FRIESIA

dietrich.sophia39

FRIESIA

...

FRIESIA

NORDISK MYKOLOGISK TIDSSKRIFT

BIND VII HEFTE 2

K0BENHAVN 1963


INDHOLD

Side

K. Bjomekrer und Axel B. Klinge t : Die dänischen Schleimpilze.

Myxomycetes Daniae ................................................ 149A

REDAKTION:

N. FABRITIUS BUCHWALD M. SKYTTE CHRISTIANSEN

*

Udgivet af Foreningen til Svampekundskabens Fremme

Rolighedsvej 23, Kobenhavn V.

Trykningen afsluttet September 1964.

Hert: - Bogtrykkergaarden, KjJbenhavn

PDF scanning and OCR by the Danish Mycological Society 2010 - www.svampe.com


FRIESIA . Bind VII . Hefte 2 . 1963

DIE DÄNISCHEN SCHLEIMPILZE.

MYXOMYCETES DANIAE.

Von K. BJ0RNEKMR und AXEL B. KLINGE t

VORREDE.

Zu seinem grossen Bedauern muss der unterzeichnete Verfasser

mitteilen, dass sein Mitarbeiter AXEL B. KLINGE durch >seinen all zu

frühen Tod verhindert wurde, der Ausarbeitung der nachstehenden

Abhandlung bis zu ihrem Schluss zu folgen. Auf meine Aufforderung

hat er mit Energie und Tüchtigkeit an der Arbeit mit Einsammlung

und Artsbestimmung teilgenommen. Auch bei der Ausfertigung des

Manuskripts war er wirksam, in besonderem Grade in Bezug auf die

Ausarbeitung der Bestimmungstabellen. Ich bin ihm vielen Dank

schuldig.

Gleichzeitig benutze ich die Gelegenheit, den folgenden Herren

meinen Dank auszusprechen: Herrn Professor M. LANGE für Hinweis

auf die Schleimpilze als Arbeitsgebiet, - Herrn Professor N.

FABRITIUS BUCHWALD für Stütze und Ermunterung seit vielen Jahren

bei der Arbeit mit mykologischen Themen, im besonderen für grosszügige

Hilfeleistung bei der Ausformung der vorliegenden Abhandlung,

- Herrn Professor D. MÜLLER u. a. für die Gelegenheit, biologische

Experimente ausführen zu können, - und Herrn Universitätslektor

E. BILLE HANSEN für wertvolle Hilfe bei diesen Versuchen.

Zum Schluss möchte ich gern dem Carlsberg-Fond, der mir eine

sehr wesentliche Unterstützung für die Herausgabe der Abhandlung

geleistet hat, meinen ehrerbietigen Dank aussprechen.

Kopenhagen, November 1963.

K. BJ0RNEKlER.

Heftet frerdigtrykt i september 1964.

- 149A -


1. Einleitung .......... .

H. Allgemeiner Teil ...

1. Die Sporen

2. Die Schwärmerzellen ..... .

3. Das Plasmodium .

4. Die Sporangien

5. Die Sporenabwerfung

6. Die Ernährung

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INHALTSÜBERSICHT

Seite

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7. Die Fundorte .. .. ......... ........... .. .. ....... .. .. .......... .. ... ....... 166

8. Einsammeln und Konservierung .... ....... ....................... ..... 167

9. Jahreszeit für die Sporangienbildung .. ............................... 167

10. Bekannte Funde dänischer Schleimpilze vor 1960 .. . .. ... .. ... .. 169

11. Die Schleimpilze als Untersuchungsmaterial ..................... 174

IH. Spezieller Teil ..................................... .. 177

Bestimmungstabelle für die Schleimpilze .. .. .. . . ... ... . 177

1. Unterklasse. Ceratiom,yxomycetidae ...... .... ...... ................. 182

2. . Myxogastromycetidae .... .... ............... ..... 183

A. Hellsporige (Lamprosporeae) .... . ... ... .. ..... .. ..... ........ .. . ... 183

1. Ordnung. Liceal es

2. . Trichiales

B . Dunkelsporige (A maurosp01'eae) .. .. .. ..... ..... ... ............. .

3. Ordnung. Stemonita,les ...... ...... .. ... .... ... ...... ,......... ..

4. . Physarales ..... .......... ...... ... .... .......... .. .. . ..

Abkürzungen für Findernamen

Abkürzungen für Landesteile

Literatur ..... ........ .. ... ..... ........ .... .. .

183

198

216

216

231

267

267

268

Arts- und Synonymverzeichnis .... .. . . . ... . ... . .. ... ....... .. .. . . . ... 276

Tafeln ..... .... .. .. ... ..... ... .... .......... ........ ... .. .. .. ....... .... .... .. ..... .. .. .... 281

I. EINLEITUNG.

J . RAY (RAJus) beschreibt 1690 einen Pilz unter dem Namen Fungus

coccineus minimus. Das ist nach den Untersuchungen C. RAUN­

KIlER'S (1888, p. 23) die erstmalige sichere Feststellung in der Literatur,

dass von einem Schleimpilz die Rede ist, nämlich von Lycogala

epidendrum.

Lycogala wurde der erste Gattungsname innerhalb dieser Klasse

(MICHELI 1729). Die meisten anderen Gattungen wurden erst in der

letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufgestellt.

Anfangs wurden die Schleimpilze als Bauchpilze aufgefasst (Gasteromycet

en)) gewiss weil viele Arten im Sporenstadium oberfläch-


- 151-

Mit dem Plasmodienstadium als Grundlage stellte E. M. FRIES

Untergruppen.

DE BARY (1858-1864) verwarf diese Betrachtungsweise und überführte

die Schleimpilze zur Tierwelt unter der Bezeichnung "Die

zum Tierreich gehörend betrachtet werden sollen (zu den Protowen),

schlossen 'sich die bedeutendsten F10rscher innerhalb dieses

men" (1864). Dieser Auffassung, dass die Schleimpilze eigentlich als

niedersten Tiere" (1859), spätere Änderung: "Die niedersten Organis··

Gebietes an, z. B. ROSTAFINSKI und A. LISTER.

lieh an diese erinnern können (PERSOON 1801, u. a.). In Dänemark

lässt SCHUMACHER sie, in 14 Gattungen aufgeteilt, unmittelbar nach

Lycoperdon einreihen (Enum. PI. II, 1803, p. 192-220).

der ihn in das Studium der Schlei'mpilZ'e einführte. Das Ergebnis

seiner Untersuchungen hat ROSTAFINSKI in zwei Hauptwerken beschrieben:

"Versuch eines Systems der Mycetozoen" (1873) und

"Sluzowce (Mycetozoa) Monografia" (1874-76).

Diese Betrachtung bewirkte, dass die Schleimpilze später in überwiegendem

Grade von Botanikern behandelt wurden.

(1829) die Schleimpilze als Untergruppe unter die Bauchpilze. LINK

(1833) machte die Bauch- und die Schleimpilze zu gleichgestellten

Aufforderung begründete DE BARY damit, dass man innerhalb dieser

begann RoSTAFINSKI, ein System der Schleimpilze aufzustellen. Die

Gruppe, der fehlenden Zusammenarbeit wegen, sonst in einer Nomenklaturverwirrung

enden würde. Es gelang ROSTAFINSKI, für die nötigen

Untersuchungen eine Menge von Originaltypen zur Verfügung

zu bekommen, auch die dänischen Typenexemplare wurden ihm zugestellt,

und von diesen Präparaten aus, und den Erfahrungen und

Spätere Erfahrungen haben es ein wenig geändert, aber im Wesentlichen

folgt man ihm noch. An Änderungen können erwähnt werden

der reichhaltigen Sammlung DE BARY'S, stellte er ein System auf.

dass die Dictyosteliaceae) die RosTAFrnsKI unter den Endosporeae) den

der Synonyme und 12 Tafeln mit 242 sehr instruktiven Zeichnungen

Liceaceae neben gestellt, mitnimmt, - jetzt nicht mehr zu den Myxomyceten

gerechnet werden, sondern als eigene Gruppe innerhalb der

Acrasieae betrachtet wird.

Die Monographie ist leider auf Polnisch geschrieben, der Muttersprache

RoSTAFINSKI'S. Trotzdem kann man sie mit gutem Gewinn

studieren. Unter anderem enthält sie eine sorgfältige Aufstellung

JOZEF TOMASZ ROSTAFINSKI (1850-1928) var Schüler DE BARY'S,

Nach AuffoTderung DE BARY'S, der Professor in Strassburg war,


sowie eine einzelne Tafel mit 6 aufgeklebten Photographien von

Schleim pilzen.

ARTHUR LISTER (1830-1908) und GULIELMA LISTER (1860-1949)

haben das Werk: A Monograph of The Mycetozoa" (3. Ausg. 1925)

herausgegeben, das für floristische Studien der Schleimpilze das

Grundbuch unseres Jahrhunderts gewesen ist. Als Untersuchungsgrundlage

haben die bei den Verfasser alle Funde von Schleimpilzen

aus dem Herbarium des "British Museum" und Exemplare aus

Sammlungen in vielen anderen Ländern benutzt. Die Diagnosen sind

dadurch sehr sicher geworden, aber die vielen Tafeln, grösstenteils

farbig, müssen doch als das beste der Monographie hervorgehoben

werden. Jede Art ist mit den wichtigsten Kennzeichen abgebildet,

und sowohl Zeichnungen als auch der Druck liegen dem Idealen nahe.

Das Buch ist schon seit langem ausverkauft.

In Dänemark haben eigentlich nur HEINRICH CHRISTIAN SCHU­

MACHER (1780-1830) und CHRISTEN CHRISTIANSEN RAUNKIlER (1860-

1938) bedeutende schriftliche Arbeiten über Schleimpilze hinterlassen.

SCHUMACHER hat (Enum. PI. II, 1803, p. 192-220) 98 Arten beschrieben,

die er gesammelt hat, und zwar um Frederiksdal am

Fures0 herum. Da diese Diagnosen keine mikroskopischen Kennzeiohen

enthalten, und da er selber den Arten die Namen gegeben

hat - nur in wenigen Fällen werden schon bekannte Namen angeführt

- lässt sich kaum herausfinden, auf welche Arten die Beschreibungen

passen, wenn nicht die farbigen Zeichnungen in der

"Flora Danica" behilflich wären, aber selbst mit Hilfe dieser Abbildungen

verbleibt ein Teil der Arten immer noch zweifelhaft.

In 1888 erschien RAUNKllERS "Myxomycetes Daniae", eine Beschreibung

der bis dahin gefundenen dänischen Arten und ein Versuch

zu einer systematischen Ordnung dieser Arten. Das Material

für die Arbeit waren teils Präparate aus dem Botanischen Museum

in Kopenhagen, grösstenteils von E. ROSTRUP gesammelt, teils eigene

Funde RAUNKIlER'S, die er 1885 auf Reisen in Jütland gesammelt

hatte, - auf Reisen, die nur den Zweck hatten, Schleimpilze zu sammeln.

In den "Myxomycetes Daniae" werden 96 Arten beschrieben,

verteilt auf 4 Unterordnungen mit 8 Familien, die aus 29 Gattungen

bestehen.

Hierzu muss bemerkt werden, dass die 96 Arten alle den Myxogastres

angehören. Ceratiomyxa (Ceratium) jruticuZosa wird in einem

Anhang als einzige Art der Ceratieae mitgenommen, einer besonderen

152 -


- 153 -

Ordnung unter den Mycetozoa DE BARY, - den Monadineae CIENK.,

den Acrasieae van TIEGH. und den Plasmodiophoreae nebenge,stellt.

Neu aufgestellt sind: 1 Gattung (Ancyrophorus)) 1 Untergattung

(Perichanella) und 7 Arten (Enteridium Rostrupii) E. macrosporum}

Perichanella flavescens} P. nitens} Arcyria aurantiaca} Didymium

affine und Ancyrophorus crassipes). Es wirkt auffallend, dass keine

dieser Neuaufstellungen haben bestehen können. Spätere Erfahrungen

haben gezeigt, dass sie alle unter die Variationsbreite der früher

bekannten Arten fallen. Als etwas besonders wertvolles müssen die

anliegenden 4 Tafeln mit im ganzen 60 Zeichnungen hervorgehoben

werden. Sie sind schön ausgeführt und sehr erläuternd.

E. ROSTRUP: "Den danske Flora Il" (2. Ausg. 1925) hat 31

Schleimpilzarten und Plasmodiophora brassicae WOR. und T etramyxa

parasitica GOEBEL mitgenommen.

W. T. ELLIOTT gab in den "Dänish Myxomycetes" (ELLIOTT 1926)

nach einer kontrollierenden Bearbeitung der Präparatensammlung

des Botanischen Museums in Kopenhagen eine übe1rsicht über die

Sammlung und knüpfte an die einzelnen Arten kritische Bemerkungen.

Im ganzen waren zu dem Zeitpunkt 76 Arten (sensu LISTER)

vertreten. ELLIOTT fügte weitere 17 Arten hinzu, die nach RAUNKllER

von früheren Verfassern in Dänemark gefunden waren.

Besondere Erwähnung einzelner Arten haben folgende Verfasser

gegeben: C. A. J0RGENSEN hat einen Fund von Badhamia utricularis

(Plasmodium) und einen Fund von D'i,ctydiaethalium plumbeum näher

besprochen (Botanisk Tidsskr., Bd. 38, p. 434-437). N. F . BUCHWALD

hat in zwei Exkursionsberichten eine kurze Beschreibung von Fuligo

septica (Friesia, Bd. 2, p. 195) und von Stemonitis flavogenita (Friesia,

Bd. 4, p. 363) gegeben. D. MÜLLER hat ausführlicher über einen

Fund von Lycogala flavofuscum (Friesia, Bd. 5, p. 309-311) berichtet,

und endlich hat K. BJ0RNEKlER eine kurze Übersicht über die

Biologie der Schleimpilze geschrieben (Naturhist. Tidende, 25. Jahrg.,

p. 3-9).

Die Bezeichnung Mycetozoa} DE BARY'S Bezeichnung der Schleimpilze,

hat andauernd Gegner gehabt. Noch vor drei Jahren ist G. W.

MARTIN (1960, p. 119-129) durch seine Untersuchungen zu der Überzeugung

gelangt, dass sie mit vollem Recht als eine - wenn auch

sehr eigenartige - Klasse unter den Pilzen angebracht werden können,

- oder richtiger gesagt, die Schleimpilze und die Pilze sind von

gemeinsamen Stammorganismen ausgegangen.


- 154 -

Die Frage über die Stellung der Schleimpilze im Verhältnis zu

anderen Organismen ist noch nicht endgültig gelöst. Über ihre Abgrenzung

ist man doch ziemlich einig. Eigentlicher Zweifel besteht

nur noch über die PZasmodiophoraZes, indem die abweichenden Züge,

die bei diesen vorgefunden werden, als eine Folge ihres parasitischen

Lebens erklärt werden können.

Hier wird die von G. W. MARTIN (1960, p. 127) vorgeschlagene

Abgrenzung und Klassifizierung angeführt:

Division Mycota (Fungi)

Unterdivision Myxomycotina

Klasse Myxomycetes

Unterklasse Ceratiomyxomycetidae

Ordnung CeratiomyxaZes

Unterklasse Myxogastromycetidae

Ordnungen LiceaZes

TrichiaZes

EchinosteZiaZes

StemonitaZes

PhysaraZes

Wenn man die PZasmodiophoraZes mitnehmen will, dann muss es

als dritte Unterklasse sein: PZasmodiophoromycetidae.

Man weiss zur Zeit viel zu wenig, um mit Sicherheit etwas über

den Ursprung der Schleimpilze und ihre Verwandschaft mit anderen

Gruppen aussagen zu können. Die grösste Wahrscheinlichkeit ist

dafür vorhanden, dass die Stammorganismen der Myxomyceten (Mycetozoa)

sowohl als die StammorganiJsmen der PZasmodiophoraZes)

LabyrinthuZaZes und AcrasiaZes) unter den flagellatenartigen Amöben

gesucht werden müs'sen, - aber dasselbe gilt für mehrere andere

Pflanzen- und Tiergruppen (BONNER 1959 und MARTIN 1960).

Die vier genannten Gruppen werden nebeneinander gesteHt, u. a.

weil sie dadurch oharakterisiert waren, dass sie ein Plasmodium

haben. Diese Beobachtung beruht jedoch auf einem Irrtum. In Wirklichkeit

gibt es dieses Stadium nur bei den Myxomyceten und -

vielleicht unterdrückt - bei den PZasmodiophoraZes. Das Netz-Plasmodium

bei den LabyrinthuZaZes hat nur eine zufallige Ähnlichkeit

mit einem Plasmodium, und die AcrasiaZes haben ein "unechtes Plasmodium",

indem es aus Schwärmerzellen gebildet wird, die selbstän-


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Man kommt wohl der Wirklichkeit am nächsten, wenn man davon

zwecklos ist.

In der hier vorliegenden Arbeit folgt man dem von G. W. MARTIN

vorgeschlagenen System, das die Myxomyceten in 2 Unterklassen

teilt: Ceratiomyxomycetidae) nur aus einer Gattung mit zwei Arten

milien haben und im ganzen 66 Gattungen mit etwa 400 Arten umfassen.

Die Familien: Dianemaceae mit drei Gattungen: Margerita) Dianema

und Prototrichia) EchinosteZiaceae mit einer Gattung und

CoZlodermataceae ebenfalls mit einer Gattung ,sind noch nicht durch

dig verbleiben. In einem echten Plasmodium fliessen sie alle zu einer

Protoplasmamasse mit vielen Zellkernen zusammen.

bestehend, und Myxogastromycetidae) die fünf Ordnungen mit 10 Fa­

Gattungen Alwisia) Calonema) Elaeomyxa) Clastoderma) Macbrideola)

Physarella) Cienkowskia und Leptoderma gemacht.

ausgeht, dass sie von den gemeinsamen Stammorganismen aus je

ihrer eigenen Entwicklun~slinie gefolgt sind, und zwar durch viele

Glieder. Dadurch haben sie sich so weit voneinander entfernt, dass

dänische Funde vertreten. Es sind auch keine Funde innerhalb der

Unterklassen mit 5 Ordnungen, mit 8 Familien und im ganzen 33

Gattungen, verteilt werden.

der Versuch, eine Verwandschaft zwischen ihnen zu finden, ziemlich

rozeanum (M. P. C. 1954); Lepidoderma chailletii (RAUNK. 1931);

Licea minima (E. ROSTR. 1879) ; Licea parasitica (M. SKYTTE CHRISTI­

teils weil die S'ammlung des Pflanzenpatologischen Instituts bei der

kgl. Tierärztlichen und Landwirtschaftlichen Hochschule (Den kgl.

Veterinrer- og Landboh0jskole) nicht in die Untersuchung einbegriffen

war, teils weil seit 1926 neue Arten gefunden sind. Sie werden hier

mit Findernamen und Jahreszahl für den ersten Fund angegeben:

1960); Cribraria macrocarpa (A. B. K. 1960); Diachea leucopoda

Stemonitis nigrescens (A. B. K. 1960).

1957) ; Lycogala flavofuscum (E. ROSTR. 1890) ; Physarum gyrosum

ANSEN 1948); Licea tenera (K. B. 1960); Licea variabilis (A. B. K.

(F. H. M. 1938); Diderma testaceum (N. F. B. 1952); Enteridium

flavogenita (N. F. B. 1951) ; Stemonitis hyperopta (A. B. K. 1958);

(RAUNIL 1901); Physarum pusillum (0. RoSTR. 1899); Stemonitis

Die bisher gefundenen 113 dänischen Arten können also 'auf 2

In ELLIOTTS Übersicht sind folgende Arten nicht mitgenommen,

Arcyodes incarnata (K. B. 1956); Comatricha laxa (A. B. K.


H. ALLGEMEINER TEIL.

1. DIE SPOREN.

Alle dänischen Schleimpilze, mit Ausnahme von Ceratiomyxa fruticuZosa,

haben mehr oder weniger regelmässig kugelige Sporen. Bei

einigen Arten, z. B. bei Enteridium oZivaceum und ReticuZaria Zycoperdon)

sind sie leicht konisch auf der einen Hälfte.

Die Sporenwand ist gewöhnlich häutig, kann aber doch, wie z. B.

bei Didymium meZanospermum) etwa 1 f1 dick sein. Sie ist an der

2. DIE SCHWÄRMERZELLEN.

Wenn eine Spore unter übrigens günstigen Bedingungen Gelegenheit

bekommt, Wasser aufzunehmen, schwillt die Sporenwand ein

wenig, die ruhenden Schwärmerzellen aber schwellen sehr stark an,

wodurch ihr Druck gegen die Wand sich vergrössert, und bald entsteht

ein Riss, durch den sie mit amöbenartigen Bewegungen hindurchschlüpfen.

Dann sieht man nur noch die leere Schale mit einer

gähnenden Öffnung 'Oder in zwei Teüe gespalten (Fig. 1). Bei den

konischen Sporen ist die breitere Hälfte dickwandiger als der schmälere

Teil. Infolgedessen wird bei dem erhöhten Druck der Boden losgesprengt.

Von der Sporenwand losgelöst wird die Schwärmerzelle ungefähr

kugelig. Wenige Minuten später beginnt sie, die Gestalt zu ändern,

Aussenseite mit einer besonderen Skulpturierung versehen, die aus

Leisten oder Bändern bestehen kann, wodurch zwischenliegende Gruben

(ein Reticulum), Stacheln oder Warzen gebildet werden. Diese

Oberflächen skulptur ist mitunter deutlich bei 600-facher Vergrösserung,

aber häufig muss eine 1200-fache oder mehr verwendet werden,

um sie genügend sichtbar zu machen. Die Sporenfarbe variiert

von farbl'Os (hyalin) über hellen (gelb, braun, rot) bis zu dun.kelviolett'en

Tönungen.

Sowohl die Skulpturierung als die Farbe sowie die Grösse sind in

ausgeprägtem Grade bei den einzelnen Arten konstant und ergeben

deshalb sehr wichtige Faktoren bei der Artsbestimmung.

Eine Spore enthält eine oder mehrere, bis acht, Schwärmerzellen

im Ruhezustand. Diese Schwärmerzellen haben eine Reduktionsteilung

(Meiosis) durchgemacht, unmittelbar bevor die Ausdifferenzierung

vollzogen war, und haben also die einfache, haploide Kromosomenzahl

n.

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- 157 -

Sie richtet sich aus, wird länger, das Vorderende wird spitz und mit

zwei nach vorn gerichteten Geissein versehen, die eine za. 15 p hng,

die andere kürzer. Wahrscheinlich ist der kurze Faden auch 15 p

streckt sich in die Länge, hinter etwas breiter als vorn und leicht

spiralig gekrümmt, und plötzlich wirbelt sie durchs Wasser davon.

auf einer von drei möglichen Weisen geschehen (Ross 1957, p. 843) :

Schwärmerzelle in das nächste Stadium, das Geisselstadium, über.

lang, aber bisher hat man es nicht nachweisen können, weil er sehr

schnell in eine Art Scheide am Grunde zurückgezogen wird, wenn

in den äusseren Verhältnissen die geringste Veränderung geschieht,

und die bekannten Fixierungsmetoden wirken zu langsam.

endgültig zurückgezogen, und die Schwärmerzelle rundet sich ab,

klaren Aussenplasma (Hyaloplasma) umgeben. Unmittelbar am

Grunde der Geissein liegt der Zellkern. Hier und da im Protoplasma

sieht man eine wechselnde Anzahl Nahrungsvakuolen mit aufgenommenen

Nahrungsgegenständen in verschiedenen Stadien der Auflösung.

Am hinteren Ende ist eine kontraktile Vakuole.

Schwärmerzelle sich langsam vorwärts und nimmt unterwegs Nahrung

auf. Die Geissein werden mitunter eingezogen, und vom hinteren Ende

werden Pseudopodien ausgestreckt, aber zuletzt werden die Geissein

Von diesem wirbelnden Stadium aus kann die weite,re Entwicklung

1. Im Laufe kurzer Zeit, oft nur nach wenigen Minuten, geht die

Das Protoplasma der Schwärmerzelle ist griesartig und von einem

Mit den Geissein in stets schwingender Bewegung arbeitet die

Leere, gesprengte Sporenwände. - 600 X.

Fig. 1. Physa't'um didennoides.


wird amöboid und bewegt sich ausschliesslich mit Hilfe der Pseudopodien.

Aus diesem letzteren Zustand kann sie ins Geisselstadium

zurückkehren. Diese Zustände können mehrmals abwechseln, und in

beiden besteht die Möglichkeit einer Teilung durch Mitosis, aber

schliesslich schmelzen die amöboiden Zellen je zwei und zwei zu diploiden

Myxamöben zusammen, die sich dann zu irgend einem Zeitpunkt

in Haufen sammeln, aus denen die Plasmodien entstehen.

2. Die Entwicklung geschieht anfangs auf dieselbe Weise, aber

statt wie oben erwähnt als amöboide Zelle zu endigen, endigt sie hier

als Schwärmerzelle mit GeisseIn, und dieses Stadium ist von bedeutend

längerer Dauer. Dann geschieht die paarweise Zusammenschmelzung

der Zellen. Zwei Zellen berühren einander mit dem hinteren

Ende, es bildet sich ein Verbindungsrohr, und der Zellkern der

einen Zelle wandert am Hyaloplasma entlang durch das Verbindungsrohr

in die andere Zelle hinein, wo er hinter dem anderen Zellkern

endigt. Auf seiner Wanderung wird er von dem entsprechenden langen

Geisselfaden begleitet, welcher sich neben den langen Geisselfaden

der empfangenden Zelle legt. In beiden Zellen verschwinden

die kurzen Fäden, und wenn das Protoplasma der beiden Zellen vereinigt

ist, verschwinden auch die beiden letzten Geisselfäden. Auf

diese Weise i'st eine zweikernige amöboide Zygote enstanden (zwed.­

kerniges Plasmodium), die durch fortdauernde Teilung zu einem vielkernigen

Plasmodium wird.

Dass die eine Zelle allein im Verhältnis zur anderen die empfangende

ist, könnte darauf hindeuten, dass eine geschlechtliche Vermehrung

vorliegt, aber irgend ein morphologischer Unterschied zwischen

den bei den Zellen ist nicht nachgewiesen.

3. Die Arten, die dieser Entwicklung folgen, verbleiben im Geisselstadium

bis zur paarweisen Zusammenschmelzung, die wie oben

beschrieben vor sich geht, - doch mit der Änderung, dass die beiden

Zellkerne sich nebeneinander legen. Den zwischenliegenden amöboiden

Zustand gibt es also auch nicht bei diesen Schleimplizen.

Von den bisher untersuchten Arten folgen nur wenige, alle den

PhysaraZes angehörend, der ersten Entwicklungsweise. Die allermeisten

Arten folgen der dritten Möglichkeit. Nur Physarum poZycepha­

Zum und FuZigo septica kommen unter die zweite Entwicklungsweise.

Wenn ungünstige Verhältnisse eintreffen, gilt es für alle SchwärmerzeHen,

dass sie sich kugelig zusammenziehen. Sie werden Microzysten

und gehen in den Ruhezustand über, um wieder aufzuleben,

wenn die Bedingungen günstig werden.

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Das fertiggebildete Plasmodium ist eine zusammenhängende, vielkernige,

griesartige Protoplasmamasse, umgeben von einer klaren,

schützenden Sohleimhülle (Hyaloplasma) (Fig. 2). Es kann nach den

vorhandenen Umständen auf sehr verschiedenartige Weise ausgeformt

werden. Wenn die Verhältnisse günstig sind, wird es einem fein

verzweigten Spalierbaum ähnlich sein, aber die Seitenzweige sind

anastomosierend. Am äussersten Rande in der Bewegungsrichtung

wird es von einem unregelmässigen, unterbrochenen oder zusammenhängenden

Wall begrenzt, der meistens aus aufgenommener Nahrung

in Auflösung besteht. Ist keine Nahrung mehr vorhanden, wird das

Plasmodium von Zweigspitzen begrenzt, deren Anzahl nach und nach

Zustand kann es sich monatelang lebend erhalten und wird wieder

abnimmt.

fehlt, zieht sich das Plasmodium zusammen und verhärtet. Oft teilt

es sich zu sc1erotiumähnlichen Knollen (Macrocysten). In diesem

Werden die Verhältnisse zu schlecht, besonders wenn Feuchtigkeit

Plasmodium in Erlenmeyerkolbe. - 2/ 3 X .

Fig. 2. Badha,mi,a lilacina.

3. DAS PLASMODIUM.


wirksam, wenn sich die Wachstums bedingungen in günstiger Richtung

ändern.

Betrachtet man ein Plasmodium unter dem Mikroskop, entdeckt

man in allen ,seinen Verzweigungen rhythmische Strömungen. Diese

Strömungen werden sichtbar, weil sie Nahrungsteilchen u. a. mit

sich führen. Und dank dieser Teilchen sieht man, dass die Bewegung

einige Zeit von der Basis gegen die Front zu geschieht, die Geschwindigkeit

nimmt dann schnell ab, bis die Bewegung ganz stehen bleibt ;

sie beginnt dann wieder in entgegengesetzter Richtung, um später

wieder die ursprüngliche Vorwärtsrichtung anzufangen.

Der Rhyt hmus ist nicht ganz regelmässig. Wenn z. B. die vorwärtsgerichtete

Strömung eine Minute dauert, wird die Rückströmung

wahrscheinlich einige Sekunden weniger dauern. Das feinverzweigte

Netzsystem des Plasmodiums bewirkt oft ganz unregelmässige Bewegungen.

Es kommt vor, dass zufällige Ursachen die Strömung in

einzelnen Zweigen vorzeitig zum Stehen bringt oder sogar die Richtung

ändert. Übrigens ist die Geschwindigkeit und dJe Intervalle für

den Richtungswechsel von mehreren Faktoren abhängig, u. a. von

Temperatur, Feuchtigkeit, Lichtmenge und Säuregrad.

Viele Forscher haben versucht, die Triebkraft für die Strömungen

ausfindig zu machen, aber eine endgültige Lösung des Problems ist

noch nicht erreicht worden. Der Japaner NOBURO KAMIYA hat den

W'a:hrscheinlichkeitsbeweis für die Theorie geschaffen, dass die für die

Inganghaltung der Bewegungen des Plasmodiums nötige Energiemenge

durch chemi'sche Veränderungen in einem Eiweissstoff, Myxomyosin,

freigemacht wird, wenn er unter Einfluss eines energiereichen

Phosphates, ATP, kommt (KAMIYA 1960). Myxomyosin ist ein

Bestandteil der inneren Plasmamasse des Plasmodiums, während

freies Adenosintriphosphat (ATP) durch einen besonderen Prozess

in der innersten Schicht des Hyaloplasmas gebildet wird.

Diese Theorie löst die Frage nicht vollständig, z. B. erklärt sie

nicht den rytmischen Wechsel zwischen vorwärts- und rückwärtsgehenden

Bewegungen, und in der Abhandlung wird angedeutet, dass

die sehr feinen Kanäle, die man im Hyaloplasma nachgewiesen zu

haben meint, auch einige Bedeutung für die Protoplasmabewegungen

haben können.

Die Protoplasmaströmungen können mehrere Aufgaben haben.

Man kann sich z. B. denken, dass sie auf die Respiration fördernd

wirken, aber ganz sicher ist, dass sie für die Nahrungsaufnahme Bedeutung

haben.

- 160 -


- 161 -

Wie erwähnt ist die rückwärtsgehende Bewegung normalerweise

etwas kürzer von Dauer als die vorwärtsgerichtete, aber sie hat

dieselbe Geschwindigkeit. Das muss bedeuten, dass dauernd ein Überschuss

an Protoplasma an die Front geführt wird, wodurch diese

vorgeschoben wird, d. h. das Plasmodium bewegt sich über die Unterlage

vor und bekommt dadurch Gelegenheit, die N ahrungsgegenstände

aufzunehmen, die es auf seinem Wege trifft.

Während die rhythmischen Strömungen so schnell sind, dass sie im

Mikroskop gesehen imponierend wirken, ist das Vorrücken des Plasmodiums

so langsam, dass es nur durch den allmählich kleiner werdenden

Abstand von festen Punkten vor der Front festgestellt werden

kann. Bei Kulturversuchen sieht man ein Plasmodium mehrere cm

pro Tag zurücklegen. Eine Art wie BrejeZdia maxima kann sich

unter natürlichen Verhältnissen sehr schnell bewegen.

Unter günstigen Bedingungen geht im Plasmodium eine lebhafte

Kernteilung und eine Vergrösserung der Protoplasmamasse vor sich,

das Volumen und besonders die Fläche wird grösser. Bei einigen Arten

kann von einer Fläche von vielen dm 2 und einem Volumen von mehr

als 1000 cm 3 die Rede sein. Solche übergrossen Plasmodien trifft

man bei der erwähnten BrejeZdia maxima~ wo sie schliesslich zu

Riesenaethalien werden, können aber auch bei anderen Arten angetroffen

werden, z. B. bei Leocarpus jragiZis~ bei welcher man gesehen

hat, dass ein einzelnes Plasmodium Zehntausende von Sporangien

gebildet hat.

Andererseits können ungünstige Verhältnisse die Entwicklung in

dem Grade hindern, dass nur für wenige Sporangien Material genug

vorhanden ist, ja mitunter wird nur ein einziges Sporangium gebildet.

Wenn ein Plasmodium in seiner Entwicklung so weit gelangt ist,

dass es sich anschickt, Sporangien zu bilden, dann sucht es an die

Oberfläche des Substrates und ans Licht. Alle gelben Plasmodien

fordern Tageslicht, um Sporangien entwickeln zu können. Andersfarbige

bilden sie mitunter in dunklen Hohlräumen. Trichia varia

kann wohlentwickelt an der Unterseite von Zweigstücken angetroffen

werden, die in den Waldboden versenkt sind.

Die Sporangienbildung beginnt mit einer Zusammenziehung des

Plasmodiums, worauf an bestimmten Punkten Spitzen in die Höhe

schiessen. Die weitere Entwicklung kann auf eine von zwei möglichen

Weisen geschehen:

1. An der Aussenseite der Spitzen wandert eine passende Menge

Protoplasma empor und bildet die verschiedenen Teile des Spor-

FRIESIA VII 11


- 162-

angiums. Die Gattung Stemonitis ist ein Beispiel hierzu. Das Hyaloplasma

bildet im wesentlichen den Stiel, das Capillitium und das

Peridium, während sich das Protoplasma in Schleimklumpen von

einigermassen gleicher Grösse teilt, und zwar mit je einem Kern.

Stiel und Capillitienfäden sind massiv.

2. Die Spitzen, die gebildet werden, sind röhrenförmig, und das

Protoplasma steigt durch die Röhre zum Sporenbehälter empor. Beispiel:

die Gattung Arcyria. Bei dieser wird auch die Stielröhre mit

Schleimklumpen von Sporengrösse ausgefüllt, aber diese Klumpen

verlieren ihre Keimkraft, verhärten und sterben ab. Die Fäden des

Capillitiums verbleiben hohl.

Bei vielen Arten bleibt ein Rest des Hyaloplasmas (Hypothallus )

auf dem Substrat zurück, und zwar als zusammenhängende Haut, als

Netz oder nur als eine Scheibe am Grunde des Stieles.

4. DIE SPORANGIEN.

Ein normal entwickeltes Sporangium besteht aus Hypothallus,

Stiel und Sporozyste.

Wie früher erwähnt ist der Hypothallus der Rest des Hyaloplasmas,

der auf dem Substrat übrigbleibt, wenn das Sporangium fertiggebildet

ist. Er kann sich, je nach der Art, als eine mehr oder weniger

dünne Haut formen, als ein Netz, von dessen Fäden sich die

Sporangien erheben, oder als eine mehr oder weniger regelmässige

Scheibe an der Basis des Stieles. Bei einigen Arten fehlt er ganz.

Der Stiel variiert bei den verschiedenen Arten in Bezug auf die

Oberfläohenausformung, auf die Länge und auf die Form, aber auch

innerhalb der einzelnen Art können entscheidende Unterschiede vorkommen.

Das letztere hat früher zur Aufstellung von Varietäten

Anlass gegeben. Es hat sich jedoch erwiesen, das die Länge des

Stieles bei vielen Schleimpilzen in ausgesprägtem Grade von den

Feudhtigkeitsverhältni,ssen zum Zeitpunkt der Sporangienbildung abhängt.

Bei grosser Feuchtigkeit bleibt er kurz oder wird überhaupt

nicht gebildet.

Übrigens besteht der Stiel aus verhärtetem Hyaloplasma. Doch

kann der Hohlraum in röhrigen Stielen von verhärteten Protoplasmateilen

ausgefüllt sein. Viele Arten haben Kalkablagerungen an der

Oberfläche. Auch die Kalkablagerung kann von dem Feuchtigkeitsgrade

während des Aufbauens abhängig sein. Zu reichliche Wassermengen

bewirken oft geringere Kalkausscheidung. Der eigentliche

Stiel endigt am Boden der Sporozyste.


- 163-

Die Sporozyste ist ein Behälter, mit Sporen angefüllt. Alle

Schleimpilze mit Ausnahme der Gattungen Ceratiomyxa} Licea und

Cribraria ha!ben ausserdem ein Capillitium oder capillitiumähnliche

Fäden (Pseudocapillitium), und viele Arten haben ausserdem eine

Columella.

Die einfachste Form für eine Columella ist eine Einbuchtung,

(nabelförmige Vertiefung) am Boden der Sporozyste um den Gipfel

des Stieles herum. Eine echte Columella ist eine Verlängerung des

Stieles, so dass dieser sich fortsetzt, eventuell bis zur Spitze der

Sporozyst'e.

In einigen Fällen, z. B. bei Craterium leucocephalum} wo einige

Capillitienfäden an einer lotrechten Achse so dicht gesammelt sind,

dass sie an eine Columella erinnern, braucht man die Bezeichnung

Pseudocolumella.

Das Capillitium besteht in seiner einfachsten Form aus Seitenzweigen

an der Columella. Diese Seitenzweige können sich weiter verzweigen

und Anastomosen bilden, wodurch ein mehr oder weniger

regelmässiges Netz entsteht (Comatricha)} eventuell ein Oberflächennetz

(Stemonitis). Schliesslich können Seitenzweige und Columella

fehlen, so dass nur ein Oberflächennetz übrigbleibt (Arcyria).

Die Fäden können auch vom Boden des Sporenbehälters ausgehen

und sich an dessen Seite anheften. Bei der Gattung Trichia liegen sie

als einzelne Fäden frei in der Sporenmasse.

Dazu kommt noch, dass die einzelnen Fäden fast immer augenfällige

Charakterzüge haben: Kalkausscheidungen verschiedener Art,

verschieden geformte Erweiterungen, Warzen, Stacheln, Spiralbänder

u. a., und diese Charakterzüge sind bei den Arten konstant. Das Capillitium

ist deshalb eine gute Hilfe bei der Artsbestimmung.

Das Pseudocapillitium ist auf andere Weise entstanden. Hier lässt

sich anführen: Bei der Gattung Lycogala ist die verzweigte Röhre

durch Einsenkungen in der Sporangienwand entstanden. Bei Dictydiaethalium

plumbeum sind es die verstärkten Kanten der prismenförmigen

Sporangiumwände. Die Wände selber verschwinden bei der

Sporenreife.

Die Wand der Sporozyste (das Peridium) ist 'aus einer oder

zweien, ausnahmsweise aus drei Schichten aufgebaut. Bei den Physarales

ist sie in den meisten Fällen ungefähr kugelig, und die äusserste

Schicht besteht in der Regel aus zusammenhängenden Kalkablagerungen,

während die innere Schicht eine dünne, zarte Haut aus

verhärtetem Hyaloplasma ist.


- 164 -

Innerhalb der anderen Ordnungen ist die Form variabler, und

das sind übrigens auch die Farben.

Die meisten Schleimpilze haben freie Sporangien. Bei einigen Art'en

rfindet eine Zusammenschmelzung von zwei oder mehreren Sporangien

statt, wodurch Plasmodiokarpien entstehen. Wenn das Plasmodium

sich in einem einzigen Sporenhaufen sammelt, in der Regel

auf einem wohlentwickelten Hypothallus und mit einem Häutchen

(Cortex) verdeckt, statt freie Sporangien zu bilden, dann braucht

man die Bezeichnung Aethalium (Reticularia) Lycogala). Es gibt

jedoch viele Übergangsformen (Pseudoaethalien). Erwähnt seien:

Tubijera jerruginosa) die die Sporangien so dicht gesammelt hat, dass

sie einander aus der Worm pressen, aber die Peridien sind voll entwickelt

und bleibend, bis der Sporenausstreuung in vollem Gange i1st,

und Dictydiaethalium plumbeum) wo die Zusammenpressung noch

ausgeprägter ist, und wo die Peridien mit Ausnahme der Gipfelflächen

und der verstärkten Kanten an den prismenförmigen Sporangien

verschwinden. Bei beiden Arten fehlt ein eigentlicher Cortex,

der durch die Peridiengipfel, die eine dichte Decke bilden, ersetzt wird.

5. DIE SPORENABWERFUNG.

Viele Schleimpilze bringen eine enorme Anzahl Sporen hervor.

Beispi'elswe~se sei erwähnt, dass man bei Leocarpus jragilis Zehntausende

von Sporen gefundet hat. Ein Aethalium von Brejeldia maxima

in "Jregersborg Dyrehave" hatte ein ungerfähres Volumen von

1100 cm 3 und war fast vO'llständig mit Sporen ausgefüllt. Am Wege

"Prinsessestien" du roh Lyngby Amose war ein morscher abgebrochener

Buchenstamm, etwa 3 m hoch, vollständig mit Sporangien von

Physarum leucophaeum übersät. In diesem Falle muss die Sporenanzahl

phantastisch gewesen sein.

Die Verbreitung dieser vielen Sporen geschieht auf sehr verschiedene

Weise, häufigst durch Wind oder Regen. Am einfachsten

geschieht es bei den grösseren Aethalien, z. B. bei BrejeZdia maxima

und bei Fuligo septica. Sie fruktifizieren frei auf Baumstumpf-Oberflächen,

auf der Erde oder auf Moospolstern u. dergl. Regen schlägt

sie ,entzwei und spült die Sporen weg, und bei trockenem Wetter werden

die Sporen von dem Wind verbreiten.

Bei den meisten Arten ist jedoch dafür gesorgt, dass die Sporenmasse

bei der Verbreitung feingeteilt und vom Winde in feinen

Wolken fortgetragen wird, wobei sie in weite Entfernungen getragen

werden können. Diese Wirkung kann mit Hilfe des Peridiums oder


- 165 -

des Capillitiums 0. der, wie es bei den meisten Arten der Fall ist, durch

beides im Verein erhalten werden.

Sehr gewöhnlich öffnet sich das Peridium bei der Spürenreife oben

durch einen mehr üder weniger regelmässigen Riss üder Deckel, und

Das Capillitium ist, wo. es in wühl ausgebildeter Fürm vürkümmt,

an sich ein feinmaschiges Netz und eignet sich zum Sieben der Spürenmasse.

die Elateren bei den Trichia-Arten gedacht - hygroskopisch ist und

deshalb bei Veränderungen des Wass'erinhaltes Bewegungen vornehmen

und die Spüren auswerfen kann. Es ist richtig, dass die Elateren

sich bei WasseraJUlfnahme und -abgabe biegen und wieder ausrichten

können, aber diese Bewegungen sind gewöhnlich so. langsam,

das,s sie für die Spürenabwerfung fast ohne Bedeutung sein müssen.

eine grosse Oberfläche im Vergleich zum Gewicht haben, weil ihre

Wände mit Leisten, Warzen, Stacheln u, dergl. versehen sind, d. h.

sie haben eine geringe Fallgeschwindigkeit, eine weitere Möglichkeit,

sehr weit fürtgetragen zu werden.

die Verbreitung der Spüren geschieht dann auf ähnliche Weise wie bei

den meisten Stäublingen. Die Cribrariaceen haben auf der Innenseite

des Peridiums netz artige Verstärkungen, die stehenbleiben, wenn die

dünnwandigen Partien verschwinden. Die Spüren können nur durch

die feinen Maschen des Netzes entweichen.

Die Schwärmerzelle im ersten Stadium, d. h. die mit der wirbelnden

Bewegung, nimmt keine Nahrung auf. Ihre Aufgabe ist vielleicht

Hyphenteile u. dergl. Wahrscheinlich sind si'e auch in einigem Grade

um ausfindig zu machen, welche Nahrung die Schleimpilze aufnehmen,

ist festgestellt, dass sie vür allem Bakterien fressen, in geringerem

Grade Pilzsporen und einzellige Algen, selten anderes wie z. B.

imstande, aufgelöste N ahrungsstüffe aufzunehmen. Das letztere gilt

Die Schwärmerzelle im Geisselstadium nimmt die Nahrung hauptsächlich

mit dem vorderen Teil auf, unmittelbar hinter dem Nucleus.

jedenfalls bei einigen Plasmüdien ( DANIEL & RUSCH, 1956, p. 513-514).

allein die, vüm Lichte wegzukümmen, in dunkle Risse und Spalten

u. dergl. hinein. Im nächsten Stadium beginnt die Nahrungsaufnahme,

und sie endigt erst, wenn das Plasmüdium an der Oberfläche des

Substrates angelangt und zur Spürenbildung bereit ist.

Man hat angeführt, dass das Capillitium - hier ist besünders an

Es muss auch erwähnt werden, dass fast alle Schleimpilzspüren

Durch die vielen Versuche, die im Laufe der Zeit ausgeführt sind,

6. DIE ERNÄHRUNG.


- 166 -

Ein Schleimfaden wird ausgeschoben und berührt das Bakterium, das

hängen bleibt, wenn der Faden zurückgezogen wird, worauf das Bakterium

durch das Hyaloplasma ins Protoplasma eingeführt wird. Es

bildet sich eine Vakuole, und die Verdauung beginnt. Bei den Bewegungen

der Schwärmerzelle kan die Vakuole Ortsänderungen vornehmen,

und nach beendigtem Verdauungsprozess endigt die Vakuole

früher oder später an der Oberfläche der Schwärmerzelle, wo die

unverdauten Reste ausgestossen werden.

In einer Schwärmerzelle können gleichzeitig mehrere N ahrungsvakuolen

vorkommen. Irgend eine Anziehung zwischen der Schwärmerzelle

und ihrer Beute hat man nicht nachweisen können. Die

Nahrungsaufnahme wird wahrscheinlich allein durch mechanische Berührung

eingeleitet. Scheinbar fehlt der Zelle auch das Vermögen,

geeignete von ungeeigneten Objekten zu unterscheiden. Ungeeignet

ist z. B. alles, was grösser als ein Fünftel des eigenen Volumens ist.

Dann und wann kann es vorkommen, dass z. B. eine zu grosse Spore,

Alge oder Hyphenteil ins Protoplasma aufgenommen wird und einige

Zeit dort verbleibt, worauf sie wieder unbeschädigt ausgestossen wird.

Ein Plasmodium kann etwas grössere Nahrungsgegenstände als

die amöboiden Zellen aufnehmen, aber da die Nahrung dem Protoplasmastrom

folgen muss, wird der Durchmesser des Stromes entscheidend

für die Grösse der Nahrungsgegenstände. Die unaufgelösten

Reste werden ausgestossen und in einem Wall jederseits der Plasmodienzweige

hinterlassen. Wo ein Plasmodium sich unter Baumrinde

fortbewegt hat, also geschützt gegen Regen und Verwischungen,

wird es eine Spur hinterlassen, und zwar in Form einer mehr oder

weniger vollständigen schwarzen Zeichnung der Plasmodienzweige.

Die einzelnen Zweigspuren Isind dann entweder zwei paraHelle,

schwarze Linien mit reinem Mittelfeld oder ein einzelnes schwarzes

Band mit erhöhten Kanten. Die schwarz'e Partikeln sind die ausgestossenen

Reste der aufgenommenen N a:hrung.

7. DIE FUNDORTE.

Die Schleimpilze sind hauptsächlich an vermoderndes Holz geknüpft.

Keine Arten treten als Schmarotzer auf. Mitunter trifft man

Plasmodien auf Sporenträgern von Pilzen, besonders auf Porenpilzen,

mit dem Ergebnis, dass das Hymenium beschädigt wird. Trotzdem

ist nur von mechanischer Beschädigung die Rede, indem das

Plasmodium nur die vorhandenen Bakterien in sich aufnimmt, vielleicht

auch Sporen, wenn diese sehr klein sind, bis 4 p lang.


-167 -

Wenn man nicht selten Sporangien auf lebenden Pflanzen findet,

ist die Erklärung die, dass die Plasmodien auf ihrer Suche nach

einem passend trockenen Ort mit genügend Licht für die Sporangienbildung

von ihren ursprünglichen Standort dort hingewandert sind.

Weit die grösste Anzahl findet man in Wäldern, aber einzelne Arten

werden auch anderswo gefunden, z. B. auf Strandwiesen. In Wäldern

sucht man sie vor allem an der Unterseite von ziemlich dicken

bei gewöhnlicher Stubentemperatur, eventuell, wenn Larven im Holz

sind, auf einen warmen Heizkörper oder dergleichen. Wenn sie gut

nehmen, kann man es mit einfachen Mitteln machen. Ein scharfes

Taschenmesser und am besten auch eine kleine Säge (Hobbysäge)

ermöglicht es, dals Rinden- oder Holzstück, an dem die Sporangien

sitzen, freizumachen. Das Stück wird dann mit Hilfe einer Stecknadel

in einer Schachtel, Zigarrenkiste z. B., angebracht. Auf den Boden

zu beschädigen. Zu Hause stellt man sie nur in einen trockenen Raum

der Schachtel hat man eine Torfplatte gelegt und diese mit Papier

Auf diese Weise transportiert man die zarten Sporangien, ohne sie

überzogen, um darauf Notizen über die Funde machen zu können.

trocken sind, können sie unbegrenzte Zeit aufbewahrt werden, ohne

Schaden zu nehmen.

Zweigen und Holzstücken am Waldboden. Dünne Zweige und Holzsplitter

trocknen in regenlosen Perioden zu leicht aus. Auch auf

Baumstümpfen und -stämmen und auf dem Waldboden zwischen welken

Blättern kann man sie 'finden. Sehr sumpfige Strecken sind im

Allgemeinen keine guten Fundorte.

2000, wie aus folgender Liste zu ersehen ist.

eigentliche Einsammlungszeit ist durchaus von August bis November.

Fig. 3 zeigt


- 168 -

660

630

600

570

540

510

·180

·150

420

390

360

330

300

270

210

:n o

180

150

120

90

60

30

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. Monat.

24 17 38 61 62 38 90 256 392 642 17l 58 Gesamtanzahl Funde.

Fig. 3. Gesamtanzahl Funde aller Arten Schleimpilze bis 1960

während der zwölf Monate des Jahres.


- 169 -

10. BEKANNTE FUNDE DÄNISCHER SCHLEIMPILZE VOR 1960.

I ~ I ~ I ~ I ~ I ~ I ~ I ~ I ~ I ~ I g I ~ I ~ I ~ I Total

tuliginosa ..... . 2 1 3

tubulina ......... 1 1

incarnata ...... 2 2

4. Arcyria

cinerea ......... 1 1 1 16 16 7 4 7 53

5. Arcyria

denudata ..... . 1 5 1 2 3 14 28 51 21 6 3 135

6. Arcyria

10. Arcyria

11. Badharnia

12. Badharnia

13. Badharnia

14. Badharnia

1. A rnaurochaete

7. Arcyria

15. Badharnia

2. Arnaurochaete

8. Arcyria

3. Arcyodes

16. Badharnia

9. Arcyria

17. Breteldia

18. Ceratiornyxa

19. Cornatricha

20. Cornatricha

21. Cornatricha

22. Crateriurn

23. Crateriurn

24. C1"ateriurn

25. Cribraria

26. Cribraria

incarnata . ..... 2 2 14 23 22 8 1 5 77

nutans . . . . .... . 1 12 9 3 3 3 31

oerstedii ...... 1 1

pornitorrnis ... 1 1 2

capsulitera ... kein Material

toliicola .... .. ... 2 2 4

lilacina .... ..... 2 2

rnacrocarpa .. . 3 3

panicea ......... 1 1 2 3 1 1 9

utricularis ...... 4 1 2 15 3 3 3 31

rnaxirna . .. .. .. .. 1 1 1 6 3 4 16

truticulosa ... 1 2 2 7 11 9 32

nigra ... ...... ... 3 3 1 2 11 10 15 11 2 6 64

terruginea ...... 3 1 4

pulchella .... .. kein Material

typhoides .. . ... 7 10 1 2 29

aureurn . .. ... ... kein Material

l eucocephalttrn 2 3 5 1 8 19

rninuturn . .... . 1 1 5 14 1 1 3 26

argillacea ...... 1 4 2 3 10

aurantiaca ...... 2 4 3 9

1 1 11 3 1 41

o. D. ohne Datum.


27. Oribraria

I ~ I & I ~ I ~ I ~ I ~ I ~ I % I ~ I ~ I ~ I ~ I ~ I Total

! I I I

intricata ...... kein Material

28. Oribraria

ru/a ............ 2 1 1 4

29. Oribraria

splendens ...... 1 1

30. Diachea

leucopoda .. .. . . 1 2 1 4

31. Dictydiaethalium

plumbeum ...... 1 1 2 2 1 8 4 2 21

32. Dictydium

o. D. ohne Datum.

cancellatum ." 4 8 5 1 18

33. Di,derma

deplanatum ... 1 1 2 4

34. Diderma

effusum ......... 3 1 3 7

35. Diderma

/lori/orme ...... 3 1 4

36. Diderma

hemisphaericum kein Material

37. Diderma

simplex ......... ·1 1

38. Diderma

sp'Ltmarioides ... 3 1 2 1 2 9

39. Diderma

testaceum ...... 1 1

40. Diderma

trevelyani ...... 1 2 3

41. Didymium

clavus ..... .. .. 3 2 1 3 9

42. Didymium

crustaceum ... 1 1 2

43. Didymium

difforme ...... 4 1 1 1 3 2 4 3 1 4 24

44. Didymium

melanospermum 1 4 19 49 6 1 1 81

45. Didymium

nigripes ......... 2 2 4

46. Didymium

squamulosum 2 2 2 2 4 4 3 4 23

47. Enerthenema

papillatum ... 3 3 7 3 1 1 18

48. Enteridium

olivaceum ...... 4 1 5

49. Enteridium

50. Fuligo

51. Fuligo

52. Fuligo

rozeanum .. .. . . 2 2

cinerea ......... 1 1 2

muscorum ...... kein Material

septica ..... .. .. 1 1 4 6 21 21 15 4 73

53. Hemitrichia

clavata ......... 1 1 2

170


I i I I

serpula ......... kein Material

vesparium . ... . . 3 7 10 4 1 4 6 14 3 2 1 55

columbinum . .. 2 2

fragilis ......... 1 1 8 15 13 1 3 6 48

carestianum ... 1 1

63, Licea

parasiti ca . ... . . kein Material

64. Licea

61. Lepidoderma

62. Licea

65 . Licea

54. H emitrichia

66. Lindbladia

67. Lycogala

55. H emitrichia

68. Lycogala

56. Lamproderma

arcyrioides .. . 1 1 1 1 4

57 . Lamproderma

69. Mucilago

70. Oligonema

58. Lamproderma

cri bra'ri oi des .. . 1 1

59. Leocarpus

71. Perichaena

72. Perichaena

60. L epidoderma

73. Physa1'um

74. Physarum

75. Physarum

76. Physarum

77. Physarum

78. Physarum

79. Physarum

80. Physarum

leucophaeu m ... 1 1 2 5 18 30 2 1 3 63

tigrinum ..... . 3 3

minima - 1 1

variabilis . ... . . 2 1 5

tenera ... .. . ... hat im Laboratorium fruktifiziert

effusa .. .. .. .. . .. . kein Material

flavofuscum .. . 4 2 1 7

epidendrum ... 1 6 7 3 12 13 21 3 3 69

spongiosa .. . ... 1 2 2 2 1 4: 12

schweinitzii .. . 1 1 1 2 1 6

corticalis ... . . . 4 2 1 2 2 1 3 7 6 1 1 30

depressa . ... . . 1 1 1 1 4

cinereum . . .... 1 1 3 5 5 1 4 20

citrinum .. ... . kein Material

compressum ... 3 1 4

cong lomeratum kein Material

contextum .. . ... 2 3 3 9

didermoides ... kein Material

gyrosum . . .... 1 2 3

...... . . .

171

1 1 1 2 1

I I I I

I I I 11

o. D. ohne Datum.


81. Physarum

I ~ I ~ I ~ I ~ I ~ I ~ I g I ~ I ~ I ~ I ~ I ~ I ~ I Total

nutans .... . .... 1 4 4 11 28 47 5 3 7 110

82. Physarum

psittacinum ... 1 1 1 3

83. Physarum

bivalve ......... 1 1

84. Physarum

virescens ...... 1 1 1 3

85. Physarum

o. D. = ohne Datum.

1 24/17/ 38/ 61 / 62 / 38 / 90 /256 /392 / 642 1171 1 58 114311992

viride . ......... .. 1 1 1 3

86. Reticularia

lycoperdon . .... . 19 3 3 5 2 4 36

87. Stemonitis

axitera ......... 1 1 2 3 2 9

88 . Stemonitis

tlavogenita ... 1 1 1 3

89. Stemonitis

tusca . . . . ...... .. 2 14 14 19 8 3 4 64

90. Stemonitis

smithii ........ . 2 1 6 2 11

91. Stemonitis

splendens .... .. 1 1 2

92. Stemonitis

93. Tricl'Lia

94. Trichia

95. Trichia

96. Trichia

97. T richia

98. Trichia

99. T richia

100. Trichia

101. Trichia

102. Tubitera

hyperopta ..... . 1 1

attinis . ........ 2 2

botrytis ... . ... .. 2 9 4 2 17

contorta ......... 1 1 1 2 2 1 8

tavoginea .... . . 1 1 1 1 4

tloritormis ...... 1 2 2 1 6

persimiZis ...... 2 2 4 7 4 2 9 20 4 3 1 58

pusilla .. . ... . .. 4 3 5 4 1 6 13 47 16 10 4 113

scabra ......... 3 3 1 6 11 6 30

varia ............ 6 4 10 12 2 1 1 4 31 106 27 11 9 224

terruginosa ... 12 19 13 2 2 4 52

172


- 173 -

nehmen muss - einige Arten sind sehr augenfällig, andere können

Schleimpilze, die man im April findet, sind den ganzen Winter dagewesen.

Der Rückgang im Juni muss auf der geringen Regenmenge

dieses Monats beruhen.

kaum ohne Vergrösserung entdeckt werden, einige sitzen frei sichtbar,

andere in Hohlräumen versteckt, Pilzexkursionen unternimmt

man hauptsächlich in den Herbstmonaten usw., - ist der Verlauf

der Kurve doch so charakteristisch, dass sie mit grosser Wahrscheinlichkeit

als im Wesentlichen richtig angesehen werden kann. Ein

Fehler ist doch einleuchtend. Für die Monate Dezember-April sollte

die Kurve gewiss eine waagerechte gerade Linie sein, weil zu dieser

Zeit des Jahres keine neuen Sporangien gebildet werden, d. h. die

Sporangienstadium überwintern. In einzelnen Fällen können sie

Aus der Liste geht hervor, dass einige Arten ausgeprägte Sommerarten

sind, z. B. ReticuZaria Zycoperdon und Ceratiomyxa fruticuZosa,

und dass andere, besonders Trichia-Arten nicht selten im

(Fig. 4).

Sporangi'en i'st oft unnormal entwicklet, mitunter ganz monströs.

als Plasmodien überwintern. Das CapHlitium in überwinternden

Elateren monströs wegen schlechter Wachstums bedingungen. - 250 X .

Trotz allem Vorbehalt, den man einer solchen Liste gegenüber

Fig. 4. Trichia pu.silla.


11. DIE SCHLEIMPILZE ALS UNTERSUCHUNGS­

MATERIAL.

Einige Schleimpilz'e kann man unter Laboratoriumsverhältnissen

ihre Entwicklung von Generation zu Generation durchlaufen lassen,

wobei es möglich wird, ihren Aufbau, ihre Ernährung, Bewegungen

usw. in allen Stadien zu studieren. Folgendes Verfahren kann empfohlen

werden:

Die Sporen bringt man in einer Keimkammer, d. h. auf einem

Objektglas, zum Keimen. Auf dem Objektglas hat man einen Glasoder

Plastikring, za. 18 mm in Durchmesser und 5 mm hoch, mit

Vaseline wasserdicht angebracht. Der Boden dieses Behälters wird

ganz mit Wasser bedeckt. Sporen aus einem zerquetschten Sporangium

werden in einem Wassertropfen (Leitungswasser) mitten auf

ein Deckglas gelegt, das man vorsichtig umkehrt und als Deckel über

den Ring legt, dessen Oberrand auch mit Vaseline versehen ist. Durch

einen leichten Druck sichert man sich, dass die Kammer luftdicht

wird.

Nach Verlauf einer passenden Zeit, einigen Stunden oder einigen

Tagen, abhängig u. a. vom Zustand der Sporen, machen sich die

Schwärmerzellen frei und können nun unter dem Mikroskop beobachtet

werden. Mehr als 100 Arten sind auf diese Weise zum Keimen

gebracht worden. Der eine Verfasser (K. B.) hat bei folgenden Arten

die Freimachung der Schwärmerzellen erzielt: Badhamia lilacina) B.

panicea) B. utricularis) Comatricha nigra) Dictydiaethalium plumbeum)

Didymium melanospermum) D. squamulosum) Fuligo septica)

Hemitrichia vesparium) Physarum didermoides) Reticularia lycoperdon)

Stemonitis smithii) Trichia scabra und T. varia.

Von den 14 erwähnten Arten konnten die 6 bis zum Sporangienstadium

durchgeführt werden, nämlich: Badhamia lilacina) B. panicea)

B. utricularis) Didymium melanospermum) D. squamulosum und Physarum

didermoides) während 3: Comatricha nigra) Fuligo septica und

Trichia varia im Plasmodiumstadium den Wuchs einstellten, und die

übrigen Arten nicht über das Schwärmerstadium hinauskamen.

Viele Versuche sind gemacht worden, um das Keimungsprozent

zu erhöhen. Es ist oft klein, bis weniger als 1 %, es kann sich aber

auch wie bei Reticularia lycoperdon den 100 % nähern. Bei Tubifera

ferruginosa ist es noch nicht gelungen, Schwärmerzellen freizumachen.

Bei dieser Art müssen unbekannte Bedingungen erfüllt werden,

ehe sie wirks'am wird. Bei anderen Arten findet m'an, dass Sporen

- 174 -


- 175 -

Von den vielen Versuchen, die Keimmöglichkeiten zu erhöhen,

EUGEN W. ELLIOTT meint, eine günstigere Wirkung durch vorausgehende

Entfettung der Sporen mit Taurocholat und nachfolgender

1949).

Zentrifugierung erzielt zu haben. Auch die Teilung der Schwärmerzellen

ging lebhafter vor sich nach solcher Belhandlung (ELLIOTT

aus einigen Sporangien willig keimen, während Sporen aus anderen

Sporangien desselben Bestandes im Ruhezustand verbleiben.

und Austrocknen der Sporen erreicht werden. Eine Versuchsserie,

die im Pflanzenphysiologischen Institut der Universität in Kopenhagen

ausgeführt wurde, wollte eine mögliche Einwirkung des Gibberellins

auf die Keimkraft prüfen. Das Ergebnis des VeI1suchs war,

dass dieser Stoff in der Beziehung unwirksam war.

sei hier eine Serie erwähnt, die von ROBERT E. SMART durchgeführt

ist, womit er nachwies, dass das Keimungsprozent grösser wird, wenn

die Keimung einer bestimmten Art in Wasser geschieht, dem man den

Keimkammer geschehen, aber die weitere EntwicMung fordert, dass

Nahrungszufuhr zu ermöglichen.

Absud eines bestimmten Substrates hinzufügt. Beispiele: Fuligo septica

keimt am besten in einem Absud aus Eichenrinde und Holz, Craterium

leucocephalum in einem Absud aus Eichenblättern, Comatricha

nigra in einem Absud aus Kiefern (Pinus) (SMART 1937).

das Ploasmodium auf ein Agarsubstrat überge[führt wird, um eine

nahrungsfreien Agar. Nach ein paar Tagen werden sich dann eins

Mikrozysten geworden sind, hebt man das Deckglas mit dem Wassertropfen

aus dem Ring und legt es in eine Petrischale auf 1,5-2 %

freie Agarfläche hinübersuchen, und die Fütterung kann anfangen.

oder mehrere Plasmodien gebildet haben, die vom Deckglas auf die

man zu reichlich, nehmen Bakterien und Pilze die Überhand und

Einzelne feingestossene Haferflocken, 15 Minutten bei 120 0 C autoklaviert,

werden über das Ploasmodium gestreut. Die Aufgabe dieser

Flocken ist hauptsächlich die, als Nahrung für Bakterien zu dienen,

von denen das Plasmodium leben kann, obgleich die Flocken auch

in einigem Grade dem Plasmodium direkt als Nahrung dienen. Man

darf nicht mehr Haferflocken geben, als das Plasmodium in 24 Stunden

verbraucht, und eine Fütterung muss täglich geschehen. Füttert

Einige Wirkung kann mitunter durch wiederholtes Aufweichen

Der Übergang von Schwärmerzellen zum Plasmodium kann in der

Wenn eine Anzahl Schwärmerzellen freigemacht und eventuell zu


hindern die Bedingungen für das Gedeihen des Plasmodiums, indem

z. B. der Säuregrad geändert wird. Am besten ist pH = 6.

Man kann den nahrungsfreien Agar mit Puffer versehen, um das

pH auf 6 zu halten. Es verlängert die Zeit der günstigen Wuchsbedingungen,

so dass das Plasmodium kräftiger wird und imstande

ist, viele Sporangien zu bilden. Zu diesem Zweck wird es praktisch

sein, eine Erlenmeyerflasche, mit \Vatte verschlossen, zu verwenden.

In der Petrischale schneidet man ein Stück Agar mit Plasmodium

aus, 0,5-1 cm 2 , so rein wie möglich, im Besonderen müssen Schimmelpilze

vermieden werden, und dieses Stück wird auf die Agaroberfläche

in der Erlenmeyerflasche übergeführt. Hier wird das Plasmodium

sich schnell ausbreiten und kann darauf bei vorsichtiger Fütterung

in kräftigen Wuchs mit nachfolgender Sporangienbildung gebracht

werden.

Die Entwicklung von der Spore bis zum Sporangium kann in 1-1,5

Monaten zu Ende gebracht sein.

In einigen Fällen sieht man, dass Schleimpilze sich akklimatisieren

können, so dass die zweite Generation sich unter den gegebenen Verhältnissen

besser entwickelt als die erste. Andererseits bringt man

sie kaum zur Bildung vollkommener Sporangien. Oft sind die Sporen

von ungleicher Grösse, mit Riesensporen vermischt, wie auch das Peridium

Unregelmässigkeiten zeigt, und oft fehlt der Stiel, aber je

näher man den natürlichen Verhältnissen kommt, desto bessere Ergebnisse.

Senkt man z. B. den Feuchtigkeitsgrad der Luft unmittelbar

vor und während der Sporangienbildung, können Stiele gebildet werden,

die dem Normalen nahe kommen.

Wenn exakte Versuche bezweckt sind, muss das Plasmodium steril

sein. Das erreicht man, wenn man es über eine sterile Agarfläche

leitet. Bakterien, Pilzsporen und dergleichen werden in der Kriechspur

hinterlassen, aber gleichzeitig hungert das Plasmodium und wird kleiner,

und die Überführung in den Versuchskolben muss deshalb vorgenommen

werden, ehe es den Wuchs ganz einstellt. Für weitergehende

Auskünfte über Metoden und Materialien zu einer Reihe

von Experimenten kann auf eine Abhandlung von J. C. SOBELS verwiesen

werden. Hier werden Ernährungsversuche mit Schleimpilzen

beschrieben (SOBELS 1950).

- 176 -


2

J

1

1

I

1

- 177-

III. SPEZIELLER TEIL.

BESTIMMUNGSTABELLE FÜR DIE SCHLEIMPILZE

(MYXOMYCET ES).

1. Klasse. Myxomycetes.

Sporen werden auf der Oberfläche von Sporophoren gebildet

1. Unterklasse. Ceratiomyxomycetidae) p. 182

2. Unterklasse. Myxogastromycetidae) p. 183

2

"t 1. Ordnung. Liceales) p. 183

f Ohne Capillitium, Pseudocapillitium oft vorhanden ........... .

violet .................. A. Hellsporige. Lamprosporeae) p. 183

Sporenmasse bleich, gelb, graubraun oder olivenfarbig, nie

Ohne PseudocapiHitium ............................................... .

Mit Pseudocapillitium ... 2. Familie. Reticulariaceae) p. 187

Sporenmasse schwarz, dunkelviolett oder rostfarben ........ .

Sporen werden in Sporozysten gebildet .......................... .

Mit Capillitium ............... 2. Ordnung. Trichiales) p. 198

FRIESIA VII 12

Das Peridium öffnet sich entweder durch Deckel oder mehr

Sporangien zu einem Pseudoaethalium zusammengedrückt.

oder weniger unregelmäs'8ig bei der Sporenreife .............. .

Das Peridium bildet bei der Sporenreife ein Netz (unvollständig

oder fehlend bei Lindbladia) ............................. .

Freie Sporangien, Plasmodiocarpien oder Aethalien.

2. Unterklasse. Myxogastromycetidae.

A. Hellsporige. Lamprosporeae.

B. Dunkelsporige. Amaurosporeae) p. 216

1. Familie. Liceaceae.

1. Ordnung. Liceales.

3. Familie. Cribrariaceae) p. 192

1. Familie. Liceaceae) p. 183

2. Gattung. Tubijera) p. 186

1. Gattung. Licea) p. 183


2. Familie. Reticulariaceae.

Aethalien hochgewölbt, fast kugelig ... ..... .. ............ .. .... . .

1 1. Gattung. Lycogala) p. 187

{

Aethalien flachgedrückt, kissenförmig .. ....... .. .. ...... ... ... . .

2 { ::::::::: ::: :~:::e:1~J.:t)t:~:eE~~:E:l::~;~ ' :P. :189

2

3

* ) keine Arten in Dänemark gefunden.

2. Familie. TTichiaceae.

Capillitienfäden mit Warzen, Ringen, Halbringen, Stacheln

oder fast glatt ..... ... ..... .. ..... .... ..... ... .. ... ...... ... ..... ...... .. .

Capillitienfäden mit Spiralbändern, mitunter schwach, oft

mit Stacheln .... ....... .. ..... .. ..... .... ... .. ........... .. ...... ......... .

1. Familie. Dianemaceae.

Keine dänischen Arten.

2. Ordnung. TrichiaZes.

Capillitium aus massiven Fäden, die vom Peridium ausgehen

(1. Familie. Dianemaceae) -)(.)

Capillitium aus röhrigen Fäden, frei oder von der Columella

ausgehend, evtl. v. d. Pseudocolumella .. ... .. .. ... ......... .... . .

2. Familie. Trichiaceae) p. 198

3. Familie. Cribrariaceae.

Aethalium oder Pseudoaethalium .. ...... ...... .......... ....... . .

1. Gattung. LindbZadia) p. 192

Freie Sporangien ... .... ... ... .. ... ..... .. ............. .. .. ..... ......... .

Das Peridium bildet ein Netz bei der Sporenreife .. ... ...... .

2. Gattung. Cribraria) p. 193

2 Das Peridium bildet meridiangestellte Rippen mit dünnen

Querfäden bei der Sporenreife .. ..... ....... .. .. ....... ........ .. ... .

3. Gattung. Dictydium) p. 197

J

3

l

Pseudocapillitium aus unregelmässigen Bändern mit faserigem

Rand ... .. .... ... ........ . 3. Gattung. Reticularia) p. 190

Pseu~ocapill.~tium aus durchlöcherten Platten, .~itunter mit

faserIgen Randern ... ...... 4. Gattung. Entend~um ) p. 191

- 178-

4

2

2


3

- 179-

Capillitienfäden dünn, uneben, oft fein warzig oder stachelig,

bHden kein Netz .......... ..... 1. Gattung. Perichaena) p. 198

Capillitienfäden bilden ein Netz ........................ ........... .

Fäden dicht warzig, nicht elastisch, Peridium öffnet sich

oben, übrigens ble.ibend ... . .. 2. Gattung. Arcyodes) p. 199

Fäden nur mit dichtsitzenden, deutlichen Ringen, Peridium

öffnet sich unregelmässig oben . .. ................. .. .. ....... .. .. .

3. Gattung. Cornuvia) p. 200

Fäden mit Halbringen, Ringen, Stacheln, Warzen, elastisch,

Peridium verschwindet mit Ausnahme eines Bechers ........ .

4. Gattung. Arcyria) p. 201

Capillitienfäden kurz, frei, mitunter verzweigt ... ..... .. ... . .. . .

Capillitienfäden lang, mitunter netzbildend ........... ......... .

Spiralbänder deutlich, vollständig . .... .... .. .. . .. .. .. ....... .... . .

5. Gattung. Trichia) p. 206

Spiralbänder schwach, unregelmässig .... ..... ............. ....... .

6. Gattung. Oligonema) p. 213

Spiralbänder deutlich, vollständig

7. Gattung. Hemitrichia) p. 214

Spiralbänder schwach, von Gruben unterbrochen . .. .......... . .

(8. Gattung. Calonema) ,* )

3

5

6

B. Dunkelsporige. Amaurosporeae.

!

Keine Kalkbildungen im Peridium oder im Capillitium

3. Ordnung. Stemonitales) p. 216

Kalkbildungen im Peridium oder im Capillitium oder in

bei den . .. .... .. ....... ........... 4. Ordnung. Physarales) p. 231

3. Ordnung. Stemonitales.

sporenmasse weiss, Sporangien gestielt, 40-50,u im Durch-

1 messer ........... .......... 1. Familie. Echinosteliaceae) p. 180

{

Sporenmasse andersfarbig .. .. . .. ... . .. .. .. .. ... .. ... .... ... . ... .... 2

Freie Sporangien ohne Columella, Aussenschicht des Peridiums

in feuchtem Zustand gallertartig ......... ................... ..

2 2. Familie. Collodermataceae) p. 180

Freie Sporangien öfters mit Columella, Peridium nicht gallertartig

... .... .. ....... ... .. 3. Familie. Stemonitaceae, p. 216

* ) nicht in Dänemark gefunden.

12*


- 180-

1. Familie. Echinosteliaceae.

Keine dänischen Arten.

2. Familie. Collodermataceae.

Keine dänischen Arten.

3. Familie. Sternon1.taceae.

Aethalien

Sporangien oder Pseudoaethalien

2

3

Capillitium geht vom Boden des Aethaliums aus als Bänder,

die sich nach oben verzweigen und in freien Spitzen endigen

2 1. Gattung. Amaurochaete) p. 216

Capillitium aus verbundenen quergehenden Fäden mit Blasen

an der Verbindungsstelle ...... 2. Gattung. Brefeldia) p. 217

Mit Kalk in Stiel und Columella

3. Gattung. Diachea) p. 219

Ohne Kalk in Stiel und Columella ................................ .

Columella endigt mit einer Scheibe an der Spitze des Sporangiums

......... ...... ....... .. 4. Gattung. Enerthenema) p. 220

Columella erreicht nicht die Spitze der Columella ........... .

Capillitium von den Seiten der Columella ausgehend ........ .

Capillitium hauptsächlich von der Spitze der Columella ausgehend

.................................................................... .

4

5

6

7

Die äussersten Fadenspitzen bilden ein Oberflächennetz ... .. .

5. Gattung. Stemonitis) p. 221

Die äussersten Fadenspitzen frei, kein Oberflächennetz ..... .

6. Gattung. Comatricha) p. 226

Fadenspitzen mit schildförmigen Peridienresten .............. .

(Clastoderma) *)

7 Fadenspitzen frei, der Boden des Peridiums ein bleibender

mehr oder weniger vollständiger Becher ...... .... ... .... .... .. .

7. Gattung. Lamproderma) p. 229

*) nicht in Dänemark gefunden.


- 181-

1

4. Ordnung. Physarales.

Kalkbildungen sowohl im Peridium als im Capillitium ..... .

1. Familie. Physaraceae) p. 231

Kalkbildungen nur im Peridium ................................... .

2. Familie. Didymiaceae) p. 251

1. Familie. Physaraceae.

Mit Aethalien ........... ... .......... 1. Gattung. Fuligo) p. 232

Mit Sporangien oder Plasmodiocarpien .. ................ .. ... ... .

Capillitium aus Kalkplatten mit wenigen, kurzen, hyalinen

Verbindungsfäden ... .. .... ... 2. Gattung. Badhamia) p. 233

Capillitium aus hyalinen Fäden mit kalkgefüllten Erweiterungen

........... ........ .... .. .. .. .................. .. .................. ... . .

Peridium öffnet sich mit einem Deckel. Der untere Teil ein

bleibender, mehr oder weniger tiefer Becher .................... .

3. Gattung. Craterium) p. 237

Peridium öffnet sich unregelmässig ........ ...... ............ .. .. .. .

Peridium mit mattfarbiger Kalkschicht an der Aussenseite

4. Gattung. Physarum) p. 240

Peridium lackartig glitzernd, ohne äussere Kalkschicht ..... .

5. Gattung. Leocarpus) p. 250

2

3

4

1

2. Familie. Didymiaceae.

Kalkbildungen des Peridiums körnig abgerundet ........... ... .

1 1. Gattung. Diderma) p. 251

Kalkbildungen sternförmig, oder unregelmässig kantig, krystallinisch

................................................................. .

2 {

3 {

Mit Aethalien oder Pseudoaethalien ....................... ... .. .... .

2. Gattung. Mucilago) p. 258

Mit Sporangien oder Plasmodiocarpien .......................... .

Peridium mehlig oder ähnlich einer Eierschale ................. .

3. Gattung. Didymium) p. 259

Oberfläche des Peridiums mehr oder weniger schuppig ..... .

Peridium schuppig an der ganzen Oberfläche .......... ... ... .. .. .

4. Gattung. L epidoderma) p. 265

Peridium nur unten schuppig, irisierend .......................... .

4 1

(Leptoderma) *)

2

3

4

*) nicht in Dänemark gefunden.


- 182 -

--,~ 50

f' r: i ',.'--.

\\S· ...

Die Zahlen in Klammern hinter den Fundorten sind Nummern für Fundgebiete

auf der Karte über die topographisch-botanische Untersuchung

Dänemarks.

1. UNTERKLASSE. CERATIOMYXOMYCETIDAE.

Diese Unterklasse innerhalb der Schleimpilze umfasst nur eine

Gattung, Ceratiomyxa SCHROET., mit zwei Arten, von denen nur die

untenerwähnte ausserhalb der tropischen Zone vorkommt.

Gattung. CERATIOMYXA SCHROET. 1889.

Lit.: SCHROETER 1889, p. 16.

Ceratiomyxa fruticulosa (MÜLL.) MACBR. 1899.

Taf. 1, fig. 1.

Syn.: Ceratium hydnoides ALB. & SCHW., RAUNK. 1888, p. 103; Ceratiomyxa

mucida SCHROET., ELLIOTT 1926, p. 359.


- 183 -

Lit.: MÜLL. 17'77, Fl. Dan. 12: tab. 718, fig. 2 (Byssus jruticulosa);

MACBR. 1899, p. 18; RAUNK. 1888, p. 103; ROSTR. 1925, p. 88; ELLIOTT 1926,

p.359.

P 1 a s m 0 d i u m wasserklar, mitunter mit gelblichem, rötlichem

oder grünlichem Schimmer. Aus einem in der Regel zusammenhängenden

H y pot hall u s mit ähnlichen Farbvariationen wie das Plasmodium

gehen aufrechte, meist fadenförmige, mehr oder weniger

verzweigte und anastomosierende, bis 10 mm hohe S p 0 r 0 p h 0 ren

hervor. Deren Oberfläche ist aus kantigen, schwach konvexen Feldern

gebildet, deren Mitte sich zu einer dünnen Spitze erhebt, die

eine Spore trägt. Sowohl Hypothallus als Sporophoren sind schleimig,

gallertartig und werden bei der leise·sten Berührung zerstört. S p 0-

ren m ass eweiss. S p 0 ren glatt, farblos, ellipsoidisch 10-13 X

6-7 /-l.

Auf totem Holz von Nadel- und Laubbäumen, sowohl an der

Oberfläche als in dunklen Hohlräumen. Ziemlich gemein nach reichlichem

Regen in den Sommermonaten Mai-September.

Substrat pflanzen.

Abies alba) Alnus sp., Fagus silvatica) Picea abies) P. sitchensis) Pinus

silvestris) Ulmus sp.

Fundgebiete.

2, 4, 10, 11, 13a-15, 18-22b, 24, 29, 31, 32, 34, 35, 40-42, 44-47.

2. UNTERKLASSE. MYXOGASTROMYCETIDAE.

A. Hellsporige. LAMPROSPOREAE.

Lit.: SCHRA D . 1797, p. 16.

1. ORDNUNG. LICEALES.

1. Familie. LICEACEAE.

1. Gattung. LICEA SCHRAD. 1797.

Charakteristisch für die Gattung ist der vollständige Mangel an

Capillitium. Die meisten Arten sind so klein, dass sie kaum ohne

Lupe entdeckt werden können. Die Gattung umfasst 11 Arten, von

denen 4 in Dänemark gefunden sind.


- 184 -

Langgestreckte Plasmodiocarpien ............... 1. L. varia bilis

Sporangien

Peridium öffnet sich durch Risse .................................. ..

Peridium öffnet sich durch Deckel ............... 2. L. parasitica

Peridium öffnet sich unregelmässig .................. 3. L. tenera

Peridium öfrfnet sich sternförmig ...... ...... ...... 4. L. minima

2

3

1. Licea variabilis SCHRAD. 1797.

Taf. 1, fig. 2.

Lit.: SHCRAD. 1797, p. 18, tab. VI, fig. 5 und 6.

PI a s m 0 d i u m dunkelgelb oder rosa. PI a s m 0 d i 0 c ar pie n

0,5-1 mm breit, 1-10 mm lang, verzweigt oder unverzweigt, mitunter

mit einzelnen freien, polsterförmigen S p 0 r an g i e n, gelbbraun bis

schwarz. Per i d i u m doppelt, eine innere häutige und eine äussere

dicke Schicht aus dunklem, etwas glänzendem Material. Die äussere

Schicht fehlt doch oft. Das Öffnen bei der Sporenreife geschieht

durch unregelmässige Spalten. S p 0 ren m ass e gelbbraun. S p 0-

ren hell olivenbraun, fein gestachelt, 11-14 J~.

Auf totem Holz, besonders von Nadelbäumen. Vielleicht nicht

selten, aber nicht leicht zu entdecken.

Substratpflanzen.

Picea sp., Pinus sp.

Fundorte.

J. Ajstrup Skov bei Hadsund (13b), 13.10.1957, A. B. K; Plantage bei

Glresborg Krer (22b), 13.8.1958, A. B. K; Stavnshoved Plantage (22b),

17.8.1958, A. B. K; Blichers Plantage bei Spentrup (13b), 26.10.1958,

A. B. K; Wald zwischen L0vskal und Viskum (14), 22.11.1959, A. B. K;

N0rlund Skov bei Arden (11), 16.8.1960, A. B. K; Vindum Skov (14)

22.8.1961, A. B. K; Risager Skov bei R0rb


- 185 -

kleinen Stückchen ab, mitunter fehlt er, und das Sporangium öffnet

sich dann oben unregelmässig. S p 0 ren m ass e braun. S p 0 ren

dickwandig, glatt, 11-16 p.

Auf Flechten und Rinde. Selten.

Fundorte.

S. Hundige skole (40), 4.10.1948 (Nr. 14085) und 16.10.1949 (Nr.

14230), auf Sambucus nigra L., teils über Flechtenthallus wachsend, teils

zwischen Algen, leg. M. SKYTTE CHRISTIANSEN et det. R. SANTESSON.

R. SANTESSON hat motiviert, dass ZUKAL'S Artsbezeichung als ein

nomen confusum angesehen werden muss, und dass die Art deshalb,

den internationalen Nomenklaturregeln nach, Orcadella singuZaris

(JAHN) R. SANTESSON heissen muss, indem die Gattung Orcadella

aufrechterhalten wird (SANTESSON 1948, p. 46).

Lit.: JAHN 1919, p . ö65.

3. Licea tenera J AHN 1919.

PI a s m 0 d i um? S po ra n g i e n zerstreut, sitzend, halbkugelig

bis eiförmig, 0,1-0,5 mm im Durchmesser. Per i d i u m erst rot,

danach hell gelbbraun bis fast schwarz, abhängig davon, wie viel

dunkles, körniges Material an der Aussenseite abgeschieden ist. öffnet

sich unregelmässig bei der Sporenreife. S p 0 ren m ass e hellgelb.

S p 0 ren feingestachelt, 10-12 p.

Auf totem Holz und auf Dünger. Nur ein Fund.

Fundort.

S. Ermelunden (45b), 15.3.1960, K. B. Erschien auf Torferde mit welken

Blättern und Zweigstückchen, die nach Hause gebracht und in eine

Petrischale gelegt waren, wo das Material passend feucht gehalten wurde.

Lit.: FR. 1829, p. 199.

4. Licea minima FR. 1829.

P las m 0 d i u m klar bis grau, später gelb. S p 0 r a n g i e n

zerstreut oder in Haufen, breit festgewachsen, 0,1-0,5 mm im Diameter.

Per i d i u m braun bis fast schwarz je nach der Menge des

ausgeschiedenen dunklen, körnigen Materials an der Aussenseite.


- 186 -

öffnet sich sternförmig mit 3-5 etwas unregelmässigen Zipfeln. S p 0 -

ren m ass e rotbraun. S p 0 ren fein gestachelt, 9-13 /-l.

Auf Nadelholz. Nur ein Fund.

Fundort.

F . Skärup (32), Februar 1879, ROSTR.

Die Licea-Arten sind vielleicht nicht so selten, wie die Anzahl

der Funde vermuten lässt. Ihre geringe Grösse und die wenig augenfälligen

Farben bewirken, dass man ihrer nicht ansichtig wird. Licea

pusiZla SCHRAD., die der L. minima sehr ähnlich sieht, aber grösser

werden kann, bis 1 mm im Diameter und mit den Sporenmaszen

16-20 /-l, ist in Schweden und in Deutschland gefunden.

Lit.: GMEL. 1791, p. 1472.

2. Gattung. TUßIFERA GMEL.1791.

Die zylindrischen Sporangien dicht gedrängt in einem Pseudoaethalium

auf einem dicken, schwammigen Hypothallus. Kein Capillitium.

Die Gattung umfasst drei Arten, von denen nur eine in Dänemark

gefundet ist.

Tubifera ferruginosa (BATSCH) GMEL. 1791.

Syn.: (?) TubuZitera Cremor MüLL. 1775, FI. Dan. 11: tab. 659, fig. 1;

TubuUna tragitormis SCHUM., Enum. PI. H, 1803, p. 220; Tubulina cylindr

ica (BULL.) RAUNK. 1888, p. 46.

Lit.: BATSCH 1786, p. 261 (Stemonitis terruginosa) " GMEL 1791, p. 1472;

RAUNK. 1888, p. 46; ROSTR. 1925, p. 88; ELLIOTT 1926, p. 365.

PI a s m 0 d i u m klar-weiss, später rötlich, zuletzt braun.

S p 0 r an g i e n 0,4 mm im Diameter, bis 5 mm hoch, zylindrisch,

aber so dicht zusammengedrängt, dass sie dadurch mitunter die

Form ändern, zimtbraun. Ps e u d 0 a e t haI i u m meistens 1-2 cm

im Diameter, kann aber bis 15 cm als grösste Dimension haben.

H y pot hall u s dick, schwammig, ungefähr wie eine unregelmässige

Bienenwabe. S p 0 ren m ass e zimtbraun. S p 0 ren netzartig

grubig auf dem grössten Teil der Oberfläche, übrigens glatt, 5-8 /-l.

Besonders auf moosbedeckten Baumstümpfen. Da die Art gemein

ist, leicht kenntlich, frei sichtbar ist und eine augenfällige Farbe

hat, ist sie eine unsere häufigst notierten Schleimpilze.


Substratpflanzen.

- 187-

Abies alba, Alnus sp., Fagus silvaNcaJ Picea abies J Quercus sp.,

Fundgebiete.

2, 4, 10, 11, 13a-16, 18-20, 22a, 22b, 31, 32, 34, 36, 37, 41, 43, 45a-47.

2. Familie. RETICULARIACEAE.

1. Gattung. LVCOGALA [MICHELI] ADANS. 1763.

Lit.: MICHEL! 1729, p. 215, tab. 95; ADANS. 1763, p. 7.

farbig). S p 0 ren warzig oder stachelig mit schwacher Netzzeichnung,

5-7 p.

2. L. epidendrum

Ulmus sp.

in die Sporenmasse erstrecken. Sporenmasse hell rötlich bis hell

Aethalien, meistens in Haufen oder Gruppen, mit Pseudocapillitium

aus unregelmässigen verzweigten Röhren, die sich vom Cortex

gelbgrau.

MÜLLER, D., Friesia 5, p. 309-11, fig. 1 (Photo), fig. 2 (Zeichnung).

PI a s m 0 d i u m hellrot-ockerfarbig-bleich. A e t haI i e n einzeln,

zerstreut oder teilweise in Gruppen von 2-5 oder mehr zusammenhängend,

meistens 2-4 cm an grösster Dimension. C 0 r tex

aus drei Schichten bestehend, dick, hart, feinnetzig, silberschimmernd-gelbgrau

oder rotgrau. P s e u d 0 c a p i 11 i t i u m verzweigte,

mus glabra. . -

anastomosierende Röhren mit vielen freien, abgerundeten Zweigenden.

Die Röhren unregelmässig, bis 60 p im Diameter, mit runzeliger

bis fast glatter Oberfläche. S p 0 ren m ass e graugelb (lehm­

Die Gattung umfasst 4 Arten, davon sind 2 in Dänemark gefunden.

Lit.: EHRE. 1818, p. 27 (Diphtherium jlavofuscum). ROST. 1873, p. 68.

An Stämmen von Laubbäumen, oft hochsitzend. Selten.

feinmaschiger Netzzeichnung ........... .... 1. L. flavofuscum

Aethalien 2-4 cm im Diameter oder grösser, Cortex dick, mit

Aethalien selten mehr als 1 cm im Durchmesser, fast kugelig,

Cortex dünn, zerbrechlich und warzig

Substratpflanzen.

Acer pseudoplatanusJ Aescul'/,(,s hippoca$tanumJ Fraxinu$ excelsior) Ul·

1. Lycogala flavofuscum (EHRE.) ROST. 1873.


- 188 -

Fundorte.

S. ArreS0dal (45b), 7.1890, ROSTR.; Ryget Skov (45a), 30.9.1906,

C. H. 0 .; Helsing0r (45b), 12.7.1953, 18.7.1955, 31.7.1956, 8.7.1958, 17.8.1958,

20.7.1960, 28.7.1960 und 9.8.1962, D. M.; Tisvilde (45b), 9.9.1954, leg.

M. S. C. et det. M. P. C.; Assistens Kirkegärd (46), 6.8.1954, M. P . C. *)

2. Lycogala epidendrum (L.) FR. 1829.

Roterbse.

Taf. 1, fig. 3 und 4.

Syn.: Lycogala miniata SCHU '1., Enum. PI. II 1803, p. 192, nr. 1405;

L. ferruginea SCHUM., 1. C., p. 192, nr. 1406; L. cinerea SCHUM., 1. C., p. 193,

nr. 1407; L. plumbea SCHUM., 1. C., p. 193, nr. 1408; L. epidendron (BUXB.),

RAUNK. 1888, p. 62.

Lit.: L. 1753, p. 1184 (Lycoperdon Epidendrum); FR. 1829, p. 80; MÜLL.

1777, FI. Dan. 12: tab. 720, HORNEM. 1813, FI. Dan 25: tab. 1493, fig. 2,

HORNEM. 1832, FI. Dan. 35: tab. 2086, fig. 1, 2 und 3, HORNEl\1. 1834, FI.

Dan. 36: tab. 2150, fig. 2; SCHUM., Enum. PI. II 1803, p. 192-93, nr. 1405-08;

RAUNK. 1888, p. 62, tab. 3, fig. 7; ROSTR. II 1925, p. 90; ELLIOTT 1926, p. 367.

P 1 a s m 0 d i u m korallenrot. A e t h al i e n fast immer in Gruppen,

fast kugelig, 5-10-15 mm im Diameter - auf einem Stumpf von

Pinus silvestris) za. 30 cm im Durchmesser, wurden 215 Aethalien

gezählt (Dueodde 19.10.1957). Co r tex erst korallenrot mit Milchsaft,

später gelbgrau-dunkelbraun, fein warzig geschuppt, dünn, zerbrechlich.

Ps e ud 0 c a p i 11 i t i u m mit abgeflachten, querrunzeligen,

warzigen, verzweigten, anastomosierenden Röhren, mit vielen

keulenförmigen, freien Zweigenden, 6-25 p breit. S p 0 ren m ass e

rotgrau-gelbgrau oder bleich. S p 0 ren fein grubig, 5-7 p.

Auf Stämmen und Stümpfen von Laub- und Nadelbäumen. Sehr

gemein.

Substratpflanzen.

Abies alba) Aesculus hippocastan'um) Alnus glutinosa) Betula sp.,

Buxus sp., Fagus silvatica) P'icea abies) Picea sitchensis) Pinus siZvestris)

Quercus sp.

Fundgebiete.

2, 4-7, 9-11, 13a-14, 16-18, 20-22b, 24, 29, 31, 32, 34, 35, 27, 41, 42, 44-47,

52,53.

L. conicum PERS. mit den sehr kleinen, kegelförmigen Aethalien,

2-4 mm hoch, 1-2 mm im Diameter, ist in Norddeutschland gefunden,

aber noch nicht in Dänemark nachgewiesen.

*) Herr Professor D. MÜLLER hat die Verfasser gebeten, darauf aufmerksam

zu machen, dass der Fund vom 30.9.1906 durch ein Versehen

nicht in der obenerwähnten Abhandlung erwähnt ist.


- 189 -

2. Gattung. DICTYDIAETHALIUM ROST. 1873.

Lit.: ROST. 1873, p. 5.

Flachgedrückte Aethalien aus dicht zusammengepressten Sporangien

gebildet, deren Wände bei der Sporenreife verschwinden, doch

mit Ausnahme der verstärkten Kanten, die übrigbleiben und als

lotrechten Fäden mit den gewölbten Gipfeln der Sporangien verbunden

ein Pseudocapillitium bilden.

Die Gattung umfasst nur die untenerwähnte Art.

Dictydiaethalium plumbeum (SeRuM.) ROST. 1894.

Taf. 2, fig. 1.

Syn.: Fuligo plumbea SCHUM., Enum. PI. II 1803, p. 193, nr. 1410;

Reticularia plumbea HORNEM. 1829, FI. Dan. 33: tab. 1976, fig. l.

Lit.: SCHUM., Enum. PI. II 1803, p. 193, nr. 1410 (Fuligo plumbea);

ROST. in FUCKEL 1873, p. 69 (Dictydiaethalium applanatum) " LISTER 1894,

p. 157; RAUNK. 1888, p. 48, tab. 2, fig. 2 und 3 (Olathroptychium rugulosum

(WALLR.), ROST.); C. A. J0RGENSEN 1925, p. 434-37; ELLIOTT 1926, p. 365.

P 1 a s m 0 d i u m heller oder dunkler korallenrot. A e t haI i u m

erst rot, später bleifarben oder graU'braun, scheibenförmig mit 'feiner

Netzzeichnung an der Oberfläche (wie eine Bienenwabe mit versiegelten

Zellen), 0,5-1 mm hoch, meistens 0,5-1 cm breit, aus dicht

zusammengepressten Sporangien gebildet, deren Seitenwände bei der

Sporenreife verschwinden, doch mit Ausnahme der verstärkten Kanten,

die aJs P s e u d 0 c a p i 11 i t i u m zurückbleiben, und zwar aus

lotrechten, recht groben, dreikantigen, unebenen Fäden, die die Rinde

(Cortex) (hier die gewölbten Gipfel der Sporangien) mit ·dem glänzend

weissen H Y pot hall u s verbinden. Dieser letztere ist als ein

Ring um das Aethalium herum sichtbar. Sporenmasse lehmfarbigolivengrau.

S p 0 ren einzeln oder in Haufen bis 20, wegen der Zusammenpressung

fast konisch mit flacher Aussenseite, die warzig ist,

die übrige Oberfläche glatt, 9-12 p.

Auf totem Laubholz. Früher sehr selten, jetzt häufiger.

Substratpflanzen.

Betula sp., Corylus avellanCL) Fagus silvati.ca) Quercus sp.

Fundgebiete.

13a, 13b, 18, 20, 22b, 35, 41, 44-45b.

In auffallend vielen Fällen hat der eine Verfasser (K. B.) gesehen,

dass Plasmodien paarweise Aethalien bilden, und zwar mit mehr oder

weniger zusammenhängendem Hypothallus und verschiedener Reifezeit.


- 190-

3. Gattung. RETICULARIA BULL. 1791, emend. ROST. 1873.

Lit.: ROST. 1873, p. 6.

Polsterförmige Aethalien auf einem wohlentwickelten Hypothallus.

Pseudocapillitium aus unregelmässigen Bändern mit faserigen

Rändern. Sporen leicht konisch, netz artig grubig auf dem grössten

Teil der Oberfläche, im übrigen glatt.

Die Gattung umfasst 2 Arten, von denen nur die untenerwähnte

Art in Dänemark gefunden ist.

Reticularia Iycoperdon BULL. 1791.

Taf. 2, fig. 2 und 3.

Syn.: Fuligo lycoperdon SCHUM., Enum., PI. II 1803, p. 193, nr. 1409;

Reticularia umbrina FR., HORNEM. 1829, FI. Dan. 33: tab. 1976, fig. 2.

Lit.: BULL. 1791, p. 95; RAUNK. 1888, p. 96; ROSTR. 1925, p. 94; ELLIOTT

1926, p. 365.

P 1 a s m 0 d i umrahmfarbig". A e t haI i u m von sehr verschiedener

Grösse, meistens 3-5 cm lang, 2-3 cm breit, polsterförmig.

C 0 r tex glatt, grau, silberschimmernd, dünn, zerbrechlich. H y p 0-

t hall u s dick, weiss. Ps eu d 0 c a p i 11 i t i u m aus braunen, unregelmässigen

Bändern oder Platten (Peridienresten), die vom Hypothallus

ausgehen und verzweigte, anastomosierende Fasern an den

Kanten haben. S p 0 ren m ass e rostbraun. S p 0 ren etwas konisch,

netz artig grubig auf den zwei Dritteln der Oberfläche, glatt

auf dem übrigen Drittel, 6-9 /-l.

Auf lebenden oder toten Stämmen, besonders auf AZnus sp., oft

hochsitzend. Mai-September. Ziemlich gemein.

Substratpflanzen.

Abies alba, Aesculus hippocastanum, Alnus glutinosa, Betula sp., Fagus

silvatica, Mal'us sp., Picea abi es, Pinus silvestris, Populus virginiana,

Salix fragilis, Tilia sp., Ulmtts montana.

Fundgebiete.

9, 13a, 14, 22b, 24, 32, 39b, 40, 44-47.

In "Jregersborg Dyrehave" (45a) wurde am 15.5.1960 (K. B.)

ein Aethalium von R. Zycoperdon auf AZnus gZutinosa in 8 m Höhe

beobachtet. Auf einem anderen Stamm in der Nähe wurde in einer

spaltenförmigen Vertiefung ein Aethalium mit den Ausmaszen 26 X 9

cm gefunden.


Lit.: EHRB. 1819, p. 55.

- 191 -

4. Gattung. ENTERIDIUM EHRB. 1819.

Die Gattung wird durch ihre Aethalien mit Pseudocapillitium

aus lotrechten, durchlöcherten Platten, Peridienresten, charakterisiert.

Sporen leicht konisch wie bei Reti.cularia lycoperdon. Die beiden

Gattungen stehen einander sehr nahe mit E. rozeanum als Übergangsform.

Die Gattung umfasst 2 Arten, die beide in Dänemark

gefunden sind.

{

Sporen .frei, .. 7-9,u .......... .... ........ ....... .... 1. E. r~zeanum

Sporen In Buscheln, 10-12,u ......... ... ... ...... 2. E. olwaceum

1. Enteridium rozeanum (ROST.) WINGATE 1888.

Lit.: ROST. 1876, p. 33 (Reticularia Rozeanum). WINGATE 1888, p. 156.

P 1 a s m 0 d i um weiss - fleischfarben - braun. A e t haI i u m

polsterförmig, in der Regel unverzweigt, 0,5-3 (6) cm breit. Co r tex

dunkel rotbraun, zähe, glatt. H y pot hall u s bUdet einen Ring

um das Aethalium. P s e u d 0 c a p i 11 i t i u m aus durchlöcherten,

dünnen, braunen Platten, die mitunter in Zipfel mit faserigen Rändern

gespalten sein können, wobei sie dem Pseudocapillitium bei

Reticularia lycoperdon etwas ähnlich werden. S p 0 ren m ass e

braun. S p 0 ren leicht konisch, netzartig grubig auf den zwei Dritteln

der Oberfläche, auf dem Rest fast glatt, 7-9 ,u.

Auf totem Holz. Selten.

Substratpflanzen.

Betula sp.

Fundorte.

J. Alhage bei Ebeltoft (22a), 18.8.1958, K. B. - S. Hareskov (45a),

28.8.1954, M. P. C.

2. Enteridium olivaceum EHRB. 1819.

Syn.: Enteridium Rostrupii R A UNK. 1888, p. 48; E. macrosporum

R AU N K 1888, p. 48.

Lit.: EHRB. 1819, p. 57; R A U N K. 1888, p. 47-48, tab. 2, fig. 1; ELLIOTT

1926, p. 365.

P 1 a s m 0 d i u m rosa. A e t haI i u m polsterförmig oder etwas

flachgedrückt, oval-länglich, 0,5-3 cm lang, 0,6-3 mm hoch, mitunter

aus mehreren Schichten Sporangien gebildet. Oberfläche meistens


- 192 -

etwas uneben, dunkelolivenbraun, öffnet sich unregelmässig bei der

Sporenreife. P s e u d 0 c a p i 11 i t i u m aus dünnen, dunkelbraunen,

durchlöcherten Platten, Peridienresten. S p 0 ren m ass e olivenfarbig.

S p 0 ren in Büscheln von 5-20, selten frei, dickwandig und

warzig an der freien, breiten Aussenseite, dünnwandig und glatt am

schmaleren Ende, 10-12 p.

Meistens auf Nadelholz. Nur wenige Funde, aber nicht leicht zu

entdecken.

Substratpflanzen.

Picea abi es) Pinus silvestris) Quercus sp., Cor ylus aveZZana.

Fundorte.

J. Dyrby Krat bei Mariager (13b), 3.11.1957, A. B. K; Clasonsborg

Park bei Sdr. Felding (18), 15.9.1962, A . B.K - S. Billesborg (40),

10.1894, L. K R.; Bromme Plant age (41), 5.10.1958, K B.; Jregersborg

Dyrehave (45a), 2.10.1958, K B. -- B. Ibsker H0jlyng (47), 14.10.1957,

K.B.

Lit.: FR. 1849, p. 449.

3. Familie. CRIBRARIACEAE.

1. Gattung. LINDBLADIA FR. 1849.

Sporangien in einem Pseudoaethalium auf einem wohlentwickelten

Hypothallus gesammelt. Peridium häutig, mit mehr oder weniger

zusammenfliessenden Gruppen von dunklen Körnern versehen. Capillitium

fehlt.

Die Gattung umfasst nur untenstehende Art.

Lindbladia effusa (EHRB.) ROST. 1873.

Lit.: EHRB. 1818, p. 26 (Licea ef.f'/,~sa); ROST. in FUCKEL 1873, p. 68;

RAUNK. 1888, p. 46; ELLIOTT 1926, p. 364.

P 1 a s m 0 d i u m fast schwarz. S p 0 r a n g i e n 0,2-0,5 mm im

Diameter, in einer oder mehreren Schichten, kantig durch Zusammenpressung

oder teilweise zusammenfliessend zu einem polster- oder

scheibenförmigen Pseudoaethalium mit netz artiger, genarbter Oberfläche,

mitunter von einem mehr ebenen Co r tex bedeckt, ohne

Cortex dunkelbraun, mit Cortex fast schwarz, 1-10 mm dick, bis 10

cm oder mehr in der Länge. Nach der Sporenreife verschwindet ein

Teil der äusseren Sporangienwände. In seltenen Fällen freie, gestielte

cribrarioide Sporangien. Per i die n gelbbraun, mehr oder weniger


- 193 --

durchlöchert, pseudocapillitiumähnlich. H y pot hall u s dick, gekammert.

S p 0 ren m ass e gelbbraun. S p 0 ren fein warzig, 4-6 !l.

Auf Nadelholz. Nur ein Fund in Dänemark, aber ziemlich gemein

in Schweden.

RAUNKlJER fand ein Exemplar dieser Art ohne Data im Herbarium des

Professors DIDRICHSEN. Das Exemplar ist nicht bewahrt.

L. effusa kann in vielem einer Tubifera ferruginosa ähnlich sein,

aber diese letztere ist heller, rostfarben, und hat weniger zusammengedrängte,

zylindrische Sporangien, deren Peridien nie cribrarioid

werden.

Lit.: PERS. 1794, p. 91.

2. Gattung. CRIBRARIA PE;RS. 1794.

Peridium mit netzartigen Verdickungen an der Innenseite, verschwindet

bei der Sporenreife mit Ausnahme des Netzes und evtl.

eines Bechers. Kein Capillitium.

Die Gattung umfasst 18 Arten, von denen 6 in Dänemark gefunden

sind.

Sporangien lehmfarbig, sitzend-kurzgestielt .................... .

1. C. argillacea

Sporangien nussbraun-rotbraun, Stiel länger als das Sporangium

...... ......... .. ........... ... .. .... .... ......... .. ...... ...... .. ..... .

Netz mit grossen Maschen, ohne oder mit kleinen Erweiterungen

an den Knoten ...... ............... .... ... ..... ... 2. C. rufa

Netz mit grossen unregelmässigen Erweiterungen an den

Knoten ...................................................... .............. .

Becher fehlt 'Oder zu einer flachen Schale reduziert ........ .

Becher deutlich, tief sC'halenförmig ..... ....... ... ... ... ........... .

Becher durch etwa 10 Rippen vom Gipfel des Stieles ersetzt.

3. C. spZendens

Becher rudimentär-flach schalenförmig ...... 4. C. intricata

Übergang zwischen Becher und Netz deutlich, Becherrand

scharf ................................................ 5. C. aurantiaca

Übergang zwischen Becher und Netz verwischt, Becherrand

mehr oder weniger perforiert ............... 6. C. macrocarpa

2

3

4

5

FRIESIA VII 13


- 194-

1. Cribraria argillacea (PERS.) PERS. 1794.

Lit.: PERS. in GMEL. 1791, p. 1469 (Stemonitis argilZacea); PERS. 1794,

p. 91; RAUNK. 1888, p. 51, tab. 2, fig. 8; ROST. 1925, p. 89; ELLIOTT 1926,

p.364.

P 1 a S m ,0 d i u m grauweiss - graubraun. S p 0 r an g i e n zerstreut

oder in mehr oder weniger dichten Haufen auf einem zusammenhängenden

H y pot hall u s, sitzend oder kurz gestielt, kugelig,

0,5-1 mm im Diameter, mit Stiel 1-1,5 mm hoch. Per i d i u m

graugelb, häutig, mit grossmaschigem Netz aus kräftigen Rippen

ohne Erweiterungen an den Knoten, grössere oder kleinere Teile der

häutigen Partien verschwinden bei der Sporenreife, und es wird

kein eigentlicher Becher gebildet. S ti e 1 zylindrisch, gefurcht, dunkelbraun.

S p 0 ren m ass e lehmfarbig-ockerbraun. S p 0 ren fast

glatt, 5-7 /1.

Auf totem Holz, meistens auf Nadelholz. Recht selten.

Substratpflanzen.

Abies alba) Fagus silvatica) Picea abies) Pin·us silvestris.

Fundgebiete.

11, 13b, 14, 19, 20, 22b, 30, 32, ' 35, 44-45b.

2. Cribraria ruta (ROTH) RoST. 1875.

Lit.: ROTH 1788, p. 548 (Stemonitis r 'ufa.) ROST. 1875, p. 232; RAUNK.

1888, p. 49, tab. 2, fig. 5.

P 1 a s m 0 d i u m weiss. S p 0 r a n g i e n zerstreut, birnenförmig,

gestielt, 0,5-0,7 mm im Diameter. Per i d i u m heller oder dunkler

ziegelrot, verschwindet an der oberen Hälfte oder den oberen zwei

Dritteln mit Ausnahme eines grossmaschigen Rippennetzes aus kräftigen,

flachen, 2 /1 breiten Fäden, hier und da an den Knoten etwas

erweitert und mit hellen Körnern besetzt. B e c h er scharf begrenzt

mit zackigem Rand, indem erhabene, radiär geordnete Rippen im

Netze weiterlaufen. S t i e I von verschiedener Länge, meistens za.

1 mm hoch, etwas runzelig, dunkelbraun. S p 0 ren m ass e bleich

rotgelb. S p 0 ren fein warzig, 5-8 /1.-

Auf totem Holz, besonders auf Nadelholz. Selten.

Substratpflanzen.

Picea abies) Pinus silvestris) Ulmus sp.

Fundorte.

J. Palsgärd Skov bei Nr. Snede (20), 17.9.1962, A. B. K.; Silkeborg

Sl1mderskov (20),29.9.1962, A. B. K. - S. Geel Skov (45a), RAUNK.; Rude

Skov (45a), 7.12.1957, K. B.; Jregersborg Dyrehave (45a), 17.9.1958, K. B.

- B. Gudhjem (47), 15.9.1956, leg. K. H. et det. K. B.; Snogebrek Strand

(47),20.10.1959, K. B.


- 195

3. Cribraria splendens (SCHRAD.) PERS. 1801.

Lit.: SCHRAD. 1797, p. 14 (Dictydium splendens). PERS. 1801, p. 191;

RA UNK. 1888, p. 50, tab. 2, fig. 6; ELLIOTT 1926, p. 364.

PI a s m 0 d i u m grau. S p 0 r an gi e n zerstreut, langgestielt,

kugelig, za. 0,5 mm im Diameter, mitunter nickend. Per i d i u m

gelbbraun, verschwindet mit Ausnahme von etwa 10 Rippen, die vom

Gipfel des Stieles ausgehen und nur ganz oben durch Verzweigungen

und Anastomosen ein Netz bilden, Rippen flach, an den Knoten etwas

erweitert. S ti e I 3-4 mal den Diameter des Peridiums, dünn, braun.

S p 0 ren m ass e ockergelb. S p 0 ren fast glatt, 5-7 /-l.

Auf totem Holz. Nur ein Fund.

Fundort.

S. Boserup Skov (45b), Oktober 1887, RAUNK.

4. Cribraria intricata SCHRAD. 1797.

Syn.: ? C. stellata SCHUM., Enum. PI. II 1803, p. 218, nr. 1497.

Lit.: SCHRAD. 1797, p . 7 ; R AUNK. 1888, p. 50, tab. 2, fig. 7.

P las m 0 d i u m grün, graugelb oder dunkelbraun, S p 0 ra n­

gi e n zerstreut, gestielt, nickend, kugelig, 0,5-0,7 mm im Diameter.

Per i d i u m ge,lbbraun, verschwindet mit Ausnahme de,s Rippennetzes

und mitunter einer kleinen flachen Scheibe unten, in einzelnen

Fällen ein schalenförmiger Becher. Netzfäden dünn. Erweiterungen

an den Knoten kantig und mit freien Fadenspitzen. S t i e I dünn,

nach oben zugespitzt, gefurcht, dunkelbraun, 1-3 mm hoch. S p 0-

ren m ass e gelbbraun. S p 0 ren fast glatt, 5-6 (7) /-l.

Auf totem Holz. Nur ein Fund.

Fund.

S. SCHUl\1:., ohne Data. Kein Material bewahrt.

5. Cribraria aurantiaca SCHRAD. 1797.

Syn.: C. vulgaris SCHRAD. 1797, p. 6; C. vulgaris var. aurantiaca PERS.

1801, p. 194, ELLIOTT 1926, p. 365.

Lit.: SCHRAD. 1797, p. 5; SCHUM., Enum. PI. II 1803, p. 218, nr. 1496;

HORNEM. 1832, FI. Dan., 35: tab. 2085, fig. 1; R AUNIC 1888, p. 50.

PI a s m 0 d i u m graugrün-dunkelgrau. S p 0 r a n gi e n zerstreut,

kugelig, nickend, za. 0,5 mm im Durchmesser. Per i d i u m


- 196 -

heller oder dunkler gelbbraun, verschwindet in den oberen zwei

Dritteln mit Ausnahme eines Netzes mit unregelmässiger Maschengrösse,

- dünne Fäden mit grossen, flachen Erweiterungen an den

Knoten, Fäden und Erweiterungen mit Körnern besetzt, 1 /-l, oder

weniger in Diameter. B e ehe r mit wenig hervortretenden radiär

geordneten Adern und zackigem Rand mit scharfem Absatz. S t i e 1

von verschiedener Länge, bis viermal den Diameter des Sporangiums,

hakig gekrümmt, nach oben zugespitzt, hell- oder dunkelbraun. S p 0-

ren m ass e hellgelb-orangenfarbig. S p 0 ren glatt, 5-6 /-l.

Auf Nadelholz. Recht selten.

Fundorte.

J. Plantage bei Glresborg (22b), 13.8.1958, A. B. K; Stavnshoved Plantage

(22b), 13.8.1958, A. B. K ; Mejlgard Skov (22b), 20.9.1959, A. B. K

- S. Kongelunden (46), 1.9.1953, M. P. C.; B0ndernes Hegn (45a), 15.9.

1957, K. B. - B. Ibsker H0jlyng (47),26.7.1957,2 Funde, K B.; Snogebrek

Strand (47),9.8.1957,2 Funde, K B .

6. Cribraria macrocarpa SCHRAD. 1797.

Lit.: SCHRAD. 1797, p. 8.

Taf. 2, fig. 4.

PI a s mo d i u m schiefergrau. S p 0 r an gi e n frei, aber recht

dicht zusammen, gestielt, oft nickend, ei-birnenförmig, 0,8-1 mm im

Diameter. Per i d i um gelb - braun, mitunter metallglänzend, verschwindet

mit Ausnahme eines sehr feinfädigen Netzes mit den

grössten Knotenerweiterungen in der Mitte zwischen Gipfel und

Basis. Becher mehr oder weniger netzartig durchlöchert, mit dunkelbraunen

radiären Rippen, und sehr unregelmäs1siger Übergang zu dem

eigentlichen Netz. S ti e 1 braun, gefurcht, ebenso lang wie der Diameter

des Sporangiums 'Oder länger. H y pot hall u lS dünn, mit Metallglanz.

S p 0 ren m ass e gelb. S p 0 ren fast glatt, 7-8 /-l.

Auf totem Holz von Nadelbäumen. Selten.

Fundorte.

J. Krat bei 0lgod (17), 22.7.1960, auf Nadelholz, A. B. Kund K . B .;

Krat bei L0vskal (14), 17.7.1960, auf Pinus sp., A. B. K. und K. B.

Von den 12 ausserhalb Dänemarks gefundenen Cribraria-Arten

sind fünf nur in U. S. A. nachgewiesen, und die meisten anderen

sind überhaupt selten. Ausser den in Dänemark beobachteten Arten

kennt man folgende aus Schweden: C. rubiginosa FR. (nicht in MAR­

TIN 1949 mitgenommen) C. tenella SCHRAD., C. pirijormis SCHRAD.


- 197 -

und C. purpurea SCHRAD. Mit Ausnahme von C. pirijormis) die durch

schokoladenbraune Sporen charakteristisch ist, ist doch nur von

einzelnen oder sehr wenigen Funden jeder Art die Rede.

3. Gattung. DICTYDIUM SCHRAD. 1797.

Lit.: SCHRAD. 1797, p. 11.

Sporangien gestielt, nickend. Peridium verschwindend mit Ausnahme

zahlreicher, fast paralleller Rippen von der Basis des Peridiums

bis zum Gipfel, verbunden durch dünne quergehende Fäden.

Kein Capillitium.

Die Gattung umfasst nur untenstehende Art.

Dictydium cancellatum (BATSCH.) MACBR. 1899.

Taf. 3, fig. 1 und 2.

Syn.: Cribraria cernua PERS. 1796, p. 91, SCHUM., Enum. PI. II 1803,

p. 217, nr. 1495; Dictydium umbilica.t 'um SCHRAD. 1797, p. 11, SCHUM. 1803,

p. 218 (hier als Synonym zum vorigen Namen gestellt); D. cernuum

(PERS.), RAUNK. 1888, p. 51.

Lit.: BATSCH 1789, p . 135 (Mucor cancellatus); MACBR. 1899, p . 172;

RAUNK. 1888, p. 51, tab. 2, fig. 4; ROSTR. 1925, p. 89 mit Zeichnung; EL­

LIOTT 1926, p. 365.

P 1 a s m 0 d i u m dunkelviolett-schwarz. S p 0 r an g i e n frei,

aber auf einem gemeinsamen H y pot hall u s recht dicht gestellt,

kugelig, später oben und unten ll'aJbelförmigeingebogen, gestielt,

nickend, 0,5-0,7 mm im Diameter. Per i d i u m dunkel rotbraun,

abfallend mit Ausnahme von 40-50 fast parallellen Rippen von der

Basis des Peridiums bis zum Gipfel, 5 p breit, verbunden durch

zahlreiche quergehende Fäden, in der Regel keine Andeutung von

B e c her, - die Rippen können an der Spitze durch Verzweigung

ein Netz bilden, und besonders dort mit kleinen purpurnen Körnern

(Granulationen) besetzt sein. S t i e 1 2-3 mal den Diameter der

Sporozyste, nach oben dünner und mit gebogener Spitze, rotbraun.

S p 0 ren m ass e rotbraun. S p 0 ren fein warzig, tragen oft 2-4

purpurfarbene Körner, 4-7 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen. Recht selten.

Substratpflanzen.

Abies alba) Fagus silvatica) Picea abies.

Fundgebiete.

11, 14, 17, 18, 20, 22a, 22b, 30, 32, 40, 41, 45a.


Lit.: FR. 1817, p. 11.

- 198-

2. ORDNUNG. TRICHIALES.

2. Familie. TRICHIACEAE.

1. Gattung. PERICHAENA FR. 1817.

Peridium doppelt. Capillitium spärlich, fehlt mitunter, aber in der

Regel wenige dünne, unebene Fäden. Die dänischen Arten mit freien,

wenn auch dicht gedrängten Sporangien.

Die Gattung umfasst 6 Arten, von denen zwei in Dänemark gefunden

sind.

1

~~:~~n~~~.~ .. ~~.~~ .. ~~~~~~~~~~ .~~~~' .

~~~~~ . ~~~~~~;~~:~;~:!

Sporangien fast rund, nicht zusammengepresst ........ ... .. ... ..

2. P. corticalis

1. Perichaena depressa LIB. 1837.

Lit.: LIB. 1837, Nr. 378; RAUNK. 1888, p. 54; ELLIOTT 1926, p. 366.

PI a s m 0 d i u m weiss-gelblich. S po r a n g i e n sitzend, dicht

gedrängt, kantig durch Zusammenpressung, sehr flachgedrückt, 0,5-1

mm im Diameter. Per i d i u m doppelt, Aussenschicht mit braunen

Körnern, mitunter mit kantigen Kalkkristallen vermischt, dunkelbraun-schwarz,

Innenschicht häutig, gelb, glatt, das Öffnen bei der

Sporenreife geschieht dadurch, dass ein scharf abgesetzter Deckel

sich löst. C a p i 11 i t i u m aus dünnen, 1,5-3 p dicken, goldgelben,

verzweigten, unebenen Fäden, oft mit ellipsoiden oder kugeligen

Erweiterungen. S p 0 ren m ass e goldgelb. S p 0 ren fein warzig,

(7) -8-12 p.

Auf Rinde, Holz, krautigen Pflanzenresten, Dünger. Selten.

Substratpflanzen.

Fraxinus excelsior) Querc'us sp. (Gerberrinde ).

Fundorte.

F. Vejstrup Askov (31), 2.12.1865, ROSTR. --- S. Ermelunden (45a),

6.1912, O. ROSTR.; Frederikslund Skov (45a), 19.11.1938, N. F. B.; Boserup

Skov (45a), ? .1954, leg. K. H. et det K. B.; Treibhaus des Bot. Gartens

(46), 31.1.1885, RAUNK.


- 199-

2. Perichaena corticalis (BATSCH) ROST. 1875.

Taf. 4, fig. 1 und 2.

Syn.: Physa1"Um luteo-album SCHUl\1:., Enum. PI. II, 1803, p. 199, nr.

1430; Perichaena qttercina FR., HORNEM. 1832, Fl. Dan. 35: tab. 2094, fig.

3; Perichaenella cano-flavescens R AUNK. 1888, p. 54; Perichaenella nitens

RAUNK., 1. C., p . 55.

Lit.: BATSCH 1783, p. 155 (Lycoperdon cOl·ticale); ROST. 1875, p. 293;

RAUNK. 1888, p. 53-55; ELLIOTT 1926, p. 367.

PI a S m 0 d i u m wasserklar-grau. S p 0 r an gi e n frei, aber

meistens in dichten Haufen, fast kugelig oder untermischt mit kurzen

Plasmodiokarpien, 0,2-1 mm im Diameter. Per i d i u m doppelt,

Aussenschicht gelbbraun-dunkelbraun, mit braunen Körnern und

mitunter mit kantigen Kalkkörnern, - wenn die letzteren reichlich

vertreten sind, kann die Aussenschicht grau erscheinen, Innenschicht

häutig, dicht mit der Aussenschicht verbunden; das Öffnen bei der

Sporenreife geschieht durch einen ziemlich unrege'lmässigen Deckel.

C a p i 11 i t i u m spärlich oder fehlt, die Fäden dünn, 1,5-4 p im

Diameter, verzweigt oder unverzweigt, entweder frei oder an die

Innenseite des Peridiums befestigt, Oberfläche variierend in Bezug

auf Einschnürungen, Erweiterungen, Warzen und Stacheln. S p 0-

ren m ass e goldgelb. S p 0 ren fein warzig, 10-14 p.

Auf Rinde von Laub- und Nadelbäumen und auf Dünger. Das

ganze Jahr hindurch. Ziemlich gemein, besonders auf PopuZus sp.

Substrat pflanzen.

Fagus silvatica) Fraxinus ex celsior) Picea abies) Populus sp., Quercus

sp., Tilia sp.

Fundgebiete.

9, 11, 13a-14, 18, 21-22b, 24-26, 32, 34-37, 44, 45a.

Es besteht nur geringe Wahrscheinlichkeit dafür, andere als die

genannten Arten in Dänemark zu finden. P. vermicuZaris (SCHW.)

ROST. ist in Schweden gefunden, aber nur in alpinen Regionen (RoB.

E. FR. 1912, p. 799), und P. chrysosperma (CURREY) LISTER ist ein

einzelnes Mal in Süddeutschland gesehen (KILLERMANN 1946, p. 45).

2. Gattung. ARCYODES O. F. COOK 1902.

Lit.: O. F. COOK 1902, p. 651.

Peridium öffnet sich oben, im übrigen bleibend. Capillitium ein

unelastisches Netz durch viele Fäden mit der Sporangienwand verbunden.

Die Fäden mit zahlreichen Erweiterungen, warzig, gestachelt.

Die Gattung umfasst nur untenerwähnte Art.


- 200-

Arcyodes incarnata (ALB. & SCHW.) O. F. COOK 1902.

Taf. 4, fig. 3.

Syn.: LachnoboZus congestus G. LISTER in LISTER 1925, p. 242, tab. 183.

Lit.: ALB. & SCHW. 1805, p. 109 (Licea incarnata) " O. F. COOK 1902,

p. 651 ; MARTIN 1949, p. 42.

PI a s m 0 d i u m weiss-hellrot. S p 0 r a n g i e n sitzend, zu dichten

Haufen gesammelt, fast kugelig, 0,4-0,8 mm im Diameter. Per i­

d i u m bleibend, einfach, hart, kupferfarben-ückergelb, glänzend, öffnet

sich unregelmässig oben bei der Sporenreife. Ca pi 11 i t i u m

recht steife, verzweigte, anastomosierende, gelbe, warzige und gestachelte

Fäden, 2-4 /-I im Diameter, aber mit zahlreichen Erweiterungen.

S p 0 ren m ass e gelb-hellrot. S p 0 ren fast glatt mit wenigen

zerstreuten Warzen, 6-8 /-I.

Auf totem Holz. Selten.

Fundorte.

J . Sostrup Skov, Djursland (22b) , 6.5.1962, auf SaZix sp., A. B. K. -

B. Ibsker H0jlyng (47), 18.10.1956, auf moosigem Stumpf, K. B.; Ibsker

H0jlyng (47), 15.10.1957, auf einem anderen Stumpf, K. B.

Lit.: ROST. 1873, p. 15.

3. Gattung. CORNUVIA ROST. 1873.

Sitzende Sporangien oder Plasmodiocarpien. Capillitium netzbildend

mit vielen freien Enden, die Fäden mit dichtsitzenden, deutlichen

Ringen.

Die Gattung umfasst nur untenerwähnte Art.

Cornuvia serpula (WGD.) ROST. 1873.

Lit. : WGD. 1863, p. 44 (Arcyria SerpuZa) " ROST. in FUCKEL 1873, p. 76;

RAUNK. 1888, p. 62 und tab. 3, fig. 6; ELLIOTT 1926, p. 366.

P las mo d i u m weissgelb. S p 0 r a n g i e n sitzend, halbkugelig,

za. '0,3 mm im Diameter, oder verzweigte-netzförmige Plasmodiocarpien.

Per i d i u m häutig, glatt, hellgelb-braungelb, öffnet sich unregelmässig.

C a p i 11 i t i u m gelb, die Fäden verzweigt, netzbildend,

aber mit vielen freien Enden, deutliche, dichtsitzende Ringe, keine

Erweiterungen in den Zweigwinkeln. S p 0 ren m ass e gelb. S p 0-

ren mit grossmascihigem Netz aus schmalen Bändern, 10-12 /-I.

Auf Gerberrinde. Nur 1 Fund.

Fundort.

S. Botanischer Garten, Kopenhagen (46), Herbst, RA UNK. Kein Material

hinterlassen.


- 201 -

4. Gattung. ARCYRIA [HILL] WIGG. 1780.

Lit.: HILL 1751, p. 47; WIGGERS 1780, p. 109.

Die Arten innerhalb dieser Gattung haben röhrenförmigen Stiel,

dessen Hohlraum mit sporenähnlichen verhärteten Plasmodienteilen

erfüllt ist. Columella fehlt. Peridium verschwindet bei der Sporenreife

mit Ausnahme eines scharf abges!etzen Bechers (Calyculus).

Capillitium ist ein elastisches, zylindrisches Netz, das sich nach dem

Wegfall des Peridiums streckt, die einzelnen Fäden mit Gruben, Warzen,

Stacheln oder Halbringen, die oft schraubig geordnet sind.

Die Gattung umfasst 12 Arten, von denen 7 in Dänemark gefunden

sind.

Sporen 9-10-(12) p ....................... ....... 1. A. ferruginea

Sporen 6-8- (9 ) ,u ................. ................................. .. . .

Capillitium durch einzelne Fäden mit dem Stiel verbunden .. .

Capillitium durch viele Fäden mit dem Becher verbunden .. .

Netz karminrot ......... .... ... ....................... .... ... .......... .

Netz hell gelblich ......... ...... ........................ 2. A. nut ans

Netz aufrecht, Fäden mit Warzen und Halbringen ........ ... .

3. A. incarnata

Netz hängend. Fäden mit Stacheln, oft mit Peridienresten ...

4. A. oerstedii

Fäden mit Stacheln ....... ............................ .................. .

Fäden mit Warzen und Halbringen ............ 5. A. denudata

Netz grau-graugelb. Sporangien meistens in Gruppen ........ .

6. A. cinerea

Netz hell ockergelb. Sporangien zerstreut

7. A. pomiformis

2

3

5

4

6

1. Arcyria ferruginea SAUTER 1841.

Taf. 4, fig. 4.

Syn.: A . aurantiaca RAUNK. 1888, p. 61.

Lit.: SAUTER 1841, p. 316; RAUNK. 1888, p. 61, tab. 3, fig. 4, 9-11;

ELLIOTT 1926, p. 366.

P las m 0 d i u m rahmfarben-ziegelrot. S p 0 r an g i e n dicht gesammelt,

mit Stiel 1-2 mm hoch, eiförmig - kurz zylindrisch, ungleichfarbig,

die meisten ziegelrot oder orangerot, einzelne rein gelb, rost-


- 202 -

farben von der Sporenmasse beim Wegfall des Peridiums. S ti e 1

kurz, röhrenförmig, aber mit sporenähnlichen verhärteten Plasmodienteilen

ausgefüllt, meistens dunkel rötlich. Be c her fast klar,

ziemlich regelmässig gerippt, Netzzeichnung an der Innenseite. C a­

p i 11 i t i u m durch einen einzelnen, in der Regel wässerigen Faden

mit dem Hohlraum des Stieles verbunden, wo er zwischen den verhärteten

Plasmodienteilen festgeklemmt ist. Dieser Faden liegt zusammmengerollt

und ist mehrere mm lang. Beim Sporenstreuen kann

das Capillitium aus dem Becher herausfallen und frei in der Luft

hängen, nur von dem langen Faden festgehalten. Die Fäden bilden

übrigens ein loses, ziegelrotes-gelbes Netz, der einzelne Faden zusammengedrückt,

am einen Ende dicker, Oberfläche sehr verschieden,

von fast glatt bis grob warzig, gestachelt oder grubig und mit mehr

oder weniger hervortretenden Halbringen. S p 0 ren m ass e rostfarben.

S p 0 ren dicht und fein warzig, 9-11 (12) p.

Auf totem Holz. Selten.

Substratpflanzen.

Betula sp., Nadelbäume.

Fundorte.

J. Alslev M011e (27),28.10.1885, RAUNK.; Houlbjerg Skov (14), 10.1958,

A.B.K.; Bidstrup Skov (14),2.11.1958, A.B.K. - S. N0debo (45b), 4.10.

1958, Leg. K. STORGARD et det. K. B.

2. Arcyria untans (BULL.) GREV. 1824.

Taf. 5, fig. 1 und 2.

Syn.: Trichia elongata SCHUM., Enum. PI. H. 1803, p. 209, nr. 1464;

Arcyria flava SCHUl'vL, 1. C., p. 212, nr. 1473: A alutacea SCHUM., 1. C.,

p. 212, nr. 1474; Embolus obvelatus OEDER 1770, Fl. Dan. 9: tab. 536.

Lit.: BULL. 1791, p. 122, tab. 502, fig. 3 (Trichia nutans); GREV. 1824,

p. 455; HORNEMAN 1830, Fl. Dan. 34: tab. 2017, fig. 1; RAUNK. 1888, p. 60,

tab. 3, fig. 2 und 5; ROSTR. 1925, p. 89, fig. 26; ELLIOTT 1926, p. 367.

PI a s mo d i u m wässerig-weiss. S p 0 r an gi e n in dichten

Gruppen, kurzgestielt-sitzend, zylindrisch, 1,5-2 mm hoch. Per i­

d i u m hell lederfarben, verschwindend mit Ausnahme eines häutigen,

unvollständig radiär gerippten, auf der Innenseite etwas netzigen

und oft fein gestachelten B e c her s. C a p i 11 i t i u m etwas

schlapp, hellgelb, streckt sich beim Wegfall des Peridiums zu einer

Höhe von 12-15 mm und bleibt hängen, nur mit dem Stiele lose ver-


- 203 -

bunden. Die einzelnen Fäden zusammengedrückt, 3-4 p breit, mit

langen Stacheln, Halbringen oder Gruben in steiler Spirale geordnet.

S p 0 ren m ass e hellgelb. S p 0 ren fast glat, 6-8 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen. Juni-Oktober. Recht

gemein.

Substratpflallzen.

Betula sp., Fagus silvatica) Picea abies) P. canadensis) P. sitchensis)

Pinus siZvestris) Quercus robur.

FUlldge biete.

2, 4, 5, 10, 11, 13a-15, 17-19, 21, 22b, 24, 29, 32, 34, 35, 37, 39a, 40-42,

45a, 46, 47.

3. Arcyria incarnata (PERS.) PERS. 1796.

Taf. 5, fig. 3 und 4.

Syn.: Trichia flexuosa SeRUM., Enum. PI. II, 1803, p. 209, nr. 1465;

Arcyria vermicularis SeRuM., 1. C., p. 212, nr. 1475; A. lilacina SeRuM.,

1. C., p. 212, nr. 1476; ? A. minor SeRUM., 1. C., p. 213, nr. 1480; Trichia

flexuosa SeRuM., HORNEM. 1832, Fl. Dan. 35: tab. 2088, fig. 1; A. affinis

ROST., RAUNK. 1888, p. 61.

Lit.: PERS. in GMEL. 1791, p. 1467 (Stemonitis incarnata); PERS. 1796,

p. 58; HORNEM. 1832, FI. Dan. 35: tab. 2090, fig. 1; RAUNK. 1888, p. 61;

ROSTRUP 1925, p. 89; ELLIOTT 1926, p. 367.

P 1 a sm 0 d i u m weiss. S po r a n g i e n in nicht besonders dichten

Gruppen gesammelt, eiförmig-zylindrisch, 1-1,5 mm hoch, später

2-3 mm und gebogen, heller bis dunkler rotbraun-violet, später

braun. S t i e 1 kurz oder fehlend, B e c 'h e r ziemlich flach, häutig,

glatt bis unvoUständig radiär gerippt, an der Innenseite stachelig.

e a p i 11 i t i u m allein mit dem Stiel lose verbunden, zylindrisch,

streckt sich stark beim Wegfall des Peridiums und biegt sich. Die einzelnen

Fäden meistens 3-5 p im Diameter, aber etwas unregelmässig,

oft mit Erweiterungen in den Maschenwinkeln, stachelig, warzig, mit

Halbringen, sehr stark spiralig geordnet. S p 0 ren m ass e rotviolett.

S p 0 ren fast glatt, 6-8 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen. Eine der gemeinsten

dänischen Arten.

Substratpflallzen.

Acer pseudoplatanus) Betula sp.) Fagus silvatica) Picea sp., Pinus

silvestris) Populus tremula) Quercus sp., Sambucus nigra.

FUlldge biete.

1, 10, 11, 13b, 14, 17-21, 22b, 24, 35, 37, 40-42, 45a, 46, 47.


- 204 -

4. Arcyria oerstedii ROST. 1875.

Lit.: ROST. 1875, p. 278, fig. 196 (A. Oerstedtii sic!); RA UNK. 1888,

p. 60, tab. 3, fig. 1; ELLIOTT 1926, p. 367.

P 1 a S m 0 d i u m klar-weiss. S p 0 r a n gi e n dicht gedrängt,

meistens kurzgestielt, eiförmig, 0,5-1,5 mm hoch, später zylindrisch,

4-6 mm, gebogen, dunkelrot-nussbraun. Be c her fast flach, radiär

gerippt, an der Innenseite fein warzig. Grössere oder kleinere Reste

des Peridiums können vom Capillitium festgehalten werden. S ti e 1

nussbraun-schwarz, bis 1 mm hoch. Ca p i 11 i t i u m zylindrisch,

rotbraun, zuletzt hängend, aus zusammengedrückten, grob stacheligen

Fäden gebildet, oft mit runden Erweiterungen, mit dem Becher

nur lose verbunden. S p 0 ren m ass e rotbraun. S p 0 ren fast

glatt, 7-9 p.

Die Art ist A. incarnata sehr ähnlich, unterscheidet sich aber von

dieser durch die Peridienreste - diese können doch fehlen - und

durch die bis 3 p langen Stacheln an den Fäden.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen. Nur zwei Funde

in Dänemark.

Fundorte.

S. Garten des Observatoriums, Kopenhagen (45a), ohne Datum, 0R­

STED; Forsthaven bei Charlottenlund (45a) ohne Datum, 0RSTED.

5. Arcyria denudata (L.) WETTST. 1886.

Taf. 6, fig. 1 und 2.

Syn.: Trichia purpurea SCHUlVI., Enum. PI. II, 1803, p. 211, nr. 1472;

Arcyria ru/a SCHUl\1:., 1. C., p. 214, nr. 1482; A. punicea PERS., SCHUM.,

1. c., p. 214, nr. 1483; A. melanocephala SCHUM., 1. c., p. 214, nr. 1484; A.

conjugata SCHUM., 1. c., p. 215, nr. 1485; A. eineta SCHUM., 1. C., p. 215, nr.

1486; A. cylindrica SCHUM., 1. c., p. 215, nr. 1488; Arcyria punicea PERS.,

HORNEM. 1808, F1. Dan. 23: tab. 1364, fig. 2; Arcyria punicea PERS., A.

p'unicea var. genuina) A. punicea var. cribroides RAUNK. 1888, p. 59.

Lit.: L. 1753, p. 1179 (Clathnts denudatus))' WETTST. 1886, p. 535;

RAUNK. 1888, p. 59, tab. 3, fig. 3 und 12 (A. punicea PERS.); ROSTR. 1925,

p. 89, ELLIOTT 1926, p. 366.

P 1 a'S m 0 d i u m weiss. S p 0 r an g i e n nur recht dicht zusammen,

gestielt, eiförmig - kurz zylindrisch, 1-2 mm hoch, später gestreckt,

3-4 mm, karminrot, später braunrot. Be c her recht flach,

ausgeprägt radiär gerippt, in der Regel an der Innenseite fein stachelig

in netzartiger Zeichnung. S ti e 1 0,5-1 mm, gefurcht, dunkel rotbraun.

C a p i 11 i t i u m besteht aus leicht zusammengedrückten,

za. 3 p breiten Fäden mit Halbringen und gerade abgeschnittenen


- 205 -

Warzen, in steiler Spirale geordnet. Ca pi 11 i t i u m durch feine

Fäden mit dem Becher verbunden. S p 0 ren m ass e rotbraun.

S p 0 ren fast glatt, 6-8 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen, zufälliger auf Moos,

Lehmerde, bei Nyborg auf einem Steinkohlenstück in einem Kohlenhaufen.

Das ganze Jahr hindurch, aber am häufigsten September­

November. Eine der gemeinsten dänischen Arten.

Substratpflanzen.

Acer pseudoplatanus) Aesculus hippocastanum) Alnus sp., Fagus silvatica)

Fraxintts excelsior) Picea abies) Pinus silvestris) Quercus sp., Sambucus

nigra) Ulmus sp.

Fundgebiete.

2, 11, 13b, 14, 19-21, 22b, 24-29, 31, 32, 35, 37-42, 44-47.

6. Arcyria cinerea (BULL.) PERS. 180l.

Taf. 6, fig. 3.

Syn.: Arcyria carnea SCHUl\1., Enum. PI. II, 1803, p. 213, nr. 1477; A.

dentata SCHUM., 1. C., p. 213, nr. 1478;A. cinerea (BULL. ) SCHUM., 1. C.,

p. 213, nr. 1481; A cinerea SCHUM., HORNEM. 1829, F1. Dan. 33: tab. 1975,

fig. 2 (die zwei Figuren sind verwechselt; der Text gehört zur Fig. 1);

A. fusca FR., HORNEM. 1832, F1. Dan. 35: tab. 2090, fig. 2; A. cinerea var.

cribroides RAUNK. 1888, p. 58; Lacnobolus ArcYTella ROST., RAUNK., 1. C.,

p.55.

Lit.: BULL 1791, p. 120, tab. 477, fig. 3 (Trichia cinerea); PE"RS. 1801,

p. 184; RAUNK. 1888, p. 57; ROSTR. 1925, p. 90; ELLIOTT 1926, p. 366.

PI a S mo d i u m weiss. S p 0 ra n g i e n zerstreut oder in recht

offenen Gruppen, gestielt, eiförmig - kurz zylinddsc'h oder kegelförmig,

0,5-1,5 mm hoch, später mit Stiel bis 4 mm, grau in verschiedenen

Tönen: gelb, grün, blau, fleischfarben. Stiel dünn, gefurcht, graugraubraun,

0,2-2 mm lang. Be c her flach, häutig, am Stiel radiär

gerippt. Ca pi 11 i t i u m durch Fäden mit dem Becher verbunden,

die Fäden oft mit Erweiterungen, im oberen Teil dünn, 2-4 p, stachelig,

warzig, im unteren Teil dicker, bis 5 p, und glatter. S p 0 r e n­

m ass e grau. S p 0 ren fast glatt, 6-8 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen, auf Moos und abgefallenen

Blättern. Juni-November, in seltenen Fällen möglicherweise

überwinternd. Recht gemein.

Substratpflanzen.

Abies alba) Alnus sp., Bettüa sp., Fagus silvatica) Picea abies) Pinus

silvestTis) Quercus sp., Ulmus sp.

Fundgebiete.

2, 11, 13b, 14, 15, 19, 21-22b, 29, 32, 34, 39a, 40, 41, 45a, 46, 47


- 206 -

7. Arcyria pomiformis (LEERS) ROST. 1875.

Taf. 6, fig. 4.

Syn.: A. umbrina SCHUM., Enum. PI. H, 1803, p. 213, nr. 1479; HORNEM.

1829, FI. Dan. 33: tab. 1975, fig. 1 (der Text gehört zur Fig. 2); RAUNK.

1888, p. 58.

Lit.: LEERS 1775, p. 284 (Mucor pomiformis); ROST. 1875, p. 271;

RAUNK. 1888, p. 57 (A. pomifo'rmis (ROTH.) ROST.) und p. 58, tab. 3, fig. 8

(A. 1tmbrina SCHUM.); ELLIOTT 1926, p. 367.

P 1 a s m 0 d i u m weiss. S p 0 r a n g i e n zerstreut, wenige, fast

kugelig, 0,5-1 mm hoch, später bis 2 mm, ockergelb. S t i e 1 dünn,

lederfarben. Be c her flach, häutig, am Stiel radiär gerippt, auf der

Innenseite fast glatt. Ca pi 11 i ti u m birnenförmig, hell ockergelbgelbbraun,

durch viele Fäden am Becher befestigt, die Fäden za. 3 p

im Diameter, mit Stacheln und quergestellten Leisten oder glatt.

S p 0 ren m ass e blassgelb. S p 0 ren fast glatt, 7-8 p.

Auf totem Holz. Nur wenige Funde, aber die Art kann leicht mit

A. cinerea verwechselt werden. Zwischen diesen bei den Arten gibt

es viele Zwischenformen.

Substratpflanzen.

Corylus aveZlana, Fagus silvatica, Picea sp., Pinus sp.

Fundorte.

J. bei L0vskal (14), 17.7.1960, A. B. K.; bei 01god (17), 22.7.1960,

A. B. K; N0rlund Skov bei Arden (11), 16.8.1960, A. B. K.; Sk0rping (11),

24.7.1961, leg. K H. et det. K B.; Hvidding Krat (14), 27.8.1961, A. B. K;

Hastrup Skov bei Thyregod (19), 16.9.1962, A. B. K. - S. Charlottenlund

(45a), 3.5.1885, RAUNK.; Jonstrup Vang (45a), 26.9.1910, RAUNK.

5. Gattung. TRICHIA HALL. 1768, emend. ROST. 1873.

Litt.: HALL. 1768, p. 144; ROST. 1873, p. 14; ROSTR. 1925, p. 90.

Capillitium besteht aus röhrenförmigen, zugespitzten, freien Fäden,

Elateren, aus 2-5 spiralgedrehten Bändern. In der Regel sind die

Elateren unverzweigt, aber sie können doch einzelne Verzweigungen

haben. Wenn die Sporangien unter ungünstigen Verhältnissen reifen,

bei Kälte z. B., kann das Capillitium ganz unregelmässig, monströs

werden.

Die Gattung umfasst 15 Arten, von denen 9 in Dänemark gefunden

sind.

1 J Elateren mit 2 Spiralbändern ........................ 1. T. varia

1 Elateren mit 3-5 Spiralbändern .... .. .......... .. .. .... ...... ...... 2


- 207 -

Sporen 13-16 p

Sporen 9-13 p

Elateren 6-8 p im Diameter, Sporen mit regelmässig grossmaschigem

Netz aus breiten unregelmässig grubigen Bändern

................................................... 2. T. javoginea

Elateren 3-6 p im Durchmesser ................................... .

3

5

4

Sporen mit regelmässigem, grossmaschigem Netz aus schmalen

glatten Bändern ................................... . 3. T. affinis

Sporen mit unvollständigem Netz aus unterbrochenen Bändern

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 4. T. persimiZis

Elateren endigen mit kurzen Spitzen

Elateren endigen mit langen Spitzen

6

7

Sporen mit feinmaschigem Netz, Elateren ohne Erweiterungen

................................................... ...... 5. T. scabra

Sporen fein stachelig, Elateren in der Regel unterhalb der

Spitze erweitert .................................... 6. T. contorta

Elateren in der Mitte am breitesten, nach bei den Enden

regelmässig verjüngt, Sporenmasse gelbbraun ... 7. T. pusiZZa

Elateren zylindrisch mit langen Spitzen, Sporenmasse olivenfarben

................... .... ............................ 8. T. botrytis

Elateren zylindrisch mit langen Spitzen, Sporenmasse rot ...

9. T. jZorijormis

1. Trichia varia (PERS.) PERS. 1794.

Taf. 7, fig. 1 und 2.

Syn.: Trichia javoginea SCRUM., Enum. PI. II, 1803, p. 207, nr. 1455

(non T. javoginea (BATSCR) PERS. 1794); T. nigripes SCRUM., 1. C., p. 207;

T. nigripes PERS. 1801, p. 178, HORNEM. 1806, Fl. Dan. 22: tab. 1313, fig. 2;

T. varia f. genuina ROST.; T. varia f. sessilis ROST. und T. varia f. nigripes

(PERS.) ROST., R AUNK. 1888, p. 66.

Lit.: PERS. in GMEL 1791, p. 1470 (Stemonitis varia); PERS. 1794, p. 90;

RAUNK. 1888, p. 65, tab. 3, fig. 14 und tab. 4, fig. 3; ROSTR. 1925, p. 90;

ELLIOTT 1926, p. 366.

PI a s m 0 d i u m weiss. S p 0 r a n g i e n zerstreut oder in mehr

oder weniger dichten Haufen gesammelt, frei, oder 'sie bilden kleine

Plasmodiocarpien aus 2-wenigen zusammenfliessenden Sporangien,

kugelig, ei- oder birnenförmig, kurz gestielt oder sitzend, 0,5-1 mm im

Diameter. Per i d i u m glatt, gelb, braun oder olivengrau, meistens

matt, mitunter etwas glänzend. S ti e I kurz, schwarz, aber in der

Regel fehlend. EI a t e ren gelb, 3-5 f-l im Diameter, mit 2 entfern-


- 208 -

ten Spiralbändern, die nur an der einen Seite hervortreten, kurz und

krumm zugespitzt. S p 0 ren m ass e gelb-orangefarben. S p 0 ren

fein warzig, fast immer mit grosser Vakuole, 12-14 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen, Porlingen, Moos

usw. Das ganze Jahr hindurch. Sehr gemein. Wohl unser gemeinster

Schleimpilz.

Substratpflanzen.

Abies alba) Acer campestre) A. pseudoplatanus) Aesculus hippocastanum)

Alnus glutinosa) B etttla sp., Fagus silvatica) Fraxinus excelsior) Juniperus

communis) Picea ab'ies) P inus silvestris) Polyporus versicolor auf

Betula sp., Populus sp., Querc'/,~s sp., Ulmus sp.

Fundgebiete.

2, 11, 13a-14, 19-22b, 24-26, 28, 32, 34-38, 40-42, 44-47, 52, 53.

2. Trichia favoginea (BATSCH) PERS. 1794.

Syn.: Trichia ovata SCHUl\L, Enum. PI. II, 1803, p. 207, nr. 1454; T.

ovata PERS. 1796, p. 61, HORNEM. 1806, Fl. Dan. 22: tab. 1313, fig. 1; T.

chrysosperma BULL., RAUNK. 1888, p. 69.

Lit.: BATSCH 1786, p. 257 (Lycoperdon favogineum) >' PERS. 1794, p. 90;

RA UNK. 1888, p. 69, tab. 4, fig. 1; ROSTR. 1925, p. 90; ELLIOTT 1926, p. 366.

P las m 0 d i u m weissgelb. S p 0 r a n g i e n dicht gedrängt, sitzend,

kugelig-keulenförmig, oft unregelmässig durch Seitendruck,

0,7-1 mm im Diameter, 1-2 mm hoch. Per i d i u m goldgelb-braungelb,

glänzend, dünn. EI at e ren lang, 6-8 p im Diameter, goldgelb,

mit 4-5 dichtsitzenden, nicht sehr hervortretenden Spiralbändern,

mitunter mit einzelnen Stacheln und mit Längsfurchen, mit kurz

zugespitzten Enden. S p '0 ren m ass e goldgelb. S p 0 ren mit regelmässigem,

grossmaschigem Netz aus scharf gezeichneten, breiten,

etwas grubigen Bändern, 13 .. 16 p.

Auf totem Holz. Selten.

Fundorte.

J. Ajstrup Skov (13b), 17.5.1959 und 13.5.1960, A. B. K.; Taulov (25),

26.10.1885, RAUNK. - F. Klingstrup (32), 20.3.1880, ROSTR. - S. Ordrup

Krat und Ermelunden (45a), ohne Data, RA UNK.; Rude Hegn (45b), 30.9.

1882, ROSTR.

3. Trichia affinis DE BARY in litt. a:d FUCK. 1869.

Lit.: DE BARY in litt. ad FUCK. 1869, p. 336; ELLIOTT 1926, p. 365.

PI a s m 0 d i u m klar-weiss. S p 0 r a n gi e n dicht gedrängt,

sitzend, kugelig, eiförmig oder unregelmässig durch Seitendruck,


- 209 -

0,5-1 mm im Diameter. Per i d i u m dünn, ockerfarben-goldgelb,

glänzend. EI a t e ren lang, 4-6 p im Diameter, gelb mit 4-5 dichten

Spiralbändern, mitunter mit kleinen Stacheln, keine Längsfurchen,

kurz zugespitzte Enden. S p 0 ren m ass e goldgelb. S p 0 ren mit

grossmaschigem Netz aus schmalen, scharfen Bändern, 13-16 p.

Auf totem Holz. Selten.

Substratpflanzen.

Fagus silvatica) Populus tremu,la.

Fundorte.

J. Lindbjerg Skov bei Randers (13b), 23.4.1961, A. B. K. - S. Dronninggard

(45b), 31.10.1893, RAUNK.; Frelledparken, K0benhavn (46), 1.10.

1958, K. B.

4. Trichia persimilis P. KARST. 1868.

Taf. 7, fig. 3.

Syn. : Trichia Jackii ROST., RAUNK. 1888, p. 69.

Lit.: P. K ARST. 1868, p. 353; RAUNK. 1888, p. 69, tab. 4, fig. 5; ELLIOTT

1926, p. 366.

P las m'Ü d i u m weiss. S p 0 r a n g i e n dicht gedrängt, oft in

grossen Gruppen, sitzend, kugelig-eiförmig oder unregelmässig durch

Seitendruck, 0,5-0,8 mm im Diameter. Per i d i u m gelb-gelbbraun,

dünn, weniger glänzend als bei den bei den obigen Arten. EI at e ren

häufig von ungleicher Länge, gelb, 4-6 p im Diameter, meistens mit

4 mehr oder weniger stacheligen Spiralbändern, kurz zugespitzte

Enden. S p 0 ren m ass e gelb-gelbbraun. S p 0 ren mit sehr unvollständigem

Netz aus kürzeren oder längeren, recht breiten unterbrochenen

Bändern und Warzen, 13-16 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen und in der welken

Blätterschicht des Waldbodens. August-Mai. Gemein.

Substratpflanzen.

Abies alba) Alnus sp., Betula sp., Fagu,s silvatica) Fraxinus excelsior)

Picea abi es) Pinus silvestris) Quercus sp.

Fundgebiete.

11, 13a-16, 18-22b, 26, 32, 34, 35, 39a, 40, 41, 45a-47 sowie Askov (Vejstrup

[31 ?]), 1.2.1863.

5. Trichia scabra ROST. 1875.

Taf. 8, fig. 2.

Lit.: ROST. 1875, p. 258; RAUNK. 1888, p. 68, tab. 4, fig. 2; ROSTR. 1925,

p. 90; ELLIOTT 1926, p. 366.

FRIESIA VII 14


- 210-

P las m 0 d i u m weiss. S p 0 r a n g i e n dicht gedrängt, sitzend,

kugelig-eiförmig oder unregelmässig durch Seitendruck, 0,6-0,9 mm

im Diameter. Per i d i u m dünn, glatt, goldgelb-gelbbraun, glänzend.

E 1 at e ren gelb-goldgelb, lang, 4-6 /-f im Diameter, mit 3-5 dichtschliessenden

Spiralbändern, mehr oder weniger dicht mit kurzen

Staoheln besetzt, und mit kurz verjüngten Spitzen. S p'Ü ren m ass e

goldgelb. S p 0 ren mit feinmasohigem Netz, das nur bei mehr als

1000-maliger Vergrösserung sichtbar wird, 9-12 /-f.

Auf totem Holz von Laubbäumen. Juli-April. Recht gemein.

S u bs tr a t pflanzen.

Aesculus hippocastanum) Betula sp., Fag·us silvatica) F r ax inus ex ceZsior)

Polyporus fomentarius) Que1'cus sp., Ulmus sp.

Fundgebiete.

2, 11, 14, 20, 22a, 28, 32, 40, 41, 44-47.

6. Trichia contorta (DITMAR) ROST. 1875.

Lit.: DITMAR in STURM 1813, p. 9, tab. 5 (LycogaZa contortum); ROST.

1875, p. 259; RAUNK. 1888, p. 68, tab. 3, fig. 13; ELLIOTT 1926, p. 365.

P 1 'a S m 0 d i u m klar-weiss. S p 0 r a n g i e n mehr oder weniger

zerstreut bis dicht gedrängt, sitzend, kugelig oder zu kurzen Plasmodiocarpien

verlängert, 0,5-1 mm im Diameter. Per i d i u m gelbgelbbraun

oder dunkler, davon abhängig, wie viel körniges Material

an der Aussenseite abgeschieden ist, in seltenen Fällen grau von Kalkkörnern.

EI at e ren gelb, 3-5 /-f im Diameter, mit 4-5 glatten Spiralbändern,

recht kurz und mit schief verjüngten Spitzen, meistens

mit einer Anschwellung am Grunde, übrigens sehr variierend, z. B.

können die Bänder undeutlich, runzelig oder ganz unregelmässig sein,

- in der Regel sind die Elateren unverzweigt, aber nicht selten

haben sie kurze Seitenzweige. S p 0 ren m ass e ockerfarbig. S p 0-

ren fein stachelig, 10-13 /-f.

Auf totem Holz. Recht selten.

Substratpflanzen.

Ulmus sp., Quercus sp.

Fundorte.

J. Lerbrek Skov, Frederikshavn (1), 27.7.1906, J. LIND; Lewenholm

Skov, Djursland (13a), 29.4.1962, A. B. K.; Sostrup Skov (22b), 6.5.1962,

A. B. K.; Clasonsborg Park bei Sdr. Felding (18), 15.9.1962, A. B. K. -

F. Vejstrup (31), 2.1863, ROSTR.; Klingstrup (32), 24.10.1864, ROSTR. -

L. Hardenberg (36), 5.1.1889, BORNEBUSCH - S. Kongelunden (46), 14.12.

1953, M.P.C.; Tokkek0b Hegn (45b), 19.11.1954, leg. J.B.L. et det. K.B. ;

Jregersborg Dyrehave (45a), 8.11.1958, K. B.


- 211-

7. Trichia pusilla (HEDW.) G. W. MARTIN. 1949.

Taf. 7, fig. 4 und Taf. 8, fig. l.

Syn.: Mucor (Trichia) capitulis miniatis} stipitibus brevibus nigris

OEDER 1769, Fl. Dan. 8: tab. 467, fig. 1; Mttcor (Trichia) capitulis pyrijormibus)

rubro-aurantiis) stipitibus brevibus albis OEDER, 1. C., tab. 467,

fig. 2; Physarum pyrijorme SCHUM., Enum. PI. H, 1803, p. 204, nr. 1448;

Trichia virescens SCHUM., 1. C., p. 208, nr. 1459: T. jallax PERS. 1796, p. 59,

HORNEM. 1832, FI. Dan. 35: tab. 2088, fig. 3, RAUNK. 1888, p. 66; T. decipiens

(PERS. 1795, p. 35) MACBR. 1899, p. 218; ROST. 1925, p. 90; ELLIOTT

1926, p. 366.

Lit.: HEDW. 1780, p. 276 (Lycope1"don pusillum); PERS. 1795, p. 35

(A1"cyria decipiens) J' G. W. MARTIN 1949, p. 53; RAUNK. 1888, p. 66, tab. 4,

fig. 4 (T. jallax PERS.); ROST. 1925, p. 90; ELLIOTT 1926, p. 366.

PI a S m 0 d i u m weiss-rosa. S p 0 ra n g i e n gestielt-sitzend, birnenförmig,

0,6-0,8 mm im Diameter, mit Stiel bis 3 mm hoch. Per i­

d i u m gelbbraun-olivenfarben, dünn, glänzend, öffnet sich bei der

Sporenreife durch ziemlich regelmässigen Deckel. S t i e I zylindrisch,

bis 1 mm hoch, dunkler als das Peridium, gefurcht und mit Plasmodienteilen

angefüllt. EI a t e ren olivengelb, 4,5-5,5 p im Diameter

in der Mitte, gleichmässig nach den Spitzen verjüngt, mit 3-5 dichtsitzenden

Spiralbändern. Überwinternde Exemp}are haben fast immer

verzweigte bis ganz monströse Elateren. S p 0 ren m ass e gelbbraun.

S p 0 ren auf dem grössten Teil der Oberfläche mit feinmaschigem

Netz, Rest der Oberfläche fein warzig, 9-13 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen. Das ganze Jahr.

Recht gemein.

Substratpflanzen.

Abies alba) Acer pseudoplatanus) Alnus sp., Betula sp., Fagus siZvatica)

Fraxinus excelsior) Picea abi es) Pinus siZvestris) Quercus sp.

Fundgebiete.

2, 11, 13b-16, 19-22b, 24-26, 32, 34, 35, 37, 39a, 40-42, 44-47.

8. Trichia botrytis (GMEL.) PERS. 1794.

Syn.: Trichia notata SCHUM., Enum., PI. H, 1803, p. 211, nr. 1471,

HORNEM. 1819, FI. Dan. 28: tab. 1680, fig. 2 (keine gute Illustration); T.

Botrytis var. genuina RAUNK.., var. Lorinseriana (CORDA) und var. serotina

(SCHRAD.), RAUNK. 1888, p. 68.

Lit.: GMEL 1791, p. 1468 (Stemonitis botrytis); PERS. 1794, p. 89;

RA UNK. 1888, p. 67; ELLIOTT 1926, p. 365.

P las m 0 d i u m purpurbraun. S p 0 r a n g i e n gestielt, keulenbirnenförmig,

0,6-0,8 mm im Diameter, 1-3 mm hoch, oft mehrere

auf einem oder mehreren Stielen gebüschelt. Per i d i u m dunkel

gelbbraun oder rotbraun-schwarz, häutig, mit einer äusseren, dunkel-


- 212-

körnigen Schicht, die in der Regel vor dem Sporenabwurf oben zerreisst,

wobei dunkle Felder sichtbar werden, die durch hellere Linien

getrennt sind. S t i e 1 zylindrisch, ungefähr von derselben Farbe wie

das Peridium. E 1 at e ren dunkelgelb-dunkelbraun, 4-5 p im Diameter

in -der Mitte, gegen die Enden gleichmässig verjüngt, 3-5 dichtsitzende

Spiralbänder, die etwa 60-100 p innerhalb der Spitzen endigen,

welche deshalb glatt sind. S p 0 r 'e n m ass e dunkelgelb-dunkelbraun.

S p 0 ren fast glatt, 9-12 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen und auf toten

krautigen Pflanzenteilen. Okt.-Februar. Recht selten.

Substrat pflanzen.

Fagus silvatica) Picea abi es) Quercus sp.

Fundgebiete.

l3b, 14, 19-21, 26, 45a-46.

9. Trichia floriformis (SCHW.) G. LISTER 1919.

Syn.: Trichia Botrytis var. lateritia LISTER 1911, p. 217, ELLIOTT 1926,

p.366.

Lit.: SCHW. 1832, p. 258 (Craterium floritorme)· G. LISTER 1919, p. 110.

PI a sm 0 d i um? S p 0 r an 'g ie n gestielt, keulen-birnenförmig,

0,6-1 mm im Diameter, meistens viele auf zusammengewachsenen

Stielen, die von einem roten H y pot hall u sausgehen. Per i­

d i u m wie bei voriger Art, aber purpurrot. Stiel zylindrisch, gefurcht,

1-3 mm hoch, dunkel weinrot. EI at e ren purpurrot, 4-5 p

im Diameter in der Mitte, nach den Spitzen zu gleichmässig verjüngt,

doch etwas schneller auf den letzten 20-40 p innerhalb der Spitzen,

mit 3-5 dichten Spiralbändern, die an der glatten Spitze endigen.

S p 0 ren m a s s 'e purpurrot. S p 0 ren fast glatt, 9-12 p.

Auf totem Holz. Selten.

Substratpflanzen.

AInus glutinosa.

Fundorte.

Falster. B0t0 Plantage (37), 8.10.1956, K. B. - S. Fortunen (45a),

5.11.1873, ROSTR.; Ermelunden (45a), 18.11.1888, INGEBORG ANDERSEN;

Boserup Skov (45a), 19.10.1896, RAUNK.; Jregersborg Dyrehave (45a),

3.5.1957, K. B.; ohne Data, RAUNK. 1891.

Trichia floriformis schliesst sich nahe an T. botrytis) die sehr

variabel ist, was zur Aufstellung einer Reihe von Unterarten Veranlassung

gegeben hat. Auch in diesem Falle gibt es jedoch viele


- 213 -

Zwischenformen, was die Abgrenzung der verschiedenen Varietäten

schwierig macht.

Trichia favoginea) T. affinis) T. persimiZis und T. scabra müssen

sehr nahe verwandt sein. Die Beschreibungen ergeben, dass sie in

allen Hauptzügen sehr nahe übereinstimmen: Gruppenwuchs, Form

der Sporangien, Farbe und Wandstärke, Farbe der Elateren, Spiralbänder

und Spitzen, Farbe der Sporen und die Netzzeichnung. Am

meisten abweichend ist T. scabra.

MARIE L. FARR hat das zugängliche Museumsmaterial der erwähnten

vier Arten untersucht und nachgewiesen, dass es alle möglichen

Übergangsformen zwischen den drei erstgenannten Arten gibt. Eigene

Beobachtungen deuten dasselbe an. Man kann wohl sagen, dass die

Möglichkeit vorhanden ist, dass von einer einzigen Art mit drei,

vielleicht vier Typen die Rede ist, indem T. scabra sich der T. persimiZis

stark nähern kann. (FARR 1958, p. 357-370).

6. Gattung. OLIGONEMA ROST. 1875.

Lit.: ROST. 1875, p. 291.

Sporangien sitzend, in dichten Gruppen zusammengedrängt. Peridium

häutig. Capillitium aus kurzen, freien, mitunter verzweigten Fäden

mit schwachen, unregelmässigen Spiralbändern.

Die Gattung umfasst 3 Arten, von denen nur die untenerwähnte

in Dänemark gefunden ist.

Oligooema schweinitzii (BERK.) G. W. MARTIN 1947.

Taf. 8, fig. 3 und 4.

Syn.: Oligonema nitens ROST., ELLIOTT 1926, p. 366.

Lit.: BERK. 1873, p. 66 (Physarum Schweinitzi.i); MARTIN 1947, p. 460;

die Art nicht in den "Myxomycetes Daniae" mitgenommen, da RAUNKllER

sie erst 1890 fand; ELLIOTT 1926, p. 366.

P 1 a s m 0 d i u m gelb. S p 0 r a n g i e n sitzend, bis 0,5 mm im

Diameter, in dichten Gruppen gesammelt, mitunter sitzen einige auf

anderen, des fehlenden Platzes wegen, fast kugelig, aber oft unregelmässig

wegen Druck von der Seite. Per i d i umglänzend hellgelb,

dünn, fast glatt. Ca p i 11 i t i u m aus wenigen sehr ungleichartigen

Fäden, einfach, einige verzweigt oder ringförmig, oft mit Erweiterungen,

Oberfläche fast glatt bis fein stachelig, mitunter mit unter-


- 214 -

brochenen Andeutungen von rechtsgedrehten Spiralbändern. S p 0-

ren m ass e gelb. S p 0 ren typisch mit regelmässig netzförmig geordneten

breiten Falten, aber das Netz ist nicht selten etwas unregelmässig,

11-16 /-l.

Auf totem, sehr feuchtem Holz oder auf der Erde. Ein Fund in

einem Reisighaufen in wassergefüllter Vertiefung. Selten.

Substratpflanzen.

Crataegus oxya,cantha) Fagus silvatica.

Fundorte.

S. Ermelunden (45a), 13.9.1890, RAUNK.; Allemd (45b), 18.11.1956, leg.

J. B. L. et det. K. B.; Kors0r Lystskov (41),24.11.1957,28.3.1959 und 24.12.

1959, leg. K. H. et det. K. B. - B. Ibsker H0jlyng (47),18.10.1956, K. B.

7. Gattung. HEMITRICHIA ROST. 1873.

Lit.: ROST. 1873, p. 14.

Das Capillitium hat Spiralbänder, die bei einigen Arten unvollständig

sind. Die Fäden können einfach, verzweigt oder geradezu

netzbildend sein und haben nur wenige freie Enden.

Die Gattung umfasst 10 Arten, von denen drei in Dänemark gefunden

sind.

Plasmodiocarpien .......................... .......... 1. H. serpuZa

Sporangien ..................................... ......................... . 2

Sporenmasse gelb .................................... 2. H. cZavata

Sporenmasse rotbraun ........................... 3. H. vesparium

1. Hemilrichia serpula (SCOP.) ROST. 1873.

Syn.: Trichia venosa SeHuM., Enum. PI. H, 1803, p. 207, nr. 1456; Trichia

Serpula (Seop.) FR., HORNEM. 1832, FI. Dan. 35: tab. 2089, fig. 3;

Hemiarcyria serpula (Seop.) ROST., RAUNIC 1888, p. 64.

Lit.: Seop. 1772, 2: p. 493 (l~ucor Serpula); LISTER 1894, p. 179;

R AUNK. 1888, p. 64, tab. 3, fig. 16; ELLIOTT 1926, p. 366.

PI a s mo d i u m weiss, später gelb. S p 0 r a n g i e n zu unregelmässigen,

etwas zusammengedrückten, netzartigen Plasmodiokarpien

zusammenfliessend, die sich bei der Sporenreife durch eine Spalte an

der Oberseite öffnen, hellgelb-dunkelbraun. C a p i 11 i t i um sehr

lange zylindrische Fäden, 5-6 /-l im Diameter, ineinandergeflochten,

überwiegend unverzweigt, frei, einige doch an den Peridiumboden


- 215-

festgewachsen, mit kurz verjüngten Enden, 3-4, selten mehr regelmässige,

stachelige-glatte Spiralbänder. S p 0 ren m ass e goldgelb.

S p 0 ren mit grossmaschigem Netz, 11-16/-l.

An Stämmen und auf Blättern und Pflanzenresten. Selten.

Fundorte.

SCRUM., Juni, auf Stämmen von Fagus silvatica) Enum. PI. II, 1803,

p. 207, nr. 1456. Kein Material hinterlassen.

2. Hemitrichia clavata (PERS.) ROST. 1873.

Taf. 9, fig. l.

Syn.: T1'ichia citrina SCRUM., Enum. PI. II, 1803, p. 209, nr, 1463; Trichia

clavata PERS., HORNEl\I. 1832, FI. Dan. 35: tab. 2089, fig, 1; H emiarcyria

clavata (PERS.) ROST., RAUNK. 1888, p. 64.

Lit.: PERS. 1794, p. 90 (Trichia clavata); ROST. in FUCKEL 1873, p. 75;

RAUNK. 1888, p. 64; ELLIOTT 1926, p. 366.

PI a s m 0 d i u m weiss. S p 0 ra n g i e n gestielt, in dichten Haufen,

aber die einzelnen Sporangien frei, keulenförmig, 1-2 mm hoch.

Per i d i um gelb-olivenfarbig, der untere Teil als bleibender hoher

Be c her, an der Innenseite warzig. S ti e 1 recht kurz, nach unten zu

dünner, etwas dunkler als das Peridium, mitunter unten rötlich. C a­

p i 11 i t i um zylindrische Fäden, 5-6,u im Diameter, häufig mit

verdickten Enden, oft verzweigt, gelb-gelbbraun, mit 4-6 deutlichen,

glatten-zottigen Spiralbändern. S p 0 ren m ass e hell ockerfarbig.

S p 0 ren fein warzig, 7-9 /-l.

Auf totem Holz. Selten.

Fundorte.

S. Jregersborg Dyrehave (45a), 3.4.1893, RAUNK.; Frederikslund Skov

( 45a), 1.10.1961, leg. B. R0NNE et det. K. B.; ein Fund im Herbarium des

Botanischen Museums in Kopenhagen, ohne Data.

3. Hemitrichia vesparium (BATSCH) MACBR. 1899.

Taf. 9, fig. 2.

Syn.: Trichia rubiformis PERS., 1801, SCRUlVL, Enum. PI. II, 1803, p. 210,

nr. 1467; HORNEM. 1808, FI. Dan. 23: tab. 1365, fig. 2; Hemiarcyria rubiformis

(PERS.) ROST., RAUNK. 1888, p. 63.

Lit.: BATSCR 1786, p. 253 (Lycoperdon vesparium); MACER. 1899,

p. 203; RAUNK. 1888, p. 63, tab. 3, fig. 15 und tab. 4, fig. 6; ROSTR. 1925,

p. 91; ELLIOTT 1926, p. 366.

P l 'a S'ffi 0 d i u m dunkelrot-schwarz. S p 0 r an g i e n in Haufen,

zylindrisch-keulenförmig, 0,5-0,7 mm im Diameter, in der Regel viele

zusammen auf zusammenfliessenden Stielen, können aber auch ein-


- 216

zeIn, mit bis 2 mm hohen Stielen vorkommen. Per i d i u m rotbraun-purpurrot-schwarz,

blank, öffnet sich bei der Sporenreife durch

gewölbten Deckel, der untere Teil ein bleibender hoher Be c her.

S ti e I zylindrisch, recht dick, gefurcht, Färbung wie das Peridium

oder dunkler. C a p i 11 i t i u m lange dunkelrote, zylindrische Fäden,

5-6 J-l im Diameter, mit wenigen freien, krumm zugespitzen Enden,

oft am Grunde der Spitzen verdickt, mit 4-5 dichten, stacheligen

Spiralbändern. S p 0 ren m ass e rotbraun. S p 0 ren fein warzig,

10-12 J-l.

Auf totem Holz. Recht gemein gegen Ende des Jahres. Überwintert

oft im Sporangienstadium.

Substratpflanzen.

Alnus glutinosa) Corylus avellana) Fag'us sUvatica.

Fundgebiete.

2, 4, 11, 13b, 14, 18, 20, 22b, 30, 32, 35, 37, 40, 41, 44-45b.

B. Dunkelsporige. AMAUROSPOREAE.

3. ORDNUNG. STEMONITALES.

3. Familie. STEMONITACEAE.

1. Gattung. AMAUROCHAETE ROST. 1873.

Lit.: ROST. 1873, p. 8.

Aethalien mit verschwindendem Cortex. Pseudocapillitium aus

dunklen, faserigen Bändern, die vom Hypothallus ausgehen und als

die unvollkommen entwickelten Stiele und Peridien der einzelnen

Sporangien betrachtet werden müssen.

Die Gattung umfasst 4 Arten, von denen 2 in Dänemark gefunden

sind.

Pseudocapillitium aus steifen, besonders am Grunde recht

breiten Bändern, die direkt vom Hypothallus ausgehen ..... .

1. A. juliginosa

Pseudocapillitium elastische, netzbildende Fasern, die von

einem columeUa-ähnlichen Vorsprung auf dem Hypothallus

ausgehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. A. tubulina


- 217 -

1. Amaurochaete fuliginosa (Sow.) MACBR. 1899.

Taf. 9, fig. 3.

Lit.: Sow. 1800, pl. 257 (Lycoperdon fuliginosum); MACBR. 1899, p. 109;

ELLIOTT 1926, p . 364.

P 1 a s m 0 d i u m weiss-weissgelb. A e t haI i u m häufig polsterförmig,

selten me)1r als 4 cm lang und 1 cm hoch. C 0 r tex silberschimmernd-schwarz,

zerbrechlich, schnell verschwindend. H y p 0 -

t hall U'S purpurfarben-'schwarz. Ps e u d 0 c a pi 11 i t i u maus

purpurbraunen Fäden, die vom H y pot hall u sausgehen, am

Grunde breit sind, nach oben faserig werden, und die sich besonders

gegen die Spitze verzweigen und Anastomosen bilden. S p 0 re n­

m ass e schwarz. S p 0 ren stachelig, 12-15 p.

Auf totem Holz von Nadelbäumen. Selten.

Fundorte.

J. Hesselhede Plantage (22b), 22.9.1956. auf PÜ1,US mugo) A. B. K . und

K. B.; Silkeborg Vesterskov (20), 30.9.1962, auf Pinus sp., A . B. K . und

K. TOFT. - S. Tisvilde Hegn (45b), 6.10.1957, auf Pinus si lvestris) K . B.;

Frederiksberg (46), 8.9.1895, leg ?

2. Amaurochaete tubulina (ALB. & SCHW.) MACBR. 1922.

Syn.: A. cribrosa (FR.) STURGIS, ELLIOTT 1926, p . 364.

Lit.: ALB. & SCHW. 1805, p . 102 (Stemonitis Tubulina) J' M ACBR. 1922,

p. 150; ELLIOTT 1926, p. 364.

P 1 a s m 0 d i u m farblos, später rosa-grau, zuletzt schwarz.

A e t h 'a 1 i u m pol'Sterförmig - etwas abgeflacht, von ungefähr derselben

Grösse wie obige Art. Co r tex dünn, zerbrechlich, verschwindend.

H y pot hall u sdünn, silberblank. P 's e u d'Ü c 'a p i 11 i t i u m

geht von zahlreichen columella-ähnlichen Vorsprüngen auf dem Hypothallus

aus, und zwar als dichte, wollartige, schwarze, netzbildende

Fäden. S po ren m ass e 'Schwarz. S p 0 ren fast glatt,

13-15 p.

Auf totem Holz von Nadelbäumen. Selten.

Fundort.

S. Ravnholt (45b), Okt. 1900, L. K. R.

Lit.: ROST. 1873, p. 8.

2. Gattung. BREFELDIA ROST. 1873.

Grosse, pulverige Aethalien auf kräftig entwickeltem Hypothallus,

Cortex dünn, verschwindend. Capillitium aus quergehenden


-- 218 -

Fäden, die mit den Fäden der Nachbarsporangien durch gekammerte

Blasen verbunden sind. Sporenmasse schwarz.

Die Gattung umfasst nur untenstehende Art.

Brefeldia maxima (FR.) ROST. 1873.

Russpilz.

Taf. 9, fig. 4.

Lit.: FR. 1825, p. 147 (Reticularia maxima) " ROST. in FUCKEL 1873,

p. 70; RAUNK. 1888, p. 96, tab. 5,fig. 13; ROSTR. 1925, p. 94; ELLIOTT 1926,

p.364.

P 1 a s m 0 d i u m weiss. S p 0 r a n g i e n in Aethalien sehr verschiedener

Grösse gesammelt, 2-40 cm lang, bis 2 cm dick. H Y P 0-

t hall u s kräftig entwickelt, weiss, später glänzend purpurfarbenschwarz.

Co r tex sehr dünn, weiss, später rosa, dunkelviolett bis

schwarz, verschwindend. Ca pi 11 i ti u m aus mehr oder weniger

wagerecht liegenden, schwarzen Fäden, die im wesentlichen radiär

verlaufen und mit den Fäden der Nachbarsporangien durch mehrkammerige

Blasen verbunden sind. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0-

ren warzig, 9-12 p.

Meistens auf Stümpfen von Laub- und Nadelbäumen, aber auch

am Fusse lebender Stämme, im Grase und auf welken Blättern am

Waldboden.

Am 16.11.1958 wurde ein Exemplar auf einem Buchenstumpf in

Jregersborg Dyrehave gemessen. Es hatte eine ziemlich unregelmässige

Peripherie, die Fläche konnte aber mit recht grosser Genauigkeit

auf 27 X 40 cm = 1080 om 2 und der Rauminhalt auf etwa 1100 cm 3

geschätzt werden.

Teile des Plasmodiums können während der Wanderung zum Sporenreifungsort

hinterlassen werden und bilden dann kleinere Aethalien.

Im obenerwähnten Falle hatten zwei solche hinterlassene Plasmodienreste

in beziehungsweise 1,5 und 2 m Abstand vom Hauptaethalium

auf dem Stumpf Aethalien gebildet. Diese Tatsache macht

es wahrscheinlich, dass ein Plasmodium noch grössere Abstände zurücklegen

kann, wenn kein passender Ort zur Sporangienbildung in

der Nähe ist. August-Dezember. Einzelne teilweise überwinternd.

Zerstreut.

Substratpflal1zel1.

Alnus sp., Fagus silvatica) Picea abi es) Populus sp.


- 219 -

Fundorte.

F. Skärup (32), 28.11.1862 und 22.11.1879, ROSTR.; Glorup (31), 15.3.

1893, F. LYMANN. - L. Stensgärd (35), 19.8.1865, ROSTR. - S. Boserup

(45a), 14.10.1890, RAUNK., 2 Funde; Sels01und (44), 10.4.1908, J. LIND;

N0rager (42), 10.1909, MOLTKE; ,Tregersborg Dyrehave (45a), 18.10.1936,

N. F. B.; am selben Ort 16.11.1958 und 12.10.1960, auf Buchenstümpfen und

Blättern auf dem Waldboden, K. B.; daselbst Herbst 1960, M. P. C.; Torup

(45b), 19.10.1930, leg. R. HESTEHA VE et det. O. ROSTR.; Ah0je bei Lellinge

(40),10.1957, E. B. H. Ausserdem 4 Funde ohne Data.

Lit.: FR. 1825, p. 143.

3. Gattung. DIACHEA FR. 1825.

Sporangien in Herden, frei. Peridium häutig, irisierend. Stiel und

Columella mit Kalk. Capillitium aus verzweigten, anastomosierenden

Fäden ohne Kalk.

Die Gattung umfasst 6 Arten, von denen nur zwei in Europa gefunden

sind: D. leucopoda (BULL.) ROST. und D. subsessilis PECK, die

letztere in Norddeutschland.

Diachea Ieucopoda (BULL.) ROST. 1874.

Taf. 10, fig. 1.

Lit.: BULL. 1791, p. 121 (Trichia lencopoda),' ROST. 1874, p. 190.

P 1 a s m 0 d i u m weiss. S p 0 r an gi e n in mitunter sehr grossen

Herden, aber frei, gelstielt, zY'lindrisch - fast kugelig, 0,3-0,6 mrn

im Diameter, mit Stiel 1-2 mm hoch. Per i d i u m häutig, irisierend,

besonders in blauen und purpurnen Tönen. H y pot h 'a 11 u s oft als

weisses Netz geformt. S ti e 1 dick, von breiter Basis nach oben

verjüngt, gefurcht, von Kalkkörnern weiss, zerbrechlich. Co 1 u­

me 11 a in Fortsetzung des Stieles bis zur Mitte des Sporangiums,

selten bis fast zur Spitze. Ca pi 11 i t i u m aus braunen, verzweigten

und anastomosierenden Fäden, die die Columella mit dem Peridium

verbinden, Fadenspitzen farblos. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0-

ren sehr fein stachelig, 8-10 p.

Auf welken Blättern und Zweigen, mitunter auf lebenden, krautartigen

Pflanzen. Selten.

Substratpflanzen.

Cirsium sp., Eupatorium can'nab'inum.

Fundorte.

L. Maribo (36),23.9.1938, leg. F.H.M0LLER et det. N.F.B.; Borg0 in

Maribo S0 (36), leg. K. WIINSTEDT et det. N. F. B.; -- M0n, Ulfshale (38),

9.9.1956, K. B. Ohne Orts angabe, 30.10.1956, leg. M. LANGE et det. K. B.


- 220 -

4. Gattung. ENERTHENEMA BOWMAN 1830.

Syn.: Ancyrophorus RAUNK. 1888, p. 92.

Lit.: BOWMAN 1830, p. 152.

Sporangien in Gruppen, gestielt, kugelig. Der Stiel geht als Columella

bis zum Gipfel des Sporangiums und erweitert sich hier zu

einer Scheibe, von der das Capillitium ausgeht.

Die Gattung umfasst 3 Arten, von denen die 2 nur aus N ordamerika

bekannt sind, während die dritte, E. papillatu'Yn) in den temperierten

Zonen ziemlich gemein ist.

C. RAUNKIlER'S neue Gattung ist später verworfen worden (LISTER

1925, p. 150, MARTIN 1948, p. 72). Die Diagnose und die entsprechende

Zeichnung ergeben, dass sie wesentlich auf Grundlage des verzweigten

Capillitiums aufgestellt ist, aber in Wirklichkeit gibt es alle übergangsformen

von unverzweigten bis zu verzweigten und anastomosierenden

Fäden.

Enerthenema papillaturn (PERs.) ROST. 1876.

Taf. 10, fig. 2.

Syn.: T 'richia notata SCHU!\1., Enum. PI. II 1803, p. 211, nr. 1471; Arcyria

atm SCHUM., 1. C ., p. 215, nr. 1487; HORNEM. 1813, FI. Dan. 25: tab.

1494;Ancyrophorus crassipes RAUNK. 1888, p. 93 (cfr. oberhalb).

Lit.: PERS. 1794, p. 90 (Stemonitis papillata) ; ROST. 1876, p. 28; RA UNK.

1888, p. 92 og 93 (AncY1'ophoru8 crassipes) tab. 5, fig. 7-9; ELLIOTT 1926,

p.364.

PI a s m 0 d i um klar-weiss. S p 0 r an g i e n in Gruppen, selten

einzeln, gestielt, kugelig mit einer Papille oder Scheibe an der Spitze,

0,4-0,7 mm im Diameter und bis 1,5 mm hoch. Per i d i u m dunkelbraun-schwarz,

verschwindend, in Ausnahmefällen kann ein Rest als

Ring oder kleine Schale um den Stiel herum sitzen bleiben. S ti e 1

von stark erweiterter Basis nach oben verjüngt, schwarz. Die Columella

erreicht den Gipfel des Sporangiums, wo s:e sich zu einer

schwarzen, blanken Scheibe erweitert, oft mit einer zentralen Papille

versehen. Ca pi 11 i t i u m aus langen dunklen Fäden mit einzelnen

Verzweigungen und Anastomosen, die Fäden gehen vom Rand der

Gipfelscheibe strahlenförmig nach unten. S p 0 ren m a 's s e dunkelgrau-schwarz.

S p 0 ren fein warzig, 10-12 p.

Auf totem Holz von Nadel- und Laubbäumen. August-Dezember.

Ziemlich gemein.


- 221 -

Substratpflanzen.

Abies alba) Fagus silvatica) Picea sp., Quercus sp.

Fundgebiete.

11, 13-14, 17, 19-22b, 41, 45a.

5. Gattung. STEMONITIS GLED. 1753.

Staubkeule.

Lit.: GLED. 1753, p. 140. ROSTR. 1925, p. 91.

Sporangien zylindrisch. Der Stiel geht als Columella weiter bis

fast zum Gipfel des Sporangiums, indem er sich gleichmä:ssig verjüngt,

und das Capillitium ist aus Seitenzweigen von der Columella

her gebildet. Diese Seitenzweige teilen sich und endigen in einem

Oberflächennetz. Peridium bald verschwindend.

Die Gattung umfasst 15 Arten, von denen 8 in Dänemark gefunden

sind.

5

Sporen mit Netzzeichnung an der Oberfläche .................... .

Sporen mit Warzen, Stacheln oder fast glatt .................... .

Sporangien sitzend oder mit einem bis 1 mm langen Stiel,

Sporen 11-13 p .................................... 1. S. trechispora

Sporangien deutlich gestielt, Sporen kleiner als 10 p .........

Sporangien schwarz, in kleinen Büscheln, 3-5 mm hoch, Sporen

8-9 p ... . .. ....... ................................ 2. S. nigrescens

Sporangien schwarz mit bräunlichem Schimmer, in grossen

Büscheln, 7-25 mm hoch, Sporen 7,5-9 p ......... 3. S. fusca

Sporangien blassbraun, lillaschimmernd, in kleinen Büscheln,

3-5 mm hoch, Sporen 5-7 p mit schwach unregelmässiger

Netzzeichnung ....................................... 4. S. hyperopta

Oberflächennetz mit grossen Ma:schen, 20-50 ,ll weit ........ .

5. S. splendens

Oberflächennetz mit Maschen, die weniger als 20 p weit sind

Sporangien heU rostfarben, 7-20 mm hoch, Sporen 5-7 p,

fast glat ................................................ 6. S. axifera

Sporangien he'll rostfarben, 3-6 mm hoch, Sporen 4-5 p,

glatt ...................................................... 7. S. smithii

Spora:ngien dunkel'braun-graubraun, 5-7 mm hoch, Sporen

7 -10 p, warzig .................................... 8. S. flavogenita

2

4

3

5


- 222

1. Stemonitis trechispora (TORREND ) MACER. 1922.

Lit.: TORR. 1908, p. 81 (S. fusca var. t1'echispora) " MACBR. 1922, p. 159;

ELLIOTT 1926, p. 363.

PI a sm 0 d i u m weiss. S p 0 r a n gi e n unregelmässig, sitzend

oder sehr kurz gestielt, unten zusammenfliessend, aber mit freien Gipfeln,

3-7 mm hoch. S ti e 1 schwarz, bis 1 mm hoch, geht als gebuchtete

Co 1 urne 11 a weiter bis ungefähr zum Gipfel des Sporangiums.

Ca pi 11 i t i u m unregelmässig, offen, endigt im oberen Teil

in einem sehr unvollständigen 0 b e r f 1 ä c he n n e t z. S p 0 r e n­

m ass e schwarz. S p 0 ren teilweise mit Netzzeichnung, teilweise

stachelig, 11-13 p.

Stemonitis trechispora sieht einer monströsen S. fusca ähnlich,

aber durch die Sporengrösse lassen sich die beiden Arten scharf unterscheiden.

Auf abgefallenen Blättern, Zweigen und auf Moos. Selten.

Fundorte.

S. Gammelmose (45a ?), 28.9.1894, HOSTR.; Klage (40), 1.10.1953, auf

einem entrindeten Kiefernmast aus Dalarne, leg. N. F. B. et det. K. B.

Lit.: REX 1891, p. 392.

2. Stemonitis nigrescens REX 1891.

P 1 a s m 0 d i u m gelb-grün. S p 0 r a n g i e n frei in kleinen

Büschein auf gemeinsamem H y pot hall u s, zylindrisch, gestielt,

3-5 mm hoch, schwarz. S t i e 1 kurz, schwarz, geht als Co 1 urne 11 a

bis zum Gipfel des Sporangiums. 0 b e r f 1 ä c h e n ne t z feinmaschig,

fehlt oft ganz oder teilweise im oberen Teil. S p 0 re n­

m ass e schwarz. S p 0 ren stachelig mit den Stacheln in Reihen

geordnet, die ein feinmaschiges Netz bilden, 8-9 p.

Meistens auf totem Holz und Rinde. Selten.

Fundort.

J. Gebüsch bei 01god (26), 22.7.1960, A. B. K. und K. B.

3. Stemonitis fusca ROTH. 1787.

Taf. 11, fig. 1 und 2.

Syn.: Stemonitis dictyospora ROST. 1874, p. 175, RAUNK. 1888, p. 95.


- 223 -

Lit.: ROTH 1787, p. 26; HORNEM. 1830, Fl. Dan. 34: tab. 2016, fig. 2;

RAUNK. 1888, p. 95; ROSTR. 1925, p. 91 und fig. 27; ELLIOTT 1926, p. 363.

P 1 a s m 0 d i um weiss. S p 0 r a n g i e n dicht gedrängt, anfangs

zusammenhängend, später frei, zylindrisch, 5-25 mm hoch. Per i­

d i u m matt braunschwarz, verschwindend. H y pot hall u s häutig,

glänzend braun. S t i e 1 von verschiedener Länge, haarförmig,

schwarz, geht als C 0 1 u m e 11 a bis fast zum Gipfel des Sporangiums.

C a p i 11 i ti u m aus Fäden, die von den Seiten der Columella ausgehen,

sich teilen und unregelmässig anastomosieren, oft mit Erweiterungen

in den Verzweigungen, und endigen in einem 0 b e r­

f 1 ä ehe n ne t z mit unregelmässigen, kantigen Maschen von weniger

als 20 p an Ausdehnung. S p 0 ren m ass e dunkel graubraunschwarz.

S p 0 ren fein stachelig mit den Stacheln in Reihen, die ein

feinmaschiges Netz bilden, 8-10 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen, auf welken Blättern

und Nadeln, mehr zufällig auf Erde und auf frischen Pflanzen. Juni­

November. Ziemlich gemein.

Substratpflanzen.

Fagus silvatica} Picea abies} Pinus silvestris} Quercus robur.

Fundgebiete.

2, 9, 11, 13a-14, 18-22b, 24, 25, 29-32, 35, 39b-47, 53.

4. Stemonitis hyperopta MEYLAN 1918.

Lit.: MEYLAN 1918, p. 97.

PI a s m 0 d i u m wässerig-weiss. S p 0 r a n g i e n in kleinen

Büscheln, gestielt, breit zylindrisch - oval, 3-5 mm hoch. Per i d i u m

braun mit liIla-artigem Schimmer, verschwindend. H y pot hall u s

häutig, dunkelbraun. S t i el kurz, schwarz, etwas glänzend, geht als

Co 1 u m e 11 a fast zum Gipfel des Sporangiums. Ca p i 11 i t i um

aus welligen braunen Fäden, die von den Seiten der Columella ausgehen.

0 b er f 1 ä ehe n n e t z feinmaschig, fehlt ganz oder teilweise

in oberem Teil. S p 0 ren m ass e lilla-braun. S p 0 ren mit

schwacher, unregelmässiger Netzzeichnung, 5-7 p.

Auf totem Holz. Selten.

Fundort.

J. Stavnshoved Plantage (22b), 17.8.1958, A. B. K. und K. B.


- 224 -

5. Slemonitis splendens ROST. 1874.

Lit.: ROST. 1874, p. 195; ELLIOTT 1926, p. 363.

PI a s m'Ü d i u m weiss-hellgelb. S p 0 ra n g i e n dicht gedrängt,

zylindrisch, gestielt, bis 25 mm hoch. Per i d i u m dunkelrotbraun,

verschwindend. H y pot hall u s häutig, silberschimmernd-rotbraun.

S t i e 1 schwarz, pferdehaarähnlich, geht als Co 1 urne 11 a fast bis

zum Gipfel des Sporangiums, wo er oft unregelmässig ist. Ca pi l­

li t i umgeht von der Columella aus, und zwar als recht wenige,

rotbraune Seitenzweige und endigt in einem grossmaschigen 0 b e r­

f 1 ä c h e n n e tz mit abgerundeten Maschen von 20-80 p Weite,

S p 0 ren m ass e purpurfarben. S p 0 ren fast glatt, 7-9 p.

Auf totem Holz. Selten.

Funde:

S. Jregersborg Dyrehave (45a), 8.9.1889, R AUNK. ; ohne Data L. K. R.

Die Art ist sehr variabel, aber die Fäden des Capillitiums sind

immer blank rotbraun, und bei allen Verschiedenheiten sind die

Sporen immer gleich.

6. Slemonitis axifera (BULL.) MACBR. 1899.

Syn.: ? Stemonit'is fascicuZata SCHU2\'1., Enum. PI. H. 1803, p. 216, nr.

1489; S. vioZacea SCHUM., 1. c., p. 216, nr. 1491; S. ferruginea EHRENB. 1818,

p. 25, RAUNK. 1888, p . 95, ELLIOTT 1926, p. 363. - Es lässt sich wegen der

fehlenden Angaben über die Sporengrösse nicht sicher bestimmen, ob

tatsächlich S. fascicuZata SCHUl\1., S. vioZacea SCHUM. und S. ferruginea

EHRENB. mit S. axifera (BULL.) MACBR. oder mit S. smithii MACBR. identisch

sind.

Lit.: BULL. 1791, p. 118 (Trichia axifera) " RA UNK. 1888, p. 95, tab. 5,

fig. 12; MACBR. 1899, p. 120; ELLIOTT 1926, p. 363.

PI a sm 0 d i u m weiss - leicht gelblich. S p 0 r 'a n g i e n vorzugsweise

in kleinen,


- 225-

Fundorte.

J. Mejlgärd Skov (22b), 15.8.1958, A. B. K.; Alhage bei Ebeltoft (22a),

18.8.1958, K. B.; - F. Vissenbjerg R0verskov (29), 7.8.1926, A. SKOVSTED.

- S. Ordrup (45a), 7.1892, RAUNK., 2 Funde; Jffigersborg Dyrehave (45a),

7.9.1957 und 30.8.1958, K. B.; Kors0r LystskoV (41), 8.9.1957, leg. K. H. et

det. K. B.; Boserup Skov (45a), 30.5.1958, K. B.; Stmby (39b), 6.6.1958,

E. B. H.; Jregerspris, Slotshegnet (44), 26.8.1962, K. B.

7. Slemonitis smilhii MACBR. 1893.

Taf. 10, fig. 3.

Syn.: Stemonitis ferruginea EHRENB. var. Smithii (MACBR.) LISTER

1911, p. 150.

Lit.: MACBR. 1893, p . 381.

PI a s m 0 d i u m gelbgrün-purpurrot. S p 0 ra n gi e n dicht gedrängt,

vorzugsweise in kleinen Gruppen, ungefähr zylindrisch, die

einzelnen Sporangien freier als bei S. jusca) bis 6 mm hoch. Per i­

d i u m matt zimtbraun, schnell verschwindend. H y pot hall u s

häutig. S ti e 1 blank, schwarz, haarfein, geht als Co 1 um eIl a

weiter bis etwas unter dem Gipfel des Sporangiums, wo er sich in

mehrere Zweige teilt. Ca pi 11 i t i umgeht von verhältnismässig

wenigen Zweigen an der Columella aus, ein kleines Stück von da aus

beginnen sie sich zu teilen, um in einem 0 b e r f 1 ä c he n ne t z mit

kantigen Maschen von der Weite 5-10 I-l zu endigen. S p 0 r e n­

m ass e hell zimtbraun. S p 0 ren fast glatt, 4-5 p.

Auf totem Holz. Mai-November. Recht selten.

Substratpflanzen.

Fagus silvatica.

Fundorte.

J. Strandkrergärd, Femm011er (22a), 22.9.1957, K. B.; Mejlgärd Skov

(22b), 10.8.1958, A. B. K. - S. Bernstorff Park (45a), 15.8.1948, leg.

M. P. C. et det. K. B.; Slagelse Lystskov (41), 21.7.1955, leg. K. H. et det.

K. B.; Jregersborg Dyrehave (45a), 30.8.1958, K . B.; Herthadalen (44),

10.5.1959, K. B.; Ledreborg Park (44), 10.5.1959, K. B.; Holte (45a), 23.6.

1962, K. H. - B. Snogebrek Strand (47),9.8.1957, K. B. Ausserdem 2 Funde

ohne Data.

8. Slemonitis flavogenita JAHN 1904.

Taf. 10, fig. 4.

Syn.: Stemonitis ferruginea FR. 1829, p . 158 (non EHRENB. 1818, p. 25),

HORNEM. 1830, Fl. Dan. 34: tab. 2016, fig. 1.

Lit.: JAHN 1904, p. 165; N . F. BUCHWALD 1953, p. 363.

P 1 a s mo d i u m stets citronengelb. S p 0 r an g i e n dicht gedrängt,

zylindrisch, kurz gestielt, 5-7 mm hoch. Per i d i um zimtbraun,

schnell verschwindend. H y pot hall u s häutig, heller oder

FRIESIA VII 15


- 226-

dunkler braun. S t i e 1 haarfein, schwarz, geht als C 0 1 u m e 11 a fast

bis zum Gipfel des Sporangiums, wo er sich zu einer dünnen, unregelmässigen

Scheibe erweitert. Ca pi 11 i t i umgeht von der Columella

aus, und zwar als Nebenzweige, die sich teilen und in einem

unregelmässigen 0 b e r f 1 ä c he n ne tz mit einer Maschenweite

von weniger als 20 I' endigen, oft mit häutigen Erweiterungen in

den Maschenwinkeln und freien, stachelähnlichen Spitzen an den

Seiten der Fäden, hell rotbraun-lehmfarbig. In einer Gruppe können

einige Sporangien reichlich mit Netzerweiterungen versehen sein,

während diese bei anderen vollständig fehlen. S p 0 ren m ass e

braun, dunkler als das Capillitium. S p 0 ren warzig 7-10 1'.

Auf totem Holz. Selten.

Substratpflanzen.

Que1'cus sp.

Fundorte.

S. Jregerspris Nordskov, Storkeegen (44), 9.9.1951, N. F. B.; Garten in

Lyngby (45a), 20.6.1957, leg. KH. et det KB. - B. Ibsker H0jlyng (47),

14.10.1957, K B.

6. Gattung. COMATRICHA PREUSS. 1851.

Lit.: PREUSS 1851, p. 140.

Sporangien zerstreut, gestielt. Der Stiel setzt sich in der Columella

fort, meistenB bis zum Gipfel des Sporangiums. Capillitium geht

von den Seiten der Columella aus, und zwar als Zweige, die sich teilen

und ein Netz bilden, aber kein eigentliches Oberflächennetz. (Vergl.

doch C. typhoides).

Die Gattung umfasst 21 Arten, von denen 4 in Dänemark gefunden

sind.

Sporen 7-111'

Sporen 5-8 I'

2

3

Stiel pferdehaarähnlich, länger als die durchschnittliche Höhe

des Peridiums ............................................ . 1. C. nigra

Stiel dicker, höchstens von derselben Länge wie der Durchmesser

des Peridiums .................................... 2. C. Zaxa

Peridium violetbraun, wie der Stiel mit silberschimmerndem

Überzug ................................................ 3. C. typhoides

Peridium rostbraun, ohne schimmernden Überzug ........... .

4. C. puZcheZZa


- 227-

1. Comatricha nigra (PERS.) SCHROET. 1885.

Taf. 11, fig. 3.

Syn.: Trichia mucorijormis SCHUM., Enum PI. II 1803, p. 211, nr 1469;

Stemonitis ovata SCHUM., 1. C., p. 217, nr. 1492; S. nigra SCHUM., 1. C.,

p. 217, nr. 1493; S. gZobosa SCHUM., 1. C., p. 217, nr. 1494; S. ovata PERS., b.

nigra (PERS.) FR., 1829, p. 160, HORNEM. 1832, F1. Dan. 35: tab. 2091, fig. 1;

S. obtusata FR. 1818, p. 17, b. globosa (SCHUM.) FR. 1829, p. 160, HORNEM.,

1. C., tab. 2091, fig. 2.

Lit.: PERS. in GMEL. 1791, p. 1467 (Stemonitis nigra); SCHROET. 1885,

p. 118; RAUNK. 1888, p. 94 und tab. 5, fig. 10; ROSTR. 1925, p. 92. ELLIOTT

1926, p. 363.

PI a s m 0 d i u m wässerig-weiss. S p 0 r a n g i e n zerstreut, oft

in grosser Anzruhl, gestielt, kugelig - kurz zyHndrisch, mei,stens 1-2mm

hoch, aber besonders die kugeligen können langgestielt sein, 6-8 mm

hoch. Per i d i u m dunkelbraun-schwarz, schnell verschwindend.

S t i e I fadenförmig, bl'ank, schwarz, geht in der Co I u m e 11 abis

etwas über die Mitte des Sporangiums. H y pot hall u s häutig,

braun. Ca p i 11 i t i umgeht von der Columella aus, und zwar aJs

Seitenzweige oder Gipfelzweige, die sich teilen und in einem Wirrwarr

von gleichartigen, dünnen Fäden anast'omosieren, die kein eigentliches

Oberflächennetz bilden, schwarzbraun. S p 0 ren m ass e

schwarz. S p 0 ren fast glatt, 7-11 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen. Das ganze Jahr

hindurch. Gemein.

Substratpflanzen.

Acer campestre) Alnus gZutinosa} Betu,za sp., Dryopteris jilix-mas} Fagus

silvatica} Lycium halimijolium) Picea sp., Pinus silvestris) Pinus nigra}

POTia versipora} Quercus sp., UZmus sp. Ausserdem auf Celotex.

Fundgebiete.

2, 4-6, 10, 11, 13a-16, 18-20, 22a, 22b, 24, 26-28, 31, 32, 38, 40-42, 44-47.

Lit.: ROST. 1874, p. 201.

2. Comatricha laxa ROST. 1874.

P las m 0 d i u m farblos-weiss. S p 0 r an g i e n zerstreut, gestielt,

kugelig-kurz zylindrisch, bis 3,5 mm hoch. Per i d i u m braunbraunschwarz,

verschwindend. S t i e I schwarz, kurz, höchstens von

derselben Länge wie die Höhe des Peridiums, mit scheibenförmiger

Basis, nach oben verjüngt, geht in der Co I u m e 11 a weiter,

gewöhnlich bis fast zum Gipfel des Sporangiums. Ca pi 11 i t i u m

geht von den Seiten der Columella aus, mit verhältnismässig wenigen

Verzweigungen und Anastomosen in der Nähe der Oberfläche, aber

15*


- 228 -

mit vielen freien Spitzen. S p 0 ren m ass e braun-schwarz. S p 0-

ren fein warzig, 7-11 ,u.

Auf totem Holz. Selten.

Fundorte.

J. Viskum skov (14), Okt. 1960, auf Zweig von einem Laubbaum,

A. B. K. und K. B.

Comatricha Zaxa bezeichnet vielleicht nur den Grenzpunkt in der

Variationsbreite von C. nigra) indem Übergangsformen zwischen den

bei den Arten gefunden sind.

3. Comatricha typhoides (BULL.) ROST. 1873.

Taf. 11, fig. 4.

Syn.: ? Clathrus nudus L. 1763, p. 1649, OEDER 1765, FI. Dan. 4: tab.

216; Stemonitis typh·ina SCHUM./ Enum. PI. II, 1803, p. 216, nr. 1490; Comatricha

typhina (ROTH. 1788, p. 547), ROST. 1875, p. 197, RAUNK. 1888,

p.94.

Lit.: BULL. 1791, p. 119 (Trichia typhoides) >' ROST. 1873, p. 7; LISTER

1894, p. 120; RAUNK. 1888, p. 94 und tab. 5, fig. 11; ROSTR. 1925, p. 92;

ELLIOTT 1926, p. 363.

P 1 a s m 0 d i u m weiss. S p 0 r an g i e n in zerstreuten Gruppen,

gestielt, zylindrisch, 2-4 mm hoch. Per i d i u m violetbraun mit silberigem

Glanz, verschwindend. S ti e 1 braunschwarz-schwarz, mit

silberschimmerndem Überzug, geht in der Co 1 um e 11 a fast bis zum

Gipfel des Sporangiums, wo er sich in mehrere Zweige teilt, die zusammen

mit den Seitenzweigen von der Columella durch Verzweigung

und Anastomose das Ca pi 11 i t i umbilden, ein dichtes Netzwerk

aus braunen Fäden, die mitunter in einem 0 b e r f 1 ä c he n n e tz

auf dem unteren Teil des Sporangiums endigen können. S p 0 re n­

m ass e dunkel violetbraun. S p 0 ren fast glatt, doch mit einzelnen

Büscheln von dunklen Warzen, 5-7 ,u.

Auf totem Holz, besonders auf Stümpfen von Laub- und Nadelbäumen,

auf Blättern und Erde. Mai-November. Hier und da.

Substratpflanzen.

Betula sp., Fagus silvatica) Quercus sp., Sambuc'us nigra.

Fundgebiete.

2, 14, 15, 19, 22b, 29, 30, 32, 34, 35, 40, 41, 44-45b.

4. Comatricha pulchella (C. BAB.) ROST. 1876.

Syn.: C. Personii ROST. 1874, p. 201, RAUNK. 1888, p. 93.

Lit.: C. BAB. 1849, p. 32 (Stemonitis pulchelZa) >' ROST. 1876, p. 27;

RA UNK. 1888, p. 93; ELLIOTT 1926, p. 363.


- 229 -

PI a s m 0 d i u m wässerig-weiss. S p 0 ra n g i e n in Gruppen,

kugelig, eiförmig oder kurz zylindrisch, gestielt, 0,5-2 mm hoch. P e­

r i d i u m rotbraun, verschwindend. H y pot hall u s häutig, mitunter

gemeinsam für mehrere Sporangien. S ti e 1 recht kurz, schwarz,

geht als Co 1 urne 11 a weiter bis fast zum Gipfel des Sporangiums

und endigt oft mit einer Erweiterung an der Spitze. Ca pi 11 i t i u m

geht von der Columella aus als fast gleich dicke, dunkelbraune Fäden,

die durch Verzweigung und Anastomose ein dichtes Netzwerk bilden.

S p 0 ren m ass e braun. S p 0 ren fast glatt, 6-8 !-l.

Auf totem Holz, welken Blättern oder frischen Pflanzen. Selten.

Fundorte.

Ein Fund ohne Data, 0RSTED. Kein Material hinterlassen.

7. Gattung. LAMPRODERMA ROST. 1873.

Lit.: ROST. 1873, p. 7.

Peridium mit Metallglanz. Columella zylindrisch, reicht bis zur

Mitte des Sporangiums oder etwas höher. Capillitium geht vom Gipfel

der Columella aus (siehe doch L. columbinum).

Die Gattung umfasst 10 Arten, von denen 3 in Dänemark gefunden

sind.

Sporen 8-11 !-l. Capillitium geht vom Gipfel der ColumeUa aus

1. L. arcyrioides

Sporen 11-16 !-l

Capillitium geht vom Gipfel der Columella aus ................ ..

2. L. cribrarioides

Capillitium geht von allen Teilen der Columella aus ... ........ .

3. L. columbinum

2

1. Lamproderma al~cyrioides (SOMMERF.) ROST. 1874.

Syn.: L. violacea (FR. 1829. p. 162) ROST. 1874, p. 204, RAUNK. 1888,

p. 91; ELLIOTT 1926, p. 364.

Lit.: SOMMERF. 1826, p. 298 (Stemonitis arcyrioides); ROST. 1874, p.

206; RAUNK. 1888, p. 91 (nr. 85: L. arcyrioides und nr. 86: L . violacea);

ELLIOTT 1926, p. 364.

PI a sm 0 d i u m weis'S. S p'Ü r an gi e n zerstreut, kugelig -

leicht abgeflacht mit nabelförmiger Basis, gestielt - fast sitzend,


- 230 -

za. 1 mm hoch. Per i d i u m metallglänzend grünlich-violett, verschwindend,

mitunter mit einem bleibenden Rest am Grunde. H y p 0-

t hall u s eine kleine, rotbraune Scheibe, die in den Stiel übergeht.

S t i e 1 von variierender Länge, nach oben etwas verjüngt, schwarz,

setzt sich in einer ungefähr zylindrischen Co 1 urne 11 a fort, die

abgerundet in der Mitte des Sporangiums endigt. Ca pi 11 i ti u m

vom Gipfel der Oolumella entspringend als dichte, hell braun-violette

Fäden, die nach aussen dunkler werden, sich verzweigen und anastomosieren,

um am Peridium als helle Spitzen zu endigen. S po re n­

m ass e heller oder dunkler violettbraun. S p 0 ren fein warzig,

8-11 p.

Besonders auf toten Blättern und krautigen Pflanzen. Selten.

Fundorte.

J. Darum bei Ribe (21), H. F. FEILBERG; Fussing0 bei Randers (14),

27.11.l955, A. B. K.; Viskum Skov (14), 25.8.1957, A. B. K. - S. Ermelunden

bei Klampenborg (45a), 1909, O. ROSTR.; Forsthaven bei Charlottenlund

(45a), RAUNK.; Himmelstrupvej, K0benhavn (46), 8.9.1956, leg. K. H.

et det. K. B.

2. Lamproderma cribrarioides (FR.) R. E. FR. 1911.

Syn.: L. Lycopodii (FR.) RAUNK. 1888, p. 90. ELLIOTT 1926, p. 364

und A. LISTER 1925, p. 86 citieren den Namen korrekterweise als L. Lycopodii

RA UNK. 1888.

Lit.: FR. 1829, p. 163 (Stemonitis OribraTioides); R. E. FR. 1911, p. 259;

RA UNK. 1888, p. 90; ELLIOTT 1926, p. 364.

P 1 a s m 0 d i um? S p 0 r a n g i e n mehr oder weniger zerstreut,

kugelig, kurzgestielt-sitzend, za. 1 mm im Diameter, oder

Plasmodiocarpien bildend. Per i d i u m häutig, oben farblos, übrigens

purpurbraun mit Metallglanz. S t i e 1 entweder fehlend oder

sehr kurz, schwarz, meistens zusammengedrückt-häutig. H y p 0-

t hall u spurpurbraun. C 0 1 urne 11 a zylindrisch, reicht bis zur

Mitte des Sporangiums oder etwas höher, purpurbraun, fehlt in den

Plasmodiocarpien. Ca p i 11 i t i u m entspringt vom Gipfel der Columella

als purpurbraune Fäden, die sich wiederholt teilen und nach

aussen dünner werden, um schliesslich am Peridium ein fast farbloses

Netz zu bilden. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren mit deutlichem,

fast regelmässig feinmaschigem Netz, 11-16 ,u.

Auf Nadelholz und Pflanzenresten verschiedener Art. Selten.

Fundort.

S. Rude Skov (45a), 1873, auf Lycopodi'Um annotin'Um) leg. SAMS0E

LUND et det. RAUNK.


- 231-

3. Lamproderma columbinum (PERS.) ROST. 1873.

Syn.: Tr-ichia physaroides SCHU!v1., Enum. PI. II 1803, p. 210, nr. 1468;

Physarum salicinum SCHUM., 1. c., p. 200, nr. 1431, sensu RAUNK., aber

SCHUMACHER'S Diagnose passt so wenig zu L. columbinum) dass von einer

ganz anderen Art die Rede sein muss. Auch P. bryophilum FR. 1829, p.

135, HORNEM. 1832, FI. Dan. 35: tab. 2095, fig. 2 ist zweifelhaftes Synonym

(LISTER 1925, p. 89); L. physaroides (ALB. & SCHW.) RAUNK. 1888, p. 90.

Lit.: PERS. 1795, p. 5 (Physarum columbinum)' ROST. in FUCKEL 1873,

p. 69, RA UNK. 1888, p. 91; ELLIOTT 1926, p. 364.

P 1 a S m 0 d i u m weiss-gelblich. S p 0 r a n g i e n mehr oder weniger

zerstreut, kugelig-birnenförmig-kurz zylindrisch, gestielt, 0,5-1

mm im Diameter. Per i d i um häutig, irisierend in purpurroten-violetten

Farben, verschwindend mit Ausnahme eines Ringes oder Kragens

um den Stiel. H y pot hall u s scheibenförmig. S t i e 1 blank,

schwarz, in der Regel lang und dünn, nach oben schwach verjüngt,

geht gleichmässig in die Co 1 u m e 11 a über, die die Mitte des Sporangiums

erreicht. Capillitium entspringt von allen Teilen der Columella

als dünne, braune Fäden, die sich besonders in der Nähe des Peridiums

verzweigen und anastomosieren, wodurch ein recht grossmaschiges

Netz entsteht. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren fein stachelig,

11-14/l.

Auf Nadelholz, besonders wenn mit Moos bedeckt. Selten.

Substratpflanzen.

Sphagnum laxifoU'um.

Fundorte.

S. Bjerg Skov bei Hvals0 (44), 9.1883, C. JENSEN; Gurre Ruin (45b),

29.9.1908, Exkursion; Nord0stsjrelland, ohne Data, SCHUM.

4. ORDNUNG. PHYSARALES.

1. Familie. PHYSARACEAE.

1. Gattung. FULIGO HALL. 1768.

Lit.: HALL. 1768, p. 1l0. ROST. 1873, p. 11.

Aethalien auf wohlentwickeltem, häutigem Hypothallus und mit

kalkhaltigem, zerbrechlichem Cortex bedeckt. Capillitium aus weissen-gelben

Kalkerweiterungen, mit farblosen Fäden verbunden. Im

Capillitium und in der Sporenmasse findet man Kalkpartikeln, Teile

von mangelhaft entwickelten Sporangienwänden.


- 232-

Die Gattung umfasst 5 Arten, von denen 3 in Dänemark gefunden

sind.

Sporen 6-10 p ................ .......................... 1. F. septica

Sporen mehr als 10 p .. .. ........ ................... .. ... .......... .... . 2

Die meisten Sporen elliptisch, 14-16 X 11-12 p ... 2. F. cinerea

Sporen kugelig, 10-12 p . ..... .......... . .. ..... 3. F. muscorum

1. Fuligo septica CL.) WEBER in WIGGERS 1780.

Gelbe Lohblüte.

Taf. 12, fig. l.

Syn.: Mucor septicus L. 1763, p. 1656, M ÜLL. 1778, FI. Dan. 13: tab.

778; Fttligo Tufa SCHUM., Enum. PI. H, 1803, p. 194, nr. 1411; F . carnea

SCHUl\1:., 1. C., p. 194, nr. 1412; F. fla,vescens SCHUM., 1. C., p. 194, nr. 1413;

F. violacea PERS. 1801, p. 160, HORNEM. 1806, Fl. Dan. 22: tab. 1315; F.

vaporaTia PERS. 1796, p. 92, HORNEM. 1808, FI. Dan. 23: tab. 1363, fig. l.

Siehe auch SpumaTia alba SCHUM. unter Diderma spumarioides.

Lit.: L . 1763, p . 1656 (MUCOT septicus); WEBER in WIGGERS 1780,

p. 112; R AUNK 1888, p. 77; ROSTR. 1925, p. 93; ELLIOTT 1926, p. 360 ;

B UCHWALD 1941, p . 195.

PI a S m 0 d i u m gelb, mitunter etwas verblichen. A e t haI i u m

recht flach, Grösse sehr verschieden, aber meistens weniger als 5 cm

im grössten Ausmass, in Ausnahmefällen 20-30 cm. C 0 r tex recht

dick, kalk artig, zerbrechlich, von verschiedener Farbe, weissgrau,

gelb, gelbbraun-rotbraun. Violetter Cortex ist ein Symptom für Infizierung

mit Nectriopsis vioZaceum. Ca pi 11 i t i u maus scharfgezeichneten,

klaren, flachgedrückten, verzweigten Fäden, von denen

ein grösserer oder kleinerer Teil von weissen, seltener gelben Kalkbildungen

von unregelmässiger aber meistens scharfkantiger Form

erfüllt ist. S p 0 ren m a'S s e schwarz. S p 0 ren fein stachelig,

6-10 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen, auf Pflanzenresten,

Gerberrinde, Dünger, Erde und frischen Pflanzen. April-Oktober. Sehr

gemein.

Substratpflanzen.

Alnus sp., Betula sp., CeraStLS avium) Crataegus ox yacantha) Cucumis

sativa (in Mistbank), Fagus si.lvatica (in einem Falle auf einer Keimpflanze),

Picea abies) Pinus silvestris) Quercus sp., Vaccinium myrtillus.

Fundgebiete.

1,2,4-6,8, 10, 11, 13a-15, 17-22b, 24, 26, 29-32, 34, 35, 40-42, 44-47.


- 233 -

2. Fuligo cinerea (SCHW.) MORGAN. 1896.

Lit.: SCHW. 1832, p. 261 (Enteridium C'inereum); MORGAN 1896, p. 33;

ELLIOTT 1926, p. 360.

PI a s m 0 d i u m erst wässerig, später weiss, zuletzt grau.

A e t haI i u m polsterförmig oder flach, bis 6 cm im grössten Ausmass,

mitunter verzweigt. Co r tex dick, sehr kalkhaltig, weiss-grau.

H y pot hall u s weiss. C a p i 11 i t i u maus gros'sen, unregelmässigen,

weissen Kalkplatten mit klaren Fäden verbunden. S p 0 re n­

m ass e schwarz. S p 0 ren ellipsoidisch, gröber gestachelt als bei

F. septica) 14-16 X 11-12 I' oder ungefähr kugelig.

Auf toten und vermodernden Pflanzenteilen, Stroh oder Dünger.

Selten.

Fundorte.

S. Holte (45a), Sept. 1914, ohne weitere Data. Boserup Skov (45a),

30.5.1958, auf Grashalmen, K. B.

3. Fuligo m uscorum ALB. & SCHW. 1805.

Lit.: ALB. & SCHW. 1805, p. 86; ELLIOTT 1926, p. 360.

P 1 a s m 0 d i u m gelb. A e t haI i u m polsterförmig, meistens

klein, weniger als 1 cm im grössten Ausmass, mitunter auch mit dachziegel

artiger Oberfläche, oder aus netzbildenden Bändern bestehend.

C 0 r tex fehlend oder dünn, grau, graugelb oder grünlich. H y p 0-

t hall u s orangengelb-blassgelb. Ca pi 11 i ti u maus grossen, unregelmässig

verzweigten, gelben Platten mit kurzen, klaren Bändern

ve,rbunden. S P'Ü ren m ass e braunviolet. S p 0 ren fein warzig

oder gestachelt, 10-12 1'.

Zwischen Moos und Gras an sumpfigen Stellen. Selten.

Fundorte.

S. Ravnholt, ohne weitere Data. Kein Material hinterlassen.

Lit.: BERK. 1853, p. 153.

2. Gattung. BADHAMIA BERK. 1853.

Sporangien dünnwandig, sitzend oder mit schwachen Stielen. Capillitium

aus grossen Kalkplatten, mit wenigen und kurzen, farblosen

Bändern verbunden. Sporen zusammenhängend in Büscheln oder einzeln.

Die Gattung umfasst 16 Arten, von denen 6 in Dänemark gefunden

sind.


- 234-

Sporen in mehr oder weniger dichten Büscheln ................. .

Sporen frei

Sporen in dichten Büscheln, auf der gegen das Innere des

Büschels gerichteten Seite warzig, auf dem Rest der Ober-

2 fläche fast glatt ................................. 1. B. capsuZifera

Sporen in lockeren Büscheln, gleichmässig warzig ........... .

2. B. utricuZaris

Peridium weisslieh oder graulich ................................... .

Peridium fleischfarben-hell violett ............... 3. B. ZiZacina

Peridium graulich, irisierend ..................... 4. B. foZiicoZa

Peridium weisslieh ..................................................... .

Sporen fast glatt, 11-13 p, Sporangien meistens dicht gedrängt,

oft mit rötlicher Basis ..................... 5. B. panicea

Sporen fein stachelig, 12-15 p, Sporangien meistens frei,

ohne rötliche Basis .............................. 6. B. macrocarpa

2

3

4

5

1. Badhamia capsulifera (BULL.) BERK. 1853.

Taf. 13, fig. l.

Syn.: Physarum hyalinum PERS. 1797, p. 8. SCHUM. Enum. PI. H, 1803,

p. 204, nr. 1447; Badhamia hyalina (PERS.) BERK. 1853, RAUNK. 1888, p. 70.

Badhamia hyaZina (PERS.) ist bei RAUNK. als besondere Art aufgeführt, aber

sie unterscheidet sich in so geringem Grade von B. capsuZi!era J

dass spätere

Forscher (LISTER 1925, p. 10, MARTIN 1949, p. 97) sie zu einer Art

zusammengeschlossen haben: B. capsuli!er·a.

Lit.: BULL. 1791, p. 139 (Sphaerocar-pus capsuZi!er) J. BERK. 1853, p. 153;

RAUNK. 1888, p. 70, tab. 4, fig. 16 (B. hyaZina) und p. 71, tab. 4, fig. 7

(B. capsuZi!era); ELLIOTT 1926, p. 359.

P 1 a s m 0 d i u m gelb. S p 0 r a n g i e n gestielt oder sitzend, einzeIn

oder in Büscheln auf gemeinsamem Stiel, kugelig-birnenförmig

oder in den BüscheIn ganz ausser Form gedrückt, 0,5-1,5 mm im

Diameter. Per i d i u m häutig dünn, zerbrechlich, netz artig mit

Kalkkörnern belegt, weiss-grau. S ti el sehr variierend, gefurcht,

dick oder bandförmig, fehlend, kurz oder lang und verzweigt, oft

deutlich durch Zusammenschmelzung von mehreren gebildet, aufrecht

oder liegend, klar orangengelb. Ca pi 11 i t i u maus wei'ssen Kalkerweiterungen

mit klaren Bändern verbunden, nicht besonders reichlich.

S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren in Gruppen zusammenhängend,

warzig, besonders auf der in der Gruppe nach a~'ssen

gekehrten Seite, 10-12 p.

Auf totem Holz. Selten.


- 235 -

Fundorte.

J. RAUNK. gibt einen Fund von Alslev M011e bei Varde (27) an. -

F. Klingstrup (32) und S. Jregersborg Dyrehave (45a), aber es ist kein

Material hinterlassen; Jregersborg Dyrehave (45a), 19.11.1960 auf Aesculus

hippocastanum) K. B.

2. Badhamia utricularis (BuLL.) BERK. 1853.

Taf. 12, fig. 2 und 3.

Syn.: Physarum ovoideum SCHUM., Enum. PI. II 1803, p . 198, nr. 1425;

P. utriculare: b sessile (SCHUM.) FR., HORNEM. 1832, Fl. Dan. 35: t ab. 2093,

fig.2.

Lit.: BULL. 1791, p. 128 (Sphae1'ocarpus utricularis) ; BERK. 1853, p.

153; RA UNK. 1888, p. 71; ELLIOTT 1926, p. 360.

P 1 a s m 0 d i u m gelb. S p 0 r a n g i e n in Gruppen gesammelt,

oft über grosse Flächen, kugelig-birnenförmig, gestielt-sitzend, bis

1 mm im Diameter. Per i d i u m häutig dünn, sehr zerbrechlich, klarweiss,

mit Kalkkörnern bedeckt, die es grau mit Metallglanz machen,

letzteres besonders am Gipfel. S ti e 1 schlaff, faden-bandförmig, bis

1 mm lang, blass-braungelb, oft liegend, einfach oder verzweigt und

anastomosierend, so dass die Sporangien Büschel bilden. Ca p i 11 i­

t i u 'm mit gro'SJsen, flachen, weissen Kalkplatten mit bandähnlichen

Verzweigungen. Nicht selten ist die Kalkmenge doch gering, weshalb

die Fäden klar erscheinen. S p 0 ren m ass e schwarzbraun. S p 0 -

ren in Gruppen, die sich leicht auflösen, deutlich warzig, 10-13 1-'.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen und auf welken

Blättern. August-Dezember, einzelne überwinternd. Nicht selten.

Substratpflanzen.

Aesculus hippocastanum) AInus glutinosa) Betula sp., Fagus silvatica}

Picea canadensis) Pinus silvestris) Polyporus versicolor) Quercus sp.,

Fundgebiete.

2, 13b, 14, 27, 40, 41, 44-45b, 47.

3. Badhamia lilacina (FR.) ROST. 1874.

Taf. 12, fig. 4.

Lit.: FR. 1829, p. 141 (Physarum lilacinum) }. ROST. 1874, p. 145; EL­

LIOTT 1926, p. 359.

PI a s m 0 d i um weiss-hellgelb. S p 0 r an gi e n in dichten Haufen,

sitzend, kugelig-birnenförmig, za. 0,5 mm im Diameter. Per i­

d i u m doppelt, innere Schicht häutig dünn, klar, Aussenschicht

kalkartig, glatt, blass-fleischfarben. Ca pi 11 i ti u m mit verzweigten,

unregelmässigen, weissen-hellvioletten Kalkerweiterungen, die in


- 236 -

der Mitte des Sporangiums eine Ps e u d 0 c 0 1 urne 11 a bilden können.

S p 0 ren m ass e dunkel purpurbraun. S p'Ü ren frei, mit

mehr oder weniger vollständiger Netzzeichnung, 12-15 1'.

Auf Moos und Blättern in sumpfigen Gebieten. Selten.

Fundorte.

S. Gammelmose (45a), 5.9.1884, auf Ox ycoccus quadripetalus) ROSTR.;

Lyng by Amose (45a), 27.9.1959, auf Moos, leg. B. R0NNE et det. K . B.

4. Badhamia ioliicola LISTER 1897.

Lit. : LISTER 1897, p . 209; ELLIOTT 1926, p . 359.

PI a s m 0 d i u m orange gelb. S p 0 r a n g i e n mehr oder weniger

dicht gedrängt, gestielt-sitzend, kugelig oder etwas birnenförmig,

0,5-1 mm im Diameter. Per i d i u m häutig dünn, zerbrechlich, hell

aschgrau mit Andeutung von Metallglanz, leicht mit Kalkkörnern

belegt. Stiel meistens kurz, schwach, fast bandartig, gelbbraun. C a­

p i 11 i t i u m mit schmalen, verzweigten, wei'ssen Kalkplatten. S p 0-

ren m ass e dunkel braunviolet. S p 0 ren frei, fein stachelig,

10-13 1'.

Auf abgefallenen Blättern und toten Pflanzenresten. Selten.

Fundorte.

L. Stensgärd (35), 8.1865, ROSTR. -- S. Bromme Plantage (41), 5.10.

1895, leg. ?; Jonstrup Vang (45a), 12.8.1900, R AUNK.; Tokkek0b Hegn

(45a), 11.10.1931, K. GRAM.

5. Badhamia panicea (FR.) ROST. 1873.

Lit. : FR. 1829, p . 141 (Physarum pani ceu,m)' ROST. in F UCKEL 1873,

p. 71; R AUNK. 1888, p . 70, tab. 4, fig. 8, 14, 15; ELLIOTT 1926, p. 360.

PI a s m 0 d i u m weiss. S p 0 r an g i e n mehr oder weniger dicht

gedrängt, fast kugelig-polsterförmig, 0,5-1 mm im Diameter, oft

durch Seitendruck aus der Form gepresst, sitzend, ausnahmsweise

mit kurzem, dunkelrotem Stiel. Per i d i u m häutig dünn, mehr oder

weniger dicht mit Kalkkörnern besetzt, weiss-aschgrau. Ca p i 11 i­

ti um wohlentwickelt mit weissen, schmalen - breiten, verzweigten

Kalkplatten ; wo die Kalkmenge gering ist, sind die Platten durch

klare Bänder verbunden. S p 0 ren m ass e schwarzbraun. S p 0 ren

in lockeren Gruppen, fast glatt, 11-14 1'.


- 237 -

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen. August-November.

Recht selten.

Substrat pflanzen.

Abies alba) AescuZus hippocastanum) Fagus silvatica) Popolus tremula)

Quercus sp.

Fundorte.

J. B0gsted Skov (2), 1.10.1960, A. B. K. und K. B.; Strandkrergärd,

Femm011er (22a), 22.9.1957, K. B. - - F. Skärup (32), 9.1861, ROSTR. -

S. Tokkelwb Hegn (45b), 8.1874, DIDRICHSEN; Jregersborg Dyrehave (45a),

10.1888 und 11.1888, RAUNK.; am selben Ort, 29.10.1959, K. B.; Bot. Have,

K0benhavn (46), ohne andere Data. - Amager, Kongelunden (46), 14.10.

1956, leg. M. P. C. et det. K. B.

6. Badhamia macrocarpa (CES.) ROST. 1874.

LiL: CES. in KLOTSCH, 1854, nr. 1968, et in RAB., 1855, p. 271 (Physarum

macrocarpon)' ROST. 1874, p. 143; RAUNK. 1888, p. 72, ELLIOTT

1926, p. 360.

P 1 a s m 0 d i um weiss-gelb. S p 0 r a n g i e n zerstreut oder in

Gruppen, kugelig oder unregelmässig der Zusammen pressung wegen,

gestielt oder sitzend, 0,5-1 mm im Durchmesser. Per i d i u m häutig,

runzelig, mit wechselnden Mengen von Kalkkörnern, grau, unten oft

gelblich-braunlich. S t i e I von variierender Länge und Dicke, ge-

. furcht, graugelb-graubraun, - wenn er dünn oder bandartig ist,

können die Sporangien liegend sein. C a p i 11 i t i u m unregelmässig

gebaut aus grossen Kalkplatten mit schmaleren Bändern verbunden,

die auch Kalkkörner enthalten. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren

frei, fein, stachelig, 11-15 p.

Auf totem Holz und auf Pflanzenresten. Selten.

Fundorte.

J. Skanderborg Dyrehave (21), 22.10.1885, auf Tannennadeln, 2 Funde,

RAUNK.; Tjele (14), 10.1961, auf faulen Rübenstängeln, FLOTO. - S.

Tokkek0b Hegn (45b), 11.10.1931, K. GRAl\!.

3. Gattung. CRATERIUM TRENT. 1797.

Lit.: TRENT. in ROTH 1797, p. 224.

Sporangien aufrecht, becherförmig, gestielt und öffnen sich bei

der Sporenreife mit scharf abgesetztem, kreisrundem Deckel, ausnahmsweise

doch sitzend und mit unregelmässigem Deckel.

Die Gattung umfasst 5 Arten, von denen 3 in Dänemark gefunden

sind.


J

- 238 -

Deckel gewölbt, in der Regel kreisrund und ungeteilt, Peridium

oben weissgepudert .................. 1. C. leucocephalum

Deckel mehr oder weniger gewölbt, kreisrund und ungeteilt,

Peridium glatt, glänzend ........................ 2. C. minutum

Deckel unregelmässig, zerfällt gern in kleinen Stücken ..... .

3. C. aureum

1. Craterium leucocephalum (PERS.) DITM. 1813.

Syn.: C. RAUNKLiER'S Angabe von PhysarUl1'i pedunculatum SCRUM.,

Enum. PI. II 1803, p . 206, nr. 1453, als Synonym für Craterium leucocephalum

kann nicht richtig sein. SCRUMACRER'S Diagnose passt für C.

minutum und enthält ausserdem die Namen C. pedunculatum TRENT. und

Cyathus minutus HOFFM. als Synonyme, und diese beiden Artsbezeichnungen

decken C. minutum.

Lit.: PERS. 1791, p. 1467 (Stemonitis leucocephala); DITM. 1813, p. 21;

RAUNK. 1888, p . 80 und tab. 4, fig. 12, ROSTR. 1925, p. 92; ELLIOTT 1926,

p. 361.

P 1 a sm 0 d i u m gelb. S p 0 r a n g i e n zerstreut, gestielt-sitzend,

kugelig-eiförmig, za. 0,5 mm im Diameter, 1,5 mm hoch. Per i d i u m

grauweiss von Kalkkörnern und oben zerbrechlich, hell rotbraungelbbraun

und hart im unteren Teil, der als tiefer Becher stehen

bleibt, nachdem der obere Teil in Form eines in der Regel kreisrunden

Deckels abgeworfen ist. S t i e 1 kurz, zylindrisch, gefaltet, rotbraun.

H y pot hall u s scheibenförmig, klein. C a p i 11 i t i u m aus gelben,

verzweigten Fäden, die grosse, kantige, verzweigte, weisse oder gelbliche

Kalkerweiterungen verbinden. Diese sammeln sich dann und

wann in der Mitte des Sporangiums zu einer Ps e u d 0 c 0 1 u m e 11 a.

S p 0 ren m ass e braunschwarz. S p 0 ren fein stachelig, 7-9 p.

Auf abgefallenen Blättern, Zweigen und auf Strohhalmen. August­

Oktober. Hier und da.

Substratpflanzen.

Picea abi es) P. canadensis) Pinus silvestris) Quercus sp.

Fundgebiete.

2, 13b, 17, 22a, 22b, 26, 28, 39a, 45a-47.

2. Craterium minutum (LEERS) FR .. 1829.

Taf. 13, fig. 2.

Syn.: Physarum pedunculatum SCRUM., Enum. PI. II, 1803, p. 206, nr.

1453; Sphaerocarpa operculata SCRUM., Enum. PI. II, 1803, p. 220, nr. 1503;

Physarum turbinatum SCRUM., 1. c. p. 205, nr. 1450, HORNEM. 1832, Fl.

Dan. 35: tab. 2093, fig. 3; C. Oerstedi'i ROST., C. pedunculatum TRENT.,

RAUNK. 1888, p. 79.


- 239-

Lit.: LEERS 1775, p. 277 (Peziza rninuta) " FR. 1829, p. 151; RAUNK.1888,

p. 79 und tab. 4, fig. 13 (0. Oerstedii) O. minutum und O. pedunculatum) "

ELLIOTT 1926, p. 361.

PI a s mo d i u m ürangengelb. S p 0 r a n g i e n zerstreut, gestieltsitzend,

becherförmig, 0,2-0,8 mm im Diameter, 0,5-1,5 mm hoch.

Per i d i u m doppelt, Aussenschicht glatt, glänzend, hart, von sehr

variierender Farbe von gelbweiss durch ockergelb, rotbraun, olivenfarbig

bis dunkel umbrafarbig, Innenschicht häutig, weiss von Kalk,

oder klar, wenn Kalkkörner fehlen, öffnet sich durch Abwerfen eines

scharf abgesetzten, weiss-gelbbraunen Deckels mit eingedrückter

Falte am verdickten Rande entlang. S ti e 1 ungefähr wie die Unterseite

des Peridiums gefärbt, gefurcht, in der Regel kurz. Ca p i 11 i­

ti um aus farblosen Fäden mit grossen, unregelmässigen, verzweigten,

weiss-gelblichen Kalkerweiterungen. S p 0 ren m ass e schwarz.

S p 0 ren fein warzig, 8-10 /l.

Auf abgefallenen Blättern, Zweigen und auf Strohhalmen. September-Dezember,

möglicherweise überwinternd. Hier und da.

Substratpflanzen.

Abies alba) Fagus silvatica) Picea abi es) Quercus sp., Salix sp.

Fundgebiete.

2, 4, 11, 13b, 14, 18, 20, 22a, 22b, 28, 37, 40, 41, 45a, 46.

3. Craterium aureum (SCHUM.) ROST. 1874.

Syn.: Trichia aurea SCHUM., Enum. PI. Ir 1803, p. 208, nr. 1461;

HORNEM. 1806, FI. Dan. 22: tab. 1314. fig. 2; Oraterium mutabile FR. 1818,

p. 19, HORNEM. 1832, Fl. Dan. 35: tab. 2087, fig. 2.

Lit.: SCHUM., Enum. PI. Ir 1803, p. 208, nr. 1461 (Trichia aurea) " ROST.

1874, p. 124; RAUNK. 1888, p. 80; ELLIOTT 1926, p. 361.

PI a s m 0 d i u m citronengelb. S p 0 r an g i e n zerstreut, gestielt,

kugelig-eiförmig, 0,4-0,6 mrn im Diameter. Per i d i um dünn, gelborangefarben

oben, unten graulich, öffnet sich ziemlich unregelmässig

oben, so dass der bleibende Becher einen unebenen Rand bekommt.

S t i e 1 verhältni:smässig lang, etwa gleich der Höhe de,s Peridiums,

zylindrisch, gefurcht, rotgelb. H y p'O t hall u s scheibenförmig.

Ca p i 11 i t i u m aus farblosen Fäden mit grossen, unregelmässigen,

gelben Kalkerweiterungen. S p 0 r 'e n m ass e violettbraun.

S p 0 ren fein warzig, 8-10 p.

Auf abgefallenem Laub, totem Holz.

Substratpflanzen.

Quercus sp.


- 240 -

Fundorte.

J. Clasonsborg Park bei Sdr. Felding (18), 15.9.1962, auf Quercus sp.,

A. B. K. Ein weiterer Fund von SCHUMACHER auf abgeworfenen Nadeln

von Pinus silvestris) August.

Craterium aureum J

der einen eigentlichen Deckel nicht besitzt,

sollte vielleicht zu der Gattung Physarum übergeführt oder als eine

Übergangsform dieser Gattung betrachtet werden.

Lit.: PERS. 1794, p. 88.

4. Gattung. PHYSARUM PERS. 1794.

Sporangien mit nicht-kristallinischen Kalkkörnern im Peridium,

im Stiel und im Oapillitium. Kalkerweiterungen des Gapillitiums durch

dünne, kalkfreie Fäden verbunden. SporenmaJsse schwarz-schwarzbraun.

Die Gattung umfasst 68 Arten, von denen 14 in Dänemark gefunden

sind.

Sporangien ausschliesslich oder meistens gestielt ............

1

{ Sporangien ausschliesslich oder meistens sitzend ............

Kalkerweiterungen des Capillitiums weiss .....................

2

{ Kalkerweiterungen des Capillitiums farbig ...... ....... .. ......

2

8

3

6

5

Peridium mit rotbrauner Basis, Stiel rotbraun .............. .

2. P. pusillum

Peridium weiss-grau .................................................. .

Sporangien zerstreut, nickend, mit nabelförmiger Unterseite,

Sporen fast glatt, 8-10 p .................. 3. P. nut ans

Sporangien zerstreut, aufrecht, mit abgeflachter Unterseite,

Sporen fast glatt, 9-11 p ............ 4. P. leucophaeum

Sporangien dicht gedrängt, mit nabelförmiger Unterseite,

Sporen stachelig, 10-14 p .................. 5. P. compressum

Kalkerweiterungen im Capillitium klein, spindeiförmig ...

6. P. viride

Kalkerweiterungen im Capillitium grösser, kantig, verzweigt

.................................................................... .

4

5

7


- 241 -

Stiel orangenrot-braunrot, keine Columella .................. .. .

7. P. psittacinum

Stiel und Columella hellgelb-rostgelb ......... 8. P. citrinum

Kalkerweiterungen im Capillitium gelb .. .... 9. P. virescens

Kalkerweiterungen im Capillitium weiss .... ......... .. ..... ... .

Gebuchtet-netzförmige Plasmodiocarpien ... ... ..... .. ... .... .. . .

Dicht gedrängt-zusammenfliessende Sporangien ... ... ........ .

Peridium doppelt, weiss .. ... ...... ........ .. ...... 10. P. bivalve

Peridium einfach, mehr oder weniger rötlich .. ...... .. .. ..... .

11. P. gyrosum

Peridium weiss-grau ....... ... .. .. ............ . 12. P. cinereum

Peridium gelb ..... ... .. ...... ....... .... .. ...... ... ........... ...... .... .

Sporen stachelig, dunkel violetbraun, 11-13!l ........... ... .

13. P. contextum

Sporen fast glatt, heller violetbraun, 8-10!l ....... .. ... .. ... .

14. P. conglomeratum

9

10

11

12

1. Physarum didermoides (PERS.) ROST. 1874.

Syn.: D i derma oblongum Se HUM., Enum PI. II 1803, p. 197, nr. 1423;

HORNEM. 1829, FI. Dan. 33: tab. 1973, fig. 1; Physarum didermoides (ACH.),

R A UNK. 1888, p. 72.

Lit. : PERS. 1801, p. XXIX (Spumaria ? D 'idermoides) " ROST. 1874,

p . 97; R A UNK. 1888, p. 72; ELLIOTT 1926, p. 36l.

PI a s m 0 d i u m weiss-graulich. S p 0 r a n g i e n dicht gedrängt

auf gemeinsamem weissem H y pot hall u s, aber frei, gestielt-sitzend,

eiförmig-zylindrisch, za. 0,5 mm im Diameter. Per i d i u m

mit drei Schichten, Aussenschicht eierschalenähnlich, blaugrau-weiss,

verschwindend, Zwisohenschicht dünn, farblos und dicht verbunden

mit der Innenschicht, die dicker ist, weiss und mit Netzzeichnung.

S t i e 1 dünn oder bandartig, weiss. Keine Co 1 u m e 11 a. Ca p i 11 i­

t i u m reichlich, Kalkplatten sehr verschieden in Form und Grösse,

oft abgerundet, weiss, verbunden mit kurzen, farblosen, unverzweigten

Fäden. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren fein stachelig,

12-15 !l.

Auf totem Holz, Blättern und Strohhalmen. Selten.

N ur ein Fund.

Nord0stsjrelland, SCHUM. Kein M a terial bewahrt.

FRIESIA VII 16


242 -

2. Physarum pusillum (BERK. & CURT.) G. LISTER 1911.

Lit.: BERK & CURT. in BERK. 1873, p. 53 (Didymium pusiZZum) >' G.

LISTER 1911, p. 64.

P 1 a s m 0 d i u m weiss. S p 0 r a n gi e n zerstreut, gestielt, kugelig,

za. 0,5 mm im Diameter, 1-2 mm hoch. Per i d i u meinfach,

häutig, mit variierender Kalkmenge, grau-weiss mit rotbrauner Basis.

S t i e 1 lang, dünn, nach oben etwas verjüngt, runzelig-faltig, rotbraun.

Keine C 0 1 u m e 11 a. C a p i 11 i t i u m variierend von vielen

netzbildenden, dünnen, farblosen Fäden mit kleinen weissen Kalkerweiterungen

bis zu verhältnismässig wenigen Fäden mit grossen,

verzweigten, Badhamia-ähnlichen Kalkerweiterungen. S p 0 r e n­

m ass e schwarz. S p 0 ren sehr fein warzig, 10-12 /-l.

Auf Blättern und Pflanzenresten, Komposthaufen. Selten.

Fund.

S. K0benhavn (46), August 1899, O. ROSTR.

3. Physarum nutans PERS. 1795.

Syn.: Mucor (Trichia) capit'tüis nigris> stipitibu,s longioribus fuscis

OEDER 1769, FI. Dan. 8: tab. 467, fig. 3; Physarum bulbiforme SCRUl'v1.,

Enum. Pl. II, 1803, p. 200, nr. 1432; P. subulatum SCRUM., 1. c., p. 201,

nr.1437; P. marginatum SCRUM., 1. c., p. 202, nr. 1440; P. didymium SCRUM.,

1. c., p. 203, nr. 1441; P. nutans SCRUM., 1. C., p. 203, nr. 1443; P. Pini

SCRUlVI., 1. c., p. 203, nr. 1444; P . fU1"furaceum SCRUM., 1. c., p. 204, nr.

1445; P. solutum SCRUM., 1. c., p. 204, nr. 1446; T7'ichia cernua SCRUl\L,

1. c., p. 211, nr. 1470; P. solutum SCRUM., HORNEM. 1829, F1. Dan. 33: tab.

1974, fig. 1; P. cernuum (SCRUM.) FR., HORNEM. , 1. C., 33: tab. 1974, fig.

2; P. bulbiforme SCRUM., HORNEM., 1. c., 33: tab. 1974, fig. 3; Didymium

marginatum (SCRUM.) FR., HORNEM. 1832, FI. Dan. 35: tab. 2092, fig. 1;

Didymium furfuraceum (SCRUM.) FR., HORNEM., 1. C., 35: tab. 2092, fig. 2;

Physarum subulatum SCRUM., HORNEM., 1. c., 35: tab. 2095, fig. 1; P .

nutans SCRUM., HORNEM., 1. c., 35: tab. 2096, fig. 1; P. Pini SCRUM.,

HORNEM., 1. C., 35: tab. 2096, fig. 3. Ferner nehmen RAUNK. (1888, p. 76),

LISTER (1925, p. 123) und MARTIN (1948, p. 124) Physarum albo-punctatum

SCRUM., Enum PI. II 1803, p. 200, nr. 1433 als Synonym für P. nutans

mit. SCRUMACRER führt selber Didymium tigrinum als Synonym für die

von ihm aufgestellte Art, und die Diagnose passt für Lepidoderma tigrinum

(SCRRAD.) ROST. Es muss richtiger sein, P. albo-p'tmctatum zu dieser

Art hinzuführen.

Lit.: PERS. 1795, p. 6; RAUNK. 1888, p. 76 und tab. 4, fig. 10-11; ROSTR.

1925, p. 93; ELLIOTT 1926, p. 360.

P las m 0 d i u m farblos-weiss. S p 0 r a n g i e n zerstreut, ge~

stielt, nickend, halbkugelig-scheibenförmig, Unterseite genabelt, za.

0,5 mm im Diameter. Per i d i u m häutig dünn, auf der Aussenseite

und stellenweise auf der Innenseite mit weissen Kalkkörnern bedeckt,


- 243-

öffnet sich oft sternförmig. S ti e 1 lang, dünn, nach oben etwas verjüngt,

unten meistens dunkel und im Gipfel weisslich. Stiel und

unterer Teil des Peridiums oft überwinternd. C a p i 11 i t i u m dünn,

farblose Fäden mit verhältnismässig wenigen, kleinen, oft langgestreckten,

weissen Kalkerweiterungen. S p 0 ren m ass e braunschwarz.

S p 0 ren fast glatt, 8-10 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen, auf Porlingen usw.

Juni-Dezember, einzelne überwinternd. Gemein.

Substratpflanzen.

AInus glutinosa, Betula sp., Fagus silvatica, Fraxinus excelsior, Picea

abies, Pinus silvestris, Polyporus versicoZoT, Quercus sp., SaUx sp., Sarothamnus

scoparius.

Fundgebiete.

2, 11, 13b, 14, 19, 20, 22a, 22b, 24, 25, 29, 32, 35-38, 40, 41, 44-47.

4. Physarum leucophaeum FR. 1818.

Syn.: P. nutans PERS. subsp. Zeucophaeum LISTER 1894, p. 51, ELLIOTT

1926, p. 360.

Lit.: FR. 1818, p. 24; RA UNK. 1888, p. 75; ELLIOTI' 1926, p. 360.

PI a s mo d i u m farblos-weiss. S p 0 r an gi e n zerstreut, aufrecht,

gestielt-sitzend, fast kugelig mit flach konvexer Unterseite,

bis 0,8 mm im Diameter. Per i d i u m häutig dünn, metallglänzend,

mit variierenden Mengen von weissen Kalkkörnern auf der Aussenseite

und fleckweise auf der Innenseite belegt. S t i e 1 meistens recht

kurz, braun-weiss je nach der Menge von Kalkkörnern. Ca p i 11 i­

t i u mein Netz aus dünnen, farblosen Fäden mit wenigen, meistens

kantigen, weissen Kalkerweiterungen. S p 0 ren m ass e braunschwarz.

S p 0 ren fast glatt, 9-11 p.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen, auf Porlingen usw.

Juni-Dezember, einzelne überwinternd. Gemein.

Substrat pflanzen.

BetuZa sp., Fagus silvatica, Fraxinus excelsior, Picea abies, Pinus silvestris,

Quercus sp.

Fundgebiete.

2, 4, 11, 13-15, 18-22b, 24, 32, 35, 38, 40-42, 44-47.

Oft ist es schwierig zu entscheiden, ob ein Fund unter Physarum

leucophaeum oder unter P. nutans gehört, indem beide Arten in

mehreren Beziehungen stark variieren, besonders was die ausgeschiedene

Kalkmenge betrifft, sogar innerhalb derselben Gruppe, so


- 244 -

das viele Zwischenformen entstehen. Die beiden Arten geben vielleicht

eher die beioden Grenzpunkte für di'e Variahonsbreite einer einzelnen

Art.

5. Physarum cornpressum ALB. & SCHW. 1805.

Taf. 13, fig. 3 und 4.

Syn.: ? Trichia nivea MÜLL. 1778, FI. Dan. 13: tab. 776, fig. 2; Physarum

affine ROST., RAUNK. 1888, p. 74.

Lit.: ALB. & SCHW. 1805, p. 97; R AUNK. 1888, p. 74; ELLIOTT 1926,

p. 361.

P 1 a s mo d i u m weiss. S p 0 r a n g i e n zerstreut, dicht gedrängt

oder zusammenfliessend in kleine Plasmodiocarpien, kugelig mit

nabelförmiger Vertiefung an der Unterseite oder nierell'förmig oder

ganz unregelmässig, gestielt-sitzend, Höhe mit Stiel bis 1,5 mm.

Per i d i u m häutig dünn, an der Aussenseite gepudert, runzelig,

warzig oder schuppig mit eingelagerten Kalkkörnern, weilss-grau,

öffnet sich meistens mit einer Längsspalte oben. S t i e 1 kurz, dick,

steif, gefurcht, mit erweiterter Basis, schwarz-braun oder von weissen

Kalkkörnern bedeckt. Keine C 0 1 u m e 11 a. C a p i 11 i t i u m

abgerundete, weis se Kalkerweiterungen von variierender Grösse, gewöhnlich

mit recht kurzen, farblosen Bändern verbunden. S p 0 re n­

m ass e purpurbraun. S p 0 ren stachelig-grob stachelig, 10-14 p.

Auf totem Holz, trockenen Blättern und Strohhalmen. September­

Oktober. Selten.

Fundorte.

J. Kal0 (22a), 23.9.1957 auf Brassica-Stengel, K. B.; Tjele Langs0 (14),

1.9.1961, leg. FLOTO et det. K. B. -- M0n. Ulfshale (38), 9.9.1956, M. P. C.

- S. Gaun0 (39a), 9.1918, AUG. FEILBERG; Landboh0jskolens Have (46),

2.10.1948, auf Juglans regia) N. F. B.; Jregersborg Dyrehave (45a), 26.10.

1961 auf Fagus silvatica) K. B.

Durch sein grosses Variationsvermögen kann P. compressum an

mehrere nahestehende Arten erinnern, aber die stacheligen Sporen

werden in der Regel ein gutes Kennzeichen sein.

6. Physarum viride (BULL.) PERS. 1795.

Taf. 14, fig. 1.

Syn.: P . au,reum SCHUlVI., Enum PI. II 1803, p. 201, nr. 1434; P. aurantium

SCHUl\:I., I. c., p. 201, nr. 1435, HORNEM. 1810, FI. Dan. 24: tab. 1434,

fig. 1; Tilmadoche mutabilis ROST. 1874, p. 129, RA UNK. 1888, p. 77.

Lit.: BULL. 1791, p. 135 (Sphaerocarpus viridis))' PERS. 1795, p. 6;

RAUNK. 1888, p. 77 (Tilmadoche mutabilis); ELLIOTT 1926, p. 361.


- 245

PI a s m 0 d i u m gelb-grüngelb. S p 0 r a n g i e n zerstreut, gestielt,

nickend, kugelig-linsenförmig mit nabelförmiger Unterseite,

za. 0,5 mm im Diameter, 1 mm hoch. Per i d i u m häutig dünn mit

gelben, gelbgrünen oder orangefarbenen Kalkkörnern, zerreisst bei

der Sporenreife in kleine, bleibende Schuppen, vom Capillitium festgehalten.

S ti e 1 dünn, gerillt, gelb-rötlich, an der Basis am dunkelsten,

oben sich beugend. Ca pi 11 i t i u m ein Netz aus dünnen, verzweigten,

farblosen Fäden mit spindelförmigen, gelben oder orangefarbenen

Kalkerweiterungen. S p 0 ren m ass e schwarz mit bräunlichem

oder violettem Schimmer. S p 0 ren fast glatt, 7-10 p.

Aut totem Holz, auf Blättern, Moos und Porlingen. Juli-Dezember.

Rech t selten.

Substratpflanzen.

Betula sp., Picea sp., Quel'cus sp., Ulm'us sp.

Fundorte.

J. St0vring Skov bei Randers (13b), 6.8.1960, A. B. K; N0rlund Skov

bei Arden (11), 16.8.1960, 3 Funde, A. B. K; Gebüsch bei Daubjerg (15),

18.8.1960. 5 Funde, A. B. K; Borbjerg Plantage bei Hoistebro (15), 18.8.1960,

A. B. K.; Hals S0nderskov (4),17.9.1960,2 Funde, A. B. K; Hvidding Krat

(14), 27.8.1961, A. B. K; H0gild Plantage bei Herning (18), 15.9.1962,

A. B. K.; Rind Plantage bei Herning (18), 15.9.1962, A. B. K.; Tinnet Krat

bei Nr. Snede (19), 16.9.1962, A. B. K.; Silkeborg Vesterskov (20), 30.9.

1962, A. B. K -- F. S0by S0gärd Skov (30),17.9.1961, A. B. K - L. Stensgärd

(35), 29.7.1877, ROSTR.; Hegningen (?), 31.12.1888, BORNEBUSCH. -

S. Jonstrup Vang (45a), 20.9.1910, RAUNK. - B. Dueodde (47),20.10.1957,

K.B.

7. Physarum psittacinum DITM. 1817.

Lit.: DITMAR in STURM 1817, p. 125; RAUNK. 1888, p. 74; ELLIOTT 1926,

p.360.

P 1 a s m 0 d i u m orangenrot. S p 0 r a n g i e n zerstreut, gestielt,

kugelig, 0,5-0,8 mm im Diameter. Per i d i u m häutig dünn mit

bläulichem Metallglanz, mehr oder weniger von gelbbraunen-gelbgrünen

Kalkkörnern bedeckt. S t i e 1 von erweiterter Basis ungefähr

zylindriosch, runzelig-längsgefurcht, orangenrot-braunrot. Keine C 0-

1 u m e 11 a. Ca pi 11 i t i u m ein dichtes Netz aus farblosen oder

gelblichen Fäden, runde Maschen, Kalkerweiterungen orangefarben,

von variierender Grösse, kantig, verzweigt. S p 0 ren m ass e braunschwarz.

S p 0 ren sehr fein unregelmässig warzig, 7-9 p.

Auf totem Holz, auf Moos und Blättern. Selten.

Fundorte.

F. Klingstrup (32),14.7.1859, ROSTR. - S. Jregersborg Dyrehave (45a),

8.1941, auf Blättern von Quercus sp., J. P. JENSEN. - Ein Fund ohne Data.


- 246 -

8. Physarum citrinum SCHUM. 1803.

Syn.: P. Schumacheri (SPRENG.) ROST., RAUNK. 1888, p . 74.

Lit.: SCRUM., Enum PI. II 1803, p. 201, nr. 1436; HORNEM. 1806, FI.

Dan. 22: tab. 1312, fig. 1; RAUNK. 1888, p. 74, (P. Schumacher'i) " ELLIOTT

1926, p. 361.

P 1 a s rn 0 d i u rn gelb. S p 0 r a n g i e n zerstreut oder in Gruppen,

gestielt oder fast sitzend, kugelig mit flach nabelförmiger Unterseite,

0,4-0,7 mm im Diameter. Per i d i u m einfach, dünn, häutig,

mit kleinen Schuppen oder W'arzen aus Kalk bedeckt, hellgelb-rostgelb.

S ti e 1 recht dick, nach oben etwas verjüngt, gefurcht-glatt,

hellgelb-rostgelb. Co 1 urne 11 a kurz, kegelförmig, von der Farbe

der Stiele. C a p i 11 i t i u m aus farblosen Bändern mit zerstreuten,

recht kleinen, fast kantigen, unverzweigten Kalkplatten. S p 0 re n­

m ass e schwarzviolett. S p 0 ren fein punktiert (bei starker Vergrösserung

gesehen), 7-10 ,ll.

Auf totem Holz und Moos. Nur ein Fund.

Fund.

S. Nord0stsjrelland, Oktober, auf Mnium serpyllifolium) SCRUM. Kein

Material hinterlassen.

9. Physarum virescens DITM. 1817.

TaL 14, fig. 2.

Lit.: DIT lA R in STURM 1817, p. 123; ELLIOTT 1926, p. 361.

PI a s rn 0 d i u m citronengelb. S p 0 r an g i e n dicht gedrängt,

mitunter in Haufen gedrängt, sitzend, kugelig oder die Form vom

Platzmangel abhängig, 0,2-0,5 mrn im Diameter. Per i d i u m häutig

dünn, zerbrechlich, unten gelblich, mit gelben-rotgelben Kalkkörnern

besetzt, Gesammteindruck der Farbe: graugelb mit grünlichem

Schimmer. C a p i 11 i t i u m aus dünnen, farblosen Fäden mit sehr

variierenden Kalkerweiterungen, von grossen, verzweigten, scharfkantigen

bis zu kleinen, mehr abgerundeten, gelben. S p 0 r e n­

m ass e schwarzbraun. S p 0 r e 11 fast glatt, 8-11 ,u.

Aut totem Holz, auf abgefallenen Blättern und Moos. Selten.

Fundorte.

J. Tinnet Krat bei NI'. Snede (19), 16.9.1962, LI SE HANSEN und A. B. K.

L. Hardenberg (36), 5.1.1889, BORNEBUSCR. - S. Rude Hegn (45a),

10.1894, O. ROSTR.; Lyngby Amose (45a), 31.8.1958 auf Moos und welken

Blättern, K. B.


- 247-

10. Physarum bivalve PERS. 1795.

Taf. 14, fig. 3.

Syn.: P. sinuosum WEINM., ELLIOTT 1926, p. 361,

Lit.: PERS. 1795, p. 5; ELLIOTT 1926, p. 361.

PI a s m 0 d i u m hellgrau-gelb. S p 0 r an g i e n in langen, zusammengedrückten,

unten weiter eingeengten, g~buchteten-netzbildenden

Plasmodiokarpien gesammelt, za. 0.5 mm dick, za. 1 mm hoch.

Per i d i u m doppelt, Innenschicht häutig dünn, farblos, Aussenschicht

eine, besonders oben, dicke, weisse Kalkschicht, unten und

bei weniger kalkreichen Exemplaren kann die Farbe ins Schmutziggelbe

übergehen, öffnet sich bei der Sporenreife die Rückenlinie entlang,

die beiden Seiten biegen nach aussen, und die Innenschicht

wird sichtbar. C a p i 11 i t i um aus farblosen Fäden mit vielen grösseren

oder kleineren, oft verzweigten, weissen Kalkerweiterungen mit

scharfen oder abgerundeten Kanten. S 'p 0 ren m ass e schwarz.

S p 0 ren sehr fein stachelig, 8-10 p.

Auf Blättern, Nadeln, Halmen, Kornspelzen, dünnen Zweigen und

Wurzeln. Selten.

Fundorte.

J. Vrelds Krat bei 0rum, Sdr. Lyng (14), 12.8.1960, A. B. K.; Tornby

Plantage (2), 22.9.1960, auf dünnen Reisern im Reisighaufen und auf

Wurzeln, A. B. K.; daselbst, 30.9.1960, A. B. K. und K. B.; B0rglum Klosterskov

(2),1.10.1960, A. B. K. und K. B. - F. Skärup (32), 29.7.1876, auf

Stellaria palustris) ROSTR.

11. Physarum gyrosum ROST. 1874.

Lit.: ROST. 1874, p. 111.

PI a S m 0 d i u m heller oder dunkler weissgelb. S p 0 r a n g i e n

in Ausnahmefällen frei, mit dem roten H y pot hall u S durch einen

roten Strang verbunden, gewöhnlich in stark zusammengedrückten, gebuchteten

Plasmodiokarpien, Breite za. 0,5 mm, Höhe za. 1 mm, -

wo sie dicht gedrängt sind, werden Rosetten gebildet, und wo grösserer

Abstand ist, eine netz artige Gruppe, 1 bis viele mm im längsten

Ausrnass. Per i d i u m häutig, verschiedenfarbig, weiss-braun-rötlich

je nach dem Belag mit weissen und roten Kalkkörnern. Ca p i 11 i­

ti u m aus dünnen, farblosen Fäden mit vielen weissen Kalkerwei-


248 -

terungen verschiedener Grösse, meistens spindelförmig mit spitzen

Enden. S p 0 ren m ass e schwarzbraun. S p 0 ren sehr fein stachelig,

7-10 /l.

Auf Erde, Pflanzenresten oder frischen Pflanzen. Selten.

Funde.

S. L0wes Handelsgartneri, K0benhavn (46), 20.7.1897 auf Cucumis

1nelo) O. ROSTR.; ein Fund vom selben Ort ohne Data. Ein Fund, leg.

ROSTR. et. det. RA UNK.

12. Physarum cinereum (BATSCH) PERS. 1794.

Syn.: Nach ROSTAFINSKI und RAUNKlJER soll Ph. violaceum SCHUlVl.,

Enum. Pl. II, 1803, p. 199, nr. 1428; HOR J.TElVI. 1829, Fl. Dan. 33: tab. 1980,

fig. 2, zu dieser Art gerechnet werden; diese Bestimmung muss doch als

zweifelhaft a ngesehen werden" teils weil die Diagnose nicht genügt, teils

weil einige der Farbenangaben jedenfalls ungewöhnlich sind.

Lit.: BATSCH 1783, p. 155 (Lycope1'don cinereum) ; PERS. 1794, p. 89;

ROST. 1874, p. 102; RAUNK. 1888, p. 75 und tab. 4, fig. 9; ROSTR. 1925,

p. 93; ELLIOTT 1926, p. 360.

P 1 a S mo d i um rfarblos-leicht gelblich. S p 0 r an g i e n in dichten

Gruppen, mitunter zusammengedrängt oder in kleinen Plasmodiocarpien

von verschiedener Ausformung, sitzend, kugelig-unregelmässig,

0,3-0,7 mm im Diameter. Per i d i u m einfach, häutig, dünn,

schwach metallglänzend, grau-weiss, je nach der Menge des ausgeschiedenen

Kalkes an der Aussenseite. Keine Co 1 urne 11 a. C a­

pi 11 i ti u m reichlich, mit weissen Kalkerweiterungen, deren Form

und Grösse verschieden sein kann, gewöhnlich recht gross, kantig,

verzweigt, mit kurzen, durchsichtigen Bändern verbunden, das Capillitium

wird dann Badhamia-ähnlich, während es, wo die Kalkmenge

gering ist, P. leucophaeum-ähnlioh wird. S p 0 ren m ass e

purpurbraun. S p 0 ren fein warzig, 9-13 p.

Auf totem Holz, welken Blättern und Pflanzenresten sowie auf

lebenden krautigen Pflanzen. Juni-November. Hier und da.

Substratpflanzen.

Fagus silvatica) Hypnum purum) Lenzites betuZina) Picea abi es) Pinus

silvestris) Populus sp.

Fundgebiete.

4, 14, 35, 41, 45a-47.


- 249 -

13. Physarum contextum (PERS.) PERS. 180l.

'I'af. 14, fig. 4.

Syn.: Siehe unter 14. P. conglomeratum ROST.

Lit.: PERS. 1796, p. 89 (Didenna contextum)' PERS. 1801, p. 168 ;

RA UNK. 1888, p. 73; ELLIOTT 1926, p. 360.

P 1 a s m 0 d i u m gelb. S p 0 r an g i e n dicht gedrängt-zusammengewachsen,

sitzend, halbkugelig-ganz unregelmässig wegen Platzmangel

oder Verwachsung, za. 0,5 mm im Diameter. Per i d i u m

doppelt, eine häutige, bleich-gelbliche Innenschicht und eine dicke,

krustenartige, kalkhaltige, blassgelb-rötlich ockerfarbige Aussenschicht.

Ca pi 11 i t i u m reichlich, mit grossen, weissen, unregelmässig

kantigen Kalkerweiterungen durch kurze, kalkfreie Bändern

verbunden. S p 0 ren m ass e fast schwarz. S p 0 ren stachelig,

11-13 p.

Auf welken Blättern und Zweigen. August-Oktober. Selten.

Fundorte.

J. Raunkirergärd bei Tarm (17), 18.10.1885, auf Blättern von Salix,

RAUNK. Strandkrergärd, Femm011er (22a), 22.9.1957, A. B. K. und K. B. -

Falster. B0t0 Plantage (37), 8.10.1957, K. B. - S. Knabstrup (44), 1809,

übrigens ohne Data; Jonstrup Vang (45a), 29.8.1900, RAUNK.; Blide Have,

Jonstrup (45a), Herbst 1910, RAUNK.

14. Physarum conglomeratum ROST. 1874.

Syn.: ? Spumaria minuta SCHUlYL, Enum PI. II 1803, p. 196, nr. 1419 ;

S. granulata SCHUM., 1. C., p. 196, nr. 1420; Diderma minutum (SCRUM.)

FR. und D. granulatum (SCRUM.) FR., HORNEl\'I. 1829, Fl. Dan. 33: tab. 1979,

fig. 1 und 2; Physarum conglomeratu,m (FR.) ROST., RAUNK. 1888, p. 73

und ELLIOTT 1926, p. 36l.

Lit.: ROST. 1874, p. 108; RAUNK. 1888, p. 73; ELLIOTT 1926, p. 361.

,Es muss als sehr zweifelhaft angesehen werden, ob Physarum

conglomeratum sich aus Dänemark anführen lässt. Teils ist die Art

als solche zweifelhaft, indem sie sich von P. contextum nur durch

etwas bleichere, schwächer gestachelte und kleinere Sporen, 8-10 gegen

11-13 p, unterscheidet, teils haben die Exemplare in Sammlungen,

die untersucht werden konnten, sich als P. contextum erwiesen

(MARTIN 1949, p. 125 und ROB. E. FR. 1912, p. 742).

SCHUMACHER hat kein Material hinterlassen, und da er überhaupt

keine Sporenmasze angibt, können obenerwähnte Synonyme nicht

mit Sicherheit zu P. conglomeratum geführt werden, eher zu P . contextum.

Spätere Funde $in


Lit.: LINK. 1809, p. 25.

- 250 -

5. Gattung. LEOCARPUS LINK. 1809.

Sporangien umgekehrt eiförmig, zerstreut oder in Gruppen. Stiel

schwach. Peridium doppelt, Aussenschicht hart, zerbrechlich und

lackartig glänzend. Capillitium aus flachen, verzweigten Fäden, teils

hyalinen, kalkfreien, teils kalkerfüllten.

Die Gattung umfasst nur untenerwähnte Art.

Leocarpus fragilis (DICKS.) ROST. 1874.

Taf. 15, fig. 1.

Syn. Spumaria ramosa SCHUM., Enum. PI. Ir 1803, p. 195, nr. 1418;

Physarttm nitidum SCHUM., 1. C., p. 205, nr. 1451; .P. vernicosum (PERS.)

SCHUM., 1. C. ) p. 206, nr. 1452; Didenna vernicosum PERS., HORNEM. 1806,

Fl. Dan. 22: tab. 1312, fig. 2.

Lit.: DICKS. 1785, p. 25 (Lycoperdon fragile); ROST. 1874, p. 132;

RAUNK. 1888, p. 78; ROS'l'R. 1925, p. 92 und fig. 28; ELLIOTT 1926, p. 361.

P 1 a s m 0 d i u m orangengelb. S p 0 r a n g i e n zerstreut oder in

kleineren bis grösseren Gruppen gesammelt mit Tausenden von Sporangien,

umgekehrt eiförmig - mehr langgestreckt, 0,5-1,5 mm im

Diameter, 2-4 rum hoch. Per i d i u m doppelt, Aussenschicht hart,

glatt-feinrunzelig, glänzend, gelb-dunkelbraun, Innenschicht häutig,

farblos. S t 'i e 1 liegend, ein häutiger Faden, strohgelb, bleich, verzweigt,

fast als Ausläufer von dem netzartigen H y pot hall u s.

Keine C'Ü 1 u m e 11 a. C a p i 11 i t i u m teils farblose, flache, verzweigte

Fäden, die sich gegen die Zweigwinkel erweitern, teils grössere

weisse-braune Kalkerweiterungen von ungefähr derselber Form

wie die Fäden. S 'p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren grob warzig,

12-14 /-l.

Auf totem Holz von Laub- und Nadelbäumen, auf Blättern, Zweigen,

Stroh und Moos. August-Dezember, einzelne überwintern. Gemein.

Substratpflanzen.

BetuZa sp., Fagus silvatica) Hieracium piZosella) Picea abies) Pinus silvestris)

Quercus sp., Vaccinium uZiginosum.

Fundgebiete.

2, 4, 10, 11, 13a-14, 19-22b, 24-27, 32, 35, 37, 38, 45a, 45b, 47.


Lit.: PERS. 1794, p. 89.

- 251 -

2 Familie. DIDYMIACEAE.

1. Gattung. DIDERMA PERS. 1794.

Peridium eierschalenähnlich, doppelt (einfach bei Diderma simplex

und dreischichtig bei D. trevelyani)) Kalkbildungen abgerundet

körnig. Columella oft wohlentwickelt. Capillitium aus dünnen, kalkfreien,

mehr oder weniger verzweigten Fäden.

Die Gattung umfasst 20 Arten, von denen 10 in Dänemark gefunden

sind.

Peridium eierschalenähnlich, kalkhaltig .......................... .

Peridium knorpelartig, ohne oder mit zerstreuten Kalkkörnern

Peridium einfach, glatt oder leicht runze'lig, rotbraun-violettbraun

...................................................... 1. D. simplex

Peridium doppelt oder dreischichtig ............................ ..

Sporangien weiss ........................................................ .

Sporangien hell rotviolett-hell rotbraun ...... 2. D. testaceum

Sporangien scheibenförmig, gestielt ... 3. D. hemisphaericum

Flache Plasmodiokarpien ........................... 4. D. effusum

Sporangien kugelig-polsterförmig

Peridium krustenartig, mehr oder weniger runzelig, Sporen

8-11 f..l ............................................. 5. D. spumarioides

Peridium eierschalenähnlich, glatt, am inneren Boden gelbbraun

....................................................................... .

Sporangien fast kugelig, Columella wohlentwickelt, Sporen

9-13 /1 ................................................... 6. D. niveum

Sporangien in pol8'terförmigen -ringförmigen Plasmodiokarpien,

Sporen 9-10 /-l .............................. 7. D. deplanatum

Sporangien zerstreut, Peridium dreischichtig, blassbraun-rotbraun,

sitzend-kurz gestielt, Sporen stachelig, 11-14 f..l ........ .

8. D. trevelyani

Sporangien dicht gedrängt, Peridium doppelt, blassbraun-

7 rotbraun, Stiel schwach, Sporen mit wenigen grossen Warzen,

10-12 /-l ....................................... 9. D. floriforme

Sporangien zerstreut, Peridium doppelt, graulich-ockerfarbig,

Stiel kräftig, Sporen fein stachelig-unregelmässig warzig,

8-12 f..l ••••.••.••.•••••••••• ,., •••••••••••••••••• 10. D. radiatum

2

7

3

4

5

6


- 252 -

1. Diderma simplex (SCHROET.) LISTER 1911.

Lit.: SCHROET. 1885, p. 123 (Chondrioderma simplex); G. LISTER 1911,

p. 107; ELLIOTT 1926, p. 361.

PI a s m 0 d i u m orangenbraun. S p 0 r a n g ie n meistens dicht

gedrängt, sitzend, kugelig oder unregelmässig durch Zusammenpressung

oder wenn Plasmodiokarpien gebildet werden, 0,4-1 mm im

Diameter. Per i d i u m einfach, glatt oder leicht runzelig, häutig,

dicht mit gefärbten Kalkkörnern besetzt, gelbbraun, rotbraun oder

hell violett-braun. Keine eigentliche Co 1 urne 11 a. H y pot hall u s

kann vorhanden 'sein. C a p i 11 i t i u maus verhältn1smäs ' sig wenigen,

dünnen, nur wenig verzweigten, farblosen Bändern, oft unten

erweitert und mit runden Kalkkörnern versehen. S p 0 ren m ass e

braunviolett. S p 0 ren fein warzig, 8-11 p.

Auf Moos und Blättern an sumpfigen Orten. Selten.

Fund.

J. Fan0 (27), 13.7.1893, RAUNK.

2. Diderma testaceum (SCHRAD.) PERS. 1801.

Lit.: SCHRAD. 1797, p. 25 (D'idymium testaceum) ; PERS. 1801, p. 167.

PI a s mo d i u m gelblich-graugelb. S p 0 r an gien meistens

dicht gedrängt, sitzend, halbkugelig-fast kugelig, oft etwas abgeflacht,

0,7-1 mm im Diameter, oder zu kleinen Plasmodiokarpien zusammenfliessend.

Per i d i u m doppelt, Aussenschicht glatt, recht

dünn, eierschalenähnlich, aus runden Kalkkörnern gebildet, hell rotviolett-hell

rotbraun, nach und nach verbleichend, Innenschicht frei,

häutig, grau-rotgrau. Co 1 urne 11 a gross, polsterförmig-halbkugelig,

rotbraun. Ca pi 11 i t i u m aus vielen, nur wenig verzweigten,

farblosen Fäden. S p 0 ren m a s se schwarz. S p 0 ren fast glatt,

8-9 p.

Auf welken Blättern und Pflanzenresten an sumpfigen Stellen.

Selten.

Fund.

S. Hvals0 Storskov (44), 14.9.1952, N. F. B.


- 253 -

3. Diderma hemisphaericum (BULL.) HORNEM. 1829.

Syn.: Physarum depressum SCHUM., Enum. Pi. II 1803, p. 202, nr. 1439;

Chondrioderma MicheZii (LIB.) ROST., RAUNK. 1888, p. 82.

Lit.: BULL. 1791, p. 93 (ReticuZuria hem'isphaerica); HORNEM. 1829,

Fi. Dan. 33: tab. 1972, fig. 2; RAUNK. 1888, p. 82; ELLITOT 1926, p. 362.

PI a s m 0 d i u m weiss-opalfarbig. S p 0 r a n gi e n zerstreut, gestielt-sitzend,

scheibenförmig, oben flach, flach-nabelförmig an der

Unterseite, 0,6-1,5 mm im Diameter. Per i d i u m doppelt, Aussenschicht

dünn, weiss, zerbrechlich, aus runden Kalkkörnern gebildet,

dicht verbunden mit der dünnen, grauen, häutigen Innenschicht, öffnet

sich oben unregelmässig. S t i e 1 tief gefurcht, dick, blass-braun,

bis 1 mm hoch, die Furchen gehen auf die Unterseite des Peridiums

hinunter. e 0 1 urne 11 a gross, kugelig-scheibenförmig, blass-braun.

e a pi 11 i ti u m aus oft wenigen, dünnen, nur wenig verzweigten,

farblosen-hellbraunen Fäden. S p 0 ren m ass e violettbraun. S p 0-

ren fast glatt, 8-10 p.

Auf welken Blättern und Pflanzenresten, selten auf Holz. Selten.

Funde.

S. Ein Fund, August, SCHUM., kein Material hinterlassen. Jregersborg

Dyrehave (45a), RAUNK., kein Material hinterlassen.

4. Diderma effusum (SCHW.) MORGAN. 1894.

Taf. 15, fig. 2.

Syn.: Chondrioderma retic'Lüatum ROST., RA UNK. 1888, p. 81.

Lit.: SCHW. 1832, p. 257 (Physa1'um effusum) >' MORGAN 1894, p. 155;

RA UNK. 1888, p. 81 und tab. 4, fig. 17; ELLIOTT 1926, p. 361.

PI a sm 0 d i um weiss. S p 0 r an gi e n einzeln, sitzend, 0,7 mm

im Diameter, polsterförmig oder häufig kleine Plasmodiocarpien bildend,

die netzförmige od8r zusammengedrängte, breite Platten sein

können, bis 6 cm im grössten Ausrnass. Per i d i u m doppelt, Aussenschicht

glatt, weiss, aus runden Kalkkörnern bestehend, von der dünnen,

häutigen Innenschicht getrennt, die oben farblos ist, aber nach

unten ins Gelbe-Orangefarbene übergeht. e 0 1 urne 11 a polsterförmig-abgeflacht,

rotbraun. e a pi 11 i t i u m aus dünnen, farblosenblass

purpurnen, nur spärlich verzweigten und anastomosierenden Fä-


254 -

den. S p 0 ren m ass e dunkel purpurfarben. S p 0 ren fein warzig,

7-9 p.

Auf welken Blättern und Zweigen. August-Oktober. Selten.

Substratpflanzen.

Asperula odorata) Fagus silvatica) Qnercus sp., Viola silvatica.

Fundorte.

J. Rindsholm (14), 26.8.1885, C. A. GAD; Marselisborg (21), 7.10.1954,

leg. M. P. C. et det K. B. - L. Knuthenborg (36),2.8.1881,2 Funde, ROSTR.

- S. Boserup Skov (45a), 3.10.188'"{, ROSTR.; Folehave Skov (45b), 2.10.

1897, Finder ?; Tokkek0b Hegn (45b), 19.9.1954, leg. M. P. C. et det K. B.

5. Diderma spumarioides (FR.) FR. 1829.

Syn.: Spumaria alba SeHuM., Enum. Pl. II, 1803, p. 195. nr. 1414 (non

S. alba (BULL.) D. C. 1805, II, p. 261, welcher Name als Synonym zu Mucilago

spongiosa (LEYSSER) MORGAN gezogen wird); Clwndrioclerma spumarioides

(FR.) ROST., RAUNK. 1888, p. 82.

Lit.: FR., 1818 p. 20 (Diclymiurn Spumarioides); FR. 1829, p. 104;

HORNEM. 1829, Fl. Dan. 33: tab. 1978, fig. 2; RA UNK. 1888, p. 82; ELLIOTT

1926, p. 361.

PI a sm 0 d i um weiss. S p 0 r an gi e n dicht gedrängt, oft zusammengepresst,

sitzend, kugelig, 0,4-0,8 mm im Diameter Per i­

d i u m doppelt, Aussenschicht mehr oder weniger runzelig, zerbrechlich,

weiss, mit Ka1kkörnern erfüllt, mit der Innenschicht fest verbunden,

diese ist häutig. C 0 1 um e 11 a von variierender Form, aber

meistens halbkugelig, weiss - hell rötlich. H y pot hall u s dick,

nicht unterbrochen, weiss. C a p i 11 i t i u m aus dünnen, einfachen

oder nur wenige Male verzweigten, purpurbraunen Fäden, mit hellen

Spitzen. S p 0 ren m a oS s e schwarz. S p 0 ren mit wenigen, kleinen

War~en, 8-11 p.

Auf totem Holz, welken Blättern oder auf frischen krautigen

Pflanzen. August-November. Selten.

Substratpflanzen.

Alnus sp., Redera helix) Tilia sp.

Fundorte.

J. Skydedalen bei Viborg (14), 15.11.1888, CHR. MORTENSEN; Gebüsch

bei L0vskal (14),27.10.1957, A. B. K.; Villestrup Park bei Arden (11), 4.10.

1959. - S. Alindelille (44), 17.8.1884, ROSTR.; Geel Skov (45a), 9.8.1888,

RAUNK.; Staunings Plame, Klampenborg (45a), 10.8.1958, leg. M. P. C. et

det. K. B. 2 Funde ohne Data.


- 255-

6. Diderma niveum (RoST.) MACBR. 1899.

Syn.: Chondrioderma physaroides (D. C.) ROST., RAUNK. 1888, p. 82.

Lit.: ROST. 1874, p. 170 (Chondrioderma n'iveum und Ch. physaroides);

MACER. 1899, p. 100; RAUNK. 1888, p. 82; ELLIOTT 1926, p. 362.

PI a s m 0 d i um weiss. S pOl' a n gi e n zerstreut oder dicht gedrängt,

sitzend, halbkugelig mit eingeschnürter Basis, mehr oder

weniger flachgedrückt und unregelmässig, 1-2 mm im Diameter. P e­

r i d i u m doppelt, Aus'Senschicht eierschalenähnlich, zerbrechlich,

weiss - hell rotgelb, Innenschicht häutig, gelb-orangefarbig an der

Basis. Co 1 urne 11 a gross, kugelig-halbkugelig, graugelb-orangefarben.

Ca pi 11 i t i u m aus teils dicken, purpurnen Fäden mit farblosen

Spitzen, teils aus dünnen, farblosen Fäden, beide Arten einfach

oder nur wenig verzweigt und mit wenigen Anastomosen sowie mit

runden Warzen. S pOl' e n m ass e schwarz. S POl' e n fast glatt,

9-13 p.

Auf toten Zweigen und Pflanzenresten, besonders in alpinen Regionen.

Selten.

Fund.

J. Taulov bei Fredericia (25), RAUNIe Kein Material hinterlassen.

Wahrscheinlich ist es D. deplanatum gewesen, die dem Tieflande angehört.

7. Diderma deplanatum FR. 1829.

Lit.: FR. 1829, p. 110; ELLIOTT 1926, p. 361.

PI a s m 0 d i u m weiss. S pOl' a n gi e n zerstreut, sitzend, polsterförmig,

1-1,5 mm im Diameter, oder zu gebuchteten, oft ringförmigen

Plasmodiocarpien zusammenfliessend. Per i d i u m doppelt,

Aussenschicht dick, zerbrechlich, eierschalenähnlich, weiss-Ieicht

gelblich, Innenschicht häutig, am Boden gelbbraun. Keine Co 1 u­

me 11 a. Ca p i 11 i t i u m aus einfachen oder verzweigten und anastomosierenden,

dunkel purpurnen Fäden mit helleren Spitzen, oft mit

Erweiterungen in den Zweigwinkeln und mit kleinen, runden Warzen,

unregelmässig verteilt. S pOl' e n m ass e braunschwarz. S POl' e n

fein stachelig, 9-10 p.

Auf welken Blättern, Zweigen und auf Moos, besonders an sumpfigen

Stellen. Selten.


- 256 -

Fundorte.

J. Fors0gshaven (Bolbro ?), auf Stängeln von Cirsium arvense) Finder?

- S. Jregersborg Dyrehave (45a), 10.9.1890, R AUNK.; Lyngby Amose

(45a), 5.11.1950 und 13.11.1950 auf Moos, leg. M. P. C. et det. K. B.;

daselbst 25.11.1960, auf Moos, K. B.

8. Diderma trevelyani (GREV.) FR. 1829.

Syn.: Chondrioderma Oer st edij, ROST., RAUNK. 1888, p. 83.

Lit.: GREV. 1825, pI. 132 ( L eangium ? Trevelyani); FR. 1829, p. 105;

RA UNK. 1888, p. 83; ELLIOTT 1926, p. 361.

PI a s mo d i u m gelb-braun. S p 0 ra n gi e n gewöhnlich zerstreut,

kurzgestielt-sitzend, kugelig, 1-1,5 mm im Diameter, mitunter

Plasmodiokarpien bildend. Peridium aus drei Schichten dicht miteinander

verbunden, Aussenschicht dünn, hart, braun, etwas warzig,

Zwischenschicht dick, aus kristallinischen Kalkkörnern gebildet, Innenschicht

häutig, farblos. Peridium öffnet sich sternförmig bei

der Sporenreife. S t i e 1 kurz, gefurcht, rotbraun. Co 1 urne 11 a

variierend, recht gross, kugelig, mitunter fehlend. Ca pi 11 i ti u m

ausgeprägt netzartig, die Fäden recht steif, heller oder dunkler purpurbraun,

mitunter mit runden Warzen. S p 0 ren m a s 's e schwarz.

S p'Ü ren 'Stachelig, 11-14 p.

Auf welken Blättern, Pflanzenresten, Moos. Selten.

Funde.

S. Forstbot. Have, Charlottenlund (45a), 0RSTED ; ein Fund April 1867,

0RSTED ; ein Fund ohne Data, det. R -\ UNK. 1891.

9. Diderma floriiorme (BuLL.) PERS. 1794.

Taf. 15, fig . 3.

Syn.: D. spurittm SCHUl\1., Enum PI. II, 1803, p. 197, nr. 1422, HORNEM.

1830, FI. Dan. 34: tab. 2015, fig. 2; Chondrioderma floriforme (BULL.)

ROST., R A UNK. 1888, p. 84.

Lit.: BULL. 1791, p. 142 (SphaeTocarptts flo1'iformis); PERS. 1794, p. 89;

RA UNK. 1888, p . 84; ELLIOTT 1926, p. 362.

PI a s m 0 d i u m weissgrau-gelb. S p 0 r an g i e n dicht gedrängt,

gestielt, kugelig, 0,7-1 mm im Durchmesser, 1-2 mm hoch.

Per i d i u m doppelt, äussere Wand dünn, glatt, brüchig, blassbraun,

dicht verbunden mit der häutigen Innenschicht, öffnet sich

sternförmig bis zum Grunde bei der Sporenreife. S t i e 1 gefurcht,


- 257 -

braun, geht in eine grosse, ei-keulenförmige, hellbraune Co 1 u­

me 11 a über. H y pot hall u s wohlentwickelt. Ca pi 11 i t i um

aus recht dünnen, nur wenig verzweigten, dunkelbraunen Fäden, die

runde Warzen tragen können. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren

mit wenigen grossen Warzen, 10-12 p.

Auf totem Holz, welken Blättern. Selten.

Fundorte.

J. Strandkrergärd, Femm011er (22a), 23.9.1957, K B. und A. B. K -

S. Grib Skov (45b), 12.9.1954, M. P. C.; Kors0r Lystskov (41), ?1957, leg.

KH. et det. KB.; Hareskov (45a), 15.9.1957, KB.; Nord0stsjrelland,

SCHUM., kein Material hinterlassen.

10. Diderma radiatum CL.) MORGAN. 1894.

Taf. 15. fig. 4.

Syn. : D. crassipes SCHUM., Enum. PI. II 1803, p. 196, nr. 1421; D. umbiZicatum

PERS., HORNEM. 1829, FI. Dan. 33: tab. 1972, fig. 1; Chondrioderma

radiatum (L.) RAUNK. 1888, p. 84.

Lit.: L. 1763, p. 1654 (Lycoperdon radiatum) >' MORGAN 1894, p. 151;

RAUNK. 1888, p. 84 und tab. 5, fig. 2 und 6; ELLIOTT 1926, p. 362.

P 1 a s m 0 d i u m blass mit gelbem, seltener rötlichem Schimmer.

S p 0 r a n g i e n zerstreut - - gedrängt, gestielt oder sitzend. P e­

r i d i u m halbkugelig mit ebener-nabelförmiger Unterseite, 0,5-1,4

mm im Diameter, Aussenschicht glatt oder schwach runzelig, hart,

weissgrau-gelbbraun, etwas glänzend, mit der häutigen, farblosen

Innenschicht dicht verbunden. Peridium öffnet sich mit sternförmig

ausgebreiteten, unregelmässigen Zipfeln. Der S ti e 1, wenn vorhanden,

variierend von kurz und dick bis sehr schlank, aber immer

oben am dicksten, weiss oder meistens gelblich-gelbbraun. Co 1 u­

me 11 a fehlend oder gross, halbkugelig, 'blass-rotgelb oder rotbraun.

Ca pi 11 i t i umgeht von der Columella aus als kräftige, braunviolette

Fäden mit meistens wenigen Verzweigungen, die Fadenspitzen

farblos und anastomosierend. S p 0 ren m ass e purpurschwarz.

S p 0 ren fein stachelig-deutlich unregelmässig warzig,

8-12 /-l.

Auf abgefallenen Zweigen, Blättern und krautigen Pflanzenresten.

Selten.

Fundorte.

J. Glresborg Krer (22b), 7.8.1960, auf Halmen und Blättern in altem

Strohdünger, A. B. K.; N0rholm bei Varde (26), RAUNK., kein Material

bewahrt.

FRIESIA VII 17


Diderma radiatt~m

- 258 -

wurde am 25.11.1960 von K. B. in Menge an

den Fuss-Steigen in Lyngby Amose beobachtet (45a). Die Sporangien

wurden auf Blättern, dünnen Zweigen, krautigen Pflanzenresten

u.dergl. in der untersten Blätterschicht unter BetuZa und AZnus

gerade über dem Grundwasserspiegel gefunden. Die Sporangien

waren zerstreut und fast alle langgestielt mit gelbbraunem Peridium

und schwach gelbem Stiel, mit grosser, halbkugeliger Columella von

derselben Farbe wie der Stiel, Capillitium schwach gefärbt, Sporen

unregelmässig warzig, 10-12 ,Li. RAUNKIlER'S Sporenmass 7-8 p muss

zu niedrig angegeben sein (LISTER 1925, p. 96, 9-12 p ; MARTIN 1949,

p. 139, 9-12 ,Li).

2. Gattung. MUCILAGO [MICHELI] ADANS. 1763.

Lit.: MICHELI 1755, p . 76. ADANS. 1763, II, p. 7.

Sporangien in Pseudoaethalien gesammelt, von einem dicken, pulverartigen

Cortex aus Kalkkristallen bedeckt. Capillitium aus recht

dicken Fäden, netzbildend und oft mit becherförmigen Verdickungen.

Die G-attung umfasst nur die untenerwähnte Art.

Mucilago spongiosa (LEYSSER) MORGAN 1897.

Schaumpilz.

Syn.: Spumaria, cornuta SCHUM., Enum PI. II, 1803, p. 195. nr. 1415;

S. aZba (BULL.) D. C. 1805, II, p. 261, HORNEM. 1829, Fl. Dan. 33: tab. 1978,

fig. 1; RAUNK. 1888, p. 89.

Lit.: LEYSSER 1783, p. 305 (MUCOT spongiosus); MORGAN 1897, p. 56;

RA UNK. 1888, p. 89; ROSTR. 1925, p. 93; ELLIOTT 1926, p. 363.

P 1 a s m 0 d i um weiss. S p 0 r a n g i e n in abgerundeten Pseudoaethalien

gesammelt, 1-7 cm lang, 1-5 cm breit, 1-3 cm hoch. Co r tex

eine dicke Schicht aus grösseren oder kleineren weissen-gelben Kalkkristallen,

die leicht abfallen. Sporozysten auf stiel artigen Verzweigungen

des wohlentwickelten, häutigen-schwammigen H y pot ha l­

I u s zusammengehäuft. C 0 1 u m e 11 a eine hohle Fortsetzung dieser

Verzweigungen. Ca p i 11 i t i u mausgeprägt netzförmig, die Fäden

recht dick, purpurbraun-farblos, oft mit dunklen, becher-förmigen

Verdickungen. Mitunter P s e u d 0 c a p i 11 i t i u m aus dünnen, farblosen

Röhren, die an der Sporangienwand entspringen, entweder frei


- 259-

sind oder ins Capillitium übergehen. S p 0 ren m ass e schwarz.

S p 0 ren grob warzig, 10-15 p.

Auf Blättern, Zweigen und frischen Pflanzen, besonders auf Gras,

meistens an sumpfigen Orten. Juli-Dezember. Recht selten.

Substrat pflanzen.

Oarex paniculata} OoryZu8 aveZlana) Fraxinus excelsior} PiroZa sp.

Fundorte.

J. Gärdbogärd (1), 8.1897, J0RG. LASSEN; Hals S0nderskov (4), 17.9.

1960, A. B. K.; Aarhus (21), 7.1884, ROSTR. - F. Skärup (32), 4.12.1873

und 29.10.1876, ROSTR. - M,m. Moor bei Llselund (38),13.8.1883, O. ROSTR.

- S. St. Heddinge (39b), 9.1912, GEIL HANSEN; Hornbrek (45b), 9.1940,

BOOTS; Grib Skov (45b), 1.10.1950, N. F. B.; Kongelunden, Amager (46),

21.9.1958, leg. E. B. H. et det. K. B. 3 Funde ohne Data. Ferner gibt RAUNK.

an: Funde aus Geel Skov, Jregersborg Dyrehave, Ordrup Krat und Ermelunden,

aber es ist kein Material hinterlassen. (RA UNK. 1888,p. 89).

3. Gattung. DIDYMIUM SCHRAD. 1797.

Lit.: SCHRAD. 1797, p. 20; ROSTR. 1925, p. 92.

Sporangien meistens zerstreut. Peridium häutig, mit Kalkkristallen

bedeckt, die oft sternförmig sind. Capillitium aus dünnen, kalkfreien

Fäden, die Erweiterungen verschiedener Form und Farbe

haben können.

Die Gattung umfasst 21 Arten, von denen 8 in Dänemark gefunden

sind.

Peridium doppelt mit eierschalenartiger Aussenwand .. .... .. .

1. D. difforme

Peridium einfach mit mehliger oder körniger Aussenseite ...

Sporangien dicht gedrängt, kurzgestielt-sitzend, mit losen

Kalkkörnern bedeckt ..................... ...... 2. D. crustaceum

Sporangien zerstreut ............. .. ....... ..... . ...................... .

Peridium scheibenförmig, Stiel dunkel, Sporen 6-8 p ..... . .. .

3. D. cZavus

Peridium nicht scheibenförmig .... ........ ....... ................... .

Stiel weiss (Sporangien können dichtgedrängt sein) ........ .

Stiel unten dunkel

4. D. squ,amuZosum

2

3

4

5

17*


- 260-

Sporen stachelig, dünnwandig, 10-13 /-l

5. D. meZanospermum

Sporen fast glatt, 7-10 /-1 .............................. .... .......... .

Stiel dunkelbraun-rostbraun, Columella dunkelbraun .... .... .

6. D. nigripes

Stiel gelb-gelbbraun, Columella weiss ............ 7. D. iridis

Stiel unten dunkel, oben hellbraun, Columella orangenfarbig

8. D. megaZosporum

6

1. Didymium difforme (PERS.) S. F . GRAY. 1821.

Taf. 16, fig. 1.

Syn.: Licea caesia SCHUl\'I., Enum. PI. II, 1803, p. 219, nr. 1500; Physarum

caesium (SCHUl\I.) FR. 1829, p. 147, HORNEM. 1832, Fl. Dan. 35: tab.

2087, fig. 1; Chondrioder-ma difforme (PERS.) ROST., RA UNK. 1888, p. 83;

Didymium difforme DUBY, ELLIOTT 1926, p . 362.

Lit.: PERS. 1797, p. 9 (Diderma difforme); S. F. GRAY 1821, I, p. 571

RAUNK. 1888, p . 83; ELLIOTT 1926, p. 362.

P 1 a s m 0 d i u m farblos-gelb. S p 0 r an g i e n zerstreut, sitzend,

polsterförmig oder oft zu flachen, unregelmässigen P 1 a s m 0 d i 0-

kar pie n zusammenfliessend. Per i d i u m doppelt, Aussenschicht

eierschalenähnlich, zerbrechlich, glatt, weiss, Innenschicht sehr dünn,

farblos-metallglänzend. Keine Co 1 u me 11 a; der purpurbraune Peridienboden

mitunter zur Pseudocolumella erhoben. Ca pi 11 i t i u m

aus wenigen, am Grunde recht dicken, wiederholte Male geteilten,

braunen-blassen Fäden. S p'Ü ren m ass e schwarz. S p 0 ren fast

glatt, 11-14 /-l.

Auf Blättern am Boden, auf Strohhalmen, Dünger und frischen

Pflanzen. April-Dezember, wahrscheinlich überwinternd. Hier und da.

Substrat pflanzen.

Acer platanoides) Alnus sp., Cirsium arvense) Fagus silvatica) Pisum

sativum.

Fundgebiete.

22b, 27, 32, 36, 39a, 45a-46.

2. Didymium crustaceum FR. 1829.

Syn.: D. confluens (PERS. ) ROST., R AUNK. 1888, p. 86.

Lit.: FR. 1829, p. 124; R AUNK. 1888, p. 86 und tab. 5, fig. 1 ; ELLIOTT

1926, p. 362.


- 261 -

P 1 a s m 0 d i u m weiss. S p 0 r a n g i e n einzeln oder in dichten

Gruppen, kurzgestielt-sitzend, kugelig, 0,7-2 mm im Diameter, oder

durch Seitendruck unregelmässig gemacht. Per i d i u m doppelt,

Aussenschicht dick, zerbrechlich, aus weissen Kalkkörnern gebildet,

Innenschicht häutig mit zerstreuten, grossen, sternförmigen Kristallen

auf der Innenseite, - ausserdem kann eine Schicht aus mehr

oder weniger lose verbundenen, weissen-gelben Kalkkörnern vorhanden

sein, die die ganze Kolonie bedecken als eine Art Cortex. S t i e 1

kurz, weiss-hellbraun, mitunter fehlend. Ca pi 11 i t i u maus am

Grunde recht dicken, besonders gegen die Spitze verzweigten und

aJilastomosierenden, bleichen-hellvioletten Fäden mit oder ohne

braune Erweiterungen. S po ren m ass e schwarz. S p 0 ren grob

stachelig, 10-15 /1.

Auf totem Holz, welken Blättern, Zweigen und frischen, krautigen

Pflanzen. Selten.

Fund.

Im Botanischen Garten, Kopenhagen (46) , November 1867, auf CaZla

palustris) 0RSTED. Ein Fund ohne Data.

3. Didymium clavus (ALB. & SCHW.) RAB. 1844.

Lit.: ALB. & SCHW. 1805, p. 96 (PhysaTum Clav ~~s); RAB. 1844, p. 280;

RAUNK. 1888, p. 87; ELLIOTT 1926, p. 362.

P 1 a s m 0 d i u m farblos-grau. S p 0 r an g i e n zerstreut, gestielt,

scheibenförmig, mit schwach gewölbter Oberseite und flacher

Unterseite, 0,5-1 mm im Diameter, bis 1 mm hoch. Per i d i u m

häutig, meistens rotbraun gefleckt, besonders auf der verdickten

Unterseite, dicht besetzt mit grauweissen, sternförmigen Kristallen.

S ti e 1 schlank, zylindrisch oder nach oben verjüngt, längsgefurcht,

braun-schwarz, mitunter sehr kurz. Eigentliche Co 1 urne 11 a fehlt.

Ca pi 11 i t i u m aus dünnen, farblosen-hellbraunen, nur wenig verzweigten

Fäden. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren glatt, 6-8/l.

Auf totem Holz, Zweigen und Blättern. Juli-Oktober. Selten.

Fundorte.

F. Vejstrup Dyrehave (31), 30.7.1876, 2 Funde, ROSTR. - L. Stensgärd

(35), 29.7.1877, ROSTR. - Falster. B0t0 Plantage (37), 8.10.1956,

auf krautigen, lebenden Pflanzen, K. B. - S. S0ndermarken, K0benhavn

(46), 3.9.1887, DIDRICHSEN; Jonstrup Vang (45a), 8.1900, RAUNK. und

24.8.1900, leg. INGEBORG RAUNK. et det. RAUNK.; Ausserdem laut RAUNK.

1888, p. 87: Lunden bei Varde (26) und Tr0r0d (Trygger0d).


- 262-

4. Didymium squamulosum (ALB. & SCHW.) FR. 1818.

Taf. 16, fig. 2.

Syn.: D. Cookei (ROST.) RAUNK., D. affine RAUNK. sp. nov. und D.

discoideum ROST., RAUNK. 1888, p. 86, 88, 89.

Lit.: ALB. & SCHW. 1805, p. 88 (DideTma sq'uamulosum); FR. 1818,

p. 19; RAUNK. 1888, p. 86 und tab. 5, fig. 5 (D. Cookei) p. 88 und tab. 5,

fig. 3 und 4 (D. affine) p. 88 (D. squamulosum) und p. 89 (D. discoideum)

" ELLIOTT 1926, p. 363.

P 1 a S m 0 d i u m weiss-leicht gelblich. S p 0 r a n g i e n sehr verschieden,

meistens zerstreut, gestielt, fast kugelig-scheibenförmig

mit nabelförmiger Unterseite, 0,3-1 mm im Diameter, aber auch sitzend,

polsterförmig oder P 1 a s m 0 d i 0 kar pie n bildend. Per i­

d i u m häutig, mit sternförmigen Kristallen bedeckt, Oberfläche körnig-netzartig

gefaltet, weiss-grau. S ti e 1 weisslich - leicht gelblich,

dick, gefurcht, oft nach oben etwas verjüngt, Basis scheibenförmig.

Co 1 urne 11 a weisslich-graulich, scheibenförmig-halbkugelig, eigentlich

die nabelförmige Vertiefung an der Unterseite des Pe.ridiums.

C a p i 11 i ti u m variierend, meistens recht dünne, farblose, nur wenig

verzweigte Fäden ohne Verdickungen, mitunter dunklere, mit vielen

Erweiterungen. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren fein stachelig

oder warzig, dünnwandig, 8-11 p.

Auf Fall-laub, Stroh und anderen Pflanzenresten. August-Oktober,

einzelne überwinternd. Hier und da.

Substratpflanzen.

Agrostis alba) AInus glutinosa) Calla palust1'is) Fagus silvatica) Pe tasites

officinalis) Picea abi es) Pinus silvestris) Polyporus sp., QueTcus sp.,

Secale cereale) Zea Mays.

Fundgebiete.

11, 13b, 14, 26, 31, 32, 39a, 40, 41, 45a-47.

5. Didymium melanospermum (PERS.) MACBR. 1899.

Taf. 16, fig. 3 und 4.

Syn.: Physarum cinerascens SCHUlVI., P . Oxyacanthae SCHUlVI., P. globosum

SCHUM. (alle drei doch zweifelhaft), Enum. PI. II 1803, p. 199, nr.

1426 und 1427 sowie p. 203, nr. 1442; Didymium farinaceum SCHRAD.,

HORNEM. 1832, F1. Dan. 35: tab. 2094, fig 1; D. lobatum NEES, HORNEM.,

1. C.: tab. 2094, fig. 2; D. farinace'um SCHRAD., RAUNK. 1888, p. 87.

Lit.: PERS. 1794, p. 88 (Physantm meZanospermum); MACBR. 1899,

p. 88; RAUNK. 1888, p. 87; ROSTR. 1925, p. 92; ELLIOTT 1926, p. 362.

P 1 a s m 0 d i u m farblos-grau. S p 0 r an g i e n zerstreut, oft in

grosser Anzahl, nicht selten sitzend oder zwei-mehrere zu PI a s m 0-

d i 0 kar pie n zusammenfliessend, meistens gestielt, fast kugelig


- 263

mit tief genabelter Unterseite, 0,5--1 mm im Diameter. Per i d i u m

braun mit heller Netzzeichnung (wie Giraffenhaut) , mehlig, grauweiss

von Kalkkristallen an der Aussenseite, sternförmige Kristalle

auf der Unterseite zerstreut. S ti e 1 von variierender Länge, von

breiter Basis fast zylindrisch, gefurcht, braunschwarz, mitunter mit

hellerem GipfeL Co 1 u m e 11 a halbkugelig, gross, dunkelbraun,

eigentlich der versenkte Boden des Peridiums. Ca pi 11 i t i u maus

oft recht kräftigen, zusammengedrückten, gebuchteten, unverzweigten

oder nur wenig verzweigten, farblosen-purpurbraunen Fäden,

viele von ihnen mit kleinen Erweiterungen in Form dunkler Knoten.

S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren stachelig, dickwandig, 10-13 /l.

Auf totem Holz, besonders auf Nadelholz, aber auch auf Laubholz

und krautigen Pflanzen. August-Dezember, einzelne überwinternd. In

Nadelwäldern gemein.

Substratpflanzen.

BetuZa sp., CalZuna vuZgaTis) P etasites hyb1'idus) Picea abies) P. canadensis)

Pinus siZvestris) QueTc'/,tS sp.

Fundgebiete.

2, 4-6, 11, 13a-16, 18-20, 22a, 22b, 26, 30, 35, 37, 38, 41, 45a-47.

6. Didymium nigripes (LINK) FR. 1829_

Syn.: D. micTocarpon (FR.) ROST., RAUNK. 1888, p. 87.

Lit.: LINK 1809, p. 27 (Physarum nigripes); FR. 1829, p. 119; RAUNK.

1888, p. 87; ELLIOTT 1926, p. 362.

P 1 a s m 0 d i u m farblos-grau. S p 0 r a n g i e n zerstreut, gestielt,

kugelig-halbkugelig mit nabelförmiger Unterseite, za. 0,5 mm

im Durchmesser, bis 1,5 mm hoch. Per i d i u m häutig, graubraun,

von einer weissen Schicht von sternförmigen Kalkkristallen bedeckt.

S ti e 1 dünn, gerade, gefurcht, blank, dunkelbraun-rostbraun. C 0-

1 u m e 11 a fast kugelig, mit Kalkkörnern erfüllt, dunkelbraun. H y­

pot hall u s schuppig, schwarz, Ca p i 11 i t i u m aus dünnen, nur

wenig verzweigten, farblosen-hellvioletten Fäden mit oder ohne Erweiterungen.

S p 0 ren m a S'S e dunkelbraun. S p 0 ren fast glatt,

7-10/l.

Auf abgefallenen Blättern, Stängeln und Zweigen. Selten.

Fund.

Ein Fund im Herbarium des Professors DIDRICHSEN, aber ohne Data,

det. ROST AFINSKI. Ein Fund ohne Data, det. 0RSTED?


- 264

7. Didymium iridis (DITM.) FR. 1829.

Syn.: D. nigripes (LINK) FR. var. xanthopus LISTER 1894, p. 98,

ELLIOTT 1926, p. 362.

Lit.: DITMAR in STURM 1813, p. 13 (Cionium Iridis) >' FR. 1829, p. 120;

ELLIOTT 1926, p. 362.

P 1 a s mo d i u m blassgelb, blass fleischfarben oder grünlich.

S p 0 r a n gi e n zerstreut, gestielt, kugelig - etwas abgeflacht mit

nabelförmiger Unterseite, za. 0,5 mm im Diameter, bis 1,5 mm hoch.

Per i d i u m häutig, fast farblos, mi.:t wei,ssen, sternförmigen Kristallen

bedeckt. S ti e 1 schlank, nach oben etwas verjüngt, mit feinen

Längsfurchen, unten dunkel, im oberen Teil gelb-gelbbraun. Co 1 u­

me 11 a weiss, die Form verschieden. Ca p i 11 i t i u m aus dünnen,

farblosen-blass violettbraunen, verzweigten Fäden mit weissen Spitzen.

S p 0 ren m ass e braun. S p 0 ren fast glatt, 7-9 p.

Auf abgefallenen Blättern, Zweigen und auf Moos. Selten.

Fund.

S. Billesborg (40),15.10.1890, RAUNK.

8. Didymium megalosporum BERK. & CURT. 1873.

Syn.: D. nigripes var. exi.mium (PECK) LISTER 1894, p. 98, ELLIOTT

1926, p. 362.

Lit.: BERK. & CURT. in BERK. 1873, p. 53; ELLIOTT 1926, p. 362.

P 1 a s m 0 d i um? S p 0 r an g i e n zerstreut, gestielt, oft fast

kugelig, aber übrigens variierend, scheiben-ringförmig, za. 0,5 mm im

Diameter, bis 1,5 mm hoch. Per i d i u m häutig, gelb-gelbbraun, mit

zerstreuten, weissen-gelben Kalkkristallen. S ti e 1 schlank, längsgefurcht,

dunkel am Grunde, nach oben hell gelbbraun-orangefarben.

Co 1 u m e 11 a kugelig-scheibenförmig, orangebraun. Ca pi 11 i­

t i u m aus dünnen, nur wenig verzweigten und anastomosierenden,

fast farblosen-graubraunen Fäden. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0-

ren fast glatt, 8-10 p.

Auf abgefallenen Blättern, Stängeln und dergl. Selten.

Fundorte.

J. B0gsted Skov (2), 1.10.1960, A. B. K. und K. B. - S. Vilvorde, Klampenborg

(45a), 14.10.1893, auf Crataegus-Blättern, RAUNK.


- 265-

4. Gattung. LEPIDODERMA DE BARY 1873.

Lit.: DE BARY in ROST. 1873, p. 13.

Peridium mit Schuppen bekleidet, aus Kalkkristallen gebildet.

Capillitium ohne Kalkausscheidungen.

Die Gattung umfasst 4 Arten, von denen drei in Dänemark gefunden

sind.

2

Sporangien mit gelbbraunem Stiel, Hypothallus gelbbraun

1. L. tigrinum

Plasmodiokarpien, ausnahmsweise sitzende Sporangien ..... .

Capillitium verzweigt und anastomosierend, Fäden recht

grob, 1-2 p. Sporen deutlich stachelig oder warzig, 11-15 p

2. L. carestianum

Capillitium nur wenig verzweigt und anastomosierend, Fäden

dünn, Sporen fein stachelig, 10-13 p ......... 3. L. chailettii

2

1. Lepidoderma tigrinum (SCHRAD.) ROST. 1873.

Syn: Physarum tigrinum SCHRAD., HORNEM. 1810, Fl. Dan. 24: tab.

1434, fig. 2; Physarum albo-punctatu,m SCHUM., siehe unter P. nutans)

p.242.

Lit.: SCHRAD. 1797, p. 22 (Didymium tigrinum); ROST. in FUCKEL 1873,

p. 73; RAUNK. 1888, p. 85 und tab. 4, fig. 19; ELLIOTT 1926, p. 363.

P 1 a sm 0 d i u m gelb-orangefarben. S p 0 r a n g i e n zerstreut,

gestielt, halbkugelig-linsenförmig, mit genabelter Unterseite, 1-1,5

mm im Diameter. Per i d i u m dunkelgrau-dunkel gelbbraun, mit

strohgelben Kalkkristallen in Form von abgerundeten oder kantigen

Kalkschuppen besetzt. S ti e 1 von variierender Länge, dick, gefurcht,

rostfarbig, schwammig, im Innern mit orangegelben K:alkkörnern.

C 0 1 u m e 11 a halbkugelig, gelbbraun. H y pot hall u s gelbbraun.

C a p i 11 i ti u m aus nur wenig verzweigten, dunklen Fäden, die von

der Columella ausgehen. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren fein

stachelig, 10-13 p.

Auf abgefallenen Zweigen von Nadelbäumen, auf Moos usw.

Selten.

Fundorte.

S. Skjoldnresholm (40), 6.10.1889, RA UNK.; Frederiksdal (45a), 10.1930,

K. GRAM; Tokkek0b Hegn (45b), 24.10.1897, ROSTR.


- 266 -

2. Lepidoderma carestianum (RAB.) ROST. 1874.

Lit.: RAB. 1862, nr. 436 (Ret-icuZaria Carestiana) ,. ROST. 1874, p. 188;

RAUNK. 1888, p. 85 und tab. 4, fig. 18; ELLIOTT 1926, p. 363.

P 1 a s m 0 d i u m schwarz. S p 0 r an g i e n bilden verschiedenartige,

runde-langgestreckte, polsterförmige oder abgeüachte P 1 a s­

mo d i 0 kar pie n, seltener kommen einzelne Sporangien vor,

1-1,5 mm im Diameter, mit kurzer, stielähnlicher Verbindung zum

Hypothallus. Per i d i u m braun-graubraun, mehr oder weniger mit

kleinen weissen-gelblichen Kalkschuppen bedeckt. Co 1 urne 11 a

fehlend oder polsterförmig, schwammig, mit Kalkkörnern. Ca pi l­

li t i u m aus recht groben, verzweigten und anastomosierenden, purpurbraunen

Fäden. S p 0 ren m ass e schwarz. S p 0 ren fein

stachelig oder warzig, 11-15 /l.

Auf toten Pflanzenresten. Selten.

Fund.

Ein Exemplar im Herbarium des Professors DIDRICHSEN, ohne Data,

det. RAUNK.; kein Material hinterlassen.

3. Lepidoderma chaillettii ROST. 1874.

Lit.: ROST. 1874, p. 189.

P 1 a s mo d i u m grau. S p 0 r a 11 g i e n in Gruppen, sitzend-kurzgestielt,

ungefähr kugelig, 0,5-1 mm im Diameter, polsterförmig oder

zu kleinen Plasmodiokarpien zusammenfliessend. Per i d i u m graubraungrau,

mehr oder weniger mit Schuppen aus Kalkkristallen bedeckt.

S ti e 1 kurz, schwach, braun, meistens fehlend. Co 1 urne 11 a

keulenförmig oder halbkugelig, braun-gelbbraun und wie der Stiel

mit Kalkkörnern erfüllt; sie kann auch ganz fehlen. H y pot hall u s

wohlentwickelt, schuppig, braun. Ca pi 11 i t i u m aus recht dünnen,

nur wenig verzweigten, purpurbraunen Fäden. S p 0 ren m ass e

schwarz. S p 0 ren stachelig, 10-13 p.

Auf abgefallenen Blättern, Zweigen und Ästen. Selten.

Fund.

Fundort?, 1931, leg. O. ROSTR. et det. RAUNK.


- 267 -

NACHSCHRIFT.

Der schwedische Forscher ROLF SANTESSON gibt in einer neulich

(1964, siehe S. 275) publizierten Abhandlung (Seite 122) die folgende

Fussnote an:

ListereZla paradoxa [JAHN] can be reported as new to Denmark

... ... : Jylland, c. 10 km SW of Skagen, on CZadonia tenuis) 1956

R. S. 11379 b (UPS).

KB.

N.F.B.

M.P.C.

M.S.C.

E.B.H.

ABKÜRZUNGEN FÜR FINDERNAMEN.

K Bj0rnekrer KH. - K. Hauerslev

- N. Fabritius Buchwald A.B.K = Axel B. Klinge

= M. P. Christi ansen J.B.L. - J . Bregnh0j Larsen

=M. Skytte Christiansen D.M. - D. Müller

- E. Bille Hansen L.K.R. = L . Kolderup Rosenvinge

ABKÜRZUNGEN FÜR LANDESTEILE.

B.

F.

J.

Bornholm

Fyn (Fünen)

Jylland (Jütland)

L. Lolland

S. = Sjrelland (Seeland )


- 268-

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opus de iisdem Plantis, Regio jussu exarandum,

FZoTae Danicae nomine inscriptum. Fasc. 4, ed. ab G. C. OEDER,

tab. 181-240. Hauniae, 1765.

Fasc. 8, ed. ab G. C. OEDER, tab. 421-480. Hauniae, 1769.

Fasc. 9, ed. ab G. C. OEDER, tab. 481-540. Hauniae, 1770.

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Icones Plantarum sponte nascentium in Regnis Daniae et

Norvegiae, et in Ducatibus Slesvici et Holsatiae. Ad. illustrandum

opus de iisdem Plantis, Regio jussu exarandum, FZoTae

Danicae nomine inscriptum. Fase. 22, ed ab J. W. HORNEMANN,

tab. 1261-1320. Hauniae, 1806.

: Fasc. 23, ed. ab J. W. HORNEMANN, tab. 1321-1380. Hauniae,

1808.

: Fasc. 24, ed. ab J. W. HORNEMANN, tab. 1381-1440. Hauniae,

1810.

: Icones Plantarum sponte nascentium in Regno Daniae, et in

Ducatibus Slesvici, Holsatiae et Lauenburgiae. Ad illustrandum

opus de iisdem Plantis, Regio jussu exarandum, FZoTae Danicae

nomine inscriptum. Fasc. 25, ed. ab. J. W. HORNEMANN, tab.

1441-1500. Hauniae, 1813.

: Fasc. 33, ed. ab J. W. HORNE MANN, tab. 1921-1980. Hauniae,

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: Fasc. 34, ed. ab J. W. HORNEMANN, tab. 1981-2040. Hauniae,

1830.

: Fasc. 35, ed. ab. J. W. HORNE MANN, tab. 2041-2100. Hauniae,

1832.

: Fasc. 36, ed. ab J. W. HORNEMANN, tab. 2101-2160. Hauniae,

1834.

Die zwei folgenden Publikationen sind mir erst nach dem Druck der

Abhandlung bekannt worden:

Nannenga-Bremekamp, N. E.: An annotated list of Myxomycetes found

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18*


- 276-

ARTS- UND SYNONYMVERZEICHNIS.*)

affine, Didym ................. ..

affine, Phys . ................... ..

affinis, Arcyr . .................. .

affinis, Trieh. .. ... ......... 208,

alba, Spum . ................... .. ..

alba, Spum . ...................... .

alba, Spum . ................... .. ..

albo-punctatum, Phys. . ..... .

albo-punctatum, Phys. .. .... .

alutacea, Arcyr . .... .. ......... .

Amaurochaete (Amau.) .... . .

Ancyrophorus, Ancyroph . .. .

applanatum, Dicaeth. . ...... . .

Arcyodes ( Arcyod. )

Arcyrella, Lachnob . ....... . . ..

Arcyria ( Arcyr.) ............. ..

arcyrioides, Lamp. . ........... .

arcyrioides, Stem . .. ...... ..... .

argillacea, Crib .............. .. ..

argillacea, Stem. .. ........... ..

atra, Arcy't·. . ... ................ ..

aurantiaca, Arcyr . .. ........ . . .

aurantiaca, Crib. .. .. .. ....... ..

aurantium, Phys.

aurea, Trich. . ................... .

aureum, Crat. ..... ...... . 239,

aureum, Phys. . .. . ... .... ...... .

axifera, Stern. . ... ...... ....... . .

axijera, Trich. .. ............... .

Badhamia (Badh.) .......... . ..

bivalve, Phys. .. ................ .

botrytis, Stem . ................ ..

botrytis, Trieh. 211,

Botrytis,

var. lateritia, Trich. .. .... .

Brefeldia (Bref.) ............. ..

bryophilum, Phys . ...... ...... .

buZbijorme, Phys. .. ........... .

caesia, Lic. .. ................... ..

caesium, Phys . ............... . ..

Calonema .... .................... .

cancellatum, Dictyd. . ........ .

cancellatus, Mucor ............ .

*) Kursiv: Synonyme.

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231

242

260

260

179

197

197

cano-flavescens, PerichanelZa

capsuZijer, Sphaerocarpus .. .

capsulifera, Badh. . ........... .

Oarestiana, Retic. . ......... ... .

carestianum, Lepid. .. . ....... .

carnea, Arcyr . ........ ......... .

carnea, FuZigo ........ ...... .. ..

Ceratiomyxa (Cerat.) ........ .

cer1'/,ua, Orib . .................... .

cernua, Trich. . .... . .. .. ........ .

ce't'nuum, Dictyd. . ........... .. .

cernuum, Phys . ........... .. ... .

chailettii, Lepid. . .... ..... .

chrysosperma, Perich. .. .

Ch1"ysosperma, Trich. . .. .

cincta, Arcyr . ............. .. .. ..

cinerascens, Phys . ............ .

cinerea, Arcyr .................. .

cinerea, Fuligo ............... .. .

cinerea, Lycog . ................. .

cinerea, Trich. . ....... ......... .

cineTeum, Enter. . ..... ........ .

cinereu1n, Lycop . .............. .

cinereum, Phys ................. .

citrina, Trich. .. ................ .

citrinum, Phys. .. .. .. . .... ..... .

Clastoderma .............. ....... .

clavata, Hemiarc . .. ........ . .. .

clavata, Hemitr ........... .... ..

clavata, Trich.

clavus, Didym ................. ..

OZavus, Phys . .. ............. ... ..

columbinum, Lamp. . ......... .

coZumbinum, Phys. ........... .

Comatricha (Comatr.) ...... .

compressum, Phys. ... ..... ... .

conjlt~ens, Didym. .. ....... ... ..

congestus, Lachnob. .. ....... ..

conglomeratum, Phys. .. . .. .. .

conicum, Lycog ............... ..

conjugata, Arcyr . ............. .

contextum, Diderm. .. ........ .

contextum, Phys ............... .

Seite

199

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188

204

249

249

contorta, Trieh. ................. 210

contortum, Lycog. ............. 210


277 -

Seite

Gookei,) Didym. ....... ... ........ 262

eornuta) Sp'um. .................. 258

Cornuvia (Corn.) ............... 200

eortieale) Lyeop. ............... 199

eortiealis, Perieh. ., . ... .. .... .. 199

erassipes) Aneyroph. .......... 220

erassipes) Diderm. ...... ....... . 257

Craterium (Crat.) .... . 237

Gremor) Tubulif. .............. . 186

Cribraria (Crib) ............... 193

eribrarioides, Lamp. 230

Gribrarioides) Stem. .......... 230

erib-rosa) A mau. ................ 217

erustaeeum, Didym. 260

eylind'riea) Arey-r. .... .... .. .... 204

eylindriea) T'/,~bulin . ...... 186

deeipiens) A-reyr. .... ........... 211

deeipiens) T1'ieh. ................ 211

dentata) AreY1' .................. 205

denudata, Areyr ............... , 204

denudatus) Clathrus 204

deplanatum, Diderm. ..... ... .. 255

depressa, Perieh. ............... 198

depressum) Phys. ............... 253

Diaehea (Diaeh. ) ............... 219

Dietydiaethalium (Dieaeth.) 189

Dietydium (Dietyd.) .......... 197

dietyospora) Stem. .... 222

Diderma (Diderm.) .. ... 251

didermoides, Phys. ... ...... . . . 241

Didermoides) Spum. 241

Didymium (Didym.) ... ... .... 259

clidym'ium) Phys. ..... .. ........ 242

difforme) Ghondri. .... .. ..... .. 260

difforme) Diderm. ... .. ... .... .. 260

difforme, Didym. ............... 260

diseoideum) Didym. ............ 262

eff'usa) Die. .. .. ...... .. ........... 192

effusa, Lindb. ....... ............ 192

effusum, Diderm. .. .. ... .. .... . 253

effusum) Phys. .................. 253

elongata, Trieh. ....... .. ........ 202

Enerthenema (Enerth.) ...... 220

Enteridium (Enter.) 191

epidend-ron) Lyeog. ............. 188

epidendrum, Lyeog. 188

Epidendrum) Lyeop. ........... 188

fallax) Tr·ieh.

farinaeeum) Didym.

faseie'ttlata) Stem. . ............ .

favoginea, Trieh. ........ 208,

favoginea) Trieh . .............. .

favogineum) Lyeop. .. ....... ..

ferruginea, Areyr ......... ... . .

Seite

211

262

224

209

207

208

201

188

fer1"uginea) Lyeog . ... ..... .. ...

ferruginea) Stem. ... .. .. 224, 225

fe1'1'uginea var. Smithii) Stem. 225

ferruginosa) Stem. ............. 186

ferruginosa, Tubif ....... 186, 193

flat;a) Areyr. ..................... 202

flaveseens) Fuligo ........... ... 232

flavofuseum) Dipht. 187

flavofuseum, Lyeog. 187

flavogenita, Stem. .............. 225

flexuosa) Trieh. ... .. . 203

floriforme) Ghondri. .... ....... 256

floriforme) Grat. ................ 212

floriforme, Diderm. ..... .. ..... 256

flo1'iformis) Sphaeroc. ........ 256

floriformis, Trieh. ...... ... ..... 212

foliieola, Badh. .................. 236

fragiformis) Tubulin. .......... 186

fragile) Lyeop. .................. 250

fragilis, Leoe. .... ............. ... 250

fruticulosa) Byssus .. ........ .. 183

frutieulosa, Cerat. .............. 182

fuliginosa, Amau. .. .. .. . .. ... .. 217

tuliginosum) Lyeop. ........... 217

Fuligo ... ...... ..................... 231

furturaeeum) Didym. ..... . ... 242

furfuraeeum) Phys. .... ........ 242

fusea) Areyr. .................... 205

fusea, Stem. ..................... 222

fusea var. treehispora) Stem. 222

globosa) Stem. ................... 227

globosum) Phys. ... ............. 262

granuZata) Spum. ...... .. ....... 249

granulatum) Diderm. .... .. .... 249

gyros um, Phys. .. .. . .. ... .. .. .. . 247

hemisphaeriea) Retie. ......... 253

hemisphaerieum, Diderm. ... 253

Hemitrichia (Hemit.) ......... 214

hyalina) Badh. ................... 234

hyalinoum) Phys. ............ ... . 234


278 -

hydnoides) Geratium ......... .

hyperopta, Stem. . .. .

inearnata, Areyod. ..

inearnata, Areyr . ... .. .

incarnata) Lic . .. ......... .

incarnata, Stem. . ........ ..... .

I ridis) Gionium .. ... ... ...... .. . .

iridis, Didym. . ............. .... . .

intrieata, Crib. . . .............. . .

Jackii, Trich . ......... .... .... . . .

Lamproderma (Lamp.) ..... .

laxa, Comatr ............. .... ... .

Leoearpus (Leoc.) .... ....... . .

Lepidoderma (Lepid.) .. ..... .

Leptoderma (Lepto.) ........ .

leucocephala, Stem. . ......... .

leueoeephalum, Crat. . ....... .

leueophaeum, Phys. . .... ..... .

leucopoda, Diaeh. . ....... .

Zeucopoda) Trich. . ......... .. .. .

Lieea (Lic.) .......... .... ...... .

liZacina) Arcyr . ................. .

lilacina, Badh. . ................ .

lilacinum) Phys . ............ .. . .

Lindbladia (Lindb.) ......... . .

Zobatum, Didym. . ....... .. .... .

Zut e o-aZb'L~m ) Phys.

Lycogala (Lyeog.)

Zycoperdon) Fuligo

lycoperdon, Retie. ...... ... .

Lycopodii) Lamp . ........ .... .. .

macroearpa, Badh ............. .

maerocarpa, Crlb . ... ..... . .. ..

macrocarpon) Phys. .... . ..... .

macrosporum) Enter. . .... ... .

marginatum) Didym . .. ... .. . . .

marginatum) Phys . .. ......... .

maxima, Bref. . ...... ..... .. . ... .

maxima, Retic . . ....... .... .... . .

megalosporum, Didym. . .... .

meZanocephaZa) Arcyr . ..... . . .

melanospermum, Didym. . . . .

meZanospermum) Phys . ...... .

MicheZli) Ghondri. . .. . ...... ... .

microcarpon) Didym. . .. ..... .

miniata) Lycog . ...... , .. .. .... . .

minima, Lic. . ................... .

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minor) Arcyr. ... . . .. ...... ... .. .

minuta) P eziza .... .... ...... .. . .

minuta) Spum. . ....... ......... .

minutum, Crat. ..... ..... 238,

minutum) Diderm. . ...... .. .. . .

minut'Lts) Gyathus .. . ..... .. ... .

mtLcida) Gerat. . .... .. ....... ... .

Mucilago (Mucil.) ... . .

mucohformis) Trich . .... . .... .

museorum, Fuligo .... .. ... .

mutabile) Grat . . ............... . .

mutabiZis) Tilmadoche .. . .. .. .

nigra, Comatr . . ... . .. .... . 227,

nigr'a) Stem. . .... .... ........... .

nigrescens, Stem. . ... .. ....... .

nigripes, Didym .............. .. .

nigripes) Phys . .......... .

nigripes) Trich. . ...... .. .

nigripis var. eximium)

Didym . .. ......... .............. .

nigripes var. x anthopus)

Didym . .. .. ... .... . .... ......... .

nitens) Oligon . ...... ........... ..

nitens) P erichaneZZa .. . .. ..... .

nitidum) Phys . .... ............ ..

nivea) TTich. .. ................. ..

n'iveum) GhondTio. .. .... ... .. ..

niveum, Diderm ... ............ ..

notata) Trich. .......... .. . 211,

nudus) GZathn~s .... .. " ..... ,..

nutans, Arcyr. .. .............. ..

nutans, Phys ........ ... ...... .. ..

nutans subsp. leucophaeum)

Phys . ............ .. .. .. .... .... ..

n'L~tans ) TTich. .. ................ .

oblongum) Diderm. .. ....... ...

obveZatus) Embolus ........ ... .

obtusata) b globosa) Stem . .. .

oerstedii, Arcyr. .. ............. .

OeTstedii) Ghondr . ............ ..

Oerst edii) Gr·at. ........ ... 238,

OeTstedtii) Arcyr. .. .... .... ... .

Oligonema (Oligon.) .. ....... .

olivaceum, Enter .... .. ... .. .. ..

opeTculata) SphaeToc . . ... . ... .

ovata) Stem . ............... .... ..

ovata) b nigra) Stem. .. .... ..

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279 -

ovata) Trieh.

ovoideum, Phys. . .. .... .... .. . .

Oxyaeanthae) Phys. . .. ....... .

panieea, Badh. . ...... .......... .

panieeum) Phys . ..... ... ....... .

papiZlata) Stem. . ..... ... ....... .

papillatum, Enert. ............ .

parasitiea) Hymenobolina .. .

parasitiea, Lie ......... ... ...... .

parasitieus) Hymenobolus .. .

peduneulatum) Grat . .... 238,

peduneulatum) Phys.

Periehaena (Perieh.) . ....... .

persimilis, Trieh . ......... 209,

Personii) Gomatr . .............. .

physaroides) Ghondri. . ....... .

physaroides) Lamp . ........... .

physaroides) Trieh . .. ......... .

Physarum (Phys.) ............ .

Pini) Phys . ........ ..... .. ....... .

piriformis, Crib .......... 196,

plumbea) Fuligo ....... ........ .

phtmbea) Lyeog . .. ... .. ... ..... .

plumbea) Retie. . ... ...... ...... .

plumbeum, Dieaeth. . ......... .

pomiformis, Areyr.

pomi/ormis) Mueor .. ......... .

psittacinum, Phys ........... .. .

pUlchella, Comatr ............. .

pulehella) Stem. . ........... .. . .

pumieea) Areyr . ................ .

punieea var. eribroides)

Areyr . ....................... ... .

punieea var. genuina) Areyr.

purpurea, Crib. . .............. . .

purpurea) T 'rieh. . ......... . ... .

pusilla, Lic. . .... .. ............. .. .

pusilla, Trieh. . .... ... ....... ... .

pusillum) Didym . .............. .

pusillum) Lyeop . ............... .

pusillum, Phys. . ........... .... .

pyri/orme) Phys . .............. .

quereina) Perieh. . ...... . ...... .

radiatum) Ghondri. . .......... .

radiatum, Diderm . ...... 257,

radiatum) Lyeop . ....... ..... .. .

ramosa) Spum. . ...... .......... .

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Retieularia (Retie.)

retieulatum) Ghondri. . ....... .

Rostrupii) Enter. . ............. .

rozeanum, Enter . .......... .... .

RoZeanUl11,) Retie. . ............ .

rubi/ormis) Hemiare . ......... .

rubi/ormis) Trieh . ............. .

rubiginosa, Crib ............... .

ru/al Areyr . ......... ... ......... .

rufa, Crib ........................ .

ru/al Fuligo ............... .. .... .

ru/al Stem . .. . ... .... ............ .

rugulosum) Glathrop . ........ .

salieinum) Phys . ............... .

seabra, Trieh. ............. 200,

Sehumaeheri) Phys. . ...... ... .

sehweinitzii, Oligo.

Sehweinitzii) Phys . ... .

septiea, Fuligo ......... ........ .

septieus) Mueor ... .. ...... ..... .

Serpula) Areyr . ............... .

serpula, Corno .................. .

Serpula) Hemiareyr . ......... .

serpula, Hemit.

Serpula) Mueor ................ .

Serpula) Trieh . ... ........ .. . ... .

simplex) Ghondri. . .... ...... .. .

simplex, Diderm. . ........... .. .

singularis) Oreadella ......... .

sinuosum) Phys. . ............. . .

smithii, Stem. ....... ... .. 224,

solutum) Phys . ... . .... ...... ... .

splendens, Crib. . ............... .

splendens) Dietyd. . ........... .

splendens, Stem. . ............. .

spongiosa, Mucil. .. .. .... 254,

spongiosus) Mueor ..... .. .. ... .

spumarioides) Ghondri.

spumarioides, Diderm. 232,

Spumarioides) Didym . .... ... .

spttrium) Diderm. . ............ .

squamulosum) Diderm. . ..... .

squamulosum, Didym. . ...... .

stellata) Grib . .................. . .

Stemonitis (Stem.) ........... .

subsessilis, Diaeh ....... .... ... .

subulatum) Phys . . ....... .. .... .

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280 -

tenella, Crib. . .. .. ... .

tenera, Lic. . ...... ............... .

testaceum, Diderm. . .......... .

testaceum, Didym. . .......... . .

tigrinum, Didym. ........ 243,

tigrinum, Lepid. ......... 243,

tigrin ~~m, Phys . ...... .

trcchispora, Stem .... ......... .

trevelY.:1ni, Diderm. . .. .

TreveZyani, Le:J,ngium ....... .

Trichia (Trich. ) ............ .

Tubifera (Tubif.) ............. .

tubulina, Amau .. .

TubuZina) Stem. . ............... .

turbinatum) Grat.

turbinatum) Phys . ............ .

typhina) Gomatr . .............. .

typhina) Stem. . ................ .

typhoides, Comatr ............ .

typhoides) Trieh . ......... 226,

urnbilicat'um) Dictyd . ......... .

umbiZicatum) Diderm . . .

umbrina) Arcyr . ............... .

umbrina) Retic. . ............. ..

utricuZare: b sessiZe) Phys . .. .

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utricularis, Badh. . ...

utrieularis) Sphaeroe.

vaporaTia) Fuligo ...

v:J,?'ia) Stern. . .................. . .

varia, Trieh. . ........ .

variabilis, Lic. . ............... ..

venosa) Triel/,. ............ ...... .

vermicuZaris) A?'eyr.

vermicularis, Perich.

vernicosum) Didenn.

ven'/,ieosum) Phys.

vesparium, Hemit. ..

vesparium) Lyeop . ... .. .

violacea) FuZigo

vioZaeea) Lamp . ............... ..

violacea) Stem . ............... ..

violaeeum) Phys. . ............ ..

virescens, Phys. , ....... , ....... .

vireseens) Trieh. . ..... ... .. ... .

viride, Phys. .. .................. .

viridis) Sphaeroe . .............. ,

vulgaris) Gr'ib. . ................ .

vulgaris var. a'/,~rantiaea)

Orib . ........ .................. ..

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FRIESIA VII, 2. 1963 (1964)

TAFEL 1

Fig. 1. CeTatiomyxa jTuticuZosa.

Sporophoren. 15 X .

Fig. 2. L'icea vaTiabiZi.s . Aethalien.

15 X.

ITig. 3. LycogaZa epidendTum.

Teil einer grösseren Gruppe.

Etwa nato Gr.

Fig. 4. LycogaZa epidendTum.

Pseudocapillitium. 375 X .

- 281 -


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964)

TAFEL 2

Fig. 1. Dictyd'iaethaZium pZumbeum.

Pseudocapillitium und Sporangiengipfelplatten.

80 X .

Fig. 2. R eticuZaria Zycoperdon.

Aethalium. Nat. Gr.

Fig. 3. Reticularia Zycoperdon. Fig. 4. Cribraria macroca?"pa.

Pseudocapillitium. 80 X . Teil eines Netzes und Becher. 375 X .

- 282 -


FRIESIA VII, 2.1963 (1964) TAFEL 3

Fig. 1. Dictydium canceZZatum.

Sporangium (leer). 80 X.

Fig. 2. Dictydium canceZZatum.

Sporangium (leer). Cribrarioide Form. 80 X .

- 283 -


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964)

TAFEL 4

Fig. 1. Perichaena corticalis.

Teil einer grösseren Gruppe. 5 X.

Fig. 2. Per'ichaena corticalis.

Sporen und E lateren. 375 X .

Fig. 3. Arcyodes incaT1wta.

Sporangien. 15 X .

Fig. 4. Arcyria jerruginea.

Teil eines Netzes. 375 X.

- 284 -


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964)

TAFEL 5

Fig. 1 . Arcyria nutans.

Sporangien. 5 X .

Fig. 2. A?'cyria nutans.

Teil eines Netzes. 375 X .

Fig. 3. Arcyria incarnata.

Sporangien. 5 X.

Fig. 4. Arcyria incarnata.

Teil eines Netzes. 375 X .

- 285 -


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964)

TAFEL 6

Fig. 1. Arcyria clenuclata.

Sporangien. 5 X .

Fig. 2. ATcyria clenuclata.

Teil eines Netzes. 375 X .

Fig. 3. Arcyria cine1-ea.

Teil eines Netzes. 375 X.

Fig. 4. Arcy-ria pornijo-rrnis.

Sporangien. 5 X .

- 286 -


FRIESIA VII, 2.1963 (1964) TAFEL 7

Fig. 1. Trichia varia.

F ig . 2. Trichia v aria.

Sporangien. 5 X . Elateren und Sporen. 500 X .

Fig. 3. Trichia persimilis.

Fig. 4. Trichia pusiZZa.

Sporangien. 15 X . Elateren und Sporen. 500 X .

- 287 -


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964) TAFEL 8

Fig. 1. TTichia pusilla.

Fig. 2. TTichia scabTa.

Sporangien. 5 X . Elateren und Sporen. 500 X,

Fig. 3. Oligonema schweinitzii. Fig. 4. Oligonema schweinitzii.

Sporangien. 15 X . Ela"teren und Sporen. 375 X .

- 288 -


F'RIESIA VII, 2. 1963 (1964) TAFEL 9

Fig. 1. H emitTichia clavata. Fig. 2. H emit1"ichia vespaTium.

Elateren. 500 X . Elateren. 500 X.

Fig. 3. Amaur ochaet e fuliginosa. Fig. 4. Brefeldia maxima.

Aethalium. 5 X . Capillitium. 375 X .

- 289 -


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964) TAFEL 10

Fig. 1. Diachea Zeucopoda. Fig. 2. Enerthenema papiZZatum.

Sporangien. 15 X . Sporocyst (leer). 80 X .

Fig. 3. Stemonitis smithii.

Fig. 4. Stemonitis fZavogenita.

Sporangien. 5 X . Gipfel eines Sporangiums. 375 X.

- 290 -


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964)

TAFEL 11

Fig. 1. Stemonitis fusca.

Sporangien. 5 X .

Fig. 2. Stemonitis f 'Msca. Oberer

Teil eines Sporangiums. 80 X .

Fig. 3. Gomatricha nigra.

Sporangien. 5 X .

Fig. 4. Gom:Ltrichia typhoides.

Sporangien. 5 X .

- 291 -


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964)

TAFEL 12

Fig. 1. Fuligo septica.

Aethalium. Nat. Gr.

Fig. 2. Badhamia utTiculaTis.

Sporangien. 15 X .

Fig. 3. Badhamia utTiculaTis.

Teil eines Capillitiums. 375 X.

Fig. 4. Badhamia lilacina.

Sporangien. 5 X .

- 292 -


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964) TAFEL 13

Fig. 1. Badhamia capsuZi!e1'a. Fig. 2. CTate1'ium minutum.

Sporangien. 15 X . Sporangien. 15 X .

Fig. 3. PhysaTum compTessum. Fig. 4. Physa1'um comp1'essum.

Sporangien. 15 X. Teil eines Capillitiums. 375 X .

- 293 -


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964)

TAFEL 14

Fig. 1. PhysaTum vi1'ide.

Sporangien. 15 X .

Fig. 2. Physa1'um viTescens.

Sporangien. 5 X .

Fig. 3. Physart~m bivalve.

Plasl11odiocarpien. 15 X .

Fig. 4. PhysaTum contextum.

Sporangien und Plasl11odiocarpien.

15 X .

- 294-


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964) TAFEL 15

Fig. 1. L eocaTpus !TagiZis.

Fig. 2. DideTma effusum.

Sporangien. 15 X . Plasmodiocarpien. 5 X .

~"ig. 3. D ide1'ma !ZoTi!01'me. Fig. 4. D 'ideTma Tadiatum.

Sporangien. 15 X . Sporangium. 15 X.

- 295 -


FRIESIA VII, 2. 1963 (1964)

TAFEL 16

Fig. 1. Didymium difforme.

Sporangien und Plasmodiocarpien.

15 X.

Fig. 2. Didymium squamuZosum.

Sporangien. 5 X.



Fig. 3. DidY1T/'ium meZanospennum.

Sporangien. 15 X.

.-. .. ..

.


Fig. 4. Didymium m eZanospermum.

Sporen, Teil eines Capillitiums und

Peridiums. 80 X .

Die Photographien sind von K. BJ0RNEKlER aufgenommen, mit Ausnahme

von Tafel 1 2 , 51 und 3, 6 4 , 7 1 , 8 1 , 93, 103, 11 1 und 4 , 16 1 , 2 und 3, die

von SIGURD ÜLSEN aufgenommen wurden.

- 296 -


Friesia udkommer i Hefter med tvangfrit Mellemrum. Aarskontingent

er 20 Kr. Ny tiltrredende Medlemmer af Foreningen til

Svampekundskabens Fremme faar gratis tilstillet, hvad der er udgivet

i Indtrredelsesaaret.

Sekretariatets og Redaktionens Adresse er Rolighedsvej 23, K0benhavn

V. Her modtages saavel Ind- og Udmeldelser af Foreningen som

Anmeldelser om Flytning. Al Korrespondance vedr0rende Tidsskriftet

rettes til samme Adresse.

Af det afsluttede "Meddelelser fra Foreningen til Svampekundskabens

Fremme" haves endnu et Restoplag, der kan afgives

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Bd. IH-IV (1921-30), kompl.).

Friesia is published at irregular intervals.

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Address. Department of Plant Pathology. The Royal Veterinary

and Agricultural College, Rolighedsvej 23, Copenhagen V, Denmark.


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