Jahresbericht 2012/13 (7.0 MB) - Swiss-Ski

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Jahresbericht 2012/13 (7.0 MB) - Swiss-Ski



























Jahresbericht 2012/13


Ein herzliches Dankeschön!

Hauptsponsor Swiss-Ski

Sponsoren Swiss-Ski

Fahrzeugpartner

Partner

Eventpartner

Official Broadcaster

Medienpartner

Swiss Ski Pool

Lieferanten

| Burgerstein | Ovomaltine | RICOH SCHWEIZ AG |

| RITZ AG Print und Media | RUAG | Hilti | Ferienverein |

Gönner

| Crystal Club | Stiftung zur Förderung des Alpinen Sports |

Sponsorenstruktur ab Stand 1. Mai2013 30. April 2013


INHALTSVERZEICHNIS ✚

Inhaltsverzeichnis

VORWORT 02

PRÄSIDIUM 04

GESCHÄFTSLEITUNG 06

LEISTUNGSSPORT 12

Ski alpin 12

Ski nordisch 18

– Freestyle 24

– Snowboard 28

– Telemark 32

KOMMUNIKATION UND KWO 33

BREITENSPORT 34

FINANZEN 38

SCHWEIZER MEISTER 2012/13 44

SIEGER BREITENSPORT UND NACHWUCHS 46

FACTS & FIGURES 47

IMPRESSUM 48

ORGANIGRAMM

3. UG

01


VORWORT ✚

Liebe Schneesportfamilie

Müssten wir eine prägnante Beschreibung für die vergangene

Wintersaison finden, so gäbe es unter vielen wahrscheinlich

die eine überaus Treffende: Es war ein Wechselbad der Gefühle!

Der Sport lebt von Emotionen, im Erfolg wie im Misserfolg.

Und gerade der letzte Winter brachte nicht nur tolle Erfolge,

sondern leider auch enttäuschende sportliche Tiefschläge mit

sich. Und es war auch für uns so: Emotionaler und bewegender,

teils nervenaufreibend und turbulenter kann ein Winter

wohl kaum noch sein.

Da gab es einerseits die wiederum wunderbaren Erfolge und

zum Teil gar historisch guten Resultate von Dario Cologna als

erstem Langlaufweltmeister in der Schweizer Sportgeschichte;

oder die dominierenden Skicrosser, welche im letzten

Winter der Konkurrenz nur Brosamen übrig gelassen haben.

Grossartig war auch die Art und Weise, wie Iouri Podladtchikov

Weltmeister in der Halfpipe wurde und sich als erster

Snowboarder überhaupt Titelhalter beider Verbände (FIS und

TTR) nennen darf.

Auf der anderen Seite hat uns die Baisse des alpinen Männerteams,

welche zur veritablen und vielbeschriebenen «Nationalen

Skikrise» hochstilisiert wurde, in der Tat sehr stark beschäftigt.

Stärker als uns lieb war, manchmal sogar stärker als

die Erfolge in den anderen Swiss-Ski-Disziplinen, die darob

bisweilen fast in den Hintergrund gerieten. Dabei spielt es keine

Rolle, ob wir viele Weltcupsiege in der Statistik verbuchen

dürfen oder gerade mal einen wie in diesem Winter. Die Aufmerksamkeit

und die Emotionen des Publikums, der Fans und

der Medien bekommen wir in jedem Fall hautnah zu spüren.

Dies hat aber auch gezeigt, welch hohen Stellenwert der alpine

Skisport in der Schweiz nach wie vor hat. Das ist mitunter

eine Chance für die Zukunft!

Höhenflüge und Tiefschläge gehören zum Sport. Manchmal

wünschten wir uns vielleicht, dass insbesondere die Zeiten

mit bescheidenem Erfolg schneller vorbeigingen. Niederlagen

sind jedoch stets auch eine Chance für einen Neuanfang und

bieten die Möglichkeit, Defizite schonungslos anzugehen,

sich neu zu orientieren und zu fokussieren. Und das machen

wir, das kann ich Ihnen versichern – Athleten, Trainer, Betreuer

und Funktionäre. Gerade in den schwierigeren Zeiten müssen

wir uns auf unsere Stärken und Qualitäten besinnen. Denn

diese haben wir zweifelsohne, was sich in fast allen Sportarten

während des vergangenen Winters in bemerkenswerten

und tollen Resultaten zeigte.

Eine dieser Qualitäten ist der starke Nachwuchs, der uns im

vergangenen Winter immer wieder Freude bereitet hat. Und

zwar nicht nur im alpinen Bereich, wo wir neben sieben Junioren-WM-Medaillen

auch im Europacup in zwei Disziplinen

die Gesamtsieger stellen. Auch unsere jungen Skicross-Athleten

haben eine starke Saison hinter sich und stellen die Gesamteuropacupsieger

sowohl bei den Frauen wie auch bei den

Männern. Stolz sein dürfen wir auch auf unseren Snowboard-

Nachwuchs: Dank sechs Junioren-WM-Medaillen wurde die

Schweiz bereits zum dritten Mal in Folge als beste Nation mit

der Marc Hodler Trophy ausgezeichnet. Nicht zu vergessen die

Medaillen der Freestyler und Telemarker. Früchte trägt auch

die gute Nachwuchsarbeit im Biathlon, wo die Schweizer Staffel

sensationell eine Bronzemedaille an der Junioren-WM gewann

und Patricia Jost als erste Schweizerin Europameisterin

wurde. Damit wird klar, dass wir in Sachen Nachwuchs in unseren

Swiss-Ski-Disziplinen gut auf Kurs sind. «Wir» bedeutet

in diesem Fall die Skiclubs, die Regionalverbände, die Leistungszentren

und auch Swiss-Ski. Dies zeigt auch deutlich,

dass an der sogenannten Basis hochprofessionell, motiviert

und erfolgreich gearbeitet wird. Ein grosses Kompliment und

herzliches Dankeschön richte ich deshalb an die gesamte

Schneesportfamilie.

Es war immer wieder schön zu spüren, dass es sehr viele Leute

gibt, welche die zahlreichen Erfolge wahrgenommen und die

Athleten, Teams und uns unterstützt und in heiklen Zeiten

02


Zukunftshoffnungen

Während sich in der Regel alle Augen auf unsere Topathleten

richten, wächst in deren Schatten oft unbemerkt

von einem grossen Teil der Öffentlichkeit eine starke

Generation an talentierten, ehrgeizigen und siegeshungrigen

Nachwuchsathleten heran, die unter ihresgleichen

schon längst kein Geheimtipp mehr sind. Einige dieser

hoffnungsvollen Sportlerinnen und Sportler, die vielleicht

schon im nächsten Winter den Durchbruch auf die grosse

Bühne schaffen können, möchten wir Ihnen auf den folgenden

Seiten an dieser Stelle vorstellen.

den Rücken gestärkt haben. Ich möchte mich an dieser Stelle

im Namen des Präsidiums und des ganzen Swiss-Ski-Teams

für das Vertrauen bedanken, und bin fest davon überzeugt,

dass wir im kommenden Winter in vielen Bereichen und Disziplinen

mit Erfolgsmeldungen wieder für viel Freude und positive

Emotionen sorgen werden.

Herzlichen Dank!

Ihr Dr. Urs Lehmann, Präsident Swiss-Ski

Ihr Dr. Urs Lehmann,

Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf den folgenden Seiten auf

die konsequente Nennung der männlichen und weiblichen Form verzichtet. Es sind

selbstverständlich immer beide Geschlechter gemeint.

Dr. Urs Lehmann, Präsident Swiss-Ski.

Foto: Keystone

03


PRÄSIDIUM ✚

Präsidium

Mit Blick auf den gesamten Verband kann der Eindruck

einer Saison kaum zwiespältiger ausfallen. Auf der einen

Seite gab es historische Erfolge zu feiern, wie beispielsweise

der erste Langlauf-Weltmeistertitel eines Schweizer

Athleten überhaupt. Auf der anderen Seite erlebte das alpine

Männerteam eine der schwierigsten Saisons der Geschichte.

Dario Cologna, Iouri Podladtchikov, die Skicrosser rund um

Fanny Smith, Alex Fiva und Armin Niederer, aber auch Virginie

Faivre sowie einmal mehr Amélie Reymond (nur um eine Auswahl

zu nennen) bescherten Swiss-Ski im vergangenen

Winter grossartige Momente, gewannen Titel und Kugeln,

stiegen immer wieder aufs Podest und bewiesen Mal für Mal

ihre absolute Weltklasse. Ganz anders präsentierte sich das

Bild bei den alpinen Teams, insbesondere bei der Herrenmannschaft.

Der Rücktritt von Didier Cuche und das verletzungsbedingte

Aus von Beat Feuz hinterliessen grosse Lücken

und Verunsicherung. Kurzum: eine Saison zum Abhaken!

Neuanfang mit frischen Kräften

Das enttäuschende Abschneiden der alpinen Männer hat auch

im Betreuerteam Veränderungen mit sich gebracht. Bereits

während der Saison beschloss das Präsidium, die Strukturen im

Leistungssport anzupassen. Um der Sportart Alpin die notwendige

Aufmerksamkeit zu geben, wurde die Stelle Chef Leistungssport

Alpin geschaffen und mit Rudi Huber besetzt. Der

ehemalige Atomic-Rennsportverantwortliche trat per 1. April

2013 seinen Posten an und vertritt den Bereich Alpin auf Stufe

Geschäftsleitung. Dierk Beisel, der bis anhin sämtliche acht

Sportarten führte, wird sich fortan um Ski Nordisch, Snowboard,

Freestyle und Telemark kümmern, sowie bei verschiedenen

übergeordneten Projekten im Leistungssport den Lead haben.

Zeitgleich mit Huber übernahm Walter Hlebayna die Verantwortung

als neuer Cheftrainer der Männer. Er löst in dieser

Funktion Osi Inglin ab, der sich fortan als Koordinator Infrastruktur

für Trainings- und Rennpisten betätigen wird. Diese

Stelle wurde ebenfalls neu geschaffen, um dem wichtigen Thema

Infrastruktur, Pistenbau und -verfügbarkeit mehr Beachtung

schenken zu können. Durch die Kündigung von Andreas Wenger

Ende Februar musste zudem die Stelle des Direktors neu

bestellt werden. Das Präsidium hat viele gute Kandidaten geprüft

und sich am Ende für Roland Imboden entschieden. Er hat

am 10. Juni die operative Leitung von Swiss-Ski übernommen.

Wir wünschen ihm an dieser Stelle viel Erfolg.

Internationale Topevents

Um den Schneesport zu fördern und ihm die notwendigen

Plattformen zu geben, ist es Swiss-Ski ein Anliegen, in der

Schweiz regemässig internationale Events auf höchstem Niveau

durchzuführen. Neben den etablierten Weltcupveranstaltern,

denen es gelungen ist, ihre Wettkämpfe zu veritablen

Klassikern im Rennkalender zu machen, wollen wir auch

in den jungen Disziplinen in Erscheinung treten. So fand quasi

als Vorgeschmack auf die Premiere an den Olympischen Spielen

im Engadin erstmals in der Schweiz ein Weltcup in der

Disziplin Slopestyle statt. Aber auch im Langlauf ist es uns

gelungen, einen Top-Event in die Schweiz zu holen: Im Val

Müstair, der Heimat von Dario Cologna, fand am Neujahrstag

eine Sprint-Etappe der Tour de Ski statt. In beiden Fällen hat

das jeweilige OK fantastische Arbeit geleistet und einen perfekt

organisierten Anlass auf die Beine gestellt.

Das politische Umfeld

Zu unseren Partnerorganisationen FIS, Bundesamt für Sport,

Swiss Olympic und der parlamentarischen Gruppe für Sport

pflegten wir auch im vergangenen Jahr sehr gute Beziehungen.

Dadurch, dass wir einer der grössten und professionellsten

Sportverbände sind, sind wir in den entsprechenden Gremien

gut vertreten und können unsere Anliegen oft ganz

direkt eingeben.

Mit der Revision des Sportfördergesetzes, welches seit Oktober

2012 in Kraft ist, hat sich auch für Swiss-Ski einiges geän-

04


Jonas Bösiger

Snowboard

«Go big or go home!», lautet das Lebensmotto

von Jonas Bösiger, 18-jähriger

Freestyle Spezialist aus Rickenbach. Der

«World Rookie Champ 2013» hat denn auch Grosses vor in

Bezug auf seine sportliche Karriere: Er strebt nichts weniger

an als Snowboarden professionell auszuüben, den Sport voranzubringen,

sich für die nächsten Olympischen Winterspiele

in Sotschi zu qualifizieren und sowohl an den World

Snowboard Tour 6 Star Events sowie an den X-Games auf

dem Podest zu stehen – am liebsten natürlich zuoberst. Als

seinen grössten Erfolg in der vergangenen Saison bezeichnet

der Schüler der Sportmittelschule Engelberg seinen Sieg

beim World Rookie Fest Final in Ischgl, wo er es als erster

Schweizer Slopestyle Rider geschafft hat, die skandinavische

Dominanz auf der World Rookie Tour zu brechen.

dert. Insbesondere im Bereich Jugend + Sport wurden das

System der Beitragszahlungen umgestellt und die Berechnungsgrundlagen

der Zeit angepasst. Ein wichtiges Steuerungsinstrument

dafür ist das neu erstellte Nachwuchskonzept,

welches von allen Verbänden gefordert wurde.

Die Projekte «Medico» und «Future»

Im Verlaufe des vergangenen Winters wurden aufgrund der

Ereignisse zwei Themen auf Stufe Präsidium angesiedelt, welche

zu konkreten Projekten geführt haben: Zum einen wurde

mit «Medico» das Gesamtkonzept der medizinischen Betreuung

aller Swiss-Ski-Athleten überprüft. Zum anderen wurde

im Rahmen des Projekts «Future» eine Arbeitsgruppe gebildet,

die sich den Themen Nachwuchsförderung, Athletenweg

und Übergang zur Elite für den Bereich Ski alpin annahm. Beide

Projekte werden uns auch während den Sommermonaten

beschäftigen.

Finanziell solider Abschluss

Obwohl im vergangenen Jahr substanzielle Erfolgsprämien

aus den Sponsorenverträgen weggefallen sind, die

grösstenteils auf der Basis des Nationenrankings der Alpinen

berechnet werden, ist es uns gelungen, einen positiven

Jahresabschluss zu erreichen. Zum einen wurde dies

durch eine lobenswerte Budgettreue und -disziplin erreicht,

und zum anderen konnten verschiedene Mehrerträge

generiert werden, welche nicht in diesem Umfang

budgetiert waren. Dazu gehört auch der Vertragsabschluss

mit dem Technologieunternehmen SAMSUNG auf

Partnerstufe, womit Swiss-Ski auf sämtlichen Sponsorenund

Partnerstufen ausgebucht ist. Dies wiederum zeigt

deutlich die Attraktivität und das solide Fundament des

Verbandes auf. Nicht zuletzt deshalb ist es gelungen, mit

dem langjährigen Sponsor Helvetia den Vertrag vorzeitig

zu verlängern, was uns ermöglicht, zuversichtlich in die

Zukunft zu blicken.

Alpine WM 2017 in St. Moritz

Anlässlich des FIS-Kongresses Anfang Juni 2012 in Südkorea

wurden die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2017 nach St.

Moritz vergeben. Das Engadin hat in seinem dritten Anlauf die

Konkurrenten Cortina d’Ampezzo und Åre hinter sich gelassen

und erhält dank einer überzeugenden Kampagne und einem

sympathischen Auftritt am Kongress die Ehre zugesprochen,

14 Jahre nach der letzten Ski-Weltmeisterschaft diesen wichtigen

Anlass wieder in der Schweiz durchzuführen. Das ist

eine riesige Chance für den alpinen Skisport in der Schweiz –

nicht nur für die Elite, sondern auch für den Nachwuchs und

den Breitensport. Diese Chance müssen wir nutzen! Die

Durchführung von Weltmeisterschaften im eigenen Land ist

aber auch eine Verpflichtung, wenn wir im Jahr 2017 mit einer

starken Mannschaft bereit sein wollen. Es liegt an uns, unserem

talentierten Nachwuchs den Weg zu ebnen, um sich an

diesem Grossanlass dereinst im besten Licht präsentieren zu

können. Swiss-Ski ist zudem im Vorstand des Vereins vertreten,

welcher die WM trägt, und pflegt somit einen engen Kontakt

zu den Organisatoren im Engadin.

Das Präsidium von Swiss-Ski, gewählt an der DV im Juni 2012 in Walterswil

BE. Von links nach rechts: Urs Winkler, Reini Regli, Florence Koehn,

Urs Lehmann, Johny Wyssmüller, Jean-Philippe Rochat, Peter Barandun.

Foto: Swiss-Ski

05


GESCHÄFTSLEITUNG ✚

Geschäftsleitung

Leistungssport

Die vergangene Saison stand im Zeichen der Weltmeisterschaften

in allen acht Disziplinen – und damit auch der Jagd nach

Edelmetall. In Val di Fiemme gewann Dario Cologna die erste

Goldmedaille in der Geschichte des Schweizer Langlaufs;

Snowboard-Crack Iouri Podladtchikov siegte in der Halfpipe von

Stoneham, und die Medaillen-Garantin Amélie Reymond wurde

Telemarkweltmeisterin in Spanien. Lara Gut holte mit ihrer Silbermedaille

im Super-G in Schladming für das Schweizer Alpin-

Team die Kohlen aus dem Feuer, während an der Freestyle-WM

in Voss Virginie Faivre (Halfpipe) und Fanny Smith (Skicross) für

WM-Gold sorgten. Überhaupt erlebten die Skicrosser im vergangenen

Winter einen wahren Höhenflug: Mit Fanny Smith

und Alex Fiva stellt Swiss-Ski beide Gesamtweltcupsieger, und

zum ersten Mal setzte sich die Schweiz souverän an die Spitze

des Nationenrankings.

Den Winter geprägt haben aber auch die Heimweltcups, welche

Jahr für Jahr Schauplatz für viele Emotionen und grandiose

Stimmung sind. Erstmals machte die Tour de Ski Halt in

der Schweiz – im Val Müstair, wo Dario Cologna, Lokalmatador

und Schweizer des Jahres, für einmal zwar nicht auf das

Podest lief, aber von einem frenetischen Heimpublikum gleichermassen

wie ein Sieger gefeiert wurde. In Arosa fuhr

die Snowboarderin und Gesamtweltcupgewinnerin Patrizia

Kummer aufs Podest, und am ersten auf Schweizer Boden veranstalteten

Slopestyle-Weltcup auf dem Corvatsch gab es mit

dem dritten Platz von Fabian Bösch gar eine faustdicke Überraschung.

Auch die alpinen Skirennen im Berner Oberland

wurden ihrer Rolle als Klassiker gerecht; so war es denn auch

vor heimischem Publikum, wo sich Carlo Janka in Wengen

den einzigen – und so sehr herbeigesehnten – Weltcuppodestplatz

des alpinen Männerteams in der Saison 2012/13

holte. Für die Jubelbilder im Bereich Alpin sorgten in diesem

Winter die Frauen und der Nachwuchs – mit Wendy Holdener

stand seit rund zehn Jahren erstmals wieder eine Schweizer

Skirennfahrerin auf einem Slalom-Weltcuppodest, und die Ju-

nioren kehrten gar mit einer Ausbeute von sieben Medaillen

von der Junioren-WM in Kanada nach Hause.

Breitensport

Wo blieben unsere Schneesporthelden ohne die breite Palette

der Breitensportprojekte von Swiss-Ski? Hier können ganze

Schulklassen – viele der Schüler zum ersten Mal überhaupt

– ihren Idolen nacheifern und sich auf den Ski, dem Snowboard

oder den Langlaufski versuchen. Ganze Familien erleben

zum Spottpreis einen unvergesslichen Schneesporttag.

Den ambitionierteren (Nachwuchs-)Skifahrern, -Langläufern

und -Skispringern wird gar eine nationale Plattform geboten,

die zu höheren Zielen anspornt. Schliesslich werden künftige

Talente mitunter ganz unten an der Basis rekrutiert – hier passiert

der erste Schritt auf dem langen Weg an die Spitze. Nicht

zuletzt wird auch das Fundament für die Unterstützung der

Bevölkerung, die es am Wegrand immer wieder braucht, bei

den Breitensportprojekten gelegt.

Dass das Interesse an den Breitensportanlässen von Swiss-Ski

nach wie vor sehr gross ist, zeigen die erfreulichen Teilnehmerzahlen.

Nicht nur bei den beiden traditionellen Topanlässen Rivella

Family Contest und Grand Prix Migros konnte im Vergleich

zum Vorjahr ein Anstieg bei den Anmeldungen verzeichnet werden,

sondern auch bei den Schneespasstagen, beim Dario Cologna

Fun Parcours sowie bei der Schweizer Fleisch Summer

Trophy, welche zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Ein Novum

war die Durchführung der ersten alpinen Amateur-Schweizer-Meisterschaften

mit über 100 Teilnehmenden. Ein überaus

erfolgreiches Breitensport-Jahr liegt damit hinter uns, bei welchem

die tolle Schneesituation in der ganzen Schweiz eine mitentscheidende

Rolle spielte. Nur dank engagierten Skiclubs

und aufopfernden Organisatoren konnte die klare Steigerung

bei den Teilnehmerzahlen überhaupt erreicht werden. Und

stellvertretend für alle glänzenden Kinderaugen ein Zitat von

Aline aus Zürich: «So cool, heute habe ich das erste Mal Skier

gesehen, und jetzt kann ich damit schon runterfahren!»

06


Dimitri Isler

Aerials

Die Höhe, das Adrenalin und den Kick,

den es bei jedem Sprung gibt. Die Perfektion,

die es braucht. Dass man sich

keinen Fehler erlauben darf – all das fasziniert Dimitri Isler

an seiner Sportart. Als grössten Erfolg in der vergangenen

Saison bezeichnet der Musikfan («Ich gehe an jedes Rockkonzert

und Festival, sofern es mir die Zeit erlaubt») den

Gesamtsieg im Europacup. Gefreut hat sich der 20-Jährige,

der als seine grosse Stärke sein Körpergefühl und seine

Selbstbeherrschung nennt, insbesondere darüber, dass er

dank guter Leistungen die Nordamerika-Tour mitmachen

durfte. Geärgert hingegen hat sich der Aargauer darüber,

dass er an der Junioren-WM mit einem missratenen zweiten

Sprung den Titel vergeben hat. Aber wie heisst doch

sein Motto so schön: «Keep calm and carry on.»

Die traditionelle Werbewoche dient nicht nur dazu, die Sponsoren von

Swiss-Ski ins rechte Licht zu rücken...

Foto: Keystone

...sondern zeigt unsere Skistars auch einmal von einer etwas anderen

Seite – wie hier Fränzi Aufdenblatten.

Foto: Keystone

Marketing

Erfreuliches aus der Marketingabteilung von Swiss-Ski: Erstmals

in der Geschichte sind sämtliche Sponsoren- und Partnerpakete

ausverkauft. Die Tatsache, dass mit dem Abschluss

des Vertrages mit SAMSUNG als «offizieller Partner» von

Swiss-Ski alle Positionen verkauft sind, zeigt, welch grosses

Interesse die Sponsoren an Swiss-Ski haben. Gleichzeitig haben

wir eine gute finanzielle Sicherheit, zumal der Grossteil

der Verträge über drei bis vier Jahre abgeschlossen wurde. Das

heisst aber nicht, dass Swiss-Ski keine Sponsoringpakete

mehr zu verkaufen hat. Speziell im Breitensport bestehen für

potenzielle Sponsoren weiterhin interessante Möglichkeiten.

Die Breitensportprojekte, die für die nachhaltige Entwicklung

des Schneesportes in der Schweiz äusserst wichtig sind, stehen

zwar nicht unbedingt im medialen Fokus, bieten aber

trotzdem hervorragende Plattformen für interessierte Unternehmen.

Wir arbeiten intensiv daran, diese Projekte, welche

als Zielgruppe primär die Schneesportfans und Familien haben,

noch attraktiver für Sponsoren zu machen und so in der

Folge das Angebot ausweiten zu können.

Die aktuellen Verträge mit den Verbandssponsoren sind am

Laufen; dennoch haben bereits während der vergangenen Saison

die ersten Verhandlungen betreffend die Verlängerung

der aktuellen Sponsorenverträge ab 2015 begonnen. Erfreulicherweise

spürt Swiss-Ski bei diesen Gesprächen eine enorme

Loyalität unter den Sponsoren, auch wenn namentlich die Resultate

der Herren alpin nicht den allgemeinen Vorstellungen

entsprochen haben. «Dass unsere Sponsoren auch in sportlich

schwierigen Zeiten hinter uns stehen und uns weit über das

übliche Mass hinaus unterstützen, freut uns natürlich sehr»,

so Stefan Brütsch, Chef Marketing. Für diese Unterstützung

sei insbesondere den Verbandssponsoren Swisscom, Raiffeisen,

Helvetia und Alpiq, aber auch allen anderen Partnern,

Lieferanten und Gönnern ein grosses Dankeschön ausgesprochen.

In der Tat lief es ausgerechnet beim Swiss-Ski-Flaggschiff, den

alpinen Männern, überhaupt nicht rund, weder im Weltcup,

wo es bei den Männern nur gerade einen einzigen Podestplatz

zu verzeichnen gab, noch an den alpinen Weltmeister-

07


GESCHÄFTSLEITUNG ✚

Mit attraktiven TV-Produktionen und Topbildern sorgte die

SRG SSR, Official Broadcaster von Swiss-Ski, einmal mehr für

allerbeste Werbung nicht nur für den Schneesport und die hiesigen

Wintersport-Destinationen, sondern auch für unsere

Athleten. Die Lauberhornrennen waren dabei im ersten Quartal

dieses Jahres unbestrittener Quotenrenner mit einem Zuschaueranteil

von über 78%. Ebenfalls Medienpartner von

Swiss-Ski ist die Schweizer Illustrierte. Dank dieser Partnerschaften

in Schladming. Weltmeisterlich hingegen war unser

«House of Switzerland» (HoS), DER Treffpunkt für Fans, Familienangehörige

der Sportler, Medienschaffende und Sponsoren.

Einmal mehr war das HoS eine schöne Visitenkarte für die

Schweiz im Allgemeinen und St. Moritz als Presenting Sponsor

des HoS im Speziellen. Ein herzliches Dankeschön gilt all

den fleissigen Helfern, die tatkräftig mitgeholfen haben, dass

aus Schweizer Sicht an der diesjährigen alpinen Ski-WM zumindest

das HoS ein grossartiger Erfolg war.

Ebenfalls ein beachtlicher Erfolg war die «Hands Up»-Promotion

von Verbandssponsor Raiffeisen, die bereits zum dritten

Mal durchgeführt wurde. Mit dem Verkauf von über

42‘000 Mützen, Handschuhen und Schals flossen dieses Jahr

insgesamt 210‘000 Franken in diverse Projekte zu Gunsten

des Schweizer Schneesportnachwuchses. Bereits Tradition ist

die Ochsner-Sport-Promotion in der Vorweihnachtszeit. Über

6‘000 neue Mitglieder haben von der Einkaufsvergünstigung

in den Filialen unseres Partners Ochsner Sport profitiert.

Grosszügig: Nach Abschluss der «Hands Up»-Promotion übergibt Raiffeisen-Chef

Pierin Vincenz Urs Lehmann einen Scheck im Wert von CHF

320‘000 zugunsten des Schweizer Skinachwuchses. Foto: Raiffeisen

Audi, langjähriger Fahrzeugpartner von Swiss-Ski und seit

2010 Titelsponsor der Audi Snowboard Series, hat sein Engagement

bei Swiss-Ski erweitert und ist seit der vergangenen

Saison ebenfalls Titelsponsor der Audi Skicross Tour (inkl. der

Audi Skicross Parks). Weitere treue Partner von Swiss-Ski sind

Rivella, Ochsner Sport, Pirelli, Emmi und Schweizer Fleisch

sowie die Migros, Oerlikon und Coop. Sie alle leisten eine

grosszügige finanzielle Unterstützung und sind darüber hinaus

zum Teil auch engagiert in wichtigen Breitensportanlässen

wie dem Grand Prix Migros, dem Rivella Family Contest

oder der Schweizer Fleisch Summer Trophy sowie Rennserien

wie dem Oerlikon Swiss Cup resp. dem Ochsner Sport Jugend

Cup – alles Anlässe, die vom Eventkalender nicht mehr wegzudenken

sind und den grossen und kleinen Teilnehmern einzigartige

und unbezahlbare Erlebnisse ermöglichen.

Ein solches Erlebnis bietet auch der Dario Cologna Fun Parcours

(DCFP), der sich immer mehr zur Erfolgsgeschichte mausert:

In seinem zweiten Jahr hat der DCFP bereits über 10‘000

Kinder auf die Langlauf-Ski gebracht. Massgeblichen Anteil an

diesem Erfolg haben die Ausrüsterfirmen des Swiss-Ski-Pools,

welche vor zwei Jahren den Kauf von zwei Materialanhängern

inkl. Material ermöglichten. Überhaupt ist der Swiss-Ski-Pool

ein wichtiger Partner für Swiss-Ski. Die im Swiss-Ski-Pool zusammengeschlossenen

Ausrüsterfirmen stellen sicher, dass

unsere alpinen und nordischen Athleten stets über das beste

Material sowie den besten Service verfügen – schliesslich

sind Spitzenresultate nur mit Topmaterial möglich.

08


Eliane Christen

Ski alpin

«Never give up» lautet das Motto von

Eliane Christen, zweifache Gewinnerin

des Grand Prix Migros in ihrer Alterskategorie.

Die 15-Jährige nimmt bereits seit vielen Jahren

am grössten Kinderskirennen Europas teil. Ein Finalplatz

liegt für die junge Hospenthalerin fast immer drin. Als

ihren grössten Erfolg in der vergangenen Saison bezeichnet

Eliane den fünften Platz am Trofeo Topolino, der inoffiziellen

Weltmeisterschaft für Kinder zwischen 11 und 14

Jahren. Eliane trainiert sehr hart und möchte als Skifahrerin

richtig durchstarten. «Mein Traum ist es, an der Spitze

mitzufahren», so das ehrgeizige Energiebündel. Neben

dem Skirennsport sind ihr ihre Freunde, Familie und die Gesundheit

das Wichtigste. Vorbilder hat die Schülerin einige,

u.a. Lindsey Vonn, Ted Ligety und Kimi Räikkönnen.

schaft können wir auch Athleten der (medial) weniger beachteten

Disziplinen eine wichtige Plattform bieten.

Was wäre Swiss-Ski ohne seine Gönner und Stiftungen, die

abseits des Scheinwerferlichts den Verband und seine Athleten

sowohl finanziell wie auch ideell unterstützen? Namentlich

erwähnt seien hier der Crystal Club sowie die Stiftung zur

Förderung des alpinen Skisportes in der Schweiz, welche sich

beide der finanziellen Förderung des Skinachwuchses verschrieben

haben. Dasselbe gilt für all unsere Lieferanten, welche

mit ihren Sach- und Dienstleistungen eine nicht mehr

wegzudenkende Unterstützung sind und unseren Trainern und

Athleten das Leben und die Arbeit ungemein erleichtern. Burgerstein,

Ovomaltine, Ricoh Schweiz AG, Ritz AG Print und

Media, Ruag, Hilti und dem Ferienverein sei an dieser Stelle

ebenfalls ein grosses Dankeschön ausgesprochen.

Ein herzlicher Dank gebührt auch der Schweizer Armee für die

Unterstützung unserer Weltcupveranstalter. Mit immensem

Einsatz leisten die Angehörigen der Armee einen wichtigen

Beitrag, ohne den es schlicht unmöglich wäre, solche Top-

Events zu organisieren. Darüber hinaus profitieren zahlreiche

Swiss-Ski-Athleten von einer Anstellung als Zeitmilitär. Viele

Sportler und Trainer nutzen zudem die Möglichkeit, ihre

Dienstpflicht in der Form von Sportler-WKs zu absolvieren.

Nicht zuletzt profitiert Swiss-Ski von der modernsten Technik

der Armee: Im Bodyscanning-Truck der Armasuisse, ihres Zeichens

Kompetenzzentrum des Bundes für die Beschaffung

von technologisch komplexen Systemen und Materialien,

werden unsere Athleten von Kopf bis Fuss präzise ausgemessen

und erhalten anschliessend massgeschneiderte Rennanzüge,

die im Kampf um Hundertstelsekunden ein wichtiger

Faktor für den Erfolg sind .

Genauso wichtig ist das grosse Engagement der Weltcupveranstalter

selber, die mit der Unterstützung unzähliger freiwilliger

Helfer für einen reibungslosen Ablauf der Weltcupevents in

der Schweiz sorgen. Auch ihnen sei an dieser Stelle ein grosses

Lob und ein herzliches Dankeschön ausgesprochen. Es gibt für

unsere Athleten nichts Schöneres, als vor heimischem Publikum

und vor heimischer Kulisse ihr Bestes zu geben.

Ausbildung

Mit der Einführung des Sportfördergesetzes war die Ausbildung

stark gefordert, zumal nicht weniger als acht Sportarten

bei der Umsetzung begleitet und geführt werden müssen. Die

Abteilung Ausbildung war denn auch ein wichtiger Knotenpunkt,

bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Auf Grund von

Umstellungen in den Vorgaben und der EDV in der Nachwuchsförderung

wurde den Verbänden seitens Swiss Olympic

eine Pauschale zugesprochen, die jetzt neu durch die Verbände

selber administriert und verteilt werden muss – vor allem

in der komplexen und grossen Sportart Ski alpin eine grosse

Herausforderung für alle Beteiligten.

Auch im vergangenen Jahr wurden die Coach Points fleissig

besucht und waren mit über 450 Teilnehmern, verteilt auf vier

Coach Points, ein Erfolg. Behandelt wurden Themen wie

Coaching, Kurssetzung, Kindersport, Material und Talentidentifikation.

Das Forum setzte einmal mehr neue Massstäbe,

über 200 Teilnehmer erhielten spannende Inputs zum Thema

«Klare Vorgaben, Innovation und Hartnäckigkeit» und können

die neugewonnenen Erkenntnisse in ihren Traineralltag einbauen.

Besonders freut es uns, dass wiederum sieben Swiss-

Ski-Trainer die höchste Trainerausbildung (Swiss-Ski-Verbandstrainer)

sowie zwei Trainer den Spezialkurs Kondition

erfolgreich absolviert haben. 28 weitere Trainerinnen und Trainer

aller Disziplinen werden im Laufe dieses Jahres die Trainerstufe

2 (Regionaltrainer) abschliessen. Der neue Nachwuchstrainerkurs

(NWT J+S) schliesst die erste Stufe Lokal,

den Nachwuchstrainer, ab. Ziele der Ausbildung sind die Zusammenführung

der Ausbildungsinhalte aller Module sowie

die Vertiefung der Kenntnisse in den Bereichen Coaching und

Psyche. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung soll der Trainer

09


GESCHÄFTSLEITUNG ✚

befähigt sein, auf lokaler Stufe ausgewählte Nachwuchstalente

zu führen. Die qualitativ gute Ausbildung der Swiss-Ski-

Trainer öffnet den Trainern grundsätzlich immer vielfältigere

und spannendere Arbeitsfelder. Dennoch ist trotz hoher Zahlen

in der Ausbildung weiterhin ein Mangel an Trainern zu verzeichnen.

Dafür gibt es verschiedene Gründe: So stellen die

eher bescheidenen Lohnverhältnisse im Trainerberuf wie auch

die hohe zeitliche Belastung eine hohe Einstiegshürde dar.

Hinzu kommt die eher geringe Anerkennung des Sports in der

Gesellschaft, was viele dazu bewegt, gar nicht erst einzusteigen

oder sich früh nach anderen Berufsoptionen umzuschauen.

Der Kindersport in den Schneesportarten bekommt langsam

ein Gesicht. Der wichtigste Weg vom J+S-Leiter Jugendsport

zum J+S-Leiter Kindersport ist weiterhin der zweitägige Einführungskurs

im Kindersport. Die Anerkennung berechtigt zur

Durchführung von J+S-Angeboten mit Kindern ab fünf Jahren.

Überlegungen zu einem disziplinenspezifischen Kinderleiterkurs

(evtl. für den Bereich 5–7 Jahre) werden gemacht, was

jedoch nicht einfach ist und gut an die Bedürfnisse der Clubs

angepasst sein soll.

Zu guter Letzt konnte die Forschung um eine 50%-Stelle erweitert

werden: Die Bereiche Biomechanik und Material werden

neu von Jörg Spörri abgedeckt.

Peter Läuppi

«Chef Ausbildung und Forschung»

Coaching

• Trainingsmethodik

• Bewegungslernen

• Talentförderung

• Zentrale Datenbank?

Leistungsphysiologie

Material

Aerodynamik

Leistungsdiagnostik

SOMCs Ärzte

• Koordination LD SOMCs

• Leistungsmonitoring

• Belastungsmonitoring

• Datenbanken

• Testentwicklung

Trainingswissenschaften

Sportbiologie

• Trainingseffekte Ausdauer, Kraft

• Muskulatur

• Verletzungsprävention

• Ernährung, Supplemente

• Periodisierung, Belastung, Erholung

• Hypoxie

Verschiedene Institutionen und

Universitäten

• Materialtests

• Materialoptimierungen

• Innovationen

• Trainingsgeräte Technik/Taktik

Biomechanik

• Optimierung Technik

• Optimierung Taktik

• Belastungsanalysen/Belastungsprofil

• Bewegungssteuerung

• Windkanal

• Anzüge

Schnee

K. Frehsner

• Schnee-Präparation

• Material-Schnee Interakt.

H. Rhyner

Michael Vogt «Wissenschaftlicher

Mitarbeiter» Training & Testing

Jörg Spörri «Wissenschaftlicher Mitarbeiter»

Biomechanik & Material

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Jasmina Suter

Ski alpin

«Don’t dream of winning, train for it»;

lautet das Motto von Jasmina Suter, der

Innerschweizer Riesenslalom-Spezialistin,

die Mitte April ihren 18. Geburtstag gefeiert hat. Als

ihren grössten Erfolg in der vergangenen Saison bezeichnet

Jasmina den zweiten Rang im Europacup-Riesenslalom

in Sotschi sowie den sechsten Rang an der alpinen Junioren-

Weltmeisterschaft in Québec. Überhaupt hatte sich die

Schülerin der Sportmittelschule Engelberg riesig darüber

gefreut, als Mitglied des Swisscom Junior Team 2013 die

Schweiz Ende Februar an der Junioren-WM vertreten zu

dürfen. Anfang März gab die damals 17-Jährige in Ofterschwang

ihr Weltcupdebüt, fuhr mit der Startnummer 53

auf den 35. Platz und liess dabei routiniertere Teamkolleginnen

deutlich hinter sich. Als Belohnung für ihre guten

Leistungen steigt die Innerschweizerin ins B-Kader auf.

Mitgliederservice

Die Online-Clubverwaltung entwickelt sich immer mehr zur

Erfolgsgeschichte für Swiss-Ski. Seit dem 1. Februar 2012

arbeiten schon über 390 Clubs – also rund die Hälfte aller an

Swiss-Ski angeschlossenen Ski-Clubs – aktiv mit der OCV

und nutzen die damit verbundenen administrativen Annehmlichkeiten.

So bietet die OCV eine zentrale Mitgliederdatenbank

im Internet, damit jeder Berechtigte Mutationen

innerhalb seines Ski-Clubs selber vornehmen kann. Das bedeutet

für den Mitgliederservice eine enorme administrative

Erleichterung. Bei einer ersten Umfrage zeigten sich über

97% aller User sehr zufrieden mit dem Online-Tool für Ski-

Clubs.

Die in der Vorweihnachtszeit erneut durchgeführte Ochsner-

Sport-Aktion war einmal mehr ein Erfolg. Insgesamt konnten

dadurch über 6‘000 Neumitglieder gewonnen werden. Ebenfalls

rege Gebrauch gemacht haben die Mitglieder von der

Möglichkeit, das Original-Adidas-Trainingsshirt der Ski-Nati

zum Vorzugspreis zu beziehen, sowie von der vergünstigten

Teilnahme an den Swiss-Ski-Breitensportanlässen, wie beispielsweise

dem Rivella Family Contest.

Dienste

Die Abteilung Dienste wird noch bis Ende August 2013 von

Peter Notter geleitet. Ihm angegliedert sind die IT, die Materialverwaltung

sowie die Buchhaltung. Peter Notters Team

sorgte auch im vergangenen Jahr dafür, dass der Betrieb reibungslos

und professionell vonstatten ging.

Auch wenn wir mit rund 70 gemeldeten Unfällen und Verletzungen

glücklicherweise weniger Verletzungen zu beklagen

hatten als in anderen Jahren, so waren wir in Einzelfällen auch

im vergangenen Jahr auf die Unterstützung der Rega und die

Kooperation mit der Visana angewiesen, welche einmal mehr

einwandfrei funktioniert hat.

Wir sagen Dankeschön: Denn mit ihrem Beitrag leisten die rund 21’000

Swiss-Ski-Mitglieder einen wertvollen Anteil daran, dass wir auch in Zukunft

eine Schneesportnation sind und unsere Nachfolger Erfolge feiern

können.

Foto: Keystone

Sodann kam es auch im vergangenen Jahr zu verschiedenen

personellen Wechseln. Andreas Wenger, ehemaliger Chef

Dienste und seit Oktober 2010 Direktor von Swiss-Ski, entschied

sich, den Verband nach sieben Jahren zu verlassen. In

der Folge übernahm am 15. April Marketingchef Stefan

Brütsch interimistisch die Führung. Neu an Bord ist seit dem 1.

April der Österreicher Rudi Huber, der für die neu geschaffene

Stelle Chef Leistungssport alpin gewonnen werden konnte

und die Geschäftsleitung von Swiss-Ski verstärkt.

Ebenfalls voran schreitet die Professionalisierung im Bereich

IT. Dessen Verantwortlicher war im vergangenen Winter primär

mit der Virtualisierung resp. Optimierung aller Server beschäftigt,

woraus eine bessere und kosteneffizientere Verwaltung

resultiert.

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LEISTUNGSSPORT ✚ ALPIN

Ski alpin

Das alpine Männerteam hat eine schwierige Saison hinter

sich: Ein Jahr vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi

2014 erzielten die Swiss-Ski-Athleten im Weltcupwinter

2012/13 nur gerade einen Podestplatz (im Vorjahr 25). Erfreulicher

liest sich die Bilanz bei den Frauen: Sechsmal

stand eine Swiss-Ski-Athletin auf einem Weltcuppodest,

zudem gewann Lara Gut WM-Silber im Super-G. Mit Rang

sieben im Nationenranking wurde das Saisonziel indes klar

verfehlt. Im Hinblick auf den Olympiawinter 2013/14 liegt

viel Arbeit vor dem neuen Alpinchef Rudi Huber und den

Cheftrainern Hans Flatscher (Frauen) und Walter Hlebayna

(Männer). Für Lichtblicke sorgten die Junioren, welche im

Europacup immer wieder brillierten und auch an der Junioren-WM

für Medaillen sorgten.

Die vergangene Saison bedeutet für das alpine Männerteam

unter der Führung von Cheftrainer Osi Inglin die Schlechteste

seit Langem. Ein einziger Podestplatz – eingefahren von Carlo

Janka in der Super-Kombination am Heimweltcup in Wengen

– so lautet das bittere Fazit. Der Saisonverlauf liess auch für

Gut gemacht: Lara Gut strahlt mit ihrer Medaille um die Wette. Die Tessinerin

gewann an der alpinen Ski-WM Silber im Super-G. Foto: Keystone

die Ski-WM in Schladming nichts Gutes ahnen. Umso grösser

war die Freude über die überraschend positive Teamleistung

der Männer in der WM-Abfahrt, wo mit Silvan Zurbriggen (6.),

Patrick Küng (7.) und Didier Défago (8.) drei Swiss-Ski-Athleten

in die Top 10 fuhren, sowie in der Superkombination mit

Sandro Viletta auf dem fünften, Silvan Zurbriggen auf dem

siebten und Carlo Janka auf dem achten Rang. Im WM-Riesenslalom

sorgte Gino Caviezel für einen weiteren Lichtblick:

Der 21-jährige Nachwuchsfahrer fuhr dank achtbester

Laufzeit im zweiten Durchgang auf Rang 15. Und das war

längst nicht das einzige kleine Versprechen aus dem Nachwuchsbereich:

Mit Luca Aerni, Vincent Gaspoz, Nils Mani,

Bernhard Niederberger, Fernando Schmed, Daniel Yule, Ramon

Zenhäusern und Elia Zurbriggen gaben gleich acht junge

Fahrer ihr Weltcupdebüt und sammelten nebst ersten

Erfahrungen auch erste Punkte (Aerni, Mani, Zenhäusern und

Zurbriggen).

Die Gründe für die enttäuschende Saisonbilanz sind vielschichtig.

So musste das Schweizer Weltcupteam mit der Absenz

von Didier Cuche und Beat Feuz klarkommen, welche in

der vergangenen Saison zusammen für 20 der insgesamt 25

Podestplätze verantwortlich waren. Mit dem Rücktritt des

langjährigen Teamleaders Cuche und dem verletzungsbedingten

Ausfall von Feuz fehlten dem Team bereits in der Vorbereitung

zwei wichtige Gradmesser. Rückblickend musste zudem

festgestellt werden, dass etliche Athleten im Sommertraining

zu lange und zu intensiv an der Materialabstimmung gearbeitet

haben, anstatt ihre Technik stärker dem neuen Material

anzupassen. Dass das Schweizer Weltcupteam in diesem Winter

nicht vorne mitfuhr, widerspiegelt auch das Nationenranking,

wo die Schweiz (Männer und Frauen zusammen) vom

dritten auf den siebten Rang abrutschte. Während sich die

Frauen dank insgesamt sechs Weltcuppodestplätzen im Vergleich

zum Vorjahr um einen Platz auf den fünften Platz zu

verbessern vermochten, büssten die Männer mit Schlussrang

acht ganze sechs Plätze ein. Auf das Saisonende hin enthob

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Marco Odermatt

Ski alpin

«Geniesse dein Leben und erfülle dir deine

Träume, bevor es dazu zu spät ist.» So

lautet die Devise von Marco Odermatt.

Faszinierend am Skifahren findet der zielorientierte Buochser,

dass man draussen in der Natur ist und sich immer wieder

neuen Herausforderungen stellen müsse: «Skifahren ist

einfach das Coolste!» Besonders stolz ist Marco, dass er in

der vergangenen Saison in 35 Rennen nur gerade drei Ausfälle

gehabt hatte. Seine konstante Leistung verdankt der

sportlich vielseitig begabte 16-Jährige sicherlich seiner guten

Skitechnik sowie der ausgezeichneten konditionellen

Basis. Der Gewinner des Ochsner Sport Jugend Cup 2012/13

bezeichnet als seine Vorbilder Ted Ligety, Alexis Pinturault

und Reto Schmidiger. Marco liebt Sport aller Art und powdert

gerne mit Freunden und Familie im Neuschnee.

Grandios: Wendy Holdener krönte ihre tolle Saison mit dem ersten Schweizer Podestplatz im Slalom seit rund zehn Jahren und wird in Ofterschwang dank zwei

souveränen Läufen Zweite.

Foto: Keystone

der Verband deshalb Cheftrainer Osi Inglin seiner Verantwortung

und setzte als Nachfolger den Österreicher Walter Hlebayna

ein, der das Männer-Team wieder auf die Erfolgsspur

zurückführen soll.

Erfreuliche Entwicklung bei den Frauen

Erfreulicher liest sich die Saisonbilanz bei den Frauen. Lara

Gut gewann gleich beim ersten Rennen an der Ski-WM die

Silbermedaille im Super-G. Zudem verzeichnete das Team in

seiner ersten Saison unter Hans Flatscher als Cheftrainer insgesamt

sechs Weltcuppodestplätze. Für zwei davon zeichnete

ebenfalls Lara Gut verantwortlich, darunter der Sieg in der

Abfahrt von Val d‘Isère; Marianne Kaufmann-Abderhalden,

Nadja Kamer und Fabienne Suter fuhren jeweils einen dritten

Rang heraus, und Wendy Holdener beendete mit ihrem zweiten

Platz im Slalom von Ofterschwang eine zehnjährige

Durststrecke im Frauenslalom, wo 2003 in Park City mit Sonja

Nef letztmals eine Schweizerin auf dem Podest stand. Die

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LEISTUNGSSPORT ✚ ALPIN

Kein Sprung ins Glück: Erstmals seit 2007 blieben die Schweizer an der

legendären Lauberhornabfahrt ohne Podestplatz. Im Bild: Didier Défago.

Foto: Keystone

Seltenes Bild: Carlo Janka sorgte für den einzigen Weltcuppodestplatz

der Männer in diesem Winter und wird in Wengen in der Superkombination

Dritter.

Foto: Keystone

erste Saison der Technikerinnen unter der Leitung von Alois

Prenn lässt nicht nur wegen des endgültigen Durchbruchs von

Holdener für die Zukunft hoffen.

Die Leistung der 20-jährigen Schwyzerin ist symbolisch für

die Lichtblicke, für die in dieser Saison primär die Junioren zu

sorgen vermochten: Das Swisscom Junior Team kehrte mit

nicht weniger als sieben WM-Medaillen von der alpinen Junioren-WM

im kanadischen Québec nach Hause zurück. Nils

Mani gewann WM-Gold in der Abfahrt und Silber im Super-G;

weitere Silbermedaillen gingen an Michelle Gisin und Ramon

Zenhäusern (beide im Slalom) sowie an Corinne Suter (Super-

G) und Gino Caviezel (Kombination). Ebenfalls Silber gab es im

Team-Event, in welchem Wendy Holdener, Rahel Kopp, Bernhard

Niederberger und Luca Aerni die Schweiz vertraten. Insgesamt

handelte es sich gemäss Franz Hofer, Chef Nachwuchs,

«um eine schöne Ausbeute – und das im Wissen, dass

es noch zu mehr hätte reichen können». In der Tat trennten

die Schweizer Junioren oft nur wenige Hundertstelsekunden

von weiteren Medaillen, was die zahlreichen vierten Ränge

und unglücklichen Ausfälle in der Kombi-Wertung zeigen.

Dass die Nachwuchsarbeit von Swiss-Ski Früchte trägt, zeigt

auch der starke Auftritt im Europacup: Mit 30 Podestplätzen

war 2012/13 die erfolgreichste EC-Saison seit 2009/10. Der

St. Galler Ralph Weber gewann die Gesamtwertung im Abfahrtseuropacup

mit einem klaren Punktevorsprung und sicherte

sich damit einen fixen-Startplatz im Abfahrtsweltcup

der kommenden Saison. Manuel Pleisch hat dank seinem Disziplinensieg

im Riesenslalom nächste Saison ebenfalls einen

Fixplatz im Weltcup auf sicher. Dank Topklassierungen in ihren

jeweiligen Disziplinen schafften dies auch Corinne Suter

im Super-G, Joana Hählen in der Abfahrt und Luca Aerni im

Slalom.

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Rahel Kopp

Ski alpin

Das grösste Highlight im vergangenen

Winter war für Rahel Kopp eindeutig die

Teilnahme an der Ski-WM in Schladming,

wo die Technikspezialistin am Team-Event starten durfte:

«Das Gefühl, in einen mit tobenden Zuschauern gefüllten

Zielraum einzufahren, war schlicht unbeschreiblich. Dieses

Erlebnis werde ich nie vergessen.» Was fasziniert die Schülerin

des Sportgymnasiums Davos am Skirennsport? «Erfolg

und Niederlage liegen extrem nah zusammen, das macht für

mich den Reiz beim Skirennfahren aus.» Eine Verletzung

könne einen von einer Sekunde auf die andere zurückwerfen.

Das perfekte Beispiel dafür sei Lindsey Vonn, Rahels

sportliches Vorbild. «Wenn hingegen alles stimmt und zusammenpasst,

steht man innert kurzer Zeit zuoberst.» Das

motiviere einen, niemals aufzugeben und stets weiterzukämpfen.

Goldjunge: Nils Mani auf dem Weg zu WM-Abfahrtsgold an der Junioren-

WM in Québec. Der 21-jährige Diemtigtaler ist damit der sechste

Schweizer Junioren-Weltmeister in der Abfahrt. Foto: Keystone

Silber-Girl: Michelle Gisin (links) trägt mit ihrem zweiten Rang im Slalom

zur ausgezeichneten Teamleistung an der alpinen Junioren-WM bei.

Foto: Keystone

Positive Entwicklung auf nationaler Ebene

Nicht nur im internationalen, sondern auch im nationalen

Rahmen wurden vom alpinen Nachwuchs einige Ausrufezeichen

gesetzt. Im Oerlikon Swiss Cup – der nationalen Rennserie

U21 und U18 – sind vier Sieger (Marc Bonvin [U21],

Sandro Simonet [U18], Priska Nufer [U21] und Julie Dayer

[U18]) mit konstanten Leistungen hervorgegangen, und am

Ochsner Sport Jugend Cup hat die Rennserie für unter 16-Jährige

mit Mélanie Meillard – die sechs von acht Rennen für

sich entschied – und mit Marco Odermatt ebenfalls zwei verdiente

Sieger erhalten.

Massgeblich am Aufbau von Nachwuchstalenten beteiligt sind

neben den Skiclubs die regionalen und nationalen Leistungszentren

(RLZ und NLZ). Dieses Jahr sind elf Athleten aus den

NLZ zu Swiss-Ski aufgestiegen. Nachdem letztes Jahr aufgrund

der internationalen Heraufsetzung des Juniorenalters kein neuer

Jahrgang in die NLZ aufgestiegen ist, trainieren ab diesem

Jahr neun Skirennfahrer mit Jahrgang 97 in den NLZ.

Auch in den RLZ läuft die Entwicklung mehrheitlich gut. Im

vergangenen Geschäftsjahr wurden vier RLZ rezertifiziert, vier

wurden neu zertifiziert (2 BOSV + 1 Tessin + 1 Jura) und vier

neue Gesuche gestellt, allesamt vom Bündner Skiverband.

Damit steigt die Zahl der RLZ auf 23 (resp. 27, sobald die vier

noch offenen Gesuche gutgeheissen werden). Der Fokus liegt

weiterhin darauf, die Qualität der RLZ zu steigern und die Zusammenarbeit

untereinander, aber auch mit den Regionalverbänden

und den Skiclubs, zu optimieren. Die Weiterbildung

Letzterer stellt nach wie vor eine der Kernaufgaben der regionalen

Leistungszentren dar.

Wo proaktiv gearbeitet und gefördert werden soll, ist die

Finanzierung von grosser Bedeutung. Das Engagement

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LEISTUNGSSPORT ✚ ALPIN

verschiedener Sponsoren, die sich die Nachwuchsförderung

auf die Fahne geschrieben haben, ist deshalb wegweisend.

Swisscom, OC Oerlikon und Ochsner Sport –

Nachwuchsförderung auf hohem Niveau

Verbandshauptsponsor Swisscom ermöglicht mit dem dreistufigen

Projekt «Swisscom Junior Team» den talentiertesten

Nachwuchsathleten des Landes spezielle Trainings auf balkenpräparierten

Pisten, damit sie sich gezielt auf die alpinen

Junioren-Weltmeisterschaften vorbereiten können. Die Firma

OC Oerlikon stellt als Titelsponsor sämtlicher in der Schweiz

ausgetragenen FIS-Rennen sowie des Oerlikon Swiss Cups die

Durchführung ebendieser Rennen auf hohem Niveau sicher

und unterstützt zugleich die Nationalen Leistungszentren.

Nicht zuletzt konnten dank dem Ochsner Sport Jugend Cup

die stärksten Skirennfahrer der unter 16-Jährigen auch dieses

Jahr wieder an acht Vergleichswettkämpfen auf nationaler

Ebene gegeneinander antreten und an vier Rennwochenenden

auf hohem Niveau die Besten unter sich ausmachen.

An dieser Stelle dankt Swiss-Ski den drei genannten Partnern

herzlich für ihre grosszügige Unterstützung, welche ein wichtiger

Bestandteil in der Nachwuchsförderung des Verbandes

ist und dazu beiträgt, dass die Skination Schweiz auch in Zukunft

Erfolge feiern kann.

Der schnelle Schwung

Das Projekt «Der schnelle Schwung» fand grossen Zuspruch.

Konkret konnten 61 Clubs aus der ganzen Schweiz mit einem

Paket Kinderstangen ausgerüstet werden. Im Gegenzug haben

sich die Clubs dazu verpflichtet, Ski- und Konditionstrainings

durchzuführen sowie ihre Trainer in Weiterbildungen zu

schicken, wo wir die Möglichkeit haben, unsere Inputs direkt

an die aktiven Skiclubtrainer zu vermitteln. Das Ziel, dass weniger

Riesenslaloms und dafür mehr Combi-Races, Slaloms

Frauenpower: Die glücklichen Gesamtsiegerinnen des Oerlikon Swiss

Cup 2013. Von links: Wendy Holdener, Luana Flütsch, Priska Nufer, Julie

Dayer, Rahel Kopp, Lara Zürcher.

Foto: Swiss-Ski

We like: Mit der Bilanz von sieben Medaillen knüpft das Swisscom Junior

Team an die guten Ergebnisse der Vorjahre (acht Medaillen in Roccaraso

2012, elf Medaillen in Crans Montana 2011) an und ist der Beweis dafür,

dass im Nachwuchsbereich gute Arbeit geleistet wird. Foto: Keystone

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Luca Aerni

Ski alpin

Befragt zu seinen Stärken meint Luca

Aerni, dass er sich gut auf das Wesentliche

konzentrieren und optimal auf ein

Rennen einstellen könne. Als grössten Erfolg in der Vergangenheit

bezeichnet der gebürtige Berner seinen 12. Rang

im Weltcupslalom in Kranijska Gora. An der Junioren-WM

im kanadischen Québec hingegen war das Glück nicht

wirklich auf Lucas Seite: Er verpasste wegen winzigen drei

Hundertstelsekunden das Podest. Wichtig beim Skifahren

ist dem 20-Jährigen, dass er daran Spass hat: «Ohne Spass

geht gar nichts.» Als seine Vorbilder bezeichnet Luca den

französischen Slalomspezialisten Jean-Babtiste Grange

(«Weil es so locker aussieht, wenn er durch die Stangen

fährt.») sowie Didier Cuche und Roger Federer («Beeindrukkend,

wie sie über mehrere Jahre bei der Weltelite dabei

sind»).

Lichtblick: Nachwuchsfahrer Gino Caviezel sorgt beim Weltcup-Riesenslalom

in Adelboden für das Schweizer Highlight. Der 20-jährige Bündner

fährt mit Startnummer 52 auf Rang 11 und sichert sich damit nicht nur

seine ersten Weltcuppunkte, sondern auch die Qualifikation für die Ski

WM in Schladming.

Foto: Keystone

Wir gratulieren: Ralph Weber ist «Nachwuchsathlet des Jahres 2012».

Der neu ins A-Kader aufgestiegene Gossauer wurde von der Schweizer

Sporthilfe für seine Spitzenleistungen in der Saison 2011/12 mit der bedeutendsten

Auszeichnung im Schweizer Nachwuchssport ausgezeichnet.

Foto: Photopress

oder Parallelslaloms durchgeführt werden, wurde ebenfalls

erreicht. Die Motivation bleibt, total 100 aktive Skiclubs zu

finden, die beim Projekt «Der schnelle Schwung» mitmachen.

Damit hätten wir eine Basis, um in Zukunft wichtige Inputs

direkt in die Clubs zu bringen.

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LEISTUNGSSPORT ✚ NORDISCH

Ski nordisch

Das Schweizer Langlaufmärchen mit Dario Cologna in der

Hauptrolle geht weiter: Der Müstairer gewinnt erstmals in

der Geschichte des Langlaufs eine WM-Goldmedaille für die

Schweiz. Ausserdem wird er an der Tour de Ski Zweiter und

schliesst den Gesamtweltcup auf dem guten dritten Platz

ab. Im Skispringen blickt Teamleader Simon Ammann auf

eine durchzogene Saison zurück; für die Lichtblicke ist mit

Gregor Deschwanden ein Nachwuchsspringer zuständig. Im

Biathlon sorgen junge Frauen für frischen Power: Die

19-jährige Patricia Jost ist die erste Schweizer Europameisterin,

und Sabine di Lallo, Lena Häcki und Tanja Bissig gewinnen

an den Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaften

2013 in Obertilliach sensationell WM-Bronze.

Langlauf

Historische WM-Goldmedaille

Dario Cologna geht ein weiteres Mal in die Langlauf-Geschichtsbücher

ein: Der Bündner zeigte sich an den Weltmeisterschaften

in Val di Fiemme in Bestform und gewinnt als erster

Schweizer Langläufer eine Goldmedaille. Mit Gold im

Skiathlon und Silber über 50 km Skating krönt Dario Cologna

eine sehr gute Saison, in welcher er sowohl in der Tour de Ski

als auch im Gesamtweltcup auf das Podest steigen konnte.

Curdin Perl hat sich nach der schwierigen Saison 2011/12

wieder aufgefangen und lief im vergangenen Winter konstant

in die Weltcuppunkte. Damit schliesst der Engadiner den

Sensationell: Dario Cologna gewinnt an der nordischen Ski-WM in Val di Fiemme Gold im Skiathlon sowie Silber über 50 Kilometer Skating.

Foto: NordicFocus

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Roman Schaad

Langlauf

Roman Schaad hat an der Langlauf-Junioren-WM

eine starke Leistung gezeigt

und wurde im Skating-Wettkampf über

10 Kilometer Zehnter. Gefreut hat sich der Innerschweizer

in der vergangenen Saison aber auch über seine Fortschritte

im Klassischen Stil wie auch in der Langdistanz. Als eine

seiner Stärken bezeichnet der Sprintspezialist, dass er sich

gut konzentrieren kann und sich im «Fight» gegen andere

Athleten nicht einschüchtern lasse. «Ausserdem höre ich

auf meinen Körper und weiss, was gut für mich ist.» Faszinierend

findet der gelernte Sanitärinstallateur bei den

Langlauf-Wettkämpfen, dass man «beissen» können müsse:

«Es ist ein cooles Gefühl, wenn man glaubt, am Ende zu

sein, und dann trotzdem noch einmal zulegen kann.»

Distanz-Disziplinenweltcup in den Top 25 ab. Toni Livers,

Remo Fischer und Roman Furger zeigten ihr Potenzial mit Einzelplatzierungen

in den Top 20. Für die einzigen Langdistanz-

Weltcuppunkte bei den Frauen war die Biathletin Selina Gasparin

mit ihrem 21. Rang am Heimweltcup in Davos besorgt.

Auch in den Teamwettbewerben zeigten die Schweizer Langläufer

starke Leistungen, wie der vierte Platz der Männerstaffel

in Gällivare oder beim Teamsprint in Liberec, wo das

Schweizer Frauenteam das Podest nur knapp verfehlte, zeigt.

Das Sprintteam weist eine grössere Breite auf als in den vergangenen

Jahren: Laurien van der Graaff, Jöri Kindschi, Jovian

Hediger und Gianluca Cologna konnten sich über Top-10-Plätze

freuen, und mit Bettina Gruber, Tatjana Stiffler, Martin

Jäger, Christoph Eigenmann, Eligius Tambornino, Ueli Schnider,

Valerio Leccardi liefen sieben weitere Swiss-Ski-Athleten

in die Weltcuppunkte.

Tour-de-Ski-Premiere in der Schweiz

Neben dem traditionellen Heimweltcup in Davos gastierte

erstmals auch die Tour de Ski in der Schweiz: Das Val Müstair,

notabene Dario Colognas Heimat, konnte den Weltcuptross

zu Jahresbeginn zu einer Sprintetappe begrüssen. Sowohl Davos

wie auch das Val Müstair überzeugten mit einer hervorragenden

Organisation und wurden für den grossen Einsatz mit

herausragenden Schweizer Leistungen belohnt: Dario Cologna

lief in Davos zweimal als Zweiter auf das Podest, und im

Val Müstair qualifizierte sich Laurien van der Graaff für das

Halbfinale und Dario Cologna für das Finale.

Fünf Siege im Continental Cup

Auf zweithöchster Stufe, dem Continental Cup (COC), stand

Christa Jäger zweimal zuoberst auf dem Podest. Mit Gianluca

Cologna, Doris Trachsel und Dario Cologna, welcher den COC

in St. Ulrich zur Vorbereitung für die Tour de Ski nutzte, feierte

das Schweizer Team drei weitere Siege. Bei den Junioren

konnte Livio Bieler zwei Siege erringen, und auch Romand

Schaad gewann einen Wettkampf. Bei den Juniorinnen bildete

der Podestplatz von Nathalie von Siebenthal das Saisonhighlight.

Ohne Medaille hingegen blieb die Schweizer Delegation

an den Junioren- und U23-Weltmeisterschaften in Liberec.

Mit Top-10-Rangierungen gelangen dem Junior Roman

Schaad und Gianluca Cologna in der Kategorie U23 immerhin

starke Leistungen.

Neuer Wachs-Truck hat sich bewährt

Der Wachs-Truck des Schweizer Service-Teams erlebte zum

Saisonauftakt im hohen Norden seine Weltcuppremiere. Roger

Wachs und sein Team haben sich rasch an die neuen Arbeitsbedingungen

gewöhnt und können sich ein Arbeiten in

den Wachscontainern gar nicht mehr vorstellen: «Die Arbeitsqualität

hat sich entscheidend verbessert, der Truck hat sich

sehr bewährt», sind sich die Servicemänner einig. Neben dem

Truck stand auch die eigene Schleifmaschine zum ersten Mal

im Einsatz. Diese langfristige Investition zeigte an den Weltmeisterschaften

bereits erste Erfolge: In den letzten Rennen

konnten die Schweizer Athleten bereits von den neu entwickelten

Schliffen profitieren.

Skispringen

Deschwanden schafft den Sprung in die erweiterte

Weltspitze

Teamleader Simon Ammann reiste nach guten Resultaten im

Sommer Grand Prix voller Motivation zum Saisonauftakt in den

hohen Norden. Bereits beim zweiten Weltcupspringen in Kuusamo

konnte der Toggenburger mit Rang drei seinen ersten

Podestplatz verbuchen. In der Folge war die Saison von Simon

Ammann aber von Inkonstanz geprägt: Zwei Podestplätzen und

acht weiteren Top-10-Platzierungen stehen enttäuschende

Leistungen im Heimweltcup von Engelberg, an der Vierschanzentournee

sowie an den nordischen Weltmeisterschaften in

Val di Fiemme gegenüber. Eine starke Saison hingegen zeigte

Gregor Deschwanden: Der Horwer konnte sich im vergangenen

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LEISTUNGSSPORT ✚ NORDISCH

Weltcupwinter in die erweiterte Weltspitze vorarbeiten und

qualifizierte sich insgesamt acht Mal für das Finale der Top 30.

Seine Bestleistung erzielte der 22-Jährige bei den Weltcupspringen

in Sapporo, wo er zweimal in die Top 20 sprang. Marco

Grigoli konnte nicht an die starken Leistungen der Vorsaison

anknüpfen. Für den Bündner gilt es, die Saison abzuhaken und

im kommenden Winter wieder voll anzugreifen.

Unter den Erwartungen blieb das Frauenteam: Weder Sabrina

noch Bigna Windmüller, die nach einem Jahr Trainingspause

in den Weltcup zurückgekehrt war und als bestes Resultat

drei 19. Plätze vorzuweisen hat, konnten ihr Leistungspotenzial

in der vergangenen Saison abrufen.

Sechs Athleten holen Punkte im Continental Cup

Das Continental-Cup-Team kann auf einen erfolgreichen Winter

zurückblicken: Insgesamt sechs Athleten sprangen in die

Punkteränge und holten damit mehr Punkte im Continental

Cup als in den vergangenen zehn Jahren. Zur Belohnung für

die guten Leistungen durften Pascal Kälin, Killian Peier und

Vielversprechend: Gregor Deschwanden qualifizierte sich in der vergangenen

Saison acht Mal für das Finale der Top 30 und ist damit ein Versprechen

für die Zukunft.

Foto: NordicFocus

Unbeständig: Simon Ammanns Saison war von Hochs und Tiefs geprägt.

Zwei Podestplätzen (hier in Kuusamo) stehen enttäuschende Leistungen

gegenüber, u.a. an der Vierschanzentournee. Foto: NordicFocus

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Jan Kirchhofer

Nordische Kombination

«Ich will zur Weltspitze gehören.» Das ist

das erklärte Ziel von Jan Kirchhofer. Als

Bestresultat hat der angehende Mechatroniker

einen dritten Platz beim Alpencup vorzuweisen.

«Die Mischung zwischen Ausdauer beim Langlaufen und der

Schnellkraft beim Skispringen sowie die Herausforderung,

eine gute Mischung zwischen beidem zu finden, empfinde

ich als sehr faszinierend», so Jan. Gerne würde der 17-Jährige

so erfolgreich werden wie sein Vorbild Felix Gottwald, ehemaliger

österreichischer Nordisch Kombinierer. Wenn Jan

einmal ein freies Wochenende hat, verbringt er dieses gerne

mit seiner Familie und seinen Freunden. Im Sommer spielt

der regelmässige Twitterer und Blogger als Ausgleich Fussball

oder Volleyball. Immer dabei: Nektarinen: «Ohne die

geht im Sommer gar nichts», schmunzelt Jan.

Pascal Sommer sowohl im Weltcup als auch an den Weltmeisterschaften

in Val di Fiemme erste Erfahrungen bei den

«Grossen» sammeln. Auch im Alpencup und FIS-Cup gelang

es dem Schweizer Team erfreulicherweise, in allen Serien Podestplätze

herauszuspringen. An den Junioren-Weltmeisterschaften

in Liberec war Killian Peier für die beste Schweizer

Leistung besorgt: Der Romand klassierte sich als einer der

jüngeren Athleten am Start im guten 15. Rang.

621 NLZ-Trainingsmodule angeboten

Das Nationale Leistungszentrum in Einsiedeln hat im vergangenen

Jahr über 600 Trainingsmodule angeboten. Die Zusammenarbeit

von Partnerschule, Kloster Einsiedeln und Schanzen

Einsiedeln funktioniert tadellos und bietet sowohl den

Skispringern wie auch den Kombinierern eine optimale Infrastruktur

zur Ausübung ihrer Sportart. Die Einführung der Modultrainings

hat sich sehr bewährt; jetzt gilt es, die inhaltliche

Qualität weiter zu optimieren.

Skisprungluft schnuppern

Auch dieses Jahr war die Disziplin Skispringen zu Gast beim

Grand Prix Migros und beim Rivella Family Contest. Die Teilnehmer

konnten sich auf kleinen Schanzen auf die Spuren

von Simon Ammann begeben und erste Eindrücke vom Skispringen

gewinnen. In Einsiedeln feierte zudem der Simon

Ammann Jump Parcours seine erfolgreiche Premiere: Am Pilotprojekt

nahmen insgesamt 220 Schüler aus 23 Einsiedler

Primarschulklassen teil und waren hellauf begeistert. Analog

zum Dario Cologna Fun Parcours soll auch der Simon Ammann

Jump Parcours durch die ganze Schweiz touren und

möglichst vielen Schulklassen einen Einblick in die faszinierende

Welt des Skispringens ermöglichen.

Nordische Kombination

Top-10-Resultat von Tim Hug

In einer für das Team der Schweizer Nordisch Kombinierer

schwierigen Saison war der neunte Rang von Tim Hug beim

Weltcup in Klingenthal das klare Saisonhighlight. Sein

Teamkollege Seppi Hurschler überzeugte beim Weltcup in

Ramsau mit der schnellsten Zeit in der Loipe und dem 17.

Gesamtrang. Ansonsten blieben Hug und Hurschler unter

den Erwartungen und konnten ihr Leistungspotenzial nicht

ausschöpfen. Zudem fiel den Schweizer Kombinierern die

Umstellung auf die engen Skisprunganzüge verhältnismässig

schwer, sodass in der Folge insbesondere auf der Schanze

die gesetzten Ziele nicht erreicht werden konnten.

Durch die krankheitsbedingte Abwesenheit von Christian

Erichsen, welcher die ganze Saison verpasste, wurde das kleine

Schweizer Continental-/Alpencup-Team weiter dezimiert.

Der Romand Sven Fawer zeigte im Training gute Leistungen,

konnte diese aber im Wettkampf nicht wie gewünscht umsetzen.

Der junge Jan Kirchhofer hat sich gut weiterentwickelt,

braucht aber noch etwas Zeit, um sich im Continental Cup in

die Top 30 vorzuarbeiten.

Rücktritt von Routinier Seppi Hurschler

Mit dem Teamsprint an den Weltmeisterschaften in Val di

Fiemme trat der 29-jährige Seppi Hurschler vom Spitzensport

zurück. Der Stanser nahm dreimal an Olympischen

Spielen teil und schaffte im Weltcup neunmal den Sprung

unter die Top 10. Mit Sven Fawer aus dem C-Kader beendet

ein zweiter Kombinierer seine Sportkarriere auf Ende Saison.

Cheftrainer Robert Treitinger hat sich nach den Weltmeisterschaften

in Val di Fiemme entschieden, die Zusammenarbeit

mit Swiss-Ski auf Ende Saison zu beenden. Der

Österreicher hat die Nordisch Kombinierer seit drei Jahren

betreut.

21


LEISTUNGSSPORT ✚ NORDISCH

gang. Es ist ein tolles Gefühl, dass die sportlichen Erfolge auch

einer stetig steigenden Öffentlichkeit bekannt werden», beschreibt

Patricia Jost ihren Lohn für die harte Trainingsarbeit und

die daraus resultierenden Erfolge im letzten Winter.

Premiere: Patricia Jost gewinnt als erste Schweizerin einen internationalen

Biathlontitel. Die 19-jährige Gommerin wird Junioren-Europameisterin

2013 in Bansko.

Foto: NordicFocus

Trotz acht Top-10-Platzierungen im Weltcup sowie der Sicherung

von vollen Startkontingenten in Sotschi 2014 bei den

Frauen und Männern blickt die Biathlonmannschaft auf eine

durchzogene Saison zurück. Einzig das Frauenteam mit einem

Juniorenanteil von über 50 Prozent, zu dem auch Patricia Jost

aus Reckingen im Goms gehört, übertraf die Erwartungen.

«Tritzi», wie Patricia im Freundes- und Kollegenkreis gerufen

wird, ist das Sinnbild einer erfolgreichen und aufstrebenden

Generation von Jungbiathleten.

«Zwar fehlte es mir über die gesamte Saison gesehen noch etwas

an Konstanz, in Anbetracht einer kurzen, krankheitsbedingten

Absenz darf ich aber mit dem Erreichten sehr zufrieden

Um für Tim Hug, den einzigen verbleibenden Schweizer Athleten

auf Stufe Weltcup, eine gute Betreuungslösung zu finden,

sah sich Disziplinenchef Berni Schödler gezwungen, für die

kommende Saison neue Wege zu gehen. Dank der Zusammenarbeit

mit den amerikanischen Nordisch Kombinierern ist

dies gelungen: Tim Hug wird sowohl die Saisonvorbereitung

mit dem Team USA bestreiten als auch im Weltcup von dessen

Trainern betreut werden.

Biathlon

Rückblick aus der Perspektive einer Protagonistin

Patricia Jost ist 19 und die erste Schweizer Europameisterin im

Biathlon. Sie liebt Rahmschnitzel und Rivella, legt sich selber

gerne mal etwas 77 Bombay Street auf die Kopfhörer. «In Bulgarien,

dem EM-Austragungsort, erhielt ich einige Anrufe und SMS.

Als ich aber nach Hause kam, brachen die Dämme. 250 Leute an

der Titelfeier, Medientermine. Man erkannte mich sogar im Aus-

Von A bis Z top: Selina Gasparin ist die unumstrittene Teamleaderin im

Schweizer Biathlonsport. In Oestersund begann die Engadinerin mit ihrem

besten Karriereergebnis (Platz 4) und beendete die Saison mit dem

vierten Top-10-Platz der Saison sowie Platz 19 im Gesamtweltcup.

Foto: NordicFocus

22


Lena Häcki

Biathlon

«Ich möchte eine gute und solide Biathletin

werden», davon träumt Lena Häcki.

Den Grundstein dazu hat die Engelbergerin

bereits gelegt: An der Junioren-WM in Obertilliach wurde

die 18-Jährige mit der Staffel Dritte. Faszinierend am Biathlon

findet Lena Häcki die Kombination aus Schiessen und

Laufen: «Das Schiessen fordert volle Konzentration und

mentale Stärke, beim Laufen hingegen kann ich mich

komplett auspowern – eine spannende Kombination.» Die

18-jährige Leseratte ist ein Familienmensch: «Meine Familie

ist unglaublich wichtig für mich, sie unterstützt mich in allem,

was ich tue.» Als Vorbilder bezeichnet die begeisterte

Ruderin zum einen Selina Gasparin, weil sie eine Pionierin

im schweizerischen Frauenbiathlon ist, und zum anderen

Roger Federer wegen seines immensen Kampfwillens.

sein, denn ich sammelte sehr viel Erfahrung», so Jost. «An der

Junioren-WM in Obertilliach steigerte ich mich von Wettkampf

zu Wettkampf. Ich glaube, der elfte Rang im Einzel war ein gutes

Ergebnis. Vor allem bleibt mir aber der Staffelevent der Jugend

in Erinnerung. Es war fantastisch zuzuschauen, wie sich

Sabine di Lallo, Tanja Bissig und Lena Häcki die Bronze-Medaille

erkämpften. Wir standen an der Strecke und im Ziel und haben

mit Tränen in den Augen den historischen Erfolg gefeiert»,

blickt die 19-Jährige zurück und dokumentiert damit die noch

nie dagewesenen Erfolge im Nachwuchsbereich und die vielversprechenden

Aussichten. Denn auch in den Breitensportse-

rien, den Schöpfbecken der Swiss-Ski-Kader, hält das Interesse

am Biathlon an. 1‘199 Starts von total 345 Kindern und Jugendlichen

bei durchschnittlich 143 Teilnehmern pro Event an der

RUAG Kids Trophy plafonieren den Sport auf gutem Niveau.

Patricia Josts Erfolge kamen für sie im richtigen Moment.

Nicht nur, dass sie sich als erste Juniorin direkt den B-Kader-

Status erkämpfte, auch kann sie sich nun in Ruhe auf ihr Maturajahr

konzentrieren. «Nächstes Jahr hat die Schule Priorität.

2014 schliesse ich das Gymnasium ab und setzte dann

voll auf den Sport.»

Frauenpower: Selina Gasparin (rechts) übergibt an Patricia Jost. Die Frauenstaffel übertraf mit Platz 13 an der Biathlon-WM in Nove Mesto die Erwartungen.

Foto: NordicFocus

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LEISTUNGSSPORT ✚ FREESTYLE

Freestyle

Die Sportart Freestyle vereint unter ihrem Namen die Disziplinen

Skicross, Freeski, Aerials und Moguls. Besonders erfreulich

– gerade im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele

2014 in Sotschi – verlief in der vergangenen Saison

die Entwicklung im Skicross und Freeski. Im Skicross schloss

die Schweiz die Saison erstmals als klare Nummer 1 im Nationenranking

ab. Zudem stellt Swiss-Ski sowohl im Weltcup

wie auch im Europacup bei den Frauen und Männern die

Gesamtsieger sowie nicht zuletzt mit Fanny Smith die Weltmeisterin

im Skicross. Die Disziplin Freeski kann mit Virginie

Faivre ebenfalls eine Gesamtweltcupsiegerin sowie

zweifache Weltmeisterin vorweisen. In der Disziplin Aerials

sorgte Tanja Schärer mit zwei dritten Plätzen für die Saison-

Highlights, und in der Disziplin Moguls wächst eine hochtalentierte,

vielversprechende Generation heran.

Skicross: Stärkste Nation im Skicross-Zirkus

Das Swiss-Ski Skicross-Team hat eine hervorragende Saison

sowohl auf Stufe Weltcup als auch im Europacup hinter sich.

Mit insgesamt 17 Weltcuppodestplätzen zeigte sich die

Schweiz klar als stärkste Nation im Skicross-Zirkus. Die ganze

Saison hindurch dominierte das Team von Cheftrainer Ralph

Pfäffli mit Topergebnissen und gewann in der Folge zum ersten

Mal das Nationenranking: Mit 449 Punkten Vorsprung

verwies die Schweiz Frankreich und Kanada auf den zweiten

bzw. dritten Rang. Der Gesamtweltcupsieg ging bei den Frauen

(Fanny Smith) und Männern (Alex Fiva) ebenfalls an die

Schweiz. Smith vergoldete ihre Glanzsaison in Voss (Norwegen)

zudem mit dem Weltmeistertitel. Stark auch die Leistung

von Armin Niederer: Dank fünf Weltcuppodestplätzen beendete

der Davoser die Saison 2012/13 auf Rang zwei im Gesamtweltcup.

In der Europacupgesamtwertung holten sich ebenfalls zwei

Schweizer Athleten den Sieg: Die 19-jährige Jorinde Müller

und der 24-jährige Gioele Fiori. Mit dem Sieg im Skicross-Gesamteuropacup

erhalten die beiden einen fixen Weltcupstart-

Fulminante Rückkehr an die Weltspitze: Fanny Smith gewinnt in ihrer

Comeback-Saison nach ihrem Kreuzbandriss nicht nur WM-Gold, sondern

auch den Gesamtweltcup.

Foto: Ruedi Flück

platz in der nächsten Saison. Insbesondere Jorinde Müller hat

eine super Saison hinter sich und überraschte mit dem vierten

Platz an der Weltmeisterschaft in Voss. Sie wurde zum Abschluss

der Saison denn auch verdientermassen von den FIS-

Trainern zum «Rookie of the year» gewählt.

Freeski: Routinierte Wettkämpfer und junge Talente

steigen aufs Podest

Im Weltcup brillierte vor allem Virginie Faivre: Die 30-jährige

Waadtländerin belegte in der Disziplin Halfpipe in Park City

den dritten und kurz darauf in Sotschi den ersten Platz. In Sierra

Nevada stieg sie erneut aufs Podest und gewann damit

die Gesamtweltcupwertung. Zudem wurde Faivre bereits zum

24


Jorinde Müller

Skicross

«Glück haben und es auf die Hörner nehmen»

– gemäss diesem Motto fuhr Jorinde

Müller an der Freestyle-WM in Oslo

überraschend auf den vierten Rang. Das bisherige Bestresultat

der Walliserin war ein siebter Platz auf der Olympiastrecke

in Sotschi – wenn das kein gutes Omen ist. Faszinierend

am Skicross findet Jorinde, dass es während eines

Rennens immer wieder neue, überraschende Situationen

gibt. Dabei kann sie ihre Stärke («an die Grenzen gehen, sie

aber auch akzeptieren») voll ausspielen. Auf jeden Fall hat

die 19-Jährige eine tolle Saison hinter sich und ist auf dem

besten Weg, ihrem sportlichen Ziel näher zu kommen: Zu

den besten Skicrosserinnen der Welt zu gehören. Als Vorbilder

bezeichnet die diesjährige Gesamteuropacupgewinnerin

ihre Teamkolleginnen, von denen Jorinde noch viel lernen

könne.

zweiten Mal zur Halfpipe-Weltmeisterin gekürt. Der 17-jährige

Freeskier Kai Mahler sicherte sich an der prestigeträchtigen

Dew Tour in Breckenridge den Sieg im Big Air Contest und

doppelte an den Winter X-Games in Aspen mit dem zweiten

Platz im Big Air gleich nach. Elias Ambühl landete an den X-

Games hinter Mahler auf dem dritten Rang. Leider zog sich

Mahler beim X-Games-Finale einen Kreuzbandriss zu, weswegen

er die Saison frühzeitig beenden musste.

Swiss Freeski Open

Die Schweizer Freeski-Stars sowie zahlreiche vielversprechende

Nachwuchstalente konnten sich auch heuer wieder an

den Swiss Freeski Open auf nationalem Terrain untereinander

messen. Gerade im Hinblick auf Sotschi ist es überaus erfreulich

zu sehen, wie das Niveau der Athleten stetig ansteigt. So

konnten an den vier Events in Les Diablerets-Gstaad (Slopestyle),

Davos (Big Air und Halfpipe), Les Crosets (Slopestyle)

und Laax (Schweizer Meisterschaft Slopestyle) nicht nur stylische

und damit szenenkonforme Runs bestaunt werden, sondern

auch ein breites Spektrum an Sprüngen mit hohem

Schwierigkeitsgrad.

Die Swiss Freeski Open waren auch in der vergangenen Saison

ein Erfolg auf der ganzen Linie: Sie gehören als Goldevents der

Swisscom Freeski Tour zu den wichtigsten nationalen Freeski

Beim ersten FIS Slopestyle Ski Weltcup auf Schweizer Boden

gab es mit Fabian Bösch einen Überraschungs-Podestplatz.

Der erst 15-jährige Engelberger wurde bei seinem Weltcupdebüt

auf dem Corvatsch überraschend Dritter und schloss in

der Folge seine Saison im Gesamtweltcupranking auf dem

guten sechsten Platz ab. Zwei weitere Slopestyle-Podestplätze

hatte es bereits zum Saisonauftakt gegeben: Eveline Bhend

wurde in Ushuaia Zweite, Jonas Hunziker Dritter.

Nachdem bereits bei der Elite der WM-Titel mit Virginie Faivre

an eine Swiss-Ski-Athletin ging, konnte mit Nina Ragettli auch

bei den Juniorinnen eine Schweizerin den Titel abräumen. Die

20-jährige Bündnerin erzielt damit ihr Karrierebestresultat.

Zwar fiel sie im Weltcup bereits mit Top-10-Resultaten auf,

konnte aber bisher noch nie aufs Podest steigen. Auch für ihren

17-jährigen Teamkollegen Frederick Iliano bedeutet die

Bronzemedaille an der Junioren-WM das beste Resultat seiner

noch jungen Karriere.

Doppelte Freude: Virginie Faivre gewinnt nicht nur den Gesamtweltcup,

sondern auch WM-Gold in der Halfpipe.

Foto: Keystone

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LEISTUNGSSPORT ✚ FREESTYLE

Events und schaffen es, die gesamte Schweizer Freeski Community

vom kleinsten Knirps bis hin zu den Swiss-Ski-Kader-

Athleten zusammenzubringen.

Audi Skicross Tour und Parks

Mit Audi konnte auf diese Saison hin ein neuer starker Partner

für die im Jahr 2009 lancierte Skicross Tour und die Skicross

Parks gewonnen werden. Im vergangenen Jahr wurden wiederum

während zehn Renntagen, verteilt auf fünf Wochenende,

Europacup-, FIS- und Openrennen für die Skicross-Elite,

ambitionierte Skifahrer und Plauschfahrer organisiert. Flankiert

wird die Skicross Tour von den Skicross Parks: Zehn fixe

Skicross-Trainingspisten bieten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

eine spannende Alternative zum regulären Skifahren

auf der Piste. Zudem werden die Skicross Parks von

Schweizer und ausländischen Skicross-Teams zu Trainingszwecken

genutzt. Auf sieben Parks wurden diese Saison überdies

die Skicross-Kids-Tour-Rennen durchgeführt.

Aerials: Tanja Schärer sorgt für die Saison-Highlights

Klares Highlight der Weltcupsaison waren die beiden Podestplätze

von Tanja Schärer: Die 23-jährige Urdorferin erreichte

sowohl bei der Olympiahauptprobe in Sotschi als auch in Bukovel

den dritten Platz. Keine Podestplätze gab es für das

Weltcup-Männerteam. Thomas Lambert, Andreas Isoz und

Christopher Lambert sorgten aber für fünf Top-8-Plätze. Renato

Ulrich musste leider auf die Saison verzichten, da er noch

immer an den Spätfolgen einer Hirnerschütterung leidet.

Die Weltmeisterschaft in Voss schlossen Tanja Schärer und

Christopher Lambert beide auf dem siebten Platz ab.

Unter der Leitung von Nachwuchstrainerin Manuela Müller

durfte das Junioren-Team der Aerials Airolo den ganzen Winter

als Trainingsbasis nutzen. Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit

mit Airolo und den guten Wettervoraussetzungen

konnten die Junioren unter Topbedingungen so viele

Sprünge absolvieren, wie schon lange in keinem Winter mehr.

Höhenflug: Tanja Schärer (hier in Lake Placid) gelang in der vergangenen

Saison zweimal der Sprung aufs Weltcuppodest. Foto: Keystone

Als Abschluss der Trainingseinheiten fanden in Airolo zwei Europacupwettkämpfe

und die Schweizer-Meisterschaften statt.

Im italienischen Valmalenco gewann der Aargauer Dimitri Isler

den letzten Europacup der Saison und damit auch die Gesamtwertung

im Europacup der Aerials.

Moguls: Vielversprechende Nachwuchstalente

Das Buckelpisten-Team bewies auch in der vergangenen Saison,

dass sich die bisherige Nachwuchsarbeit bezahlt macht

und einige vielversprechende Talente heranreifen. Insbeson-

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Fabian Bösch

Freeski

Never give up to find a way – ob es dieses

Motto war, das den erst 15 Jahre jungen

Fabian Bösch gleich bei seinem

Weltcupdebüt auf das Podest führte? Denn beim Weltcup-

Slopestyle in Silvaplana wurde das Freeski-Talent, dessen

Vorbilder Kai Mahler und Till Matti sind, sensationell Dritter.

Zuvor galt der Engelberger, der erst seit zwei Jahren intensiv

Freeski fährt, als hoffnungsvolles Talent im alpinen

Skisport. Als Geheimnis für seinen Erfolg nennt der heute

16-Jährige eine rasche Auffassungsgabe, gute koordinative

Fähigkeiten und sein schnelles Umsetzungsvermögen. Fabian

träumt davon, später einmal seinen Lebensunterhalt

mit Freeski zu verdienen. Ebenso wichtig wie die sportlichen

Erfolge sind Fabian aber auch seine Gesundheit, und

dass er weiterhin viel Spass hat an dem, was er macht.

Zukunftshoffnung: Nicole Gasparini fuhr an der Junioren-WM zweimal in die Top 10 und ist damit ein Versprechen für die Zukunft.

Foto: Nicola Demaldi

dere die seit drei Jahren aktive Buckelpistenfahrerin Nicole

Gasparini erweist sich immer mehr als grosse Nachwuchshoffnung.

Den Gesamteuropacup schloss die Tessinerin auf dem

dritten Platz ab, und an der Junioren-Weltmeisterschaft in Valmalenco

erreichte sie mit dem achten (Moguls) und neunten

Platz (Dual Moguls) zwei Top-10-Resultate. Mit ihren 16 Jahren

darf Gasparini noch weitere vier Jahre an der Junioren-WM antreten

und ist für die Zukunft die grosse Medaillenhoffnung. Der

beste Schweizer Buckelpisten-Athlet, Marco Tadé, startete zum

ersten Mal im Weltcup und erreichte bereits ein Top-20-Resultat.

An der Junioren-WM erreichte er in der Disziplin Dual Moguls

den starken sechsten Platz. Auch im erst 17-jährigen Tadé

steckt noch viel Potenzial, welches es in den nächsten Junioren-Jahren

auszuschöpfen gilt.

27


LEISTUNGSSPORT ✚ SNOWBOARD

Snowboard

Swiss-Snowboard kann auf eine ereignis- und erfolgreiche

Saison 2012/13 zurückblicken. Von Gesamtweltcupsieg

über WM-Gold und Heimspektakel bis hin zu serienweise

erfolgreichen Junioren: Die Schweizer Snowboarder

wussten an allen Fronten zu überzeugen. Swiss-Snowboard

ist im Fahrplan für die Olympischen Winterspiele

2014 in Sotschi, welche bereits ihren langen Schatten

vorauswerfen.

Freestyle: Gold und Konstanz, Rücktritt und

Ausblick

Iouri Podladtchikov hat in diesem Jahr etwas geschafft, was

noch keinem Snowboarder vor ihm gelungen ist: Mit seinem

Sieg in der Halfpipe von Stoneham kürte er sich zum ersten

Weltmeister beider Verbände (FIS und TTR). Die zweite

Schweizer WM-Medaille holte sich Sina Candrian mit Silber

im Slopestyle. Als Vierter nur knapp eine Medaille verpasst

hat Christian Haller, der erneut eine beeindruckende Konstanz

an den Tag legte und neben der WM auch am US Open sowie

den X-Games in Aspen und Tignes stets unter den Top 10 klassiert

war. Besonders hervorzuheben sind auch die beiden

zweiten Plätze von Iouri Podladtchikov an der Olympia-

Hauptprobe in Sotschi sowie am Burton European Open (6*

WST) in Laax. Am zweiten grossen WST-Event in der Schweiz

– dem O’Neill Evolution in Davos – gab es mit Jan Scherrer

und der erst 17-jährigen Verena Rohrer gleich zwei Schweizer

Siege in der Halfpipe. Am selben Ort verabschiedete sich eine

grosse Figur der Schweizer Snowboardszene von der weissen

Bühne: Gian Simmen, Olympiagoldmedaillengewinner in der

Halfpipe von Nagano 1998, bestritt in Davos den letzten

Wettkampf seiner langen und erfolgreichen Karriere.

Im späteren Verlauf der Saison schockte Iouri Podladtchikov

noch einmal seine Konkurrenz: An den X-Games in Tignes landete

er als erster Snowboarder überhaupt einen «switch double

cork 1440» und setzt damit hinsichtlich Sotschi 2014 seine

Gegner mächtig unter Druck. Um perfekt auf die Olympischen

Spiele vorbereitet zu sein, trainierte das Schweizer Pro Team

noch im April auf der eigens dafür nachgebauten Olympia-

Unwiderstehlich: Iouri Podladtchikov gewinnt an der WM in Stoneham

Gold in der Halfpipe...

Foto: EPA

...und ist damit Halfpipe-Weltmeister beider Verbände (FIS und TTR).

Foto: EPA

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Verena Rohrer

Snowboard

Snowboard-Rookie Verena Rohrer hat einen

super Winter hinter sich. Ihr grösster

Erfolg war sicherlich der zweite Platz in

der Halfpipe an der Snowboard-Junioren-WM in der Türkei.

Ebenso gefreut hat sich die 17-Jährige aus Sattel , die seit

2006 Snowboard fährt, darüber, dass sie in der vergangenen

Saison erstmals an einem Contest einen Frontside 720 gestanden

hat. Die diesjährige Gewinnerin des 5Star O’Neill

Evolution Halfpipe Contest in Davos träumt davon, auf Hawaii

surfen zu lernen. Grundsätzlich ist die begeisterte Skaterin

immer easy drauf – bloss dann nicht, wenn es auf den

Berg geht: «Wenn wir Schneetraining haben, will ich immer

möglichst schnell auf den Berg und bin deshalb meistens

überpünktlich. Wenn dann jemand nur schon eine Minute

zu spät kommt, nerve ich mich riesig...»

Pipe auf dem Corvatsch. Die dabei erlernten Tricks sollen den

Schweizer Snowboardern in Sotschi zu weiteren Höhenflügen

verhelfen.

Snowboardcross: Gelungener Saisonauftakt und

Sotschi 2014 vor den Augen

Gleich zu Beginn des neuen Winters liessen die Schweizer

Snowboardcrosser im Weltcup aufhorchen: Die grosse Nachwuchshoffnung

Tim Watter erreichte mit dem fünften Platz in

Montafon sein bestes Karriereresultat; und auch Simona Meiler

(Vierte in Telluride und Siebte in Montafon) sowie Emilie

Aubry (Fünfte in Telluride) gaben für den weiteren Saisonverlauf

Anlass für Zuversicht. Die Zuversicht währte leider nicht

lange: An den Weltmeisterschaften in Stoneham blieb das

gesamte Schweizer Team medaillenlos, und auch am Heimweltcup

in Arosa wurden die Snowboardcrosser klar unter

ihrem Wert geschlagen. Immerhin meldete sich Simona

Meiler zum Saisonabschluss mit zwei weiteren Top-

10-Plätzen wieder zurück in die erweiterte Weltspitze.

An den Olympischen Spielen im nächsten Jahr darf man

den Schweizer Snowboardcrossern durchaus einen Exploit

zutrauen. Bei kaum einem anderen Team spürt man bereits

jetzt schon eine derart grosse Fokussierung und Konzentration

auf das Grossereignis in Sotschi, wie in der Equipe

von Nationalcoach Harald Benselin.

Alpin: Sorgenfrei dank Kummer

Der zweite Gesamtweltcupsieg in Serie von Patrizia

Kummer ist zweifellos das Highlight der Schweizer Alpin-

Snowboarder in der vergangenen Saison. Mit einer erneut

beeindruckenden Konstanz konnte die 25-jährige

Oberwalliserin ihren Triumph vom Vorjahr wiederholen

und sich zusätzlich die kleine Kristallkugel für die Disziplinenwertung

im Parallel-Slalom (PSL) sichern. Zudem

«Serientäterin»: Patrizia Kummer gewinnt zum wiederholten Mal den

Gesamtweltcup in der Disziplin Snowboard alpin.

Foto: FIS

29


LEISTUNGSSPORT ✚ SNOWBOARD

Doppelte Freude: Lucien Koch und Verena Rohrer gewinnen an der Junioren-WM

in Erzurum mit Silber und Bronze in der Halfpipe die Medaillen

Nummer fünf und sechs für Swiss-Snowboard. Foto: Denis Giger

gewann Kummer am letzten Tag mit Silber im PSL die

dritte WM-Medaille für die Schweiz. Nevin Galmarini

(Zweiter in Moskau) und Philipp Schoch (Dritter in La Molina)

sorgten für die zwei Schweizer Weltcuppodestplätze

bei den Männern. Total 20 Top-10-Klassierungen in

der Weltcupsaison 2012/13 zeugen von einer starken

Teamleistung. Mit mehreren potenziellen Podestfahrern

sowohl bei den Männern wie auch bei den Frauen gelten

die Schweizer Alpin-Snowboarder denn auch als aussichtsreiche

Medaillenkandidaten für Sotschi 2014.

Junioren-WM:

Zum dritten Mal in Folge beste Nation

Ein weiteres Indiz dafür, dass im Schweizer Snowboard-

Nachwuchsbereich hervorragend gearbeitet wird, zeigt die

Tatsache, dass die Schweiz an der diesjährigen Junioren-

WM in Erzurum erneut mit der Marc Hodler Trophy ausgezeichnet

wurde und damit zum dritten Mal in Serie den

Preis für die beste Teamleistung erhalten hat. Insgesamt

Spektakuläre Bilder beim Junior Open Laax der Audi Snowboard Series.

Foto: Claudio Casanova

gewann die Delegation, angeführt vom Nachwuchsverantwortlichen

Denis Giger, sechs Medaillen (WM-Silber: Verena

Rohrer/Halfpipe und Lucien Koch/Slopestyle; WM-

Bronze: Jérôme Lymann/Snowboardcross, Lucien Koch/

Halfpipe, Celia Petrig und Jonas Bösiger/beide Slopestyle).

Neben dem Erfolg an der Junioren-WM wurde Jonas Bösiger

von der World Snowboard Federation WSF zudem als

erster Schweizer zum «World Rookie Champ 2013» gewählt.

Lea Djukic und Celia Petrig aus dem Swiss Snowboard

Girls Team belegten am selben Contest die Plätze

zwei und drei bei den Frauen.

Audi Snowboard Series: Steigende Teilnehmerzahlen

bei jungen Snowboardern

Im Rahmen der Audi Snowboard Series 2012/13 wurden 17

Events mit total 30 Wettkampftagen in der ganzen Schweiz

durchgeführt, davon je sechs in den Disziplinen Freestyle und

Snowboardcross sowie fünf im Alpin-Snowboard. Insgesamt

30


Jérôme Lymann

Snowboardcross

Jérôme Lymanns‘ Traum ist es, eines Tages

von seinem Sport zu leben. Der zielstrebige

Nachwuchs-Snowboarder ist auf

dem besten Weg dahin: An der Junioren-WM in Erzurum

gewann der 17-jährige St. Galler die Bronze-Medaille, nachdem

er bereits am European Youth Olympic Games Gold

gewonnen hatte. Faszinierend an seiner Sportart findet die

Ostschweizer Boardercrosshoffnung, dass es eine sehr abwechslungsreiche

und taktische Sportart ist, in der es bisweilen

hart zugehe, aber gleichzeitig auch Köpfchen gefordert

sei. Fasziniert ist das Nachwuchstalent auch von der

Zielstrebigkeit von Markus Schairer, SBX-Weltmeister 2009

und sein sportliches Vorbild. Neben dem Sport sind Jérôme

Freunde und Familie sehr wichtig: «Mit meinen drei Brüdern

ist Langeweile nie ein Thema. Da ist immer etwas los.»

starteten auch in diesem Jahr wiederum knapp 2‘000 Teilnehmer

an einem der Tourstopps. Besonders in der jüngsten Kategorie

U13 ist erfreulicherweise wieder ein Aufwärtstrend mit

einem vermehrten Zulauf an Snowboardern festzustellen.

Audi Headhunt Days

Einen ersten Zugang zum Snowboarden erhielten knapp 100

Kids an den sogenannten Audi Headhunt Days, den Talentsichtungstagen

von Swiss-Snowboard. Die drei aktuellen bzw.

ehemaligen Snowboardstars Nadja Purtschert, Sandra Frei

und Fränzi Mägert-Kohli besuchten die Schweizer Snowboarder

von morgen und gaben ihnen Tipps und Tricks für ihre

weitere Snowboardzukunft mit auf den Weg.

Im Aufwärtstrend: Die Audi Snowboard Series ist vor allem bei den jüngsten

Snowboardern voll im Trend. Hier im Bild Basil Hürlimann bei einem

Backside 540°.

Foto: Theo Klingele

Strahlende Gesichter beim Slopestyle Open Glacier 3000-Abschlussevent der Audi Snowboard Series.

Foto: Swiss-Snowboard

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LEISTUNGSSPORT ✚ TELEMARK

Telemark

Unbestrittener Höhepunkt der vergangenen Saison war für

das Schweizer Telemark-Team die Telemark-WM im spanischen

Espot, von welcher die Swiss-Ski-Athleten mit nicht

weniger als sechs Medaillen zurückkehrten. Besonders gefreut

hat sich das Team über ihr WM-Gold im erstmals ausgetragenen

Team-Event: Amélie Reymond, Bastien Dayer und

Reto Niederberger setzten sich dabei im Final gegen die Telemark-Nation

Norwegen durch und dürfen sich somit erste

Team-Weltmeister in der Geschichte des Telemarks nennen.

Dass die Schweizer über ein starkes Team verfügen, und insbesondere

über einen ausgezeichneten Team-Spirit, ist den

anderen Nationen aber auch ohne WM-Gold schon längst aufgefallen.

Weltcupsaison mit zwei fünften und zwei zehnten Plätzen als

vielversprechende Nachwuchshoffnung.

Zum Rücktritt entschlossen hat sich Sandrine Meyer. Die

31-jährige Genferin hielt sich seit Beginn ihrer Telemark-Weltcupkarriere

2008 fünf Jahre lang an der Weltspitze und erreichte

nicht weniger als 42 Weltcup- und fünf WM-Podestplätze.

Amélie Reymond, die grosse Dominatorin der vergangenen

Jahre, kann erneut auf eine fantastische Saison zurückblicken:

Sie schloss die Saison mit zehn Podestplätzen ab, was ihr den

zweiten Platz im Gesamtweltcupranking über alle Disziplinen

bescherte. In der Königsdisziplin Classic landete sie im Gesamtweltcup

auf dem ersten Platz und durfte dafür eine kleine

Kristallkugel entgegennehmen. An der Telemark-WM gewann

die vierfache Gesamtweltcupsiegerin zudem vier

Medaillen (zweimal Gold, zweimal Silber).

Sehr erfolgreich war auch Bastien Dayer: Er konnte im Weltcup

drei Mal aufs Podest steigen und von der Weltmeisterschaft

einen ganzen Satz Medaillen (Gold, Silber und Bronze)

mit nach Hause nehmen. Nicolas Michel, der seit letzter Saison

zum A-Kader gehört, fuhr im Weltcup gleich fünf Mal in

die Top 10. An der Junioren-WM in Les Houches/Chamonix

gewann der 18-jährige Walliser zudem die Bronzemedaille in

der Disziplin Classic.

Ebenfalls erfreulich waren die Ergebnisse der neuen Athleten

im Team: Simone Oehrli erreichte in ihrer erster Weltcupsaison

gleich sechs Top-5-Plätze, und an der WM fuhr sie dreimal

in die Top 10. Auch Sandra Fuhrer erwies sich in ihrer ersten

Gelungene Premiere: Bastien Dayer, Amélie Reymond und Reto Niederberger

gewinnen beim erstmals ausgetragenen Team-Event an der Telemark-WM

in Espot die Goldmedaille, Norwegen und Schweden bleiben

die Ehrenplätze.

Foto: Swiss-Ski

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KOMMUNIKATION UND KWO ✚

Nicolas Michel

Telemark

«Don‘t wish for it, work for it.» So lautet

das Lebensmotto von Nicolas Michel.

Der 18-jährige A-Kader-Athlet aus der

Romandie erreichte diese Saison als bislang bestes Resultat

seiner Karriere den fünften Rang in Rauris. Am meisten

hat ihn aber gefreut, dass er an den Junioren-Weltmeisterschaften

in Chamonix eine Bronzemedaille gewonnen hat.

Warum er sich ausgerechnet für das Telemarkfahren entschieden

hat? «Die Disziplin hat von allem etwas dabei.

Man muss sowohl physisch, technisch aber auch taktisch

stark sein.» Apropos Stärke: Diese liegt ganz klar in der

Technik. Ausserdem ist Nicolas auch mental jeder Herausforderung

gewachsen. Sportlich möchte Nicolas nicht weniger

als Gesamtweltcupsieger und Olympia-Champ werden,

Letzteres, sobald die Disziplin Telemark ins olympische

Programm aufgenommen wird.

Kommunikation

KWO

Kommunikation und Medien

Swiss-Ski ist ein Sportverband, der vor allem während der Wintermonate

enorm im Fokus der Öffentlichkeit und der Medien steht.

Unabhängig von den effektiven Resultaten ist das Interesse an

unseren Sportlern und Teams sehr gross. Entsprechend sind wir

gefordert, Informationen bereitzustellen, aktuell zu halten und

Anfragen zu beantworten. Der Trend geht dabei klar in Richtung

elektronische Medien. So registrierten wir auf der Website von

Swiss-Ski im vergangenen Jahr knapp 1,3 Millionen Besucher,

welche 3,7 Millionen Seiten aufgerufen haben – ein Plus von ca.

12% gegenüber dem Vorjahr. Die grössten Klickzahlen erreichen

dabei News mit den Kaderselektionen, Berichte zu den Nachwuchsserien

von Swiss-Ski sowie in den Sommermonaten die

Berichte aus den verschiedenen Trainingslagern. Auch auf den

Social-Media-Kanälen, welche von Swiss-Ski betreut werden,

konnten wir deutlich mehr Interessierte verzeichnen. Allein über

Facebook erreichten wir zu Spitzenzeiten bis zu 100‘000 User pro

Woche, wobei die grösste Gruppe, das «Swiss Alpine Ski Team»,

über 35‘000 Likes aufweist. Dennoch ist es uns ein Anliegen,

klassische Medien, wie beispielsweise unsere Verbandszeitschrift

«Snowactive», welche eine Reichweite von rund 200‘000 Lesern

hat, nicht zu vernachlässigen.

Erstmals wurde der Teamguide nicht mehr in gedruckter Form

publiziert. Die Informationen zu allen Athleten sind mittlerweile

online verfügbar und werden laufend aktualisiert, was bei einem

gedruckten Buch nicht möglich ist. Auch wenn der Teamguide

ein begehrtes Sammler- und Fanobjekt war, stand der Aufwand

für die Produktion in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag – zumal

sich die Medien ohnehin praktisch nur noch online informieren.

In den Schweizer Printmedien findet der Schneesport trotz

Personalabbau auf Redaktionen und dem Verschwinden von

kleineren Titeln nach wie vor eine grosse Resonanz. Allein in

den 35 auflagestärksten Zeitungen erschienen in den Wintermonaten

November bis März knapp 6‘000 redaktionelle Beiträge.

Kommission für Wettkampforganisation KWO

Wenn ein Skirennen in der Schweiz erfolgreich über die Bühne

geht, ist das nicht zuletzt der Kommission für Wettkampforganisation

KWO zu verdanken: Sie organisiert das nationale Rennwesen

von Swiss-Ski von A bis Z. Im Fokus der KWO stand in der

Saison 2012/13 insbesondere das Lizenzwesen. Denn neu gilt

die Lizenzpflicht auch bei alpinen Regionalrennen. Zum einen

gewährleistet diese Neuerung Transparenz betreffend die Athleten;

zum anderen fällt das Versicherungswesen nun in die Eigenverantwortung

der Athleten. Ein weiteres Ziel in der Saison

2012/13 war, die Qualität der Wettkämpfe zu verbessern. Das

bedingt einerseits, dass die Technischen Delegierten TD und die

Zeitnehmer resp. Auswerter noch besser ausgebildet werden.

Andererseits ist es nötig, dass die TDs als neutrale Berater und

Vermittler die Qualitätssicherung garantieren. Sie fungieren somit

in erster Linie als Qualitätsmanager, die beispielsweise das

Wirkungsgefüge zwischen Athleten, Veranstaltern und Swiss-

Ski verständlich machen und damit die Kooperation fördern.

Apropos Kooperation: Die Zusammenarbeit zwischen TDs, Organisatoren,

Zeitnehmern und Swiss-Ski beschreibt die KWO

als sehr lobenswert. Bester Beweis sind unter anderem die

Punktelisten, die jeweils spätestens 24 Stunden nach dem letzten

wertbaren Rennen online zur Verfügung standen.

Mit der Unterstützung und hervorragenden Arbeit von Wettkampffunktionären

und Veranstaltern sollen auch in der kommenden

Saison alle Wettkämpfe reibungslos über die Bühne

gehen. Betreffend Langlauf und Biathlon verfolgt die KWO den

Plan, die Disziplinen noch näher zusammenzuführen. Das bedeutet,

dass Koordinationsabläufe verbessert werden und die

bilaterale Kommunikation transparenter ablaufen muss. Als

langfristiges Ziel wünscht sich die KWO, künftig gemeinsame

Schweizer Meisterschaften Langlauf und Biathlon realisieren zu

können. Ebenfalls ein wichtiges Anliegen ist der KWO die Förderung

des Nachwuchses. Insbesondere durch die Nähe zur

Basis sowie eine differenzierte Qualitätskontrolle will sie ihren

Beitrag an einen starken Nachwuchs leisten.

33


BREITENSPORT ✚

Breitensport

Grand Prix Migros – das grösste Kinderskirennen

Europas

Das Prinzip ist ein altbekanntes: Die schnellsten Skirennfahrer

der 13 Ausscheidungsrennen in allen Winkeln der Schweiz

treten Ende Saison noch einmal zum grossen Finale an. 7‘225

Kinder sind in diesem Winter am grössten Kinderskirennen

Europas gestartet, rund ein Zehntel davon mass sich Ende

März schliesslich bei einem Riesenslalom und einem Combi-

Race auf dem Stoos. Die reibungslose Durchführung der 41.

Saison der Swiss-Ski-Nachwuchsserie war nur dank des Engagements

der Sponsoren Migros, Schweizer Fleisch und Thomy,

des Suppliers Toko und der Skipartner Nordica und Blizzard

möglich. Erneut haben sie gemeinsam mit Swiss-Ski im Village,

welches jeweils während der ganzen Saison Teil des Grand

Prix Migros-Trosses ist, für viel Unterhaltung und leckere Verpflegung

gesorgt.

Erstmals wurden im Rahmen des Grand Prix Migros im Winter

2013 in Brunni-Alpthal (SZ) und am Skilift Horn Ebenalp (AI)

versuchsweise Schnuppertrainings durchgeführt. Sehr zufriedenstellend

war das Ergebnis des Pilotprojekts im Appenzell:

Mit zwei Trainings konnten insgesamt 220 Kinder angelockt

werden. Mit dabei waren auch die ehemalige Skirennfahrerin

Sonja Nef und ihre beiden Töchter.

Rivella Family Contest – ein unschlagbares Angebot

27 Mal hat der Rivella Family Contest in diesem Winter seine

Zelte auf- und wieder abgebaut. 2‘771 schneesportbegeisterte

Familien sind dabei gemeinsam durch die Tore gekurvt –

das sind rund 450 Familien mehr als noch im letzten Jahr. Sie

alle haben von einem unvergesslichen Schneesporttag mit

der ganzen Familie profitiert, inklusive Mittagessen, gemeinsamem

Plauschrennen, Spiel und Spass im Village sowie

Erinnerungs- und Wettbewerbsgeschenken des Titelsponsors

Rivella, des Co-Sponsors Helsana sowie der Partner Schweiz

Tourismus und Reka – und das zum unschlagbaren Preis von

gerade einmal 85 Franken! Zum Erfolg beigetragen hat unter

anderem die Snowboardcross-Olympiasiegerin von 2006, Tan-

Tanja Frieden (Zweite von links), Botschafterin des Rivella Family Contests:

«Das Projekt ist einfach zu gut, als dass ich es nicht unterstützen

möchte.»

Foto: Saeny Blaser

ja Frieden. Als begeisterte Schneesportlerin hat sie sich für die

bessere Bekanntheit des Anlasses eingesetzt und an ausgewählten

Orten als sympathische Stimmungsmacherin gewirkt.

«Spätestens jetzt gibt es keine Entschuldigung mehr,

als Familie nicht mehr Snowboard oder Ski zu fahren! 85 Franken,

alles inklusive: Wo bitte gibts denn das noch?», findet die

offizielle Botschafterin des Rivella Family Contest.

Dass das Familienplauschrennen von Swiss-Ski mittlerweile

auf eine lange Tradition zurückblicken kann, beweisen die drei

Jubiläen, welche es im vergangenen Winter zu feiern gab:

Wildhaus, Leysin und Sörenberg führten jeweils zum 30. Mal

einen Family Contest durch und sind somit die drei Pioniere

des Traditionsanlasses.

Juskila – neue Gesichter, altbewährte Geschichte

Das 72. Juskila war das erste Lager unter der Leitung des neuen

Lagerleiters Rolf Kaufmann und der neuen Projektleiterin

Tanja Aegerter. 600 Teenager aus der ganzen Schweiz oder

sogar im Ausland lebende Schweizer erlebten an der Lenk,

was Tausenden Schweizern vor ihnen auch schon zuteil wurde:

Unzählige fröhliche Stunden im Schnee wurden zugebracht,

neue Freundschaften geschlossen, Horizonte erwei-

34


Mélanie Meillard

Ski alpin

Mélanie Meillard ist die überragende

Gewinnerin des Ochsner Sport Jugend

Cup 2012/13. Von insgesamt acht Rennen

hat sie deren sechs gewonnen und damit das Punktemaximum

von 600 Punkten erreicht. Ausserdem hat die

14-jährige Walliserin an den internationalen Jugendrennen

«Pinocchio» in Italien, notabene die inoffizielle Ski-WM für

Jugendliche, im Slalom den ersten und im Riesenslalom

den zweiten Platz erreicht. Mélanie liebt es, das ganze Jahr

mit ihren Trainern und ihren besten Freunden auf den

Skiern zu stehen, sei das auf der Piste oder «hors piste».

Falls Mélanie mal nicht auf den Skiern anzutreffen ist, so

ist sie entweder mit dem Bike unterwegs oder beim Klettern

irgendwo in den Bergen – oder beim Shoppen mit ihren

Freunden.

tert und persönliche Grenzen verschoben. Welches Lied hätte

da besser als Lagersong gepasst als «This is my time», mit

welchem der Schweizer Popsänger Jesse Ritch das Lager an

der Eröffnungsfeier offiziell eröffnete. Als Hauptsponsoren

waren erneut Migros und Schweizer Fleisch, als Co-Sponsoren

Kessler, KUSPO Lenk und Swisscom mit von der Partie.

Die Veranstaltungen der Helvetia Nordic Trophy sollen einerseits Ansporn

für hochgesteckte Ziele sein, andererseits kleine Sportfeste, die

den Spass an den nordischen Disziplinen vermitteln und auch für weniger

ambitionierte Sportler offen sind.

Foto: Edi Zihlmann

Helvetia Nordic Trophy – Gradmesser für die jungen

Nordischen

Die grösste nationale Wettkampfserie der nordischen Disziplinen

hat ihre 18. Saison hinter sich. Dabei durfte sie auf viel

Engagement der Skiclubs, aber auch auf die treue Unterstützung

von Hauptsponsor Helvetia sowie des Co-Sponsors Fischer

zählen. Die Teilnehmerzahlen sind mit insgesamt 1‘071

Teilnehmern an den vier Langlauf-Rennen (je eine Austragung

in Davos und Evolène, sowie die U14/U16-Schweizer-Meisterschaften

in Wald am Bachtel und die Helvetia Nordic Games

an der Lenk) und 1‘129 Starts an den acht Skisprung-Wettkämpfen

(in Einsiedeln, Gibswil (2x), St. Moritz (2x), Marbach,

Les Tuffes und Chaux-Neuve) stabil. Nach wie vor ist die Nachwuchstour

für die jungen Talente ein wichtiger Gradmesser

auf nationaler Ebene. Schon Dario Cologna und Simon Ammann

haben als junge Athleten an der Helvetia Nordic Trophy

ihre ersten Erfolge erzielt. Wer weiss, vielleicht tritt in ein paar

Jahren ein heutiger Helvetia-Nordic-Trophy-Teilnehmer in ihre

Fussstapfen?

Schneespasstage – Stadtkinder auf die Pisten

Dass Skifahren in der Skination Schweiz keine Selbstverständlichkeit

(mehr) darstellt, ist längst kein Geheimnis mehr. Dem

hält Swiss-Ski dagegen und lancierte vor zehn Jahren mit der

Stadt Olten die Schneespasstage. Im Januar 2013 wurde

2‘651 Kindern – das sind gut 500 mehr als im vergangenen

Jahr –, aus sieben Schweizer Städten zu einem Schnäppchenpreis

ein Schneesporterlebnis ermöglicht. Rund die Hälfte der

Kinder besass kein eigenes Material und konnte von kostengünstig

zur Verfügung gestelltem Mietmaterial profitieren.

Betreut wurden die Kids von professionellen Ski- und Snowboardlehrern

sowie Helfern der Skiclubs. Neben St. Gallen,

Thun, Bern, Basel, Fribourg und Olten waren in diesem Jahr

zum ersten Mal auch Zürich und die Berner Gemeinde Köniz

dabei. In Zusammenarbeit mit den Schulämtern, den lokalen

Skiclubs, sowie den Seilbahnen, Restaurationsbetrieben und

Sportgeschäften aus den Regionen konnte Swiss-Ski insgesamt

31 Schneesporttage anbieten.

Um dem Projekt eine grössere Nachhaltigkeit zu verleihen,

wurde den jungen Teilnehmern im Anschluss an den Schneespasstag

zum ersten Mal ein Couvert mit Bons und Gutscheinen

zugestellt, welche zum Bezug einer vergünstigten Tageskarte,

einer vergünstigten Schneesportlektion bei einer

Schweizer Ski- und Snowboardschule und von vergünstigtem

Mietmaterial in einem Sportfachgeschäft berechtigen.

Dario Cologna Fun Parcours – Ziel erreicht

Das Ziel war hoch gesteckt: 10‘000 Schulkinder sollten in diesem

Winter am Dario Cologna Fun Parcours teilnehmen und

dabei von einer kostenlosten Langlauflektion und zur Verfü-

35


BREITENSPORT ✚

500 mehr als bei der Erstausgabe. Die besten der sieben regionalen

Austragungsorte durften Mitte September beim

grossen Finale in Horw/Luzern noch einmal gegeneinander

antreten. Mittels acht kreativen Disziplinen wie zum Beispiel

dem Schweizer Fleisch Power Parcours, Garretten- oder Miniscooter-Stafetten,

Slackline, Bob-Anstossen, Skilaufen oder

gar Autoschiebwettkämpfen, bei denen viel Teamgeist, aber

auch Geschicklichkeit und Koordination gefordert waren, wurden

die Saisonsieger ermittelt. Die Nachwuchsserie wird von

Swiss-Ski in Zusammenarbeit mit dem Titelsponsor Schweizer

Fleisch und mit der Unterstützung der Stiftung Breitensport

durchgeführt.

Den Gewinnerklassen des Swisscom Sprints winkte ein üppiger Klassenkassen-Zustupf

von 700 Franken sowie ein Erlebnistag mit dem Langlaufstar

Dario Cologna.

Foto: Swiss-Ski

gung gestelltem Material profitieren. Das Schlussresultat

kann sich sehen lassen: In der dritten Saison sind bereits

9‘700 Kinder an 19 verschiedenen Standorten in den Genuss

des Langlaufprojekts gekommen. Neben dem Spieltrieb konnten

die Kinder zum Schluss der Lektion jeweils auch ihren

Wettkampfgeist ausleben. An jedem Austragungsort wurde

der Swisscom Sprint durchgeführt, bei welchem es in 10er-

Teams einen exakt abgemessenen Parcours zu absolvieren

galt. Insgesamt 265 Schulklassen haben sich schliesslich in

drei Kategorien (1. bis 3. Klasse, 4. bis 6. Klasse, 7. bis 9. Klasse)

beim Swisscom Sprint gemessen.

Schweizer Fleisch Summer Trophy – Sommerspass

für Wintersportler

Rund 2‘000 junge Teilnehmer zwischen sieben und 15 Jahren

haben sich bei der zweiten Austragung der Schweizer Fleisch

Summer Trophy in 5er-Teams gemessen – das sind bereits

Swisscom Nordic Days – Langlauf im Aufwärtstrend

Knapp 3‘300 Teilnehmer lockte die zwölfte Austragung der

Swisscom Nordic Days in diesem Winter auf die Langlaufloipen.

Die 16 Swisscom Nordic Days in der ganzen Schweiz wurden

von vielen Loipenorganisationen zugleich als Plattform

zur Promotion für einen regionalen Langlauf-Schnuppertag

genutzt, was zusätzlich rund 1‘700 Teilnehmer generierte.

Gemäss einer Umfrage von Hauptsponsor Swisscom hat der

Swisscom Nordic Day 99 Prozent der Teilnehmer gefallen –

genauso viele gaben an, weiterhin Langlauf betreiben zu wollen.

70 Prozent der Teilnehmer waren zuvor noch nie an einem

Swisscom Nordic Day. Fazit: Das Publikum ist jünger

geworden, Langlauf ist heute auch Lifestyle, sanfter Naturgenuss,

Fitness und Entschleunigung.

Swiss Loppet – die zehn Klassiker

Die Swiss-Loppet-Serie vereint die zehn grössten Schweizer

Volkslangläufe: Attraverso Campra, der Planoiras Volkslanglauf

in der Lenzerheide, der Rothenthurmer Volksskilauf, der Surselva-Marathon

in Sedrun, der Kandersteger Volksskilauf, der Einsiedler

Skimarathon, der Marathon des Neiges Franco-Suisse in

les Verrières, der Gommerlauf im Obergoms, Mara in les Rasses

sur Ste-Croix und der Engadin Skimarathon. Die Gesamtsieger

der Saison 2013 heissen Margrit Abächerli und Bruno Joller.

36


Lauro Brändli

Langlauf

«Was dich nicht umbringt, macht dich

stärker.» Das ist das Motto von Lauro

Brändli, U16-Schweizer-Meister und Gewinner

der Gesamtwertung der Helvetia Nordic Tour. Das Faszinierende

am Langlauf sei, dass man bei jedem Wetter draussen

ist und richtig gut abschalten kann. Darüber hinaus

würden beim Langlaufen so viele verschiedene Muskeln zum

Einsatz kommen, die ein normal sportlicher Mensch sonst gar

nicht trainieren könne. «Was mich aber auch sehr fasziniert,

ist das Skiwachsen – eine Wissenschaft für sich», meint Lauro.

Nebst dem Sport ist die 16-jährige Langlauf-Nachwuchshoffnung

Mitglied im Minigolfclub Ascona und bestreitet diverse

Turniere, spielt elektrische Gitarre und geht Tauchen. Trotz der

vielen Freizeitbeschäftigungen hat Lauro immer Zeit für seine

Familie. «Meine Familie ist mir sehr wichtig, ebenso der Spass

am Leben und die Freude am Langlauf.»

Tourenwesen – Der Ruf der unberührten Pulverhänge

Jeden Winter zieht es Hunderte von Swiss-Ski-Mitgliedern in

die unerschlossenen Winkel der Schweizer Alpen. Einige

schieben dazu ihre «befellten» Skier ganz traditionell Höhenmeter

für Höhenmeter den Gipfeln entgegen. Immer mehr

bedienen sich dafür der vorhandenen Skilifte oder sogar eines

Helis. Wieder andere erklimmen die Berge vorzugsweise im

Sommer. Wie auch immer: Das Outdoor-Programm von Swiss-

Ski und den Regionalverbänden ist so vielfältig wie nie – und

hat auch in der warmen Jahreszeit mit Hochtouren, Klettersteig-Ausbildungskursen

und sogar mit einer Alpentechnoparty

einiges zu bieten.

Schweizer Meisterschaften qualifiziert, über 100 und somit

knapp ein Drittel haben teilgenommen. Eingeladen waren

sämtliche Podestfahrer der regionalen Riesenslalom-Meisterschaften

sowie alle Fahrer, die mindestens sechs Starts

bei regionalen A- oder B-Rennen vorweisen konnten. Anstoss

für den Aufbau dieser Pionierveranstaltung war das

Fehlen einer namhaften Plattform für die Regionalrennfahrer.

Jährliche Amateur-Schweizer-Meisterschaften sollen

den Rennbetrieb auf regionaler Stufe ankurbeln und den

Fahrern künftig einen würdigen Saisonhöhepunkt bieten.

Masters – wenn das innere Feuer immer noch brennt

Jedes Swiss-Ski-Mitglied, welches das 30. Lebensjahr überschritten

hat und keinem nationalen Kader angehört, kann an

den Masters-Rennen mitmachen. In der Disziplin Langlauf

sind die Masters-Wettkämpfe in die Swiss-Loppet-Veranstaltungen

integriert. Eine 36-köpfige Schweizer Delegation trat

ausserdem unter der Führung des neuen nationalen Direktors

Langlauf, Roland May, am Masters World Cup in Asiago an –

und kehrte mit einer Ausbeute von 14 Medaillen nach Hause

zurück. In der Disziplin Ski alpin stehen den Masters-Athleten

auf nationaler Ebene der Swiss Masters Cup (SMC) sowie auf

internationaler Ebene der FIS Masters Cup (FMC) zur Auswahl.

Der Swiss Masters Cup wird als nationale, alpine Rennserie

unter dem Patronat von Swiss-Ski durchgeführt. Als Krönung

der Skirennsaison der ambitionierten Masters-Fahrer findet

alljährlich das FIS Masters World Criterium statt. Die Schweizer

Delegation der diesjährigen Austragung in Mégève konnte

elf Medaillen für sich erobern.

Alpine Amateur-Schweizer-Meisterschaften –

geglückte Premiere

Zum ersten Mal wurden im Winter 2013 alpine Amateur-

Schweizer-Meisterschaften durchgeführt. Die Premiere in

Andermatt ist geglückt: Rund 340 Fahrer hatten sich für die

Ziel der neu geschaffenen Sommerserie von Swiss-Ski ist es, die Jugendlichen

spielerisch zu einem sinnvollen Sommertraining zu animieren und

so optimal auf eine verletzungsfreie Wintersaison vorzubereiten.

Foto alphafoto

37


FINANZEN ✚

Finanzen

Auch dieses Jahr kann Swiss-Ski ein positives Finanzergebnis

ausweisen: Den Erträgen von CHF 45‘062‘443.92 stehen Ausgaben

von CHF 44‘960‘822.23 gegenüber. Der Ertragsüberschuss

beträgt somit CHF 101‘621.69. Dass im abgelaufenen

Geschäftsjahr trotz reduzierter Leistungsprämien ein positives

Ergebnis erwirtschaftet werden konnte, ist erfreulich. Ebenfalls

erfreulich ist, dass die Aufwände im geplanten Rahmen

gehalten werden konnten. An dieser Stelle sei deshalb primär

den Disziplinenchefs für ihre Budgettreue gedankt. Die Reserven

des Verbandes belaufen sich nach Verbuchung des Überschusses

auf CHF 2‘321‘093.66. Damit verfügt der Verband

über eine gesunde finanzielle Basis und ein Polster für schwierige

Zeiten.

Grosse Ehre: Der 23-jährige Biathlet Benjamin Weger wurde an den Credit Suisse Sports Awards zum Newcomer des Jahres gewählt.

Foto: Photopress

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Bilanz per 30. April 2013

AKTIVEN PER 30.4.13 % PER 30.4.12 %

Umlaufvermögen 3‘389‘544.21 36.5 7’727’729.15 76.9

Flüssige Mittel 791‘552.01 8.5 4’445’153.25 44.3

Wertschriften - - - -

Forderungen 1‘544‘991.20 16.7 2’695’474.90 26.8

Vorräte 1.00 0.0 1.00 0.0

Aktive Rechnungsabgrenzung 1‘053‘000.00 11.3 587’100.00 5.8

Anlagevermögen 5‘007‘768.55 54.0 2’000’003.00 19.9

Mobile Sachanlagen 3.00 0.0 3.00 0.0

Immobile Sachanlagen - - - -

Finanzanlagen 5‘007‘765.55 54.0 2’000’000.00 19.9

Immaterielle Anlagen - - - -

Zweckgebundenes Vermögen 880‘343.54 9.5 320’000.00 3.2

Total Aktiven 9‘277‘656.30 100.0 10’047’732.15 100.0

PASSIVEN

Kurzfristiges Fremdkapital 4‘618‘019.10 49.8 6’438’060.18 64.1

Finanzverbindlichkeiten - - - -

Sonstige Verbindlichkeiten 3‘145‘201.37 33.9 4’209’774.80 41.9

Passive Rechnungsabgrenzung 1‘472‘817.73 15.9 2’228’285.38 22.2

Langfristiges Fremdkapital 1‘458‘200.00 15.7 1’070’200.00 10.7

Finanzverbindlichkeiten - - - -

Sonstige Verbindlichkeiten - - - -

Rückstellungen 1‘458‘200.00 15.7 1’070’200.00 10.7

Fondskapital 880‘343.54 9.5 320’000.00 3.2

Fonds Sicherheitsmaterial 303‘517.36 3.3 - -

Fonds gebildet durch den Verband 576‘826.18 6.2 320’000.00 3.2

Verbandskapital 2‘321‘093.66 25.0 2’219’471.97 22.1

Verbandskapital 2‘219‘471.97 23.9 1’882’145.75 18.7

Jahresergebnis 101‘621.69 1.1 337’326.22 3.4

Total Passiven 9‘277‘656.30 100.0 10’047’732.15 100.0

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FINANZEN ✚

Gesamterfolgsrechnung

1. Mai bis 30. April Details 2012/13 % 2011/12 %

Betrieblicher Erfolg Detail Ertrag 45‘062‘443.92 100.0 41’676’759.28 100.0

Spartenaufwand Spitzensport Spartenrechnung -22‘984‘717.83 -51.0 -20’910’213.67 -50.2

Spartenaufwand

Nachwuchsleistungssport Spartenrechnung -5‘879‘594.01 -13.0 -6’117’336.10 -14.7

Spartenaufwand Breitensport Spartenrechnung -2‘413‘193.62 -5.4 -2’345’733.52 -5.6

Zwischenergebnis I 13‘784‘938.46 30.6 12’303’475.99 29.5

Personalaufwand -2‘680‘644.39 -5.9 -2’298’799.63 -5.5

Reise-, Repräsentationsund

Werbeaufwand -8‘501‘723.73 -18.9 -7’813’992.51 -18.7

Sachaufwand -2‘486‘460.89 -5.5 -1’724’001.83 -4.1

Abschreibungen -11‘660.77 -0.0 -26’722.50 -0.1

Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit 104‘448.68 0.3 439’959.52 1.1

Finanzertrag 27‘132.50 0.0 16’347.25 0.0

Finanzaufwand -10‘813.76 -0.0 -19’812.40 -0.1

Betriebsfremder Ertrag 95‘880.75 0.2 - -

Betriebsfremder Aufwand -111‘720.98 -0.3 -96’110.20 -0.2

Ergebnis vor Steuern 104‘927.19 0.2 340’384.17 0.8

Steuern -3‘305.50 -0.0 -3’057.95 -0.0

Ergebnis vor Fondsergebnis 101‘621.69 0.2 337’326.22 0.8

Fondsergebnis - - - -

Jahresergebnis 101‘621.69 0.2 337’326.22 0.8

Aufwand -44‘960‘822.23 -41’339’433.06

Detail betrieblicher Ertrag

1. Mai bis 30. April 2012/13 % 2011/12 %

Betrieblicher Ertrag 45‘062‘443.92 100.0 41’676’759.28 100.0

Beiträge Mitglieder 2‘538‘159.96 5.6 2’639’719.60 6.3

Beiträge öffentlicher Bereich 1‘201‘798.00 2.7 838’157.96 2.0

Beiträge privatrechtlicher Bereich 3‘468‘737.00 7.6 3’070’084.50 7.3

Beiträge Verbände 484‘480.70 1.1 611’662.00 1.5

Werbeerträge 32‘784‘713.27 72.8 31’172’655.58 74.8

Erträge Gönner 455‘929.90 1.0 444’611.65 1.1

Erträge aus Veranstaltungen 314‘211.32 0.7 356’660.31 0.9

Erträge Aus- und Weiterbildung 174‘066.43 0.4 170’215.01 0.4

Diverse betriebliche Erträge 3‘640‘347.34 8.1 2’372’992.67 5.7

40


Übrige Angaben

2012/13 2011/12

Bürgschaften keine keine

Garantieverpflichtungen keine keine

Pfandbestellungen zugunsten Dritter:

Verpfändete Wertschriften (Umlaufvermögen) keine keine

Abgetretene Forderungen keine keine

Verpfändete Wertschriften (Anlagevermögen) keine keine

Verpfändete Beteiligungen keine keine

Verpfändete sonstige Finanzanlagen keine keine

Verpfändete sonstige Finanzanlagen gg nahe stehende Personen keine keine

Eigentumsbeschränkung für eigene Verpflichtungen:

Verpfändete Wertschriften (Umlaufvermögen) keine keine

Abgetretene Forderungen keine keine

Verpfändete Wertschriften (Anlagevermögen) keine keine

Verpfändete Beteiligungen keine keine

Verpfändete sonstige Finanzanlagen keine keine

Verpfändete sonstige Finanzanlagen gg nahe stehende Personen keine keine

Leasingverbindlichkeiten:

Autoleasing AMAG 1‘129‘076 1’892’005

Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen (BVG) 949‘184 5’011

Wesentliche Beteiligungen:

Am 30. April 2013 keine keine

Brandversicherungswert der Sachanlagen

EDV 350’000 350’000

Mobile Sachanlagen 1‘748‘000 1’746’300

Weitere, nicht zu bilanzierende Verpflichtungen

Am 30. April 2013 keine keine

Risikobeurteilung

Das Präsidium hat sich mit den für die Jahresrechnung wesentlichen Risiken auseinandergesetzt und – falls notwendig – erforderliche

Massnahmen beschlossen. Das Risiko einer wesentlichen Falschaussage in der Jahresrechnung ist als klein einzustufen.

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FINANZEN ✚

Spartenaufwand

1. MAI 2012 BIS 30. APRIL 2013 DAMEN ALPIN HERREN ALPIN LANGLAUF SKISPRUNG NORD. KOMB. BIATHLON SNOWBOARD FREESTYLE TELEMARK TOTAL

Spitzensport 5‘814‘185.07 8‘479‘379.85 2‘364‘379.22 1‘110‘373.74 612‘386.96 768‘066.92 2‘161‘233.94 1‘563‘645.98 111‘066.15 22‘984‘717.83

WM/OWS 21‘888.15 31‘990.94 43‘834.97 15‘321.05 8‘999.30 11‘420.50 74‘506.64 71‘366.89 - 279‘328.44

Wettkämpfe 402‘312.78 628‘416.79 259‘698.53 82‘899.54 52‘235.75 106‘863.54 454‘068.43 449‘039.14 62‘453.02 2‘497‘987.52

Training 1‘179‘498.69 1‘197‘653.27 526‘547.86 181‘642.84 159‘004.87 229‘274.70 338‘497.07 420‘612.46 27‘554.63 4‘260‘286.39

Trainer/Techniker 1‘830‘245.85 2‘321‘331.40 918‘464.88 506‘616.10 259‘270.55 273‘259.25 774‘248.60 468‘691.65 21‘058.50 7‘373‘186.78

Spartenmanagement 2‘045‘361.83 3‘851‘662.75 445‘501.32 286‘851.21 113‘896.49 93‘188.04 399‘670.47 109‘778.00 - 7‘345‘910.11

Sportmedizin 334‘877.77 448‘324.70 143‘884.63 37‘043.00 18‘980.00 54‘060.89 120‘242.73 44‘157.84 - 1‘201‘571.56

Projekte - - 26‘447.03 - - - - - - 26‘447.03

Nachwuchsleistungssport 1‘701‘351.38 1‘708‘522.24 457‘605.15 256‘689.90 54‘065.00 263‘215.59 565‘275.58 872‘869.17 - 5‘879‘594.01

JWM 20‘660.05 20‘562.67 15‘249.40 3‘540.55 2‘266.00 17‘361.06 36‘631.88 22‘105.74 - 138‘377.35

Wettkämpfe 194‘513.40 183‘725.99 95‘475.28 45‘312.00 5‘276.10 30‘884.75 269‘580.42 515‘397.14 - 1‘340‘165.08

Training 685‘470.18 671‘739.03 139‘641.34 100‘000.00 1‘522.90 111‘356.18 69‘260.69 93‘269.84 - 1‘872‘260.16

Trainer/Techniker 452‘189.10 483‘975.90 145‘214.95 87‘837.35 45‘000.00 103‘613.60 176‘707.30 140‘984.55 - 1‘635‘522.75

Spartenmanagement 299‘289.54 299‘289.54 38‘185.20 20‘000.00 - - 2‘444.09 95‘000.00 - 754‘208.37

Sportmedizin 4‘229.11 4‘229.11 23‘838.98 - - - 10‘651.20 6‘111.90 - 49‘060.30

Nachwuchsprojekte 45‘000.00 45‘000.00 90‘000.00

Breitensport 1‘107‘501.04 1‘107‘501.05 196‘630.94 1‘560.59 - - - - - 2‘413‘193.62

Wettkämpfe -

Training -

Ausbildung -

Spartenmanagement -

Projekte 1‘107‘501.04 1‘107‘501.05 196‘630.94 1‘560.59 2‘413‘193.62

42


Revisorenbericht

an die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Skiverbandes

(Swiss-Ski) vom 29. Juni 2013 in Crans-Montana.

Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung des Schweizerischen

Skiverbandes (Swiss-Ski), bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung

und Anhang für das am 30. April 2013 abgeschlossene

Geschäftsjahr geprüft.

Verantwortung des Präsidiums

Das Präsidium ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in

Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den

Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die

Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines

internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung

einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben

als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber

hinaus ist das Präsidium für die Auswahl und die Anwendung

sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme

angemessener Schätzungen verantwortlich.

Verantwortung der Revisionsstelle

Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein

Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben

unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen

Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards sowie dem

Rechnungslegungshandbuch Swiss Sport GAAP der Swiss

Olympic Association vorgenommen. Nach diesen Standards

haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass

wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung

frei von wesentlichen falschen Angaben ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen

zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der

Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben.

Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen

Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung

der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der

Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein.

Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer

das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der

Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen

entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber

um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems

abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung

der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden,

der Plausibilität der vorgenommenen

Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung

der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns

erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene

Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.

nungslegungshandbuch Swiss Sport GAAP der Swiss Olympic

Association.

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher

Vorschriften

Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an

die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die

Unabhängigkeit (Art. 728 OR)) erfüllen und keine mit unserer

Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen.

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem

Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein

gemäss den Vorgaben des Präsidiums ausgestaltetes internes

Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung

existiert.

Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung

des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den

Statuten entspricht und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung

zu genehmigen.

3074 Muri bei Bern, 4. Juni 2013

Die Revisionsstelle:

Fuhrer Peter

Zugelassener Revisionsexperte

Holdener Ruedi

Zugelassener Revisionsexperte

Gebert Urs

Zugelassener Revisionsexperte

Leitender Revisor

Prüfungsurteil

Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für

das am 30. April 2013 abgeschlossene Geschäftsjahr dem

schweizerischen Gesetz und den Statuten sowie dem Rech-

43


SCHWEIZER MEISTER 2012/13

Schweizer Meister 2012/13

SKI ALPIN

Männer

Abfahrt

Super-G

Riesenslalom

Slalom

Super-

Kombination

VILETTA Sandro, 1986, SC La Punt Chamues-ch

VILETTA Sandro, 1986, SC La Punt Chamues-ch

VILETTA Sandro, 1986, SC La Punt Chamues-ch

SCHMIDIGER Reto, 1992, SC Hergiswil

nicht ausgetragen

Frauen

Abfahrt

Super-G

Riesenslalom

Slalom

Super-

Kombination

DETTLING Andrea, 1987, SC Altendorf

DETTLING Andrea, 1987, SC Altendorf

RÜSCH Noemi, 1994, SC Obersaxen

HOLDENER Wendy, 1993, SC Drusberg

nicht ausgetragen

U21 Männer (92–94)

Abfahrt GENOUD Amaury, 1993, SC Zinal

Super-G MANI Nils, 1992, SC Schwenden

Riesenslalom BONVIN Marc, 1993, SC Anzère Ski-Team

Slalom YULE Daniel, 1993, SC Champex/Ferret

Super-

Kombination BONVIN Anthony, 1994, SC Anzère Ski-Team

U18 Männer (95–96)

Abfahrt HINTERMANN Niels, 1995, SC Hausen am Albis

Super-G HINTERMANN Niels, 1995, SC Hausen am Albis

Riesenslalom SIMONET Sandro, 1995, SC Lenzerheide-

Valbella

Slalom FÜRER Nicola, 1995, SC Melchtal

Super-

Kombination HINTERMANN Niels, 1995, SC Hausen am Albis

U21 Frauen (92–94)

Abfahrt MATHIS Katrin, 1994, SC Buochs

Super-G SUTER Corinne, 1994, SC Schwyz

Riesenslalom BOURNISSEN Celia, 1992, SC Dent-Blanches

Evolène Region

Slalom GILLI Elena, 1993, SC Alpina St. Moritz

Super-

Kombination nicht ausgetragen

U18 Frauen (95–96)

Abfahrt DAYER Julie, 1995, SC Hérémencia

Super-G DAYER Julie, 1995, SC Hérémencia

Riesenslalom DAYER Julie, 1995, SC Hérémencia

Slalom FLÜTSCH Luana, 1995, SC St. Antönien

Super-

Kombination nicht ausgetragen

FREESTYLE

Männer

Aerials

Moguls

Dual

Halfpipe

Slopestyle

Skicross

LAMBERT Christopher, 1987, FC Jumpin

GASPARINI Fabio, 1994, SC Airolo

TADÉ Marco, 1995, SC Airolo

nicht ausgetragen

DE MARTIN Laurent, 1991, SC Troistorrents

NETZER Conradign, 1980, SC Andeer

Frauen

Aerials

Moguls

Dual

Halfpipe

Slopestyle

Skicross

SCHÄRER Tanja, 1989, FC Jumpin

GASPARINI Nicole, 1997, SC Airolo

GASPARINI Nicole, 1997, SC Airolo

nicht ausgetragen

nicht ausgetragen

SERAIN Emilie, 1984, SC Leysin

Junioren

Aerials

Moguls

Dual

Halfpipe

Slopestyle

Skicross

ISLER Dimitri, 1993, SC Lenzburg

GASPARINI Fabio, 1994, SC Airolo

TADÉ Marco, 1995, SC Airolo

nicht ausgetragen

RAGETTLI Andri, 1998, SC Flims

HENZI Timothé, 1992, SC Crans Montana

SKISPRINGEN

Männer

Einzel

Team

AMMANN Simon, 1981, SSC Toggenburg

AMMANN Simon, OSSV, EGLOFF Luca

EGLOFF Pascal, RÜEGG Manuel

Frauen

Einzel

WINDMÜLLER Sabrina, 1987, SSC Toggenburg

Junioren

Einzel

EGLOFF Luca, 1995, SC Grabserberg

TELEMARK

Männer

Sprint Classic

FORRER Daniel, 1981, SC Schwarzsee

Frauen

Sprint Classic

MOOR Bernadette, 1991, SC St. Stephan

Junioren

Sprint Classic

MICHEL Nicolas, 1995, SC Vex-Les Collons-

Thyon

Juniorinnen

Sprint Classic

AEGERTER Kim, 1996, SC Lenk

44


LANGLAUF

Männer

Einzelrennen (F) COLOGNA Dario, 1986, SC Val Müstair

Verfolgung (C) LIVERS Toni, 1983, Gardes-Frontière

Sprint (C) COLOGNA Gianluca, 1990, SC Val Müstair

Langdistanz (C)

Staffel (C/C/F)

LIVERS Toni, 1983, Gardes-Frontières

Gardes-Frontières: LECCARDI Valerio,

EIGENMANN Christoph, LIVERS Toni

Männer U20

Einzelrennen (F) SCHAAD Roman, 1993, SC Drusberg

Verfolgung (C) BIELER Livio, 1993, SC Trin

Sprint (C) SCHAAD Roman, 1993, SC Drusberg

Langdistanz (C) BIELER Livio, 1993, SC Trin

Staffel (C/C/F) SC Davos: SPIESS Philipp,

CAPELLI Marino, RÜESCH Jason

Männer U18

Einzelrennen (F) DANUSER Dajan, 1996, SC Vättis

Verfolgung (C) STEINER Cédric, 1995, SC Davos

Sprint (C) STEINER Cédric, 1995, SC Davos

Langdistanz (C) CAPELLI Marino, 1996, SC Davos

Frauen

Einzelrennen (F) BONER Seraina, 1982, SC Klosters

Verfolgung (C) BONER Seraina, 1982, SC Klosters

Sprint (C) JÄGER Christa, 1992, SC Vättis

Langdistanz (C) GRUBER Bettina, 1985, SAS Bern

Staffel (C/C/F) SC Vättis: JÄGER Barbara,

JÄGER Christa, KOHLER Tonja

Frauen U20

Einzelrennen (F) HIERNICKEL Lydia, 1996, SC Riedern

Verfolgung (C) FÄHNDRICH Nadine, 1995, SC Horw

Sprint (C) PHILIPONA Julia, 1993, SC Davos

Langdistanz (C) HIERNICKEL Lydia, 1996, SC Riedern

Frauen U18

Einzelrennen (F) HIERNICKEL Lydia, 1996, SC Riedern

Verfolgung (C) FÄHNDRICH Nadine, 1995, SC Horw

Sprint (C) GERBER Tanja, 1996, SC Am Bachtel Wald

Langdistanz (C) HIERNICKEL Lydia, 1996, SC Riedern

SNOWBOARD

Männer

SBX

PGS

Halfpipe

Big Air

WATTER Nick, 1995, SC Iceripper

FLÜTSCH Kaspar, 1986, SC Pany

KOCH Lucien, 1996, SC Davos

BURGENER Patrick, 1994, SC Lausanne Cass

Frauen

SBX

AUBRY Emilie, 1990, SC NeSnow

PGS

MÜLLER Stefanie, 1992, SC Davos

Halfpipe PURTSCHERT Nadja, 1989, SC Schwyz

Big Air DERUNGS Isabel, 1987

Männer U16

SBX

KOBLET Kalle, 1997, SC Flumserberg

PGS SCHÜLER Sebastian, 1998

Halfpipe HERMANN Yannick, 1997, SC Thalwil

Big Air MOUTON Boris, 1997, SC Bex

Frauen U16

SBX

PGS

Halfpipe

Big Air

HASLER Alexandra, 1997, SC Birg Bern

OSWALD Nina, 1998, SC Chur

PETRIG Ramona, 1997, SC Iceripper

PETRIG Ramona, 1997, SC Iceripper

Männer U13

SBX

PGS

Halfpipe

Big Air

ZWEIFEL Gabriel, 2000, SC Flumserberg

CASANOVA Gian, 2000, SC Flumserberg

NEFF Cédric, 2001, Team Dodaah

GAUGER Wendelin, 2000, SC Schwyz

Frauen U13

SBX

ALBRECHT Aline, 2001, SC Flumserberg

PGS

ALBRECHT Aline, 2001, SC Flumserberg

Halfpipe WICKI Berenice, 2002

Big Air WICKI Berenice, 2002

NORDISCHE KOMBINATION

Männer

Einzel HUG Tim, 1987, SC Gerlafingen

Junioren

Einzel

FAWER Sven, 1993, SC Les Diablerets

BIATHLON

Männer

Sprint

Massenstart

WEGER Benjamin, 1989, SC Obergoms

JOLLER Ivan, 1983, SC Bannalp-Wolfenschiessen

Frauen

Sprint

Massenstart

GASPARIN Selina, 1984, Gardes-Frontières

GASPARIN Selina, 1984, Gardes-Frontières

U21 Junioren

Sprint

Massenstart

RUSSI Kevin, 1992, SC Gotthard-Andermatt

RUSSI Kevin, 1992, SC Gotthard-Andermatt

U21 Juniorinnen

Sprint JOST Patricia, 1993, SC Obergoms

Massenstart JOST Patricia, 1993, SC Obergoms

U19 Jugend männlich

Sprint DIETRICH Severin Andri, 1994, CS Sarsura

Zernez

Massenstart CUENOT Jules, 1994, SC La Brévine

U19 Jugend weiblich

Sprint GASPARIN Aita, 1994, SC Bernina Pontresina

Massenstart GASPARIN Aita, 1994, SC Bernina Pontresina

45


SIEGER BREITENSPORT & NACHWUCHS 2012/13

Sieger Breitensport und Nachwuchs

2012/13

OERLIKON SWISS CUP

Die Gesamtsieger der Saison 2012/13:

Kategorie U18 Mädchen:

1. DAYER Julie (SC Hérémencia) 506 P., 2. FLÜTSCH Luana (SC

St. Antönien) 485 P., 3. ZÜRCHER Lara (SC Feusisberg) 430 P.

Kategorie U18 Knaben:

1. SIMONET Sandro (SC Lenzerheide-Valbella) 540 P., 2. HIN-

TERMANN Niels (SC Hausen am Albis) 500 P., 3. FÜRER Nicola

(SC Melchtal) 480 P.

Kategorie U 21 Mädchen:

1. NUFER Priska (SC Alpnach) 468 P., 2. HOLDENER Wendy (SC

Drusberg) 330 P., 3. KOPP Rahel (SC Flums) 328 P.

Kategorie U 21 Knaben:

1. BONVIN Marc (SC Anzère Ski-Team) 493 P., 2. GENOUD

Amaury (SC Zinal) 382 P., 3. YULE Daniel (SC Champex/Ferret)

336 P.

OCHSNER SPORT JUGEND CUP

Die Gesamtsieger der Saison 2012/13:

Mädchen:

1. MÉILLARD Melanie (SC Hérémencia) 600 P., 2. KÄSLIN Lorena

(SC Beckenried-Klewenalp) 420 P., 3. MACHERET Valentine

(SC Broc) 371 P.

Knaben:

1. ODERMATT Marco (SC Hergiswil) 480 P., 2. BISSIG Semyel

(SC Bannal-Wolfenschiessen) 410 P., 3. NIKLÈS Vincent (SC

Montreux-Glion-Caux) und BÉGUELIN Axel (SC Edelweiss-

Jaun) 390 P.

ALPINE AMATEUR-SCHWEIZER-MEISTERSCHAFT

Frauen:

1. KNÜSEL Nicole (SC Escholzmatt), 2. ZURFLUH Christine (SC

Isenthal), 3. STUCKI Sarah (SC Edelweiss Bürglen)

Männer:

1. MUHEIM Toni (SC Edelweiss Bürglen), LOOSER Ruedi (SC

Speer Ebnat-Kappel), JNGLIN Werner (SC Rothenthurm)

SWISS LOPPET

Die Gesamtsieger der Saison 2012/13:

Frauen Over All:

1. ABÄCHERLI Margrit (SC Gurtnellen) 430 P., 2. WAGENFÜHR

Sandra (SC Davos) 400 P., 3. TANNER Susanne (SC Luzern) 316 P.

HELVETIA NORDIC TROPHY

Die Gesamtsieger der Saison 2012/13:

Spezialspringen

Kategorie U10:

1. RUSSI Aron (ZSSV), 2. WIGGER Siri (ZSV), 3. ZARUCCHI Nico

(BSV)

Kategorie U12:

1. RUSSI Linus (ZSSV), 2. PETER Dominik (ZSV), 3. LACROIX

Olan (SROM)

Kategorie U14:

1. FUCHS Manuel (ZSV), 2. ROMANG Kevin (BOSV), 3. HAUS-

WIRTH Sandro (BOSV)

Kategorie U16:

1. BIRCHLER Tobias (ZSV), 2. VON GRÜNIGEN Luca (BOSV), 3.

FUCHS Pascal (ZSV)

Nordische Kombination

Kategorie U10:

1. WIGGER Siri (ZSV), 2. RUSSI Aron (ZSSV), 3. ZARUCCHI Nico

(BSV)

Kategorie U12:

1. PETER Dominik (ZSV), 2. MÜLLER Pascal (ZSV), 3. MOSER

Fabio (ZSV)

Kategorie U14:

1. ANDEREGG Mario (ZSV), 2. KINDLIMANN Lars (ZSV), 3.

HESS Jakob (ZSSV)

Kategorie U16:

1. VON GRÜNIGEN Luca (BOSV), 2. BIRCHLER Tobias (ZSV), 3.

FUCHS Pascal (ZSV)

Langlauf

Kategorie U16 Mädchen:

1. CAPELLI Anina (BSV), 2. SCHNIDER Selina (BSV), 3. FISCHER

Lea (ZSSV)

Kategorie U16 Knaben:

1. BRÄNDLI Lauro (BSV), 2. IMWINKELRIED Dario (SVAL), 3.

CAVELTI Maurizio (BSV)

Männer Over All:

1. JOLLER Bruno (SC Bannalp-Wolfenschiessen) 715 P., 2.

BOGDANOV Evgeny (SAS Lausanne) 685 P., 3. SUTER Thomas

(SC Am Bachtel Wald) 495 P.

46


FACTS & FIGURES ✚

Facts & Figures

Gründung

20. November 1904 in Olten

Adresse

Swiss-Ski

Haus des Skisportes

Worbstrasse 52

Postfach 252

3074 Muri bei Bern

Telefon: 031 950 61 11

Fax: 031 950 61 12

E-Mail: info@swiss-ski.ch

Internet: www.swiss-ski.ch

Rechtsform

Swiss-Ski ist ein Verein im Sinne von Artikel 60 ff. des ZGB

Mitglieder Swiss-Ski (Stand 31. März 2013)

Einzelmitglieder: 20’994

Clubmitglieder (inkl. JO): 88’575

JO: 16’660

TOTAL: 109’569

Ski-Clubs: 782

Oberstes Organ

Die Delegiertenversammlung ist das oberste Organ von Swiss-

Ski. Sie setzt sich wie folgt zusammen:

– Vertreter der Skiclubs

– Vertreter der Regionalverbände

Präsidium

Die Delegiertenversammlung wählt den Präsidenten,

die beiden Vizepräsidenten sowie ein weiteres Mitglied.

Die drei Interregionen (IR) bestimmen je einen Vertreter für

das Präsidium. Das Präsidium setzt sich seit den Wahlen im

Sommer 2012 wie folgt zusammen:

– Präsident: Dr. Urs Lehmann

– Vizepräsident: Jean-Philippe Rochat

– Vizepräsident: Urs Winkler

– Mitglied: Peter Barandun

– Vertreterin IR West: Florence Koehn

– Vertreter IR Mitte: Johny Wyssmüller

– Vertreter IR Ost: Reini Regli

Regionalverbände

Bündner Skiverband BSV

Berner Oberländischer Ski-Verband BOSV

Federazione Sci Svizzera Italiana FSSI

Giron Jurassien GJ

Ostschweizer Ski-Verband OSSV

Ski-Romand SROM

Ski Valais SVAL

Schweizerischer Akademischer Ski-Verband SAS

Schneesport Mittelland SSM

Skiverband Sarganserland-Walensee SSW

Zentralschweizerischer Ski-Verband ZSSV

Zürcher Ski-Verband ZSV

Angeschlossene Fachverbände

Swiss Grasski SGV, Speed Ski

Angeschlossene Verbände/Organisationen

Loipen Schweiz, Romandie Ski de fond RSF,

Verband Schweizer Langlaufschulen, Swiss Snowsports

Stiftungen

Stiftung zur Förderung des alpinen Skisports in der Schweiz

Gönnerorganisationen

Crystal Club

Pro Skisprung

Freunde Skisprung Schweiz

Skijumping.ch

Snowboard Nachwuchsfonds

Freunde der Nordisch Kombinierer Schweiz

Freunde der Langlauf Nationalmannschaft

Vereinigung Biathlon Schweiz

Weitere Angaben zu Swiss-Ski

Acht Disziplinen: Ski alpin, Langlauf, Skispringen, Nordische

Kombination, Biathlon, Snowboard, Freestyle, Telemark

Swiss-Ski-Athleten: rund 300

Trainer, Ärzte und Betreuer: rund 150

Mitarbeitende Swiss-Ski: 44 (3960 Stellenprozente)

Lernende Swiss-Ski: 2

Praktikant: 1

Ehrenamtliche Mitarbeiter: rund 10’000

47


IMPRESSUM ✚

Impressum

Herausgeber Swiss-Ski

Gestaltung rubmedia, Wabern/Bern

und Druck www.rubmedia.ch

Bilder Swiss-Ski oder vermerkte Bezugsquellen

Auflage 1‘500 Deutsch / 400 Französisch

Erscheinung Muri bei Bern, Juni 2013

Titelbild Glückliche Gesichter an den Schneespasstagen

auf der Lenk. Die Schneespasstage sind

eine Erfolgsgeschichte, welche vor zehn Jahren

ihren Anfang nahm. Ziel der Schneespasstage

ist es, möglichst viele Schulklassen

auf den Schnee zu bringen und ihnen einen

unvergesslichen Tag im Schnee zu ermöglichen.

Dieses Jahr nahmen bereits 2‘651 Kindern

aus sieben Schweizer Städten an den

Schneespasstagen teil. Foto: Markus Grunder.

48


Organigramm

Organigramm (Stand:

(Stand: 30. April 30. 2013) April 2013)

Chef Leistungssport

Dierk Beisel

Chef Leistungssport

Alpin

Rudi Huber

Chef Langlauf

Hippolyt Kempf

Chef Herren Alpin

Walter Hlebayna

Chef Skisprung

Berni Schödler

Chef Damen Alpin

Hans Flatscher

Chef Nordische

Kombination

Berni Schödler

Chef Nachwuchs Alpin &

Schulen

Franz Hofer

Chef Biathlon

Markus Regli

Chef Snowboard

Franco Giovanoli

Leiterin Sekretariat

Leistungssport

Madeleine Erb

Chef Freestyle

Christoph Perreten

Chantal Rieder

Simone Lüthi 80%

Manuel Bucciolini

Chef Telemark

Hans-Peter Birchler

Nadja von Büren

Sabine Steiner 30%

Chef Wettkampforganisation

Peter Bloch

Viviane Barandun (a.i.)

Chef

Ausbildung/Forschung

Peter Läuppi

Pia Alchenberger 50%

Sabrina Aebischer

Sonja Wüthrich

Michael Vogt 50%

Jörg Spörri 50%

Präsidium

Direktor a.i.

Stefan Brütsch

Chef Breitensport

Gary Furrer

GP Migros

Roman Rogenmoser

Rivella Family Contest

Tanja Uhlmann

Masters/Langlauf

Regine Stössel 30%

Schweizer Fleisch

Summer Trophy

Hans Bigler 30%

Dario Cologna

Fun Parcours

Mariette Brunner 30%

JUSKILA/Schneespasstage/

Lehrlingsbetreuung

Tanja Aegerter

Deborah Pfister 1.LJ

Claudia Reinhard 2. LJ

Leiterin Mitglieder-

Services

Nadja Straub

Corina Kurt 80%

Alexandra Büchel 60%

Leiter Kommunikation

Lorenz Liechti Torre

Christian Stahl

Anita Suter 50%

Petra Kropf 75%

Diana Fäh 50%

Chef Marketing

Stefan Brütsch

Doris Bucher

Leiterin Sponsoring &

Events

Annalisa Gerber

Livia Stämpfli

Anita Rieder

Leiter Projekte

Marketing

Oliver Balsiger

Snowboard-Tour

David Hürzeler 75%

Guido van Meel 75%

Skicross-Tour

Nadine Hess

Freeski

Dominik Furrer 80%

Swiss Ski Pool

Stefan Brütsch

Geschäftsführer

Yvonne Hörler 60%

Chef Dienste

Peter Notter

Manfred Liechti

Leiter Finanzen

Christoph Morandi

Niels Hürlimann

Leiter IT

Urs Schneider

Geschäftsleitung

Kader














Swiss-Ski

Haus des Skisportes

Worbstrasse 52

Postfach 252

CH-3074 Muri bei Bern

Tel.: +41 31 950 61 11

Fax: +41 31 950 61 12

info@swiss-ski.ch

www.swiss-ski.ch


Schweizerischer Skiverband

Fédération suisse de ski


Federazione svizzera sci

Federaziun svizera da ski












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