Ausgabe 2/2008 - KKV Bayern

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Ausgabe 2/2008 - KKV Bayern

KKVBayern

Ausgabe:

2/2008 Juni

Informationen · Berichte · Kommentare

Netzwerke für Werte in der Wirtschaft schaffen

Hirschberg-Forum betont Bedeutung von Kooperation, Kreativität und Motivation

„Aufschwung und Wohlstand hängen in Zukunft ganz entscheidend vom Sozialverhalten ab“ – mit dieser These haben sich über

100 Mitglieder des KKV Bayern beim 40. Hirschberg-Forum auf Schloss Hirschberg befasst. In Vorträgen, Podiumsgesprächen und

Arbeitskreisen erörterten sie die Bedeutung von Kooperation, Kreativität und Motivation für Wirtschaft und Wirtschaftsethik.

Bewährte, gerade christliche Moral-Modelle, so Referent Bernhard G. Suttner, seien hier zukunftsweisend.

„Kooperation, Kreativität, Motivation –

Säulen einer zukunftsfähigen Gesellschaft“

lautet das weit gefasste Jahresmotto

des KKV Bayern, das der Sozialverband

traditionell im Rahmen des Hirschberg-Forums

vorstellt und erörtert.

Ergänzt wurde die traditionell von Fronleichnam

bis zum folgenden Sonntag

stattfindende Veranstaltung dieses Jahr

durch Feierlichkeiten zur 40. Auflage des

erfolgreichen Forums.

Den Reigen der Vorträge eröffnete der

Ingolstädter Publizist Erik Händeler, Mitglied

des KKV-Landesvorstandes und Autor

des Buches „Geschichte der Zukunft“. Aufbauend

auf den Theorien des Wirtschaftswissenschaftlers

Nikolai Kondratieff sind

für ihn Firmenkultur und Kommunikation,

Wertschätzung und Sozialverhalten entscheidende

Elemente weiteren Aufschwungs:

„Während Sachkompetenz in

den Hierarchien der früheren Industriegesellschaft

oben angesiedelt war“, so Händeler,

könne die Informationsflut heute keiner

mehr überblicken – die Wissensgesellschaft

fordere neue Wege: Fachliche Kompetenz

verteile sich zunehmend auf alle

hierarchischen Ebenen. „Gerade das mittlere

Management wird eingeklemmt zwischen

alten Vorgaben der Firmenleitung

und dem neuen Paradigma, dass jeder einzelne

Mitarbeiter zum unverzichtbaren

Spezialist eines Zwischenschrittes geworden

ist.“ Gefragt seien neue Kooperation

und Kommunikation, neue Qualitäten der

Führung – darin waren sich auch die Teil-

nehmer des Forums in anschließenden

Arbeitsgruppen einig.

Diesen Tenor teilte das darauf folgende

Hirschberg-Podium. Zusammengestellt

aus Vertreterinnen und Vertretern der

Bereiche Wirtschaft, Gesellschaft, Kirche

und Politik, betonten auch diese „die

Bedeutung neuer, tragender Netzwerke“.

Kooperation brauche Verbindlichkeit – und

Gerechtigkeit: So böten gerade die neuen

Medien große Chancen weltweiter Vernetzung,

gleichzeitig aber auch die Gefahr

einer Ausgrenzung gerade älterer Generationen

sowie Risiken des Rückzugs in virtuelle

Welten: „Netzwerke können virtuell

entstehen, brauchen aber die reale

Erdung.“

Als Kirche und Sozialverbände habe

man gerade hinsichtlich der Förderung der

FORTSETZUNG AUF SEITE II

Kooperation, Kreativität und Motivation für Wirtschaft und Wirtschaftsethik stand beim 40.

Hirschberg-Forum im Fokus der zahlreichen Vorträge und Gesprächsrunden. Auf dem Hirschberg-

Podium diskutieren (v. li.): Dietfurts Bürgermeister Franz Stephan, Dr. Elfriede Schießleder (Vizepräsidentin

des Katholischen Deutschen Frauenbundes), der Jungunternehmer Franz Stöber, Simon

Rehak (stv. Pressesprecher der CSU-Landtagsfraktion) und Martin Geisbeck (Jugendpfarrer des

Bistums Eichstätt) sowie Moderator Tobias Gotthardt.


KKVBayern

FORTSETZUNG VON SEITE I

Schlüsselqualifikationen und sozialer

Kompetenz die Nase vorn – eine Tatsache,

die die Vertreter aus Politik und Wirtschaft

unterstrichen.

Dem stimmte Bernhard G. Suttner, Landesvorsitzender

der ÖDP, in seinem Vortrag

zu. Gerade die „alten Besen“ der Ethik –

allen voran die Prinzipien der christlichen

Soziallehre, die Kardinaltugenden und die

Zehn Gebote – seien von ungebrochener

Aktualität. Während sich die modernen

Sozialwissenschaften in großen Teilen in

ethischer Abstinenz wiegten, fordere die

Gesellschaft wieder mehr und mehr Wertmaßstäbe

ein. Herausforderung kirchlicher

Sozialverbände sei es, die bewährten

Methoden im Einklang mit neuen ethischen

Theorien weiter zu entwickeln. Suttner

nannte exemplarisch die Habermas’sche

Diskursethik, John Rawls’ Gerechtigkeitstheorie

und das Prinzip der Verantwortung

nach Hans Jonas. Alles zusammen sorge für

eine neue Kultur der Kooperation, die den

Mensch in den Mittelpunkt rücke. „Der

Glaube fordert uns zur universalistischen

Ethik heraus.“ Die Grundprinzipien der

christlichen Soziallehre müssten in Politik

und Wirtschaft als ordoliberale Sozialstaatsidee

globalisiert werden. Als Vorlage

könne die Soziale Marktwirtschaft dienen,

die „hier erhalten, dort entwickelt und

überall um die ökologische Komponente

erweitert werden muss“. Gerade das alte

Europa könne und müsse „seine sozialethische

Grundkonzeption mit großem Selbstbewusstsein

vertreten.“ Das aber erfordere

die Kooperation in Netzwerken, eine kreative

Suche nach neuen Wegen und die Motivation,

konkrete Schritte zu tun.

Auf Schloss Hirschberg ernteten diese

Rückschlüsse Suttners minutenlangen

Applaus. Für den KKV als katholischen

Sozialverband, so das Fazit, bleibe die Aufgabe,

gemeinsam Konzepte und Wege

neuer, ethischer Netzwerke in Wirtschaft

und Verwaltung zu entwickeln. Um das zu

erreichen, bedürfe es nun des Weiterdenkens

in allen Ortsgemeinschaften.

Höchste Auszeichnung verliehen

KKV Bayern ehrt den früheren Landesvorsitzenden Horst Baumann

TOBIAS GOTTHARDT

Seit 40 Jahren ist er Mitglied im KKV und hat an allen 40 Hirschberg-Foren des KKV Bayern aktiv teilgenommen: Dies nahm der

KKV Landesverband Bayern der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung zum Anlass, seinem früheren Landesvorsitzenden Horst

Baumann aus Celle seine höchste Auszeichnung zu verleihen. Beim 40. Hirschberg-Forum am vergangenen Wochenende auf

Schloss Hirschberg bei Beilngries überreichte ihm Landesvorsitzender Dr. Klaus-Stefan Krieger die Goldene Hirschberg-Medaille.

Es ist erst das zweite Mal, dass diese Ehrung vergeben wurde.

Horst Baumann war von 1968 bis 1976

Vorsitzender der KKV-Ortsgemeinschaft

Laetitia Augsburg und danach von 1976

bis 1982 Landesvorsitzender des KKV

Bayern. 1973 organisierte er den 67. KKV

Bundesverbandstag in Augsburg, 1981 leitete

er als Verbandstagspräsident den

71. KKV Bundesverbandstag in München.

Horst Baumann ist Mitbegründer des

KKV Bildungswerks Bayern, dessen Bildungsbeirat

er lange angehörte. Ebenso

gründete er die „Bayern-Post“, die Verbandszeitschrift

des KKV Bayern, und redigierte

sie mehrere Jahre. Als Landesvorsitzender

regte er die Jahresthemen des KKV

Bayern an und bestimmte so die inhalt

liche Arbeit des Verbandes. Für seine Verdienste

um den KKV Bayern wurde Baumann

bereits 1982 mit der Silbernen

Hirschberg-Medaille ausgezeichnet.

In seiner Laudatio unterstrich Landesvorsitzender

Dr. Klaus-Stefan Krieger die

Treue und Verbundenheit Horst Baumanns

zum KKV Bayern. Auch nachdem er 1981

als Verlagsleiter von der Katholischen Kirchenzeitung

des Bistums Augsburg zum

„Schwesterblatt“ im Bistum Limburg gewechselt

und im Ruhestand schließlich

nach Celle umgezogen sei, habe er insbe-

II

sondere das Hirschberg-Forum weiterhin

mitgestaltet und unterstützt.

Für die Gastfreundschaft, die Beilngries

jedes Jahr aufs Neue den Teilnehmern des

Hirschberg-Forums erweist, verlieh das

KKV Bildungswerk Bayern Anton Grad,

dem 2. Bürgermeister von Beilngries, sein

Dankeszeichen.

KSK

Als Mann „der ersten Stunde“ im KKV Bayern wurde Horst Baumann für seine Treue und unermüdliche

Schaffenskraft mit der Goldenen Hirschberg-Medaille geehrt: (v.l.) Dr. Klaus-Stefan Krieger

(Vorsitzender Landesverband Bayern), Klaus-Dieter Engelhardt (stv. Landesvorsitzender Landesverband

Bayern), Horst Baumann, Anton Grad (Bürgermeister Beilngries), Markus Sailer (Vorsitzender

KKV Bildungswerk Bayern e.V.).


KKVBayern

Wissensarbeit verändert Strukturen in Unternehmen

Erklärung des KKV Bayern anlässlich des Hirschberg-Forums 2008

Der Wohlstand hängt in Zukunft vom Sozialverhalten ab, erklärte der KKV Landesverband Bayern der Katholiken in Wirtschaft

und Verwaltung bei seiner Tagung auf Schloss Hirschberg in Beilngries vom 22. bis 25. Mai 2008.

Bernhard G. Suttner (am Pult) sprach am Sonntag beim Hirschberg-Forum.

Auf Wunsch des Publikums, für den sich BWB-Vorstandsmitglied Susanne Krieger stark machte,

musste Erik Händeler (2. v. li.) am Nachmittag noch über seine Vorschläge zur Gesundheitspolitik

referieren. Das Foto zeigt ihn nach seinem Vormittagsreferat mit Bildungswerkvorsitzendem Markus

Sailer, Landesvorsitzendem Dr. Klaus-Stefan Krieger und Moderator Manfred Plötz (v. links).

Mehr als Steuergesetze oder Energie

bestimmten die Fähigkeiten, trotz Streit

zusammenzuarbeiten, Kritik zu üben und

anzunehmen oder wahrhaftig Wissen

weiterzugeben, die Produktivität der Wirtschaft.

Da materielle Arbeit längst von

Maschinen übernommen werde, sei Arbeit

zunehmend immateriell - wie planen, entwickeln,

organisieren und Lösungen finden.

Damit das Wissen der neuen Informationsarbeiter

zusammengefügt werden könne,

seien neue Verhaltensformen nötig, die in

der Theorie der Ethik des Evangeliums entsprächen,

erläuterte der Landesvorstand

des KKV Bayern.

Gleichzeitig erzwinge Wissensarbeit

auch neue Hierarchien: Weil die Informationsflut

heute keiner mehr überblicken

könne, rutsche die Fachkompetenz von den

oberen Etagen runter in die untere Ebene

der Fach- und Sachbearbeiter. Jeder einzelne

werde so zum unverzichtbaren Spezialist

eines Zwischenschrittes, der mehr Verantwortung

übernehmen und seinem Chef

fachlich widersprechen, bei Entscheidungen

stärker miteinbezogen und anerkannt

werden müsse.

„Das funktioniert bislang schlecht, weil

Statusorientierung und destruktives Streitverhalten

die produktiven Ressourcen auffressen.

Die Qualität der Arbeit wird daher

abhängen von ethischen Fragen: Wie weit

reicht das Verantwortungsgefühl des einzelnen?

Wie langfristig ist der Nutzen-

Horizont in einer Unternehmenskultur?

Wie sach- oder machtorientiert ist die

Kommunikation?“, folgert der KKV Bayern.

Somit werde Wirtschaft stärker als früher

zu einer kulturellen Frage, die durch religiöse

Wertvorstellungen geprägt werde.

Anlass dieser Erklärung ist ein Vortrag

des Zukunftsforschers und Wirtschaftsjournalisten

Erik Händeler zu den neuen

Spielregeln der Wissensarbeit: Schon

immer habe es wirtschaftlich-gesellschaftliche

Strukturzyklen gegeben, in

denen es neben bestimmten Erfindungen

auch bestimmte Kompetenzen und Verhaltensregeln

gegeben habe, die für Wohlstand

sorgten, wie Dampfmaschine, Eisenbahn

oder Computer. Diese Strukturzyklen

sind nach dem Ökonomen Nikolai Kondratieff

(1892 – 1938) benannt, der sie in den

20er Jahren beschrieb. Nachdem der Computer

die Zeit seiner stärksten Antriebskraft

für die Wirtschaft verloren habe,

gehe es nun um bessere Wissensarbeit und

um die Gesundheit der Gedankenarbeiter,

führte Händeler aus, der auch Mitglied im

KKV Landesvorstand ist.

In Gruppen erarbeiteten die Mitglieder

des KKV Bayern Konsequenzen des Strukturwandels.

Für die Kirche sehen sie einerseits

neue Chancen, weil der wirtschaftliche

Druck, effizient mit Wissen umzugehen,

Eigenschaften verlangt, die Glaubensthemen

der Kirche sind. Andererseits

gerieten auch manche Kirchenstrukturen

unter Druck, wenn der im Beruf selbständig

denkende Mitarbeiter als Kirchenmitglied

einerseits kritischer als früher mitdenke,

andererseits aus seinem stärker

reflektierten Glauben heraus die Kirche

wirkungsvoller mittrage.

III


KKVBayern

Virtuelles Forum des KKV auf Wachstumskurs

xing-Gruppe begrüßt das 100. Mitglied: Interesse hält an – mehr Interaktion

Sein Beitritt war virtuell, die Flasche Sekt zur Gratulation ganz real – damit nämlich hat Tobias Gotthardt, Mitglied im KKV-Landesvorstand

Bayern und Initiator des KKV-Forums auf xing.de, das hundertste Mitglied der „virtuellen Ortsgemeinschaft“, Olaf

Reus, am Rande einer Veranstaltung des Münchner KKV-Juniorenkreises überrascht.

Für Reus hat die virtuelle Gruppe eine

ganz besondere Bedeutung. Als Mitarbeiter

des in München beheimateten o2-Konzerns

hat er sich als Mitglied im noch jungen

Netzwerk des KKV-Juniorenkreises

angemeldet und kommt, so fern es sein

Job zulässt, zu den Veranstaltungen. Die

meiste Zeit aber ist der junge Volkswirtschaftler

für sein Unternehmen in Brüssel.

Als „European Regulatory Manager“ leitet

er dort die o2-Repräsentanz und vertritt

die Interessen des Unternehmens gegenüber

Parlament, Rat und Kommission in

der europäischen Hauptstadt.

Die Veranstaltungen des Juniorenkreises

sind für ihn eine willkommene Ergänzung:

Gerade als Pendler, so Reus, sei es

für ihn wichtig, lebendigen und spannenden

Netzwerken anzugehören – der KKV-

Juniorenkreis biete ihm dies durch die

Vielfalt seiner Mitglieder in München.

Gotthardt bezeichnete es als „einen

bemerkenswerten Zufall“, dass gerade

Reus sich an hundertster Stelle in die

xing-Gruppe geklickt habe. „Er ist, wie

wohl kein anderer, Paradebeispiel dafür,

wie wert- und sinnvoll dieses Forum virtueller

Vernetzung sein kann.“ Zudem, so

Sektstimmung beim KKV-Juniorenkreis: Landesvorstandsmitglied Tobias Gotthardt (links) begrüßte

Olaf Reus als 100. Mitglied des Internet-Forums „Werte in Wirtschaft und Verwaltung“.

Gotthardt, sei es erfreulich, dass wertvolles

Handeln in Wirtschaft und Verwaltung

auch in Europas Hauptstadt eine tragende

Rolle spiele.

Vielleicht, so spinnt er den Gedanken

weiter, sei das aktuelle Beispiel Anregung

genug für den KKV, sich vermehrt auch

europäischen Themen und dem europäischen

Sozialmodell zu widmen. „Und wer

weiß“, so Gotthardt, „vielleicht ebnet

unsere kleine, bescheidene Gruppe in xing

einmal den Weg hin zu einer ganz realen,

lebendigen Ortsgemeinschaft des KKV in

Brüssel – dem Herzen Europas.“ TG

Europa muss die Sprachen seiner Bürger sprechen

KKV Bayern begrüßt Initiative der Bundesländer für deutsche Sprache in der EU

Der KKV Landesverband Bayern der Katholiken

in Wirtschaft und Verwaltung

begrüßt ausdrücklich die Initiative von

sechs deutschen Bundesländern, unter

ihnen Bayerns, für eine Stärkung der deutschen

Sprache in der Europäischen Union.

Es sei das Recht eines jeden EU-Bürgers,

alle EU-Dokumente in seiner Sprache zu

erhalten, betont der Landesvorsitzende des

KKV Bayern, Dr. Klaus-Stefan Krieger. Das

gelte gerade dann, wenn es etwa um Fördergelder

für den Mittelstand oder soziale

Projekte gehe. „Wer die Sprachenvielfalt

ignoriert, grenzt aus und benachteiligt“,

sagt Krieger. Die Akzeptanz der Europäischen

Union in der Bevölkerung könne

man nur steigern, „wenn Europa auch

unsere Sprache spricht“.

Zugleich kritisiert der KKV Bayern,

dass Vorlagen der EU-Kommission immer

seltener ins Deutsche übersetzt würden.

Wichtige Dokumente stufe man zunehmend

zu „Arbeitspapieren“ oder „Anhängen“

ab, da dann die bindende Verpflichtung

auf vollständige Übersetzungen entfalle.

Unterlagen über die Auswirkungen

von Rechtsakten gebe es nur noch in Englisch,

lediglich Zusammenfassungen lägen

auf Deutsch vor. Das wichtigste Dokument

über die Vergabe von Außenhilfsprogrammen

etwa sei allein auf Englisch

vorgelegt worden, selbst konkrete Beihilfe-Ausschreibungen

und Förderprojekte

seien nicht auf Deutsch verfügbar.

Dem deutschen Mittelstand und den

deutschen Wohlfahrtsverbänden würden

dadurch Chancen auf Fördergelder verbaut,

urteilt der KKV Bayern. Und das,

obwohl Deutschland noch immer größter

Nettozahler der EU sei. Diese Benachteiligung

müsse die EU-Kommission umgehend

beenden.

IV


KKVBayern

Mittags in Münchens Mitte

Eine spontane Idee des KKV Juniorenkreises schlug ein

Sonnenschein, Brunnenplätschern und sommerliches Essen begleiteten die vielen Gespräche bei der Premiere des neuen Netzwerk-

Lunchs des KKV-Juniorenkreises München im Garten des Augustiner am Dom. Trotz gerade mal 24 Stunden Anmeldezeit war die

spontane Initiative des Planungsteams von Erfolg gekrönt: Ein Dutzend Netzwerkerinnen und Netzwerker war der Einladung zum

gemeinsamen Mittagsimbiss gefolgt.

Lockerer KKV-Termin: Treffen in der Mittagspause.

Neuer F+F-Vorstand

Die Freunde und Förderer des KKV Bildungswerks Bayern wählten bei ihrer Mitgliederversammlung

auf Schloss Hirschberg Dr. Heribert Engelhardt als Nachfolger von Günther Brügel

(2. u. 3. v. links) zum neuen Vorsitzenden. Dessen Stellvertreter ist Franz Eisenmann (rechts) in

der Nachfolge von Christine Engelhardt (3. v. re.). Schatzmeister bleibt Edgar Mühl (2. v. re.).

Angeregt hatten den gemeinsamen Mittagstisch

die Mitglieder des Planungsteams,

Dennis Leinesser und Christiane

Kreutmair, gleichzeitig Pressereferentin des

KKV München. „Abendtermine“, so Leinesser,

„hat jeder zur Genüge.“ Gerade jungen

Führungs(nachwuchs)kräften aber sei die

Idee des Business-Lunch nicht fremd und

die Stunde Mittagspause eine gern genutzte

Zeit. Dies zeigten auch viele Rückmeldungen

Interessierter, denen der erste Termin

schlicht zu kurzfristig war: „Viele

haben genau auf so ein Angebot gewartet.“

Auch Tobias Gotthardt, Referent für die

Junge Generation im KKV München und

Mitglied des Landesvorstandes, ist begeistert

vom Erfolg des ersten Treffens: „Hier

haben wir ganz offensichtlich einen

Wunsch unserer Netzwerkerinnen und

Netzwerker im Juniorenkreis erfüllt.“ Die

entspannte Atmosphäre der Mittagspause

biete einen passenden Rahmen für Kennenlernen,

Netzwerken und interessante

Gespräche. Zudem, so der junge Familienvater,

„ist der Netzwerk-Lunch ein absolut

familienfreundliches Angebot, das den

jungen Müttern und Vätern keinen zusätzlichen

Abendtermin kostet“.

Eine Fortsetzung des Veranstaltungsformats

„Mittags in Münchens Mitte“ ist für

Kreutmair, Gotthardt und Leinesser nach

dem Erfolg des ersten Treffens keine Frage:

„Wir werden den Netzwerk-Lunch fortführen

und ihn zu einem weiteren, erfolgreichen

Baustein unseres Junioren-Programms

machen.“ So heißt es wohl in

Bälde wieder: Wir treffen uns – „mittags

in Münchens Mitte!“

V


KKVBayern

Blick in die Firmengeschichte der Allianz

KKV-Juniorenkreis erhielt exklusive Führung in der Münchner Konzernzentrale

Über 150 Jahre Firmengeschichte, aneinander gereiht 1,6 Kilometer Aktenbestand – was sich zunächst trocken anhört, hat im

Firmenhistorischen Archiv des Allianz-Konzerns in der Münchner Kaulbachstraße ein ansprechendes Gesicht bekommen. Der KKV-

Juniorenkreis hat sich in einer exklusiven Führung durch Gerd Modert davon überzeugt und teils erstaunliche Einblicke in die

Geschichtsbücher der Allianz bekommen.

Egal, ob die Geschichte des Firmenlogos

und die Frage, wie aus dem einstigen

Reichsadler samt Krone das heutige,

modern reduzierte Signet wurde, oder die

Entwicklung der Büroeinrichtung seit den

20er Jahren bis heute – auf alles weiß das

erst 1999 neu eingerichtete Archiv eine

Antwort zu geben. Und die Mitglieder des

Juniorenkreises zeigten sich dabei sehr fragefreudig:

Egal, ob nun die Entwicklung der

Rolle der Frauen im Unternehmen, Ethik

und Teamgeist im Konzern oder die – erst

Ende der 90er Jahre in einem eigenen Forschungsprojekt

aufgearbeitete - Rolle der

Allianz zur NS-Zeit: Nichts, das nicht

hinterfragt und ergründet wurde.

Am Ende waren es über zwei Stunden

intensiver Austausch in den Räumlichkeiten

des Firmenarchivs und einiges an

Erkenntnissen über das Innenleben eines

geschichtsträchtigen, erfolgreichen und

dabei stets zukunftsgewandten Unternehmens.

Gut, dass der Abend noch ausreichend

Zeit bot, das Gehörte in gemütlicher

Runde zu reflektieren. Tobias Gotthardt,

Initiator des Juniorenkreises, dankte in diesem

Rahmen Dennis Leinesser für die Organisation

der Veranstaltung und zeigte sich

überzeugt, dass die Veranstaltungsreihe

„backstage“ neben den regelmäßigen „jours

fixes“ und der „Juniorenlounge“ samt

„Kamingesprächen“ ihren festen Platz im

Kalender des Juniorenkreises finden werde.

Revision ohne Beanstandungen

Mit Bravour gemeistert hat der KKV Landesverband

Bayern die Revision durch den Überdiözesanen Fonds in

Bayern (ÜDF).

Die Revision ergab keine Beanstandungen. In seinem

Prüfbericht bedankt sich der Revisor Andreas Gruber ausdrücklich

für die sehr gute Zusammenarbeit und vermerkt,

dass im Abschlussgespräch, an dem neben dem

Schatzmeister auch der Landesvorsitzende teilnahm,

„in allen Punkten Überreinstimmung erzielt“ worden sei.

Im Gespräch zollte er dem Schatzmeister des KKV Bayern,

Hans-Georg Hamburger, höchstes Lob. Wenn alle katholischen

Verbände eine solche Kassenführung hätten,

würde er arbeitslos, meinte Gruber, der KKV Bayern solle

sich seinen Schatzmeister klonen lassen.

Der ÜDF der Bayerischen Bischofskonferenz ist der

größte Geldgeber des KKV Landesverbandes. 93% aller

Einnahmen stammen aus dem ÜDF und aus Mitgliedsbeiträgen,

hält der Bericht fest. Da letztere zum größten Teil

an den Bundesverband weitergeleitet werden müssen,

„stellt der Zuschuss des ÜDF fast in Gänze die wirtschaftliche

Grundlage des Verbandes dar.“

KKV fordert:

Deutschland soll Irakflüchtlinge aufnehmen

Der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung

(KKV) unterstützt die Forderung von Innenminister Dr. Wolfgang

Schäuble, christlichen Flüchtlingen aus dem Irak in

Deutschland Asyl zu gewähren.

Angesichts der dramatischen Situation der Flüchtlinge im

Irak und in umliegenden Aufnahmeländern, sei unverzügliches

Handeln notwendig, fordert der KKV und unterstützt

damit auch die Position des Zentralkomitees der deutschen

Katholiken (ZdK) und der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Der KKV spricht sich für die Gewährung eines dauerhaften

Status für alle im Irak aus religiösen Gründen verfolgten

Menschen aus. „Da eine Rückkehr der Flüchtlinge wahrscheinlich

nicht möglich ist, muss man den Menschen eine

Zukunftsperspektive geben“, appelliert Dr. Klaus-Stefan Krieger,

der Landesvorsitzende des KKV Bayern.

Nach Aussagen des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten

Nationen sind im Irak nicht-muslimische Personen am stärksten

gefährdet. Christen bildeten die Mehrheit unter den religiösen

Minderheiten. Menschen, die aus Angst vor Verfolgung

in eines der Nachbarländer geflohen sind, berichten von massiven

Einschüchterungen und Drohungen. Vor kurzem wurden

im Irak mehrere Priester ermordet und der Erzbischof von

Mossul entführt und später tot aufgefunden.

VI


KKVBayern

Visionen einer guten Führung

Dynamische Diskussionen im KKV-Juniorenkreis

„Was macht eine gute Führung in Team und Unternehmen aus? Welche Eigenschaften braucht eine überzeugende Führungspersönlichkeit?“

– mit diesen Fragen intensiv auseinander gesetzt hat sich der Juniorenkreis des KKV München im Rahmen seines workshops

„Denkfabrik: Führung zum Thema machen!“. Das Interesse der Junioren war groß - das feedback im Anschluss absolut positiv.

Über drei Stunden hinweg diskutierten die

jungen Führungs(nachwuchs)kräfte im

Münchner Hansa-Haus ihre Ideen und

Vorstellungen „guter Führung“ in entspannter,

gleichzeitig aber dynamischer

Atmosphäre. Aufgegriffen, so Juniorenkreis-Initiator

und Moderator des Abends

Tobias Gotthardt, habe man das Thema auf

vielfachen Wunsch der Mitglieder: „Gerade

für junge, aufstrebende Führungskräfte

ist das eine zentrale Frage, der sie sich

tagtäglich stellen müssen.“ Nicht selten

prallten in Unternehmen und Teams „vollkommen

unterschiedliche Kulturen und

Un-Kulturen der Führung aufeinander.“

Gerade junge Führungsnachwuchskräfte,

die ihr eigenes Führungsverhalten beinahe

selbstverständlich reflektierten und

die dafür notwendigen „soft skills“

bewusst weiter entwickelten, rieben sich

Gespannte Aufmerksamkeit beim Thema Führung

an mangelnder Führungskompetenz der

Vorgesetzten. „output“ des Abends war

eine Sammlung wichtiger Führungsgrundsätze,

welche die Teilnehmenden nun im

Rahmen der xing-Gruppe des KKV sowie

einer eventuellen Fortsetzung der Denkfabrik

weiter diskutieren wollen. Für Gotthardt

zeigt die Dynamik des Abends:

„Interaktivität ist das zentrale Rezept für

unseren Juniorenkreis – daran werden wir

unsere Veranstaltungen auch weiter entwickeln

und messen.“

KKV Erlangen besichtigte Tandembeschleuniger

Führung im Physikalischen Institut der Universität

Über die wissenschaftliche Arbeit des Physikalischen Instituts der Universität Erlangen informierten sich 23 Mitglieder und Gäste

des KKV Erlangen bei einer Führung.

Dr. Andreas Teufel, wissenschaftlicher

Mitarbeiter am Institut, verstand es hervorragend,

Sinn und Zweck der kernphysikalischen

Experimente an der Tandembeschleunigungsanlage

- auch für Laien -

zu erklären.

An dem Großgerät können erzeugte Protonen

(Wasserstoffkerne) in zwei hintereinander

angeordneten Magneten (daher

„Tandem“) im Hochvakuum auf 2 mal 5

Millionen Elektronenvolt (10 MeV) beschleunigt

und zu neun Versuchsanordnungen

umgelenkt werden. Dort können

jeweils nacheinander verschiedene Experimente

durchgeführt werden, die sich von

den Grundlagen der Teilchenphysik über

Materialuntersuchungen und Messtechnik

bis zu interdisziplinären Versuchen mit der

Medizin reichen. Bei der abschließenden

Besichtigung des Photonenlabors wurden

noch die Anwendungsmöglichkeiten der-

Lasertechnikvorgeführt.

Dr. Andreas Teufel (rechts) vor dem Tandembeschleuniger.

VII


KKVBayern

Anekdoten beim Juniorenkreis

Ex-Bayernkurier-Chef Wilfried Scharnagl im Kamingespräch

Ganz im Zeichen der Politik stand das Kamingespräch des Münchner KKV-Juniorenkreises mit Wilfried Scharnagl, dem langjährigen

Chefredakteur des Bayernkurier und Weggefährten von Franz Josef Strauß. Gebannt verfolgten die rund 20 Netzwerkerinnen

und Netzwerker des Juniorenkreises die politischen Analysen, Pointen und Anekdoten des journalistischen Urgesteins.

Der Themenbogen spannte sich dabei

weit: Von politischen Entscheidungen in

Zeiten des „Kalten Kriegs“ über die – gerade

wieder in den Medien diskutierten –

gefälschten Hitler-Tagebücher des „Stern“

bis hin zu aktuellen Krisen der großen

Volksparteien, der künftigen Rolle der kleineren

Parteien und den zum 20. Todestag

von Franz Josef Strauß im Herbst erscheinenden

Erinnerungen Scharnagls.

Das Spannungsfeld zwischen Politik

und Medien, so das Resumee Scharnagls

zum Thema des Abends, habe sich in den

vergangenen Jahrzehnten gründlich verändert,

in vielen Bereichen verkompliziert:

Wo früher Inhalte gefragt gewesen seien,

gehe es heute nur noch um Statements in

Sekundenlänge – „die Gesundheitsreform

in zwei Sätzen, bitte.“ Schwer nachgelassen

habe auf Seiten der Medienvertreter

die politische Kompetenz, auf Seiten der

Politiker dagegen die Ausdauer, Dinge

zuerst intern zu regeln, um erst dann an

die Presse zu gehen: „Heute berichten die

Agenturen vielfach Fakten aus geschlossenen

Sitzungen, die noch laufen.“ Eine der

zentralen Fragen bleibe letztendlich das

Verhältnis von Nähe und Distanz zwischen

Journalisten und Politikern.

Abgerundet wurde der Abend durch eine

offene Fragerunde, moderiert von Christiane

Kreutmair, Mitglied im Planungsteam

des Juniorenkreises und neu gewählte Pressesprecherin

des KKV München. Danach

„Der Geist von Kreuth“: Wilfried Scharnagl (3.v.l.), langjähriger Chefredakteur des Bayernkurier und

Weggefährte von Franz Josef Strauß, hier flankiert (v.l.) von Tobias Gotthardt (Mitgl. im KKV-Landesvorstand),

Moderatorin Christiane Kreutmair (Pressesprecherin KKV München) und Klaus-Dieter

Engelhardt (Vorsitz. KKV München) beim Kamingespräch des Münchner KKV-Juniorenkreises.

entwickelte sich im Ansatz das, was im

Großen wohl auch den „Geist von Kreuth“

ausmacht: Entspannte Gespräche und

Diskussionen am abendlichen runden Tisch

– im Fall des Juniorenkreises gingen diese

bis weit nach Mitternacht.

Christiane Kreutmair und Tobias Gotthardt,

Initiator des Juniorenkreises und

Mitglied des Landesvorstandes, dankten

Scharnagl abschließend im Namen des Planungsteams

für sein Kommen. Der Abend,

so Gotthardt, habe tiefe Einblicke in die

Kulissen des politischen Geschäfts gegeben

und aufgezeigt, „dass es sich auch heute –

über die Parteigrenzen hinweg - für die

junge Generation lohnt, politisch interessiert,

politisch engagiert zu sein: Ihr glaubwürdiges

Beispiel motiviert dazu.“ Als

Juniorenkreis im katholischen Sozialverband

KKV werde man weiter ein interaktives

Podium gesellschaftspolitischer Fragen

jenseits parteipolitischer Barrieren bieten.

VIII

KKV begrüßt Vorstoß der CSU zur Rückkehr

zur früheren Pendlerpauschale

Der Vorstand des KKV Landesverbandes

Bayern der Katholiken in Wirtschaft und

Verwaltung hat die Ankündigung der CSU

begrüßt, sich auf Bundesebene für die

Wiederherstellung der früheren Pendlerpauschale

ab dem ersten Entfernungskilometer

einzusetzen. Der KKV Bayern hatte

diese Forderung bereits vor einem Jahr

erhoben. „Die Bürger erwarten zu Recht

gerechte und nachvollziehbare Regeln bei

der Besteuerung“, betont der Vorsitzende

des KKV Bayern, Dr. Klaus-Stefan Krieger.

„Dass Kosten für die Fahrt zum Arbeitsplatz

erst ab einer Entfernung von über 20

Kilometern steuerlich geltend gemacht

werden dürfen, ist eine willkürliche Grenzziehung.

Der Bundesfinanzhof hat diese

Ungleichbehandlung bei den Pendlern

bereits als verfassungswidrig verworfen.

Dass Teile der Bundesregierung nun unbedingt

erst noch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts

abwarten wollen, lässt

Einsicht vermissen. Es ist erfreulich, dass

die CSU jetzt eine Position bezieht, die die

berufsbedingten Aufwendungen aller

Pendler in gleicher Weise würdigt.“


KKVBayern

„Politik sollte lieber Ausbildungsplätze

in der Altenpflege fördern“

KKV Bayern kritisiert Angriff der Bundesgesundheitsministerin auf katholische Wohlfahrt

Der KKV Landesverband Bayern der Katholiken

in Wirtschaft und Verwaltung hat

den Angriff der Bundesgesundheitsministerin

auf die katholische Wohlfahrt scharf

kritisiert. Ulla Schmidt hatte in der Diskussion

um einen gesetzlichen Mindestlohn

im Pflegesektor gesagt, sie „erwarte von

den kirchlichen Trägern ein stärkeres

Engagement für eine anständige Bezahlung

der Beschäftigten in der Pflege zu

sorgen.“

„Jeder, der ein wenig Kenntnis von der

karitativen Arbeit hat“, hält der Landesvorsitzende

Dr. Klaus-Stefan Krieger dagegen,

„weiß, dass die katholischen Wohlfahrtsverbände

Gehälter weit über einem

möglichen Mindestlohn zahlen. Würde die

Ministerin fair urteilen, müsste sie ihre

Mahnung gegen jene privaten Vermittler

richten, die Pflegekräfte aus Osteuropa zu

Dumpinglöhnen in Deutschland schuften

lassen.“ „Die Politik“, moniert der Landesvorstand

des KKV Bayern, „sollte lieber

dazu beitragen, dass genügend Ausbildungsplätze

für den dringend benötigten

Nachwuchs in der Altenpflege geschaffen

werden.“ Es sei ein Skandal, dass sich die

Kassen weigerten, den ambulanten Pflegestationen

die Kosten für die Ausbildung

von Nachwuchs in der Altenpflege anzuerkennen.

„Hier sollte die Gesundheitsministerin

aktiv werden, statt ungerechtfertigte

Schelte auszuteilen.“

KKV Bayern gratulierte seinem ehemaligen Geistlichen Beirat

P. Cyrill Mehler SJ zum 60-jährigen Ordensjubiläum

P. Cyrill Mehler SJ, der von 1978 bis 1986

die Geschicke des KKV Landesverbandes

Bayern als Geistlicher Beirat begleitete,

feierte am 20. April 2008 sein 60. Ordensjubiläum.

Zudem jährt sich am 31. Juli der

Tag seiner Priesterweihe zum 50. Mal.

Aus diesen Anlässen besuchten vier

Mitglieder des KKV München Pater Mehler,

um ihm im Auftrag des KKV Bayern persönlich

zu gratulieren. P. Mehler verbringt

seinen Lebensabend bei den Barmherzigen

Schwestern in München–Unterhaching.

Nach einem schweren gesundheitlichen

Zusammenbruch vor zwei Jahren hat

P. Mehler durch die Kunst und Fürsorge

der Ärzte und des Pflegepersonals wieder

zu einem lebenswerten Dasein gefunden.

Er empfindet sein Leben spannend und

interessant, obwohl sein äußerer Radius

eingeschränkt ist. Der frühere Geistliche

Beirat nimmt noch immer regen Anteil am

Geschehen im KKV.

Dem Jubilar P. Cyrill Mehler SJ gratulierten

Christine Güntner, Sabina Mühl, Hartmut Güntner

und Edgar Mühl (Personen von links unten

gegen den Uhrzeigersinn).

IX


KKVBayern

Einer der Treuesten und Zuverlässigsten

Edgar Mühl zum Ehrenmitglied des KKV München ernannt

In Anerkennung und Würdigung seiner großen Verdienste um den KKV München hat dessen Vorstand den früheren Geschäftsführer

des KKV Hansa Hauses, Edgar Mühl, zum Ehrenmitglied des KKV München ernannt. Die Verleihung fand im Rahmen der

Feierlichkeiten zum 5o-jährigen Bestehen des Hansa-Hauses statt.

Edgar Mühl, 67, verheiratet, gehört dem KKV

seit 38 Jahren an, davon 20 Jahre dem KKV

München. In dieser Zeit hatte er, so Münchens

Ortsvorsitzender Klaus-Dieter Engelhardt

in seiner Laudatio, eine Vielzahl von

Funktionen inne. So war Mühl von 1993 bis

zu seinem Ruhestand 2004 Geschäftsführer

des Hansa-Hauses. Seit 1980 ist er Mitglied

in der KKV Sportriege, seit 2006 organisiert

er mit steigendem Erfolg den monatlichen

Wandertag und einmal im Jahr führt er eine

mehrtägige Studienreise durch. Darüber

hinaus ist er bis heute für die Erstellung des

Monatsprogramms und für die Mitgliederbetreuung

verantwortlich.

Über München hinaus engagiert Edgar

Mühl sich seit 1996 als Schatzmeister der

Freunde und Förderer des KKV Bildungswerkes

Bayern und seit 2006 ist er auch Mitglied

im Vorstand des KKV Bildungswerkes

Bayern (BWB).

Seine herausragendste Eigenschaft sei

jedoch seine Überzeugungskraft, mit der er

zahlreiche Mitglieder für den KKV gewonnen

habe, betonte Engelhardt. Edgar Mühl sei

einer der treuesten und zuverlässigsten Mitglieder

und fehle seit Jahren auf fast keiner

Veranstaltung des Münchner KKV. Der Vorstand

hoffe weiter auf seine Unterstützung.

Aus den Ortsgemeinschaften

Geistlicher Beirat Pater Dr. Benno Kuppler SJ (links) und Vorsitzender Klaus-Dieter Engelhardt

(rechts) überreichten Edgar Mühl die Ehrenurkunde.

KKVBayern

Veranstaltungen

Amberg, 18. September 2008

Besichtigung der Tee- und Gewürzfabrik in

Schnaittenbach

Abfahrt: 13 Uhr (Teilnehmer werden abgeholt)

Führung: 16 Uhr

Ingolstadt, 22. Juli 2008, 19.30 Uhr

Kulturelles Jahresfest des KKV Hansa

Ingolstadt

Ort: Medizinhistorisches Museum

Kitzingen, 2. August 2008

Fahrt zu den fränkischen Passionsspielen

in Sömmersdorf

Abfahrt: 19 Uhr

Beginn: 20 Uhr

X

KKV München: Kinderfreundlichkeit darf kein Lippenbekenntnis sein

Der KKV München begrüßt die Klageabweisung

des Verwaltungsgerichts im

Bogenhausener Kindergarten-Streit. Dass

Kindergärten in München immer weniger

akzeptiert würden, sei höchst bedenklich,

sagte der Münchener KKV-Vorsitzende

Klaus-Dieter Engelhardt. Gesellschaft,

Politik und Wirtschaft müssten noch kinder-

und familienfreundlicher werden.

Dass sich manche Münchener Anwohner

sogar komplett gegen Kinder in unmittelbarer

Nachbarschaft wehrten, zeige, dass

Deutschland im Gegensatz zu anderen

europäischen Ländern wie Frankreich und

Belgien noch nicht begriffen habe, dass

Kinder und Familien die Zukunft seien.

Das vielfach diskutierte Erziehungsgeld

stelle einen richtigen Ansatz dar und helfe,

Erziehungsarbeit aufzuwerten. Es müsste

freilich eine echte Wahlfreiheit für Mütter

geben, ob sie ihr Kind selbst erziehen oder

erziehen lassen, so Engelhardt. Keinesfalls

dürfe die Erziehungsleistung der eigenen

Mutter jedoch weniger wert sein als die der

bezahlten Kinderbetreuerin. Auch den

kirchlichen Kindergärten komme bei der

werteorientierten Erziehung eine wichtige

Rolle zu. Engelhardt fordert auch jeden

einzelnen zu besserem Verhalten im Alltag

auf: „Die schreienden Kinder am Nebentisch

stören nicht nur, sondern bezahlen

irgendwann auch die Renten.“


KKVBayern

Ministerien reagieren prompt

KKV Bayern schlug „Zukunftstag für Mädchen und Jungen“ vor

Die Delegiertenversammlung des KKV Bayern im März (wir berichteten) hatte sich dafür ausgesprochen, den „Girls’ Day“ in einen

Zukunftstag für Mädchen und Jungen umzuwandeln. Der Landesvorstand veröffentlichte daraufhin folgende Erklärung:

Der KKV Landesverband Bayern der

Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung

bittet die Bayerische Staatsregierung, den

sogenannten „Girls‘ Day“ künftig als

Zukunftstag für Mädchen und Jungen

anzubieten. Auch Jungen sollte die Chance

gewährt werden, in der Praxis einen

Einblick in geschlechtsuntypische Berufsbereiche

zu erhalten.

Am 24. April 2008 findet zum achten

Mal der bundesweite Aktionstag „Girls‘

Day“ statt. Unternehmen und Betriebe,

Kommunen und Verbände geben an diesem

Tag Schülerinnen der Klassen 5 bis 10

aller Schularten die Möglichkeit, sich die

Vielfalt beruflicher Möglichkeiten vor

KKV Bayern gratulierte Hansa-Haus

Augen zu führen. Die bayerische Staatsregierung

bezeichnet den „GirIs‘ Day“ als die

„weltweit größte Orientierungsinitiative

für zukunftsträchtige Berufe“ (vgl. z. B.

Pressemitteilung der Regierung von Oberfranken

vom 14. 02. 2008).

Diese Orientierungshilfe sollte nicht

allein Mädchen vorbehalten bleiben. Eine

zukunftsorientierte Bildungspolitik muss

auch auf das Potential setzen, das Jungen

mitbringen. Der KKV Bayern ersucht daher

die bayerische Staatsregierung, den „Girls‘

Day“ nach dem Vorbild einiger anderer

Bundesländer künftig als „Zukunftstag für

Mädchen und Jungen“ durchzuführen.

Im Namen des KKV Bayern gratulierte Landesvorsitzender Dr. Klaus-Stefan Krieger

dem KKV Hansa Haus in München. Das Hansa Haus führe als heute einziges KKV-

Wohnheim für Auszubildende, Berufsanfänger und Studenten eine große Tradition

des KKV fort, betonte er in seinem Grußwort beim Jazz-Frühschoppen im Rahmen der

Jubiläumsfeiern. In den 1920 und1930er Jahren hatte es gleich mehrere KKV-Heime

in München gegeben. Dabei erfülle in einer Stadt mit hohen Mieten und knappem

Wohnraum ein solches Angebot „eine zentrale Aufgabe des KKV als eines katholischen

Sozialverbandes“, sagte Krieger. Zum anderen biete das Hansa-Haus als „Vereinsheim“

den großen Vorteil eines Veranstaltungsortes in eigenem Besitz. Davon

profitiere auch der Landesverband. Krieger wünschte dem Hansa Haus, auch weiterhin

offen für junge Menschen und für neue Ideen zu sein.

Reaktionen auf

die Erklärung

Die Erklärung wurde auch an die bayerischen

Ministerien für Wirtschaft, für

Arbeit und Sozialordnung sowie für

Unterricht und Kultus geschickt. Alle

drei antworteten umgehend. Tenor ist,

dass die Landesregierung die Förderung

von Buben bereits im Blick habe.

So unterstütze die Bayerische

Staatsregierung Berufspraktika für

Schüler mit der Aktion „Neue Wege für

Jungs“ und sensibilisiere sie mit der

Broschüre „ready für job“ für soziale

Berufe, schreibt Ministerialrätin Rück-

Wallenberger vom Sozialministerium.

Für Jungen bestehe in Bayern „bereits

seit Jahren“ die Möglichkeit, am Girls’

Day in eher untypische Berufe hineinzuschnuppern.

Im Zusammenhang mit

diesem Tag werde in Reden und Veröffentlichungen

auch auf das geschlechtsspezifische

Verhalten von

Jungen hingewiesen. Eine Änderung

des Namens Girls’ Day hält das Ministerium

aber „auf Grund des hohen

Bekanntheitsgrades für kontraproduktiv“.

Wirtschaftsministerin Emilia Müller

verweist auf regionale Programme für

Jungen, die auf die Erweiterung ihres

Berufsspektrums ausgerichtet sind. Sie

hält es allerdings für besonders notwendig,

gerade Mädchen für technische

Berufe zu begeistern. Diesem Ziel

könne ein Zukunftstag für Mädchen

und Jungen nicht „in gleicher Form

gerecht werden“.

Für das Kultusministerium kündigt

die Leitende Ministerialrätin E. Ohrnberger

an, dass ihr Haus im März 2009

einen Fachkongress zur Bubenförderung

veranstalten werde.

Die Antworten im Wortlaut veröffentlichen

wir auf unserer Homepage

www.kkv-bayern.de unter „Stellungnahmen“.

XI


KKVBayern

Bildungswerk Bayern

04. - 06. Juli 2008

Zeit zu zweit – Kraft für den Alltag

Im Alltagsleben mit Arbeit und Familie, mit schönen und anstrengenden

Pflichten und Aufgaben, bleibt meistens wenig „Zeit zu zweit". Dieses

Wochenende bietet den Rahmen für ganz viel Zweisamkeit:

- Zeit, in der es nur um uns als Paar geht.

- Zeit, in der wir bewusst auf das Schöne und Wertvolle in unserer

Beziehung schauen.

- Zeit für die Schätze, die wir in unserer gemeinsamen Vergangenheit

gesammelt haben.

- Zeit für Gespräche über uns, über das, was uns wertvoll ist.

- Zeit für Träume und Ziele, die uns in unserer Zukunft tragen.

Paargespräche, für die es Anregungen und Impulse gibt, stehen im

Mittelpunkt. Doch auch der Austausch mit anderen Paaren, Entspannungsübungen

und kreative Elemente gehören zum Programm.

Für die Kinder gibt es während der Seminarzeiten ein eigenes Programm

mit pädagogisch geschulten Betreuungspersonen.

Referentin:

Seminarort:

Karin Gotthardt, Diplomtheologin,

Zusatzausbildungen in Erwachsenenpädagogik

und Gesprächsführung

Jugendbildungsstätte Windberg

11. - 13. Juli 2008

52. Weltenburger Gespräch

"Geht unserer Gesellschaft der Kitt verloren?"

Unserer Gesellschaft scheint der Kitt, die gemeinsame Basis an Werten

und an Einstellung zur Gestaltung der Politik, verloren zu gehen. Ein

Rückgang bei der Teilnahme an Wahlen ist ebenso zu verzeichnen wie

eine immer weiter reichende Aufsplitterung des Parteienwesens. Grundsatzdebatten

über Bildungs- und Sozialpolitik nehmen zu und verbindende

Positionen finden im öffentlichen Diskurs kaum Gehör. Wohin

entwickelt sich die Gesellschaft der Bundesrepublik, welchen Beitrag

können die christlichen Kirchen und Verbände noch leisten? Darauf will

das Weltenburger Gespräch Antworten geben.

Referent:

Seminarort:

Dr. Ludwig Unger,

Pressesprecher des Bayerischen

Kultusministeriums und Lehrbeauftragter

der Universität Bamberg

Kloster Weltenburg

26. - 28. September 2008

Liebe zur Musik

Meisterwerke der Musik II

Unsere Zeit blickt über Jahrhunderte zurück auf große Entwicklungen in

der Musik. Und oft prägen nur wenige Komponisten eine ganze Epoche.

Populäre und auch weniger bekannte, kleine und epochale Meisterwerke

näher kennen zu lernen, ist in dem Zusammensein der Sinn. Weitere

Erläuterungen, z. B. was ist eine „Ouvertüre“ (keine Notenkenntnisse

KKVBayern

erforderlich!), und hochinteressante Interpretenvergleiche helfen, die

Musik zu lieben. Der Künstler in seiner Zeit – eine neue Welt erschließt

sich für die Teilnehmer. Diesmal sind Kompositionen u. a. von Vivaldi,

Beethoven, Brahms, Messiaen, Britten, Händel, Mahler und Schubert im

Programm.

Wie immer – eine sehr gute Wiedergabeanlage und die bekannte

Diskussionsfreude machen das Beisammensein zum Vergnügen für die

Teilnehmer und den Referenten.

Referent:

Gerhard Kaiser, Musikwissenschaftler

Seminarort: Vierzehnheiligen

10. - 12. Oktober 2008

Europa- und Kulturtage

Aktuelle Entwicklungen in der EU

Aspekte europäischer Politik mit Blick auf die USA sowie den Nahen und

Mittleren Osten

Referenten: laut Einzelprogramm

Seminarort: Wildbad Kreuth

In Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung

18. - 19. Oktober 2008

KKV Landestreffen

Kooperation, Kreativität, Motivation – Säulen einer

zukunftsfähigen Gesellschaft

Programm

Samstag

Vormittags:

Landessenatssitzung,

alternativ Besichtigungsprogramm

Nachmittags: Forumsveranstaltung

Hauptreferent: Prof. Dr. Egon Endres, Präsident der Katholischen

Stiftungsfachhochschule München, zum Thema

„Die Erfolgbedingungen für Netzwerke“

Abends:

Festabend des KKV München mit Zeitreisen

und Ehrung langjähriger Mitglieder

Sonntag

Gottesdienst in der Kirche der Benediktinerabtei St. Bonifaz

Zelebrant:

Abt Dr. Johannes Eckert OSB

Festliche Stunde

Festredner: Abt Dr. Johannes Eckert OSB (angefragt)

Seminarort:

Hansa-Haus München

19. - 21. November 2008

Glaubensseminar

Paulus - sein Leben und Werk

Referent:

Seminarort:

Pater Josef Fischer

Kloster Schwarzenberg

Impressum

KKVBayern

KKV Bayern Report“ erscheint als Beilage zu „KKV Neue Mitte. Zeitschrift der Katholiken in Wirtschaft u. Verwaltung“.

Herausgeber: KKV Landesverband Bayern e.V. der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung gemeinsam mit dem KKV Bildungswerk Bayern e.V. der Katholiken in Wirtschaft

und Verwaltung.

Redaktion: Dr. Klaus-Stefan Krieger, Rankestr. 18, 90461 Nürnberg, Tel. 0911/497201, Fax 0911/497311, E-Mail: landesverband.bayern@kkv.org, Homepage: www.kkv-bayern.de

Gesamtherstellung: Druckerei Fruhauf, Bamberg

XII

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