gehts zum Eurobowl-Rückblick in Bildern.

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gehts zum Eurobowl-Rückblick in Bildern.

FOOTBALL-EUROPA, HIER KOMMEN DIE BRONCOS

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Noch nie spielte ein Schweizer American-Football-Team

vor 5000 Zuschauern, eine stolze Zahl für jede Amateur-

Sportart: Die Broncos taten genau dies, als sie im Eurobowl-Halbfinal

im Innsbrucker Tivoli-Stadion gegen

den Titelverteidiger Swarco Raiders antreten mussten.

Für die europäische Footballexperten eine klare Sache,

dass der knappe 19:14-Viertelfinal-Erfolg der Broncos in

Graz das Höchste der Gefühle für die ‚Wildpferde‘ gewesen

war. Schliesslich hatte zuvor noch nie ein Schweizer

Team auch nur annhähernd die Eurobowl-Halbfinals

erreicht - das Auswärtsspiel im Hexenkessel von Innsbruck

schien übermächtig. Gegen 500 Footballfans aus

Graubünden nahmen die Reise unter die Räder und

feuerten die Broncos in fanatischer Lautstärke an. Nach

wenigen Minuten hörte man nur noch die Schweizer

Fans: Zwei frühe Touchdown-Pässen von Marko Glavic

auf Steve Valentino setzten die erste Duftmarke. Als sich

die Raiders verzweifelt gegen ihr Schicksal auflehnten,

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NCOS!

sorgte DJ Wolfe noch vor der Halbzeit mit zwei spektakulären

Touchdown-Läufen übers ganze Spielfeld für

den frühen Todesstoss. Als sich auch noch Innsbrucks

US-Quarterback verletzte und die Broncos Defense die

Raiders nun Mal für Mal im Backfield stoppte, war der

Mist endgültig geführt - und die Raiders vorgeführt.

Der dritte Touchdown-Pass Glavics (diesmal auf Christian

Steffani) im Schlussviertel stellten den Endstand

von 35:3 sicher. Die vor dem Halbfinal noch kleinen

Broncos waren in zweieinhalb Stunden zur europäischen

Grösse gewachsen - mit entsprechend geschockten

Kommentaren der einschlägigen kontinentalen Football-

Medien. Im europäischen Football-Ranking stiegen die

Broncos in der Folgewoche auf Platz 2 vor - mit einem

internationalen Wettkampf, der noch bevor stand: Das

Duell um den Eurobowl gegen den Rekord-Champion

Vienna Vikings - das letzte Team, das den Broncos auf

dem Weg an die europäische Spitze im Weg war.

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MARKO GLAVIC, DIE TOTALE OFFENSE UND DAS 'M

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Als Marko Glavic 2009 nach Graubünden kam, war er ein

für europäische Verhältnisse dekorierter Football-Star,

der einen Eurobowl-Sieg aus Innsbrucker Jahren im Gepäck

mitführte. Der kanadisch-schweizerische Doppelbürger

blieb letztlich vier Saisons in Chur und brachte im

Jahr 2 seinen Bruder Sasha mit, der die Rolle des Quarterbacks

in der Defense übernehmen sollte. Jetzt geht

Marko Glavic in den Football-Ruhestand - und nimmt aus

seinen vier Jahren bei den Broncos vier Schweizer und

zwei europäische Titel mit. Mit der Saison 2012, in der

Marko einen ganzen Pool von hochtalentierten Spielern

beliefern konnte, als absolutes Highlight. Die Undefeated-Season

wurde zur Abschiedshymne für Quarterback

Marko Glavic: Mit 42 Touchdown-Pässen (bei 4 Interceptions),

2 Lauf-Touchdowns und einer Two-Point-Conversion

(zum 27:14-Schlussstand im Eurobowl gegen Wien)

orchestrierte er seine Offense in 15 Spielen zu sagenhaften

733 Punkten (49 Punkte pro Spiel).

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AS 'MERCENARIES KILLER TEAM'

Als die Broncos im Eurobowl-Halbfinal in Innsbruck den

amtierenden Champion sprichwörtlich auseinander

nahmen, prägte ein entsetzter österreichischer Reporter

den Begriff des ‚Mercenaries Killer Team‘, das den

Schock der europäischen Footballelite auf den Punkt

brachte. Sicher ist, dass die Broncos bei der Wahl ihrer

Importspieler ein glückliches Händchen hatten: Mit den

Gebrüdern Glavic als Teamleader und Ausnahmeathleten

wie DJ Wolfe oder Steve Valentino sowie geschickten

Verstärkungen aus dem europäischen Raum verfügten

die Broncos über eine herausragend professionelle

Mischung aus Imports-Verstärkungen und einheimischen

Stammspielern, die unter Leitung von Coach Geoff Buffum

konsequent auf ein klares Ziel hin arbeiteten und einen

sehr guten Team Spirit an den Tag legten. 15 lange

Spiele dauerte der Weg für die Broncos, auf dem unter anderen

der finnische und der österreichische Meister sowie

der Eurobowl-Titelverteidiger besiegt werden musste.

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VOM GEHEIMTIPP ZUM AUSTRIA-ALBTRAUM

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Als einer der Geheimfavoriten in das Eurobowl-Turnier gestartet,

wurden die Broncos schnell zum Favoritenschreck

- und letztlich zum Austria-Killer. Nachdem die Broncos in

der Vorrunde den finnischen Meister Helsinki Wolverines

zweimal ausgeschaltet hatten, wartete im Viertelfinal mit

den Graz Giants ein echter Prüfstein. Dank eines hart umkämpften

19:14-Sieges standen die Broncos im Halbfinal

in Innsbruck (Seite 6-7), wo man den Titelverteidiger vor

5000 Zuschauern - darunter rund 500 aus Graubünden

- mit 35:3 aus dem Tivolistadion scheuchte - und damit

Schockwellen durch die europäische Footballszene jagte.

Die Broncos setzten noch einen drauf und bewarben sich

um die Durchführung des Eurobowl-Endspiels. Und sie

bekamen gegenüber Wien den Vorzug, nachdem man auf

das schmucke Rheinparkstadion in Vaduz gesetzt hatte.

4086 Zuschauer liessen sich das Spektakel nicht entgehen,

das durch den Stargast Shawne Fielding, einer euro-

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paweiten Live-Übertragung auf Eurosport 2 und über 70

Medienvertreter einen ordentlichen Hype erfuhr.

Durch zwei Tochdownpässe von Marko Glavic auf Christian

Steffani und DJ Wolfe gingen die Broncos mit 13:0

in Führung. Die Vikings aus Wien verkürzten durch Dusty

Thornhill zwar auf 13:7, doch DJ Wolfe erhöhte bereits

kurz darauf mit einem spektakulären Sprung in die Endzone

das Score auf 19:7 zugunsten der Bündner (Bild).

Aber der Eurobowl-Rekordmeister liess sich nicht abschütteln

und verkürzte noch vor der Pause durch Thornhill

auf 19:14. In der 2. Halbzeit setzte in Vaduz starker

Regen ein - Erinnerungen an den Efaf-Cup-Final 2010

wurden wach. DJ Wolfe skorte zum 27:14 - die Broncos

gewannen als 1. Schweizer Team den Eurobowl. Und der

so stolze österreichische Football war 2012 zum dritten

Mal an den Broncos gescheitert.

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DIE GOLDENEN JAHRE

Mit dem Eurobowl-Triumph 2012 haben die Calanda Broncos

die Spitze des europäischen Footballs erreicht. Die

Geschichte, die am 25. Mai 1991 im Restaurant Falknis in

Landquart mit der Gründung der Landquart Broncos begonnen

hatte, fand am 21. Juli im Rheinparkstadion in Vaduz

ihr märchenhaftes Happy-End. Die Calanda Broncos

beendeten die Saison mit einer makellosen 15-0-Bilanz,

der zweiten Undefeates Season der Klubgeschichte nach

2010, als man den EFAF-Cup nach Graubünden holte.

Die Rekorde, die die Broncos in den letzten Jahren einheimsten,

sind unglaublich und zementieren die Verhältnisse,

die zumindest in der Schweiz nur als Dynastie

gefeiert werden können: Neben vier Schweizer Meistertiteln,

dem Eurobowl- und dem Efaf-Cup-Triumph sowie

dem offiziellen Nummer-1-Ranking des Europäischen

Football-Verbandes EFAF konnten sich die Bündner seit

2010 auch über drei Nachwuchstitel freuen, 2012 durch

die U16, die die Schweizer Meisterschaft unter Anleitung

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ihres Headcoaches Robin Haas dominierte und mit einer

Perfect Season die Titelverteidigung schaffte. Und nicht

zu vergessen die neugegründete 2. Mannschaft, die in

ihrer Premierensaison 2012 den NLC-Titel einheimste.

In der Königsdisziplin, der Schweizer NLA-Meisterschaft,

sind die Broncos das Mass der Dinge: Seit dem 14. Juni

2009, als man in Bern verlor, sind die Broncos in 40 Spielen

in Serie stets als Sieger vom Platz gegangen - wahrlich

goldene, einmalige Zeiten für alle American Football-Fans

aus Graubünden.

Wir danken allen Spielern, Helfern, Zuschauern, Fans

und Sponsoren für Eure tatkräftige Unterstützung. Jetzt

gilt es anzustossen - auf ein nächstes Kapitel Broncos

History!

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