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Salzburg, 15. Juni 2010

Presseinformation

Akzente Fachstelle Suchtprävention

Muss Alkohol denn immer die 1. Geige spielen?! ...

Das erste Pongauer AfterNETwork präsentierte Suchtpräventive Kostproben zu den Themen „Feste

Feiern & Jugendschutz“ und „Suchtprävention in der Familie“.

„Komm auf ein Würstel vorbei – und gib deinen Senf dazu!“ war das Motto des ersten Pongauer

AfterNETworks, organisiert vom Pongauer Arbeitskreis Suchtprävention und der Landjugend.

Thema des Abends: ein „gesunder“ Umgang mit Alkohol!

Mitten drinnen in der Sommer-Zeltfest-Zeit geraten gerade die beliebten Traditions-

Veranstaltungen immer mehr in die Kritik: Stein des Anstoßes ist nicht selten der unkontrollierte

Ausschank von Alkohol an junge Festgäste, gepaart mit gewalttätigen Ausschreitungen zu späterer

Stunde, wenn die Fäuste durch zu viele Schnapserl besonders locker sitzen.

Festkultur wieder groß schreiben

Einer, der es wissen muss, ist Landjugendreferent Michael Staffl, der sagt: Feste gehören ganz einfach

dazu, aber die Festkultur muss wieder mehr in den Mittelpunkt rücken: „Laute, unstrukturierte

Diskopartys, die nur der Profitgier wegen zum ‚Saufgelage’ verkommen, werden auch bei den Festgästen

immer unbeliebter – ein gutes Fest funktioniert dann, wenn eine stimmige Struktur geschaffen

wird.“ Ein gemeinsamer Auftakt und Höhepunkte, wie vorbereitete Einlagen, sind das Rezept für ein

gelungenes Feiern. Beste Erfahrungen macht die Landjugend bei ihren Festveranstaltungen beim Jugendschutz

durch farbige Kontrollarmbänder, alkoholfreien Bars als Alternative zu Bier und Flügerl

und der Schaffung von kommunikativen Lounge-Ecken. Info-Materialien für’s richtige Feiern und

spezielle Schulungen für Barpersonal werden von der Landjugend angeboten.

Vorbildfaktor: Familie

„Mit Alkohol läuft’s für viele Jugendliche einfach runder, glauben sie zumindest“, bestätigt auch Gerald

Brandtner von der Akzente Fachstelle Suchtprävention. „Zu fasst jedem Anlass wird in Familien

Alkohol getrunken und das Maß ist dabei oft das Übermaß – diese Unkultur leben wir Erwachsenen

mit unserem Feierverhalten vor. Kein Wunder also, dass junge Leute Alkohol mit Spaß-Haben

gleichsetzen und diesen ‚Spaß’ dann noch übersteigern“, ist der Präventionsexperte überzeugt. Auch

Alkohol als „Allheilmittel“ für Probleme spielt beim Trinkverhalten eine entscheidende Rolle: egal

ob als Stressabbau-Mittel, zum Trösten, zur Selbstbestätigung. Um einen Umdenkprozess einzuleiten,

konzentriert sich der Arbeitskreis im Pongau momentan verstärkt auf die Familie als Zentrum

suchtpräventiver Maßnahmen.“ Passende Angebote, Workshops und Veranstaltungen sowie jede

Menge Tipps bietet unter anderem die Akzente Fachstelle Suchtprävention im Projekt FamilienBande

an. (siehe Tipps unten)

„Durch eine gelungene private Feierkultur soll der bewusste Umgang mit Alkohol vorgelebt werden“,

resümiert Monika Gruber, Regionalstellenleiterin von Akzente Pongau nach dem ersten Pongauer

AfterNETwork: „Vielen Anwesenden ist die Bedeutung der Vorbildfunktion von Eltern und

Erwachsenen wieder bewusst geworden, denn der Umgang mit Alkohol wird nun einmal in der Familie

gelernt. Wenn es uns um die Alkoholmündigkeit von Jugendlichen geht, müssen wir ihnen

Konsumverhalten und Trinkkultur bewusst vorleben!“

Veranstaltungstipps zur Suchtprävention in der Familie:

ElternAbend am 6. Oktober 2010 um 19.30 Uhr im Kulturvereinssaal St. Johann

ElternKurs: „Hilfe mein Kind pubertiert!“ im November 2010 in Bischofshofen

Nähere Informationen und Anmeldung: m.gruber@akzente.net


Akzente Salzburg

Mag. Kerstin Schnitzhofer/Öffentlichkeitsarbeit

Glockengasse 4c, 5020 Salzburg

Tel: 0662/84 92 91 – 24

k.schnitzhofer@akzente.net, www.akzente.net

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