ⏐

⏐ ⏐

⏐ ⏐

⏐ ⏐



gefährdete Vorkommen

zukunftsträchtige Vorkommen

Abb. 1: Weg der Gefährdungsanalyse

Gefährdungsgrade

Die unten dargestellte Definition der Gefährdungskategorien lehnt sich an die gebräuchlichen

Definitionen an. Unüblich ist jedoch die hier vorgenommene Zweiteilung

der gängigen Gefährdungsstufen. Sie drängt sich aber im kleinräumigeren Bezug

auf, da die Gefährdungsspanne innerhalb der Stufen sehr groß ist und die Ü-

berschaubarkeit der Verhältnisse eine feinere Ansprache erlaubt. Der praktische

Gewinn besteht darin, dass es erleichtert wird, Prioritäten zu setzen.

Dem aktuellen Trend bei Roten Listen folgend, werden auch solche Sippen aufgenommen,

deren Areal sich zwar negativ entwickelt, die aber im herkömmlichen

Sinn noch nicht die Kriterien der Gefährdungsstufe 3 erfüllen: „Vorwarnstufen“

V* = „schwach gefährdet“ und „V“ = örtlich gefährdet“. Dazu kommt als niederbayerische

Spezialität „(V)“ [„V in Klammern“] = Gefährdung der angestammten


Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 5

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(autochthonen) Vorkommen durch ausgiebige Verwendung nah verwandter Kulturpflanzen.

Definition der einzelnen Gefährdungsgrade (Beispiele: Original-Publikation!):

Zu den im folgenden Teil verwendeten Begriffen: Ausgangsareal = größtes Areal

im Zeitraum zurück bis 1800; verwaister Arealanteil = der Teil des Ausgangsareals,

der nicht mehr zum aktuellen Areal zählt (keine Vorkommen mehr); versehrter

Arealanteil = der Teil des aktuellen Areals, der im Unterschied zum Ausgangsareal

nur mehr von nicht zukunftsträchtigen Vorkommen getragen wird (z. B. wenigen

kleinen).

Gefährdungsgrad 0, ausgestorben: Keine autochthonen 2 Vorkommen

mehr vorhanden.

Gefährdungsgrad (0), nur A l t vorkommen erloschen oder (0?), nur Altvorkommen

verschollen: Die tradierten Linien erloschen oder verschollen,

aber allochthone W ildpfla nze n vorha nde n (von recht junger Einschleppung,

Ansalbung oder Verwilderung herrührend).

Gefährdungsgrad 0?, verschollen: Keine autochthonen Wildvorkommen

mehr bekannt, aber Wiederfund denkbar.

Gefährdungsgrad >0?, wieder angesiedelt: Keine Wildvorkommen autochthoner

Pflanzen mehr bekannt, jedoch Pflanz- oder Saatgut autochthoner

Herkunft (Herleitung aus der Wildpflanzenpopulation

des betroffenen Raumes) ausgebracht. Bislang aber noch keine

erfolgreiche Fortpflanzung.

Gefährdungsgrad 1*, akut vom Aussterben bedroht: Sämtliche Wildpflanzen-Bestände

der akuten Gefahr der Vernichtung ausgesetzt

oder sehr labil (z. B. durch minimale Bestandesgröße). Eine erfolgreiche

Bestandesverjüngung findet nicht mehr statt: Ohne

kurzfristig eingeleitete Artenhilfsmaßnahmen erlischt der Bestand

in den kommenden Jahren.

Gefährdungsgrad 1, vom Aussterben bedroht: Zukunftsträchtige Wildvorkommen

fehlen, doch noch in gewissem Umfang spontane

Verjüngung oder Ausbreitung oder größerer Gesamtbestand, der

einen zeitlichen Puffer schafft. Längerfristig ist der Fortbestand

nur durch spezielle Artenhilfsmaßnahmen zu gewährleisten.

2 ) autochthon = gebietsbürtig, angestammt. Hier: Die Pflanzen entstammen einer lange in die

Vergangenheit zurückreichenden niederbayerischen Fortpflanzungslinie.


6 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Gefährdungsgrad 2*, sehr stark gefährdet: Von früher 3 mehreren Vorkommen

nur mehr 1 zukunftsträchtiges Vorkommen vorhanden

oder die niederbayerische Gesamtpopulation insgesamt gerade

noch mit Überlebenschancen.

Gefährdungsgrad 2, stark gefährdet: Mindestens zwei ungefährdete

Vorkommen vorhanden, doch

– äußerst selten und ein erheblicher,

– sehr selten und ein großer oder

– selten und ein überwiegender Teil des Ausgangsareals verwaist,

versehrt oder bedroht.

Gefährdungsgrad 3*, besonders gefährdet (noch nicht stark gefährdet): Sehr

selten und ein großer Teil des Ausgangsareals versehrt bis gefährdet

– oder häufiger, dann aber der überwiegende Teil des A-

reals verwaist, versehrt oder gefährdet.

Gefährdungsgrad 3, gefährdet: Sehr selten und ein erheblicher Teil

oder selten und ein großer Teil des Ausgangsareal verwaist, versehrt

oder bedroht – oder häufiger und sowohl ein erheblicher

Teil des Ausgangsareal verwaist als auch ein großer Teil versehrt

oder bedroht.

Gefährdungsgrad V*, schwach gefährdet: Selten und ein geringer Teil

oder häufiger und ein recht großer Teil des Ausgangsareals verwaist,

versehrt oder bedroht.

Gefährdungsgrad V, örtlich gefährdet:

– Selten und allenfalls in einem geringen Anteil der Quadranten

mit Sicherheit ausgefallen, jedoch Fortbestand örtlich fraglich

oder

– häufiger und ein geringer Teil des Ausgangsareals bereits verwaist

oder ein erheblicher Teil bedroht.

Gefährdungsgrad (V), durch Kulturpflanzen gefährdet: Gefährdung der

autochthonen Population durch nah verwandte und oft damit

kreuzungsfähige Kultursorten oder Fremdherkünfte, die im Rahmen

der Land- und Forstwirtschaft oder Landschaftsbegrünung ausgebracht werden.

Gefährdungsgrad R*, potentiell sehr gefährdet: Traditionell äußerst selten

(das heißt, in höchstens drei Kartierungsquadranten vorhanden), aber keine

Beeinträchtigung oder Bedrohung des Ausgangsareals erkennbar.

Gefährdungsgrad R, potentiell gefährdet: Traditionell sehr selten (das

heißt, in vier bis höchstens zehn Kartierungsquadranten vorhanden), aber keine

Beeinträchtigung oder Bedrohung des Ausgangsareals erkennbar.

3 ) maximales Areal seit 1800


Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 7

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Schutzwürdigkeit und Schutzerfordernis

Sobald Schutzwürdiges zur Disposition steht, also aktuell oder auch nur potentiell

bedroht wird, entsteht ein S c hutzerfordernis. Dieses hängt auch ab von der

Gefährdung in den Nachbarregionen (mit Roten Listen ausgestattet nur Oberösterreich

und Südböhmen) und im übergeordneten Bezugsraum (Bayern).

Schutzwürdigkeitsstufen

Schutzwürdig in unserem Zusammenhang sind alle Sippen, denen ein bes onderer

naturschutzfachlicher Wert zuerkannt wird. Er wird von vielen Faktoren

beeinflusst; für die Ermittlung der Schutzwürdigkeitsstufen in der Roten Liste

wurden speziell berücksichtigt:

– die Bedeutung der niederbayerischen Vorkommen für das globale Areal,

– die Fortsetzung des niederbayerischen Areals in den Nachbarregionen

– der Grad der Beheimatung in Niederbayern (Status; mit der Dauer der Florenzugehörigkeit

wachsend) und

– die Manipulierbarkeit der Vorkommen und damit des Areals.

Der Status bestimmt in e r s t e r L i n i e den Grad der Verantwortung für

die einzelnen Sippen und damit deren Schutzwürdigkeit. Der eine Grund dafür ist

das größere Ausmaß an Natürlichkeit bei weit zurück liegenden Einbürgerungsprozessen

(Respekt des Naturschutzes vor dem natürlich Gewordenen im Gegensatz

zum künstlich Gemachten), der andere die Wahrscheinlichkeit, dass sich gebietsspezifische

evolutive Veränderungen ergeben haben (vgl. die Fortentwicklung alteingebürgerter

Ackerwildkräuter in Mitteleuropa).

Hier wird folgende Einteilung verwendet:

– schon in prähistorischer Zeit Einheimische: Urwüchsige und Alteingebürgerte

( „Paläochore n“ mit Untergruppe ur, Florenrelikte)

– in frühhistorischer Zeit Eingebürgerte (Römerzeit bis Ende Mittelalter: v. a.

in Klostergärten Kultur von Arten des Mittelmeerraumes und des Orients;

„Mesochoren“)

– Frühneochoren 4 (Einbürgerung zwischen 1500 und 1800, einer Periode, in der

verstärkt Arten aus fremden Kontinenten in Gärten und Anlagen verbracht wurden)

– Jungneochoren (Einbürgerung ab 1800 n. Chr. und damit in einer Zeit, in der

anthropogene Ausbreitung und Lebensraumänderungen ein enormes Ausmaß

erreicht haben).

4 ) Früh- und Jungneochoren zusammen ergeben die Neophyten.


8 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Die "floren-frühgeschichtlichen" Relikte bilden eine Sondergruppe innerhalb der

Urwüchsigen. Im Pleistozän oder der frühen Nacheiszeit ("Glazialrelikte") oder der

Wärmeperiode des Atlantikums ("xerotherme Relikte" im Sinne von WALTER &

STRAKA1970) waren sie erheblich weiter verbreitet. Heute sind sie in Niederbayern

nur mehr in Form von Kleinst- und Kleinarealen repräsentiert, die vom rezenten

Hauptareal isoliert sind. Dabei ist es nicht primär der Mensch, der diesen Rückgang

verursacht hat.

Entscheidend für die Zuordnung von Manipulierbarkeits-Stufen sind die fachlichen

Möglichkeiten, in der freien Landschaft sich selbst reproduzierende

Bestände zu entwickeln sowie der damit verbundene Aufwand, auch der finanzielle.

Die Bereitstellung geeigneter Standorte gehört deshalb ebenso dazu wie die eigentliche

Ansiedlung der Sippe und das Schaffen der Bedingungen, die eine erfolgreiche

spontane Fortpflanzung und Vermehrung gewährleisten.

Um die Manipulierbarkeit bewerten zu können, wird den einzelnen Sippen nach

eigener Einschätzung eine der drei folgenden Stufen zugeordnet:

– Problemlos manipulierbar (Bestände mit geringem Aufwand vergrößerbar, geeignete

Standortbedingungen einfach bereitzustellen, Pflanze leicht anzusiedeln

und Population durch einfache Maßnahmen zu fördern. Kosten gering),

– bedingt manipulierbar (Normalfall; künstliche Etablierung machbar, aber Ansiedlung

nicht einfach, Herstellung der benötigten Standorte ziemlich aufwendig,

Erreichen einer natürlichen Reproduktion und Vergrößerung der künstlich

begründeten Bestände wie auch der noch vorhandenen Populationsreste aufwendig

oder aber Maßnahmen recht teuer) und

– kaum manipulierbar (Herstellung geeigneter Standorte, Ansiedlung oder Förderung

der Population sehr aufwendig, fachlich sehr schwierig oder teuer und damit

in der Regel nicht durchführbar).

Die Schutzwürdigkeitsstufen ermöglichen es auch, den eingetretenen Sippenverlust

wertmäßig zu beziffern und ins Verhältnis zur aktuellen Flora zu setzen.

Schutzerfordernisgrade

Die Schutzerfordernisgrade sollen ein integrativer und doch handlicher Ausdruck

für die Prioritäten beim Florenschutz sein und die Bewertung von Pflanzenbeständen

erleichtern. Wie die einzelnen Daten über Gefährdung und Schutzwürdigkeit

zum Schutzerfordernisgrad zusammenfließen, veranschaulicht Abbildung 2.


Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 9

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– Gefährdungsgrad Rote Liste Niederbayern – Arealaspekte

– Gefährdung in benachbarten Regio- -- Arealfortsetzung in den Nachbarregionen

nen (Oberösterreich, Südböhmen)

-- Größe des Areals u. Anteil am globalen






raum (Bayern)

-- Struktur des niederbayerischen Areals

– Status





– Manipulierbarkeit

– Gefährdung im übergeordneten Bezugs- Areal

„abgeglichene Gefährdung“

gefährdungsunabhängige

Schutzwürdigkeitsstufe

⎝________________________________________________________________⎠


Schutzerfordernisgrad (Schutzbedürftigkeitsgrad)

Abb. 2: Synthese der Gefährdungs- und Schützwürdigkeitsaspekte zum Schutzerfordernisgrad

Erläuterungen zur Roten Liste

Berücksichtigt werden ausschließlich Sippen, die in Niederbayern (= "Gebiet, Bezugsraum")

irgendwo alteinheimisch oder e ingebürgert sind oder nach 1800

waren und hier zugleich eine ausreichende Tradition haben. Was dafür erforderlich

ist, legen spezielle Kriterien fest.

Neben den in Niederbayern zumindest potentiell (Gefährdungsstufen R, R*) oder

örtlich gefährdeten Arten (Gefährdungsgrad V) enthält die folgende Liste auch

all jene, die im aktuellen Entwurf der neuen Roten Liste Bayern mindestens gefährdet

sind (Gefährdungsstufen 3, 2, ...) – auch dann, wenn sie nach unserer Einschätzung

in Niederbayern keinen Gefährdungsgrad rechtfertigen. Aufgeführt sind

auch ungefährdete, aber besonders s chutzbedürftige Sippen und Populationen

sowie die naturschutzrechtlich geschützten Sippen.

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Spalte Taxon: Wissenschaftliche Sippenbezeichnung (Normalfall: Art; ssp. = Unterart,

var. = Varietät); Nomenklatur in der Regel gemäß WISSKIRCHEN &

HAEUPLER 1998 (Standardliste für die Bundesrepublik Deutschland).

Da die Rote Liste anwenderfreundlich sein soll und mit ihr auch viele Personen

arbeiten sollen, die keine versierten Floristen sind, wird streng die alphabetische

Reihenfolge eingehalten und damit auf die Zusammenfassung


10 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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kritischer Sippen zu Aggregaten verzichtet. Unterarten oder Varietäten werden

nur aufgeführt, wenn es davon innerhalb einer Art mindestens zwei gibt.

Wo Sippen in der Praxis oft nicht unterschieden werden, wird zusätzlich ein

Gefährdungsgrad für die komplexe Sippe angegeben. Er entspricht stets dem

am schwächsten gefährdeten Subtaxon und erscheint in der Roten Liste ohne

Fallbezeichnung.

= in der Übersicht niederbayerischen Farn– und Blütenpflanzen

(Originalpublikation oder Internet) Teil ei-

°Sippenbezeichnung

nes Aggregats

= Fortbestand der Art als solcher ungefährdet, jedoch

(Sippenbezeichnung)

Verdrängung der alteinheimischen Population durch

vom Menschen ausgebrachte Herkünfte und Sorten (z.

B. Futtergräser). – Nur ansatzweise berücksichtigt.

Statusangaben (wichtig für die Beurteilung der Schutzwürdigkeit: Sie

wächst mit der Zeitdauer, über den hinweg die Art in Niederbayern etabliert

war oder ist 5 ):

** = jungneochor (angenommene Einbürgerungszeit

Sippenbezeichnung

nach 1800); bei Hieracium: Niederbayer. Population

anscheinend nur aus Spontanhybriden bestehend 6

= frühneochor (angenommene Einbürgerung zwischen

1500 und 1800)

Sippenbezeichnung*°

= Einbürgerungszeitraum Römerzeit bis Ende Mittelalter

(mesochor)

Sippenbezeichnung*

= Relikt prähistorischer Floren (z. B. Eiszeitrelikt;

Sippenbezeichnung^

einst vermutlich weit verbreitet, heute jedoch auch ohne

menschliches Zutun sehr selten).

Eingerückt und in Kleindruck erscheinen in der Spalte Taxon bei den einzelnen

Sippen – eingeleitet mit "im" oder "in" – die zu isolierten Arealteilen

gehörenden Populationen. Angegeben sind die jeweiligen Verbreitungsgebiete

in Niederbayern. – Die isolierten Populationen werden wie eigene

Sippen behandelt und deshalb mit eigenen Gefährdungsgraden versehen,

soweit diese nicht mit jenen der Sippe insgesamt identisch sind.

Schließlich tauchen in der Spalte Taxon eigene Zeilen für „Vorposten“

"Streu-" und „Schlussvorkommen“ auf. Sie sind erhöht schutzwürdig. Der

Gefährdungsgrad bei den Vorposten entspricht dem in Niederbayern, bei den

Schlussvorkommen ebenso oder – soweit zutreffend – dem des maßgebli-

5 ) Wertvolle Hinweise lieferte WILLERDING 1986.

6 ) Bei den Gattungen Hieracium und Rubus sind Bastarde der Ausgangspunkt der Sippenbildung

und daher sehr wichtig.


Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 11

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chen Teilareals. Graue Balken bedeuten, dass innerhalb des Taxons auch enger

gefasste Sippen bewertet werden. Nur diese zählen für die Statistik.

Spalte Gefährdungsgrad: Gefährdungsgrad in Niederbayern. Die sonst üblichen

Gefährdungsgrade decken eine sehr große – für die konkrete Anwendung oft

zu große – Spanne ab. Sie werden daher für den regionalen Gebrauch unterteilt.

Jungneochoren die auch aktuell verwildern oder eingeschleppt werden,

bleiben unberücksichtigt!

Wo mit früheren Zuständen verglichen wird („Ausgangsareal“) ist die Zeit

der maximalen Entfaltung seit ca. 1800 gemeint.

Als „autochthon“ werden nur Vorkommen bezeichnet, die sich von Wildvorkommen

aus dem Stammareal in Niederbayern oder aus deren unmittelbarer

Nachbarschaft herleiten. Sie müssen in die zur Beständigkeit führende

Generationsfolge eingebunden sein („autochthone Linien“).

Folgende Gefährdungsgrade (Gef.Gr.) werden unterschieden:

Gefährdungsgrade

Gef.Gr. verbal Gef.Gr. verbal

0 ausgestorben 2 stark gefährdet

(0) nur Altvorkommen erloschen 3* besonders gefährdet (noch

nicht stark gefährdet)

0? verschollen 3 gefährdet

(0?) nur Altvorkommen verschollen

V* schwach gefährdet

>0? wieder ausgebracht V örtlich gefährdet

1* akut vom Aussterben bedroht

(V)

Gefährdung (der autochthonen

Population) durch kreuzungsfähige

Kulturpflanzen

1 vom Aussterben bedroht R* potentiell sehr gefährdet

2* sehr stark gefährdet R potentiell gefährdet

Im Einzelnen werden die Gefährdungsgrade in der Einführung zur Roten

Liste (S. 4 ff.) definiert.

Die Gefährdungsgrade der Niederbayern-Liste entsprechen wie folgt

denen der Deutschland- und der Bayern-Liste: 0, 0?, >0?, (0) = 0; 1*, 1 =

1; 2*, 2 = 2; 3*, 3 = 3; R*,R = P bzw. R. Der „Vorwarnstufe“ V in der

2. Arbeitsfassung der neuen Roten Liste Bayern entsprechen in Niederbayern

V* und V (in der Deutschlandliste unberücksichtigt, d. h. danach

ungefährdet). (V) entspricht G, wird in Niederbayern aber nur für


2 (D)

2* (C)

3 (L)

V* (X)

3 (J) V* (V)

2 (H)

2* (G)

3 (Q)

3* (P) 3 (U)

2 (O) 3* (T)

12 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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den Fall der Einkreuzung gebietsfremder Herkünfte oder der Verdrängung

durch nah verwandte Kulturpflanzen verwendet.

Spalte Gefährd.Fall: "Fallbezeichnung" gemäß der folgenden tabellarischen Hilfe

für die Zuordnung der Gefährdungsgrade:

Häufigkeit

Arealsituation 7

verwaister

äußerst sel-

sehr

selten

ziemlich selten

Arealanteil

versehrte oder gefährdete

Anteile d. aktuellen

ten (ss)

selten

(s)

– häufig

Areals

(SS)

(zs – h)

0 0 R*(F) R (N) - -

0 < 0,1 „deutlich“ 3* (E) V* (M) V (S) -

< 0,1

0,1 – 0,25 „erheblich“ V* (R) V (Y)

„gering“

0,25 – 0,5 „groß“

> 0,5 „überwiegend“ 3* (K) 3 (W)

0,1 – 0,25

„mäßig“

< 0,25 „höchstens mäßig“

0,25 – 0,5 „groß“ 3* (I)

> 0,5 „überwiegend“

0,25 – 0,5

„groß“

< 0,5 „nicht überwiegend“

> 0,5 „überwiegend“

> 0,5 „überwiegd.“


Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 13

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Schutzwürdigkeit

Zahl verbal

Zahl verbal

1 extrem hohe Schutzwürdigkeit 5 mäßige Schutzwürdigkeit

2 stark erhöhte Schutzwürdigkeit 6 ziemlich geringe Schutzwürdigkt.

3 erhöhte Schutzwürdigkeit 7 = geringe Schutzwürdigkeit

4 mittlere Schutzwürdigkeit

Spalte Schutzerford.Grad: Das Schutzerfordernis (die Schutzbedürftigkeit) berücksichtigt

neben der Gefährdung in Niederbayern auch die in den Nachbarregionen

und die Aspekte gefährdungsunabhängiger Schutzwürdigkeit. Sie wird

in den folgenden Schutzerfordernisgraden ausgedrückt, wobei bei den nic ht

gefä hrdeten Sippen einschließlich der potentiell gefährdeten der Schutzerfordernisgrad

kursiv geschrieben wird.

Zahl verbal

Schutzerfordernis

Zahl verbal


14 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Spalte Schutz: Naturschutzrechtlicher Status gemäß Bundesnaturschutzgesetz

(Liste besonders geschützter und streng geschützter Pflanzenarten in BUN-

DESMINIST. D. JUSTIZ 2001, Anlage 3) und Naturschutzergänzungsgesetz:

§ = besonders geschützt: § 20f Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG (Bundesnaturschutzgesetz)

verbietet „wildlebende Pflanzen der besonders geschützten Arten

oder ihre Teile oder Entwicklungsformen abzuschneiden, abzupflücken,

aus– oder abzureißen, auszugraben, zu beschädigen oder zu vernichten“.

§§ = streng geschützt: § 20f Abs. 1 Nr. 4 (BNatSchG) verbietet zusätzlich

„Standorte wildlebender Pflanzen der streng geschützten Arten durch

Aufsuchen, Fotografieren oder Filmen der Pflanzen oder ähnliche Handlungen

zu beeinträchtigen oder zu zerstören“.

§ = "vollkommen geschützt" nach Art. Art. 5 Abs. 2 Naturschutzergänzungsgesetz

(NatEG), einem bayerischen Landesgesetz aus dem Jahr 1962,

das nur noch rudimentär gültig ist und demnächst durch eine Landesverordnung

abgelöst werden soll. – Verboten ist es, „wildwachsende Pflanzen ... zu

pflücken, auszureißen, auszugraben oder zu beschädigen“.

(§) = "teilweise geschützt" nach Art. 6 NatEG: Es ist verboten, „die

Wurzeln, Wurzelstöcke, Zwiebeln oder Rosetten wildwachsender Pflanzen

... zu entnehmen oder zu beschädigen“.


h

r

-

G

e

Abies alba V Y 4 IV Weißtanne, Edeltanne

chamaepitys 1 B 5 II Gelber Günsel

Ajuga

in der Alb 1 B 5 II – in der Alb


8 ) Im Gebiet nur ssp. neilreichii vorhanden.

9 ) Im Gebiet nur ssp. variegatum vorhanden.

10 ) Status und Häufigkeit spekulativ.

s

g

n

g

d

u

.F

a


h

G

e

tu

fe

w

ü

S

c

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S

c

G

r

S chutz

Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 15

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-

.

l

d

d

r

a

Taxon

r

o

.

S

d Pflanzenname

ä

r

d

a

d

f

r

z

t

h

Achillea crithmifolia ** 1* A 7 III* Meerfenchelblättrige Schafgarbe

Achillea nobilis** 8 1* A 7 III Edel-Schafgarbe

°Achillea pannonica 3 Q 4 III Ungarische Schafgarbe

– Schlussvork. im Isartal bei Mamming 3 III* – Schlussvork. im Isartal b. Mamming

Achillea ptarmica V Y 4 IV Sumpf-Schafgarbe

Acinos arvensis* V Y 5 – Feld-Steinquendel

Aconitum lycoctonum – – 4 – Wolfs-Eisenhut §

Aconitum napellus ssp. napellus V* R 4 III Gewöhnlicher Blauer Eisenhut §

– Vorposten im Isar-Inn-Hügelland 4 III* – Vorposten im Isar-Inn-Hügelland

Aconitum plicatum – – 3 IV* Klaffender Eisenhut §

Aconitum variegatum 9 – – 3 IV Gescheckter Eisenhut §

Acorus calamus V Y 4 – Kalmus

Adenophora liliifolia 2* C 3 I Schellenblume, Becherglocke §§

Adonis aestivalis 2 O 4 II Sommer-Adonisröschen

Adonis flammea 0 + 4 I Flammen-Adonisröschen

Aethusa cynapium ssp. elata 10 2? H? 7 IV* Acker-Hundspetersilie

Agrimonia eupatoria V Y 4 IV Kleiner Odermennig

Agrostemma githago 1 B 5 II* Kornrade

Agrostis rupestris^ 2* C 1 I Felsen-Straußgras

°Agrostis vinealis 2* C 4 II Sand-Straußgras

Aira caryopyllea 1 B 5 II Nelken-Haferschmiele

– im Isartal 0? +? 4 I – im Isartal

Ajuga genevensis V Y 4 IV Heidegünsel, Genfer Günsel

°Alchemilla crinita 3*? I? 4 III Langhaariger Frauenmantel

°Alchemilla effusa 3*? I? 4 IV* Ausgebreiteter Frauenmantel

°Alchemilla filicaulis 3*? I? 4 III Fadenstengel-Frauenmantel

°Alchemilla glaucescens 3? M 4 IV* Graugrüner Frauenmantel

°Alchemilla micans 3? Q? 4 IV Zierlicher Frauenmantel

°Alchemilla plicata 2? D? 3 II Gefalteter Frauenmantel

°Alchemilla propinqua 0? +? 4 II Verwandter Frauenmantel

°Alchemilla reniformis 3? Q? 4 III Nierenblättriger Frauenmantel

°Alchemilla straminea 2? D? 3 II Strohgelber Frauenmantel

°Alchemilla subcrenata V*? V? 4 IV Stumpfzähniger Frauenmantel

°Alisma gramineum 1 B 4 I Gras-Froschlöffel


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11 ) Noch unklar, ob die brutzwiebellose Sippe aus dem Bereich Rosenau tatsächlich hierher gehört.

12 ) Ursprüngliche Populationen.

13 ) = Alnus viridis.

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16 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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°Alisma lanceolatum 3 W 5 III Lanzett-Froschlöffel

Allium angulosum 3 Q 4 III* Kantenlauch §

Allium carinatum ssp. carinatum V* R 4 IV* Gekielter Lauch

– Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 3 III – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.

– Schlussvork. unterh. d. Rottmündung 3 III – Schlussvork. unterh. d. Rottmdg.

Allium carinatum ssp. pulchellum 11 1* A 2


Anchusa arvensis V* V 5 – Acker-Krummhals

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liliago 3 Q 4 III Astlose Graslilie §

Anthericum

in den Isarleiten im Raum Landshut 2 D 4 II – in den Isarleiten im Raum Landshut


foetida R N 5 – Hainsalat

Aposeris

Schlussvork. im Raum Stubenberg 4 IV – Schlussvork. im Raum Stubenberg


14 ) Ssp. cerefolium.

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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 17

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– im Ilzgebiet 3* I 5 IV – im Ilzgebiet

– in der Alb u. im Donau-Isar-Hügelld. V* V 5 – – in der Alb u. im Donau-Isar-Hügelld.

Anchusa officinalis* 2 H 4 III* Gewöhnliche Ochsenzunge

Andromeda polifolia 3 L 3 III* Rosmarinheide

Anemone sylvestris 0? +? 5 II Großes Windröschen §

4 I – (Vorposten im weiteren Isarmündungsgeb.)

– (Vorposten im weiteren Isarmündungsgebiet)

Antennaria dioica 3* P 4 III Gewöhnliches Katzenpfötchen §

Anthemis austriaca 2* C 5 III* Österreichische Hundskamille

Anthemis cotula 3* P 5 III Stinkende Hundskamille

Anthemis tinctoria 3 Q 5 IV Färber-Hundskamille

– in den Donauleiten unterh. Passau 3* E 4 III – in den Donauleiten unterh. Passau

– im übrigen Donautal u. im Altmühltal V* R 4 III – im übrigen Donautal u. im Altmühltal

–– Schlussvork. bei Welchenberg 3 III –– Schlussvork. bei Welchenberg

Anthericum ramosum V S 4 IV Ästige Graslilie §

°Anthoxanthum alpinum^ R* F 2 II Alpen-Ruchgras

Anthriscus caucalis** 1 B 7 III Hundskerbel

Anthriscus cerefolium* 14 R* F 5 III Echter Gartenkerbel

Anthriscus sylvestris ssp. alpina R* F 3 II Alpen-Wiesenkerbel

Anthyllis vulneraria ssp. carpatica 3* I 4 IV Karpaten-Wundklee

Antirrhinum majus 1 B 4 II Großes Löwenmaul

Apium repens 2 D 3 II Kriechender Sellerie §§

Aquilegia atrata – – 4 – Dunkle Akelei §

– Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 3 IV – Schlussvork. im Isarmündgs.Gebiet

– Schlussvork. im Raum Malching/Inn 3 IV – Schlussvork. im Raum Malching/Inn

Aquilegia vulgaris V – 5 – Gewöhnliche Akelei §

Arabis auriculata R* F 5 III Öhrchen-Gänsekresse

°Arabis caucasica** R* F 6 IV Kaukasische Gänsekresse

°Arabis hirsuta s. str. V Y 5 – Behaarte Gänsekresse

°Arabis nemorensis 2* G 5 II Hain-Gänsekresse, Flachschotige

Gänsekresse

– Schlussvork. im Raum Neustadt 4 II* – Schlussvork. im Raum Neustadt

– Schlussvork. im Salzachmdgs.Geb. 4 II* – Schlussvork. im Salzachmdgs.Geb.

Arctium nemorosum V* M 5 – Hainklette

Arenaria leptoclados 2*? C? 5 II* Dünnstängeliges Sandkraut


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Aruncus dioicus –

– 4 – Wald-Geißbart (§)

Asperula arvensis * 0? +? 5 II* Ackermeister

Asperula cynanchica V Y 4 IV Hügelmeister

Asperula tinctoria 3 Q 4 III Färbermeister

15 ) Im Gebiet nur ssp. elongata vorhanden.

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18 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Arenaria serpyllifolia ssp. glutinosa

(nur außerhalb von Bahnanlagen)

R N 5 – Drüsiges Quendelblättriges Sandkraut

(außerhalb von Bahnanlagen)

Aristolochia clematitis*° 2 H 4 III* Osterluzei

Armeria maritima 15 1 B 4 II* Sand-Grasnelke §

Arnica montana 3 U 4 III Arnika, Berg-Wohlverleih §

Arnoseris minima 1 B 5 II Lämmersalat

Arrhenatherum elatius var.

3* E 6 IV Knollen-Glatthafer

bulbosum

(Arrhenatherum elatius var.

(V) ?! 6 X Gewöhnlicher Glatthafer

elatius*°) (autochthone Population)

Artemisia absinthium* 3 J 4 III Wermut

Artemisia campestris V Y 4 IV Feld-Beifuß

Artemisia scoparia*° 2* C 5 II Besen-Beifuß

– Schlussvorkommen bei Passau 4 II* – Schlussvorkommen bei Passau

Asparagus officinalis*° (Altpopulat.) V* X 5 IV Spargel (alteingebürgerte Population)

Asperugo procumbens* 2* C 4 II Scharfkraut, Schlangenäuglein

– Schlussvorkommen bei Vilshofen 3 IV – Schlussvorkommen bei Vilshofen

– in der Alb 3 M 5 IV – in der Alb

– im unteren Isartal 3 J 4 III – im unteren Isartal

–– Schlussvork. im Isarmündungsgeb. 3 III* –– Schlussvork. im Isarmündungsgeb.

Asplenium adiantum-nigrum 2* C 2 I Schwarzer Streifenfarn

Asplenium ceterach** 1 B 6 II Milzfarn §

Asplenium scolopendrium R N 4 IV* Hirschzunge §

Asplenium septentrionale V Y 4 IV Nordische Streifenfarn

R N 5 IV Dickstieliger Brauner Streifenfarn

Asplenium trichomanes ssp. pachyrachis

Asplenium viride 3 J 5 IV Grüner Streifenfarn

– in der Alb R N 5 IV – in der Alb

– im Inn– u. Donautal um Passau 2 D 4 III – im Inn– u. Donautal um Passau

– im Bayer. Wald 2* G 4 III* – im Bayer. Wald

Aster amellus 3* P 4 III* Kalkaster §

– Vorposten im Inntal 4 II – Vorposten im Inntal


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rupestre V* M 5 – Steinzwenke

°Brachypodium

Schlussvork. im Raum Neustadt 4 IV – Schlussvork. im Raum Neustadt


16 ) Bisher B. maritimus ssp. maritimus.

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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 19

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Aster bellidiastrum 3 L 2 III Alpen-Maßliebchen

– Vorposten Weltenburger Enge 2 III* – Vorposten Weltenburger Enge

– im Isartal 3 L 2 III – im Isartal

–– Schlussvorkommen bei Dingolfing 2 III* –– Schlussvorkommen bei Dingolfing

– im Inntal 3 L 2 III – im Inntal

–– Schlussvork. Vornbacher Inn-Enge 2 III* –– Schlussvork. Vornbacher Inn-Enge

Aster linosyris V* R 4 III Goldaster

– in der Alb V S 4 IV* – in der Alb

– im Isartal 2 D 4 II – im Isartal

Astragalus cicer 3 U 4 III Kichertragant

Astrantia major V Y 4 IV Große Sterndolde

Aurinia saxatilis** 1 B 5 II Felsen-Steinkraut

Barbarea stricta 3 Q 5 III Steifes Barbarakraut

Berberis vulgaris V Y 5 – Sauerdorn, Berberitze

Berteroa incana* V* R 5 IV Graukresse

Betula humilis^ 0 + 1


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umbellatus 3 Q 4 III Schwanenblume

Butomus

Vorposten im Raum Pfarrkirchen 3 II – Vorposten im Raum Pfarrkirchen


pseudophragmites 1 B 5 II Ufer-Reitgras

Calamagrostis

im Inntal 1 B 5 II – im Inntal


Schlussvorkommen Weltenburger Donauenge


S chutz

20 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Buphthalmum salicifolium –

– 4 – Ochsenauge

– Schlussvork. unterh. d. Isarmündg. 3 IV – Schlussvork. unterh. d. Isarmündg.

– Schlussvorkommen im Raum Simbach

a. Inn

3 IV – Schlussvorkommen im Raum Simbach

a. Inn

Bupleurum falcatum 1? B? 5 III Sichelblättriges Hasenohr

Bupleurum longifolium 2 D 5 III Langblättriges Hasenohr

Bupleurum rotundifolium* 0 + 4 I Rundblättriges Hasenohr

Calamagrostis canescens V* R 4 IV* Lanzett-Reitgras, Sumpf-Reitgras

– (im Isartal) 0? +? 5 II – ( im Isartal)

– (im Donautal Neustadt – Kelheim) 0? +? 5 II – (im Donautal Neustadt – Kelheim)

Calamagrostis varia V S 5 – Bunt-Reitgras, Berg-Reitgras

– Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 4 IV – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.

– Schlussvorkommen bei Passau 4 IV – Schlussvorkommen bei Passau

Calla palustris V S 4 IV* Schlangenwurz, Sumpf-Drachenwurz §

– Vorposten im Isar-Inn-Hügelland 3 III – Vorposten im Isar-Inn-Hügelland

°Callitriche platycarpa 3? L? 5 IV* Flachfrüchtiger Wasserstern

Calluna vulgaris V Y 5 – Heidekraut, Besenheide

°Camelina alyssum* 0? +? 5 I Gezähnter Leindotter

°Camelina microcarpa* 2* G 6 III Kleinfrüchtiger Leindotter

°Camelina sativa* 1 B 6 III* Saat-Leindotter

Campanula cervicaria* 0? +? 4 I Borstige Glockenblume §

– (Vorposten bei Landshut) 3


defloratus 3 L 5 IV Bergdistel

Carduus

Vorposten im Isartal 4 III – Vorposten im Isartal


– im Rotttal R* F 4 IV – im Rotttal

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– Schlussvorkommen bei Deggendorf 4 IV* – Schlussvorkommen bei Deggendorf

ericetorum 3 Q 4 III Heidesegge

Carex

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 3 II – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


humilis V S 4 IV Erdsegge

Carex

(Schlussvorkommen bei Passau) 3 IV* – (Schlussvorkommen bei Passau)


lasiocarpa 2 H 4 III* Fadensegge

Carex

Vorposten im Hinteren Bayer. Wald 2 I – Vorposten im Hinteren Bayer. Wald


limosa^ 3 J 2 II Schlammsegge

Carex

(Vorposten im Raum Neustadt) 1 I – (Vorposten im Raum Neustadt)


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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 21

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Carduus nutans ssp. alpicola 3* E 3 II Alpen-Nickdistel

Carex appropinquata 3* P 4 III* Wundersegge, Schwarzschopf-S.

Carex bohemica 1 B 4 II Zypergras-Segge

Carex buekiil – – 4 – Banatersegge

°Carex buxbaumii s. str. 0 + 3


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pilosa R N 5 IV Wimpersegge

Carex

Vorposten im Raum Hofkirchen 5 III – Vorposten im Raum Hofkirchen


randalpina – – 2 IV* Alpenrand-Segge

Carex

Schlussvork. Isarmündungsgebiet 1 III – Schlussvork. Isarmündungsgeb.


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S chutz

22 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Carex praecox s. l. 3 Q 5 III Frühe Segge

Carex praecox ssp. intermedia 3 Q 5 IV* Gekrümmte Frühe Segge

Carex praecox ssp. praecox 3 Q 5 III Gewöhnliche Frühe Segge

Carex pseudocyperus V* R 5 IV Scheinzypergras-Segge

Carex pulicaris 2 O 3 II Flohsegge

– Schlussvorkommen bei Passau 1 III – Schlussvorkommen bei Passau

Carex riparia V Y 4 IV* Ufersegge

Carex sempervirens 0 + 4 II Horstsegge

Carex tomentosa V* R 4 III Filzsegge

°Carex viridula var. viridula V Y 5 IV Späte Gelbsegge

°Carex vulpina 3 U 5 IV Fuchssegge

Carlina acaulis s. l. V* R 4 IV Silberdistel §

Carlina acaulis ssp. acaulis 3 Q 4 III Stengellose Silberdistel §

Carlina acaulis ssp. simplex V* R 4 IV Krausblättrige Silberdistel §

°Carlina biebersteinii 1 B 4 II* Steife Golddistel

°Carlina vulgaris 3 U 4 III Golddistel

Carpesium cernuum* 0 + 5 I Kragenblume

Catabrosa aquatica 3 L 4 III Quellgras

Caucalis platycarpos* 2 D 7 IV Acker-Haftdolde, Möhren-Haftdolde

Centaurea cyanus V* X 5 IV Kornblume

Centaurea jacea ssp. angustifolia V* R 4 IV Schmalblättr. Wiesen-Flockenbl.

Centaurea jacea ssp. subjacea V*? R? 5 IV Eigentliche Wiesen-Flockenblume

Centaurea montana* R N 4 IV Berg-Flockenblum

°Centaurea pseudophrygia 3 Q 4 III Perücken-Flockenblume

Centaurea stoebe V S 5 – Rispen-Flockenblume

§

Centaurium erythraea V – 5 – Doldiges Tausendgüldenkraut, Echtes

Tausendgüldenkraut

Centaurium pulchellum V* V 5 IV* Ästiges Tausendgüldenkraut §

Cephalanthera damasonium V* V 4 IV* Weißes Waldvögelein §

Cephalanthera longifolia 3* I 4 III Schwertblättriges Waldvögelein §

Cephalanthera rubra 3 Q 4 III Rotes Waldvögelein §

Cerastium brachypetalum s. l. 3 R 5 IV Bärtiges Hornkraut

3 L 6 IV Eigentliches Bärtiges Hornkraut

Cerastium brachypetalum ssp. brachypetalum

Cerastium brachypetalum ssp.

V* R 5 IV Drüsiges Bärtiges Hornkraut

tauricum

°Cerastium glutinosum V* R 5 IV Klebriges Hornkraut,

Bleiches Zwerg-Hornkraut

°Cerastium pumilum s. str. 3? Q? 6 IV Dunkles Zwerg-Hornkraut


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acaule V* R 4 IV Stengellose Kratzdistel

Cirsium

(Schlussvork. bei Niederachdorf) 3 IV* – (Schlussvork. bei Niederachdorf)


eriophorum 3 J 4 IV* Wollköpfige Kratzdistel

Cirsium

Streuvork. zw. Isar u. Kl. Laaber 3 III – Streuvork. zw. Isar u. Kl. Laaber


tuberosum 3 Q 4 III Knollen-Kratzdistel

Cirsium

Schlussvork. Schuttholz/Schöllnach 3 II – Schlussvork. Schuttholz/Schöllnach


mariscus 2* G 4 II Schneide

Cladium

(Schlussvorkommen bei Thundorf) 3 I – (Schlussvorkommen bei Thundorf)


im Donautal oberhalb Neustadt (zugleich


Schlussvorkommen)

17 ) Junge Einschleppungen nicht berücksichtigt!

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D 2 I – im Donautal oberhalb Neustadt (zugleich

2

Schlussvorkommen)

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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 23

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Cerastium semidecandrum V Y 5 – Sand-Hornkraut

Ceratophyllum submersum*° 0? +? 4 II Zartes Hornblatt

Cerinthe minor* 2 O 4 II Kleine Wachsblume

– Vorposten im Inntal 3 II* – Vorposten im Inntal

Chaerophyllum aromaticum** R N 7 – Gewürz-Kälberkropf

Chamaecytisus ratisbonensis 3 Q 4 III Regensburger Geisklee

Chamaecytisus supinus 3 U 4 III Kopfiger Geisklee

Chamaespartium sagittale V* R 4 III Flügelginster

Chenopodium bonus-henricus 3 W 4 IV* Guter Heinrich

Chenopodium glaucum* V* R 5 IV Graugrüner Gänsefuß

Chenopodium murale* 1 B 5 II Mauer-Gänsefuß

°Chenopodium opulifolium** 17 0? +? 7 III Schneeballblättriger Gänsefuß

Chenopodium rubrum* 3 Q 5 IV* Roter Gänsefuß

°Chenopodium strictum** V*? M? 7 – Gestreifter Gänsefuß

Chenopodium urbicum* 1 B 5 II Straßen-Gänsefuß

Chenopodium vulvaria* 1 B 4 I Stinkender Gänsefuß

Chimaphila umbellata 1 B 3


trifida 3 J 3 III* Korallenwurz

Corallorhiza

in der Alb 2 D 3 II – in der Alb


alpestris 3 J 4 IV* Alpenpippau

Crepis

in der Alb V* M 4 IV – in der Alb


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24 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Convallaria majalis –

– 4 – Maiglöckchen (§)

– im Bayer. Wald 3 J 3 III* – im Bayer. Wald

Corispermum leptopterum** 1 B 6 III Schmalflügeliger Wanzensame

Cornus mas (alteingebürg. Populat.) 2 D 3 II Kornelkirsche (alteingebürg. Popul.)

Coronilla coronata 3 J 6 III Berg-Kronwicke

Coronilla vaginalis 0 + 4 II* Scheiden-Kronwicke

Corydalis intermedia V* V 4 III Mittlerer Lerchensporn

Corydalis solida*° 2*? C? 5 III Gefingerter Lerchensporn

Corynephorus canescens 3 J 5 IV* Silbergras

Cotoneaster integerrimus 3 L 4 III Gewöhnliche Zwergmispel §

– Vorposten unterhalb von Passau 3 III* – Vorposten unterhalb von Passau

(Crataegus laevigata) (alte Populat.) (V) ?! 5 X Zweigriffeliger Weißdorn (alte Pop.)

(V) ?! 5 X Eingriffeliger Weißdorn (nur alte

(Crataegus monogyna) (nur alte Population)

Population)

3* P 4 II Gekrümmtzähniger Weißdorn,

Crataegus rhipidophylla var. rhipidophylla

Großkelchiger Weißdorn

– im Isartal 1* A 3 I – im Isartal

Crepis foetida** 2 D 7 IV* Stinkender Pippau

Crepis mollis s. l. 3 U 3 II Weichhaariger Pippau

Crepis mollis ssp. mollis 3 U 3 II Eigentl. Weichhaariger Pippau

Crepis mollis ssp. succisifolia 3 Q 3 II Abbissblättr. Weichhaar. Pippau

Crepis praemorsa 2 H 4 II Abgebissener Pippau

Crepis tectorum* 2 H 4 II Dachpippau

Crocus vernus ssp. albiflorus* 2* C 3 I Weißer Krokus §

Cryptogramma crispa^ 2* C 1


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H 4 II – im Donautal von Straubing abwärts u. im

2

Isarmündungs-Gebiet

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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 25

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Cyperus flavescens 2* C 5 II Gelbes Zypergras

Cyperus fuscus 3 U 5 IV* Braunes Zypergras

Cypripedium calceolus 3 Q 4 III Frauenschuh §§

Cytisus nigricans 3 W 4 III Schwarzwerdender Geißklee

(Dactylis glomerata) (Altvorkommen) (V) ?! 5 X (Wiesen-Knaulgras) (Altvorkommen)

°Dactylorhiza fuchsii V Y 4 IV Fuchs'Knabenkraut §

Dactylorhiza incarnata s. l. 3 Q 4 III Fleischrotes Knabenkraut §

§

Dactylorhiza incarnata ssp. incarnata

var. haematodes

1 B 2


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tristachyum 2 H 2 I Zypressen-Flachbärlapp §

Diphasiastrum

Vorposten im Abensberger Raum 2 I – Vorposten im Abensberger Raum


muralis ** 0? +? 7 IV* Mauer-Doppelsame

Diplotaxis

(Vorposten unterhalb Passau) 6 III – (Vorposten unterhalb Passau)


germanicum 2* C 5 III* Deutscher Backenklee

Dorycnium

Schlussvork. zw. Dingolfg. u. Landau 4 II – Schlussvork. Dingolfing – Landau


longifolia^ 0? +? 4 I Langblättriger Sonnentau §

Drosera

(Vorposten von Neustadt bis Saal) 2


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quinqueflora 2 G 4 III* Armblütige Sumpfbinse

Eleocharis

Schlussvorkommen bei Saal 4 II – Schlussvorkommen bei Saal


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ramosissimum 2 H 5 III* Ästiger Schachtelhalm

Equisetum

Schlussvork. unth. d. Isarmündung 4 II – Schlussvork. unth. d. Isarmündung


carnea V* R 4 IV* Schneeheide

Erica

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 3 III – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


acris ssp. angulosus 0? +? 5 II* Schotter-Berufkraut

Erigeron

(Schlussvork. oberhalb Regensburg) 4 I – (Schlussvork. oberh. Regensburg)


18 ) Im Gebiet anscheinend nur der Bastard mit Elymus repens, Elymus × olivieri.

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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 27

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Taxon

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Eleocharis ovata 2 H 5 III Eiköpfige Sumpfbinse

Eleocharis palustris ssp. vulgaris V*? M? 3 IV* Großfrüchtige Gewöhnl. Sumpfbin.

– Schlussvork. a. unterst. Innabschnitt 4 II – Schlussvork. a. unterst. Innabschnitt

°Eleocharis uniglumis 3 Q 4 III Einspelzige Sumpfbinse

Elymus athericus 18 3? L? 6 IV Sandquecke

Elymus hispidus 0 + 4


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micrantha 0? +? 3 I* Schlanker Augentrost

°Euphrasia

(Vorposten im Raum Landshut) 2 I* – (Vorposten im Raum Landshut)


salisburgensis 0 + 5 III Salzburger Augentrost

Euphrasia

(Schlussvorkommen bei Landau) 4 II – (Schlussvorkommen bei Landau)


amethystina V* M 3 II Amethystschwingel

Festuca

Vorposten im Isarmündungsgebiet 1 I – Vorposten im Isarmündungsgebiet


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28 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Taxon

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Eriophorum vaginatum V Y 4 IV Scheiden-Wollgras

Erophila verna ssp. praecox 3 L 4 III Frühes Hungerblümchen

Erophila verna ssp. spathulata** 3 L 6 IV Rundfrüchtiges Hungerblümchen

Erucastrum gallicum V Y 7 – Französische Hundsrauke

Erysimum cheiranthoides V Y 5 – Ackerschöterich

Erysimum crepidifolium R N 5 IV Bleicher Schöterich

Erysimum hieraciifolium** 2 N 7 IV Steifer Schöterich

Erysimum marschallianum** 1 B 7 III Harter Schöterich

Erysimum odoratum R N 5 IV Duftender Schöterich

Euphorbia amygdaloides R N 5 – Mandelblättrige Wolfsmilch

Euphorbia dulcis ssp. incompta R N 4 III Kahlfrüchtige Süße Wolfsmilch

Euphorbia epithymoides* 0 + 5 I Vielfarbige Wolfsmilch

Euphorbia esula V Y 5 – Scharfe Wolfsmilch

Euphorbia lucida 1 B 3 I* Glanz-Wolfsmilch §

Euphorbia palustris 3* P 4 II Sumpf-Wolfsmilch §

Euphorbia platyphyllos* 2? H? 4 III* Breitblättrige Wolfsmilch

Euphorbia stricta – – 3 IV Steife Wolfsmilch

Euphorbia verrucosa V Y 4 IV Warzen-Wolfsmilch

Euphorbia villosa (zugl. Vorposten) >0? +? 1


upicola V ?!,

°Festuca

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4 IV Furchen-Schafschwingel

valdepilosum 3* I 4 III* Mährisches Labkraut

°Galium

Schlussvorkommen bei Vilshofen 4 II – Schlussvorkommen bei Vilshofen


19 ) Ssp. vaillantii.

S chutz

Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 29

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Festuca pallens V S 4 IV Bleichschwingel

– in der Alb – – 4 – – in der Alb

– im Regental V* M 4 IV – im Regental

–– Schlussvork. zw. Regen u. Zwiesel 3 IV* –– Schlussvork. zw. Regen u. Zwiesel

–– Vorposten bei Bogen 3 III –– Vorposten bei Bogen

– in Flußleiten von Vilshofen ostwärts V* M 4 IV – in Flußleiten von Vilshofen ostwärts

–– Schlussvorkommen Gaißatal 3 III –– Schlussvorkommen Gaißatal

Festuca rubra agg. (V) ?! 5 X Rotschwingel

Filago arvensis 3* T 4 III Acker-Filzkraut

°Filago lutescens 1 B 4 I Gelbliches Filzkraut

Filago minima 2 O 5 III Kleines Filzkraut

Filipendula vulgaris 3 W 4 III Knolliges Mädesüß, Kleines M.

Fragaria moschata – – 4 IV Moschus-Erdbeere

Fragaria viridis 3 Q 4 IV* Knack-Erdbeere

Fritillaria meleagris*° 0 + 4 I* Schachblume

Fumana procumbens 2 D 4 II Zwerg-Sonnenröschen, Nadelrösch.

– in der Alb 3* E 4 III* – in der Alb

–– Vorposten im Isartal 2 D 3 I –– Vorposten im Isartal

Fumaria officinalis ssp. wirtgenii 2? D? 4 II Wirtgens Erdrauch

°Fumaria vaillantii 3 Q 5 IV* Blasser Erdrauch

Gagea lutea V Y 5 – Wald-Gelbstern, Goldstern

Gagea minima* 0 + 3


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sanguineum 3 Q 4 III Blutroter Storchschnabel

Geranium

Vorposten bei Passau 3 III* – Vorposten bei Passau


sylvaticum V Y 4 – Wald-Storchschnabel

Geranium

in d. Alb u. im Donau-Isar-Hügelld. 2? D? 5 IV* – in d. Alb u. im Donau-Isar-Hügelld.


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cordifolia^ 0 + 5 III Herzblättrige Kugelblume §

Globularia

(Schlussvorkommen bei Mamming) 4 II – (Schlussvorkommen bei Mamming)


punctata 3 Q 4 III Gewöhnliche Kugelblume §

Globularia

in der Alb – – 4 IV – in der Alb


repens 1? B? 5 III* Netzblatt §

Goodyera

Vorposten zw. Laaber u. Vils 4 II – Vorposten zw. Laaber u. Vils


officinalis >0? +?‘ 4 I* Gottes-Gnadenkraut §

Gratiola

(Schlussvork. bei Frontenhausen) 3


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repens 0? +? 6 III Kriechendes Gipskraut

Gypsophila

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 5 III – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


bifidum R N 4 IV Gegabeltes Habichtskraut

°Hieracium

in der Alb R N 4 IV – in der Alb


20 ) Neuansiedlungen auf Str.Begleitflächen dürfen nicht berücksichtigt werden!

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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 31

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d Pflanzenname

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Groenlandia densa 3 Q 4 III Fischkraut, Dichtblättriges Laichkraut

Gymnadenia conopsea 3 U 4 III Mücken-Händelwurz §

Gymnadenia odoratissima 1 B 4 III* Wohlriechende Händelwurz §

– Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 3 II – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.

Gypsophila muralis 3* P 5 III Mauer-Gipskraut

– (Vorposten bei Bad Abbach) 5 III* – (Vorposten bei Bad Abbach)

Helianthemum nummularium s. l. V Y 4 IV Gewöhnliches Sonnenröschen

Helianthemum nummularium ssp.

3 J 4 III Zweifarbiges Sonnenröschen

nummularium

– Vorposten bei Passau 3 III* – Vorposten bei Passau

Helianthemum nummularium ssp.

V Y 4 IV Eiblättriges Sonnenröschen

obscurum

Helichrysum arenarium 1* A 4 I Sand-Strohblume §

Helictotrichon pratense V* X 4 IV* Trifthafer

Helleborus foetidus** R* F 6 IV* Stinkende Nieswurz §

Helleborus viridis* 0? +? 3


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macranthum 2* C 7 III Großköpfiges Habichtskraut

°Hieracium

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 5 III* – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


vulgatum R? N? 4 IV* Dünnstengeliges Habichtskraut

°Hieracium

Vorposten im Isartal 3 III – Vorposten im Isartal


hirta 2 H 4 II Rauhes Mariengras

Hierochloe

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 2 H 4 II* – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


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32 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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°Hieracium floribundum 3 Q 4 III Reichblütiges Habichtskraut

°Hieracium glaucinum 3 Q 5 IV* Frühblühendes Habichtskraut

°Hieracium glomeratum 3 Q 4 III Knäuelköpfiges Habichtskraut

°Hieracium iseranum** 1 B 5 II* Iser-Habichtskraut

°Hieracium kalksburgense 2* C 4 I Kalksburger Habichtskraut

°Hieracium lactucella V* V 4 IV Geöhrtes Habichtskraut

°Hieracium laevigatum ssp.

3*? P? 4 I Glattes Habichtskraut, Unterart

goticum^

goticum

°Hieracium laurinum R? N? 2 IV* Lorbeerartiges Habichtskraut

°Hieracium leptophyton** 1 B 4 II* Zartes Habichtskraut

°Hieracium longisquamum 1 B 4 II* Langschuppiges Habichtskraut

°Hieracium macranthelum 2* C 3 I Großblütiges Habichtskraut

– Vorposten am Inn 5 II – Vorposten am Inn

°Hieracium macrostolonum 0? +? 3


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fluviatilis 21 2 Q 5 III Fluss-Sanddorn, Gebirgs-Sanddorn §

im Isartal, Inntal u. im Donautal v. Deggendorf


abwärts

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H 5 III – im Isartal, Inntal u. im Donautal v. Deggendorf

2

abwärts

europaeus R? N? 5 – Waldgerste

Hordelymus

in der Alb R N 5 – – in der Alb


niger* 1 B 7 III Schwarzes Bilsenkraut

Hyoscyamus

Vorposten bei Landshut 7 III – Vorposten bei Landshut


maculata 2 H 4 II Geflecktes Ferkelkraut

Hypochaeris

Vorposten im Inntal 3 II* – Vorposten im Inntal


sambucina* 3 J 4 III Holunder-Schwertlilie §

Iris

Vorposten Passau 2 II – Vorposten Passau


21 ) Falls ssp. carpatica im Gebiet, ebenso hoch gefährdet.

S chutz

Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 33

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Hippophae rhamnoides ssp.

– im Alb-Abschnitt d. Donautals 2* C 5 III* – im Alb-Abschnitt d. Donautals

Hippuris vulgaris V* V 4 III Tannenwedel §

Holosteum umbellatum* 2 O 6 IV* Doldige Spurre

– im Bayer. Wald R*? N? 3 III – im Bayer. Wald

3* L 5 IV Mäusegerste (ohne Fernstraßen- u.

Hordeum murinum* (ohne Fernstraßen-

u. Bahnanlagenvorkommen)

Bahnanlagenvorkommen)

Hottonia palustris 2 O 4 II Wasserfeder §

Huperzia selago V Y 3 III Tannen-Bärlapp §

– im Landkreis Kelheim 2 D 3 II – im Landkreis Kelheim

– im Isar-Inn-Hügelland 3 L 3 III* – im Isar-Inn-Hügelland

Hydrocharis morsus-ranae 2 O 4 II Froschbiss

Hypochaeris glabra 0? +? 3


Juncus squarrosus 2 H 4 II Sparrige Binse

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niger V* V 4 IV* Schwarzwerdende Platterbse

Lathyrus

Schlussvork. im Raum Flintsbach 3 III – Schlussvork. im Raum Flintsbach


incanus 3 J 5 IV Grau-Löwenzahn

Leontodon

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 4 IV* – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


22 ) Ssp. trifidus.

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34 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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d Pflanzenname

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– Vorposten bei Langquaid u. im Isar-Inn-

5 III – Vorposten bei Langquaid u. im Isar-Inn-

Hügelland

Hügelland

Juncus subnodulosus 3* P 4 III* Knotenbinse, Stumpfblütige Binse

– Schlussvork. im Raum Schöllnach 3 II – Schlussvork. im Raum Schöllnach

– (Vorposten bei Passau) 3 II – (Vorposten bei Passau)

Juncus trifidus^22 2 D 1


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adustum V* M 5 III Bergmargerite, Berg-Wucherblume

°Leucanthemum

in der Alb V* M 5 III – in der Alb


nigra – – 4 – Schwarze Heckenkirsche

Lonicera

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 3 IV – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


23 ) Ssp. bulbiferum.

24 ) Ssp. perenne.

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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 35

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d Pflanzenname

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Lepidium heterophyllum** 1 B 7 II Verschiedenblättrige Kresse

Lepidium latifolium*° 1* A 5 I Breitblättrige Kresse

Lepidium ruderale* 3 Q 5 IV Schuttkresse

– im Isartal 3* E 2 I – im Isartal

Leucojum vernum V ?! 4 IV Märzenbecher,Frühlings-Knotenbl. §

Ligusticum mutellina^ 3 Q 5 – Alpen-Mutterwurz

Lilium bulbiferum 23 2 H 3 II* Feuerlilie §

Lilium martagon – – 4 – Türkenbund(-Lilie) §

Limosella aquatica 3 Q 5 III Schlammling

Lindernia procumbens 2 H 6 III Liegendes Büchsenkraut §§

°Linum austriacum *° 2 H 5 III Österreichischer Lein §

°Linum perenne 24 1 B 4 I Stauden-Lein, Ausdauernder Lein §§

– (Vorposten im Raum Dingolfing) 3


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corniculatus ssp. hirsutus 3 L 5 IV Behaarter Hornklee

Lotus

Schlussvork. im Raum Straubing 4 III – Schlussvork. im Raum Straubing


thyrsiflora 3* P 3 II Straußblütiger Gilbweiderich

Lysimachia

Schlussvork. im Abensberger Raum 2 II* – Schlussvork. im Abensberger Raum


minima 2 H 6 IV* Zwerg-Schneckenklee

Medicago

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 5 III – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


arvense* 2 H 6 III Acker-Wachtelweizen

Melampyrum

im Isartal 3 J 4 III – im Isartal


cristatum 3 L 5 IV* Kamm-Wachtelweizen

Melampyrum

Schlussvorkommen bei Straubing 4 III – Schlussvorkommen bei Straubing


nemorosum 3* I 4 III Hain-Wachtelweizen

Melampyrum

(Vorposten im Raum Landshut) 3 II – (Vorposten im Raum Landshut)


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R*? F? 4 III* Armästiger Wiesen-Wachtelweizen

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36 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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– Vorposten im Isarmündungsgebiet 4 III – Vorposten im Isarmündungsgebiet

(Lotus corniculatus ssp.

corniculatus) (autochth. Population)

(V) ?! 5 X Eigentlicher Hornklee (nur autochthone

Populatione)

Lunaria rediviva – – 4 IV Mondviole, Ausdauerndes Silberblatt §

– in der Alb R* F 4 III – in der Alb

°Luzula divulgata 2? D? 4 II Schlanke Feld-Hainsimse

°Luzula luzuloides ssp. rubella R*? F? 4 III* Rötliche Hainsimse

°Luzula sudetica 3 L 4 III Sudeten-Hainsimse

Lycopodiella inundata^ 2 H 2 I Sumpfbärlapp §

§

Lycopodium annotinum – – 3 IV Sprossender Bärlapp, Schlangenmoos

Lycopodium clavatum V* X 4 III Keulenbärlapp §

– Schlussvork. zwischen Isar u. Vils 2 II* – Schlussvork. zwischen Isar u. Vils

Lythrum hyssopifolia 0? +? 5 II* Ysopblättriger Weiderich

Malus sylvestris 3 ?!,T 4 III Wildapfel

Malva alcea* (nur alte Population) V* V 5 IV Sigmarskraut, Rosenmalve (alte P.)

Malva sylvestris 3 U 5 IV Wilde Malve

Marrubium vulgare* 0 + 4


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ciliata 3 J 5 IV Wimper-Perlgras

°Melica

Vorposten im Raum Zwiesel 3 III – Vorposten im Raum Zwiesel


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picta V* R 4 III Buntes Perlgras

Melica

Schlussvorkommen bei Straubing 3 III – Schlussvorkommen bei Straubing


rubra 25 2 H 4 II* Büschelmiere

Minuartia

in der Alb 2 D 4 II – in der Alb


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uniflora 2 H 4

III* Moosauge, Einblütiges Wintergrün

Moneses

im Bereich der Alb 2 D 4 III* – im Bereich der Alb


°Montia fontana ssp. amporitana 1 B 4 I Mittleres Quellkraut

°Montia font. ssp. chondrosperma 1 B 4 I Acker-Quellkraut

°Montia fontana ssp. fontana 1? B? 4 I Glanzsamiges Quellkraut

°Montia fontana ssp. variabilis 2 H 4 II Verändeliches Quellkraut

botryoides* 2 H 4 II Kleine Traubenhyazinthe §

Muscari

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 3 II – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


25 ) = M. fastigiata.

26 ) Verbreitung und Situation der Unterarten so unklar, dass ersatzweise Bewertung der Art.

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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 37

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– in der Alb R N 5 – – in der Alb

– im Donautal von Bogen abwärts 2 D 3 II – im Donautal von Bogen abwärts

– im Bayer. Wald 3 L 4 III – im Bayer. Wald

°Melica transsylvanica R N 5 IV Siebenbürger Perlgras

melissophyllum V S 4 IV* Immenblatt §

Melittis

im Bereich der Alb – – 4 IV – im Bereich der Alb


– im übrigen Niederbayern 3 Q 4 III – im übrigen Niederbayern

–– Schlussvorkommen bei Straubing 3 III* –– Schlussvorkommen bei Straubing

–– Schlussvorkommen bei Landshut 3 III* –– Schlussvorkommen bei Landshut

Mentha pulegium* 0? +? 4 I Poleiminze

Menyanthes trifoliata V* X 3 III Bitterklee, Fieberklee §

Mercurialis annua 2 H 4 III Jähriges Bingelkraut

Mercurialis ovata R N 4 III Eiblättriges Bingelkraut

Minuartia hybrida 1* A 6 II Schmalblättrige Miere

–– Vorposten Bogenberg 2 I – Vorposten Bogenberg

– im Isartal 2* C 4 II* – im Isartal

Minuartia setacea R N 4 III Borstenmiere

Misopates orontium* (ohne Bahnvk.) 1 B 7 III Acker-Löwenmaul, Katzenmaul

Moehringia muscosa^ 0? +? 1


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discolor 2 H 4 II Buntes Vergissmeinnicht

Myosotis

im Donau-Isar-Hügelland 2 D 5 III* – im Donau-Isar-Hügelland


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holosericea 2 D 4 II Hummel-Ragwurz §

Ophrys

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 3 II* – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


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S chutz

38 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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– im übrigen Niederbayern 1 B 3 I – im übrigen Niederbayern

°Myosotis laxa 3? Q? 3 III* Rasen-Vergissmeinnicht

Myosotis ramosissima 3 U 5 IV* Hügel-Vergissmeinnicht, Ästiges V.

Myosotis sparsiflora** 1 B 6 III Zerstreutblütiges Vergissmeinnicht

Myosotis stricta 3 U 4 III Sand-Vergissmeinnicht

Myosurus minimus 2 H 5 III Mäuseschwänzchen

Myricaria germanica 1 B 5 II Deutsche Tamariske

Myriophyllum alternifolium 0? +? 3 I* Wechselblütiges Tausenblatt

Myriophyllum verticillatum – – 4 IV Quirliges Tausenblatt

Najas marina** R*? F? 6 IV* Großes Nixkraut

Najas minor 1 B 4 I Kleines Nixkraut

Narcissus poeticus** (tradierte Pop.) 2 H 6 III Dichter-Narzisse, Weisse Narzisse §

Narcissus pseudonarcissus*° (nur

2? O? 5 III Osterglocke, Gelbe Narzisse (nur

§

tradierte Population)

tradierte Population)

Nasturtium – – 4 IV Brunnenkresse

°Nasturtium microphyllum R? N? 4 IV Kleinblättrige Brunnenkresse

°Nasturtium officinale s. str. – – 4 IV Gebräuchliche Brunnenkresse

Neottia nidus-avis – – 3 IV Nestwurz §

Nepeta cataria* 2 H 5 III Gewöhnliche Katzenminze

Neslia paniculata* 3 U 5 IV Finkensame

Nigella arvensis* 0? +? 6 II* Acker-Schwarzkümmel

Nonea pulla* 1 B 5 II Braunes Mönchskraut

Nuphar lutea – – 5 – Gelbe Teichrose §

Nymphaea alba 2 H 4 II Weiße Seerose §

Nymphaea candida 0 A 2 0? +?‘ 4 I Röhriger Wasserfenchel

Omphalodes verna** R? N 6 III* Frühlings-Nabelnüsschen

°Ononis repens V* X 4 IV Kriechende Hauhechel

°Ononis spinosa s. str. V* V 4 IV Dornige Hauhechel

Ophioglossum vulgatum 3* P 4 II Natternzunge

Ophrys apifera 2* C 2


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salviae 0? +? 3 I Salbei-Sommerwurz

Orobanche

(Vorposten bei Weltenburg) 3 I – (Vorposten bei Weltenburg)


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teucrii 3 J 4 III Gamander-Sommerwurz

Orobanche

Schlussvorkommen bei Kelheim 3 II – Schlussvorkommen bei Kelheim


27 ) Nach SPETA 2000 die in Niederbayern verbreitete Milchstern-Sippe.

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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 39

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Ophrys sphegodes 1 B 2 I Spinnen-Ragwurz §

Orchis coriophora 1 B 4 II Wanzen-Knabenkraut §

Orchis mascula 3* P 3 II Stattliches Knabenkraut §

– Vorposten bei Landshut 2 II* – Vorposten bei Landshut

Orchis militaris 3 U 4 III Helm-Knabenkraut §

Orchis morio 3 U 4 II Kleines Knabenkraut §

Orchis palustris 0 + 4 II Sumpf-Knabenkraut §

– (Schlussvork. i. Bereich Deggendorf) 3 I – (Schlussvork. i. Ber. Deggendorf)

Orchis purpurea 2 D 4 II Purpur-Knabenkraut §

Orchis ustulata 3* P 4 II Brand-Knabenkraut §

Orchis ustulata ssp. aestivalis 2 H 4 II Spätes Brand-Knabenkraut §

Orchis ustulata ssp. ustulata 3* P 4 II* Eigentliches Brand-Knabenkraut §

Orlaya grandiflora* 0 + 4 II Breitsame

°Ornithogalum kochii ** (?) 0? +? 6 I Kochs-Milchstern

°Ornithogalum umbellatum* agg. V* V 5 IV Doldiger Milchstern

°Ornithogalum vulgare* 27 V* V 5 IV Doldiger Milchstern

Ornithopus perpusillus* 3* I 5 III Kleiner Vogelfuß

Orobanche alba 1 B 3 I Thymian-Sommerwurz

Orobanche alsatica 1 B 1


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prolifera 3* I 5 IV Sprossende Felsennelke

Petrorhagia

Vorposten außerhalb der Alb 4 III – Vorposten außerhalb der Alb


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carvifolia 3 U 4 III Kümmelblättriger Haarstrang

Peucedanum

im Gebiet vom Inn zur Rott 2 H 4 II – Vorposten außerhalb der Alb


cervaria 3 Q 4 III Hirschwurz

Peucedanum

Vorposten im Inntal 3 III* – Vorposten im Inntal


officinale 2 H 4 II Gebräuchlicher Haarstrang

Peucedanum

Schlussvork. unterh. d. Isarmündung 3 II* – Schlussvork. unterh. d. Isarmündg.


phleoides 3 U 4 III Steppen-Lieschgras

Phleum

Vorposten bei der Salzachmündung 3 III* – Vorposten bei der Salzachmündung


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alkekengi* 2 H 4 III* Wilde Blasenkirsche, W. Judenk.

Physalis

Vorpost. i. Donaut v. Straubing abw. 3 II – Vorpost. Donautal v. Straubing abw.


nigrum V* X 5 IV Dunkle Teufelskralle, Schwarze T.

Phyteuma

Vorposten im Bereich des Inntals 4 III – Vorposten im Bereich des Inntals


orbiculare V* X 4 IV* Kugel-Teufelskralle

Phyteuma

Vorposten im Inntal 3 III – Vorposten im Inntal


28 ) = Polygonum lapathifolium ssp. brittingeri.

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40 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Parietaria judaica** 0 + 4 I Mauer-Glaskraut

Parietaria officinalis* 2* C 4 I Gebräuchliches Glaskraut

Parnassia palustris 3 U 3 III* Sumpf-Herzblatt, Studentenröschen, §

Pedicularis palustris 2 B 3 II Sumpf-Läusekraut §

Pedicularis sceptrum-carolinum^ 0? +? 2


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mugo V S 3 IV* Latsche §

°Pinus

rotundata V* R 3 III Moor-Bergkiefer, Spirke §

°Pinus

Streuvork. im Bayer. Wald u. zw.


u. Inntal

Isar–

remota 3 Q 4 III Entferntblütiges Rispengras

Poa

im Regen-Gebiet u. bei Straubing 3 L 5 III – im Regen-Gebiet u. bei Straubing


29 ) Altpopulation wohl erloschen: Nur jüngere Einschleppungen.

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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 41

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Pinguicula vulgaris 3 U 3 III* Gewöhnliches Fettkraut §

Pinus sylvestris var. hercynica 2 D 6 III Böhmische Kiefer

Plantago coronopus* 29 (0) 4 I* Krähenfuß-Wegerich

3 J 7 – Kleiner Spitzwegerich

Plantago lanceolata ssp. sphaerostachya**

Platanthera bifolia V* V 3 IV* Weiße Waldhyazinthe §

Platanthera chlorantha 3 Q 3 II Grünliche Waldhyazinthe, Berg-W. §

2 II – Streuvork. im Bayer. Wald u. zw.

Isar– u. Inntal

– Schlussvorkommen bei Bad Füssing 2 II – Schlussvorkommen bei Bd. Füssing

Poa bulbosa 2? D 5 III* Knollen-Rispengras

Poa chaixii* 3* P 4 III* Wald-Rispengras

°Poa humilis^ R N 3 III Bläuliches Wiesen-Rispengras

– im Raum Passau – Bad Griesbach 3 L 4 III – im Raum Passau – Bad Griesbach

– im Donau-Isar-Hügelland 3 L 3 II – im Donau-Isar-Hügelland

Polemonium caeruleum** 2 H 6 III Himmelsleiter §

Polycnemum arvense* 0? +? 6 II* Acker-Knorpelkraut

Polygala amarella V Y 5 IV Sumpf-Kreuzblümchen

Polygala chamaebuxus – – 4 – Zwergbuchs, Buchsblättriges Kreuzb.

– Streuvorkommen im Bayer. Wald 3 IV – Streuvorkommen im Bayer. Wald

– Schlussvork. nördlich Dingolfing 3 IV* – Schlussvork. nördlich Dingolfing

Polygala comosa V* V 4 IV* Schopf-Kreuzblümchen

Polygala vulgaris V Y 4 IV Gewöhnliches Kreuzblümchen

Polygala vulgaris ssp. oxyptera V? S? 4 IV* Spitzflügeliges Kreuzblümchen

Polygala vulgaris ssp. vulgaris V Y 4 IV Eigentliches Gewöhnliches Kreuzblümchen

Polygonatum odoratum V Y 4 IV Wohlriechende Weißwurz, Echtes

Salomonsiegel

°Polypodium interjectum R N 5 IV Gesägter Tüpfelfarn

Polystichum aculeatum V – 4 – Gelappter Schildfarn §

Polystichum braunii 1 B 2


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compressus 2 D 3 I Flachstengeliges Laichkraut

Potamogeton

in der Alb 3 I – in der Alb


gramineus 0? +? 3 I* Grasartiges Laichkraut

Potamogeton

(im Bereich Weltenburg – Altmühltal) 0? +? 2


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grandiflora V Y 4 IV Großblütige Brunelle

Prunella

Schlussvorkommen bei Flintsbach 3 IV* – Schlussvorkommen bei Flintsbach


mahaleb R N 4 III Steinweichsel

Prunus

Vorposten Bogenberg 3 III* – Vorposten Bogenberg


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R 4 III – im Isartal u. im Donautal abwärts d. Isarmündung

V*

mollis V* R 5 IV Weiches Lungenkraut §

Pulmonaria

Schlussvork. südl. u. östl. Passau 4 III – Schlussvork. südl. u. östl. Passau


vernalis 1 B 4 I Frühlings-Kühchenschelle §§

Pulsatilla

(Vorposten bei Steinkirchen) 3 I* – (Vorposten bei Steinkirchen)


media 1 B 3 I Mittleres Wintergrün

Pyrola

Streuvork. (außerhalb der Alb) 2 I* – Streuvork. (außerhalb der Alb)


minor 3 U 3 III* Kleines Wintergrün

Pyrola

Streuvork. im Isar-Inn-Hügelland 2 II – Streuvork. im Isar-Inn-Hügelland


rotundifolia 2 H 3 II Rundblättriges Wintergrün

Pyrola

Streuvork. im Isar-Inn-Hügelland 2 I – Streuvork. im Isar-Inn-Hügelland


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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 43

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– Schlussvork. unterhalb Simbach/Inn 3 IV* – Schlussvork. unterhalb Simbach/Inn

Prunella laciniata** 0? +? 6 II Schlitzblättrige Brunelle, Weiße Br.

°Prunus cerasus ssp. acida** R N 8 – Strauchige Sauerkirsche

Pseudognaphalium luteoalbum 0? +? 4 I Gelbweißes (Schein-)Ruhrkraut

§

Pseudolysimachion longifolium 3* I 4 II Langblättriger Ehrenpreis, Langblättriger

Blauweiderich

– Schlussvork. unterhalb Grafenau 3 II – Schlussvork. unterhalb Grafenau

§

Pseudolysimachion spicatum V* R 4 III Ähriger Ehrenpreis, Ähriger Blauweiderich

– in der Alb R N 4 III – in der Alb

– im Isartal u. im Donautal abwärts d. Isarmündung

–– Schlussvorkommen bei Mamming 3 III –– Schlussvorkommen bei Mamming

–– Schlussvorkommen bei Flintsbach 3 III –– Schlussvorkommen bei Flintsbach

–– Vorposten bei Straubing 3 III* –– Vorposten bei Straubing

Pseudorchis albida^ 2* C 2 I Weißzüngel §

Pulicaria dysenterica V* X 5 IV Ruhr-Flohkraut

Pulicaria vulgaris* 0? +? 5 I Kleines Flohkraut

Pulmonaria angustifolia 0 + 3


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aconitifolius – – 4 – Eisenhutblättriger Hahnenfuß

Ranunculus

Vorposten im Raum Bernried 3 IV – Vorposten im Raum Bernried


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°Ranunculus aemulans 2? C? 4 II Nachahmender Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus biformis 0? +? 4 II Zweigestaltiger Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus cassubicifolius 3? J? 3 III* Scheinwenden-Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus dactylophyllus 2? D? 3 I Fingerblättriger Gold-Hahnenfuß

fluitans – – 4 IV Flutender Wasser-Hahnenfuß

Ranunculus

indecorus 3? J? 4 III Blütenblattarmer Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus

°Ranunculus integerrimus 3? J? 4 III* Ganzrandiger Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus kochii 2? D? 4 II Kochs Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus multisectus 2? C? 3 III* Vielteiliger Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus petiolatus 2? D? 4 II Gestielter Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus phragmiteti 2? C? 2 I Röhricht-Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus puberulus 3*? I? 4 III* Behaarter Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus rhombilobus 2? C? 2 I Rhombuslappiger Gold-Hahnenfuß

serpens 2 B 4 III* Wurzelnder Hain-Hahnenfuß

°Ranunculus

Vorposten im Ilztal 3 II – Vorposten im Ilztal


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44 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Radiola linoides 0? +? 3 I* Zwerg-Lein

°Ranunculus aquatilis s. str. 2? H? 4 I Eigentlicher Wasser-Hahnenfuß

Ranunculus arvensis 3* T 2 IV* Acker Hahnenfuß

Ranunculus auricomus agg. 30 3 5 IV* Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus basitruncatus 2? D? 2 I Abgestutzter Gold-Hahnenfuß

°Ranunculus bayerae 2? C? 2 II* Bayerscher Gold-Hahnenfuß

Ranunculus circinatus –

– 4 IV Spreizender Wasser-Hahnenfuß

Ranunculus lingua 2 O 4 II Zungen-Hahnenfuß §

°Ranunculus nemorosus V* X 4 IV Eigentlicher Hain-Hahnenfuß

°Ranunculus peltatus 3 J 2 II Schild-Wasser-Hahnenfuß

Ranunculus platanifolius – – 4 IV Platanenblättriger Hahnenfuß

°Ranunculus polyanthemophyllus 3* I 5 III Schmalblättriger Hain-Hahnenfuß

Ranunculus reptans 0 + 2


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alba 3* P 3 II Weißes Schnabelried

Rhynchospora

Vorposten im Isar-Inn-Hügelland 2 H 2 II – Vorposten im Isar-Inn-Hügelland


agrestis 3* I 5 III Feldrose

Rosa

Schlussvork. Raum SR u. Aitrach 4 III – Schlussvork. Raum SR u. Aitrach


elliptica 2 H 5 II Keilblättrige Rose

Rosa

in der Alb 5 III* – in der Alb


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31 ) Bei den Rosen wegen mangelhafter Informationen über die Verbreitung und Größe der Bestände oft nur sehr unsichere

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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 45

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Rhinanthus alectorolophus ssp.

0? +? 3


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micrantha 2 H 4 II Kleinblütige Rose

Rosa

Schlussvorkommen im Altmühltal 3 II – Schlussvorkommen im Altmühltal


villosa 3* P 5 IV Apfelrose

Rosa

im Inntal 2 H 4 III* – im Inntal


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46 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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d Pflanzenname

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Rosa majalis –

– 4 IV Zimtrose

– im übrigen Niederbayern 0? +? 3 II – im übrigen Niederbayern

Rosa pseudoscabriuscula 2? D? 3 I Falsche Filzrose

Rosa rubiginosa 3 Q 4 II Weinrose

Rosa rubiginosa ssp. columnifera 3 Q 4 II Säulentragende Weinrose

Rosa rubiginosa ssp. rubiginosa 2? H 5 II Eigentliche Weinrose

Rosa sherardii 2? D? 3 II Samtrose

Rosa subcanina 3 Q 4 III Falsche Hundsrose

Rosa subcollina 3 Q 3 III* Falsche Heckenrose

Rosa tomentella 1 B 3 I Stumpfblättrige Rose

Rosa tomentosa 3* I? 5 III Filzrose

°Rubus amphistrophos 32 R* F 4 III ? Brombeere

°Rubus apricus R N 5 – Besonnte Brombeere

°Rubus barrandienicus R*? F? 6 IV* Barrandische Brombeere

°Rubus chaerophyllus R* F 6 IV Freudiggrüne Brombeere

°Rubus constrictus R N 4 III Zusammengezogene Brombeere

°Rubus curvaciculatus R* F 4 III* Krummnadelige Haselblattbromb.

°Rubus fabrimontanus R*? F? 6 – Schmiedeberger Haselblattbromb.

°Rubus fasciculatus 0? +? 4 I Büschelblütige Haselblattbromb.

°Rubus franconicus R N 4 IV Fränkische Haselblattbrombeere

°Rubus fuernrohrii R N 4 IV Fürnrohrs Haselblattbrombeere

°Rubus gracilis R N 5 – Haarstengelige Brombeere

°Rubus gremlii R*? F? 4 III Gremlis Brombeere

°Rubus koehleri R N 3 III Köhlers Brombeere

°Rubus kuleszae R*? F? 4 III ? Haselblattbrombeere

°Rubus macrophyllus R*? F? 4 III* Großblättrige Brombeere

°Rubus nessensis ssp. scissoides R*? F? 4 II Eingeschnittene Halbaufrechte

°Rubus neumannianus R*? F? 4 III Neumanns Brombeere

°Rubus oenensis R* F 2 II Inn– Brombeere

°Rubus orthostachys R*? F? 4 III Geradachsige Haselblattbromb.

°Rubus parthenocissus R* F 4 III* ? Brombeere

°Rubus pericrispatus R* F 4 III* ? Brombeere

°Rubus permollissimus R* F 4 III* ? Haselblattbrombeere

°Rubus perrobustus R*? F? 4 III ? Brombeere

°Rubus praecox 2? D? 4 II Robuste Brombeere

°Rubus raduloides R* F 4 II Raspelartige Brombeere

32 ) Herrn Fürnrohr danke ich herzlich für die kritische Durchsicht. – Wegen teilweise mangelhafter Informationen über die Verbreitung

und Größe der Bestände oft nur unsichere Einschätzung.


saxatilis – – 4 – Steinbeere

Rubus

Vorposten im Inntal 3 IV – Vorposten im Inntal


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3 L 5 IV* Schmalblättriger Kleiner Sauerampfer

Streuvorkommen im Bayer. Wald – – 4 III – Streuvorkommen im Bayer. Wald


aquaticus V* R 4 III Wasserampfer

Rumex

Streuvorkommen im Bayer. Wald 3 III* – Streuvorkommen im Bayer. Wald


scutatus 2 H 4 III Schildampfer

Rumex

Streuvorkommen außerhalb der Alb 3 III – Streuvorkommen außerhalb der Alb


appendiculata^ R N 4 IV Großblättrige Weide

Salix

Vorposten in der Alb 3 III – Streuvorkommen außerhalb der Alb


Salvia pratensis V Y 5 – Wiesensalbei

verticillata V S 5 – Quirlblütiger Salbei

Salvia

Streuvork. außerh. v. Alb u. Isartalb. – – 4 IV – Streuvork. außerh. v. Alb u. Isartalb.


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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 47

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°Rubus salisburgensis R*? F? 3 III Salzburger Brombeere

°Rubus schleicheri R*? F? 4 III Schleichers Brombeere

°Rubus thelybatos R*? F? 3 II Zarte Brombeere

°Rubus vestitus R*? F? 4 III* Samt-Brombeere

Rumex acetosella ssp. acetosella

var. tenuifolius

Rumex arifolius V* R 4 IV Berg-Sauerampfer

Rumex maritimus 3 Q 4 III Goldampfer, Uferampfer

Rumex palustris 3* I 4 III* Sumpfampfer

°Sagina apetala 3* I 5 III Kronblattloses Mastkraut

°Sagina micropetala 2 H 4 II Aufrechtes Mastkraut

Sagina nodosa 0? +? 2


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ferrugineus 3 Q 3 III* Rostrotes Kopfried

Schoenus

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 2 II – Schlussvork. i. Isarmündungsgebiet


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bifolia – – 5 – Zweiblättriger Blaustern §

Scilla

Vorposten im mittleren Vilstal 4 IV – Vorposten im mittleren Vilstal


perennis V Y 5 – Ausdauernder Knäuel

Scleranthus

Schlussvorkommen bei Zwiesel 4 IV – Schlussvorkommen bei Zwiesel


tradierte anthropogene Streuvork. im Unterbayer.


Hügelld u. im Bayer. W.

in d. Leiten am untersten Inn u. v. Passau


abwärts

rupestre 3 ?!,

Sedum

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M 5 IV – in d. Leiten am untersten Inn u. v. Passau

V*

abwärts

5 IV Felsen-Mauerpfeffer

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48 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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d Pflanzenname

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Satureja hortensis ** 1 B 7 III Bohnenkraut

Saxifraga granulata V* X 5 IV Knöllchen-Steinbrech, Körner-St. §

Saxifraga rosacea 2* C 5 III Rasen-Steinbrech §

Saxifraga rotundifolia 0? +? 2 I Rundblatt-Steinbrech §

Scabiosa canescens R* F 1


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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 49

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Senecio erucifolius ssp. erucifolius V* V 4 IV* Eigentliches Raukenblättriges

Greiskraut

– Vorposten im Isar-Inn-Hügelland 3 III – Vorposten im Isar-Inn-Hügelland

Senecio erucifolius ssp. tenuifolius 2 D 5 III Schmalblättriges Raukenblättriges

Greiskraut

Senecio paludosus V Y 4 III Sumpf-Greiskraut

– Streuvorkommen im Bayer. Wald 3 III – Streuvorkommen im Bayer. Wald

Senecio sarracenicus V* R 4 IV* Fluss-Greiskraut

Senecio subalpinus – – 4 IV Berg-Greiskraut

Serratula tinctoria V* V 4 III Färberscharte

– im Bereich des Regens 2 D 4 III – im Bereich des Regens

– im Bereich des Inntals 2 D 4 III* – im Bereich des Inntals

–– Vorposten im östl. Bayer. Wald 2 II –– Vorposten im östl. Bayer. Wald

Seseli annuum 3 Q 4 III Steppenfenchel

– (Schlussvork. im Isarmündungsgeb.) 3 II – (Schlussvork. im Isarmündungsgb.)

– (Schlussvorkommen bei Landshut) 3 II – (Schlussvorkommen bei Landshut)

Seseli libanotis V* R 4 III Heilwurz, Bergsesel

– in der Alb R N 4 IV – in der Alb

– im Donautal von Passau abwärts 3 J 4 III – im Donautal von Passau abwärts

– Streuvorkommen im übrigen Gebiet 3 III* – Vorposten im Inntal

Sesleria caerulea – – 3 IV Blaugras

– Schlussvork. bei Niederaichbach 2 IV – Schlussvork. bei Niederaichbach

– im Inntal u. unterh. d. Innmündung 2 D 2 II – im Inntal u. unterh. d. Innmündung

Setaria verticillata* 2 D 4 III* Quirlige Borstenhirse

Silene linicola 0 + 4


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°Sorbus graeca R N 4 IV Griechische Mehlbeere

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pennata s. str. 3 J 4 III* Grauscheidiges Federgras §

Stipa

Vorposten bei Mamming 4 II – Vorposten bei Mamming


tuberosum – – 5 – Knolliger Beinwell

Symphytum

Vorposten bei Viechtach 4 IV – Vorposten bei Viechtach


Wucherblume

Vorposten im Ber. d. oberen Ilztals 3 III – Vorposten im Ber. d. oberen Ilztals


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50 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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d Pflanzenname

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– im Donautal von Passau abwärts 3 III – im Donautal von Passau abwärts

Sparganium angustifolium 0 + 2


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baccata (ohne Verwilderungen) V S 4 IV Eibe §

Taxus

in der Alb R N 4 IV* – in der Alb


Telekia speciosa** V* M 7 – Große Telekie

Schlussvorkommen bei Weltenburg u. Osterhofen


chamaedrys V* R 4 IV Echter Gamander

Teucrium

Schlussvork. im Inntal bei Ering 3 IV – Schlussvork. im Inntal bei Ering


montanum V* R 4 IV Berggamander

Teucrium

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 3 III – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


scordium 1 B 4 I Lauchgamander

Teucrium

(Schlussvorkommen bei Landshut) 3 I – (Schlussvorkommen bei Landshut)


scorodonia V Y 5 – Waldgamander

Teucrium

Streuvork. im Unterbayer. Hügelld. 4 IV – Streuvork. im Unterbayer. Hügelld.


flavum V Y 5 IV Gelbe Wiesenraute

Thalictrum

Streuvorkommen im Ilztal 4 IV – Streuvorkommen im Ilztal


lucidum 3 Q 5 III Glänzende Wiesenraute

Thalictrum

Streuvorkommen im Rott– u. Vilstal 4 III – Streuvorkommen im Rott– u. Vilstal


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Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 51

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°Taraxacum hollandicum 2* C 2


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alpinum 2 D 3 II Alpen-Leinblatt

Thesium

(Vorposten im Isarmündungsgebiet) 2 II* – (Vorposten im Isarmündungsgebiet)


linophyllon 3 Q 4 III Mittleres Leinblatt

Thesium

Streuvork. am Inn u. b. Obernzell 3 II – Streuvork. am Inn u. b. Obernzell


pyrenaicum 3 Q 3 III* Wiesen– Leinblatt

Thesium

Streuvorkommen im Inntal 2 II – Streuvorkommen im Inntal


rostratum 3 J 3 III* Schnabelfrüchtiges Leinblatt

Thesium

im Albbereich 3 J 3 III* – im Albbereich


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52 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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Thalictrum minus 3* I 4 III* Kleine Wiesenraute

Thalictrum minus ssp. pratense 33 3* I 4 II Eigentliche Kleine Wiesenraute

– Vorposten im Ber. d. Salzachmündg. 3 II* – Vorposten im Ber. d. Salzachmdg.

Thalictrum minus ssp. saxatile R N 5 IV Felsen-Wiesenraute

Thalictrum simplex ssp. galioides 2* C 3 I Labkraut-Wiesenraute

Thelypteris palustris 3 Q 4 III Sumpffarn

– Schlussvork. am Inn bei Egglfing 2 II – Schlussvork. am Inn bei Egglfing

Thesium bavarum V* R 4 III Großes Leinblatt, Bayerisches L.

– Schlussvorkommen bei Straubing 3 III – Schlussvorkommen bei Straubing

– Streuvorkommen im Isartal 3 III – Streuvorkommen im Isartal

– im Ilz-Einzugsgebiet 3* I 3 II – im Ilz-Einzugsgebiet

– im Isartal 2 D 3 II – im Isartal

–– Schlussvork. im Isarmündungsgeb. 2 I –– Schlussvork. im Isarmündungsgeb.

Thlaspi caerulescens** 3 Q 7 – Gebirgs-Hellerkraut

Thlaspi montanum R N 4 IV Berg-Hellerkraut

Thymelaea passerina* 1 B 4 I Kleine Spatzenzunge

Thymus praecox 3 Q 4 IV Früher Thymian

Thymus praecox ssp. polytrichus 3 L 5 IV* Alpenthymian

– Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 4 IV – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.

– Schlussvork. unterhalb Passau 4 IV – Schlussvork. unterhalb Passau

Thymus praecox ssp. praecox 3 L 5 IV Eigentl. Frühblühender Thymian

– Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 4 IV – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.

Thymus pulegioides ssp.

R*? F? 5 III Krainer Thymian

carniolicus

Thymus serpyllum 3 J 4 III Sandthymian

– Streuvork. im Bereich von Straubing 3 III – Streuvork. im Bereich von Straubing

(Tilia platyphyllos) (V) ?! 5 X Sommerlinde

Tofieldia calyculata 3* P 3 II Gewöhnliche Simsenlilie

Tolpis staticifolia 1 B 5 III* Grasnelken-Habichtskraut

– Schlussvork. um Niederaichbach 4 II – Schlussvork. um Niederaichbach

– Schlussvorkommen bei Neuhaus/Inn 4 II – Schlussvork. bei Neuhaus/Inn

33 ) Bisher als ssp. minus bezeichnet


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alpestre 3 Q 4 III Hügelklee

Trifolium

Vorposten nördlich Grafenau 3 II – Vorposten nördlich Grafenau


montanum V Y 4 IV Bergklee

Trifolium

Vorposten nördlich Grafenau 3 III – Vorposten nördlich Grafenau


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minima 0 + 4 I* Zwerg-Rohrkolben

Typha

(Schlussvork. Vornbacher Innenge) 4


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uliginosum V Y 3 IV* Rauschbeere

Vaccinium

Vorposten im Donau-Isar-Hügelland 2 III – Vorposten im Donau-Isar-Hügelland


album 3 L 4 IV* Weißer Germer

Veratrum

Vorposten bei Grafenau u. Passau 3 III – Vorposten bei Grafenau u. Passau


praecox 2 H 5 II Früher Ehrenpreis

Veronica

Streuvorkommen abseits d. Alb 4 II – Streuvorkommen abseits d. Alb


teucrium V* X 4 IV* Großer Ehrenpreis

Veronica

Vorposten westlich Regen 3 III – Vorposten westlich Regen


urticifolia 3 Q 3 III Nesselblättriger Ehrenpreis

Veronica

im Isartal 3 L 2 III – im Isartal


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verna 3 L 4 III Frühlings-Ehrenpreis

°Veronica

Streuvorkommen bei Passau u. am Regen 3 II – Streuvorkommen bei Passau u. am Regen


dumetorum 2 H 4 II Heckenwicke

Vicia

Streuvork. abseits d. Region Passau 4 II – Streuvork. abseits d. Region Passau


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S chutz

54 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

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d Pflanzenname

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Vaccinium vitis-idaea V Y 4 IV Preiselbeere

Valeriana wallrothii V S 4 IV Hügelbaldrian

Valerianella carinata** 1 B 5 II Gekielter Feldsalat

Valerianella dentata V Y 5 – Gezähnter Feldsalat

Valerianella eriocarpa ** 2 H 7 III Wollfrüchtiger Feldsalat

Valerianella rimosa V* V 5 IV Gefurchter Feldsalat

Verbascum blattaria V* V 5 IV Schaben-Königskerze, Schabenkrt.

Verbascum phlomoides* 3* I 5 IV* Windblumen-Königskerze

Veronica agrestis 3? U? 5 IV* Acker-Ehrenpreis

Veronica austriaca 0? +? 3


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sylvatica 3 L 5 IV Waldwicke

Vicia

Streuvorkommen abseits d. Alb 4 III – Streuvorkommen abseits d. Alb


Streuvork. im Bayer. Wald u. Isar-Inn-


Hügelld.

canina ssp. montana 2 H 4 II Berg-Hundsveilchen

Viola

(Vorposten im Raum Landshut) 3 I – (Vorposten im Raum Landshut)


collina 3 Q 4 III Hügelveilchen

Viola

Schlussvork. im Isarmündungsgebiet 3 III – Schlussvork. im Isarmündungsgeb.


elatior 2 H 4 II Hohes Veilchen

Viola

Schlussvorkommen bei Niederalteich 3 I – Schlussvork. bei Niederalteich


pumila 0? +? 4 I* Niedriges Veilchen

Viola

(Schlussvork. bei Niederalteich) 3


56 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

_____________________________________________________________________________________________

Gefährdung von Pflanzen durch Pflanzen

Unduldsame Pflanzen

Auf Brachflächen und herbstmähdigen Wiesen, wie sie heute viele der sogenannten

schutzwürdigen Biotope darstellen, erlaubt es das fehlende oder nur sehr zurückhaltend

eingesetzte Regulativ der Pflege oft einzelnen Arten, sich zu Lasten

der anderen durchzusetzen. Große Brennnessel, Schilf, Rohr-Glanzgras, Fiederzwenke,

Land-Reitgras, Weiches Honiggras, Ausläufer-Rotschwingel, Pfeifengras

und Kratzbeere sind neben anderen urwüchsige Glieder der Flora, die auf

Brachflächen zur Dominanz gelangen, schutzbedürftige Arten erdrücken und die

Florenvielfalt reduzieren – von Pionieren der Gehölzsukzession wie Aspe, Schlehe

oder Faulbaum, von Weißer Waldrebe, Liguster, Him- und Brombeeren ganz zu

schweigen. Auf Felsen und Mauern kann selbst der Efeu zum Problem werden,

wenn er mit seinem dichten Teppich alles verdrängt.

Wo unduldsame Arten beginnen, schutzwürdige Pflanzengemeinschaften zu erobern,

seltenere Elemente der angestammte Flora zu verdrängen, Böden erosionsanfällig

oder stickstoffreich zu machen oder gar die Gesundheit zu bedrohen – also

stets dann, wenn sie selbst zum Gefährdungsfaktor werden – sind sie zwangsläufig

sehr kritisch zu sehen. Einige Neophyten 34 fallen als besonders aggressiv auf –

speziell die sehr stattlichen, attraktiven Gewächse, an deren Ausbreitung Menschen

ein besonderes Interesse hatten und vereinzelt auch noch haben. Oft ist es angebracht,

sie zu bekämpfen.

Solche "Problemneophyten" sollen daher beobachtet und kontrolliert werden.

Wo sie erstmals auftreten, sollte die Ansiedlung verhindert werden – besonders

wenn es sich um Staudenknöteriche oder den Riesen-Bärenklau handelt. Auf keinen

Fall dürfen sie in die Landschaft ausgebracht werden, und es sollte zumindest

außerhalb der Innenbereiche großer Ortschaften vermieden werden, sie in Gärten

oder Anlagen zu pflanzen oder zu säen, da von hier aus oft die Ausbreitung in die

Landschaft erfolgt. Besonders kritisch sind Bestände in der Nähe von Fließgewässern;

diese sind meist sehr wirkungsvolle Ausbreitungspfade. – Im Einzelnen handelt

es sich vor allem um die Pflanzen der folgenden Tabelle 1.

34 ) Pflanzensippen, die erst ab ca. 1500 n. Chr. eingeschleppt wurden, d. h. nach der Entdeckung

Amerikas.


Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 57

_____________________________________________________________________________________________

Tab. 1: Besonders unduldsame Neophyten

Aster novi-belgii agg.

Helianthus tuberosus

Fallopia japonica (= Reynoutria cuspidata)

Fallopia sachalinensis (= Reynoutria sachalinensis)

Heracleum mantegazzianum

Impatiens glandulifera

Prunus serotina

Robinia pseudacacia

Rudbeckia laciniata

Solidago canadense

Solidago gigantea (= S. serotina)

Neubelgische Astern

Topinambur

Japan-Staudenknöterich

Sachalin-Staudenknöterich

Herkulesstaude, Riesen-Bärenklau

Indisches oder Drüsiges Springkraut

Späte Traubenkirsche

Robinie, Falsche Akazie

Schlitzblättriger Sonnenhut

Kanadische Goldrute

Späte Goldrute

Kritisch zu sehen sind darüber hinaus die gar nicht so harmlose Wehrlose Trespe

(Herdenbildung in Extensivwiesen), die fremdländischen Zwergmispel-Arten (Cotoneaster;

sukzessive Unterwanderung der ortsnahen Wälder) sowie Besenginster

und Lupine (Stickstoff-Anreicherung der Böden).

Genetische Verfremdung und Artenschutz

Der Begriff „Artenschutz“ ist missverständlich, suggeriert er doch, es gehe bei ihm

lediglich darum, den Artenbestand zu bewahren. Tatsächlich aber sollen die differenzierten

genetischen Linien gesichert werden, die traditionell die Pflanzenindividuen

eines Gebietes stellen und erst in ihrer Gesamtheit die Art dort repräsentieren

– oder anders ausgedrückt: Der Bestand an autochthonen Pflanzen und damit

das landschaftseigene genetische Inventar mit all seinen Besonderheiten. Mit

dem Übereinkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt von Rio de Janeiro ist

diese Bewahrung der „infraspezifischen genetischen Vielfalt“ zu einem wichtigen

internationalen Naturschutzziel geworden.

Die größte Gefahr für die genetische Vielfalt besteht selbstverständlich im

Schrumpfen der Populationen, dem Verlust der Vorkommen und letztlich der

Fragmentierung der Verbreitungsgebiete. Weniger bekannt aber in den letzten

hundert Jahren zu einem Problem geworden, ist das in immer größerem Umfang

erfolgte Ausbringen von Fremd- und Kulturherkünfte an sich heimischer Arten.

Die bei oberflächlicher Betrachtung vermeintliche genetische Bereicherung des

landschaftstypischen genetischen Inventars hierdurch bzw. die vordergründige Erhöhung

der genetischen Plastizität entpuppt sich als Eingriff in die genetische Ausstattung,

der die vorhandene Spezialisiertheit gefährdet und tendenziell dem Zurücksetzen

auf eine primitivere Stufe der Evolution gleichkommt. Dies gilt besonders

dann, wenn bei einheimischen Arten ein Überangebot an fertilen Fremdher-


58 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

_____________________________________________________________________________________________

künften ("allochthones Material") oder züchterisch bearbeiteten Sorten ins Gelände

ausgebracht wird. Vor allem Futterpflanzen des Grünlands (z. B. Rot- und Weißklee,

Knaulgras, Glatthafer), Arten zur Begrünung von Straßenbegleitflächen, von

Böschungen und Anlagen (z. B. Rot- und Schafschwingel, Hornklee) sowie Sträucher

(Heckenpflanzungen – Maßnahmen von Flurbereinigung und Straßenbau) und

Bäume (z. B. Fichte, Kiefer, Traubeneiche – forstliche Kulturen) sind davon betroffen.

Es wäre hier falsch, aus der Häufigkeit der Arten abzuleiten, dass keine

Gefährdung vorliegt: Durch nahverwandte Sorten oder Fremdherkünfte kann die

autochthone Population verdrängt werden. Tabelle 2 gibt einen Überblick der Arten,

die davon schwerpunktmäßig – wenngleich unterschiedlich stark – tangiert

erscheinen und somit in der Rote Liste Gefährdungsgrad (V) erhielten. Bei ihnen

ist es vorrangig, autochthones Saat- und Pflanzgut zu erzeugen und zu verwenden.

Tab. 2: Durch das Ausbringen von Kultursorten und Fremdherkünfte besonders bedrohte

Arten

Acer campestre Feldahorn Lolium perenne Weidelgras

Acer platanoides Spitzahorn Lotus corniculatus Hornklee

Acer pseudoplatanus Bergahorn Phleum pratense Wiesen-Lieschgras

Agrostis capillaris Rotes Straußgras Picea abies Fichte

Anthyllis vulneraria Wundklee Poa pratensis Wiesen-Rispengras

Arrhenatherum elatius Glatthafer Poa trivialis Gewöhnl. Rispengras

Corylus avellana Hasel Populus nigra Schwarzpappel

Crataegus monogyna Eingriffliger Weißdorn

Prunus spinosa Schlehe

Dactylis glomerata Knaulgras Quercus petraea Eiche

Festuca arundinacea Rohrschwingel Salix viminalis Korbweide

Festuca ovina agg. Schafschwingel Sorbus aria agg. Mehlbeere

Festuca rubra agg. Rotschwingel Tilia platyphyllos Sommerlinde

Hedera helix Efeu Trifolium pratense Rotklee

Hippophae rhamnoides

Sanddorn Trifolium repens Kriechklee

Fremdherkünfte können allenfalls nach einer langen Zeit der Einbürgerung zum

Schutzgegenstand werden, aber auch dann nur mit einem geringen Schutzerfordernis.

Insofern kann für das Erlöschen gebietseigener Vorkommen durch die Wiederansiedlung

von gebiets fremde m Material derselben Art kein Ersatz geleistet

werden. – Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass „ Ansalbungen“,das

heißt die gezielten Ansiedlung von Sippen a u ß e r h a l b ihres historischen Areals,

durch das Naturschutzrecht als Florenverfälschung untersagt sind.


Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 59

_____________________________________________________________________________________________

Auswertungen und Anwendungen

der Roten Liste

Statistische Auswertung

Nach den Kriterien für Gefährdung und Schutzerfordernis waren die 1740 niederbayerischen

Sippen zu bewerten, die die Traditionskriterien erfüllen (= 100

%). 1072 (61,6 %) davon erscheinen in der Gefährdungs- und/oder Schutzerfordernis-Spalte.

109 Sippen (6,3 %) sind allerdings nicht im eigentlichen Sinne gefährdet,

sondern nur besonders selten (Gefährdungsgrade R und R*). Außerdem

sind in der Zahl 213 Sippen (fast 1/8) enthalten, die noch nicht die Kriterien für

eine der eingeführten Gefährdungsstufen erfüllen, bei denen der Fundortrückgang

aber so ausgeprägt ist, dass sie in den kommenden Jahren die Schwelle zu Gefährdungsgrad

3 überschreiten können (Gefährdungsgrade V* und V). Im engeren Sinne

bedroht sind [mit den durch genetische Prozesse Bedrohten, Gefährdungsgrad

(V)] 725 Sippen Niederbayerns (41,7 %; Diagramm Abb. 3).

Grobübersicht Gefährdungssituation

irrelevant für

Rote Liste

40%

Gefährdungsgrade

0 - 3 u.

(V)

42%

potentiell

gefährdet

(R, R*)

6%

Vorwarnstufe

(V, V*)

12%

Abb. 3: Die tradierten Sippen Niederbayerns in der Roten Liste

Die Verteilung der Sippen auf die einzelnen Gefährdungsgrade der Roten Liste

Niederbayern zeigt das Diagramm Abb. 4.

Rund 1072 Sippen (62 % aller tradierten) sind entweder mit einem Rote-Liste-

Status und/oder Schutzerfordernisgrad bedacht. 981 Sippen (56 %) haben beides

gleichzeitig, 66 Sippen stehen nur auf der Roten Liste, 25 sind ausschließlich

schutzbedürftig. Insgesamt wurden 57,8 % der tradierten niederbayerischen Sippen


60 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

_____________________________________________________________________________________________

Gefährdungsspektrum

V

11%

V*

10%

(V)

1%

R*

5% R

6%

0%

3

18%

0

5%

3*

8%

0?

6%

1*

1%

1

9%

2*

5%

2

15%

Abb. 4: Verteilung der bedrohten Sippen auf die einzelnen Gefährdungsgrade

Spektrum Schutzerfordernisgrade

IV

20%


Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 61

_____________________________________________________________________________________________

mit einem Schutzerfordernisgrad versehen, das sind geringfügig (2,4 %) weniger

als die in der Roten Liste in der Gefährdungsspalte aufgeführten. Die Verteilung

auf die einzelnen Schutzerfordernisgrade zeigt das Diagramm Abb. 5. Bei mehr als

jeder fünften Sippe (400) besteht ein hohes (Grad II) bis extremes Schutzerfordernis

und damit eine besondere Verantwortung. Auch wenn sich darunter die 117

Erloschenen oder Verschollenen befinden, so bieten immer noch 284 Sippen eine

gewaltige Herausforderung für den Naturschutz.

Instrument Schutzerfordernisgrad und besonders schutzbedürftige

Sippen

Da die Schutzerfordernisgrade neben der Gefährdung weitere Gesichtspunkte bewerten,

sind sie besser als die Gefährdungsgrade geeignet, die Artenschutzbezogene

Qualität von Pflanzengemeinschaften bzw. der floristischen Ausstattung

von Flächen auszudrücken, zum Beispiel bei der Quantifizierung von Eingriffen.

Ideal sind die Schutzerfordernisgrade wenn es darum geht, im Artenschutz Prioritäten

zu benennen. Weil (wie bei den Gefährdungsgraden) die isolierten Teilarealen

angehörenden Vorkommen gesondert bewertet werden, sind die Schutzerfordernisgrade

hervorragend geeignet, auch in allen untergeordneten Bezugsräumen

aufzuzeigen, welcher Handlungsbedarf bei den verschiedenen Sippen besteht, zum

Beispiel in Form von Listen für Land- oder Stadtkreise. Geben die sogenannten

Listen "landkreisbedeutsamer Arten" des ABSP bisher nur eine grobe und eher

summarische Orientierung, so sind hier gestufte Prioritäten vorgegeben. Nun können

mit größerer Sicherheit Rangfolgen für spezielle Hilfsmaßnahmen bis zur

Wiederansiedlungs erloschener Arten abgeleitet werden.

Soweit die Zuordnungen richtig getroffen worden sind, ergibt sich für die aktue

lle Flora folgende Rangfolge der Sicherungs- und Monitoring-Maßnahmen in

Niederbayern:

- Höchst bewertete Arten (


62 W. A. Zahlheimer, Regierung von Niederbayern

_____________________________________________________________________________________________

sylvaticum var. pumilum, Helichrysum arenarium, Hieracium dubium, H.

kalksburgense, H. laevigatum ssp. goticum, H. macranthelum, H. schmidtii, H.

wiesbaurianum, Inula britannica, Kickxia elatine, Lepidium latifolium, Linum

perenne, L. tenuifolium, Liparis loeselii, Lycopodiella inundata, Montia fontana

ssp. amporitana, M. f. ssp. chondrosperma, M. f. ssp. fontana, Najas minor,

Ophrys sphegodes, Orobanche alba, Parietaria officinalis, Phleum paniculatum,

Potamogeton compressus, Potentilla rupestris, Primula auricula, Pseudorchis

albida, Pulsatilla vernalis, Pyrola media, Ranunculus aquatilis s. str.,

R. basitruncatus, R. dactylophyllus, R. phragmiteti, R. rhombilobus, R. sardous,

Rhinanthus angustifolius ssp. grandiflorus, Rosa pseudoscabriuscula, Scabiosa

canescens, Scutellaria hastifolia, S. minor, Sedum telephium ssp. fabaria, Sisymbrium

austriacum, Sparganium natans, Spiranthes spiralis, Swertia perennis,

Taraxacum nordstedtii, Teesdalia nudicaulis, Teucrium scordium, Thalictrum

simplex ssp. galioides, Thymelaea passerina, Utricularia minor s. str.

und Viola persicifolia.

Für diese rund 100 Sippen trägt Niederbayern eine ganz besondere Verantwortung.

Sie sind daher primärer Gegenstand eines Monitoring- und Artenhilfsprogramms,

das die Regierung von Niederbayern in Auftrag gegeben hat (in Einzelfällen auch

das LfU; siehe unten).

Artenschutz- und Artenhilfsmaßnahmen

Das klassische Instrument des Artenschutzes sind Gesetze oder Verordnungen, die

bestimmte Arten unter besonderen Schutz stellen und Zuwiderhandlungen mit

Bußgeld belegen. Es handelt sich dabei mit minimalen Ausnahmen um perennierende

Pflanzen, die aufgrund ihrer Schönheit, der ihr zugesprochenen Heilkraft o-

der wegen anderer Nutzungsmöglichkeiten eine besondere Attraktivität besitzen.

Die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV; Fassung der Anlage von 2001)

und das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bestimmen die geschützten Arten

und den Umgang mit ihnen. Zusätzlich sind 6 Sippen durch das (bayerische) Naturschutzergänzungsgesetz

(NatEG) „vollkommen“ oder teilweise geschützt.

Insgesamt sind es rund 200 Sippen (über 11 % der tradierten), auf die der Zugriff

ohne Ausnahmegenehmigung durch die höhere Naturschutzbehörde (Bezirksregierung)

verwehrt wird. Ca. 180 Sippen (10,2 %) sind "besonders geschützt", 15 (0,9

%) "streng geschützt".

Die geschilderten naturschutzrechtlichen Regelungen wollen die Pflanzen vor dem

gezielten Zugriff schützen. Sie wirken nicht, wo Pflanzen im Rahmen der ordnungs-

bzw. rechtmäßigen land-, forst- oder fischereiwirtschaftlichen Nutzung o-

der durch behördlich genehmigte (Bau-)Projekte versehrt oder vernichtet werden.

Als weiteres hoheitliches Instrument ist daher der Flächenschutz unerlässlich, der

primär auf die Sicherung der Lebens räume abzielt. Art. 13 d BayNatSchG

(Bayerisches Naturschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 18.8.98)

schützt in Form eines pauschalen Biotopschutzes landesweit vor allem vegetati-


Kurzfassung Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen Niederbayern 63

_____________________________________________________________________________________________

onsmäßig definierte Feucht-, Mager- und Trockenstandorte überall, wo sie vorhanden

sind. Eingriffe in sie dürfen nur unter bestimmten Bedingungen von den unteren

Naturschutzbehörden (Kreisverwaltungsbehörden) genehmigt werden. Die

Pflanzenarten, die auf den so geschützten Flächen leben, sind hingegen nic ht automatisch

mit geschützt.

Anders verhält es sich bei den Schutzgebieten, die nach einem Anhörungsverfahren

per Verordnung als Nationalpark, Naturschutzgebiet, Naturdenkmal oder geschützter

Landschaftsbestandteil ausgewiesen werden. Hier ist gewöhnlich die

Entnahme von Pflanzen verboten, soweit es sich nicht um zugelassene land- oder

forstwirtschaftliche Nutzungen handelt.

Die wirksamste Form der Flächensicherung ist der Ankauf der Grundstücke für

Naturschutzzwecke durch die öffentliche Hand oder Naturschutzverbände. Der

Bayerische Naturschutzfonds fördert solche Ankäufe mit mindestens 50 %. Wenn

mehrere bayernweit hochgefährdete Arten auf der Fläche leben, ist ein erhöhter

Fördersatz möglich (bis 75 %).

Die weitaus größte Zahl der bedrohten Sippen besiedelt allerdings Lebensräume,

für die der bloße Schutz vor Eingriffen nicht ausreicht, weil sie nur durch regelmäßige

menschliche Nutzungs- oder Pflegeaktivitäten zu erhalten sind. Meist wurden

diese Lebensräume durch früher übliche Nutzungen geprägt, sind also Halbkultur-

oder gar Kulturformationen. Die reguläre Landwirtschaft unserer Tage unterscheidet

sich davon sehr stark und kann im Normalfall keinen Beitrag zum

Pflanzenartenschutz mehr leisten. Es obliegt daher primär dem behördlichen Naturschutz,

den Landschaftspflegeverbänden (in Niederbayern auch dem Naturpark

Bayerischer Wald) und den Naturschutzverbänden (Landesbund für Vogelschutz,

Bund Naturschutz, ferner Arbeitskreis Heimische Orchideen), die Flächen lebensraumerhaltend

zu pflegen oder pflegen zu lassen. Die unteren Naturschutzbehörden

können mit den Eigentümern oder Pächtern der Flächen Vereinbarungen nach dem

Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) über die Pflege abschließen und

honorieren. Die Mittel dafür kommen zu 100 % aus dem Staatshaushalt (kofinanziert

durch die Europäische Union). Aufwendigere oder einmalige Maßnahmen

werden nach den sog. Landschaftspflegerichtlinien gefördert, wobei die Vorkommen

hochbedrohter Arten auch hier einen erhöhten Fördersatz ermöglichen.

Besonders unterstützt werden bzw. wurden schutzbedürftige Pflanzenarten im

Rahmen komplexer Naturschutzprojekte, so eine umfangreiche Gruppe beim Förderprojekt

des Bundes im Isarmündungsgebiet nach dem "Programm zur Errichtung

und Sicherung von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer

Bedeutung" und den von der EU nach deren Programm LIFE-Natur geförderten

Projekten "Auen, Haiden und Quellen im unteren Isartal" sowie "Unterer Inn mit

Auen". In all diesen Fällen wurden die Restvorkommen einschlägiger Arten kartiert

und Konzepte dafür erarbeitet, wie das hochwertige Artenpotential auf Entwicklungsflächen

etabliert werden kann.


Adenophora liliifolia Schellenblume I

rupestris Felsen-Straußgras I

Agrostis

vinealis Sand-Straußgras II

Agrostis

chamaepitys Gelber Günsel II

Ajuga

gramineum Gras-Froschlöffel I

Alisma


amellus (Inntal) Kalkaster II

Aster

saxatilis Felsen-Steinkraut II

Aurinia

Blysmus compressus Quellried I

I

multifidum Vielteilige Mondraute I

Botrychium

alba Schwarzfrücht. Zaunrübe I

Bryonia


seguieri Buschnelke II

Dianthus

alpinum Alpen-Flachbärlapp II*

Diphasiastrum

Diphasiastrum complanatum

s. str.

II

issleri Isslers Flachbärlapp I

Diphasiastrum


I

I

zeilleri Zeillers Flachbärlapp II

Diphasiastrum

germanicum Deutscher Backenklee II

Dorycnium

muralis Mauer-Felsenblümchen II

Draba

longifolia Langblättriger Sonnentau I/


Linum perenne s. str. Stauden-Lein I

tenuifolium Schmalblättriger Lein I

Linum

loeselii Glanzstendel I*

Liparis

inundata Sumpf-Bärlapp I

Lycopodiella

hyssopifolia Ysopblättriger Weiderich II*

Lythrum

Minuartia rubra Büschelmiere II*

uniflora Moosauge I/II

Moneses

botryoides Kleine Traubenhyazinthe II

Muscari

Myricaria germanica Deutsche Tamariske II

minor Kleines Nixkraut I

Najas

pulla Braunes Mönchskraut II

Nonea

peltata Seekanne II

Nymphoides

fistulosa Röhriger Wasserfenchel I

Oenanthe

apifera Bienen-Ragwurz


osea Rosenwurz

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